{"id":4172,"date":"2009-09-04T17:53:41","date_gmt":"2009-09-04T15:53:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4172"},"modified":"2009-09-04T17:54:09","modified_gmt":"2009-09-04T15:54:09","slug":"hinweise-des-tages-2-106","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4172","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>(AM)<\/p><p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4172#h01\">IMK: Steigende Einkommensungleichheit destabilisiert Weltwirtschaft <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h02\">Mit Gewalt r&uuml;ckw&auml;rts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h03\">Matschielanti? Links blinken, rechts abbiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h04\">K&ouml;der (Althaus)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h05\">L&uuml;becker Nachrichten zum Althaus-R&uuml;cktritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h06\">J&ouml;rges &ndash; die WebTV-Kolumne: Springt, Genossen! <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h07\">Lafontaine: Linke holt bei Bundestagswahl 10 Prozent plus X<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h08\">Facie prima &ndash; Heute: Der D&auml;monische, Oskar Lafontaine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h09\">Lebensversicherungen auf der Kippe <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h10\">Rentenrendite: Immer im gr&uuml;nen Bereich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h11\">Post streicht 560 Stellen wegen Arcandor-Insolvenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h12\">Unternehmen ist Datenschutz egal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h13\">PR-Arbeit von Unternehmen: &ldquo;T&auml;uschungen bringen nichts&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h14\">Der Patient ist eine Ware &ndash; und Politiker und &Auml;rztefunktion&auml;re vergie&szlig;en Krokodilstr&auml;nen<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4172&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>IMK: Steigende Einkommensungleichheit destabilisiert Weltwirtschaft <\/strong><br>\nDas IMK dokumentiert, wie sich in den vergangenen Jahrzehnten die Schere zwischen hohen und niedrigen Einkommen sowie zwischen Arbeitseinkommen einerseits und Einkommen aus Gewinen und Kapitalertr&auml;gen andererseits immer weiter ge&ouml;ffnet hat. Deutschland war traditionell egalit&auml;rer als viele andere Industriel&auml;nder, befindet sich aber heute, gemessen am Gini-Koeffizient, etwas &uuml;ber dem OECD-Durchschnitt, zeigt die IMK-Analyse. Seit dem Jahr 2000 haben &ldquo;in Deutschland Einkommensungleichheit und Armut st&auml;rker zugenommen als in jedem anderen OECD-Land&rdquo;, stellte die OECD j&uuml;ngst fest. Auch gemessen an anderen Ma&szlig;en wie der Lohnspreizung nahm die Ungleichheit in Deutschland sehr stark zu.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/impuls_2009_13_2.pdf\">B&ouml;ckler Impuls Ausgabe 13\/2009 [PDF &ndash; 164 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_41_2009.pdf\">B&ouml;ckler IMK Report Nr. 41 September 2009 [PDF &ndash; 300 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Ich weise auf diese interessante Studie hin, auch wenn ich den Zusammenhang zwischen schlimmer Einkommensverteilung und Finanzkrise so stringent nicht sehe. Aber ich m&ouml;chte den Disput vom Jahreswechsel nicht neu beleben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mit Gewalt r&uuml;ckw&auml;rts<\/strong><br>\nLATEINAMERIKA Condoleezza Rice prophezeite, Obamas Au&szlig;enpolitik werde kaum von jener Bushs in den letzten Jahren abweichen. Wie recht sie hat.<br>\n(&hellip;)\n<blockquote><p><em>Der Honeymoon zwischen Barack Obama und den rosaroten Regierungen Lateinamerikas ist noch schneller zu Ende gegangen als erwartet. Im April hatte Obama seinen KollegInnen noch Beziehungen auf Augenh&ouml;he versprochen. Mit dem nun beschlossenen Abkommen &uuml;ber den Zugang von US-Milit&auml;r zu sieben Basen in Kolumbien hat er nicht nur erkl&auml;rte Sozialisten wie den Venezolaner Hugo Ch&aacute;vez oder Evo Morales aus Bolivien vor den Kopf gesto&szlig;en, sondern selbst jene gem&auml;&szlig;igten Linken, die er eigentlich als B&uuml;ndnispartner gewinnen wollte &ndash; vor allem Brasiliens Staatschef Luiz In&aacute;cio Lula da Silva.