{"id":41606,"date":"2017-12-15T16:27:48","date_gmt":"2017-12-15T15:27:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606"},"modified":"2017-12-15T16:27:48","modified_gmt":"2017-12-15T15:27:48","slug":"hinweise-des-tages-ii-325","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h01\">Die Angst vor der Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h02\">Bremst eine hohe Abgabenquote das Wirtschaftswachstum?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h03\">Euro-Gipfel: Die Schlafwandler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h04\">Im Technokraten-Panzer auf dem Weg zur Europ&auml;ischen Armee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h05\">Merkel macht, was sie will &ndash; auch ohne\/mit SPD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h06\">Griechenland: Aufschwung mit Abstrichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h07\">Nachholende Modernisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h08\">Neue Studie: IS nutzte Waffen aus der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h09\">Mr. Trump aus W&uuml;rselen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h10\">Anteil der BAf&ouml;G-Gef&ouml;rderten auf Tiefstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h11\">Zulassungsbeh&ouml;rden legen erste VW-Betrugsdiesel still<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h12\">Bundesverwaltungsgericht: BND-Metadatensammlung in Datenbank VerAS unzul&auml;ssig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h13\">Studie: VW unterst&uuml;tzte Milit&auml;rdiktatur in Brasilien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h14\">Vorbildliches aus allen Epochen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41606#h15\">Fehlstart auf &raquo;Vogelfluglinie&laquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Angst vor der Altersarmut<\/strong><br>\nAltersarmut ist bereits heute f&uuml;r viele Menschen Alltag, so das Ergebnis einer Erhebung. Die Studie des gr&ouml;&szlig;ten deutschen Sozialverbands weist darauf hin, dass sich das Problem in Zukunft drastisch versch&auml;rfen wird. Grund sind geringe L&ouml;hne.<br>\nImmer mehr Menschen in Deutschland sind im Alter von Armut bedroht. Eine Studie des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbands schl&auml;gt Alarm. Bereits jetzt sei fast jeder sechste Rentner betroffen. Das hei&szlig;t, die staatliche Rente der Betroffenen liegt unterhalb der Armutsgrenze von 942 Euro bei einem Alleinstehenden. &bdquo;Altersarmut ist kein drohendes Problem am Horizont, sondern heute bereits bittere Realit&auml;t&ldquo;, sagt Joachim Rock, Rentenexperte des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. Den Grund daf&uuml;r verorten die Forscher vor allem darin, dass seit zehn Jahren immer mehr Menschen immer weniger verdienen. Private Vorsorge ist f&uuml;r viele unm&ouml;glich.<br>\nDies best&auml;tigt auch der aktuelle Alterungssicherungsbericht der Bundesregierung. Fast die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten mit einem Einkommen bis zu 1500 Euro verf&uuml;gt &uuml;ber keinerlei zus&auml;tzliche Altersvorsorge. Auch die Einkommensgruppen bis 2000 Euro haben oft nicht die finanziellen Mittel, um ausreichend in eine zus&auml;tzliche Alterssicherung investieren zu k&ouml;nnen. Das hat Folgen.<br>\nIn Hessen sind aktuell knapp 48 000 Menschen im Rentenalter auf eine Grundsicherung angewiesen. Und der Trend zeigt eine deutliche Zunahme. In Mittelhessen zum Beispiel stieg die Zahl von 14,1 Prozent im Jahr 2010 auf 17,1 Prozent im Jahr 2015, im Rhein-Main-Gebiet im selben Zeitraum um fast ein Drittel von 10,5 auf 13,1 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fnp.de\/nachrichten\/politik\/Die-Angst-vor-der-Altersarmut;art673,2854108\">Frankfurter Neue Presse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bremst eine hohe Abgabenquote das Wirtschaftswachstum?