{"id":4170,"date":"2009-09-04T07:58:34","date_gmt":"2009-09-04T05:58:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4170"},"modified":"2009-09-04T17:54:15","modified_gmt":"2009-09-04T15:54:15","slug":"hinweise-des-tages-969","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4170","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4170#h01\">Frankfurter Schul-PPP: Schlicht, aber p&uuml;nktlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h02\">Hartz-IV-Sanktionen in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h03\">INSM l&auml;sst den Osten bl&uuml;hen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h04\">Gei&szlig;ler hadert mit Schwarz-Gelb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h05\">Robert von Heusinger: Es lebe Tobin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h06\">Finanzministerium h&auml;lt Gutachten zur&uuml;ck <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h07\">Mit Online-Jobb&ouml;rse schneller zur Stelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h08\">Cayman-Inseln vor dem Staatsbankrott<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h09\">Polit-Demontage, zweiter Teil &ndash; ARD legt mit Steinmeier-Portr&auml;t nach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h10\">Oskars neue Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h11\">Gr&uuml;ne Aussitzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h12\">Projekt Daumenschraube<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h13\">Ulrich Tilgner: &ldquo;Das Schweizer Fernsehen hat mehr Distanz als das deutsche&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h14\">Deutsche Bank schlie&szlig;t &Ouml;lmarktfonds<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h15\">FDP diskutiert Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h16\">Gemeinsame Strategie der Europ&auml;er f&uuml;r G-20-Gipfel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h17\">Eine weitere UBS-Baustelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h18\">Franz M&uuml;ntefering<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h19\">Spezial: Althaus-R&uuml;cktritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h20\">Zu guter Letzt: Prominente werben f&uuml;r hohe Wahlbeteiligung<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4170&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Frankfurter Schul-PPP: Schlicht, aber p&uuml;nktlich<\/strong><br>\nZwei Nachrichten an einem Tag, die eine ist gut, die andere schlecht, und beide betreffen Bauprojekte an Frankfurter Gymnasien. Zuerst die gute Meldung: In Sachsenhausen hat gestern die Freiherr-vom-Stein-Schule ihr neues Geb&auml;ude bezogen. Errichtet wurde es, wie drei weitere Bildungsst&auml;tten in der Stadt, in einer &ouml;ffentlich-privaten Partnerschaft mit dem Essener Unternehmen Hochtief. Nach Meinung der Lehrer, Sch&uuml;ler und Eltern ist der Bau gelungen. Und noch besser: Er wurde wie geplant zum Ferienende fertig &ndash; eine Tatsache, &uuml;ber die die bei der Er&ouml;ffnung anwesenden Kommunalpolitiker nur staunen konnten. Und nun die schlechte Nachricht: Die Sch&uuml;ler des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums m&uuml;ssen auf ihre Kantine wohl noch einige Monate warten. Eigentlich, so berichtet der Elternbeirat, sollte die Cafeteria zum Schuljahresanfang in Betrieb gehen. Doch die Bauarbeiten wollen nicht vorankommen. Wochenlang lassen sich keine Handwerker blicken, nun ist eine Er&ouml;ffnung zum Jahresende in Aussicht, aber auch daran wollen die Eltern nicht recht glauben. F&uuml;r sich genommen, mag die Nachricht nur eine Randnotiz wert sein, aber sie steht f&uuml;r Dutzende F&auml;lle, in denen sich Bauarbeiten an Schulen hinziehen, wenn die Stadt Regie f&uuml;hrt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub3DFC0DABC5664C30AC70700DD10A965D\/Doc~EA72D028D48B8449B8032B385F96F483C~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Das Problem mit der Kantine klingt zwar l&auml;ppisch (wie wir in Hessen sagen), aber es w&auml;re nicht das erste Mal, dass die Probleme bei einer Bildungseinrichtung im PPP-Betrieb mit einer nicht fertig gestellten Kantine anfangen.