{"id":41647,"date":"2017-12-20T08:35:38","date_gmt":"2017-12-20T07:35:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647"},"modified":"2017-12-20T08:35:38","modified_gmt":"2017-12-20T07:35:38","slug":"hinweise-des-tages-3025","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h01\">Der Fall Amri &ndash; Chronologie der Beh&ouml;rdenfehler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h02\">Der Springer Verlag und wie er &uuml;ber Demonstrantinnen verschiedener politischer Lager berichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h03\">Numerus-clausus-Urteil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h04\">Trump erkl&auml;rt China und Russland zu Rivalen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h05\">Die Schuldenbremse wirft ihre Schatten voraus (Heinz-J. Bontrup)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h06\">Das bringt Schwarz-Blau: 12-Stunden-Tag, steigende Mieten und Steuergeschenke f&uuml;r Konzerne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h07\">So geht Gerechtigkeit am deutschen Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h08\">Tarifvertr&auml;ge st&auml;rken f&uuml;r Dienstleistungsarbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h09\">Undercover-Recherche: Wallraff macht Paketdienst GLS schwere Vorw&uuml;rfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h10\">Vorbild Skandinavien: Ein Vergleich zum deutschen Pflegesystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h11\">Argentinien: Mehr als 150 Verletzte bei Protesten gegen Rentenreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h12\">&bdquo;Kodex&ldquo; autonomer Waffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h13\">Ein Heerlager im W&uuml;stensand von Dschibuti<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h14\">Me&#351;ale Tolu freigelassen: &ldquo;Willk&uuml;rjustiz von Erdogan h&ouml;chst pers&ouml;nlich&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h15\">Kim Hartzner &uuml;ber seine Arbeit in Krisengebieten: &ldquo;Ich habe es kaum verkraften k&ouml;nnen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h16\">Waffen f&uuml;r den IS<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h17\">Biometrie: Getestet an Millionen Unfreiwilligen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41647#h18\">Zu guter Letzt: Insider-Tipp zur Vorweihnachtszeit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Der Fall Amri &ndash; Chronologie der Beh&ouml;rdenfehler<\/strong><br>\nAnis Amri war den Sicherheitsbeh&ouml;rden lange vor dem Anschlag als Drogendealer und gewaltbereiter &ldquo;Gef&auml;hrder&rdquo; mit Kontakten zu radikalen Islamisten bekannt. Warum zogen ihn die Sicherheitsbeh&ouml;rden nicht aus dem Verkehr? Versuch einer Rekonstruktion, zusammengestellt von Andrea Marshall und Susanne Opalka. [&hellip;]<br>\nDem Anschlag von Berlin ging eine Kette von Fehleinsch&auml;tzungen, Vers&auml;umnissen und Pannen bei den Sicherheitsbeh&ouml;rden voraus. Polizei und Geheimdienste hatten den Attent&auml;ter immer wieder auf dem Schirm, doch individuelle Fehler und ein strukturelles Versagen der Sicherheitsarchitektur machten den Weg frei f&uuml;r die Mordtat auf dem Breitscheidplatz.<br>\nR&uuml;ckblickend f&uuml;hrt Sonderermittler Jost die Berliner Beh&ouml;rdenpannen auch auf die Arbeitsbelastung zur&uuml;ck. Die Zahl islamistischer Gef&auml;hrder habe sich in einem sehr kurzen Zeitraum verdoppelt. Dadurch sei die Ausbildung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter bei der Polizei zu kurz gekommen. Innensenator Andreas Geisel (SPD), der erst Tage vor dem Attentat ins Amt kam, erkl&auml;rte: &ldquo;Das LKA hatte mehrfach Verst&auml;rkung gefordert und scheiterte damit an der damaligen politischen F&uuml;hrung&rdquo; &ndash; also an Geisels Amtsvorg&auml;nger Frank Henkel (CDU).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/hintergrund\/chronologie-behoerden-pannen-widersprueche-fall-amri.html\">rbb24<\/a>\n<p><strong>dazu: V-Mann soll Gruppe um Amri zu Anschl&auml;gen aufgehetzt haben<\/strong><br>\nDer Berliner Weihnachtsmarkt-Attent&auml;ter Anis Amri k&ouml;nnte von einem V-Mann des Landeskriminalamts NRW zu seiner Tat angestachelt worden sein. Der Mittelsmann soll in Islamistenkreisen f&uuml;r Anschl&auml;ge geworben haben.<br>\nDas Wichtigste in K&uuml;rze:<\/p>\n<ul>\n<li>Vorw&uuml;rfe gegen LKA-Vertrauensperson erstmals durch drei unabh&auml;ngige Quellen best&auml;tigt<\/li>\n<li>Laut einer bislang geheimen Akte des Verfassungsschutz-Chefs von NRW soll die Vertrauensperson von einem Anschlag mit einem LKW gesprochen haben<\/li>\n<li>Erstmals ver&ouml;ffentlichte interne Vernehmungsprotokolle zeigen, dass die Vertrauensperson einr&auml;umte, &uuml;ber Anschl&auml;ge gesprochen zu haben<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine wichtige Bezugsperson des Terroristen Anis Amri in der militanten Islamistenszene war ein V-Mann des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen. Recherchen des rbb und der &ldquo;Berliner Morgenpost&rdquo; belegen nun, dass die sogenannte Vertrauensperson VP-01 fr&uuml;hzeitig Islamisten zu Anschl&auml;gen in Deutschland angestachelt haben soll. Laut eines Zeugens war dabei auch von einem Anschlag mit einem Lkw die Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2017\/10\/amri-von-v-mann-angestachelt-anschlag-berlin-breitscheidplatz.html\">rbb24<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Fall Amri &ndash; das Staatsversagen geht weiter<\/strong><br>\nEin Jahr nach dem Terror am Breitscheidplatz in Berlin lecken Politik und Medien ihre Wunden. Kanzlerin Merkel stattet Hinterbliebenen einen Besuch ab, die Beh&ouml;rden geloben Besserung. Doch das reicht nicht. Denn die Aufarbeitung kommt viel zu sp&auml;t &ndash; und sie greift zu kurz. Dies zeigt ein Blick auf andere L&auml;nder, die ebenfalls vom Terror getroffen wurden. Der &ldquo;Fall Amri &ldquo;w&auml;re dort so nicht m&ouml;glich gewesen. So ist es in Frankreich, Belgien und UK selbstverst&auml;ndlich, dass sich f&uuml;hrende Politiker sofort nach einem Anschlag mit den Hinterbliebenen treffen &ndash; und nicht erst ein Jahr sp&auml;ter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/der-fall-amri-anderswo-so-nicht-moeglich\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Springer Verlag und wie er &uuml;ber Demonstrantinnen verschiedener politischer Lager berichtet<\/strong><br>\nHier sehen Sie die gestrige BILD-Schlagzeige zur Fahndung nach einer vermeintlich linken G-20-Demonstrantin (auf Springer-Deutsch &bdquo;Krawall-Barbie&ldquo;, die verd&auml;chtigt wird, einen Stein geworfen zu haben &hellip;\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171219-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Und so sieht es aus, wenn die Schwester-Zeitung WELT &uuml;ber eine rechte Demonstrantin in Venezuela berichtet, die einen Stein wirft &hellip;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/171220-hdt-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Wie ungleich Sympathien doch verteilt sein k&ouml;nnen.