{"id":4173,"date":"2009-09-07T09:20:49","date_gmt":"2009-09-07T07:20:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4173"},"modified":"2009-09-07T09:26:19","modified_gmt":"2009-09-07T07:26:19","slug":"hinweise-des-tages-970","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4173","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br>\nHeute zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4173#h01\">Als die Gr&uuml;nen die Heuschrecken f&uuml;tterten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h02\">Finanzminister-Treffen in London: G20 scheitern mit schneller Boni-L&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h03\">Merkel will sich um Steinbr&uuml;ck k&uuml;mmern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h04\">Gesundheitsreform sozial justieren: Zusatzbeitr&auml;ge m&uuml;ssen anteilig statt pauschal erhoben werden <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h05\">DGB Bayern: Wahlzeit &ndash; Arbeit darf nicht arm machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h06\">Gregor Gysi: &bdquo;Die SPD muss Kilometer auf uns zugehen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h07\">Neues aus Absurdistan: LG Hamburg versch&auml;rft Hosterhaftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h08\">Klimaschutz: Atomkraft ist keine Alternative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h09\">Massenprotest: &ldquo;Atomkraft? Nein danke&rdquo; ist wieder da<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h10\">Schranken f&uuml;r die Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h11\">SPD im Dauertief: Requiem f&uuml;r eine Volkspartei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h12\">St&ouml;rung der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h13\">Deutsche ohne Angst: Die Basis hei&szlig;t Vertrauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h14\">Sozialstaat: Westerwelle wettert gegen &ldquo;staatlich bezahlte Faulheit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h15\">REW l&auml;sst Azubis demonstrieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h16\">Haushaltsloch: Sparberater f&uuml;r R&uuml;sselsheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h17\">Wenn Arbeit knapp wird: Ist die Rente mit 67 noch zu halten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h18\">Lech-Stahlwerke: Unternehmer fordert: 48 Stunden in der Hitze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h19\">IG Metall: Schwarz-Gelb schadet dem Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h20\">Sachbuchtipp: Meinungsmache <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h21\">US-Gesundheitsreform: Ein zahnloser Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h22\">Tankwagen-Bombardierung in Afghanistan: Kollateralschaden oder Kriegsverbrechen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h23\">Ann&auml;herung an Putschregime in Honduras<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4173&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Als die Gr&uuml;nen die Heuschrecken f&uuml;tterten<\/strong><br>\nF&uuml;r die Krise an den Finanzm&auml;rkten machen die Gr&uuml;nen heute gierige Manager verantwortlich. Doch die Partei hatte selbst die Regeln f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte gelockert.<br>\nDas Urteil des Bremer Universit&auml;tsprofessors Rudolf Hickel ist eindeutig: &ldquo;Die Gr&uuml;nen waren nicht nur Mitl&auml;ufer, sondern Antreiber dessen, was sie heute kritisieren.&rdquo; Die wichtigsten gr&uuml;nen Wirtschafts- und Finanzpolitiker &ldquo;waren ja besessen von der Deregulierungsidee&rdquo;, sagt Hickel, &ldquo;die Debatte &uuml;ber Fehlentwicklungen wurde abgeblockt.