{"id":41580,"date":"2017-12-14T08:42:41","date_gmt":"2017-12-14T07:42:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580"},"modified":"2017-12-14T08:42:41","modified_gmt":"2017-12-14T07:42:41","slug":"hinweise-des-tages-3021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h01\">Oskar Lafontaine im Interview: &ldquo;Die SPD ist &auml;ngstlich und unsicher&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h02\">Hannack: Brauchen mehr betriebliche Ausbildung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h03\">Studienfinanzierung: Bundesregierung schiebt Baf&ouml;g-Erh&ouml;hung auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h04\">Hochschulen chronisch unterfinanziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h05\">Facebook will mehr Steuern in Deutschland zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h06\">Wie eine GroKo die B&uuml;rger entlasten k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h07\">4,4 Millionen Rentnerinnen und Rentner werden 2018 steuerpflichtig sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h08\">Die &ldquo;Schuldenbremse&rdquo;: Ihre antidemokratischen Wurzeln in den 40ern und ihre reichen F&ouml;rderer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h09\">Ideen in der Hinterhand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h10\">WTO: Industriel&auml;nder wollen noch mehr Macht f&uuml;r Amazon, Google &amp; Co.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h11\">Einflusskampf um Afrika (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h12\">Rat der Mitgliedstaaten: Keine Zeit f&uuml;r Datenschutz?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h13\">Es geht nicht um Wagenknecht, es geht um die Zukunft linker Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41580#h14\">Querfront: Antisemitismus ist eine deutsche Tradition<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Oskar Lafontaine im Interview: &ldquo;Die SPD ist &auml;ngstlich und unsicher&rdquo;<\/strong><br>\nMartin Schulz wird mangelnde F&uuml;hrungsst&auml;rke nachgesagt. Warum haben es SPD-Chefs immer so schwer?<br>\nLafontaine: F&uuml;r den Niedergang der SPD seit 1999 ist nicht allein Martin Schulz verantwortlich, sondern ebenso Gerhard Schr&ouml;der, Franz M&uuml;ntefering und das gesamte F&uuml;hrungspersonal der SPD. Nur wenn sich die SPD von der Agenda-Politik verabschiedet, hat sie noch eine Chance. Die SPD ist &auml;ngstlich und unsicher und wei&szlig; nicht, welchen Weg sie gehen soll. Dabei ist es doch so einfach: Wenn man immer wieder Wahlen verliert, muss man die Politik &auml;ndern, die die W&auml;hler vertreibt.<br>\nWas sollte die SPD durchsetzen?<br>\nLafontaine: Ein wirklicher Durchbruch w&auml;re ein Rentengesetz wie in &Ouml;sterreich. Dort zahlen auch Selbstst&auml;ndige und Beamte in die Rentenkasse. Die B&uuml;rger haben im Durchschnitt 800 Euro mehr im Monat.<br>\nWas halten Sie von einer &ldquo;Kooperationskoalition&rdquo;, einer Koko? Die SPD w&uuml;rde sich die Freiheit wechselnder Mehrheiten nehmen.<br>\nLafontaine: Eine rot-rot-gr&uuml;ne Mehrheit war 2005 und in der vorigen Wahlperiode da. Aber die SPD konnte sich nur bei der &ldquo;Ehe f&uuml;r alle&rdquo; zu einer Zusammenarbeit durchringen. Weil sie von der Agenda-Politik nicht lassen wollte, stimmte sie nicht mit uns gemeinsam ab, um Lohndr&uuml;ckerei und Rentenk&uuml;rzungen zu beenden. Nur so w&auml;re sie wieder glaubw&uuml;rdig geworden. Diese Chance ist verspielt, und jetzt gibt es im Bundestag keine Mehrheit mehr, um etwas am Sozialabbau der letzten Jahre zu &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/politik\/oskar-lafontaine-im-interview-die-spd-ist-aengstlich-und-unsicher-aid-1.7265563\">RP Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hannack: Brauchen mehr betriebliche Ausbildung<\/strong><br>\nDas Bundesinstitut f&uuml;r Berufsbildung hat heute die finale Ausbildungsmarktbilanz f&uuml;r 2017 vorgelegt. Dazu sagte Elke Hannack, stellvertretende DGB-Vorsitzende, am Mittwoch in Bonn:<br>\n&bdquo;Eine Trendwende auf dem Ausbildungsmarkt ist leider nicht in Sichtweite, die Herausforderungen bleiben gro&szlig;. Denn auch wenn es im dritten Jahr in Folge gelungen ist, einen weiteren Sinkflug bei den Ausbildungsvertr&auml;gen zu stoppen &ndash; die Zahl der Vertr&auml;ge stieg sogar leicht um 0,6 Prozent -; dennoch suchten noch &uuml;ber 80.000 Jugendliche einen Ausbildungsplatz, obwohl sie von der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) als ausbildungsreif eingestuft wurden. Ihnen standen nur 48.937 offene Pl&auml;tze gegen&uuml;ber. Vor allem jungen Hauptsch&uuml;lern gelingt immer seltener der direkte Sprung von der Schule in Ausbildung.