{"id":41588,"date":"2017-12-15T08:20:28","date_gmt":"2017-12-15T07:20:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588"},"modified":"2017-12-15T11:04:16","modified_gmt":"2017-12-15T10:04:16","slug":"hinweise-des-tages-3022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h01\">Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h02\">EU-Verteidigungsunion: Die fliegende Klinik macht den Anfang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h03\">EU: Die Fassade der Einheit br&ouml;ckelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h04\">Katja Kipping &uuml;ber die Zukunft der Linken: &bdquo;Ja, vereint im Dagegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h05\">Schritt in das politische Abseits<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h06\">Studie: Steuerparadiese f&uuml;hren zu starker Untersch&auml;tzung der Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h07\">Gescheiterter Niki-Kauf: Das Lufthansa-M&auml;rchen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h08\">Alle Jahre wieder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h09\">Parteien gegen Arbeitnehmerrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h10\">Schweizer Experte: &ldquo;Die Deutsche Bahn ist in einer nicht sehr guten Verfassung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h11\">Finanzmarktregulierung: Basel III erfreut Banken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h12\">WTO-Konferenz in Buenos Aires: Sackgasse Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h13\">Fluchtroute Mittelmeer: Keine Winterpause f&uuml;r andalusische Seenotrettung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h14\">&laquo;Es leben Eisner und die Weltrevolution!&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41588#h15\">Das Letzte: Umgang mit Querfront-Aktivisten spaltet Linkspartei<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NATO Expansion: What Gorbachev Heard<\/strong><br>\nDeclassified documents show security assurances against NATO expansion to Soviet leaders from Baker, Bush, Genscher, Kohl, Gates, Mitterrand, Thatcher, Hurd, Major, and Woerner<br>\nSlavic Studies Panel Addresses &ldquo;Who Promised What to Whom on NATO Expansion?&rdquo;<br>\nU.S. Secretary of State James Baker&rsquo;s famous &ldquo;not one inch eastward&rdquo; assurance about NATO expansion in his meeting with Soviet leader Mikhail Gorbachev on February 9, 1990, was part of a cascade of assurances about Soviet security given by Western leaders to Gorbachev and other Soviet officials throughout the process of German unification in 1990 and on into 1991, according to declassified U.S., Soviet, German, British and French documents posted today by the <a href=\"http:\/\/nsarchive.gwu.edu\">National Security Archive at George Washington University<\/a>.<br>\nThe documents show that multiple national leaders were considering and rejecting Central and Eastern European membership in NATO as of early 1990 and through 1991, that discussions of NATO in the context of German unification negotiations in 1990 were not at all narrowly limited to the status of East German territory, and that subsequent Soviet and Russian complaints about being misled about NATO expansion were founded in written contemporaneous memcons and telcons at the highest levels.<br>\nThe documents reinforce former CIA Director Robert Gates&rsquo;s criticism of &ldquo;pressing ahead with expansion of NATO eastward [in the 1990s], when Gorbachev and others were led to believe that wouldn&rsquo;t happen.&rdquo;[1] The key phrase, buttressed by the documents, is &ldquo;led to believe.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/nsarchive.gwu.edu\/briefing-book\/russia-programs\/2017-12-12\/nato-expansion-what-gorbachev-heard-western-leaders-early\">NSA Security Archive<\/a>\n<p><strong>dazu: NATO-Osterweiterung: Deklassifizierte Dokumente belegen Wortbruch des Westens gegen&uuml;ber Sowjetunion<\/strong><br>\nTatsache ist jedoch, dass der damalige US-Au&szlig;enminister Baker am 9. Januar 1990 Gorbatschow in einem Gespr&auml;ch zugesichert hatte, dass die &bdquo;milit&auml;rische Pr&auml;senz der NATO in &ouml;stlicher Richtung um keinen einzigen Zoll ausgedehnt&ldquo; werde. W&auml;hrend der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages die Existenz dieser Aussage in Zweifel zieht, indem er schreibt, Baker &bdquo;soll&ldquo; sie gemacht haben, relativiert Die Zeit diese mit dem Hinweis, Bakers Notizen vom Gespr&auml;ch mit Gorbatschow scheinen &bdquo;die einzige Stelle gewesen zu sein, an der sich eine derartige Zusage schriftlich finden l&auml;sst.