{"id":41625,"date":"2017-12-19T08:30:17","date_gmt":"2017-12-19T07:30:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625"},"modified":"2017-12-19T08:30:17","modified_gmt":"2017-12-19T07:30:17","slug":"hinweise-des-tages-3024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h01\">Bundesnachrichtendienst streute heimlich Russland-Kritik unter Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h02\">EU-Kommission nimmt Steuertrickser Ikea unter die Lupe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h03\">Mit bestehenden Gesetzen k&ouml;nnen Amazon und Co. nur schwer reguliert werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h04\">Massenfahndung gegen G20-Gegner soll von Polizeiverfehlungen ablenken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h05\">FP&Ouml; an der Macht in &Ouml;sterreich: Bundesregierung hat nichts zu meckern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h06\">Wie Paketdienste ihre Mitarbeiter ausbeuten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h07\">Die soziale Ausgrenzung muss enden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h08\">Das braune Winterhilfswerk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h09\">Sexuelle Bel&auml;stigung verst&auml;rkt im Niedriglohnsektor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h10\">Ich w&uuml;rde gerne f&uuml;r ein Haus sparen, aber das Geld reicht nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h11\">Neues Polizeigesetz in Baden-W&uuml;rttemberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h12\">Argentinien bei Protesten gegen Sozialk&uuml;rzungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h13\">Die SVP will uns den Hass auf Arme schmackhaft machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h14\">Dieses Gejammer nervt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h15\">Sitze mit Stickereien in Wehrmachts-Symbolik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h16\">Abgrenzung statt Solidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41625#h17\">Wer diesen Satz lesen kann, hat gute Eltern<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundesnachrichtendienst streute heimlich Russland-Kritik unter Medien<\/strong><br>\nDie Auslandsaufkl&auml;rung der Regierung lieferte ausgew&auml;hlten Journalisten Vorab-Informationen, bevor BND-Pr&auml;sident Kahl die russische F&uuml;hrung &ouml;ffentlich scharf anging.<br>\nDer Bundesnachrichtendienst (BND) hat Journalisten heimlich mit russlandkritischen Informationen und Einsch&auml;tzungen versorgt, bevor BND-Pr&auml;sident Bruno Kahl diese Mitte November in einer Rede &ouml;ffentlich machte. Dies best&auml;tigte der BND jetzt dem Tagesspiegel. Zu dem Thema h&auml;tten zuvor nicht &ouml;ffentliche sogenannte Hintergrundgespr&auml;che mit ausgew&auml;hlten Pressevertretern stattgefunden, hie&szlig; es. Einzelheiten dazu w&uuml;rden nicht bekannt gegeben: &bdquo;&Uuml;ber Inhalte und Details dieser Gespr&auml;che, bei denen auch die Teilnehmer-Medien ihrerseits auf die Vertraulichkeit setzen, wird grunds&auml;tzlich keine Auskunft erteilt&ldquo;, teilte der Nachrichtendienst mit. (&hellip;)<br>\nKahl hatte Russland bei einem Auftritt bei der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung in M&uuml;nchen als &bdquo;potenzielle Gefahr&ldquo; bezeichnet. Es sei davon auszugehen, dass sich Russland mit Cyber-Mitteln in den amerikanischen Pr&auml;sidentschaftswahlkampf eingemischt habe. Das Land verf&uuml;ge hier &uuml;ber &bdquo;erhebliche Kompetenzen&ldquo;. Die Modernisierung der Streitkr&auml;fte zu 70 Prozent bis 2020 sei &bdquo;beunruhigend&ldquo;. In den Medien wurde die Rede als Akt ungewohnter &Ouml;ffentlichkeit gedeutet, da der BND sonst nur die Bundesregierung intern berate. Nunmehr steht fest, dass in der Rede enthaltene Informationen bereits im Vorfeld auch einem Kreis ausgew&auml;hlter Journalisten zug&auml;nglich gemacht wurden. (&hellip;)<br>\nGeheime Gespr&auml;che mit Journalisten geh&ouml;ren nicht nur zur Informationspraxis der Nachrichtendienste, sondern von Regierung und Bundesbeh&ouml;rden insgesamt. Die ausgew&auml;hlten Pressevertreter verpflichten sich, die mitgeteilten beh&ouml;rdlichen Informationen und Einsch&auml;tzungen f&uuml;r sich zu behalten. H&auml;ufig flie&szlig;en sie dennoch sp&auml;ter in die Berichterstattung ein, meist jedoch ohne Nennung der staatlichen Quelle. Die Bundesregierung h&auml;lt diese Art der &Ouml;ffentlichkeitsarbeit f&uuml;r unentbehrlich. Details dazu, insbesondere zu Presserunden mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), h&auml;lt sie geheim.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/selektive-informationsvermittlung-bundesnachrichtendienst-streute-heimlich-russland-kritik-unter-medien\/20734472.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>EU-Kommission nimmt Steuertrickser Ikea unter die Lupe<\/strong><br>\nAttac begr&uuml;&szlig;t das Vorhaben der EU-Kommission, den Ikea-Konzern wegen unzul&auml;ssiger Steuerpraktiken zu &uuml;berpr&uuml;fen. &bdquo;Wir sind erfreut, dass die EU-Kommission die Steuertricks von Ikea endlich angeht. Dieser Schritt ist &uuml;berf&auml;llig und ein Erfolg f&uuml;r die kritische Zivilgesellschaft in Europa&ldquo;, sagt Alfred Eibl vom Attac-Koordinierungskreis. &bdquo;Der Einsatz einer engagierten EU-Kommissarin gegen Einzelf&auml;lle reicht aber nicht, denn die Liste der Einzelf&auml;lle ist endlos. Die EU muss Steuerschlupfl&ouml;cher f&uuml;r Unternehmen und Reiche endlich systematisch schlie&szlig;en &ndash; zur Not auch ohne die Zustimmung aller Mitgliedsstaaten. Es kann nicht sein, dass die EU bei entscheidenden Steuerfragen immer noch von einzelnen Staaten blockiert werden kann.&ldquo;<br>\nAttac engagiert sich seit Jahren gegen die Steuerhinterziehung und -vermeidung von Konzernen. In der Untersuchung &ldquo;Ein Dschungel namens Ikea&rdquo; hat Attac-Autor Karl-Martin Hentschel 2013 erstmals das &ldquo;Modell Ikea&rdquo; in seiner Gesamtstruktur dargestellt. Die Studie zeigt, dass Ikea wie fast kein anderes Unternehmen die Konzernstruktur und die Finanzoperationen systematisch optimiert hat, um m&ouml;glichst wenig Steuern zu zahlen. Karl-Martin Hentschel: &ldquo;Bei Ikea findet man alles, was in Handb&uuml;chern zur Steuervermeidung beschrieben wird. Was Amazon, Starbucks, Apple und Google heute praktizieren, hat Ikea erfunden. H&ouml;chste Zeit das &sbquo;Modell Ikea&lsquo; endlich abzuwickeln.