<br>\nWir brauchen deshalb mehr betriebliche Ausbildungspl&auml;tze; die Bundesregierung muss zudem die Assistierte Ausbildung ausweiten. In Regionen mit einem angespannten Ausbildungsmarkt muss in den n&auml;chsten Jahren verst&auml;rkt auch au&szlig;erbetriebliche Ausbildung angeboten werden. Nur so lassen sich weitere Br&uuml;che auf dem Ausbildungsmarkt vermeiden, wenn k&uuml;nftig auch mehr Gefl&uuml;chtete aus den Sprachkursen und Vorbereitungsklassen eine Ausbildung suchen.<br>\nGrunds&auml;tzlich gilt: Die duale Ausbildung bleibt attraktiv. Insgesamt 805.000 ausbildungsreife junge Menschen haben sich bei der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit als Bewerber registrieren lassen. Jedoch haben von ihnen nur knapp 65 Prozent den Sprung in die Ausbildung geschafft. Die Betriebe haben es folglich selbst in der Hand, mehr junge Menschen f&uuml;r eine Ausbildung zu gewinnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++546571a0-dff2-11e7-b345-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Studienfinanzierung: Bundesregierung schiebt Baf&ouml;g-Erh&ouml;hung auf<\/strong><br>\nNicht einmal mehr jeder vierte Studierende bezieht Baf&ouml;g &ndash; trotz steigender Lebenshaltungskosten. Dennoch hat die Bundesregierung die dringend empfohlene Erh&ouml;hung der Leistung verschoben.<br>\nSchlechte Nachrichten f&uuml;r Studenten und Sch&uuml;ler ohne dickes finanzielles Polster: Die Zahl der Baf&ouml;g-Empf&auml;nger ist, trotz der Reform der Ausbildungsf&ouml;rderung im Jahr 2016, weiter gesunken. Die Zahlen stehen im neuen Baf&ouml;g-Bericht der Bundesregierung, der am Mittwoch mit fast zweij&auml;hriger Versp&auml;tung im Kabinett verabschiedet wurde. Der Bericht enth&auml;lt Daten f&uuml;r die Jahre 2012 bis 2016.<br>\nDabei hat die Bundesregierung den Bericht gegen&uuml;ber einem ersten Entwurf deutlich entsch&auml;rft. Urspr&uuml;nglich waren die Autoren zu dem Schluss gekommen, &ldquo;dass eine Anhebung der Bedarfss&auml;tze und Freibetr&auml;ge sowie der H&ouml;chstbetr&auml;ge bei den Sozialpauschalen notwendig wird&rdquo;. In der am Mittwoch verabschiedeten Fassung hei&szlig;t es nur noch, &ldquo;dass eine m&ouml;gliche Neufestlegung der Bedarfss&auml;tze und Freibetr&auml;ge sowie der H&ouml;chstbetr&auml;ge bei den Sozialpauschalen eine Aufgabe der k&uuml;nftigen Bundesregierung ist&rdquo;. Die politische Schlussfolgerung wurde durch eine unverbindliche Aufgabenbeschreibung ersetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/uni\/bafoeg-bundesregierung-verschiebt-erhoehung-von-studienfinanzierung-a-1183066.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Aber bei der Di&auml;tenerh&ouml;hung kann es nicht schnell genug gehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Hochschulen chronisch unterfinanziert<\/strong><br>\n&bdquo;Auch vor dieser Studie wussten wir, dass immer mehr junge Menschen nach der Schule ein Studium aufnehmen und die Hochschulen chronisch unterfinanziert sind. Es ist die Lebensl&uuml;ge der Hochschulpakte, dass die Herausforderungen, zu deren &Uuml;berbr&uuml;ckung sie dienen, zeitlich begrenzt w&auml;ren&ldquo;, erkl&auml;rt Nicole Gohlke, Hochschul- und Wissenschaftspolitikerin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die aktuelle Studie des Centrums f&uuml;r Hochschulentwicklung (CHE), die eine Verstetigung der hohen Zahl an Studienanf&auml;ngerinnen und -anf&auml;ngern f&uuml;r die kommenden Jahrzehnte vorhersagt. Gohlke weiter:<br>\n&bdquo;Lehre und Forschung lassen sich mit dieser Flickschusterei langfristig nicht auf hohem Niveau sicherstellen. Die CHE-Studie l&auml;sst die Auswirkungen der Unterfinanzierung auf die Qualit&auml;t von Lehr- und Lernbedingungen leider g&auml;nzlich au&szlig;er Acht. Sie ist ein weiterer Weckruf an die Konservativen in der Hochschulpolitik, endlich verl&auml;ssliche Rahmenbedingungen f&uuml;r die Hochschulfinanzierung zu schaffen. Dazu muss das unsinnige Kooperationsverbot zwischen Bund und L&auml;ndern in diesem Bereich endlich abgeschafft werden. Und die L&auml;nder m&uuml;ssen &uuml;ber eine progressive Steuerpolitik in die Lage versetzt werden, ihre Hochschulen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Anforderungen gerecht zu finanzieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/hochschulen-chronisch-unterfinanziert\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Erkenntnisse des CHE sollten mit einer gewissen Vorsicht betrachtet werden. Die NachDenkSeiten haben mehrfach auf die fragw&uuml;rdige Rolle dieses &ldquo;Centrums&rdquo;, das mit der Bertelsmann Stiftung eng verbunden ist, hingewiesen &ndash; u.a. hier: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=3726\">Das Centrum f&uuml;r Hochschulentwicklung und die Hochschulreformen<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Facebook will mehr Steuern in Deutschland zahlen<\/strong><br>\nK&uuml;nftig will Facebook seine Einnahmen st&auml;rker vor Ort versteuern. Doch all zu viel darf der hiesige Fiskus nicht erhoffen.