&ldquo;<br>\nDoch seit Dienstag ist bekannt: Bakers Zusage &bdquo;war Teil einer ganzen Kaskade von Zusicherungen gegen&uuml;ber der Sowjetunion, die westliche Staatschefs im Zuge der deutschen Wiedervereinigung bis ins Jahr 1991 gemacht haben&ldquo;, hei&szlig;t es in einem aktuellen Bericht des National Security Archive. Das an der George Washington-Universit&auml;t in den USA beheimatete Institut ver&ouml;ffentlichte &uuml;ber 20 Dokumente, die eindeutig widerlegen, dass es sich bei dem von Moskau erhobenen Vorwurf des Wortbruchs um eine L&uuml;ge handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/62195-nato-osterweiterung-dokumente-belegen-wortbruch-des-westens\/\">RT deutsch<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Russischer Verteidigungsetat<\/strong><br>\nARD Mittagsmagazin vom 14.12.2017 ab Minute 18:00:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Mittagsmagazin\/Die-Sendung-vom-14-Dezember-2017\/Das-Erste\/Video?bcastId=314636&amp;documentId=48383458\">ARD Mittagsmagazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.M.:<\/strong> Schon die Einleitung wird f&uuml;r eine unterschwellige Meinungsmache benutzt: &bdquo;&hellip;Nein, Putin nutzt diesen Tag auch f&uuml;r eine &uuml;berdimensionale Selbstinszenierung.&ldquo; Es geht dann u.a. um die Ank&uuml;ndigung seiner Bewerbung als unabh&auml;ngiger Kandidat f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaftswahl 2018. Ab Minute 18:55 hei&szlig;t es dann: &bdquo;Auf den vergleichsweise hohen R&uuml;stungsetat von umgerechnet 46 Milliarden $ angesprochen und die m&ouml;glichen Folgen f&uuml;r soziale Projekte in Russland konterte Putin mit Verweis auf den amerikanischen R&uuml;stungsetat: &ldquo;Wir &uuml;ber 46, die &uuml;ber 700. Sehen Sie den Unterschied?&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Die ARD bezeichnet einen R&uuml;stungsetat von Russland von 46 Milliarden $ als vergleichsweise hoch. Laut BMVG betr&auml;gt der deutsche Etat f&uuml;r 2017 ca. 37 Milliarden &euro; (42,8 Mill. $) und soll bis 2021 auf 42 Milliarden &euro; (49,7 Mill. $) erh&ouml;ht werden. Wenn man dann noch wei&szlig;, dass die russischen Verteidigungsausgaben laut SIPRI 2016 etwa 69 Milliarden $ betrugen und demnach deutlich zur&uuml;ckgefahren werden, dann kann man doch die Bewertung des russischen R&uuml;stungsetats durch die ARD als &bdquo;vergleichsweise hoch&ldquo; nur noch als Volksverdummung ansehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Willy Wimmer &uuml;ber Putins Pressekonferenz: Nette Leute wie du und ich<\/strong><br>\nHerr Wimmer, Sie haben die Pressekonferenz des russischen Pr&auml;sidenten verfolgt. Wie war Ihr Eindruck?<br>\nDer ist nat&uuml;rlich vielf&auml;ltig. Das f&auml;ngt mit den Bildern aus dieser Gro&szlig;en Pressekonferenz an. Ich sage das mal unter rein menschlichen Gesichtspunkten: Da sieht man Leute im Publikum sitzen, wie du und ich, nette Leute, und da fragt man sich: Warum wird bei uns alles unternommen, um uns wieder gegen Russland und die Russen in Stellung zu bringen?<br>\nDas zweite ist, wenn ich daran interessiert bin, ein n&uuml;chternes Bild &uuml;ber ein gro&szlig;es Nachbarland zu bekommen, dann muss ich mir nur diese Pressekonferenz ansehen. Die Leute fragen das, was ich als politische Fragen auch kenne. Und sie erleben dann einen Pr&auml;sidenten, der sich bem&uuml;ht, auf diese Fragen auch noch Antworten zu geben. Und das in der ganzen Bandbreite von Wasserschutzzonen am Baikalsee bis hin zum nordkoreanischen Nuklearprogramm und der Frage, ob man den Pr&auml;sidenten Trump nun duzt oder siezt. Das hei&szlig;t, komplexer kann man &uuml;ber ein anderes Land &uuml;berhaupt nicht unterrichtet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20171214318700875-willy-wimmer-ueber-pressekonferenz-trump-putin-beziehungen\/\">Sputnik<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Russlandsanktionen schaden beiden Seiten<\/strong><br>\nDie Sanktionen gegen die Russische F&ouml;deration haben auch f&uuml;r die sanktionie&shy;renden L&auml;nder massive negative Folgen. Insbesondere die EU und hier Deutsch&shy;land sind durch deutliche Handelsverluste betroffen. Der Exportr&uuml;ckgang betrifft vor allem Produkte, die nicht unter das russische Embargo fallen.<br>\nDie Sanktionen gegen die Russische F&ouml;deration durch insgesamt 37 L&auml;nder, darunter alle Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union und die Vereinigten Staaten, haben zu hohen finanziellen Einbu&szlig;en auf beiden Seiten gef&uuml;hrt. Nach Berechnungen von Julian Hinz, &Ouml;konom am Institut f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW), Kiel, und Matthieu Crozet von der Universit&auml;t Hongkong, f&uuml;hrte der durch die Sanktionen verursachte R&uuml;ckgang im Warenaustausch zwischen den L&auml;ndern bis Ende 2015 zu einem Handelsverlust von insgesamt 114 Milliarden US-Dollar.