{"id":41521,"date":"2017-12-11T08:28:07","date_gmt":"2017-12-11T07:28:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521"},"modified":"2017-12-11T08:28:07","modified_gmt":"2017-12-11T07:28:07","slug":"hinweise-des-tages-3018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h01\">Der Start der Milit&auml;runion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h02\">Mit Macron die SPD erneuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h03\">Jobcenter sind zu Kreditinstituten geworden &ndash; Bundesagentur beauftragt private Inkassounternehmen mit dem Forderungseinzug und treibt die Schuldner in die Insolvenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h04\">&ldquo;Wir haben es mit einem Pr&auml;sidenten zu tun, der v&ouml;llig irrlichtert&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h05\">R&uuml;stungsgesch&auml;fte: Amerika bewaffnet die Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h06\">Luftschl&auml;ge im Sinai sind kein stiller Gru&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h07\">Freihandel erschwert Agrarwende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h08\">Zwanzig Jahre nach dem Crash<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h09\">Au&szlig;enpolitische Neuorientierung: Gabriel st&ouml;&szlig;t Grundsatzdebatte in Deutschland an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h10\">VW-Kunden ohne Garantien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h11\">Internet der unterschiedlichen Geschwindigkeiten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h12\">IG Metall Hannover verurteilt Polizeigewalt am 2.12.2017<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h13\">Das wirtschaftspolitische Versagen der SPD und die Agenda 2010 (Teil 2)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41521#h14\">TV-Tipp: Bis zum letzten Tropfen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Start der Milit&auml;runion<\/strong><br>\nF&uuml;r den heutigen Montag k&uuml;ndigt die Bundesregierung den offiziellen Einstieg in die EU-Milit&auml;runion an. Dazu wird der Europ&auml;ische Rat 17 Projekte in aller Form verabschieden, die dem Aufbau gemeinsamer EU-Milit&auml;rstrukturen dienen. Deutschland f&uuml;hrt unter anderem den Aufbau eines Europ&auml;ischen Sanit&auml;tskommandos an, das &ndash; neben dem seit 2010 bestehenden Europ&auml;ischen Lufttransportkommando &ndash; als ein unverzichtbares Element k&uuml;nftiger EU-Kriegseins&auml;tze gilt. Zudem baut Berlin Logistikstrukturen auf, die Interventionen binnen k&uuml;rzester Frist erm&ouml;glichen sollen. Auf beiden Feldern ist die Bundeswehr auch im NATO-Rahmen aktiv. Die operative Vorbereitung kommender Milit&auml;reins&auml;tze ist dabei von heftigen deutsch-franz&ouml;sischen Machtk&auml;mpfen gepr&auml;gt. Wie es im Bundesverteidigungsministerium hei&szlig;t, dient die Milit&auml;runion nicht nur dem Ziel, &ldquo;Eigenst&auml;ndigkeit&rdquo; gegen&uuml;ber den Vereinigten Staaten zu erlangen; sie soll auch die auf zivilem Weg nicht hinl&auml;nglich erreichbare &ldquo;Integration&rdquo; der EU voranbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7475\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mit Macron die SPD erneuern<\/strong><br>\nAuf Bundesparteitag begeistern sich Sozialdemokraten f&uuml;r EU und franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten. Soziale Anliegen im Hintertreffen (&hellip;)<br>\nDie gro&szlig;e Mehrheit der Redner zum Thema bezogen sich auf den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron, dem im kommenden Mai der Aachener Karlspreis verliehen werden soll. Macron, so der einheitliche Tenor der Delegierten beim SPD-Parteitag, mache Vorschl&auml;ge zur Weiterentwicklung der EU, die aufgegriffen werden m&uuml;ssten. Er sei &raquo;inspirierend&laquo;, so ein Genosse; Macron habe &raquo;Visionen&laquo; so ein anderer; es gehe um eine &raquo;gro&szlig;e Erz&auml;hlung&laquo;, sagte ein Dritter. Dass sich der franz&ouml;sische Pr&auml;sident insbesondere f&uuml;r eine weitere Militarisierung der EU und gemeinsame R&uuml;stungsprojekte aussprach, erw&auml;hnte keiner der Delegierten.<br>\nEinen bemerkenswerten Moment gab es bei der Bestimmung des neuen Generalsekret&auml;rs der Partei am Freitag. F&uuml;r den Posten bewarb sich der Niedersachse Lars Klingbeil. Vor der Wahl stellte ihn die Baden-W&uuml;rttembergische Gewerkschafterin Andrea Schiele zur Rede. Sie sehe sich selbst und ihre Partei in der Tradition der Friedensbewegung. Klingbeil aber geh&ouml;re dem &raquo;F&ouml;rderkreis deutsches Heer&laquo; an, in dem das &raquo;Who is Who der R&uuml;stungslobbyisten vertreten ist&laquo;, so Schiele. Der designierte Generalsekret&auml;r rechtfertigte sich damit, dass er durch seine Mitarbeit in dem Verein keine Bez&uuml;ge einstreiche. Ein Ende der deutschen Kriegseins&auml;tze erw&auml;hnte Klingbeil allerdings nicht; er sprach sich daf&uuml;r aus, &raquo;dass Soldaten optimal ausger&uuml;stet in Eins&auml;tze gehen&laquo;. Klingbeil wurde danach mit 70,6 Prozent der Stimmen gew&auml;hlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323250.mit-macron-die-spd-erneuern.