<\/strong><br>\nImmer wieder wird argumentiert, dass eine hohe steuerliche Belastung von Unternehmen und Privathaushalten das Wirtschaftswachstum hemme. Eine aktuelle Studie zeigt, dass es vielmehr auf die konkrete Struktur des Steuersystems ankommt. [&hellip;]<br>\nVon Gegnern h&ouml;herer Abgaben wird dabei oftmals argumentiert, dass eine hohe Abgabenquote das Wirtschaftswachstum hemme. Allerdings orientiert sich diese Behauptung nicht an den aktuellen wissenschaftlichen Befunden, wie wir im folgenden Beitrag zeigen werden. Vielmehr verdeutlichen neue Studienergebnisse, dass nicht die H&ouml;he der Abgabenquote, sondern die Struktur eines Steuersystems wachstumsrelevant ist. Eine hohe Abgabenquote geht au&szlig;erdem mit einem hohen Niveau der sozialen Sicherheit einher &ndash; und auch hier zeigt sich: eine hohe wirtschaftliche Produktivit&auml;t und ein gut ausgebauter Sozialstaat bedingen sich gegenseitig. [&hellip;]<br>\nDieser Befund ist mehr als einleuchtend: Die Abgabenquote spiegelt die Basis unseres Wohlfahrtsstaats wider. Man muss es leider immer wieder betonen: Die staatlichen Einnahmen sind kein Selbstzweck und verschwinden nicht im Nirwana &ndash; mit ihnen werden wichtige &ouml;ffentliche Aufgaben erledigt. K&uuml;rzt ein Staat die Ausgaben f&uuml;r eine Staatsaufgabe (z.B. Gesundheit oder Bildung), ben&ouml;tigt er f&uuml;r ihre Finanzierung weniger Steuern. Das verringert die Abgabenquote. Gleichzeit aber m&uuml;ssen die B&uuml;rgerInnen f&uuml;r die gek&uuml;rzten Leistungen aus ihrer privaten Brieftasche aufkommen oder werden g&auml;nzlich vom Leistungszugang ausgeschlossen. [&hellip;]<br>\nDie finanzielle Situation der B&uuml;rgerInnen verbessert sich durch eine Verlagerung der Finanzierung ins Private nicht zwangsl&auml;ufig. Im Gegenteil: vielfach ist es so, dass die &ouml;ffentliche Hand manches viel g&uuml;nstiger anbieten kann als private, gewinnorientierte Unternehmen, weil letztere zuallererst auf ihren eigenen Profit blicken (m&uuml;ssen). Hinzu kommt, dass durch die Verlagerung ins Private weniger zahlungskr&auml;ftige B&uuml;rgerInnen g&auml;nzlich um ihren Zugang zu gewissen Leistungen bangen m&uuml;ssen. Durch einen R&uuml;ckzug des Staates w&uuml;rde sich die soziale Ungleichheit versch&auml;rfen, wodurch auch soziale und gesundheitliche Probleme ansteigen und dem Staat an anderer Stelle sogar noch gr&ouml;&szlig;ere Kosten entstehen k&ouml;nnten, als er zuvor eingespart hat. [&hellip;]<br>\nEs braucht demnach eine Umstrukturierung im Steuersystem und keine Senkung der Abgabenquote &ndash; eine Senkung w&uuml;rde am eigentlichen Strukturproblem nichts &auml;ndern. Insbesondere Steuern auf Arbeit m&uuml;ssen gesenkt werden, w&auml;hrend die Beitr&auml;ge von Verm&ouml;genden zumindest auf den OECD-Durchschnitt (1,9% des BIP im Vergleich zu 0,6% in &Ouml;sterreich und 1,1% in Deutschland) angehoben werden sollten. Wer sich also um die wachstumshemmende Wirkung eines Steuersystems sorgt, sollte nicht isoliert &uuml;ber eine allgemeine Senkung der &bdquo;Abgabenlast&ldquo; reden, sondern sich eher &uuml;ber die &bdquo;hohe Kunst der Verm&ouml;gensbesteuerung&ldquo; Gedanken machen. Aber auch diese Diskussion hat inzwischen eine ziemlich lange Geschichte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/bremst-eine-hohe-abgabenquote-das-wirtschaftswachstum-24451\">Makronom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Euro-Gipfel: Die Schlafwandler<\/strong><br>\n&bdquo;Diese Reform der Eurozone wird die n&auml;chste Finanzkrise nicht &uuml;berleben. Die Stabilisierung der Eurozone braucht eine Korrektur der deutschen Wirtschaftspolitik und einen Abbau der chronischen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse. Aber niemand traut sich, dem Exportjunkie Deutschland auf Entzug zu setzen, damit dieser &uuml;ber h&ouml;here L&ouml;hne und &ouml;ffentliche Investitionen die Binnennachfrage st&auml;rkt. Der Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss der gesamten Eurozone wird Schuldenkrisen im internationalen Ma&szlig;stab hervorrufen. Wenn die EZB aus ihren Anleihek&auml;ufen aussteigt oder US-Pr&auml;sident Trumps  Importsteuern greifen, wird es ungem&uuml;tlich&ldquo;, kommentiert Fabio De Masi, Finanzexperte der Fraktion DIE LINKE, die Pl&auml;ne des Euro-Gipfels zur Reform