&rdquo;<br>\nAttac fordert die EU insbesondere auf, das Franchising-Modell von Ikea endlich zu unterbinden, mit dem der Konzern j&auml;hrlich eine halbe Milliarde Euro Gewinn an der Steuer vorbei nach Liechtenstein verschiebt. &bdquo;Dieser Coup des Ikea-Patriarchen Ingmar Camprad schreit geradezu danach, dass die EU-Kommission weiter bohrt&ldquo;, sagt Karl-Martin Hentschel.<br>\n2012 schenkte Camprad den Namen &bdquo;IKEA&ldquo; der Interogo-Stiftung in Liechtenstein. Diese Stiftung gilt als Privatstiftung der Familie Kamprad mit dem Ziel, die Familienmitglieder f&uuml;r alle Ewigkeit zu versorgen. Die Stiftung verkaufte den Namen &bdquo;IKEA&ldquo; f&uuml;r neun Milliarden Euro an die Konzerntochter &bdquo;Inter IKEA Systems&ldquo;. Diese betreibt seitdem das Franchising-Gesch&auml;ft: Alle IKEA-M&auml;rkte zahlen einen erheblichen Teil ihres Gewinnes als Franchising-Geb&uuml;hren. Insgesamt nimmt die &bdquo;Inter IKEA Systems&ldquo; so j&auml;hrlich etwa eine Milliarde Euro ein. Damit sie diese gro&szlig;teils nicht versteuern muss, hat sie sich von der Interogo-Stiftung mehrere Milliarden Euro geliehen, um den Kauf des Namens IKEA zu bezahlen. Daf&uuml;r zahlt sie j&auml;hrlich etwa eine halbe Milliarde &bdquo;Zinsen&ldquo; an die Stiftung in Liechtenstein &ndash; steuerfrei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/neuigkeiten\/detailansicht\/news\/erfolg-eu-kommission-nimmt-steuertrickser-ikea-unter-die-lupe\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Mit bestehenden Gesetzen k&ouml;nnen Amazon und Co. nur schwer reguliert werden<\/strong><br>\nDas Gesch&auml;ftsmodell Handel, so wie es derzeit etwa von Kaufhof und Karstadt betrieben werde, werde es schwer haben zu &uuml;berleben, sagte der E-Commerce-Experte Alexander Graf im Dlf. Um Fairness im Wettbewerb m&uuml;sse sich die Politik k&uuml;mmern, denn die Folgen etwa f&uuml;r die Innenst&auml;dte seien gro&szlig;.<br>\nMay: Wird es dann noch die klassische Einkaufsstra&szlig;e geben? Oder anders gefragt: Ver&ouml;den unsere Innenst&auml;dte?<br>\nGraf: Die Innenst&auml;dte, wenn wir uns mal relativ austauschbare Innenst&auml;dte anschauen und Einkaufsstra&szlig;en anschauen, haben ja heute schon ein massives Problem. Richtig attraktiv ist das eigentlich so ja schon nicht. Was man noch nicht sagen ist: Was passiert, wenn die Handelsfl&auml;chen dort massiv zur&uuml;ckgehen? Man kann sich jetzt kleinere St&auml;dte anschauen und da gibt es ja eine ganze Menge. Da muss man mal 50 Kilometer weiter wegfahren von einer Gro&szlig;stadt. In diesen kleineren St&auml;dten &ndash; ich wohne in Norddeutschland in Kiel. Wenn ich da jetzt nach Rendsburg fahre oder nach Neum&uuml;nster, dann sieht man schon eine massive Fl&auml;chenbereinigung. Alle kleinen Nebenstra&szlig;en, alles, was fr&uuml;her mal Gesch&auml;ftslagen waren, das ist mittlerweile Wohnlage, teilweise auch B&uuml;rofl&auml;chen, Atelier-Fl&auml;che, teilweise auch Caf&eacute;s, wenn es irgendwie spannend gelegen ist, an einem See oder an einem Marktplatz. Das ist auch etwas, was gr&ouml;&szlig;eren St&auml;dten momentan bl&uuml;ht. Das wird auch &uuml;berall best&auml;tigt. Auch so eine Stadt wie Hamburg oder M&uuml;nchen oder Berlin: Wenn man da nicht in einer Top A-Lage ist, dann fehlt einfach der Traffic von den Fu&szlig;g&auml;ngern, der Traffic von den einkaufswilligen Menschen, und dann wird es ganz, ganz, ganz, ganz schwer zu &uuml;berleben. Deswegen w&uuml;rde ich erst mal sagen, gibt es eine Art Fl&auml;chenbereinigung in den Nebenlagen und in den kleineren St&auml;dten. Da sehen wir aber auch schon in den Hauptlagen in den ehemaligen Einkaufsstra&szlig;en eine ganz, ganz starke Bereinigung. Wird es deswegen keine Ware mehr in der Innenstadt geben? &ndash; Wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich werden wir schon noch Ware in der Innenstadt sehen, aber die wird dann nicht mehr refinanziert durch das Handelskonzept.<br>\nMay: Und am Ende kaufen alle alles nur noch &uuml;ber Amazon?<br>\nGraf: Momentan ist Amazon zumindest derjenige Anbieter, der den meisten Umsatz abgreift. Im E-Commerce rechnet man momentan damit, dass Amazon von jedem Euro Mehrumsatz, der in Deutschland get&auml;tigt wird im Online-Handel, einen Betrag von 50 bis 70 Cent mitnehmen wird. Das komplette Marktwachstum oder ein Gro&szlig;teil des Marktwachstums liegt momentan bei Amazon. Das ist auch in anderen L&auml;ndern teilweise so. Teilweise liegt aber auch das Umsatzwachstum aufgrund der schlechten statistischen Erhebungen schon im Ausland. Sehr, sehr viele von uns kaufen schon auf Plattformen wie tmall.com ein oder jd.com ein oder angeh&ouml;rigen Plattformen der Alibaba- und Tencent-T&ouml;chter. Das flie&szlig;t in die Erhebungen gar nicht mehr mit ein. Das sieht man in der Schweiz sehr, sehr stark. Da kann man das &uuml;ber den Import besser messen. Ob das dann alles am Ende des Tages Amazon ist, das vermag noch keiner so richtig zu sagen. Aber einen Gro&szlig;teil der normalen G&uuml;ter, die ich f&uuml;r meinen t&auml;glichen Bedarf so brauche, den werden wir schon &uuml;ber Online-Anbieter bestellen oder &uuml;ber Portale, die online sehr dominant sind. Ob das Amazon sein muss am Ende des Tages, das ist noch nicht raus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/digitaler-handel-mit-bestehenden-gesetzen-koennen-amazon.694.de.html?dram:article_id=406305\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: Das System Amazon<\/strong><br>\nGut zwei Drittel aller Deutschen shoppen online. Ob bequem vom heimischen PC aus oder von unterwegs per Handy. Marktf&uuml;hrer in diesem Gesch&auml;ft ist Amazon. In Deutschland erzielt das weltgr&ouml;&szlig;te Warenhaus gut 30 Prozent des gesamten Online-Umsatzes. Das bekommen die traditionellen Gesch&auml;fte in den Innenst&auml;dten zu sp&uuml;ren. Ihre Kundschaft nimmt ab, verlagert sich ins Netz.<br>\nSebastian Hamann ist der Kreativkopf der Firma und designt Webshops.<br>\nDoch auch die Online-H&auml;ndler hierzulande sehen die Marktmacht von Amazon zunehmend kritisch. Selbst diejenigen, die auf der Amazon-eigenen Verkaufsplattform Marketplace anbieten. Gegen den US-Konzern k&ouml;nnten sie kaum konkurrieren, im Kampf um die Kunden g&auml;be es immer nur einen Sieger.