{"id":41612,"date":"2017-12-18T08:23:20","date_gmt":"2017-12-18T07:23:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612"},"modified":"2017-12-18T08:23:20","modified_gmt":"2017-12-18T07:23:20","slug":"hinweise-des-tages-3023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h01\">SPD in NRW warnt Parteispitze vor GroKo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h02\">World Inequality Report 2018<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h03\">Weiterbau w&uuml;rde viel teurer als ein Umstieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h04\">Todenh&ouml;fer: &ldquo;Die schlimmste Hungersnot der letzten hundert Jahre&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h05\">Wie israelische Intellektuelle Trumps &Auml;u&szlig;erungen werten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h06\">Wien bekennt sich zu Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h07\">Global Tax 50: LINKE ist nun Steuergerechtigkeits-Weltmeister<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h08\">Klage gegen EU-Steuernachforderung an Amazon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h09\">Jeder vierte Mensch stirbt durch Umweltverschmutzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h10\">Wir werden ihnen die Scham ins Gesicht treiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h11\">&ldquo;Keinen Inch weiter nach Osten&rdquo;: Was den Russen zur Wiedervereinigung &uuml;ber die Nato versprochen wurde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h12\">Europ&auml;ischer Rat: Komplettdemontage des Asylrechts geplant?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41612#h13\">Jeremy Corbyn und Noam Chomsky gewinnen Internationalen Friedenspreis &ndash; Medien verschweigen es<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD in NRW warnt Parteispitze vor GroKo<\/strong><br>\nNach dem gr&uuml;nen Licht f&uuml;r Sondierungsgespr&auml;che warnt Nordrhein-Westfalens SPD die Parteispitze um Martin Schulz davor, sich zu fr&uuml;h auf eine Gro&szlig;e Koalition einzustellen. &ldquo;Es wird gerade viel &uuml;ber die staatspolitische Verantwortung der SPD schwadroniert&rdquo;, sagte Landeschef Michael Groschek dem SPIEGEL: &ldquo;Die Hauptverantwortung der SPD liegt darin, wieder so gro&szlig; und stark zu werden, dass sie f&uuml;r die Menschen im Land eine echte Kanzler-Alternative zur Union darstellt. Wenn wir uns an die Rolle des Juniorpartners gew&ouml;hnen, enden wir als Wackeldackel.&rdquo;<br>\nGroschek verlangte vor dem Sonderparteitag der Sozialdemokraten im Januar inhaltliche Vorab-Zusagen von der Union. &ldquo;Niemand sollte sich der Illusion hingeben, dass die Gro&szlig;e Koalition mit ein paar netten &Uuml;berschriften aus den Sondierungen zum Selbstl&auml;ufer wird&rdquo;, sagte der Sozialdemokrat: &ldquo;Wir ziehen keine roten Linien, aber ohne konkrete Verbesserungen im Bereich der Arbeitsmarkt-, Renten- und Gesundheitspolitik ist es unvorstellbar, dass ein Parteitag gr&uuml;nes Licht f&uuml;r weitere Gespr&auml;che gibt.&rdquo;<br>\nDie Sozialdemokraten wollen voraussichtlich am 14. Januar auf einem Parteitag &uuml;ber die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entscheiden. Die Rolle der NRW-SPD d&uuml;rfte entscheidend sein. Der Landesverband stellt bei dem Treffen knapp 150 Delegierte und damit rund ein Viertel der Stimmberechtigten. Wie sich der wichtigste Landesverband der SPD mehrheitlich positionieren wird, gilt in der Parteispitze als unberechenbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-in-nordrhein-westfalen-warnt-parteispitze-vor-grosser-koalition-a-1183667.html%20\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>Dazu: Th&uuml;ringer SPD-Parteitag stimmt gegen gro&szlig;e Koalition<\/strong><br>\nEinen Tag nach dem SPD-Vorstandsbeschluss zur Aufnahme von Sondierungsgespr&auml;chen mit der Union hat der erste Landesverband gegen eine gro&szlig;e Koalition gestimmt. Ein Parteitag der Th&uuml;ringer SPD billigte am Samstagabend mehrheitlich einen Antrag der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos, mit dem die Neuauflage einer gro&szlig;en Koalition im Bund abgelehnt wird.<br>\nIn dem Antrag hei&szlig;t es unter anderem, eine erneute Regierung mit der Union w&uuml;rde einen weiteren Glaubw&uuml;rdigkeitsverlust f&uuml;r die SPD bedeuten. In vielen Fragen gebe es kaum Gemeinsamkeiten. Der Landesvorsitzende der Jusos, Oleg Shevchenko, sagte, die Erneuerung der SPD in einer gro&szlig;en Koalition k&ouml;nne angesichts von Regierungszw&auml;ngen nicht funktionieren. Es d&uuml;rfe nicht zugelassen werden, &ldquo;dass die SPD mickrig geschrumpft wird&rdquo;. (&hellip;)<br>\nVertreter der Bundespartei hatten bei dem SPD-Landesparteitag in Erfurt vergeblich versucht, die Deligierten umzustimmen. SPD-Vize Thorsten Sch&auml;fer-G&uuml;mbel und der parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der SPD-Bundestagsfraktion, Carsten Schneider, sprachen sich gegen den Antrag der Jusos aus. Stattdessen solle der Parteitag sich f&uuml;r ergebnisoffene Sondierungen aussprechen.<br>\nDiesen Kurs hatte der SPD-Bundesparteitag vor einer guten Woche beschlossen. Der Parteivorstand der SPD hatte daraufhin am Freitag einstimmig beschlossen, Sondierungsgespr&auml;che mit CDU und CSU aufzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/abstimmung-thueringer-spd-parteitag-stimmt-gegen-grosse-koalition-1.3794973\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das Verhalten der SPD ist und bleibt unverst&auml;ndlich. Man pflegt weiterhin die lieb gewonnene Verkl&auml;rung, nach der &bdquo;nur&ldquo; die GroKo darn Schuld sei, dass die SPD nicht mehr als sozialdemokratische Partei wahrgenommen wird. Aber das ist <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40369\">nat&uuml;rlich falsch<\/a>. Genau so falsch ist es, eine k&uuml;nftige GroKo rein strategisch auszuschlie&szlig;en. Wenn die SPD &uuml;berzeugt ist, gute sozialdemokratische Inhalte hat, dann soll sie diese