der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/euro-gipfel-die-schlafwandler\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Macron und Merkel wollen Reformvorschl&auml;ge f&uuml;r W&auml;hrungsunion bis M&auml;rz<\/strong><br>\nDeutsche Kanzlerin sieht &ldquo;Einigkeit&rdquo; in Eurozone &uuml;ber Notwendigkeit von Reformen<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.derstandard.de\/story\/2000070446587\/macron-und-merkel-wollen-bis-maerz-reformvorschlaege-fuer-waehrungsunion\">der Standard<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Im Technokraten-Panzer auf dem Weg zur Europ&auml;ischen Armee<\/strong><br>\nHeute hat der Rat der EU mit der sog. St&auml;ndigen Strukturierten Zusammenarbeit &ndash; im EU-Jargon: PESCO (PErmanent Structured COoperation) &ndash; ein neues Projekt der europ&auml;ischen Milit&auml;r- und R&uuml;stungsintegration beschlossen. Es soll wesentlich zur Errichtung einer europ&auml;ischen Verteidigungsunion beitragen. In Deutschland ist die &ouml;ffentliche und politische Aufmerksamkeit gering. Dabei ist die PESCO ein ambitioniertes Projekt mit Bedeutung auch f&uuml;r den (Verteidigungs-)Haushalt und den verfassungsrechtlichen Parlamentsvorbehalt f&uuml;r Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr.<br>\nIn der PESCO sollen die 25 teilnehmenden Mitgliedstaaten (darunter auch Deutschland) milit&auml;rische F&auml;higkeiten gemeinsam entwickeln und nutzen. Ziel ist, dass sie unter tatkr&auml;ftiger Mithilfe europ&auml;ischer, supranationaler Institutionen staaten&uuml;bergreifende, integrierte Formen der Organisation, Ausbildung und R&uuml;stung des Milit&auml;rs schaffen &ndash; und au&szlig;erdem die Verteidigungsbudgets erh&ouml;hen. Die PESCO k&ouml;nnte als starker Impuls dahin wirken, dass Europas Staaten die nationale Organisation des Milit&auml;rs und damit ein tradiertes Element moderner Staatlichkeit letztlich aufgeben &ndash; zugunsten gemeinschaftlicher Streitkr&auml;fte (&bdquo;Europ&auml;ische Armee&ldquo;).<br>\nNicht nur Politikwissenschaftler s&auml;hen darin einen Beitrag zur Staatswerdung der EU. M&ouml;glich ist aber ebenso, dass die PESCO versandet und es nicht gelingt, die milit&auml;rische Integration in der EU &ndash; und damit zugleich eine Militarisierung der EU! &ndash; qualitativ voranzubringen. Das h&auml;tte einige Tradition: Bereits in der fr&uuml;hen Integrationsphase der 1950er Jahre scheiterte das gro&szlig;e Projekt einer Europ&auml;ischen Verteidigungsgemeinschaft an nationalen Widerst&auml;nden. Auch die seit 2007 immerhin organisatorisch bestehenden EU Battlegroups haben der EU bislang praktisch nicht zu milit&auml;rischer Handlungsf&auml;higkeit verholfen &ndash; aufgrund der fehlenden &Uuml;bereinstimmung der Mitgliedstaaten steht ihr erster Einsatz weiter aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verfassungsblog.de\/im-technokraten-panzer-auf-dem-weg-zur-europaeischen-armee\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Merkel macht, was sie will &ndash; auch ohne\/mit SPD<\/strong><br>\nAls alle noch von &ldquo;Jamaika&rdquo; tr&auml;umten, hat die &ldquo;gesch&auml;ftsf&uuml;hrende&rdquo; Kanzlerin Merkel kr&auml;ftig Europapolitik gemacht &ndash; zugunsten der Autoindustrie und des &ldquo;Schl&uuml;sselpartners&rdquo; T&uuml;rkei. Nun wird die SPD vorgef&uuml;hrt. Merkel schickt sich beim letzten EU-Gipfel des Jahres n&auml;mlich an, zwei Kernpunkte des SPD-Programms auszuhebeln. Nat&uuml;rlich ohne Regierungserkl&auml;rung oder andere Rechenschaftspflicht: Aufr&uuml;stung. Die SPD hat gefordert, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato fallen zu lassen. Merkel macht das Gegenteil. Ihre Berater bekennen sich offen zur Erh&ouml;hung der R&uuml;stungsausgaben.<br>\nEuro. Die SPD fordert ein Euro-Budget, einen Euro-Finanzminister und einen Rainy-Day-Fonds, um Krisen besser abzufedern. Am Freitag gibt es dazu einen eigenen Euro-Gipfel in Br&uuml;ssel. Und was macht Merkel? Sie k&uuml;ndigt schon vorher an, dass keine Beschl&uuml;sse gefasst werden. Alle Vorschl&auml;ge sollen von den Finanzministern gepr&uuml;ft werden, also von ihrem Kanzleramtschef. Gleichzeitig wacht EU-Budgetkommissar Oettinger (CDU) dar&uuml;ber, dass auch die EU-Kommission nichts unternimmt, das Merkel oder Altmaier st&ouml;ren k&ouml;nnte. Euro-Budget? Nicht mit dieser Kanzlerin!