<br>\nBislang sind die Steuerzahlungen von Facebook in Deutschland &uuml;berschaubar. 466 000 Euro an Einkommens- und Ertragssteuer zahlte die Facebook Germany GmbH im Jahr 2015 &ndash; das ist der letzte ver&ouml;ffentlichte Wert. Als Umsatz hat die deutsche Tochter 20,6 Millionen Euro ausgewiesen. Das mag zun&auml;chst ganz ordentlich klingen, steht allerdings in keinem Verh&auml;ltnis zu den tats&auml;chlichen Einnahmen. Denn in ganz Europa hatte das Netzwerk in dem Jahr einen Umsatz von 4,3 Milliarden Dollar erzielt. Als einer der gr&ouml;&szlig;ten M&auml;rkte d&uuml;rfte ein nicht unerheblicher Teil davon in Deutschland generiert worden sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/neue-finanzstruktur-facebook-will-mehr-steuern-in-deutschland-zahlen\/20709186.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Die &Uuml;berschrift muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Facebook betreibt Steuerzahlung nach Gutsherrenart &ndash; und die Politik schaut einfach zu.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie eine GroKo die B&uuml;rger entlasten k&ouml;nnte<\/strong><br>\nNun verhandeln Union und SPD &uuml;ber eine Neuauflage der Gro&szlig;en Koalition und wieder stellt sich die Frage: Wie k&ouml;nnten die B&uuml;rger entlastet werden? M&ouml;gliche Antworten liefert ein Bericht des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), der am Mittwoch ver&ouml;ffentlicht wird und dem SPIEGEL vorab vorlag. Darin wird untersucht, wie hoch die Entlastungen bei verschiedenen Reformkonzepten insgesamt w&auml;ren und welche Einkommensgruppen am meisten davon profitierten.<br>\nDer Vergleich zeigt unter anderem, warum das schnelle Soli-Aus so umstritten war: Mit 17,6 Milliarden Euro pro Jahr h&auml;tte es zwar eine enorme Entlastungswirkung, von der jedoch fast nur die h&ouml;chsten Einkommensgruppen profitieren w&uuml;rden. Allein 10,8 Milliarden gingen auf das Konto des obersten Zehntels (Dezil) der Bruttoeinkommen.<br>\nAuch von den Einkommensteuerreformen, die Union, SPD und FDP im Wahlkampf forderten, profitiert vor allem die obere H&auml;lfte. Nach DIW-Berechnungen entfallen bei der Union weniger als zehn Prozent des Entlastungsvolumens auf die untere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung, bei der FDP sind es gut neun Prozent. Auch bei der SPD profitierten &ldquo;untere und mittlere Einkommen kaum&rdquo;. Eine etwas gleichm&auml;&szlig;igere Verteilung konstatieren die Forscher bei den Gr&uuml;nen, die zugunsten von Geringverdienern den Grundfreibetrag erh&ouml;hen wollen.<br>\nDass Besserverdienende von Entlastungen meist st&auml;rker profitieren, liegt daran, dass sie aufgrund des progressiven Tarifs auch besonders viele Steuern zahlen. Die Autoren verweisen allerdings darauf, dass die h&ouml;heren und h&ouml;chsten Einkommen st&auml;rker gestiegen seien als die der Mittelschicht und der Geringverdiener &ndash; und dass die oberen Gruppen bereits in den vergangenen 20 Jahren entlastet wurden. Deshalb bestehe hier &ldquo;kein weiterer Entlastungsbedarf&rdquo; &ndash; und eine Soli-Abschaffung solle &ldquo;durch eine entsprechende Erh&ouml;hung des Einkommensteuertarifs kompensiert werden&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuern-wie-eine-groko-die-buerger-entlasten-koennte-a-1182983.html\">Spiegel Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.573556.de\/presse\/diw_aktuell\/steuerpolitik_zwischen_jamaika_und_groko_3_0_untere_und_mittlere_einkommen_gezielt_entlasten.html\">DIW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Diskussionen &uuml;ber eine Steuerentlastung sind erm&uuml;dend. Sicher muss man irgendwann die Steuertarife an die steigenden Geh&auml;lter anpassen, und nat&uuml;rlich soll man die parit&auml;tische Zahlung der Krankenkassenbeitr&auml;ge wieder herstellen. Die B&uuml;rger haben nicht (nur) &ldquo;zu wenig Netto vom Brutto&rdquo;, sondern ganz zuvorderst zu wenig brutto, also viel zu niedrige L&ouml;hne (und die Unternehmen, vor allem die Kapitalgesellschaften, viel zu hohe Gewinne). Den &ouml;ffentlich Besch&auml;ftigten h&ouml;here L&ouml;hne zu zahlen und die Gewerkschaften bei den Tarifverhandlungen zu st&auml;rken, w&auml;ren die wichtigsten politischen Ma&szlig;nahmen. Davon abgesehen, ist die &Uuml;bersicht, wer von welchen Steuersenkungsvorhaben profitieren w&uuml;rde, doch verdienstvoll. Dass beim FDP-Plan die Besserverdienenden am meisten bek&auml;men, war klar; dass aber auf die untere H&auml;lfte der Einkommensbezieher nicht einmal 10 Prozent des Steuersenkungsvolumens entfielen, dagegen das bestverdienende Zehntel fast ein Drittel erhielte, ist in dieser Dreistigkeit doch &uuml;berraschend. Zumal der Staat angesichts der Schuldenbremse die enormen Steuerausf&auml;lle gar nicht bezahlen k&ouml;nnte, ohne z. B. bei den Investitionen und im Sozialbereich noch mehr zu k&uuml;rzen: Trump light sozusagen, fast genauso schlimm wie die geplante Steuerreform in den USA.