{"id":41306,"date":"2017-11-28T08:47:10","date_gmt":"2017-11-28T07:47:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306"},"modified":"2017-11-28T11:44:12","modified_gmt":"2017-11-28T10:44:12","slug":"hinweise-des-tages-3009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h01\">Glyphosat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h02\">Wir sind das parteigewordene schlechte Gewissen der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h03\">&Auml;rzte laufen Sturm gegen B&uuml;rgerversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h04\">Cyber Monday: Wer verdient am &ldquo;Cyber Monday&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h05\">Schlecker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h06\">&bdquo;Gute Banken&ldquo; statt M&auml;rkte f&uuml;r faule Kredite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h07\">Too big to regulate<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h08\">Kein Schengen-Status mehr f&uuml;r Griechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h09\">Acht Stunden sind ein Tag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h10\">Wir zementieren Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h11\">Versagen der Bundesregierung im Dieselskandal geht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h12\">RWE nutzt politisches Machtvakuum aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h13\">Chaos s&auml;en (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h14\">SDF Source Reveals Number of Coalition Personnel in Syria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h15\">Regierungsbildung: &ldquo;Eine Gro&szlig;e Koalition, die den Namen nicht verdient&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h16\">Die gro&szlig;e Konfusion der gro&szlig;en Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h17\">USA: So soll die Netzneutralit&auml;t abgeschafft werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41306#h18\">Libysche Sklaverei: ein Tag der Wut in Berlin!<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Glyphosat<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>SPD von Union entt&auml;uscht: Gro&szlig;er &Auml;rger wegen Deutschlands Ja zur Glyphosat-Zulassung<\/strong><br>\nDie EU-Mitgliedstaaten haben die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat um f&uuml;nf Jahre verl&auml;ngert.<br>\nAuch Landwirtschaftsminister Schmidt (CSU) stimmte als Vertreter der Bundesregierung in Br&uuml;ssel f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) kritisierte das Verhalten. Sie hatte sich dagegen ausgesprochen.<br>\nMitten in der Debatte um eine Neuauflage der gro&szlig;en Koalition hat SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks ihrem CSU-Kollegen Christian Schmidt Vertrauensbruch vorgeworfen. Sie habe noch am Montag gegen&uuml;ber dem Landwirtschaftsminister erkl&auml;rt, sie sei &bdquo;mit einer Verl&auml;ngerung der Zulassung von Glyphosat weiterhin nicht einverstanden&ldquo;. Dennoch habe der Vertreter des Landwirtschaftsministeriums in Br&uuml;ssel f&uuml;r eine Verl&auml;ngerung gestimmt &ndash; wer an &bdquo;Vertrauensbildung zwischen Gespr&auml;chspartnern interessiert&ldquo; sei, k&ouml;nne sich so nicht verhalten, erkl&auml;rte Hendricks.<br>\nDie EU-Mitgliedstaaten stimmten daf&uuml;r, die Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichters um f&uuml;nf Jahre zu verl&auml;ngern. 18 der 28 EU-L&auml;nder votierten f&uuml;r einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission, neun Staaten votierten dagegen, einer enthielt sich. Deutschland stimmte f&uuml;r die Zulassungsverl&auml;ngerung, anstatt sich wie bisher zu enthalten.<br>\nHendricks erkl&auml;rte, sie habe genau zwei Stunden vor Beginn des Ausschusses in Br&uuml;ssel mit Schmidt telefoniert und sich eindeutig ge&auml;u&szlig;ert. Knapp 40 Minuten sp&auml;ter habe Schmidt per SMS best&auml;tigt, dass der Dissens zwischen beiden Ministerien bestehen bleibe. Im Ausschuss stimmte der Vertreter des Landwirtschaftsministeriums dann aber gegen diese Abmachung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article171010504\/Grosser-Aerger-wegen-Deutschlands-Ja-zur-Glyphosat-Zulassung.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Von der Union &ldquo;entt&auml;uscht&rdquo;? Die CSU hat die SPD-Haltung verabredungswidrig einfach ignoriert. Ein echter Vertrauensbeweis und ein Superstart in die n&auml;chste Gro&szlig;e Koalition.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>F&uuml;nf verschwendete Jahre<\/strong><br>\nDass das umstrittene Pestizid Glyphosat f&uuml;nf weitere Jahre zugelassen werde, sei verschwendete Zeit, kommentiert Jule Reimer. Denn in dieser Zeit w&uuml;rden die vielen EU-Staaten wieder nicht ausreichend nach Alternativen forschen. Glyphosat sei so billig, dass f&uuml;r viele Landwirte kein Anreiz bestehe, etwas zu &auml;ndern.<br>\nDa traut sich einer Konfrontation, das muss man Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt lassen. Zum Kollegialprinzip einer Regierung geh&ouml;rt: Wenn zwei Ministerien bei EU-Themen unterschiedlicher Ansicht sind, dann enth&auml;lt sich die Bundesregierung in Br&uuml;ssel der Stimme. Bis heute. Im Alleingang hat Schmidt jetzt Geschichte geschrieben. Denn ohne das Ja des Abstimmungsschwergewichts Deutschland w&auml;re eine Zulassungsverl&auml;ngerung f&uuml;r das Pestizid auf EU-Ebene keinesfalls ein Selbstl&auml;ufer gewesen. F&uuml;nf weitere Jahre Glyphosat &ndash; und ein Ende ist nicht abzusehen.<br>\nNoch nicht einmal mit der Auflage des Auslaufens mochte Bundesminister Schmidt &ndash; oder besser gesagt die CDU\/CSU-Kollegen der Bundesregierung ihre Stimme verbinden. Dieses Auslaufen als Preis f&uuml;r eine f&uuml;nfj&auml;hrige Verl&auml;ngerung hatte die Mehrheit im Europ&auml;ischen Parlament gefordert, der die Gerichtsklagen von 3500 an Krebs erkrankten US-Farmern gegen Monsanto zu denken gaben. Vielleicht wird Glyphosat ja auch noch vor Gericht zu Fall gebracht, denn schon an der Legalit&auml;t fr&uuml;herer Zulassungsverl&auml;ngerungen sind m&ouml;glicherweise Zweifel angebracht. Das sagt nicht irgendwer, sondern Corinne Lepage, franz&ouml;sische Ex-Umweltministerin und anerkannte Verwaltungsjuristin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/glyphosat-fuenf-verschwendete-jahre.720.de.html?dram:article_id=401732\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Glyphosat wird zum Vertrauensvernichter<\/strong><br>\nWussten die Kanzlerin und CSU-Chef Seehofer, was der Landwirtschaftsminister plante? Von der Frage, ob Christian Schmidt im Alleingang das Glyphosat-Ja beschloss, h&auml;ngt viel ab.