{"id":41302,"date":"2017-11-28T08:51:21","date_gmt":"2017-11-28T07:51:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41302"},"modified":"2017-11-28T10:20:33","modified_gmt":"2017-11-28T09:20:33","slug":"konkrete-hilfe-fuer-kinder-in-syrien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41302","title":{"rendered":"Konkrete Hilfe f\u00fcr Kinder in Syrien"},"content":{"rendered":"<p>In Deutschland wie in anderen L&auml;ndern gibt es Menschen, die zupacken und sehr konkret Hilfe leisten. Auf die Aktion eines dieser Menschen wollen wir beispielhaft hinweisen, verbunden mit der Bitte um Ihre Aufmerksamkeit.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171128-Damaskus-.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Bernd Duschner und der mit ihm verbundene Verein &bdquo;Freundschaft mit Valjevo e.V&ldquo; haben sich in Syrien engagiert. Mit einem konkreten Projekt helfen sie, Kinder und Familien in Syrien mit Winterkleidung zu versorgen &ndash; siehe unten. &ndash; Bernd Duschner arbeitet seit &uuml;ber zehn Jahren mit den NachDenkSeiten zusammen. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nIhm verdanken wir Informationen und Tipps auf verschiedenen wichtigen Feldern der Politik. Ihm verdanken wir auch den Hinweis auf die Sanktionen des Westens unter Beteiligung auch unseres Landes, die dazu ausersehen sind, Syrien auszuhungern. Siehe zum Beispiel hier vom 8. Juni 2015: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26356\">&bdquo;Kann das Aushungern eines Volkes ein berechtigtes Mittel zum von au&szlig;en betriebenen Regime-Wechsel sein?&rdquo;<\/a>. <\/p><p>Das ist der Aufruf unseres Freundes in Pfaffenhofen:<\/p><p><strong>Konkrete Hilfe aus der Friedensbewegung:<\/strong><br>\n<strong>Herstellung und Verteilung von Winterkleidung f&uuml;r Kinder bed&uuml;rftiger Familien in Damaskus<\/strong><\/p><p>In wenigen Wochen kommt der Winter. Mit ihm versch&auml;rft sich die &auml;u&szlig;erst prek&auml;re Situation von Millionen von Fl&uuml;chtlingen in Syrien, die in Notunterk&uuml;nften Unterschlupf gefunden haben. Nicht zuletzt aufgrund der umfassenden Wirtschafts- und Finanzsanktionen, die die Bundesregierung seit 2011 auf EU-Ebene gegen Syrien durchgesetzt hat, gibt es in weiten Teilen des Landes t&auml;glich nur wenige Stunden Strom. Heiz&ouml;l ist f&uuml;r viele Syrer unerschwinglich teuer geworden. Die Sanktionen verbieten nicht nur jeglichen Verkauf von Treibstoff und Heiz&ouml;l an das Land. Untersagt ist auch der Verkauf von Ausr&uuml;stung und Technologie zur F&ouml;rderung und Verarbeitung von Erd&ouml;l bzw. Erdgas und f&uuml;r Kraftwerke zur Stromgewinnung. Sch&auml;den durch die Anschl&auml;ge der Terrorgruppen gegen Versorgungseinrichtungen f&uuml;r die syrische Bev&ouml;lkerung sollen, geht es nach dem Willen der Bundesregierung, m&ouml;glichst nicht repariert werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Unser Verein &bdquo;Freundschaft mit Valjevo e.V&ldquo; im oberbayerischen Pfaffenhofen hat eine Aktion gestartet, um bed&uuml;rftigen Familien in Damaskus zu helfen: Wir lassen vor Ort in der syrischen Hauptstadt f&uuml;r Kinder solcher Familien Winterkleidung herstellen und an sie verteilen.