{"id":41459,"date":"2017-12-07T08:23:58","date_gmt":"2017-12-07T07:23:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459"},"modified":"2017-12-07T08:23:58","modified_gmt":"2017-12-07T07:23:58","slug":"hinweise-des-tages-3016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h01\">Sahra und der Aufstand der Easy-Jetter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h02\">Gabriels Kampfansage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h03\">Jerusalem-Frage: &ldquo;Die Entscheidung wird Gewalt zur Folge haben&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h04\">Arbeitgeber tricksen beim Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h05\">Hindernisse und Chancen auf dem Weg aus Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h06\">Keine millionenfache Altersarmut!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h07\">Dreister geht&rsquo;s kaum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h08\">K&ouml;lner IHK l&auml;sst Kammer-Kritiker &uuml;berwachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h09\">Gegenkonversion: M&uuml;hlhausen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h10\">Mangelnde Sorgfalt bei Asylbescheiden kostet BAMF 20 Millionen Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h11\">EU-Projekte zur Sprachbiometrie: Forschen f&uuml;r Polizei und Geheimdienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h12\">Parlament in Brasilien debattiert neoliberale Rentenreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h13\">Wechsel in die Wirtschaft: Neue Jobs f&uuml;r Ex-Ministerpr&auml;sidenten Albig und Kraft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41459#h14\">Wen hat Ken Jebsen umgebracht?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sahra und der Aufstand der Easy-Jetter<\/strong><br>\nMachtkampf in der LINKEN: Die Kritik an Lafontaine und Wagenknecht ist zum Teil hysterisch und naiv<br>\nDie undurchdachte Easy-Jet-Philosophie ist keine linke Utopie, sondern eine neoliberale Dystopie. Sie klingt als Slogan verf&uuml;hrerisch, w&uuml;rde real aber in die soziale Katastrophe f&uuml;hren. Sie ist der Traum einer globalistischen Finanz- und Internetwirtschaft, die ideologie- und ortlos nirgendwo mehr Rechenschaft &uuml;ber ihre Gewinne ablegen m&ouml;chte. Bei einer Erosion der staatlichen Strukturen (wozu auch Grenzen geh&ouml;ren) kann der nichtprivilegierte B&uuml;rger nur verlieren. Ein j&uuml;ngeres Papier der LINKEN-Fraktion im Bundestag erkl&auml;rt darum auch richtig, dass das Konzept der Grenzenlosigkeit f&uuml;r einen finanziell gep&auml;ppelten Erasmus-Studenten v&ouml;llig anders klingt als f&uuml;r einen ausgepl&uuml;nderten Arbeitslosen.<br>\nKatja Kipping, Parteichefin der LINKEN, ist dennoch gro&szlig;e F&uuml;rsprecherin einer grenzenlosen Welt. Man will Frau Kipping keine neoliberale Katastrophensehnsucht unterstellen. Ihr sicherlich gut gemeinter Fokus liegt auf den Rechten der Gefl&uuml;chteten. Doch die daf&uuml;r genutzte grenzen- und staatsfeindliche Rhetorik ist geeignet, den Weg f&uuml;r gravierende und negative Umw&auml;lzungen zu ebnen. Darum erscheint Kippings Trommeln f&uuml;r eine diffuse weltweite Barrierefreiheit mindestens naiv.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1072479.linke-und-fluechtlinge-sahra-und-der-aufstand-der-easy-jetter.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Ein sehr lesenswerter Artikel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gabriels Kampfansage<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Sigmar Gabriel fordert eine energische weltpolitische &ldquo;Machtentfaltung&rdquo; Deutschlands und der EU. Gegenw&auml;rtig vollziehe sich eine weitreichende &ldquo;Ver&auml;nderung der globalen Ordnung&rdquo;, die durch den partiellen &ldquo;R&uuml;ckzug&rdquo; der Vereinigten Staaten unter Trump und durch Vorst&ouml;&szlig;e Russlands und Chinas gekennzeichnet sei, erkl&auml;rte Gabriel am gestrigen Dienstag beim prominent besetzten &ldquo;Berliner Forum Au&szlig;enpolitik&rdquo; der Hamburger K&ouml;rber Stiftung und