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2009%2F09%2F03%2Fa0133&amp;cHash=5fae463849\">TAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Matschielanti? Links blinken, rechts abbiegen<\/strong><br>\nWof&uuml;r macht die SPD sich eigentlich die M&uuml;he, ein Wahlprogramm zu entwerfen, wenn sie dessen Inhalte nach den Wahlen immer wieder zugunsten der Option opfert, Juniorpartner in einer schwarz-roten Koalition zu werden? Im th&uuml;ringischen Wahlkampf blinkte die SPD links &ndash; Spitzenkandidat Christoph Matschie forderte nicht weniger als einen Systemwechsel f&uuml;r sein Land. Da die dauerschw&auml;chelnde SPD aber bestenfalls als Juniorpartner in einer Koalition mit der Union oder der Linken auf der Regierungsbank Platz nehmen kann, muss sie erw&auml;gen, unter welchem Partner sie m&ouml;glichst viele ihrer Ziele durchsetzen kann. Der W&auml;hler hat sein Kreuz bei der SPD schlie&szlig;lich nicht wegen Matschies sch&ouml;ner blauer Augen, sondern wegen der inhaltlichen Wahlversprechen gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=31062&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>K&ouml;der<\/strong><br>\nDas war ein echter Althaus. Ohne sich mit jemandem in seiner Partei abzusprechen, schmiss er die Sache hin. Diese Art von Entscheidungen waren von Anfang an sein Problem. So machte er auch lange Zeit Politik, mit der Folge, dass Beschl&uuml;sse immer wieder kassiert werden mussten. Das Land kostete diese Sprunghaftigkeit Millionen. Dennoch, dass Dieter Althaus gestern die Konsequenzen aus einer bitteren Wahlniederlage zog, war richtig. So konnte er noch bis zu diesem Punkt Herr des Verfahrens bleiben. Respekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.thueringer-allgemeine.de\/ta\/ta.standard.volltext.php?kennung=onkomtaHOMHomNational40057&amp;zulieferer=ta&amp;kategorie=KOM&amp;rubrik=Homepage&amp;region=National&amp;auftritt=TA&amp;dbserver=1%20\">Th&uuml;ringer Allgemeine<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>L&uuml;becker Nachrichten zum Althaus-R&uuml;cktritt<\/strong><br>\nBei seiner Flucht aus der politischen Verantwortung hat Althaus nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Landespartei, ja sogar der Kanzlerin geschadet. Noch am Tag zuvor hatte Angela Merkel dem fast schon autistisch agierenden Ministerpr&auml;sidenten noch einmal demonstrativ den R&uuml;cken gest&auml;rkt. Gestern Morgen erhielt sie eine Drei-Zeilen-R&uuml;cktrittserkl&auml;rung ihres eifrigsten Unterst&uuml;tzers. Althaus&rsquo; &uuml;berst&uuml;rzter R&uuml;ckzug beschwert auch die Kanzlerin drei Wochen vor einer Bundestagswahl, bei der l&auml;ngst noch keine Vorentscheidung zugunsten von Schwarz-Gelb gefallen ist. Angela Merkel ist zu Recht nerv&ouml;s, denn solche Ereignisse k&ouml;nnen auch f&uuml;r die Union insgesamt eine Spirale nach unten in Gang setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tlz.de\/tlz\/tlz.agenturticker.volltext.php?kennung=ontlzTICThema2Mantel1252001300&amp;zulieferer=tlz&amp;kategorie=TIC&amp;rubrik=Thema2&amp;region=Mantel&amp;auftritt=TLZ&amp;dbserver=1\">TLZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Solche Kommentare sind selten. In den meisten Kommentaren wird die menschliche und politische Trag&ouml;die hervorgehoben; Althaus wird als Ehrenmann dargestellt, der mit seinem R&uuml;cktritt die Partei und das Land rettet<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>J&ouml;rges &ndash; die WebTV-Kolumne: Springt, Genossen!<\/strong><br>\nDas Saarland k&ouml;nnte ein Signal liefern: ein rot-rot-gr&uuml;nes B&uuml;ndnis, erm&ouml;glicht durch Oskar Lafontaine. Tut es, meint Hans-Ulrich J&ouml;rges: Deutschland braucht eine linke Alternative.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wahl-2009\/video\/joerges-die-webtv-kolumne-springt-genossen-1506964.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Lafontaine Interview: Linke holt bei Bundestagswahl 10 Prozent plus X<\/strong><br>\nDirekt aus dem Saarland kommend empf&auml;ngt Oskar Lafontaine unsere Berliner Korrespondenten Stefan Vetter und Hagen Strauss in seinem Abgeordnetenb&uuml;ro des Bundestages. Der Vorsitzende der Linkspartei ist seit dem letzten Wahlsonntag ein gefragter Gespr&auml;chspartner, was ihn sichtlich mit Genugtuung erf&uuml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.saarbruecker-zeitung.de\/nachrichten\/titelseite\/aufmacher\/Interview-exklusiv-Oskar-Lafontaine-Saarland-Linke-Wahl-Saarbruecken-Linkspartei;art27856,3019688\">Saarbr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Facie prima<\/strong><br>\nHeute: Der D&auml;monische, Oskar Lafontaine<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2009\/09\/facie-prima.html\">ad-sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Lebensversicherungen auf der Kippe<\/strong><br>\nNiedrige Verzinsung, kaum Reserven, versteckte Risiken, Kundenflucht &ndash; Lebensversicherungen stehen unter Druck wie noch nie. Wird der Altersvorsorge-Klassiker zum Auslaufmodell?