{"id":4154,"date":"2009-08-27T10:03:02","date_gmt":"2009-08-27T08:03:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4154"},"modified":"2014-01-23T13:24:54","modified_gmt":"2014-01-23T12:24:54","slug":"anmerkungen-und-daten-zu-solarsubventionen-sprengen-prognosen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4154","title":{"rendered":"Anmerkungen und Daten zu &#8220;Solarsubventionen sprengen Prognosen&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>In j&uuml;ngster Zeit h&auml;ufen sich kritische Kommentare &uuml;ber die Subventionierung der Solarenergiegewinnung. Wir berichteten dar&uuml;ber am 24. August: <a href=\"?p=4145#h13\">&bdquo;Solarsubventionen sprengen Prognosen&ldquo;<\/a>. Hierzu erreichten uns interessante Leserkommentare.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Vincent Nettelroth schreibt:<\/strong><\/p><blockquote><p>Gleich zu Anfang muss nat&uuml;rlich ein b&ouml;se klingendes Worte eingebaut werden: &ldquo;Solarschulden&rdquo;.&nbsp;<\/p>\n<p>Von&nbsp;<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Strombedarf\">wikipedia<\/a> lernen wir:&nbsp;2006 wurden in Deutschland ca. 560 Milliarden kWh verbraucht.&nbsp;Angenommen, das bliebe &uuml;ber die n&auml;chsten 20 Jahre konstant, dann w&uuml;rden 20 Milliarden Euro zus&auml;tzlich 20\/(560*20 Jahre) Euro\/(kWh\/Jahr) = 0,001786 &euro;\/kWh extra kosten, also nicht mal 0,2 Cent mehr.&nbsp;(Lesehilfe KR: Die Zusatzkapazit&auml;ten sollen insgesamt 20 Mrd. &euro; kosten und in 20 Jahren abbezahlt werden. Also eine Mrd. &euro; je Jahr. Je Jahr werden 560 Mrd. kWh Strom verbraucht. Die Preiserh&ouml;hung betr&auml;gt somit 1 Mrd. &euro; je 560 Mrd. kWh = 1\/560 &euro;\/ kWh = 0,0018 &euro;\/kWh = 0,18 Cent\/kWh.)<\/p>\n<p>Es handelt sich also um sehr d&auml;mliche Propaganda mit dem uralten Versuch, die Einspeiseverg&uuml;tung als staatlich gezahlte F&ouml;rdergelder darzustellen. Durch die Umlage auf den Strompreis aller Verbraucher wirkt sich die Summe von weniger als 20 Milliarden &euro;&nbsp;(7 bis 11) jedoch nur marginal aus.<\/p>\n<p>Bei der neu installierten Leistung handelt es sich wahrscheinlich um die Peakleistung der Solarmodule, also die maximale Leistung unter Testbedingungen. Diese Angabe dient zur Vergleichbarkeit der Module unterschiedlicher Hersteller, hat jedoch weniger mit der tats&auml;chlich eingespeisten Leistung zu tun. Da die Sonne nachts nicht scheint und die Module morgens und abends aufgrund der flach stehenden Sonne weniger einfangen, wird die tats&auml;chlich abgegebene, durchschnittliche Leistung der installierten Module ein gutes St&uuml;ck unter den angegebenen 2 bis 3 Gigawatt in 2009 liegen. Die Angabe von 2-3 Gigawatt w&uuml;rde n&auml;mlich auch bedeuten, dass man durch die neu hinzukommende Solarleistung pro Jahr 2 bis 3 Atomkraftwerke abschalten k&ouml;nnte.&nbsp;<\/p>\n<p>Wo genau diese Angaben herkommen, ist mir schleierhaft, es k&ouml;nnte sich auch um die neu hinzukommenden Produktionskapazit&auml;ten handeln. Von diesen produzierten Modulen werden allerdings auch (Exportweltmeister Deutschland) viele ins Ausland verkauft, gerne z.B. nach Spanien. Dass es in diesen Zeiten solche Zuw&auml;chse an Produktionskapazit&auml;t in Deutschland gibt sollte einen doch eigentlich freuen!<\/p>\n<p>Ohne die Verg&uuml;tung, wie sie jetzt existiert, h&auml;tte es &uuml;berhaupt keine neuen Arbeitspl&auml;tze bei den erneuerbaren Energien gegeben, weil die Investitionssicherheit nicht gegeben w&auml;re. Auch werden die Gewinne in der Solarbranche meines Wissens nach nicht verjubelt, sondern es werden damit eben jene neuen Produktionskapazit&auml;ten aufgebaut, die erst zu der Senkung der Preise f&uuml;hren. Auf der einen Seite zu behaupten, die Gewinnspanne der Solarmodulproduzenten sei zu hoch, die sinkenden Preise w&uuml;rden nicht weitergegeben, daher m&uuml;sse die Verg&uuml;tung sinken, und im selben Atemzug die drohende Abwanderung der Arbeitspl&auml;tze nach Fernost aufgrund zu starker Konkurrenz an die Wand zu malen, ist doch widerspr&uuml;chlich. Dass auch ausl&auml;ndische Produzenten von der deutschen Einspeiseverg&uuml;tung profitieren ist bekannt, w&uuml;rde sich bei einer verringerten Verg&uuml;tung aber nicht &auml;ndern.<\/p>\n<p>Der &ldquo;Diskussionsbedarf&rdquo;, ob die Verg&uuml;tung wie geplant oder schneller sinken soll, war schon vor einem Jahr Thema. Soweit ich mich erinnere, ging es tats&auml;chlich um die Frage, ob man die Hersteller zwingen sollte, die Preisreduktionen weiter zu geben, oder ob man dadurch die Investitionsfreudigkeit, in einem Bereich der ja laut Klimaschutzzielen eigentlich noch viel mehr gef&ouml;rdert werden m&uuml;sste, abw&uuml;rgt. So geschehen in Spanien, wo der Solarboom gr&uuml;ndlich gestoppt wurde. Der Kommentar der Photon-Redakteurin k&ouml;nnte aus dieser Zeit stammen, man wei&szlig; es nicht. Das zusammenhanglose Zitat vom &ldquo;Diskussionsbedarf&rdquo; hat hier keinerlei Aussagekraft, wird jedoch implizit als Kritik aus den eigenen Reihen eingebaut. Was die Redakteurin tats&auml;chlich meinte ist nicht von Interesse &hellip;<\/p>\n<p>&ldquo;Prima&rdquo; ist auch der Hinweis, wen man w&auml;hlen soll, um diese &ldquo;uns&auml;glich hohen Solarschulden&rdquo; von weniger als 0,2 Cent (ca. 1% des jetzigen kWh-Preises von ca. 20 Cent) zu vermeiden: Schwarz-Gelb. Na super!<\/p><\/blockquote><p><strong>Und NachDenkSeiten-Leser Christian Ruhsert f&uuml;gt hinzu: <\/strong><\/p><blockquote><p>Ein weiteres Argument sollte nicht au&szlig;er Acht gelassen werden: Nur aufgrund der hohen Nachfrage wird diese Technik weiter entwickelt. So hat der Wirkungsgrad in den vergangenen Jahren stark zugenommen, was ohne Einspeiseverg&uuml;tung wohl nicht passiert w&auml;re.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In j&uuml;ngster Zeit h&auml;ufen sich kritische Kommentare &uuml;ber die Subventionierung der Solarenergiegewinnung. Wir berichteten dar&uuml;ber am 24. 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