{"id":41475,"date":"2017-12-08T08:16:15","date_gmt":"2017-12-08T07:16:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475"},"modified":"2017-12-08T08:16:15","modified_gmt":"2017-12-08T07:16:15","slug":"hinweise-des-tages-3017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h01\">Agenda Untergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h02\">Ist jede Arbeit besser, als arbeitslos zu bleiben?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h03\">Die Besten zieht es wieder weg aus Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h04\">Rentenkasse durch falsche Politik gepl&uuml;ndert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h05\">Hurra, wir haben Chancengleichheit!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h06\">Welthandelsmacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h07\">Europa am Scheideweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h08\">PESCO-Projekte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h09\">Regime-Change 2.0?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h10\">Ein Schritt zum Tausendj&auml;hrigen Reich Gottes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h11\">Bewusstes Nein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h12\">Irmela Mensah-Schramm: &ldquo;Ich bin knallhart gegen Querfront&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41475#h13\">ARD-DeutschlandTrend: FDP-Chef Lindner verliert deutlich an R&uuml;ckhalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Agenda Untergang<\/strong><br>\nBeginnen wir mit Martin Schulz&rsquo; Auftritt am Wahlabend: Als er erkl&auml;rte, die SPD als H&uuml;terin der Demokratie werde in die Opposition gehen, war das auch der Versuch, Gr&uuml;ne, FDP und Union in die Jamaika-Koalition zu dr&auml;ngen. Schon diese Operation, gegen die sich FDP-Chef Christian Lindner spontan wehrte, war unseri&ouml;s. Das h&auml;tte der SPD so gepasst: ein selbsterfundener Gegner, den sie angreifen und dabei suggerieren kann, ihre Erneuerung sei durch den Angriff schon nachgewiesen!<br>\nNoch am vergangenen Montag versuchte Martin Schulz, Gespr&auml;che zur Bildung der Gro&szlig;en Koalition damit zu rechtfertigen, dass &bdquo;die Jamaika-Parteien&ldquo; ja gescheitert seien. Im Spiegel-Gespr&auml;ch dieser Woche behauptet er, Union, FDP und Gr&uuml;ne h&auml;tten sich im Wahlkampf &bdquo;wild entschlossen&ldquo; gezeigt, &bdquo;diese Koalition zu bilden&ldquo;. Wie soll man so eine Aussage nennen, wenn man wei&szlig;, dass Gr&uuml;ne und FDP sie vielmehr ausgeschlossen hatten und auch die CSU sie nicht wollte? Gescheitert ist die SPD mit ihrer Legendenbildung.<br>\nGeht man einen Schritt weiter zur&uuml;ck, steht man vor dem gelinde gesagt seltsamen Verlauf, den der Wahlkampf des Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidaten genommen hat. Martin Schulz gibt sich das Bild eines Mannes, der zu sehr auf die professionellen Wahlkampfberater geh&ouml;rt habe, statt der Stimme seines Herzens zu folgen. Der Spiegel hat es in einer gro&szlig;en Titelgeschichte verbreitet. Da lesen wir aber unter dem Datum des 19. Juli, dass ein Meinungsforscher Martin Schulz verst&auml;ndlich gemacht hat, weshalb der &bdquo;Hype&ldquo; um seine Person vom Fr&uuml;hjahr zusammengebrochen ist: Die W&auml;hler, die ihm zugestr&ouml;mt waren, ihm kurzzeitig einen Vorsprung vor Angela Merkel und auch seiner Partei einen vor der Union beschert hatten, das waren &bdquo;Millionen Menschen, die sich vor allem nach der Agenda 2010 abgewandt h&auml;tten. Diese Leute h&auml;tten kurzzeitig zur&uuml;ck zur SPD gefunden, seien jetzt aber wieder weg.&ldquo;<br>\nZwei Monate vor dem Wahltag h&ouml;rte Schulz diese Analyse und h&auml;tte immer noch umsteuern k&ouml;nnen. Hat er etwa angek&uuml;ndigt, die Agenda zur&uuml;ckzunehmen, Hartz IV insbesondere? Im Gegenteil, er hat Gerhard Schr&ouml;der, unter dessen &Auml;gide als Kanzler sie eingef&auml;delt worden war, als Redner zum Wahlparteitag eingeladen. Aber schon im Fr&uuml;hjahr musste er den Zusammenhang begreifen. Seine Umfragewerte gingen zur&uuml;ck, sobald klar wurde, dass er &uuml;ber die Artikulation eines vagen Missmuts nicht hinausgehen wollte, konkrete Ma&szlig;nahmen nicht ank&uuml;ndigte. Warum wohl nicht? Wir sollen glauben, er habe es dummerweise vergessen.<br>\nDas war auch die Zeit der verlorenen Saarland-Wahl, als die SPD-Spitze kolportieren lie&szlig;, der Fehler sei gewesen, eine Koalition mit der Linkspartei nicht ausgeschlossen zu haben. So seien die W&auml;hler der Union in die Arme getrieben worden. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Man erinnert sich, dass die SPD schon 2013 eine rot-rot-gr&uuml;ne Koalition auf Bundesebene h&auml;tte bilden und anf&uuml;hren k&ouml;nnen. Die Koalition mit der Linkspartei, die wegen der Agenda entstanden ist, w&auml;re eine Koalition gegen diese Agenda gewesen. Aber die SPD h&uuml;tete sich, sie zu bilden. Sie bleibt die Agenda-Partei, bis heute.