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch die NachDenkSeiten hatten &uuml;ber Hintergr&uuml;nde der Personalie Klingbeil aufmerksam gemacht. Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40869\">Hallo, liebe Sozis, wacht endlich auf: Die R&uuml;stungslobby besetzt den zentralen Posten des Generalsekret&auml;rs<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Karlspreis f&uuml;r Macron zementiert Spannungen in Europa<\/strong><br>\n&bdquo;Mit der Auszeichnung Emmanuel Macrons bleibt sich der Aachener Karlspreis treu. Wieder wird der Preis einem Politiker verliehen, dessen Politik als &sbquo;pro-europ&auml;isch&lsquo; sch&ouml;ngeredet wird, die aber tats&auml;chlich die EU zu zerrei&szlig;en droht. Macrons Reformpl&auml;ne in Frankreich nach dem Modell des Sozialkahlschlags der deutschen Agenda 2010 sind genauso sch&auml;dlich wie seine Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine Reform der EU&ldquo;, erkl&auml;rt der Aachener Bundestagsabgeordnete und Europaexperte der Fraktion DIE LINKE Andrej Hunko zur Verleihung des Karlspreises an den franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten. Hunko weiter:<br>\n&bdquo;Ein gemeinsamer EU-Finanzminister &ndash; das mag zun&auml;chst sch&ouml;n klingen. Konkret wird es darauf hinauslaufen, dass den Mitgliedstaaten noch st&auml;rker als bisher K&uuml;rzungen und Austerit&auml;tspolitik aufgezwungen werden. Dass dieser Kurs Europa nicht eint, sondern spaltet, hat die Eurokrise eindr&uuml;cklich gezeigt.<br>\nIch erkl&auml;re meine Solidarit&auml;t mit den franz&ouml;sischen Protesten gegen die neoliberalen &sbquo;Reformen&lsquo; und die autorit&auml;re Interpretation des Pr&auml;sidentenamtes. Macrons von der Bundesregierung unterst&uuml;tzte Pl&auml;ne zu einer Aufr&uuml;stungs- und Milit&auml;runion werden die Spannungen in Europa weiter verst&auml;rken. Ich gehe davon aus, dass es anl&auml;sslich der Preisverleihung am Himmelfahrtstag 2018 in Aachen Proteste geben wird.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/karlspreis-fuer-macron-zementiert-spannungen-in-europa\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jobcenter sind zu Kreditinstituten geworden &ndash; Bundesagentur beauftragt private Inkassounternehmen mit dem Forderungseinzug und treibt die Schuldner in die Insolvenz<\/strong><br>\nDie Hauptursache f&uuml;r die &Uuml;berschuldung ist der Verlust des Arbeitsplatzes, f&uuml;r jeden f&uuml;nften deutschen Schuldner war die Erwerbslosigkeit im vergangenen Jahr der Grund f&uuml;r die finanzielle Notlage. Damit beginnt f&uuml;r viele Schuldner die Spirale abw&auml;rts in die Schuldenfalle, weil Schulden ein wichtiges &bdquo;Vermittlungshemmnis&ldquo; bei der Arbeitssuche ist. Deshalb finanzieren viele Jobcenter f&uuml;r die betroffenen Menschen eine Schuldnerberatung in externen Beratungsstellen.<br>\nIst das Jobcenter oder die Bundesagentur (BA) aber selbst Gl&auml;ubiger verh&auml;lt man sich dort, ganz anders. Nur in besonderen H&auml;rtef&auml;llen d&uuml;rfen sie sich bei der Schuldenregulierung auf eine au&szlig;ergerichtliche Einigung einlassen. Damit ist bei allen verschuldeten, erwerbslosen Menschen, die auch bei der BA Schulden haben, ein Insolvenzverfahren vorprogrammiert, weil bei diesen au&szlig;ergerichtlichen Einigungen der Grundsatz gilt, dass alle Gl&auml;ubiger mitmachen und auf einen Teil der Forderung verzichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gewerkschaftsforum-do.de\/jobcenter-sind-zu-kreditinstituten-geworden-bundesagentur-be-auftragt-private-inkassounternehmen-mit-dem-forderungseinzug-und-treibt-die-schuldner-in-die-insolvenz\/\">gewerkschaftsforum-do.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&ldquo;Wir haben es mit einem Pr&auml;sidenten zu tun, der v&ouml;llig irrlichtert&rdquo;<\/strong><br>\nMit seiner Entscheidung, die Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, tr&auml;gt der US-Pr&auml;sident zur Versch&auml;rfung des Nahost-Konflikts bei, sagte Dan Diner, Historiker an der hebr&auml;ischen Universit&auml;t in Jerusalem, im Dlf. Jerusalem stehe symbolisch f&uuml;r den Kern des gesamten Konfliktes. (&hellip;)<br>\nSchulz: Herr Diner, wenn wir vielleicht noch mal auf den Ausgangspunkt schauen, auf die Entscheidung von Donald Trump, die Botschaft nach Jerusalem zu verlegen: Er hat ja so argumentiert, er sagt, die Strategie, diese Frage offenzulassen bis zum Schluss, die hat ja nun ganz offenkundig nicht gefruchtet. Was ist an dem Argument denn falsch?