<br>\nChristian Schmidt ist ein Landwirtschaftsminister, von dem wenig bis nichts in Erinnerung geblieben w&auml;re, wenn er bis Montag Mittag seinen R&uuml;cktritt eingereicht h&auml;tte. Dann aber lie&szlig; er pl&ouml;tzlich seinen Vertreter in Br&uuml;ssel f&uuml;r die Verl&auml;ngerung des Herbizids Glyphosat stimmen. Der Alleingang des CSU-Ministers ist ein starkes St&uuml;ck und zeigt zugleich die Schw&auml;che der gesch&auml;ftsf&uuml;hrenden Bundesregierung. Ungef&auml;hr im selben Tempo, in dem Glyphosat Unkraut vernichtet, hat Christian Schmidt damit Vertrauen zwischen Union und SPD zerst&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/regierungsbildung-glyphosat-wird-zum-vertrauensvernichter-1.3768897\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><strong>Mitgift f&uuml;r die Gro&szlig;e Koalition<\/strong><br>\nDeutschland hat trotz Absprachen zwischen Union und SPD der Verl&auml;ngerung der Glyphosatzulassung zugestimmt. Dreistigkeit darf nicht siegen.<br>\nWenn man das Einhalten von Regeln und Absprachen als b&uuml;rgerliche Tugend betrachtet, dann hat sich die CSU am Montag endg&uuml;ltig aus dem Kreis der b&uuml;rgerlichen Parteien verabschiedet. Gegen das erkl&auml;rte Votum von SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks hat das von CSU-Mann Christian Schmidt gef&uuml;hrte Landwirtschaftsministerium in Br&uuml;ssel f&uuml;r die Verl&auml;ngerung der Genehmigung f&uuml;r das umstrittene Ackergift Glyphosat gestimmt &ndash; und damit erst eine Mehrheit unter den EU-Staaten erm&ouml;glicht.<br>\nDabei sind die Regularien der Bundesregierung klar: Wenn sich das Kabinett nicht einigen kann, muss sich Deutschland in Br&uuml;ssel enthalten. Dar&uuml;ber hat sich Schmidt einfach hinweggesetzt &ndash; wohl in der Annahme, dass ihm die Dankbarkeit der Agrarindustrie mehr n&uuml;tzt, als ihm der &Auml;rger der Bev&ouml;lkerung schadet. Und mutma&szlig;lich in der Hoffnung, dass dieses Vorgehen bei einer Regierung, die ohnehin nur noch gesch&auml;ftsf&uuml;hrend im Amt ist, keine gro&szlig;en Konsequenzen haben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Kommentar-Glyphosat-Entscheidung\/!5466467\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wir sind das parteigewordene schlechte Gewissen der SPD<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht &uuml;ber Machtk&auml;mpfe, Politikertypen und die SPD<br>\nMit Sahra Wagenknecht hat Florian R&ouml;tzer im Saarland Ende Mai ausf&uuml;hrlich gesprochen. Daraus ist das im Westendverlag erschienene Buch &ldquo;Couragiert gegen den Strom: &Uuml;ber Goethe, die Macht und die Zukunft&rdquo; entstanden, das umfassend vermittelt, welche Positionen von der Politik &uuml;ber die Wirtschaft, die Digitalisierung (Sahra Wagenknecht &uuml;ber die Digitalisierung) bis hin zur Kultur und Kunst die Spitzenpolitikerin der Linken einnimmt und wie sie dies begr&uuml;ndet. Dabei ging es auch um die Machtk&auml;mpfe zwischen Sigmar Gabriel und Martin Schulz und um die schwierigen Beziehungen zwischen der Linken und der SPD. (&hellip;)<br>\nWie Labour unter Blair hatte auch die SPD mit Gerhard Schr&ouml;ders Agenda 2010 ihre sozialdemokratische Seele verkauft. Seither macht sie Politik gegen ihre klassischen W&auml;hlergruppen, gegen Arbeitnehmer, Rentner, Arbeitslose. Und seither laufen ihr verst&auml;ndlicherweise W&auml;hler und Mitglieder weg. Die, die von ihrer Politik profitiert haben, Spitzenverdiener, die Inhaber gro&szlig;er Unternehmen oder schwerer Aktienpakete, die w&auml;hlen sie ohnehin nicht.<br>\nIch erinnere mich noch an diese traurige Rede von Frank-Walter Steinmeier vor einer Tagung der Arbeitgeberverb&auml;nde und Wirtschaftsbosse, wo er die Anwesenden fast schon kl&auml;glich fragte: Wieso seid ihr eigentlich so gegen uns, wir haben doch die Steuergesetze in eurem Interesse ver&auml;ndert, wir haben so viel f&uuml;r Euch getan wie keine andere Partei. Das war ungewollt ehrlich, aber gerade deshalb so traurig.<br>\nNat&uuml;rlich, wenn die SPD sich wieder st&auml;rker sozial ausrichten, wenn sie etwa zur Politik Willy Brandts zur&uuml;ckkehren w&uuml;rde, dann w&uuml;rde sie von den M&auml;chtigen und Superreichen bek&auml;mpft. Das war bei Brandt seinerzeit ja genauso. Aber es scheint so, als sei bei denen, die heute in der SPD das Sagen haben, die Bereitschaft, so einen Kampf durchzustehen, v&ouml;llig verloren gegangen. An der Basis gibt es sicherlich noch viele engagierte Sozialdemokraten, aber sie haben anscheinend wenig Einfluss auf die Politik der SPD-F&uuml;hrung.<br>\nEine Ver&auml;nderung der Politik w&uuml;rde wohl vernehmlich eine Ann&auml;herung an die LINKE bedeuten. In der SPD scheint es aber eine Abgrenzungshysterie zur LINKEN zu geben. Das hat man eben im Saarland wieder einmal sehen k&ouml;nnen. Schon bei der geringsten Andeutung einer Ann&auml;herung entwickelt die SPD Panik. Was ist aus Ihrer Sicht der Grund daf&uuml;r?<br>\nSahra Wagenknecht: Wir sind das parteigewordene schlechte Gewissen der SPD, denn wir stehen f&uuml;r die Ziele, von denen die meisten SPD-Mitglieder und auch die Funktion&auml;re wissen, dass das fr&uuml;her ihre Ziele waren. Deswegen sind die Diskussionen so absurd. Wenn die LINKE die Wiederherstellung des Sozialstaates, das Zur&uuml;ckdr&auml;ngen schlecht bezahlter, unsicherer Jobs oder einen h&ouml;heren Mindestlohn verlangt, sind das alles klassisch sozialdemokratische Forderungen, die die SPD einmal vertreten und in ihrem Programm hatte. Das wissen sowohl die Mitglieder, als auch die Funktion&auml;re der SPD.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wir-sind-das-parteigewordene-schlechte-Gewissen-der-SPD-3901936.