{"id":41507,"date":"2017-12-08T16:17:10","date_gmt":"2017-12-08T15:17:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507"},"modified":"2017-12-08T16:17:10","modified_gmt":"2017-12-08T15:17:10","slug":"hinweise-des-tages-ii-324","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h01\">Gewinne wegsteuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h02\">Mindestlohnbetr&uuml;gern endlich das Handwerk legen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h03\">Hartz-IV-Empf&auml;nger: Nicht einmal jeder Zweite ist offiziell arbeitslos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h04\">Das waren noch Zeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h05\">Durchbruch zum &bdquo;Breakfast Tea&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h06\">Deutsche Industrie fordert Steuersenkung &ndash; wegen Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h07\">Unkrautvernichter: Bundesregierung hilft bei Geheimhaltung von Glyphosat-Studien <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h08\">Schwarz-gr&uuml;n in Hessen will schlechtestes Informationsfreiheitsgesetz Deutschlands<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h09\">Abgrundtief d&auml;mlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h10\">Hebammen- und Krei&szlig;saalmangel: Was tun gegen die Unterversorgung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h11\">Wenn der Zahnarztbesuch teuer wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h12\">25 Jahre &ldquo;Asylkompromiss: &ldquo;Chronologie einer Grundrechtseinschr&auml;nkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h13\">Mitbestimmung unterst&uuml;tzt Einhaltung von Menschenrechten im globalisierten Unternehmen, doch oft fehlen noch klare Regeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h14\">Die AAA-B&uuml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h15\">Monolithe der Blutleere<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h16\">Das Gesch&auml;ft mit der Wahrheit: Wie Medien gesteuert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41507#h17\">Gerichtsurteil: Ehrung f&uuml;r Jebsen darf doch im Babylon stattfinden<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gewinne wegsteuern<\/strong><br>\nViele Politiker glauben, man k&ouml;nne eine Institution, die in gro&szlig;en Schwierigkeiten steckt, dadurch retten, dass man ihr neue Aufgaben gibt. So ist die EU-Kommission &uuml;berzeugt, dass man die Euro-Krise dadurch l&ouml;sen kann, dass man einen W&auml;hrungsfonds und einen Finanzminister f&uuml;r die Euro-Zone installiert.<br>\nDie Frage, um die es eigentlich geht, ist mit dem Vorschlag jedoch nicht beantwortet. Die Frage n&auml;mlich, welche Art von Finanzpolitik der Fonds und der Finanzminister unterst&uuml;tzen sollen. Wird der neue Euro-Finanzminister &uuml;berzeugt sein, dass h&ouml;here Staatsschulden des Teufels sind, oder wird er verstehen, dass man &ouml;ffentliche Schulden braucht? Wird der neue Finanzminister begreifen, dass Europa den deutschen Ausweg hoher Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse, also hoher Schulden im Ausland, gerade nicht w&auml;hlen kann? [&hellip;]<br>\nWer etwas fundamental &auml;ndern will, darf nicht davor zur&uuml;ck&shy;schrecken, die richtigen Fragen zu stellen und daf&uuml;r neue &ouml;konomische Theorien zu bem&uuml;hen. Vorschl&auml;ge f&uuml;r neue Institutionen in den Raum zu stellen, bevor die zentralen Schwachstellen der Euro-Zone behoben sind, f&uuml;hrt keinen Schritt weiter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323203.gewinne-wegsteuern.html\">Heiner Flassbeck in junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Berlins Traum, Europas Trauma<\/strong><br>\nDie Bundesregierung begr&uuml;&szlig;t die j&uuml;ngsten Vorschl&auml;ge der EU-Kommission zur Umgestaltung der Eurozone. Bei dem Plan, den Eurorettungsfonds ESM zu einem Europ&auml;ischen W&auml;hrungsfonds (EWF) umzubauen und den Posten eines EU-Finanzministers zu schaffen, handle es sich um einen &ldquo;wichtigen Beitrag&rdquo;, der &ldquo;achtsam und konstruktiv behandelt&rdquo; werden m&uuml;sse, erkl&auml;rt Peter Altmaier (CDU), Kanzleramtschef und gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Finanzminister. Vor allem mit dem Pl&auml;doyer, einen EU-Finanzminister einzuf&uuml;hren, kn&uuml;pft Br&uuml;ssel an Forderungen des franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron an, die darauf abzielen, die extremen deutschen Handels&uuml;bersch&uuml;sse abzubauen, die die &ouml;konomische Grundlage der Berliner Dominanz in Europa bilden. Allerdings h&ouml;hlen die Br&uuml;sseler Vorschl&auml;ge diese Absicht aus und verkehren sie tendenziell in ihr Gegenteil. Auch den neuen Eurogruppenchef M&aacute;rio Centeno, den Finanzminister Portugals, glaubt Berlin einhegen zu k&ouml;nnen: Er habe ihn nach Berlin eingeladen, um &ldquo;&uuml;ber die gro&szlig;en Zukunftsfragen&rdquo; vom Euro bis zur Bankensicherung zu sprechen, teilt Altmaier mit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7472\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mindestlohnbetr&uuml;gern endlich das Handwerk legen!