Inhalte doch selbstbewusst bei Sondierungen vortragen. Entweder sie kriegt diese Inhalte nicht durch und kann dann erhobenen Hauptes in Neuwahlen oder in die Oppositionsf&uuml;hrerschaft gehen oder sie setzt ihre Inhalte durch und kann dann auch nicht mehr lamentieren, in einer GroKo kein Profil zeigen zu k&ouml;nnen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>World Inequality Report 2018<\/strong><br>\nIn Paris wurde im Dezember 2017 der erste &bdquo;World Inequality Report&ldquo; ver&ouml;ffentlicht, Ergebnis eines international einzigartigen Projekts zur Erfassung der Ungleichheit von Einkommen und Verm&ouml;gen weltweit. (&hellip;)<br>\nEs ist ein gemeinschaftliches Gro&szlig;projekt, das die Ungleichheitsforscher Thomas Piketty, Emmanuel Saez, Facundo Alvaredo, Gabriel Zucman und andere mit der World Wealth and Income Database (WID) ins Leben gerufen haben. &Uuml;ber 100 Ungleichheitsforscherinnen und &ndash;forscher weltweit bauen die Datenbank kontinuierlich aus und entwickeln sie weiter. Mittlerweile finden sich Daten zu Einkommen und Verm&ouml;gen aus &uuml;ber 70 L&auml;ndern in der Datenbank &ndash; ein Meilenstein der &ouml;konomischen Ungleichheitsforschung.<br>\nDie umfangreichen Daten zur Entwicklung der Ungleichheit von Einkommen und Verm&ouml;gen sind leicht zug&auml;nglich gemacht &uuml;ber die WID-Website, k&ouml;nnen dort individualisiert zusammengestellt werden und sind transparent nachvollziehbar mit detaillierten Infos zu den Ursprungsquellen. Hier setzte bereits Thomas Piketty mit seinem Buch &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo; Ma&szlig;st&auml;be, bei dem zu jeder Abbildung die Rohdaten &uuml;ber dessen pers&ouml;nliche Homepage zug&auml;nglich gemacht wurden.<br>\nEine Besonderheit der Datenbank ist, dass die Daten zumeist nicht auf Haushaltsbefragungen basieren &ndash; Datens&auml;tze, bei denen h&auml;ufig die Konzentration von Einkommen und Verm&ouml;gen an der Spitze untersch&auml;tzt werden &ndash; sondern auf Steuerstatistiken und der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Auch Sch&auml;tzungen zu Offshore-Verm&ouml;gen werden einbezogen (vorsichtigen Berechnungen zufolge immerhin rund 8% der weltweiten Verm&ouml;gen).<br>\nDer nun auf einer eigens veranstalteten Konferenz ver&ouml;ffentlichte erste World Inequality Report fasst wichtige Befunde der Datenarbeit zusammen. (&hellip;)<br>\nAngesichts der starken Ungleichheitszunahme empfehlen die Autoren umfangreiche Politikma&szlig;nahmen zur weltweiten Reduzierung der Ungleichheit. Verschiedene m&ouml;gliche Zukunftsszenarien hingen zentral daran ab, wie demokratische Politik auf die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte reagiere und wie sie die Weichen f&uuml;r die Zukunft stelle.<br>\nIm Bericht schlagen sie folgende Ma&szlig;nahmen vor:<br>\nSteuerprogression als bew&auml;hrtes Instrument der Ungleichheitsbek&auml;mpfung zur&uuml;ck auf die politische Tagesordnung setzen &ndash; auch um Spielr&auml;ume f&uuml;r staatliche Handlungsf&auml;higkeit zur&uuml;ckzugewinnen<br>\nEin globales Finanzregister aufbauen, um Steuerflucht und Geldw&auml;sche, und damit auch die Ungleichheit zu bek&auml;mpfen<br>\nGleicher Zugang zu Bildung und guter Besch&auml;ftigung<br>\nVerbesserung der betrieblichen Mitbestimmung und angemessene Mindestl&ouml;hne<br>\n&Ouml;ffentliche Investitionen in Bildung, Gesundheit und Umweltschutz<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/verteilungsfrage.org\/2017\/12\/world-inequality-report-2018\/%20\">verteilungsfrage.org<\/a>\n<p><strong>Dazu: Studie: &Ouml;konomische Ungleichheit ist gewachsen<\/strong><br>\nPrivatisierungen im gro&szlig;en Stil haben die Ungleichheit zwischen Topverdienern und Einkommensschwachen einer Studie zufolge in den vergangenen Jahren fast &uuml;berall auf der Welt versch&auml;rft.<br>\nSeit 1980 haben die reichsten ein Prozent der Weltbev&ouml;lkerung ihre Eink&uuml;nfte mehr als verdoppelt, wie aus einer Untersuchung von Forschern um den bekannten franz&ouml;sischen &Ouml;konom Thomas Piketty hervorgeht. Die Mittelklasse habe dagegen kaum profitiert, auch wenn gestiegene Einkommen statistisch allen Menschen zu Gute gekommen seien. Regional gibt es allerdings Unterschiede.<br>\nAm geringsten ist das Gef&auml;lle demnach in Europa. Dort verf&uuml;gten 2016 die oberen zehn Prozent &uuml;ber 37 Prozent des nationalen Einkommens, in Nordamerika waren es 47 Prozent, im Nahen Osten den Angaben zufolge sogar 61 Prozent. &laquo;Seit 1980 ist die Einkommensungleichheit in Nordamerika, China, Indien und Russland rasant gestiegen. In Europa verlief der Anstieg moderat&raquo;, hei&szlig;t es in der Studie. Ausgewertet wurden unter anderem Einkommensteuerdaten.<br>\nIn Deutschland haben die Top 10 Prozent den Angaben zufolge rund 40 Prozent am Gesamteinkommen. &laquo;Ihr Anteil ist seit Mitte der 90er Jahren gestiegen&raquo;, sagte Charlotte Bartels vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), die die deutschen Daten auswertete.<br>\n&laquo;Die unteren 50 Prozent haben in den letzten Jahren massiv an Anteil am Gesamteinkommen verloren. In den 60er Jahren verf&uuml;gten sie noch &uuml;ber etwa ein Drittel, heute sind es noch 17 Prozent&raquo;, erl&auml;uterte die Wissenschaftlerin. &laquo;Einschlie&szlig;lich Sozialtransfers, die mit den Bruttoeinkommen nicht erfasst werden, sehen die Zahlen f&uuml;r die unteren Einkommen vermutlich aber besser aus.&raquo;<br>\nDie Mittelschicht ist nach ihren Angaben relativ stabil mit etwa 40 Prozent am Gesamteinkommen. &laquo;Insgesamt ist die Einkommensungleichheit in Deutschland heute nicht radikal h&ouml;her oder radikal niedriger als vor 100 Jahren. Allerdings ist sie seit der Jahrtausendwende gestiegen.&raquo;<br>\nIn Deutschland profitieren die Reichsten 0,1 Prozent Bartels zufolge vor allem vom Unternehmensbesitz. &laquo;&Uuml;ber 80 Prozent der deutschen Wirtschaft d&uuml;rften sich in Familienhand befinden.