&rdquo; Die jetzigen Parteiforderungen zu den Finanzm&auml;rkten findet Hickel zwar richtig. Doch er zweifelt: &ldquo;Ich h&auml;tte mehr Vertrauen, wenn die Gr&uuml;nen ihre Vergangenheit aufarbeiten und sich offen dazu bekennen, dass sie Mitt&auml;ter waren.&rdquo;<br>\n&ldquo;Es ist dringend notwendig, die deutschen Finanzm&auml;rkte anzupassen&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=hi&amp;dig=2009%2F09%2F05%2Fa0022&amp;cHash=5a739ff1d0\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Finanzminister-Treffen in London: G20 scheitern mit schneller Boni-L&ouml;sung<\/strong><br>\nDeutschland und Frankreich haben sich nicht durchsetzen k&ouml;nnen &ndash; beim Treffen der G-20-Finanzminister wurde die Entscheidung &uuml;ber eine Obergrenze f&uuml;r Banker-Boni verschoben. Damit ist klar: Das Thema kommt beim Gipfel in Pittsburgh erneut auf die Tagesordnung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-647221,00.html\">SpiegelOnline<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> Beim  Fernsehauftritt zur Bewertung des Ergebnisses tat Steinbr&uuml;ck so, als sei das Ergebnis ein Erfolg. &ndash; Dabei muss man noch bedenken, dass das Ganze eine Art Futter ist, das man der &Ouml;ffentlichkeit zum Fra&szlig;e hingeworfen hat. Mit Obergrenzen f&uuml;r Banker-Boni wird das Casino nicht geschlossen. Das m&uuml;sste aber das Ziel sein.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Merkel will sich um Steinbr&uuml;ck k&uuml;mmern<\/strong><br>\nSollte Schwarz-Gelb gewinnen, m&uuml;sste der jetzige Finanzminister wohl nicht auf die Oppositionsbank: Die Kanzlerin will ihn dann angeblich mit einem internationalen Spitzenjob versorgen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.netzeitung.de\/politik\/deutschland\/1453739.html\">Netzeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Welche Posten werden diskutiert?: Die Spitze des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) oder der Job von G&uuml;nter Verheugen, Vizepr&auml;sident der Europ&auml;ischen Kommission, zust&auml;ndig f&uuml;r Unternehmen und Industrie.<br>\nDa kann es Steinbr&uuml;ck doch herzlich egal sein, wie die SPD-Mitglieder &uuml;ber seine Arbeit denken. Darauf sei hingewiesen, wer die Vorstellung, <a href=\"?p=4169\">die SPD-Spitze arbeite f&uuml;r andere<\/a>, f&uuml;r absonderlich h&auml;lt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gesundheitsreform sozial justieren: Zusatzbeitr&auml;ge m&uuml;ssen anteilig statt pauschal erhoben werden<\/strong><br>\nFinanzkrise, leere Kassen und ein Bundesdarlehen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) werden jede neue Regierung zum raschen Handeln zwingen. Wirtschaftsforscher sch&auml;tzen ein Defizit von knapp 11 Milliarden Euro f&uuml;r die GKV in 2009 und 2010. Angesichts der immensen Staatsverschuldung ist nicht zu erwarten, dass dieses Defizit aus Steuermitteln oder &uuml;ber eine Erh&ouml;hung des Einheitsbeitragssatzes ausgeglichen wird.<br>\nDamit bleiben als Finanzierungsquelle nur noch die allein durch die Versicherten aufzubringenden Zusatzbeitr&auml;ge &uuml;brig. Mittlerweile ist fast allen politisch Verantwortlichen klar, dass Zusatzbeitr&auml;ge bei den meisten Kassen zur Realit&auml;t der Jahre 2010 und sp&auml;ter werden. Anders ist die gro&szlig;e Unterfinanzierung der GKV angesichts von Wirtschaftkrise und Staatsschulden kaum in den Griff zu bekommen. Dann h&auml;tten wir sie aber, die von der CSU dankenswerterweise abgelehnte Kopfpauschale. Nach der Wahl wird deshalb die politische Debatte &uuml;ber die Finanzierung neu gef&uuml;hrt werden m&uuml;ssen. Von Herbert Rebscher, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Angestellten- Krankenkasse DAK.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bayernkurier.de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=24038&amp;Itemid=\">Bayernkurier<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.W.:<\/strong> Wahlkampfhilfe f&uuml;r die CSU vom Vorstandsvorsitzenden der DAK.