{"id":4157,"date":"2009-08-28T15:21:21","date_gmt":"2009-08-28T13:21:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4157"},"modified":"2009-08-28T15:21:22","modified_gmt":"2009-08-28T13:21:22","slug":"hinweise-des-tages-2-105","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4157","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>(WL)<br>\nUnter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4157#h01\">Agenda 2020: Was wir nach der Wahl an Krisenlasten zu erwarten haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h02\">Debatte Gustav Horn\/ Elmar Altvater: Vollbesch&auml;ftigung bis 2020. Wie soll das gehen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h03\">Attac: Finanztransaktionssteuer notwendig, aber kein Allheilmittel &ndash; Politische Debatte hinkt um Jahre hinterher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h04\">Hans-J&uuml;rgen Urban (IG Metall): &bdquo;Der Finanzmarktkapitalismus ist stabiler, als wir dachten&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h05\">90.000 Jobs in Autobranche bedroht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h06\">V wie Verdruss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h07\">Bl&uuml;ht doch alles ganz wunderbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h08\">Auch in Deutschland wird Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes gefordert <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h09\">IG-Metall-Chef Huber: &ldquo;Diese Spekulationen sind ein Wahnsinn&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h10\">Atomenergie: die L&uuml;ge vom sicheren Endlager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h11\">Verhandlungspoker um Opel: &ldquo;Kette von Fehlleistungen&rdquo; <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h12\">Untreueverdacht &ndash; Ermittlungen gegen Sarrazin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h13\">F&uuml;r eine kritische Elite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h14\">Die Genkartoffel-Aff&auml;re der SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h15\">Das bessere Amerika bleibt Schall und Rauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h16\">Tschechiens Last der liberalen Jahre<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h17\">S&uuml;den sieht keine Sonne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h18\">Die Chefin des Allensbach-Institutes ist im Aufsichtsrat der Allianz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h19\">Das Letzte: Professor beleidigt Maurer &ndash; Rote Karte f&uuml;r Raffelh&uuml;schen<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4157&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Agenda 2020: Was wir nach der Wahl an Krisenlasten zu erwarten haben<\/strong><br>\nZun&auml;chst d&uuml;rfte an allen Sozialleistungen der Rotstift angesetzt werden:\n<ul>\n<li>K&uuml;rzung der der Arbeitsmarktprogramme der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, um die Defizite der BA niedrig zu halten.<\/li>\n<li>K&uuml;rzung des Bundeszuschusses zur Rentenversicherung: Die Rentenversicherung hat noch R&uuml;cklagen in H&ouml;he von knapp 15 Milliarden Euro. Diese werden wegen steigender Arbeitslosenzahlen in den n&auml;chsten Jahren erheblich abschmelzen &ndash; allein f&uuml;r 2010 wird ein Defizit von vier Milliarden Euro erwartet. Die gesetzlich festgelegte &bdquo;Rentengarantie&ldquo;, wonach bei sinkenden L&ouml;hnen die Renten nicht gek&uuml;rzt werden d&uuml;rfen, d&uuml;rfte nochmals auf den Pr&uuml;fstand kommen. Steinbr&uuml;cks Gerede von den &bdquo;Gekniffenen&ldquo; im Alter zwischen 25 und 35 und den jetzigen Rentnern, denen es so gut gehe wie niemals einer Rentnergeneration davor, soll k&uuml;nftigen Belastungen der Rentner den Boden bereiten. Der Arbeitgeberverband BDA fordert kategorisch: &bdquo;Der Fehler der Rentengarantie muss korrigiert werden&ldquo;. Eine Variante k&ouml;nnte auch sein, dass die Rentner den vollen Krankenkassenbeitrag zu zahlen haben. Zu beachten ist, dass die Realrente, also die Kaufkraft der Rente in den Aufschwungjahren 2004 bis 2008 um 9,9 Prozent sank. Mehr als eine Monatsrente ging damit verloren (vgl. iswwirtschaftsinfo 42 &bdquo;Bilanz der Gro&szlig;en Koalition, S. 60).