{"id":4127,"date":"2009-08-14T07:54:18","date_gmt":"2009-08-14T05:54:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4127"},"modified":"2009-08-14T07:54:19","modified_gmt":"2009-08-14T05:54:19","slug":"hinweise-des-tages-954","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4127","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<br>\nHeute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4127#h01\">Gustav Horn: &ldquo;Krise wird bewusst verdr&auml;ngt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h02\">Branchen im &Uuml;berblick: Wo der Aufschwung anklopft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h03\">Steinbr&uuml;ck: &bdquo;Wir werden sparen m&uuml;ssen.&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h04\">OECD-L&auml;nder exzessive Staatsverschuldung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h05\">EU genehmigte 2,9 Billionen Staatsgarantien <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h06\">Die Proteste waren noch nicht ausreichend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h07\">Kritik der RWI-Studie &bdquo;Bedeutung der Krankenh&auml;user in privater Tr&auml;gerschaft&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h08\">Lobbyisten sind gef&auml;hrlicher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h09\">Attac fordert: &ldquo;Jagt diese Berater endlich in die W&uuml;ste!&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h10\">&bdquo;Wehret den Anf&auml;ngen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h11\">Linke will Pr&uuml;fung von Wieandt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h12\">Steinbr&uuml;ck und die HRE: &ldquo;Wie man seine &Uuml;berzeugung &auml;ndern kann&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h13\">HRE belastet Steuerzahler ohne Ende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h14\">Wortprotokolle der &ouml;ffentlichen Sitzungen des HRE-Untersuchungsausschusses<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h15\">Was ist die Wertsch&ouml;pfung der Finanzindustrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h16\">Regierung: Arbeitsmarktlage &Auml;lterer hat sich nicht verschlechtert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h17\">Norbert Bl&uuml;m: &ldquo;Hartz ist Pfusch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h18\">Aufruf f&uuml;r ein Sanktionsmoratorium: Sanktionen gegen Hartz-IV-Beziehende aussetzen!  <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h19\">Ermittlungen gegen (Spalter-)Gewerkschaft eingestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h20\">Gehalt der &Auml;rzte legte schon vor Honorarreform zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h21\">Justizministerin: &ldquo;Wir wollen keine Zensurbeh&ouml;rde f&uuml;r das Netz&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h22\">Daten brauchen ein Fort Knox<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h23\">Meinungsmache: Leben mit der Doppelmoral &ndash; Die Lizenz zur S&uuml;nde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h24\">Aktion Wahlpr&uuml;fsteine 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h25\">Friedrich-Naumann-Stiftung rechtfertigt Putsch in Honduras<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h26\">Zu guter Letzt: Wir haben die Kraft<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4127&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gustav Horn: &ldquo;Krise wird bewusst verdr&auml;ngt&rdquo;<\/strong><br>\nStern: Herr Horn, die deutsche Wirtschaft hat im zweiten Quartal &uuml;berraschend gut abschnitten. Zum Vorquartal legte das Bruttoinlandsprodukt real um 0,3 Prozent zu. Wird sich die positive Entwicklung fortsetzen?<br>\nGustav Horn: Es wird keine deutliche Erholung geben, aber der freie Fall ist vor&uuml;ber. Wir sind in der Talsohle hart gelandet. Wir werden jetzt Phasen eines leichten Wachstums erleben, aber auch wieder Phasen, in den die Wirtschaft leicht schrumpft.<br>\nStern: Wir haben die Krise noch nicht &uuml;berstanden?<br>\nGustav Horn: Wir sind mitten in der Krise drin. Es besteht lediglich die begr&uuml;ndete Hoffnung, dass sie sich nicht weiter versch&auml;rft. Wir werden in eine stagnative Entwicklung &uuml;bergehen. Die Krise ist auch noch gar nicht am Arbeitsmarkt angekommen. Dort steht uns das schlimmste noch bevor.<br>\nStern: Woher soll das k&uuml;nftige Wachstum kommen?<br>\nGustav Horn: Was nicht mehr gehen wird, ist die alte Exportorientierung mit der sich Deutschland immer mal wieder aus einem Sumpf herausgezogen hat. Die amerikanische Wirtschaft wird in der Weltwirtschaft nicht mehr so pr&auml;sent sein wie zuvor. Und das gilt auch f&uuml;r andere L&auml;nder, zum Beispiel Gro&szlig;britannien oder Spanien. Wir m&uuml;ssen uns in jedem Fall umorientieren. Es ist momentan noch kein gleichwertiger Ersatz f&uuml;r die Spanier, Engl&auml;nder und die Amerikaner am Horizont sichtbar.<br>\nStern: Da sind wir bei einem alten Problem: Aus der Binnenwirtschaft heraus kommen nicht ausreichend Wachstumsimpulse.<br>\nGustav Horn: Das ist die Kehrseite der Politik des vergangenen Jahrzehnts. Wir haben unser Exportwachstum auf dem R&uuml;cken der Binnenkonjunktur erzielt. Wir waren bei der L&ouml;hnen zu ma&szlig;voll, so dass sich keine Binnennachfrage entwickeln konnte. Das r&auml;cht sich jetzt. Die Weltwirtschaftskrise trifft Deutschland auch deshalb h&auml;rter als andere L&auml;nder.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/maerkte\/interview-mit-gustav-horn-krise-wird-bewusst-verdraengt-1502963.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Viele Medien bejubeln die &ldquo;konsumfreudigen Verbraucher&rdquo; und den Mini-Anstieg des privaten Verbrauchs. Dieser resultiert jedoch ausschlie&szlig;lich aus der krisenbedingt niedrigen Inflationsrate und der staatlichen Abwrackp&auml;mie (der klassische Einzelhandel hingegen weist zum 1. Quartal 2009 ebenso wie zum 2. Quartal 2008 ein Minus aus). Der Jubel ist ausgerechnet bei jenen Medien am gr&ouml;&szlig;ten, die staatlichen Konjunkturprogrammen (wie z.B. der sog. Abwrackpr&auml;mie) ablehnend gegen&uuml;berstehen. Diese gedankliche Schizophrenie scheint diese jedoch nicht im Mindesten zu st&ouml;ren. F&uuml;r diese Medien steht scheinbar im Vordergrund, das Mini-Wachstum des BIP im Vergleich zum Vorquartal in H&ouml;he von 0,3 % als Wahlkampf-Wasser auf die M&uuml;hlen von Schwarz-Gelb zu sp&uuml;len (der BIP-R&uuml;ckgang zum 2. Quartal des Vorjahres f&auml;llt hingegen dramatisch aus: Originalwerte: -7,1%, arbeitst&auml;glich bereinigt: -5,9%).