<\/strong><br>\nDie DIW-Studie &bdquo;Mindestlohn noch l&auml;ngst nicht f&uuml;r alle&ldquo; belegt einmal mehr: Mindestlohnverst&ouml;&szlig;e sind noch immer an der Tagesordnung! Mindestens 1,8 Millionen Besch&auml;ftigte bekamen im ersten Halbjahr 2016 &ndash; also &uuml;ber ein Jahr nach Einf&uuml;hrung des Mindestlohns &ndash; weniger als 8,50 Euro pro Stunde. Legt man nicht nur die vertraglichen, sondern die von ArbeitnehmerInnen angegebenen tats&auml;chlichen Arbeitszeiten zugrunde, sind es sogar 2,6 Millionen. Am schlimmsten trifft es MinijobberInnen, Frauen, ostdeutsche und ausl&auml;ndische Besch&auml;ftigte sowie ArbeitnehmerInnen in kleineren Betrieben.<br>\nMindestlohnverst&ouml;&szlig;e schaden vor allem den Besch&auml;ftigten, f&uuml;hren zu Einnahmeausf&auml;llen in der Sozialversicherung und den Steuerkassen, bedeuten aber auch Schmutzkonkurrenz f&uuml;r die Unternehmen, die sich korrekt verhalten. Es sollte daher das Interesse aller Redlichen in dieser Gesellschaft sein, diesem Betrug wirksam einen Riegel vorzuschieben.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171208-hdt-02.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171208-hdt-02-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/++co++f1578848-db62-11e7-a4b4-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hartz-IV-Empf&auml;nger: Nicht einmal jeder Zweite ist offiziell arbeitslos<\/strong><br>\nIm Juli 2017 gab es knapp 4,4 Millionen erwerbsf&auml;hige Hartz IV-Empf&auml;nger, aber weniger als die H&auml;lfte von ihnen gilt als arbeitslos im Sinne der Statistik. Mit 62 Prozent wird der &uuml;berwiegende Teil von ihnen nicht zu den Arbeitslosen gez&auml;hlt. Das zeigt der aktuelle Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nIm Juli 2017 lebten in Deutschland knapp 6,4 Millionen Menschen in einem Hartz IV-Haushalt. Knapp 4,4 Millionen der Hartz-IV-Empf&auml;nger waren im erwerbsf&auml;higen Alter zwischen 15 Jahren und der Regelaltersgrenze und k&ouml;nnten grunds&auml;tzlich einer Arbeit von mehr als drei Stunden t&auml;glich nachgehen. Obwohl es laut Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) im Juli 2017 rund 80.000 mehr erwerbsf&auml;hige Hartz-IV-Empf&auml;nger als im Vorjahr gab, waren im Vergleich zum Vorjahr rund 100.000 Hartz-IV-Empf&auml;nger weniger offiziell arbeitslos: Nur noch knapp 1,7 Millionen bzw. 38 Prozent galten im Juli gem&auml;&szlig; der BA-Statistik als arbeitslos. Wie ist das m&ouml;glich?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/o-ton-news\/hartz-iv-empfaenger-nicht-einmal-jeder-zweite-ist-offiziell-arbeitslos\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das waren noch Zeiten<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich: K&uuml;nftige Regierungsparteien wollen Arbeitszeit &raquo;flexibilisieren&laquo;: Es drohen Zw&ouml;lf-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche<br>\n&Ouml;sterreichs Besch&auml;ftigte sollen l&auml;nger arbeiten. Obwohl die Koalitionsverhandlungen zwischen der konservativen Volkspartei (&Ouml;VP) und der rechten Freiheitlichen Partei (FP&Ouml;) immer noch nicht abgeschlossen sind, haben die wahrscheinlichen Regierungschefs in spe am Mittwoch einige Vorhaben pr&auml;sentiert. Bei einer Pressekonferenz verk&uuml;ndeten &Ouml;VP-Chef Sebastian Kurz und FP&Ouml;-Obmann Heinz-Christian Strache, dass sie eine &raquo;Flexibilisierung&laquo; der Arbeitszeit umsetzen wollen. Diese Erf&uuml;llung eines langj&auml;hrigen Wunsches von Unternehmerverb&auml;nden und Industriellenvereinigung ist wenig &uuml;berraschend, beide Parteien hatten dies schon im Wahlkampf angek&uuml;ndigt. K&uuml;nftig soll es Unternehmern m&ouml;glich sein, Besch&auml;ftigte bis zu zw&ouml;lf Stunden t&auml;glich und bis zu 60 Stunden pro Woche arbeiten zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323170.das-waren-noch-zeiten.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Droht &auml;hnliches auch f&uuml;r Deutschland &ndash; auch bei einer Koalition aus SPD und Unionsparteien?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Durchbruch zum &bdquo;Breakfast Tea&ldquo;<\/strong><br>\nMay willigte zwar schriftlich ein, dass es keine &bdquo;harte&ldquo;, also von Z&auml;unen oder Mauern bewehrte Grenze zwischen Irland und dem britischen Nordirland geben wird. Auch der Zugang zum EU-Binnenmarkt soll auf der irischen Insel nicht beschr&auml;nkt werden.<br>\nDoch wie die k&uuml;nftige &bdquo;smarte&ldquo; Grenze aussehen soll, wie man Schmuggel und andere m&ouml;gliche Probleme im Binnenmarkt verhindern will &ndash; &uuml;ber all das schweigt sich der 96 Kapitel umfassende &bdquo;gemeinsame Bericht der Unterh&auml;ndler&ldquo; aus. &bdquo;Da sind kreative L&ouml;sungen gefragt&ldquo;, sagte EU-Chefunterh&auml;ndler Michel Barnier. Von einer &bdquo;besonderen Lage und einer spezifischen L&ouml;sung&ldquo; hatte vorher May gesprochen.