<br>\nDabei gibt es Alternativen zu Amazon. Der station&auml;re Handel kann die Vorteile des Internets nutzen, ohne seine Ladenlokale aufgeben zu m&uuml;ssen. Um unabh&auml;ngig zu bleiben bilden Online-Shops neuerdings Verkaufsgemeinschaften. Ein zunehmender Trend, ganz kostenlos und ohne Provisionsdruck. An verschiedenen Orten in Deutschland starten derzeit Initiativen, die genau das erreichen wollen. Die Vielfalt erhalten, das Innenstadtsterben aufhalten und den Handel in die digitale Zukunft f&uuml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/das-system-amazon-100.html\">Das Erste<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Amazon-Besch&auml;ftigte: Wir sind Helden<\/strong><br>\nRekorde sollten purzeln am &bdquo;Black Friday&ldquo; Ende November. Und das sind sie auch. W&auml;hrend Amazon aber auf Rekordgewinne hoffte, gab es eine Rekord-Streikbeteiligung von 2400 Besch&auml;ftigten an allen von ver.di organisierten Standorten des Versandh&auml;ndlers in Deutschland. Auch in Piacenza, dem einzigen italienischen Standort, riefen die Gewerkschaften zum ersten Mal zum Streik f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen auf; dort streikten auf Anhieb 500 Besch&auml;ftigte, gemeinsam mit ihren deutschen KollegInnen.<br>\nDie wiederholten Streiks zeigen: Die Situation f&uuml;r die Besch&auml;ftigten bleibt schwierig. Die meisten der 12&thinsp;000 Amazon-Besch&auml;ftigten in Deutschland arbeiten gerne f&uuml;r Amazon, identifizieren sich mit dem Unternehmen und geben jeden Tag ihr Bestes. Viele sind &ndash; nach Jahren der Arbeitslosigkeit oder im absoluten Niedriglohnbereich &ndash; zufrieden mit ihrer jetzigen T&auml;tigkeit und der Bezahlung. Viel gr&ouml;&szlig;ere Probleme sind aktuell &Uuml;berwachung und Leistungsdruck, Ersch&ouml;pfung und gesundheitliche Probleme. &bdquo;Es gibt dr&auml;ngendere Anliegen, als die L&ouml;hne anzuheben&ldquo;, bekr&auml;ftigt auch Thomas Vo&szlig;, der bei ver.di den Bereich Versand- und Online-Handel koordiniert.<br>\nIn den Warenlagern werden die Besch&auml;ftigten &uuml;ber einen Hand-Scanner &bdquo;gesteuert&ldquo;. Das Ger&auml;t sagt ihnen, wo sie hingehen m&uuml;ssen, welcher Handgriff als n&auml;chstes ansteht. Oft sind die T&auml;tigkeiten sehr monoton, Zeit f&uuml;r kurzes Verschnaufen oder ein Gespr&auml;ch mit den Kollegen bleibt nicht. Das ist k&ouml;rperlich und mental anstrengend. Die Besch&auml;ftigten werden getaktet wie eine Maschine. Abweichungen sind nicht vorgesehen. Und: Per Scanner kann die Unternehmensleitung jederzeit die T&auml;tigkeit jedes einzelnen Besch&auml;ftigten &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\n&bdquo;Das macht etwas mit den Menschen&ldquo;, betont Vo&szlig;. Viele Besch&auml;ftigte f&uuml;hlen sich entwertet. Aber nicht nur psychisch ist die Arbeit bei Amazon anstrengend, auch k&ouml;rperlich kommt einiges zusammen. Die Besch&auml;ftigten m&uuml;ssen teils gro&szlig;e Gewichte heben und t&auml;glich bis zu 25 Kilometer auf harten Betonb&ouml;den laufen. Es gibt keine ergonomischen Arbeitspl&auml;tze &ndash; die Regalh&ouml;hen und Arbeitsfl&auml;chen sind standardisiert. &bdquo;Menschen sind aber nicht standardisiert&ldquo;, betont Vo&szlig;. Deswegen hat ver.di die letzten Streiks mit der Forderung nach einem Tarifvertrag &bdquo;Gute und gesunde Arbeit&ldquo; verbunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++ca17ee0c-e3d8-11e7-a215-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Massenfahndung gegen G20-Gegner soll von Polizeiverfehlungen ablenken<\/strong><br>\nDie Priorit&auml;tensetzung der Sicherheitsbeh&ouml;rden spricht f&uuml;r sich: W&auml;hrend fast 500 Neonazis mit offenen Haftbefehlen seit Jahren untergetaucht sind, macht die Hamburger Polizei &ouml;ffentlichkeitswirksam Jagd auf G20-Gegner. Steckbriefe wie zu Zeiten der RAF-Hysterie und Telefonhotlines &ouml;ffnen Denunziantentum T&uuml;r und Tor. Eine solche Massenfahndung tr&auml;gt weniger zur Aufkl&auml;rung von Straftaten als zur Vergiftung des gesellschaftlichen Klimas bei&ldquo;, erkl&auml;rt Ulla Jelpke zur heute von der Hamburger Polizei er&ouml;ffneten G20-Fotofahndung. Die Innenpolitikerin der Fraktion DIE LINKE weiter:<br>\n&bdquo;Wie schon bei den bundesweiten Razzien bei G-20-Gegnern vor zwei Wochen geht es der Hamburger Polizei mit der Fotofahndung darum, durch die Schaffung des Feindbildes von `gewaltt&auml;tigen Linksextremisten&acute; von ihren eigenen schweren Verfehlungen w&auml;hrend des G-20-Gipfels abzulenken. Als parlamentarische Beobachterin habe ich in Hamburg miterlebt, wie die politisch Verantwortlichen und die Polizei w&auml;hrend des G20-Gipfels von Anfang an auf Eskalation setzten. Grundrechte wurden in weiten Teilen der Hansestadt au&szlig;er Kraft gesetzt, zahlreiche friedliche Demonstranten in Folge von Polizeieins&auml;tzen schwer verletzt, Journalisten von der Polizei an der Aus&uuml;bung ihres Berufes behindert. Wer die Gewalt beim G20-Gipfel beklagt, darf zu den Umst&auml;nden, die soweit gef&uuml;hrt haben, nicht schweigen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/massenfahndung-gegen-g20-gegner-soll-von-polizeiverfehlungen-ablenken\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><strong>dazu: G 20 ist keine Lizenz zum Rechtsbruch<\/strong><br>\nEs geh&ouml;rt zu den Aufgaben von Polizei und Staatsanwaltschaft, T&auml;ter zu suchen. Es geh&ouml;rt nicht zu den Aufgaben von Polizei und Staatsanwaltschaft, bei dieser Suche Mittel einzusetzen, die unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig, untauglich und gef&auml;hrlich sind. Die Ermittler haben zur Fahndung nach sogenannten G-20-Chaoten 100 Fotos und Videosequenzen ins Netz gestellt. Das ist eine gigantische &Ouml;ffentlichkeitsfahndung, ein Massenscreening, eine Aufforderung zur &ouml;ffentlichen Rasterfahndung.<br>\nDiese Pr&auml;sentation von echten oder angeblichen Beschuldigten hat mit Steckbriefen nichts mehr zu tun. Es handelt sich um die umfassende Aufforderung an die Bev&ouml;lkerung, Hilfssheriff zur spielen. Es handelt sich um die Aufforderung, eine Vielzahl von Menschen zu jagen, deren Tat oder Tatbeitrag v&ouml;llig ungekl&auml;rt ist.<br>\nDiese Art von Fahndung geht &uuml;ber das, was der Paragraf 131b Strafprozessordnung erlaubt, weit hinaus. Die Ermittler dehnen den Paragrafen bis zur Unkenntlichkeit aus. Sie unterscheiden nicht zwischen Beschuldigten und Nichtbeschuldigten, sie machen alle abgebildeten Personen zu Beschuldigten. Diese Form des Internet-Prangers ist gesetzeswidrig. Der Zweck heiligt die Mittel nicht. Das gilt auch f&uuml;r die Ausschreitungen beim G-20-Gipfel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ermittlungen-g-ist-keine-lizenz-zum-rechtsbruch-1.3796934\">Heribert Prantl in der SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Und die BILD feiert diese Steilvorlage auf Ihre eigene Art und Weise &hellip; &bdquo;Krawall-Barbie?