<br>\nEs sei nochmals an den treffenden Beitrag Robert von Heusingers (&ldquo;Danke, China&rdquo;) erinnert:<br>\n&ldquo;Es sind die massiven Konjunkturprogramme, die nun in der Realwirtschaft Wirkung zeigen. Deshalb geht der erste Dank an John Maynard Keynes, der in den 30er Jahren genau aufschrieb, was im Fall einer derartigen Marktst&ouml;rung zu tun ist. Der zweite Dank geht an all die &Ouml;konomen (au&szlig;erhalb Deutschlands), die seine Theorie nicht verachtet haben. Und der besondere Dank geht an China, das den Keynes ganz besonders studiert hat, die massivste Konjunkturstimulierung auf den Weg gebracht hat und nun Deutschland aus der Patsche hilft.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/spezial_staatshilfen\/meinung\/?em_cnt=1827714&amp;\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/p>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Gustav Horn: &bdquo;Die Rezession ist l&auml;ngst nicht vorbei&ldquo;<\/strong><br>\nIst die Wirtschaftskrise &uuml;berwunden? Mitnichten, sagt &Ouml;konom Horn &ndash; und malt schwarz: Was das Land 2010 erwartet &ndash; und warum die Steuern steigen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/konjunktur\/konjunktur-die-rezession-ist-laengst-nicht-vorbei_aid_425685.html?drucken=1',600,800\">Focus<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Ganz abgesehen vom Interviewstil in beiden F&auml;llen &ndash; &bdquo;Chef des gewerkschaftsnahen Instituts IMK&ldquo; &ndash; warum lesen wir hier nie, von der inhaltlichen, personellen und auch finanziellen N&auml;he anderer &bdquo;Wirtschaftsforschungsinstitute&ldquo; zu den Arbeitgeberverb&auml;nden? <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Branchen im &Uuml;berblick: Wo der Aufschwung anklopft<\/strong><br>\nDie Rezession in Deutschland ist zu Ende, auch weltweit mehren sich die Hoffnungszeichen. Doch die einzelnen Branchen erholen sich unterschiedlich schnell, manche stecken noch tief im Dilemma.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/industrie\/:Branchen-im-%DCberblick-Wo-der-Aufschwung-anklopft\/552222.html\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;ck: &bdquo;Wir werden sparen m&uuml;ssen.&ldquo;<\/strong><br>\nAber erst einmal sind die am Zug, die wie CDU\/CSU und dann noch aberwitziger die FDP mit irrealen Steuersenkungs-Pl&auml;nen die Etatl&ouml;cher noch gr&ouml;&szlig;er machen wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2009\/08\/13\/finanzminister-peer-steinbrueck-interview\/leute-haben-angst-vor-waehrungsreform.html\">Bild.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man kann zwar verstehen, dass Steinbr&uuml;ck im Wahlkampf nicht der Verk&uuml;nder der schlimmen Botschaften sein m&ouml;chte, w&auml;hrend der politische Gegner mit seinen Steuersenkungspl&auml;nen &bdquo;Freibier f&uuml;r alle&ldquo; posaunt. Umso mehr kann ich Sie nur ermuntern im bevorstehenden Wahlkampf bei jeder Gelegenheit mit der Frage zu bohren, wo Ihre Kandidatinnen und Kandidaten zu sparen gedenken und wo sie keinesfalls bereit sind f&uuml;r Einschnitte zu stimmen. Vielleicht bekommen Sie ja sogar eine schriftliche Antwort. <\/em><\/p>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>OECD-L&auml;nder exzessive Staatsverschuldung<\/strong><br>\nF&uuml;r die n&auml;chsten f&uuml;nf Jahre bis 2014 sehe der IWF f&uuml;r die Industriel&auml;nder einen starken Anstieg der staatlichen Gesamtverschuldung von ca. 80% auf ca. 120% des BIP. Bei den G20 steige die Rate von 62,4% vor der Krise auf 86,6% in 2014. F&uuml;r die USA werde im gleichen Zeitraum eine Erh&ouml;hung von 63,1% auf 112% angenommen. Den Rekord nehme Japan ein mit einem Anstieg von 187,7% in 2007 auf 239,2% des BIP in 2014. In Italien steige die Verschuldung von 103,5 auf 132,2% des BIP.<br>\nDer IWF nehme f&uuml;r Deutschland eine Erh&ouml;hung von 63,6% in 2007 auf 91,4% in 2014 und f&uuml;r Frankreich von 63,8 auf 95,5% des BIP an. In Gro&szlig;britannien verdopple sich die Rate von 44,1 auf 91,4%. Eine Ausnahme sei Kanada mit einer stabilen Entwicklung von 64,2 auf 65,4%. Zum Vergleich sei an den Maastrichter Stabilit&auml;tspakt mit einer Obergrenze f&uuml;r die Staatsverschuldung von 60% des BIP erinnert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stock-world.de\/nachrichten\/aktien\/3048432-OECD_Laender_exzessive_Staatsverschuldung_fairesearch.html\">Stock World<\/a>\n<p><em>Und das erkl&auml;rt einen Gro&szlig;teil des Anstiegs der Verschuldung: <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>EU genehmigte 2,9 Billionen Staatsgarantien <\/strong><br>\nDie EU hat im Kampf gegen die Wirtschafts- und Finanzkrise von Oktober 2008 bis Mitte Juli 2009 staatliche Garantien f&uuml;r die Banken im Ausma&szlig; von 31,2 Prozent der Wirtschaftsleistung aller 27 Mitgliedstaaten genehmigt. Wie aus dem j&uuml;ngsten Bericht der EU-Kommission hervorgeht, handelt es sich dabei um eine Summe f&uuml;r Garantiema&szlig;nahmen im Ausma&szlig; von 2.900 Mrd. Euro. Nach D&auml;nemark (mit 259,4 Prozent) hat Irland mit 231,8 Prozent seiner Wirtschaftsleistung den zweith&ouml;chsten Anteil am Bruttonationalprodukt zu verzeichnen. Danach folgen Belgien (92,0 Prozent), die Niederlande (52,0), Schweden (50,2), Gro&szlig;britannien (41,6), Lettland (37,9), &Ouml;sterreich und Slowenien (je 32,8), Finnland (27,7), Deutschland (24,4), Luxemburg (20,2), Frankreich (18,1), Portugal (12,5), Spanien (12,1), Griechenland (11,4), Ungarn (7,1) und Italien (1,3).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/fs\/1250003398591\/Kommission-EU-genehmigte-29-Billionen-Staatsgarantien\">Standard<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Proteste waren noch nicht ausreichend<\/strong><br>\nEine wesentliche Ursache f&uuml;r den R&uuml;ckgang der Reall&ouml;hne ist die fehlende Tarifbindung. Ein Gespr&auml;ch mit Michael Schlecht, ver.di-Funktion&auml;r und Mitglied im Parteivorstand Die Linke. Er kandidiert f&uuml;r den Bundestag in Baden-W&uuml;rttemberg.<br>\n&ldquo;Die Verhandlungsposition der Besch&auml;ftigten wurde nachhaltig geschw&auml;cht. Unternehmer k&ouml;nnen heute faktisch beliebig Besch&auml;ftigte befristet einstellen und sie nach Auslaufen der Befristung wieder loswerden. Wer will es den Betroffenen verdenken, dass sie sich aus Arbeitsk&auml;mpfen lieber heraushalten? Als n&auml;chste Etappe kam die Ausweitung der Leiharbeit, wodurch Lohndumping und dem Unterlaufen von Tarifvertr&auml;gen weiter Vorschub geleistet wurde. Danach wurden die Minijobs massiv ausgeweitet, heute gibt es sieben Millionen dieser prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse. Das alles lieferte den Unternehmern hervorragende M&ouml;glichkeiten, die Tarifbindung zur&uuml;ckzudr&auml;ngen oder ganz ohne Tarifbindung zu arbeiten. Schlie&szlig;lich wurde mit Hartz IV der Zwang eingef&uuml;hrt, Arbeit zu schlechtesten Bedingungen anzunehmen, auch unterhalb der Tarifl&ouml;hne.