<\/p><p><strong>F&uuml;r eine Hilfe braucht man Partner vor Ort<\/strong><\/p><p>Direkte Kontakte nach Damaskus hat unser Verein seit 2015. Damals hatte uns eine in Pfaffenhofen lebende Asylbewerberin  gebeten,  ihrem schwer kranken Enkel in Damaskus die erforderliche Operation in Deutschland zu erm&ouml;glichen. Nach &uuml;ber einem Jahr Auseinandersetzung mit dem deutschen Konsulat in Beirut erhielten wir f&uuml;r den damals 15-j&auml;hrigen Mohamad Saria Alhakim ein humanit&auml;res Visum. Die Operation verlief erfolgreich und Mohamad besucht heute die Berufsschule unserer Kreisstadt. Aus seinen Unterlagen ging hervor, dass er vorher im &bdquo;Italienischen Krankenhaus&ldquo; in Damaskus untersucht worden war. Dieses Krankenhaus genie&szlig;t einen exzellenten Ruf und wird von von Don Bosco Schwestern geleitet. Mit ihnen nahmen wir Kontakt auf und boten unsere Hilfe an. Dabei waren wir zun&auml;chst &uuml;berrascht, wie offen sie die Rolle der Nato-Staaten bei der Finanzierung und Bewaffnung der Terrorgruppen ansprachen und wie entschieden sie sich f&uuml;r den Erhalt und die Einheit ihres s&auml;kularen Staates positionierten. Aber sie haben, wie sie uns berichteten, selbst die Einschl&auml;ge von M&ouml;rsern und Raketen erlebt, die von Nato-Staaten an die Terrorgruppen geliefert wurden. Sie leiden unter den Sanktionen, die sie zwingen, f&uuml;r den Kauf von Ger&auml;te, Ersatzteilen und Medikamenten oder die Entgegennahme von Spendengeldern in den Libanon zu reisen, da jeglicher Zahlungsverkehr mit Syrien von der EU unterbunden wurde.<\/p><p><strong>Eine Zusammenarbeit beginnt<\/strong><\/p><p>Zun&auml;chst sammelten wir das ben&ouml;tigte Geld, damit die v&ouml;llig veraltete und obsolete Wasserwiederaufbereitungsanlage des  Krankenhauses f&uuml;r die Dialyse erneuert werden konnte.  Anschlie&szlig;end vereinbarten wir im Sommer diesen Jahres mit der damaligen Leiterin des Krankenhauses, Schwester Anna Maria Scarzello, unser erstes gemeinsames Projekt: die Don-Bosco-Schwestern &uuml;bernahmen in ihren R&auml;umen die Ausbildung von 40 Frauen zu Schneiderinnen, wir die Kosten. In Damaskus gibt es unter den Fl&uuml;chtlingen viele Frauen, die alleine auf sich gestellt sind und den Lebensunterhalt f&uuml;r sich und ihre Kinder verdienen m&uuml;ssen. Mit einer Berufsausbildung als Schneiderin haben sie eine gute Chance, in verschiedensten Einrichtungen oder als Selbstst&auml;ndige Arbeit zu finden. Die erforderlichen Spenden zur Finanzierung des Projektes sammelten wir, indem wir mit Veranstaltungen, Presseberichten, Infost&auml;nden und Plakaten die Bev&ouml;lkerung in unserer Region informierten und um Unterst&uuml;tzung baten. Spenden haben uns auch einige Berichte auf Internetseiten gebracht. Inzwischen konnte die mehrmonatige Ausbildung der 40  Frauen erfolgreich beendet werden. Jede der Teilnehmerinnen erhielt zum Abschluss eine eigene N&auml;hmaschine als Geschenk, die wir ebenfalls aus den Spenden bezahlten. Diese Zusammenarbeit m&ouml;chten wir jetzt weiterf&uuml;hren.<\/p><p><strong>Humanit&auml;re Hilfe mit dem Kampf f&uuml;r die Aufhebung der Sanktionen und f&uuml;r den Abzug der Bundeswehr verbinden<\/strong><\/p><p>Ein gut durchdachtes wohl orchestriertes Trommelfeuer an Verleumdungen der syrischen Regierung, fokussiert auf die Person Bashar Assad, hat den Krieg der Nato-Staaten gegen Syrien von Beginn an begleitet. Dieses Trommelfeuer hat trotz der Erfahrungen mit der Kriegshetze im Fall Jugoslawien, Irak und Libyen auch in der Linken und der Friedensbewegung eine L&auml;hmung