&ldquo; Aber gaaaanz sicher steht die BILD-Chefredaktion voll und ganz hinter #meetoo und &auml;hnlichen PR-Aktionen. <\/em><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171219-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\">\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>FP&Ouml; an der Macht in &Ouml;sterreich: Bundesregierung hat nichts zu meckern<\/strong><br>\nIn &Ouml;sterreich herrscht ab sofort eine Rechtsau&szlig;en-Regierung aus Konservativen und den Rechtspopulisten der FP&Ouml;. F&uuml;hrende FP&Ouml;ler wie der neue Vizekanzler Strache und Norbert Hofer sind ehemalige Neonazis und Burschenschaftler. Die Bundesregierung st&ouml;rte das heute nicht: Man hatte nur freudige Worte f&uuml;r die neue Regierung in Wien &uuml;brig. Zur Kontrolle der FP&Ouml; &uuml;ber Polizei, Milit&auml;r und Geheimdienst in &Ouml;sterreich m&ouml;chte die deutsche Regierung auch nichts sagen&hellip;<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 18. Dezember 2017 &ndash; <a href=\"https:\/\/youtu.be\/8URgcm1AU50\">Komplett hier<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jbRKrM7XRPo\">Tilo Jung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie Paketdienste ihre Mitarbeiter ausbeuten<\/strong><br>\nIurie Popescu, 34, ist gerade fertig mit der Arbeit. Er hat Cola, Kekse, und Lebkuchen auf den Tisch gestellt und holt seinen Arbeitsvertrag. Es ist ein zweiseitiger Vordruck aus dem Internet. Auf Seite eins ist sein Bruttoverdienst handschriftlich eingetragen: 1600 Euro, auf Seite zwei seine w&ouml;chentliche Arbeitszeit: 40 Stunden. Auf dem Papier sieht es so aus, als w&uuml;rde der Paketzusteller etwas mehr als den gesetzlichen Mindestlohn von 8,84 Euro die Stunde verdienen &ndash; wenn da nicht ein Haken w&auml;re: Der Rum&auml;ne arbeitet nicht 40 Stunden. Er arbeitet fast doppelt so viel.<br>\nMorgens um halb vier geht es los. Popescu l&auml;dt Pakete aus, scannt im Depot in eisiger K&auml;lte Pakete ein, bel&auml;dt seinen wei&szlig;en Lieferwagen neu, den DPD seinem Arbeitgeber, einem Subunternehmen, zur Verf&uuml;gung gestellt hat. Erst um halb neun beginnt seine Tour, 70 Kilometer lang mit etwa 115 Stopps. Im Durchschnitt liefert er jeden Tag 200 Pakete ab. Gegen 18 Uhr ist sein Arbeitstag zu Ende, wenn die Retouren und P&auml;ckchen von Firmen abgeholt sind. Da Popescu auch samstags arbeitet, kommt er leicht auf 75 Stunden pro Woche. In Wirklichkeit verdient er also nicht den Mindestlohn, sondern etwa f&uuml;nf Euro.<br>\nPopescu geh&ouml;rt zum untersten Glied eines Systems, das das Internet so erst m&ouml;glich gemacht hat. Ob B&uuml;cher, Kleider oder CDs, immer mehr wird auch in Deutschland im Netz eingekauft, erst recht vor Weihnachten &ndash; und all das soll m&ouml;glichst preiswert, schnell und zuverl&auml;ssig nach Hause kommen. Doch geht das &uuml;berhaupt, ohne dass Paketzusteller wie Popescu 75 Stunden pro Woche schuften m&uuml;ssen?<br>\nDie Dienstleistungsgewerkschaft Verdi spricht von &ldquo;zunehmend katastrophalen Arbeitsbedingungen bei den Subunternehmen der Paketdienste&rdquo;. Das gilt aber nicht f&uuml;r alle Paketboten. Viele bekommen immer noch Tariflohn, bezahlten Urlaub oder Geld, wenn sie krank sind. Doch unter den Packeseln der Nation gibt es eine Klassengesellschaft. Wer neu anf&auml;ngt, erh&auml;lt nicht mehr so viel wie diejenigen, die schon lange dabei sind. Und immer mehr landen ganz unten, wie Iurie Popescu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/lieferdienste-wie-paketdienste-ihre-mitarbeiter-ausbeuten-1.3793184\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die soziale Ausgrenzung muss enden<\/strong><br>\nKinder sind arm, wenn ihre Familien oder ihre M&uuml;tter arm sind. Deshalb f&auml;ngt die Bek&auml;mpfung der Kinderarmut im Erwerbsleben an. Nur durch einen gesetzlichen Mindestlohn in existenzsichernder H&ouml;he l&auml;sst sich der Niedriglohnsektor, das Haupteinfallstor f&uuml;r Erwerbs-, Familien- und Kinderarmut, zur&uuml;ckdr&auml;ngen. Durch den ab 1. Januar 2017 g&uuml;ltigen Mindestlohn in H&ouml;he von 8,84 Euro brutto pro Stunde wird h&ouml;chstens eine weitere Lohnspreizung verhindert und der Niedriglohnsektor zwar nach unten abgedichtet, aber nicht abgeschafft. Dies w&auml;re jedoch n&ouml;tig, um Armut und soziale Ausgrenzung wirksam zu bek&auml;mpfen. Geringverdiener\/innen, die mit ihren Kindern in einer Gro&szlig;stadt wohnen, haben wegen der heute &uuml;blichen hohen Mieten praktisch keine Chance, der Hartz-IV-Abh&auml;ngigkeit durch Anhebung ihres Lohns auf die gesetzlich vorgeschriebene Mindesth&ouml;he zu entkommen. Sie m&uuml;ssen nach wie vor die Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende in Anspruch nehmen und den entw&uuml;rdigenden Gang zum Jobcenter antreten. Wenn es &ndash; wie die SPD und ihr Kanzlerkandidat Martin Schulz als Hauptslogan im Bundestagswahlkampf vertreten haben &ndash; &raquo;Zeit f&uuml;r mehr Gerechtigkeit&laquo; ist, w&auml;re es auch Zeit f&uuml;r einen Mindestlohn von 10 Euro oder mehr. (&hellip;)<br>\nSoll die sich vertiefende Kluft zwischen Arm und Reich wieder geschlossen werden, muss mehr Steuergerechtigkeit f&uuml;r einen sozialen Ausgleich sorgen. Dass ein Spitzenverdiener durch Inanspruchnahme des steuerlichen Kinderfreibetrages im Jahr &uuml;ber 1.000 Euro mehr f&uuml;r sein Kind erh&auml;lt als der Normalverdiener an Kindergeld, ist weder mit dem Gleichheitssatz noch mit dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes vereinbar. Deshalb muss der Kinderfreibetrag zugunsten eines h&ouml;heren, f&uuml;r alle gleichen Kindergeldes abgeschafft werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/23-2017&amp;textfile=4163\">Ossietzky<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/22-2017&amp;textfile=4151\">Teil 1 ist in Ossietzky 22\/2017<\/a> erschienen. Teil 3 des Beitrags mit dem Schwerpunkt &ldquo;Armut im Alter&rdquo; wird in Ossietzky 24\/2017 zu lesen sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das braune Winterhilfswerk<\/strong><br>\nDie M&auml;nner haben ihren gr&uuml;nen Kleinbus randvoll geladen, mit M&uuml;lls&auml;cken und Pappkisten. Darin: Jeans, dicke Pullover, Anoraks, Stiefel, Decken, M&uuml;tzen, Stofftiere f&uuml;r Kinder. Gleich werden sie die Sachen unter Br&uuml;cken zu Obdachlosen bringen oder vor sozialen Treffs an Bed&uuml;rftige verteilen. Diese Szenen aus N&uuml;rnberg zeigt ein Image-Film im vergangenen Winter, eine Frauenstimme kommentiert das: Kinder- oder Altersarmut und Obdachlosigkeit seien keineswegs Randerscheinungen, hei&szlig;t es da &ndash; nicht unkorrekt.