{"id":4162,"date":"2009-09-01T07:05:36","date_gmt":"2009-09-01T05:05:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4162"},"modified":"2009-09-01T07:05:37","modified_gmt":"2009-09-01T05:05:37","slug":"hinweise-des-tages-966","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4162","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4162#h01\">Steueroase Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h02\">USA: &laquo;Die gr&ouml;sste Steueroase der Welt&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h03\">Frankreich haut auf die Steuertrommel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h04\">Es lebe Tobin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h05\">Ein bisschen Sand ins Geldgetriebe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h06\">HSH-Nordbank: Stegner unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h07\">Wie viel Export h&auml;tten Sie denn gern?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h08\">Fest an der Kaimauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h09\">Mindestlohn: Kleine Fortschritte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h10\">Schmidt mahnt &Auml;rzte wegen Klinik-Kopfpr&auml;mien ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h11\">TV-Dokumentation: Der Patient als Fleischplatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h12\">Kommunen kaufen Windpark: Stadtwerke gehen auf &Ouml;kokurs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h13\">Demonstration &ldquo;Freiheit statt Angst 2009 &ndash; Stoppt den &Uuml;berwachungswahn&rdquo; am 12. September 2009 in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h14\">Schwarzbuch mit Sprengkraft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h15\">Die Wahlen vom 30. August 2009 &ndash; Zusammenfassung und erste Bewertung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h16\">Lasst die Schulen los!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h17\">DIW: Zweitjobs: Dom&auml;ne von Fachkr&auml;ften und Akademikern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h18\">Skandal um Vetternwirtschaft &ndash; F&ouml;deraler Wahnwitz ARD<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4162&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Steueroase Deutschland<\/strong><br>\nFinanzminister Steinbr&uuml;ck k&auml;mpft wegen der Krise mit wachsenden Staatsdefiziten. Und Konzerne wie Superreiche zahlen weiterhin zu wenig Steuern, oft v&ouml;llig legal, denn die Schlupfl&ouml;cher sind riesig.<br>\nDas Get&ouml;se des Ministers gegen Schwarzgeld-Eldorados &uuml;bert&ouml;nt ein weitaus gr&ouml;&szlig;eres Problem: Mitten in Deutschland floriert eine ganz legale Steuervermeidungsindustrie. Eine Branche, die von den Fehlern lebt, die Ministerien und Parlament in der Steuergesetzgebung unterlaufen. Kaum ein Gewerbe bl&uuml;ht derart unabh&auml;ngig von der Konjunktur. Und kaum eines arbeitet derart effizient.<br>\nW&auml;hrend deutsche Angestellte dem Fiskus wehrlos ausgeliefert sind, rechnen sich Million&auml;re und Unternehmen mit Hilfe aggressiver Steuermodelle k&uuml;nstlich arm &ndash; und das alles ganz legal.<br>\nEs sind keine Peanuts, die dem Land verlorengehen. Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) errechnete, dass zwischen den nachgewiesenen Profiten der Kapital- und Personengesellschaften und den steuerlich erfassten Gewinnen eine L&uuml;cke von 100 Milliarden Euro klafft.<br>\nTats&auml;chlich stellen hiesige Konzerne ihre internationalen Tochterfirmen genau so auf, dass die gr&ouml;&szlig;ten Gewinnbringer in den L&auml;ndern mit den tiefsten Steuers&auml;tzen residieren. Nur 2,8 Prozent tragen Kapitalgesellschaften mit der K&ouml;rperschaftsteuer zum gesamten Steueraufkommen von 561 Milliarden bei, den gr&ouml;&szlig;ten Teil liefert das Heer der Lohnempf&auml;nger &hellip;<br>\nIm internationalen Geflecht ihrer Tochtergesellschaften lenken sie die internen Geldstr&ouml;me mit Hilfe von drei Stellschrauben in Richtung Steueroasen: Zinszahlungen, Lizenzgeb&uuml;hren und Verrechnungspreise.