bewirkt: Obwohl die v&ouml;lkerrechtswidrige Bewaffnung, Ausbildung und das Einschleusen von Terrorgruppen nach Syrien und das gezielte Aushungern seiner Bev&ouml;lkerung durch die Sanktionen von Anfang an klar zeigten, dass es sich um einen Aggressionskrieg handelt, fehlt bis heute in unserem Lande eine breite Solidarit&auml;tsbewegung. Solidarit&auml;t und sichtbare Hilfe aber ist das, was die syrische Bev&ouml;lkerung braucht und auf das sie angesichts der Verbrechen, die die Nato-Staaten ihnen bis heute zuf&uuml;gen, Anspruch hat.<\/p><p>Die neue Leiterin des Krankenhauses, Carol Tahhan, ist eine geb&uuml;rtige Syrerin aus Aleppo. Ich habe die tatkr&auml;ftige Frau bei einem Besuch im Libanon vor wenigen Wochen pers&ouml;nlich  kennengelernt. Mit ihr haben wir unser neues Projekt vereinbart:<\/p><p>Die frisch ausgebildeten Schneiderinnen werden Winterkleidung f&uuml;r Kinder herstellen, die in wenigen Wochen an bed&uuml;rftige Familien in Damaskus verteilt wird. Die erste Anzahlung f&uuml;r den Ankauf von Stoffen und L&ouml;hne &uuml;ber 6.000 EUR haben wir bereits geleistet. In diesen Wochen sammeln wir intensiv weitere Spenden f&uuml;r dieses Projekt, bei dem Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen mit unmittelbarer humanit&auml;rer Hilfe verkn&uuml;pft ist.<\/p><p>Wir n&uuml;tzen die Spendensammlung aber auch, um immer wieder auf die Sanktionen hinzuweisen, mit denen Bundesregierung und EU nach wie vor die syrische Bev&ouml;lkerung aushungern und den Wiederaufbau blockieren m&ouml;chten. 6 von 10 Syrern leben heute in extremer Armut, 9 Millionen Syrer sind auf Lebensmittelhilfe angewiesen, Medikamente k&ouml;nnen nicht hergestellt werden, weil der Import von daf&uuml;r notwendigen Rohstoffen nicht m&ouml;glich ist. Die Sanktionen m&uuml;ssen endlich fallen! Beendet werden muss auch die milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung der &bdquo;Anti-Isis-Koalition&ldquo; durch die Bundeswehr. Die von den USA bewaffneten, ausgebildeten und gef&uuml;hrten Einheiten der sogenannten &bdquo;Demokratischen Kr&auml;fte Syriens&ldquo; sind dabei, dem Land im Dienste ihrer Herren und Zahlmeister in Washington die wichtigen &Ouml;lfelder &ouml;stlich des Euphrat zu rauben und damit dringend ben&ouml;tigte Gelder f&uuml;r den Wiederaufbau zu entziehen.<\/p><p>Gegen diese Kriegs- und Raubpolitik ist es notwendig, Solidarit&auml;t zu zeigen. Wer uns bei unserem Projekt unterst&uuml;tzen und konkrete Hilfe f&uuml;r die syrische Bev&ouml;lkerung leisten m&ouml;chte, den bitten wir um Spenden auf unser Konto bei der Sparkasse Pfaffenhofen, IBAN DE06 7215 1650 0008 0119 91, Stichwort &bdquo;<strong>Hilfe f&uuml;r Kinder in Damaskus<\/strong>&ldquo;. Gerne stellen wir als gemeinn&uuml;tziger Verein Spendenbescheinigungen f&uuml;r das Finanzamt aus. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Deutschland wie in anderen L&auml;ndern gibt es Menschen, die zupacken und sehr konkret Hilfe leisten. Auf die Aktion eines dieser Menschen wollen wir beispielhaft hinweisen, verbunden mit der Bitte um Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171128-Damaskus-.png\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/p>\n<p>Bernd Duschner und der mit ihm verbundene Verein &bdquo;Freundschaft mit Valjevo e.V&ldquo; haben sich in Syrien engagiert. 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