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Au&szlig;erdem: Ein gehaltsabh&auml;ngiger Zusatzbeitrag ist sicher besser als ein Pauschalbeitrag. Doch der eigentliche Skandal besteht darin, dass die Arbeitgeber mit jeder Erh&ouml;hung des Zusatzbeitrags aus der parit&auml;tischen Finanzierung schrittweise entlassen werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>DGB Bayern: Wahlzeit &ndash; Arbeit darf nicht arm machen<\/strong><br>\nDie Bundestagswahl steht kurz bevor. Zentrale Themen der Gewerkschaften sind Leiharbeit und Niedriglohn. Was sagen wir? Was sagen die Parteien?<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090907_Wahlzeit09_Arbeitsmarkt.pdf\">DGB Bayern [PDF &ndash; 456 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gregor Gysi: &bdquo;Die SPD muss Kilometer auf uns zugehen&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;.. wir m&uuml;ssen auf die SPD nur ein paar Schritte zugehen, sie auf uns aber ein paar Kilometer. Wenn die SPD in der Konsensso&szlig;e bleibt, ist eine Zusammenarbeit ausgeschlossen. Wir k&ouml;nnen nicht Ja und Amen zu Afghanistan, der Rente ab 67 oder der Agenda 2010 sagen, das m&uuml;ssen die Sozialdemokraten begreifen. Dann w&auml;ren wir von einem auf den anderen Tag &uuml;berfl&uuml;ssig, eine f&uuml;nfte neoliberale Fraktion wollen die Menschen nicht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~E35196158DEAE4C5C8E591D0051382D9C~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Nett, wie Gysi naive Interviewer immer wieder locker auflaufen l&auml;sst:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>FAZ: Aber die Menschen wollen Vorschl&auml;ge, die gegenfinanziert sind &ndash; woher soll das Geld f&uuml;r die Versprechungen der Linkspartei denn kommen? Das m&uuml;ssen Sie mir einmal vorrechnen &hellip;<\/p>\n<p>Gysi: Das ist doch ganz klar: Wir haben Steuerver&auml;nderungen vorgeschlagen, die j&auml;hrlich 160 bis 190 Milliarden Euro Mehreinnahmen bringen. Dagegen stehen Ausgaben von j&auml;hrlich 140 bis 160 Milliarden &ndash; das rechnet sich ganz hervorragend. Aber man muss eben den Mut zum Umverteilen haben, und zwar nicht von unten nach oben wie bei Gerhard Schr&ouml;der und Angela Merkel, sondern umgekehrt. Schr&ouml;der hat die SPD entsozialdemokratisiert und Dinge gemacht, von denen Helmut Kohl nicht einmal tr&auml;umte.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neues aus Absurdistan: LG Hamburg versch&auml;rft Hosterhaftung<\/strong><br>\nWie telemedicus.info berichtet, hat das Landgericht Hamburg, seit Jahren bundesweit ber&uuml;chtigt f&uuml;r meinungsfreiheitsfeindliche Entscheidungen, einen Webhoster in die Pflicht genommen, Ver&ouml;ffentlichungen eines Kunden selbst im rechtlich umstrittenen Zweifelsfall zu zensieren.<br>\nDas Gericht verlangt sogar vom Webhoster, eine entsprechende Zensur-Infrastruktur zu schaffen.<br>\nMit dieser Attacke setzt das in diesem Fall zwar in anderer Zusammensetzung und sogar auf Gehei&szlig; des Hamburgischen, Hanseatischen Oberlandesgerichtes handelnde, aber sonst regelm&auml;&szlig;ig unter dem Vorsitz von Richter Buske tagende Gericht seine seit geraumer Zeit vom fr&uuml;heren DDR-B&uuml;rgerrechtler Rolf Sch&auml;like auf seiner Webseite buskeismus.de dokumentierte absurde Rechtssprechung fort.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-blog.de\/41902\/neues-aus-absurdistan-lg-hamburg-verscharft-hosterhaftung\">T-Blog<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Klimaschutz: Atomkraft ist keine Alternative<\/strong><br>\nKernkraft als Klimaretter? Das &Ouml;ko-Institut positioniert sich in der aktuellen Debatte: In der Brosch&uuml;re &ldquo;Streitpunkt Kernenergie&rdquo; werden die Argumente im Streit um die R&uuml;ckkehr zur Atomenergie beleuchtet. Die Publikation &ndash; finanziert von der Stiftung Zukunftserbe &ndash; richtet sich an Fachexperten, Politiker, Journalisten und andere Interessierte.