{"id":41669,"date":"2017-12-21T08:25:38","date_gmt":"2017-12-21T07:25:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669"},"modified":"2017-12-21T08:25:38","modified_gmt":"2017-12-21T07:25:38","slug":"hinweise-des-tages-3026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h01\">Alles halb so schlimm?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h02\">Ungleichheit so gro&szlig; wie vor 100 Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h03\">Hartz IV in Deutschland: K&uuml;rzungen bei den Jobcentern in 2018?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h04\">R&uuml;stungsausgaben steigen weltweit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h05\">Paarlauf der Koalition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h06\">Polen hat es auf die Spitze getrieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h07\">Heimkehr im Sarg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h08\">Deutschland braucht Abwehrma&szlig;nahmen gegen US-Steuerreform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h09\">Fabio De Masi &amp; Yanis Varoufakis verklagen EZB<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h10\">Spirale der Inhumanit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h11\">Bundeskartellamt: Facebooks Datensammelei aus Drittquellen ist missbr&auml;uchlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h12\">Herstellerrabatte f&uuml;r Gro&szlig;kunden: &ldquo;Als Kleinh&auml;ndler kommen wir nicht mehr mit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h13\">CDU-Vize vor Gespr&auml;chen mit der SPD: Laschet fordert mehr Einsatz f&uuml;r Industrie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h14\">Di&auml;tenerh&ouml;hung? Setzt die Lobbyisten auf Di&auml;t!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h15\">Lobbyismus: Die Seitenwechsler des Jahres<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41669#h16\">IALANA-Tagung: Krieg und Frieden in den Medien<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Alles halb so schlimm?<\/strong><br>\nUnternehmernahe &Ouml;konomen halten die Tatsache, dass 3,2 Millionen Lohnabh&auml;ngige mehreren Jobs nachgehen, f&uuml;r unproblematisch<br>\nDas vermeintliche deutsche &raquo;Jobwunder&laquo; sorgt immer wieder einmal f&uuml;r neue Rekordmeldungen &ndash; zum Beispiel bei der Mehrfachbesch&auml;ftigung: Erst Mitte Oktober hatte eine Antwort der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zutage gef&ouml;rdert, dass in der Bundesrepublik mittlerweile rund 3,2 Millionen Lohnabh&auml;ngige einen oder gleich mehrere Nebenjobs haben (siehe junge Welt vom 14. Oktober). Damit hat sich die Zahl der Nebenjobber seit dem Jahr 2003 mehr als verdoppelt.<br>\nWer in dieser Entwicklung nun ein Problem sieht und gar davon ausgeht, dass die &uuml;bergro&szlig;e Mehrheit der Zweit- und Multijobber schlicht und einfach deshalb mehreren Besch&auml;ftigungen nachgeht, weil die Bezahlung der Hauptt&auml;tigkeit nicht ausreicht, scheint sich zu irren &ndash; zumindest wenn es nach den &Ouml;konomen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) K&ouml;ln geht. In einer am Montag ver&ouml;ffentlichten Studie legen die unternehmernahen Forscher ihren ganz eigenen Blick auf die Entwicklung dar. So &uuml;bten die meisten Zweitjobber die Nebent&auml;tigkeit angeblich &raquo;keineswegs nur deshalb aus, weil sie mit ihrem Haupterwerb nicht &uuml;ber die Runden kommen&laquo;. Trotz des starken Anstiegs auf &uuml;ber drei Millionen Mehrfachbesch&auml;ftigte herrschten dennoch keine &raquo;amerikanischen Verh&auml;ltnisse&laquo; auf dem deutschen Arbeitsmarkt, versucht das IW zu besch&ouml;nigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323894.alles-halb-so-schlimm.