des Ausw&auml;rtigen Amts. In dieser Situation m&uuml;sse &ldquo;Europa&rdquo; sich &ldquo;auf seine Interessen&rdquo; besinnen und sich selbst f&uuml;r die globale Rivalit&auml;t in Stellung bringen. In Zukunft sei mit Konflikten nicht nur mit Moskau, sondern auch mit Washington zu rechnen. Unverzichtbar sei nun &ldquo;politisch-strategisches Denken&rdquo;; dabei m&uuml;sse man &ldquo;daran erinnern, dass die Zeit, in der Deutschland sich strategische Ideen hat einfallen lassen, recht ungem&uuml;tlich war f&uuml;r die anderen&rdquo;. Gabriels offene Kampfansage begleitet die aktuell von der Bundesrepublik entschlossen forcierten Bestrebungen, schlagkr&auml;ftige europ&auml;ische Kampftruppen aufzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7470\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Mehr Verantwortung f&uuml;r die Welt? Nix da!<\/strong><br>\nAu&szlig;enminister Gabriel findet, Deutschland und die EU m&uuml;ssten ihre Interessen auch mit Macht durchsetzen. Die B&uuml;rger sehen das nach einer Umfrage ziemlich anders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-12\/aussenpolitik-deutschland-internationale-verantwortung-sigmar-gabriel-umfrage-koerber-stiftung\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.K.:<\/strong> Es ist angenehm zu sehen, dass die Bev&ouml;lkerung in wichtigen Fragen, die z.B. den Frieden betreffend, mehr Verstand beweisen, als die politisch Zust&auml;ndigen. Europ&auml;ische Friedensordnung unter Einschluss Russlands und geregelte Beziehungen zu China sind offensichtlich wichtiger als die Abh&auml;ngigkeit von einer permanent und latent cholerisch-aggressiven USA.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jerusalem-Frage: &ldquo;Die Entscheidung wird Gewalt zur Folge haben&rdquo;<\/strong><br>\nNahost-Experte Michael L&uuml;ders h&auml;lt die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels f&uuml;r eine grobe Fehlentscheidung von Donald Trump. Dieser Entschluss sei genauso falsch wie das Aufk&uuml;ndigen des Atomabkommens mit dem Iran. &ldquo;Beide Ma&szlig;nahmen werden nicht dazu beitragen, die ohnehin schwelenden Konflikte in der Region zu beruhigen&rdquo;, sagt L&uuml;ders im Dlf. [&hellip;]<br>\nHeinlein: Verstehen Sie die Entscheidung von Donald Trump?<br>\nL&uuml;ders: In der Sache ist sie nicht rational nachzuvollziehen. Es ist die zweite, doch recht grobe Fehlentscheidung, die er offenkundig trifft, nach der Ank&uuml;ndigung, das Atomabkommen mit dem Iran aufzuk&uuml;ndigen oder zumindest dar&uuml;ber nachzudenken. Nun macht er ein zweites Fass auf, die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels und die Verlegung der Botschaft dorthin. Es ist ganz klar, dass beide Ma&szlig;nahmen nicht dazu beitragen werden, die ohnehin schwelenden Konflikte in der Region zu beruhigen. Sie gie&szlig;en weiterhin &Ouml;l ins Feuer, solche Entscheidungen, und das wird nat&uuml;rlich nicht dazu beitragen, dass die Lage friedlicher wird im Nahen und Mittleren Osten. [&hellip;]<br>\nVergessen wir nicht, dass nat&uuml;rlich die Wahlk&auml;mpfe in den USA sehr, sehr teuer sind. Der gr&ouml;&szlig;te singul&auml;re Wahlkampf-Finanzier jemals in der Geschichte der Republikanischen Partei ist Sheldon Adelson, ein Mann, der extrem reich geworden ist durch seine verschiedenen Kasinos, die er in Nevada besitzt, ein Multimilliard&auml;r, der den Wahlkampf von Donald Trump mit mehr als 100 Millionen Dollar unterst&uuml;tzt haben soll.<br>\nEr und andere Gro&szlig;magnaten fordern von der amerikanischen Regierung, von Donald Trump genau das, n&auml;mlich Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und dar&uuml;ber hinaus um jeden Preis zu verhindern, dass es zu der Gr&uuml;ndung eines pal&auml;stinensischen Staates kommt. Es ist interessant, sich auch vor Augen zu f&uuml;hren, dass Donald Trump die Politik in den letzten Wochen und Monaten in dieser Frage seinem Schwiegersohn Jared Kushner &uuml;berantwortet hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jerusalem-frage-die-entscheidung-wird-gewalt-zur-folge-haben.694.de.html?dram:article_id=402468\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Arbeitgeber tricksen beim Mindestlohn<\/strong>\n<ul>\n<li>Seit 2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn. Viele Besch&auml;ftigte erhalten ihn jedoch nicht, zeigt eine Studie.