<br>\nDas Problem ist tats&auml;chlich besonders &bdquo;tricky&ldquo;. Denn die Iren wollen keine Nachteile durch den Brexit hinnehmen. Die Nordiren und ihre Democratic Unionist Party (DUP), die die May-Regierung in London st&uuml;tzt, wollen hingegen nicht im Binnenmarkt bleiben. Sollte dies auf Umwegen am Ende doch geschehen, so haben Schottland und London bereits gefordert, ebenfalls am Binnenmarkt partizipieren zu k&ouml;nnen. May muss wohl die Quadratur des Kreises gelingen, um dieses noch nie da gewesene Grenzproblem zu l&ouml;sen. Vorerst beschr&auml;nkt man sich in Br&uuml;ssel auf einen Formelkompromiss, der den Status Quo sichert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Fortschritte-bei-Brexit-Verhandlungen\/!5469063\/\">Eric Bonse in der taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Industrie fordert Steuersenkung &ndash; wegen Trump<\/strong><br>\nDie drastische Steuersenkung f&uuml;r US-Unternehmen weckt auch bei der deutschen Wirtschaft Begehrlichkeiten. Der Industrieverband DIHK wendet sich mit einem deutlichen Wunsch an die Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/us-steuerreform-dihk-fordert-steuersenkung-auch-in-deutschland-a-1182324.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So, so, Steuersenkungen f&uuml;r Unternehmen, Reiche und Superreiche sind also eindeutig mit &ldquo;unseren westlichen Werte&rdquo; vereinbar, die Trump ja angeblich sonst immer mit F&uuml;&szlig;en tritt. Man kann Trump jedenfalls nicht vorwerfen, dass er nicht die Interessen seiner Klasse, also des obersten 1 %, vertritt.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Deutscher Export knackt Billionen-Marke schon jetzt<\/strong><br>\n&bdquo;Die W&auml;hrungsunion hat ihre Konjunkturkrise endg&uuml;ltig hinter sich gelassen&ldquo;, sagt der Au&szlig;enhandelschef des DIHK. Eine Zahl macht den Fachmann aber nachdenklich.<br>\nDie deutschen Exporteure haben so fr&uuml;h wie noch nie in einem Jahr die Umsatzmarke von einer Billion Euro geknackt. In den ersten zehn Monaten wuchsen die Ausfuhren um 6,3 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr auf 1,06 Billionen Euro, teilte das Statistische Bundesamt an diesem Freitag mit. &bdquo;Damit wurde erstmals schon in einem Oktober die Billionen-Grenze &uuml;bertroffen&rdquo;, sagte der Au&szlig;enhandelschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Volker Treier. In den beiden Vorjahren gelang dies erst im November. Im Jahr 2011 waren erstmals &uuml;berhaupt in einem Jahr mehr als eine Billion Euro im Ausland umgesetzt worden. [&hellip;]<br>\nDie Exporte &uuml;bertrafen die Importe in den ersten zehn Monaten um mehr als 200 Milliarden Euro. Deutschland steht wegen seiner enormen Export&uuml;bersch&uuml;sse international teils in der Kritik, etwa von Seiten der amerikanischen Regierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/deutscher-export-knackt-billionen-marke-schon-jetzt-15330679.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ich w&uuml;rde jede Wette eingehen, dass am Ende des Jahres 2017 der Export&uuml;berschuss gegen&uuml;ber dem von 2016 noch einmal gewachsen sein wird. Dann kommen wieder die (berechtigten) Klagen des Auslands &uuml;ber die niedrigen deutschen L&ouml;hne und Investitionen und die (unsinnigen) Behauptungen der deutschen Regierung und Exportunternehmen, die Deutschen k&ouml;nnten am Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss aber so gar nichts machen. Same procedure as every year.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Unkrautvernichter: Bundesregierung hilft bei Geheimhaltung von Glyphosat-Studien<\/strong><br>\nDie EU-Lebensmittelbeh&ouml;rde Efsa weigert sich, Studien &uuml;ber den Unkrautvernichter Glyphosat herauszugeben. Die Bundesregierung hat sich jetzt in den Fall eingeschaltet &ndash; auf Seiten der Efsa und der Chemiekonzerne. [&hellip;]<br>\nWarum die Bundesregierung dem Verfahren beigetreten ist und was aus ihrer Sicht gegen die Ver&ouml;ffentlichung der Studien spricht, ist unklar. Das zust&auml;ndige Bundeslandwirtschaftsministerium erkl&auml;rt auf Anfrage: &ldquo;&Uuml;ber die Hintergr&uuml;nde f&uuml;r einzelne prozessuale Schritte gibt die Bundesregierung grunds&auml;tzlich keine Auskunft.&rdquo; Minister Christian Schmidt (CSU) machte zuletzt Schlagzeilen, indem er im EU-Ministerrat der Verl&auml;ngerung der Glyphosat-Zulassung zustimmte und sie damit erm&ouml;glichte &ndash; entgegen der ausdr&uuml;cklichen Weisung, sich zu enthalten.