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/michael-jaeger\/agenda-untergang\">der Freitag<\/a>\n<p><strong>dazu: Das wirtschaftspolitische Versagen der SPD und die Agenda 2010 (Teil 1)<\/strong><br>\nDie allgemeine Wirtschaftspolitik wurde nach 2009\/10 wieder ordoliberal gepr&auml;gt, insbesondere durch die Fiskalpolitik von Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU). Nach dem auf die gro&szlig;e Finanzkrise keynesianisch reagiert werden musste, wurde danach wieder konventionell neoklassisch gehandelt. Die SPD in der Regierung hatte diesen &Uuml;bergang in eine neoklassische Wirtschaftspolitik nicht zu beeinflussen versucht. In der Frage der Schuldenbremse und des Europ&auml;ischen Fiskalpakts hat sie die ordoliberale Politik sogar unterst&uuml;tzt. Diese konzeptionelle Schw&auml;che der SPD in der Wirtschaftspolitik ist nach wie vor durch die Wirkungen der Agenda 2010 gepr&auml;gt. Die SPD hat es bis heute nicht gewagt oder nicht f&uuml;r n&ouml;tig gehalten, sich mit den gesamtwirtschaftlichen Folgen dieser Entscheidungen auseinanderzusetzen. Die Agenda wurde einfach als Beitrag zur St&auml;rkung der Wettbewerbsposition des Standorts Deutschland und zur Senkung der Arbeitslosigkeit in Deutschland interpretiert und als quasi alternativlos verstanden. Dazu war es gekommen, weil der These von Deutschland als &ouml;konomisch &bdquo;krankem Mann&ldquo; in Europa unkritisch gefolgt wurde. Der R&uuml;ckgang der Arbeitslosigkeit wurde als Folge der Hartz-Reformen gesehen und nicht beachtet, dass f&uuml;r den diesen R&uuml;ckgang auch andere Faktoren ma&szlig;geblich sein k&ouml;nnen (und waren). Aus einer zeitlichen Reihenfolge von &#9656;so genannten Arbeitsmarktreformen und sinkender Arbeitslosigkeit kann nicht auf eine &ouml;konomische Kausalit&auml;t geschlossen werden. Das hat die SPD nicht verstanden, weil sie nach wie von dem einfachen Modell der neoklassischen Arbeitsmarkttheorie fasziniert war.<br>\nDiese Haltung l&auml;sst sich bei einer Neuorientierung der SPD nicht mehr durchhalten, weil die SPD wirtschafts- und sozialpolitische Forderungen diskutieren wird, die mit der hinter der Agenda stehenden Denkweise nicht mehr vereinbar sind. Es geht dabei aber nicht nur um die Bewertung der Arbeitsmarktpolitik, sondern weitgehend auch um Korrekturen im Steuersystem und bei den Renten. Damit stehen die der Agenda vorhergehenden Entscheidungen zu den Unternehmenssteuerreformen und zum Umbau des Rentensystems und dessen kapitalgedeckter Erg&auml;nzung ebenfalls zur Diskussion. Daher ist es notwendig, die wirtschaftspolitischen Entscheidungen der Zeit von 1999 und 2005 und ihre &ouml;konomischen und sozialen Folgen zu bilanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2154\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ist jede Arbeit besser, als arbeitslos zu bleiben?<\/strong><br>\nNein, sagen britische Wissenschaftler, den wer einen Job mit schlechten Arbeitsbedingungen erh&auml;lt, ist schlechter dran als Arbeitslose<br>\nDas Mantra lautet f&uuml;r ungew&ouml;hnlich, es sei immer besser eine Lohnarbeit zu haben, als weiterhin arbeitslos zu sein. Gepaart wird das oft damit, dass rein quantitativ mit der Vermehrung von Jobs geprahlt wird, was auch hei&szlig;t, ein schlechter. mies bezahlter oder prek&auml;rer Job sei besser als keiner. Daher muss alles daf&uuml;r getan werden, um die Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Zudem gilt Arbeitslosigkeit als Gesundheitsrisiko, w&auml;hrend Arbeit die Lebenszufriedenheit erh&ouml;ht.<br>\nEine britische Studie, die im August im International Journal of Epidemiology ver&ouml;ffentlicht wurde, macht nun klar, dass Arbeiten um jeden Preis vielleicht f&uuml;r Arbeitgeber und Steuerzahler gut sein mag, aber nicht f&uuml;r denjenigen, der sie ausf&uuml;hren muss. Es liegt auch eigentlich auf der Hand, dass ein Job unter schlechten Arbeitsbedingungen die Menschen nicht ges&uuml;nder macht, als wenn sie arbeitslos blieben. Regierungen gingen aber in der Regel davon aus, dass die Vorteile des Arbeitens die Risiken des Arbeitens und der Arbeitslosigkeit &uuml;bersteigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ist-jede-Arbeit-besser-als-arbeitslos-zu-bleiben-3913698.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Besten zieht es wieder weg aus Deutschland<\/strong><br>\nDie Hochschulen werben offensiv um ausl&auml;ndische Studenten. Mit Erfolg. Doch es gelingt bisher nicht, gerade die besten Absolventen im Land zu halten. Die Sprache ist dabei l&auml;ngst nicht das Hauptproblem.<br>\nZur Behebung des Fachkr&auml;ftemangels sind sie eine bevorzugte Gruppe: ausl&auml;ndische Studenten, die in Deutschland ihren Abschluss gemacht haben. [&hellip;]<br>\nVon denen, die eigentlich gehalten werden sollen, verliert Deutschland aber ausgerechnet die Besten. Laut einer Untersuchung des Sachverst&auml;ndigenrats deutscher Stiftungen f&uuml;r Integration und Migration haben ausl&auml;ndische Absolventen mit einem Notenschnitt, der besser ist als 1,5, eine doppelt so hohe Neigung, Deutschland zu verlassen wie jene mit lediglich durchschnittlichen Noten.