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/frankfurt\/?sid=267128f000a3a3bcb8ce24ba439c514e&amp;em_cnt=1358541\">Frankfurter Rundschau vom 26.06.2008<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.attac-ffm.de\/x_pdfs\/flz2-06%20Privatisierung.pdf\">Attac Frankfurt (PDF)<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.meinepolitik.de\/publicpr.htm\">Meine Politik<\/a><br>\nQuelle 5: <a href=\"?p=1205\">NachDenkSeiten vom 20.04.2006<\/a><\/p>\n<p><em>Es gibt auch eine gelungene Reportage zu den dortigen Baum&auml;ngeln von Frontal21 aus dem Juli 2008, die aber leider nicht mehr im Netz abrufbar ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hartz-IV-Sanktionen in der Kritik<\/strong><br>\nKeine Frage: Zu wissen, dass das eigene Handeln auch Konsequenzen nach sich zieht, geh&ouml;rt zum Leben. Schon Kinder sollten das lernen. Nur so kann ein Gemeinwesen existieren, nur so entstehen Verantwortung und R&uuml;cksichtnahme. Wer sich im sozialen Gef&uuml;ge Leistungen erschleicht, Geld bekommt, das ihm nicht zusteht, muss mit Konsequenzen rechnen. Solche Sanktionen sind nicht das Ziel der Kritiker. Sie lenken den Blick auf die Sanktionen f&uuml;r unbeabsichtigtes, harmloses oder sogar nicht einmal nachgewiesenes Fehlverhalten. Auf Dinge, die Menschen passieren k&ouml;nnen. Da wurde einem Mann die Leistung gek&uuml;rzt, weil er nicht im richtigen Jobcenter vorsprach. Er hatte den Ort verwechselt. Einer hatte sich verfahren und kam zu sp&auml;t. Ein anderer hatte eine Bewerbung im Monat weniger eingereicht als in der Eingliederungsvereinbarung stand &ndash; in einem Arbeitsmarkt, der ihn ohnehin nicht brauchte. Bei solchen Dingen die gro&szlig;e Keule der K&uuml;rzung des ohnehin schon sp&auml;rlichen Betrages rauszuholen, verletzt W&uuml;rde und Selbstwertgef&uuml;hl. Das Gesetz aber fordert es und l&auml;sst den Jobcenter-Mitarbeitern kaum Raum f&uuml;r Ermessen. Das Ergebnis sind Menschen ohne Hoffnung. Und weil nicht einmal ihr Widerspruch die Sanktion aufschiebt bis zu einer Kl&auml;rung des Sachverhaltes, f&uuml;hlen sie sich klein. Die gleiche Augenh&ouml;he ist verloren gegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/47069\/1468625\/lausitzer_rundschau\">Lausitzer Rundschau (Presseportal)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>INSM l&auml;sst den Osten bl&uuml;hen<\/strong><br>\nLaut eines Artikels der Frankfurter Rundschau hat die Wochenzeitschrift SUPER illu gemeinsam mit der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) eine Studie in Auftrag gegeben, die 20 Jahre nach dem Mauerfall eine wissenschaftliche Bilanz ziehen soll. In einer Sonderausgabe stellt die Studie die Wiedervereinigung und die Folgen f&uuml;r Ostdeutschland und seine Errungenschaften in ein &uuml;beraus positives Licht. Die INSM, die eine Kampagne der Arbeitgeberverb&auml;nde der Metall-und Elektroindustrie ist, wird zwar auf der Sonderpublikation im Kleingedruckten erw&auml;hnt, Hinweise auf die Initiative, ihre Ziele und Ideen sind jedoch nicht ersichtlich. Die INSM f&auml;llt immer wieder mit Aktivit&auml;ten auf, die die Grenzen zwischen Journalismus und Public Relations (PR) unterlaufen &ndash; zuletzt mit Ihrer Kampagne Deutschland 24\/30.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/09\/insm-lasst-den-osten-bluhen\/\">LobbyControl<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/kultur_und_medien\/medien\/1905432_Superillu-Blueht-doch-alles-ganz-wunderbar.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Themen\/Soziale-Marktwirtschaft\/Einheitsbilanz-Deutschland.html\">Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gei&szlig;ler hadert mit Schwarz-Gelb<\/strong><br>\nDie 15-Millionen-Abfindung f&uuml;r den scheidenden Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick nach nur einem halben Jahr an der Spitze des insolventen Unternehmens sorgt f&uuml;r erregte Debatten in der deutschen Politik. Dar&uuml;ber, &uuml;ber die Soziale Marktwirtschaft und &uuml;ber Schwarz-Gelb sprachen wir mit dem fr&uuml;heren CDU-Generalsekret&auml;r und Kapitalismus-Kritiker Heiner Gei&szlig;ler.