\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Numerus-clausus-Urteil<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die wahre Misere des Medizinstudiums<\/strong><br>\nDas Zulassungsverfahren f&uuml;r Medizinstudenten muss neu geregelt werden, weil das Bundesverfassungsgericht die Chancengleichheit verletzt sieht. Doch am grunds&auml;tzlichen Problem &auml;ndert auch Karlsruhe nichts.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat den Kultusministern und dem Bund eine Menge Arbeit aufgehalst: Das Urteil der Richter zur Hochschulzulassung f&uuml;r Medizin-Studieng&auml;nge hat es in sich. [&hellip;]<br>\nAn dem Grundproblem, dass es trotz &Auml;rztemangels und steigendem Bewerberandrang viel zu wenig Medizinstudienpl&auml;tze in Deutschland gibt, &auml;ndert allerdings auch der Spruch aus Karlsruhe nichts. Derzeit sind es 62.000 Bewerber f&uuml;r 11.000 Ausbildungspl&auml;tze. Die &ldquo;Bemessung der Anzahl verf&uuml;gbarer Ausbildungspl&auml;tze&rdquo; obliege allein &ldquo;der Entscheidung des demokratisch legitimierten Gesetzgebers&rdquo; urteilten die Richter.<br>\nUnd auch Bund und L&auml;nder hatten sich mit ihrem k&uuml;rzlich verabschiedeten &ldquo;Masterplan Medizinstudium 2020&rdquo; nicht darauf verst&auml;ndigen k&ouml;nnen, mehr Studienpl&auml;tze f&uuml;r angehende &Auml;rzte zu schaffen. Bei der Verteilung soll es halt k&uuml;nftig nur gerechter zugehen, so die Karlsruher Richter.<br>\nDas Medizinstudium ist f&uuml;r den Staat besonders teuer. &Uuml;ber 36.000 Euro pro Jahr kostet im Schnitt ein Studienplatz in der Human-, Zahn- wie Tiermedizin. Die anderen Studienpl&auml;tze liegen bei durchschnittlich 26.000 Euro.<br>\nDer Mangel an Medizinstudienpl&auml;tzen in Deutschland ist hausgemacht. Jahrelang lamentierten &Auml;rztelobby, Gesundheitsminister und auch der Wissenschaftsrat&uuml;ber eine angeblich zu hohe Zahl von medizinischen Studienpl&auml;tzen. 1997 forderte der damalige Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer (CSU) zusammen mit seinen L&auml;nderkollegen sogar die Streichung jedes vierten Studienplatzes. Auf Grund des massiven politischen Drucks haben die Kultusminister zweimal Medizinstudienpl&auml;tze abbauen m&uuml;ssen. So kommt es, dass seit der Wendezeit von den 12.000 Studienpl&auml;tzen in Westdeutschland und 4000 in der fr&uuml;heren DDR heute nur noch rund 11.000 &uuml;brig sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/uni\/medizinstudium-was-das-numerus-clausus-urteil-bedeutet-a-1184131.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Medizinstudienpl&auml;tze werden also nicht nur nicht geschaffen, sondern die bestehenden wurden sogar abgebaut von wegen &ldquo;zu teuer&rdquo;. Neoliberalismus in Reinkultur. Und dann beschwert man sich &uuml;ber einen &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; bei den &Auml;rzten, den man tats&auml;chlich vors&auml;tzlich (!!) selbst geschaffen hat. Ist ja logisch.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>GEW: &bdquo;Hochschulzulassung &ndash; Bund muss eingreifen!&ldquo;<\/strong><br>\nBildungsgewerkschaft zum Numerus clausus-Urteil des Bundesverfassungsgerichts<br>\nDie Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat den Bund aufgefordert, die &Ouml;ffnung der Hochschulen durch einen weiteren Ausbau der Studienpl&auml;tze in Mangelf&auml;chern sowie durch eine bundesgesetzliche Regelung der Hochschulzulassung sicherzustellen. &bdquo;In vielen Studieng&auml;ngen ist ein Studienplatz selbst mit &uuml;berdurchschnittlichen Abiturnoten erst nach langen Wartezeiten zu bekommen. Dabei braucht Deutschland in Zukunft nicht weniger, sondern deutlich mehr akademisch qualifizierte Fachkr&auml;fte. Die neue Bundesregierung muss daher schnellst m&ouml;glich die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen schaffen, um den Numerus clausus (NC) zu &uuml;berwinden. Dazu geh&ouml;rt zum einen ein weiterer Ausbau der Studienpl&auml;tze durch eine Verstetigung und Aufstockung des Hochschulpakts. Zum anderen muss der Bund endlich ein Hochschulzulassungsgesetz verabschieden, mit dem Verfahren und Kriterien f&uuml;r die Vergabe von Studienpl&auml;tzen einheitlich und verbindlich festgelegt werden&ldquo;, erkl&auml;rte der stellvertretende GEW-Vorsitzende und Hochschulexperte, Andreas Keller, mit Blick auf das heutige Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Numerus clausus.<br>\nDie Bildungsgewerkschaft sieht sich durch das neue Karlsruher NC-Urteil in ihren Bedenken an den Auswahlverfahren der Hochschulen best&auml;tigt. &bdquo;Die Auswahlverfahren verlaufen h&auml;ufig beliebig, die Ergebnisse sind daher nicht vergleichbar, Zulassungsentscheidungen teilweise willk&uuml;rlich. Zu Recht hat das Bundesverfassungsgericht beanstandet, dass die Auswahlverfahren nicht standardisiert und strukturiert, die Auswahlkriterien nicht einheitlich sind. Der Bund muss daher endlich von seiner Gesetzgebungskompetenz Gebrauch machen und f&uuml;r ein einheitliches und faires Zulassungsrecht sorgen, das f&uuml;r alle Hochschulen verbindlich ist. Alle Studienbewerberinnen und -bewerber m&uuml;ssen eine realistische Chance haben, zugelassen zu werden &ndash; nicht nur die mit einem Einser-Abi oder reichen Eltern, die sich ein teures Studium im Ausland oder eine Zulassungsklage leisten k&ouml;nnen&ldquo;, mahnte der GEW-Vize.