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Auml;rzte laufen Sturm gegen B&uuml;rgerversicherung<\/strong><br>\nMit heftigen Protesten haben &Auml;rzteverb&auml;nde auf SPD-Forderungen nach einer B&uuml;rgerversicherung reagiert. &ldquo;Wer die B&uuml;rgerversicherung will, der startet den Turbolader in die Zwei-Klassen-Medizin&rdquo;, sagte Bundes&auml;rztekammer-Pr&auml;sident Frank-Ulrich Montgomery. (&hellip;)<br>\nBei m&ouml;glichen Verhandlungen &uuml;ber eine Neuauflage der gro&szlig;en Koalition sei eine B&uuml;rgerversicherung ein &ldquo;zentrales Anliegen&rdquo; seiner Partei, sagte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo;. Weiterhin forderte der SPD-Fraktionsvize die Bek&auml;mpfung von Altersarmut und Korrekturen mit Blick auf geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung.<br>\n&ldquo;Wir wollen eine B&uuml;rgerversicherung mit einem gemeinsamen Versicherungsmarkt ohne Zwei-Klassen-Medizin&rdquo;, sagte Lauterbach. Sollte in diesen Gerechtigkeitsfragen keine Einigkeit erzielt werden, gebe es &ldquo;nicht den Hauch einer Chance, dass die SPD-Mitglieder einem Koalitionsvertrag zustimmen w&uuml;rden&rdquo;.<br>\nVerhandlungen mit der Union sprechen Lauterbach zufolge nicht &ldquo;automatisch&rdquo; f&uuml;r eine Regierungsbeteiligung. CDU und CSU m&uuml;ssten vielmehr bereit sein, &ldquo;sich zu bewegen&rdquo; und der SPD inhaltlich entgegenzukommen. Die Wahrscheinlichkeit f&uuml;r eine weitere gro&szlig;e Koalition sehe er bei &ldquo;50 zu 50, keineswegs h&ouml;her&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/groko-spd-fordert-buergerversicherung-aerzte-laufen-sturm-a-1180515.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sollte das Thema B&uuml;rgerversicherung tats&auml;chlich der &ldquo;Knackpunkt&rdquo; der Gespr&auml;che von SPD und Union sein? Oder wird hier lediglich ein Thema &ldquo;hoch gekocht&rdquo; &ndash; vergleichbar mit dem Mindestlohn in 2013? Nicht auszuschlie&szlig;en ist ein Kompromi&szlig;, der z.B. &auml;hnlich l&ouml;chrig ist wie der derzeitige, angeblich fl&auml;chendeckende gesetzliche Mindestlohn. Sp&auml;ter d&uuml;rfte es dann erneut hei&szlig;en: &ldquo;Wir wollen ja etwas verbessern, aber die Vereinbarung l&auml;&szlig;t das nun nicht zu&rdquo;. &Uuml;brigens: Der Wandel des Frank-Ulrich Montgomery vom Vorsitzenden der &Auml;rztegewerkschaft Marburger Bund zum Pr&auml;sident des Bundes&auml;rztekammer ist schon bemerkenswert: Flexibilt&auml;t bzw. Wandlungsf&auml;higkeit zahlen sich offenbar aus. Das ist eine Gemeinsamkeit, die er mit zu vielen SPD-Spitzenfunktion&auml;ren teilt, oder? Blo&szlig; nichts unternehmen, was der Mehrheit der Bev&ouml;lkerung wirklich nutzen k&ouml;nnte &hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nicht &bdquo;die &Auml;rzte&ldquo; laufen Sturm, sondern &bdquo;ein &Auml;rztefunktion&auml;r&ldquo;, der erkennbar weder das Allgemeinwohl, noch das Gesundheitssystem, sondern die Partikularinteressen &bdquo;der &Auml;rzte&ldquo; im Sinn hat. Und selbst das ist noch falsch. Es geht nicht um die gesamte &Auml;rzteschaft, sondern um eine kleine, privilegierte Gruppe der Ober- und Chef&auml;rzte und einiger gut aufgestellter Fach&auml;rzte mit Praxen im st&auml;dtischen Raum, die momentan ungemein vom aktuellen System profitieren und verst&auml;ndlicherweise kein Interesse an Ver&auml;nderungen haben. Darauf muss SPIEGEL Online seine Leser eigentlich hinweisen. Zusammen mit der &Uuml;berrschrift ist dies hoch manipulativ.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Cyber Monday: Wer verdient am &ldquo;Cyber Monday&rdquo;?<\/strong><br>\nIGB: &ldquo;Stoppt die Gier der Konzerne!&rdquo; &ndash; 50$-Lohnerh&ouml;hung f&uuml;r Arbeiter in der Lieferkette w&auml;ren f&uuml;r viele Konzerne eigentlich kein Problem\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171128hdt-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Internationale Konzerne machen mit ihren Produkten Milliarden-Gewinne. Doch die Arbeiter entlang der Produktionskette schuften oft unter gef&auml;hrlichen Arbeitsbedingungen &ndash; und f&uuml;r L&ouml;hne, die kaum oder gar nicht zum Leben reichen. Dabei k&ouml;nnten sich die Konzerne deutliche Lohnerh&ouml;hungen problemlos leisten. Das zeigt eine Untersuchung des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++b65196c6-a9ad-11e7-88af-525400e5a74a\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> K&auml;mpft der DGB nun schon f&uuml;r die Kollegen in China? Deren L&ouml;hne dort sind in den letzten Jahren zumindest &ndash; anders als in Deutschland &ndash; gestiegen.<\/em><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171128-hdt-02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171128-hdt-02-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p><em>Die durchschnittlichen Bruttomonatsl&ouml;hne st&auml;dtischer Arbeiter, um die es bei der DGB-Anzeige offenbar geht, liegen bei rund 778 US$ &ndash; in den Metropolen Beijing und Shanghai werden sogar Werte von mehr als 1.300 US$ erzielt. Damit liegen die chinesischen L&ouml;hne im Schnitt &uuml;brigens deutlich h&ouml;her als im EU-Staat Bulgarien. Die modernen Sweatshops stehen zum gro&szlig;en Teil nicht mehr in China, sondern in wirtschaftsliberaleren Staaten wie Kambodscha, Vietnam oder Myanmar.<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist zwar sch&ouml;n, dass der DGB auch im globalen Ma&szlig;stab denkt. Ich habe jedoch auch den Eindruck, dass derlei Symbolpolitik nur davon ablenken soll, dass die DGB-Gewerkschaften im eigenen Lande viel zu handzahm sind. Nichtsdestotrotz ist die Kritik an Amazon\/Bezos nat&uuml;rlich richtig und wichtig. Es w&auml;re jedoch f&uuml;r den DGB glaubw&uuml;rdiger, wenn er dies mit einer Kampagne f&uuml;r die deutschen Amazon-Mitarbeiter verkn&uuml;pfen w&uuml;rde, die sich ja im permanenten Arbeitskampf gegen Amazon befinden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schlecker<\/strong><br>\nEx-Drogeriek&ouml;nig Anton Schlecker hat jahrzehntelang seine Branche dominiert. Dem H&ouml;henflug folgte im Jahr 2012 der tiefe Fall: Schlecker musste Insolvenz anmelden, Tausende verloren ihren Job. Nun hat das Landgericht Stuttgart den 73-J&auml;hrigen wegen Bankrotts zu einer Bew&auml;hrungsstrafe von zwei Jahren und einer Geldstrafe verurteilt. Seine Kinder Lars und Meike m&uuml;ssen wegen Beihilfe zum Bankrott sogar ins Gef&auml;ngnis. Das Handelsblatt erz&auml;hlt in diesem Multimedia-Special die au&szlig;ergew&ouml;hnliche Geschichte eines Mannes, der bis zum bitteren Ende an ein &Uuml;berleben seines Firmenimperiums geglaubt haben will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tool.handelsblatt.com\/specials\/schlecker\/\">Handelsblatt Tool<\/a>\n<p><strong>dazu: Warum die Urteile so verschieden sind<\/strong><br>\nBew&auml;hrungsstrafe f&uuml;r Anton Schlecker, fast drei Jahre Haft dagegen f&uuml;r seine beiden Kinder &ndash; so endet vorerst der Prozess um die Insolvenz der Drogeriekette. Wieso fallen die Urteile so unterschiedlich aus?