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/08-14\/045.php?print=1\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Anmerkung: Vorweg, selbstverst&auml;ndlich ist es der Sache der Arbeitnehmerschaft dienlich, wenn auch ein unter einem neoliberalen Chef agierendes, aber immer noch bekanntes Institut, den &uuml;ber die Jahre andauernden deutschen Reallohnverlust zu Kenntnis nimmt, aber neu sind diese Fakten nicht. So haben die NDS regelm&auml;&szlig;ig zu den Ver&ouml;ffentlichungen des Statistischen Bundesamtes zu Lohnsteigerungen darauf hingewiesen, dass der Reallohn gesunken war. Wem das nicht wissenschaftlich genug war, konnte z.B. auf eine Untersuchung des WSI zu Reallohnverlusten von 2000 bis 2008 zugreifen, <a href=\"?p=3433\">von der die NDS auch berichteten<\/a>.<br>\nEs lohnt sich den DIW-Bericht, auch richtig zu lesen, denn u. a. steht da, dass in den alten Bundesl&auml;ndern die Reall&ouml;hne sogar schon seit Beginn der 90er Jahre tendenziell auf Talfahrt sind (S. 552). Vor allem aber hat der Bericht auch seine Fallen, denn es ist eine Sache, eine Statistik aufzustellen, und eine andere, diese zu erl&auml;utern und teilweise zu besch&ouml;nigen. Das f&auml;ngt in der Wortwahl an. &bdquo;Die schwache Lohnentwicklung hat ohne Zweifel die Wettbewerbsf&auml;higkeit deutscher Unternehmen auf dem Weltmarkt gest&auml;rkt und dem Export Impulse gegeben.&ldquo; (Fazit, S.559) Was hei&szlig;t hier &bdquo;schwache Lohnentwicklung&ldquo;, Lohndumping hei&szlig;t das Wort. Oder wie im Interview Karl Brenke, der Verfasser, dem Tiefstand der Lohnquote auch noch Positives abgewinnt: &bdquo;Insofern kann man die Arbeitnehmer als Verlierer bezeichnen. Wahrscheinlich sind aber nicht wenige, insbesondere wenig qualifizierte deswegen &uuml;berhaupt zu einem Job gekommen.&ldquo; Was ist daran so erfreulich dass die statistisch erfasste Zunahme an Besch&auml;ftigung mit der Zunahme an miesen, schlechtbezahlten Arbeitspl&auml;tzen erkauft worden ist, durch eine zunehmende Amerikanisierung des Arbeitsmarktes. So lie&szlig;e sich noch Manches kommentieren, deshalb ist es gut, dass Michael Schlecht in obigem Interview auf den Zusammenhang von der Zunahme von tariflich nicht eingebundenen Arbeitnehmern, der Agenda 2010 und der schwachen Verhandlungsposition der Besch&auml;ftigten hinweist, w&auml;hrend Brenke sehr allgemein davon spricht, warum es den Gewerkschaften schwerer falle, die Arbeitnehmer f&uuml;r h&ouml;here Lohnabschl&uuml;sse zu mobilisieren. (Interview) Fast wieder witzig ist der &sbquo;circulus vitiosus&lsquo; am Ende des Fazits. Einerseits hing &nbsp;die Lohnentwicklung vom schwachen Wachstum der Wirtschaftsleistung ab, andererseits entwickelte sich der Konsum im Vergleich mit anderen L&auml;ndern aufgrund der Lohnentwicklung deutlich schw&auml;cher.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kritik der RWI-Studie &bdquo;Bedeutung der Krankenh&auml;user in privater Tr&auml;gerschaft&ldquo;<\/strong><br>\nDie Frage ist schnell beantwortet: Auftraggeber ist der Bundesverband der privaten Krankenanstalten. Hier ist mit Sicherheit viel Geld geflossen, Geld, das sich f&uuml;r den Auftraggeber rentieren soll &hellip;<br>\nEin neutraler wissenschaftlicher Ansatz findet sich konsequenterweise nicht. Nur in den ersten beiden Abs&auml;tzen der Schrift wird eine &bdquo;wissenschaftlich fundierte Bewertung der Krankenhausprivatisierung&ldquo; angek&uuml;ndigt. Doch schon im vierten Absatz der ersten Textseite wird klar gestellt, um was es geht: Die Vorw&uuml;rfe der Privatisierungsgegner, von denen drei herausgegriffen werden (&bdquo;Rosinenpickerei&ldquo;, niedrigere Qualit&auml;t, &ldquo;Ausbeutung&ldquo; der Mitarbeiter) sollen &bdquo;versachlicht&ldquo; werden. Sachlich im Sinne der Schreiber ist eine rein &ouml;konomische Sichtweise aus dem Blickwinkel der Pofiteure. Es findet sich n&auml;mlich im weiteren keinerlei Eingehen auf die Auswirkungen auf die Menschen durch Personalabbau, Arbeitshetze, Lohndumping, Outsourcing, Unsicherheit des Arbeitsplatzes. Soziale &Uuml;berlegungen sind wohl unsachlich und finden in der Schrift keine Ber&uuml;cksichtigung. Dies zieht sich durch die Studie wie ein roter Faden. Vorteil der Privaten ist z.B. Druck auf die Manager, die &bdquo;Effizienzreserven zu heben&ldquo;, einfacher durchzusetzende &bdquo;Rationalisierungen im Personalbereich&ldquo; (S. 12), Haustarifvertr&auml;ge unterhalb der &bdquo;starren Regel des TV&ouml;D&ldquo;, Outsourcing, weniger Personalbedarf (S. 13). Wieso nicht zu vermuten ist, &bdquo;dass die h&ouml;here Produktivit&auml;t mit einer h&ouml;heren Arbeitsbelastung einhergeht&ldquo; (S. 14) wird einfach als Glaubenssatz in den Raum gestellt und bleibt nebul&ouml;s.<br>\nAuf der anderen Seite werden Vorteile aus der Sicht der Bef&uuml;rworter aufgef&uuml;hrt. Sie klingen aufs erste einleuchtend: Wer will nicht effiziente Organisation, kurze Entscheidungswege, Fehlen politischer Einflussnahme (unterschwellig gleichgesetzt mit B&uuml;rokratie)? Doch wie werden die Begriffe inhaltlich besetzt?<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.vdaeae.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=289&amp;Itemid=50\">Verein demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.rhoen-klinikum-ag.com\/rka\/cms\/rka_2\/deu\/download\/20090224__Studie__RWI__M_52_PrivateKH.pdf\">RWI Studie [PDF &ndash; 1.25 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lobbyisten sind gef&auml;hrlicher<\/strong><br>\nSch&ouml;n bl&ouml;d von Wirtschaftsminister Guttenberg (CSU). Erst l&auml;sst er sich einen Gesetzentwurf komplett von einer Anwaltskanzlei schreiben, dann leitet er das Werk unver&auml;ndert an die anderen Ministerien weiter &ndash; und auf jeder Seite des Entwurfs prangt der Schriftzug der beauftragten Law Firm. In der Sache ist der Vorgang weniger dramatisch. Eine Anwaltskanzlei muss stets parteiisch die Interessen ihres Auftraggebers wahrnehmen, also hier des Ministeriums, das daf&uuml;r zahlt. Entscheidend ist dabei die politische Kontrolle. Die Kanzlei muss klare Vorgaben bekommen und anschlie&szlig;end m&uuml;ssen Regierung und Parlament den Entwurf diskutieren und entsprechend ver&auml;ndern. Viel gef&auml;hrlicher ist es, wenn Lobbygruppen in letzter Sekunde noch &Auml;nderungen an einzelnen Paragrafen durchdr&uuml;cken. Zwar muss nicht alles, was von Interessenverb&auml;nden kommt, schlecht sein &ndash; aus Sicht der Abgeordneten sind ja auch Umweltgruppen und Gewerkschaften nichts anderes. Erforderlich ist aber stets die M&ouml;glichkeit der &ouml;ffentlichen Debatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F08%2F13%2Fa0148&amp;cHash=051f5fb702\/&amp;type=98\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nein, Nein und nochmals Nein. Wir m&uuml;ssen von unserer Ministerialb&uuml;rokratie erwarten k&ouml;nnen, dass sie Gesetzentw&uuml;rfe selbst erstellt. Wenn dies wirklich nicht m&ouml;glich sein sollte, m&uuml;ssen die Ministerien mit dieser Kompetenz ausgestattet werden. Dass das Logo von Linklaters noch auf den Unterlagen war, zeigt, dass das Ministerium nicht die geringste &Auml;nderung an der Vorlage vornehmen konnte\/durfte\/wollte. Dass es bei Anwaltskanzleien zu keinen Interessenskonflikten kommen kann, ist schlichtweg naiv. Erstaunlich ist z.B., dass Freshfields Bruckhaus Deringer, die HRE bei der &Uuml;bernahme der Depfa-Bank beraten hatten, also f&uuml;r die Situation der Hypo Real Estate (HRE) mitverantwortlich war, beim Bankenrettungsgesetzes wie auch beim Enteignungsgesetz dabei war, das bei der HRE zur Anwendung kam.