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/finanzen\/lebensversicherungen-auf-der-kippe-406846\/print\/\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em>Dagegen:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rentenrendite: Immer im gr&uuml;nen Bereich<\/strong><br>\nDie &ldquo;F&uuml;nf Wirtschaftsweisen&rdquo;, die Stiftung Warentest und die Deutsche Rentenversicherung haben unabh&auml;ngig voneinander gerechnet und sind zu dem gleichen Ergebnis gekommen: Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung k&ouml;nnen auch in Jahrzehnten noch mit einer deutlich positiven Rentenrendite rechnen. Nach aktuellen Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung betr&auml;gt die Rendite f&uuml;r ledige M&auml;nner, die im vergangenen Jahr in den Ruhestand getreten sind, etwa 3,5 Prozent. F&uuml;r Neurentnerinnen und verheiratete M&auml;nner liegt sie bei etwa 4,1 Prozent. Doch auch j&uuml;ngere Beitragszahler m&uuml;ssen sich um den Ertrag ihrer Einzahlungen keine Sorgen machen. Ledige M&auml;nner, die 2020 in Rente gehen, k&ouml;nnen eine Rendite von etwa 2,8 Prozent erwarten, Frauen und verheiratete M&auml;nner 3,3 Prozent. Selbst Versicherte, die heute noch keine 40 Jahre alt sind, machen ein rentables Gesch&auml;ft: Auch ihre Rentenrendite bleibt in dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung.\n<p>Ebenfalls g&uuml;nstig auf die Rentenrendite wirken sich die niedrigen Verwaltungskosten in der gesetzlichen Rentenversicherung aus. Die Deutsche Rentenversicherung gibt nur etwa 1,5 Prozent ihrer Beitragseinnahmen f&uuml;r die Verwaltung aus &ndash; erheblich weniger als private Versicherungsunternehmen. &ldquo;Der Vorteil der Rentenversicherung ist: Da h&auml;lt keiner zwischendrin die Hand auf und verdient mit&rdquo;, stellten auch die Fernsehjournalisten Dietrich Krau&szlig; und Ingo Blank bei ihren Recherchen f&uuml;r einen Film &uuml;ber die Folgen der j&uuml;ngsten Rentenreformen fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Rentenrendite-Immer-im-gruenen-Bereich.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Post streicht 560 Stellen wegen Arcandor-Insolvenz<\/strong><br>\nDie Deutsche Post DHL streicht wegen der Insolvenz des Handelunternehmens Arcandor insgesamt 560 Stellen. Betroffen seien 240 DHL-Stellen bei der Karstadt-Logistik in Unna und Holzwickede und weitere 320 DHL-Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r Quelle, sagte ein Sprecher der Post am Freitag. Derzeit sei nicht davon auszugehen, dass es zu einem weiteren Stellenabbau komme. Ob die Ma&szlig;nahme f&uuml;r die Sanierungspl&auml;ne ausreiche, h&auml;nge letztlich von der Zukunft bei Karstadt und Quelle ab. Mit DHL ist die Post bisher gr&ouml;&szlig;ter Logistikpartner von Arcandor und wickelt einen Gro&szlig;teil der Lagerhaltung und des Warentransports f&uuml;r Karstadt und Quelle ab. Rund 3000 DHL-Besch&auml;ftigte arbeiten in der Logistik direkt f&uuml;r Arcandor. Weitere rund 1000 Post-Mitarbeiter aus dem Brief- und Paketbereich erledigen Auftr&auml;ge etwa beim Versand von Katalogen und Paketen von Quelle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arbeitsrecht.de\/arbeitsrecht\/ticker\/ticker.php?ID=1180925953&amp;script=\/arbeitsrecht\/ticker\/wScripts\/nachricht_anzeigen.ws&amp;navid=1\">Arbeitsrecht-Newsticker<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Unternehmen ist Datenschutz egal<\/strong><br>\nVielen Firmen im Web scheren sich nicht um die Datenschutzgesetze, zeigt eine neue Studie. Kein Wunder, denn die zust&auml;ndigen Beh&ouml;rden sind mit der Kontrolle &uuml;berfordert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/schwerpunkt-ueberwachung\/artikel\/1\/unternehmen-ist-datenschutz-egal\/?type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>PR-Arbeit von Unternehmen: &ldquo;T&auml;uschungen