<br>\nDer Grund daf&uuml;r liegt in der generell hohen internationalen Mobilit&auml;t der Gruppe. Die jungen Menschen orientieren sich dahin, wo es f&uuml;r sie die besten Arbeitspl&auml;tze gibt. Und das scheint oft nicht Deutschland zu sein.<br>\nAllerdings sind 18 Monate nach dem Abschluss erst vier der Bleibewilligen erfolgreich ins Berufsleben gestartet. Der Rest sucht noch nach einem Job. Der Zeitpunkt ist neuralgisch. Denn falls die Ausl&auml;nder nicht aus der EU stammen, m&uuml;ssen sie nach 18 Monaten das Land verlassen, falls sie keine T&auml;tigkeit gefunden haben, die sie ern&auml;hrt. Diese Frist f&uuml;r einen Aufenthaltstitel wurde vor einigen Jahren verl&auml;ngert. Selbst von den Naturwissenschaftlern und Ingenieuren sind dann noch immer 30 Prozent auf Stellensuche. Dabei werden sie doch angeblich dringend gebraucht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article171333809\/Die-Besten-zieht-es-wieder-weg-aus-Deutschland.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Also gibt es keinen Fachkr&auml;ftemangel und viele andere L&auml;nder, in denen die Arbeitsbedingungen (Geh&auml;lter) deutlich besser sind. Jeder normal denkende Mensch kann diese logischen Schlussfolgerungen ziehen und muss sich nicht &uuml;ber das Offensichtliche wundern.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: L&auml;ndle grenzt aus<\/strong><br>\nMan stelle sich vor, Baden-W&uuml;rttembergs Autoindustrie w&uuml;rde pl&ouml;tzlich um ein F&uuml;nftel einbrechen oder das Land b&uuml;&szlig;te mit einem Mal 20 Prozent seiner Steuereinnahmen ein. Oder der Gr&uuml;nen-Partei im S&uuml;dwesten liefen &uuml;ber Nacht 20 Prozent ihrer W&auml;hler davon. Was w&auml;re das f&uuml;r eine Aufregung im L&auml;ndle. Und dann gibt es Ereignisse, um die nicht so viel Wind gemacht wird: Nach einer aktuellen Erhebung haben sich zum laufenden Wintersemester 21,6 Prozent weniger Studierende aus Staaten von au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union (EU) an den baden-w&uuml;rttembergischen Hochschulen neu eingeschrieben als im Vorjahr. Das ist ohne Frage ein ziemlich massiver Einbruch und Kritiker warnen deshalb vor einem Verlust an Weltoffenheit, wissenschaftlichem und kulturellem Austausch.<br>\nTheresia Bauer, gr&uuml;ne Wissenschaftsministerin, sieht die Dinge anders. F&uuml;r sie sind 21,6 Prozent ein &bdquo;moderater R&uuml;ckgang&ldquo;, der in dem Umfang liege, &bdquo;wie wir ihn erwartet haben&ldquo;. Gesagt hat sie das am Dienstag vor Pressevertretern in Stuttgart. An ihrer Seite sa&szlig; dabei der gr&uuml;ne Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann, der ebenfalls manches Bonmot zum Thema beisteuerte, wovon dieses hier herausstach: &bdquo;Die Attraktivit&auml;t Baden-W&uuml;rttembergs als Studienziel ist ungebrochen: Junge Menschen aus der ganzen Welt kommen gerne zu uns und nutzen die hervorragenden Studienbedingungen und die Qualit&auml;t an unseren Hochschulen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-2055-bawue-weniger-internationale-studis.php\">Studis Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: BAf&ouml;G und Studentenwohnraum: &ldquo;Wir haben in den letzten Jahren immer wieder gebohrt&rdquo;<\/strong><br>\nDie derzeitige F&ouml;rderquote sei dramatisch gering, bem&auml;ngelte Studentenwerkspr&auml;sident Dieter Timmermann im Dlf. Studierende im unteren Einkommensdrittel h&auml;tten gro&szlig;e Schwierigkeiten, ihr Leben zu finanzieren. Au&szlig;erdem fehle es an Wohnraum. Man habe immer wieder auf die Probleme hingewiesen &ndash; eine neue Bundesregierung m&uuml;sse nun handeln. [&hellip;]<br>\nDichmann: Wie kann es denn bitte sch&ouml;n sein, dass auch 2017 so wenige Studierende BAf&ouml;G beantragt haben wie in den Jahren zuvor, sogar noch weniger sind es geworden. Das sollte doch eigentlich alles besser werden mit der BAf&ouml;G-Novelle 2016, die erst mal die Freibetr&auml;ge erh&ouml;ht hat, damit mehr Studenten beantragen k&ouml;nnen, und daneben gab es auch schlicht und einfach mehr Geld f&uuml;r jeden einzelnen Studenten. Das hat scheinbar wenig genutzt.