{"id":41591,"date":"2017-12-17T09:00:40","date_gmt":"2017-12-17T08:00:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591"},"modified":"2017-12-18T08:25:45","modified_gmt":"2017-12-18T07:25:45","slug":"hinweise-der-woche-43","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h01\">Russland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h02\">Der Start der Milit&auml;runion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h03\">Deutsche Waffenindustrie sahnt ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h04\">Genossen gegen SPD-Spitze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h05\">Kein Grund zum Gratulieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h06\">WTO-Konferenz in Buenos Aires: Sackgasse Freihandel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h07\">Einflusskampf um Afrika (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h08\">Facebook will mehr Steuern in Deutschland zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h09\">Zwanzig Jahre nach dem Crash<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h10\">Finanzermittlungen: Tausende Geldw&auml;sche-Meldungen stauen sich beim Zoll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h11\">Studie: Steuerparadiese f&uuml;hren zu starker Untersch&auml;tzung der Ungleichheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h12\">Immer mehr Arbeitnehmer arbeiten befristet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h13\">Jobcenter sind zu Kreditinstituten geworden &ndash; Bundesagentur beauftragt private Inkassounternehmen mit dem Forderungseinzug und treibt die Schuldner in die Insolvenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h14\">B&uuml;rgerversicherung: Warum nicht einfach das &ouml;sterreichische Modell &uuml;bernehmen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h15\">Katja Kipping &uuml;ber die Zukunft der Linken: &bdquo;Ja, vereint im Dagegen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591#h16\">&laquo;Es leben Eisner und die Weltrevolution!&raquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=posturl&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Russland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>NATO Expansion: What Gorbachev Heard<\/strong><br>\nDeclassified documents show security assurances against NATO expansion to Soviet leaders from Baker, Bush, Genscher, Kohl, Gates, Mitterrand, Thatcher, Hurd, Major, and Woerner<br>\nSlavic Studies Panel Addresses &ldquo;Who Promised What to Whom on NATO Expansion?&rdquo;<br>\nU.S. Secretary of State James Baker&rsquo;s famous &ldquo;not one inch eastward&rdquo; assurance about NATO expansion in his meeting with Soviet leader Mikhail Gorbachev on February 9, 1990, was part of a cascade of assurances about Soviet security given by Western leaders to Gorbachev and other Soviet officials throughout the process of German unification in 1990 and on into 1991, according to declassified U.S., Soviet, German, British and French documents posted today by the <a href=\"http:\/\/nsarchive.gwu.edu\">National Security Archive at George Washington University<\/a>.<br>\nThe documents show that multiple national leaders were considering and rejecting Central and Eastern European membership in NATO as of early 1990 and through 1991, that discussions of NATO in the context of German unification negotiations in 1990 were not at all narrowly limited to the status of East German territory, and that subsequent Soviet and Russian complaints about being misled about NATO expansion were founded in written contemporaneous memcons and telcons at the highest levels.<br>\nThe documents reinforce former CIA Director Robert Gates&rsquo;s criticism of &ldquo;pressing ahead with expansion of NATO eastward [in the 1990s], when Gorbachev and others were led to believe that wouldn&rsquo;t happen.&rdquo;[1] The key phrase, buttressed by the documents, is &ldquo;led to believe.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/nsarchive.gwu.edu\/briefing-book\/russia-programs\/2017-12-12\/nato-expansion-what-gorbachev-heard-western-leaders-early\">NSA Security Archive<\/a>\n<p><strong>dazu: NATO-Osterweiterung: Deklassifizierte Dokumente belegen Wortbruch des Westens gegen&uuml;ber Sowjetunion<\/strong><br>\nTatsache ist jedoch, dass der damalige US-Au&szlig;enminister Baker am 9. Januar 1990 Gorbatschow in einem Gespr&auml;ch zugesichert hatte, dass die &bdquo;milit&auml;rische Pr&auml;senz der NATO in &ouml;stlicher Richtung um keinen einzigen Zoll ausgedehnt&ldquo; werde. W&auml;hrend der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages die Existenz dieser Aussage in Zweifel zieht, indem er schreibt, Baker &bdquo;soll&ldquo; sie gemacht haben, relativiert Die Zeit diese mit dem Hinweis, Bakers Notizen vom Gespr&auml;ch mit Gorbatschow scheinen &bdquo;die einzige Stelle gewesen zu sein, an der sich eine derartige Zusage schriftlich finden l&auml;sst.&ldquo;<br>\nDoch seit Dienstag ist bekannt: Bakers Zusage &bdquo;war Teil einer ganzen Kaskade von Zusicherungen gegen&uuml;ber der Sowjetunion, die westliche Staatschefs im Zuge der deutschen Wiedervereinigung bis ins Jahr 1991 gemacht haben&ldquo;, hei&szlig;t es in einem aktuellen Bericht des National Security Archive. Das an der George Washington-Universit&auml;t in den USA beheimatete Institut ver&ouml;ffentlichte &uuml;ber 20 Dokumente, die eindeutig widerlegen, dass es sich bei dem von Moskau erhobenen Vorwurf des Wortbruchs um eine L&uuml;ge handelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/62195-nato-osterweiterung-dokumente-belegen-wortbruch-des-westens\/\">RT deutsch<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Russischer Verteidigungsetat<\/strong><br>\nARD Mittagsmagazin vom 14.12.2017 ab Minute 18:00:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ardmediathek.de\/tv\/Mittagsmagazin\/Die-Sendung-vom-14-Dezember-2017\/Das-Erste\/Video?bcastId=314636&amp;documentId=48383458\">ARD Mittagsmagazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.M.:<\/strong> Schon die Einleitung wird f&uuml;r eine unterschwellige Meinungsmache benutzt: &bdquo;&hellip;Nein, Putin nutzt diesen Tag auch f&uuml;r eine &uuml;berdimensionale Selbstinszenierung.