<br>\n&bdquo;Ich halte Schwarz-Gelb f&uuml;r chancenlos und f&uuml;r eine schlechte L&ouml;sung f&uuml;r die n&auml;chste Legislaturperiode. Schlie&szlig;lich sind wir aus der Wirtschaftskrise noch nicht raus und es wird sich m&ouml;glicherweise eine neue Krise anschlie&szlig;en, wenn es keine globale Einigung &uuml;ber eine reformierte Finanzstruktur gibt. Da ist mir wohler, wir haben eine Gro&szlig;e Koalition, die sich zum Wohle des Landes zusammenrauft, statt das ganze im parteipolitischen Streit untergehen zu lassen. Um ehrlich zu sein: Mir ist Angela Merkel zusammen mit Peer Steinbr&uuml;ck lieber, als wenn Guido Westerwelle die Verantwortung tr&uuml;ge f&uuml;r die Sanierung unserer Wirtschaft.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kreiszeitung.de\/nachrichten\/politik\/geissler-hadert-schwarz-gelb-mm-458249.html\">Kreiszeitung<\/a>\n<p><strong>&ldquo;Die gro&szlig;e Koalition &ndash; das Beste in der Krise&rdquo;<\/strong><br>\nCDU-Urgestein Gei&szlig;ler lobt die Arbeit der Koalition und attackiert die FDP: Beim Gedanken an einen Krisenmanager Westerwelle w&uuml;rde ihm &uuml;bel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/784\/486202\/text\/print.html\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung R.K:<\/strong> Wann hat die &bdquo;Hoffnungstr&auml;gerin&ldquo; Frau Merkel je L&ouml;sungsschritte aufgezeigt?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Das ist schlicht nicht mehr zu fassen. Jetzt lobt Gei&szlig;ler neben Angela Merkel auch noch Peer Steinbr&uuml;ck und deren Arbeit in der Gro&szlig;en Koalition. Er wird trotzdem in manchen Kreisen weiterhin als Kapitalismus-Kritiker gelten, und manche Globalisierungsgegner werden ihm dies abnehmen; es klingt ja so sch&ouml;n. In den NachDenkSeiten sind wir schon mehrmals darauf eingegangen. Im Kapitel 20 von <a href=\"?page_id=4078\">&bdquo;Meinungsmache&ldquo;<\/a> (&bdquo;Meinungsmache zur Sicherung von Macht und Ein&#64258;uss&ldquo;) habe ich ausf&uuml;hrlich &uuml;ber die dahintersteckende Strategie geschrieben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Robert von Heusinger: Es lebe Tobin<\/strong><br>\nGanz langsam wird die Regierungsdebatte interessant. Sie pirscht sich an die richtigen Fragen zur Einhegung des Finanzkapitalismus heran&hellip;..<br>\nRegierungschefs wie Angela Merkel und Nicolas Sarcosy machen Front gegen die Boni. Doch auch den beiden d&auml;mmert es, dass es ein unm&ouml;gliches Unterfangen sein d&uuml;rfte, die Boni zu regulieren.<br>\nAdair Turner, der Chef der britischen Finanzaufsicht, hat sich getraut die Wahrheit auszusprechen. Die Forderung Boni zu begrenzen sei Populismus. Der gesamte Bankensektor und mit ihm seine potentiellen Gewinnm&ouml;glichkeiten m&uuml;ssen schrumpfen. Recht hat er &ndash; mit seiner Forderung nach der Einf&uuml;hrung einer globalen Tobin-Steuer auf alle Finanztransaktionen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1913483_Kommentar-Es-lebe-Tobin.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Finanzministerium h&auml;lt Gutachten zur&uuml;ck <\/strong><br>\nFinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck verweigert einem FDP-Abgeordneten Einblick in zwei Gutachten zur Bankenrettung. Jetzt denkt dieser an eine Klage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/landesbanken-finanzministerium-haelt-gutachten-zurueck-1506853.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Mit Online-Jobb&ouml;rse schneller zur Stelle<\/strong><br>\nUm bis zu einem Prozentpunkt soll die Arbeitslosigkeit durch eine raschere Vermittlung gesenkt werden. Dazu wurde die Internet-Jobb&ouml;rse aufpoliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagblatt.de\/Home\/nachrichten\/wirtschaft_artikel,-Mit-Online-Jobboerse-schneller-zur-Stelle-_arid,76317_puid,1.html\">Schw&auml;bisches Tagblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MR:<\/strong> Da ist in der Tat etwas verbessert worden &ndash; aber, warum erst jetzt?