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/merkel-macht-was-sie-will-auch-ohne-mit-spd\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Griechenland: Aufschwung mit Abstrichen<\/strong><br>\nDie Arbeitslosenquote in Griechenland ist 2017 um acht Prozentpunkte gesunken. Die griechische Regierung feiert das als Erfolg. Schaut man aber genauer hin, stellt man fest, dass trotz Reformen noch vieles im Argen liegt. Und auch die Arbeitslosenstatistik ist nicht so positiv, wie es zun&auml;chst scheint.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/griechenland-aufschwung-mit-abstrichen.795.de.html?dram:article_id=406120\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Nicht leben wie Sklaven<\/strong><br>\nZehntausende streiken in Griechenland. Verkehr kommt zum Stillstand. Regierung will nicht nachgeben<br>\nAm gestrigen Donnerstag haben Besch&auml;ftigte aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen in Athen, Thessaloniki und anderen St&auml;dten Griechenlands ihre Arbeit niedergelegt. Sie wollen damit ein Zeichen gegen die anhaltende K&uuml;rzungspolitik der Regierung setzen. Laut dpa sch&auml;tzt die Polizei, dass allein in Athen mehr als 20.000 demonstrierten. Initiiert wurde der Protest von den gr&ouml;&szlig;ten Gewerkschaftsverb&auml;nden des Landes im &ouml;ffentlichen Dienst (ADEDY) und in der Privatwirtschaft (GSEE). Auch die kommunistisch orientierte Gewerkschaftsfront PAME sowie kleinere B&uuml;ndnisse und Organisationen hatten zum Ausstand aufgerufen. Es war der 45. Streik dieser Art seit Beginn der Wirtschaftskrise vor knapp sieben Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323583.nicht-leben-wie-sklaven.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Kontinuierliche Verarmung der Bev&ouml;lkerung Griechenlands<\/strong><br>\nLaut einer Untersuchung der Eurostat litt in Griechenland 2016 ein Drittel der B&uuml;rger unter materiellen und gesellschaftlichen Entbehrungen.<br>\nEine Untersuchung des Statistischen Amts der Europ&auml;ischen Union (Eurostat) beschreibt in d&uuml;steren Farben den Alltag der B&uuml;rger in Griechenland, wobei der sogenannte Warenkorb der Hausfrau immer leerer wird und die Sozialleistungen von Jahr zu Jahr gek&uuml;rzt werden. Den Fakten zufolge entbehren unter den L&auml;ndern der EU die B&uuml;rger Griechenlands im Verh&auml;ltnis zu den &uuml;brigen EU-B&uuml;rgern der meisten gesellschaftlichen und materiellen G&uuml;ter und belegen damit auf der &bdquo;Rangliste der Entbehrungen&ldquo; nach Rum&auml;nien und Bulgarien den dritten Platz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.griechenland-blog.gr\/2017\/12\/kontinuierliche-verarmung-der-bevoelkerung-griechenlands\/2141632\/\">Griechenland Blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nachholende Modernisierung<\/strong><br>\nPolens neuer Regierungschef benutzt sozialpolitische Rhetorik, um kapitalistischen Erfolg zu sichern<br>\nWas Premier Mateusz Morawiecki aus Polen machen will, ist auf den ersten Blick ein Ideal nach dem Motto &raquo;lieber reich und gesund als arm und krank&laquo;: Polen als Technologief&uuml;hrer in Europa und der Welt, gest&uuml;tzt auf die traditionellen Werte seiner Kultur. Tats&auml;chlich mag es seltsam erscheinen, dass ein ehemaliger erfolgreicher Banker in seiner Regierungserkl&auml;rung vom 12. Dezember den &raquo;neoliberalen Dogmatismus&laquo; in der &raquo;dritten Republik&laquo;, also Polen seit 1989, kritisierte und darauf hinwies, dass staatliche Investitionen auch anderswo die Grundlage zahlreicher kapitalistischer Erfolgsstorys geschaffen h&auml;tten: Morawiecki nannte Silicon Valley und das Internet.