<\/li>\n<li>Arbeitgeber tricksen vor allem bei der Arbeitszeit, um weniger zu zahlen als vorgeschrieben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Mehr Menschen als bislang bekannt arbeiteten in den vergangenen Jahren unterhalb des Mindestlohns. Das zeigt eine Studie des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Demnach seien 2015, direkt nach der Einf&uuml;hrung der gesetzlichen Lohnuntergrenze, noch 2,1 Millionen Besch&auml;ftigte schlechter bezahlt worden als 8,50 Euro pro Stunde. Auch im ersten Halbjahr 2016 h&auml;tten 1,8 Millionen Menschen keinen Mindestlohn bekommen, obwohl sie eigentlich einen Anspruch darauf haben.<br>\nDie Zahlen des DIW liegen deutlich &uuml;ber den offiziellen Angaben der Mindestlohnkommission, die von der Bundesregierung eingesetzt wurde. Diese hatte in ihrem bislang einzigen Bericht &uuml;ber die &ldquo;Auswirkungen des gesetzlichen Mindestlohns&rdquo; angegeben, dass 2015 nur 1,4 Millionen Menschen unterhalb eines Stundenlohns von 8,50 Euro gearbeitet h&auml;tten &ndash; also etwa 700 000 Menschen weniger.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/mindestlohn-arbeitgeber-tricksen-beim-mindestlohn-1.3779502\">S&uuml;ddeutsche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.572687.de\/themen_nachrichten\/rund_1_8_millionen_beschaeftigte_die_anspruch_auf_den_mindestlohn_haben_bekommen_weniger.html\">DIW<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Mehr als Geld<\/strong><br>\nArbeitsbedingungen und Arbeitszufriedenheit von Niedriglohnbesch&auml;ftigten haben sich mit dem Mindestlohn verbessert. Das zeigen WSI-Forscher Toralf Pusch und Miriam Rehm von der Arbeiterkammer Wien in einer empirischen Studie. (&hellip;)<br>\nDie zentralen Ergebnisse lauten: Der Mindestlohn greift &ndash; meistens<br>\nDer Stundenlohn der befragten Niedrigverdiener stieg von durchschnittlich 6,70 Euro brutto pro Stunde auf im Mittel 8,20 Euro im Jahr 2015. Der Mittelwert von weniger als 8,50 Euro zeigt zwar, dass der Mindestlohn im Jahr seiner Einf&uuml;hrung noch nicht &uuml;berall gezahlt wurde. Die Verbesserung um gut 22 Prozent &uuml;bertraf trotzdem das durchschnittliche Lohnwachstum in der Vergleichsgruppe (3,7 Prozent) um ein Vielfaches.<br>\nEntsprechend wuchs der durchschnittliche monatliche Verdienst der Mindestlohn-Besch&auml;ftigten &ndash; von durchschnittlich 839 auf 994 Euro. Und das, obwohl die Befragten im Mittel pro Woche anderthalb Stunden weniger arbeiteten. Der Anteil der Besch&auml;ftigten mit &uuml;berlangen Arbeitswochen von mehr als 45 Stunden ging deutlich zur&uuml;ck, w&auml;hrend er in der Kontrollgruppe anstieg. In den geringeren Arbeitszeiten sehen die Forscher einen wichtigen Grund daf&uuml;r, dass die Befragten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie besser bewerteten als zuvor.<br>\nVerdichtung, aber auch Aufwertung der Arbeit<br>\nVor Einf&uuml;hrung des Mindestlohnes hatten manche &Ouml;konomen dramatische Besch&auml;ftigungsverluste prognostiziert. Diese blieben ebenso aus wie drastische Preissteigerungen. Offenbar ist es vielen Arbeitgebern gelungen, die h&ouml;heren Lohnkosten auszugleichen, etwa durch eine h&ouml;here Produktivit&auml;t. Daf&uuml;r spricht auch, dass Mindestlohn-Besch&auml;ftigte von anspruchsvolleren T&auml;tigkeiten berichten. Zugleich empfinden sie das Klima zwischen ihren Kollegen und das Verh&auml;ltnis zu Vorgesetzten als besser. Diese Erkenntnisse deuteten darauf hin, dass Unternehmen gering bezahlte T&auml;tigkeiten etwa durch bessere Organisation &bdquo;aufwerten&ldquo;, so Pusch und Rehm.