<br>\n&ldquo;Deutschland ist eine Steueroase f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen&rdquo;, urteilt der Wiesbadener &Ouml;konom Lorenz Jarass. &ldquo;Normalverdiener werden ausgepl&uuml;ndert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,645805,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Man kann es drehen und wenden wie man will: Dieser Artikel verdient das Pr&auml;dikat &bdquo;kritisch&ldquo;! Davon w&uuml;rden wir im SPIEGEL gerne mehr lesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>USA: &laquo;Die gr&ouml;&szlig;te Steueroase der Welt&raquo;<\/strong><br>\nAm Dienstag wird sich die US-Steuerbeh&ouml;rde IRS an einem OECD-Treffen in Mexiko als Siegerin &uuml;ber das Schweizer Bankgeheimnis feiern lassen. Derweil versucht der Gastgeber, die Steueroase USA zu knacken. Finanzminister Agustin Carstens, wird in Los Cabos die Gelegenheit nicht verpassen, auf Konzessionen beim &laquo;US-Bankgeheimnis&raquo; zu dr&auml;ngen. Mexiko hat Grund zur Annahme, dass reiche Mexikaner, inklusive der Drogenbosse, im gro&szlig;en Stil Geld auf US-Bankkonten lagern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_groesste_steueroase_der_welt_1.3445861.html?printview=true\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Frankreich haut auf die Steuertrommel<\/strong><br>\nNach Aussagen des franz&ouml;sischen Budgetministers Eric Woerth liegen Paris etwa 3000 Kundendaten von drei Banken aus der Schweiz vor. Woerth vermutet, es handle sich um Fluchtgelder im Umfang von rund 3 Milliarden Euro. Die betroffenen Bankkunden, so f&uuml;hrte Eric Woerth jedenfalls weiter aus, sollten ihre Situation rasch selbst kl&auml;ren. Er r&auml;umte ihnen dazu noch bis Ende Jahr Zeit ein. Sie k&ouml;nnten sich bei der zust&auml;ndigen Beh&ouml;rde melden; diese werde indessen am 31. Dezember ihre T&uuml;ren definitiv schliessen. Danach sei es zu sp&auml;t. Die Finanzaufsicht werde &laquo;in ihrer ganzen H&auml;rte&raquo; aktiv, notfalls unter Einbezug der franz&ouml;sischen Justiz. Zu Massnahmen der Beh&ouml;rden geh&ouml;rten allenfalls detaillierte Untersuchungen und wenn n&ouml;tig auch Beschlagnahmungen. Eine Steueramnestie lehnte der Haushaltminister ab. Man m&uuml;sse sich dar&uuml;ber im Klaren werden, dass in Steuerangelegenheiten eine neue Epoche begonnen habe &ndash; eine Epoche, wie er an anderer Stelle ausf&uuml;hrte, in der es um die Krisenbew&auml;ltigung gehe, bei der die Banken eine zentrale Rolle einn&auml;hmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/frankreich_haut_auf_die_steuertrommel_1.3452634.html?printview=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bemerkenswert ist auch die angeh&auml;ngte Nachricht, dass der gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Teilhaber der &auml;ltesten Bank der Schweiz (1741), der Bank Wegelin, nicht mehr in die USA reisen werde, da er glaube, dass er auf einer Liste als Persona non grata aufgef&uuml;hrt werde. Eine Zivilklage gegen Wegelin sei nicht m&ouml;glich, da sie nicht auf US-Territorium aktiv sei. Er rechne aber mit Amtshilfegesuchen, erkl&auml;rte Hummler. So reiche es, wenn ein US-B&uuml;rger eine Selbstanklage mache und dabei die Bank Wegelin erw&auml;hne (warum wohl?). Dazu mu&szlig; man wissen, dass die Bank Wegelin unter Beifall des Schweizer Publikums vor kurzem angek&uuml;ndigt hat, sich wegen &bdquo;zunehmender Rechtsunsicherheit&ldquo; aus US-Kapitalmarkt zur&uuml;ckzuziehen. Offensichtlich wurde hier der zweite Schritt vor dem ersten get&auml;tigt. Die Bank Wegelin will offensichtlich keine amerikanischen Wertschriften mehr halten, da deren Spitzenmanager sich nicht mehr in die USA trauen, was sie aber m&uuml;&szlig;ten, wenn sie ihre Kunden korrekt &uuml;ber amerikanische Anlagen informieren wollten. &bdquo;Zunehmende Rechtsunsicherheit&ldquo; hei&szlig;t nichts anderes, als dass die USA beabsichtigen, Steuerschlupfl&ouml;cher endg&uuml;ltig zu schlie&szlig;en und dabei auch gewillt, ist geltendes Recht gegen ausl&auml;ndische Helfershelfer rigide anzuwenden. Warum Schweizer Banker davon besonders betroffen sind, liegt f&uuml;r alle nur nicht f&uuml;r das Schweizer Publikum auf der Hand. <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/banken_als_gehilfen_der_us-steuerbehoerden_1.3428957.html\">Siehe die Leserbriefe.