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzender Hinweis:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten sich bereits vor der Bundestagswahl unter anderem mit dem Steuerkonzept der SPD besch&auml;ftigt. Lesen Sie daher noch einmal &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38830\">Der Berg krei&szlig;te und gebar eine Maus<\/a>&ldquo; von Jens Berger. Au&szlig;erdem interessant <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39443\">die Ausf&uuml;hrungen von Eliteforscher Michael Hartmann beim Pleisweiler Gespr&auml;ch<\/a> &uuml;ber die Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Deutschland ist so ungleich wie vor 100 Jahren<\/strong><br>\nKurz vor dem Ersten Weltkrieg klafften in Deutschland gro&szlig;e Unterschiede. Die Jahrzehnte der Industrialisierung hatten Arbeitern zwar h&ouml;here L&ouml;hne beschert, Gutverdiener aber reich gemacht. 1913 entfielen auf die obersten zehn Prozent Haushalte gleich 40 Prozent aller Einkommen, so eine neue Studie. Die Pointe: Weil sich das Land nach Dekaden der Ann&auml;herung zuletzt deutlich gespalten hat, vereinnahmen die Bestverdiener inzwischen wieder einen genauso hohen Anteil vom Kuchen wie 1913. Anders gesagt: Deutschland ist heute so ungleich wie vor 100 Jahren.<br>\nDieses Ergebnis steht im ersten &ldquo;Weltreport &uuml;ber Ungleichheit&rdquo;. Verfasst hat ihn eine Forschergruppe um den Mann, der das Thema weltweit in die Schlagzeilen brachte: Thomas Piketty, Autor des Bestsellers &ldquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&rdquo;. Zuletzt stand der franz&ouml;sische &Ouml;konom in der Kritik, weil die Kapitalrenditen anders als von ihm nahegelegt zumindest im 20. Jahrhundert nicht fl&auml;chendeckend st&auml;rker wuchsen als das Wirtschaftswachstum. Jetzt meldet sich Piketty schwungvoll zur&uuml;ck, und nicht nur er: Mehr als 100 Wissenschaftler trugen zum &ouml;ffentlichen Portal wid.world bei, dass eine &ldquo;demokratische L&uuml;cke f&uuml;llen&rdquo; soll: &ldquo;Wachsende Ungleichheit, sofern sie nicht ad&auml;quat angegangen wird, kann zu politischen, wirtschaftlichen und sozialen Katastrophen f&uuml;hren&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/einkommensverteilung-deutschland-ist-so-ungleich-wie-vor-jahren-1.3791457\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>4,4 Millionen Rentnerinnen und Rentner werden 2018 steuerpflichtig sein<\/strong><br>\nDie Rentenerh&ouml;hung zum 1. Juli 2018 um 3,0 Prozent im Westen und 3,2 Prozent im Osten wird nach Angaben des Bundesfinanzministeriums dazu f&uuml;hren, dass\n<ul>\n<li>zus&auml;tzlich 54.000 Rentnerinnen und Rentner Einkommenssteuer zahlen m&uuml;ssen<\/li>\n<li>und nur durch die Rentenerh&ouml;hung Steuermehreinnahmen in H&ouml;he von 300 Millionen Euro erzielt werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Insgesamt werden dann Angaben des BMF 4,4 Millionen Rentnerinnen und Rentner zum Einkommenssteueraufkommen beitragen. Seit der schrittweisen Einf&uuml;hrung der sogenannten nachgelagerten Besteuerung ab dem Jahr 2005 hat sich damit die Zahl der steuerbelasteten Rentnerinnen und Rentner beinahe verdoppelt. [&hellip;]<br>\nEs ist ein Skandal, dass wir jetzt den Punkt erreichen, an dem Renten unterhalb der Armutsschwelle (EU-SILC: 1050 Netto + 11 % Sozialabgaben = 1180 Euro brutto) besteuert werden.<br>\nDIE LINKE fordert deshalb in ihrem Steuerkonzept, dass der steuerfreie Grundfreibetrag auf 12&thinsp; 600 Euro im Jahr erh&ouml;ht werden muss. Dadurch w&uuml;rden vor allem Rentner mit niedrigem Einkommen entlastet werden. Au&szlig;erdem fordert DIE LINKE von der n&auml;chsten Bundesregierung eine ehrliche Bilanz der nachgelagerten Besteuerung von Renten:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/44-millionen-rentnerinnen-und-rentner-werden-2018-steuerpflichtig-sein\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die &ldquo;Schuldenbremse&rdquo;: Ihre antidemokratischen Wurzeln in den 40ern und ihre reichen F&ouml;rderer<\/strong><br>\nDie sogenannte &ldquo;Schuldenbremse&rdquo; ist eine eigenartige Idee aus den 40er Jahren, die auf eine kleine Gruppe reicher M&auml;nner in den Schweizer Bergen zur&uuml;ckgeht und von einem noch eigenartigeren Mann mit einer Vorliebe f&uuml;r autorit&auml;re Regimes erfunden wurde. Lange hat es gedauert, bis sie wirtschaftspolitisch relevant wurde, doch ein neoliberales Netzwerke aus JournalistInnen, PolitikerInnen und Denkfabriken hat ihr mit viel Macht und Geld im Hintergrund zur Beachtung verholfen. Zum gro&szlig;en Schaden der Allgemeinheit.