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gew.de\/presse\/pressemitteilungen\/detailseite\/neuigkeiten\/gew-hochschulzulassung-bund-muss-eingreifen\/\">GEW<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Entscheidung des BVerfG k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.bundesverfassungsgericht.de\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2017\/bvg17-112.html\">hier nachlesen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>BVG-Urteil best&auml;tigt soziale Selektion<\/strong><br>\n&bdquo;Das Bundesverfassungsgericht hat heute einen Teilaspekt der Zulassungsverfahren in einem Studienfach kritisiert. Die generelle Selektivit&auml;t der Hochschulzulassung, die immer auch eine soziale Selektion beinhaltet, hat es derweil einschlie&szlig;lich des Numerus Clausus ausdr&uuml;cklich best&auml;tigt&ldquo;, erkl&auml;rt Nicole Gohlke, Wissenschafts- und Hochschulpolitikerin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf das aktuelle Urteil des Bundesverfassungsgerichts betreffend die Auswahlverfahren von Bewerberinnen und Bewerbern auf ein Studium der Humanmedizin. Gohlke weiter:<br>\n&bdquo;Im Urteil hei&szlig;t es ausdr&uuml;cklich, dass angehende Studentinnen und Studenten nur ein Recht auf einen Studienplatz im Rahmen der bestehenden Ausbildungskapazit&auml;ten h&auml;tten. Dabei stellen gerade die unzureichenden Kapazit&auml;ten und das Fehlen langfristig besch&auml;ftigter Lehrkr&auml;fte die wesentlichen H&uuml;rden dar, an denen die Aufnahme eines Studiums f&uuml;r viele Schulabg&auml;ngerinnen und -abg&auml;nger scheitert.<br>\nDas heutige Urteil sollte dem Bundestag endlich Anlass sein, von der konkurrierenden Gesetzgebungskompetenz des Bundes Gebrauch zu machen und das Hochschulrahmengesetz umgehend zu novellieren. Statt Zulassungsbeschr&auml;nkungen, wie sie aktuell f&uuml;r 42 Prozent aller Studieng&auml;nge gelten, brauchen wir einen deutlichen Ausbau der Hochschulkapazit&auml;ten, damit das Grundrecht auf freie Wahl von Beruf und Ausbildung endlich Realit&auml;t werden kann. Der Numerus Clausus ist abzuschaffen. Die Hochschulen m&uuml;ssen ermutigt und materiell dabei unterst&uuml;tzt werden, ihren Lehrkr&auml;ften unbefristete Arbeitsverh&auml;ltnisse anzubieten. Dazu ist es n&ouml;tig, das unsinnige und kontraproduktive Kooperationsverbot zwischen Bund und L&auml;ndern im Hochschulbereich endlich abzuschaffen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bvg-urteil-bestaetigt-soziale-selektion\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Trump erkl&auml;rt China und Russland zu Rivalen<\/strong><br>\nIn Trumps Plan geht es vor allem um die Umsetzung seines Wahlkampfspruchs &ldquo;America first&rdquo; &ndash; &ldquo;Amerika zuerst&rdquo;. In der Welt, wie Trump sie sieht, herrschen Zust&auml;nde wie einst im Wilden Westen. &Uuml;berall lauern Gefahren und Risiken, andere Staaten wollen Amerika &uuml;ber den Tisch ziehen, es gilt das Recht des St&auml;rkeren. B&uuml;ndnisse und Partnerschaften sollen deshalb k&uuml;nftig nur geschlossen werden, wenn sie f&uuml;r die USA unbedingt profitabel sind. Vor allem China und Russland, die Rivalen, sollen in Schach gehalten werden. Im Kern besteht Trumps Strategie aus vier S&auml;ulen:\n<ul>\n<li>Vor allem das amerikanische Milit&auml;r soll unter seiner F&uuml;hrung massiv aufger&uuml;stet werden. Im kommenden Jahr will Trump 700 Milliarden Dollar in den R&uuml;stungsetat stecken und neue Waffen und Raketenabwehrsysteme beschaffen. Frieden k&ouml;nne nur durch St&auml;rke erhalten werden, sagt Trump.<\/li>\n<li>Das Festland der USA soll gegen Angriffe von Terroristen gesch&uuml;tzt werden &ndash; durch st&auml;rkere Kontrollen an den Grenzen, mehr staatliche &Uuml;berwachung, eine St&auml;rkung der Geheimdienste und bessere Systeme zur Abwehr von Cyberangriffen. Diese Ma&szlig;nahmen werden zum Teil bereits umgesetzt, etwa mit den Einreisebeschr&auml;nkungen f&uuml;r die B&uuml;rger mehrerer mehrheitlich muslimischer Staaten und Nordkoreas.<\/li>\n<li>Der Wohlstand aller Amerikaner soll gest&auml;rkt werden, zum Beispiel durch die Aufk&uuml;ndigung oder Neuverhandlung bestehender Handelsabkommen etwa mit China; oder auch durch die geplante Senkung der Steuern. Nur wenn Amerika wirtschaftlich stark sei, so die trumpsche Logik, k&ouml;nne es auch als Weltmacht dominant sein.<\/li>\n<li>Amerika soll seinen Einfluss im Bereich Diplomatie und Entwicklungshilfe nutzen, um seine wirtschaftlichen Interessen in anderen L&auml;ndern zu wahren, die Rivalen China und Russland in Schach zu halten und den &ldquo;Frieden zu f&ouml;rdern&rdquo;.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/neue-us-strategie-donald-trump-erklaert-china-und-russland-zu-rivalen-a-1184010.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: &ldquo;China b&ouml;sartig verleumdet&rdquo;<\/strong><br>\nUS-Pr&auml;sident Trump hat seine Sicherheitsstrategie vorgestellt &ndash; China und Russland sind demnach die gro&szlig;en Rivalen der USA. In Peking ist man ver&auml;rgert.<br>\nChina hat sich gegen die Darstellung des US-Pr&auml;sidenten gewehrt, ein Rivale der USA zu sein. Das hatte Donald Trump bei der Vorstellung seiner Sicherheitsstrategie erkl&auml;rt. Die USA sollten aufh&ouml;ren, China absichtlich falsch darzustellen und wie im Kalten Krieg zu denken, sagte Hua Chunying, Sprecherin des chinesischen Au&szlig;enministeriums. &ldquo;Ansonsten schaden sie anderen und sich selbst.&rdquo; Auch Moskau &uuml;bte Kritik an der Rede Trumps.<br>\n&ldquo;Es wird vergeblich sein, wenn ein Land, irgendjemand oder irgendein Bericht die Fakten verdrehen und China b&ouml;sartig verleumden will&rdquo;, sagte die Sprecherin. Sie wies zudem den Vorwurf zur&uuml;ck, dass China und Russland die Werte und den Wohlstand der USA in Frage stellen w&uuml;rden (&hellip;).<br>\nChina werde sich niemals auf Kosten anderer L&auml;nder entwickeln, aber auch niemals seine legtimen Rechte und Interessen aufgeben. Es sei nicht &uuml;berraschend, dass es Differenzen zwischen zwei gro&szlig;en M&auml;chten gebe. Doch sollte konstruktiv damit umgegangen werden, sagte die Sprecherin. &ldquo;Kooperation ist die einzig richtige Wahl f&uuml;r China und die USA.&rdquo;<br>\nDie Regierung in Moskau wies Trumps Vorwurf zur&uuml;ck, wonach Russland eine Gefahr f&uuml;r die USA darstelle. &ldquo;Dem k&ouml;nnen wir nicht zustimmen&rdquo;, sagte der Sprecher des russischen Pr&auml;sidialamtes, Dmitri Peskow. Auf den ersten Blick habe die neue Sicherheitsstrategie Trumps einen &ldquo;imperialistischen Charakter&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/donald-trumps-sicherheitsstrategie-china-sieht-sich-boesartig-verleumdet-a-1184062.html%20\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Rede von US-Pr&auml;sident Trump kann <a href=\"https:\/\/www.whitehouse.gov\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/NSS-Final-12-18-2017-0905.pdf\">hier nachgelesen<\/a> werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Schuldenbremse wirft ihre Schatten voraus (Heinz-J. Bontrup)<\/strong><br>\nF&uuml;r viele Bundesl&auml;nder kommt es 2020 zum Showdown. Da die L&auml;nder so gut wie keine M&ouml;glichkeit haben, die Steuern zu erh&ouml;hen, wird ihnen nichts anderes &uuml;brigbleiben, als die Ausgaben zu senken. Das wird katastrophale Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung haben: gesellschaftliche Segmentierung in Arm und Reich und noch mehr Verfall. Der Politikwissenschaftler Stefan Bajohr bezeichnet die Schuldenbremse als das &raquo;Ergebnis des neoliberalen Staatsverst&auml;ndnisses, das den privaten Nutzen voranstellt und den &ouml;ffentlichen Sektor daran hindern will, das Allgemeininteresse an ausreichenden &ouml;ffentlichen Leistungen vor allem in den Bereichen Gesundheit und soziale Sicherheit, Chancengleichheit und Bildung, Umweltschutz und Kultur zu realisieren&laquo; (&raquo;Die Schuldenbremse. Politische Kritik des Staatsschuldenrechts&laquo;, Wiesbaden 2016, S. 27).