<br>\nAndererseits hat ein Land diese Strategie bisher mit gro&szlig;em Erfolg umgesetzt: China. Zu den wirtschaftspolitischen Lehrmeistern Morawiec&shy;kis rechnete die &uuml;berregionale Tageszeitung Rzeczpospolita vor einigen Tagen auch den chinesischen &Ouml;konomen Justin Lifu Yin, Jahrgang 1952. Dieser war, obwohl auf Taiwan geboren, 1979 in die Volksrepublik gewechselt &ndash; in der Hoffnung, dort an der Modernisierung des Landes mitwirken zu k&ouml;nnen. Was die Weltbank, zu deren Chefvolkswirt er es sp&auml;ter im Leben brachte, zu seinem Lebenslauf ver&ouml;ffentlichte, k&ouml;nnte von Morawiecki sein: &raquo;Ich bin der festen &Uuml;berzeugung, dass Chinas Zukunft gl&auml;nzend ist. Man kann heute stolz darauf sein, Chinese zu sein und mit hocherhobenem Kopf durch die Welt gehen.&laquo; Er war der erste &Ouml;konom aus einem Entwicklungsland, der bei einer internationalen Finanzinstitution einen solchen Spitzenposten eingenommen hat. (&hellip;)<br>\nDer neue Premier versucht, mit der bisherigen peripheren Integration Polens in den Weltmarkt zu brechen, aber dies genau auf der Grundlage des nicht zu bestreitenden relativen Erfolgs dieser Integration. Polen ist heute eben nicht mehr das graue und elende Land, als das es 1989 in den Kapitalismus gestartet ist. Deshalb muss Morawiecki &ndash; ohne besondere soziale Sentimentalit&auml;ten zu pflegen &ndash; schon aus &ouml;konomischen Motiven heraus auch daf&uuml;r eintreten, dass von den Erfolgen des Strategiewechsels etwas bei den in Polen verbliebenen arbeitenden Menschen ankommt. Die Sozialpolitik wird zur Erfolgsbedingung auf einem europaweit offenen Arbeitsmarkt. Morawieckis Ziel ist kein schwedisches Volksheim in den Farben Polens. Die Formulierung daf&uuml;r k&ouml;nnte von Donald Trump stammen: Make Poland great. Nur nicht &raquo;again&laquo;, sondern erstmals.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323623.nachholende-modernisierung.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &ldquo;Sozialpolitische Rhetorik (benutzen), um kapitalistischen Erfolg zu sichern&rdquo;? Das d&uuml;rfte auch in Deutschland bekannt sein. Hat nicht insbesondere Gerhard Schr&ouml;der als Ministerpr&auml;sident und sp&auml;ter Bundeskanzler &ndash; und obwohl einige Jahre im jeweiligen Amt &ndash; stets in Wahlk&auml;mpfen von guter Arbeit und Bildung sowie guter Gesundheits- und Rentenpolitik gesprochen und gefordert? Und was ist daraus geworden? U.a. Privatisierungen im Gesundheitssystem (auch eine inzwischen wieder abgeschaffte 10-Euro-Geb&uuml;hr beim Arztbesuch) und bei der Rente (Riester und R&uuml;rup). Und z.B. am dreigliedrigen Schulsystem hatte sich in Niedersachsen nichts ge&auml;ndert &ndash; &uuml;brigens bis heute nicht, obwohl die SPD wieder regiert.<\/em><br>\n<em>Und wer hat profitiert? Zu oft Arbeitgeber und Konzerne &ndash; so z.B. Herr Maschmeyers AWD.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neue Studie: IS nutzte Waffen aus der EU<\/strong><br>\nMitglieder des sogenannten &ldquo;Islamischen Staates&rdquo; nutzten w&auml;hrend ihrer Terrorherrschaft in Syrien und dem Irak gro&szlig;e Mengen Waffen und Munition aus Europa. Das belegt eine umfassende Studie der Organisation Conflict Armament Research im Auftrag der Europ&auml;ischen Union. Nach Recherchen von NDR und WDR setzten auch andere Milizen Waffen aus Europa ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/waffenexporte-133.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Was f&uuml;r eine &ldquo;Enth&uuml;llung&rdquo;. Deutschland exportiert ebenso wie Frankreich und andere europ&auml;ische L&auml;nder Waffen in Drittl&auml;nder, auch in sogenannte Krisengebiete. Die Studie belegt nun, dass die Waffen auch genutzt werden, auch vom IS. Welche Erkenntnis wird dadurch gewonnen und welchen Wert hat eine solche Information in den Medien?