<\/li>\n<li>Gesetzliche Krankenversicherung: Auch die Krankenkassen sind auf Geldsuche. Wegen der zunehmenden Arbeitslosigkeit wird in diesem Jahr ein Fehlbetrag von 2,9 Milliarden Euro erwartet, 2010 wird das Loch mindestens 4,2 Milliarden Euro betragen. Der Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds m&uuml;sste eigentlich steigen. Die neue Bundesregierung aber wird hier vor allem k&uuml;rzen wollen. Der vorgesehene Zusatzbeitrag von maximal ein Prozent des Bruttoverdienstes, den nur die Arbeitnehmer bezahlen, d&uuml;rfte 2010 bereits voll zu Wirkung kommen. Zudem d&uuml;rften die Leistungen der Kassen weiter reduziert werden. All diese K&uuml;rzungen und Korrekturen werden nicht ausreichen, um die Sozialsysteme weiter zu finanzieren. <\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine Erh&ouml;hung der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge, bei der die Arbeitgeber zumindest parit&auml;tisch an der Finanzierung beteiligt w&uuml;rden, wird die neue Regierung aus eben diesem Grund ablehnen. Sie will den Unternehmen ihren Kostenvorteil im internationalen Konkurrenzkampf erhalten. Begr&uuml;nden wird sie es konjunkturpolitisch: Beitragserh&ouml;hungen wirken krisenversch&auml;rfend bzw. gef&auml;hrden den Aufschwung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.isw-muenchen.de\/download\/krisenfolgen-fs-200908.pdf\">isw &ndash; Institut f&uuml;r sozial-&ouml;kologische Wirtschaftsforschung e.V. [PDF &ndash; 260 KB]<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Niemand soll sagen, er h&auml;tte es vorher nicht wissen k&ouml;nnen, was nach der Wahl passieren k&ouml;nnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Debatte: Vollbesch&auml;ftigung bis 2020. Wie soll das gehen?<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gustav Horn: Notwendige Provokation<\/strong><br>\nStatt durch den Druck auf Arbeitslose vergeblich Wachstum erzeugen zu wollen, bedarf es einer gesamtwirtschaftlichen Politik, die an der Schl&uuml;sselgr&ouml;&szlig;e Investitionen ansetzt. Nur mit Investitionen lassen sich die Arbeitspl&auml;tze von Morgen schaffen. Es geht sowohl um &ouml;ffentliche als auch um private Investitionen. Bei der Entwicklung war in den vergangenen Jahren alles andere als zufriedenstellend. Daher sollte die &ouml;ffentliche Hand jene Felder definieren, in denen die gesellschaftliche Notwendigkeit f&uuml;r Investitionen besteht. In einer Zeit drohenden Klimawechsels, labiler Energieversorgung und einem dringend der &Uuml;berholung bed&uuml;rftigen Bildungssystem f&auml;llt dies leicht.<br>\nDer zentrale Einwand gegen all dies liegt scheinbar auf der Hand: nicht finanzierbar. Dies ist ein Irrtum entweder aus Mangel an Fantasie oder, wahrscheinlicher, wegen des fehlenden politischen Willens. Zun&auml;chst einmal finanzieren die Investitionen sich durch ihre Wachstumswirkung, die ja auch das Steueraufkommen erh&ouml;ht, teilweise selbst. Bei internationaler Koordination kann dies zumindest nach einigen Jahren bis zur kompletten Selbstfinanzierung gehen. Dies bedeutet, die Bundesregierung m&uuml;sste eigentlich ein &uuml;berragendes Interesse an zumindest einem gemeinsamen europ&auml;ischen Vorgehen haben. Davon war bisher nicht viel zu sehen.<br>\nAber selbst, wenn sich wegen der unterlassenen internationalen Koordination keine komplette Selbstfinanzierung realisieren l&auml;sst, lassen sich durch das Streichen von anderen Steuerverg&uuml;nstigungen, Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;gensteuer sowie der Erh&ouml;hung von Erbschafts- und Grundsteuern Mittel zur Finanzierung mobilisieren, ohne gleichzeitig die wirtschaftliche Entwicklung nennenswert zu belasten. Es sollte zudem nicht vergessen werden, dass die Ursache f&uuml;r die derzeitige Krise vor allem im Fehlverhalten im Finanzsektor zu suchen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/154728.notwendige-provokation.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<li><strong>Elmar Altvater: Strohfeuer bis zur Wahl<\/strong><br>\nDoch das Team, das Steinmeiers Agenda 2020 mit dem Titel &raquo;Die Arbeit von morgen&laquo; formuliert hat, stammt aus der Unternehmensberatung McKinsey, und der Teamchef gibt in der &raquo;Financial Times Deutschland&laquo; treuherzig zu: Die Agenda 2020 &raquo;ist ja nicht Steinmeiers Vermessung der Welt. Wir haben die Wirtschaft gefragt, wo sie die Jobs der Zukunft sieht.&laquo; Die Wirtschaft, das sind in dieser Weltsicht das Management und die Kapitaleigner, nicht die Gewerkschaften, Umweltgruppen oder sozialdemokratische Betriebsr&auml;te.