<br>\nEs war die gro&szlig;e Koalition aus CDU\/CSU und SPD, die im Juni 2009 im Rahmen der F&ouml;deralismusreform II diesen &ouml;konomischen Unsinn ins Grundgesetz geschrieben hat. Seitdem verlangt Art. 109 (3) GG, dass die Haushalte von Bund und L&auml;ndern grunds&auml;tzlich ohne Einnahmen aus Krediten auszugleichen sind. Dabei wurde die maximal zul&auml;ssige Nettoneuverschuldung k&uuml;nstlich in eine strukturelle und eine konjunkturelle Komponente differenziert und pauschal f&uuml;r den Bund ab 2016 in der strukturellen Komponente nach Art. 115 GG auf 0,35 Prozent des nominalen Bruttoinlandsprodukts begrenzt. Und die Bundesl&auml;nder d&uuml;rfen ab 2020 &uuml;berhaupt keine Schulden mehr machen beziehungsweise Kredite aufnehmen. [&hellip;]<br>\nAm Ende wird dies aber alles nicht reichen. Die Schuldenbremse wirft ihre Schatten voraus und zwingt Bund und L&auml;nder in eine verheerende Austerit&auml;tspolitik, die schon einmal in den 1920er und 30er Jahren in Deutschland Schlimmstes &ouml;konomisch und politisch angerichtet hat. Damals wie heute verf&auml;ngt offensichtlich in Politik und &Ouml;ffentlichkeit schon allein die Nennung der absoluten staatlichen Schulden in H&ouml;he von gut 2000 Milliarden Euro, um ein ganzes Volk zu verdummen. Dabei handelt es sich bei der staatlichen Verschuldung nur um ein volkswirtschaftliches Aggregat. Wenn man zum Vergleich die Verschuldung des Unternehmenssektors heranzieht, wird schnell deutlich, dass die Staatsverschuldung schon allein vom Niveau her so dramatisch gar nicht ist. Die nicht finanziellen Kapitalgesellschaften in Deutschland stehen mit rund 2.100 Milliarden Euro an Fremdkapital und die finanziellen Kapitalgesellschaften mit etwa 2.400 Milliarden Euro &raquo;in der Kreide&laquo;. Die Verschuldung des Unternehmenssektors ist also mehr als doppelt so gro&szlig; wie die des Staatssektors. Niemand jedoch kommt hier auf die Idee, den Unternehmen das Aufnehmen von Schulden (Krediten) per Gesetz zu verbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ossietzky.net\/23-2017&amp;textfile=4164\">Ossietzky<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.H.:<\/strong> Ausgerechnet der rot-rot-gr&uuml;ne Senat in Berlin will mit der geplanten Gr&uuml;ndung einer Schulsanierungs-GmbH das Tor zur Privatisierung &ouml;ffentlicher Schulen &ouml;ffnen. Nat&uuml;rlich ist die Schuldenbremse, die so ger&auml;uschlos &uuml;ber die B&uuml;hne gegangen ist, der S&uuml;ndenfall par excellence, ganz im Sinne des Neoliberalismus. Aber der Teufel ist nicht mit dem Belzebub auszutreiben und Privatisierung nicht Privatisierung zu nennen, hilft dem Berliner Senat auch nicht weiter.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das bringt Schwarz-Blau: 12-Stunden-Tag, steigende Mieten und Steuergeschenke f&uuml;r Konzerne<\/strong><br>\nDie einen sollen mehr arbeiten, die anderen steigern ihr Verm&ouml;gen: &Ouml;VP und FP&Ouml; haben ihr Regierungsprogramm vorgelegt. Schwarz-Blau bringt den 12-Stunden-Tag, Studiengeb&uuml;hren, Steuergeschenke f&uuml;r Konzerne, steigende Mieten und ein verstecktes Sparpaket in der H&ouml;he von 10 Milliarden Euro. Wir haben uns das Programm genauer angesehen.<br>\nEs ist ein bi&szlig;chen wie bei Donald Trump: Um die W&auml;hler bei Laune zu halten, muss man Fl&uuml;chtlinge schikanieren. Denen sollen etwa bei der Antragstellung ihr gesamtes Bargeld abgenommen werden. Ihre Kinder sollen keine normalen Schulen mehr besuchen d&uuml;rfen, sondern eigene Klassen in Fl&uuml;chtlingsunterk&uuml;nften. Und die Mindestsicherung f&uuml;r Asylberechtigte soll auf 365 Euro gek&uuml;rzt werden.<br>\nKeinem &Ouml;sterreicher geht es durch diese Ma&szlig;nahmen besser, aber vielleicht tritt dadurch in den Hintergrund, dass es ihnen durch viele Ma&szlig;nahmen im schwarz-blauen Regierungsprogramm schlechter geht &ndash; so das Kalk&uuml;l.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/schwarz-blaue-regierungsprogramm\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>So geht Gerechtigkeit am deutschen Arbeitsmarkt<\/strong><br>\nViele Menschen suchen sich neben ihrem Hauptberuf noch einen Minijob &ndash; zahlen darauf aber weder Steuern noch Abgaben. Dieses Privileg geh&ouml;rt gestrichen, denn es ist h&ouml;chst unfair. Martin Schulz hat mit seinem Gerechtigkeitswahlkampf geh&ouml;rig Schiffbruch erlitten. Auch wenn die plumpe Alles-wird-immer-schlimmer-Rhetorik der Sozialdemokraten bei der Mehrheit der W&auml;hler nicht verfangen hat &ndash; auch am rekordtr&auml;chtigen deutschen Arbeitsmarkt l&auml;uft nicht alles optimal. Minijobs als Nebent&auml;tigkeiten sind ein gutes Beispiel.<br>\nViele Menschen nutzen die derzeit hervorragende Lage und suchen sich neben ihrem Hauptberuf noch einen Minijob, was individuell verst&auml;ndlich und volkswirtschaftlich sinnvoll ist. Nicht nachvollziehbar ist allerdings, dass die Besch&auml;ftigten auf diese Einnahmen bis zu 450 Euro im Monat weder Steuern noch Abgaben zahlen m&uuml;ssen. Damit wird dieser Lohn gegen&uuml;ber der normalen &Uuml;berstunde bevorzugt.<br>\nDas Privileg r&uuml;hrt noch aus den dunklen Zeiten der Hartz-Reformen her, als die Losung im Kampf gegen die Massenarbeitslosigkeit &bdquo;Arbeit um jeden Preis&ldquo; lautete. Doch das ist &ndash; zum Gl&uuml;ck &ndash; l&auml;ngst Geschichte. Deshalb geh&ouml;rt das Nebenjob-Privileg gestrichen &ndash; verbunden mit einer &uuml;berproportionalen Entlastung kleiner Einkommen, damit sich Arbeit im Hauptberuf st&auml;rker lohnt. So ginge Gerechtigkeit am deutschen Arbeitsmarkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/arm-und-reich\/gerechtigkeit-am-deutschen-arbeitsmarkt-kommentar-15348608.