<br>\nVon diesen Kosten tr&auml;gt Russland aber nur gut 60 Prozent, der Rest entf&auml;llt auf die sanktionierenden L&auml;nder. F&uuml;r sie bel&auml;uft sich der Exportverlust auf rund 44 Milliarden Euro, wovon 90 Prozent auf die Europ&auml;ische Union entfallen. Die deutschen Exporte sind im Durchschnitt um 727 Millionen US-Dollar pro Monat niedriger als bei einem Szenario ohne Sanktionen, dies entspricht 0,8 Prozent der gesamten Exporte. Deutschland tr&auml;gt damit fast 40 Prozent des westlichen Verlustes, w&auml;hrend andere wichtige geopolitische Akteure wie das Vereinigte K&ouml;nigreich, Frankreich und die Vereinigten Staaten viel weniger betroffen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/medien\/medieninformationen\/2017\/russlandsanktionen-schaden-beiden-seiten\">Institut f&uuml;r Weltwirtschaft<\/a>\n<p><strong>dazu: Raus aus den Russland-Sanktionen<\/strong><br>\n&bdquo;Der Ausstieg aus den Wirtschaftssanktionen ist die einzige Positionierung, die f&uuml;r die Bundesregierung Sinn ergeben w&uuml;rde. Die Sanktionen waren nicht zielf&uuml;hrend, sondern haben die politischen Probleme versch&auml;rft. Dar&uuml;ber hinaus widersprechen sie eklatant den wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen Deutschlands und Europas&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, die Studie des Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft, wonach Deutschland im Westen die Hauptlast der Russland-Sanktionen tr&auml;gt. &bdquo;F&uuml;r die USA stellt sich die Situation anders dar. Auf sie fallen auch nur 0,6 Prozent des R&uuml;ckgangs des Handelsvolumens im Westen, w&auml;hrend Deutschland 40 Prozent zu tragen hat. Daher ist es falsch, sich der Argumentation der USA anzuschlie&szlig;en.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/raus-aus-den-russland-sanktionen\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EU-Verteidigungsunion: Die fliegende Klinik macht den Anfang <\/strong><br>\nAuf dem EU-Gipfel in Br&uuml;ssel feiern Kanzlerin Merkel und ihre Kollegen den ersten Schritt hin zur k&uuml;rzlich beschlossenen EU-Verteidigungsunion. 25 Staaten haben sich auf insgesamt 17 Projekte geeinigt.<br>\nWenn die EU-Staats- und Regierungschef in Br&uuml;ssel eintreffen, besiegeln sie zun&auml;chst in Anwesenheit von NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg die k&uuml;nftige Europ&auml;ische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. An der sogenannten St&auml;ndigen Strukturierten Zusammenarbeit &ndash; nach dem englischen K&uuml;rzel PESCO genannt &ndash; nehmen 25 der 28 EU-Staaten teil. Das sind die wichtigsten Projekte: [&hellip;]<br>\nEin Thema, das nicht nur der EU, sondern auch der NATO am Herzen liegt: Weil einige osteurop&auml;ische Staaten sich von Russland bedroht f&uuml;hlen, plant die Milit&auml;rallianz sogar extra ein neues Hauptquartier in Europa. Sichergestellt werden soll, dass Mann und Material im Ernstfall schnell genug von A nach B transportiert werden k&ouml;nnen. Und dies nicht an Stra&szlig;en scheitert, die unter dem Gewicht einer Panzerkolonne nachgeben, oder am Grenzbeamten, der eine lange Checkliste abarbeiten muss, bevor er die Weiterfahrt zul&auml;sst. Auch die EU will nun b&uuml;rokratische H&uuml;rden abbauen. Und will durch den Aufbau &ldquo;logistischer Drehscheiben&rdquo; in Europa sicherstellen, dass bei k&uuml;nftigen Missionen das ben&ouml;tigte Material auch ankommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/eu--pesco-101.html%20\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.L.:<\/strong> Weder das Nato-Verteidigungsb&uuml;ndnis noch die im Aufbau befindliche EU-Verteidigungsunion haben etwas mit Verteidigung zu tun. Es geht vorrangig um milit&auml;rische Angriffe! Und nun plant die Milit&auml;rallianz ein neues Hauptquartier und logistische Drehscheiben in ganz Europa aufzubauen. F&uuml;r mich sind das eindeutige Vorbereitungen f&uuml;r perfekte Kriegsf&uuml;hrung &ndash; es hat absolut nichts mit der Wahrung von Frieden zu tun!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>EU: Die Fassade der Einheit br&ouml;ckelt<\/strong><br>\nBeim EU-Gipfel in Br&uuml;ssel platzen die alten Wunden der Euro- und Fl&uuml;chtlingskrisen wieder auf. Nur die neue &ldquo;Verteidigungsunion&rdquo; sorgt f&uuml;r sch&ouml;ne Bilder<br>\nDie Verantwortlichen der EU sind es gewohnt, mit gespaltener Zunge zu sprechen. Wenn sie sich zum Gipfel in Br&uuml;ssel treffen, beschw&ouml;ren sie Einheit und Solidarit&auml;t. Kaum zur&uuml;ck zuhause, stellen sie ihre eigenen Erfolge heraus und br&uuml;sten sich damit, beim Br&uuml;sseler Pflichttermin das Schlimmste verhindert zu haben. Doch nun hat ausgerechnet Gipfelchef Donald Tusk diese Inszenierung gest&ouml;rt. Vor dem letzten Europ&auml;ischen Rat des Jahres &uuml;bte der Pole unverhohlen Kritik an der europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingspolitik. Die in der Fl&uuml;chtlingskrise 2015 eingef&uuml;hrten EU-Quoten zur Umverteilung von Asylbewerbern aus Griechenland und Italien seien &ldquo;spalterisch&rdquo; und &ldquo;ineffizient&rdquo;, schrieb er in einem Arbeitspapier.<br>\nAls Tusk deswegen unter Beschuss geriet, legte er noch einen drauf. Der erst Anfang des Jahres in seinem Amt best&auml;tigte Ratspr&auml;sident warnte mit Blick auf die Migration und die W&auml;hrungsunion vor einer doppelten Spaltung: &ldquo;Wenn es um die W&auml;hrungsunion geht, verl&auml;uft die Spaltung zwischen Norden und S&uuml;den&rdquo;, sagte der rechtsliberale Pole. &ldquo;Wenn es um Migration geht, verl&auml;uft sie zwischen Ost und West.