<br>\nDie sehr eigene Interpretation aber folgt sogleich: eine &ldquo;antideutsche Politik gekaufter Politbonzen&rdquo; sei schuld, &ldquo;angeblich karitative Organisationen &uuml;berschlagen sich damit, ihre Zeit und Energie in Projekte f&uuml;r Asylanten zu stecken&rdquo;. Daher: &ldquo;Deutsche Winterhilfe f&uuml;r unsere Volksangeh&ouml;rigen.&rdquo; Die Aktivisten wollten &ldquo;ihre sozialistische Ausrichtung mit der Tat bekr&auml;ftigen&rdquo;. Eine nationalsozialistische Ausrichtung &ndash; am Bus prangt die r&ouml;mische Ziffer drei, es ist das Logo der Neonazi-Partei &ldquo;Der III. Weg&rdquo;.<br>\nIn diesen Wochen, bei k&auml;lter werdenden Temperaturen, startet die Kleinpartei wieder ihre Kampagne. Deren Name ist angelehnt an das &ldquo;Winterhilfswerk des Deutschen Volkes&rdquo; der NSDAP. Mit den Aktionen, so der bayerische Verfassungsschutz, wolle sich der III. Weg &ldquo;als einzige politische Kraft darstellen, die noch soziale Notlagen in der deutschen Bev&ouml;lkerung im Blick hat&rdquo;. So seien Fl&uuml;chtlinge von den Spenden explizit ausgeschlossen. In der Eigendarstellung erg&auml;nzt die Partei, dass nur &ldquo;unverschuldet in Not Geratene&rdquo; Hilfe bek&auml;men &ndash; Alkoholiker, Drogenabh&auml;ngige oder &ldquo;Menschen, die schlicht nicht arbeiten gehen wollten&rdquo;, bek&auml;men nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/extremismus-in-bayern-das-braune-winterhilfswerk-1.3789923\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sexuelle Bel&auml;stigung verst&auml;rkt im Niedriglohnsektor<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngsten Twitter-Meldungen zum Thema sexuelle Gewalt unter dem Hashtag &raquo;Metoo&laquo; lassen internes Hickhack und Schlimmeres bef&uuml;rchten. Denn jetzt steht die 68-j&auml;hrige Hollywood-Ikone Meryl Streep unter Beschuss. Aber nicht wegen sexueller &Uuml;bergriffe, sondern wegen ihres &raquo;Schweigens&laquo; dazu. Den schweren Vorwurf der &raquo;Heuchelei&laquo; erhob am 16. Dezember die Schauspielerin Rose McGowan, die ihrerseits dem inzwischen geschassten Mogul Harvey Weinstein vorwirft, von ihm vergewaltigt worden zu sein. Ein gefundenes Fressen f&uuml;r die US-Medien, ist zu bef&uuml;rchten &ndash; nicht zuletzt weil im neuen Jahr in Hollywood Preisverleihungen bevorstehen.<br>\nSo oder so ist &raquo;Metoo&laquo;, das Mitte Oktober als Reaktion auf die bekannt gewordenen sexuellen &Uuml;bergriffe von Weinstein begonnen hatte, der Schwung ausgegangen. Auf der Webseite &raquo;The Daily Beast&laquo; hie&szlig; es am 17. Dezember dazu, in der &Ouml;ffentlichkeit weiche die &raquo;gespannte Erwartung, welcher m&auml;chtige Mann als n&auml;chster abges&auml;gt wird, langsam einem Achselzucken.&laquo; Das liege nicht nur an der kaum mehr &uuml;berschaubaren Anzahl, sondern auch, dass die Enth&uuml;llungen offenbar keine Auswirkungen aufs wirkliche Leben haben. Darauf hatte als erste schon Anfang November die linke Feministin Barbara Ehrenreich hingewiesen. &raquo;Wenn wir &uuml;ber sexuelle Bel&auml;stigung reden, dann d&uuml;rfen wir nicht all die unterbezahlten Frauen vergessen, die mit dem Vermieter Sex haben m&uuml;ssen oder aus ihrer Wohnung geschmissen werden&laquo;, schrieb sie auf Twitter. Die Diskussion sei &raquo;klassistisch gepr&auml;gt, zu viel &uuml;ber Schauspielerinnen und nicht genug &uuml;ber Hotelangestellte&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1073571.metoo-debatte-ueber-sexismus-sexuelle-belaestigung-verstaerkt-im-niedriglohnsektor.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> W&auml;re es vermessen zu behaupten, w&uuml;rde die Problematik der sexuellen Bel&auml;stigung nicht auch in den Kreisen prominenter Schauspielerinnen, Kulturschaffender und akademisch gebildeter Frauen auftreten, sondern ausschlie&szlig;lich im Niedriglohnsektor und in den prek&auml;ren Schichten, dann w&uuml;rde kein Hahn oder politisch korrekt keine Henne danach Kr&auml;hen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ich w&uuml;rde gerne f&uuml;r ein Haus sparen, aber das Geld reicht nicht<\/strong><br>\nAziz ist 34 Jahre alt und arbeitet als Softwareingenieur. Er hat zwei Kinder und ist derzeit Alleinverdiener. Reicht sein Gehalt von 2.600 Euro f&uuml;r die ganze Familie?<br>\nBeruf: Ich bin Softwareingenieur und entwickle die Software f&uuml;r eingebettete Systeme. Das sind Computer, die zum Beispiel in Autos, Handys oder Maschinen eingebaut sind. Ich bin bei einem Unternehmen in Hessen angestellt, das Anlagen f&uuml;r Firmen herstellt, die mit Halbleitern arbeiten. Halbleiter sind Stoffe, die man zum Beispiel f&uuml;r Solarzellen und Mikroprozessoren braucht.<br>\nAusbildung: Ich bin in der T&uuml;rkei geboren und aufgewachsen. Dort habe einen Bachelor in Elektrotechnik gemacht und sechs Jahre in einer Firma f&uuml;r LED-Anzeigesysteme und sp&auml;ter als Bauprojektleiter f&uuml;r Elektrotechnik im Verteidigungsministerium gearbeitet. Dann bin ich mit meiner Frau nach Deutschland gezogen. Sie hat in Mainz Biologie studiert, ich habe in Mannheim meinen Master in Informationstechnik gemacht. Als ich fast fertig war, hat mir ein Headhunter &uuml;ber ein soziales Netzwerk den Job angeboten, den ich jetzt mache.<br>\nW&ouml;chentliche Arbeitszeit: In meinem Arbeitsvertrag stehen 40 Stunden. Ich arbeite Gleitzeit, an manchen Tagen zehn Stunden, an anderen daf&uuml;r nur sechs Stunden. Die Gleitzeitregelung finde ich gut, weil ich meine Arbeitszeit so einteilen kann, wie es gerade besser f&uuml;r mich ist.<br>\nBruttoeinkommen: 3.570 Euro. Dazu kommt ein 13. Monatsgehalt, von dem ich je die H&auml;lfte als Urlaubs- und Weihnachtsgeld erhalte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2017-12\/softwareingenieur-familienvater-gehalt-urlaub\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das ist insofern interessant, als angesichts eines angeblichen Fachkr&auml;ftemangels sich gerade ein Software-Ingenieur vor Angeboten eigentlich kaum retten d&uuml;rfte. Ein Gehalt von gut 4000,- Euro brutto im Monat ist f&uuml;r einen Ingenieur dieser Qualifikation ist deutlich zu niedrig. So gro&szlig; kann der &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; also nicht sein. Der Verdacht ist nicht von der Hand wei&szlig;en, dass die Arbeitgeber Migration als willkommene Gelegenheit zum Lohndumping sehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Neues Polizeigesetz in Baden-W&uuml;rttemberg<\/strong><br>\nEin weiterer Schritt hin zu einer militarisierten Polizei und Innenpolitik wurde am 15. November 2017 vom baden-w&uuml;rttembergischen Landtag vollzogen. Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann hatte bereits im Januar 2017 verk&uuml;ndet, mit dem nun verabschiedeten neuen Polizeigesetz &bdquo;an die Grenzen des verfassungsrechtlich M&ouml;glichen zu gehen&ldquo;.1 Die Grenzen des Grundgesetzes werden durch das neue Gesetzespaket2 tats&auml;chlich ausgereizt, wenn nicht gar &uuml;berschritten. Das in den Medien immer wieder f&auml;lschlicherweise als &bdquo;Anti-Terror-Gesetz&ldquo; bezeichnete Gesetzespaket enth&auml;lt zahlreiche kritische &Auml;nderungen, bei denen zum Teil keinerlei Zusammenhang mit Terrorismus besteht. Die Bezeichnung &bdquo;&Uuml;berwachungs- und Polizeistaatsgesetz&ldquo; w&auml;re zutreffender. So sind zahlreiche datenschutzrechtlich bedenkliche Neuerungen und eine weitere milit&auml;rische Aufr&uuml;stung der Polizei vorgesehen: (&hellip;)<br>\nAngesichts der zahlreichen Eingriffe in die Grundrechte und die Privatsph&auml;re der B&uuml;rger_innen h&auml;tten die Medien die Aufgabe gehabt, &uuml;ber das Thema ausgiebig zu berichten und eine gesellschaftliche Debatte anzusto&szlig;en. Leider war die mediale Aufarbeitung &ndash; vielleicht auch mangels wirklicher Opposition im Landtag &ndash; sehr unkritisch und vielen Zeitungen nur eine Randnotiz wert.<br>\nWirklich neu sind die meisten baden-w&uuml;rttembergischen &Auml;nderungen am Polizeigesetz nicht. Vieles findet sich wortgleich f&uuml;r das Bundeskriminalamt im von der Gro&szlig;en Koalition in der vergangenen Legislaturperiode verabschiedeten BKA-Gesetz. Dieses Gesetz war auch genauso gedacht: Als Vorlage f&uuml;r entsprechende Gesetze auf Landesebene. Bayern hat z.B. die elektronische Fu&szlig;fessel f&uuml;r Gef&auml;hrder_innen bereits ebenfalls eingef&uuml;hrt. Baden-W&uuml;rttemberg hat nun eines der sch&auml;rftsten Polizeigesetze &uuml;berhaupt. Andere Bundesl&auml;nder k&ouml;nnten folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/12\/14\/neues-polizeigesetz-in-baden-wuerttemberg\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Argentinien bei Protesten gegen Sozialk&uuml;rzungen<\/strong><br>\nBei der Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO, das letzte Woche in Buenos Aires stattfand, hat die argentinische Regierung bereits gezeigt, wie sie mit Kritiker_innen umgeht und 60 Vertreter_innen ausl&auml;ndischer NGOs kurzerhand die Einreise verweigert. Ein Attac-Aktivist wurde sogar zun&auml;chst abgeschoben.<br>\nIn dieser Woche will die neoliberale Regierung des Pr&auml;sidenten Mauricio Macri damit beginnen, ein umfangreiches Deregulierungspaket durchzusetzen &ndash; angefangen mit einer Rentenreform. Dagegen gibt es breiten sozialen Protest, Attac Argentinien beteiligt sich. F&uuml;r den heutigen Montag, an dem die Regierung die Rentenreform im Parlament abstimmen lassen will, sind Demonstrationen und ein 12-st&uuml;ndiger Generalstreik angek&uuml;ndigt.<br>\n&ldquo;Argentiniens Regierung betreibt seit Beginn ihrer Amtszeit vor zwei Jahren ein massive Umverteilung des Reichtums von unten nach oben, die Rentenreform ist nur ein weiteres Beispiel f&uuml;r die neoliberale und marktradikale Politik des Pr&auml;sidenten Macri. Doch von sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und linken Parteien gibt es massiven Widerstand, ein 12-st&uuml;ndiger Generalstreik ist f&uuml;r Montag angek&uuml;ndigt. Sollte das Gesetz durchkommen, wird es nicht der letzte bleiben&rdquo;, so Bettina M&uuml;ller von Attac Argentinien.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/neuigkeiten\/detailansicht\/news\/generalstreik-attac-argentinien-bei-protesten-gegen-sozialkuerzungen\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die SVP will uns den Hass auf Arme schmackhaft machen<\/strong><br>\nArmut macht Angst. Die Rechte versucht, uns diese Angst zu nehmen, indem sie uns mit Hass gegen Arme f&uuml;ttert. Eine denkbar sch&auml;dliche Strategie &ndash; f&uuml;r die gesamte Gesellschaft.<br>\nEs gibt diese weit verbreitete Meinung, die Armen seien selber schuld an ihrem Schicksal. Mehr noch: Sie liegen dem Staat &ndash; und damit uns Steuerzahlern &ndash; absichtlich auf den Taschen.<br>\nIn der Politik klingt das so: Arme sind &laquo;Dr&uuml;ckeberger und Sozialschmarotzer&raquo;, f&uuml;r die man &laquo;Steuergelder verschleudert&raquo;. Worte, die Christoph Blocher an der Albisg&uuml;etli-Tagung 1996 sprach. Seither wendet die SVP diese und &auml;hnliche abwertende Begriffe konsequent auf alles und alle an, die unten angekommen sind.<br>\n&laquo;Sozialschmarotzer&raquo; und &laquo;Rentenbetr&uuml;ger&raquo; h&auml;tten eine &laquo;starke Lobby&raquo;, es gelte sie darum mit allen Mitteln zu bek&auml;mpfen. &laquo;In gegenseitiger komplizenhafter Verbundenheit spielen sie sich geschickt in die H&auml;nde.&raquo; Und: &laquo;Solchem Tun hat die SVP den Kampf angesagt.&raquo; Das stand vor &uuml;ber zehn Jahren in der Parteizeitung.<br>\nIm gleichen Sinne ist ein aktueller Vorstoss der Baselbieter SVP zu verstehen. Diese verlangt, die Sozialhilfe im Kanton neu auf das absolute Minimum zu reduzieren. Nur, wer &laquo;kooperiert&raquo;, soll eventuell gleich wenig wie fr&uuml;her erhalten.<br>\nBetroffene werden so zum potenziellen T&auml;ter erkl&auml;rt. Zum Komplizen eines Verbrechens, n&auml;mlich eines geplanten Raubzugs auf die Portemonnaies derer, die Geld und Arbeit haben. Der Arbeitslose und die Sozialhilfeempf&auml;ngerin als Feind.<br>\nDie Ursache der Armut sei bei diesen Menschen zu suchen. Nicht im Arbeitsmarkt. Nicht in der Gesellschaft. Nicht in der Wirtschaft. Die, die auf der Strecke bleiben, die sind selber schuld. Alle. Das ist es, was die Partei mit &laquo;mehr Eigenverantwortung&raquo; meint.<br>\nZahlen zeigen aber: Das stimmt nicht. Arme k&ouml;nnen in den allermeisten F&auml;llen nichts daf&uuml;r, dass es sie &laquo;getroffen hat&raquo;. Die Zahl der Armen und der Menschen am Rand des Existenzminimums nimmt zu. Die Wirtschaft in Basel floriert, der Stadt geht es bestens, doch f&uuml;r schlechter Qualifizierte gibt es immer weniger Jobs. Auch bei vielen besser Qualifizierten reicht ein Schicksalsschlag &ndash; Scheidung, Unfall, K&uuml;ndigung &ndash; und schon hat die Abw&auml;rtsspirale begonnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/tageswoche.ch\/form\/kommentar\/svp-will-hass-auf-arme-schmackhaft-machen\/\">Tagesanzeiger<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dieses Gejammer nervt<\/strong><br>\nDie SPD kann einem wirklich leidtun. Oder auch nicht. Dass die Partei so schlecht dasteht, hat sie sich selbst zuzuschreiben. Das Gejammer der Basis nervt. Nat&uuml;rlich wird der Gang in die n&auml;chste Gro&szlig;e Koalition noch mehr Stimmen kosten. Aber eine Alternative gibt es ja nun nicht mehr.