<br>\nHinzukommt, dass auch bei gro&szlig;en Kanzleien oft nur wenige Personen bzw. ein Team ein bestimmtes Metier beherrschen. Bei Freshfields Bruckhaus Deringer ist Benedikt Wolfers Leiter eines solchen Teams. Er war sowohl beim Finanzmarktstabilisierungsgesetz (Oktober) wie auch beim Bankenrettungsgesetz (April) mit von der Partie. Wolfers ist Spezialist f&uuml;r Bankenrettungen, es d&uuml;rfte f&uuml;r ihn wohl kaum m&ouml;glich sein, bei seiner Arbeit f&uuml;r den Staat seine Privatkunden aus den Auge zu verlieren. Ziemlich sicher d&uuml;rfte ihm seine Arbeit beim Finanzmarktstabilisierungsfonds (SoFFin), von Anfang an dabei, bei der Beratung der BayernLB geholfen haben, als diese Liquidit&auml;tsgarantien aus dem Fonds beantragen wollte &ndash; und k&ouml;nnte es nicht auch sein, dass ein intelligenter Mann wie Wolfers bei seiner Arbeit f&uuml;r den Staat auch die zu rettenden Banken im Sinn hatte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Ministerium darf durchaus Sachverstand von au&szlig;en holen. Aber darum geht es in diesem Fall gar nicht: Wenn ein Minister oder ein Beh&ouml;rdenleiter eine Idee aufgreifen m&ouml;chte, dann holt er &uuml;blicherweise das Votum der fachlich zust&auml;ndigen Referate ein, schon um einen Auftrag zu pr&auml;zisieren und um Themen zu benennen, bei denen das Ministerium auf fremden Sachverstand besonders angewiesen ist. Wenn dann das Gutachten oder &ndash; wie hier &ndash; ein ganzer Gesetzentwurf eingeht, dann geh&ouml;rt es zu einer geordneten Verwaltung, dass die Stellungnahme der Fachleute des Hauses eingeholt wird und eine Bewertung vorgenommen wird. Zu Guttenberg wusste aber vermutlich gar nicht, was er wollte. Er konnte sein Haus gar nicht um Rat fragen. Er wollte vermutlich nur einen raschen Medienevent schaffen. Er ist weder zust&auml;ndig, einen solchen Gesetzentwurf ins Kabinett einzubringen, noch hat er &uuml;berhaupt noch Aussicht, dass ein solches Gesetz ins parlamentarische Verfahren geht. Eine Vorlage fiele nach dem 27. September ohnehin der Diskontinuit&auml;t anheim.<br>\nNach der Sachlage konnte es zu Guttenberg nur darum gehen, sich einen &ouml;ffentlichen Auftritt zu verschaffen. Im &Uuml;brigen dr&uuml;ckt diese Vorgehensweise zu Guttenbergs ein Ma&szlig; an Verachtung gegen&uuml;ber seiner eigenen Beh&ouml;rde aus, das eine vertrauensvolle Zusammenarbeit f&uuml;r die Zukunft kaum noch m&ouml;glich erscheinen l&auml;sst. Zu Guttenberg beweist mit seinem Vorgehen nicht nur ein zynisches Verh&auml;ltnis zur parlamentarischen Demokratie, als Vertreter der Exekutive macht er zugleich die Exekutivgewalt l&auml;cherlich. Es ist schlicht eine Missachtung des die parlamentarische Demokratie konstituierenden und &uuml;ber Jahrhunderte sich entwickelnden Prinzips der Gewaltenteilung. Der Baron f&auml;llt in feudales Denken zur&uuml;ck.<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Attac fordert: &ldquo;Jagt diese Berater endlich in die W&uuml;ste!&rdquo; <\/strong><br>\nRegierung l&auml;sst Krisenversursacher routinem&auml;&szlig;ig Gesetzestexte schreiben.<br>\nDie aktuelle Debatte um die Verschwendung von Steuergeld durch Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg greife dabei zu kurz. &ldquo;Der wahre Skandal ist, dass die Bundesregierung sich weiterhin von so genannten Beratern helfen l&auml;sst, die selbst die Krise verursacht haben und nach wie vor auf eine m&ouml;glichst geringe Regulierung der Banken und Finanzm&auml;rkte dr&auml;ngen&rdquo;, sagte Werner R&uuml;gemer vom Wissenschaftlichen Beirat von Attac.<br>\nDie Anwaltskanzlei Linklaters, die zu Guttenberg mit der Formulierung des Gesetzesentwurfes zur Zwangsverwaltung maroder Banken beauftragt hatte, hat sich einen Namen gemacht als Lobbyisten-Kanzlei f&uuml;r hoch riskante Finanzprodukte. Linklaters arbeitet f&uuml;r True Sale International, einen Bankenzusammenschluss, der 2004 von 13 gro&szlig;en Banken gegr&uuml;ndet wurde und mit Stiftungskonstruktionen eben jene Verbriefungen in gro&szlig;em Stil auf den Weg brachte, die als zentraler Ausl&ouml;ser der Finanzkrise gelten. Einer der Gr&uuml;nder von True Sale International ist zudem J&ouml;rg Asmussen, der heute als Staatssekret&auml;r im Innenministerium eine zentrale Rolle bei der Krisenpolitik der Bundesregierung spielt.<br>\nLinklater ist kein Einzelfall. Krisenverursacher mit der Erstellung von Gesetzesentw&uuml;rfen zum Thema Bankenrettung zu beauftragen, geh&ouml;rt zur Routine der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailansicht\/datum\/2009\/08\/13\/attac-fordert-jagt-diese-berater-endlich-in-die-wueste\/?cHash=7ed2a0b2f4\">attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Wehret den Anf&auml;ngen&ldquo;<\/strong><br>\nDer Berliner Verwaltungswissenschaftler Ulrich Battis &uuml;ber die Praxis der Ministerien, immer mehr externe Berater hinzuzuziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Fragen-des-Tages-Ulrich-Battis-Beratervertraege;art693,2872594?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man lernt nie aus. In Br&uuml;ssel, wo sonst f&auml;llt einem nachtr&auml;glich ein, ist alles noch viel schlimmer: &ldquo;In Br&uuml;ssel ist das anders. Da gibt es eindeutig zu wenig Manpower und daher werden viele Kanzleien zum Gesetzgebungsprozess hinzugezogen. Aber das ist auch sehr problematisch. Die Kanzleien beteiligen sich erst an den Ausschreibungen f&uuml;r ein europ&auml;isches Gesetz, und als N&auml;chstes bieten sie Fortbildungsveranstaltungen zu diesem Thema an. Die dritte Verwertungsstufe besteht dann darin, dass die Kanzleien bei ihren Mandanten damit werben, ein bestimmtes Gesetz gemacht zu haben &ndash; und daher mit dem Wissen, wie man dieses am besten umgehen kann. Das hat solche Ausma&szlig;e angenommen, dass die Kanzleien sich der Politik inzwischen zu Dumpingpreisen anbieten, nur um beteiligt zu werden.