<br>\nDie Efsa begr&uuml;ndet die Geheimhaltung der Studien damit, dass eine Ver&ouml;ffentlichung die Gesch&auml;ftsinteressen der Urheber Monsanto und Cheminova gef&auml;hrdet und damit geltendes EU-Recht verletzt h&auml;tte. Die vier Gr&uuml;nen-Europaabgeordneten Heidi Hautala, Benedek J&aacute;vor, Mich&egrave;le Rivasi und Bart Staes hatten die Efsa daraufhin im Mai vor dem EuGH verklagt. Ihr Argument: Bei den Studien handele es sich um Umweltinformationen, die ver&ouml;ffentlicht werden m&uuml;ssten, selbst wenn Interessen von Unternehmen betroffen seien. Zudem sei das &ouml;ffentliche Interesse in diesem Fall h&ouml;her einzustufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/glyphosat-bundesregierung-hilft-vor-eugh-bei-studien-geheimhaltung-a-1182223.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Abgrundtief d&auml;mlich<\/strong><br>\nWahnsinn. Der Tiefbahnhof wird teurer. Wer h&auml;tte das gedacht? Unser Autor schon. In seinem Exklusivbeitrag f&uuml;r Kontext verr&auml;t er, dass er mit Vergn&uuml;gen beim Einst&uuml;rzen der &ldquo;vielen L&uuml;gengeb&auml;ude&rdquo; zuschaut. Bis zum Scheitern von Stuttgart 21.<br>\nIrre! Krass! Stuttgart 21 soll eine Milliarde mehr kosten! Die Bauzeit wird l&auml;nger! Unglaublich! Ist das denn die M&ouml;glichkeit? Das darf doch wohl nicht wahr sein! Eine Frechheit, eigentlich. Langsam reicht&rsquo;s jetzt aber mal!<br>\nSo ungef&auml;hr lesen sich die Pressemeldungen der letzten Tage. Den Zigtausenden von Aktivistinnen und Aktivisten aber, die seit mehr als zehn Jahren gegen Deutschlands teuerstes, sinnlosestes, korruptestes, kriminellstes und d&uuml;mmstes Infrastrukturprojekt protestieren, entlockt die abermalige Steigerung allenfalls ein m&uuml;des Achselzucken.<br>\nDenn es ist keine &Uuml;berraschung, dass Stuttgart 21, eine gigantische Gelddruckmaschine f&uuml;r die Bau-und Immobilienwirtschaft, noch teurer wird. Es wurde lediglich und zum wiederholten Male etwas zugegeben, was schon lange bekannt war. 2016 wurden vom unabh&auml;ngigen Bundesrechnungshof Projektkosten von neun bis zehn Milliarden Euro kalkuliert. Es ist also noch viel Luft nach oben f&uuml;r die n&auml;chsten Kostenexplosionen, die nat&uuml;rlich kommen werden.<br>\nDiese Taktik der h&auml;ppchenweisen Wahrheitsvermittlung hat Methode. Da es nachvollziehbare Argumente, die zumindest noch eine Debatte &uuml;ber das Ungl&uuml;cksprojekt am Laufen halten w&uuml;rden, schon lange nicht mehr gibt, wendet man seit Jahren ein ritualisiertes L&uuml;gen-Muster an: faktenbasierte Kritik wird reflexartig abger&auml;umt und danach einfach das Gegenteil behauptet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/debatte\/349\/abgrundtief-daemlich-4766.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schwarz-gr&uuml;n in Hessen will schlechtestes Informationsfreiheitsgesetz Deutschlands<\/strong><br>\nNach dem Willen der schwarz-gr&uuml;nen Regierung in Hessen soll ein neues Datenschutz- und Informationsfreiheitsgesetz kommen. Der Entwurf hat mit Informationsfreiheit allerdings nicht viel zu tun: Er sieht vor, dass weder Gemeinden und Landkreise noch Polizei und Verfassungsschutz Auskunft geben m&uuml;ssen.<br>\nAufatmen in Baden-W&uuml;rttemberg: Das Bundesland wird bald nicht mehr das schlechteste Informationsfreiheitsgesetz Deutschlands haben. Neuer Anw&auml;rter auf diesen zweifelhaften Titel ist Hessen. Die dortige schwarz-gr&uuml;ne Regierung m&ouml;chte in der kommenden Woche nach langj&auml;hrigem Stillstand ein Informationsfreiheitsgesetz ins Parlament einbringen.<br>\nBisher geh&ouml;rt Hessen neben Bayern, Sachsen und Niedersachsen zu den L&auml;ndern ohne Recht auf Zugang zu amtlichen Informationen. Der Gesetzentwurf, der das &auml;ndern soll (pdf), ist der Regierung allerdings grundlegend misslungen: So ist von dem Grundsatz, dass amtliche Informationen von Beh&ouml;rden auf Antrag ver&ouml;ffentlicht werden m&uuml;ssen, nicht viel &uuml;brig geblieben. Tats&auml;chlich sind nach dem Entwurf n&auml;mlich nur Landesbeh&ouml;rden zur Auskunft verpflichtet. F&uuml;r Gemeinden und Landkreise, die in anderen Fl&auml;chenstaaten die meisten Informationsantr&auml;ge erhalten, gilt das Gesetz nur auf freiwilliger Basis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/schwarz-gruen-in-hessen-will-schlechtestes-informationsfreiheitsgesetz-deutschlands\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hebammen- und Krei&szlig;saalmangel: Was tun gegen die Unterversorgung?<\/strong><br>\nViele Schwangere haben gro&szlig;e Schwierigkeiten, eine Hebamme und einen Platz in einem Krei&szlig;saal zu bekommen. Und nach Angaben des Deutschen Hebammenverbands wird das monatlich schlimmer. Wie kann das Problem entsch&auml;rft werden?<br>\n&ldquo;Ich habe mich in der achten Schwangerschaftswoche um eine Hebamme bem&uuml;ht, das war aber schon &auml;u&szlig;erst schwierig&rdquo;, musste eine werdende Mutter erfahren, die kurz vor der Geburt steht. Wie viele Schwangere hierzulande hat sie eine Liste von Geburtskliniken, die sie abtelefonieren wird, wenn die Wehen einsetzen.