<br>\nTimmermann: Es gab ja eine relativ lange Periode, in der das BAf&ouml;G &uuml;berhaupt nicht angehoben worden ist oder angepasst worden ist, immerhin von 2010 bis 16, und wir hatten aufgrund dieser Tatsache eben schon die Bef&uuml;rchtung, dass immer mehr Studierende an die Armutsgrenze kommen w&uuml;rden. Und wir haben nat&uuml;rlich gehofft, dass die Erh&ouml;hung der Freibetr&auml;ge und der Elternfreibetr&auml;ge deutlich st&auml;rker ausf&auml;llt als sie ausgefallen ist, und bisher k&ouml;nnen wir nur sagen, sie ist unzureichend. Sie haben eben selbst die F&ouml;rderquote von 18 Prozent genannt, die ist dramatisch niedrig, ist die niedrigste aller Zeiten, und das hei&szlig;t aber auch, dass gerade die Studierenden, die im unteren Einkommensdrittel leben, also die weniger als 700 Euro haben, dass die gro&szlig;e Schwierigkeiten haben, ihr Leben zu finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/bafoeg-und-studentenwohnraum-wir-haben-in-den-letzten.680.de.html?dram:article_id=402493\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Rentenkasse durch falsche Politik gepl&uuml;ndert<\/strong><br>\n&bdquo;Die Rentenkasse ger&auml;t nicht unter Druck, weil die Menschen immer l&auml;nger leben, sondern weil sie durch politische Fehlentscheidungen j&auml;hrlich um acht Milliarden Euro geschr&ouml;pft wird&ldquo;, kommentiert Matthias W. Birkwald, Rentenexperte der Fraktion DIE LINKE, entsprechende Aussagen auf der Bundesvertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung. Birkwald weiter:<br>\n&bdquo;Ja, die Rentenbezugsdauer steigt, aber gleichzeitig sterben 22 Prozent der Menschen in Deutschland vor dem 70. Geburtstag. Au&szlig;erdem ist die Lebenserwartung immer noch eine Frage von arm und reich. Vor allem die Armen m&uuml;ssen fr&uuml;her sterben. Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts sterben arme Frauen 8,4 Jahre fr&uuml;her als ihre wohlhabendsten Altersgenossinnen. Die armen M&auml;nner m&uuml;ssen sogar 10,8 Jahre eher gehen. Deshalb brauchen wir f&uuml;r diese Gruppen endlich echte Leistungsverbesserungen.<br>\nDurch die Schnapsidee, die Beitr&auml;ge zu senken, und die Blockadehaltung bei der aus Beitr&auml;gen fehlfinanzierten &sbquo;M&uuml;tterrente&lsquo; gehen der Rentenversicherung aber Jahr f&uuml;r Jahr acht Milliarden Euro verloren. Mit diesem Geld k&ouml;nnten sofort die ungerechten Abschl&auml;ge bei allen Erwerbsminderungsrenten abgeschafft werden und die k&uuml;nftigen Renten von Geringverdienenden aufgewertet werden (Rente nach Mindestentgeltpunkte).&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/rentenkasse-durch-falsche-politik-gepluendert\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Hurra, wir haben Chancengleichheit!<\/strong><br>\nMit Irrsinnsvorschl&auml;gen Ma&szlig;st&auml;be verschieben, um Ma&szlig; und Mitte zu verlieren. Was f&uuml;r den &bdquo;Lohn zum Leben&ldquo; gilt, trifft auch auf das obskure Konzept &bdquo;Chancengleichheit&ldquo; zu.<br>\nHeiner Flassbeck schrieb j&uuml;ngst treffend &uuml;ber die Ausf&uuml;hrungen des DIW-Pr&auml;sidenten Marcel Fratzscher zur Frage der Umverteilung:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Nein auch er l&auml;uft der Fiktion hinterher, es gebe so etwas wie den gerechten Lohn, mit dem der Markt automatisch jeden belohnt, der die n&ouml;tige Qualifikation hat&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Fiktion, die Umverteilung f&uuml;r obsolet erkl&auml;rt, ist besser bekannt unter dem Namen &bdquo;Chancengleichheit&ldquo;. Ich will mir die M&uuml;he des Versuchs sparen, das Wort &bdquo;Chancengleichheit&ldquo; sinnvoll zu definieren oder sogar den Begriff zu explizieren. Der Ausdruck ist auf seiner ganzen Linie ein semantischer Nebel. Niemand wei&szlig;, welcher Gegenstand (in diesem Fall ist es eine bestimmte Situation) mit diesem Wort pr&auml;diziert wird, worin das Referenzobjekt dieses Ausdrucks besteht oder wie Intension und Extension des Begriffs zu bestimmen w&auml;ren. Reden &uuml;ber &bdquo;Chancengleichheit&ldquo; ist ebenso inhaltsleer wie Reden &uuml;ber &bdquo;Krokofanten&ldquo;. Es kann daher aus der Unkenntnis des Gegenstandes &ndash; also der Situation &ndash; nur folgen, dass auch niemand wei&szlig;, wie man eine solche Chancengleichheit herstellen k&ouml;nnte, bzw. welche Situation man dazu herbeif&uuml;hren sollte.<br>\nTrotzdem ist die &bdquo;Chancengleichheit&ldquo; bei Liberalen und gerade bei Linksliberalen &auml;u&szlig;erst beliebt. Von Letzteren scheinen einige geradezu davon besessen zu sein. Bei den Liberalen ist die Begeisterung verst&auml;ndlich. Das Konzept soll die liberale Antwort sein auf die linke Forderung nach Verteilungsgerechtigkeit. Dass auch Linke davon begeistert sind, ist weniger gut nachvollziehbar, denn &uuml;ber die Unklarheit des Konzepts hinaus gibt es noch andere Facetten daran, die fragw&uuml;rdig sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/12\/hurra-wir-haben-chancengleichheit\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Welthandelsmacht<\/strong><br>\nChinas milliardenschweres Megaprojekt einer &raquo;maritimen Seidenstra&szlig;e&laquo; zwischen Ostasien und Europa ist weit vorangeschritten. Diesem Netzwerk von Schiffahrtslinien und H&auml;fen hat die EU wenig entgegenzusetzen<br>\nDie Volksrepublik investiert viele Milliarden, die Bundesrepublik ist in Sorge. Die chinesische &raquo;Belt and Road&laquo;-Initiative (BRI) veranlasst den deutschen Chefdiplomaten in Beijing, Michael Clauss, zu scharfen T&ouml;nen: Das Konzept sei &raquo;sinozentrisch&laquo;, kritisierte der Botschafter und verlangte im Namen Deutschlands und Europas mehr Mitsprache. Das wirft die Frage auf: Mit welchem Recht?