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/109259_109304.htm\">B&ouml;ckler Impuls<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hindernisse und Chancen auf dem Weg aus Hartz IV<\/strong><br>\nDie Zahl der erwerbsf&auml;higen Hartz-IV-Empf&auml;nger in Deutschland liegt seit Einf&uuml;hrung der Grundsicherung im Jahr 2005 stets bei mehr als vier Millionen. Aber es gibt Bewegung, und die &uuml;berwiegende Mehrheit hat es zumindest zeitweise geschafft, den Leistungsbezug zu verlassen und wieder ein eigenes Auskommen zu finden. Etwa eine Million hat diese Leistung hingegen durchgehend erhalten.<br>\nAuf Basis des Panels &bdquo;Arbeitsmarkt und soziale Sicherung&ldquo; (PASS) wurde untersucht, was die gr&ouml;&szlig;ten Hindernisse auf dem Weg heraus aus Hartz IV sind. Dabei sind die Forscherinnen und Forscher auf folgende zentrale Arbeitsmarkthemmnisse gesto&szlig;en:\n<ul>\n<li>schwerwiegende gesundheitliche Einschr&auml;nkungen<\/li>\n<li>Langzeitleistungsbezug<\/li>\n<li>ein Alter von &uuml;ber 50 Jahren<\/li>\n<li>schlechte Deutschkenntnisse<\/li>\n<li>fehlende Schul- und Ausbildungsabschl&uuml;sse<\/li>\n<li>die Pflege von Angeh&ouml;rigen<\/li>\n<li>die Betreuung von Kindern unter 18 Jahren, insbesondere aber von Kleinkindern unter drei Jahren. Vor allem M&uuml;tter stellt dies bei der Aufnahme einer Arbeit vor Probleme &ndash; nicht aber V&auml;ter. Hier scheinen nach wie vor traditionelle Geschlechterrollen wirksam zu sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Erwartungsgem&auml;&szlig; kommen fast alle diese Arbeitsmarkthemmnisse unter Hartz-IV-Empf&auml;ngern zahlreicher vor als in der &uuml;brigen Bev&ouml;lkerung. Abbildung 1 zeigt die Verteilung der Zahl der Arbeitsmarktbarrieren unter Hartz-IV-Empf&auml;ngern im Alter von 15 bis 64 Jahren: Nur f&uuml;nf Prozent weisen keines der erw&auml;hnten Hemmnisse auf, 17 Prozent haben eines, bei 32 Prozent sind es zwei, und die restlichen 46 Prozent, also beinahe die H&auml;lfte, weisen drei oder mehr solcher Hindernisse auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.iab-forum.de\/hindernisse-und-chancen-auf-dem-weg-aus-hartz-iv\/\">IAB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Keine millionenfache Altersarmut!<\/strong><br>\nHausaufgabe f&uuml;r Merkel, Schulz und alle, die unsere Rentner um ihre Lebensleistungen betr&uuml;gen.<br>\nDeutschland schneidet im Vergleich zu anderen Industriel&auml;ndern bei der Rente schlecht ab. Ein Durchschnittsverdiener kann hierzulande laut Untersuchung der OECD k&uuml;nftig rund 51 Prozent seines Nettoeinkommens als Rente erwarten, zw&ouml;lf Prozent weniger als im Schnitt der OECD-Staaten. Bei den Frauen sieht es noch schlechter aus, sie bekommen noch nicht einmal die H&auml;lfte. Niedriger als in Deutschland ist das Rentenniveau nur in Mexiko, Polen, Chile, Gro&szlig;britannien und Japan. Die OECD kritisiert auch, dass es keine Mindestrente gibt, was vor allem f&uuml;r Geringverdiener und Arbeitslose Altersarmut regelrecht vorprogrammiert.<br>\nWer sein Leben lang hart gearbeitet hat, darf im Alter keine Flaschen sammeln m&uuml;ssen, um halbwegs &uuml;ber die Runden zu kommen!<br>\nVerantwortung f&uuml;r die Rentenk&uuml;rzungen der Vergangenheit tragen CDU, CSU, SPD, FDP und Gr&uuml;ne. Eine weitere gro&szlig;e Koalition der Rentenk&uuml;rzer wird kaum zu einer sp&uuml;rbaren Verbesserung der gesetzlichen Rente f&uuml;hren. Und die AfD ist wahrlich keine Alternative. Ihr Vorsitzender Meuthen hat noch vor einem Jahr f&uuml;r eine Abkehr von der gesetzlichen Rentenversicherung hin zu einer &bdquo;staatlich erzwungenen privaten Vorsorge&ldquo; geworben. Im AfD-Wahlprogramm zur Bundestagswahl steht daher, dass &bdquo;Betriebsrente und rein private Altersvorsorge gesetzgeberisch gest&auml;rkt werden&ldquo; sollen. Private Altersvorsorge k&ouml;nnen sich Arbeitnehmer, die zu Niedrigl&ouml;hnen arbeiten und bereits jetzt jeden Euro zweimal umdrehen m&uuml;ssen, nicht leisten.