<br>\nDiner: Na ja, das Argument ist nat&uuml;rlich falsch, weil Jerusalem ein derartiges Symbol ist f&uuml;r alle Beteiligten. Aber Trump selbst hat mit seiner Entscheidung ja genau das wiederholt, was er kritisiert. Er hat ja offengelassen, was er damit meint, wenn er sagt, er erkennt Jerusalem als Israels Hauptstadt an. Das hei&szlig;t, er l&auml;sst wiederum offen, wie der Status beziehungsweise die Grenzen verlaufen sollen durch die Stadt hindurch. Es wird in der gesamten Diskussion ja kaum wahrgenommen, dass es ja nicht nur um das von Israel annektierte Jerusalem, also der Ostteil Jerusalems, aus dem Jahre 1980 ist, um das es geht, sondern auch der Westteil. Jerusalem, war ja ein Corpus separatum im Jahre 1947. Auch der Anspruch Israels seit 1949, das West-Jerusalem seine Hauptstadt ist, wurde ja nicht anerkannt. Insofern ist es ungekl&auml;rt, was damit gemeint ist. (&hellip;)<br>\nMein Eindruck ist der &ndash; und es gibt Optimistische und Pessimistische, ich geh&ouml;re zu den Pessimisten &ndash;, die Optimisten w&uuml;rden sagen, ja, es ist m&ouml;glich, dass Trump Netanjahu jetzt sozusagen einen Anreiz geboten hat, um dann sp&auml;ter, das kann in einem Monat sein, das kann in zwei Monaten sein, das waren die Erwartungen noch vor zehn Tagen, mit einem sogenannten Deal an Israel heranzutreten, wie dieser Konflikt gel&ouml;st werden soll. Denn vor zehn Tagen hat noch sein Schwiegersohn Kushner in einer &ouml;ffentlichen Veranstaltung in New York erkl&auml;rt, wie dieser Konflikt gel&ouml;st werden soll, und das entsprach ganz und gar nicht der Jerusalem-Entscheidung seines Schwiegervaters. Also das hei&szlig;t, die Kommentatoren sind sich uneinig, inwieweit diese jetzt &ouml;ffentlich wirksame Entscheidung in der Tat den Konflikt verschlie&szlig;t oder ob sie letztendlich so etwas ist wie ein Amboss, auf dem dann ein Hammer niedergehen wird. Das ist ungekl&auml;rt, und ich vermag auch hier keine Position zu beziehen in diesem Zusammenhang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/trumps-jerusalem-entscheidung-wir-haben-es-mit-einem.694.de.html?dram:article_id=402828%20\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Demo in Istanbul &ndash; Terrorvorwurf an Israel<\/strong><br>\nKrawalle in Beirut, Proteste in Istanbul und scharfe Worte des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten &ndash; die umstrittene Jerusalem-Entscheidung von US-Pr&auml;sident Trump sorgt weiter f&uuml;r Aufregung in der muslimischen Welt. Israels Premier warf dem Westen unterdessen Scheinheiligkeit vor.<br>\nDer t&uuml;rkische Staatspr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan hat Israel als &ldquo;Terrorstaat&rdquo; bezeichnet. Hintergrund ist der Streit um Jerusalem und die Entscheidung von US-Pr&auml;sident Donald Trump, die Stadt als Hauptstadt Israels anzuerkennen. Bei einer Rede vor Anh&auml;ngern seiner islamisch-konservativen Regierungspartei AKP in der Stadt Sivas sagte Erdogan: &ldquo;Pal&auml;stina ist ein unschuldiges Opfer (&hellip;) Was Israel anbelangt, das ist ein terroristischer Staat, ja, terroristisch!&rdquo; (&hellip;)<br>\nTrumps Jerusalem-Entscheidung habe f&uuml;r die T&uuml;rkei keine G&uuml;ltigkeit, so Erdogan weiter. Man werde Jerusalem nicht einem Land der &ldquo;Kinderm&ouml;rder&rdquo; &uuml;berlassen. Erdogan hatte sich in den vergangenen Tagen bereits mehrfach zu dem Thema ge&auml;u&szlig;ert, dabei aber weniger Israel als mehr den US-Pr&auml;sidenten angegriffen. Am Donnerstag etwa hatte er gesagt, Trumps Entscheidung st&uuml;rze &ldquo;die Welt und besonders unsere Region in einen Ring aus Feuer&rdquo;. Politiker sollten f&uuml;r Vers&ouml;hnung sorgen &ldquo;und nicht f&uuml;r Chaos&rdquo;, sagte Erdogan, der im eigenen Land hart gegen alle Kritiker vorgeht.<br>\nDer t&uuml;rkische Pr&auml;sident hat zurzeit turnusm&auml;&szlig;ig den Vorsitz der Organisation f&uuml;r Islamische Kooperation (OIC) inne, einem Zusammenschluss von 57 Staaten, der sich als &ldquo;die kollektive Stimme der muslimischen Welt&rdquo; versteht. Wegen der Jerusalem-Krise hatte Erdogan einen OIC-Sondergipfel einberufen, dessen Gastgeber er am kommenden Mittwoch in Istanbul sein wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/nahost-proteste-jerusalem-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>R&uuml;stungsgesch&auml;fte: Amerika bewaffnet die Welt<\/strong><br>\nF&uuml;nf Jahre lang gingen die Waffenverk&auml;ufe auf der Welt zur&uuml;ck &ndash; doch angesichts politischer Spannungen hat sich der Trend umgekehrt, wie das schwedische Friedensforschungsinstitut SIPRI verzeichnet. Die meisten Gesch&auml;fte entfallen dabei auf R&uuml;stungsfirmen aus den USA.