<br>\nMit der Initiative strebt die Volksrepublik China seit 2013 die Schaffung eines wirtschaftlichen und kulturellen Netzwerks von der eigenen Pazifikk&uuml;ste &uuml;ber Zentralasien, Arabien, Ostafrika und Nahost bis Westeuropa an, dessen Namensgebung eine bewusste Referenz an die alte &raquo;Seidenstra&szlig;e&laquo; darstellt: Auch damals schon waren chinesische Waren &ndash; darunter eben auch die in Europa begehrte Seide &ndash; nicht nur &uuml;ber Land (auf der eigentlichen &raquo;Seidenstra&szlig;e&laquo;) durch die Mongolei und Iran bis nach Syrien, sondern auch auf verschiedenen Seewegsrouten &uuml;ber den Indischen Ozean gen Westen bis nach Arabien und &Auml;gypten gelangt. Einzig die bis 1869, dem Jahr der Er&ouml;ffnung des Suezkanals, ja noch nicht durchg&auml;ngig bestehende Verbindung zwischen dem Roten und dem Mittelmeer verhinderte einen durchgehenden Transport der Waren per Schiff. (&hellip;)<br>\nLaut einer Studie der Londoner Investmentbank Grisons Peak stellt China aktuell vier der zehn gr&ouml;&szlig;ten Hafenbetreiber der Welt sowie vier der 20 gr&ouml;&szlig;ten Schiffahrtslinien. Zudem sind fast zwei Drittel der 50 gr&ouml;&szlig;ten H&auml;fen der Welt entweder in chinesischem Besitz oder abh&auml;ngig von chinesischen Investitionen; 2010 habe das nur f&uuml;r ein F&uuml;nftel von ihnen gegolten.<br>\n&raquo;China kommt schneller, als manch einer es wahrhaben will.&laquo; Wer heute die chinesische BRI als Bedrohung thematisiert, hat eine Entwicklung verschlafen und fr&uuml;hzeitige Prognosen hiesiger Experten nicht ernst genommen. Wenn gegenw&auml;rtig &uuml;ber den chinesischen Plan einer &raquo;Maritimen Seidenstra&szlig;e des 21. Jahrhunderts&laquo; geredet werden muss, dann nur, weil Beijing die Chancen einer derartigen Strategie schneller und klarer erkannt und angepackt hat als hiesige Politiker und Logistiker.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323152.welthandelsmacht.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Europa am Scheideweg<\/strong><br>\nDie Organisatoren der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz (MSC), einer der weltweit wichtigsten milit&auml;rpolitischen Tagungen, fordern den beschleunigten Umbau der EU zur Kriegsallianz. Der europ&auml;ische Staatenbund m&uuml;sse in der Lage sein, jederzeit eine mit der Milit&auml;roperation gegen Libyen 2011 vergleichbare &ldquo;Mission&rdquo; durchzuf&uuml;hren, hei&szlig;t es in einer soeben erschienenen Studie der MSC, der Unternehmensberatung McKinsey und der Eliteuniversit&auml;t Hertie School of Governance. Verlangt werden nicht nur drastische Erh&ouml;hungen der Verteidigungsbudgets der EU-Mitgliedsl&auml;nder, sondern vor allem Investitionen in modernes Kriegsger&auml;t. Dazu setzen die Autoren des Reports neben einer Vereinheitlichung der europ&auml;ischen R&uuml;stungsstandards insbesondere auf den weiteren Ausbau der staatlichen Forschungsf&ouml;rderung. Diese soll k&uuml;nftig vermehrt Hochschulen, zivile Industriezweige und sogenannte Start Up-Unternehmen in den Blick nehmen. Wie der Leiter der MSC, der deutsche Diplomat Wolfgang Ischinger, erkl&auml;rt, handele es sich hierbei um &ldquo;lebenswichtige&rdquo; Entscheidungen: Dass sich die EU weiterhin auf den &ldquo;Schutz&rdquo; der USA verlasse, sei &ldquo;unhaltbar&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7471\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>PESCO-Projekte<\/strong><br>\nAm 11. Dezember soll der EU-Rat endg&uuml;ltige die St&auml;ndige Strukturierte Zusammenarbeit (PESCO) beschlie&szlig;en, mit der ein kleiner Kreis von Mitgliedsl&auml;ndern per Mehrheitsbeschluss unter EU-Dach R&uuml;stungsprojekte durchf&uuml;hren k&ouml;nnen soll (siehe IMI-Standpunkt 2017\/036). Augengeradeaus berichtet nun &uuml;ber die ersten Projekte, die bereits angebahnt werden: &bdquo;Insgesamt ist von 47 Projekten die Rede, 15 davon wurden inzwischen von Arbeitsgruppen ausgesucht und quasi beschlossen. [&hellip;] Deutschland ist, wie von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bereits zuvor angedeutet und damit wenig &uuml;berraschend, die F&uuml;hrungsnation bei drei Vorhaben: einem gemeinsamen europ&auml;ischen Sanit&auml;tskommando, einem European Logistic Hub sowie bei einem Center of Excellence f&uuml;r EU-Ausbildungsmissionen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/12\/07\/pesco-projekte\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<p><strong>dazu: Blockade einer Sondersitzung zur EU-Milit&auml;runion ist skandal&ouml;s<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist skandal&ouml;s, dass die Fraktionen von Union, SPD und Gr&uuml;nen eine Sondersitzung des Bundestages vor der endg&uuml;ltigen Beschlussfassung im EU-Rat zur EU-Verteidigungsunion blockieren. So wird eine gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Bundesregierung unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit der Einrichtung einer Aufr&uuml;stungs- und Milit&auml;runion zustimmen, ohne den Bundestag zu beteiligen&ldquo;, kommentiert Heike H&auml;nsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, das Abblocken eines Antrages der Fraktion DIE LINKE auf eine Sondersitzung zur St&auml;ndigen Strukturierten Zusammenarbeit (&ldquo;Permanent Structured Cooperation&rdquo;, PESCO).