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ungleichheit so gro&szlig; wie vor 100 Jahren<\/strong><br>\nDie Ungleichheit in Deutschland nimmt seit Jahrzehnten zu. Inzwischen sind die Einkommen wieder so ungleich verteilt wie vor 100 Jahren. Die k&uuml;nftige Bundesregierung muss diese Herkulesaufgabe endlich angehen und eine gerechtere Gesellschaft schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++56bb5a86-e589-11e7-a76d-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> In diesem Text wird so getan, als h&auml;tten die Gewerkschaften und insbesondere auch der DGB mit dieser fatalen Entwicklung nichts zu tun. Sie ist nicht vom Himmel gefallen, sie ist auch das Ergebnis der weitgehenden Zustimmung der Gewerkschaften zur Agenda 2010 und des fehlenden Protestes gegen die Privatisierungen. Auch in diesem Text von Klartext wird gleich zu Beginn einfach nur wiedergegeben, die Wirtschaftslage sei gut. Die konjunkturelle Lage ist jedenfalls nicht so gut, dass Menschen, die Arbeitspl&auml;tze suchen, w&auml;hlen k&ouml;nnen. Die Gewerkschaften sind wie die allgemeine &Ouml;ffentlichkeit Opfer der herrschenden Propaganda. Und diese Propaganda war mitentscheidend f&uuml;r die Verschlechterung der Position der Arbeiter und Angestellten in unserer Gesellschaft und damit f&uuml;r den beklagenswerten Zustand der Einkommensverteilung. Und der Verm&ouml;gensverteilung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Hartz IV in Deutschland: K&uuml;rzungen bei den Jobcentern in 2018?<\/strong><br>\nIm Jahr 2018 m&uuml;ssen die Jobcenter in Deutschland wohl mit knapperen Haushaltsmitteln rechnen. Die &bdquo;Orientierungswerte&ldquo; f&uuml;r die Mittelzuteilung an die einzelnen Jobcenter deuten auf eine K&uuml;rzung der Bundesmittel um insgesamt rund 178 Millionen Euro hin.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.o-ton-arbeitsmarkt.de\/newsletter\/hartz-iv-in-deutschland-kuerzungen-bei-den-jobcentern-in-2018\">O-Ton Arbeitsmarkt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/989-jobcenter-2018-mittelkuerzungen-eine-groko-vorlage-fuer-die-jamaika-koalition.html\">BIAJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>R&uuml;stungsausgaben steigen weltweit<\/strong><br>\nNach einem Bericht sind vor allem die USA und die osteurop&auml;ischen und baltischen Staaten die Treiber, das Szenario der &ldquo;russischen Aggression&rdquo; wirkt<br>\nDie Konflikte mehren sich auch, wie sich jetzt zeigt, in einer multipolaren Welt und f&uuml;hren zu einer neuen Aufr&uuml;stung und Militarisierung der Politik. Der Terrorismus und asymmetrische Kriege schienen nach dem Ende des Kalten Kriegs, der Amerikanischen Dominanz und der Globalisierung die Zeit der traditionellen Kriege zwischen staatlichen Streitkr&auml;ften. Aber sp&auml;testens seit Barack Obamas Strategie, Europa und den Nahen Osten als weniger wichtig zu betrachten und die Auseinandersetzung mit China zu suchen, ist der zwischenstaatliche Krieg mit schweren Waffensystemen als Szenario wiedergekehrt, verst&auml;rkt durch den Ausbau der Raketenabwehrsysteme und den Ukraine-Konflikt, den vor allem die USA dazu benutzt haben, massiv gegen die &ldquo;russische Gefahr&rdquo; hochzur&uuml;sten.<br>\nDer Ausbau der R&uuml;stung ist auch der Sinn von Konflikten, die systematisch gesch&uuml;rt werden. Zwar wird die Welt unsicherer und k&ouml;nnen sich Proxyk&auml;mpfe ausbreiten, aber die Gro&szlig;- und Regionalm&auml;chte, die im Clinch liegen, haben oft auch einen gr&ouml;&szlig;eren R&uuml;stungskomplex, der daran interessiert ist, seine Waffensysteme unter realen Bedingungen zu demonstrieren oder solche zu entwickeln, die gegen die Waffen der Gegner sch&uuml;tzen sollen. Waffenverk&auml;ufe st&auml;rken die Wirtschaft, wovon auch Deutschland als eine der gr&ouml;&szlig;ten waffenexportierenden Nationen ein Lied singen kann, und binden die K&auml;ufer allein schon technisch an die Verk&auml;uferstaaten. Gleichzeitig f&uuml;r das Wettr&uuml;sten dazu, dass die Angst steigt, wodurch das Wettr&uuml;sten weiter gesch&uuml;rt wird.<br>\nIn diese Phase ist die Welt schon eingetreten. Die Dynamik wird nach dem Bericht Jane&rsquo;s Defence Budgets 2018, der abzusch&auml;tzen versucht, wie die Entwicklung 2018 sein wird, zunehmen. Die R&uuml;stungsausgaben werden danach, was realistisch erscheint, weltweit um 3,3 Prozent auf 1,67 Billionen US-Dollar ansteigen so viel wie seit dem Ende des Kalten Kriegs nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ruestungsausgaben-steigen-weltweit-3923797.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach auf die auch hierzulande steigenden Ausgaben f&uuml;r das Milit&auml;r hingewiesen. Bitte lesen Sie dazu u.a. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37094\">Trump, Trump, Trump &hellip; und wenn der Theaterdonner sich verzogen hat, bleibt uns vor allem eins: h&ouml;here R&uuml;stungsausgaben<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=37067\">R&uuml;stung statt Abr&uuml;stung. Das deutsche Volk l&auml;sst sich mehrheitlich grandios verf&uuml;hren, ohne aufzumucken<\/a>. Das Geld fehlt doch nun nicht etwa z.B. f&uuml;r die Bereiche Bildung &amp; Wissenschaft sowie Infrastruktur und Sozialpolitik?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Paarlauf der Koalition<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich &Ouml;VP und FP&Ouml; machen das Land nicht rechter, als es ohnehin ist &ndash; daf&uuml;r aber marktradikaler<br>\nViel schief hat da nicht gehen k&ouml;nnen. Von kleinen atmosph&auml;rischen St&ouml;rungen abgesehen, war es ein Paarlauf. Ganz anders als in Deutschland, hatte man in &Ouml;sterreich kaum das Gef&uuml;hl, dass hier unterschiedliche Parteien verhandeln, die erst m&uuml;hsam zu einem Konsens finden m&uuml;ssen. M&uuml;hsam war da gar nichts. Heute wurde die neue Regierung von Bundespr&auml;sidenten Alexander Van der Bellen in durchaus amikalem Rahmen angelobt.<br>\nSebastian Kurz (&Ouml;VP) ist mit Heinz-Christian Strache (FP&Ouml;) mehr einig als mit einigen seiner Teilorganisationen. Die haben die Umf&auml;rbung von schwarz auf t&uuml;rkis noch nicht l&uuml;ckenlos vollzogen, sind &uuml;ber manches nicht so gl&uuml;cklich, indes ohne Kurz w&auml;re die Volkspartei v&ouml;llig abgest&uuml;rzt, daher werden jene vorerst schweigen oder nur gelegentlich ihren Unmut &auml;u&szlig;ern. Momentan hat Kurz seine Partei so fest im Griff wie Strache die seine. F&uuml;r die &Ouml;VP ist das zweifellos etwas Neues.<br>\nDie Gespr&auml;che lie&szlig;en jedenfalls keine Friktionen erkennen. Im Gegenteil, fast glaubte man, es mit einer neuen Einheitspartei zu tun zu haben, einer FP&Ouml;VP. Wo es keine Differenzen mehr gibt, m&uuml;ssen diese auch nicht ausger&auml;umt werden. Es lief wie geschmiert und es war auch nicht anders zu erwarten. Nachdem die FP&Ouml; jeden Sozialpopulismus zugunsten blankem Neoliberalismus hat fahren lassen und die Positionen der &Ouml;VP in der sogenannten Ausl&auml;nderfrage ungef&auml;hr die der Freiheitlichen sind, waren die H&uuml;rden &uuml;berwunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/koalition-des-kuschelns\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Polen hat es auf die Spitze getrieben<\/strong><br>\nZum ersten Mal leitet Br&uuml;ssel ein Verfahren wegen Gef&auml;hrdung von Grundwerten gegen ein EU-Land ein. Was bedeutet das? Fragen und Antworten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/EU-Verfahren-gegen-Mitgliedstaat\/!5469622\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Heimkehr im Sarg<\/strong><br>\nVor kurzem hat der franz&ouml;sische Pr&auml;sident Emmanuel Macron die Region bereist, besuchte die Vereinigten Arabischen Emirate und dann Katar. Allein die im Rahmen des Besuches am 7. Dezember in Doha unterzeichneten Vertr&auml;ge belaufen sich auf zw&ouml;lf Milliarden Euro. Darunter der Zuschlag, den ein franz&ouml;sisches Konsortium f&uuml;r die in der katarischen Hauptstadt geplante Untergrundbahn erhalten hat. In Dubai sprach Macron vor der Handelskammer. Im November hatte Frankreich zwei Kriegsschiffe hierher verkauft. Das Gesch&auml;ft stand im Vordergrund. Dass in den Golfstaaten oft katastrophale Arbeitsbedingungen f&uuml;r Hunderttausende Arbeitsmigranten aus S&uuml;dasien herrschen, wird ausgeblendet.<br>\nViele Familien in den Bergen Nepals, im indischen Hochland von Dekkan, im pakistanischen Karatschi oder den &uuml;berv&ouml;lkerten Ebenen des Ganges-Deltas in Bangladesch fiebern zum Jahreswechsel dem n&auml;chsten Heimatbesuch ihrer Verwandten und Freunde entgegen. Eine kurze Stippvisite von Ehem&auml;nnern, V&auml;tern, S&ouml;hnen und Br&uuml;dern, bevor es wieder zur&uuml;ckgeht in die Golfstaaten. Urlaub ist ein Luxus f&uuml;r die Arbeitsmigranten. Die meisten Vertr&auml;ge sehen eine vor&uuml;bergehende Heimkehr nur alle paar Jahre vor. Gibt es die M&ouml;glichkeit, scheuen die meisten dennoch die Ausgaben, die ein solcher Besuch zu Hause bedeutet &ndash; schlie&szlig;lich sind sie ja zum Geldverdienen gekommen. Viel schwerer belastet die Zuhausegebliebenen die Ungewissheit, ob in der Ferne Arbeitende &uuml;berhaupt lebend zur&uuml;ckkehren wird. Die Arbeit auf den mit Petrodollar finanzierten Baustellen des Nahen Ostens ist in mehr als nur wenigen Ausnahmef&auml;llen t&ouml;dlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/323949.heimkehr-im-sarg.