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sven Astheimer ist einer der schlimmsten Sch&ouml;nredner des gruseligen deutschen Arbeitsmarkts &uuml;berhaupt. &ldquo;Nat&uuml;rlich&rdquo; suchen Menschen eine Nebenbesch&auml;ftigung im schlecht bezahlten Minijob nicht, weil das Geld hinten und vorne nicht reicht, sondern aus Spa&szlig; an der Freude, und um unter Menschen zu sein &ndash; was sonst? Welcher Loser ist schon mit 40 Stunden plus Pendelzeit ausgelastet; und w&uuml;rde das Institut der deutschen Wirtschaft, von dem die &ldquo;Studie&rdquo; stammt, jemals interessengeleitet l&uuml;gen oder einfachste Zusammenh&auml;nge leugnen? Tats&auml;chlich kann ich Astheimer aber unerwartet zustimmen: die Privilegierung der Minijobs bei Sozialabgaben und Steuern geh&ouml;rt ersatzlos abgeschafft. Auch wenn Minijobs in Wirklichkeit nicht v&ouml;llig abgabenfrei sind, sondern (niedrige) Steuern und Abgaben gezahlt werden. Angeblich sterben doch Jobs f&uuml;r Geringqualifizierte aus, aber sogar bei der FAZ gibt es welche, in denen keine Anforderungen an das journalistische Handwerk gestellt werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Tarifvertr&auml;ge st&auml;rken f&uuml;r Dienstleistungsarbeit<\/strong><br>\n&ldquo;Die soziale Spaltung schafft eine moderne Dienstbotengesellschaft&rdquo;<br>\nDer Boom digital vermittelter Dienstleistungen geht bislang auf Kosten von Putzkr&auml;ften, PaketbotInnen oder HandwerkerInnen. Sie sind oft nur prek&auml;r besch&auml;ftigt. Daran lie&szlig;e sich leicht etwas &auml;ndern. [&hellip;]<br>\nDer deutsche Weg in die Dienstleistungsgesellschaft &ouml;ffnete die Einkommensschere. Die geringe Kaufkraft der Unter- und Mittelschichten beschr&auml;nkt heute die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Dienstleistungen. Gleichzeitig kaufen die Besserverdienenden verst&auml;rkt private Kinderbetreuung, Putz- und Haushaltshilfen sowie Pflegekr&auml;fte. Die soziale Spaltung schafft eine moderne Dienstbotengesellschaft.<br>\nDie Digitalisierung verst&auml;rkt diesen Trend. Digitale Plattformen versch&auml;rfen ohne entsprechendes Regelwerk die Konkurrenz unter den Besch&auml;ftigten. F&uuml;r Babysitter, Handwerker und Fahrer, die ihre Arbeitskraft im Netz verkaufen, sind Verg&uuml;tungsfragen h&auml;ufig ungekl&auml;rt und ihre Auftragslage unkalkulierbar. Noch ist der digitale Arbeitsmarkt &uuml;berschaubar. Wenn aber die digitale Arbeitsvermittlung w&auml;chst, steigt auch der Druck auf L&ouml;hne und Arbeitsbedingungen. [&hellip;]<br>\nGute Dienstleistungsarbeit ist aber auch abh&auml;ngig von politischen Entscheidungen. So kann die Politik Tarifvertr&auml;ge st&auml;rken. Eine erleichterte Allgemeinverbindlichkeit von Tarifvertr&auml;gen k&ouml;nnte die Tarifflucht in vielen Dienstleistungsbereichen stoppen. Zudem m&uuml;ssten Minijobs, Leiharbeit und Befristungen politisch zur&uuml;ckgedr&auml;ngt werden. Doch damit nicht genug. Die dringend notwendige Aufwertung sozialer Dienstleistungen erfordert eine gesetzlich verbindliche Personalbemessung in Krankenh&auml;usern und Altenheimen. Dar&uuml;ber hinaus sollten die &ouml;ffentlichen Bildungs- und Gesundheitsdienstleistungen in staatlicher Regie ausgebaut werden. Daf&uuml;r muss die &ouml;ffentliche Hand mehr investieren. Auch bei der digitalen Dienstleistungsarbeit gibt es Handlungsbedarf. F&uuml;r die Arbeitsvermittlung auf digitalen Plattformen braucht es gesetzliche Mindestbedingungen etwa in Form von Mindesthonoraren und Sozialversicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/++co++487a6080-e3df-11e7-b898-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Undercover-Recherche: Wallraff macht Paketdienst GLS schwere Vorw&uuml;rfe<\/strong><br>\nSchlechte Bezahlung, hohes Unfallrisiko und Ausbeutung mit System: G&uuml;nter Wallraff war wieder als verdeckter Rechercheur t&auml;tig und prangert die Arbeitsbedingungen beim Paketzusteller GLS an. Das Unternehmen betreibe &ldquo;eine Form von moderner Sklaverei mitten in Deutschland&rdquo;.<br>\nEnth&uuml;llungsjournalist G&uuml;nter Wallraff hat den europaweit t&auml;tigen Paketzusteller GLS scharf angegriffen. &ldquo;Ich habe dort an verschiedenen Standorten mitgearbeitet und recherchiert &ndash; und habe Arbeitsbedingungen festgestellt, die k&ouml;rperlich, nervlich und finanziell ruinieren&rdquo;, sagte Wallraff, der sich nach eigenen Angaben mehrere Monate lang unter falscher Identit&auml;t bei GLS bewegte.<br>\nDas Unternehmen betreibe &ldquo;Menschenschinderei mit System&rdquo;, sagte Wallraff. &ldquo;Es ist ein System, das eine Form von moderner Sklaverei mitten in Deutschland darstellt.&rdquo; Viele tausend Menschen seien betroffen, vor allem j&uuml;ngere und m&auml;nnliche Besch&auml;ftigte. Sie seien froh, &uuml;berhaupt einen Job zu haben &ndash; und w&uuml;rden sich deshalb in eine prek&auml;re Form der Scheinselbst&auml;ndigkeit dr&auml;ngen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/guenter-wallraff-erhebt-schwere-vorwuerfe-gegen-paketzusteller-gls-a-836130.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Vorbild Skandinavien: Ein Vergleich zum deutschen Pflegesystem<\/strong><br>\nIn Schweden, D&auml;nemark, Norwegen, Finnland sowie Island herrscht ein vergleichsweise gesundes Verh&auml;ltnis zu alten Menschen mit Anzeichen von Demenz. Bei den ersten Anzeichen, wenn sich die Gefahr andeutet, werden die Alten nicht zum Arzt geschickt, damit dieser fr&uuml;hzeitig eine Diagnose stellt und Tabletten verordnet, vielmehr versuchen darin geschulte Pflegefachkr&auml;fte durch Gespr&auml;che und soziale Interventionen den offensichtlichen Ursachen entgegenzuwirken. In erster Linie sehen sich dort die Kommunen in der Verantwortung, Strukturen und Hilfsangebote f&uuml;r alte Mitb&uuml;rgerInnen zu schaffen, die diesen ein selbstst&auml;ndiges Leben im eigenen Zuhause erm&ouml;glichen und gleichzeitig die Familie entlasten.<br>\nDamit zum Beispiel die Tochter ihrer Berufsarbeit weiter nachgehen kann, k&uuml;mmert sich ein kommunaler Pflegedienst um die betreuungsbed&uuml;rftige alte Mutter. Gemeinsam sucht man nach individuell passenden L&ouml;sungen. Feste Bezugspersonen sind ein Selbstverst&auml;ndnis. Wer kann und m&ouml;chte, verbringt seinen Tag in einer Tagesbetreuung. Diese steht nicht nur &ndash; wie bei uns (Kassenleistung) &ndash; Demenzkranken offen, sondern jeder alte Mitb&uuml;rger, der die Gesellschaft sucht, kann dort hin. Gezielt werden Alleinstehende sowie Personen, die zu vereinsamen drohen, eingeladen, weil allgemein bekannt ist, dass diese Menschen besonders gef&auml;hrdet sind, die Orientierung zu verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/demenzrisiko.de\/vorbild-skandinavien\/\">Demenzrisiko.