<br>\nSo gro&szlig; die Summen, so verschwiegen die Branche: Im R&uuml;stungsgesch&auml;ft werden Milliarden bewegt, viel dar&uuml;ber geredet wird nicht. Allein 2016 summierten sich die Gesch&auml;fte der 100 gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungsunternehmen der Welt auf fast 375 Milliarden US-Dollar &ndash; ein Anstieg um zwei Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr und 38 Prozent seit dem Jahr 2002. So ist es nachzulesen in einer neuen Untersuchung des schwedischen Friedensforschungsinstitutes SIPRI. [&hellip;]<br>\nDie amerikanischen Unternehmen sind unter den 100 gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungsfirmen der Welt besonders stark vertreten: Mit Deals im Wert von gut 217 Milliarden US-Dollar sind sie am globalen Handel mit R&uuml;stungsg&uuml;tern und milit&auml;rischen Dienstleistungen &ndash; wie IT-Unterst&uuml;tzung oder Logistik-Services &ndash; beteiligt. Damit liegt der Anteil der 44 US-Firmen unter den 100 gr&ouml;&szlig;ten R&uuml;stungsunternehmen der Welt f&uuml;r 2016 bei fast 58 Prozent &ndash; ein Plus von vier Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/sipri-ruestung-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Japan will Langstreckenraketen gegen Nordkorea erwerben und bricht mit der Verfassung<\/strong><br>\nJapan will sich gegen die nordkoreanische Bedrohung r&uuml;sten und Langstreckenraketen kaufen. Dazu wird der Haushalt ein spezielles Budget bereitstellen. Die Entscheidung ist ein Bruch mit der pazifischen Verfassung Japans. Einst schrieb die USA vor: Nie wieder darf Japan Krieg f&uuml;hren.<br>\nJapan verfolgte bisher eine Strategie der Verteidigung. Die japanische Verfassung blieb 70 Jahre lang fast unver&auml;ndert. Der zuvor g&ouml;ttergleiche Tenno (Kaiser) wurde nach Ende des Zweiten Weltkriegs auf eine symbolhafte Figur reduziert. Der erste Paragraf des Artikel 9 verbietet Japan die Kriegsf&uuml;hrung, der darauf folgende den Unterhalt einer Armee. Die japanische Armee, die in den 1950er Jahren ins Leben gerufen wurde, wurde offiziell als &ldquo;Selbstverteidigungskr&auml;fte&rdquo; deklariert. Vor zwei Jahren folgte eine leichte Ab&auml;nderung, welche den Japanern die Unterst&uuml;tzung von Alliierten erlaubt.<br>\nAngesichts der Raketentests aus Nordkorea in Richtung Japan halten Kritiker, unter ihnen auch der Premierminister Japans und seine Regierungspartei die LDP, die Verfassung als &uuml;berholt an. Ein Erwerb von Langstreckenraketen w&uuml;rde von Kritikern als Verfassungsbruch beurteilt werden. Artikel 9 der japanischen Verfassung verbietet Japan auch die Aufr&uuml;stung zum Angriff. Es wurde in Tokio diskutiert, ob es sinnvoll sei, den japanischen Kaiser wieder zum Staatsoberhaupt zu machen und den Artikel 9 ganz zu streichen. Im Mai diesen Jahres legte Abe der Opposition einen Kompromiss vor, er wolle den Artikel nicht streichen, sondern erg&auml;nzen und hierdurch die japanische &ldquo;Selbstverteidigungsgruppe&rdquo; rechtlich best&auml;tigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/asien\/61934-japan-will-langstreckenraketen-gegen-nordkoreanische-bedrohung-erwerben\/%20\">RT Deutsch<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch so sieht Trumps Realit&auml;t von &ldquo;America first&rdquo; aus: Ein Agressorstaat des Zweiten Weltkrieges soll offenbar zum verfassungswidrigen Erwerb von Angriffswaffen bei US-Konzernen ermuntert werden. Was w&auml;re wohl, wenn Japan mehr f&uuml;r die R&uuml;stung ausgeben und Waffensysteme von Russland erwerben w&uuml;rde?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Luftschl&auml;ge im Sinai sind kein stiller Gru&szlig;<\/strong><br>\nMerkels fatales Kondolenztelegramm<br>\nIn ihrem Kondolenztelegramm an den &auml;gyptischen Pr&auml;sidenten, Abdel Fattah Al-Sisi, betonte Bundeskanzlerin Merkel, sie habe &bdquo;mit gro&szlig;er Best&uuml;rzung [&hellip;] die Nachricht vom Angriff auf eine Moschee auf der &auml;gyptischen Sinai-Halbinsel erhalten, bei dem so viele unschuldige Menschen den Tod fanden und viele weitere verletzt wurden.&ldquo; Merkel verurteilte diesen niedertr&auml;chtigen Anschlag auf das Sch&auml;rfste.<br>\nBei dem besagten Anschlag Ende November 2017 auf die Rawda-Moschee in dem Ort Al Rawda im Norden Sinais wurden mehr als 305 Menschen get&ouml;tet. Zu diesem Anschlag, der zumindest in den deutsch- und englischsprachigen Leitmedien als der blutigste in der modernen Geschichte des Landes benannt wird, bekannte sich bislang niemand, doch die &auml;gyptische Staatsanwaltschaft h&auml;lt die sich dem Islamischen Staat zuordneten Gruppe Wilaya Sinai (Provinz Sinai) f&uuml;r verantwortlich. An Sisi direkt richtete Bundeskanzlerin Merkel folgende politisch schwerwiegenden Worte: &bdquo;Seien Sie versichert, dass Deutschland im Kampf gegen den Terror weiter an der Seite Ihres Landes und der Menschen in &Auml;gypten stehen wird.