&raquo;<br>\nHauptursache der &ouml;konomische Ungleichgewichte ist den Autoren zufolge die ungleiche Verteilung von Kapital in privater und in &ouml;ffentlicher Hand. Seit 1980 seien in fast allen L&auml;ndern riesige Mengen &ouml;ffentlichen Verm&ouml;gens privatisiert worden. &laquo;Dadurch verringert sich der Spielraum der Regierungen, der Ungleichheit entgegenzuwirken&raquo;, argumentieren die Wissenschaftler. In den USA und Gro&szlig;britannien war das &ouml;ffentliche Nettoverm&ouml;gen &ndash; Verm&ouml;genswerte abz&uuml;glich Schulden &ndash; den Angaben zufolge zuletzt negativ. In Japan, Deutschland und Frankreich nur noch leicht positiv.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.msn.com\/de-de\/nachrichten\/finance-top-stories\/studie-%c3%b6konomische-ungleichheit-ist-gewachsen\/ar-BBGITnu%20\">msn nachrichten<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Seit 1998 ist die SPD mit wenigen Jahren Unterbrechung an der Regierung mitbeteiligt. Sollte die SPD-Spitze nicht besser angesichts derartiger Zahlen &ndash; und hier insbesondere die Vertreter des Seeheimer Kreises und der &bdquo;Netzwerker&ldquo; &ndash; ihre &ouml;konomische Kompetenz infrage stellen? Anfang 2005 hatte Gerhard Schr&ouml;der sich <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=27937\">als Kanzler in Davos<\/a> u.a. mit diesen Worten gelobt: &bdquo;Wir m&uuml;ssen und wir haben unseren Arbeitsmarkt liberalisiert. Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren aufgebaut, den es in Europa gibt.&ldquo; Hat dieser Niedriglohnsektor etwa nicht zum Anwachsen der Ungleichheit hierzulande beigetragen?<\/em><\/p>\n<p><strong>Und: &bdquo;Neoliberale Ideologie ist gescheitert&ldquo;<\/strong><br>\nArm und Reich driften weltweit immer weiter auseinander. In Deutschland geht unter J&uuml;ngeren die Schere auseinander, sagt der Soziologe Steffen Mau. (&hellip;)<br>\nDeutschland erscheint im Vergleich zu den USA egalit&auml;r. Aber stimmt das? Die Mittelschicht schrumpft auch hier.<br>\nDa muss man genau hinschauen. Die Einkommensmittelschicht ist in Deutschland seit 2005 relativ stabil. Davor ist sie von 64 auf 58 Prozent geschrumpft. Das ist nicht so dramatisch. Das Problem ist die extreme Konzentration von Verm&ouml;gen, die hierzulande weit ausgepr&auml;gter ist als in anderen Industriestaaten. Hinzu kommt: Die Verm&ouml;gensbildung ist bei J&uuml;ngeren viel ungleicher und schwieriger als bei &Auml;lteren.<br>\nJe j&uuml;nger, desto gr&ouml;&szlig;er die Ungleichheit. Warum?<br>\nDabei spielt der ver&auml;nderte Arbeitsmarkt ebenso eine Rolle wie Fragen der Vererbung. Viele &Auml;ltere haben noch sichere Jobs und sind in ein anderes Einkommensgef&uuml;ge hineingewachsen, bei den J&uuml;ngeren driftet das st&auml;rker auseinander.<br>\nDie Arbeitslosenquote in Deutschland ist gesunken, aber das hat nicht zu mehr Gleichheit gef&uuml;hrt. Warum nicht?<br>\nDas ist bemerkenswert. Denn Arbeitslosigkeit ist ein wesentlicher Grund f&uuml;r Ungleichheit. Eigentlich h&auml;tte die Ungleichheit also abnehmen m&uuml;ssen. Hat sie aber nicht. Das hei&szlig;t: Der langfristige Trend, die Spreizung zwischen gut bezahlten qualifizierten Jobs und mies bezahlten f&uuml;r schlecht Qualifizierte, ist st&auml;rker.<br>\nAlso wird die Ungleichheit weiter zunehmen?<br>\nWahrscheinlich. Denn die Spreizung auf dem Arbeitsmarkt ist ein Muster, das wir in allen westlichen Gesellschaften finden. Das ist eine Auswirkung der Globalisierung, die die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern auf den Arbeitsm&auml;rkten vertieft. Dazu kommt der Effekt, den Piketty in seinem Buch &bdquo;Das Kapital im 21. Jahrhundert&ldquo; analysiert hat: Die Einkommen aus Kapital steigen st&auml;rker als die aus Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5468036\/%20\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein treffender Leserkommentar: &ldquo;Nur mal zur Klarstellung: die neoliberale Ideologie ist nat&uuml;rlich nicht gescheitert,. sondern hat genau das erreicht, was sie wollte &ndash; kurz gesagt. Umverteilung nach oben, Demontage des &ldquo;sozialdemokratischen&rdquo; Westlichen Nachkriegskonsensus und Machtkonzentration bei bestimmten Wirtschaftseliten.&rdquo; Und dem hier interviewten Soziologen fallen nur l&auml;cherliche Punkte zur Korrektur ein: eine h&ouml;here Erbschaftsteuer (w&uuml;rde in Deutschland maximal 10 Milliarden Euro im Jahr mehr umverteilen) und, nat&uuml;rlich, &ldquo;eine bessere Bildung&rdquo; (da k&ouml;nnen sogar Neoliberale zustimmen). Trotz der klaren Aussage, da&szlig; die Zunahme der Ungleichheit Ergebnis bewu&szlig;ter Politik ist, wird im n&auml;chsten Moment eine quasi zwangsl&auml;ufige Entwicklung zu mehr Ungleichheit behauptet (&ldquo;Der langfristige Trend, die Spreizung zwischen gut bezahlten qualifizierten Jobs und mies bezahlten f&uuml;r schlecht Qualifizierte, ist st&auml;rker.&rdquo;). Kein Wort dazu, da&szlig; auch nationale Politik h&ouml;here L&ouml;hne und bessere soziale Absicherung f&ouml;rdern und erzwingen k&ouml;nnen. Eine traurige Analyse. Gescheitert ist eine Soziologie, die im Lamento endet und die grunds&auml;tzliche Ver&auml;nderbarkeit von Politik negiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Weiterbau w&uuml;rde viel teurer als ein Umstieg<\/strong><br>\nL&ouml;sungen f&uuml;r einen Umstieg kosten vier bis f&uuml;nf Milliarden Euro weniger als der Weiterbau des Projekts &bdquo;Stuttgart 21&ldquo;. Zu diesem Ergebnis kommt der Verkehrsexperte Dr. Martin Vieregg in einem neuen Gutachten, das er heute in Berlin vorgestellt hat. Seine Zahlen best&auml;tigen die Prognose des Aktionsb&uuml;ndnisses, dass das Gesamtprojekt am Ende deutlich mehr als zehn Milliarden Euro kosten und fr&uuml;hestens im Jahre 2026 fertig gebaut w&uuml;rde. Widerlegt werden damit auch die von der Bahn behaupteten Ausstiegskosten in H&ouml;he von sieben Milliarden Euro: &bdquo;Das sind Mondzahlen, mit denen die Bahn jede Umstiegsdebatte zu ersticken versucht&ldquo;, so B&uuml;ndnissprecher Eisenhart von Loeper.