<br>\nVor der Umwandlung des Arbeitsamtes zur Arbeitagentur bestand ein gutes, voll funktionsf&auml;higes Jobforum im Internet &ndash; gut zu bedienen, leicht verst&auml;ndlich &ndash; und nur f&uuml;r Auftrage des Arbeitsamtes, es waren keine anderen Personalvermittler vorhanden. Au&szlig;erdem konnte man die Suche sehr leicht r&auml;umlich eingrenzen. Es war also in Ordnung. Und dann kam die uns&auml;gliche &ldquo;Reform&rdquo; zur Arbeitsagentur. Viel Geld wurde nutzlos verplempert. Das zuvor bestehende Forum wurde mit schlappen 165 Mios&hellip;.. verschlimmbessert! Die EDV-Anbieter haben sich dumm und d&auml;mlich verdient &ndash; die Preise sind damals nahezu t&auml;glich gestiegen &ndash; nach oben hin offen. Es sollte eine Stellenb&ouml;rse entstehen, in der auch die anderen Personalvermittler, also die Privaten, ihre Angebote einstellen. Was daraus wurde, war ein Stellenangebot, wo mensch nichts mehr von der Arbeitsagentur gefunden hat, weil nur die privaten Vermittlungsagenturen an erster Stelle standen&hellip;&hellip;. Das wurde zwar immer wieder &uuml;ber die Wochenenden bereinigt, so dass dann montags auch einmal die Arbeitsagentur vorne stand, aber innerhalb ganz kurzer Zeit war von den Angeboten der Arbeitsagentur wieder nichts mehr zu finden, weil eben die Privaten zuerst in der Liste standen. Tja &ndash; und zun&auml;chst war das f&uuml;r ca. 10 Tage total ge&auml;ndert &ndash; es war sch&ouml;n &uuml;bersichtlich und benutzerfreundlich, wie es vor dieser Reform jahrelang war. Und vor allem &ndash; es waren nur noch Angebote der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit vorhanden &ndash; von den Privaten habe ich keine Angebote mehr gesehen,&hellip;&hellip;&hellip;. Nur dar&uuml;ber habe ich auch nirgend etwas geh&ouml;rt oder gelesen, die wollen heimlich den R&uuml;ckw&auml;rtsgang einlegen, damit es nicht an die gro&szlig;e Glocke geh&auml;ngt wird&hellip;&hellip;&hellip;<br>\nAber dann: Jetzt sind doch wieder andere Anbieter als nur die Bundesagentur vorhanden &ndash; erstmals wieder seit es das neue Forum gibt. Dann wird die Arbeitsagentur wieder ganz schnell hinten stehen&hellip;&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Das ist eines der Grundprinzipien der Privatisierungspolitik. Die &Ouml;ffentliche Hand zahlt viel Geld f&uuml;r eine Umstellung. Private Anbieter, die Beratungsindustrie und die Programmierer verdienen sehr viel Geld. Und wenn es so schief geht, dass es (teilweise) r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht wird, h&auml;ngt man es auch nicht unbedingt an die gro&szlig;e Glocke.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Cayman-Inseln vor dem Staatsbankrott<\/strong><br>\nBisher zahlen die knapp 50.000 Einwohner der karibischen Inselgruppe weder Einkommen- noch Unternehmenssteuern. Neben verschiedenen Geb&uuml;hren gibt es auf den Cayman Islands nur indirekte Steuern. Wegen solch traumhafter Rahmenbedingungen ist die entlegene Inselgruppe zu einem der global gr&ouml;&szlig;ten Magneten f&uuml;r Briefkastenunternehmen vor allem aus der Finanzindustrie geworden &ndash; und zum &Auml;rgernis f&uuml;r Finanzminister rund um den Globus auf ihrer Jagd nach Steuerhinterziehern.<br>\nDoch nun droht dem karibischen Steuerparadies der Bankrott. Es steht schlecht um die Staatsfinanzen der Cayman Islands, die als Teil der britischen &Uuml;berseegebiete trotz weitgehender Autonomie noch immer der Kontrolle durch das Londoner Au&szlig;enministerium unterstehen. Die Inselgruppe, die vor f&uuml;nf Jahren von einem schweren Hurrikan heimgesucht wurde, hat stark in ihre Infrastruktur investiert. Inzwischen hat der Schuldenstand ein Rekordniveau erreicht und die Finanznot ist akut. Nach &ouml;rtlichen Medienberichten soll der Regierung in der Hauptstadt George Town ohne neue Kredite sogar das Geld fehlen, um im September die Geh&auml;lter f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst zu zahlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266\/Doc~EF574CF6CD59A4291849C1CCE23CF2F79~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Polit-Demontage, zweiter Teil &ndash; ARD legt mit Steinmeier-Portr&auml;t nach<\/strong><br>\nBereits bei der ZDF-Ann&auml;herung an Frank-Walter Steinmeier vor wenigen Wochen erlebte der Zuschauer die unvorstellbare Demontage eines Politikers, der ausgezogen ist, Bundeskanzler zu werden. Das &Uuml;berraschende am ARD-Beitrag ist nun, dies noch zu &uuml;bertreffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/medien-news\/Steinmeier-ARD-Portraet-Gerhard-Schroeder;art15532,2890077?