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/blockade-einer-sondersitzung-zur-eu-militaerunion-ist-skandaloes\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Regime-Change 2.0?<\/strong><br>\nIn Kiew spitzt sich die innenpolitische Situation zu. Vor dem Parlament haben Gegner von Staatspr&auml;sident Petro Poroschenko Barrikaden gebaut und ein Zeltlager errichtet. Sie fordern den &raquo;Sturz der kriminellen Bande&laquo; &ndash; gemeint sind Poroschenko und die Regierung. Kopf der Bewegung ist Michail Saakaschwili, fr&uuml;herer georgischer Pr&auml;sident, dann Gouverneur von Odessa und derzeit Staatenloser ohne Aufenthaltstitel in der Ukraine sowie selbsternannter Antikorruptionsk&auml;mpfer. Es ist eine Revolte von rechts. Saakaschwili wird unterst&uuml;tzt von K&auml;mpfern diverser Nazibataillone und der Partei &raquo;Selbsthilfe&laquo; des B&uuml;rgermeisters von Lwiw, Andrij Sadowyj. Auch Flaggen der faschistischen &raquo;Swoboda&laquo;-Partei waren bei Saakaschwili-Veranstaltungen schon zu sehen.<br>\nDie Eskalation hatte am Dienstag morgen begonnen. Gegen acht Uhr waren Beamte des Geheimdienstes SBU mit einem Durchsuchungsbefehl vor der Wohnung Saakaschwilis in einem noblen Appartementblock unweit des Unabh&auml;ngigkeitsplatzes erschienen. W&auml;hrend sie noch versuchten, die Wohnungst&uuml;r aufzubrechen, stieg Saakaschwili aufs Dach des sechsst&ouml;ckigen Geb&auml;udes und hielt eine flammende, wenn auch schlecht verst&auml;ndliche Rede an seine vor dem Haus versammelten Anh&auml;nger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323110.regime-change-2-0.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Beim Regime-Change vor einigen Jahren machte auch der heutige Bundespr&auml;sident &ldquo;keine gute Figur&rdquo; und <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/6213\/\">traf sich<\/a> u.a. mit Vertretern der Swoboda-Partei. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein Schritt zum Tausendj&auml;hrigen Reich Gottes<\/strong><br>\nDas Wei&szlig;e Haus hat keine Antwort auf die Frage, warum Trump gerade jetzt &bdquo;die Zeit gekommen&ldquo; sah, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, obwohl der Status und der Grenzverlauf in der Stadt so umstritten sind wie eh und je. Sicher ist, dass ihn der Casino-Unternehmer und wichtige Republikaner-Spender Sheldon Adelson sowie andere j&uuml;dische Israel-Unterst&uuml;tzer dazu gedr&auml;ngt haben. Mindestens so bedeutsam waren die Lobbyisten aus dem evangelikalen Lager &ndash; konservative Aktivisten, ohne deren Treue durch alle Wahlkampf-Turbulenzen hindurch Trump heute nicht im Wei&szlig;en Haus s&auml;&szlig;e.<br>\n&bdquo;Ohne die Evangelikalen w&auml;re es nicht zu dem Beschluss gekommen&ldquo;, sagte der kalifornische Pastor Johnnie Moore in einem Interview. Er spricht f&uuml;r einen Rat evangelikaler Meinungsf&uuml;hrer, die Trump beraten. Es vergehe kaum ein Tag, an dem nicht ein &bdquo;prominenter christlicher Konservativer&ldquo; im Wei&szlig;en Haus empfangen werde, so Moore. Besonderen Zugang d&uuml;rfte die Gruppe &bdquo;Mein Glaube w&auml;hlt&ldquo; genie&szlig;en, die Trump ebenfalls mit einer Mail-Kampagne an sein Versprechen im Hinblick auf Jerusalem erinnert hat. Denn sie wird vom republikanischen Pastor Mike Huckabee geleitet. Der Baptist war Gouverneur in Arkansas. Seine Tochter Sarah ist Trumps Sprecherin.<br>\nUngef&auml;hr jeder vierte Amerikaner rechnet sich einer evangelikalen Protestantenkirche zu. 82 Prozent dieser B&uuml;rger stimmten nach einer Erhebung des Pew Research Center im Jahr 2013 der Aussage zu, dass Israel den Juden von Gott gegeben sei. Unter j&uuml;dischen Amerikanern war der Anteil weniger als halb so gro&szlig;. Die Aussicht, dass im Nahen Osten friedlich eine Zweistaatenl&ouml;sung herbeigef&uuml;hrt werden k&ouml;nne, sch&auml;tzten wei&szlig;e Evangelikale wesentlich skeptischer ein als ihre j&uuml;dischen Mitb&uuml;rger. Wie weit die Israel-Begeisterung im evangelikalen Lager reicht, zeigte auf dem H&ouml;hepunkt des Streits um das iranische Atomprogramm vor zwei Jahren eine Umfrage f&uuml;r Bloomberg: Fast sechzig Prozent stimmten zu, dass Amerika Israel selbst dann unterst&uuml;tzen solle, wenn das den eigenen nationalen Interessen zuwiderliefe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/evangelikale-unterstuetzen-trumps-vorhaben-jerusalem-als-hauptstadt-anzuerkennen-15329888.