<br>\nZudem kritisiert der Rechtsanwalt die weiterhin destruktive Informationspolitik der Deutschen Bahn AG: &bdquo;Statt die &Ouml;ffentlichkeit vollst&auml;ndig &uuml;ber das PwC-Gutachten zu informieren, l&auml;sst die Bahn die &Ouml;ffentlichkeit mit minimalen Infoh&auml;ppchen im Dunkel. Diese Verschleierungsmethode ist der Demokratie unw&uuml;rdig.&ldquo; Vor einer Woche hatte von Loeper deshalb den Chef des Bundeskanzleramts, Bundesminister Peter Altmaier, brieflich aufgefordert, daf&uuml;r zu sorgen, dass die Fakten endlich auf den Tisch kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/weiterbau-wuerde-viel-teurer-als-ein-umstieg\/\">K21<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Der Ausstieg w&auml;re billiger<\/strong><br>\nStuttgart 21 stoppen und den Kopfbahnhof verbessern &ndash; das w&uuml;rde Milliarden sparen. So die Berechnungen, die S21-Gegner in Auftrag gaben.<br>\nAngesichts der j&uuml;ngsten Kostensteigerungen beim umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 (S21), mit denen sich am Mittwoch auch der Aufsichtsrat der Bahn besch&auml;ftigte, dr&auml;ngen Kritiker erneut auf einen Abbruch der Arbeiten. Neue Argumente daf&uuml;r liefert ihnen ein Gut&shy;achten, das sie beim renommierten Verkehrsberatungsb&uuml;ro Vier&shy;egg-R&ouml;ssler in Auftrag gegeben haben. Demnach w&auml;re ein Ausstieg aus S21 auch jetzt noch weitaus g&uuml;nstiger als der Weiterbau.<br>\nDie Bahn hatte k&uuml;rzlich einger&auml;umt, dass die Kosten f&uuml;r S21 auf 7,6 Milliarden Euro steigen und sich die Fertigstellung auf das Jahr 2024 verz&ouml;gern w&uuml;rden. Urspr&uuml;nglich sollte der neue unterirdische Durchgangsbahnhof, der den bisherigen Kopfbahnhof ersetzen soll, inklusive der notwendigen Neubaustrecken 4,5 Milliarden Euro kosten.<br>\nVieregg-R&ouml;ssler sch&auml;tzt die Kosten mit 9,8 Milliarden Euro aufgrund neuer Verz&ouml;gerungen und Probleme noch h&ouml;her ein als die Bahn. Bei einem Ausstieg zum jetzigen Zeitpunkt w&auml;ren davon 3,2 Milliarden Euro an bereits angefallenen Kosten verloren. Die Umsetzung des von den S21-Gegnern erarbeiteten Konzepts &bdquo;Umstieg 21&ldquo;, das einen stark aufgewerteten Kopfbahnhof mit neuen S-Bahn-Strecken unter anderem auf der f&uuml;r S21 geplanten Trasse zum Flughafen vorsieht, w&uuml;rde zus&auml;tzliche 1,2 Milliarden Euro kosten. Die schon ausgehobenen Tunnel und Gruben sollen dabei anderweitig genutzt werden. Eine modifizierte L&ouml;sung mit einer zus&auml;tzlichen Neubaustrecke, die Vieregg-R&ouml;ssler selbst erarbeitet hat und die S21 nach Angaben des Planungsb&uuml;ro &bdquo;verkehrstechnisch deutlich &uuml;berlegen&ldquo; w&auml;re, w&uuml;rde rund 2 Milliarden Euro kosten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5467690\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Todenh&ouml;fer: &ldquo;Die schlimmste Hungersnot der letzten hundert Jahre&rdquo;<\/strong><br>\nDer Jemen brauche dringend Frieden. Ansonsten werde sich die humanit&auml;re Lage noch weiter versch&auml;rfen, berichtet der Publizist J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer aus der Hauptstadt Sanaa im Dlf. Das Stadtbild sei gepr&auml;gt von Kindern und alten Menschen, die bettelten, weil sie sonst verhungern w&uuml;rden. &ldquo;Es sterben eben sehr, sehr viele Menschen durch Hunger.&rdquo;<br>\nChristine Heuer: Ein Krieg, meist unter dem Radar der &ouml;ffentlichen Wahrnehmung: Seit fast drei Jahren k&auml;mpfen im Jemen Regierungstruppen gegen schiitische Huthi-Rebellen &ndash; die gelten l&auml;ngst als die eigentlichen Machthaber im Land. Doch hinter dem B&uuml;rger steckt auch ein Stellvertreterkrieg. Saudi-Arabien und seine Verb&uuml;ndeten werfen Bomben auf den Jemen, um die Regierungssoldaten zu unterst&uuml;tzen, der Iran agiert hinter den Kulissen zugunsten der schiitischen Rebellen. Und zwischen all diesen Spielern werden die Menschen im Jemen, wird die Zivilbev&ouml;lkerung im Land zerrieben. Der Publizist J&uuml;rgen Todenh&ouml;fer bereist seit vielen Jahren Krisenregionen vor allem im Nahen und Mittleren Osten, und seit rund zwei Wochen ist er im Jemen. Wir erreichen ihn in der Hauptstadt Sanaa. Wie, Herr Todenh&ouml;fer, erleben Sie Sanaa, eine Stadt, in die ja kaum mehr ein westlicher Beobachter kommt, was ist Ihr st&auml;rkster Eindruck, welches Bild k&ouml;nnen Sie uns vermitteln aus Sanaa?<br>\nJ&uuml;rgen Todenh&ouml;fer: Das st&auml;rkste Bild, was einen sehr bedr&uuml;ckt &ndash; ich bin immer wieder in Krankenh&auml;usern -, sind vor Hunger sterbende Kleinkinder. Wenn dann der Arzt sagt, wenn ich frage und die Mutter fragt, hat er eine Chance, und der Arzt mir dann sagt, vielleicht 30 Prozent. Und ein weiterer Eindruck, der auf mich stark wirkte, weil ich in Sanaa vor ein paar Jahren, vor dem Krieg auch schon war und finde das f&uuml;r mich die sch&ouml;nste Stadt der Welt und eins der sch&ouml;nsten L&auml;nder der Welt, sind die Hunderte vor Hunger, aus Hunger bettelnden kleinen Kinder, die einen in Scharen verfolgen und am Stra&szlig;enrand, auch mitten an den Hauptstra&szlig;en sitzende &auml;ltere Frauen, die nur die Hand hinhalten, weil sie hoffen, dass sie 20 Cent bekommen und sich davon irgendetwas kaufen k&ouml;nnen. Also der Hunger ist dominierend, und f&uuml;r einen pers&ouml;nlich &ndash; das ist nat&uuml;rlich zweitrangig &ndash; sind es die n&auml;chtlichen Bombenangriffe, die fast jede Nacht kommen und die einen aufwecken und die anderen wieder damit konfrontieren: Hallo, hier ist Krieg und hier wird bombardiert, auch wenn die Zerst&ouml;rungen in der Stadt viel, viel geringer sind, als ich geglaubt hatte und als auch die Weltmedien glauben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/krieg-im-jemen-todenhoefer-die-schlimmste-hungersnot-der.694.de.html?dra:article_id=406206\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie israelische Intellektuelle Trumps &Auml;u&szlig;erungen werten<\/strong><br>\nDie Entscheidung von US-Pr&auml;sident Donald Trump, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen, sorgt auch unter israelischen Intellektuellen f&uuml;r Diskussionen. Einge vermuten dahinter vor allem ein politisches Man&ouml;ver, um von Korruptionsvorw&uuml;rfen gegen Ministerpr&auml;sident Netanjahu abzulenken. (&hellip;)<br>\nDoron h&auml;lt Trumps Ank&uuml;ndigung, die amerikanische Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, f&uuml;r ein politisches Man&ouml;ver. Ein Man&ouml;ver, das dem wegen Korruptionsvorw&uuml;rfen in der Kritik stehenden israelischen Premier Netanjahu innenpolitisch Luft verschaffen soll. Dieser Meinung ist auch der Schriftsteller Igal Avidan.