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Oskars neue Macht<\/strong><br>\nDer Vorsitzende der Linkspartei hat in den vergangenen Tagen mehr gewonnen als nur die Landtagswahl im Saarland. Oskar Lafontaine hat eine T&uuml;r aufgesto&szlig;en f&uuml;r die Linken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/36\/lafontaine-saarland-wahlkampf-linkspartei\/print\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne Aussitzer<\/strong><br>\nSeit sie sich in der Opposition freigestrampelt hat, betont die &Ouml;kopartei ihre Offenheit f&uuml;r alle Lager. Das Mantra hei&szlig;t: &Uuml;ber Machtperspektiven entscheiden allein die Inhalte. Die eigene, eher links-beherzte Basis vor der Bundestagswahl nicht mit verst&ouml;renden Botschaften zu konfrontieren, zeugt von taktischer Finesse. Nicht aber von Selbstbewusstsein. Dabei k&ouml;nnten die Gr&uuml;nen im Saarland gerade vorexerzieren, dass es ihnen ernst ist mit den Inhalten. Dann m&uuml;ssten wom&ouml;glich auch die Saar-Gr&uuml;nen eingestehen dass es weniger Sachfragen als pers&ouml;nliche Animosit&auml;ten sind, die sie vom Bund mit der Linken trennen. Streiten w&auml;re gute gr&uuml;ne Tugend. Aussitzen nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1921012&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Projekt Daumenschraube<\/strong><br>\nDas umstrittene Industriekonzept ist nicht die einzige Leiche im Keller des Wirtschaftsministeriums. Nach US-Vorbild sollen Arbeitslose zur Arbeit gezwungen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/36\/prekariat-armut-wirtschaftsministerium\/print\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ulrich Tilgner: &ldquo;Das Schweizer Fernsehen hat mehr Distanz als das deutsche&rdquo;<\/strong><br>\nUlrich Tilgner geh&ouml;rt zu den bekanntesten Reportern im deutschsprachigen Raum. Seine Berichte w&auml;hrend des Irak-Krieges vor sechs Jahren machten ihn zur lebenden Legende, aber auch jetzt &ndash; w&auml;hrend den Iran-Unruhen &ndash; steht er im Dauereinsatz. Am 10. September referiert Tilgner an der Security Conference in Z&uuml;rich. Gegen&uuml;ber &ldquo;pers&ouml;nlich&rdquo; &auml;u&szlig;ert er sich &uuml;ber die Ver&auml;nderung der Medienszene und die PR-Aktivit&auml;ten der Regierungen<br>\n&hellip;Sie sind im vergangenen Jahr unter Protest vom ZDF weggegangen, weil Sie sich in Deutschland zunehmend in Ihrer Arbeit eingeschr&auml;nkt f&uuml;hlten.<br>\nKern meiner Unzufriedenheit war die fehlende Distanz in den deutschen Medien gegen&uuml;ber dem Druck der Politik der Bundesregierung auf die Afghanistan-Berichterstattung. Wenn deutsche Soldaten als Aufbauhelfer dargestellt werden sollen und viele Kolleginnen und Kollegen sich den PR-Bem&uuml;hungen zum Beispiel des Bundesverteidigungsministeriums in Berlin nicht widersetzen k&ouml;nnen, wird es besonders schwierig, &uuml;ber Afghanistan ausgewogen zu berichten. Afghanistan geh&ouml;rte zu meinem Berichtsgebiet. Dennoch haben oft andere Kollegen, die dann in meinen Augen auch zu oft mit Milit&auml;reinheiten unterwegs waren, &uuml;ber das Land am Hindukusch berichtet. Bis heute bereue ich meine Entscheidung nicht. Die Entwicklung in Afghanistan spricht f&uuml;r sich. &hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.persoenlich.com\/news\/show_news.cfm?newsid=83980\">Pers&ouml;nlich<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Deutsche Bank schlie&szlig;t &Ouml;lmarktfonds<\/strong><br>\nF&uuml;r Spekulanten wird es an den Rohstoffm&auml;rkten in den USA zunehmend ungem&uuml;tlich. Auf Betreiben von Politik und Aufsicht setzen sich Positionslimits durch &ndash; die jetzt ein erstes Opfer fordern: ein &Ouml;lprodukt des gr&ouml;&szlig;ten deutschen Instituts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/rohstoffe\/:reaktion-auf-regulierung-deutsche-bank-schliesst-oelmarktfonds\/50004411.html?mode=print\">Financial Times Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>FDP diskutiert Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer<\/strong><br>\nLandeschef Kubicki hat sich verplappert: Er stellte eine h&ouml;here Mehrwertsteuer in Aussicht. Die Bundes-FDP dementiert. Sie f&uuml;rchtet um ihr Image als Steuersenkungspartei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/online\/2009\/36\/fdp-mehrwertsteuer\">Zeit<\/a>\n<p><em>Passend dazu nochmal der Link, unter dem die entscheidende Passage des Kubicki-Interviews gesehen werden kann.