<\/a><br>\nOffiziell begr&uuml;ndet die Bank ihren Ausstieg mit dem Hinweis auf eine &bdquo;unattraktiven Grossmacht mit enormen Schulden- und Problembergen&ldquo;. Dabei verkennt die Wegelin vollkommen, dass die USA mit ihren Ma&szlig;nahmen durchexerziert, was in der Europ&auml;ische Union in &auml;hnlicher Form zur Diskussion steht. Es f&uuml;hrt kein Weg an der Erkenntnis vorbei, dass das, was man einst unter Schweizer Bankgeheimnis verstanden hat, perdu ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Es lebe Tobin<\/strong><br>\nDie Tendenz der Banken, ihr Heil im Casino-Kapitalismus zu suchen, hat uns die Krise eingebrockt. Jetzt braucht es H&uuml;rden f&uuml;r das Finanzkapital. Die Tobin-Steuer w&auml;re ein erster Schritt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1913483&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So erfreulich der Vorschlag des Vorsitzende der britischen Finanzaufsichtsbeh&ouml;rde FSA, Adair Turner, ist, die Tobin-Tax auf Finanztransaktionen einzuf&uuml;hren, so skeptisch sollte man doch bleiben. Da wird doch eine wohlbekannte Sau durch das Dorf getrieben. Das Argument, die zu hohen Boni seien nicht regulieren, ist doch vordergr&uuml;ndig. Man mu&szlig; man doch gar nicht direkt regulieren. Es geht doch vor allem darum, die Risikoaffinit&auml;t im Bankgesch&auml;ft zu minimieren, dann erledigen sich die hohen Boni von selbst. Wenn, wie zeitweise in den USA, 30-40 Prozent der gesamten Unternehmensertr&auml;ge der Volkswirtschaft aus dem Finanzsektor stammen, dann sind doch die hohen Boni nicht weiter verwunderlich. Zur Begrenzung der Finanzwirtschaft auf eine volkswirtschaftlich vertretbare Gr&ouml;&szlig;e sind mittlerweile, auch aus Gro&szlig;britannien, bereits etliche Ideen in die allgemeine Debatte geworfen worden, aber allm&auml;hlich m&ouml;chte man doch erfahren, welche Pl&auml;ne im Vorfeld des G20-Treffens ernsthaft in Angriff genommen werden. Wo bleiben z.B die Vorschl&auml;ge des Gouverneurs der Bank of England, Mervyn King, oder der Schweizer Nationalbank, zu gro&szlig;e Banken notfalls aufzuspalten bzw. die Bankengr&ouml;&szlig;e anderweitig zu reduzieren. Dann k&ouml;nnte man doch auch mal locker eine Bank in die Insolvenz schicken. Zumindest k&ouml;nnte man bestimmte Finanzprodukte verbannen und neue einer Regelpr&uuml;fung unterwerfen. Die FSA hat doch selbst bereits h&ouml;here Kapitalforderungen und sch&auml;rfere Kontrollen gefordert. Es existieren also bereits etliche erw&auml;genswerte Vorschl&auml;ge, die Tobin-Tax k&ouml;nnte dazu geh&ouml;ren, nur, setzt sie doch endlich um!<\/em><\/p>\n<p><em>Dazu auch: <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein bisschen Sand ins Geldgetriebe<\/strong><br>\nDie Idee, Finanztransaktionen mit einer kleinen Steuer zu belegen und damit unattraktiv zu machen, stammt von US-&Ouml;konom und Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger James Tobin, wurde aber bislang eher von der Linken propagiert. Nun hat sich erstmals ein prominenter Vertreter des Establishments f&uuml;r eine Tobin-Steuer ausgesprochen: Adair Turner, ehemals Investment-Banker und mittlerweile Chef der britischen Finanzaufsichtsbeh&ouml;rde FSA. Interessant erscheint vor allem Lord Turners Begr&uuml;ndung: Aus seiner Sicht muss das Finanzgewerbe zur&uuml;ckgestutzt werden, weil es &uuml;ber das &ldquo;sozial n&uuml;tzliche&rdquo; Ma&szlig; hinaus angeschwollen sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/1911283_Kolumne-Ein-bisschen-Sand-ins-Geldgetriebe.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>HSH-Nordbank: Stegner unter Druck<\/strong><br>\nIn der HSH-Nordbank-Aff&auml;re ger&auml;t der schleswig-holsteinische SPD-Spitzenkandidat Stegner durch Protokollaufzeichnungen in Erkl&auml;rungsnot.<br>\nInterne Sitzungsprotokolle und Unterlagen belegen nach FOCUS-Informationen, dass Ralf Stegner fr&uuml;h &uuml;ber die riskanten Gesch&auml;ftsmodelle der Bank informiert war. In seiner Zeit als Finanz- und Innenminister von Schleswig-Holstein, von 2003 bis 2007, nahm der SPD-Landesvorsitzende an entscheidenden Sitzungen von Kontrollgremien der HSH Nordbank teil, in denen es um die riskanten Gesch&auml;ftsmodelle des Geldhauses ging.