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDas mit &bdquo;stillem Gru&szlig;&ldquo; gezeichnete Kondolenztelegramm gie&szlig;t somit mehr &Ouml;l ins Feuer, das seit Jahren Tausenden Menschen auf der Halbinsel Sinai das Leben gekostet hat und alle Bewohner_innen unter eine Kollektivstrafe stellt. Die Luftschl&auml;ge, hinter denen Bundeskanzlerin Merkel steht, werden den durch Staatsterror und Marginalisierung entstandenen islamistisch eingeordneten Terrorismus auf der Halbinsel eher st&auml;rken als schw&auml;chen. Sabrys Ansicht nach m&uuml;sse die Regierung, um die Situation vor Ort zu bessern, zun&auml;chst eingestehen, dass ihre Milit&auml;roperationen und Sicherheitspolitik der letzten Jahre ein Fehlschlag waren. Au&szlig;erdem m&uuml;ssten die staatlichen Beh&ouml;rden unverz&uuml;glich die gravierenden und zahlreichen Menschenrechtsverletzungen beenden, die &ndash; gepaart mit der aus wirtschaftlichen und politischen Marginalisierung entstandenen Perspektivlosigkeit &ndash; die lokale Jugend in die Arme bewaffneter Gruppen treibt. Die Wurzeln des Konfliktes liegen in der historischen Benachteiligung der Bedouinen auf dem Sinai, deren Unmut gegen den Staat mit der Kriminalisierung und Kollektivbestrafung von Seiten der Mubarak und der Sisi Regierungen stieg.  Gespr&auml;che, Bildung, soziale Einbindung und wirtschaftliche Teilhabe k&ouml;nnten den hausgemachten Konflikt viel eher beheben. Doch davon ist in Merkels Kondolenztelegramm und der weitergehenden polizeilichen, milit&auml;rischen und geheimdienstlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und &Auml;gypten nichts zu erkennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/12\/08\/luftschlaege-im-sinai-sind-kein-stiller-gruss\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Freihandel erschwert Agrarwende<\/strong><br>\nDas Abkommen zwischen EU und s&uuml;damerikanischem Staatenbund ist viel gef&auml;hrlicher als CETA. Problematisch ist vor allem der Fleischexport.<br>\nDas Angebot der EU-Kommission an den s&uuml;damerikanischen Staatenbund Mercosur f&uuml;r ein Freihandelsabkommen ist gef&auml;hrlich. Es w&uuml;rde Verbrauchern, Bauern, Umwelt und Tieren schaden &ndash; viel mehr als der bereits abgeschlossene Ceta-Vertrag mit Kanada. Denn die Kommission hat Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay im Lebensmittelbereich viel mehr angeboten. Beispielsweise wollen die EU-Verhandler den S&uuml;damerikanern eine zollfreie Quote von 100.000 Tonnen Rindfleisch pro Jahr einr&auml;umen. Kanada darf ab dem 6. Jahr nach Inkrafttreten von Ceta nur 30.840 Tonnen ohne Importsteuer in die EU liefern.<br>\nAber die Korruption ist in der Fleischbranche etwa Brasiliens viel weiter verbreitet als in Kanada. Das hat zuletzt der Gammelfleischskandal im Fr&uuml;hjahr bewiesen. Konzerne haben reihenweise Kontrolleure und sogar Minister bestochen. Deshalb sind Zusicherungen aus Brasilien wenig wert, dass Fleisch beispielsweise nicht mit in der EU verbotenen Wachstumshormonen produziert wurde. Aus diesem Grund ist es auch skandal&ouml;s, dass die Kommission dem Mercosur angeboten hat, s&uuml;damerikanische Exportbetriebe zu akzeptieren, ohne sie vorher zu kontrollieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-EU-Mercosur-Vertrag\/!5464332\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Zwanzig Jahre nach dem Crash<\/strong><br>\nBasel III ist fertig: Die globalen Regeln, die Finanzkrisen verhindern sollen. Es wurde wieder nur in der Logik des vorhandenen Systems gedacht und gehandelt.<br>\nAm 1. Januar 2027 wird es endlich so weit sein &ndash; fast 20 Jahre nach dem Ausbruch der gro&szlig;en Finanzkrise sollen bis dahin weltweit die letzten Regeln implementiert sein, um die n&auml;chste Krise zu verhindern.<br>\n2027 &ndash; das ist einer der Punkte, auf die sich am Donnerstagabend Bankenaufsichten und Zentralbanken weltweit geeinigt haben. Und bevor Sie jetzt angesichts der Sperrigkeit des Themas wegklicken: Dieser Vorgang ist von fundamentaler Bedeutung f&uuml;r die &ouml;konomische und damit politische Stabilit&auml;t der Welt.