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Linke will Pr&uuml;fung von Wieandt<\/strong><br>\nGro&szlig;e Enth&uuml;llungen hat der Untersuchungsausschuss zur Hypo Real Estate bislang nicht zutage gebracht. Nun greift die Linke eine Randfigur an: Der neue HRE-Chef Wieandt habe bei der Vernehmung wenig kompetent gewirkt &ndash; und soll deshalb von der BaFin &uuml;berpr&uuml;ft werden.<br>\n&ldquo;Wenn Herr Wieandt wirklich so wenig &uuml;ber die HRE wei&szlig;, wie er dem Untersuchungsausschuss weisgemacht hat, dann ist er zur F&uuml;hrung dieser Bank nicht geeignet&rdquo;, sagte Troost der FTD. F&uuml;r eine Pr&uuml;fung spreche neben Wieandts geringer F&uuml;hrungserfahrung die &ldquo;nach eigener Aussage umfangreiche Unkenntnis zum Treasury und Liquidi&auml;tsmanagement&rdquo;, sein geringes Wissen &uuml;ber Refinanzierung und Abschreibungen der HRE sowie ihrer Aktienkursentwicklung, hei&szlig;t es in dem Brief.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:Wenig-erfahrener-HRE-Chef-Linke-will-Pr%FCfung-von-Wieandt\/553115.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;ck und die HRE: &ldquo;Wie man seine &Uuml;berzeugung &auml;ndern kann&rdquo;<\/strong><br>\nMonitor berichtet: Wortlautmitschnitt von der Ansprache des BMF Steinbr&uuml;ck vor der Fraktion der DIE LINKE am 30. Sep. 2008<br>\nFinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck gab Abgeordneten der Bundestagsfraktion DIE LINKE. am 30. September in einer Sondersitzung der Fraktion Auskunft &uuml;ber die aktuelle Situation im Zusammenhang mit der drohenden Pleite beim schwer angeschlagenen Hypothekenfinanzierer Hypo Real Estate. Erstaunlich: Damals sprach der Finanzminister noch von einer Abwicklung der HRE, eine Verstaatlichung k&auml;me nicht in Frage. &bdquo;Ich denk&rsquo; nicht im dran! Ich denk&rsquo; nicht im Traum dran!&ldquo;, so Steinbr&uuml;ck. Dazu eine Mitschrift der Rede von Steinbr&uuml;ck vor den Abgeordneten der Bundestagsfraktion DIE LINKE.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/\">WDR Monitor<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2009\/0813\/pdf\/Wortlautmitschnitt.pdf\">Wortlautmitschnitt [PDF &ndash; 44 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>HRE belastet Steuerzahler ohne Ende<\/strong><br>\nDer krisengesch&uuml;ttelte Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate trommelt beim Bund f&uuml;r weitere Hilfszahlungen. Erst in drei Jahren will die Bank wieder Gewinne schreiben.<br>\n&ldquo; Die HRE werde weiterhin am Tropf der Regierung h&auml;ngen, wiederholte der Vorstandschef (Wieandt) in Anwesenheit von Vertretern des Bundes fr&uuml;here Aussagen. Sein Haus werde &bdquo;auf absehbare Zeit von der Verf&uuml;gbarkeit entsprechender Liquidit&auml;tshilfen abh&auml;ngig sein&ldquo;.<br>\nDer scheidende Aufsichtsratschef Michael Endres erkl&auml;rte, die &Uuml;berpr&uuml;fung der Gesch&auml;fte des fr&uuml;heren Vorstands habe inzwischen &bdquo;deutliche Hinweise auf Pflichtverletzungen ergeben&ldquo;. Die Pr&uuml;fung sei allerdings noch nicht abgeschlossen. Auch der jetzige Vorstand will eine Sonderpr&uuml;fung von Vorstandshandlungen, die die HRE in die Krise st&uuml;rzten, von der Hauptversammlung ansto&szlig;en lassen. Zudem werde bereits die m&ouml;gliche Verantwortung des fr&uuml;heren Aufsichtsrats ermittelt, sagte Vorstandschef Wieandt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/boerse\/finanzkrise\/staatsbank-hre-belastet-steuerzahler-ohne-ende_aid_425913.html\">Focus Money<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wortprotokolle der &ouml;ffentlichen Sitzungen des HRE-Untersuchungsausschusses<\/strong><br>\nWer sich einen &Uuml;berblick &uuml;ber den Verlauf dieses Untersuchungsausschusse verschaffen m&ouml;chte, findet hier die Wortprotokolle der &ouml;ffentlichen Sitzungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/3780.wortprotokolle-der-oeffentlichen-sitzungen-des-hre-untersuchungsausschusses.html\">Axel Troost<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Was ist die Wertsch&ouml;pfung der Finanzindustrie<\/strong><br>\nEine der grundlegenden Fragen der n&auml;chsten Monate und Jahre wird sein, wie das Finanzsystem zuk&uuml;nftig reguliert werden soll. Es d&uuml;rfte unabwendbar sein, dass es wieder striktere Regulierung geben wird. Gleichwohl gibt es Leute die jetzt schon vor zu strikter Regulierung warnen. Das Argument gegen allzu strikte Regulierung ist, dass die Finanzinnovationen der letzten Jahre neben den derzeitigen Verwerfungen eben auch viele Vorteile f&uuml;r unsere Volkswirtschaften gebracht h&auml;tten. Diese Vorteile gelte es nun trotz des h&ouml;heren Grades an Regulierung zu bewahren. Aber was sind diese Vorteile? Wo liegt die Wertsch&ouml;pfung der Finanzindustrie und der von ihr kreierten Finanzinnovationen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mcberater.wordpress.com\/2008\/10\/14\/wo-ist-die-wertschopfung-der-finanzindustrie\/\">McBerater<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Regierung: Arbeitsmarktlage &Auml;lterer hat sich nicht verschlechtert<\/strong><br>\nDie Bundesregierung weist die Darstellung der Fraktion Die Linke zur&uuml;ck, dass sich die Arbeitsmarktlage &Auml;lterer verschlechtert habe. In ihrer Antwort (16\/13751) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16\/13512) schreibt die Regierung, der registrierte Anstieg der Arbeitslosigkeit &Auml;lterer sei im Wesentlichen auf eine verbesserte statistische Erfassung f&uuml;r diese Personengruppe zur&uuml;ckzuf&uuml;hren. Die Linke hatte mit Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit argumentiert, nach denen die Arbeitslosigkeit bei den 55- bis 64-J&auml;hrigen im Mai 2009 im Vergleich zum Vorjahr um fast ein Drittel gestiegen sei. Die Voraussetzung f&uuml;r die Rente mit 67, eine entsprechend gute Arbeitsmarktlage f&uuml;r &Auml;ltere, sei damit nicht mehr erf&uuml;llt, hatte die Linksfraktion geschrieben. Dem h&auml;lt die Regierung entgegen, dass lediglich verschiedene Gesetzesnovellen, wie die &Auml;nderung der Vorruhestandsregelung, den Anstieg verursacht h&auml;tten. &bdquo;Ohne die &Auml;nderungen w&auml;re die Arbeitslosigkeit &Auml;lterer nicht gestiegen sondern, gesunken&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort. Auch sei die Zahl &auml;lterer Arbeitsloser von Mai 2007 bis Mai 2008 nicht, wie die Linke in ihrer Anfrage schreibe, um 30 Prozent gestiegen, sondern vielmehr um 14 Prozent gesunken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2009_08\/2009_232\/04.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die H&ouml;he der Arbeitslosigkeit ist eben immer auch eine Frage der gesetzlichen Definition von Arbeitslosigkeit.