&rdquo; [&hellip;]<br>\n&Auml;rger droht auch am Freitag, dem zweiten Gipfeltag. Die Staats- und Regierungschefs beugen sich n&auml;mlich nicht nur &uuml;ber die Reform der Euro-W&auml;hrungsunion, die Merkel mit Verweis auf die fehlende neue Bundesregierung m&ouml;glichst lange herausz&ouml;gern m&ouml;chte. &ldquo;Keine Beschl&uuml;sse&rdquo; und &ldquo;Verweis an die Finanzminister&rdquo; hei&szlig;t ihre Devise. Die EU-Granden wollen auch &uuml;ber das weitere Vorgehen gegen&uuml;ber Gro&szlig;britannien diskutieren. Die Verhandlungen &uuml;ber den Brexit sollen n&auml;mlich 2018 in die entscheidende zweite Phase gehen. Doch noch sind nicht alle offenen Fragen der abgeschlossenen ersten Phase gekl&auml;rt. Vor allem die k&uuml;nftige Grenze zwischen Irland und dem britischen Nordirland bereitet weiter Sorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/EU-Die-Fassade-der-Einheit-broeckelt-3918747.html\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Katja Kipping &uuml;ber die Zukunft der Linken: &bdquo;Ja, vereint im Dagegen&ldquo;<\/strong><br>\nLinken-Chefin Katja Kipping erl&auml;utert, was hinter dem Streit ihrer Partei &uuml;ber Einwanderung steckt und warum sie keine Angst vor einem Sturz hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5467752\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das Interview der Parteivorsitzenden der Linken, Kaja Kipping, wirft Fragen auf. Nicht nur, dass sie seit Jahren f&uuml;r ein bedingungsloses Grundeinkommen eintritt, das zu einer Abschaffung des Sozialstaates f&uuml;hrt (Christoph Butterwegge). Jetzt will sie, dass DIE LINKE gleicherma&szlig;en sowohl &bdquo;erste Adresse&ldquo; f&uuml;r jene ist, &bdquo;die im Kapitalismus strukturell benachteiligt werden, aber eben auch f&uuml;r all jene, auf die das nicht zutrifft, f&uuml;r die aber trotzdem Weltoffenheit und Solidarit&auml;t wie selbstverst&auml;ndlich zu ihrem Lebensentwurf geh&ouml;ren&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie man erste Adresse f&uuml;r diejenigen sein will, die im Kapitalismus strukturell benachteiligt werden (Arbeitnehmer, Arbeitslose, Rentner, kleine Selbst&auml;ndige und all diejenigen, die vor den Folgen kapitalistischer Kriege und Umweltzerst&ouml;rung fliehen) und gleichzeitig f&uuml;r die &bdquo;Besitzer der Produktionsmittel&ldquo; und Profiteure der kapitalistischen Kriege und Umweltzerst&ouml;rung, wird Kipping ihrer Partei erkl&auml;ren m&uuml;ssen. Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass sie die aus PDS und WASG entstandene LINKE in eine Partei umwandeln will, die &auml;hnliche Inhalte wie die Gr&uuml;nen oder die Piraten vertritt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Schritt in das politische Abseits<\/strong><br>\nVon jenem &bdquo;sozialdemokratische Europa&ldquo; ist aber gegenw&auml;rtig weit und breit nichts zu sehen. Im Unterschied zum Jahr 2000, als Sozialdemokraten noch die Mehrheit der Regierungschefs in der EU stellten, sind sie inzwischen fast &uuml;berall von konservativen, offen rechten bzw. liberalen Kr&auml;ften von der Macht verdr&auml;ngt worden. Lediglich in Portugal und in Schweden konnten sie sich an der Regierung halten. Zwar regieren auch in Italien, Rum&auml;nien und in der Slowakei Politiker, die sich Sozialdemokraten nennen, sie sind es aber nicht. In vielen EU-L&auml;ndern wurde die Sozialdemokratie in letzter Zeit sogar marginalisiert, etwa in Griechenland, den Niederlanden, Irland, Frankreich und k&uuml;rzlich in der Tschechischen Republik. In mehreren L&auml;ndern Osteuropas sind sie nicht einmal mehr im Parlament vertreten. Die europ&auml;ischen Sozialdemoraten erhielten damit die Quittung f&uuml;r ihre neoliberale Politik &uuml;berall in Europa.<br>\nUnd jetzt soll es ausgerechnet der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron sein, jener ehemalige Manager der Investmentbank Rothschild, an dem sich die deutsche Sozialdemokratie aufrichten will. Im Parteitagsbeschluss &bdquo;Unser Weg. F&uuml;r ein modernes und gerechtes Deutschland&ldquo; hei&szlig;t es: &bdquo;Gemeinsam mit unseren europ&auml;ischen Partnern und insbesondere mit Frankreichs Pr&auml;sidenten Emmanuel Macron wollen wir die Europ&auml;ische Union als Gemeinschaft demokratischer Staaten mit sozialer Marktwirtschaft so weiterentwickeln, dass sie allen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern Sicherheit und Stabilit&auml;t in einer unsicher werdenden Welt gew&auml;hrleisten kann.