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/urteil-schlecker-faq-103.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Das Urteil im Schlecker-Prozess ist ungerecht<\/strong><br>\nDer Hauptangeklagte Anton Schlecker kommt mit einer Bew&auml;hrungsstrafe davon. Offenbar konnte sich der fr&uuml;here Drogerie-K&ouml;nig vor zwei Wochen freikaufen.<br>\nDas Urteil im Schlecker-Prozess ist &uuml;berraschend und ungerecht. &Uuml;berraschend, weil Lars und Meike Schlecker ins Gef&auml;ngnis m&uuml;ssen, w&auml;hrend der eigentliche Hauptangeklagte, ihr Vater Anton Schlecker, mit einer Bew&auml;hrungsstrafe davonkommt. Damit entsteht erstens der Eindruck, dass sich der heute 73 Jahre alte Anton Schlecker mit den vier Millionen Euro, die er und seine Familie vor zwei Wochen an den Insolvenzverwalter gezahlt haben, freikaufen konnte. Zweitens bleibt das ungute Gef&uuml;hl, dass damit die Tat eines skrupellosen und obendrein auch im Nachhinein uneinsichtigen T&auml;ters nicht angemessen bestraft wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/insolvente-drogerie-kette-das-urteil-im-schlecker-prozess-ist-ungerecht-1.3767519\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Gute Banken&ldquo; statt M&auml;rkte f&uuml;r faule Kredite<\/strong><br>\n&bdquo;Der Vorschlag der EZB, den Handel mit faulen Krediten zu beleben, ist wie die Legalisierung des Verkaufs von Dynamit. Nach den &sbquo;bad banks&lsquo; brauchen wir in der EU nicht auch noch &sbquo;bad markets&lsquo;, sondern endlich &sbquo;gute Banken&lsquo;&ldquo;, kommentiert der Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi (DIE LINKE) eine Studie der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), die f&uuml;r die Schaffung von Handelspl&auml;tzen zum Abbau des Milliardenbergs an faulen Krediten in der Eurozone eintritt. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Es r&auml;cht sich, dass der Bankensektor in der EU &ndash; anders als in den USA &ndash; nach der Finanzkrise nicht grundlegend neu geordnet wurde. So schlummern weiter circa eine Billion Euro an faulen Krediten in den Bankbilanzen, vor allem in S&uuml;deuropa, aber beispielsweise auch bei der HSH Nordbank.<br>\nDie K&uuml;rzungspolitik der vergangenen Jahre hat die Rezession vertieft und so das Problem versch&auml;rft. Sie muss beendet werden, damit die Wirtschaft in der Eurozone wieder in Schwung kommt. Dann k&ouml;nnen Hausbesitzer wieder ihre Hypotheken bedienen, Unternehmen werden wieder investieren und Banken finden wieder solide Kreditnehmer.<br>\nSchrottkredite m&uuml;ssen abgeschrieben werden. Die Verluste m&uuml;ssen Bankeigent&uuml;mer und institutionelle Gl&auml;ubiger &uuml;ber das Bail-in tragen, wobei Kleinsparer in vollem Umfang gesch&uuml;tzt werden m&uuml;ssen. Systemische Risiken sollten nur in Ausnahmef&auml;llen &uuml;ber die Notenbank bereinigt werden, bei strikter &ouml;ffentlicher Aufsicht und Kontrolle der betreffenden Institute. Da Zentralbanken frei bilanzieren k&ouml;nnen und &uuml;ber Seigniorage-Gewinne verf&uuml;gen, kostet das nichts. Zudem m&uuml;ssen Mega-Banken wie die Deutsche Bank aufgespalten und das Investmentbanking vom seri&ouml;sen Kredit- und Einlagengesch&auml;ft getrennt werden, um systemische Risiken bzw. die Staatshaftung der Steuerzahler zu beenden. Es ist skandal&ouml;s dass die EU Kommission die Initiative f&uuml;r eine solche Bankenstrukturreform unter dem Druck der Lobbyisten wieder kassiert hat.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/gute-banken-statt-maerkte-fuer-faule-kredite\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Too big to regulate<\/strong><br>\nDie EU-Kommission ist vor der Bankenlobby eingeknickt. Vergangenen Monat hat sie ihren eigenen Vorschlag zur Trennung der verschiedenen Gesch&auml;ftsaktivit&auml;ten der gro&szlig;en Geldh&auml;user verworfen.<br>\nVom wohl gr&ouml;&szlig;ten Sieg der Bankenlobby im Kampf gegen sch&auml;rfere Vorschriften seit Ausbruch der Finanzkrise und der gleichzeitig gr&ouml;&szlig;ten Niederlage f&uuml;r Steuerzahler wurde kaum Notiz genommen &ndash; zu Unrecht. Vergangenen Monat trug die Europ&auml;ische Kommission ihren eigenen Gesetzesvorschlag zur Trennung der verschiedenen Gesch&auml;ftsaktivit&auml;ten unter dem Dach von Too-big-to-fail-Banken zu Grabe &ndash; einer der ehrgeizigsten und wichtigsten Reformvorschl&auml;ge in der Folge der Finanzkrise. Wohlweislich hatte der ehemalige EU-Finanzkommissar Michel Barnier vor knapp vier Jahren, als er den Gesetzesvorschlag unterbreitete, zeitweise seinen Mitarbeitern verboten, sich mit Finanzlobbyisten zu treffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/gastwirtschaft\/finanzwirtschaft-too-big-to-regulate-a-1394693\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Kein Schengen-Status mehr f&uuml;r Griechen<\/strong><br>\nPassagiere aus Griechenland werden seit dem 12. November auf deutschen Flugh&auml;fen streng kontrolliert, nach Protesten sollen jetzt nur noch die Ausweise kontrolliert werden<br>\nDeutsche Medien melden, dass innerhalb der ersten zehn Monate des Jahres &uuml;ber griechische Flugh&auml;fen bei Stichproben 1000 illegal Einreisende aufgegriffen wurden. F&uuml;r Innenminister Thomas de Maizi&egrave;re ist es Anlass genug, Konsequenzen zu ziehen. Und die sind heftig. Passagiere aus Griechenland werden seit dem 12. November und mindestens f&uuml;r die Dauer der n&auml;chsten Monate streng kontrolliert. Dabei werden sie bislang weder wie Staatsangeh&ouml;rige eines Schengen-Staats, noch wie Reisende aus Drittstaaten wie der T&uuml;rkei behandelt.