<br>\nAtomenergie kann nur einen geringen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Weltweit wird mit Kernenergie rund 15 Prozent des Strombedarfs produziert, insgesamt rund sechs Prozent des globalen Prim&auml;renergie-Verbrauchs. &ldquo;Nur wenn die bestehenden 436 Atommeiler auf 1000 bis 1500 neue Anlagen ausgebaut w&uuml;rden, k&ouml;nnte Kernenergie &uuml;berhaupt eine wichtige Rolle beim Klimaschutz spielen&rdquo;, betont der Kernenergie-Experte aus dem &Ouml;ko-Institut Dr. Christoph Pistner. Doch die Uranreserven sind begrenzt: Bei einer Verdopplung der Nuklearkapazit&auml;ten in den n&auml;chsten 40 Jahren w&auml;ren die Uranvorr&auml;te bald ersch&ouml;pft. Zudem stehen den Ausbauszenarien erhebliche &ouml;kologische, sicherheitspolitische und wirtschaftliche Bedenken entgegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news331222\">Informationsdienst Wissenschaft e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Massenprotest: &ldquo;Atomkraft? Nein danke&rdquo; ist wieder da<\/strong><br>\nRund 50.000 Menschen aus ganz Deutschland haben am Samstag in Berlin f&uuml;r einen konsequenten Ausstieg aus der Atomenergie und gegen das Endlager in Gorleben demonstriert. Es war die gr&ouml;&szlig;te Anti-Atomkraft-Demo seit &uuml;ber 20 Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/top_news\/1925473_Massenprotest-Atomkraft-Nein-danke-ist-wieder-da.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schranken f&uuml;r die Bundeswehr<\/strong><br>\nEs weht der kalte Wind einer weitgehenden Domestizierung der demokratischen, liberalen und b&uuml;rgerlichen Freiheiten. Die Militarisierung der Au&szlig;enpolitik wird von einer Militarisierung der Innenpolitik flankiert, die an Verh&auml;ltnisse erinnern l&auml;sst, die es zuletzt im Preu&szlig;en-Deutschland des Kaiserreichs gab.<br>\nEins&auml;tze im Innern haben Tradition in Deutschland. Alle Gro&szlig;st&auml;dte geben Zeugnis davon, Berlin, Hamburg oder M&uuml;nchen. Wir m&ouml;gen uns heutzutage &uuml;ber die breiten Prachtstra&szlig;en freuen wie &uuml;ber die Dachauer- oder Ludwigstra&szlig;e. Eine ihrer politisch zentralen Aufgaben war, Im Fall von Unruhen oder Streiks schnellstm&ouml;glich der Armee den Zugang in die St&auml;dte zu sichern.<br>\nQuelle: <a href=\"upload\/pdf\/090907_Detlef_Bald.pdf\">Rede von Detlef Bald, Milit&auml;rhistoriker, auf der Veranstaltung &ldquo;Schranken f&uuml;r die Bundeswehr&rdquo; der Initiative &ldquo;Rettet die Grundrechte&rdquo; am 21. Juli im M&uuml;nchner Gewerkschaftshaus [PDF &ndash; 508 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>SPD im Dauertief: Requiem f&uuml;r eine Volkspartei<\/strong><br>\nWie M&uuml;ntefering sagte: &bdquo;Der Fehler ist gemacht.&ldquo; Der Fehler war aber nicht Becks Brimborium, sondern die Agenda. Die SPD konnte Schr&ouml;ders Reformpolitik nicht ertragen. Obwohl sie richtig war. Vielleicht sogar, weil sie richtig war. Die Folgen jedenfalls sind nun nicht mehr r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen. Und deshalb war die Agenda falsch, jedenfalls wenn man als Ma&szlig;stab den Wunsch nach Erhalt der SPD als Volkspartei zugrunde legt. Egal. Das Kapitel ist geschrieben, es wird in den Wahlen dieser Wochen gerade geschlossen.<br>\nMan sollte den Linksparteilinken gut zuh&ouml;ren: Lafontaine, Bisky, Ramelow. Deren Aussagen durchzieht so etwas wie ein solides Selbstbewusstsein, es ist ihnen die Gewissheit anzuh&ouml;ren, abzulauschen, dass sie die SPD realistischer sehen als die sich selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub4D6E6242947140018FC1DA8D5E0008C5\/Doc~E3D569FA6106B436990B38227406C30E0~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Abgesehen von der Verteidigung der Agenda 2010 und der H&auml;me gegen finanziell Schwache eine realistische Lagebeschreibung der SPD.