<br>\nBis zum 24. September 2017 gab es viele M&ouml;glichkeiten, eine bessere Politik zu machen, als st&auml;ndig dem falsch verstandenen Pflichtbewusstsein in der Gro&szlig;en Koalition hinterherzulaufen. Die linke Mehrheit war da. Die SPD h&auml;tte mit ihr drohen, selbst den Bundeskanzler stellen oder aber die Regierung verlassen k&ouml;nnen, um in der Opposition wieder an Glaubw&uuml;rdigkeit zu gewinnen, die am Ende zu mehr gereicht h&auml;tte als zu 20,5 Prozent. Doch auch drei verlorene Landtagswahlen nacheinander haben an der bornierten Wahlkampfstrategie und dem Gejammer der Genossen dar&uuml;ber, was mit der Union alles nicht gehe, nichts &auml;ndern k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nJetzt zu glauben, die Opposition, eine Tolerierung oder gar eine alberne KoKo seien besser f&uuml;r die SPD, ist wirklich j&auml;mmerlich. Sorry liebe Jusos, ihr seid doof. Wo ist die Kritik an dem SPD-F&uuml;hrungspersonal, das seit Schr&ouml;der immer noch weitermachen darf? Sanktionen gibt es keine, nur Bewunderung und Bef&ouml;rderungen wie die f&uuml;r Steinmeier. Die Kritik am fatalen Agenda-Kurs ist l&auml;ngst verstummt. Eine m&ouml;gliche Abkehr von diesem schrecklichen Verarmungsprogramm spielt bei den vermeintlich inhaltlichen Erneuerungsank&uuml;ndigungen dieser Tage keine Rolle. (&hellip;)<br>\nHinter dem ganzen Affentheater verbirgt sich daher nichts anderes als das schlichte Weiter so. Dabei fragt niemand, was das eigentlich f&uuml;r ein Parteivorstand ist, der erst einstimmig nein zur GroKo sagt und dann wenig sp&auml;ter wieder einstimmig die Aufnahme von Gespr&auml;chen mit der Union empfiehlt? Die Wiederwahl ist dennoch sicher, genau wie das ber&uuml;hmte &bdquo;ehrliche Ergebnis&ldquo; f&uuml;r den Parteichef, der zwar als schlechter Stratege kritisiert wird, nicht aber die &uuml;ber 30 Sozialdemokraten, die im Parteivorstand einstimmig dem Zickzackkurs ihren Segen gaben?<br>\n&bdquo;Die Krise, die dieses Land jetzt hat, hat Frau Merkel verursacht, hat Herr Lindner verursacht, haben andere verursacht, aber wir doch nicht&ldquo;, rief Martin Schulz auf dem Bundeskongress der Jusos. Alle klatschten. (Siehe oben, die Jusos sind doof.) Die haben den Scherbenhaufen angerichtet und wir sollen das jetzt aufkehren, f&uuml;gte SPD-Vize Stegner hinzu. Doch den Scherbenhaufen haben die jammernden sozialdemokratischen Fachkr&auml;fte mit ihrem katastrophalen Abschneiden bei der Bundestagswahl selbst angerichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taublog.de\/171218dieses-gejammer-nervt\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sitze mit Stickereien in Wehrmachts-Symbolik<\/strong><br>\nDer neue Panzerwagen der Polizei Sachsen sorgt in den sozialen Netzwerken f&uuml;r hitzige Diskussionen. Denn der Schriftzug in Altdeutsch auf den Sitzen des Fahrzeuges (&ldquo;Spezialeinsatzkommando Sachsen&rdquo;) inklusive Lorbeerkranz-Emblem erinnert viele Internet-Nutzer an Wehrmachts-Symbolik aus der Nazi-Zeit. Das Innenministerium hat bereits auf die Vorw&uuml;rfe reagiert &ndash; und daf&uuml;r erneut Kritik geerntet.<br>\nAuf den Fahrzeugsitzen des neuen Panzerwagens &bdquo;Survivor R&ldquo; steht in altdeutscher Frakturschrift das Wort &bdquo;Spezialeinsatzkommando&ldquo;. Darunter wurde ein Lorbeerkranz gestickt, unter dem wiederum &ndash; ebenfalls in Frakturschrift &ndash; &bdquo;Sachsen&ldquo; zu lesen ist. Bei Twitter wurden am Wochenende Fotos der Sitze verbreitet und sorgten f&uuml;r Aufregung. Zahlreiche Nutzer des Kurznachrichtendienstes f&uuml;hlten sich offenbar an Symbole und Schriftz&uuml;ge aus der nationalsozialisischen Zeit erinnert:\n<blockquote><p>\n&bdquo;H&uuml;bsches Logo! Fast wie fr&uuml;her &hellip; fehlen nur Adler und Kreuz. Frage mich, wer sich sowas ausdenkt heutzutage im Freistaat #Sachsen ? Und wer hat entschieden, dass so ein Logo da rein kommt?&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Ich frage mich auch, muss die Bezeichnung und Schriftart so verwandt werden ? In alter deutscher Schrift &bdquo; SpezialeinsatzKommando&ldquo;. H&auml;tte nicht gereicht &bdquo;Polizei Sachsen&ldquo; und in einer zeitgem&auml;ssen Schrift ? Aber was weiss ich schon.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Das s&auml;chsische Innenministerium reagierte am Montagmorgen via Twitter auf die Vorw&uuml;rfe &ndash; und wies diese entschieden zur&uuml;ck. Das Fahrzeug sei in dieser Form vom Hersteller, der Rheinmetall AG, geliefert worden. &bdquo;Auch wenn die vom Hersteller gew&auml;hlte Schriftart nicht dem Markenhandbuch entspricht: Darin ein Indiz f&uuml;r rechte Attit&uuml;de zu sehen, weisen wir entschieden zur&uuml;ck&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Tweet weiter.<br>\nDiese Aussage gie&szlig;t jedoch nur weiteres &Ouml;l ins Feuer der erhitzen Twitter-Gem&uuml;ter. Denn in einem Video, das mittlerweile im Netz verbreitet wird, ist zu sehen, wie Sven Mewes vom Landeskriminalamt Sachsen &uuml;ber den neuen Panzerwagen sagt: &bdquo;Insgesamt ist das Fahrzeug genau so, wie wir uns das vorgestellt haben&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/12\/18\/sitze-mit-stickereien-in-wehrmachts-symbolik-shitstorm-gegen-neue-panzerwagen-von-sachsens-polizei\/?utm_campaign=NEWSLETTER_MITTAG&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Meedia<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wieder einmal will es keiner gewesen sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Abgrenzung statt Solidarit&auml;t<\/strong><br>\nVon allen im deutschen Fernsehen ausgestrahlten Kultursendungen hat &raquo;Aspekte&laquo; (ZDF) das beste Image. &hellip; Im November stellte ein Beitrag das neue Buch von Andreas Reckwitz vor. Dann befragten die Moderatoren einen interessanten Gast.<br>\nIn &raquo;Die Gesellschaft der Singularit&auml;ten&laquo; erarbeitet Reckwitz eine Generaltheorie, die es in sich hat. Er stellt in westlichen Demokratien wie Deutschland eine Spaltung in eine Drei-Drittel-Gesellschaft fest. Da sei zum einen die (neben der Kaste der Superreichen) politisch dominante neue Mittelklasse, die aus weltoffenen Akademikern bestehe. Diese Menschen seien Gewinner des Wirtschaftsliberalismus und Inbegriff des linksliberalen Kosmopolitismus. Ihre Wahlspr&uuml;che: Sei der Kurator deines eigenen Lebens! Nicht der Standard ist erstrebenswert, sondern das Besondere! Wir m&uuml;ssen unsere Unterschiede inszenieren!