<\/em><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=knaMQcCaNAA\">YouTube<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gemeinsame Strategie der Europ&auml;er f&uuml;r G-20-Gipfel<\/strong><br>\nDeutschland, Frankreich und Gro&szlig;britannien haben sich auf eine gemeinsame Linie f&uuml;r den G-20-Gipfel Ende September verst&auml;ndigt. Unter anderem wollen sie in Pittsburgh international verbindliche Regeln f&uuml;r die Verg&uuml;tung von Spitzenbankern und Sanktionen f&uuml;r unkooperative Steueroasen durchsetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/gemeinsame_strategie_der_europaeer_fuer_g-20-gipfel_1.3484878.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Boni, Steueroasen, sicher nicht zuf&auml;llig ist die Politik auf die in der Krise schlagzeilentr&auml;chtigsten Stichworte als Handlungsfelder f&uuml;r den G-20-Gipfel gekommen. Sicher, es w&auml;re sch&ouml;n, wenn auch auf diesen Feldern etwas gelingen w&uuml;rde, aber sind das nicht Peanuts? Die bisherigen Vorschl&auml;ge hinterlassen irgendwie einen schalen Geschmack. Wo bleibt z.B. die Antwort auf die Frage, wie zu vermeiden w&auml;re, dass eine Bank &ldquo;too big to fail&rdquo; wird, so dass Banken generell samt Management und Aktion&auml;ren in die Insolvenz gehen k&ouml;nnten, ohne ganze Volkswirtschaften zu belasten. Oder wie kontrollieren wir den Weiterverkauf von geb&uuml;ndelten Krediten? Wie begrenzen wir kreditfinanzierte Wertpapiergesch&auml;fte? Die Bem&uuml;hung um Antworten auf wichtige Fragen, die vielleicht nicht so publikumswirksam sind, steht noch aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Eine weitere UBS-Baustelle<\/strong><br>\nNach den USA gibt es f&uuml;r die Grossbank UBS nun Druck in Kanada. Nach einem Treffen der Steuerbeh&ouml;rden mit Vertretern der UBS am Mittwoch (Ortszeit) hie&szlig; es, Kanada verlange Ausk&uuml;nfte &uuml;ber Konten mit Verbindung zu kanadischen Steuerzahlern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/ubs_kanada_steuerbehoerde_druck_1.3479954.html?printview=true\">Neue Z&uuml;rcher Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung OP:<\/strong> Nordamerika macht Schule. Und die EU?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Franz M&uuml;ntefering<\/strong><br>\nAus Liebe zur Macht<br>\nVor einem Jahr kehrte Franz M&uuml;ntefering auf die politische B&uuml;hne zur&uuml;ck. Die SPD feierte ihn als Heilsbringer und hoffte auf magische F&auml;higkeiten f&uuml;r den Wahlkampf. Es kam anders. Bilanz eines Schicksalsjahrs.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/wahlen-2009\/bundestagswahl\/tid-15402\/franz-muentefering-aus-liebe-zur-macht_aid_432468.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Spezial: Althaus-R&uuml;cktritt<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Erkl&auml;rung von Ministerpr&auml;sident Dieter Althaus<\/strong><br>\nDonnerstag, 3.September 2009: &bdquo;Mit sofortiger Wirkung trete ich als Ministerpr&auml;sident des Freistaats Th&uuml;ringen und als Landesvorsitzender der CDU Th&uuml;ringen zur&uuml;ck.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.d-althaus.de\/news-anzeigen\/article\/143\/erklaerung-vo-5.html\">Homepage von Dieter Althaus<\/a><\/li>\n<li><strong>Althaus&rsquo; R&uuml;cktritt: Unkultur bis zum Schluss<\/strong><br>\nDer R&uuml;cktritt war &uuml;berf&auml;llig. Schon im Wahlkampf war offensichtlich, dass Dieter Althaus den Strapazen seines Amtes nicht mehr gewachsen war. Sein Auftritt in der Berliner CDU-Zentrale am Montag nach der Landtagswahl zeigte erneut, wie abgespannt, unkonzentriert und m&uuml;de Althaus ist. Dass Althaus im Wahlkampf versuchte, seinen Ski-Unfall zu instrumentalisieren, war peinlich, stil- und piet&auml;tlos. Ob er pers&ouml;nlich daf&uuml;r verantwortlich gemacht werden kann, ist nicht nur eine politische, sondern auch eine medizinische Frage. Zu den Symptomen von Sch&auml;del-Hirn-Traumata geh&ouml;ren emotionale St&ouml;rungen, bleibende Sch&auml;den sind in schweren F&auml;llen wahrscheinlich. Nat&uuml;rlich: &ldquo;Die &Auml;rzte&rdquo; hatten Althaus gr&uuml;nes Licht gegeben. Und doch h&auml;tte seine CDU nie zulassen d&uuml;rfen, dass er sich dem Stress eines Wahlkampfes aussetzt. Denn den Verantwortlichen muss bewusst gewesen sein, dass Althaus gesundheitlich nicht in der Lage war, wieder als Ministerpr&auml;sident zu arbeiten. Mitte Februar war Althaus zur Beisetzung seines Vaters gefahren, Fotos von ihm wurden dabei verhindert. Geradezu verlogen war die Art, wie seine R&uuml;ckkehr nach Th&uuml;ringen zwei Monate sp&auml;ter inszeniert wurde: Die CDU bat um Schonung f&uuml;r ihren Spitzenmann, sparte selbst jedoch nicht mit Attacken auf die Opposition.