<br>\nTrotzdem ist es dazu gekommen, dass ein globales Gremium sieben Jahre lang an Basel III, den neuen Regeln f&uuml;r das internationale Finanzsystem, arbeitete, ohne die Grundsatzfrage &uuml;berhaupt zu er&ouml;rtern: Wie kann das wahnwitzig aufgebl&auml;hte internationale Finanzsystem zur&uuml;ckgestutzt werden auf die Gr&ouml;&szlig;e, die es braucht, um eine dem Mensch und der Natur dienliche Wirtschaft zu schaffen? [&hellip;]<br>\nDoch der Ausschuss ist leider ein Gremium, das nur in der Logik des vorhandenen Systems denkt und handelt. So hat sich beispielsweise die Deutsche Bundesbank, die Mitglied in dem Gremium ist, vehement f&uuml;r die Interessen von deutschen Privatbanken eingesetzt. Obwohl sie eine staatliche, im Grundgesetz festgeschriebene Institution ist, die Banken beaufsichtigen und nicht vertreten sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Neue-Regeln-fuer-das-Finanzsystem\/!5469180\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Au&szlig;enpolitische Neuorientierung: Gabriel st&ouml;&szlig;t Grundsatzdebatte in Deutschland an<\/strong><br>\nWeg von den USA, hin zu selbstbewusster europ&auml;ischen Au&szlig;enpolitik. So lie&szlig;e sich die j&uuml;ngste Grundsatzrede des SPD-Politikers verstehen. Das Lager der bekannten Transatlantiker hat sie auch in diesem Sinne verstanden und verf&auml;llt sofort in den Kampfmodus.<br>\nDas j&auml;hrliche Forum der K&ouml;rber-Stiftung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Pflichttermin f&uuml;r au&szlig;enpolitisch interessierte Menschen gemausert. Tats&auml;chlich erscheint zum vorweihnachtlichen Termin regelm&auml;&szlig;ig das Who-is-Who der Berliner Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik. Eine halbe Stunde, bevor die Veranstaltung beginnen soll, springt der deutsche Au&szlig;enminister aus der Limousine und schlendert mit seinem Begleittross die Treppen zum Humboldt Carr&eacute; hinauf.<br>\nEr wird das Forum er&ouml;ffnen und angesichts seines Reiseplans gibt schon allein diese Tatsache der Veranstaltung einige Bedeutung. Die Themen und Referenten sind klug gesetzt, alle Problemzonen der deutschen und europ&auml;ischen Au&szlig;enpolitik abgedeckt, teilweise mit prominenten Sprechern, wie etwa dem ehemaligen NATO-Generalsekret&auml;r Anders Rasmussen, der inzwischen als pers&ouml;nlicher Berater des ukrainischen Pr&auml;sidenten besch&auml;ftigt ist.<br>\nIn jedem Fall werden einschl&auml;gige Experten auf die B&uuml;hne treten, um die zahlreichen offenen Konflikte im Umfeld der EU zu diskutieren. Ehemalige Minister und Spitzendiplomaten, Abgeordnete und Vertreter von politischen Stiftungen dr&auml;ngeln sich kurz an den Kaffeetischen, bevor Sigmar Gabriel nach einer kurzen Begr&uuml;&szlig;ung durch die Veranstalter auf die B&uuml;hne tritt. Er habe immer noch die Rolle eines Linksau&szlig;en-St&uuml;rmers, greift er eine Fussball-Analogie von Thomas Paulsen auf, dem Vertreter der K&ouml;rber-Stiftung.<br>\nDass er nicht gekommen ist, um das Protokoll mit diplomatischen Allgemeinpl&auml;tzen aufzuwerten, wird wenige Minuten sp&auml;ter klar, als er auf das Mantra deutscher Au&szlig;enpolitik zu sprechen kommt, die Werteorientierung. Nach einer kurzen Erinnerung an die harmonischen 1990er Jahren, als &ldquo;Osama Bin Laden uns allen unbekannt war&rdquo; und die USA auf ihren &ldquo;unipolaren Moment&rdquo; zusteuerten, verweist Gabriel auf die aktuellen weltpolitischen Spannungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/61897-gabriel-aussenpolitik-debatte-koerber-usa-europa\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>VW-Kunden ohne Garantien<\/strong><br>\nDie Situation f&uuml;r VW-Kunden bleibt unbefriedigend, auch wenn rund 90 Prozent der Fahrzeuge mit manipulierten Motoren ein Software-Update erhalten haben. Denn noch ist v&ouml;llig unklar, wie zuverl&auml;ssig dies funktioniert. Dar&uuml;ber hinaus droht zum Jahresende die Verj&auml;hrung f&uuml;r bestimmte Schadensersatzklagen. (&hellip;)<br>\nDiese sehr optimistisch wirkende Aussage bezieht sich aber nur auf die Software-Nachr&uuml;stung. Kein Wort dagegen zu den auch von Umweltministerin Hendricks geforderten Hardware-L&ouml;sungen f&uuml;r eine bessere Abgasreinigung bei &auml;lteren Dieselfahrzeugen. Au&szlig;erdem will VW k&uuml;nftig wieder auf die regul&auml;ren gesetzlichen Verj&auml;hrungsfristen pochen &ndash; betroffene Kunden k&ouml;nnten also nach dem 31. Dezember mit einer Schadensersatzklage, die sich nur auf technische M&auml;ngel bezieht, scheitern. Dies gelte allerdings nicht f&uuml;r Klagen mit einer sogenannten &ldquo;deliktischen Anspruchsgrundlage&rdquo;, betont Ottmar Lell vom Verbraucherzentrale Bundesverband.<br>\n&ldquo;VW hat sich bereit erkl&auml;rt, Anspr&uuml;che bis Ende dieses Jahres gegen sich gelten zu lassen, auch wenn sie an sich verj&auml;hrt gewesen sind. Das hei&szlig;t aber nicht, dass nichts mehr geltend gemacht werden kann &ndash; denn Anspr&uuml;che aus sogenannter unerlaubter Handlung, damit ist vor allem gemeint Betrug und vors&auml;tzliche sittenwidrige Sch&auml;digung, k&ouml;nnen auch noch bis Ende 2018 geltend gemacht werden.&rdquo;<br>\nSolche Klagen sind komplizierter, die Anspr&uuml;che sind schwieriger nachzuweisen &ndash; deshalb gilt f&uuml;r solche F&auml;lle eine Verj&auml;hrungsfrist von drei statt der &uuml;blichen zwei Jahre.