<br>\n&ldquo;Das Thema, das die Israelis am meisten bewegt zurzeit, das sind die gro&szlig;en Demonstrationen gegen Korruption. Vor allem, was Netanjahu und andere prominente Politiker betrifft.<br>\nJetzt sind viele frustriert, das pl&ouml;tzlich das Thema Jerusalem diese Bem&uuml;hungen, diesen &ouml;ffentlichen Druck auf Netanjahu, auf die Polizei und auf die Staatsanwaltschaft wegnimmt, die Ermittlungen endlich zu einem Prozess zu bringen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nEgal, wo die amerikanische Botschaft hinzieht &ndash; die Jerusalem-Frage k&ouml;nne nicht gekl&auml;rt werden, bevor nicht eine L&ouml;sung f&uuml;r den Konflikt in den besetzten Gebieten gefunden sei. Davon ist die K&uuml;nstlerin Michaela Yakoobi &uuml;berzeugt. Die Designerin hat eine Frauenbewegung initiiert, die von urspr&uuml;nglich zw&ouml;lf auf &uuml;ber 30.000 Frauen angewachsen ist.<br>\nDie Forderung dieser neuen Friedensbewegung: Endlich auch Frauen in den Verhandlungsprozess mit einzubeziehen, Frauen auf beiden Seiten, die ihre S&ouml;hne und T&ouml;chter verloren haben oder sie nicht verlieren wollen. (&hellip;)<br>\nIn diesem Punkt sind sich fast alle Intellektuellen und K&uuml;nstler in Israel einig: Nur wenn Israelis und pal&auml;stinensische Araber miteinander reden, kann Vertrauen geschaffen werden. Der einseitige Vorsto&szlig; des amerikanischen Pr&auml;sidenten ist daf&uuml;r nicht geeignet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jerusalem-als-israels-hauptstaadt-wie-israelische.691.de.html?dram:article_id=406178\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wien bekennt sich zu Europa<\/strong><br>\nMehr Polizisten, Steuererleichterungen f&uuml;r Familien, Einschnitte f&uuml;r Asylbewerber: Die k&uuml;nftige Regierung &Ouml;sterreichs hat ihren Koalitionsvertrag pr&auml;sentiert. Der enth&auml;lt auch die klare Absage an einen &ldquo;&Ouml;xit&rdquo;.<br>\n&Ouml;sterreichs neue Koalition aus Konservativen und Rechtspopulisten hat in ihrem Regierungsprogramm ein klares Bekenntnis zur EU festgelegt. An der Mitgliedschaft des Landes in der Europ&auml;ischen Union und in anderen internationalen Organisationen d&uuml;rfe nicht ger&uuml;ttelt werden. &ldquo;Nur in einem starken Europa kann es auch ein starkes &Ouml;sterreich geben, in dem wir in der Lage sind, die Chancen des 21. Jahrhunderts zu nutzen&rdquo;, hei&szlig;t es im Vorwort des Programms von konservativer &Ouml;VP und rechter FP&Ouml;, das am Samstag vorgelegt wurde.<br>\nVolksabstimmungen zu dem Thema sind deswegen in den kommenden f&uuml;nf Jahren nicht erlaubt. In anderen Bereichen soll die direkte Demokratie allerdings gest&auml;rkt werden.<br>\nNach siebenw&ouml;chigen Verhandlungen hatten sich &Ouml;VP und FP&Ouml; am sp&auml;ten Freitagabend auf einen &uuml;ber 180 Seiten starken Koalitionspakt f&uuml;r die kommenden f&uuml;nf Jahre geeinigt. Die Parteigremien segneten den Pakt einstimmig ab. &Ouml;VP-Chef Sebastian Kurz wird damit in wenigen Tagen mit 31 Jahren Europas j&uuml;ngster Regierungschef.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/oesterreich-das-sind-die-kernpunkte-des-koalitionsvertrags-a-1183724.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Wien bekennt sich zu Europa&rdquo;, gemeint ist die EU, wenn das mal keine positive Nachricht ist in Zeiten einer EU in der Krise. Ansonsten pr&auml;sentiert der Koalitionsvertrag die erwarteten Feindseligkeiten gegen Ausl&auml;nder, eine (f&uuml;r mich) unerwartet progressive Umweltpolitik (100% erneuerbare Energien ab 2030) und dann ganz ernsthaft das neoliberale ABC durchbustabiert: &ldquo;B&uuml;rokratieabbau&rdquo; (weniger Kontrollen f&uuml;r Firmen), Senkung der Lohn- und Einkommensteuer (zugunsten h&ouml;herer Einkommen), Senkung der &ldquo;Lohnnebenkosten&rdquo; (zulasten der Sozialversicherungstr&auml;ger), Schuldenbremse, K&uuml;rzung der &ouml;ffentlichen Ausgaben (die hier genannten zw&ouml;lf Milliarden Euro sind eine enorme Summe und entspr&auml;chen, auf Deutschland hochgerechnet, satten 84 Milliarden Euro). M. a. W., die neue &ouml;sterreichische Regierung wirft sich mit voller Kraft in den &ldquo;Standortwettbewerb&rdquo; und will im Zeitraffer die katastrophalen Entwicklungen der letzten 20 Jahre in Deutschland nachvollziehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Global Tax 50: LINKE ist nun Steuergerechtigkeits-Weltmeister<\/strong><br>\n&bdquo;Wir gratulieren unserem Abgeordneten Fabio De Masi. Er ist nun Steuergerechtigkeits-Weltmeister und hat sich innerhalb k&uuml;rzester Zeit einen internationalen Ruf erworben. Linke Finanzexperten wie er sind in Zeiten von Paradise Papers &amp; Co sowie dem Verzicht der Jamaika- und GroKo-Parteien auf eine Million&auml;rsteuer eine enorme Bereicherung f&uuml;r die steuerpolitischen Debatten in Deutschland und Europa&ldquo;, erkl&auml;ren die Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, mit Blick auf die Auszeichnung von Fabio De Masi als &bdquo;Global Tax 50&ldquo; durch die renommierte Fachzeitschrift International Tax Review. Das Global Tax Ranking benennt j&auml;hrlich die weltweit 50 einflussreichsten Personen, Organisationen oder Entwicklungen im Bereich der Steuerpolitik. Die Liste umfasste in den vergangenen Jahren unter anderem das Konsortium investigativer