{"id":41235,"date":"2017-11-24T08:26:09","date_gmt":"2017-11-24T07:26:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235"},"modified":"2017-11-24T08:26:09","modified_gmt":"2017-11-24T07:26:09","slug":"hinweise-des-tages-3007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h01\">Rentenversicherungsbericht 2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h02\">Flexible Arbeitszeiten: M&ouml;glichkeiten, Defizite, Reformbedarf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h03\">Hauptsache Profit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h04\">Verhofstadt in den Paradise Papers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h05\">Britische Regierung k&uuml;rzte im Gesundheitssystem: Seitdem 120.000 Tote mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h06\">Wirtschaftspolitische Empfehlung der EU: Br&uuml;ssel will mehr Soziales und sparen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h07\">&ldquo;Zu Europa gab es nichts&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h08\">Mali im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h09\">Neue Riesendrohnen im Anflug<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h10\">&raquo;Verborgene Wahrheiten&laquo; in der Ukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h11\">F&uuml;r &ldquo;abscheulichste Verbrechen&rdquo; verurteilt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h12\">Neue Studie: Die &ldquo;Lichtverschmutzung&rdquo; nimmt zu<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Rentenversicherungsbericht 2017<\/strong><br>\nGesamtversorgungsniveau: Mehr Erkl&auml;rungsbedarf als Erkenntnisgewinn<br>\nAlle Jahre wieder erweckt die Bundesregierung in ihrem Rentenversicherungsbericht den Eindruck, die unter Rot-Gr&uuml;n zu Beginn des Jahrhunderts eingeleitete drastische Senkung des Rentenniveaus k&ouml;nne durch staatlich gef&ouml;rderte Privatvorsorge (&raquo;Riester&laquo;-Rente) aufgefangen werden. Wer die staatliche F&ouml;rderung seit 2002 ohne Unterbrechung voll aussch&ouml;pft, komme zusammen mit der gesetzlichen Rente auch weiterhin ann&auml;hernd auf ein Gesamtversorgungsniveau, wie es zuvor alleine durch die gesetzliche Rente gew&auml;hrleistet wurde &ndash; also rund 53 Prozent (Sicherungsniveau vor Steuern).<br>\nIn den Erl&auml;uterungen zur einschl&auml;gigen &Uuml;bersicht B 8 &Uuml;bersicht B 8 des Berichts hei&szlig;t es: &raquo;Das gesamte Versorgungsniveau aus Sicherungsniveau vor Steuern einschlie&szlig;lich einer Riester-Rente kann nahezu &uuml;ber den gesamten Vorausberechnungszeitraum der Rentenzug&auml;nge zwischen gut 51% und 53% gehalten werden.&laquo; &ndash; Was wird damit ausgesagt, was soll damit ausgesagt werden? Bleibt der Paradigmenwechsel f&uuml;r all diejenigen weitgehend folgenlos (zumindest auf der Leistungsseite und &raquo;im Durchschnitt&laquo;), die sich seit 2002 streng an den Ratschlag des Gesetzgebers gehalten haben und weiterhin halten werden? &ndash; Nein. Die zitierte Aussage des Rentenversicherungsberichts hat so gut wie keinerlei Erkenntniswert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/rente\/rentenversicherungsbericht-2017\">Portal Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Flexible Arbeitszeiten: M&ouml;glichkeiten, Defizite, Reformbedarf<\/strong><br>\nDie Arbeitszeiten in Deutschland sind hoch flexibel. Das zeigt sich nicht nur in einschl&auml;gigen Statistiken zu Abend-, Nacht-, Schicht und Wochenendarbeit, sondern auch beim Blick ins Arbeitszeitgesetz, das etwa die Ausweitung der t&auml;glichen Arbeitszeit auf zehn Stunden erlaubt.<br>\nZahlreiche Tarifvertr&auml;ge sehen Arbeitszeit-Korridore vor und insbesondere mitbestimmte Gro&szlig;unternehmen verf&uuml;gen ganz &uuml;berwiegend &uuml;ber Arbeitszeitkonten. Hinzu kommt, dass nach Berechnungen des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Jahr 2016 insgesamt 820 Millionen bezahlte und noch einmal 941 Millionen unbezahlte &Uuml;berstunden geleistet wurden. Gleichzeitig ist f&uuml;r viele Besch&auml;ftigte die psychische Belastung durch ihre Arbeit gestiegen, daraus resultierende Krankheitsbilder verursachen zunehmend mehr Fehltage.