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>St&ouml;rung der Demokratie<\/strong><br>\nViele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger vertrauen den Verfassungsgerichten ihrer L&auml;nder mehr als den Parteien, Parlamenten und Regierungen. Umfragen best&auml;tigen regelm&auml;&szlig;ig diesen Vertrauensvorschuss. Auch die Europ&auml;ische Union (EU) verf&uuml;gt &uuml;ber ein Gericht, dessen Aufgaben mit denen nationaler Verfassungsgerichte vergleichbar sind: den Europ&auml;ischen Gerichtshof (EuGH) mit Sitz in Luxemburg. Doch gerade das h&ouml;chste europ&auml;ische Gericht sah sich in den vergangenen Jahren zunehmender Kritik ausgesetzt. Mit seinen Urteilen mische sich der EuGH immer mehr in die Angelegenheiten der Mitgliedstaaten ein und untergrabe damit den politischen Gestaltungsspielraum der demokratisch legitimierten nationalen Regierungen, sagen die Kritiker.<br>\nIm Gegensatz zu marktschaffender und marktbef&auml;higender Politik kann marktkorrigierende Politik auf europ&auml;ischer Ebene nicht vom EuGH durchgesetzt werden. Ein gesamteurop&auml;isches  Fl&auml;chentarifvertragssystem etwa, europ&auml;ische Mitbestimmungsrechte oder gar ein europ&auml;isches Sozialversicherungssystem k&ouml;nnten nur durch die Politik geschaffen werden &ndash; was angesichts h&ouml;chst heterogener Interessenlagen der Mitgliedstaaten, unterschiedlicher Ausgestaltungen nationaler Arbeits- und Sozialverfassungen und unterschiedlicher Wohlstandsniveaus mittelfristig nicht realistisch erscheint.<br>\nDie Folge ist: Eine ungebremst expansive EuGH-Rechtsprechung beg&uuml;nstigt die Entstehung einer europ&auml;ischen Marktgesellschaft, erg&auml;nzt durch marktbef&auml;higend wirkende europ&auml;ische Antidiskriminierungsregeln. Marktkorrigierende Regeln bleiben aber auf die mitgliedstaatliche Ebene beschr&auml;nkt und laufen zunehmend Gefahr, vom europ&auml;ischen Recht als St&ouml;rungen des freien Binnenmarkts verworfen zu werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/publikation\/pdf\/wm125\/6-8.pdf\">Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung [PDF &ndash; 50 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Deutsche ohne Angst: Die Basis hei&szlig;t Vertrauen<\/strong><br>\nTrotz Krise haben die Deutschen keine Angst. Das ist ein Signal. Dieses Land ist weder radikal noch extremistisch. Es ist in seiner &uuml;berragenden Mehrheit von der Erfahrung gepr&auml;gt, dass die demokratischen Institutionen verl&auml;sslich sind. Dass es so bleibt, liegt in der Verantwortung derer, auf die die B&uuml;rger schauen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/Titelseite-Wirtschaftskrise-Finanzkrise;art692,2892699?_FRAME=33&amp;_FORMAT=PRINT\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Der Autor wundert sich, weil er wei&szlig;, dass wir gut Gr&uuml;nde h&auml;tten Angst zu haben. In der deutschen Unaufgeregtheit einen Vertrauensbeweis in die demokratischen und gesellschaftlichen Institutionen zu sehen, ist ziemlich weit hergeholt. Tragen doch Politik und Medien als gar nicht so verantwortungsvolle Institutionen dazu bei, einen dichten Schleier &uuml;ber die Realit&auml;t zu legen bzw. die deutsche Bev&ouml;lkerung mehr oder weniger zu sedieren &ndash; besonders gut in aktuellen Nicht-Wahlkampf zu beobachten. Nach der Wahl die Sintflut, Hauptsache das bestehende Machtgef&uuml;ge bleibt in etwa bestehen. Dabei sprechen etliche Fakten daf&uuml;r, dass Deutschland von eben diesen M&auml;chten in eine noch gar auszulotende Krise gef&uuml;hrt wurde &ndash; Weltwirtschaft hin oder her.