<br>\nDie Einf&uuml;hrung der Ma&szlig;nahme mag in Deutschland nicht sonderlich beachtet worden sein, in Griechenland sorgte sie f&uuml;r geh&ouml;rige Aufregung. So gibt es Berichte, dass aus Griechenland &uuml;ber Deutschland zu anderen Zielen reisendende Passagiere ihre Anschlussfl&uuml;ge verpassten. Die Kontrollen dauerten zu lange.<br>\nDie Passagiere wurden, so berichten Augenzeugen, nur aus dem Hinterausgang der Flugzeuge heraus gelassen. Dass sich &uuml;ber solche Verz&ouml;gerungen vor allem die Passagiere der Business-Class &auml;rgern, die f&uuml;r ihr Ticket und die bevorzugte Behandlung bei Start und Landung nicht unerheblich drauf gezahlt haben, mag sich jeder vorstellen. &Auml;rger gab es jedoch auch von Seiten der griechischen Polizei. Diese n&auml;mlich f&uuml;hlte sich get&auml;uscht. In Presseberichten aus Deutschland hie&szlig; es, dass in Griechenland 3200 Reisende nach Deutschland mit falschen P&auml;ssen aufgegriffen wurden. Dabei h&auml;tten die in Griechenland stationierten deutschen Beamten mitgewirkt, hie&szlig; es.<br>\nTats&auml;chlich, so erfuhren die &uuml;berraschten Griechen eher zuf&auml;llig mit Anlass der Berichterstattung &uuml;ber die Grenzkontrollen in Deutschland, sind deutsche Polizeibeamte seit 2012 in Griechenland pr&auml;sent. Zun&auml;chst hatte B&uuml;rgerschutzminister Nikos Toskas nur von einer &ldquo;seit Kurzem&rdquo; bestehenden Pr&auml;senz der deutschen Polizei an den griechischen Flugh&auml;fen gesprochen. Wobei &ldquo;griechische Flugh&auml;fen&rdquo; eigentlich kaum als Beschreibung zutrifft. Die internationalen Regionalflugh&auml;fen des Landes sind im Besitz der halbstaatlichen deutschen FraPort, der Gro&szlig;flughafen von Athen, Eleftherios Venizelos, ist bereits seit seinem Bau im Besitz internationaler Konsortien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kein-Schengen-Status-mehr-fuer-Griechen-3901726.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Acht Stunden sind ein Tag<\/strong><br>\nDie Arbeitgeber fordern eine Reform des Arbeitszeitgesetzes. Im Zentrum steht dabei eine der wichtigsten Errungenschaften der Gewerkschaften<br>\nWenn die Vertreter der Arbeitgeberlobby &uuml;ber Flexibilisierung sprechen, muss man wachsam sein. Vor zwei Jahren ver&ouml;ffentlichte die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverb&auml;nde (BDA) ein Positionspapier zur Digitalisierung der Arbeitswelt, in dem sie behauptete, die gesetzlichen Arbeitszeitregelungen in Deutschland seien zu starr und unbeweglich. Die Industrie 4.0 brauche flexiblere Arbeitszeiten, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu k&ouml;nnen. Inzwischen beschr&auml;nken sich die Vertreter der Arbeitgeber nicht mehr auf das Schreiben von Thesenpapieren, sondern mischen lautstark in der politischen Debatte mit. In der hei&szlig;en Phase des Bundestagswahlkampfs meldete sich Arbeitgeberpr&auml;sident Ingo Kramer mit der medienwirksam markigen &Auml;u&szlig;erung zu Wort, Arbeitszeitgesetze aus dem vorigen Jahrhundert seien nicht geeignet, um den Herausforderungen der Digitalisierung zu begegnen. Es wird zum Sturm auf den Acht-Stunden-Tag geblasen, der 1994 im Arbeitszeitgesetz festgelegt wurde. Schon in diesem Gesetz gibt es Ausnahmeregelungen, bis zu zehn Stunden am Tag d&uuml;rfen gearbeitet werden, aber der Acht-Stunden-Tag ist der Ma&szlig;stab f&uuml;r die Bemessung der Arbeitszeit und ihre Bezahlung.<br>\nDie Arbeitgeber fordern nun, den Acht-Stunden-Tag als Grundregel abzuschaffen und nur noch die Wochenarbeitszeit zu begrenzen. Auch die gesetzlich vorgeschriebene Ruhezeit von elf Stunden zwischen zwei Arbeitstagen m&ouml;chten die Arbeitgeber verk&uuml;rzen. In den meisten Vollzeitvertr&auml;gen ist zurzeit von 40 Stunden Wochenarbeitszeit die Rede, die gesetzliche Grenze liegt bei 48 Stunden, in Ausnahmen sind aber auch 60 Stunden m&ouml;glich. P&uuml;nktlich zum Beginn der entscheidenden Phase der Jamaika-Sondierung durfte sich die Arbeitgeberlobby &uuml;ber prominente Unterst&uuml;tzung freuen. (&hellip;)<br>\nChristian Lindner begr&uuml;ndete den Ausstieg seiner FDP aus der Sondierung denn auch unter anderem damit, dass es Streit um die Arbeitszeitgesetze gegeben habe. Ziel der Partei ist es, der Arbeitszeit ein Update zu verpassen &ndash; so klingt es, wenn Lindners neue FDP eine Attacke auf die Rechte der Erwerbst&auml;tigen verklausuliert. Das Arbeitszeitgesetz stamme aus einer Zeit, in der es weder Slack noch Skype gab, sagte Linder zu Wahlkampfzeiten im allersch&ouml;nsten Start-up-Sprech. &bdquo;Strenge Arbeitsschutzregelungen sollten liberalisiert werden. Wir brauchen keinen Staat, der den Neigungswinkel der heimischen Schreibtischlampe festlegt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/martina-mescher\/acht-stunden-sind-ein-tag\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wir zementieren Ungleichheit<\/strong><br>\nDie soziale Herkunft bestimmt in Deutschland immer noch die Aufstiegschancen, beklagt die Soziologin Jutta Allmendinger. Und erkl&auml;rt, wie eine k&uuml;nftige Bundesregierung das &auml;ndern k&ouml;nnte.<br>\nSZ: Deutschland geh&ouml;rt zu den reichsten Industrienationen der Welt; der Sozialetat im Haushalt war noch nie so gro&szlig; wie heute. Leben Sie in einem sozial gerechten Land?<br>\nJutta Allmendinger: Nein.<br>\nWarum nicht?<br>\nWeil wir auf sehr unterschiedlichen Gebieten immer weiter auseinanderdriften. Wir sehen, dass die Distanz zwischen chancenreichen und chancenarmen Kindern immer gr&ouml;&szlig;er wird. Zwischen Kindern, die blendend gut ausgebildet werden, die viel im Ausland sind, zig Zusatzausbildungen und Praktika machen &ndash; und Kindern, die kaum Bildung mitbekommen, zur&uuml;ckfallen, h&auml;ngen bleiben, wom&ouml;glich keine Ausbildung abschlie&szlig;en. Wir sehen riesige Probleme bei der Ungleichheit im Gesundheitswesen. Einige, die reich sind, k&ouml;nnen sich jedes Medikament leisten, andere m&uuml;ssen hoffen, ausreichend versorgt zu werden. Wir sehen, dass Leute ganz unterschiedlich wohnen, weil alle Mietpreisbremsen nicht funktionieren. Und wir sehen, dass die Leute mit niedrigem Bildungsstand und niedrigem Einkommen keine Aussicht darauf haben, aus diesen Schichten aufzusteigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/interview-mit-jutta-allmendinger-wir-zementieren-ungleichheit-1.3763802\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Versagen der Bundesregierung im Dieselskandal geht weiter<\/strong><br>\n&bdquo;Das totale Versagen der Bundesregierung im Dieselskandal geht weiter. Gro&szlig;e Ank&uuml;ndigungen und finanzielle Versprechen wurden gemacht, umgesetzt wurde fast nichts. So warten die Kommunen weiter auf verl&auml;ssliche Zusagen, welche Ma&szlig;nahmen in welcher H&ouml;he aus dem vorgesehenen Fonds &sbquo;Nachhaltige Mobilit&auml;t f&uuml;r die Stadt&lsquo; finanziert werden&ldquo;, erkl&auml;rt die Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Ingrid Remmers, anl&auml;sslich des morgigen Dieselgipfels. Remmers weiter:<br>\n&bdquo;Auch von der angek&uuml;ndigten Milliarde Euro ist bisher nur ein kleiner Bruchteil im Fonds wirklich vorhanden. Nur mit einem deutlichen Machtwort kann die Autoindustrie dazu gebracht werden, ihre Verpflichtungen auch einzuhalten. Die Zeit der entspannten Raute ist vorbei.