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mr. Trump aus W&uuml;rselen<\/strong><br>\nEuropa braucht nicht den zweiten Anlauf zu einer EU-Verfassung, sondern eine gemeinsame sozial- und arbeitspolitische Agenda. Schulz ignoriert das wie die Kanzlerin<br>\nMartin Schulz ist kein Hundertprozentiger mehr. Jetzt, da er mitten in den Scherben seines Wahlkampfes steht, h&auml;lt er sich aber immer noch hundertprozentig f&uuml;r eines: F&uuml;r einen Europapolitiker aus echtem Schrot und Korn. Und so trat er als 81,9-prozentiger die Flucht nach vorne an und beantragte gewisserma&szlig;en thematisches Asyl in Europa. Und das w&auml;hrend er sich mit jener Bundeskanzlerin bekatert, die er noch vor zw&ouml;lf Wochen f&uuml;r unbedingt abk&ouml;mmlich f&uuml;r Deutschland hielt. Mit der Macronaise am &raquo;Pulse of Europe&laquo;, dem Herauskehren als Retter Europas, ohne zu tief in ein wirkliches europ&auml;isches Change einzudringen, erhofft er sich nun neben seiner wohl baldigen Koalitionspartnerin im Hosenanzug profilieren zu k&ouml;nnen.<br>\nBei der von Martin Schulz als gro&szlig;er Wurf in Aussicht gestellten EU-Verfassung handelt es sich um eine olle Kamelle. In doppelter Hinsicht: Zun&auml;chst nat&uuml;rlich, weil man 2004 schon einen &raquo;Vertrag &uuml;ber eine Verfassung f&uuml;r Europa&laquo; aufsetzte, der aber wegen der Vetos aus Frankreich und den Niederlanden nie ratifiziert wurde. Und ebenfalls antiquiert ist es, weil ein solches Unterfangen ohne den sukzessiven Umbau des Kontinents zu einer Sozial- und Arbeitsmarktunion einfach nicht mehr zeitgem&auml;&szlig; ist.<br>\nDie EU-Verfassung hat man seinerzeit mit dem Lissaboner Vertrag umgangen. Ein multilaterales Abkommen war in vielen Mitgliedsstaaten nicht per Referendum abzufragen. Bei einer kontinentalen Verfassung, die man den nationalen Verfassungen quasi &uuml;berst&uuml;lpen wollte, sah die Sache ja anders aus. In Deutschland freilich nicht, hier entscheiden nach wie vor Abgeordnete frei nach Gewissenslage f&uuml;r sich und ihre W&auml;hler. Der Vertrag wurde damals scharf kritisiert, versammelte er doch allerlei Grunds&auml;tze neoliberaler Wirtschaftsauffassung in seinen Kernpunkten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1073191.der-heppenheimer-hiob-mr-trump-aus-wuerselen.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Anteil der BAf&ouml;G-Gef&ouml;rderten auf Tiefstand<\/strong><br>\nEigentlich soll es alle zwei Jahre einen BAf&ouml;G-Bericht geben &ndash; mit der letzten Gesetzes&auml;nderung wurde diesmal der Bericht um &uuml;ber ein Jahr verschoben. Besser wird das Ergebnis dadurch nicht: Sogar absolut ist die Zahl der BAf&ouml;G-Gef&ouml;rderten gesunken. Und der Staat gab 2016 fast eine halbe Milliarde weniger f&uuml;rs BAf&ouml;G aus als noch 2012.<br>\nDer BAf&ouml;G-Bericht ist noch Produkt der gro&szlig;en Koalition, auch wenn die Regierung nur noch gesch&auml;ftsf&uuml;hrend im Amt ist. Da darf die Kritik an der eigenen Arbeit nicht zu deutlich ausfallen, den sich die Fachleute, die den Bericht erstellt haben, wohl doch erlaubt hatten. SPIEGEL ONLINE meldetete n&auml;mlich, die Regierung habe den Bericht gegen&uuml;ber dem ersten Entwurf noch &bdquo;deutlich entsch&auml;rft&ldquo;. Dazu fehlt auch &ndash; anders als in den vorigen Berichten &ndash; eine Stellungnahme des &bdquo;Beirat f&uuml;r Ausbildungsf&ouml;rderung&ldquo;, den das BMBF im Fr&uuml;hjahr neu berufen hatte. Aber offenbar schaffte dieser es nicht, sich zu treffen &ndash; vielleicht auch, weil er zu sp&auml;t in Kenntnis &uuml;ber den neuen Bericht gesetzt wurde. (&hellip;)<br>\nDer studentische Dachverband fzs kritisierte in seiner Pressemitteilung, dass der BAf&ouml;G-Bericht den sozio&ouml;konomischen Hintergrund der Gef&ouml;rderten &uuml;berhaupt nicht in den Blick nimmt. Er verweist auf die 21. Sozialerhebung des DSW, die gezeigt habe, &bdquo;dass von 2012 bis 2016 die F&ouml;rderungsquote bei Student*innen mit der Bildungsherkunft &ldquo;niedrig&rdquo; und mittel&rdquo; sogar um 20% gesunken sind. Es besteht also dringender Handlungsbedarf f&uuml;r die neue Bundesregierung.&ldquo; (&hellip;)<br>\nDie letzte Anpassung wurde Ende 2014 beschlossen, diverse Details wurden zwar schon 2015 oder Anfang 2016 g&uuml;ltig, die Erh&ouml;hung aber erst zum Wintersemester 2016\/17. Auf Basis der Lebenshaltungskosten und Lohnentwicklung zwischen 2010 und 2014 war die Erh&ouml;hung wohl knapp ausreichend, um das BAf&ouml;G-Niveau von 2010 zu halten &ndash; aber eben nicht f&uuml;r 2016 und inzwischen ist ja weitere Zeit vergangen.