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Erinnern Sie sich noch? Der &ldquo;Kaiser&rdquo; Franz Beckenbauer konnte &ndash; oder vielmehr offenbar wollte &ndash; noch vor wenigen Jahren die miserablen Arbeitsbedingungen nicht erkennen. Er k&ouml;nne keine Ketten sehen also g&auml;be es wohl auch keine modernen Sklaven &ndash; zumindest in Katar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Deutschland braucht Abwehrma&szlig;nahmen gegen US-Steuerreform<\/strong><br>\n&bdquo;Die US-Steuerreform beg&uuml;nstigt US-Konzerne, Superreiche und den Trump-Clan. Wir brauchen Straf- bzw. Quellensteuern auf Finanzfl&uuml;sse in die Steueroase USA statt einer weiteren Senkung der Unternehmenssteuern&ldquo;, kommentiert der Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi die finale Abstimmung zur US-Steuerreform. Der Finanzexperte der Fraktion DIE LINKE, der k&uuml;rzlich von der International Tax Review als &bdquo;Global Tax 50&ldquo; ausgezeichnet wurde, weiter:<br>\n&bdquo;Die US-Steuerreform heizt das internationale Steuerdumping weiter an. Auch Gro&szlig;britannien hat seine Unternehmenssteuern zuletzt massiv gesenkt, Frankreich und die Niederlande haben &auml;hnliche Pl&auml;ne. Die abgespeckte US-Grenzausgleichssteuer, welche Importe h&ouml;her und Exporte geringer besteuert, k&ouml;nnte bei internationaler Anwendung die Gewinnverschiebung von Konzernen einschr&auml;nken. Bei einseitiger Einf&uuml;hrung durch die USA w&uuml;rden aber Gewinne, die in Europa erwirtschaftet wurden, mit niedrigen Steuers&auml;tzen in die USA &uuml;berf&uuml;hrt.<br>\nDer Grenzausgleich wird  auch durch die deutschen Export&uuml;bersch&uuml;sse angeheizt. Die Kritik des Bundesverbands der Deutschen Industrie richtet sich nicht gegen die Senkung der Unternehmenssteuern in den USA, sondern gegen die Einschr&auml;nkung der Gewinnverk&uuml;rzung von Konzernen. Eine Anrufung der WTO ist dabei wenig aussichtsreich, denn die USA imitieren mit dem Grenzausgleich nur das europ&auml;ische System der Mehrwertsteuer.<br>\nWir brauchen daher Quellensteuern auf abflie&szlig;ende Dividenden, Lizenzgeb&uuml;hren und Zinsen, um in Deutschland erwirtschaftete Gewinne von Google &amp; Co. hier zu versteuern. Auch eine Besteuerung der Ums&auml;tze von Internetkonzernen mit &sbquo;virtueller Betriebsst&auml;tte&lsquo; w&auml;re denkbar. Die Konzerne k&ouml;nnten sich diese Steuern dann in den USA anrechnen lassen, um Doppelbesteuerung zu vermeiden. Angesichts der US-Sabotage des Informationsaustausches und von Schattenfinanzpl&auml;tzen wie Delaware, Nevada &amp; Co geh&ouml;ren die USA zudem auf die schwarze Liste der Steueroasen. Dies ist die einzige Sprache, die die Trump-Administration versteht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/deutschland-braucht-abwehrmassnahmen-gegen-us-steuerreform\/\">Die Linke. im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: &Uuml;ppige Bescherung<\/strong><br>\nEs sollte ein Weihnachtsgeschenk werden: Steuersenkungen f&uuml;r die Amerikaner. Doch viele sind skeptisch. Hat Pr&auml;sident Trump seine vergessenen M&auml;nner und Frauen vergessen? Ein Kommentar. [&hellip;]<br>\nAlle paar Wochen h&auml;lt Trump eine Kundgebung ab, um in der Bewunderung seiner Anh&auml;nger zu baden. Dort beklagt niemand, dass es allesamt billige Erfolge sind. Denn Mal um Mal hat der Pr&auml;sident die Augen vor den negativen Folgen verschlossen. Die Steuerreform ist das beste Beispiel: Wer sollte etwas dagegen haben, durch eine radikale Senkung der Unternehmensteuern dem Wachstum Beine zu machen und obendrein weniger Einkommensteuern zu verlangen? Der viel schwierigeren Debatte, wie der Staat die Einnahmeausf&auml;lle ausgleicht, haben sich die Republikaner nicht gestellt. Kaum jemand glaubt ernsthaft, dass sich die Reform selbst finanziert. [&hellip;]<br>\nIn der Summe ist das keine Politik f&uuml;r die &bdquo;vergessenen M&auml;nner und Frauen&ldquo;, wie Trump sie versprochen hatte. &Uuml;ber eine &uuml;ppige Bescherung kann sich