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Argentinien: Mehr als 150 Verletzte bei Protesten gegen Rentenreform<\/strong><br>\nArgentiniens Staatschef will die Staatskasse sanieren, auch mit weniger Geld f&uuml;r die Rentner. Proteste dagegen eskalieren, die Polizei setzte Tr&auml;nengas ein.<br>\nWie bereits in der vergangenen Woche ist es in Argentinien bei Protesten gegen eine geplante Rentenreform zu Ausschreitungen zwischen Demonstranten und Polizisten gekommen. Nach Angaben der regierungsnahen Tageszeitung Clar&iacute;n wurden mindestens 160 Menschen verletzt, darunter &uuml;ber 80 Polizisten. Fast 60 Menschen wurden verhaftet.<br>\nWie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, bewarfen Protestierende vor Beginn des Demonstrationszuges vor dem Parlament in der Hauptstadt Buenos Aires die Sicherheitskr&auml;fte mit Steinen. Die Polizei feuerte Gummigeschosse ab und setzte Tr&auml;nengas ein. Andere Demonstranten blieben friedlich, schlugen beim Protest auf T&ouml;pfen und stimmten Sprechch&ouml;re an.<br>\nDie Proteste richten sich gegen ein Gesetz, das die inflationsbedingte Anpassung von Pensionen verringern w&uuml;rde. Die Abstimmung dar&uuml;ber wurde verschoben, weil argentinische Gewerkschaften einen 24-st&uuml;ndigen Generalstreik ausriefen.<br>\nArgentiniens Pr&auml;sident Mauricio Macri will mithilfe der Rentenreform das hohe Staatsdefizit senken und durch niedrige Gesch&auml;ftskosten Anreize f&uuml;r Investitionen schaffen. Die Reform soll dem Haushalt Einsparungen in H&ouml;he von 100 Milliarden Pesos, also etwa 4,8 Milliarden Euro, bringen. Gegner der Reform sehen in den Einsparungen Nachteile f&uuml;r Millionen von Rentnern. [&hellip;]<br>\nMacri geh&ouml;rt der konservativen Partei Propuesta Republicana an und gilt als wirtschaftsliberaler Politiker. Er war einst B&uuml;rgermeister von Buenos Aires sowie Pr&auml;sident des Fu&szlig;ballvereins Boca Juniors. 2016 l&ouml;ste er Cristina Fern&aacute;ndez de Kirchner von der peronistischen Partei als Pr&auml;sidentin ab. Der Unternehmer versprach der Bev&ouml;lkerung im Wahlkampf, die Wirtschaft mithilfe von Reformen wiederzubeleben. Seine Reformpl&auml;ne f&uuml;r die Steuer-, Renten-, Bildungs- und Arbeitspolitik wurden wiederholt von Arbeitnehmern und linken Parteien kritisiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2017-12\/argentinien-proteste-rentenreform-mauricio-macri-buenos-aires\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Warum nur habe ich bei der ZEIT immer wieder den Eindruck, dass sie einseitig berichtet und voll auf neoliberaler Linie liegt? Vermutlich, weil z.B. behauptet wird, die Renten&rdquo;reform&rdquo; (-k&uuml;rzung, was sonst) solle &ldquo;dem Haushalt Einsparungen in H&ouml;he von [&hellip;] etwa 4,8 Milliarden Euro bringen&rdquo; und dazu dienen, &ldquo;das hohe Staatsdefizit senken&rdquo;. Das ist ja schon grunds&auml;tzlich unm&ouml;glich, weil in jeder Volkswirtschaft die Ausgaben des einen die Einnahmen des anderen sind: mit anderen Worten, der nachlassende Konsum wird die Wirtschaft schrumpfen lassen, wodurch die Steuereinnahmen weiter sinken.<\/em><br>\n<em>Leider fehlt au&szlig;erdem in dem ganzen nicht so knappen Artikel jeglicher Hinweis darauf, dass *direkt vorher* in &auml;hnlicher H&ouml;he Unternehmenssteuersenkungen beschlossen worden sind (<a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Rentenreform-in-Argentinien\/!5471435\/\">siehe hier<\/a>). Die Rentner (die Arbeitnehmer) m&uuml;ssen also nicht zur &ldquo;Sanierung&rdquo; der Staatsfinanzen, sondern f&uuml;r h&ouml;here Unternehmensgewinne zahlen, ganz primitiv und feudal. Und ganz genauso, wie ja auch in Deutschland die Hartz-Reformen und die Rentenk&uuml;rzungen (f&auml;lschlich) mit staatlichen Einsparungen begr&uuml;ndet worden sind, aber auf eine Senkung der Kapitalertragsteuer in vielfacher H&ouml;he folgten. Fake News? Nein, einfach ideologisch neoliberal fundiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Kodex&ldquo; autonomer Waffen<\/strong><br>\nDie aktuelle Ausgabe der NDR-Sendung &bdquo;Streitkr&auml;fte und Strategien&ldquo; vom 16. Dezember berichtet u.a. &uuml;ber den Stand der Bem&uuml;hungen zur internationalen Regulierung von autonomen Waffensystemen wie u.a. dem empfehlenswerten Newsletter der Sendung zu entnehmen ist. &bdquo;Im Koalitionsvertrag von 2013 waren sich CDU\/CSU und SPD einig. Autonome Waffensysteme m&uuml;ssen verboten werden. In der Vereinbarung von damals hei&szlig;t es: Zitat &bdquo;Deutschland wird sich f&uuml;r eine v&ouml;lkerrechtliche &Auml;chtung vollautomatisierter Waffensysteme einsetzen, die dem Menschen die Entscheidung &uuml;ber den Waffeneinsatz entziehen.&ldquo; Kritiker*innen leiteten aus dem damaligen Verhalten in den entsprechenden UN-Konferenzen jedoch bereits ab, dass es sich hier um keine aufrichtige Position handeln k&ouml;nnte.<br>\nNun h&auml;tte auf einer Folgekonferenz &bdquo;die gesch&auml;ftsf&uuml;hrende Bundesregierung gemeinsam mit Frankreich ein Papier vor[gelegt], in dem von einem Verbot aber nicht mehr die Rede ist. Vorgeschlagen wird stattdessen, an der Definition von t&ouml;dlichen autonomen Waffensystemen weiter zu arbeiten. Zudem wird sich daf&uuml;r eingesetzt, die Transparenz bei Forschung und Entwicklung solcher Waffensysteme zu verbessern. Anschlie&szlig;end soll eventuell ein &bdquo;Verhaltenskodex&ldquo; erarbeitet werden. Gegen&uuml;ber den Aussagen des Koalitionsvertrages von 2013 sei dieser Ansatz ein R&uuml;ckschritt&hellip;&ldquo;.<br>\nEin weiterer Beitrag, der sich ebenfalls im Manuskript der Sendung nachlesen l&auml;sst, besch&auml;ftigt sich im &Uuml;brigen mit der &bdquo;Militarisierung der Sozialen Medien?&ldquo;. Hier kommt u.a. Andrea Schneiker, Professorin f&uuml;r Internationale Beziehungen an der Universit&auml;t Siegen, zu Wort, die &bdquo;f&uuml;r das Stockholmer Friedenforschungsinstitut SIPRI untersucht, wie sich R&uuml;stungsfirmen im Internet darstellen. Sie sind auf den wichtigsten Plattformen wie Facebook, Youtube, Twitter und Instagram vertreten und betreiben dort Imagepflege. Mit ihren Inhalten ver&auml;ndern sie auch die Sozialen Medien, sagt Schneiker. Denn letztlich wollen sie ihre Produkte oder Dienstleistungen verkaufen oder neue Mitarbeiter anwerben. Und deshalb propagierten sie ein rein &sbquo;milit&auml;risches Verst&auml;ndnis von nationaler Sicherheit&rsquo;&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2017\/12\/18\/kodex-autonomer-waffen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ein Heerlager im W&uuml;stensand von Dschibuti<\/strong><br>\nSoldaten aus den USA, China und sechs weiteren L&auml;ndern f&uuml;hren im ostafrikanischen Dschibuti eine friedliche Koexistenz &ndash; und starten von dort aus Eins&auml;tze in ganz Afrika.