&ldquo; Die SPD scheint sich offenbar nicht daran zu st&ouml;ren, dass Macron, kaum war er gew&auml;hlt, sofort daran ging, die Rechte der Lohnabh&auml;ngigen rigoros abzubauen. Mit seiner erdr&uuml;ckenden Mehrheit in der Nationalversammlung gelang ihm, was seine konservativen und sozialistischen Vorg&auml;nger nicht fertiggebracht hatten: Es zerst&ouml;rte mit seiner sogenannten Arbeitszeitreform ein wichtiges Element jener sozialen Marktwirtschaft in Frankreich, die nun ausgerechnet die SPD mit ihm zusammen auf europ&auml;ischer Ebene &bdquo;weiterentwickeln&ldquo; will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.andreas-wehr.eu\/schritt-in-das-politische-abseits.html\">Andreas Wehr<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Studie: Steuerparadiese f&uuml;hren zu starker Untersch&auml;tzung der Ungleichheit<\/strong><br>\nWie viel gr&ouml;&szlig;er Einkommen und Verm&ouml;gen der Reichsten sind als bekannt, hat ein skandinavisch-amerikanisches Forscherteam nun ermittelt, indem es die sogenannten Swiss-Leak-Daten Falcianis mit den Steuerdaten der betroffenen Bankkunden aus Schweden, D&auml;nemark und Norwegen sowie mit bisherigen Sch&auml;tzungen der Steuerhinterziehung verglichen hat. Kaum einer der Kunden der Schweizer HSBC hatte sein Konto pflichtgem&auml;&szlig; angegeben. (&hellip;)<br>\nDie Ergebnisse sind beeindruckend. Angeh&ouml;rige der oberen Verm&ouml;gensverteilung, also Haushalte mit mehr als 45 Millionen Dollar Verm&ouml;gen, hinterziehen durchschnittlich 30 Prozent ihrer Steuerschuld, sch&auml;tzen die drei Forscher auf Basis ihrer Datenabgleiche. Das ist etwa das Zehnfache des Bev&ouml;lkerungsdurchschnitts. Auf diesen hohen Wert kommen sie, indem sie verf&uuml;gbare Sch&auml;tzungen des in Steueroasen insgesamt versteckten Verm&ouml;gens mit dem Anteil von 50 Prozent kombinieren, der nach ihren eigenen Untersuchungen der geleakten Bankdaten den reichsten 0,01 Prozent geh&ouml;rt. Das Ergebnis: Ein Viertel des Verm&ouml;gens werde im Ausland versteckt. Dazu k&auml;men dann noch etwa f&uuml;nf Prozent inl&auml;ndischer Steuerhinterziehung, gesch&auml;tzt anhand der Ergebnisse von Betriebspr&uuml;fungen. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Norwegen, wo die Datenlage hinsichtlich der offiziellen individuellen Verm&ouml;gen der Reichen besonders gut ist, kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass der Verm&ouml;gensanteil des reichsten Promilles der Haushalte sich um ein Viertel erh&ouml;ht, wenn man Verm&ouml;gen in Steueroasen mit einrechnet, von acht Prozent auf zehn Prozent. Weil reiche Haushalte im &uuml;brigen Europa sowie in Lateinamerika und vielen asiatischen L&auml;ndern einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil ihres Verm&ouml;gens im Ausland halten als Skandinavier, gehen die &Ouml;konomen davon aus, dass diese Zahlen sogar eher noch die untere Grenze der Untersch&auml;tzung der Ungleichheit darstellen. Da internationale Finanzverflechtungen vor einigen Jahrzehnten noch nicht so ausgebaut waren wie heute, vermuten sie dar&uuml;ber hinaus, dass der langfristige Anstieg der Ungleichheit steiler ausfallen w&uuml;rde, bez&ouml;ge man das versteckte Verm&ouml;gen mit ein. (&hellip;)<br>\nDie Analyse der drei Forscher zeigt: Dort, wo Steuerhinterziehung mit geringem Entdeckungsrisiko m&ouml;glich scheint, vor allem bei den Selbstst&auml;ndigen und den Beziehern sehr gro&szlig;er Kapitaleinkommen, findet sie auch in gro&szlig;em Umfang statt, selbst in skandinavischen L&auml;ndern, die f&uuml;r gro&szlig;en sozialen Zusammenhalt, geringe Korruption und gro&szlig;e Gesetzestreue bekannt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/922-siwssleaks-und-ungleichheit\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gescheiterter Niki-Kauf: Das Lufthansa-M&auml;rchen<\/strong><br>\nDie Lufthansa begr&uuml;ndet ihren R&uuml;ckzug vom Kauf der Fluglinie Niki mit dem Nein der EU-Wettbewerbsh&uuml;ter. Nun kam heraus: Der Konzern wollte die meisten Start- und Landerechte behalten &ndash; und sich eine Monopolstellung sichern.<br>\nAls die Lufthansa k&uuml;rzlich noch um das Ja der EU-Kommission zur &Uuml;bernahme der Fluglinie Niki warb, schwang Carsten Spohr gro&szlig;e Worte. &ldquo;Wir &uuml;bernehmen eine Niki quasi ohne Slots, wenn es dann zum OK der Europ&auml;ischen Kommission kommt&rdquo;, behauptete der Konzernchef Anfang Dezember.<br>\nDie Slots, also die Start- und Landerechte auf &uuml;berf&uuml;llten Flugh&auml;fen, sind das begehrteste &Uuml;berbleibsel der Air-Berlin-Gruppe. Und als die Lufthansa dann an diesem Mittwoch ihr Angebot zur&uuml;ckzog, erkl&auml;rte der Konzern, man habe den Br&uuml;sseler Wettbewerbsh&uuml;tern &ldquo;umfangreiche Zusagen insbesondere durch den Verzicht auf Slots angeboten&rdquo;. Der Kommission habe das jedoch nicht gereicht.<br>\nNun aber stellt sich heraus: Die Lufthansa wollte f&uuml;r die Niki-&Uuml;bernahme kaum auf die wichtigsten Slots verzichten. Nach SPIEGEL-Informationen erkl&auml;rte sie sich weder in Berlin-Tegel noch in M&uuml;nchen bereit, Start- und Landerechte von Niki preiszugeben. Nur in D&uuml;sseldorf h&auml;tte sie einen kleinen Teil ihrer Slots an die TUIfly und einen anderen Wettbewerber &uuml;bertragen. Tegel, D&uuml;sseldorf und M&uuml;nchen waren die mit Abstand wichtigsten deutschen Flugh&auml;fen der Air-Berlin-Gruppe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/lufthansa-und-niki-was-wirklich-hinter-dem-nein-der-eu-kommission-steckt-a-1183328.