vielmehr die klassische Republikaner-Klientel aus Wirtschaftsliberalen und Sozialkonservativen freuen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/puenktlich-zum-fest-liefert-trump-steuersenkungen-15351740.html\">FAZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Irgendwie faszinierend, dass die FAZ die katastrophale Politik von Trump &ndash; Steuergeschenke an Unternehmen und Superreiche auf Kosten der Mittelschicht und der Armen, Klientelpolitik f&uuml;r Unternehmen, Zerst&ouml;rung der allgemeinen Krankenversicherung, Sch&auml;digung von Umwelt- und Verbraucherschutz &ndash; mit sehr guten Argumenten hart kritisiert und parallel unverdrossen eine vielleicht nicht ganz so schlimme, aber in der Zielrichtung &auml;hnliche Politik des Sozialabbaus und der Umverteilung von unten nach oben sowie der Umweltzerst&ouml;rung f&uuml;r Konzerngewinne fordert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Fabio De Masi &amp; Yanis Varoufakis verklagen EZB<\/strong><br>\nDer Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi (DIE LINKE.) und der fr&uuml;here Finanzminister Griechenlands,  Yanis Varoufakis, haben beim Gericht der Europ&auml;ischen Union (EuG) Klage auf Dokumentenzugang gegen&uuml;ber der  Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) eingereicht.<br>\nHierzu erkl&auml;rt Fabio De Masi: &bdquo;Die EZB drehte Griechenland den Euro ab, weil sich die griechische Regierung zun&auml;chst weigerte, L&ouml;hne, Renten und &ouml;ffentliche Investitionen weiter zu k&uuml;rzen und das &ouml;ffentliche Verm&ouml;gen zu verramschen. Dies war nicht nur aus Sicht der Linken wirtschaftlich und sozial verheerend. Diese unzul&auml;ssige Vermengung von Geld- und Wirtschaftspolitik war ein Angriff auf die Demokratie, behindert die wirtschaftliche Entwicklung und untergr&auml;bt somit auch die geldpolitischen Ziele der EZB.<br>\nDie EZB unterliegt als Gl&auml;ubiger, Schiedsrichter sowie Kreditgeber der letzten Instanz unl&ouml;sbaren Interessenkonflikten, die mit der vermeintlichen Unabh&auml;ngigkeit der Zentralbank unvereinbar sind. Wir hegen den Verdacht, dass das externe Rechtsgutachten Zweifel an der Rechtm&auml;&szlig;igkeit der Erpressung Griechenlands hegt, da eine Ver&ouml;ffentlichung durch die EZB andernfalls unbedenklich w&auml;re. Dies w&uuml;rde der Troika den rauchenden Colt bei zuk&uuml;nftigen K&uuml;rzungsdiktaten aus der Hand schlagen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1805.fabio-de-masi-yanis-varoufakis-verklagen-ezb.html\">Fabio De Masi<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Spirale der Inhumanit&auml;t<\/strong><br>\nF&uuml;hrende deutsche Politiker fordern den Einsatz bundeseigener Flugzeuge zur Abschiebung unerw&uuml;nschter Ausl&auml;nder. Begr&uuml;ndet wird dies damit, dass sich Piloten privater Airlines oftmals weigerten, Menschen gegen deren Willen zu transportieren. Gleichzeitig nimmt der Druck auf Fl&uuml;chtlingshilfsorganisationen zu, die Rechtsberatung f&uuml;r von Abschiebung Betroffene zu unterlassen. Ihnen wird vorgeworfen, &ldquo;Tipps zum Untertauchen&rdquo; zu geben und sich damit &ldquo;an der Grenze der Strafbarkeit&rdquo; zu bewegen. Zwecks Legitimation der steigenden Zahl von Deportationen in Kriegs- und B&uuml;rgerkriegsgebiete wie Afghanistan erkl&auml;ren staatliche Stellen regelm&auml;&szlig;ig, sie &ldquo;f&uuml;hrten&rdquo; lediglich &ldquo;Straft&auml;ter&rdquo; und &ldquo;hartn&auml;ckige Mitwirkungsverweigerer&rdquo; in ihre Heimatl&auml;nder &ldquo;zur&uuml;ck&rdquo;. Verschwiegen wird, dass es sich bei den von Fl&uuml;chtlingen begangenen &ldquo;Straftaten&rdquo; zumeist um Bagatelldelikte handelt und der Vorwurf der &ldquo;Mitwirkungsverweigerung&rdquo; schon erhoben wird, wenn die Betroffenen eine von den Ausl&auml;nderbeh&ouml;rden willk&uuml;rlich festgesetzte Frist vers&auml;umen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7485\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Zur&uuml;ck in den Krieg<\/strong><br>\nAngeblich soll es in Afghanistan sichere Gebiete geben. Wo genau, sagen die Verantwortlichen nicht dazu, dennoch wird wieder abgeschoben. Die Zahl der zivilen Opfer erreicht derweil H&ouml;chstst&auml;nde, in Gespr&auml;chen f&uuml;rchten betroffene Gefl&uuml;chtete um ihr Leben. Farhad wirkt nerv&ouml;s. Es ist ihm sichtlich unangenehm, &uuml;ber das, was ihm zurzeit widerf&auml;hrt, zu sprechen. Kein Wunder, denn der 24-j&auml;hrige Afghane, der gegenw&auml;rtig irgendwo in der N&auml;he von Frankfurt lebt, hat vor einigen Wochen einen negativen Asylbescheid erhalten. Ihm droht die Abschiebung.