<br>\nDie Kommunen werden das Problem von Schadstoffen in der Luft nicht alleine l&ouml;sen k&ouml;nnen. Die Autoindustrie muss jetzt endlich liefern. Autos &sbquo;made in Germany&lsquo; m&uuml;ssen auch auf der Stra&szlig;e die Grenzwerte einhalten. Das sch&uuml;tzt die Gesundheit der Bev&ouml;lkerung und verhindert Fahrverbote.<br>\nDer vorgesehenen Fonds &sbquo;Nachhaltige Mobilit&auml;t f&uuml;r die Stadt&lsquo; kann aus Sicht der Fraktion DIE LINKE nur ein erster Schritt f&uuml;r den Umbau unserer St&auml;dte zugunsten aktiver Verkehrsarten sein. Der Rad- und Fu&szlig;verkehr bringt Lebensqualit&auml;t zur&uuml;ck in die St&auml;dte, daf&uuml;r sind aber mehr Platz und eine bessere Infrastruktur erforderlich. Der finanzielle Aufwand daf&uuml;r ist allerdings deutlich h&ouml;her. Die neue Bundesregierung muss daf&uuml;r Mittel bereitstellen.<br>\nDie Beschaffung sauberer Fahrzeuge sowie die Nachr&uuml;stung von Systemen f&uuml;r die Luftreinhaltung sollten in einem eigenen F&ouml;rderprogramm erfolgen. Daf&uuml;r brauchen die Kommunen sehr schnell Klarheit, was und in welchem Umfang gef&ouml;rdert wird. Wenn jetzt nicht endlich entschieden gehandelt wird, sterben und erkranken weiterhin Menschen an den Folgen von Luftverschmutzungen, drohen Fahrverbote und Strafzahlungen an die EU.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/versagen-der-bundesregierung-im-dieselskandal-geht-weiter\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>RWE nutzt politisches Machtvakuum aus<\/strong><br>\nDer Hambacher Wald droht weiterhin den Baggern von RWE zum Opfer zu fallen, denn am Freitag wurde die Klage des Bund f&uuml;r Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen den Tagebau Hambach abgewiesen. Allerdings ist das noch nicht die letzte Entscheidung in der Sache. Der Energiekonzern RWE hatte in der aktuellen Verhandlung ein Vergleichsangebot des Gerichts abgelehnt, welches den Hambacher Wald verschont h&auml;tte trotz Fortf&uuml;hrung der Braunkohlenf&ouml;rderung. Dazu erkl&auml;ren Attac, die Klima-Allianz Deutschland und 50 weitere Organisationen:<br>\nWaldrodung aussetzen!<br>\n&ldquo;Wir fordern den Energiekonzern RWE auf, die Rodungssaison 2017\/2018 im Hambacher Wald auszusetzen. Der Erhalt des Hambacher Waldes ist ein Symbol daf&uuml;r, dass Deutschland das Pariser Klimaabkommen ernst nimmt. Der Klimawandel zerst&ouml;rt zunehmend die Lebensgrundlagen der Menschen vor allem in armen L&auml;ndern und versch&auml;rft Hunger und Armut. Gerade im Rheinischen Braunkohlerevier wird sich zeigen, ob die zuk&uuml;nftige deutsche Bundesregierung gewillt ist, den Klimawandel auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/index.php?id=394&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=9412\">attac<\/a>\n<p><strong>dazu: Rodungen im Hambacher Forst: Erste Konflikte mit Aktivisten<\/strong><br>\nNach WDR-Informationen ist es wegen der Rodungen im Hambacher Wald am Montag (27.11.2017) zu ersten Auseinandersetzungen zwischen Umweltaktivisten und der Polizei gekommen.<br>\nF&uuml;r fast eine Stunde musste RWE seine Rodungsarbeiten im Hambacher Wald stoppen. Drei Umweltaktivisten waren bis zu den F&auml;llarbeiten vorgedrungen. Anschlie&szlig;end wurden die Arbeiten aber wieder fortgesetzt. Immer wieder kam es auch zu Stra&szlig;enblockaden. Bei der Aufl&ouml;sung einer solchen Blockade wurde von Seiten der Polizei auch Pfefferspray eingesetzt. Die Einsatzkr&auml;fte beschlagnahmten vorgefertigte Nagelbretter, die sie entlang der Stra&szlig;e entdeckt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/nachrichten\/rheinland\/hambacher-forst-rodungen-haben-begonnen-100.html\">WDR<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Chaos s&auml;en (II)<\/strong><br>\nSchwere Vorw&uuml;rfe gegen mehrere teils einflussreiche Politiker aus der Ukraine, darunter unmittelbare Kooperationspartner der deutschen Au&szlig;enpolitik, ergeben sich aus einer italienischen TV-Dokumentation &uuml;ber das Maidan-Massaker vom 20. Februar 2014. Demnach haben Anf&uuml;hrer der Proteste, die heute in Kiew als Parlamentsabgeordnete t&auml;tig sind, die Scharfsch&uuml;tzen, die damals wahllos Polizisten und Demonstranten erschossen, mit Waffen ausgestattet. Dies berichten drei Georgier, die angeben, selbst beteiligt gewesen zu sein. Offiziell wird das Massaker bis heute den ukrainischen Repressionsapparaten oder nicht n&auml;her bezeichneten Russen zugeschrieben. Die Georgier berichten auch, den heutigen Kiewer Parlamentssprecher Andrij Parubij oft in einem Hotel beobachtet zu haben, aus dem an jenem Tag Scharfsch&uuml;tzen feuerten. Parubij war damals als &ldquo;Kommandant des Maidan&rdquo; f&uuml;r die Kontrolle bewaffneter Banden auf dem Platz zust&auml;ndig. Der Mann, dessen tats&auml;chliche damalige Rolle ungekl&auml;rt ist, war Gast auf einer Tagung der Konrad-Adenauer-Stiftung und spricht auf NATO-Veranstaltungen. (&hellip;)<br>\nKooperationspartner Berlins<br>\nDank dieses Postens kann Parubij inzwischen als Kooperationspartner der deutschen Au&szlig;enpolitik gelten. Er leitete etwa eine Delegation ukrainischer Parlamentarier, die vom 22. bis zum 25. Mai 2016 im Bildungszentrum der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) im italienischen Cadenabbia mit CDU\/CSU-Bundestagsabgeordneten, einer Mitarbeiterin der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) und dem stellvertretenden Referatsleiter f&uuml;r Russland und die Ukraine im Berliner Kanzleramt, Matthias L&uuml;ttenberg, konferierte. Bei dem Treffen wurde vereinbart, Parubij solle im Sommer 2016 den Bundestag besuchen.