<br>\nNehmen wir den Arbeitsmarkt. Da geht&nbsp; es nicht nur, wie auch&nbsp; in Artikel einger&auml;umt, um die die Modifizierung des Kurzarbeitergelds. Dennoch muss man das einmal verinnerlichen: Im Juni hatten wir 1,43 Millionen Kurzarbeiter in rund 50 000 Betrieben. Die damit weggefallene Arbeitszeit entsprach etwa 500 000 Vollzeitstellen. Zwar k&ouml;nnen die Unternehmen bis zu zwei Jahre lang Kurzarbeitergeld bekommen, doch die meisten haben die Unterst&uuml;tzung zun&auml;chst nur f&uuml;r wenige Monate beantragt. Im Herbst laufen viele Antr&auml;ge aus, sollten die Unternehmen die wirtschaftlichen Aussichten&nbsp; als schlecht einsch&auml;tzen, sind viele Kurzarbeiter weg vom Fenster und die Arbeitslosenzahl d&uuml;rfte rasant ansteigen. Die offizielle Zahl der Arbeitslosen lag im August bei 3,5 Millionen. Dir Regierungsparteien lassen dabei gerne unerw&auml;hnt, dass das tats&auml;chliche Ausma&szlig; der Unterbesch&auml;ftigung bei 4,5 Millionen liegt. Aus der Arbeitslosenstatistik f&auml;llt n&auml;mlich heraus, wer sich n&auml;mlich weiterbildet, einen Ein-Euro-Job annimmt, krank wird oder mit Hilfe von Staatszusch&uuml;ssen versucht, sich selbst&auml;ndig zu machen, obwohl er aktiv nach einer Erwerbsm&ouml;glichkeit sucht. Dazu kommen noch&nbsp; 600.000 der stillen Reserve, Menschen die keine Besch&auml;ftigung haben, grunds&auml;tzlich aber erwerbsbereit w&auml;ren und aus den verschiedensten Gr&uuml;nden nicht in der Arbeitslosenstatistik erscheinen. Hinzukommen noch gravierende strukturelle Verschiebungen am Arbeitsmarkt mit einer skandal&ouml;sen Ausweitung des Niedriglohnsektors, der Zunahme der Leiharbeit und der Verweigerung eines generellen Mindestlohnes, was in der Summe Ausbeutung zu einem festen Bestandteil der deutschen Arbeitswelt macht.<br>\nDie wirtschaftlichen Aussichten selbst sind grottenschlecht. Das von der Regierung vielbejubelte Wirtschaftswachstum des BIP um 0,3 Prozent im 2. Quartal 2009 im&nbsp; Vergleich zum Vorquartal, kann nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass das BIP gegen&uuml;ber dem Vorjahresquartal&nbsp; um sage und schreibe 7,1 Prozent gesunken ist. Da kann sich jeder ausrechnen, wie viel Mal das Quartal&nbsp; um 0,3 Prozent&nbsp; wachsen muss, um das auszugleichen. Und die gro&szlig;e Welle der Pleiten und Insolvenzen in der Industrie kommt erst noch. &ndash; Und der Finanzsektor, da herrscht anscheinend nach dem Untersuchungsausschuss zur HRE (von einer Untersuchung zu sprechen ist nat&uuml;rlich ein Witz) die gro&szlig;e Ermattung. Wer meint, da t&auml;te sich viel au&szlig;er gro&szlig; herausgebrachten Ank&uuml;ndigungen, braucht sich nur die Ergebnisse des Finanzministergipfels am Wochenende anzuschauen. Auch die Schrottpapiere werden uns nicht loslassen, ca. ein Drittel des weltweit vorhandenen M&uuml;lls lagern in den Depots deutscher Banken.<br>\nIch wundere mich auch &uuml;ber die Gelassenheit des deutschen B&uuml;rgers, aber aus anderen Gr&uuml;nden als der Tagesspiegel. Der B&uuml;rger und, hoffentlich noch rechtzeitig, der W&auml;hler hat allen Grund, dem &bdquo;Katastrophenverhinderungsmanagement der Bundesregierung&ldquo; tiefes Misstrauen entgegen zu bringen. Die Bundesregierung ist n&auml;mlich gro&szlig; im &bdquo;Katastrophenwahrnehmungsverhinderungsmanagement&ldquo;, denn die meisten Deutschen wissen n&auml;mlich mitnichten &bdquo;ganz genau, wie ernst die Lage ist&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sozialstaat: Westerwelle wettert gegen &ldquo;staatlich bezahlte Faulheit&rdquo;<\/strong><br>\nDer Ton im Wahlkampf wird h&auml;rter: FDP-Chef Westerwelle k&uuml;ndigt f&uuml;r den Fall einer Regierungsbeteiligung scharfe Korrekturen in der Sozialpolitik an. Erwerbslose, die zugleich schwarzarbeiten, seien &ldquo;unertr&auml;glich&rdquo;. Gewerkschaften und SPD reagieren emp&ouml;rt.