Journalisten, die LuxLeaks Whistleblower sowie die EU-Wettbewerbskommissarin Ve  stager, Regierungschefs und Finanzminister sowie Steuerdiplomaten internationaler Organisationen. De Masi wurde f&uuml;r seine fr&uuml;here T&auml;tigkeit im Europaparlament &ndash; unter anderem als stellvertretender Vorsitzender des &bdquo;Panama Papers&ldquo;-Untersuchungsausschusses zu Geldw&auml;sche, Steuerhinterziehung und Steuervermeidung &ndash; ausgezeichnet. Wagenknecht und Bartsch weiter:<br>\n&bdquo;Die EU-Staaten verlieren j&auml;hrlich hunderte Milliarden Euro durch Steuerhinterziehung und -vermeidung von Verm&ouml;genden und Konzernen, die f&uuml;r Bildung, Infrastruktur und Sozialstaat fehlen. Unsere Fraktion wird weiter gegen Schattenfinanzpl&auml;tze, Geldw&auml;sche und Steuertricks sowie f&uuml;r eine hinreichende Besteuerung der Gewinne und Verm&ouml;gen von Konzernen und Super-Reichen streiten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/global-tax-50-linke-ist-nun-steuergerechtigkeits-weltmeister\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Klage gegen EU-Steuernachforderung an Amazon<\/strong><br>\nLuxemburg klagt gegen den Beschluss der EU-Kommission zur eingeforderten Steuernachzahlung vom US-Internetkonzern Amazon. Die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde habe nicht nachgewiesen, dass es f&uuml;r das Unternehmen tats&auml;chlich einen Vorteil gegeben habe, begr&uuml;ndete das Finanzministeriums des Gro&szlig;herzogtums am Freitag den Gang vor den Gerichtshof der EU. Die EU-Kommission hatte Luxemburg vor zwei Monaten vorgeworfen, Amazon irregul&auml;re Steuervorteile gew&auml;hrt zu haben. Die Regierung des Landes soll deshalb rund 250 Millionen Euro von dem Onlineh&auml;ndler eintreiben. Amazon besch&auml;ftigt in Luxemburg rund 1500 Menschen und ist damit einer der gr&ouml;&szlig;ten Arbeitgeber des Landes.<br>\nLuxemburg hatte bereits Klage dagegen eingereicht, bis zu 30 Millionen Euro vom italienischen Autobauer Fiat wegen angeblich zu wenig gezahlter Steuern einzutreiben. Irland wurde in einem &auml;hnlichen Fall dazu verdonnert, vom US-Konzern Apple bis zu 13 Milliarden Euro zur&uuml;ckzufordern. Das Geld soll nach dem Willen der Regierung in Dublin auf ein Treuhandkonto flie&szlig;en.<br>\nDie EU-Kommission und viele Mitgliedsl&auml;nder wollen st&auml;rker gegen Tricks von internationalen Gro&szlig;konzernen zur Steuervermeidung vorgehen. Die EU-Staaten einigten sich dazu Anfang des Monats auf eine schwarze Liste, mit der der Druck auf 17 Steueroasen au&szlig;erhalb der Staatengemeinschaft erh&ouml;ht werden soll. Kritiker monieren, dass auch EU-L&auml;nder wie Irland, Luxemburg, Malta oder die Niederlande Tricks zur Steuervermeidung zulassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/luxemburg-klage-gegen-eu-steuernachforderung-an-amazon\/20719322.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Alles wie gehabt. Das Land des notorischen Reichtumsf&ouml;rderers heutigen Kommissionspr&auml;sidenten Juncker macht einfach weiter, als w&auml;re nichts gewesen mit Paradise Papers und Co. Als Verein zur F&ouml;rderung von Steuervermeidung und -hinterziehung von Kapitalgewinnen wird die EU zu Recht scheitern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jeder vierte Mensch stirbt durch Umweltverschmutzung<\/strong><br>\nWeltweit sterben laut UN-Umweltagentur 12,6 Millionen Menschen pro Jahr an den Folgen von Umweltverschmutzung, das ist fast jeder vierte Todesfall. Auf dem UN-Umweltgipfel in Kenia werden Schutzma&szlig;nahmen diskutiert.<br>\nWas k&ouml;nnen Politiker, Unternehmen und jeder einzelne B&uuml;rger auf der Welt tun, damit weniger Menschen durch Umweltzerst&ouml;rung sterben? Welche Ma&szlig;nahmen werden empfohlen, damit das Leid, der damit verbundene Wohlstandsverlust und die immensen Kosten, die auf &uuml;ber 4600 Milliarden Dollar pro Jahr gesch&auml;tzt werden, zuk&uuml;nftig vermieden werden?<br>\nAuf der UN-Umweltversammlung, die vom 4. bis 6. Dezember in Nairobi stattfindet, diskutieren Umweltminister aus mehr als hundert L&auml;ndern &uuml;ber effektive Ma&szlig;nahmen zur Verbesserung der weltweiten Lebensqualit&auml;t. &ldquo;Unser gemeinsames Ziel muss darin bestehen, Wege zu finden, die Umweltverschmutzung drastisch zu reduzieren&rdquo;, sagt Edgar Guti&eacute;rrez, Minister f&uuml;r Umwelt und Energie von Costa Rica und Pr&auml;sident der dritten Umweltversammlung mit mehr als 4000 Teilnehmern. &ldquo;Nur durch st&auml;rkeres kollektives Handeln, beginnend in Nairobi in dieser Woche, k&ouml;nnen wir anfangen, den Planeten weltweit aufzur&auml;umen und unz&auml;hlige Leben retten.&rdquo;<br>\nLaut aktuellem Umweltbericht der Vereinten Nationen ist jeder Mensch auf der Erde von Umweltverschmutzung betroffen. Der Bericht &ldquo;Towards a pollution-free planet&rdquo; zeigt die verschiedenen Gefahrenquellen auf und gibt L&ouml;sungsempfehlungen. &ldquo;Angesichts der d&uuml;steren Statistiken dar&uuml;ber, wie wir uns selbst und unseren Planeten vergiften, sind mutige Entscheidungen der UN-Umweltversammlung von entscheidender Bedeutung&rdquo;, sagt Erik Solheim, Chef der UN-Umweltagentur (UNEP). &ldquo;Das gilt sowohl f&uuml;r Bedrohungen wie die Umweltverschmutzung als auch f&uuml;r den Klimawandel und die vielen anderen Umweltgefahren, denen wir gegen&uuml;berstehen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDer in Kenia vorgestellte UN-Bericht &ldquo;Towards a pollution-free planet&rdquo; hat 50 Empfehlungen aufgelistet, mit welchen Ma&szlig;nahmen sich die Verschmutzung von Luft, Wasser und B&ouml;den verringern lassen. Wichtig sei hierbei der Blick auf die Qualit&auml;t von Wachstum. &ldquo;Das ist der Schl&uuml;ssel f&uuml;r die Verbesserung der Lebensqualit&auml;t&rdquo;, sagte Ligia Noronha, Direktorin der Abteilung Umwelt der UN-Umweltbeh&ouml;rde. &ldquo;Das erfordert eine Kultur, die eine verantwortungsbewusste Produktion unterst&uuml;tzt und den ungebremsten Konsum als eine erstrebenswerte Lebensweise sieht. Wir m&uuml;ssen anders investieren, um unsere Volkswirtschaften zu ver&auml;ndern, und auch den privaten Sektor dazu bringen, sauberes Wachstum zu f&ouml;rdern.