<br>\nWachstum muss gef&ouml;rdert werden, um die Versprechen der Politik f&uuml;r das n&auml;chste Jahrzehnt realisieren zu k&ouml;nnen, deutet die Agenda 2020 an. Wenn die Masseneinkommen zur&uuml;ckgehen und daher die Binnennachfrage stagniert, muss Deutschland wie seit Jahrzehnten auf die Exportnachfrage setzen und sich &raquo;zum Ausr&uuml;ster der Welt mit neuen Produkten, die die Umwelt und Ressourcen schonen&laquo;, mausern. Das werden andere Exportnationen aufmerksam zur Kenntnis nehmen, gerade wenn das Wachstum der Weltwirtschaft in Zukunft gering sein wird. Konkurrenten in Nord- und S&uuml;damerika, vor allem aber in Asien werden ebenfalls alles daran setzen, &raquo;zum Ausr&uuml;ster der Welt&laquo; zu werden und dabei Deutschland M&auml;rkte abjagen. Das Steinmeiersche Wachstumsprogramm ist sehr kurzsichtig, es nimmt wachsende globale Ungleichgewichte und die n&auml;chste Krise in Kauf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/154727.strohfeuer-bis-zur-wahl.html\">Neues Deutschland<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Attac: Finanztransaktionssteuer notwendig, aber kein Allheilmittel &ndash; Politische Debatte hinkt um Jahre hinterher<\/strong><br>\nDie Finanzkrise erfordere eine viel umfassendere Neugestaltung des Finanzsektors. Die bisherigen Debatten auf internationaler Ebene zeigen nach Ansicht von Attac, dass die richtigen Lehren aus der Finanzkrise nicht gezogen werden. &ldquo;F&uuml;r die G20 ist die Beschr&auml;nkung des Kapitalverkehrs tabu. Die Europ&auml;ische Union will nicht Hedge-Fonds, sondern nur die Manager regulieren. So stehen wir bald vor der n&auml;chsten Finanzkrise&rdquo;, sagte Silke &Ouml;tsch von der bundesweiten Attac-Arbeitsgruppe Finanzm&auml;rkte.<br>\nZentrale Forderungen von Attac:\n<ol>\n<li>Regulierungsfreie R&auml;ume schlie&szlig;en &ndash; Finanzm&auml;rkte schrumpfen\n<ul>\n<li>Zulassungspflicht f&uuml;r Finanzprodukte. Hedge-Fonds und rein spekulative Finanzprodukte wie Derivate verbieten.<\/li>\n<li>Regulierungs- und Steueroasen schlie&szlig;en<\/li>\n<li>EU-weite Finanzmarktaufsicht statt 27 nationalen Beh&ouml;rden<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Bevorzugung von mobilem Kapital und Akteuren beenden\n<ul>\n<li>Mobile Akteure (Superreiche, Gro&szlig;anleger und multinationale Unternehmen) nicht weiter steuerlich bevorzugen. Kapital- und Unternehmensgewinne ebenso besteuern wie Arbeitseinkommen.<\/li>\n<li>Kapitalverkehrskontrollen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Umverteilung &ndash; global und innerhalb der nationalen Gesellschaften\n<ul>\n<li>Sonderabgabe auf gro&szlig;e Verm&ouml;gen (Krisenabgabe f&uuml;r Reiche)<\/li>\n<li>Verm&ouml;genssteuer mindestens auf OECD-Niveau<\/li>\n<li>Globale Besteuerung von Superreichen (&ldquo;High Net Worth Individuals&rdquo;)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/presse\/detailansicht\/datum\/2009\/08\/28\/finanztransaktionssteuer-notwendig-aber-kein-allheilmittel\/?cHash=69542b9437\">attac<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hans-J&uuml;rgen Urban (IG Metall): &bdquo;Der Finanzmarktkapitalismus ist stabiler, als wir dachten&ldquo;<\/strong><br>\nGewerkschaften werden gewaltige Probleme haben, dem drastischen Besch&auml;ftigungsabbau wirksam entgegen zu treten, wenn sie nicht einen Schritt nach vorne gehen und um eine Neuausrichtung der Unternehmensf&uuml;hrung und -strategien k&auml;mpfen. Ziel muss es sein, die Unternehmen aus der Diktatur der Kapitalm&auml;rkte zu befreien.<br>\nIch gehe erstens davon aus, dass sich die Verhaltensweisen von Finanzinvestoren gegen&uuml;ber den Unternehmen radikalisieren werden. Um ihre Verluste und Abschreibungen auszugleichen, werden sie verst&auml;rkt Druck in Richtung h&ouml;herer Renditenund Aussch&uuml;ttungen machen, um noch mehr aus der realen Wertsch&ouml;pfung abzusch&ouml;pfen.<br>\nZweitens werden die Versuche aggressiver werden, die Bereiche der Sozialen Sicherung zu Feldern der privaten Kapitalverwertung zu machen. Ich rechne mit einer Offensive aus den Finanzm&auml;rkten, z.B. noch st&auml;rker in die Alterssicherung einzusteigen, auch wenn sich das Prinzip der Kapitaldeckung infolge der Finanzmarktkrise eigentlich blamiert und diskreditiert hat. Das w&auml;re dann ein besonders aparter Treppenwitz der Krisengeschichte.<br>\nUnd drittens wird es einen Suchprozess nach neuen Spekulationsfeldern geben, beispielsweise auf den Rohstoffm&auml;rkten oder im Emissionshandel. Da steht uns noch einiges bevor.<br>\nIch bef&uuml;rchte, dass der Finanzmarktkapitalismus viel stabiler ist, als wir das noch vor ein paar Monaten dachten. Wir erleben gegenw&auml;rtig, wie besonders irrationale &Uuml;bertreibungen korrigiert werden, aber mit dem Effekt, dass sich die Mechanismen des Finanzmarktkapitalismus erneut entfalten k&ouml;nnen. Es ist weder ein Ende der Shareholder-Value-Orientierung in Sicht, noch des Investmentbanking oder der fiktiven Wertsch&ouml;pfung &uuml;ber strukturierte Finanzprodukte. Und damit bleiben auch die Risiken f&uuml;r Gesellschaft und Real&ouml;konomie.