<br>\nDem gegen&uuml;ber stehen zwei soziale Klassen, die bei der Abkehr vom Allgemeinen kulturell und &ouml;konomisch zu Verlierern geworden sind. Da w&auml;re zum einen die alte Mittelklasse, zu der &uuml;berwiegend nicht-akademisch Ausgebildete und h&auml;ufig formal hoch Qualifizierte mit gutem Einkommen aus dem l&auml;ndlichen Raum z&auml;hlen. Der Sinn des rot-gr&uuml;nen Wohlfahrtsstaatsabrisses bestand darin, dieser Klasse mit dem sozialen Abstieg zu drohen. Und da w&auml;re zum anderen die Unterklasse, die (oft trotz Vollzeiterwerbsarbeit) in Armut leben muss und sich au&szlig;erdem mit einer kulturellen Entwertung ihres Lebensstils konfrontiert sieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1073515.linksliberalismus-abgrenzung-statt-solidaritaet.html\">Neues Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> An der im Artikel zitierten Autorin Salzmann sollte deutlich werden, wie das akademische linksurbane Milieu mit seiner ausschlie&szlig;lich Identit&auml;tspolitischen Perspektive eigentlich die Gesch&auml;fte der herrschenden Oligarchie erledigt. Der nichts lieber sein kann als die Abwertung kollektiver Interessenvertretung, die Entsolidarisierung und Fragmentierung der Gesellschaft in Dutzende sexuelle und ethnische Identit&auml;ten hinter welchen der fundamentale gesellschaftliche Antagonismus zwischen dem obersten 10 % und dem Rest verschwindet.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wer diesen Satz lesen kann, hat gute Eltern<\/strong><br>\nWenn ein F&uuml;nftel der Grundsch&uuml;ler nach der vierten Klasse nicht richtig lesen und schreiben kann, was sagt uns das &uuml;ber die Eltern? Oder anders gefragt: Ist Armut eine Entschuldigung, den Kindern nicht vorzulesen?<br>\nDie soziale Schere klafft in Deutschland immer weiter auseinander, davon bin auch ich &uuml;berzeugt. Aber sie klafft aus anderen Gr&uuml;nden auseinander, als die Leute, die bei allen Problemen die gro&szlig;e Umverteilungsspritze z&uuml;cken, uns glauben machen wollen. Die Klassengrenze verl&auml;uft nicht entlang der Grenze zwischen Arm und Reich, sondern zwischen gebildet und ungebildet. Dass beides eng miteinander zusammenh&auml;ngt, das ist evident. Trotzdem macht es einen gewaltigen Unterschied, ob ich mangelnde Bildung auf Armut zur&uuml;ckf&uuml;hre oder auf Desinteresse. &hellip;<br>\nDass der Arme manchmal vielleicht auch deshalb arm ist, weil er faul ist oder vom Alkohol verbl&ouml;det, ist ein Gedanke, der in unserer auf sozialen Ausgleich bedachten Gesellschaft als so anst&ouml;&szlig;ig gilt, dass er nicht zugelassen werden darf. Ich habe kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r Eltern, die ihre Kinder vor die Glotze setzen und sich lieber mit dem Handy besch&auml;ftigen, anstatt ihnen bei den Hausaufgaben zu helfen. Man sagt so schnell entschuldigend: Ach, die armen Hascherl am sozialen Rand, die wissen es nicht besser. Doch sie wissen es besser. Sie sind nur zu bequem oder zu gleichg&uuml;ltig, um entsprechend zu handeln. Auch in Teilen Asiens sind sie bettelarm, und trotzdem nutzen sie dort jede Gelegenheit, die sich ihnen bietet, ihren Kindern etwas beizubringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/leseschwache-schueler-die-neue-klassengesellschaft-a-1183282.html\">SPON<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Fleischhauer ist hier wieder in seiner origin&auml;ren Rolle als Apologet der herrschenden Verh&auml;ltnisse unterwegs. Er darf dabei in menschenverachtender Sprache gegen B&uuml;rger hetzen, die eigentlich der Solidarit&auml;t und Unterst&uuml;tzung bed&uuml;rfen. Die Frage nach Gr&uuml;nde weshalb Menschen in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen leben, die Frage nach den strukturellen &ouml;konomischen und gesellschaftlichen Ursachen f&uuml;r sozialen Auf- und Abstieg sollen nicht diskutiert werden. <\/em><\/p>\n<p><em>Im klassischen neoliberale Tenor wird jenen, die sich in einer &ouml;konomischen Zwangssituation befinden, unterstellt sie seien selbst schuld an Verh&auml;ltnissen in welchen sie lebten, da &ldquo;nur zu bequem oder zu gleichg&uuml;ltig&rdquo; um sich aus ihrer Lage zu befreien. So soll nach bew&auml;hrter Methode diejenigen, die glauben sie h&auml;tten noch etwas zu verlieren, gegen jene aufgehetzt werden, die bereits am unteren Ende der Gesellschaft angekommen sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Fleischhauers Diffamierungen widersprechen dabei dem grunds&auml;tzlichen Verst&auml;ndnis einer demokratischen Gesellschafft von der Gleichwertigkeit jedes Menschen, wenn ein Teil der Gesellschaft als vom &ldquo;Alkohol verbl&ouml;det&rdquo; abgewertet und damit die Ungleichwertigkeit durch das Vorurteil legitimiert wird. Wie weit ist dann der Schritt von verbaler Abwertung zu physischer Gewalt? <\/em><\/p>\n<p><em>Das erstaunliche ist, dass Fleischhauer in dieser ver&auml;chtlichen Sprache &uuml;ber B&uuml;rger dieses Landes herziehen darf, ohne dass sich aus dem doch so gebildeten und humanistischen idealen verpflichteten gehoben B&uuml;rgertum auch nur die Andeutung von Widerspruch bemerken l&auml;sst. H&auml;tte Fleischhauer in diesem Tenor &uuml;ber Fl&uuml;chtlinge geschrieben, eine Welle der Emp&ouml;rung w&auml;re von der Seite des linksliberalen Just Milieu hervorgebrochen. Wobei Fleischhauers Menschenverachtung durchaus kompatibel mit der Haltung des neuen akademischen linksurbanen Milieus ist, dass die wei&szlig;e Unterschicht wegen ihrer vorgeblichen intellektuellen und kulturellen R&uuml;ckst&auml;ndigkeit verachtet, mindestens ignoriert und grunds&auml;tzlich f&uuml;r sexistisch und rassistisch h&auml;lt. <\/em><\/p>\n<p><em>Dass bei Verh&auml;ltnissen wie an der aktuell in die Schlagzeilen geratenen Gemeinschaftsschule Bruchwiese in Saarbr&uuml;cken der Lernerfolg bescheiden ausf&auml;llt liegt auf der Hand. Wer dann schlechter lesen kann als die Zahnarztkinder aus den besseren Wohnvierteln ist dann eben dumm und faul. Nur zum Verst&auml;ndnis, diese Kritik richtet sich nicht gegen Fl&uuml;chtlinge, sondern gegen eine Politik, welche die soziale Polarisierung und soziale Segregation einfach hinnimmt und Menschen die der Unterst&uuml;tzung bed&uuml;rfen einfach ihrem Schicksal &uuml;berl&auml;sst. Aber diese sind ja selber schuld. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-41625","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41625","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41625"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41625\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41628,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41625\/revisions\/41628"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41625"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}