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/luftverschmutzung-t%C3%B6tet-diesel-plastik-meer-pestizid-glyphosat-wasserverschmutzung-kenia\/a-41645743\">DW<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wir werden ihnen die Scham ins Gesicht treiben<\/strong><br>\nIn Israel will man uns einreden, nur die politische Rechte k&ouml;nnte eine Mehrheit finden. Aber das Gegenteil ist wahr. (&hellip;)<br>\nWie oft haben wir von bekannten Kommentatoren h&ouml;ren m&uuml;ssen, dass Netanjahu von der Kritik gegen ihn nur profitiere und dass deshalb jeder Protest vergeblich sei? Wie oft haben wir entt&auml;uscht beobachten m&uuml;ssen, dass die Opposition Auseinandersetzungen mit Netanjahu vermied, weil ihn das nur noch weiter st&auml;rke? Wie viele d&uuml;stere Nachrufe auf die israelische Demokratie, wie viele resignierte Klagen &uuml;ber die Unm&ouml;glichkeit der Einflussnahme haben wir lesen m&uuml;ssen?<br>\nSeit vierundf&uuml;nfzig Wochen demonstrieren einige Getreue, die den Sumpf bei uns gr&uuml;ndlich satt haben, vor dem Haus des Generalstaatsanwalts Avichai Mandelblit in Petach Tikwa. Monatelang haben unsere Hauptmeinungsmacher diesen Protest ver&auml;chtlich ignoriert und h&ouml;chstens kritisiert. Dennoch fanden sich an jedem Schabbat-Abend mehr und mehr Menschen ein. Man vergleiche diese Demonstrationen nur einmal mit der R&auml;umung der illegalen Siedlung Amona. Amona stand wochenlang im Zentrum der Nachrichtensendungen und wurde rund um die Uhr mit aufgebl&auml;hter Berichterstattung bedacht. Als der R&auml;umungsbefehl erging, fanden sich zum Kampf um Amona nicht mehr als tausend Leute ein, doch die Nachrichten posaunten immer wieder die gleichen Formeln aus: Tel Aviv ist elit&auml;r und abgehoben, Amona aber ist das Volk. (&hellip;)<br>\nDie &Ouml;ffentlichkeit r&uuml;ckt nirgends hin: In der entscheidenden politischen Frage, der Aufteilung des Landes, stehen sich seit Jahren zwei ungef&auml;hr gleich gro&szlig;e Bl&ouml;cke gegen&uuml;ber: zwei Staaten oder nur einer? Sich von den Pal&auml;stinensern trennen oder sie einb&uuml;rgern? Ein Abkommen aushandeln oder die 1967 eroberten Gebiete einfach annektieren? Selbst nach f&uuml;nfzig Jahren Milit&auml;rherrschaft im Westjordanland, selbst unter der rechtesten Regierung, die Israel je hatte, selbst angesichts einer Opposition ohne Biss liegt noch keine seri&ouml;se Umfrage vor, die best&auml;tigen k&ouml;nnte, dass die B&uuml;rger Israels die messianische Vision eines einzigen Staates vom Mittelmeer bis zum Jordan einem Teilungsabkommen mit den Pal&auml;stinensern vorziehen.<br>\nIn Wahrheit gibt es in der Bev&ouml;lkerung schon seit Jahren eine Mehrheit (55 Prozent gegen&uuml;ber 24 Prozent, so eine aktuelle Umfrage des Tami-Steinmetz-Zentrums der Universit&auml;t Tel Aviv), die die Zweistaatenl&ouml;sung und die Trennung von den Pal&auml;stinensern bef&uuml;rwortet, die Annektierung der israelischen Siedlungen im Westjordanland und die Einb&uuml;rgerung von 2,6 Millionen Pal&auml;stinensern dagegen ablehnt &ndash; ein erstaunliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass Netanjahus Regierung mehr als ein Dutzend rechte Verb&auml;nde mit Millionen von Schekeln unterst&uuml;tzt, um die Zweistaatenl&ouml;sung zu untergraben, und in den Medien ununterbrochen die Propaganda der Siedlungsverfechter widerhallt. Merkw&uuml;rdigerweise nimmt die Mehrheit der Israelis an, sie w&auml;re in der Minderheit und wer die Wahl gewinnen wolle, m&uuml;sse sich als Rechter geb&auml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/ein-gastbeitrag-der-israelischen-autorin-dorit-rabinyan-15339329.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Keinen Inch weiter nach Osten&rdquo;: Was den Russen zur Wiedervereinigung &uuml;ber die Nato versprochen wurde<\/strong><br>\nJetzt frei gegebene Dokumente zeigen, dass die westlichen Regierungen den zu naiven Gorbatschow mit falschen Versprechungen hereingelegt haben<br>\nImmer wieder wurde von Politikern der Nato-Mitgliedsstaaten beteuert, es habe bei den Verhandlungen zur Wiedervereinigung Deutschlands keine Zusicherungen an Russland gegeben, dass sich die Nato nicht &uuml;ber Ostdeutschland hinaus nach Osten erweitert. An den Verhandlungen zum Zwei-plus-Vier-Vertrag haben neben der Sowjetunion, die USA, Frankreich, Gro&szlig;britannien, BRD und DDR teilgenommen.<br>\nDer damalige US-Pr&auml;sident George H.W. Bush hatte zur Bedingung gemacht, dass das vereinte Deutschland Nato-Mitgliedsstaat wird bzw. bleibt. Obgleich nach dem Vertrag Deutschland &ldquo;auf Herstellung und Besitz von und auf Verf&uuml;gungsgewalt &uuml;ber atomare, biologische und chemische Waffen&rdquo; verzichtet, gab es weiterhin das Schlupfloch mit der sogenannten &ldquo;nuklearen Teilhabe&rdquo; an US-Atomwaffen, mit denen im Konfliktfall deutsche Flugzeuge ausger&uuml;stet werden k&ouml;nnen. Die ostdeutschen Bundesl&auml;nder m&uuml;ssen atomwaffenfrei bleiben: &ldquo;Ausl&auml;ndische Streitkr&auml;fte und Atomwaffen oder deren Tr&auml;ger werden in diesem Teil Deutschlands weder stationiert noch dorthin verlegt.&rdquo;<br>\nUrspr&uuml;nglich hatte die Sowjetunion den Austritt Deutschlands aus der Nato gefordert, Gorbatschow stimmte schlie&szlig;lich zu, dass Deutschland frei &uuml;ber eine B&uuml;ndniszugeh&ouml;rigkeit entscheiden kann. Man muss vermuten, dass es hier weitere Vereinbarungen gegeben haben muss, schlie&szlig;lich sind die Vorkehrungen f&uuml;r Ostdeutschland klar genug, dass hier weder ausl&auml;ndische Truppen noch Atomwaffen stationiert werden d&uuml;rfen. Ohne eine gewisse Garantie, dass sich die Nato nicht weiter nach Osten ausdehnt, wird Gorbatschow dem Nato-Beitritt des vereinten Deutschlands wohl sonst nicht zugestimmt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Keinen-Inch-weiter-nach-Osten-Was-den-Russen-zur-Wiedervereinigung-ueber-die-Nato-versprochen-wurde-3918651.