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Trumps Nahost-Roulette &ndash; Jerusalem-Pl&auml;ne des US-Pr&auml;sidenten sind t&ouml;dlich<\/strong><br>\nEs k&ouml;nnte einen neuen Fl&auml;chenbrand entz&uuml;nden, vergleichbar mit der US-Invasion des Irak im Jahr 2003. Mit diesem v&ouml;lkerrechtswidrigen Angriffskrieg wollte der damalige Pr&auml;sident George W. Busch die Demokratie in den Nahen Osten exportieren. Stattdessen hat er die gesamte Region in Brand gesteckt und die Furie des Terrors &uuml;ber die ganze Welt verbreitet. Ein &auml;hnliches Unheil k&ouml;nnte Trump, dieser Hasardeur im Wei&szlig;en Haus, jetzt anrichten. Das ist die Dimension. Noch so ein desastr&ouml;ses Experiment vertr&auml;gt der Planet nicht. Wenn er die Verlegung der US-Botschaft nur als Drohung nutzen wollte, um einen Friedensvertrag zu erzwingen, wagte er das riskanteste politische Spiel, das es auf dem Globus gibt. Viele Pal&auml;stinenser sind fassungslos vor Wut. Die politische F&uuml;hrung hat zwar zornig, aber noch vergleichsweise besonnen reagiert. Fraglich ist aber, ob sie den Zorn kontrollieren kann. Im September 2000 hat der Besuch des damaligen israelische Premiers Ariel Sharon auf dem Tempelberg ausgereicht, um die Zweite Intifada auszul&ouml;sen. Trumps Pl&auml;ne k&ouml;nnten noch viel Schlimmeres anrichten. Es muss verhindert werden. Auch die Europ&auml;er sollten es nicht beim Protest belassen. Was hindert sie, selbst neue Friedensverhandlungen anzusto&szlig;en, anstatt nur immer nur zuzusehen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/leitartikel-trumps-nahost-roulette-1.6967173?searched=true\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bewusstes Nein<\/strong><br>\nDer Stadtrat stellt sich gegen eine internationale, gegen Israel gerichtete Boykott-Kampagne. F&uuml;r BDS-Veranstaltungen gibt es k&uuml;nftig weder R&auml;ume noch Zusch&uuml;sse der Stadt<br>\nAm Ende ist die Entscheidung mit gro&szlig;er Mehrheit gefallen: Der Verwaltungs- und Personalausschuss des Stadtrats hat am Mittwochnachmittag beschlossen, den antiisraelischen Boykott-Aufruf BDS (&ldquo;Boycott, Divestment, Sanctions&rdquo;) in M&uuml;nchen zu &auml;chten. Niemand, der sich mit der Kampagne befassen oder sie unterst&uuml;tzen will, darf demnach k&uuml;nftig zu diesem Zweck st&auml;dtische R&auml;ume oder Zusch&uuml;sse erhalten. Die Ausschussmitglieder verabschiedeten dies gegen die Stimmen lediglich der Linken sowie einer von drei Gr&uuml;nen. Es ist zu erwarten, dass das Plenum des Stadtrats dem folgen wird. Damit setzt das Rathaus ein Signal in einem lange schwelenden Streit um Veranstaltungen zum Nahost-Konflikt. Seit November 2015 sind in M&uuml;nchen und im Umland wiederholt Vortr&auml;ge als antisemitisch in die Kritik geraten, auch in st&auml;dtischen oder st&auml;dtisch gef&ouml;rderten R&auml;umen; mehrere Veranstaltungen wurden abgesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/grossemehrheit-bewusstes-nein-1.3781543\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Die Entscheidung in M&uuml;nchen ist gefallen. Auch wenn heute nur in dem zust&auml;ndigen Stadtratsausschuss abgestimmt wurde &ndash; es gab nur zwei Stimmen dagegen -, sie wird in einer Woche vom Plenum in &auml;hnlicher Weise best&auml;tigt werden. Die Argumentation der Antragsteller war erb&auml;rmlich schlecht. Die SPD blamiert sich weiter.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.W.:<\/strong> Herr Stadtrat Offman sagte in der Sitzung des Verwaltungs- und Personalausschusses M&uuml;nchen erneut wahrheitswidrig: Die BDS-Kampagne (Boykott, Desinvestition, Sanktion) &ldquo;will den Untergang Israels&rdquo;. Er war doch im Zuge der Auseinandersetzungen immer wieder darauf hingewiesen und aufgefordert worden, das schon im Originalaufruf nachzulesen: &ldquo;Diese gewaltlosen Ma&szlig;nahmen sollen so lange fortgef&uuml;hrt werden, bis Israel seiner Verpflichtung nachkommt, das unver&auml;u&szlig;erliche Recht der Pal&auml;stinenser auf Selbstbestimmung anzuerkennen und das V&ouml;lkerrecht einzuhalten&hellip;&rdquo;. <\/em><br>\n<em>Das hat nichts zu tun mit dem schrecklichen &ldquo;Kauft nicht bei Juden&rdquo; zu Nazizeiten (damals gegen Juden, weil sie Juden sind)! Der sorgf&auml;ltig &ldquo;bedingte&rdquo; Aufruf zu Sanktionen zielt explizit, eindeutig auf endliches Einhalten der globalen Menschenrechte und des V&ouml;lkerrechts! Hier ist der ansonsten um korrekte Berichterstattung bem&uuml;hte Jakob Wetzel &ldquo;verheerend&rdquo; ungenau.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Irmela Mensah-Schramm: &ldquo;Ich bin knallhart gegen Querfront&ldquo;<\/strong><br>\nIrmela Mensah-Schramm entfernt seit mehr als 30 Jahren Nazi-Aufkleber. Im Interview spricht sie &uuml;ber ihre Arbeit &ndash; und den Vorwurf, sie arbeite mit Neurechten zusammen [&hellip;]<br>\nSie haben renommierte Partner wie &bdquo;Gesicht zeigen&ldquo;. Aber es gibt nun auch ein Problem: Denn ein Teil Ihrer Helfer geh&ouml;rt zum Querfront-Milieu. Es sind also Aktivisten, die auch mit Rechtspopulisten keine Probleme haben. Warum vertrauen Sie auf solche Leute?