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090828_Urban_Interview.pdf\">Sozialismus 9\/2009 [PDF &ndash; 168 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>90.000 Jobs in Autobranche bedroht<\/strong><br>\nDas Ende der staatlichen Subvention ist nahe. Und damit wohl auch der kurzzeitige Boom. Es droht ein dramatischer Einbruch der Nachfrage &ndash; und ein Kahlschlag bei den Arbeitspl&auml;tzen in der Schl&uuml;sselindustrie.<br>\nDie Experten erwarten, dass die Nachfrage in Deutschland nach dem k&uuml;nstlichen Boom im kommenden Jahr um bis zu 25 Prozent einbricht. Die Nachl&auml;sse f&uuml;r Neuwagen von bis zu 30 Prozent lie&szlig;en die ohnehin schon marginalen Renditen im Handel unter die Nulllinie sinken.<br>\nDie Lage der Autoh&auml;ndler sei besonders prek&auml;r, obwohl diese im laufenden Jahr dank der Abwrackpr&auml;mie sogar mehr Autos verkaufen werden als im Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/autoindustrie\/:Aus-f%FCr-Abwrackpr%E4mie-90-000-Jobs-in-Autobranche-bedroht\/559147.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So ist das eben, wenn kurzfristige Subventionen vergeben, statt nachhaltige Konjunkturprogramme mit einem wirtschaftlichen Multiplikatoreneffekt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>V wie Verdruss<\/strong><br>\nWas sind dieser Tage 29 Mrd. $ unter Freunden? Nun, wenn man in den USA als abh&auml;ngiger Besch&auml;ftigter bei einer Privatfirma arbeitet, ziemlich viel. Denn um diesen Betrag wurde in der zweiten BIP-Sch&auml;tzung f&uuml;r das Fr&uuml;hjahrsquartal 2009 die aufs Jahr hochgerechnete privatwirtschaftliche Lohnsumme nach unten revidiert. Das Einkommen aus geregelter Privatbesch&auml;ftigung macht damit gerade noch 42 Prozent aller Vorsteuereink&uuml;nfte aus Arbeit, Verm&ouml;gen und Sozialleistungen aus. Real ist die privatwirtschaftliche US-Lohnsumme damit auf das Niveau von Anfang 2001 zur&uuml;ckgefallen &ndash; wobei die US-Statistiker zu allem &Uuml;berfluss f&uuml;r ihre Kreativit&auml;t in Sachen Inflationsvertuschung ber&uuml;chtigt sind. Auch das Einkommen aus Unternehmenst&auml;tigkeit, das f&uuml;r 8,6 Prozent aller Eink&uuml;nfte steht, ist im freien Fall und damit in realer Rechnung sogar unter den Stand von Anfang 2001 gesunken.<br>\nWas sind schon 26 Mrd. Euro unter Freunden, wird sich derweil auch die EZB mit Blick auf den transaktionsbedingten R&uuml;ckgang des Bankkredits an die nichtfinanziellen Euroland-Firmen im Juli fragen, der einem Minus von 33 Mrd. Euro im Juni folgt. Nun, diese Frage wird sich die Zentralbank wohl noch &ouml;fters stellen m&uuml;ssen, nachdem die Schulden der nichtfinanziellen Firmen seit Ende 1999 von 139 auf 198 Prozent der Bruttowertsch&ouml;pfung zugenommen haben. Ende 2007 war der Bankkredit an die Firmen &uuml;brigens noch um 58 Mrd. Euro gestiegen. Zwischen der damaligen Expansion und der jetzigen Kontraktion liegen 84 Mrd. Euro &ndash; monatlich. Da kann man den derzeit jubelnden &Ouml;konomen nur noch eins zurufen: V wie Verdruss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/boersen_maerkte\/aktien\/marktberichte\/:Das-Kapital-V-wie-Verdruss\/559050.html?mode=print\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bl&uuml;ht doch alles ganz wunderbar<\/strong><br>\nDie w&ouml;chentliche Ost-Postille des Hubert Burda Media Konzerns hat ihren Lesern &ndash; und das sind immerhin an die drei Millionen &ndash; dieser Tage 48 Seiten Frohsinn aufgetischt. Der Anlass: 20 Jahre Mauerfall. Wer das bunte Heftchen liest, denkt: Donnerwetter, die Ossis! Sind &ldquo;weltweit Spitze&rdquo; in der Bildung. Haben &ldquo;in der Einheit ihr Gl&uuml;ck gefunden&rdquo;. Und kommen neuerdings &ldquo;sonnengebr&auml;unt vom Urlaub in der T&uuml;rkei&rdquo; zur&uuml;ck, gerne auch mal ins herrliche Hoyerswerda.<br>\nZur Ehrlichkeit freilich geh&ouml;rt auch zu erw&auml;hnen, dass die Illustrierte ihre Ost-Hymne nicht ganz aus eigener Kraft gewuppt hat. Da stand dann doch die &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; wohlwollend zur Seite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/feuilleton\/1905432_Superillu-Blueht-doch-alles-ganz-wunderbar.