<br>\nAm 17. Dezember 2003 beriet der Aufsichtsrat demnach &uuml;ber die Steueroase Cayman-Inseln. Ein Vorstandsmitglied referierte &uuml;ber die Vorteile einer kleinen Investition. Die Gr&uuml;ndungskosten seien mit 60&nbsp;000 Euro &bdquo;vergleichsweise gering&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Protokoll. Das Gremium &bdquo;stimmte der Errichtung einer Cayman Islands Branch zu&ldquo;, hei&szlig;t es weiter. An der Sitzung nahmen dem Protokoll zufolge Stegner und der damalige Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU) teil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/wahlen-2009\/landtagswahl-schleswig-holstein\/hsh-nordbank-stegner-unter-druck_aid_430762.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist eben Vorwahlkampf in Schleswig-Holstein. Es war doch klar, dass solche Protokolle in die &Ouml;ffentlichkeit gelangen w&uuml;rden. Es war nicht nur bei der NSH-Nordbank klar, dass in allen Bankenaufsichtsgremien &auml;hnliche Beschl&uuml;sse gefasst wurden. Solches Gesch&auml;ftsgebaren war bis zum Ausbruch der Finanzkrise doch ganz &uuml;blich, um den &bdquo;Finanzplatz Deutschland&ldquo; zu st&auml;rken. Es war sozusagen herrschende Meinung. Und die Politik folgte diesen Parolen ohne jede Distanz, nein, sie f&ouml;rderte sogar solche kriminellen Vorgehensweisen. Stegner kann sich nur dadurch retten, dass er schonungslos aufdeckt, von welchen Kreisen seine damalige Haltung bestimmt war und warum er gar nicht in der Lage war, als einzelner dagegen anzuk&auml;mpfen. Das w&uuml;rde wirklich der Aufkl&auml;rung der politischen Hintergr&uuml;nde der Bankenkrise dienen. Siehe dazu: <a href=\"?p=3510\">Die Landesbanken sind die schlimmsten.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie viel Export h&auml;tten Sie denn gern?<\/strong><br>\nLand auf, Land ab zerbrechen sich die &Ouml;konomen den Kopf dar&uuml;ber, was aus der Wirtschaftskrise zu lernen ist. Was muss der Staat tun? Welche Strukturen m&uuml;ssen aufgebrochen werden, damit es wieder aufw&auml;rts geht? Eine simple Antwort hat nun das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) gegeben: &bdquo;Weiter so&ldquo;, unter diesem Slogan k&ouml;nnte man die Empfehlungen des arbeitgebernahen Instituts zusammen fassen. Gemeint sind aber nicht die Finanzm&auml;rkte, die die Krise verursacht haben, sondern die starke Exportorientierung der deutschen Wirtschaft. &bdquo;Die Finanzm&auml;rkte haben die Realwirtschaft zwar in die Krise gest&uuml;rzt, aber die Innovationskreisl&auml;ufe der Realwirtschaft sind weiterhin intakt&ldquo;, sagte IW-Direktor Michael H&uuml;ther am Montag in Berlin. Die weltmarktorientierte Industrie sei auch k&uuml;nftig eine wichtige S&auml;ule der deutschen Volkswirtschaft. &bdquo;Deutschland ist f&uuml;r die Zeit nach der Krise gut aufgestellt&ldquo;, sagte H&uuml;ther.<br>\nMit dieser Beurteilung sind arbeitnehmernahe &Ouml;konomen nicht einverstanden. &bdquo;Wir wollen die Exportorientierung nicht zur&uuml;ckdrehen. Aber wichtiger als den Export zu st&uuml;tzen, ist es, den Binnenmarkt auszubauen&ldquo;, sagte DGB-Chef&ouml;konom Dierk Hirschel dem Tagesspiegel. 80 Prozent der Arbeitspl&auml;tze hingen am Binnenmarkt. Der Export werde dagegen mit dem Problem zu k&auml;mpfen haben, dass etwa die Nachfrage aus den USA wegbrechen werde. Die USA hatten jahrelang hohe Import&uuml;bersch&uuml;sse erwirtschaftet, wollen sich von diesem Modell aber verabschieden. Auch Gustav Horn, Direktor des arbeitnehmernahen Instituts IMK, m&ouml;chte die deutsche Binnennachfrage durch h&ouml;here L&ouml;hne und mehr staatliche Investitionen st&auml;rken. Die Weltwirtschaft werde in den n&auml;chsten Jahren nicht wieder so kr&auml;ftig wachsen wie vor der Krise, sagte Horn vor wenigen Tagen. Ein &bdquo;Weiter so&ldquo; stehe nicht zur Debatte, da die USA, Gro&szlig;britannien und Spanien gezwungen seien ihre Leistungsbilanzdefizite, also Import&uuml;bersch&uuml;sse, abzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/Wirtschaftskrise;art271,2888027?