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Alle Jahre wieder<\/strong><br>\nDer Arbeitskampf bei Amazon ist am Mittwoch in eine neue Runde gegangen. Etwa 600 Besch&auml;ftigte der Standorte Rheinberg und Werne in NRW legten die Arbeit nieder. Auch an diesem Donnerstag soll der Streik fortgef&uuml;hrt werden. Und so stehen die Besch&auml;ftigten wie bereits in den Jahren zuvor nicht im, sondern vor ihrem Werk. &raquo;F&uuml;r viele Kollegen ist es nicht der erste Streik in der Weihnachtszeit&laquo;, sagte Verdi-Sekret&auml;r Nils B&ouml;hlke am Mittwoch gegen&uuml;ber jW. Noch immer seien sie entschlossen, den Kampf weiterzuf&uuml;hren. Geblieben ist aber auch die Weigerung des US-Giganten, sich auf Verhandlungen f&uuml;r einen Tarifvertrag einzulassen &ndash; und die Arroganz, mit der er das begr&uuml;ndet.<br>\nGerungen wird bei Amazon um einen Tarifvertrag, den es im Konzern bislang nicht gibt. Die Presseagentur dpa zitierte das Unternehmen am Mittwoch damit, dass es in den Logistikzentren &raquo;am oberen Ende dessen, was f&uuml;r vergleichbare T&auml;tigkeiten &uuml;blich ist&laquo;, zahle. Tats&auml;chlich lehnt Amazon mit der Aussage gleich zwei Anliegen der Gewerkschaft ab: Zun&auml;chst, &uuml;berhaupt eine verbindliche Regelung f&uuml;r die Entlohnung zu finden; dann aber auch, diese entlang des Tarifvertrags f&uuml;r den Einzelhandel zu gestalten und nicht nach den schlechteren Regelungen f&uuml;r die Logistik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323518.alle-jahre-wieder.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Parteien gegen Arbeitnehmerrechte<\/strong><br>\nIn &Ouml;sterreich wird zum zweiten Mal eine rechtspopulistische Regierung gebildet. Vor allem die FP&Ouml; will dies nutzen, um die Arbeitnehmervertretungen zu schw&auml;chen. In einigen Bereichen d&uuml;rfte ihr das auch gelingen.<br>\nEs ist nicht ganz einfach zu verstehen. In &Ouml;sterreich wurde die rechtspopulistische Freiheitliche Partei (FP&Ouml;) bei der Parlamentswahl vom 15. Oktober vor allem von Arbeitern unterst&uuml;tzt. 59 Prozent von ihnen w&auml;hlten die FP&Ouml;, so das Wiener Sozialforschungsinstitut SORA. Zum Vergleich: F&uuml;r die Sozialdemokratische Partei (SP&Ouml;), bisher allgemein als die Arbeiterpartei bezeichnet, stimmten gerade einmal 19 Prozent der Arbeiter. Der Niedergang der SP&Ouml; w&auml;re eine eigene Geschichte wert. Doch hier geht es um die FP&Ouml;. Sie, die neue Arbeiterpartei, ist nun dabei, mit der ebenfalls nach rechts ger&uuml;ckten Volkspartei (&Ouml;VP) von Au&szlig;enminister Sebastian Kurz eine Regierung zu bilden. Und da ist ihr eines ganz besonders wichtig: die Arbeitnehmervertretungen zu schw&auml;chen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++c841fcae-df3b-11e7-a2ba-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schweizer Experte: &ldquo;Die Deutsche Bahn ist in einer nicht sehr guten Verfassung&rdquo;<\/strong><br>\nVersp&auml;tungen, Ausf&auml;lle, Fehlplanungen: &Uuml;ber die Deutsche Bahn &auml;rgern sich viele. Hinter den Ablaufschwierigkeiten st&uuml;nden Probleme mit dem Europ&auml;ischen Zugsicherungssystem, aber auch mit der Struktur des Konzerns &ndash; so Walter von Andrian, Chefredakteur der Schweizer Eisenbahn-Revue, im Dlf. [&hellip;]<br>\nWalter von Andrian: Die Deutsche Bahn ist in einer nicht sehr guten Verfassung. Die ganze Neuorganisation des Eisenbahnwesens in Europa &ndash; das geht mittlerweile 20 Jahre &ndash; hat sie nicht so sehr gut verdaut, wenn man das so sagen darf. Die Aufteilung in Netz und Betrieb f&uuml;hrt zu gegenl&auml;ufigen Interessen im Unternehmen und zu finanziellen Konflikten auch zwischen den Interessen der einzelnen Gesellschaften, so dass das ganze System gar nicht mehr nur auf den Kunden ausgerichtet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/schweizer-experte-die-deutsche-bahn-ist-in-einer-nicht-sehr.769.de.html?dram:article_id=405980\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Finanzmarktregulierung: Basel III erfreut Banken<\/strong><br>\nEs ist geschafft! Nach mehr als 7 Jahren m&uuml;hseligem Hin und Her konnten sich die h&ouml;chsten Bankenregulierer j&uuml;ngst auf den Abschluss der sogenannten Basel III-Regeln verst&auml;ndigen. Besonders Deutschland hat die Verhandlungen des Basler Ausschusses &uuml;ber neue Regeln auf dem Bankenmarkt behindert. Wertvolle Zeit f&uuml;r die dringend notwendige Umsetzung neuer Finanzmarktregeln ist dadurch verloren gegangen. Zwar gibt es nun neue Kapitalregeln f&uuml;r Banken und eine Haltelinie f&uuml;r das Sch&ouml;nrechnen der Bankenrisiken, aber das Ergebnis konnte durch Lobbyarbeit aus Sicht der Bankenbranche erfolgreich weichgesp&uuml;lt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++92a70be4-e0b1-11e7-9df0-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>WTO-Konferenz in Buenos Aires: Sackgasse Freihandel<\/strong><br>\nDie 11. WTO-Ministerkonferenz ist am Mittwoch in Argentinien ohne Ergebnisse beendet worden. F&uuml;r Donald Trump mag dies Anlass zur H&auml;me bieten &ndash; aus linker Perspektive besteht jedoch keinerlei Anlass zur Freude. Denn das Scheitern der WTO-Verhandlungen bedeutet, dass viele f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder nachteilige Beschl&uuml;sse, insbesondere im Agrarbereich sowie bei den investorfreundlichen Schiedsgerichten, bestehen bleiben. Zudem hat der Gipfel in Buenos Aires auch gezeigt, mit welch schmutzigen Mitteln Politiker und Medien versuchen, linke Globalisierungskritik zu diskreditieren und zu kriminalisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/wto-konferenz-in-buenos-aires-sackgasse-freihandel\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Fluchtroute Mittelmeer: Keine Winterpause f&uuml;r andalusische Seenotrettung<\/strong><br>\n&Uuml;ber die West-Mittelmeerroute von Marokko nach Spanien fl&uuml;chten derzeit so viele Menschen nach Europa wie seit zehn Jahren nicht mehr. Unter den Fl&uuml;chtlingen sind besonders viele Marokkaner und Algerier. Das andalusische Tarifa ist &uuml;berfordert.