{"id":4155,"date":"2009-08-27T15:52:13","date_gmt":"2009-08-27T13:52:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4155"},"modified":"2014-01-23T13:24:15","modified_gmt":"2014-01-23T12:24:15","slug":"wie-auf-unser-aller-kosten-und-risiko-weiter-gut-verdient-wird-finanzkrise-xxvii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4155","title":{"rendered":"Wie auf unser aller Kosten und Risiko weiter gut verdient wird (Finanzkrise XXVII)"},"content":{"rendered":"<p>9,5(!)% Zinsen bei einer sogenannten Nachranganleihe der Deutschen Bank. Ein Geschenk an die Spezies. Die Kette der Skandale rei&szlig;t offenbar nicht ab. Wir wurden von einem Freund der NachDenkSeiten auf diesen Vorgang und die Werbung in &bdquo;B&ouml;rse im Ersten&ldquo;  aufmerksam gemacht. Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\nHier die Mail von EH. Danke vielmals: <\/p><blockquote><p>Die zehn Minuten kurz vor 20 Uhr sind bei der ARD wohl die teuersten Werbeminuten, bis auf den Einspieler vom Frankfurter B&ouml;rseparkett, der aus diesem Grund von den GEZ-Geb&uuml;hrenzahlern, die &uuml;berwiegend keine Aktienpakete besitzen, gesponsert wird. Das geht schon Jahre so, ohne dass jemand, au&szlig;er den NDS, aufmuckt. Insofern br&auml;uchte ich das gar nicht erw&auml;hnen. Aber gestern geschah etwas seltsames. <\/p>\n<p>The Best, also der Journalist Michael Best, gab sein Bestes zur besten Sendezeit. Er pries in einem &uuml;berlangen Vortrag die neu emittierte Nachranganleihe der Deutschen Bank an. (Hier <a href=\"http:\/\/boerse.ard.de\/idx_tv.jsp?go=tv\">der Trailer<\/a> oder <a href=\"http:\/\/boerse.ard.de\/idx_tv_archiv.jsp\">hier im Archiv<\/a> bei Datum 26.8.2009) <\/p>\n<p>Das ist ja weiter nicht schlimm, wenn es sich hier nicht um eine systemrelevante Manipulation handeln w&uuml;rde. <\/p>\n<p>Es kann ja durchaus sein, dass der Freude strahlende Best auch ein paar Anteile erwerben konnte, die erst am 4. September an der B&ouml;rse gehandelt werden, damit sein Vortrag hier&uuml;ber ellenlang ausf&auml;llt, <em><strong>(Michael Best lie&szlig; uns inzwischen wissen, dass wir dies zu Unrecht als m&ouml;glich betrachtet hatten; wir bitten um Pardon, Albrecht M&uuml;ller)<\/strong><\/em>, es kann durchaus sein, dass viele Deutsche Bank-Spezies ein paar Anteilscheine vorb&ouml;rslich zugeteilt bekommen haben, &ndash; reiches Klientel, armselige Politiker und ein paar wohlgesonnene Berichterstatter, das w&auml;re weiter nicht schlimm, wenn da nicht die j&auml;hrliche Verzinsung w&auml;re: 9,5%, Jahr f&uuml;r Jahr. <\/p>\n<p>Von Manipulation kann man deshalb sprechen, weil diese nachrangige Anleihe in Wirklichkeit &uuml;berhaupt keine nachrangige Anleihe ist, denn die Deutsche Bank ist von der Kanzlerin und ihrem Steinbr&uuml;ck als systemrelevant eingestuft worden. Das hei&szlig;t konkret, dass die Deutsche Bank auf alle F&auml;lle von den Politikern gerettet wird, wenn es mal brenzlig werden sollte. <\/p>\n<p>Daf&uuml;r sind die 9,5% viel zu hoch, denn es besteht weit und breit kein Anlagerisiko &ndash; es handelt sich hier somit eindeutig um einen Freundschaftsdienst an die oben erw&auml;hnten Kreise. <\/p>\n<p>Wenn die Deutsche Bank wider Erwarten Konkurs anmelden w&uuml;rde, m&uuml;sste der deutsche Staat sowohl die 9,5% als auch die R&uuml;ckzahlung in bester Systemrelevanz-Manier &uuml;bernehmen. Klar, dass die Emission mehrfach &uuml;berzeichnet war, denn wo bekommen der Geldadel, die Politiker und die Hofberichterstatter heutzutage 9,5% &ndash; und das ohne Risiko. In die R&ouml;hre gucken die (wahlberechtigten) B&uuml;rger, nein, nicht ganz, sie d&uuml;rfen das Konkursrisiko tragen. <\/p>\n<p>Der Kapitalmarkt l&auml;uft und l&auml;uft und l&auml;uft weiter &hellip;<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>9,5(!)% Zinsen bei einer sogenannten Nachranganleihe der Deutschen Bank. Ein Geschenk an die Spezies. Die Kette der Skandale rei&szlig;t offenbar nicht ab. Wir wurden von einem Freund der NachDenkSeiten auf diesen Vorgang und die Werbung in &bdquo;B&ouml;rse im Ersten&ldquo; aufmerksam gemacht. 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