<br>\nDeutschland muss sich an &Ouml;sterreich orientieren, wo ein Durchschnitts-Rentner im Monat 800 Euro mehr erh&auml;lt &ndash; auch deshalb, weil dort alle, also auch Beamte, Selbst&auml;ndige und Politiker, in die Rentenkassen einzahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1629700167091444\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Dreister geht&rsquo;s kaum<\/strong><br>\nStatt f&uuml;r den Dieselbetrug abgestraft zu werden, bekommt die Autoindustrie ein Konjunkturprogramm. Landesregierungen setzen sich erbittert gegen richterlich angeordnete Fahrverbote zur Wehr. Fragt sich, was noch passieren soll, bis gesundheitliches Wohlergehen politisch respektiert wird.<br>\nAls Kabarettist, der sein Programm nicht allein auf banale Bl&ouml;deleien beschr&auml;nkt, muss man dieser Tage Angst um seinen Arbeitsplatz haben. Oder aber man begn&uuml;gt sich mit Nacherz&auml;hlungen. Denn was sich die deutsche Verkehrspolitik nicht nur im Umgang mit dem Abgasskandal an Realsatire leistet, steht au&szlig;er jeder Konkurrenz.<br>\nDa vergiftet eine Branche durch mutwilligen Betrug Millionen von Menschen, was nach Hochrechnungen zehntausende vorzeitige Todesf&auml;lle verursacht hat. So etwas bleibt in einem Rechtsstaat nat&uuml;rlich nicht ohne Konsequenzen. Erstens appellierte die Bundesregierung an die Hersteller, ihre Fahrzeuge mit einem freiwilligen Software-Update sauber zu zaubern. Und zweitens soll die Autoindustrie blechen. Sage und schreibe 250 Millionen Euro &ndash; bei Rekordgewinnen von zuletzt 6,9 Milliarden (BMW), 7,1 Milliarden (VW) und 8,5 Milliarden (Daimler).<br>\nWie das Kanzleramt jedoch betont, gebe es keine rechtliche Handhabe, die Konzerne zur Zahlung zu zwingen. Es bleibt also beim moralischen Appell. Und da sich zahlreiche Hersteller weigern, etwas beizusteuern, k&uuml;ndigte die kommissarische Bundesregierung bereits an, im Notfall in die Bresche zu springen. Der Gro&szlig;teil des Eine-Milliarde-Euro-Pakets, mit dem nun, nach dem zweiten Dieselgipfel vergangene Woche, in 28 St&auml;dten drohende Fahrverbote f&uuml;r Diesel abgewendet werden sollen, wird ohnehin auf den Steuerzahler abgew&auml;lzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/349\/dreister-geht-s-kaum-4759.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>K&ouml;lner IHK l&auml;sst Kammer-Kritiker &uuml;berwachen<\/strong><br>\nDie Industrie- und Handelskammern sind ein rechtswidriges Zwangsmonopol. Sie haben in einer Demokratie nichts zu suchen<br>\nMit 30.000 Euro will die K&ouml;lner IHK eine externe Agentur beauftragen, um &bdquo;Kammerkritiker&ldquo; und &bdquo;Verweigerer&ldquo; zu &uuml;berwachen. So steht es im Wirtschaftsplan f&uuml;r 2018. Der Kritik-Beauftragte soll in social media-Plattformen und Internet-Foren &bdquo;relevante Vorg&auml;nge&ldquo; ersp&auml;hen, um die IHK-Oberen &bdquo;rechtzeitig &uuml;ber eventuelle Aktivit&auml;ten von Verweigerern&ldquo; zu informieren.<br>\nDie IHK stehen seit Jahrzehnten unter Kritik. Vier Verb&auml;nde von Kleinunternehmern und Selbst&auml;ndigen protestieren gegen ihre Zwangsmitgliedschaft und Geb&uuml;hrenpflicht. Jeder &bdquo;Gewerbetreibende&ldquo; von der Marktfrau bis zum Gro&szlig;konzern ist automatisch Mitglied und muss zahlen.<br>\nAber in der Zwangsgemeinschaft herrscht zudem Ungleichheit. Je geringer der j&auml;hrliche Gewinn, desto h&ouml;her ist der Prozentsatz der Umlage. Bei einem Gewinn von 10.000 Euro im Jahr betr&auml;gt die Umlage bei den 79 IHK in Deutschland zwischen 1 und 2,3 Prozent, w&auml;hrend etwa bei 3 Millionen Gewinn nur 0,1 bis 0,6 Prozent zu zahlen sind, zus&auml;tzlich zum ebenfalls gestaffelten Grundbeitrag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/koelner-ihk-laesst-kammer-kritiker-ueberwachen\/\">Arbeitsunrecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gegenkonversion: M&uuml;hlhausen<\/strong><br>\nDie Th&uuml;ringer Allgemeine berichtet (online), dass der Rat der Kreisstadt M&uuml;hlhausen in Th&uuml;ringen am kommenden Donnerstag &uuml;ber einen Antrag der B&uuml;rgerliste f&uuml;r M&uuml;hlhausen\/FDP beraten werde, wonach sich die Stadt darum bewerben solle, &bdquo;Standort des in Deutschland zu errichtenden Nato-Hauptquartiers&ldquo; zu werden. Vermutlich geht es dabei um das geplante Logistikkommando der NATO, dass insbesondere die Truppenverlegungen nach Polen und ins Baltikum koordinieren soll (vgl. IMI-Aktuell 2017\/675 und 2017\/709).