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Norbert Bl&uuml;m: &ldquo;Hartz ist Pfusch&rdquo;<\/strong><br>\nInzwischen gilt: Nur wenn du arm bist, wird dir geholfen &ndash; du musst es nur erstmal beweisen. Das hat zur Folge, dass der Sozialstaat zum &Uuml;berwachungsstaat ungebaut wurde, ein Staat mit vielen Formularen. Das widerspricht meinem Gerechtigkeitsverst&auml;ndnis. Wenn einer ein Leben lang gearbeitet hat, soll er eine anst&auml;ndige Rente erhalten und nicht gefragt werden, ob er ein Haus hat oder keins. Und wenn er ein Leben lang Arbeitslosenversicherungsbeitr&auml;ge gezahlt hat, muss er lange Arbeitslosengeld erhalten &ndash; Basta!&hellip;<br>\nHartz ist Pfusch. Und Pfusch kann nicht repariert werden. Mit einem Auto, dessen Motor permanent repariert wird, w&uuml;rde ich nicht fahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/378\/483820\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wir teilen die Kritik von Norbert Bl&uuml;m an Hartz und an der Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rente und wir sch&auml;tzen ihn als aufrechten K&auml;mpfer f&uuml;r den Erhalt des Sozialstaates. Was ich nicht nachvollziehen kann, das ist, dass Norbert Bl&uuml;m nun den &bdquo;Pfusch&ldquo; ausschlie&szlig;lich der SPD anlastet und verschweigt, dass die CDU noch viel gr&ouml;&szlig;eren &bdquo;Pfusch&ldquo; anstrebte. Ich wei&szlig; nicht, wie Norbert Bl&uuml;m das mit sich selbst ausmacht, dass ihn seine Partei geradezu l&auml;cherlich machte. Er muss die Bilder auf dem Leipziger Parteitag, wo er gegen die Zerschlagung des Sozialstaates wetterte und nur noch ablehnendes Schweigen geerntet hat, v&ouml;llig verdr&auml;ngt haben. Worauf er seine Hoffnung st&uuml;tzt, dass die derzeitige CDU wieder zur christlichen Soziallehre zur&uuml;ckfinden k&ouml;nnte, ist mir unerfindlich. Will die Union die Privatisierung der sozialen Sicherungssysteme nicht eher massiv vorantreiben?  Wo gibt es dort den kleinsten Anhaltspunkt f&uuml;r eine Abschaffung von Hartz IV?<br>\nMit diesem Interview hat sich Norbert Bl&uuml;m keinen Gefallen getan. Glaubw&uuml;rdig w&auml;re gewesen, dass er mit seiner Partei mindestens genauso kritisch umgegangen w&auml;re, wie mit der SPD. Das hat er nicht getan. Im Gegenteil, ihm ist eine schwarz-gelbe Regierung noch lieber als jede &bdquo;linkere&ldquo; Koalition, weil er hofft &bdquo;dass die FDP ihre neoliberale Zwischenphase &uuml;berwunden hat&ldquo;. Mit diesem Interview betreibt Norbert Bl&uuml;m bewusst oder unbewusst ein Spiel &uuml;ber Bande. Er l&auml;dt seine Kritik ausschlie&szlig;lich auf der SPD ab und wirbt, diejenigen, die seine Kritik teilen, f&uuml;r die CDU, gerade so als ob seine Positionen dort ernst genommen w&uuml;rden. Er macht sich damit zum Gehilfen einer Strategie, wonach die CDU ein so vielf&auml;ltiges Spektrum abdeckte, dass dort auch noch seine kritischen Positionen vork&auml;men. Mit der realen Politik der Union oder der Kanzlerin hat diese irref&uuml;hrende Vorspiegelung einer derartigen politischen Bandbreite in der CDU nichts, aber auch gar nichts zu tun.<br>\nUnd das hat Norbert Bl&uuml;m sogar am eigenen Leibe erlebt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Aufruf f&uuml;r ein Sanktionsmoratorium: Sanktionen gegen Hartz-IV-Beziehende aussetzen!  <\/strong><br>\nJeden Monat wird in diesem Land zigtausenden Erwerbslosen mit Sanktionen das Existenzminimum gek&uuml;rzt oder sogar gestrichen, weil sie Forderungen der JobCenter nicht erf&uuml;llt haben oder weil ihnen dies unterstellt wird. Im Jahr 2008 wurden &uuml;ber 780.000 derartige Sanktionen verh&auml;ngt. Ist schon der rigide Hartz-IV-Sanktionsparagraf mehr als problematisch, so f&uuml;hrt die katastrophale Personalsituation in den JobCentern zu einer Praxis, die f&uuml;r die Betroffenen unzumutbar ist. Von den 2008 eingelegten Widerspr&uuml;chen gegen Sanktionen waren 37 % erfolgreich, von den eingereichten Klagen 65 %. Die Auswirkungen von Sanktionen werden dadurch versch&auml;rft, dass Widerspr&uuml;che keine aufschiebende Wirkung haben, d.h. die Menschen m&uuml;ssen, auch wenn sie letztlich nach gerichtlicher Kontrolle Recht bekommen, unter den Sanktionen leiden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sanktionsmoratorium.de\/pdfs\/aufruf_web.pdf\">B&uuml;ndnis f&uuml;r ein Sanktionsmoratorium [PDF &ndash; 120 KB]<\/a>\n<p><strong>Stellungnahme unserer Autorin Prof. Helga Spindler<\/strong><br>\nEs &auml;ndert sich nur, dass beide Seiten wieder gleichberechtigt miteinander reden m&uuml;ssen, dass Eingliederungsvereinbarungen nicht als einseitige Vordrucke mit endloser Sanktionsandrohung unterschrieben werden m&uuml;ssen, dass Arbeitslose nicht Angst vor dem finanziellen Absturz haben m&uuml;ssen, wenn sie &uuml;ber ihren Lohn verhandeln oder eine Ma&szlig;nahme ablehnen wollen, die f&uuml;r sie keinen Nutzen bringt. Die Mitarbeiter der Beh&ouml;rde k&ouml;nnten sich wieder auf echte Vermittlungs- und Beratungsarbeit konzentrieren, statt unrealistische Vorgaben zur Kostensenkung und Statistikversch&ouml;nerung einhalten zu m&uuml;ssen.<br>\nDas w&auml;re ein Signal an alle Arbeitslosen, dass sie gefragt sind, ihre F&auml;higkeiten beim Umgang mit der Krise einzubringen.<br>\nDie &Ouml;ffentlichkeit hat demgegen&uuml;ber noch nicht wahrgenommen, dass au&szlig;er der Absenkung der Regelleistungen im Vergleich zur fr&uuml;heren Arbeitslosen- und Sozialhilfe auch die Rechte und Gestaltungsm&ouml;glichkeiten der Arbeitslosen Schritt f&uuml;r Schritt abgebaut worden sind.<br>\nSie k&ouml;nnen nicht mehr ohne existenzielle Gefahr f&uuml;r sich und ihre Familie &uuml;ber einen angemessenen Lohn verhandeln, was von vielen Firmen ausgenutzt wird. Erschwerend kommt hinzu, dass ihnen bereits nach einem Jahr Arbeitslosigkeit Arbeiten aller Art zugemutet werden, w&auml;hrend vergleichbare Kollegen ihre bisherigen Arbeitspl&auml;tze bis zu zwei Jahre behalten, indem sie als Kurzarbeiter &ouml;ffentlich gef&ouml;rdert werden.<br>\nDie &uuml;berwiegende Zahl der Sanktionen bezieht sich inzwischen zudem nicht mehr auf Arbeitsangebote, sondern &ndash; von Meldevers&auml;umnissen abgesehen &ndash; auf Ma&szlig;nahmen aller Art, die der Betroffene nicht beeinflussen kann (vom wiederholten Bewerbungstraining &uuml;ber Praktika ohne Anstellungsperspektive bis hin zur Arbeitsgelegenheit, die aber nicht entsprechend bezahlt wird und regul&auml;re Arbeitspl&auml;tze verdr&auml;ngt)<br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.sanktionsmoratorium.de\/html\/themen\/themen_text_2.php?zid=179\">B&uuml;ndnis f&uuml;r ein Sanktionsmoratorium<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Ermittlungen gegen Gewerkschaft eingestellt<\/strong><br>\nDie K&ouml;lner Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen zur Finanzierung der Postgewerkschaft GNBZ durch den Briefdienstleister Pin erneut eingestellt. &laquo;Wir konnten keine Best&auml;tigung f&uuml;r strafrechtlich relevantes Handeln entdecken&raquo;, sagte Oberstaatsanwalt