<br>\nDabei muss sie mit &uuml;berf&uuml;llten Krei&szlig;s&auml;len und &uuml;berforderten Hebammen rechnen, die vier oder sechs Geb&auml;rende gleichzeitig betreuen m&uuml;ssen. Hinzu kommen im l&auml;ndlichen Raum immer weitere Anfahrtswege zu einer Entbindungsklinik. Bundesweit ist ihre Anzahl in den vergangenen 15 Jahren von rund 1200 auf knapp 700 gesunken &ndash; und das bei gestiegener Geburtenrate. Gleichzeitig haben aufgrund schlechter Arbeitsbedingungen und hoher Versicherungskosten immer mehr Hebammen ihren Beruf aufgegeben oder konzentrieren sich nur noch auf die Vor- und Nachbetreuung der Schwangeren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/hebammen-und-kreisssaalmangel-was-tun-gegen-die.1771.de.html?dram:article_id=402260\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wenn der Zahnarztbesuch teuer wird<\/strong><br>\nBei einer Befragung durch die Verbraucherzentrale zeigte sich, dass viele Patienten bereits f&uuml;r Zahnersatz, F&uuml;llungen oder Wurzelkanalbehandlungen zahlen. Und das gar nicht mal wenig: Schon eine F&uuml;llung kostete fast 60 Prozent der Befragten mehr als 50 Euro. Auff&auml;llig ist, sagt Wolf, dass nur etwa die H&auml;lfte der Patienten angab, sich gut &uuml;ber die durch die Behandlung entstehenden Kosten informiert zu f&uuml;hlen. Einem Viertel der Befragten war auch nicht klar, dass es Alternativen gegeben h&auml;tte &ndash; zum Beispiel eine Kassenleistung ohne Zuzahlung.<br>\n&ldquo;Das ist wirklich erstaunlich, was da passiert&rdquo;, sagt Christine Heyner, die fr&uuml;her selbst als Zahn&auml;rztin arbeitete und mittlerweile in K&ouml;ln Patienten ber&auml;t. &ldquo;Als Zahn&auml;rztin musste ich fr&uuml;her mit meinen Patienten jede Zuzahlung eine halbe Stunde diskutieren, heute gehen Patienten davon aus, dass sie zuzahlen m&uuml;ssen.&rdquo; Aber mit allen Fragen zu ihrer Rechnung blieben sie allein. Die Krankenkassen interessierten sich nicht daf&uuml;r. Auf der Suche nach Hilfe landen Patienten dann bei den Beratungsstellen. Wie etwa jener, der sich bei Wolf meldete, weil er f&uuml;r die Ausmessung zweier Wurzelkan&auml;le knapp 120 Euro zahlen sollte. Er wechselte den Zahnarzt &ndash; der neue nahm f&uuml;r die gleiche Leistung etwa 18 Euro. Wie kommen solche Unterschiede f&uuml;r die gleiche Leistung zustande? Um die Schwierigkeit eines Falls abzubilden, k&ouml;nnen Zahn&auml;rzte den in einer Geb&uuml;hrenordnung festgelegten Grundpreis mit einem Faktor multiplizieren. Im Falle der Wurzelbehandlung etwa setzte der erste Zahnarzt bei einem Grundpreis von 3,94 Euro f&uuml;r die Ausmessung einer Wurzel den Steigerungsfaktor 15 an, der zweite nur den Faktor 2,3.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/gesundheit-wenn-der-zahnarztbesuch-teuer-wird-1.3782550\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>25 Jahre &ldquo;Asylkompromiss: &ldquo;Chronologie einer Grundrechtseinschr&auml;nkung<\/strong><br>\nDie Zahl der Asylbewerber stieg am Ende der 1980er-Jahre sprunghaft an. CDU und CSU wollten deshalb das Asylrecht einschr&auml;nken. Dazu aber brauchten sie die Zustimmung der SPD. Nach z&auml;hen Verhandlungen wurde am 6. Dezember 1992 der sogenannte &ldquo;Asylkompromiss&rdquo; verk&uuml;ndet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/25-jahre-asylkompromiss-chronologie-einer.976.de.html?dram:article_id=402485\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: Heute vor 25 Jahren: Grundgesetz&auml;nderung gegen &bdquo;Asylantenschwemme&ldquo;<\/strong><br>\nVor kurzem j&auml;hrte sich der Brandanschlag von M&ouml;lln zum f&uuml;nfundzwanzigsten Mal. In der Nacht zum 23. November 1992 hatten zwei Neonazis die Wohnh&auml;user zweier t&uuml;rkischer Familien in der norddeutschen Kleinstadt mit Molotowcocktails angez&uuml;ndet. Zwei M&auml;dchen, 10 und 14 Jahre alt, und ihre Gro&szlig;mutter starben. Diese Brandanschl&auml;ge waren nicht vom Himmel gefallen. Bereits im Jahr davor hatten Neonazis in der Stadt Hoyerswerda Unterk&uuml;nfte von Vertragsarbeitern und Fl&uuml;chtlingsheime pogromartig angegriffen und, nachdem die terrorisierten Bewohner vertrieben waren, die Stadt f&uuml;r &bdquo;ausl&auml;nderfrei&ldquo; erkl&auml;rt.