<br>\nDoch die CDU brauchte Althaus noch, zu gro&szlig; war die Angst vor einem Wahlkampf auf Augenh&ouml;he, vor einem Wahlkampf, der nicht vom Amtsinhaber dominiert werden kann. Umsonst &ndash; die W&auml;hler haben das Spiel nicht mitgemacht. Die Frage ist, warum Althaus nach der Wahl noch vier weitere Tage warten musste. Ein R&uuml;cktritt gleich am Wahlabend w&auml;re ehrlicher gewesen. Stattdessen betete die CDU wertlose Solidarit&auml;tsadressen herunter: Ohne Althaus werde es keine Koalition mit der SPD geben, sagte Mike Mohring, CDU-Fraktionschef im Erfurter Landtag, noch am Mittwoch. Der Fall Althaus war ein H&ouml;hepunkt politischer Unkultur &ndash; bis zum Schluss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Unkultur-bis-zum-Schluss-article488763.html?service=print\">N-TV<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung F.Z.:<\/strong> Im Prinzip ist die Tatsache, dass Dieter Althaus zur&uuml;ckgetreten nichts, was man nicht h&auml;tte erwarten k&ouml;nnen: Man gibt der SPD die M&ouml;glichkeit einer Schwarz\/Roten Koalition, regiert weiterhin in Th&uuml;ringen und den Sozialdemokraten wird alleine dieses Gedankenspiel ein paar Stimmen bei der Bundestagswahl kosten. Im Prinzip eine durchschaubare Strategie, w&auml;ren da nicht einige andere Gedankenexperimente im Netz unterwegs. Interessant an diesem Artikel ist, dass sich der Schreiberling einerseits &uuml;ber Althaus Instrumentalisierung seines Unfalls im Wahlkampf echauffiert, gleichzeitig aber in eben diese Kerbe schl&auml;gt, um den R&uuml;cktritt zu erkl&auml;ren. Dass damit im Prinzip ein recht plumpes Man&ouml;ver von Seiten der CDU verdeckt wird, kommt ihm nicht in den Sinn.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Althaus&rsquo; letzter Akt<\/strong><br>\nDer R&uuml;cktritt des bisherigen Ministerpr&auml;sidenten macht den Weg f&uuml;r eine &bdquo;gro&szlig;e&ldquo; Koalition im Freistaat frei. Ein Signal, das der Bundes-FDP Sorgen machen muss.<br>\nLassen wir uns einmal zu Spekulationen verleiten: War es nicht Merkels &bdquo;Busenfreundin&ldquo; Vera Lengsfeld, die als erste CDU-&bdquo;Politikerin&ldquo; den Althaus-R&uuml;ckzug empfahl? War das wom&ouml;glich ein Testballon mit Segen aus dem Konrad-Adenauer-Haus? Wird Althaus nicht seit langem zum engeren Kreis um Merkel gez&auml;hlt? Will die Kanzlerin von der Th&uuml;ringer Niederlage profitieren? Der Ausgang der Bundestagswahlen in drei Wochen ist der vorsichtigen Taktikerin Merkel noch zu unsicher. Es k&ouml;nnte sich f&uuml;r sie als n&uuml;tzlich erweisen, ein landespolitisches Signal f&uuml;r eine gro&szlig;e Koalition in der Hinterhand zu haben. In Sachsen Schwarz-Gelb, im Saarland Jamaika und in Th&uuml;ringen mit der SPD &ndash; das w&auml;re eine Konstellation, die Merkel auf den Leib geschneidert sein d&uuml;rfte. Von allem ein bisschen, nur nicht festlegen lassen, alle Hinter- und Nebent&uuml;ren bleiben offen. Die FDP hatte sich zuletzt allzu weit aus dem Fenster gelehnt, hatte Merkels adeligen Joker Guttenberg angegriffen und sich wie ein betrunkener Liebhaber verhalten, der nachts vor dem Haus mit seinem Gegr&ouml;le der Wunschpartnerin das Treuebekenntnis entlocken will. Das neoliberale Auftrumpfen Westerwelles d&uuml;rfte die Kanzlerin an ihre schlechten Erfahrungen mit dem Professor aus Heidelberg im Bundestagswahlkampf 2005 erinnern. Die Union ist au&szlig;erdem mehr als ihr Mittelstands-Fl&uuml;gel. Leichter regiert es sich f&uuml;r die CDU-Vorsitzende zweifellos in einer gro&szlig;en Koalition. Dann m&uuml;sste man auch nicht den st&auml;ndigen Gegenwind einer rot-rot-gr&uuml;nen Opposition ertragen. Und selbst wenn es am Ende weder in Erfurt noch auf Bundesebene zu einem B&uuml;ndnis von Sozial- und Christdemokraten kommt, kann Merkel den Liberalen nun f&uuml;r ein paar Tage die Instrumente zeigen. Vorsorgende Disziplinierung