<br>\n&bdquo;Das zeigt: Wir brauchen nicht noch mehr Entgrenzung von Arbeitszeiten, sondern Reformen, die auch den Besch&auml;ftigten einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil an der `Flexibilit&auml;tsrendite&acute; bringen&ldquo;, sagt Dr. Yvonne Lott, Arbeitszeitexpertin der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Anforderungen der Arbeit und private Verpflichtungen und Bed&uuml;rfnisse verl&auml;sslich unter einen Hut bringen zu k&ouml;nnen, sei unerl&auml;sslich f&uuml;r Gesundheit und Leistungsf&auml;higkeit. &bdquo;Arbeitgeber wollen gute Mitarbeiter gewinnen und im Unternehmen halten. Das gelingt nur, wenn sie auch auf deren Bed&uuml;rfnisse eingehen &ndash; und zum Beispiel M&ouml;glichkeiten f&uuml;r zeitweilige Anpassungen der Arbeitszeit bieten und f&uuml;r ausreichend Personal sorgen, damit Vertretungen wirklich klappen. Es liegt also auch im Interesse der Unternehmen, die Arbeit so zu organisieren, dass Mitarbeiter nicht &uuml;berfordert werden&ldquo;, so Lott. Dabei weist die Forscherin auf ein bislang ungel&ouml;stes Problem hin: Flexible Arbeitszeiten und Teilzeitarbeit helfen dabei, Berufst&auml;tigkeit und Familie besser zu vereinbaren. Doch sie k&ouml;nnen zum Problem f&uuml;r die Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt werden, wenn sie nur von bestimmten Besch&auml;ftigtengruppen genutzt werden und gleichzeitig negative Konsequenzen f&uuml;r das berufliche Fortkommen haben. Erst wenn flexible Arbeitszeiten unabh&auml;ngig von Geschlecht, Qualifikation oder Hierarchiestufe zur Normalit&auml;t w&uuml;rden, lie&szlig;en sich Nebenwirkungen wie die Verst&auml;rkung sozialer Ungleichheiten abstellen. Deshalb sei es ein kluger Ansatz, M&ouml;glichkeiten zur Arbeitszeitanpassung tariflich zu regeln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/idw-online.de\/de\/news685073\">idw<\/a>\n<p><strong>dazu auch: 60 Kilometer zur Berufsschule: Azubi will Schleswig-Holstein verklagen<\/strong><br>\nAusbildung am einen Ort und wochenlanger Blockunterricht ganz woanders: Immer mehr Azubis stehen vor dieser logistischen Herausforderung. Andr&eacute; Jungbluth will deswegen das Land Schleswig-Holstein verklagen. Es soll ihm die Unterbringung am Berufsschulort zahlen. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r Andr&eacute; Jungbluth ist dieser Blockunterricht ein Problem. Pendeln zwischen Pl&ouml;n und der Berufsschule sei keine Option, sagt er &ndash; die F&auml;hre f&uuml;r das Auto sei zu teuer und die Bahn fahre nicht so fr&uuml;h morgens. Deshalb schl&auml;ft er, wie die anderen Azubis, in der N&auml;he der Schule.<br>\nAber die Unterbringungskosten und die Kosten f&uuml;r die An- und Abreise m&uuml;ssen die Sch&uuml;ler selbst tragen: Die Arbeitsagentur bezuschusst nur Sch&uuml;ler, die ihren Ausbildungsplatz weit entfernt von ihrem Wohnort haben. Blockunterricht ist von einem Zuschuss ausgenommen.<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Man verdient jetzt nicht die Welt als Bootsbauer-Azubi. Und mit 311 Euro, die das Internat hier f&uuml;r vier Wochen kostet, ist das schon ein ziemlicher Batzen an Geld, der dann einfach weg ist. Und das muss man sich auch erstmal leisten k&ouml;nnen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Er k&ouml;nne sich das nicht leisten, sagt Jungbluth &ndash; deshalb schl&auml;ft er mit anderen Auszubildenden in einem Wohnwagen auf einer Wiese. Ihm geht es aber nicht nur um sich selbst: <\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Die Frage ist viel eher, was das Land und die Gesellschaft bereit ist, f&uuml;r ihre Fachkr&auml;fte, die sie ja so dringend bem&auml;ngeln die ganze Zeit, auszugeben, und was ihnen das wert ist, die gut auszubilden.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/60-kilometer-zur-berufsschule-azubi-will-schleswig-holstein.680.de.html?dram:article_id=401389\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Digitale Tagel&ouml;hner: Hinter der hippen Fassade von Foodora und Co.<\/strong><br>\nLieferdienste wie Foodora oder Deliveroo boomen. Doch vom Wachstum profitieren die Fahrerinnen und Fahrer kaum. Sie fordern deshalb mehr Lohn, ein besseres Schichtsystem und h&ouml;here Pauschalen f&uuml;r Reparaturen an den Fahrr&auml;dern. [&hellip;]<br>\nBerlin-Friedrichshain. Nieselregen. Sarah steht vor einem Caf&eacute; und mustert ihr Fahrrad. Die lila Farbe des Rahmens ist abgesplittert, die Kette rostet. Stabil sieht das Ganze nicht aus.