<br>\nQuerfront, das ist ein neues Modewort. Es wird benutzt, um unsere alte Friedensbewegung zu spalten, meine politische Heimat. Ich habe mit Petra Kelly und Dorothee S&ouml;lle am 6. August 1983 in Mutlangen demonstriert, eine Sitzblockade gegen die US-amerikanischen Pershing-II-Raketen. Meine alte Tante hat mich sogar noch unterst&uuml;tzt mit Unterkunft. [&hellip;]<br>\nWenn Sie jetzt gewarnt werden vor der Zusammenarbeit mit bestimmten Leuten &hellip;<br>\n&hellip; dann sage ich: Ihr k&ouml;nnt mir alle den Buckel runterrutschen. [&hellip;]<br>\nTretschog hat Sie im Juni verpflichtet f&uuml;r einen Auftritt beim Pax Terra Musica Festival im S&uuml;den Brandenburgs. Dort trafen sich dann Israel-Hasser, esoterische Hetzer und Anh&auml;nger von Verschw&ouml;rungstheorien. Haben Sie ihre Teilnahme bereut?<br>\nNein. Was sollen solche Vorw&uuml;rfe? Der RBB hat mich damals begleitet und &uuml;berhaupt keine Israel-Hasser ausfindig gemacht. Ich wurde dort nicht verpflichtet. Ich habe an einem Podiumsgespr&auml;ch teilgenommen und &uuml;ber meine Arbeit in der Friedensbewegung berichtet. Das war alles.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/antifa-aktivistin-aus-zehlendorf-irmela-mensah-schramm-ich-bin-knallhart-gegen-querfront\/20678122.html%20\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Hat &bdquo;Journalist&ldquo; Matthias Meisner eigentlich noch einen Funken Anstand? Wie kann man eine 72-j&auml;hrige Dame, die in ihrem Leben mehr gegen Rechtsextreme getan hat, als die ganze Redaktion des Tagesspiegel zusammen, einem derart peinlichen Verh&ouml;r unterziehen? Tragisch. Die ganze Hexenjagd auf die angebliche &bdquo;Querfront&ldquo; ist einfach nur noch absurd.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>ARD-DeutschlandTrend: FDP-Chef Lindner verliert deutlich an R&uuml;ckhalt<\/strong><br>\n(&hellip;) mit der Arbeit des FDP-Chefs sind aktuell nur 28 Prozent der B&uuml;rger zufrieden &ndash; 17 Punkte weniger im Vergleich zu Anfang November vor dem Abbruch der Sondierungsgespr&auml;che. Zuletzt war er im April 2017 ebenso schlecht bewertet.<br>\nInteressant ist es, bei der Zustimmung zu Christian Lindner auf die Parteianh&auml;nger zu schauen &ndash; schlie&szlig;lich hatte die FPD ihr Ergebnis bei der Bundestagswahl auch knapp 1,4 Millionen W&auml;hlerstimmen aus dem Unionslager zu verdanken. Von den FDP-Anh&auml;ngern sind aktuell 80 Prozent zufrieden mit seiner Arbeit (-10 im Vergleich zu Anfang November). Von den Unions-Anh&auml;ngern sind 30 Prozent zufrieden mit der Arbeit von Christian Lindner(-30). Letztendlich b&uuml;&szlig;t der FDP-Vorsitzende bei allen politischen Lagern an Zustimmung ein, au&szlig;er bei den Anh&auml;ngern der AfD: Diese sind aktuell zu 64 Prozent zufrieden mit seiner Arbeit (+25)\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171208-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171208-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/deutschlandtrend-1049.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.Z.:<\/strong> Lindners Plan, AfD-W&auml;hler anzusprechen, scheint also vorerst leider aufzugehen. Die relativ kleinen Einbr&uuml;che bei der eigenen Klientel d&uuml;rften da verkraftbar sein.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Christian Lindner &ndash; &bdquo;unser&ldquo; J&ouml;rg Haider<\/strong><br>\n[&hellip;] Christian Lindner hat es gelernt &ndash; oder besser &bdquo;hat es lernen m&uuml;ssen&ldquo; &ndash; in langfristigen Kategorien zu denken. W&auml;hrend Merkels &Auml;ra sich dem Ende neigt, SPD-Kandidaten traditionell nur eine sehr geringe Amtszeit haben, Gr&uuml;ne ohnehin st&auml;ndig rotieren und Heckensch&uuml;tzen innerhalb der Linkspartei eine zu starke Fokussierung auf die De-Facto-Frontfrau Wagenknecht bislang stets zu verhindern wussten, kann der erst 38j&auml;hrige Linder auch schon mal f&uuml;r die n&auml;chsten oder gar &uuml;bern&auml;chsten Wahlen taktieren. Und Lindner denkt in gr&ouml;&szlig;eren Kategorien als 10%. Er will seine Partei &bdquo;auf Augenh&ouml;he&ldquo; zu den zwei Gro&szlig;en hieven und das will er offensichtlich mit Hilfe der k&uuml;nftigen Ex-AfD-W&auml;hler erreichen. Ein Plan, der durchaus aufgehen k&ouml;nnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41292\">Jens Berger auf den NachDenkSeiten<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-41475","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41475","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41475"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41475\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41478,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41475\/revisions\/41478"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41475"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41475"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41475"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}