gewisserma&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2009\/36\/althaus-cdu-thueringen-merkel-grosse-koalition\/print\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Althaus&acute;letzte Rolle<\/strong><br>\nZuletzt schien nur noch einer Verwendung f&uuml;r ihn zu haben: Bodo Ramelow. Der rote M&ouml;chtegern-Ministerpr&auml;sident brauchte eine schwarze Sozi-Scheuche. Dieter Althaus sollte es Christoph Matschie attraktiver erscheinen lassen, den Postkommunisten an die Macht zu helfen, statt die der Post-Blockfl&ouml;ten zu stabilisieren. Nun hat er f&uuml;r einen Stimmanteil von 18 Prozent viel erreicht. Althaus ist weg. Warum sollte der Sozialdemokrat sich auf die Liaison mit der Linken einlassen, wenn er auch dort nicht Herr im Hause wird? Die Th&uuml;ringer Spekulationsblase, so sieht es heute aus, ist geplatzt. Nix Avantgarde. Nix bundespolitisches Fanal. Die Nation muss (oder darf?) weiter auf den ersten Ministerpr&auml;sidenten aus den Reihen der Linkspartei warten. Christoph Matschie wird auch nicht in die Fu&szlig;stapfen von Reinhold Maier (FDP) und Heinrich Hellwege (Deutsche Partei) treten, die es in den 1950er Jahren in Baden-W&uuml;rttemberg und Niedersachsen schafften, als Juniorpartner in einer Koalition den Chef zu geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1921169&amp;em_loc=2091&amp;em_ref=\/top_news\/&amp;em_ivw=fr_poltop\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der FR-Kommentator Thomas Kr&ouml;ter liefert mit diesem Kommentar erneut ein Beispiel f&uuml;r das Abgleiten der ehedem linksliberalen Frankfurter Rundschau in den rechtskonservativ-neoliberalen Mainstream. Kr&ouml;ter m&ouml;chte die schwere Unions-Niederlage auf den Faktor &ldquo;menschliche Schw&auml;che&rdquo; des CDU-Ministerp&auml;sidenten Althaus reduzieren. Die konservative Denkwelt des FR-Kommentators Kr&ouml;ter: Bodo Ramelow als &ldquo;roter M&ouml;chtegern-Ministerpr&auml;sident&rdquo;, eine Koalition der SPD mit der Linkspartei als &ldquo;riskanter (Irr-)weg&rdquo;. Es w&auml;re interessant zu erfahren, wie Thomas Kr&ouml;ter das desastr&ouml;se Resultat des seit 1999 eingeleiteten neoliberalen Rechtsschwenks der SPD bewertet: Verlust nahezu der H&auml;lfte der W&auml;hler und Parteimitglieder, Verlust nahezu aller sozialdemokratischen Ministerpr&auml;sidenten. M&ouml;chte Kr&ouml;ter dieses Resultat des seit 1999 andauernden sozialdemokratischen Irrwegs m&ouml;glicherweise noch als sozialdemokratischen &ldquo;K&ouml;nigsweg&rdquo; hochjubeln? <\/em><\/p><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Prominente werben f&uuml;r hohe Wahlbeteiligung<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/d2.strcdn.de\/bilder\/Humor\/greserlenz\/greser_34_09_fitIn_615_425.jpg\" alt=\"\" title=\"\" width=\"475\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/kultur\/humor\/cartoons\/galerie\/1_greser-lenz\/633499.html\">Stern<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4170#h01\">Frankfurter Schul-PPP: Schlicht, aber p&uuml;nktlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h02\">Hartz-IV-Sanktionen in der Kritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h03\">INSM l&auml;sst den Osten bl&uuml;hen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h04\">Gei&szlig;ler hadert mit Schwarz-Gelb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h05\">Robert von Heusinger: Es lebe Tobin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h06\">Finanzministerium h&auml;lt Gutachten zur&uuml;ck <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h07\">Mit Online-Jobb&ouml;rse schneller zur Stelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h08\">Cayman-Inseln vor dem Staatsbankrott<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4170#h09\">Polit-Demontage, zweiter<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4170\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4170","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4170","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4170"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4170\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4170"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4170"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4170"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}