<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Man merkt ihm durchaus an, dass es mittlerweile zwei Winter hinter sich hat und eigentlich m&uuml;ssten viele Sachen grunderneuert werden. Aber daf&uuml;r hab ich absolut nicht das Geld.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>In einem Winter mit frostigen Temperaturen: schlecht &ndash; besonders, weil das Fahrrad f&uuml;r Sarah das Fundament ihrer Arbeit ist. Um ihr Studium zu finanzieren, hat sie zwei Jobs. Einer davon: Foodora-Riderin. F&uuml;r das Berliner Unternehmen liefert sie Essen aus. Eine Reparatur ihres Fahrrads w&uuml;rde sie rund 100 Euro kosten. Die Verschlei&szlig;pauschale, die ihr Arbeitgeber daf&uuml;r seit kurzem seinen Angestellten zahlt, reiche daf&uuml;r nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/digitale-tageloehner-hinter-der-hippen-fassade-von-foodora.1001.de.html?dram:article_id=401391\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hauptsache Profit<\/strong><br>\nThyssen-Krupp-Konzern h&auml;lt an Fusion mit Tata Steel fest. Obwohl Stahlsparte Gewinne abwirft, sollen Arbeitspl&auml;tze vernichtet werden<br>\nDie Bosse wollen ihr Tafelsilber verscherbeln. Der Vorstandsvorsitzende von Thyssen-Krupp, Heinrich Hiesinger, hat angek&uuml;ndigt, die Stahlsparte des Konzerns im kommenden Jahr in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Konkurrenten Tata Steel abschieben zu wollen &ndash; obwohl die Branche Profite einbringt. Das erkl&auml;rte er am Donnerstag auf der Jahresvollversammlung des Konzerns in Essen. Schon jetzt sollen 2.000 Arbeitspl&auml;tze gestrichen werden, nach der Fusion k&ouml;nnten zahlreiche dazukommen. Die Besch&auml;ftigten bef&uuml;rchten, dass die Konzernzentrale k&uuml;nftig in den Niederlande verlegt werden k&ouml;nne. Die Mitbestimmung der Gewerkschaften in Deutschland w&auml;re dahin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/322329.hauptsache-profit.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Verhofstadt in den Paradise Papers<\/strong><br>\nGuy Verhofstadt, Vorsitzender der Liberalen im Europ&auml;ischen Parlament (ALDE) und ehemaliger belgischer Premierminister, taucht in den Paradise Papers auf. Das ergeben Recherchearbeiten der belgischen Linkspartei PTB (s.u. Link 1). Verhofstadt war von 2010 bis 2016 Mitglied des Aufsichtsrats des belgischen Schifffahrtsunternehmen Exmar. Das Unternehmen verf&uuml;gt &uuml;ber eine Offshore-Firma auf den Bermudas. Der ehemalige stellvertretende Vorsitzende des Panama Papers Untersuchungsausschusses und nunmehriger Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi (DIE LINKE.) und der neue Europaabgeordnete Martin Schirdewan (DIE LINKE.) kommentieren:<br>\nMartin Schirdewan erkl&auml;rt:\n<blockquote><p>\n&ldquo;Mit Guy Verhofstadt ger&auml;t der n&auml;chste Spitzenpolitiker in den Sog der Paradise Papers. Er befindet sich damit in &ldquo;guter Gesellschaft&rdquo;. Chapeau an unsere belgische Schwesterpartei PTB f&uuml;r ihre Recherchearbeit. Ich erwarte mir jetzt von Herrn Verhofstadt, dass er zu den neuen Enth&uuml;llungen klar Stellung bezieht. Nicolas Saverys, Chef von Exmar, hat bereits best&auml;tigt, dass man sich als Manager vor allem auch ums Steuerdr&uuml;cken k&uuml;mmern muss.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Fabio De Masi erg&auml;nzt:<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Verhofstadt inszeniert sich gern als gl&uuml;hender Europ&auml;er. Vor gerade mal zwei Wochen beklagte Verhofstadt &ouml;ffentlich (s.u. Link 2), dass die offshore-Gesch&auml;fte gro&szlig;en Konzernen einen unlauteren Wettbewerbsvorteil br&auml;chten und der &ouml;ffentlichen Hand Milliarden kosten. Angesichts m&ouml;glicher offshore-Gesch&auml;fte Exmars klingt das wie blanker Hohn. Verhofstadt unterliegt durch seine wirtschaftlichen Bet&auml;tigungen &ndash; etwa bei einem Fonds, der einst direkt von Wasserprivatisierungen in Griechenland profitieren wollte &ndash; permanenten Interessenkonflikten. Politik darf keine Cashmaschine sein.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Wir brauchen eine sanktionsbew&auml;hrte Liste der Steueroasen, auf die dann auch EU-Staaten wie die Niederlande geh&ouml;ren. Zudem bauchen wir Quellensteuern auf Finanzfl&uuml;sse in Steueroasen, ein &ouml;ffentliches Register der wahren Eigent&uuml;mer von Briefkastenfirmen und Stiftungen sowie den Entzug der Gesch&auml;ftslizenz bei Beihilfe zur schwerer Steuerhinterziehung durch Banken, Anw&auml;lte und Wirtschaftspr&uuml;fer&rdquo;, so De Masi.