<br>\nCamp Lemonnier geh&ouml;rt zu den bestbewachten Orten der Welt. Auf den einzigen st&auml;ndigen US-St&uuml;tzpunkt auf afrikanischem Boden werden nur Handverlesene nach wochenlanger b&uuml;rokratischer Prozedur vorgelassen. Und dabei ist das amerikanische noch das gastfreundlichste aller Milit&auml;rlager im W&uuml;stenstaat Dschibuti: Die anderen bleiben ausl&auml;ndischen Berichterstattern verschlossen. Auf 44 Quadratkilometer verteilt sind hier neben Franzosen, Italienern, Deutschen und Spaniern auch Japaner, Chinesen, US-Amerikaner und Soldaten aus den Arabischen Emiraten untergebracht. In anderen Teilen der Welt w&uuml;rden sich viele der hier versammelten Waffentr&auml;ger nicht &uuml;ber den Weg trauen. In Dschibuti teilen sie sich den Hafen, den Flugplatz &ndash; und zu &Uuml;bungszwecken auch den hei&szlig;en Sand. Vom Hafen aus ist die meistbefahrene Wasserstra&szlig;e der Welt m&uuml;helos zu kontrollieren, vom Flugplatz aus erreicht man in wenigen Stunden zahlreiche afrikanische Krisenzonen oder den Nahen Osten. Mindestens ebenso wichtig ist, dass Dschibuti politisch stabil ist. Daf&uuml;r sorgt der seit 18 Jahren herrschende Pr&auml;sident Ismail Omar Guelleh mit seinen Sicherheitskr&auml;ften. &hellip;. Derzeit sind rund 60 deutsche Marineflieger dort untergebracht. &hellip; Die Bundeswehrsoldaten kamen vor neun Jahren, um im Rahmen der europ&auml;ischen Atalanta-Mission somalischen Piraten das Handwerk zu legen. Da dies ein eher kurzes Abenteuer werden sollte, wollte die Bundeswehr kein eigenes Quartier errichten. Doch die Marineflieger scheinen mit ihrem Aufkl&auml;rungsflugzeug derart wertvolle Arbeit zu leisten, dass sie &ndash; auch ohne Piraten &ndash; noch immer vor Ort sind. Angesichts der gewaltigen Kosten w&uuml;rde Berlin sie lieber ins Camp Lemonnier verlegen, doch Dschibutis Regierung str&auml;ubt sich dagegen. Sie m&ouml;chte die deutsche Kuh noch ein wenig melken, hei&szlig;t es unter Diplomaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.badische-zeitung.de\/ausland-1\/ein-heerlager-im-wuestensand-von-dschibuti\">Badische Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Um den Artikel komplett lesen zu k&ouml;nnen, ist eine Registrierung erforderlich.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.G.:<\/strong> Das ist einer der seltenen Hintergrundreports, wie die globale Dominanz der westlichen Interessen durchgesetzt wird. Dass China darauf mit &auml;hnlichen Mitteln reagiert wird dann nat&uuml;rlich als Gefahr betrachtet, wie die gestern pr&auml;sentierte neue US Sicherheitsdoktrin zeigt.  <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Me&#351;ale Tolu freigelassen: &ldquo;Willk&uuml;rjustiz von Erdogan h&ouml;chst pers&ouml;nlich&rdquo;<\/strong><br>\nNach der Freilassung von Me&#351;ale Tolu sei es v&ouml;llig abstrus zu glauben, die T&uuml;rkei befinde sich jetzt auf dem Weg zum Rechtsstaat, sagte Sevim Dagdelen, Die Linke, im Dlf. Die Zahl der noch Inhaftierten sei hoch. Man m&uuml;sse mehr Druck auf Erdogan aus&uuml;ben, &ldquo;die einzige Sprache, die er versteht&rdquo;.<br>\nChristiane Kaess: Kurz vor der Sendung habe ich mit Sevim Dagdelen gesprochen. Sie ist Bundestagsabgeordnete der Linken. Ich habe sie zuerst gefragt: Gibt es doch noch eine unabh&auml;ngige Justiz in der T&uuml;rkei?<br>\nSevim Dagdelen: Nein. Ich glaube, auch nach der Freilassung der deutschen Geiseln &ndash; so w&uuml;rde ich Me&#351;ale Tolu und vorher Peter Steudtner auch bezeichnen &ndash; ist die T&uuml;rkei noch lange nicht auf dem Weg in die Demokratie. Und wer dies glauben machen will, der betr&uuml;gt auch die &Ouml;ffentlichkeit. Hunderttausende Menschen wurden entlassen aus dem Dienst, 50.000 wurden verhaftet &ndash; das ist schon eine deutliche Sprache. Die Oppositionsf&uuml;hrer Demirtas, Y&uuml;ksekda, Dutzende Abgeordnete sitzen weiterhin in den t&uuml;rkischen Gef&auml;ngnissen. Deniz Y&uuml;cel, ein deutscher Journalist, sitzt immer noch in Haft. Sharo Garip, ein deutscher Akademiker, sitzt seit l&auml;ngerem in der T&uuml;rkei fest, erst in Haft, dann mit einem Ausreiseverbot belegt, und morgen ist ja auch sein Prozess in dem Prozess Akademiker f&uuml;r den Frieden. Insofern ist es v&ouml;llig abstrus zu sagen, die T&uuml;rkei ist jetzt ein Rechtsstaat. Ganz im Gegenteil! Ich w&uuml;rde eher sagen, dass diese Sachen eigentlich eher zeigen, dass hier eine Willk&uuml;rjustiz von Erdogan h&ouml;chst pers&ouml;nlich gemacht wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/mesale-tolu-freigelassen-willkuerjustiz-von-erdogan-hoechst.694.de.html?dram:article_id=406370\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Kim Hartzner &uuml;ber seine Arbeit in Krisengebieten: &ldquo;Ich habe es kaum verkraften k&ouml;nnen&rdquo;<\/strong><br>\nAls sie auf Reisen dem Elend anderer Menschen begegneten, beschlossen der Arzt Kim Hartzner und sein Vater die Hilfsorganisation &ldquo;Mission East&rdquo; zu gr&uuml;nden. Die Not und Verzweifelung, die er gesehen hat, lassen ihn bis heute nicht los.<br>\nKim Hartzner liebt es, Ordnung im Chaos zu schaffen. Schon als Student der Medizin hat der d&auml;nische Arzt am liebsten in der Notfallstation gearbeitet, heute geht er dieser F&auml;higkeit als Leiter der Hilfsorganisation &ldquo;Mission East&rdquo; nach. Die Medizin hat der heute 58-J&auml;hrige f&uuml;r diese Arbeit an den Nagel geh&auml;ngt.<br>\n&ldquo;Ich war auf dem Weg Herzchirurg zu werden und hatte, glaube ich, eine sehr gute Karriere vor mir. Ich habe in New York an einem gro&szlig;en Krankenhaus gearbeitet, ich hatte Erfahrung aus Schweden und habe viel im Ausland gearbeitet. Dann kam der Mauerfall und die M&ouml;glichkeit, den Leuten im Osten zu helfen. F&uuml;r mich war es, ehrlich gesagt, jahrelang fast ein Hobby, aber dann wurde das Hobby immer ernster und ernster. Nach zwei Jahren habe beschlossen, dass ich mich f&uuml;r einen Weg entscheiden muss: Ich kann nicht Herzchirurg und Mission-East-Leiter werden. Da habe ich mich f&uuml;r Mission East entschieden und es, w&uuml;rde ich sagen, nicht bereut.