<br>\nZwei Jahre lebte Farhad in einem Fl&uuml;chtlingsheim in Frankfurt. 2014 floh er aus der afghanischen Provinz Uruzgan im S&uuml;den Afghanistans. Bereits zum damaligen Zeitpunkt eskalierte dort die Lage. Zahlreiche Distrikte Uruzgans werden von den militanten Taliban kontrolliert. Mehrmals gelang es den Aufst&auml;ndischen in den vergangenen Jahren beinahe, auch die Provinzhauptstadt, Tarin Kot, zu erobern. Farhads Heimatdorf in Uruzgan liegt abgeschieden &ndash; und von Sicherheit fehlt weiterhin jede Spur. Taliban-K&auml;mpfer und Soldaten der afghanischen Armee bek&auml;mpfen sich regelm&auml;&szlig;ig. Hinzu kommen Luftangriffe der NATO sowie Spezialeins&auml;tze des US-Milit&auml;rs. Zivile Opfer geh&ouml;ren zum Alltag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/351\/zurueck-in-den-krieg-4796.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bundeskartellamt: Facebooks Datensammelei aus Drittquellen ist missbr&auml;uchlich<\/strong><br>\nFacebook ist marktbeherrschend und sammelt missbr&auml;uchlich Daten auf Millionen von Webseiten. Die vorl&auml;ufige Einsch&auml;tzung des Kartellamts hat es in sich. Eine abschlie&szlig;ende Entscheidung k&uuml;ndigt das Amt f&uuml;r den Fr&uuml;hsommer 2018 an.<br>\nDas Bundeskartellamt hat dem Unternehmen Facebook seine vorl&auml;ufige rechtliche Einsch&auml;tzung in dem Verfahren wegen des Verdachts auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung &uuml;bersandt. Die Kartellbeh&ouml;rde geht davon aus, dass Facebook auf dem deutschen Markt f&uuml;r soziale Netzwerke marktbeherrschend ist. Au&szlig;erdem stellt das Amt fest, dass Facebook missbr&auml;uchlich handelt, indem das Unternehmen die Nutzung davon abh&auml;ngig macht, unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten aus Drittquellen sammeln und mit dem Facebook-Konto zusammenf&uuml;hren zu d&uuml;rfen.<br>\nZu diesen Drittquellen geh&ouml;ren nicht nur konzerneigene Dienste wie WhatsApp oder Instagram, sondern auch Webseiten und Apps anderer Betreiber, auf die Facebook &uuml;ber Schnittstellen zugreifen kann. Dabei h&auml;lt das Amt vor allem die Verwertung von Daten f&uuml;r problematisch, die Facebook millionenfach auf anderen Internetseiten sammelt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2017\/bundeskartellamt-facebooks-datensammelei-aus-drittquellen-ist-missbraeuchlich\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><strong>dazu: F&uuml;r Facebook &bdquo;nur ein Nadelstich&ldquo;: Was Rechtsexperten zum Vorsto&szlig; des Kartellamts sagen<\/strong><br>\nFacebook bekommt Gegenwind vom Kartellamt. Die Wettbewerbsbeh&ouml;rde moniert, dass das Soziale Netzwerk im gro&szlig;en Stil Nutzerdaten aus konzerneigenen und fremden Drittquellen sammelt und dabei seine Marktmacht missbraucht. Kartellrechtsexperten und Fachanw&auml;lte sind sich indes sicher: Facebook muss seine Datenschutzbestimmungen &uuml;berarbeiten. Zudem k&ouml;nnten sich kurzfristig Nutzer abwenden und dadurch der Umsatz leiden. An der dominanten Marktstellung des Sozialen Netzwerks wird sich aber wenig &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2017\/12\/20\/fuer-facebook-nur-ein-nadelstich-was-rechtsexperten-zum-vorstoss-des-kartellamts-sagen\">Meedia<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Herstellerrabatte f&uuml;r Gro&szlig;kunden: &ldquo;Als Kleinh&auml;ndler kommen wir nicht mehr mit&rdquo;<\/strong><br>\nKleine Spielzeugl&auml;den haben es schwer gegen gro&szlig;e H&auml;ndler im Internet und Discounter &ndash; auch oder besonders in den Tagen vor Weihnachten. Dazu kommt, dass Hersteller offenbar gr&ouml;&szlig;ere Kunden bevorzugen. [&hellip;]<br>\nAber es ist nicht mehr nur ein Preiskampf. Denn oft ist etwa Onlineh&auml;ndler Amazon gar nicht g&uuml;nstiger, sagt die K&ouml;lner Spielwarenh&auml;ndlerin Anja L&ouml;we. Sondern sogar teurer. Trotzdem hat vom steigenden Konsum bei Spielzeugwaren in den vergangenen Jahren vor allem Amazon