<br>\n&ldquo;Diese drei Jahre fangen an ab Kenntnis von den Umst&auml;nden, die eigentlich die Anspr&uuml;che begr&uuml;nden &ndash; und das ist eben im Jahr 2015, als der VW-Skandal &uuml;berhaupt publik geworden ist.&rdquo; (&hellip;)<br>\n&ldquo;Also es gibt f&uuml;r die Verbraucher tats&auml;chlich &uuml;berhaupt keine Garantien, dass dieses Softwareupdate langfristig positiv wirkt &ndash; das k&ouml;nnen wir nat&uuml;rlich auch noch nicht untersucht haben. Das hei&szlig;t &ndash; was in ein paar Jahren ist, wei&szlig; keiner!&rdquo;<br>\nKeine Garantie: VW bleibt in dieser Frage unnachgiebig. Auch deshalb verweigern immer noch einzelne betroffene Kunden das Aufspielen des Software-Updates. Ein Risiko, meint die ADAC-Sprecherin. Einzelne Fahrzeuge seien von den zust&auml;ndigen Zulassungsbeh&ouml;rden bereits stillgelegt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/gewaehrleistungs-ansprueche-vw-kunden-ohne-garantien.769.de.html?dram:article_id=402706\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Internet der unterschiedlichen Geschwindigkeiten?<\/strong><br>\nBisher werden Daten im Internet gleich behandelt &ndash; egal, von wem sie kommen. Die US-Aufsichtsbeh&ouml;rde FCC will das &auml;ndern. Kritiker bef&uuml;rchten ein Internet der zwei Geschwindigkeiten, das vor allem kleine Inhalteanbieter benachteiligen wird. (&hellip;)<br>\nDer Fernsehsender CBS berichtete in dieser Woche von Protesten zum Beispiel in Florida. &Uuml;berall in dem Land sind w&uuml;tende Amerikaner vor die Gesch&auml;fte von Verizon gezogen. F&uuml;r diesen privaten Breitbandnetz-Anbieter arbeitete Ajit Pai einmal als Jurist.<br>\nSeit Beginn des Jahres leitet Pai nun die amerikanische Telekommunikations-Aufsichtsbeh&ouml;rde FCC. Er steckt hinter den umstrittenen Pl&auml;nen, den seit zwei Jahren verankerten Neutralit&auml;tsgrundsatz im Internet wieder zu kippen. Bisher gilt: Jedes Datenpaket wird gleich behandelt. (&hellip;)<br>\nPai will Netzbetreibern allerdings k&uuml;nftig erlauben, dass sie bestimmte Daten bevorzugen, verz&ouml;gern oder gar blockieren k&ouml;nnen: &ldquo;Nicht schwerf&auml;llige Vorschriften aus Washington sind n&ouml;tig, sondern mehr Wettbewerb. Ich habe mit vielen Unternehmen gesprochen, die sagen: Wir wollen die M&ouml;glichkeit haben in Netze zu investieren, besonders in l&auml;ndlichen und &auml;rmeren Gegenden. Doch je strenger die Vorschriften, desto weniger rechnet sich das.&rdquo;<br>\nWeniger staatliche Einmischung, mehr Privatinitiative &ndash; so lautet Pais Kernargument. F&uuml;r viele Kritiker ist dies vorgeschoben. Sie warnen vor einer massiven Machtverschiebung, wenn pl&ouml;tzlich Netzanbieter in den Highspeed-Verkehr auf den Datenautobahnen eingreifen d&uuml;rfen. Sie k&ouml;nnten nach eigenem Interesse &Uuml;berholspuren einf&uuml;hren und Stoppschilder aufstellen und w&uuml;rden so bestimmen, welche Website schneller l&auml;dt. (&hellip;)<br>\nNoch bis Anfang des Jahres sa&szlig; Tom Wheeler an der Spitze der Aufsichtsbeh&ouml;rde. Unter ihm wurde das Breitbandnetz als wichtige &ouml;ffentliche Infrastruktur eingestuft und der Neutralit&auml;tsgrundsatz verankert.<br>\nWheeler spricht von einem Angriff auf die Redefreiheit: &ldquo;Das Internet ist die tiefgreifende und m&auml;chtigste Plattform in der Geschichte unseres Planeten. Wird es f&uuml;r jeden Handelsverkehr offen sein oder kommt die Mautpflicht? Muss der Verbraucher k&uuml;nftig zahlen, um bestimmte Leistungen zu bekommen oder m&uuml;ssen die Homepagebetreiber zahlen, damit ihre Inhalte den Verbraucher erreichen?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/usa-netzneutralitaet-103.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &bdquo;Tr&auml;umen&ldquo; manche Entscheidungstr&auml;ger hierzulande &auml;hnliches oder bekommen beim Stichwort Maut &bdquo;feuchte Auge&ldquo;?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>IG Metall Hannover verurteilt Polizeigewalt am 2.12.2017<\/strong><br>\nIn einem offenen Brief an den Innenminister des Landes Niedersachsen, Boris Pistorius, und an den Pr&auml;sidenten der Polizeidirektion Hannover, Volker Kluwe, kritisiert Dirk Schulze, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der IG Metall Hannover, das unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ige Auftreten der Polizei im Zuge der Proteste gegen den Bundesparteitag der AfD im HCC. Insbesondere solidarisiert sich die Gewerkschaft mit ihrem langj&auml;hrigen Mitglied, dem ein offener Bruch am Bein zugef&uuml;gt wurde, nachdem dieser sich an einer Metallpyramide festgekettet hatte.<br>\nDer Polizeieinsatz vom 2.12.2017 stellt f&uuml;r die IG Metall Hannover eine Einschr&auml;nkung des Rechts auf Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit dar. Viele Mitglieder der Gewerkschaft, die an der Demonstration teilnahmen, f&uuml;hlten sich durch das Auftreten der Polizei kriminalisiert und eingesch&uuml;chtert.