<br>\nEs war 1947 auf einem Schweizer Berg als zehn M&auml;nner beschlossen, die Regelwerke des weltweiten Zusammenlebens grundlegend zu &auml;ndern: Die &bdquo;Mont P&egrave;lerin Society&ldquo; war geboren. Seit damals hat sich ein von Industriellen, Erben und Superreichen finanziertes Netzwerk an Denkfabriken, JournalistInnen und PolitikerInnen zusammengeschlossen, um die wirtschaftspolitische Ideologie des Neoliberalismus durchzusetzen &ndash; im Staat, in der Wirtschaft und in den K&ouml;pfen der Menschen. &bdquo;Der Liberalismus als dominantes, wenn nicht absolutes Prinzip sozialer Organisation&ldquo;, hat in vielen Bereichen zu einem Denken gef&uuml;hrt, das den Menschen als &bdquo;Homo oeconomicus&ldquo;, also als v&ouml;llig profitorientierten Menschen sieht, der nichts will als den gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen wirtschaftlichen Eigennutz. Freundschaft, Liebe, f&uuml;reinander sorgen oder einstehen, all das gibt es nicht mehr. Ein Menschenbild, das viel &uuml;ber seine Anh&auml;ngerInnen verr&auml;t.<br>\nIn den 1940er Jahren war der Neoliberalismus noch unbedeutend, kaum jemand nahm ihn Ernst. Doch die systematische Arbeit von Denkfabriken, PolitikerInnen und JournalistInnen hat es &uuml;ber die Jahre und Jahrzehnte geschafft, ihn zum Mainstream zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/die-schuldenbremse-ihre-antidemokratischen-wurzeln-in-den-40ern-und-ihre-reichen-foerderer\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ideen in der Hinterhand<\/strong><br>\nKeine Alternative zum Weiterbauen? Ein Umstiegskonzept haben die Gegner von Stuttgart 21 bereits im vergangenen Jahr vorgestellt. Seitdem ist es noch interessanter geworden, denn es bietet auch Ideen f&uuml;r einen Anschluss der Neubaustrecke, f&uuml;r IBA-Fl&auml;chen oder eine noch bessere Interimsoper.<br>\nSo richtig Lust scheint keiner der fr&uuml;heren S-21-Verfechter mehr auf das Projekt zu haben. Ein Weiterbau wird aber nach wie vor als alternativlos verkauft. Die Deutsche Bahn spricht mittlerweile von Ausstiegskosten von sieben Milliarden Euro, was die Kosten f&uuml;r den Weiterbau, so wird behauptet, noch &uuml;bersteige. Und T&uuml;bingens OB Boris Palmer, einst als einer der wortm&auml;chtigsten S-21-Kritiker bekannt, sagte k&uuml;rzlich dem &ldquo;Badischen Tagblatt&rdquo;, der Ausstieg sei &ldquo;nicht mehr m&ouml;glich&rdquo;. Denn der w&auml;re &ldquo;eine unglaubliche Vernichtung von Arbeitsleistung und Volksverm&ouml;gen&rdquo;, und dar&uuml;ber hinaus h&auml;tte man dann &ldquo;das gr&ouml;&szlig;te Bergbaumuseum der Welt mitten in Stuttgart&rdquo;.<br>\nGenau an dieser Stelle setzt das Konzept &ldquo;Umstieg 21&rdquo; des Aktionsb&uuml;ndnisses gegen Stuttgart 21 an. Dort steht die &Uuml;berlegung im Zentrum, wie die bereits erfolgten Bauarbeiten in einen modernisierten Kopfbahnhof integriert werden k&ouml;nnten. Das b&ouml;te ein riesiges Einsparpotenzial &ndash; nach Sch&auml;tzungen des Aktionsb&uuml;ndnisses rund 3,2 Milliarden Euro &ndash; und die Abwendung eines nicht erweiterbaren und leistungsschw&auml;cheren Tunnelbahnhofs. Dar&uuml;ber hinaus w&uuml;rde es auch einige Nutzungen erm&ouml;glichen, f&uuml;r die es in Stadt und Region aktuell Bedarf, aber kein Geld oder keinen mehr Platz gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/350\/ideen-in-der-hinterhand-4778.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>WTO: Industriel&auml;nder wollen noch mehr Macht f&uuml;r Amazon, Google &amp; Co.<\/strong><br>\nAttac kritisiert die Agenda der Welthandelsorganisation WTO bei der Ministerkonferenz von 10. bis 13. Dezember in Buenos Aires. &ldquo;Diese Agenda wird von den Interessen der Konzerne in den Industrie- und Schwellenl&auml;ndern dominiert. Sie versch&auml;rft die globale Ungleichheit innerhalb und zwischen den L&auml;ndern ebenso wie den Klimawandel. Deshalb brauchen wir eine grundlegende Umgestaltung der internationalen Handels- und Investitionspolitik und Alternativen zur WTO. Menschenrechte, Ern&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t und Klimaschutz m&uuml;ssen Vorrang haben&rdquo;, sagt Roland S&uuml;&szlig;, der derzeit f&uuml;r Attac Deutschland an dem WTO-Treffen in Buenos Aires teilnimmt. (&hellip;)<br>\nAttac: Menschenrechte, Ern&auml;hrungssouver&auml;nit&auml;t und Klimaschutz m&uuml;ssen Vorrang vor WTO-Regeln haben<br>\nAttac fordert eine grundlegende Umgestaltung der internationalen Handels- und Investitionspolitik. Handel muss Mittel zum Zweck werden, nicht das Ziel an sich. Ziel ist ein Welthandelssystem, das Kooperation statt Konkurrenz in den Mittelpunkt stellt. Attac tritt daher f&uuml;r Alternativen zur WTO ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/news\/wto-industrielaender-wollen-noch-mehr-macht-fuer-amazon-google-co\/\">attac<\/a>\n<p><strong>dazu: WTO-Ministertreffen in ArgentinienViele Widerst&auml;nde beim Thema &Uuml;berfischung<\/strong><br>\nObwohl die Fischbest&auml;nde gef&auml;hrdet sind, unterst&uuml;tzen viele Staaten ihre Fischereiflotten mit Subventionen. Durch deren Wegfall k&ouml;nnte die zerst&ouml;rerische Ausbeutung der Meere gestoppt werden. Ein wichtiges Thema auch bei der WTO-Ministerkonferenz in Buenos Aires. Ein Durchbruch wird allerdings nicht erwartet.