profitiert. Dadurch, dass inzwischen schon viele kleine L&auml;den aufgegeben haben, konzentrieren sich Hersteller nun zwangsl&auml;ufig auf neue Vertriebswege, sagt Handelsexperte J&ouml;rg Funder von der Fachhochschule Worms. Auch die Verbundgruppen und Einkaufskooperationen wie Vedes oder &ldquo;idee und Spiel&rdquo; k&ouml;nnten die strukturellen Nachteile nicht aufwiegen:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/herstellerrabatte-fuer-grosskunden-als-kleinhaendler-kommen.769.de.html?dram:article_id=406530\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>CDU-Vize vor Gespr&auml;chen mit der SPD: Laschet fordert mehr Einsatz f&uuml;r Industrie<\/strong><br>\nStahl, Aluminium, Chemie &ndash; f&uuml;r diese Industrien muss sich seine Partei starkmachen, fordert CDU-Vize Armin Laschet. F&uuml;r ihn k&ouml;nnte das der Unions-Markenkern in einer neuen Gro&szlig;en Koalition sein. [&hellip;]<br>\n&ldquo;CDU und CSU m&uuml;ssen in einer neuen Bundesregierung die Interessen der Wirtschaft, der Industriearbeitspl&auml;tze, des Handwerks und des Mittelstands mehr denn je in den Fokus r&uuml;cken&rdquo;, so Laschet. Der NRW-Ministerpr&auml;sident sagte weiter: &ldquo;Aus vielen Gespr&auml;chen wird deutlich, wie sehr dieser wichtige Blickwinkel derzeit zu kurz kommt.&rdquo;<br>\n&ldquo;Moderne Wirtschaftspolitik in Zeiten der Digitalisierung k&ouml;nnte der Markenkern der Union in dieser neuen Gro&szlig;en Koalition werden&rdquo;, sagte Laschet mit Blick auf die Gespr&auml;che mit der SPD. Nat&uuml;rlich d&uuml;rfe man dabei &ldquo;die Ziele zum Schutz des Klimas und unserer Umwelt nicht aus den Augen verlieren&rdquo;, so der CDU-Politiker. &ldquo;Zugleich sind neue und sichere Jobs der beste Beitrag f&uuml;r soziale Sicherheit.&rdquo; [&hellip;]<br>\nMit der FDP als klassischer Partei der Wirtschaftslobby in der Opposition k&ouml;nnten das CDU und CSU &uuml;bernehmen. Zuletzt hatte sich Laschet mit den Chefs der gro&szlig;en Arbeitgeber-, Industrie- und Handwerkerverb&auml;nden BDA, BDI, DIHK und ZDH getroffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/cdu-vize-vor-gespraechen-mit-der-spd-laschet-fordert-mehr-einsatz-fuer-industrie-a-1184158.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sicher, der Ministerpr&auml;sident ist auch immer oberster Lobbyist seiner Wirtschaftsunternehmen. Aber zu behaupten, irgendwo in der Politik, gerade einer durch und durch neoliberalen Regierung, w&uuml;rden die W&uuml;nsche und Interessen der Unternehmen *nicht* ber&uuml;cksichtigt, ist surreal. Immerhin gibt Laschet offen zu, dass er die Wirtschaftsinteressen &uuml;ber wirklich alles andere stellt, Umweltschutz sowieso, aber auch Arbeitnehmerinteressen. Ich habe au&szlig;er ein paar wolkigen Worten noch nie etwas vom angeblich so liberalen und sozialen Laschet zu mehr Arbeitnehmerrechten, h&ouml;heren L&ouml;hnen oder Ausbau des Sozialstaats geh&ouml;rt. Die angeblich &ldquo;sozialdemokratisierte&rdquo; CDU ist in ihrer Kapitalh&ouml;rigkeit nur um Nuancen von der FDP verschieden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Di&auml;tenerh&ouml;hung? Setzt die Lobbyisten auf Di&auml;t!<\/strong><br>\nDi&auml;ten-Erh&ouml;hungen gehen ja in Ordnung, wenn man sie an etwas koppeln w&uuml;rde, was seit so langer Zeit &uuml;berf&auml;llig ist: An Gesetze gegen aggressiven Lobbyismus. Wer sich selbst die Bez&uuml;ge aus &ouml;ffentlichen Geldern erh&ouml;hen kann, der ist der &Ouml;ffentlichkeit penible Transparenz schuldig. Dazu braucht es diverse Instrumente: Bannmeilen f&uuml;r Lobbyisten in Regierungsvierteln, eine Offenlegung aller Nebeneink&uuml;nfte auf Heller und Pfennig, Dokumentationspflicht aller Abgeordnetentreffen mit Lobbyisten und ein juristischer Spielraum, augenf&auml;llig durch Beeinflussung entstandene Entscheidungen strafrechtlich zu pr&uuml;fen. Jemand wie Christian Schmidt sollte sich jedenfalls nicht derart immun bewegen d&uuml;rfen.<br>\nUnd nat&uuml;rlich fehlt noch das Herzst&uuml;ck der Lobbyismusregulierung: Eine Vakanzregelung f&uuml;r ausscheidende Politiker, die dann nicht mehr nahtlos in die Wirtschaft verwechseln k&ouml;nnten, sondern erst nach zwei bis vier Jahren ihre berufliche Neuausrichtung in Angriff nehmen d&uuml;rften. Nach einem Zeitraum, der mit einiger Wahrscheinlichkeit verspricht, dass Beziehungen eingestampft wurden, um faule Netzwerke zu unterbinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1073937.der-heppenheimer-hiob-diaetenerhoehung-setzt-die-lobbyisten-auf-diaet.