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/11608.verhofstadt-in-den-paradise-papers.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Legale Steueroasen sind kriminell &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Fabio de Masi<\/strong><br>\nWieder einmal gibt es einen Skandal um Steuervermeidung der Reichsten und der gro&szlig;en Unternehmen, die b&uuml;rgerliche Politik zeigte sich kurz emp&ouml;rt um dann nichts zu &auml;ndern. Wir sprachen mit Fabio de Masi, Finanzexperten der Linken im Bundestag, &uuml;ber Steuerhinterziehung und linke Antworten. [&hellip;]<br>\nDie Freiheitsliebe: Geld flie&szlig;t in Briefkastenfirmen im Ausland, ist das legal?<br>\nFabio de Masi: Ja, das ist der Unterschied zwischen illegaler Steuerhinterziehung und legaler Steuervermeidung. Konzerne verschieben Gewinne &uuml;ber L&auml;ndergrenzen wie Amazon-Pakete. Etwa indem sie an eine Briefkastenfirma mit nur einem Anrufbeantworter Lizenzgeb&uuml;hren oder Zinsen f&uuml;r fiktive Kredite bezahlen. Die Gewinne flie&szlig;en dann zum Beispiel in die Niederlande, werden aber in Deutschland als Zinskosten abgesetzt. Konzerne sind jedoch sogar gegen&uuml;ber ihren Aktion&auml;ren verpflichtet, legale Schlupfl&ouml;cher zu nutzen, die ihnen die Regierungen bieten. Dabei wird die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung doppelt enteignet.<br>\nDie Freiheitsliebe: Wieso doppelt?<br>\nFabio de Masi: Weil die Konzentration von Verm&ouml;gen und die wachsenden Unternehmensgewinne dadurch erzielt wurden, dass die L&ouml;hne in den letzten Jahren hinter dem Wachstum der Wirtschaft zur&uuml;ck blieben. Und nun machen sich die Oligarchen auch noch einen schlanken Fu&szlig;. Die ungleiche Verteilung f&ouml;rdert Beschaffungskriminalit&auml;t der Finanzelite und zerst&ouml;rt die Demokratie. Denn Geld schafft auch Einfluss auf Gesetze. Man denke nur an die Parteispenden von Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/legale-steueroasen-sind-kriminell-im-gespraech-mit-fabio-de-masi\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Britische Regierung k&uuml;rzte im Gesundheitssystem: Seitdem 120.000 Tote mehr<\/strong><br>\nSeit die konservativen Tories in Gro&szlig;britannien wieder die Regierung anf&uuml;hren, ist die Sterblichkeitsrate sprunghaft angestiegen. Forscher sind sich laut einer aktuellen Studie sicher: Es gibt einen direkten Zusammenhang zur Sparpolitik der Tories im Gesundheitswesen. (&hellip;)<br>\nInsgesamt soll es seit beginn der K&uuml;rzungspolitik der Tories 120.000 zus&auml;tzliche Todesf&auml;lle in Gro&szlig;britannien gegeben haben. Allein im Jahr 2015 war die Sterblichkeitsrate sprunghaft um 5,6 Prozent angestiegen &ndash; obwohl sie bis zur Regierungs&uuml;bernahme der Tories im Jahr 2010 stetig gesunken war. Das zeigt eine Studie der Universit&auml;t Oxford und der &ldquo;London School of Hygiene and Tropical Medicine&rdquo;, &uuml;ber die das Magazin Kontrast berichtet.<br>\nDie Studie z&auml;hlt 45.000 zus&auml;tzlichen Todesf&auml;lle von 2010 bis 2014. Aufbauend auf diesen Daten seien es bis heute etwa 120.000 Todesf&auml;lle, so Kontrast. (&hellip;)<br>\nDie Autorinnen und Autoren der Studie nennen mehrere Gr&uuml;nde, warum die Sparpolitik der Tories im Sozial- und Gesundheitswesen f&uuml;r diese Entwicklung mitverantwortlich ist. Mitautor Mahiben Maruthappu erkl&auml;rt laut Kontrast etwa, dass mit zunehmender Arbeitslosigkeit auch die Sterberate bei Krebskranken steigt. Ein funktionierendes &ouml;ffentliches Gesundheitssystem k&ouml;nnte vor diesem Effekt sch&uuml;tzen. Da die konservative Sparpolitik aber die Gesundheitsversorgung drastisch zusammengek&uuml;rzt hat, steige die Sterberate.<br>\nEin weiterer Grund: Allein der Abbau von Krankenpflege-Stellen k&ouml;nne f&uuml;r 10 Prozent der zus&auml;tzlichen Todesf&auml;lle verantwortlich sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++1e56551c-d01f-11e7-9701-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wirtschaftspolitische Empfehlung der EU: Br&uuml;ssel will mehr Soziales und sparen<\/strong><br>\nFrankreich und Italien sollen ihre Ausgaben senken. Gute Noten vergibt die EU-Kommission an Deutschland und Griechenland.