<br>\nUnd im August 1992 brannte das Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen mit der zentralen Aufnahmestelle f&uuml;r Asylbewerber und einem angrenzenden Wohnhaus f&uuml;r vietnamesische Vertragsarbeiter unter johlendem Beifall eines rassistischen Mobs. Der damals amtierende Bundesinnenminister Rudolf Seiters nutzte die Geschehnisse in einer Bundestagsdebatte zu einem Generalangriff auf das Asylrecht: &bdquo;Wir m&uuml;ssen handeln gegen den Missbrauch des Asylrechts, der dazu gef&uuml;hrt hat, dass wir einen unkontrollierten Zustrom in unser Land bekommen haben&hellip;&ldquo;<br>\nSchon damals also wurden die Pogrome der Rechten in der sogenannten b&uuml;rgerlichen Mitte genutzt, um gegen ihre Opfer, Asylsuchende und Kriegsfl&uuml;chtlinge, Stimmung zu machen und damit Druck auf die SPD auszu&uuml;ben, sich der Verunstaltung des Artikels 16 im Grundgesetz nicht l&auml;nger zu verschlie&szlig;en. Am 6. Dezember 1992 beschlossen dann die Fraktionen der CDU\/CSU, der SPD und der FDP eine Grundgesetz&auml;nderung, die das Asylrecht weitgehend einschr&auml;nkte und zum Beispiel die Festlegung so genannter sicherer Herkunftsstaaten erm&ouml;glichte. Die Opfer des Pogroms wurden nie entsch&auml;digt, sie erhielten auch kein Bleiberecht in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/meinungsstark\/heute-vor-25-jahren-grundgesetzaenderung-gegen-asylantenschwemme\/\">Die Freiheitsliebe<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Diskurs um Flucht und Asyl in den 1990er-Jahren: Hetze gegen &ldquo;Scheinasylanten&rdquo; und &ldquo;Asylmissbrauch&rdquo;<\/strong><br>\nRassisten stecken Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nfte in Brand, Medien schreiben gegen eine vermeintliche &ldquo;Asylantenflucht&rdquo; an und Politiker verharmlosen rassistische Ausf&auml;lle als berechtigten Unmut: Zu Beginn der 1990er-Jahre tobt in Deutschland ein Kampf um die Versch&auml;rfung des Asylrechts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/diskurs-um-flucht-und-asyl-in-den-1990er-jahren-hetze-gegen.976.de.html?dram:article_id=402509\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Mitbestimmung unterst&uuml;tzt Einhaltung von Menschenrechten im globalisierten Unternehmen, doch oft fehlen noch klare Regeln<\/strong><br>\nUnternehmen sollen die Menschenrechte achten &ndash; &uuml;ber die gesamte Kette ihrer Subunternehmen und Zulieferer hinweg. So sehen es die 2011 verabschiedeten &bdquo;UN-Leitprinzipien f&uuml;r Wirtschaft und Menschenrechte&ldquo; vor. (&hellip;)<br>\nDas von den Vereinten Nationen geschaffene Rahmenwerk mit seinen 31 Leitprinzipien beurteilen die Experten grunds&auml;tzlich positiv. Schlie&szlig;lich sei darin erstmals festgeschrieben worden, dass nicht nur Staaten, sondern auch Unternehmen und deren Subunternehmen f&uuml;r die Einhaltung von Menschenrechten zu sorgen haben. Dieser Ansatz l&ouml;se die alte Rollenverteilung zwischen Staat und Wirtschaftsakteuren ab &ndash; und entspreche besser den aktuellen Bedingungen einer globalisierten Welt. Zumal die UN-Leitprinzipien vorsehen, dass Unternehmen f&uuml;r s&auml;mtliche Auswirkungen ihrer Wirtschaftst&auml;tigkeit &ndash; &uuml;ber die gesamte Lieferantenkette und im gesellschaftlichen Umfeld &ndash; Verantwortung tragen sollen.<br>\nF&uuml;r die Umsetzung der Leitlinien sind zun&auml;chst die nationalen Regierungen und die Unternehmen selbst zust&auml;ndig. Allerdings bewegten sich diese &bdquo;bisher eher in ihren bekannten und eingefahrenen Bahnen&ldquo;, schreiben die Experten. Vor allem die Regierungen machten nur sehr z&ouml;gerliche Vorgaben und setzten stattdessen auf freiwillige Selbstverpflichtungen. Viele gro&szlig;e international t&auml;tige Unternehmen zeigten zwar gute Ans&auml;tze. So wiesen beispielsweise Adidas, BASF, Daimler, die Deutsche Telekom oder Unilever explizit darauf hin, dass sie sich an den UN-Leitprinzipien f&uuml;r Menschenrechte orientieren. Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen bem&auml;ngelten allerdings das Fehlen verbindlicher Regeln und Sanktionen.<br>\nNach Meinung der Experten sollten sich auch die Arbeitnehmervertreter bei der Umsetzung der UN-Leitprinzipien st&auml;rker engagieren. Die UN-Leitprinzipien wiesen hierf&uuml;r zahlreiche Ansatzpunkte auf. Indem Arbeitnehmervertreter auf die Einhaltung der Menschenrechte im Ausland dringen, k&ouml;nnten sie zum Beispiel dazu beitragen, die Spirale des globalen Unterbietungswettbewerbs zu durchbrechen &ndash; und damit letztlich auch Besch&auml;ftigung in Deutschland sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/106575_111987.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p><strong>dazu: Tag der Menschenrechte: Konzerne sollen haften!<\/strong><br>\nAnl&auml;sslich des Tags der Menschenrechte am 10. Dezember fordert Attac die aktuelle und k&uuml;nftige Bundesregierung auf, die Verhandlungen f&uuml;r ein verbindliches UN-Abkommen, das Konzerne zur Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet (Binding Treaty), nicht weiter zu blockieren.<br>\n&bdquo;Neben staatlicher Repression in vielen L&auml;ndern leiden die Menschen weltweit unter Menschenrechtsverletzungen durch Konzerne&ldquo;, sagt Sven Perten, Attac-Vertreter in der Deutschen Treaty Alliance. &bdquo;Ob im Textilsektor, der Landwirtschaft oder der Rohstoffgewinnung: Verletzungen der Menschenrechte sind in internationalen Lieferketten die Regel. Auch deutsche Unternehmen profitieren von g&uuml;nstigen Einkaufspreisen auf Kosten der Menschen in prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnissen bis hin zu moderner Sklaverei wie beim Anbau von Kakao in der Elfenbeink&uuml;ste oder dem Abbau seltener Erden im Kongo.