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Auch in Deutschland wird Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes gefordert <\/strong><br>\nEs bestand kein Zweifel, dass die Steilvorlage von spanischen Unternehmern, den K&uuml;ndigungsschutz praktisch aufheben zu wollen, auch in Deutschland auf ein gro&szlig;es Echo sto&szlig;en w&uuml;rde. Auf das wirtschaftspolitische Krisenmanagement m&uuml;ssten nun Schritte folgen, &ldquo;damit bei einer konjunkturellen Trendwende m&ouml;glichst rasch ein besch&auml;ftigungswirksamer Aufschwung entstehen kann&ldquo;, sagte Hannes Hesse, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), dem Handelsblatt. Gemeint ist: &ldquo;Dazu geh&ouml;rt eine Flexibilisierung des starren K&uuml;ndigungsschutzes, denn dieser ist ein wesentliches Hemmnis f&uuml;r die Unternehmen, Mitarbeiter z&uuml;gig wieder einzustellen.&ldquo;<br>\nTats&auml;chlich hat die Lockerung des K&uuml;ndigungsschutzes in Spanien nur zu einer ausufernden befristeten Besch&auml;ftigung gef&uuml;hrt und die M&ouml;glichkeit er&ouml;ffnet, die Arbeitslosigkeit schnell ansteigen lassen. Doch damit wurde die Krise noch deutlich versch&auml;rft. Die Hinweise, dass der angebliche iberische Tiger mit den &Uuml;bersch&uuml;ssen aus dem Boom genug Spielraum habe, um magere Jahre zu &uuml;berstehen, sind genauso geplatzt wie die Immobilienblase.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/144430\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>IG-Metall-Chef Huber: &ldquo;Diese Spekulationen sind ein Wahnsinn&rdquo;<\/strong><br>\nDer IG-Metall-Vorsitzende Berthold Huber hat die fr&uuml;heren Porsche-Manager Wendelin Wiedeking und Holger H&auml;rter scharf attackiert und Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen sie gezeigt. &ldquo;Die Staatsanwaltschaft hat ihre Pflicht zu tun, wenn solche Vermutungen da sind&rdquo;, sagte er im Interview der &ldquo;Stuttgarter Zeitung&rdquo;. &ldquo;Das halte ich f&uuml;r selbstverst&auml;ndlich.&rdquo;<br>\n&ldquo;Ich bin noch immer emp&ouml;rt, wie man gesunde Unternehmen wie Porsche und Volkswagen aus spekulativen Gr&uuml;nden in eine solche Situation bringen kann mit all den Konsequenzen&rdquo;, sagte Huber zu den unvermittelten Milliardenl&ouml;chern. Die Akteure der Kapitalseite h&auml;tten ihm gesagt, dass die &Uuml;bernahme ohne die Finanzkrise gelungen w&auml;re. &ldquo;Das ist dummes Zeug&rdquo;, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende. &ldquo;Diese Spekulationen sind ein Wahnsinn.&rdquo; Am meisten emp&ouml;re ihn, dass hinterher nie jemand dabei gewesen sein wolle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/stz\/page\/2177623_0_9223_-gespraech-mit-ig-metall-chef-huber-diese-spekulationen-sind-ein-wahnsinn-.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Atomenergie: die L&uuml;ge vom sicheren Endlager<\/strong><br>\nWahlkampf in Deutschland. Nach kuscheligen Koalitionszeiten sind den Politikern von CDU und SPD scheinbar die kontroversen Themen ausgegangen.<br>\nWas bleibt ist der Streit um die Atomenergie.<br>\nIm Lagerwahlkampf um den Ausstieg aus dem Ausstieg bleibt die Union ihrer kernpolitischen Tradition treu: Ja zur Atomkraft, Augen zu und durch. Auch wenn noch immer nicht entschieden ist, wo der radioaktive M&uuml;ll am Ende gelagert wird. Nach dem Willen von Union und Atomindustrie soll in Gorleben nach wie vor ein Endlager entstehen. Alle Einw&auml;nde renommierter Wissenschaftler, die den Salzstock f&uuml;r ungeeignet halten, werden missachtet.<br>\nDie Endlager Asse und Morsleben gelten schon heute als nukleare Zeitbomben. Diese Geschichte droht sich in Gorleben zu wiederholen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/archiv\/2009\/panoramaatom100.html\">NDR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/daserste.ndr.de\/panorama\/media\/panorama308.html\">NDR &ndash; Video<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Verhandlungspoker um Opel: &ldquo;Kette von Fehlleistungen&rdquo; <\/strong><br>\nDie F&uuml;hrung von General Motors f&uuml;hrt die Bundesregierung im Verhandlungspoker um Opel vor. Die Kritik am angeblich dilettantischen Verhalten der Berliner wird immer lauter.<br>\n&ldquo;Die Bundesregierung wird jetzt vorgef&uuml;hrt&rdquo;, sagt Michael H&uuml;ther, Chef des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). &ldquo;Ohne Not&rdquo; habe sich die Bundesregierung in ein Dilemma gebracht, sagte der &Ouml;konom stern.de und meint damit den geringen Einfluss der Berliner auf den Verlauf der Verhandlungen. Berlin zahlt, kann aber kaum noch mitreden.<br>\nAuch Gewerkschafter, die Seit&rsquo; an Seit&rsquo; mit der Regierung f&uuml;r den &ouml;sterreichischen Zulieferer gek&auml;mpft haben, distanzieren sich nun. &ldquo;Die Regierung war der Finanzier des Deals &ndash; und hat es vers&auml;umt, sich den Einfluss auf den Prozess und das Ergebnis zu sichern&rdquo;, sagt der Frankfurter IG-Metall Bezirksleiter Armin Schild, der auch im Opel-Aufsichtsrat sitzt, zu stern.de.