<br>\nBis 2013 war M&uuml;hlhausen Standort des Artillerieregiments 100, dann wurde die Kaserne entsprechend dem Stationierungskonzept von 2011 geschlossen und seither bem&uuml;hte man sich um die zivile Nutzung der Fl&auml;chen.<br>\nLinke und gr&uuml;ne Fraktion haben sich laut Th&uuml;ringer Allgemeine bereits gegen die Bewerbung um ein NATO-Kommando ausgesprochen. Brisant w&auml;re eine Bewerbung v.a. deshalb, weil bislang noch kein NATO-Kommando oder NATO-Standort auf dem Gebiet der ehemaligen DDR existiert, was gute Gr&uuml;nde hat. Denn so sieht es der sog. Zwei-Plus-Vier-Vertrag vor, der die Vereinigung von BRD und DDR erm&ouml;glichte und die Funktion eines &bdquo;Friedensvertrages&ldquo; nach dem zweiten Weltkrieg einnimmt. Darin hei&szlig;t es in Artikel 5 Absatz 3:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/12\/06\/gegenkonversion-muehlhausen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Mangelnde Sorgfalt bei Asylbescheiden kostet BAMF 20 Millionen Euro<\/strong><br>\nFehlerhafte Asylbescheide kosteten das BAMF im laufenden Jahr 20 Millionen Euro. Inzwischen klagt jeder zweite Asylbewerber, jeder vierte gewinnt. Gerichtssprecher spricht von nachlassender Bearbeitungssorgfalt beim BAMF.<br>\nDie mangelnde Qualit&auml;t von Asylbescheiden kostet das Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge (BAMF) fast 20 Millionen Euro. So viel hat das Bundesamt in N&uuml;rnberg in diesem Jahr bereits f&uuml;r Rechtsstreitigkeiten mit Asylbewerbern bezahlt. Nach Informationen des Radiosenders NDR Info haben sich die Kosten damit im Vergleich zum gesamten Vorjahr schon nahezu verdoppelt.<br>\nBis zum 21. November habe das Bundesamt 19.093.259 Euro f&uuml;r Gerichtskosten in Asylangelegenheiten ausgegeben, hei&szlig;t es in der Antwort des BAMF auf Fragen von NDR Info. Die Ausgaben f&uuml;r 2017 liegen damit schon jetzt 7,8 Millionen Euro &uuml;ber den Gesamtkosten von 2016.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2017\/12\/05\/asylklagen-mangelnde-sorgfalt-asylbescheiden-bamf20\/\">Migazin<\/a>\n<p><strong>dazu: Rechtsstaat im Winterschlussverkauf: Regierung erh&ouml;ht Pr&auml;mie f&uuml;r Verzicht auf Asyl<\/strong><br>\nUm Menschen dazu zu bringen, Deutschland so schnell wie m&ouml;glich wieder zu verlassen, ist sich die Bundesregierung offenbar f&uuml;r nichts zu schade. Marktschreierisch werden nun erh&ouml;hte Pr&auml;mien f&uuml;r rasche Ausreisen versprochen. W&auml;hrenddessen klagen viele Fl&uuml;chtlinge gegen mangelhafte Asylbescheide &ndash; und bekommen dabei immer &ouml;fter Recht.<br>\n&raquo;Wenn Sie sich bis Ende Februar f&uuml;r eine freiwillige R&uuml;ckkehr entscheiden, k&ouml;nnen Sie neben einer Starthilfe erstmals eine Wohnkostenhilfe f&uuml;r die ersten zw&ouml;lf Monate in Ihrem Herkunftsland erhalten&laquo; &ndash; was klingt wie die Werbespr&uuml;che von mittelm&auml;&szlig;ig talentierten Verk&auml;ufern auf Homeshopping-Kan&auml;len ist leider auf den zweiten Blick gar nicht mehr lustig. Denn dieser Satz stammt allen Ernstes von Bundesinnenminister de Maizi&egrave;re, der damit die sogenannten &raquo;freiwilligen Ausreisen&laquo; noch attraktiver machen m&ouml;chte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/news\/rechtsstaat-im-winterschlussverkauf-regierung-erhoeht-praemie-fuer-verzicht-auf-asyl\/\">Pro Asyl<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU-Projekte zur Sprachbiometrie: Forschen f&uuml;r Polizei und Geheimdienst<\/strong><br>\nMit der Analyse von Sprechproben k&ouml;nnen unbekannte Personen in abgeh&ouml;rten Telefonaten, Audiochats oder Videodateien identifiziert werden. Das BKA nutzt ein solches automatisiertes Verfahren seit mehreren Jahren. W&uuml;rde die Technik an Internetknoten eingesetzt, w&auml;re sie besonders f&uuml;r Geheimdienste interessant.