&ldquo;<br>\nDoch die Verhandlungen der UN-Arbeitsgruppe f&uuml;r ein verbindliches Menschenrechtsabkommen werden durch den Widerstand der Industriel&auml;nder erschwert. Insbesondere die EU und Deutschland tun sich als Bremser hervor. So schickte die Bundesregierung zu den f&uuml;nft&auml;gigen Verhandlungen Ende Oktober in Genf nur eine Praktikantin und andere nicht zust&auml;ndige Mitarbeiter. Alfred Eibl vom Attac-Koordinierungskreis: &bdquo;Trotz der nachgewiesenen verheerenden Menschenrechtsverletzungen versucht die deutsche Regierung, verbindliche Regeln und klare Sanktionsmechanismen f&uuml;r Unternehmen zu verhindern. Das ist unvereinbar mit Artikel eins des Grundgesetzes.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/index.php?id=394&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=9428\">attac<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die AAA-B&uuml;rger<\/strong><br>\nBonuspunkte f&uuml;r den Kauf gesunder Babynahrung, Abzug f&uuml;r Pornokonsum: In China wird das Social Credit System getestet. Es &uuml;berwacht, bewertet und erzieht die B&uuml;rger. [&hellip;]<br>\nVon einem Social Credit System ist die Rede, einer Art Schufa f&uuml;r so gut wie alle Belange des gesellschaftlichen Lebens, einer B&uuml;rgerbewertung. &ldquo;Meine Regierung plant ja den komplett gl&auml;sernen B&uuml;rger&rdquo;, sagt Ling.<br>\nB&uuml;rger werden eingestuft wie von einer Rating-Agentur<br>\nSo wie Alibaba und Amazon wissen, wof&uuml;r sich ihre Nutzer interessieren und was sie als N&auml;chstes kaufen k&ouml;nnten, will der chinesische Staat aus den Datenspuren seiner B&uuml;rger ableiten, wie sie sich in der Vergangenheit verhalten haben und in der Zukunft verhalten k&ouml;nnten und sie nach einem Punktesystem entsprechend bewerten. Wer zum Beispiel &uuml;ber das Internet gesunde Babynahrung bestellt, soll Pluspunkte erhalten. Wer sich hingegen Pornos ansieht oder zu viel Zeit mit Computerspielen verbringt, muss mit Abz&uuml;gen rechnen. Vorausgesetzt, der Staat bekommt das mit. Die technischen M&ouml;glichkeiten dazu hat er jedenfalls. [&hellip;]<br>\nWer es hingegen wagt, in den sozialen Medien st&auml;ndig &uuml;ber die Missst&auml;nde im Land zu schimpfen, bekommt Punkte abgezogen. Wang spricht vom &ldquo;kommunistischen Musterb&uuml;rger&rdquo;, den die chinesische F&uuml;hrung auf diese Weise schaffen wolle. Zugleich bedeute das &ldquo;die totale Kontrolle&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/china-die-aaa-buerger-1712-131477.html\">Golem<\/a>\n<p><strong>dazu passt: Private Companies Look to Cash in as Homeland Security Brings Facial Recognition to U.S. Borders<\/strong><br>\nIn a crowded conference room earlier this month in Menlo Park, California, representatives from companies around the world listened intently as officials from the Department of Homeland Security explained the bidding process for contracts to develop facial recognition capabilities at land border crossings. The companies were eager to get on the ground floor of the government&rsquo;s pilot program for using facial scanners and databases at the border. The pilot program, managed by the DHS Silicon Valley Innovation Program, in conjunction with U.S. Customs and Border Protection, is one of several initiatives to use image-recognition technology designed for security purposes on a grander scale.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2017\/11\/29\/facial-recognition-homeland-security-borders\/\">The Intercept<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Monolithe der Blutleere<\/strong><br>\nEine scharfe R&uuml;ge nannte die Presse das, was die Bundeskanzlerin zum Glyphosat-Alleingang ihres Agrarministers ins Protokoll diktierte: Das darf nicht nochmal vorkommen &ndash; &raquo;Du du du!&laquo;, tadelte sie ihn und machte dabei gro&szlig;e Augen. Lassen wir mal beiseite, ob der Minister den Schmidtchen Schleicher gab oder die Union sehr wohl eingeweiht war. Dass etwas an dieser Kontrollkanzlerin vorbeigeschmuggelt wird: wirklich schwer vorstellbar. Aber wenn die Presse einem diese saftlose &raquo;Schelte&laquo; als einen impulsiven Akt, als Abkanzelei von Format verkaufen m&ouml;chte, dann fragt man sich tats&auml;chlich: Wie viel Leben steckt da noch in diesem demokratischen Schauspiel? Was da R&uuml;ge sein soll, gilt bei anderen als klassisches Laissez-faire. Was dort als Sch&auml;rfe feilgeboten wurde, ist f&uuml;r andere Zeitgenossen fast schon Zeichen von Liebkosung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1072562.heppenheimer-hiob-monolithe-der-blutleere.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Gesch&auml;ft mit der Wahrheit: Wie Medien gesteuert werden<\/strong><br>\nMedien sollen die Bev&ouml;lkerung informieren und die Herrschenden kontrollieren, um damit zu einer funktionierenden Demokratie beizutragen. So stellt man sich zumindest ihre idealtypische Rolle vor. Die Realit&auml;t sieht jedoch oftmals anders aus.