&ldquo; Es geht dann u.a. um die Ank&uuml;ndigung seiner Bewerbung als unabh&auml;ngiger Kandidat f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaftswahl 2018. Ab Minute 18:55 hei&szlig;t es dann: &bdquo;Auf den vergleichsweise hohen R&uuml;stungsetat von umgerechnet 46 Milliarden $ angesprochen und die m&ouml;glichen Folgen f&uuml;r soziale Projekte in Russland konterte Putin mit Verweis auf den amerikanischen R&uuml;stungsetat: &ldquo;Wir &uuml;ber 46, die &uuml;ber 700. Sehen Sie den Unterschied?&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Die ARD bezeichnet einen R&uuml;stungsetat von Russland von 46 Milliarden $ als vergleichsweise hoch. Laut BMVG betr&auml;gt der deutsche Etat f&uuml;r 2017 ca. 37 Milliarden &euro; (42,8 Mill. $) und soll bis 2021 auf 42 Milliarden &euro; (49,7 Mill. $) erh&ouml;ht werden. Wenn man dann noch wei&szlig;, dass die russischen Verteidigungsausgaben laut SIPRI 2016 etwa 69 Milliarden $ betrugen und demnach deutlich zur&uuml;ckgefahren werden, dann kann man doch die Bewertung des russischen R&uuml;stungsetats durch die ARD als &bdquo;vergleichsweise hoch&ldquo; nur noch als Volksverdummung ansehen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Willy Wimmer &uuml;ber Putins Pressekonferenz: Nette Leute wie du und ich<\/strong><br>\nHerr Wimmer, Sie haben die Pressekonferenz des russischen Pr&auml;sidenten verfolgt. Wie war Ihr Eindruck?<br>\nDer ist nat&uuml;rlich vielf&auml;ltig. Das f&auml;ngt mit den Bildern aus dieser Gro&szlig;en Pressekonferenz an. Ich sage das mal unter rein menschlichen Gesichtspunkten: Da sieht man Leute im Publikum sitzen, wie du und ich, nette Leute, und da fragt man sich: Warum wird bei uns alles unternommen, um uns wieder gegen Russland und die Russen in Stellung zu bringen?<br>\nDas zweite ist, wenn ich daran interessiert bin, ein n&uuml;chternes Bild &uuml;ber ein gro&szlig;es Nachbarland zu bekommen, dann muss ich mir nur diese Pressekonferenz ansehen. Die Leute fragen das, was ich als politische Fragen auch kenne. Und sie erleben dann einen Pr&auml;sidenten, der sich bem&uuml;ht, auf diese Fragen auch noch Antworten zu geben. Und das in der ganzen Bandbreite von Wasserschutzzonen am Baikalsee bis hin zum nordkoreanischen Nuklearprogramm und der Frage, ob man den Pr&auml;sidenten Trump nun duzt oder siezt. Das hei&szlig;t, komplexer kann man &uuml;ber ein anderes Land &uuml;berhaupt nicht unterrichtet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20171214318700875-willy-wimmer-ueber-pressekonferenz-trump-putin-beziehungen\/\">Sputnik<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Russlandsanktionen schaden beiden Seiten<\/strong><br>\nDie Sanktionen gegen die Russische F&ouml;deration haben auch f&uuml;r die sanktionierenden L&auml;nder massive negative Folgen. Insbesondere die EU und hier Deutschland sind durch deutliche Handelsverluste betroffen. Der Exportr&uuml;ckgang betrifft vor allem Produkte, die nicht unter das russische Embargo fallen.<br>\nDie Sanktionen gegen die Russische F&ouml;deration durch insgesamt 37 L&auml;nder, darunter alle Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union und die Vereinigten Staaten, haben zu hohen finanziellen Einbu&szlig;en auf beiden Seiten gef&uuml;hrt. Nach Berechnungen von Julian Hinz, &Ouml;konom am Institut f&uuml;r Weltwirtschaft (IfW), Kiel, und Matthieu Crozet von der Universit&auml;t Hongkong, f&uuml;hrte der durch die Sanktionen verursachte R&uuml;ckgang im Warenaustausch zwischen den L&auml;ndern bis Ende 2015 zu einem Handelsverlust von insgesamt 114 Milliarden US-Dollar.<br>\nVon diesen Kosten tr&auml;gt Russland aber nur gut 60 Prozent, der Rest entf&auml;llt auf die sanktionierenden L&auml;nder. F&uuml;r sie bel&auml;uft sich der Exportverlust auf rund 44 Milliarden Euro, wovon 90 Prozent auf die Europ&auml;ische Union entfallen. Die deutschen Exporte sind im Durchschnitt um 727 Millionen US-Dollar pro Monat niedriger als bei einem Szenario ohne Sanktionen, dies entspricht 0,8 Prozent der gesamten Exporte. Deutschland tr&auml;gt damit fast 40 Prozent des westlichen Verlustes, w&auml;hrend andere wichtige geopolitische Akteure wie das Vereinigte K&ouml;nigreich, Frankreich und die Vereinigten Staaten viel weniger betroffen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ifw-kiel.de\/medien\/medieninformationen\/2017\/russlandsanktionen-schaden-beiden-seiten\">Institut f&uuml;r Weltwirtschaft<\/a>\n<p><strong>dazu: Raus aus den Russland-Sanktionen<\/strong><br>\n&bdquo;Der Ausstieg aus den Wirtschaftssanktionen ist die einzige Positionierung, die f&uuml;r die Bundesregierung Sinn ergeben w&uuml;rde. Die Sanktionen waren nicht zielf&uuml;hrend, sondern haben die politischen Probleme versch&auml;rft. Dar&uuml;ber hinaus widersprechen sie eklatant den wirtschaftlichen und geostrategischen Interessen Deutschlands und Europas&ldquo;, kommentiert Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, die Studie des Instituts f&uuml;r Weltwirtschaft, wonach Deutschland im Westen die Hauptlast der Russland-Sanktionen tr&auml;gt. &bdquo;F&uuml;r die USA stellt sich die Situation anders dar. Auf sie fallen auch nur 0,6 Prozent des R&uuml;ckgangs des Handelsvolumens im Westen, w&auml;hrend Deutschland 40 Prozent zu tragen hat. Daher ist es falsch, sich der Argumentation der USA anzuschlie&szlig;en.