<br>\nNach Jahren der Krise und Budgetk&uuml;rzungen strebt die EU nun &bdquo;nachhaltiges und inklusives Wachstum&ldquo; an. Die Kommission wolle nicht nur solide Finanzen, sondern auch &bdquo;bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen&ldquo; f&ouml;rdern, betonte EU-Sozialkommissarin Marianne Thyssen bei Vorlage der wirtschaftspolitischen Empfehlungen f&uuml;r 2018.<br>\nMehrere Eurol&auml;nder sollen aber weiter den G&uuml;rtel enger schnallen. Besonders streng geht die EU-Kommission mit Frankreich und Italien ins Gericht. Im Falle Italiens geht es vor allem um die anhaltend hohe Staatsverschuldung. Um den Druck auf Rom zu erh&ouml;hen, will die EU-Beh&ouml;rde im Fr&uuml;hjahr 2018 ein neues Gutachten vorlegen. [&hellip;]<br>\nDie Regierung in Paris soll daher weitere milliardenschwere K&uuml;rzungen vornehmen. R&uuml;gen spricht die EU-Kommission auch f&uuml;r Spanien, Belgien, Portugal, Slowenien und &Ouml;sterreich aus. Auch diese L&auml;nder sollen mehr sparen, um den &bdquo;Anpassungspfad&ldquo; f&uuml;r solide Finanzen zu erreichen. [&hellip;]<br>\nDoch statt sich damit zufriedenzugeben, dr&auml;ngt Br&uuml;ssel nun auf einen Abbau der strukturellen Defizite und der riesigen Schuldenberge. Sie fordert auch weitere Strukturreformen, &bdquo;um so die Voraussetzungen f&uuml;r eine weitere Ankurbelung der Investitionen zu schaffen&ldquo;. In der Vergangenheit gingen diese Reformen allerdings oft zulasten von Wachstum und Investitionen.<br>\nRundum zufrieden zeigt sich die Kommission mit Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden. Deutschland und die Niederlande verzeichnen zwar weiter hohe Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse, was zu &bdquo;Ungleichgewichten&ldquo; in der Eurozone beitr&auml;gt. Damit will sich die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde aber erst im Februar intensiver befassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Wirtschaftspolitische-Empfehlung-der-EU\/!5462445\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Leistungsbilanzdefizite buh, Au&szlig;enhandels&uuml;berschussexzesse super, Soziales und Investitionen grunds&auml;tzlich toll, aber jetzt m&uuml;ssen erst mal wieder L&ouml;hne und Sozial&rdquo;kosten&rdquo; gesenkt und Ausgaben zur&uuml;ckgefahren werden: wirklich Wahnsinn. Dank Deutschland und der EU-Kommission steht die EU an der Klippe, und jetzt dr&uuml;ckt die Kommission noch mal aufs Tempo. Die letzten vern&uuml;nftigen Ans&auml;tze sollen den EU-Staaten ausgetrieben werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Unverst&auml;ndlich bleibt, warum die EU-Kommission Portugal eine R&uuml;ge erteilt, obwohl das Land <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Portugal-zahlt-erneut-IWF-Schulden-fruehzeitig-zurueck-3893671.html\">gerade erst angek&uuml;ndigt hat<\/a>, Schulden beim IWF vorzeitig zur&uuml;ckzuzahlen. Wie es aussieht, bekommt Portugal seine Finanzen in den Griff, weil es eben gerade nicht den Sparforderungen der EU-Kommission folgt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Zu Europa gab es nichts&rdquo;<\/strong><br>\nNach und nach werden Details der gescheiterten Koalitionsvereinbarung (pardon: &ldquo;Sondierung&rdquo;) aus &ldquo;Jamaika&rdquo; bekannt. Unter Leitung von Kanzlerin Merkel wurde die Zukunft komplett verplant &ndash; nur zur EU fiel den Verhandlern nichts ein.<br>\n&ldquo;Zu Europa gab es nichts&rdquo;, sagte die Chefin der gr&uuml;nen Fraktion im Europaparlament, S. Keller. Zwar habe zu Beginn der Gespr&auml;che ein gutes Europa-Papier gestanden. Doch das habe die FDP einkassiert. Die Liberalen wollten sich n&auml;mlich nicht festlegen, wie es mit der W&auml;hrungsunion weitergeht. Deshalb wurden alle Aussagen zur Zukunft des Euro-Rettungsfonds ESM gestrichen. Einkassiert wurde auch die Forderung der Gr&uuml;nen nach einem Ende der Austerit&auml;tspolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/zu-europa-gab-es-nichts\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mali im Bundestag<\/strong><br>\nAm gestrigen Mittwoch (22.11.2017) debattierte der neue Bundestag das Mandat f&uuml;r den MINUSMA-Einsatz der Bundeswehr in Mali (siehe Plenarprotokoll 19\/3). Dabei zeigte