<br>\nOb und wie Nachrichten die Bev&ouml;lkerung erreichen, wird durch politische und &ouml;konomische Machtstrukturen bestimmt. Eine genaue Beschreibung dieses Ph&auml;nomens haben Noam Chomsky und Edward S. Herman in ihrem Propaganda-Modell gegeben. Diese Theorie, die erstmals 1988 im Buch &bdquo;Manufacturing Consent. The Political Economy of the Mass Media&ldquo; publiziert wurde, beschreibt, wie die politischen und &ouml;konomischen Eliten ein Propagandasystem durch die Massenmedien aufbauen. Dieses wird dazu verwendet, die &ouml;ffentliche Meinung zu lenken und gesellschaftlichen Konsens zugunsten einer Oberschicht zu produzieren. Gleichzeitig bleibt jedoch die Illusion von freien Medien und demokratischer Meinungsbildung gewahrt.<br>\nDie Medien werden nach Herman und Chomsky ganz grunds&auml;tzlich von den Eliten als Instrument zur Sicherung ihrer Macht und Interessen missbraucht. W&auml;hrend die Eliten in totalit&auml;ren Staaten Gewalt zu ihrer Legitimierung n&uuml;tzen, wird in Demokratien die Berichterstattung systematisch beeinflusst, um so Konsens im Interesse der Oberschichten zu erzeugen. Chomsky selbst fasst das mit diesem Zitat zusammen:\n<blockquote><p>\n&bdquo;Ohne Kn&uuml;ppel, ohne Kontrolle durch Gewalt muss man das Denken kontrollieren. Dazu greift man zu dem, was in ehrlicheren Zeiten Propaganda genannt wurde.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Dabei geht es den beiden Wissenschaftlern hier nicht um das Aufdecken einer gro&szlig;en Verschw&ouml;rung, sondern einfach darum, tendenzi&ouml;se Berichterstattung als Produkt &ouml;konomischer Sachzw&auml;nge begreifbar zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/manufacturing-consent-chomsky-herman\/\">Kontrast.at<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.S.:<\/strong> &ldquo;Manufacturing Consent&ldquo; ist ein Klassiker, aber es ist immer wieder &uuml;berraschend wie die Mechanismen, die Noam Chomsky in den 80ern erkl&auml;rte, immer noch stimmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Gerichtsurteil: Ehrung f&uuml;r Jebsen darf doch im Babylon stattfinden<\/strong><br>\nDie Verleihung des umstrittenen &raquo;K&ouml;lner Karlspreises f&uuml;r engagierte Literatur&laquo;, den das Blog &raquo;Neue Rheinische Zeitung&laquo; (NRhZ) in diesem Jahr an den Journalisten Ken Jebsen vergeben will, kann doch stattfinden. Das best&auml;tigte eine Sprecherin der Berliner Zivilgerichte gegen&uuml;ber &raquo;nd&laquo;. Das Amtsgericht Berlin-Mitte urteilte am Donnerstag, dass der Mietvertrag zwischen der Neue Babylon Berlin GmbH und der NRhZ nach wie vor Bestand hat. Gegen den Urteilsspruch kann das Babylon Berufung einlegen. Auf der Tickethomepage des Kinos ist die Bestellfunktion f&uuml;r die Veranstaltung bereits wieder freigeschaltet.<br>\nDas Amtsgericht hat die Gr&uuml;nde f&uuml;r die K&uuml;ndigung, die das Babylon vorgebracht hat, als unbegr&uuml;ndet zur&uuml;ckgewiesen. Die NRhZ will den Preis also wie geplant am 14. Dezember ab 18 Uhr in einer dreist&uuml;ndigen Veranstaltung an Ken Jebsen verleihen, wie das Blog mitteilte. Auch zur bereits angek&uuml;ndigten Kundgebung vor dem Kino, die sich gegen Kultursenator Klaus Lederer (Linkspartei) wendet, rufen die Veranstalter in der Mitteilung nochmals auf.<br>\nDas Kino Babylon hatte laut Urteilsspruch als Begr&uuml;ndung f&uuml;r die kurzfristige K&uuml;ndigung angegeben, aufgrund des Drucks aus dem Berliner Senat gehandelt zu haben und gab au&szlig;erdem Sicherheitsbedenken als Grund f&uuml;r die Absage an. Au&szlig;erdem habe man vom geplanten Auftritt der Band &raquo;Die Bandbreite&laquo;, die dem rechten Milieu nahesteht, erst nach Vertragsunterzeichnung aus einem Werbeflyer f&uuml;r die Veranstaltung erfahren. Das Gericht erkannte keinen der vorgebrachten Gr&uuml;nde an, verwies darauf, dass Anfechtungsfristen nicht eingehalten wurden, obwohl dem Babylon da schon bekannt war, mit wem es zu tun hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1072688.debatte-um-klaus-lederer-und-ken-jebsen-gerichtsurteil-ehrung-fuer-jebsen-darf-doch-im-babylon-stattfinden.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41076\">&bdquo;Querfront&ldquo; &ndash; Die strategisch ausgedachte Propagandaformel wirkt. Berlins Kultursenator Lederer verweigert den Raum f&uuml;r eine Preisverleihung an Ken Jebsen<\/a>. Vielleicht m&ouml;chten sich die Verantwortlichen in der Linkspartei nun &uuml;berlegen, ob der Beschluss <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/start\/presse\/detail\/\/\/klare-kante-gegen-querfront-1\/\">&ldquo;Klare Kante gegen Querfront&rdquo; tats&auml;chlich &ldquo;notwendig&rdquo;<\/a> war. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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