G&uuml;nther Feld am Mittwoch. Die Ermittler waren zun&auml;chst dem Verdacht der Bestechung und Bestechlichkeit nachgegangen, hatten das Verfahren aber eingestellt. Aufgrund einer Beschwerde der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ordnete die Generalstaatsanwaltschaft dann an, nun dem Verdacht der Untreue nachzugehen. Diese Ermittlungen begannen im Juli 2008. Verantwortliche des Post-Konkurrenten Pin sollen &uuml;ber eine Beratungskanzlei 133 500 Euro an die Gewerkschaft der Neuen Brief- und Zustelldienste (GNBZ) geleitet haben. Die Unterlagen hatte die K&ouml;lner Staatsanwaltschaft vom Insolvenzverwalter der Pin Group erhalten. Ver.di hatte durch das Landesarbeitsgericht feststellen lassen, dass die GNBZ keine tariff&auml;hige Gewerkschaft ist. Ver.di warf ihr vor, die Einf&uuml;hrung eines Mindestlohns von 8 bis 9,80 Euro verhindern zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsrecht.de\/arbeitsrecht\/ticker\/ticker.php?ID=1169063937&amp;script=\/arbeitsrecht\/ticker\/wScripts\/nachricht_anzeigen.ws&amp;navid=1\">Arbeitsrecht-Newsticker<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Kauf von Gewerkschaften (oder solche, die sich dazu erkl&auml;ren) durch Unternehmen, um andere Gewerkschaften zu bek&auml;mpfen, ist also strafrechtliche nicht relevant.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Gehalt der &Auml;rzte legte schon vor Honorarreform zu<\/strong><br>\n&Auml;rzte haben auch in den Jahren vor der Honorarreform deutliche Gehaltszuw&auml;chse verzeichnet. Entgegen den Klagen vieler Funktion&auml;re hat es damit &uuml;berhaupt keine Lohneinbu&szlig;en in den vergangenen Jahren gegeben. Erst k&uuml;rzlich wurde bekannt, dass die &Auml;rzte nach der von ihnen heftig kritisierten Honorarreform acht Prozent mehr verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article4311695\/Gehalt-der-Aerzte-legte-schon-vor-Honorarreform-zu.html\">Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Justizministerin: &ldquo;Wir wollen keine Zensurbeh&ouml;rde f&uuml;r das Netz&rdquo;<\/strong><br>\nBundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat sich gegen Forderungen aus der Union gewandt, die Kontrolle des Internets zu versch&auml;rfen. &ldquo;Wir wollen keine Zensurbeh&ouml;rde f&uuml;r das Netz etablieren&rdquo;, sagte die Ministerin der Berliner Zeitung. Auch bei Kinderpornografie d&uuml;rfe es nur ein Hilfsmittel sein, den Zugang zu sperren, wenn das L&ouml;schen nicht gelinge.<br>\nDerweil sehen sich nicht nur SPD und Gr&uuml;ne, sondern auch die FDP von der Piratenpartei und Debatte um Internet-Zensur und -Freiheit unter Druck gesetzt. FDP-Generalsekret&auml;r Dirk Niebel warnte davor, die Piratenpartei zu w&auml;hlen. &ldquo;Sie sollten uns unterst&uuml;tzen, damit am Ende nicht Schwarz-Rot beim Internet so weitermacht wie bisher. Piratenw&auml;hler m&uuml;ssen bedenken, dass sie den Politikwechsel behindern&rdquo;, sagte Niebel der Leipziger Volkszeitung. Internetfreiheit stehe auch bei den Freidemokraten ganz oben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/newsticker\/Justizministerin-Wir-wollen-keine-Zensurbehoerde-fuer-das-Netz--\/meldung\/143460\">heise online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Aber dem Gesetz zur Bek&auml;mpfung der Kinderpornografie hat die Justizministerin zugestimmt.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Unser Leser A.Sch. schreibt uns:<\/strong> Es mutet fast surreal an, wenn Herr Niebel hier von einem Politikwechsel spricht. Sind es doch gerade CDU und FDP (eine Ampelkoalition schlie&szlig;t man ja kategorisch aus), die jede kleine Dorfkl&auml;ranlage an private Investoren verscheuern m&ouml;chten und f&uuml;r das marktliberale &ldquo;Weiter so&rdquo; stehen.<br>\nBleiben wir aber mal beim Thema Zensur und Sicherheit. Was mussten wir da <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/143245\">neulich beim Sommerinterview von Guido Westerwelle<\/a> im ZDF h&ouml;ren:<br>\n&rdquo; [&hellip;] Offenbar als Schritt zur Union hin sagte Westerwelle, dass man zwar B&uuml;rgerrechte sch&uuml;tzen, sich neuen Sicherheitsgesetzen aber nicht verweigern wolle. [&hellip;] &rdquo;<br>\nMeine r&uuml;ckwirkende Prognose: Eine FDP im Gespann mit der CDU h&auml;tte die in der letzten Zeit erlebten Angriffe auf das Grundgesetz ohne mit der Wimper zu zucken durchgewunken. Dass man sich jetzt als Freiheitsk&auml;mpfer f&uuml;r das Internet darstellt, ist einfach nur erb&auml;rmlich. Dazu muss man sich nur mal ansehen, <a href=\"http:\/\/www.daten-speicherung.de\/index.php\/fdp-will-hessische-polizei-aufruesten\/\">was CDU und FDP derzeit in Hessen abziehen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Daten brauchen ein Fort Knox<\/strong><br>\nDie EU-Minister erlauben, dass die USA weiter Zugriff auf &Uuml;berweisungsdaten bekommen. Jahrelange Kritik an der Praxis verpufft. Der Datenschutz ist endg&uuml;ltig lobbyfrei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/30\/swift-eu-bankdaten-usa-datenschutz\/print\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Meinungsmache: Leben mit der Doppelmoral &ndash; Die Lizenz zur S&uuml;nde<\/strong><br>\nAusgerechnet Eliot Spitzer. Der ehemalige Gouverneur des US-Bundesstaats New York hatte sich doch als K&auml;mpfer gegen die Prostitution profiliert.<br>\nIn seiner Amtszeit lie&szlig; er Freier verfolgen, er ging gnadenlos und erfolgreich gegen Menschenhandel vor und zerschlug Zuh&auml;lterringe. Menschenrechtler applaudierten dem Mann, der als H&uuml;ter von Anstand, Moral und Gesetz auftrat. Dann lie&szlig; sich Spitzer mit einem Edel-Callgirl erwischen.<br>\nAusgerechnet Ted Haggard. Der Mann galt dem&nbsp;Time Magazine&nbsp;als einer der einflussreichsten evangelikalen Christen der USA. Er pries Gott, lobte den Wert der Familie und predigte gegen Homosexuelle. Dann beschuldigte ihn ein Stricher, Haggard habe ihn &uuml;ber Jahre f&uuml;r Sex bezahlt. Und man habe gemeinsam Drogen konsumiert.<br>\nAusgerechnet der Tr&auml;ger des Bundesverdienstkreuzes, Klaus Zumwinkel. F&uuml;r besondere Leistungen in Politik, Wirtschaft oder sozialen Bereichen hatte er die Auszeichnung bekommen. Dann versteckte der ehemalige Postchef sein Geld in Liechtenstein vor der Steuer.<br>\nUnd ausgerechnet Oskar Lafontaine, der sich als K&auml;mpfer f&uuml;r Menschen am Existenzminimum profiliert und die Gier der Bosse gei&szlig;elt. Er, Vorsitzender der Partei Die Linke, lie&szlig; sich eine protzige Villa im franz&ouml;sischen Landhausstil bauen.