[6] Als der damalige Bundespr&auml;sident Joachim Gauck am 29. September 2016 am ukrainischen Staatsakt zur Erinnerung an das Massaker an fast 34.000 J&uuml;dinnen und Juden in Babi Jar teilnahm, gedachte er der Opfer deutscher T&auml;ter und ukrainischer Kollaborateure an Parubijs Seite. Ende Mai 2017 referierte Parubij auf der Fr&uuml;hjahrstagung der Parlamentarischen Versammlung der NATO in Tbilisi, an der auch deutsche Abgeordnete teilnahmen. Als NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg am 10. Juli 2017 vor dem Parlament der Ukraine sprach, diskutierte er mit dem ehemaligen Maidan-Waffenlieferanten Serhij Paschinski &ndash; und traf anschlie&szlig;end mit dem ehemaligen Maidan-Kommandanten Parubij zum Austausch unter vier Augen zusammen. Was sie miteinander besprochen haben, ist nicht bekannt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7459\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41235#h10\">Verborgene Wahrheiten in der Ukraine<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>SDF Source Reveals Number of Coalition Personnel in Syria<\/strong><br>\nA source from the Kurdish-led Syrian Democratic Forces (SDF) has revealed that thousands of military personnel of the US-led Global Coalition are present in Syrian Kurdistan and other northern regions of the country.<br>\n&ldquo;Nearly 4,000 troops and military advisors of the anti-Islamic State Global Coalition are present in Syria. Besides Americans, there are also German, British and French troops,&rdquo; the source told BasNews, seeking anonymity for security reasons.<br>\nHe confirmed that the Coalition troops have been actively fighting alongside the SDF fighters against the Islamic State militants.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.basnews.com\/index.php\/en\/news\/middle-east\/395330\">basnews<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Basnews ist eine Nachrichtenagentur aus dem kurdischen Nordirak. Da wir diese Agentur nicht kennen, bitten wir Sie, diese Meldung mit der gebotenen Vorsicht zu betrachten. Vorenthalten wollten wir Ihnen diese Nachricht jedoch nicht. Entscheiden Sie selbst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Regierungsbildung: &ldquo;Eine Gro&szlig;e Koalition, die den Namen nicht verdient&rdquo;<\/strong><br>\nEine Gro&szlig;e Koalition von SPD und CDU\/CSU sei die letzte Zweierkonstellation, die in der ver&auml;nderten politischen Landschaft noch funktioniere, sagte der Politikwissenschaftler Albrecht von Lucke im Dlf. Das sei nicht tragisch: Die vier Oppositionsparteien w&uuml;rden garantiert f&uuml;r spannende Paralamentsdebatten sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/regierungsbildung-eine-grosse-koalition-die-den-namen-nicht.694.de.html?dram:article_id=401696\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Die fahrigen Antworten des Albrecht von Lucke in Talkschows sind bekannt. Das seine Gedanken zuweilen ebenso fahrig sind, ist in dem Interview nachzulesen. Die Behauptung: &ldquo;Sie (die SPD)(habe) die haltlosen und heillosen Punkte der Agenda 2010 korrigiert, in erheblichem Ma&szlig;e, im Bereich des Mindestlohns und vielen anderen Bereichen. Das hei&szlig;t, sie hat durchaus Etliches geschafft&rdquo;, ist nicht nachzuvollziehen. Wie kommt er darauf?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e Konfusion der gro&szlig;en Koalition<\/strong><br>\nJamaika ist gescheitert. Damit steht die Regierungsbildung in Deutschland wieder da, wo sie am Wahlabend gestanden hatte. Nur f&uuml;r die SPD ist die Lage noch schwieriger geworden. Nach den vollmundigen Erkl&auml;rungen ihres Vorsitzenden Schulz muss sie nun die Rolle r&uuml;ckw&auml;rts schaffen. Wie erkl&auml;rt die SPD nun ihren Mitgliedern, den W&auml;hlern und der Welt, dass ihr Geschw&auml;tz von gestern sie heute nicht mehr interessiert? Oder beugt sie sich wieder dem Grundsatz, dass das Wohl des Staates &uuml;ber dem der Parteien und der B&uuml;rger steht?<br>\nEs schien doch alles so einfach nach der verlorenen Wahl. Statt der Analyse der politischen Wirklichkeit blies Schulz zum Aufbruch in Hoffnung machende Traumwelten. Die Gro&szlig;e Koalition war schuld an den Verlusten der SPD. Heil und politischer Neuanfang sollten gesucht und vor allem gefunden werden in der Opposition. Hatte noch vor nicht allzu langer Zeit ein anderer gro&szlig;er Vorsitzender das Verst&auml;ndnis und politische Weltbild der SPD mit einem einfachen Satz auf den Punkt gebracht: &bdquo;Opposition ist Mist&ldquo;, so galt das ab sofort nicht mehr. Nun auf einmal sollte Opposition die L&ouml;sung aller Probleme bringen, die Erneuerung der Partei, den Aufbruch zu neuen Ufern, die R&uuml;ckkehr des Apparats auf den Boden der Realit&auml;t, die Ann&auml;herung an die Menschen am Grunde der Gesellschaft, von denen man sich offensichtlich zu weit entfernt hatte.<br>\nDenn die waren es, die die SPD in die W&uuml;ste geschickt hatten. Die einfachen Leute, als deren Vertreter die SPD sich in den Wahlk&auml;mpfen immer so gerne aufspielte, wollten von der Partei der einfachen Leute nichts mehr wissen. Sie wandten sich in gro&szlig;en Teilen der AfD zu, besonders in den ehemaligen Hochburgen der SPD und in ihrem scheinbar nat&uuml;rlichen Milieu, der Arbeiterschaft. Nur ging im ausgelassenen und erl&ouml;senden Jubel der Parteisoldaten am Wahlabend die Frage vollkommen unter, weshalb auf einmal nicht mehr gelten sollte, was fr&uuml;her unumst&ouml;&szlig;liches Glaubensbekenntnis war, an dem nicht gezweifelt werden durfte? Weshalb sollte nun auf einmal Opposition nicht mehr Mist sein?