<br>\nDen Bundestagsabgeordneten sei eine regelm&auml;&szlig;ige Erh&ouml;hung ihrer Di&auml;ten zugestanden (wurde gerade die Tage best&auml;tigt). Das Kindergeld wurde in den letzten Jahren j&auml;hrlich (wenn auch immer nur um 2 Euro) erh&ouml;ht. Auch bei der Rente und ALG II wurden regelm&auml;&szlig;ig Anpassungen vorgenommen, meist j&auml;hrlich. Insofern kann man sich schon fragen, warum es beim BAf&ouml;G in den letzten 15 Jahren gerade viermal Erh&ouml;hungen gegeben hat (2002, 2008, 2010 und 2016). Wie soll sich da jemand darauf verlassen k&ouml;nnen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-2057-21.bafoeg-bericht.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Zulassungsbeh&ouml;rden legen erste VW-Betrugsdiesel still<\/strong><br>\nHalter von Dieselautos mit Betrugssoftware sollten ganz genau in den Briefkasten schauen, sofern sie noch nicht zum Update in der Werkstatt waren. Denn Zulassungsbeh&ouml;rden in ganz Deutschland haben damit begonnen, Halter solcher Wagen zur Umr&uuml;stung zu zwingen. Nach Recherchen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR wurden bereits etwa 90 Fahrzeughalter aufgefordert, ihre Fahrzeuge binnen vier Wochen umr&uuml;sten zu lassen, andernfalls w&uuml;rden die Autos stillgelegt.<br>\nIn zehn F&auml;llen wurden bereits Stilllegungsverf&uuml;gungen erlassen. Betroffen ist vor allem der VW-Pritschenwagen Amarok, das erste Fahrzeug, f&uuml;r das ein Software-Update zur Verf&uuml;gung stand &ndash; seit Februar 2016. Fahrzeugbesitzer m&uuml;ssen laut Kraftfahrtbundesamt (KBA) die Umr&uuml;stung binnen 18 Monaten vornehmen.<br>\nNach Auffliegen des Dieselbetrugs hatte das Amt angeordnet, 2,4 Millionen Wagen mit einer neuen Software auszur&uuml;sten. Diese Umprogrammierung soll den Aussto&szlig; des giftigen Abgases Stickoxid bei Autos mit dem Motor EA 189 reduzieren, der von Skoda, VW, Seat und Audi verbaut wurde.<br>\nEine Umfrage von NDR und SZ bei allen deutschen Zulassungsstellen ergab, dass auch f&uuml;r bestimmte Varianten des Audi A4 mit 2-Liter-Dieselmotor erste Aufforderungen verschickt wurden. Auch f&uuml;r manche Golf und Passat-Modelle l&auml;uft demn&auml;chst die Frist ab. Bundesweit k&ouml;nnten 200 000 Betrugsdiesel betroffen sein, deren Halter das Software-Update noch nicht durchgef&uuml;hrt haben. Das KBA ordnete zudem weitere R&uuml;ckrufe f&uuml;r Dieselautos aus dem VW-Konzern an. So m&uuml;ssen in den kommenden Monaten bestimmte Porsche Cayenne, VW Touareg und einige Audi A8 zwangsweise in die Werkstatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/auto\/abgasskandal-zulassungsbehoerden-legen-erste-vw-betrugsdiesel-still-1.3791752\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bundesverwaltungsgericht: BND-Metadatensammlung in Datenbank VerAS unzul&auml;ssig<\/strong><br>\nDer BND darf nicht einfach Kommunikationsmetadaten speichern und verwenden. Zu diesem Urteil kam das Bundesverwaltungsgericht. Es fehle die Rechtsgrundlage. Zun&auml;chst gilt das Urteil nur f&uuml;r die Kl&auml;ger, aber es erteilt der Datensammlung des Geheimdiensts eine klare Absage.<br>\nVerAS, kurz f&uuml;r Verkehrsanalysesystem, ist eine der gro&szlig;en Datenbanken des deutschen Auslandsgeheimdienstes BND. In ihr sammelt der Dienst Kommunikationsmetadaten aus Telefongespr&auml;chen mit dem Ausland &ndash; etwa wer mit wem wie lange telefoniert &ndash; und betreibt damit eine eigene Vorratsdatenspeicherung. Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig erteilte dieser Speicherung nun eine Absage und urteilte, dass der BND keine Daten &uuml;ber Kommunikationsverkehre sammeln darf, die durch das Fernmeldegeheimnis aus Artikel 10 des Grundgesetzes gesch&uuml;tzt sind.