<br>\nDas passt doch alles nicht zusammen, oder? Doch, es passt. So funktioniert er, der Mensch. Fragt man Psychologen, klingt es, als wohne dem widerspr&uuml;chlichen Verhalten der beschriebenen M&auml;nner eine Gesetzm&auml;&szlig;igkeit inne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wissen\/615\/484055\/text\/\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die S&uuml;ddeutsche gilt als Qualit&auml;tszeitung, doch das Qualit&auml;tsniveau dieses Beitrags liegt noch unter dem der Boulevard-Presse. Da soll also Doppelmoral kritisiert werden und dann wird das widerspr&uuml;chliche Verhalten eines K&auml;mpfers gegen die Prostitution, eines Evangelikalen gegen Homosexualit&auml;t und Drogen und eines verurteilten Steuerhinterziehers mit jemand gleichgesetzt, der eine linke Politik vertritt und gleichzeitig ein Haus im franz&ouml;sischen Landhausstil besitzt. Wo ist bei Oskar Lafontaine Doppelmoral oder Lizenz zur S&uuml;nde. Darf ein langj&auml;hriger Oberb&uuml;rgermeister, Ministerpr&auml;sident, Minister nicht ein komfortables Haus besitzen und sich dennoch f&uuml;r linke Politik einsetzen? Was ist daran doppelmoralisch? Gegen was hat er sich vers&uuml;ndigt? Darf man sich nur f&uuml;r Schw&auml;chere und Benachteiligte einsetzen, wenn man selbst zu diesen geh&ouml;rt? Jeder Pfarrer in einem sozialen Brennpunkt oder jeder Sozialarbeiter hat in dieser Logik auch eine Doppelmoral. Den allermeisten Bundestagsabgeordneten geht es besser als dem Durchschnitt der Bev&ouml;lkerung, sind sie also alle unmoralisch, wenn sie sich Volksvertreter nennen?<br>\nLieber Sebastian Herrmann, Sie sollten nachdenken bevor Sie schreiben. Oder entspricht es gar dem Wunsch der Redaktion, dass man bei jeder nur erdenklichen Kritik auch noch Oskar Lafontaine einbeziehen muss. Dann viel Erfolg bei Ihrer &bdquo; journalistischen&ldquo; Karriere!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Aktion Wahlpr&uuml;fsteine 2009<\/strong><br>\nDie Bundestagswahl am 27. September 2009 ist eine gute Gelegenheit, sich in die Politik einzumischen. Wir wollen die Bundestagswahl-KandidatInnen im Vorfeld der Wahl zu unseren IPPNW-Themen befragen. Wir laden Sie herzlich zum Mitmachen ein und schlagen Ihnen vier Fragen vor, die Sie an die KandidatInnen in Ihrem Wahlkreis oder auf der Landesliste schicken k&ouml;nnen. Noch besser ist es, wenn Sie entweder eigene Formulierungen finden oder den Brief personalisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/aktiv-werden\/kampagnen\/artikel\/022d084714\/aktion-wahlpruefsteine-2009.html\">Internationale &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges, &Auml;rzte in sozialer Verantwortung e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Friedrich-Naumann-Stiftung rechtfertigt Putsch in Honduras<\/strong><br>\nDie FDP-nahe Friedrich-Naumann-Stiftung zeigt Verst&auml;ndnis f&uuml;r den Staatsstreich in Honduras. Ihr Repr&auml;sentant in der Hauptstadt Tegucigalpa, Christian L&uuml;th, bezeichnet den Putsch als &bdquo;Legende&ldquo; und meint, dass nun eine &bdquo;R&uuml;ckkehr zu Rechtsstaat und Verfassung&ldquo; in dem Land m&ouml;glich sei. R&uuml;ckendeckung erh&auml;lt er von Wolfgang Gerhardt (FDP), dem Vorsitzenden der Friedrich-Naumann-Stiftung und fr&uuml;heren FDP-Vorsitzenden. Schon vor wenigen Tagen offenbarte die Naumann-Stiftung, wen sie in Honduras unterst&uuml;tzt, wo die Pressefreiheit seit dem Putsch massiv massiv eingeschr&auml;nkt worden ist, mehrere Menschen bei Auseinandersetzungen get&ouml;tet wurden und Mitglieder ehemaliger Todesschwadrone wieder in entscheidenden Positionen sitzen. Zu einer Tagung in Berlin hatte die Stiftung den Verwaltungsrat der honduranischen Zentralbank und den Vorsitzenden des dortigen Industriellenverbandes eingeladen &ndash; Mitglieder ebenjener Elite, die hinter dem Putsch gegen den linken Zelaya steckt. Ebenfalls dabei war Ramon Custodio, Menschenrechtsombudsmann in Honduras. Wegen seiner Verwicklung in den Putsch haben D&auml;nemark und Schweden ihm die Hilfsgelder gestrichen. Dessen ungeachetet meinte Gerhardt zur Rechtfertigung des Putsches weiter, dass Zelaya verfassungswidrig versucht habe, seine Amtszeit zu verl&auml;ngern. Dieses Argument ist jedoch falsch. Tats&auml;chlich wollte Zelaya einen B&uuml;rgerentscheid dar&uuml;ber abhalten lassen, ob bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen im November ein Referendum &uuml;ber eine Verfassungsreform stattfinden solle. Diese h&auml;tte dem Pr&auml;sidenten eine weitere Amtszeit erm&ouml;glicht, wie es derzeit in vielen L&auml;ndern Lateinamerikas diskutiert wird. Zelaya wollte aber nicht wieder antreten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/art771,2872372?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1015932\/\">Deutschlandradio (Interview, Text)<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/08\/13\/dlf_20090813_0813_1b7e7f70.mp3\">Deutschlandradio (Interview, Audio-Podcast)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung OP:<\/strong> Aber unter Schwarz\/Gelb m&ouml;chte die FDP den Au&szlig;enminister stellen. Man merkt, dass die FDP lange keine echten politischen Machtpositionen innehatte. Sonst w&uuml;rde sie sich solche strategische Bl&ouml;&szlig;en nicht geben, Sympathien f&uuml;r die Putschisten hin oder her.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><em>Zu guter Letzt:<\/em><br>\n<strong>Wir haben die Kraft<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/d.yimg.com\/i\/xp\/yahoo\/20090813\/12\/3923224076.jpg\" alt=\"Wir haben die Kraft\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.news.yahoo.com\/fotos\/diashow\/cdu-remix.html\">Yahoo<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/WL)<br \/> Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4127#h01\">Gustav Horn: &ldquo;Krise wird bewusst verdr&auml;ngt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h02\">Branchen im &Uuml;berblick: Wo der Aufschwung anklopft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h03\">Steinbr&uuml;ck: &bdquo;Wir werden sparen m&uuml;ssen.&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h04\">OECD-L&auml;nder exzessive Staatsverschuldung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h05\">EU genehmigte 2,9 Billionen Staatsgarantien <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h06\">Die Proteste waren noch nicht ausreichend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4127#h07\">Kritik der RWI-Studie &bdquo;Bedeutung der Krankenh&auml;user in privater<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4127\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4127","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4127","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4127"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4127\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4127"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4127"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4127"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}