<br>\nMarokko scheint mal wieder zum Greifen nah. Die Felsen auf der anderen Seite sind deutlich zu sehen. Die Stra&szlig;e von Gibraltar scheint heute eher ein G&auml;sschen und das Meer ist glatt. Der Eindruck t&auml;uscht, so Adolfo Serrano, Leiter der Seenotrettung in Tarifa: &ldquo;Das hier ist kein Bach und auch kein See. Auch wenn das Wetter gut ist, so gibt es doch starke Str&ouml;mungen. Wer da nicht kr&auml;ftig genug dagegen rudert, wird oft viele Kilometer weit abgetrieben.&rdquo;<br>\nDie Zentrale der Seenotrettung liegt auf einem einsamen H&uuml;gel bei Tarifa. Es gibt nur noch ein anderes Haus hier. Dort studieren Ornithologen das Migrationsverhalten von V&ouml;geln. Serrano interessiert sich eher f&uuml;r das Migrationsverhalten von Menschen.\n<blockquote><p>\n&ldquo;Gegen 2 Uhr fr&uuml;h hat man uns informiert, dass ein Boot mit 11 Personen an Bord abgelegt hat. Es waren allesamt junge M&auml;nner aus Subsahara-Afrika, offenbar bei guter Gesundheit. Sie wurden dann gegen 6 Uhr vormittags in den Hafen von Algeciras gebracht.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/fluchtroute-mittelmeer-keine-winterpause-fuer-andalusische.795.de.html?dram:article_id=405998\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&laquo;Es leben Eisner und die Weltrevolution!&raquo;<\/strong><br>\nDie offizielle Geschichtsschreibung wird von den Siegern definiert und mit den herrschenden Verh&auml;ltnissen zementiert und fortgeschrieben. So verwundert es kaum, dass viele Menschen den Freistaat Bayern noch heute f&uuml;r eine Erfindung der CSU halten. Am 80. Jahrestag der R&auml;terevolution forderten rund 1000 DemonstrantInnen vor der Bavaria auf einem Transparent &bdquo;Kurt Eisner in die Ruhmeshalle!&ldquo; Das war 1998. Dort &bdquo;angekommen&ldquo; ist er bis heute nicht. Nun erinnert erstmals die umfangreiche Ausstellung &bdquo;Revolution&auml;r und Ministerpr&auml;sident &ndash; Kurt Eisner (1867-1919)&ldquo; im M&uuml;nchner Stadtmuseum an den Mitbegr&uuml;nder des Freistaats Bayern. Aufgrund des gro&szlig;en Publikumsinteresses wurde die Schau bis zum 14. Januar 2018 verl&auml;ngert. Als Einstimmung auf die sehenswerte Ausstellung erinnert der M&uuml;nchner Autor Michael Backmund an den brillanten Journalisten, bedeutenden Publizisten, Vordenker eines demokratischen Sozialismus, couragierten Kriegsgegner und Revolution&auml;r Kurt Eisner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/es-leben-eisner-und-die-weltrevolution\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Das Letzte: Umgang mit Querfront-Aktivisten spaltet Linkspartei<\/strong><br>\nKassel: Kann man das eigentlich auch an einzelnen Personen festmachen innerhalb der Partei Die Linke?<br>\nDecker: Ja, man kann das an einzelnen Personen festmachen. Also eine zentrale Figur ist Diether Dehm, Bundestagsabgeordneter aus Niedersachsen, Musikmanager lange Zeit gewesen, war fr&uuml;her mal in der SPD, wurde von Wolf Biermann beschuldigt, ihn f&uuml;r die Stasi bespitzelt zu haben. Also Diether Dehm ist jemand, der Kontakte zu Jebsen pflegt. Wer auch f&uuml;r Jebsen und die Preisverleihung Partei ergriffen hat, ist Oskar Lafontaine, der ehemalige SPD- und sp&auml;tere Linken-Vorsitzende.<br>\n&Uuml;ber Lafontaine kommt in gewisser Weise auch Sahra Wagenknecht ins Spiel, seine Ehefrau, auch wenn die sich zu diesem Fall jetzt nicht ge&auml;u&szlig;ert hat, aber die ja immer wieder auch ins Gespr&auml;ch kommt, weil sie sich freundlicher als andere in der Linken zur AfD &auml;u&szlig;ert. Und dann gibt es zum Beispiel noch den europapolitischen Sprecher der Linksfraktion, Andrej Hunko, der auch in gewisser Weise in dieses Spektrum geh&ouml;rt. [&hellip;]<br>\nAlso meiner Ansicht nach m&uuml;sste sich Die Linke von bestimmten Leuten wie Dehm zum Beispiel einfach auch mal trennen oder sie aus &Auml;mtern dr&auml;ngen zumindest. Aber so etwas passiert bei Der Linken nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/preis-fuer-ex-rbb-moderator-ken-jebsen-umgang-mit-querfront.1008.de.html?dram:article_id=406005\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.B.:<\/strong> Der Deutschlandfunk Kultur profiliert sich mal wieder als Propaganda- und Kampagnenmedium, so als wolle er aber auf den Millimeter genau beweisen, dass die Kritik der NachDenkSeiten an den Mainstreammedien ins Schwarze trifft. Hier wird mit den Kampfbegriffen &bdquo;Querfront&ldquo; und &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo; Kampagnenjournalismus betrieben. Am Ende wird dann nat&uuml;rlich wieder ein Zusammenhang hergestellt mit Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine. Die ach so liberalen Medien grenzen jeden aus, der sich nicht exakt in ihrem Meinungskorridor bewegt. Diese Journalisten f&uuml;hren sich immer mehr auf, wie so eine Art politische Inquisition. Wer vom rechten Glauben abweicht, wird verfolgt und mit Begriffen wie &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo; ausgegrenzt. Demokratie funktioniert aber nur, wenn man wirklich angstfrei seine Meinung &auml;u&szlig;ern kann. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die aktuelle Kampagne best&auml;tigt wieder jede Kritik an der gezielten Meinungsmache der &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;. Spontan fallen mir zur aktuellen Querfrontkampagne ein:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/antifa-aktivistin-aus-zehlendorf-irmela-mensah-schramm-ich-bin-knallhart-gegen-querfront\/20678122.html\">Das uns&auml;gliche Interview im Tagesspiegel, der auch mit weiteren Artikeln zum Thema Querfront sehr engagiert ist<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/meinung\/leitartikel\/querfront-antisemitismus-ist-eine-deutsche-tradition-a-1406646,0\">Der Hetzartikel gegen Dieter Dehm in der FR<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.br.de\/nachrichten\/antisemitismus-bei-der-linken100.html\">Der Bericht von &uuml;ber die Diskussion in der Linken im BR<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2017-12\/linke-querfront-demokratie-positionierung\">Ein Gastbeitrag von Halina Wawzyniak in der Zeit<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Ist auch interessant, dass sich aus der Linken immer jemand findet, der den Medienmainstream brav bedient. Besonders bedr&uuml;ckend, wie die erfundene Querfront inzwischen als real existierendes Ph&auml;nomen behandelt wird. Explizit von Wawzyniak. Man sollte nicht vergessen, dass der Querfrontbegriff in einer gezielten Propagandaaktion im Jahre 2015, unter Mithilfe der gewerkschaftsnahen Otto-Brenner-Stiftung, &uuml;ber die sogenannte &ldquo;Querfront Studie&rdquo; des ehemaligen Chefredakteurs der FR, Wolfgang Storz, in die breite &Ouml;ffentlichkeit lanciert wurde. Es w&auml;re sicher noch einmal lohnend, die Entwicklung und Verwendung dieses Begriffes zur gezielten Diskreditierung linker Positionen einer sprach- und medienwissenschaftlichen Analyse zu unterziehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Kens Welt<\/strong><br>\nDem &raquo;alternativen Journalisten&laquo; Jebsen ist es gelungen, Verb&uuml;ndete im linken Milieu zu finden. Dabei ist sein Programm alles andere als aufkl&auml;rerisch<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323566.kens-welt.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.P.:<\/strong> Der Artikel &ldquo;Kens Welt&rdquo; in der heutigen Ausgabe ist ein journalistischer Tiefpunkt, bei dem sich mir die Frage stellt, wann sich die junge Welt von der Friedensbewegung endg&uuml;ltig verabschiedet. Der Artikel ist &ldquo;alles andere als aufkl&auml;rerisch&rdquo;, also genau das, was Ken Jebsen unterstellt wird. Man kann &uuml;ber Ken Jebsen anlassbezogen sicherlich Kritik &uuml;ben oder manche &Auml;u&szlig;erungen von ihm auch mal als unsinnig darstellen. Wenn man hingegen aus einem Video mit ihm ganze acht Stellen zitiert, ohne Bezug darauf, was er davor und danach gesagt hat, dann ist dieses die selbige Masche der Diffamierung, mit der auch in der b&uuml;rgerlichen Presse gegen unliebsame Aufkl&auml;rer vorgegangen wird. Vor allem erfolgt dieses ja derzeit wieder mal massiv mit Antisemitismus-Vorw&uuml;rfen, so auch in diesem Artikel. (Nur am Rande: Bei dem j&uuml;ngsten Kasseler Friedensratschlag wurden &uuml;brigens insgesamt neun angek&uuml;ndigte Referenten mit Antisemitismus-Vorw&uuml;rfen konfrontiert). [&hellip;]<\/em><\/p>\n<p><em>Es ist zudem befremdlich, dass mit diesem Artikel in stalinistischer Manier Personen, die bisher bei der jW durchaus in Ansehen standen, wie Klaus Hartmann oder Andreas Wehr, jetzt zu Unpersonen erkl&auml;rt werden. [&hellip;] <\/em><\/p>\n<p><em>Eine kritische Sicht auf alternative Medien sehe ich nat&uuml;rlich ebenso als notwendig an, wie gegen&uuml;ber Mainstream-Medien (wo man ja ganz andere Dinge in Kauf nimmt &ndash; siehe den fr&uuml;heren jW-Slogan: &ldquo;Sie l&uuml;gen wie gedruckt, wir drucken wie sie l&uuml;gen&rdquo;). Der blindlings erhobene Querfront-Vorwurf gegen&uuml;ber Ken Jebsen und anderen f&uuml;hrt dazu, dass neuere Entwicklungen mit differenzierteren Sichtweisen innerhalb der Friedensbewegung, wie aktuell bei der Ramstein-Kampagne, &uuml;berhaupt nicht mehr wahr genommen werden. Das wird sich wohl leider auch in der Relevanz der jungen Welt bei ihrer Zielgruppe niederschlagen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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