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/raus-aus-den-russland-sanktionen\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Start der Milit&auml;runion<\/strong><br>\nF&uuml;r den heutigen Montag k&uuml;ndigt die Bundesregierung den offiziellen Einstieg in die EU-Milit&auml;runion an. Dazu wird der Europ&auml;ische Rat 17 Projekte in aller Form verabschieden, die dem Aufbau gemeinsamer EU-Milit&auml;rstrukturen dienen. Deutschland f&uuml;hrt unter anderem den Aufbau eines Europ&auml;ischen Sanit&auml;tskommandos an, das &ndash; neben dem seit 2010 bestehenden Europ&auml;ischen Lufttransportkommando &ndash; als ein unverzichtbares Element k&uuml;nftiger EU-Kriegseins&auml;tze gilt. Zudem baut Berlin Logistikstrukturen auf, die Interventionen binnen k&uuml;rzester Frist erm&ouml;glichen sollen. Auf beiden Feldern ist die Bundeswehr auch im NATO-Rahmen aktiv. Die operative Vorbereitung kommender Milit&auml;reins&auml;tze ist dabei von heftigen deutsch-franz&ouml;sischen Machtk&auml;mpfen gepr&auml;gt. Wie es im Bundesverteidigungsministerium hei&szlig;t, dient die Milit&auml;runion nicht nur dem Ziel, &bdquo;Eigenst&auml;ndigkeit&ldquo; gegen&uuml;ber den Vereinigten Staaten zu erlangen; sie soll auch die auf zivilem Weg nicht hinl&auml;nglich erreichbare &bdquo;Integration&ldquo; der EU voranbringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7475\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: EU-Verteidigungsunion: Die fliegende Klinik macht den Anfang<\/strong><br>\nAuf dem EU-Gipfel in Br&uuml;ssel feiern Kanzlerin Merkel und ihre Kollegen den ersten Schritt hin zur k&uuml;rzlich beschlossenen EU-Verteidigungsunion. 25 Staaten haben sich auf insgesamt 17 Projekte geeinigt.<br>\nWenn die EU-Staats- und Regierungschef in Br&uuml;ssel eintreffen, besiegeln sie zun&auml;chst in Anwesenheit von NATO-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg die k&uuml;nftige Europ&auml;ische Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. An der sogenannten St&auml;ndigen Strukturierten Zusammenarbeit &ndash; nach dem englischen K&uuml;rzel PESCO genannt &ndash; nehmen 25 der 28 EU-Staaten teil. Das sind die wichtigsten Projekte: [&hellip;]<br>\nEin Thema, das nicht nur der EU, sondern auch der NATO am Herzen liegt: Weil einige osteurop&auml;ische Staaten sich von Russland bedroht f&uuml;hlen, plant die Milit&auml;rallianz sogar extra ein neues Hauptquartier in Europa. Sichergestellt werden soll, dass Mann und Material im Ernstfall schnell genug von A nach B transportiert werden k&ouml;nnen. Und dies nicht an Stra&szlig;en scheitert, die unter dem Gewicht einer Panzerkolonne nachgeben, oder am Grenzbeamten, der eine lange Checkliste abarbeiten muss, bevor er die Weiterfahrt zul&auml;sst. Auch die EU will nun b&uuml;rokratische H&uuml;rden abbauen. Und will durch den Aufbau &bdquo;logistischer Drehscheiben&ldquo; in Europa sicherstellen, dass bei k&uuml;nftigen Missionen das ben&ouml;tigte Material auch ankommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/eu--pesco-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.L.:<\/strong> Weder das Nato-Verteidigungsb&uuml;ndnis noch die im Aufbau befindliche EU-Verteidigungsunion haben etwas mit Verteidigung zu tun. Es geht vorrangig um milit&auml;rische Angriffe! Und nun plant die Milit&auml;rallianz ein neues Hauptquartier und logistische Drehscheiben in ganz Europa aufzubauen. F&uuml;r mich sind das eindeutige Vorbereitungen f&uuml;r perfekte Kriegsf&uuml;hrung &ndash; es hat absolut nichts mit der Wahrung von Frieden zu tun!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutsche Waffenindustrie sahnt ab<\/strong><br>\nDas Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri legt seinen Jahresbericht vor. Weltweit steigern die R&uuml;stungskonzerne wieder ihre Ums&auml;tze.<br>\nRussland plus 3,8, die USA plus vier und Deutschland plus 6,8 Prozent: Deutsche Waffenschmieden sind Spitze im Boomindex der R&uuml;stungskonzerne. Sie haben ihre Ums&auml;tze von 2015 auf 2016 erneut gesteigert und &uuml;bertreffen damit das Plus von 2014 auf 2015 um 0,2 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Sipri-Bericht-zur-Ruestungsindustrie\/!5469239\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu: Die USA &ndash; der gr&ouml;&szlig;te Schurkenstaat der Welt<\/strong><br>\n2016 haben die R&uuml;stungskonzerne Waffen im Wert von 374,8 Milliarden Dollar verkauft. Die US-Konzerne sind die gr&ouml;&szlig;ten Profiteure. Auf sie entf&auml;llt mit 217,2 Milliarden Dollar der gr&ouml;&szlig;te Teil der weltweiten Waffenverk&auml;ufe.<br>\nWir erinnern uns: Der Waffennarr im Wei&szlig;en Haus, US-Pr&auml;sident Donald Trump, hat mit der Kopf-ab-Diktatur Saudi-Arabien vor einem halben Jahr einen &bdquo;Waffendeal&ldquo; von 110 Milliarden Dollar abgeschlossen. Saudi-Arabien f&uuml;hrt mit R&uuml;ckendeckung der USA einen m&ouml;rderischen Krieg im Jemen. Und die USA brauchten und brauchen auch selbst viele Waffen in Afghanistan, in Syrien, im Irak, in Libyen und f&uuml;r andere Konflikte der Welt, in denen sie &bdquo;Frieden stiften&ldquo;.<br>\nDie USA nennen Staaten, deren Regierungen ihnen nicht passen, f&uuml;r die sie einen Regierungswechsel planen und wo sie notfalls mit Bomben nachhelfen, Schurkenstaaten. Der gr&ouml;&szlig;te Schurkenstaat der Welt aber ist die USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.198567656871376.47953.188971457830996\/1635667749828019\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Optimierte Kriegsf&uuml;hrung<\/strong><br>\nDie f&uuml;r die R&uuml;stungsindustrie t&auml;tige Unternehmensberatung McKinsey nimmt entscheidenden Einfluss auf die Gestaltung der deutschen Milit&auml;rpolitik und die Entwicklung der Bundeswehr. Bereits seit etwa f&uuml;nf Jahren liefert die Agentur die inhaltlichen Vorgaben f&uuml;r die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, eine der weltweit wichtigsten milit&auml;r- und r&uuml;stungspolitischen Tagungen. Fast zeitgleich wurde mit Katrin Suder eine vormals leitende McKinsey-Managerin auf den Posten einer Staatssekret&auml;rin im Bundesverteidigungsministerium berufen. Suder zeichnet sowohl verantwortlich f&uuml;r die Beschaffung von Kriegsger&auml;t als auch f&uuml;r den Aufbau der mit der Kriegsf&uuml;hrung im Internet befassten &bdquo;Digitalen Kr&auml;fte&ldquo; der deutschen Armee. Parallel dazu hat sich ein intensiver Personalaustausch zwischen McKinsey und der Truppe etabliert. So besch&auml;ftigt das Beratungsunternehmen mittlerweile etliche Absolventen des Studienganges &bdquo;International Management&ldquo;, den die M&uuml;nchner Bundeswehruniversit&auml;t anbietet. Es handelt sich ausschlie&szlig;lich um ehemalige Offiziere.