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Vielleicht sollte man noch hinzuf&uuml;gen, dass nicht nur Dierk Hirschel und Gustav Horn der Meinung sind, dass die deutsche Wirtschaft langfristig gesehen zu einseitig auf Exporterfolge ausgerichtet ist. Zu nennen w&auml;ren etwa noch der Ifo-Chef Hans-Werner Sinn, das Mitglied des SVR, Peter Bofinger, aber auch franz&ouml;sische und amerikanische &Ouml;konomen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Fest an der Kaimauer<\/strong><br>\nDie Wirtschaftskrise hat das Gesch&auml;ft der Frachtschiffe dramatisch einbrechen lassen. Viele sind ohne Auftr&auml;ge. Sie liegen festgezurrt im Hafen. Besserung ist nicht in Sicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1913706&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer sich bisher von statistischen Spielereien t&auml;uschen lie&szlig;, die mit dem Anstieg der Exporte&nbsp; um 7,0 Prozent im Juni gegen&uuml;ber dem Vormonat&nbsp; Mai&nbsp; eine &ldquo;Erholung bei den Ausfuhren&rdquo; (Die Welt) nahelegen sollten: &nbsp;&bdquo;Das ist der st&auml;rkste Anstieg seit September 2006&ldquo;, wird mit einem Blick&nbsp; auf die reale Welt eines besseren belehrt. Der Markt f&uuml;r Schiffsfinanzierungen ist eingebrochen, auch f&uuml;r Deutschlands weltgr&ouml;&szlig;te Containerschiffsflotte ist keine Besserung in Sicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mindestlohn: Kleine Fortschritte <\/strong><br>\nDer Mindestlohn in zwei weiteren Branchen steht. Die Debatte &uuml;ber einen gesetzlichen Mindestlohn ist damit neu entfacht. Doch die Ergebnisse sind nur halb so viel wert, wenn die Union weiter blockiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1913562&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_wirtop\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man darf schon jetzt gespannt sein, ob die SPD in den n&auml;chsten Koalitionsverhandlungen mit der CDU den Mindestlohn ohne wenn und aber durchsetzen wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schmidt mahnt &Auml;rzte wegen Klinik-Kopfpr&auml;mien ab<\/strong><br>\nMit Emp&ouml;rung hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) auf den Bericht der F.A.Z. reagiert, wonach mehr und mehr &Auml;rzte f&uuml;r die Einweisung von Patienten in Krankenh&auml;usern Pr&auml;mien verlangen. &bdquo;Ich erwarte, dass derartige Praktiken durch die Kammern, die KVen und die Berufsverb&auml;nde so schnell wie m&ouml;glich abgestellt werden,&ldquo; sagte Schmidt am Montag.<br>\nPr&auml;mien f&uuml;r die Einweisung von Patienten in Krankenh&auml;user seien &bdquo;klar berufsrechtswidrig&ldquo;. Ebenso d&uuml;rfen Vertrags&auml;rzte der gesetzlichen Krankenversicherung keine Verg&uuml;tung von Krankenh&auml;usern f&uuml;r Leistungen fordern, f&uuml;r die sie sowieso einen Verg&uuml;tungsanspruch h&auml;tten, f&uuml;gte Schmidt hinzu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44\/Doc~E97775C29EB78439DBDB8921C174E011B~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> So etwas kommt halt dabei heraus, wenn man aufgrund ideologischer Verblendung versucht, Marktmechanismen auch dort einzurichten, wo sie einfach nicht hingeh&ouml;ren, und beispielsweise in diesem Fall &Auml;rzte zu unternehmerischem Denken erziehen will. Die Behandlungsweise hat nur vom Behandlungserfolg abh&auml;ngig zu sein und darf sich nicht auf den Verdienst des Arztes auswirken. Wir erinnern an Roger Strassburgs (deutschsprachigen) Beitrag vom vom 15.6.2009: <a href=\"?p=4001#h13\">The Cost Conundrum &ndash; what a Texas town can teach us about health care.<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>TV-Dokumentation: Der Patient als Fleischplatte<\/strong><br>\nIst das deutsche Gesundheitswesen wirklich so ein Unrechtssystem, wie viele sagen? In ihrer Doku &ldquo;Kasse gegen Privat&rdquo; steigt ARD-Talkerin Sandra Maischberger tief ins un&uuml;bersichtliche deutsche Gesundheitswesen hinab &ndash; und gibt sich nach dem Faktencheck h&ouml;chst k&auml;mpferisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,645997,00.html\">Spiegel Online Kultur<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Was in dieser Sendung allerdings ausgespart wurde, das ist die Rolle der Pharmaindustrie und die Preise f&uuml;r Arzneimittel. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kommunen kaufen Windpark: Stadtwerke gehen auf &Ouml;kokurs<\/strong><br>\nMehr als 15 kommunale Stromversorger haben die &Uuml;bernahme von Deutschlands erstem gro&szlig;em Windpark in Nord- und Ostsee (Offshore) angek&uuml;ndigt. Damit steigen Deutschlands Stadtwerke noch vor den gro&szlig;en heimischen Energiekonzernen in die kommerzielle Nutzung von Hochsee-Windstrom ein. Dazu z&auml;hlen Unternehmen aus Baden-W&uuml;rttemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen sowie dem F&uuml;rstentum Liechtenstein.