<br>\nDas von der Europ&auml;ischen Union mitfinanzierte Forschungsprojekt SIIP zur polizeilichen Nutzung von Sprachbiometrie hat seinen finalen Test erfolgreich bestanden. Dies teilte die internationale Polizeiorganisation Interpol in einer Pressemitteilung mit. Das &bdquo;Speaker Identification Integrated Project&ldquo; will &bdquo;Kriminelle und Terroristen&ldquo; anhand ihrer Stimme identifizieren und auffinden.<br>\nAn SIIP nehmen insgesamt 19 Beh&ouml;rden, Firmen und Institute teil, darunter das italienische Verteidigungsministerium, die Universit&auml;t Groningen oder die Firmen Nuance und Airbus. Die Polizeiorganisation Interpol, bei der 190 Staaten Mitglied sind, ist in dem Projekt als Endnutzer vorgesehen. Weitere Interessierte f&uuml;r die entwickelte Technologie sind die italienische Gendarmerie, das deutsche Bundeskriminalamt (BKA), die portugiesische Kriminalpolizei sowie die britische Metropolitan Police. Offiziell endet das Projekt erst im April 2018. Nach dem Praxistest arbeiten die Beteiligten jetzt am Abschlussbericht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/eu-projekte-zur-sprachbiometrie-forschen-fuer-polizei-und-geheimdienst\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Parlament in Brasilien debattiert neoliberale Rentenreform<\/strong><br>\nGewerkschaften und soziale Bewegungen rufen zu Generalstreik auf. Weniger Rente f&uuml;r Frauen und &auml;rmere Bev&ouml;lkerungsschichten bef&uuml;rchtet<br>\nIn Brasilien hat Interimspr&auml;sident Michel Temer einen &uuml;berarbeiteten Gesetzesentwurf der umstrittenen Rentenreform (PEC 287\/2016) vorgestellt, der am heutigen Dienstag in der Abgeordnetenkammer debattiert werden soll. Vergangene Woche pr&auml;sentierte er den Reformentwurf ausgew&auml;hlten Bundesabgeordneten bei einem Abendessen in seiner Residenz Pal&aacute;cio da Alvorada. Bisher ist noch nicht klar, ob der De-facto-Pr&auml;sident die notwendige Mehrheit erreichen wird. Soziale Bewegungen und Gewerkschaften rufen zum Generalstreik im ganzen Land gegen das Vorhaben auf.<br>\nNachdem sich gegen den urspr&uuml;nglichen Gesetzestext Widerstand unter den Parlamentariern formiert hatte, wurde der Vorschlag &uuml;berarbeitet. Der neue Text soll weniger drastische &Auml;nderungen enthalten. Allerdings zeichnet im Kongress wegen des Einfrierens des Staatshaushaltes, die umstrittene Initiative zur Arbeitsreform sowie der Korruptionsvorw&uuml;rfe gegen Temer weiterhin Widerstand ab. Dies k&ouml;nnte es der Regierung erschweren, die notwendigen Stimmen zusammenzubekommen.<br>\nDie Reform sieht vor, dass die Rentenbeitr&auml;ge erh&ouml;ht und das Renteneintrittsalter f&uuml;r Frauen bei 62 Jahren und f&uuml;r M&auml;nner bei 65 Jahre liegen soll, sowohl im privaten als auch im &ouml;ffentlichen Sektor. Bisher liegt es bei 55 Jahren f&uuml;r Frauen und 60 Jahren f&uuml;r M&auml;nner. Die minimale Beitragszeit soll von 15 auf 25 Jahre erh&ouml;ht werden und eine Rentenzahlung des vollen Gehalts nur m&ouml;glich sein, wenn man 49 Jahre eingezahlt hat. Die Abgeordnete Jandira Feghali sagte: &ldquo;Der neue Vorschlag bestraft besonders die Klassen, die die Leistungen am meisten ben&ouml;tigen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2017\/11\/191063\/brasilien-rentenreform-generalstreik\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wechsel in die Wirtschaft: Neue Jobs f&uuml;r Ex-Ministerpr&auml;sidenten Albig und Kraft<\/strong><br>\nWahl verloren, Job gewonnen: Die beiden abgew&auml;hlten Landeschefs Thorsten Albig und Hannelore Kraft haben offenbar neue Jobs in der Wirtschaft. Albig zieht es nach Br&uuml;ssel, Kraft bleibt Nordrhein-Westfalen treu.<br>\nSchleswig-Holsteins Ex-Ministerpr&auml;sident Torsten Albig (SPD) hat gut ein halbes Jahr nach seiner Wahlniederlage einen neuen Job als Lobbyist gefunden. Der 54-J&auml;hrige f&auml;ngt am 1. Januar als Unternehmensrepr&auml;sentant der DHL-Gruppe in Br&uuml;ssel an. &ldquo;Wir ziehen nach Br&uuml;ssel&rdquo;, sagte Albig der Nachrichtenagentur dpa. &ldquo;Ich sofort &ndash; der Rest nach den Schulferien.