<br>\nClaire Nouvian sitzt an einem Laptop im Tagungshotel der WTO-Ministerkonferenz in Buenos Aires und verfolgt die Verhandlungen &uuml;ber Fischereisubventionen. Am Revers ihres Blazers tr&auml;gt sie einen Anstecker auf dem steht: &ldquo;Kein politischer Tango!&rdquo; Clair Nouvian, ist die Gr&uuml;nderin der Marineschutzorganisation Bloom, sie fordert von den WTO-Staaten kein weiteres Taktieren, wenn es um den Schutz der Meere geht. Denn die seien durch die &Uuml;berfischung extrem gef&auml;hrdet: <\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Derzeit sind mehr als 30 Prozent der Fischbest&auml;nde auf der ganzen Welt &uuml;berfischt. Und 80 Prozent der Best&auml;nde sind entweder &uuml;berfischt oder an der Grenze der Belastbarkeit ausgebeutet. Seit 1996 beobachten wir, dass die gefangene Menge von Wildfischen abnimmt &ndash; jedes Jahr durchschnittlich um etwas mehr als eine Million Tonnen.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Fischindustrie beraube sich durch die &Uuml;berfischung ihrer Grundlage &ndash; sagt die Meeresschutz-Aktivistin. Und trotz dieser dramatischen Situation unterst&uuml;tzen viele Staaten ihre Fischereiflotten finanziell:<\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Mehr als die H&auml;lfte der Subventionen, die von Regierungen auf der ganzen Welt gezahlt werden, f&ouml;rdern das sch&auml;dliche Treiben: Schiffbau, Treibstoffsubventionen, all diese Subventionen f&ouml;rdern die &Uuml;berfischung.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wto-ministertreffen-in-argentinien-viele-widerstaende-beim.697.de.html?dram:article_id=403076\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Einflusskampf um Afrika (II)<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlingsabwehr und profitable Gesch&auml;fte f&uuml;r deutsche Unternehmen stehen im Zentrum der heute zu Ende gehenden Ghana-Reise des Bundespr&auml;sidenten. Er m&uuml;sse vor Versuchen &ldquo;warnen&rdquo;, &uuml;ber die Sahara und das Mittelmeer nach Deutschland zu reisen, erkl&auml;rte Frank-Walter Steinmeier gestern in einem Interview in der ghanaischen Presse: Die Reise k&ouml;nne mit &ldquo;Gefangenschaft&rdquo; bei libyschen Sklavenh&auml;ndlern oder sogar mit dem Tod enden. &ldquo;Bleibt zu Hause&rdquo;, fassen deutsche Medien den Tenor der &Auml;u&szlig;erungen des Bundespr&auml;sidenten zusammen. Gleichzeitig ist Steinmeier bem&uuml;ht, mit Hilfe des G20-&ldquo;Compact with Africa&rdquo; deutschen Firmen den Weg zu profitablen Investitionen in Ghana zu bahnen. Der &ldquo;Compact&rdquo; soll afrikanische Staaten dazu bringen, ihre Wirtschaft noch st&auml;rker als bisher auf die W&uuml;nsche westlicher Investoren auszurichten. Deutsche Wirtschaftskreise ordnen Ghana in die &ldquo;zweite Reihe&rdquo; afrikanischer L&auml;nder hinter den &ouml;konomischen Schwergewichten S&uuml;dafrika und Nigeria ein und sprechen sich f&uuml;r eine Ausweitung der Gesch&auml;fte dort aus &ndash; im Konkurrenzkampf gegen China.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7478\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rat der Mitgliedstaaten: Keine Zeit f&uuml;r Datenschutz?<\/strong><br>\nUm B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern ein allgemein hohes Datenschutzniveau garantieren und Schlupfl&ouml;cher verhindern zu k&ouml;nnen, m&uuml;ssen auch alle EU-Organe den neuen Datenschutzbestimmungen durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) entsprechen. So die Position des Europaparlaments und die &Uuml;berzeugung der Berichterstatterin. Dennoch ist es in den bisherigen Trilog-Verhandlungen nicht gelungen, mit den Verhandlungsf&uuml;hrer*innen des Rates der Mitgliedstaaten einen Kompromiss zu erzielen. Cornelia Ernst, Sprecherin der Delegation DIE LINKE. im EP, ist bei diesen Verhandlungen die zust&auml;ndige Unterh&auml;ndlerin f&uuml;r das Europaparlament. Nach dem gestrigen (Dienstag) Treffen mit Vertreter*innen des Rats, kommentiert Cornelia Ernst den Stand der Dinge:<br>\n&ldquo;Mit dieser Verordnung wollen wir einen einheitlichen Rahmen f&uuml;r den Schutz personenbezogener Daten durch die Organe, Einrichtungen, &Auml;mter und Agenturen der Europ&auml;ischen Union schaffen. Um das bestm&ouml;gliche Datenschutzniveau f&uuml;r B&uuml;rger*innen zu erreichen, m&uuml;ssen unsere Vorschriften mit denen der Allgemeinen Datenschutzverordnung (DSGVO) &uuml;bereinstimmen, die ab dem 25. Mai 2018 von allen Regierungen und Unternehmen in der EU angewendet wird.