bringen nichts&rdquo;<\/strong><br>\nMedienh&auml;user sparen, Journalisten bleibt weniger Zeit f&uuml;r Recherche: Hilft das den PR-Profis der Konzerne? Ein Interview mit dem Vorsitzenden des PR-W&auml;chterrats, Richard Gaul<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/text\/online\/2009\/36\/pr-arbeit-journalisten\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Patient ist eine Ware &ndash; und Politiker und &Auml;rztefunktion&auml;re vergie&szlig;en Krokodilstr&auml;nen<\/strong><br>\nBundesweit ist das Entsetzen dar&uuml;ber gro&szlig;, dass &Auml;rzte Kopfgelder f&uuml;r die Einweisung ihrer Patienten in bestimmte Kliniken von diesen Kliniktr&auml;gern erhalten haben. Von Ministerin Schmidt bis zum Kammerpr&auml;sidenten Hoppe sind alle ersch&uuml;ttert &uuml;ber das unethische Verhalten dieser &Auml;rzte. Dabei sind die jetzt bekannt gewordenen F&auml;lle nur das Symptom einer schon lange bestehenden Entwicklung: Seit Jahren wird das Gesundheitswesen kommerzialisiert, Krankheit ist immer mehr zur Ware geworden und der Arzt deren Verk&auml;ufer. In der irrigen Vorstellung, Konkurrenz k&ouml;nne die Kosten des Gesundheitswesens senken und zugleich die Qualit&auml;t der Versorgung steigern, wurden die Krankenkassen zu konkurrierenden Dienstleistungsunternehmen, die Krankenh&auml;user zu Anbietern von Gesundheitsleistungen und die &Auml;rzte zu Verk&auml;ufern m&ouml;glichst lukrativer medizinischer Leistungen. So ist es von der Politik gewollt. Wenn Gesundheit oder Krankheit zum Objekt von Profitinteressen werden, warum soll der Vermittler nicht auch profitieren? So mag die zynische Entschuldigung der Beteiligten klingen. Doch untergr&auml;bt die Annahme von Bestechungsgeldern und anderer geldwerter Vorteile massiv das vertrauensvolle Arzt-Patienten-Verh&auml;ltnis &ndash; und ist verwerflich. Wenn die Ministerin Schmidt und ihr Gesundheitsberater Lauterbach jetzt ihre Emp&ouml;rung &ouml;ffentlich lautstark formulieren, so ist das verlogen, denn schlie&szlig;lich sind sie f&uuml;r diese Entwicklungen mitverantwortlich. Gesundheit soll eine Ware sein und da ist die Verwertung des Patienten als gewinnbringendes Objekt nur konsequent. Krankenh&auml;user werden zu ruin&ouml;sem Wettbewerb gezwungen, bei dem nicht die &uuml;berleben sollen, die die beste Medizin f&uuml;r ihre Patienten bieten, sondern die die lukrativsten Patienten akquirieren und somit am besten wirtschaften k&ouml;nnen &ndash; und sei es durch Bestechung, um an diese Patienten zu kommen. Wir haben ein wirtschaftliches Umfeld, in dem ein Manager, der seinen Konzern mit 11 Milliarden &euro; Schulden hinterl&auml;sst, noch 50 Millionen &euro; Abfindung kassiert, ein anderer seinen Betrieb in die Insolvenz f&uuml;hrt und daf&uuml;r noch 15 Millionen &euro; erh&auml;lt. So funktioniert das System und wenn es &ndash; &uuml;brigens auch von vielen &Auml;rzten &ndash; so gewollt wird, dass &Auml;rzte den Managern gleichen, darf man sich nicht wundern &uuml;ber das, was nun &ouml;ffentlich wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdaeae.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=300&amp;Itemid=1\">Verein demokratischer &Auml;rztinnen und &Auml;rzte e.V.<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(AM)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4172#h01\">IMK: Steigende Einkommensungleichheit destabilisiert Weltwirtschaft <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h02\">Mit Gewalt r&uuml;ckw&auml;rts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h03\">Matschielanti? Links blinken, rechts abbiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h04\">K&ouml;der (Althaus)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h05\">L&uuml;becker Nachrichten zum Althaus-R&uuml;cktritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h06\">J&ouml;rges &ndash; die WebTV-Kolumne: Springt, Genossen! <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h07\">Lafontaine: Linke holt bei Bundestagswahl 10 Prozent plus X<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4172#h08\">Facie prima &ndash; Heute: Der<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4172\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4172","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4172"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4172\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}