sich eine gro&szlig;e Zustimmung der Fraktionen der CDU\/CSU, FDP, SPD und Gr&uuml;nen zum aktuell gef&auml;hrlichsten Einsatz der Bundeswehr. Einher ging das mit einer bemerkenswerten Leugnung der tats&auml;chlichen Lage im Land. So meinte etwa Pascal Kober in seiner Rede: &bdquo;Nach wie vor ist allerdings der Friedens- und Stabilisierungsprozess nicht abgeschlossen, auch wenn 90 Prozent der Binnenvertriebenen in ihre Heimat zur&uuml;ckkehren konnten und die humanit&auml;re Lage grunds&auml;tzlich verbessert werden konnte&hellip; das alles sind konkrete und ermutigende Fortschritte auf dem Weg zu Sicherheit und Stabilit&auml;t Malis und damit der ganzen Region. Doch nach wie vor sind die malischen Sicherheitskr&auml;fte auf unsere Unterst&uuml;tzung angewiesen.&ldquo; Florian Hahn von der CSU bl&auml;st ins selbe Horn: &bdquo;Als diese Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen, MINUSMA, 2013 eingesetzt wurde, herrschte Chaos im Land. Die Franzosen haben zwar Gott sei Dank durch ihr beherztes Eingreifen im Norden des Landes den Islamisten Einhalt geboten. Aber der Konflikt innerhalb Malis war noch l&auml;ngst nicht beigelegt. Er ist es auch heute noch nicht vollst&auml;ndig, sonst m&uuml;ssten wir nicht dort sein. Mit der internationalen Gemeinschaft leisten wir aber im Rahmen von MINUSMA seitdem einen substanziellen Beitrag zur Bew&auml;ltigung dieses Konflikts. So hat sich beispielsweise die humanit&auml;re Lage in Mali seit Beginn dieser internationalen Mission verbessert&ldquo;.<br>\nIhre Ablehnung des Einsatzes k&uuml;ndigte neben der Linken Fraktion die AFD an. Wenn deutsche Soldaten in Mali sein sollten, dann im genuin nationalen Interesse, dann sollte ein &bdquo;Kampfauftrag gegen Schleuser&ldquo; her und der &bdquo;Mut, gegen die erstarkenden Islamistengruppen im Norden Malis vorzugehen&ldquo;.<br>\nTrotzdem applaudierten w&auml;hrend der Debatte AfD- und CDU\/CSU-Fraktion gemeinsam. Tats&auml;chlich waren es auch neben der AfD v.a. die Unionsvertreter, die wiederholt die Rolle Malis und des Sahels als &bdquo;wichtige Transitregion f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge in Afrika&ldquo; bzw. &bdquo;neuralgischer Punkt f&uuml;r die Migration nach Europa&ldquo; betonten, um den Einsatz deutscher Soldaten zu legitimieren. Auch Christine Buchholz f&uuml;r die Linken beschreib den Einsatz im Kontext einer &bdquo;Reihe von Ma&szlig;nahmen zur Abwehr von Fl&uuml;chtlingen&ldquo; und lehnte ihn u.a. deshalb im Namen ihrer Fraktion ab. Den zentralen Grund f&uuml;r den Einsatz d&uuml;rfte jedoch Nils Annen von der SPD am treffendsten formuliert haben: Mali &ndash; das kann man, glaube ich, sagen &ndash; ist ein au&szlig;enpolitischer Testfall f&uuml;r die Handlungsf&auml;higkeit der Europ&auml;ischen Union. Mali ist aber auch ein Indikator f&uuml;r den Zustand der deutsch-franz&ouml;sischen Zusammenarbeit und f&uuml;r die Frage der Ernsthaftigkeit&ldquo; (siehe: IMI-Studie 2017\/06: Der Krieg in Mali als Folge der Formierung EUrop&auml;ischer Au&szlig;enpolitik).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/11\/23\/mali-im-bundestag\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Im Deutschen Bundestag gibt es also eine &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der Kriegsbef&uuml;rworter. Und der <a href=\"https:\/\/www.nielsannen.de\/de\/topic\/423591.lebenslauf.html\">Atlantiker Annen<\/a> verdeutlicht mal wieder, dass auch die SPD auf Kriegskurs ist. Eine Ankn&uuml;pfung an die Friedenspolitik wie sie insbesondere Willy Brandt vorlebte, ist &ndash; leider &ndash; derzeit nicht in Sicht. Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41163\">das 9-Punkte-Papier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40737\">Personalwerbung der Bundeswehr mit dem Einsatz in Mali &ndash; ein typisches Beispiel f&uuml;r die Manipulationsmethode: B sagen und A meinen<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neue Riesendrohnen im Anflug<\/strong><br>\nDie US-Marine erh&auml;lt die ersten beiden &bdquo;Triton&ldquo;-Drohnen zur &Uuml;berwachung der Weltmeere. Auch die Bundeswehr plant die Beschaffung von drei Exemplaren, eine offizielle Anfrage bei der US-Regierung sollte bereits erfolgt sein. F&uuml;r die Erf&uuml;llung deutscher Zulassungsvorschriften wird erstmals eine neue Regelung genutzt. (&hellip;)<br>\nAuch die Bundeswehr beschloss 2014, drei &bdquo;MQ-4C Triton&ldquo; zu beschaffen. Sie sollen das Spionagesystem ISIS bef&ouml;rdern, das in dreifacher Ausf&uuml;hrung vom R&uuml;stungskonzern Airbus hergestellt wurde. Es dient dazu, elektronische Signale abzuh&ouml;ren und sollte urspr&uuml;nglich in die Drohne &bdquo;Euro Hawk&ldquo; montiert werden, deren Beschaffung jedoch abgeblasen wurde.