&rdquo; Albigs offizieller Titel lautet &ldquo;Vice President Corporate Representation Brussels&rdquo;. [&hellip;]<br>\nAuch Albigs Parteifreundin, die fr&uuml;here nordrhein-westf&auml;lische Ministerpr&auml;sidentin Hannelore Kraft, hat einem Bericht zufolge einen neuen Job gefunden. Sie wird Aufsichtsratsmitglied des Steinkohlekonzerns RAG, wie die &ldquo;Westdeutsche Allgemeine Zeitung&rdquo; (&ldquo;WAZ&rdquo;) unter Berufung auf Konzernkreise berichtet. Damit w&uuml;rde sie den SPD-Landtagsfraktionschef Norbert R&ouml;mer abl&ouml;sen, der sein Mandat im Aufsichtsrat niedergelegt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/neue-jobs-fuer-torsten-albig-und-hannelore-kraft-a-1181991.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Vor sechs Monaten wurden sie abgew&auml;hlt, jetzt stehen sie auf der Payroll von Konzernen:<\/strong><br>\nEx-Ministerpr&auml;sident Albig wird DHL-Lobbyist in Br&uuml;ssel, Ex-Ministerpr&auml;sidentin Kraft ist k&uuml;nftig Aufsichtsr&auml;tin beim Kohlekonzern RAG. Besondere Pointe: Albig selbst hat in Schleswig-Holstein 2016 eine Karenzzeit-Regel eingef&uuml;hrt, die solche fliegenden Wechsel in Lobbyjobs unterbinden soll. Aber: Die Regelung gilt erst f&uuml;r Mitglieder der im Mai 2017 gew&auml;hlten Kieler Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/lobbycontrol\/posts\/10156048616794421\">LobbyControl via Facebook<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wen hat Ken Jebsen umgebracht?<\/strong><br>\nWenn Henry Kissinger, George W. Bush, Barack Obama oder Hillary Clinton, die f&uuml;r Millionen Tote verantwortlich sind, im Kino Babylon in Berlin einen Preis verliehen bek&auml;men, w&uuml;rde dann der Kultursenator Klaus Lederer intervenieren, um diese Preisverleihung zu verhindern? Weil dem Journalisten Ken Jebsen dort der &bdquo;K&ouml;lner Karlspreis&ldquo; verliehen werden sollte, hat er das jedenfalls f&uuml;r n&ouml;tig befunden.<br>\nAm Wochenende hat der Parteivorstand der Linken einen Beschluss gefasst, in dem er sich ausdr&uuml;cklich mit Klaus Lederers Intervention solidarisiert und sich gleichzeitig nicht nur von Nationalisten, Antisemiten und Rechtspopulisten distanziert &ndash; was sich von selbst verstehen sollte &ndash; sondern auch von sogenannten &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretikern&rdquo;, mit denen Linke &bdquo;ganz grunds&auml;tzlich nicht zusammenarbeiten&rdquo; d&uuml;rften. Begriffe wie &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo; oder auch &bdquo;Querfront&ldquo; stammen aus dem Arsenal der Geheimdienste.<br>\nDas ist eine bedenkliche Entwicklung. W&auml;hrend Meinungen, die man nicht teilt, in zunehmendem Ma&szlig;e &ndash; als g&auml;be es eine Gedankenpolizei &ndash; von einzelnen Mitgliedern des Parteivorstandes diffamiert, ausgegrenzt und ge&auml;chtet werden, gibt es auf der anderen Seite &bdquo;keine Unvereinbarkeitsbeschl&uuml;sse mit Bef&uuml;rwortern von Milit&auml;reins&auml;tzen oder neuer Aufr&uuml;stung, keine Abgrenzung, keine &Auml;chtung mehr&ldquo;, wie der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko, Mitglied des Vorstandes der Partei DIE LINKE, zu Recht kritisiert. Koalitionsverhandlungen mit anderen Parteien oder r2g-Gespr&auml;che w&auml;ren dann auch eher schwierig.<br>\nUnabh&auml;ngig davon, ob man jede Meinung von Ken Jebsen teilt, f&uuml;r die Linke gilt der Satz Rosa Luxemburgs: &bdquo;Freiheit ist immer die Freiheit des anders Denkenden.&ldquo; Die Ausgrenzung missliebiger Meinungen hat in der LINKEN eine ungute Tradition.<br>\nDie Freiheit geh&ouml;rt sp&auml;testens seit der franz&ouml;sischen Revolution zum Wertekanon der politischen Linken. Nachdem Willy Brandt 1972 dem Radikalenerlass, der zu Berufsverboten f&uuml;hrte, zugestimmt hatte, bezeichnete er diesen sp&auml;ter als einen gro&szlig;en politischen Fehler. Ebenso wenig wie Berufsverbote k&ouml;nnen Auftrittsverbote Instrumente linker Politik sein.<br>\nDen Text von Andrej Hunko gibt es auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41439\">hier auf den NachDenkSeiten<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1629779007083560\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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