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.H.:<\/strong> &hellip;von den NachDenkSeiten bereits oft erw&auml;hnt und dokumentiert &ndash; die damalige notleidende UdSSR und das nachfolgende Russland wurden mit Bluff und Schwindel in die Irre gef&uuml;hrt.<\/em><\/p>\n<p><em>Nicht nur das die NATO an die russ. Westgrenze vorr&uuml;ckte, nein, &ldquo;unsere&rdquo; gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Kanzlerin hat der EU als Weihnachtspr&auml;sent eine EU-Armee-Beteiligung Deutschlands &ldquo;geschenkt&rdquo;! Stoppt denn keiner in Berlin diesen Irrsinn?!!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Europ&auml;ischer Rat: Komplettdemontage des Asylrechts geplant?<\/strong><br>\nJetzt bekannt gewordene EU-Pl&auml;ne &uuml;bersteigen schlimmste Bef&uuml;rchtungen<br>\nPRO ASYL und der Parit&auml;tische Gesamtverband bef&uuml;rchten, dass beim Gipfeltreffen des Europ&auml;ischen Rates am 14. und 15. Dezember in Br&uuml;ssel weitere Verabredungen zur Verhinderung der Inanspruchnahme des individuellen Rechts auf Asyl getroffen werden.<br>\nDie bekanntgewordenen Zwischenst&auml;nde des EU-Rates &uuml;bersteigen die schlimmsten Bef&uuml;rchtungen. PRO ASYL und der Parit&auml;tische Gesamtverband appellieren: Die Bundesregierung &ndash; und erst recht nicht eine gesch&auml;ftsf&uuml;hrende &ndash; darf diesem Abbau des Menschenrechts auf Asyl nicht zustimmen. PRO ASYL und der Parit&auml;tische Gesamtverband fordern: Das individuelle Recht auf Asyl in Europa muss gelten! Menschen, die vor Krieg, Terror und Verfolgung fliehen, brauchen Schutz &ndash; auch in Europa. Der Fl&uuml;chtlingsschutz darf nicht in die Transit- und Herkunftsregionen ausgelagert werden.<br>\nPRO ASYL und Parit&auml;t warnen davor, dass die amtierende Bundesregierung ohne parlamentarische Kontrolle handelt. Menschen- und grundrechtliche Standards m&uuml;ssen bei der Reform des Gemeinsamen Europ&auml;ischen Asylsystems (GEAS) eingehalten werden. Aus der Bundestags-Drucksache 19\/244, Antrag von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen, werden nun die Verhandlungsst&auml;nde auf EU-Ebene &ouml;ffentlich (Stand 15. November 2017). Diese sto&szlig;en auf schwerwiegende juristische und politische Bedenken:<br>\nDie Kriterien, wann ein Staat als sicher anzusehen ist (sog. sicherer Drittstaat oder erstes Asylland), sollen herabgesenkt werden. Unter den Mitgliedstaaten kursieren Vorschl&auml;ge, dass es k&uuml;nftig schon gen&uuml;gen soll, dass lediglich ein Teil eines Staates als sicher angesehen wird. Zugleich soll im EU-Recht normiert werden, dass ein Fl&uuml;chtling zu dem besagten Drittstaat keine Verbindung haben muss &ndash; die blo&szlig;e Durchreise soll gen&uuml;gen. Dass der angeblich sichere Drittstaat die Genfer Fl&uuml;chtlingskonvention ratifiziert hat, w&auml;re nicht mehr erforderlich. Sogar eine Unterbringung in Lagern in Transitl&auml;ndern soll ausreichen, um diese als sichere Drittstaaten einzustufen. Auch die Anforderungen an sichere Herkunftsstaaten werden so gesenkt, dass selbst die T&uuml;rkei immer noch als &raquo;sicheres Herkunftsland&laquo; eingestuft werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.proasyl.de\/pressemitteilung\/europaeischer-rat-komplettdemontage-des-asylrechts-geplant\/\">Pro Asyl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Jeremy Corbyn und Noam Chomsky gewinnen Internationalen Friedenspreis &ndash; Medien verschweigen es<\/strong><br>\nWar da was? Vor einer Woche erhielt der britische Labour-Chef Jeremy Corbyn f&uuml;r seinen jahrelangen unerm&uuml;dlichen Einsatz f&uuml;r den Frieden zusammen mit Noam Chomsky den Sean-MacBride-Preis. In den Medien herrscht &uuml;berwiegend Funkstille dar&uuml;ber.<br>\nVor einer Woche wurde der britische Labour-Chef Jeremy Corbyn nach einer wegweisenden Rede in Genf mit einem hoch angesehenen internationalen Friedenspreis ausgezeichnet. Zusammen mit dem politischen Aktivisten und Historiker Noam Chomsky erhielt Corbyn den diesj&auml;hrigen S&eacute;an-MacBride Friedenspreis &ndash; eine prestigetr&auml;chtige Auszeichnung, die der Erinnerung an den Friedensk&auml;mpfer Se&aacute;n MacBride gewidmet ist, der 1974 den Friedensnobelpreis erhielt.<br>\nSicherlich sind einige Preise prestigetr&auml;chtiger als andere. Der Medientrubel um die Verleihung eines Friedenspreises h&auml;ngt wohl auch vom Preistr&auml;ger und den Pr&auml;ferenzen der Medien ab. W&auml;hrend sich die westlichen Qualit&auml;tsmedien &uuml;berwiegend gern als Verfechter von Menschenrechten gerieren, war diese Preisveleihung kaum eine Meldung wert, obwohl Se&aacute;n MacBride auch Gr&uuml;ndungsmitglied von Amnesty International war.<br>\nCorbyn erhielt die prestigetr&auml;chtige Auszeichnung f&uuml;r seine &ldquo;nachhaltige und kraftvolle politische Arbeit f&uuml;r Abr&uuml;stung und Frieden&rdquo; und, im Gegensatz zu fast allen anderen westlichen Mainstream-Politikern, f&uuml;r die Suche nach&rdquo;Alternativen zum Krieg&rdquo;.<br>\nSein jahrelanger Einsatz f&uuml;r die politische Botschaft der nuklearen Abr&uuml;stung habe er innerhalb als auch au&szlig;erhalb des Parlaments in die Welt getragen. Als Abgeordneter im Vereinigten K&ouml;nigreich hat er sich &uuml;ber 34 Jahre lang kontinuierlich f&uuml;r Gerechtigkeit, Frieden und Abr&uuml;stung sowie f&uuml;r Alternativen zum Krieg eingesetzt. Seinen Prinzipien bleibe er auch als Chef der Labour-Party und Oppositionsf&uuml;hrer treu und bef&uuml;rwortet eine Neuausrichtung der Haushaltspriorit&auml;ten, um die Milit&auml;rausgaben zu k&uuml;rzen und stattdessen mehr f&uuml;r Gesundheit, Wohlfahrt und Bildung auszugeben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/europa\/62259-jeremy-corbyn-und-noam-chomsky-erhalten-preis-medien-schweigen\/\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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