<br>\nDie in der S&uuml;dweststrom Windpark zusammengeschlossenen Stadtwerke wollen f&uuml;r 1,4 Milliarden Euro 70 Prozent an dem Windpark Bard Offshore 1 &uuml;bernehmen, der 100 Kilometer nordwestlich der Insel Borkum bis 2011 gebaut werden soll.<br>\nHintergrund des energischen Stadtwerke-Engagements ist das Bestreben, die Energieversorgung wieder verst&auml;rkt in kommunale Hand zu bekommen. Damit k&ouml;nnen die Unternehmen ihre Abh&auml;ngigkeit von den Vorlieferanten reduzieren, &uuml;ber die sie Strom einkaufen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1911438_Kommunen-kaufen-Windpark-Stadtwerke-gehen-auf-oekokurs.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Demonstration &ldquo;Freiheit statt Angst 2009 &ndash; Stoppt den &Uuml;berwachungswahn&rdquo; am 12. September 2009 in Berlin<\/strong><br>\nEine gesch&uuml;tzte Privatsph&auml;re ist nicht nur angenehm f&uuml;r uns selbst, sie ist auch wichtige Voraussetzung einer freien Gesellschaft. Nur wer sicher ist, dass seine privaten &Auml;u&szlig;erungen nicht erfasst oder kontrolliert werden, wird seine Meinungsfreiheit wahrnehmen.<br>\nDaf&uuml;r wird  am 12. September 2009 in Berlin demonstriert: &ldquo;Freiheit statt Angst 2009 &ndash; Stoppt den &Uuml;berwachungswahn&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/hpd.de\/node\/7596\">Humanistischer Pressedienst<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schwarzbuch mit Sprengkraft<\/strong><br>\nDer ehemalige bayerische Steuerfahnder Wilhelm Schl&ouml;tterer erhebt in seinem Buch &ldquo;Macht und Missbrauch&rdquo; schwere Vorw&uuml;rfe gegen fr&uuml;here CSU-Spitzenpolitiker. Der in den neunziger Jahren ma&szlig;geblich an der Aufkl&auml;rung der Amigo-Aff&auml;re beteiligte ehemalige Steuerfahnder &ndash; selbst CSU-Mitglied &ndash; warf am Donnerstag auch dem bayerischen Ministerialapparat und der Justiz jahrelange Rechtsbeugung und miese Tricks vor, um Aff&auml;ren zu vertuschen und rechtstreue Staatsdiener kalt zu stellen.<br>\nDie Vorw&uuml;rfe richten sich insbesondere gegen den 1988 gestorbenen fr&uuml;heren Ministerpr&auml;sidenten Franz Josef Strau&szlig;, dem er vorwirft, sein Millionenverm&ouml;gen kriminell erwirtschaftet zu haben. Schl&ouml;tterer fordert deswegen eine nachtr&auml;gliche Untersuchung. &ldquo;Zu pr&uuml;fen w&auml;ren auch die rechtlichen M&ouml;glichkeiten, von Strau&szlig; illegal erworbenes Verm&ouml;gen auch heute noch einzuziehen&rdquo;, schreibt er.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oberpfalznetz.de\/demobeilagen\/1907550-463-schwarzbuch_mit_sprengkraft,1,0.html\">oberpfalznetz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Vergleichen Sie damit bitte einmal die Berichterstattung der SZ &uuml;ber dieses Buch. Sie wirkt merkw&uuml;rdig vorsichtig, um nicht zusagen: &auml;ngstlich: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/603\/480088\/text\/2\/\">&bdquo;Bei Strau&szlig; kann niemand neutral bleiben&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Wahlen vom 30. August 2009 &ndash; Zusammenfassung und erste Bewertung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.benjamin-hoff.de\/article\/3453.die-wahlen-vom-30-august-2009-8211-zusammenfassung-und-erste-bewertung.html\">Benjamin Hoff<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lasst die Schulen los!<\/strong><br>\nEin modernes Bildungswesen braucht heute weder die Bundesbildungsministerin noch ihre L&auml;nderkollegen. D&uuml;nne Lehrpl&auml;ne, ein starker zentraler Schul-T&Uuml;V und so viel Kompetenz wie m&ouml;glich f&uuml;r die Einzelschule hei&szlig;en die Instrumente bei den Pisa-Siegern wie Kanada oder Finnland.<br>\nWer Schulen heute auf die Lern- und Arbeitswelt von morgen fit machen will, darf nicht mehr Lehrer versprechen oder Gratis- Studium &ndash; er muss die Schl&uuml;sselfragen beantworten: Wie sieht modernes, selbst&auml;ndiges Lernen aus? Wie kann man die wichtigsten Akteure der Schulreform st&auml;rken, die Schulleiter? Und wie kommen Geld und Kompetenz dorthin, wo sie gebraucht werden &ndash; in die Schule vor Ort?