&ldquo;<br>\n&bdquo;Wenn diese neuen EU-Vorschriften in Kraft treten, m&uuml;ssen die Vorgaben der mehr als 40 EU-Agenturen diesem neuen Schutzniveau entsprechen. Doch weigert sich der Rat bisher, jene Agenturen, die in der Strafverfolgung aktiv sind &ndash; beispielsweise Eurojust oder Europol &ndash; einem neuen Datenschutzniveau zu unterwerfen. Doch m&uuml;ssen insbesondere die Datenschutzregeln der Strafverfolgung so gestaltet sein, dass sie mit den Vorschriften, die die Polizei in der gesamten EU anwendet, vereinbar werden. Deshalb bestehen wir als Parlament darauf, auch die Agenturen ausnahmslos unter diese Verordnung fallen zu lassen. Wenn man jedoch den W&uuml;nschen des Rates folgt und die Strafverfolgungsagenturen ausschlie&szlig;t, droht der Schutz personenbezogener Daten untergraben zu werden, weil es durch unterschiedliche Schutzvorkehrungen zu Schlupfl&ouml;chern kommen wird. Nicht zuletzt w&uuml;rde durch solch einen Ausschluss auch der Datenaustausch zwischen den Polizeibeh&ouml;rden der Mitgliedstaaten, Europol und Frontex behindert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dielinke-europa.eu\/de\/article\/11642.rat-der-mitgliedstaaten-keine-zeit-f%C3%BCr-datenschutz.html\">Die Linke. im Europaparlament<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Es geht nicht um Wagenknecht, es geht um die Zukunft linker Politik<\/strong><br>\nDie Partei muss sich entscheiden, meint Mario Neumann: zwischen dem Erbe der 1968er und der Nostalgie des nationalen Wohlfahrtsstaates<br>\nWagenknechts &Auml;u&szlig;erungen zum verwirkten &raquo;Gastrecht&laquo;, zu Angela Merkels sicherheitspolitischer Verantwortung f&uuml;r den Anschlag am Breitscheidplatz, aber auch &uuml;ber &raquo;abgehobene Gender-Diskurse&laquo; und ihre hermeneutische Aufgeschlossenheit f&uuml;r die &raquo;&Auml;ngste&laquo; des Rechtspopulismus versteht man nicht, wenn man sie nur als Wahlkampfman&ouml;ver oder Taktik begreift. Was wir derzeit erleben, ist vielmehr die fortgesetzte Auseinandersetzung um die Zukunft linker Politik, die weit &uuml;ber die Partei hinausreicht und die in ganz Europa in vollem Gange ist. Wagenknecht verfolgt dabei nicht blo&szlig; das taktische Ziel, W&auml;hlerstimmen in AfD-affinen Milieus zu generieren. Vielmehr geht es ihr um eine langfristige Strategie der Renationalisierung der LINKEN, die eine programmatische Tiefe besitzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1071703.die-linke-migration-und-die-klasse-es-geht-nicht-um-wagenknecht-es-geht-um-die-zukunft-linker-politik.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.B.:<\/strong> Ich bin emp&ouml;rt, wie teilweise an den Haaren herbeigezogen hier Sahra Wagenknecht mit den schon bekannten &ndash; und vielerorts widerlegten &ndash; Vorw&uuml;rfen konfrontiert wird. Der Autor versteigt sich in die Behauptung, Sahra Wagenknecht ginge es nicht nur um das taktische Kalk&uuml;l AfD &ndash; W&auml;hler zur&uuml;ckzugewinnen, sondern: &ldquo;Vielmehr geht es ihr um eine langfristige Strategie der Renationalisierung der LINKEN, die eine programmatische Tiefe besitzt&rdquo;. Immerhin scheint er Sahra Wagenknechts theoretische Kompetenz anzuerkennen und insofern scheint sie ihm gef&auml;hrlich. [&hellip;] <\/em><\/p>\n<p><em>Neumann benutzt die Begriffe &ldquo;Neue Linke&rdquo; oder &ldquo;Neue Soziale Bewegungen&rdquo; wie Eigennamen. Welche Unterschiede zwischen seiner &ldquo;Neuen Linken&rdquo; und den &ldquo;Neuen Sozialen Bewegungen&rdquo; sind &ndash; geschenkt! So als m&uuml;sste jeder wissen, was diese &ldquo;Neue Linke&rdquo; ist, welche Verdienste im Kampf gegen &ndash; was auch immer &ndash; sie erworben hat. [&hellip;]<\/em><\/p>\n<p><em>Mario Neumann schafft mit seiner &ldquo;Neuen Linken&rdquo; ein Phantasiegebilde, das nur zu einem dient, der Diffamierung des &ldquo;Wohlfahrtsstaates&rdquo;, dem die LINKE (also die Partei Die Linke) programmatisch und &ldquo;weitestgehend&rdquo; unreflektiert anh&auml;ngt. Denn der &ldquo;Wohlfahrtsstaat&rdquo; gilt ihm immer als &ldquo;der nationale Wohlfahrtsstaat&rdquo;, dessen &ldquo;nostalgische Sozialpolitik &hellip; um den Nationalstaat und sein &lsquo;Volk&rsquo; kreist.&rdquo; Folgte man dem Autor in seiner Argumentation, k&ouml;nnte man die Abschaffung des Sozialstaats als Schlag gegen den Nationalstaat oder gegen v&ouml;lkische Politik feiern.