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7476\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Genossen gegen SPD-Spitze<\/strong><br>\nIn Oslo wurde am Sonntag feierlich der Friedensnobelpreis an die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) &uuml;berreicht. Zuvor hatte die Bremer B&uuml;rgerschaft in einer gemeinsamen Erkl&auml;rung die Ehrung begr&uuml;&szlig;t und den Senat von SPD und Gr&uuml;nen aufgefordert, sich auf Bundesebene f&uuml;r die Unterzeichnung und Ratifizierung des UN-Vertrages &uuml;ber das Verbot von Kernwaffen einzusetzen. Die Bundesregierung von CDU, CSU und SPD hat dies bislang verweigert. Auch der amtierende SPD-Bundesau&szlig;enminister Sigmar Gabriel hatte sich dagegen ausgesprochen. Au&szlig;erdem hatte er die Anfang Oktober verk&uuml;ndete Entscheidung des Nobelpreiskomitees f&uuml;r ICAN als kontraproduktiv bezeichnet und die Notwendigkeit atomarer Abschreckung betont. (&hellip;)<br>\nDie Resolution &raquo;Bremen f&uuml;r eine atomwaffenfreie Welt&laquo; war mit gro&szlig;er Mehrheit beschlossen worden. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag hatten die Fraktionen von SPD, B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen und Die Linke gemeinsam eingebracht. Darin hei&szlig;t es, man begr&uuml;&szlig;e die Verleihung des Nobelpreises an die internationale Kampagne. Der Senat der Hansestadt erkl&auml;rte noch w&auml;hrend der Parlamentsdebatte seine Bereitschaft, sich auf Bundesebene entsprechend zu engagieren.<br>\nDie Annahme des Antrags kann vor allem f&uuml;r die Sozialdemokraten als eine kleine Sensation gewertet werden. Denn damit werden zumindest indirekt die SPD-Minister der noch amtierenden Bundesregierung und besonders Au&szlig;enminister Gabriel kritisiert. Bremens SPD-B&uuml;rgermeister Carsten Sieling hatte sich schon im Vorfeld exponiert, indem er auf einer Kundgebung des Bremer Friedensforums am 18. November als Redner auftrat. Es sei bedauerlich, dass Deutschland an den wichtigen Verhandlungen zum UN-Vertrag nicht teilgenommen habe und die Aufr&uuml;stungsprogramme der NATO unterst&uuml;tze, hatte er dort betont. Dies m&uuml;sse kritisch hinterfragt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323320.genossen-gegen-spd-spitze.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kein Grund zum Gratulieren<\/strong><br>\nVor zehn Jahren unterzeichneten die Staats- und Regierungschefs der EU den &raquo;Vertrag von Lissabon&laquo;. Ein R&uuml;ckblick<br>\nDie Entstehungsgeschichte des Lissabon-Vertrags ist zun&auml;chst einmal eine Lehrstunde in Sachen europ&auml;ischer Demokratie. Dass es den Vertrag &uuml;berhaupt gibt, ist der Tatsache geschuldet, dass die EU-Eliten sich von widerspenstigen Mehrheiten nicht aufhalten lassen. Am 29. Oktober 2004 hatten die Staats- und Regierungschefs der Union in Rom feierlich den &raquo;Vertrag &uuml;ber eine Verfassung f&uuml;r Europa&laquo; unterzeichnet, der am 1. November 2006 in Kraft treten sollte. Zuvor musste er noch ratifiziert werden, und dazu waren &ndash; da es sich nun mal um ein Verfassungsdokument handelte &ndash; in einigen L&auml;ndern Referenden unumg&auml;nglich. Das erste in Spanien ging glatt; beim zweiten in Frankreich krachte es: Die franz&ouml;sische Bev&ouml;lkerung lehnte den Vertrag am 29. Mai 2005 mit 55,7 Prozent ab. Im dritten Referendum in den Niederlanden gab es ein weiteres &raquo;Nein&laquo;, diesmal sogar mit 61,5 Prozent. Die EU-Verfassung war gescheitert &ndash; sollte man meinen. Die Staats- und Regierungschefs verordneten sich erst einmal eine &raquo;Reflexionsphase&laquo;.<br>\nDas Ergebnis des Nachdenkens: Auf einem EU-Sondergipfel am 25. M&auml;rz 2007 in der deutschen Hauptstadt einigten sie sich in einer &raquo;Berliner Erkl&auml;rung&laquo; darauf, die Union &raquo;auf eine erneuerte gemeinsame Grundlage zu stellen&laquo;. Diese entpuppte sich allerdings als eine lediglich minimal abgewandelte Version des gescheiterten EU-Verfassungsentwurfs, die am 13. Dezember als &raquo;Vertrag von Lissabon&laquo; unterzeichnet wurde. Nun musste der Vertrag ebenfalls in den Mitgliedstaaten ratifiziert werden. Diesmal aber war man gewarnt: Frankreichs Regierung &auml;nderte kurzerhand die nationale Verfassung, um ein erneutes Referendum vermeiden zu k&ouml;nnen. Die Niederlande legten die Ratifikation ohne weitere Umst&auml;nde in die zuverl&auml;ssigen H&auml;nde ihres Parlaments. Nur in Irland war das nicht m&ouml;glich. Und prompt gab es dort am 12. Juni 2008 mit 53,5 Prozent &raquo;No&laquo;-Stimmen eine weitere Schlappe. Also lie&szlig; man Irland nachsitzen. Es funktionierte: Nach der erneuten Abstimmung vermeldete Dublin am 2. Oktober 2009 mit 67,1 Prozent ein klares &raquo;Yes&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323464.kein-grund-zum-gratulieren.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>WTO-Konferenz in Buenos Aires: Sackgasse Freihandel<\/strong><br>\nDie 11. WTO-Ministerkonferenz ist am Mittwoch in Argentinien ohne Ergebnisse beendet worden. F&uuml;r Donald Trump mag dies Anlass zur H&auml;me bieten &ndash; aus linker Perspektive besteht jedoch keinerlei Anlass zur Freude. Denn das Scheitern der WTO-Verhandlungen bedeutet, dass viele f&uuml;r Entwicklungsl&auml;nder nachteilige Beschl&uuml;sse, insbesondere im Agrarbereich sowie bei den investorfreundlichen Schiedsgerichten, bestehen bleiben. Zudem hat der Gipfel in Buenos Aires auch gezeigt, mit welch schmutzigen Mitteln Politiker und Medien versuchen, linke Globalisierungskritik zu diskreditieren und zu kriminalisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/wto-konferenz-in-buenos-aires-sackgasse-freihandel\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Die World Trade Organization (WTO), das Fundament der neoliberalen Welthandelsordnung<\/strong><br>\nVom 10. bis 13. Dezember 2017 tagt in Buenos Aires die 11. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO, World Trade Organization). Strittiges Thema zwischen Schwellen- und Entwicklungsl&auml;ndern einerseits sowie den OECD-L&auml;ndern andererseits ist wie schon in fr&uuml;heren WTO-Runden der Agrarhandel. Diese Auseinandersetzung bestimmt die WTO seit ihrem Bestehen.<br>\nIm Brennpunkt stehen jedoch Fischereisubventionen und vor allem das Themenfeld elektronischer Handel. Hier dr&auml;ngen die USA und die EU darauf, neue Normen f&uuml;r einen grenz&uuml;berschreitenden elektronischen Handel festzulegen. Dies f&uuml;hrt zu einem gigantischen R&uuml;ckschlag f&uuml;r den Datenschutz und zu einer beispiellosen Machtkonzentration der ohnehin m&auml;chtigsten Konzerne Amazon, Apple und Co.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/kampagnen\/freihandelsfalle-ttip\/hintergrund\/wto\/\">attac<\/a><\/p>\n<p><strong>und: WTO-Gipfel in Buenos Aires: NGO-Ausschluss &uuml;berschattet Auftakt<\/strong><br>\nWeniger Handelshemmnisse und neue Regeln f&uuml;r Fischerei-Subventionen und elektronischen Handel: Die Themenliste des WTO-Gipfels in Buenos Aires ist lang. Doch bereits zum Auftakt der Konferenz, die vom 10. bis 13. Dezember stattfindet, gab es Missstimmungen: Denn Gastgeber Argentinien hatte zahlreiche NGOs ausgeschlossen &ndash; offiziell aus Sicherheitsgr&uuml;nden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wto-gipfel-in-buenos-aires-ngo-ausschluss-ueberschattet.1773.de.html?dram:article_id=402890\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Einflusskampf um Afrika (II)<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlingsabwehr und profitable Gesch&auml;fte f&uuml;r deutsche Unternehmen stehen im Zentrum der heute zu Ende gehenden Ghana-Reise des Bundespr&auml;sidenten. Er m&uuml;sse vor Versuchen &bdquo;warnen&ldquo;, &uuml;ber die Sahara und das Mittelmeer nach Deutschland zu reisen, erkl&auml;rte Frank-Walter Steinmeier gestern in einem Interview in der ghanaischen Presse: Die Reise k&ouml;nne mit &bdquo;Gefangenschaft&ldquo; bei libyschen Sklavenh&auml;ndlern oder sogar mit dem Tod enden. &bdquo;Bleibt zu Hause&ldquo;, fassen deutsche Medien den Tenor der &Auml;u&szlig;erungen des Bundespr&auml;sidenten zusammen. Gleichzeitig ist Steinmeier bem&uuml;ht, mit Hilfe des G20-&bdquo;Compact with Africa&ldquo; deutschen Firmen den Weg zu profitablen Investitionen in Ghana zu bahnen. Der &bdquo;Compact&ldquo; soll afrikanische Staaten dazu bringen, ihre Wirtschaft noch st&auml;rker als bisher auf die W&uuml;nsche westlicher Investoren auszurichten. Deutsche Wirtschaftskreise ordnen Ghana in die &bdquo;zweite Reihe&ldquo; afrikanischer L&auml;nder hinter den &ouml;konomischen Schwergewichten S&uuml;dafrika und Nigeria ein und sprechen sich f&uuml;r eine Ausweitung der Gesch&auml;fte dort aus &ndash; im Konkurrenzkampf gegen China.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7478\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Facebook will mehr Steuern in Deutschland zahlen<\/strong><br>\nK&uuml;nftig will Facebook seine Einnahmen st&auml;rker vor Ort versteuern. Doch all zu viel darf der hiesige Fiskus nicht erhoffen.<br>\nBislang sind die Steuerzahlungen von Facebook in Deutschland &uuml;berschaubar. 466 000 Euro an Einkommens- und Ertragssteuer zahlte die Facebook Germany GmbH im Jahr 2015 &ndash; das ist der letzte ver&ouml;ffentlichte Wert. Als Umsatz hat die deutsche Tochter 20,6 Millionen Euro ausgewiesen. Das mag zun&auml;chst ganz ordentlich klingen, steht allerdings in keinem Verh&auml;ltnis zu den tats&auml;chlichen Einnahmen. Denn in ganz Europa hatte das Netzwerk in dem Jahr einen Umsatz von 4,3 Milliarden Dollar erzielt. Als einer der gr&ouml;&szlig;ten M&auml;rkte d&uuml;rfte ein nicht unerheblicher Teil davon in Deutschland generiert worden sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/neue-finanzstruktur-facebook-will-mehr-steuern-in-deutschland-zahlen\/20709186.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Die &Uuml;berschrift muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Facebook betreibt Steuerzahlung nach Gutsherrenart &ndash; und die Politik schaut einfach zu. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zwanzig Jahre nach dem Crash<\/strong><br>\nBasel III ist fertig: Die globalen Regeln, die Finanzkrisen verhindern sollen. Es wurde wieder nur in der Logik des vorhandenen Systems gedacht und gehandelt.<br>\nAm 1. Januar 2027 wird es endlich so weit sein &ndash; fast 20 Jahre nach dem Ausbruch der gro&szlig;en Finanzkrise sollen bis dahin weltweit die letzten Regeln implementiert sein, um die n&auml;chste Krise zu verhindern.<br>\n2027 &ndash; das ist einer der Punkte, auf die sich am Donnerstagabend Bankenaufsichten und Zentralbanken weltweit geeinigt haben. Und bevor Sie jetzt angesichts der Sperrigkeit des Themas wegklicken: Dieser Vorgang ist von fundamentaler Bedeutung f&uuml;r die &ouml;konomische und damit politische Stabilit&auml;t der Welt.<br>\nTrotzdem ist es dazu gekommen, dass ein globales Gremium sieben Jahre lang an Basel III, den neuen Regeln f&uuml;r das internationale Finanzsystem, arbeitete, ohne die Grundsatzfrage &uuml;berhaupt zu er&ouml;rtern: Wie kann das wahnwitzig aufgebl&auml;hte internationale Finanzsystem zur&uuml;ckgestutzt werden auf die Gr&ouml;&szlig;e, die es braucht, um eine dem Mensch und der Natur dienliche Wirtschaft zu schaffen? [&hellip;]<br>\nDoch der Ausschuss ist leider ein Gremium, das nur in der Logik des vorhandenen Systems denkt und handelt. So hat sich beispielsweise die Deutsche Bundesbank, die Mitglied in dem Gremium ist, vehement f&uuml;r die Interessen von deutschen Privatbanken eingesetzt. Obwohl sie eine staatliche, im Grundgesetz festgeschriebene Institution ist, die Banken beaufsichtigen und nicht vertreten sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Neue-Regeln-fuer-das-Finanzsystem\/!5469180\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Finanzermittlungen: Tausende Geldw&auml;sche-Meldungen stauen sich beim Zoll<\/strong><br>\nInnerhalb weniger Monate hat sich nach SPIEGEL-Informationen eine gewaltige Menge von Geldw&auml;sche-Verdachtsanzeigen beim Zoll angestaut. Mehr als 24.000 Meldungen liegen dort auf Halde.