<br>\nWie es auch kommen mag: Die Bundesregierung ist aus einer Position der St&auml;rke in die Ecke man&ouml;vriert worden. IG-Metall-Funktion&auml;r Armin Schild zieht ein bitteres Fazit: &ldquo;Ob beabsichtigt oder nicht: Der Prozess war eine Kette von Fehlleistungen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/unternehmen\/verhandlungspoker-um-opel-kette-von-fehlleistungen-1505727.html\">stern.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Untreueverdacht &ndash; Ermittlungen gegen Sarrazin<\/strong><br>\nDie Staatsanwaltschaft pr&uuml;ft den Schaden f&uuml;r Berlin durch den Pachtvertrag mit dem Golfclub Wannsee. Die Vorw&uuml;rfe richten sich vor allem gegen den ehemaligen Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD). Unter ihm verzichtete die Finanzbeh&ouml;rde den sonst &uuml;blichen Pachtzins zu verlangen.<br>\nDie Staatsanwaltschaft geht der Frage nach, ob mit dem 2008 abgeschlossenen Pachtvertrag &uuml;ber 99 Jahre f&uuml;r das 56,8 Hektar gro&szlig;e Areal am gr&uuml;nen Stadtrand dem Land Berlin ein Verm&ouml;gensschaden zugef&uuml;gt wurde. Der Golfclub zahlte daf&uuml;r einmalig 3,045 Millionen Euro. CDU und Gr&uuml;ne, aber auch die Regierungsfraktionen SPD und Linke kritisieren diesen Betrag als viel zu niedrig. Wie berichtet, verzichtete die Finanzbeh&ouml;rde unter Sarrazin bei den Vertragsverhandlungen vor einem Jahr darauf, den sonst &uuml;blichen Pachtzins von 6,5 Prozent vom Verkehrswert zu verlangen, sondern begn&uuml;gte sich mit drei Prozent. Au&szlig;erdem wurden die vereinbarten Konditionen nicht an die Gemeinn&uuml;tzigkeit des Golfvereins gekn&uuml;pft, die vermutlich 2010 aufgegeben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/Landespolitik-Wannsee-Golfclub-Thilo-Sarrazin;art124,2884924\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>F&uuml;r eine kritische Elite<\/strong><br>\nDie Krise ist ein Produkt der Eliten: Ohne Fehler, Selbstt&auml;uschung und Gutgl&auml;ubigkeit der Entscheider in Wirtschaft und Politik w&auml;re es kaum zu der gr&ouml;&szlig;ten Bedrohung des Weltfinanzsystems seit 1929 gekommen. Doch woran scheiterten die Eliten? Waren sie zu schlecht informiert? Fehlte ihnen der &Uuml;berblick? Oder waren sie gar nicht in der Lage, die Risiken des Kasino-Systems zu erkennen, an dem sie mitwirkten?<br>\nDer Politikwissenschaftler G&uuml;nther R&uuml;ther sieht komplexe Gr&uuml;nde f&uuml;r das Versagen der Manager. Ihre Fehler wurzeln nicht in mangelnder wirtschaftlicher Kompetenz, sondern in der Unf&auml;higkeit, au&szlig;er&ouml;konomische Faktoren mit ins Kalk&uuml;l zu ziehen. Wer nur an Effizienz und Profit, Funktionalit&auml;t und Optimierung denkt, verliert das Ganze aus den Augen. Wirtschaft wird von Menschen gemacht, und Menschen brauchen Werte. Entscheider, die nur als Funktion&auml;re ausgebildet werden, laufen Gefahr, diese Werte zu ignorieren.<br>\nEs ist sicherlich kein Zufall, dass es in dieser Phase der von &ouml;konomischen Gesetzm&auml;&szlig;igkeiten bestimmten Denkmuster zu einer Renaissance des Elitenbegriffs kam. Bis dahin hatten sich nicht nur in Deutschland Elitenmacht und Elitenbildung in aller Stille jenseits des &ouml;ffentlichen Politikbetriebes und -interesses entfaltet &ndash; in Staat und Wirtschaft, aber auch im Bildungswesen, an den Universit&auml;ten und in der Begabtenf&ouml;rderung. Nun r&uuml;ckten die Gestaltungs- und Funktionsmacht der Eliten, ihre Bildung und Ausbildung in das &ouml;ffentliche Bewusstsein und Handeln. Business-Schools, Finanz- und Wirtschaftshochschulen schossen weltweit wie Pilze aus dem Boden. Die dort Studierenden trugen schwarze Schuhe, blaue oder graue Anz&uuml;ge und verhielten sich, als w&uuml;rden sie schon am Rad der Wirtschafts- und Finanzkreisl&auml;ufe drehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.merkur.de\/2009_35_gg_ruether.36670.0.html?&amp;no_cache=1\">Rheinischer Merkur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Genkartoffel-Aff&auml;re der SPD<\/strong><br>\nNachdem SPD-Schattenlandwirtschaftsminister Udo Folgart in der taz den Anbau der Genkartoffel bef&uuml;rwortet hat, brodelt es in der Parteispitze. Nicht jeder ist daf&uuml;r.<br>\nDie SPD geht auf Distanz zu Udo Folgart, ihrem Schattenlandwirtschaftsminister. Folgart hatte sich in der Donnerstag-Ausgabe der taz f&uuml;r den Anbau der umstrittenen Genkartoffel Amflora des BASF-Konzerns ausgesprochen und zudem industrielle Tierproduktionsanlagen wie im brandenburgischen Ha&szlig;leben bef&uuml;rwortet. Dort ist eine Mastanlage mit knapp 70.000 Schweinen geplant.