<br>\nEine Diskussion dar&uuml;ber hatte es nicht gegeben. Eine sachlich begr&uuml;ndete Erkl&auml;rung noch viel weniger. Der Vorsitzende gab eine Losung aus und alles brach aus in hirnlosen Jubel. F&uuml;hrer befiel, wir folgen dir? Ist das das Innenleben einer demokratischen Partei, sieht so innerparteiliche Diskussion und Beschlussfindung aus? Versteht man in der SPD so etwas als politische Meinungsbildung? Soll das f&uuml;r kritische, nach Erkenntnis und Orientierung suchende B&uuml;rger ansprechend sein? Welcher politisch Interessierte kann denn mit einem solch autorit&auml;ren Demokratieverst&auml;ndnis gewonnen werden? Wer will sich denn vorschreiben lassen, wie er zu denken hat? Aber kein kritisches Wort zu den inneren Zust&auml;nden, kein Insichgehen. An allem war die GroKo schuld und vor allem die Kanzlerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.scharf-links.de\/48.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=63107&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=f5fb8f7250\">scharf-links<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>USA: So soll die Netzneutralit&auml;t abgeschafft werden<\/strong><br>\nDie US-Republikaner wollen die Netzneutralit&auml;t in den USA wieder abschaffen. Die Abstimmung in der zust&auml;ndigen Telecom-Regulierungsbeh&ouml;rde FCC ist f&uuml;r den 14. Dezember angesetzt. Das Gremium ist mit drei Republikanern und zwei Demokratinnen besetzt. Das zentrale juristische Dokument hei&szlig;t offiziell Restoring Internet Freedom Order (etwa: Anordnung zur Wiederherstellung der Internet-Freiheit). Es wurde Mittwochabend auf die Webseite der FCC gestellt und hat 210 Seiten. heise online fasst die wichtigsten Punkte zusammen.<br>\nZum Verst&auml;ndnis ist es hilfreich, die Drei Gebote der Netzneutralit&auml;t f&uuml;r Breitband-ISP in den USA Erinnerung zu rufen:\n<ul>\n<li>Keine Websperren f&uuml;r rechtm&auml;&szlig;ige Inhalte, Anwendungen, Dienste oder unsch&auml;dliche Ger&auml;te.<\/li>\n<li>Keine Tempobremsen (Throttling) f&uuml;r &ldquo;legalen Internetverkehr&rdquo; auf Basis rechtm&auml;&szlig;iger Inhalte, Anwendungen, Dienste oder unsch&auml;dlicher Ger&auml;te.<\/li>\n<li>Keine Bevorzugung legalen Internetverkehrs gegen&uuml;ber anderem legalen Internetverkehr im Austausch gegen Zuwendungen jeglicher Art. Auch eigene Inhalte und Dienste d&uuml;rfen die Breitbandanbieter nicht bevorzugen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Au&szlig;erdem gilt eine Wohlverhaltensregel: Breitband-ISP sind &ldquo;unvern&uuml;nftige&rdquo; (unreasonable) Eingriffe oder Benachteiligungen untersagt, und zwar in die Auswahl und die Nutzung legaler Inhalte, Anwendungen, Dienste oder Ger&auml;te durch Verbraucher. Zum Schutz des Wettbewerbs ist es zudem untersagt, legale Angebote von Inhalten, Anwendungen, Diensten und Ger&auml;ten anderer Provider in unvern&uuml;nftiger Weise zu benachteiligen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/newsticker\/meldung\/USA-So-soll-die-Netzneutralitaet-abgeschafft-werden-3901638.html?artikelseite=all\">heise online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Libysche Sklaverei: ein Tag der Wut in Berlin!<\/strong><br>\nBegr&uuml;&szlig;enswerterweise wurde die Rolle der USA, Frankreichs und Gro&szlig;britanniens nicht unerw&auml;hnt gelassen, die durch den Krieg gegen Libyen die Katastrophe erzeugt haben. Dabei sei daran erinnert, dass die damalige Bundesregierung wenigstens bei der Abstimmung im Sicherheitsrat zur &ldquo;Flugverbotszone&rdquo; sich der Stimme enthalten hat, was ihr wohl eine &ldquo;Erinnerung des grossen Bruders&rdquo; einbrachte. Letztendlich h&auml;tte man wohl vor der US-Botschaft demonstrieren sollen, man erinnere sich an Hillary Clintons Lachanfall.<br>\nAuf jeden Fall war die Veranstaltung ein deutlicher Ausdruck allzu berechtigten Zornes.<br>\nAber reicht es, seine Wut lautstark vor einer &ldquo;Samstags-leeren&rdquo; libyschen Botschaft auszudr&uuml;cken? Es w&auml;re bei Weitem zu wenig. Keine Frage, der Kolonialismus lebt und tobt weiter! Auch Veranstaltungen wie die &ldquo;G20 Afrika-Konferenz&rdquo; k&ouml;nnen nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen. Der Westen gibt sich gerne als &ldquo;Feuerwehr&rdquo; aus und ist tats&auml;chlich der Brandstifter! Die angebliche &ldquo;Bek&auml;mpfung der Fluchtursachen&ldquo; ist eine hohle Phrase. Aber es geht noch dar&uuml;ber hinaus, in den faschistischen Neocon Think Tanks wird vom &ldquo;biologischen Rassenkrieg&rdquo; getr&auml;umt. Afrika soll offenbar in ewiger Rohstoff-Sklaverei gehalten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/wipokuli.wordpress.com\/2017\/11\/26\/libyan-slavery-a-day-of-fury-in-berlin-libysche-sklaverei-ein-tag-der-wut-in-berlin\/\">Wipokuli<\/a>\n<p><strong>dazu auch: &ldquo;Sie machen mit dir, was sie wollen&rdquo;<\/strong><br>\nSklaven-Auktionen, Massenvergewaltigungen, Hunger und Schl&auml;ge &ndash; Fl&uuml;chtlinge, die in libyscher Gefangenschaft waren, berichten von brutalen Vergehen. Die Staats- und Regierungschefs wollen sich auf dem bevorstehenden EU-Afrika-Gipfel damit besch&auml;ftigen.<br>\nWo in dieser Woche rund 80 Staats- und Regierungschef aus Afrika und Europa ankommen und in Limousinen zu ihrem Gipfeltreffen chauffiert werden, da standen vor wenigen Tagen noch Busse und Krankenwagen f&uuml;r Heimkehrer aus Libyen. Auf dem Flughafen der ivorischen Hauptstadt Abidjan berichteten sie Reportern von ihren Erfahrungen &ndash; wenn sie denn &uuml;berhaupt daf&uuml;r noch Worte fanden.<br>\n&ldquo;Es ist ihr Gesch&auml;ft, Menschen zu verkaufen&rdquo;, sagt die 34-j&auml;hrige Sonia, wenn sie &uuml;ber ihre libyschen Peiniger spricht. &ldquo;Man kann das nicht beschreiben, es ist zu schlimm. Sie kommen und schlagen dich, es gibt oft nichts zu essen. Man sitzt da fest. Sie vergewaltigen die Frauen. Nur mit Gottes Hilfe bin ich hier angekommen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/elfenbeinkueste-libyen-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die afrikanische Seite Zambezi Reporters hat &uuml;brigens &uuml;ber Facebook mal <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/zambezireporters\/posts\/1362171827239090?pnref=story\">ein paar Bilder<\/a> von den Zust&auml;nden in Libyen ver&ouml;ffentlicht. Diese Bilder &ndash; so grausam sie sind &ndash; sollten Pflichtprogramm f&uuml;r die Politiker sein, die immer noch davon tr&auml;umen, in Nordafrika &bdquo;Hotspots&ldquo; f&uuml;r die EU errichten zu wollen, in die die EU ihre Asylverfahren ausgliedert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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