<\/em><\/p>\n<p><em>Ganz weit l&auml;ge diese Schlussfolgerung von derjenigen des politischen Aktivisten Neumann nicht entfernt: &ldquo;M&ouml;chte die LINKE eine politische Kraft sein, die dem neuen Faschismus und dem globalisierten Kaptialismus etwas entgegenzustellen hat, sollte sie sich von ihrem programmatischen Nationalisms l&ouml;sen, der untrennbar mit der Idealierung des Wohlfahrtsstaates verkn&uuml;pft ist&rdquo;. Warum der Autor, der sich wohl selbst als &ldquo;Linker&rdquo; bzw als &ldquo;Neuer Linker&rdquo; sehen k&ouml;nnte, gerade nicht von dem im sozialdemokratischem Milieu gebr&auml;uchlichen &ldquo;Sozialstaat&rdquo;, sondern vom meist polemisch von Konservativen und Neoliberalen benutzten &ldquo;Wohlfahrtsstaat&rdquo; (im Sinne der staatlich finanzierten H&auml;ngematte) spricht, ist in der Tat nichts anderes als ein Angriff auf die letzte Bastion des Sozialstaates, die im Bundestag letztlich nur noch von der Linken gehalten wird. <\/em><\/p>\n<p><em>Im Grunde betrachtet Mario Neumann den Sozialstaat wohl wie Trump das Obama&rsquo;sche Gesundheitssystem. Dessen W&auml;hlerschaft befand sich vor allem in der m&auml;nnlichen, wei&szlig;en Bev&ouml;lkerung. Hier kehrt Neumann nun diese bekannte Tatsache gegen Sahra Wagenknecht. &ldquo;Es ist daher auch kein Zufall, dass sich Wagenknechts Politik heute &hellip; vor allem des Zuspruchs der wei&szlig;en, m&auml;nnlichen und &auml;lteren Bev&ouml;lkerungsgruppen versichern kann&rdquo;. An diesem Gedanken findet Neumann so Gefallen, dass er ihn zum Schluss &ndash; wohl der Einpr&auml;gsamkeit wegen &ndash; nochmals wiederholen muss: <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Querfront: Antisemitismus ist eine deutsche Tradition<\/strong><br>\nDer Linke-Bundestagsabgeordnete Diether Dehm erkl&auml;rt es seit Jahren folgenderma&szlig;en: &bdquo;Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben.&ldquo; Solange also der Parole von Pal&auml;stinensern und deutschen &bdquo;Israelkritikern&ldquo;, die Juden ins Gas zu schicken, nicht Folge geleistet wird, hat der Antisemitismus in Deutschland keine Chance.<br>\nSollten Juden eines Tages wieder gezwungen werden, mit einem gelben Stern durch die Stra&szlig;en zu laufen, k&ouml;nnte Dehm darin keinen Antisemitismus erkennen, selbst Konzentrationslager erregten in ihm keinen einschl&auml;gigen Verdacht. Sollten aber die Nachfahren einst in Auschwitz-Birkenau, Belzec, Sobibor und Treblinka ermordeter Juden in hochmodernen Gas&ouml;fen innovativer Vernichtungslager verschwinden, w&uuml;rde Dehm &ndash; so ist zumindest zu vermuten &ndash; machtvoll seine Stimme gegen den Antisemitismus erheben und dem Massenmord eine Absage erteilen. Bis dahin aber kennt Dehm &ndash; und mit ihm viele andere &ndash; nur legitime &bdquo;Israelkritik&ldquo;, keinen Antisemitismus in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/leitartikel\/querfront-antisemitismus-ist-eine-deutsche-tradition-a-1406646,0\">FR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.B.:<\/strong> Ich bin seit &uuml;ber 12 Jahren partei- und kommunalpolitisch im nieders&auml;chsischen Landesverband DIE LINKE. aktiv unterwegs und kenne Diether Dehm pers&ouml;nlich. Er ist nicht unumstritten und meine Einstellung zu seiner Person m&ouml;chte ich als ambivalent bezeichnen. F&uuml;r mich aber unumstritten ist sein engagiertes Eintreten gegen Faschismus und Antisemitismus. Man mag ihm vieles vorwerfen, aber die Unterstellung von Judenhass ist einfach nur widerlich und entspringt einem notorischen Niedermachen alles Linken mit allen Mitteln.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die Frankfurter Rundschau hat mitgehetzt<\/strong><br>\nPresseerkl&auml;rung von Wolfgang Gehrcke zur Frankfurter Rundschau &uuml;ber Diether Dehm<br>\nIn diesem Leitartikel wird der K&uuml;nstler und LINKE Bundestagsabgeordnete Diether Dehm zum Freiwild erkl&auml;rt. Stil und Inhalt erinnern an die BILD-Zeitung vor dem Mordanschlag auf Rudi Dutschke. Damals stand f&uuml;r das liberale Blatt Frankfurter Rundschau wie f&uuml;r die Protestbewegung fest: Springer hat mitgeschossen. F&uuml;r alles, was kommen kann, ist heute die Frankfurter Rundschau mitverantwortlich.<br>\nIn meiner langen Zeit als Bundestagsabgeordneter und Aktivist in der au&szlig;erparlamentarischen Bewegung habe ich keine derartige mediale Hetze erlebt. Unter Verdrehung der Tatsachen werden Aktivisten gegen Antisemitismus selbst als Antisemiten dargestellt. Die Frankfurter Rundschau setzt heute das Bild vom gelben Judenstern, der so viele Eltern und Gro&szlig;eltern unserer Freunde ins Gas gef&uuml;hrt hat, als Attacke gegen Antifaschisten und Linke ein. Das l&ouml;st nicht nur in Deutschland, sondern auch in Israel Abscheu und Emp&ouml;rung aus. Daf&uuml;r tr&auml;gt nicht nur der Leitartikler, Christian Bommarius, die Verantwortung, sondern auch die Frankfurter Rundschau, die ihn ver&ouml;ffentlicht hat. In Anlehnung an die Dutschke-Erfahrung hei&szlig;t es heute: Die Frankfurter Rundschau hat mitgehetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wolfgang-gehrcke.de\/de\/article\/1946.die-frankfurter-rundschau-hat-mitgehetzt.html\">Wolfgang Gehrcke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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