<br>\nEine neue Sondereinheit des Zolls entwickelt sich zunehmend zum Problem. Nach Informationen des SPIEGEL hat die im Juli zum Zoll verlegte Financial Intelligence Unit (FIU) von etwa 29.000 Geldw&auml;sche-Verdachtsanzeigen bislang mehr als 24.000 in der Bearbeitung zur&uuml;ckstellen m&uuml;ssen.<br>\nWie aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf die Anfrage des linken Bundestagsabgeordneten Fabio De Masi hervorgeht, &uuml;bermittelte die FIU erst knapp 4100 Geldw&auml;sche-Verdachtsanzeigen an Polizei, Staatsanwaltschaften und Finanzbeh&ouml;rden zur weiteren Bearbeitung, knapp 900 weitere F&auml;lle wurden eingestellt.<br>\n&bdquo;Das ist eine sicherheitspolitische Katastrophe&ldquo;, sagt der stellvertretende Bundesvorsitzende des Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler. &bdquo;Damit ist die Geldw&auml;schebek&auml;mpfung in Deutschland nahezu komplett vor die Wand gefahren worden.&ldquo; Die Zahlen besch&ouml;nigten die Situation sogar noch. Unter den Meldungen, die an die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden weitergeleitet worden sind, &bdquo;befinden sich nur wenige Vorg&auml;nge mit Substanz&ldquo;, sagt Fiedler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/justiz\/tausende-geldwaesche-meldungen-stauen-sich-beim-zoll-a-1182789.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Skandalbank<\/strong><br>\nSeit der Bankenkrise 2008 war die HSBC in unz&auml;hlige Skandale verwickelt. Egal ob Geldw&auml;sche von Drogeneinnahmen, Steuerbetrug oder Korruption &ndash; die Bank schreibt immer wieder Schlagzeilen und kommt jedes Mal mit einem Bu&szlig;geld davon, ohne Prozess oder Verurteilung. Der Begriff &bdquo;Too Big to Jail&ldquo;, sprich zu gro&szlig; f&uuml;r eine Gef&auml;ngnisstrafe, scheint ihr auf den Leib geschrieben zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/069080-000-A\/die-skandalbank\/\">arte<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Studie: Steuerparadiese f&uuml;hren zu starker Untersch&auml;tzung der Ungleichheit<\/strong><br>\nWie viel gr&ouml;&szlig;er Einkommen und Verm&ouml;gen der Reichsten sind als bekannt, hat ein skandinavisch-amerikanisches Forscherteam nun ermittelt, indem es die sogenannten Swiss-Leak-Daten Falcianis mit den Steuerdaten der betroffenen Bankkunden aus Schweden, D&auml;nemark und Norwegen sowie mit bisherigen Sch&auml;tzungen der Steuerhinterziehung verglichen hat. Kaum einer der Kunden der Schweizer HSBC hatte sein Konto pflichtgem&auml;&szlig; angegeben. (&hellip;)<br>\nDie Ergebnisse sind beeindruckend. Angeh&ouml;rige der oberen Verm&ouml;gensverteilung, also Haushalte mit mehr als 45 Millionen Dollar Verm&ouml;gen, hinterziehen durchschnittlich 30 Prozent ihrer Steuerschuld, sch&auml;tzen die drei Forscher auf Basis ihrer Datenabgleiche. Das ist etwa das Zehnfache des Bev&ouml;lkerungsdurchschnitts. Auf diesen hohen Wert kommen sie, indem sie verf&uuml;gbare Sch&auml;tzungen des in Steueroasen insgesamt versteckten Verm&ouml;gens mit dem Anteil von 50 Prozent kombinieren, der nach ihren eigenen Untersuchungen der geleakten Bankdaten den reichsten 0,01 Prozent geh&ouml;rt. Das Ergebnis: Ein Viertel des Verm&ouml;gens werde im Ausland versteckt. Dazu k&auml;men dann noch etwa f&uuml;nf Prozent inl&auml;ndischer Steuerhinterziehung, gesch&auml;tzt anhand der Ergebnisse von Betriebspr&uuml;fungen. (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Norwegen, wo die Datenlage hinsichtlich der offiziellen individuellen Verm&ouml;gen der Reichen besonders gut ist, kommen die Autoren zu dem Ergebnis, dass der Verm&ouml;gensanteil des reichsten Promilles der Haushalte sich um ein Viertel erh&ouml;ht, wenn man Verm&ouml;gen in Steueroasen mit einrechnet, von acht Prozent auf zehn Prozent. Weil reiche Haushalte im &uuml;brigen Europa sowie in Lateinamerika und vielen asiatischen L&auml;ndern einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil ihres Verm&ouml;gens im Ausland halten als Skandinavier, gehen die &Ouml;konomen davon aus, dass diese Zahlen sogar eher noch die untere Grenze der Untersch&auml;tzung der Ungleichheit darstellen. Da internationale Finanzverflechtungen vor einigen Jahrzehnten noch nicht so ausgebaut waren wie heute, vermuten sie dar&uuml;ber hinaus, dass der langfristige Anstieg der Ungleichheit steiler ausfallen w&uuml;rde, bez&ouml;ge man das versteckte Verm&ouml;gen mit ein. (&hellip;)<br>\nDie Analyse der drei Forscher zeigt: Dort, wo Steuerhinterziehung mit geringem Entdeckungsrisiko m&ouml;glich scheint, vor allem bei den Selbstst&auml;ndigen und den Beziehern sehr gro&szlig;er Kapitaleinkommen, findet sie auch in gro&szlig;em Umfang statt, selbst in skandinavischen L&auml;ndern, die f&uuml;r gro&szlig;en sozialen Zusammenhalt, geringe Korruption und gro&szlig;e Gesetzestreue bekannt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/922-siwssleaks-und-ungleichheit\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Deutschland ist so ungleich wie vor 100 Jahren<\/strong><br>\nKurz vor dem Ersten Weltkrieg klafften in Deutschland gro&szlig;e Unterschiede. Die Jahrzehnte der Industrialisierung hatten Arbeitern zwar h&ouml;here L&ouml;hne beschert, Gutverdiener aber reich gemacht. 1913 entfielen auf die obersten zehn Prozent Haushalte gleich 40 Prozent aller Einkommen, so eine neue Studie. Die Pointe: Weil sich das Land nach Dekaden der Ann&auml;herung zuletzt deutlich gespalten hat, vereinnahmen die Bestverdiener inzwischen wieder einen genauso hohen Anteil vom Kuchen wie 1913. Anders gesagt: Deutschland ist heute so ungleich wie vor 100 Jahren.