<br>\nDer SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber meinte zur taz: &ldquo;Die SPD will die Genkartoffel nicht.&rdquo; Die Gentechnik berge mehr Probleme als Zukunftshoffnungen. Das sei &ldquo;ganz klare Linie der Partei&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/deutschland\/artikel\/1\/die-genkartoffel-affaere-der-spd\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das bessere Amerika bleibt Schall und Rauch<\/strong><br>\nPr&auml;sident Obama k&auml;mpft mit seinen Reformpl&auml;nen gleichzeitig an zwei Fronten. Dabei hat er die Konservativen und die Lobby der &shy;Versicherungen gegen sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/35\/us-gesundheitsreform-widerstand\/print\">der Freitag<\/a>\n<p><em>Dazu passt:<\/em><\/p>\n<p><strong>Angst essen Hoffnung auf<\/strong><br>\nMit Barack Obama schien in den USA endlich der Mut &uuml;ber die Furcht gesiegt zu haben. Dieser Eindruck verblasst, je mehr die Rechtskonservativen Front gegen Obamas Reformen machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/wochenthema\/0935-usa-kulturkampf-gesundheitsreform\">der Freitag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Tschechiens Last der liberalen Jahre<\/strong><br>\nNach dem Umbruch von 1989 wurde Osteuropa zum Experimentierfeld f&uuml;r Volkswirte. In Tschechien brachte die Privatisierung viele Kapitalisten hervor &ndash; und gerissene Betr&uuml;ger.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:%D6konomenlabor-Osteuropa-Tschechiens-Last-der-liberalen-Jahre\/558439.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bemerkenswert, dass in einem Wirtschaftsblatt Begriffe wie Reform, Liberalisierung und Privatisierung in direktem Bezug zum Wort Betrug&nbsp; gesetzt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>S&uuml;den sieht keine Sonne<\/strong><br>\nErneut bekommen die Volkswirtschaften des s&uuml;dlichen Amerika ihre Abh&auml;ngigkeit vom Weltmarkt als Rohstofflieferanten zu sp&uuml;ren. Als das &raquo;schlimmste Ergebnis f&uuml;r die Region seit 72 Jahren&laquo; bescheinigte diese Woche die Wirtschaftskommission f&uuml;r Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) dem Subkontinent einen historischen Einbruch im Au&szlig;enhandel. Laut des j&uuml;ngsten Berichts des UN-Wirtschaftsb&uuml;ros, der am Dienstag in Santiago de Chile vorgestellt wurde, verzeichnen die Preise auf Ausfuhrg&uuml;ter wie Agrarerzeugnisse, Mineralien und &Ouml;l einen dramatischen R&uuml;ckgang um 29 Prozent. Dem 500-Millionen-Einwohner-Kontinent seien dadurch bereits erhebliche Verluste entstanden. Demnach w&uuml;rden bis Ende 2009 die Exporteinnahmen um insgesamt 25 Prozent eingebrochen sein, rechnet die Studie vor. Die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise auf die zuletzt beachtlich gewachsenen Volkswirtschaften der Region liegen angesichts dieser Zahlen schon heute weit &uuml;ber den Sch&auml;den der Krise in Asien (1998) und der lateinamerikanischen Schuldenkrise (1982). Man m&uuml;sse bis &raquo;in das Jahr 1937&laquo; zur&uuml;ckgehen, um einen derartigen &raquo;Handelsschock&laquo; finden zu k&ouml;nnen, kommentiert Osvaldo Rosales, CEPAL-Direktor f&uuml;r Internationalen Handel, die aktuelle wirtschaftliche Ausnahmesituation.-&nbsp; Die Folgen f&uuml;r die Bewohner S&uuml;d- und Mittelamerikas sind absehbar. Die Arbeitslosigkeit w&auml;chst. Inzwischen wird sie offiziell mit neun Prozent angegeben. Zu den gemeldeten 15 Millionen Menschen ohne Besch&auml;ftigung kommen weitere vier Millionen aufgrund fehlender sozialer Sicherungen wie Arbeitslosengeld. &raquo;In einer Region mit &uuml;ber 180 Millionen in Armut lebenden Menschen und 70 Millionen Bed&uuml;rftigen&laquo; k&uuml;ndige sich angesichts derartiger Zahlen eine soziale Krise an, so CEPAL-Analystin Alicia B&aacute;rcena. Sie warnt vor &raquo;dauerhaften Sch&auml;den&laquo; f&uuml;r Lateinamerika.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/08-28\/014.php?print=1\">junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.eclac.cl\/cgi-bin\/getProd.asp?xml=\/prensa\/noticias\/comunicados\/4\/36724\/P36724.xml&amp;xsl=\/prensa\/tpl-i\/p6f.xsl&amp;base=\/prensa\/tpl-i\/top-bottom.xsl\">Economic Commission for Latin America<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist bedr&uuml;ckend zu sehen, wie sich Lateinamerika wieder einmal nicht von den Katastrophen der hoch entwickelten Industrienationen abkoppeln kann. Die zunehmende Teilnahme Lateinamerikas &nbsp;am Welthandel erweist sich nicht als stetige Entwicklungsstrategie, die dauerhaft zu einem Einkommenszuwachs gef&uuml;hrt hat. Lateinamerika als Ganzes ist es im Vergleich zu etlichen asiatischen