<br>\nDie Antwort k&ouml;nnte ein intelligentes Design von zentraler und lokaler Verantwortung sein &ndash; bei der man die Vertreter aus Bund und L&auml;ndern aus dem Spiel nimmt. Wichtigste Agentur w&auml;re eine starke, unabh&auml;ngige und zugleich wohlhabende Stiftung auf Bundesebene. Sie vergibt Pr&auml;mien f&uuml;r die besten Schulreformen. Allerdings schie&szlig;t sie das Geld nicht mehr in die L&auml;nder, wo es oft versickert, sondern in die Schulen, die sich direkt darum bewerben. Eine solche Stiftung m&uuml;sste auf einem zweistelligen Milliardenverm&ouml;gen sitzen &ndash; und drei Themen behandeln.<br>\nErstens f&auml;nde sich dort eine F&uuml;hrungsakademie f&uuml;r Rektoren, die mit der Wirtschaft und den besten Governance-Schools zusammen arbeitet.<br>\nZweitens braucht das Land eine gro&szlig;angelegte Fortbildungsstrategie f&uuml;r selbst&auml;ndiges Lernen, eine Alternative zum Frontalunterricht Marke Feuerzangenbowle.<br>\nDas alles macht nur Sinn, wenn es, drittens, endlich auch Freiheit f&uuml;r die Schulen gibt. Das fordern ohnehin alle, seit Jahrzehnten. Ein Modell daf&uuml;r sind so genannte Vertragsschulen. Sie vereinen die Vorteile der Privatschulen &ndash; Personal-, Budget- und p&auml;dagogische Freiheit &ndash; mit der sicheren und angemessenen Bezahlung durch den staatlichen Arbeitgeber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/positionen\/0935-landtagswahl-bildung-bildungswesen\">der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Methode der Miesmache der Schule und das Angebot von New Public Management-Modellen kennt man schon von den Hochschulen, dort hie&szlig; die Parole &bdquo;Entfesselung der Hochschulen&ldquo;. So wurde die &bdquo;unternehmerische Hochschule&ldquo; durchgesetzt. Der Beitrag k&ouml;nnte unmittelbar vom Schreibtisch der Bertelsmann Stiftung stammen. Man befreie die Schule vom Staat propagiere eine funktionelle Privatisierung der &ouml;ffentlichen und &uuml;berwiegend staatlich finanzierten Schulen mit einem autokratischen Direktor (oder k&uuml;nftig dann vielleicht besser gleich &bdquo;Chief Executive Officer&ldquo;) an der Spitze, der auf Anleitung &bdquo;der Wirtschaft&ldquo; mit einem Top-Down-Management &bdquo;selbst&auml;ndiges Lernen&ldquo; exekutiert. Und die Qualit&auml;tskontrolle &uuml;bernimmt dann ein Schul-T&Uuml;V, der alle Sch&uuml;ler mit teuren quantitativen Verfahren durchtestet. Dieser omin&ouml;se T&Uuml;V wei&szlig; nat&uuml;rlich viel besser als alle Lehrer und alle Kultusb&uuml;rokraten zusammen viel besser, was Qualit&auml;t von Schulbildung ist. Die Stiftung, die das alles managt steht auch schon zur Verf&uuml;gung. Man braucht der Bertelsmann Stiftung daf&uuml;r nur noch den dazu notwendigen &bdquo;zweistelligen Milliardenbetrag&ldquo; &uuml;berweisen.<br>\nEs ist &uuml;berall die gleiche Methode der neoliberalen Reformer: Sie nutzen den Frust an den vorhandenen (staatlichen) Institutionen aus, machen das kaputt gesparte &ouml;ffentliche Angebot schlecht und setzen an den real vorhanden Problemen an, um ihre Konzepte der Entstaatlichung und unternehmerischen Leitungsstrukturen als Befreiung anzupreisen.<br>\nStatt auf diejenigen zu h&ouml;ren, die t&auml;glich ihren p&auml;dagogischen Auftrag erf&uuml;llen und die Bildung vermitteln, sollen die Lehrerinnen und Lehrer einem bildungsfernen autorit&auml;ren Management-Konzept untergeordnet werden. Es ist die &Uuml;bertragung des Bildes vom &bdquo;guten&ldquo; Tyrannen auf ein demokratisches Schulwesen. Und daraus sollen dann selbstst&auml;ndig denkende, m&uuml;ndige B&uuml;rger herauskommen?<br>\n<a href=\"http:\/\/www.aktionsrat-bildung.de\/uploads\/media\/Bildung_neu_denken_Band_I_Zusammenfassung_neu_01.pdf\">So stellt sich die Wirtschaft Bildung vor [PDF].<\/a> Dass solche Modelle von der Bertelsmann Stiftung oder den Unternehmensverb&auml;nden propagiert werden, ist nicht erstaunlich, dass sie nun auch vom langj&auml;hrigen Leiter des Bildungsressorts der taz, Christian F&uuml;ller, propagiert und im &bdquo;Freitag&ldquo; publiziert werden, l&auml;sst erkennen, wie sehr ehemals linksliberale Bl&auml;tter in die Netzwerke der neoliberalen Reformer verstrickt sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>DIW: Zweitjobs: Dom&auml;ne von Fachkr&auml;ften und Akademikern<\/strong><br>\nDie Zahl der Menschen mit einem Zweit-Job ist deutlich gestiegen. Insgesamt haben in Deutschland rund 1,4 Millionen Menschen neben ihrem Hauptberuf einen regul&auml;ren zweiten Job &ndash; das sind rund 3,7 Prozent aller Erwerbst&auml;tigen. 