<br>\nDie deutschen &bdquo;Triton&ldquo; w&uuml;rden von der Luftwaffe geflogen. F&uuml;r die geplante Zulassung in Deutschland arbeitet das Luftfahrtamt der Bundeswehr eng mit der US-Marine zusammen. Im M&auml;rz hatte der Generalinspekteur der Bundeswehr seine Auswahlentscheidung &bdquo;ISIS auf Triton&ldquo; getroffen. Seitdem firmiert das Projekt als &bdquo;Persistent German Airborne Surveillance System&ldquo;. F&uuml;r die Erf&uuml;llung der deutschen Zulassungsvorschriften soll erstmals das Regelwerk der &bdquo;Dauerhaften Flugfreigabe&ldquo; genutzt werden, das als Pr&uuml;f- und Zulassungswesen f&uuml;r Luftfahrzeuge der Bundeswehr f&uuml;r &bdquo;au&szlig;ereurop&auml;ische Kaufl&ouml;sungen&ldquo; im Juni in Kraft trat. Ist eine Zulassung nicht m&ouml;glich, will die Bundeswehr vom geplanten Kauf zur&uuml;cktreten. (&hellip;)<br>\nSollten alle Auflagen erf&uuml;llt werden, k&ouml;nnte 2019 ein Beschaffungsvertrag unterzeichnet werden. Das Verteidigungsministerium arbeitet bereits an dem Vertrag, eine entsprechende Regierungsanfrage sollte bereits im Juni dieses Jahres an die US-Regierung &uuml;bermittelt werden. Als Hauptauftragnehmer w&uuml;rden die US-Marine und Airbus fungieren. Der deutsche R&uuml;stungskonzern w&auml;re dann auch zust&auml;ndig, ein deutsches Verschl&uuml;sselungssystem in die &bdquo;Triton&ldquo; einzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/neue-riesendrohnen-im-anflug\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Verborgene Wahrheiten&laquo; in der Ukraine<\/strong><br>\nNeue Indizien f&uuml;r fr&uuml;he Pl&auml;ne zur Eskalation der Gewalt seitens der &raquo;Proeurop&auml;er&laquo; auf dem Maidan<br>\nIm ukrainischen Machtkampf des Winters 2013\/14 hatte die &raquo;proeurop&auml;ische&laquo; Seite den Einsatz von Gewalt offenbar schon fr&uuml;her geplant als bisher bekannt. Dies legt zumindest der Dokumentarfilm &raquo;Ucraina, le verit&agrave; nascoste&laquo; (&raquo;Ukraine. Verborgene Wahrheiten&laquo;) nahe, den der italienische Fernsehsender Canale 5 in der letzten Woche ausstrahlte.<br>\nDer Film st&uuml;tzt sich auf Zeugenaussagen von drei Georgiern, die nach eigenen Worten in den Tagen der Gewalteskalation Mitte Februar 2014 auf seiten des &raquo;Euromaidan&laquo; mitgeschossen hatten. Die ehemaligen georgischen Milit&auml;rs, unter ihnen ein Scharfsch&uuml;tze, kommen aus dem Umfeld der &raquo;Georgischen Nationalbewegung&laquo; von Expr&auml;sident Michail Saakaschwili. Sie behaupten, im Dezember 2013 im Hauptquartier der Saakaschwili-Partei in Tbilissi rekrutiert worden zu sein. Am 14. Januar 2014 seien sie unter falschem Namen von Tbilissi nach Kiew geflogen. Ihre Aufgabe sei gewesen, die ukrainische Polizei zu gewaltsamem Vorgehen gegen die Demonstranten des &raquo;Euromaidan&laquo; zu provozieren. Tats&auml;chlich begann drei Tage sp&auml;ter, am 18. Januar, die Gewalteskalation durch die &raquo;Maidan-Selbstverteidigung&laquo; und den &raquo;Rechten Sektor&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/322283.verborgene-wahrheiten-in-der-ukraine.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Chaos s&auml;en (I)<\/strong><br>\nVier Jahre nach dem Beginn der Maidan-Proteste werden schwere Vorw&uuml;rfe gegen f&uuml;hrende Aktivisten der damaligen prowestlichen Regierungsgegner laut. Demnach sind die Scharfsch&uuml;tzen-Morde, die am 20. Februar ein Massaker auf dem Maidan ausl&ouml;sten, von der damaligen Opposition in Auftrag gegeben und mit praktischer Hilfe vorbereitet worden. Dies berichten drei Georgier, die sich selbst der Tatbeteiligung bezichtigen, gegen&uuml;ber italienischen Medien. Ihre Aussagen best&auml;tigen fr&uuml;here, zum Teil &ouml;ffentlich get&auml;tigte Gest&auml;ndnisse weiterer Scharfsch&uuml;tzen. W&auml;hrend die ukrainischen Beh&ouml;rden unt&auml;tig bleiben, ist in dieser Woche der vierte Jahrestag des Protestbeginns