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/kim-hartzner-ueber-seine-arbeit-in-krisengebieten-ich-habe.970.de.html?dram:article_id=406360\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Waffen f&uuml;r den IS<\/strong><br>\nDer IS hat bei der Verteidigung von Ramadi, Fallujah und Mossul gegen die Anti-IS-Koalition Schusswaffen und Munition aus Best&auml;nden von EU-Staaten in teils signifikanter Menge zur Verf&uuml;gung gehabt. Dies belegen Recherchen der in Gro&szlig;britannien ans&auml;ssigen Organisation &ldquo;Conflict Armament Research&rdquo; (CAR). Demnach haben zwei Staaten, die zu den wichtigsten R&uuml;stungskunden auch Deutschlands geh&ouml;ren &ndash; die USA und Saudi-Arabien -, Kriegsger&auml;t in Rum&auml;nien und Bulgarien erworben und es sodann aufst&auml;ndischen Milizen in Syrien zur Verf&uuml;gung gestellt, die es offenbar zum Teil an den IS weitergeleitet haben. Das betrifft etwa Panzerabwehrraketen. Dabei erfolgte der Reexport nach Syrien ohne Kenntnis oder gar Zustimmung der urspr&uuml;nglichen Lieferanten. Jihadisten zugearbeitet hat eine weitere Organisation, die vom Ausw&auml;rtigen Amt kofinanziert worden ist: die Free Syrian Police. Sie hat Polizisten besch&auml;ftigt, die vom syrischen Al Qaida-Ableger ausgew&auml;hlt wurden, und in zumindest einem Fall die Steinigung zweier Frauen erm&ouml;glicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7484\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Biometrie: Getestet an Millionen Unfreiwilligen<\/strong><br>\nIn Jordaniens Camps werden Gefl&uuml;chtete per Iris-Scan registriert und fortan identifiziert. Ablehnen k&ouml;nnen sie das nicht. So wird die EyeHood-Technik marktreif gemacht. [&hellip;]<br>\nIn Amman werden t&auml;glich 3.000 bis 5.000 Menschen von EyeHood gescannt &ndash; Gefl&uuml;chtete So ist es in vielen Camps des Mittleren Ostens, auch in Irbid, Mafrak, Asrak, Zaatari und in den mobilen Zentren au&szlig;erhalb der jordanischen St&auml;dte. Mit dem System werden Menschen als Fl&uuml;chtlinge registriert oder sie lassen ihren Status als Hilfsbed&uuml;rftige erneuern. Wer das nicht tut, bekommt vom Betreiber der Fl&uuml;chtlingscamps, dem Hochkommissar der Vereinten Nationen f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge (UNHCR), keine Hilfe. Kritiker sagen, so w&uuml;rden Kriegsfl&uuml;chtlinge f&uuml;r die Erprobung biometrischer Erkennungssysteme zwangsverpflichtet, bis diese marktreif sind. [&hellip;]<br>\nSeit Anfang 2016 k&ouml;nnen Fl&uuml;chtlinge auch in Camp-Superm&auml;rkten mit dem Iris-Scan bezahlen. Im Zaatari-Camp im Norden Jordaniens etwa nutzen rund 100.000 Fl&uuml;chtlingen das System. Wer eine Packung Reis kaufen m&ouml;chte, stellt sich wie in Deutschland an die Kasse. Er muss aber kein Geld aus dem Portemonnaie kramen, ein Blick in die installierten Ger&auml;te reicht. Sobald die Iris gescannt wurde, kommuniziert das System mit der Registrierungsdatenbank des UNHCR, um die Identit&auml;t des Eink&auml;ufers zu best&auml;tigen. Ist das geschehen, wird der Preis f&uuml;r die Packung Reis an die Bank weitergeleitet, wo das UNHCR monatlich bis zu 130 Euro f&uuml;r jeden Fl&uuml;chtling hinterlegt. [&hellip;]<br>\nMit dem Unternehmen IrisGuard sind bekannte Namen verbunden: So sitzt im Aufsichtsrat Richard Dearlove, der bis 2004 Direktor des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6 war. Ebenfalls Mitglied im Aufsichtsrat ist Frances Townsend, die von 2004 bis 2008 Beraterin f&uuml;r Innere Sicherheit und Terrorbek&auml;mpfung (Homeland Security) des damaligen US-Pr&auml;sidenten George W. Bush war. IrisGuard hat seinen Sitz auf den Kaiman-Inseln, die vor allem f&uuml;r ihre gro&szlig;z&uuml;gigen Steuergesetze bekannt sind. Malhas sagt, es sei dadurch einfacher, Investoren zu finden, als unter jordanischem oder britischem Recht. Seit Mitte November unterst&uuml;tzt die Investmentbank Goldman Sachs IrisGuard finanziell dabei, ein Netzwerk aus Banken aufzubauen, die EyePay anbieten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2017-12\/biometrie-fluechtlinge-cpams-iris-erkennung-zwang\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.K.:<\/strong> Hinsichtlich der aktuellen langfristigen Pl&auml;ne zur Abschaffung von Bargeld bekomme ich ein bisschen Angst, wenn ich so etwas lese. W&uuml;rde Orwell noch leben w&uuml;rde er Fragen: &ldquo;Sowas geht?&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Insider-Tipp zur Vorweihnachtszeit<\/strong><br>\n&bdquo;Buchhandlung&ldquo;. Ist wie Amazon, nur als Laden. Gibt&rsquo;s schon in vielen deutschen St&auml;dten, die B&uuml;cher liegen da alle und man kann sie einfach direkt bezahlen und mitnehmen. Hammerpraktisch! War heute da, zwei B&uuml;cher hab ich direkt gekauft und die sogenannte &bdquo;Buchh&auml;ndlerin&ldquo; hat mir noch ein drittes empfohlen. Aber nicht so: &bdquo;Kunden, die &sbquo;Die Blechtrommel&lsquo; gekauft haben, kauften auch: Ohropax&ldquo;. Nee, einfach ne gute Empfehlung. Als ich sie fragte, ob ich Ihr daf&uuml;r irgendwelche Daten von mir geben, meinen Standort &uuml;bermitteln oder werberelevante Vorlieben verraten soll, hat sie mich nur verst&ouml;rt angeschaut.<br>\nEin anderes Buch hab ich noch bei Ihr bestellt, das ist garantiert morgen da. Ich hab&rsquo; quasi &bdquo;Buchhandlung Prime&ldquo;, nur ohne Jahresgeb&uuml;hr! Gut, ich kann damit keine Schweigh&ouml;fer-Serien gucken &ndash; aber wer will das schon??<br>\nMorgen kann ich das Buch also abholen, muss nicht zittern, ob&rsquo;s noch rechtzeitig vor Weihnachten kommt und ob ich den DHL-Boten h&ouml;re, muss mich nicht in der Schlange vor der Postfiliale einmal um den Block wickeln und hab danach auch keine f&uuml;nf Kubikmeter Pappkarton in der Wohnung stehen. Und die Buchh&auml;ndlerin packt&lsquo;s mir sogar noch ein. Umsonst!! Und das, obwohl sie, im Gegensatz zu anderen, ganz normal Steuern zahlt! Die Alte muss verr&uuml;ckt sein&hellip;<br>\nBin sehr gespannt, ob sich &bdquo;Buchhandlung&ldquo; durchsetzt. Ich glaube ja, auf die Dauer k&ouml;nnten die Amazon ganz sch&ouml;n das Wasser abgraben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/markusbarth.de\/posts\/10155267408328214\">Markus Barth via Facebook<\/a>\n<p><strong>passend dazu bereits aus 2013: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=16297\">Warum es lohnt, den station&auml;ren Buchhandel zu unterst&uuml;tzen. Eine Aktion der NachDenkSeiten.<\/a><\/strong>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-41647","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41647","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41647"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41647\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41650,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41647\/revisions\/41650"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41647"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41647"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41647"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}