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Lobbyismus: Die Seitenwechsler des Jahres<\/strong><br>\n2017 war ein Superwahljahr, also auch ein Jahr mit vielen Seitenwechseln zwischen Politik und Wirtschaft. Diese f&uuml;nf waren besonders prominent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/lobbyismus-die-seitenwechsler-des-jahres\/20709808.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<p><strong>dazu: Die Dreht&uuml;r-Republik<\/strong><br>\nGestern Politiker, heute in der Wirtschaft: Nun wechseln auch die Alt-Ministerpr&auml;sidenten Hannelore Kraft und Torsten Albig die Seiten. Typologie eines Karrieremodells.<br>\nDer Sp&auml;tentwickler &ndash; Bernd Pfaffenbach war Pension&auml;r. Da fiel ihm ein, wen er so kannte<br>\nWie wertvoll die Erfahrungen und Kontakte sind, die man als Staatsdiener in der zweiten Reihe sammelt, das zeigt die Karriere von Bernd Pfaffenbach. Drei&szlig;ig Jahre im &ouml;ffentlichen Dienst hatte er auf dem Buckel, als er 2004 Staatssekret&auml;r im Bundeswirtschaftsministerium wurde und fortan f&uuml;r die Kanzler Schr&ouml;der und Merkel die Weltwirtschaftsgipfel vorbereitete, weswegen man ihn &ldquo;Sherpa&rdquo; und &ldquo;Chef&ouml;konom&rdquo; der Bundesregierung nannte. 2011 wurde Pfaffenbach pensioniert und berichtete im Tagesspiegel, wie er jahrelang verlockenden Angeboten aus der Wirtschaft widerstanden und welch &ldquo;unglaubliches Netzwerk&rdquo; er sich aufgebaut habe. Es klang wie eine Bewerbung. Prompt folgte ein neuer Job &ndash; als Berater bei der US-amerikanischen Bank JPMorgan Chase.<br>\nDer Gro&szlig;z&uuml;gige &ndash; Joschka Fischer teilt gern seine Weisheit, besonders gegen Geld<br>\nAls Joschka Fischer deutscher Au&szlig;enminister war, pflegte er seine Stirn so akkurat in tiefe Falten zu legen, dass die Sorgen der Welt &uuml;beraus dekorativ darauf herumklettern konnten. Dass die Menschen ihm dabei gern zuschauten, gefiel Fischer sehr. Nach der Wahlniederlage von Rot-Gr&uuml;n 2005 zog sich der erste deutsche Vizekanzler mit Streetfighter- und Taxifahrer-Vergangenheit aus der Politik zur&uuml;ck. Seitdem ist er &ldquo;beratend&rdquo; t&auml;tig, unter anderem f&uuml;r Siemens, BMW und RWE. Als Gegengift zum Deal mit Big Business analysiert Fischer f&uuml;r das gemeine Volk regelm&auml;&szlig;ig die Weltlage. Worum es geht? W&auml;re Zeitungspapier eine menschliche Stirn, es w&uuml;rde sich jetzt in Sorgenfalten legen. Sie w&auml;ren noch tiefer als fr&uuml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2017\/52\/seitenwechsel-politiker-wirtschaft-lobbyismus-hannelore-kraft-joschka-fischer\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>IALANA-Tagung: Krieg und Frieden in den Medien<\/strong><br>\nZeitpunkt: 26.-28.01.2018<br>\nOrt: CROSS jugendkulturkirche kassel, Lutherplatz 9, 34117 Kassel<br>\nVeranstalter: IALANA mit Unterst&uuml;tzung von IPPNW, IPB, Wissenschaft &amp; Frieden, VDJ, Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck<br>\nZiele: Medienkritik gibt es seit langem. Mit der Berichterstattung &uuml;ber den Ukraine-Konflikt hat sie drastisch zugenommen. Vor allem in den Sozialen Medien, der sogenannten &sbquo;5. Gewalt&lsquo;, finden sich immer interessantere und tiefergehende Untersuchungen. Dazu kommt das Kabarett: Gutes Kabarett war schon immer politisch. Aber Max Uthoff und Claus von Wagner haben &sbquo;Friedenskabarett&lsquo; erfunden; eine neue Form von P&auml;dagogik. Das will die Tagung pr&auml;sentieren. Aber vor allem sollen die medienkritischen Wissenschaftler und Journalisten zu Wort kommen: Kann man ein Leitbild &sbquo;Friedensjournalismus&lsquo;, der Wahrheit verpflichtete und deeskalierende Berichterstattung etablieren?<br>\nMit diesem Ziel wendet sich die Tagung an JournalistInnen, besonders auch an den journalistischen Nachwuchs, und an die Friedensbewegung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/medientagung.ialana.de\/\">Medientagung ILANA<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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