<br>\nDie Klage stammt von Anwalt Niko H&auml;rting, der Reporter ohne Grenzen vertritt. Die Journalistenorganisation wirft dem BND vor, Kommunikation mit ausl&auml;ndischen Partnern und Journalisten widerrechtlich zu erfassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/bundesverwaltungsgericht-bnd-metadatensammlung-in-datenbank-veras-unzulaessig\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Studie: VW unterst&uuml;tzte Milit&auml;rdiktatur in Brasilien<\/strong><br>\nEiner unabh&auml;ngigen Studie zufolge gibt es Beweise, dass Volkswagen die Milit&auml;rdiktatur in Brasilien aktiv unterst&uuml;tzt hat. Der Werkschutz &uuml;berwachte oppositionelle Aktivit&auml;ten seiner Besch&auml;ftigten und erleichterte Verhaftungen. Der Konzern erhoffte sich von der Milit&auml;rdiktatur (1964-85) die Beibehaltung niedriger L&ouml;hne. VW hat die Studie selbst in Auftrag gegeben. Der Konzern will auf die Opfer zugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/zeitgeschichte-studie-vw-unterstuetzte-militaerdiktatur-in-brasilien-1.3793026\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Vorbildliches aus allen Epochen<\/strong><br>\nDie Bundeswehr will den neuen Traditionserlass des Bundesverteidigungsministeriums (BMVg) f&uuml;r ihre Propaganda nutzen. Das Dokument, das den Umgang der Truppe mit der deutschen Milit&auml;rgeschichte regelt, m&uuml;sse nach seiner Inkraftsetzung &ldquo;breit kommuniziert&rdquo; werden, hei&szlig;t es aus der F&uuml;hrungsspitze des BMVg. Weiter wird erkl&auml;rt, das als Entwurf vorliegende Papier gew&auml;hre den Soldaten die &ldquo;Freiheit, aus allen Epochen Vorbildliches in das Traditionserbe der Bundeswehr zu &uuml;bernehmen&rdquo;. Die Formulierung entspricht einer zentralen Passage des Erlasses, der zufolge auch die &ldquo;milit&auml;rische Exzellenz&rdquo; von NS-Offizieren heute noch &ldquo;Anerkennung finden&rdquo; k&ouml;nne. Nach dem Auffliegen einer mutma&szlig;lichen rechten Terrorgruppe innerhalb der deutschen Streitkr&auml;fte hatte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) zun&auml;chst betont, die Naziwehrmacht d&uuml;rfe &ldquo;in keiner Form traditionsstiftend f&uuml;r die Bundeswehr&rdquo; sein. Davon ist mittlerweile keine Rede mehr &ndash; obwohl die Bundesanwaltschaft inzwischen Anklage gegen den Kopf der Gruppe, Oberleutnant Franco A., erhoben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7482\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fehlstart auf &raquo;Vogelfluglinie&laquo;<\/strong><br>\nKein neues Bahnzeitalter: DB-Aufsichtsrat w&auml;lzt alte und neue Probleme, darunter die ICE-Strecke von Berlin &uuml;ber Erfurt nach M&uuml;nchen<br>\nStatt einen beschaulichen Jahresausklang zu genie&szlig;en, hatte der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG (DB) in seiner Sitzung am Mittwoch gleich mehrere schwere Brocken zu verdauen. Ein neues Gutachten prophezeit f&uuml;r das fragw&uuml;rdige Immobilien- und Schienenprojekt Stuttgart 21 milliardenschwere Mehrkosten und jahrelange Verz&ouml;gerungen bei der Fertigstellung. Die Umstellung auf den neuen Fahrplan und die Er&ouml;ffnung einer neuen Schnellbahntrasse zwischen Berlin und M&uuml;nchen mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 km\/h waren von &ouml;ffentlichkeitswirksamen Pannen gepr&auml;gt. Wie schon in den Vorjahren machte auch schon ein bescheidener Wintereinbruch der Bahn schwer zu schaffen.<br>\nBereits bei der feierlichen Er&ouml;ffnung der Strecke Berlin&ndash;M&uuml;nchen am Freitag im Beisein von Politprominenz lief es nicht rund. So kam ein Sonderzug mit Ehreng&auml;sten aufgrund von Pannen und St&ouml;rungen erst zwei Stunden sp&auml;ter als geplant in M&uuml;nchen an. Tagelang beklagten Fahrg&auml;ste Versp&auml;tungen, die sich auf den gesamten bundesweiten Fahrplan auswirkten. Ein wesentlicher Faktor bei den St&ouml;rungen d&uuml;rften Anpassungsschwierigkeiten bei der Anwendung des neuen, f&uuml;r den europaweiten Betrieb konzipierten Zugbeeinflussungssystems ETCS sein, das auf der Neubaustrecke zwischen Ebensfeld (Bayern) und Erfurt herk&ouml;mmliche Signaltechnik ersetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323529.fehlstart-auf-vogelfluglinie.html\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Sprinter schneller als Flieger<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171215-hdt2-01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.stuttmann-karikaturen.de\/karikatur\/6599\">Stuttmann Karikaturen<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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