in Kiew begangen worden &ndash; in einem Land, dessen Bev&ouml;lkerung sich einer Umfrage zufolge zu mehr als drei Vierteln in Zerfall und Chaos versinken sieht. Die Macht der ukrainischen Oligarchen ist ungebrochen; die Korruption nimmt &uuml;berhand. Lediglich antirussische Ma&szlig;nahmen werden mit Erfolg exekutiert, darunter auch solche, die massive Einschr&auml;nkungen der Pressefreiheit mit sich bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7456\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>F&uuml;r &ldquo;abscheulichste Verbrechen&rdquo; verurteilt<\/strong><br>\nDer serbische Ex-General Mladic hat sich &ldquo;abscheulichster Verbrechen&rdquo; schuldig gemacht, urteilten die Richter in Den Haag. Deshalb muss er lebenslang hinter Gitter. Das Urteil ist das letzte des UN-Tribunals &ndash; und wichtig f&uuml;r die Auss&ouml;hnung in Ex-Jugoslawien.<br>\nDie Opfer nannten ihn den &ldquo;Schl&auml;chter vom Balkan&rdquo; &ndash; heute wurde der ehemalige Kommandant der bosnischen-serbischen Truppen, Ratko Mladic, zu lebenslanger Haft verurteilt. Er wurde in zehn von elf Anklagepunkten f&uuml;r schuldig gesprochen. Die Liste reicht von Deportation &uuml;ber Geiselnahme bis zu Massenmord. Die Richter halten ihn unter anderem f&uuml;r den Hauptverantwortlichen des V&ouml;lkermords von Srebrenica. Nach Erkenntnissen des Strafgerichtshofes t&ouml;teten Mladics Milizen im Sommer 1995 rund 8000 M&auml;nner und Jungen.<br>\nAu&szlig;erdem wurde Mladic in folgenden Punkten f&uuml;r schuldig gesprochen: 70 Massaker in fast 25 D&ouml;rfern und Gemeinden in Bosnien, Folter und Vertreibung. Mladic wird zudem f&uuml;r die Folgen der jahrelangen Belagerung von Sarajevo verantwortlich gemacht. Die bosnische Stadt wurde mehr als 1400 Tage von bosnisch-serbischen Truppen belagert und von der Au&szlig;enwelt abgeschnitten. Scharfsch&uuml;tzen in den umliegenden Bergen erschossen Frauen und Kinder, die sich auf der Suche nach Wasser und Essen aus den Kellern gewagt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/mladic-urteil-103.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Das Urteil mag gerechtfertigt sein. Aber weshalb werden keine US-Pr&auml;sidenten, britische Premierminister oder keine ihrer Gener&auml;le vor Gericht gestellt? Tragen sie keine Verantwortung, wenn sie beispielsweise <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41095\">Bomben und Granaten aus abgereichertem Uran eingesetzt<\/a> haben?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Neue Studie: Die &ldquo;Lichtverschmutzung&rdquo; nimmt zu<\/strong><br>\nAuf der Erde wird es dank LED-Beleuchtung immer heller. F&uuml;r Tiere, Pflanzen und den Menschen bedeutet das &ldquo;ganz neuen Stress&rdquo;, warnt der &Ouml;kologe Franz H&ouml;lker. Viele Organismen h&auml;tten noch keine Chance gehabt, sich an die neue Situation anzupassen.<br>\nAuf der ganzen Welt ersetzt zunehmend &ldquo;wei&szlig;e&rdquo; LED-Beleuchtung die &ldquo;gelb&rdquo; leuchtende Gl&uuml;hbirne. Das spart Energie und Geld &ndash; und auf der Erde wird es immer heller. Jedes Jahr um zwei Prozent, wie Wissenschaftler anhand der Auswertung von Satellitenbildern festgestellt haben. Sie warnen vor unerw&uuml;nschten Folgen dieser zunehmenden Lichtverschmutzung.<br>\n&ldquo;Licht zur falschen Zeit, in zu hoher Intensit&auml;t oder in einer unnat&uuml;rlichen spektralen Zusammensetzung&rdquo; habe &ldquo;&ouml;kologische und evolution&auml;re Auswirkungen&rdquo; auf viele Organismen, sagte der &Ouml;kologe Franz H&ouml;lker vom Leibniz-Institut f&uuml;r Gew&auml;sser&ouml;kologie und Binnenfischerei, der an der internationalen Studie mitgewirkt hat. &ldquo;K&uuml;nstliches Licht in der Nacht ist ganz neuer Stress.&rdquo; Viele Organismen h&auml;tten noch keine Chance gehabt, sich an die neue Situation anzupassen. &ldquo;Die Ausbreitung von Insekten kann gest&ouml;rt sein, selbst Mikroorganismen sind gest&ouml;rt&rdquo;, betont der Wissenschaftler. &ldquo;Selbst &Ouml;kosystemfunktionen werden durch k&uuml;nstliche Beleuchtung in der Nacht gest&ouml;rt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/neue-studie-die-lichtverschmutzung-nimmt-zu.1008.de.html?dram:article_id=401365\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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