<br>\nEs wird nicht der letzte Protest in Hannover gegen die AfD oder andere rechtsradikale Umtriebe gewesen sein. Wir fordern daher eine Aufarbeitung der Geschehnisse vom 2.12.2017 unter Einbezug unserer B&uuml;ndnispartner, eine Entsch&auml;digung f&uuml;r den schwerverletzten Kollegen und eine konsequente Verfolgung der begangenen Straftaten, Fehlentscheidungen und Grenz&uuml;berschreitungen im Einsatz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall-hannover.de\/aktuelles\/meldung\/ig-metall-hannover-kritisiert-polizeigewalt-am-02122017\/\">IG Metall<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das wirtschaftspolitische Versagen der SPD und die Agenda 2010 (Teil 2)<\/strong><br>\nDie abschlie&szlig;ende Bewertung der Agenda aus einer makro&ouml;konomischen und europ&auml;isch angelegten Sicht f&auml;llt ern&uuml;chternd oder sogar vernichtend aus: Mit ihr wurden die Besch&auml;ftigungsprobleme nicht gel&ouml;st, sondern zu einem gro&szlig;en Teil aus Deutschland heraus in andere L&auml;nder verlagert. [&hellip;]<br>\nDiese Entwicklung zwischen 2000 und 2005 wird von gro&szlig;en Teilen der Medien und auch in der SPD anders gesehen. Das liegt daran, dass hier die Sichtweisen nach wie vor noch national gepr&auml;gt sind und die &ouml;konomischen und sozialen Folgen des deutschen Handelsmerkantilismus in Europa nicht ber&uuml;cksichtigt werden. Dazu kommt, dass ein mikro&ouml;konomischer oder einzelwirtschaftlicher Blickwinkel weiter dominierend ist. Die W&auml;hrungsunion wird als Wettbewerbsmodell verstanden, als Modell, in dem Deutschland mit den Arbeitsmarktreformen und dem dadurch verst&auml;rkten Lohndruck klug gehandelt h&auml;tte, w&auml;hrend andere L&auml;nder solche &bdquo;Reformen&ldquo; vers&auml;umt h&auml;tten. Sie sollen sie deshalb jetzt unter erschwerten Bedingungen nachholen. Das wiederum schw&auml;cht aber die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum und in der EU.<br>\nDer grundlegende Fehler dieser Sichtweise besteht in der Konzentration auf den Arbeitsmarkt. Besch&auml;ftigung entsteht nicht durch flexible Arbeitsm&auml;rkte, sondern durch zus&auml;tzliche Investitionen. Arbeitslosigkeit wird auf dem Arbeitsmarkt gemessen. Sie entsteht aber nicht durch den Arbeitsmarkt. Ein wirksamer Lohndruck durch die Deregulierung und Flexibilisierung der Arbeitsm&auml;rkte schw&auml;cht die inl&auml;ndische Nachfrage und verfestigt dar&uuml;ber die Arbeitslosigkeit. Die deutsche Wirtschaft hat dieses Problem mit der starken Exportorientierung zu l&ouml;sen versucht und die fehlende Nachfrage in der Weltwirtschaft gesucht. Dass diese Politik zu einer hohen Instabilit&auml;t in der Weltwirtschaft insgesamt f&uuml;hrt, wird aus der nationalistischen Perspektive, mit der in Deutschland die wirtschaftliche Entwicklung beurteilt wird, nicht gesehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2155\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>TV-Tipp: Bis zum letzten Tropfen<\/strong><br>\nEuropas geheimer Wasserkrieg<br>\nN&auml;chste Ausstrahlung: Dienstag, 12. Dezember um 22:45<br>\nW&auml;hrend der Trend weltweit zu einer Rekommunalisierung der Trinkwasserversorgung und Abwasseraufbereitung geht, stehen die &ouml;ffentlichen Versorgungsunternehmen im krisengesch&uuml;ttelten Europa unter zunehmendem Privatisierungsdruck. Die Dokumentation folgt der Spur des Geldes quer durch den europ&auml;ischen Kontinent und enth&uuml;llt die Interessen der Unternehmen.<br>\nSt&auml;dte, Regionen und L&auml;nder der ganzen Welt ziehen sich verst&auml;rkt aus der &uuml;ber Jahre praktizierten Wasserprivatisierung zur&uuml;ck und rekommunalisieren die Versorgungsunternehmen, um die Kontrolle &uuml;ber Trinkwasserversorgung und Abwasseraufbereitung zur&uuml;ckzugewinnen. Dieser Trend f&uuml;hrt fast &uuml;berall zu einer grundlegenden Umstrukturierung des Wassersektors.<br>\nGleichzeitig &uuml;bt Br&uuml;ssel im krisengesch&uuml;ttelten Europa zunehmend politischen und wirtschaftlichen Druck auf &ouml;ffentliche Versorgungsunternehmen aus und fordert, die Wasserversorgung zu privatisieren. Dabei ist die Lage paradox: L&auml;nder wie Deutschland und Frankreich, die in der Vergangenheit mit der Wasserprivatisierung experimentiert haben, f&uuml;hrten ihre Wasserversorgung zur&uuml;ck in die &ouml;ffentliche Hand, dr&auml;ngen dabei aber s&uuml;deurop&auml;ische L&auml;nder zur Privatisierung ihrer Versorgungssysteme.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/072486-000-A\/bis-zum-letzten-tropfen\/\">arte<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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