<br>\nDieses Ergebnis steht im ersten &bdquo;Weltreport &uuml;ber Ungleichheit&ldquo;. Verfasst hat ihn eine Forschergruppe um den Mann, der das Thema weltweit in die Schlagzeilen brachte: Thomas Piketty, Autor des Bestsellers &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo;. Zuletzt stand der franz&ouml;sische &Ouml;konom in der Kritik, weil die Kapitalrenditen anders als von ihm nahegelegt zumindest im 20. Jahrhundert nicht fl&auml;chendeckend st&auml;rker wuchsen als das Wirtschaftswachstum. Jetzt meldet sich Piketty schwungvoll zur&uuml;ck, und nicht nur er: Mehr als 100 Wissenschaftler trugen zum &ouml;ffentlichen Portal wid.world bei, dass eine &bdquo;demokratische L&uuml;cke f&uuml;llen&ldquo; soll: &bdquo;Wachsende Ungleichheit, sofern sie nicht ad&auml;quat angegangen wird, kann zu politischen, wirtschaftlichen und sozialen Katastrophen f&uuml;hren&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/einkommensverteilung-deutschland-ist-so-ungleich-wie-vor-jahren-1.3791457\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Immer mehr Arbeitnehmer arbeiten befristet<\/strong><br>\nDie Zahl der befristet Besch&auml;ftigten ist in den letzten 20 Jahren um eine Million gestiegen. Die Linke kritisiert das und fordert ein Ende des &bdquo;Befristungsirrsinns&ldquo;.<br>\nDie Zahl der befristeten Besch&auml;ftigten in Deutschland ist gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Statistischen Bundesamtes auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervor. Insgesamt waren im vergangenen Jahr demnach 2,8 Millionen Arbeitnehmer befristet besch&auml;ftigt und damit eine Million mehr als vor 20 Jahren. [&hellip;]<br>\nDen Daten zufolge sind besonders oft 25- bis 34-J&auml;hrige befristet besch&auml;ftigt. &bdquo;Gerade bei j&uuml;ngeren Menschen sorgen Befristungen daf&uuml;r, dass sie elementare Dinge des Lebens nicht planen k&ouml;nnen, wie etwa eine Familiengr&uuml;ndung&ldquo;, sagte Zimmermann. Eine Studie (PDF) des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zeigte bereits im vergangenen Jahr, dass mit Befristungen h&auml;ufige Stellen- und Ortswechsel einhergehen, die etwa stabile Partnerschaften und eine Familiengr&uuml;ndung erschweren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2017-12\/beschaeftigung-befristung-zahl-anstieg-arbeitnehmer\">Zeit Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/befristungen-haben-besonders-bei-jungen-menschen-zugenommen\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die &uuml;blichen Unglaublichkeiten, hier noch ein paar mehr als sonst. &bdquo;Die Arbeitgeber sehen befristete Besch&auml;ftigung, Teilzeit oder Zeitarbeit als M&ouml;glichkeit, das Arbeitsvolumen an &bdquo;betriebliche Notwendigkeiten&ldquo; anzupassen. Regul&auml;re Jobs w&uuml;rden nicht verdr&auml;ngt und die Schaffung neuer Stellen eher erleichtert.&ldquo; &ndash; Was soll das? Wenn es keine Befristungen und keine Zeitarbeit g&auml;be, dann m&uuml;ssten regul&auml;re, unbefristete Stellen geschaffen werden; die Arbeit muss schlie&szlig;lich gemacht werden. Angesichts von Jahr zu Jahr <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/ey-studie-deutsche-konzerne-erzielen-2016-rekordgewinne-14591986.html\">steigenden Rekordgewinnen<\/a> ist die permanente &bdquo;Lohnmoderation&ldquo; eine einzige Unversch&auml;mtheit. &bdquo;Die Studie zeigte auch, dass befristet Besch&auml;ftigte deutlich weniger verdienen als Arbeitnehmer mit unbefristetem Vertrag.&ldquo; &ndash; Ist das nicht der viel wichtigere Grund: befristet Besch&auml;ftigte trauen sich nicht, h&ouml;here L&ouml;hne zu fordern, weil sie auf eine unbefristete Stelle hoffen? &bdquo;So seien 2015 insgesamt 15,5 Prozent der befristeten jungen Arbeitnehmer von Armut bedroht gewesen.&ldquo; &ndash; Also jeder sechste Befristete war arm, und zwar nach den Kriterien mit den extrem niedrigen Armutsgrenzen. &bdquo;Bei den [Besch&auml;ftigten] mit Dauervertrag waren [&hellip;] dagegen nur 7,5 Prozent [von Armut bedroht].&ldquo; &ndash; &bdquo;Nur&ldquo;? Sind denn 7,5 Prozent &bdquo;working poor&ldquo; nicht schon viel zu viel? Die Ma&szlig;st&auml;be haben sich anscheinend v&ouml;llig verschoben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jobcenter sind zu Kreditinstituten geworden &ndash; Bundesagentur beauftragt private Inkassounternehmen mit dem Forderungseinzug und treibt die Schuldner in die Insolvenz<\/strong><br>\nDie Hauptursache f&uuml;r die &Uuml;berschuldung ist der Verlust des Arbeitsplatzes, f&uuml;r jeden f&uuml;nften deutschen Schuldner war die Erwerbslosigkeit im vergangenen Jahr der Grund f&uuml;r die finanzielle Notlage. Damit beginnt f&uuml;r viele Schuldner die Spirale abw&auml;rts in die Schuldenfalle, weil Schulden ein wichtiges &bdquo;Vermittlungshemmnis&ldquo; bei der Arbeitssuche ist. Deshalb finanzieren viele Jobcenter f&uuml;r die betroffenen Menschen eine Schuldnerberatung in externen Beratungsstellen.<br>\nIst das Jobcenter oder die Bundesagentur (BA) aber selbst Gl&auml;ubiger verh&auml;lt man sich dort, ganz anders. Nur in besonderen H&auml;rtef&auml;llen d&uuml;rfen sie sich bei der Schuldenregulierung auf eine au&szlig;ergerichtliche Einigung einlassen. Damit ist bei allen verschuldeten, erwerbslosen Menschen, die auch bei der BA Schulden haben, ein Insolvenzverfahren vorprogrammiert, weil bei diesen au&szlig;ergerichtlichen Einigungen der Grundsatz gilt, dass alle Gl&auml;ubiger mitmachen und auf einen Teil der Forderung verzichten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gewerkschaftsforum-do.de\/jobcenter-sind-zu-kreditinstituten-geworden-bundesagentur-be-auftragt-private-inkassounternehmen-mit-dem-forderungseinzug-und-treibt-die-schuldner-in-die-insolvenz\/\">gewerkschaftsforum-do.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>B&uuml;rgerversicherung: Warum nicht einfach das &ouml;sterreichische Modell &uuml;bernehmen?