Schwellenl&auml;nder nicht gelungen, sich vom Export von Rohstoffen bzw. von der Exportproduktion einfach verarbeiteter vorhandener Rohstoffe zu l&ouml;sen und sich der Produktion von G&uuml;tern mit h&ouml;herer Industrieller Wertsch&ouml;pfung zuzuwenden. Die asiatischen Schwellenl&auml;nder agierten zwar auch export- bzw. weltmarktorientiert, ber&uuml;cksichtigten aber auch den Binnenmarkt, wobei dem Staat ein viel st&auml;rkeres Regulativ beim Aufbau industrieller Kompetenzen zufiel. Stetiges Einkommenswachstum und die nachhaltige Schaffung von Arbeitspl&auml;tzen werden in Lateinamerika nicht zuletzt immer noch durch die himmelschreiend ungerechte Besitz- und Einkommensverteilung behindert. In Brasilien entsprach selbst im so erfolgreichen Jahr 2007 das Einkommen von 1% der Reichsten dem Einkommen der unteren 50% der Bev&ouml;lkerung. So kommen in ganz Lateinamerika die j&uuml;ngsten Exporterfolge kommen viel zu wenig bei der Gesamtbev&ouml;lkerung an, was auch uns Deutschen bekannt vorkommt.<br>\nMan kann sich nicht des Eindrucks erwehren, dass wir uns bei steigender ungleicher Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung in der Vernachl&auml;ssigung der materiellen und immateriellen Infrastruktur unserer Volkswirtschaft tendenziell der Gesellschaftsstruktur dieser L&auml;nder ann&auml;hern. Nicht amerikanische Verh&auml;ltnisse, sondern lateinamerikanische Verh&auml;ltnisse erwarten uns. &ndash; Dies schlie&szlig;t keineswegs aus, dass in einem kleinen, aber hocheffizienten Sektor, wie in Brasilien zu beobachten, mit einem umfassenden Einsatz von hochwertiger Technologie und Know-how f&uuml;r den globalen Markt produziert wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Die Chefin des Allensbach-Institutes ist im Aufsichtsrat der Allianz<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.allianz.com\/de\/investor_relations\/corporate_governance\/aufsichtsrat\/mitglieder\/lebenslaeufe_aufsichtsrat\/page8.html\">Allianz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.K.:<\/strong> Da wundert man sich nicht mehr, wenn uns vom Institut f&uuml;r Demoskopie st&auml;ndig etwas &uuml;ber die Vergreisung und die fatale Wirkung der Alterspyramide entgegenschallt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Das Letzte: Professor beleidigt Maurer &ndash; Rote Karte f&uuml;r Raffelh&uuml;schen<\/strong><br>\nIG BAU-Mitglied Karl Peter S. liest viel, seit er 2002 mit 56 Jahren arbeitslos wurde und keine Stelle mehr gefunden hat. Er informiert sich, hakt nach und bildet sich dann eine Meinung. Die vertritt er dann entschieden. Egal bei wem &ndash; er bleibt sich treu. Er hat Herrn Professor Raffelh&uuml;schen per E-Mail gefragt, wie das denn so sei, mit der Rente, der Generationengerechtigkeit. Daran erinnert, wie das ist, wenn man 14 Jahren anf&auml;ngt, 45 bis 50 Jahre arbeitet. Und wollte wissen, ob auch der Professor nach einem 48j&auml;hrigen Arbeitsleben mit 1000 Euro Rente im Monat auskommen mu&szlig;.<br>\nDer Professor hat ihm h&ouml;chst pers&ouml;nlich geantwortet: &bdquo;Hallo Herr S., mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch (hoch drei). Ihr Prof. Dr. Bernd Raffelh&uuml;schen.&ldquo; Harte akademische Worte &ndash; und dann noch schwarz auf wei&szlig;. Das b&ouml;se A-Wort: nicht am Stammtisch, nicht am Telefon, sondern per E-Mail.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.igbau.de\/db\/v2\/frameset.pl?sid=10298\">IG Bau Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(WL)<br \/> Unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4157#h01\">Agenda 2020: Was wir nach der Wahl an Krisenlasten zu erwarten haben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h02\">Debatte Gustav Horn\/ Elmar Altvater: Vollbesch&auml;ftigung bis 2020. Wie soll das gehen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h03\">Attac: Finanztransaktionssteuer notwendig, aber kein Allheilmittel &ndash; Politische Debatte hinkt um Jahre hinterher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4157#h04\">Hans-J&uuml;rgen Urban (IG Metall): &bdquo;Der Finanzmarktkapitalismus ist stabiler,<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4157\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4157","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4157","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4157"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4157\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4157"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4157"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4157"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}