2002 waren es noch knapp &uuml;ber 2 Prozent. Eine aktuelle Studie des DIW Berlin zeigt: Zweitjobber in Deutschland sind meistens gut qualifiziert, und im &uuml;berdurchschnittlichem Ma&szlig;e finden sich unter ihnen Akademiker.<br>\nIn den USA sind die &bdquo;working poor&ldquo; l&auml;ngst zum feststehenden Begriff geworden: Dazu geh&ouml;ren nicht zuletzt&nbsp; Arbeitnehmer, die zwei oder mehr Jobs haben m&uuml;ssen, um &uuml;ber die Runden zu kommen. &bdquo;Dieses Ph&auml;nomen gibt es in Deutschland zumindest bei legaler Besch&auml;ftigung kaum&ldquo;, erkl&auml;rt DIW-Forscher Karl Brenke. &bdquo;Mehrfachbesch&auml;ftigungen sind in Deutschland vor allem eine Sache von Fachkr&auml;ften und somit der Mittelschicht. In fast allen europ&auml;ischen L&auml;ndern zeigt sich ein &auml;hnliches Bild wie in Deutschland: Personen mit geringem Ausbildungsniveau sind unter den Zweitjobbern unterrepr&auml;sentiert.&nbsp; Allerdings gibt es in den meisten EU-L&auml;ndern einen gr&ouml;&szlig;eren Anteil von Erwerbst&auml;tigen mit einen Nebenjob als hierzulande, vor allem in Skandinavien, Polen, den Niederlanden und in Portugal. Trotz des massiven Anstiegs seit 2002 belegt Deutschland noch immer einen der Pl&auml;tze im unteren Mittelfeld.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.333948.de\">DIW<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php\/333454\">DIW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Verweis auf die &ldquo;working poor &rdquo; in den USA ist insofern irref&uuml;hrend, als dass damit nicht nur Arbeitnehmer gemeint sind, die nur mit einem Zweitjob &uuml;ber die Runden kommen. Hier m&uuml;ssten auch Besch&auml;ftigte im Niedriglohnbereich genannt werden, die von Armut gef&auml;hrdet sind oder auch die ca. 1,35 Millionen Erwerbst&auml;tigen, die trotz Arbeit erg&auml;nzend Arbeitslosengeld II&nbsp; beziehen m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Skandal um Vetternwirtschaft &ndash; F&ouml;deraler Wahnwitz ARD<\/strong><br>\nDer freie Wettbewerb der Freien ist praktisch ausgeschaltet, weil Sendeplatzverteiler vorrangig die Tochterfirmen der Sender bedienen und danach die Produktionsfirmen, die willf&auml;hrig sind. Wer einen Gro&szlig;auftrag bekommt, ist fortan k&auml;uflich oder auch, wie der Fall Heinze-AllMedia zeigt, zu illegalen Handreichungen bereit.<br>\nWenn eine Anstalt quasi als Monopolist dar&uuml;ber bestimmt, wer was produzieren darf, ist die Korruption, wie Alt-Linke sagen w&uuml;rden, systemimmanent. Korrupt sind alle, die sich auf Kosten des Geb&uuml;hrenzahlers eigene Vorteile verschaffen, bestechlich ist aber auch derjenige, der seine eigene Senderkarriere vorw&auml;rts bringt, indem er gegen die eigene &Uuml;berzeugung die Meinung und die Praktiken derjenigen unterst&uuml;tzt, die die F&auml;den seiner Karriere in der Hand halten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/451\/485872\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4162#h01\">Steueroase Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h02\">USA: &laquo;Die gr&ouml;sste Steueroase der Welt&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h03\">Frankreich haut auf die Steuertrommel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h04\">Es lebe Tobin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h05\">Ein bisschen Sand ins Geldgetriebe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h06\">HSH-Nordbank: Stegner unter Druck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h07\">Wie viel Export h&auml;tten Sie denn gern?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h08\">Fest an der Kaimauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4162#h09\">Mindestlohn: Kleine Fortschritte<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4162\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4162","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4162","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4162"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4162\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4162"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4162"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4162"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}