<\/strong><br>\nCSU-Chef Horst Seehofer lehnte die SPD-Forderung nach einer B&uuml;rgerversicherung im Spiegel mit der Begr&uuml;ndung ab, er sehe nicht, &bdquo;wie man sie so umsetzen kann, dass sie nicht f&uuml;r gro&szlig;e Ungerechtigkeiten sorgt&ldquo;. In Sozialen Medien empfiehlt man ihm deshalb einen Blick &uuml;ber die Grenze: In &Ouml;sterreich funktioniert ein B&uuml;rgerversicherungsmodell n&auml;mlich seit langem so zufriedenstellend, dass auch die neue t&uuml;rkis-blaue Koalition bislang keine wesentlichen &Auml;nderungsw&uuml;nsche dazu vorgebracht hat.<br>\nIn der Alpenrepublik richten sich alle Krankenversicherungsbeitr&auml;ge nach dem Einkommen, und nicht nach Vorerkrankungen oder dem Alter. Wer unterhalb von 415,72 Euro monatlich verdient, der zahlt den Studenten- und Mindesttarif von etwa 50 Euro. Dar&uuml;ber fallen bis zu einer Beitragsbemessungsgrenze in H&ouml;he von 4.860 Euro 7,65 Prozent des Einkommens an. Dieser Beitrag beinhaltet sowohl den 3,87-prozentigen Arbeitnehmer- als auch den 3,78-prozentigen Arbeitgeberanteil. &Ouml;sterreichische Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen also nur etwa die H&auml;lfte dessen, was in Deutschland f&uuml;r die Krankenversicherung anf&auml;llt.<br>\nDass die Beitr&auml;ge so viel niedriger sein k&ouml;nnen als in der Bundesrepublik, deutet darauf hin, dass das &ouml;sterreichische System (in dem eine Gebiets- oder Berufskrankenkasse zugewiesen wird) effizienter ist als das deutsche mit Hunderten von gesetzlichen und privaten Kassen. Ob sich diese gr&ouml;&szlig;ere Effizienz &uuml;ber ein &bdquo;System mit mehr als 100 gesetzlichen und privaten B&uuml;rgerversicherungen&ldquo; erreichen lassen wird, das der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gestern ins Spiel brachte, ist fraglich.<br>\nDurch die nur halb so hohen Beitragsforderungen kommen in &Ouml;sterreich auch Selbst&auml;ndige, die den Arbeitgeberanteil (ebenso wie in Deutschland) selbst &uuml;bernehmen m&uuml;ssen, seltener in Zahlungsschwierigkeiten. Rentner zahlen keinen Arbeitgeberanteil, sondern 5,1 Prozent ihrer Bez&uuml;ge. Lassen sich Ehepartner und Lebensgef&auml;hrten mitversichern, steigt der Beitrag um 3,4 Prozentpunkte; mitversicherte Kinder kosten dagegen nichts extra.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Buergerversicherung-Warum-nicht-einfach-das-oesterreichische-Modell-uebernehmen-3916798.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Katja Kipping &uuml;ber die Zukunft der Linken: &bdquo;Ja, vereint im Dagegen&ldquo;<\/strong><br>\nLinken-Chefin Katja Kipping erl&auml;utert, was hinter dem Streit ihrer Partei &uuml;ber Einwanderung steckt und warum sie keine Angst vor einem Sturz hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5467752\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung von Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Das Interview der Parteivorsitzenden der Linken, Kaja Kipping, wirft Fragen auf. Nicht nur, dass sie seit Jahren f&uuml;r ein bedingungsloses Grundeinkommen eintritt, das zu einer Abschaffung des Sozialstaates f&uuml;hrt (Christoph Butterwegge). Jetzt will sie, dass DIE LINKE gleicherma&szlig;en sowohl &bdquo;erste Adresse&ldquo; f&uuml;r jene ist, &bdquo;die im Kapitalismus strukturell benachteiligt werden, aber eben auch f&uuml;r all jene, auf die das nicht zutrifft, f&uuml;r die aber trotzdem Weltoffenheit und Solidarit&auml;t wie selbstverst&auml;ndlich zu ihrem Lebensentwurf geh&ouml;ren&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie man erste Adresse f&uuml;r diejenigen sein will, die im Kapitalismus strukturell benachteiligt werden (Arbeitnehmer, Arbeitslose, Rentner, kleine Selbst&auml;ndige und all diejenigen, die vor den Folgen kapitalistischer Kriege und Umweltzerst&ouml;rung fliehen) und gleichzeitig f&uuml;r die &bdquo;Besitzer der Produktionsmittel&ldquo; und Profiteure der kapitalistischen Kriege und Umweltzerst&ouml;rung, wird Kipping ihrer Partei erkl&auml;ren m&uuml;ssen. Man gewinnt immer mehr den Eindruck, dass sie die aus PDS und WASG entstandene LINKE in eine Partei umwandeln will, die &auml;hnliche Inhalte wie die Gr&uuml;nen oder die Piraten vertritt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&laquo;Es leben Eisner und die Weltrevolution!&raquo;<\/strong><br>\nDie offizielle Geschichtsschreibung wird von den Siegern definiert und mit den herrschenden Verh&auml;ltnissen zementiert und fortgeschrieben. So verwundert es kaum, dass viele Menschen den Freistaat Bayern noch heute f&uuml;r eine Erfindung der CSU halten. Am 80. Jahrestag der R&auml;terevolution forderten rund 1000 DemonstrantInnen vor der Bavaria auf einem Transparent &bdquo;Kurt Eisner in die Ruhmeshalle!&ldquo; Das war 1998. Dort &bdquo;angekommen&ldquo; ist er bis heute nicht. Nun erinnert erstmals die umfangreiche Ausstellung &bdquo;Revolution&auml;r und Ministerpr&auml;sident &ndash; Kurt Eisner (1867-1919)&ldquo; im M&uuml;nchner Stadtmuseum an den Mitbegr&uuml;nder des Freistaats Bayern. Aufgrund des gro&szlig;en Publikumsinteresses wurde die Schau bis zum 14. Januar 2018 verl&auml;ngert. Als Einstimmung auf die sehenswerte Ausstellung erinnert der M&uuml;nchner Autor Michael Backmund an den brillanten Journalisten, bedeutenden Publizisten, Vordenker eines demokratischen Sozialismus, couragierten Kriegsgegner und Revolution&auml;r Kurt Eisner.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/es-leben-eisner-und-die-weltrevolution\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41591\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-41591","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41591"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41591\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41616,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41591\/revisions\/41616"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41591"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41591"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}