<br>\nBerlin\/Saarbr&uuml;cken &ndash; Es ist ein klassisches Thema der Liberalen, im Wahlkampf kommt es nun wieder auf die Agenda: der angebliche Sozialmissbrauch in Deutschland. FDP-Chef Guido Westerwelle sagte der &ldquo;Saarbr&uuml;cker Zeitung&rdquo;, im Falle eines Wahlsiegs werde seine Partei scharfe Korrekturen in der Sozialpolitik vornehmen.<br>\n&ldquo;Die Treffsicherheit des Sozialstaates muss gr&ouml;&szlig;er werden&rdquo;, sagte Westerwelle. &ldquo;Es gibt kein Recht auf staatlich bezahlte Faulheit.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-647207,00.html\">SpiegelOnline<\/a>\n<p><em><strong>Kommentar AM:<\/strong> So &auml;u&szlig;ert sich der Vorsitzende einer Partei, die w&auml;hrend ihres ganzen politischen Lebens zum gr&ouml;&szlig;eren Teil die Partei f&uuml;r die Durchsetzung von Einzelinteressen war. Allerdings waren das gr&ouml;&szlig;ere und m&auml;chtigere Interessen als die Bezieher von Hartz IV, die Westerwelle jetzt anzugreifen versucht. &ndash; Das ist einfach nur ein mieses St&uuml;ck. Man wundert sich, dass so viele Menschen diesem Verein hinterher laufen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>REW l&auml;sst Azubis demonstrieren<\/strong><br>\nLaut eines Artikels auf taz.de stellt der Energiekonzern RWE seine Auszubildende frei, um morgen an einer Pro-Atom-Demo in Biblis teilzunehmen. Diese soll einen Tag vor der Anti-Atom-Demo &ldquo;Mal richtig abschalten!&rdquo; stattfinden. RWE scheut keine Kosten und M&uuml;hen und will die Azubis mit Bussen nach Biblis bringen lassen. Der taz-Artikel zeigt, dass von den Azubis sehr wohl die Teilnahme an der Demo erwartet wird. Angesichts ihres Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnisses gegen&uuml;ber dem Unternehmen kann also nicht von rein freiwilligem Engagement der Azubis ausgegangen werden.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2009\/09\/rwe-lasst-azubis-demonstrieren\/\">LobbyControl<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/rwe-laesst-demonstrieren\/?type=98\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Wer in Zukunft aus eigener &Uuml;berzeugung demonstriert, wird das dann zus&auml;tzlich auf das Transparent schreiben m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Haushaltsloch: Sparberater f&uuml;r R&uuml;sselsheim<\/strong><br>\nAngesicht von 300 Millionen Euro Schulden setzt R&uuml;sselsheim auf das Wissen externer Berater. Ein vierk&ouml;pfiges Expertenteam um den selbstst&auml;ndigen Berater f&uuml;r Kommunen, G&uuml;nter Tebbe, soll Magistrat und Parlament beim Abtragen des Schuldenbergs begleiten. Der Posten im Haushalt f&uuml;r externe Beratungen muss hierf&uuml;r von 20 000 auf 50 000 Euro aufgestockt werden. Das Gremium besteht neben Tebbe aus Annette Fugmann-Heesing, die bereits hessische Finanzministerin und Berliner Finanzsenatorin war. Au&szlig;erdem sind der Marketingfachmann Florian Birk vom Verband Stadt- und Citymanagement sowie Carsten Gro&szlig;e-Starmann, Fachmann f&uuml;r kommunale Steuerung, dabei. Gruppenleiter Tebbe war unter anderem K&auml;mmerer in Herford. Das Team will eng mit Magistrat, Verwaltung und Parlament zusammenarbeiten und die Strukturen in R&uuml;sselsheim so ver&auml;ndern, dass sich die finanzielle Lage verbessert. Schon in den n&auml;chsten Tagen soll es laut Tebbe erste Gespr&auml;che mit dem Magistrat und den Fraktionsvorsitzenden geben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1893033&amp;em_loc=3375&amp;em_ref=\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/kreis_gross_gerau\/&amp;em_ivw=fr_grossgera\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> G&uuml;nter Tebbe ist Spezialist f&uuml;r &bdquo;Strategische Steuerung und Finanzen&ldquo; bei der Bertelsmann Stiftung. Annette Fugmann-Heesing ist eine der gr&ouml;&szlig;ten Privatisierungs-Koriph&auml;en. Da sind die Bef&uuml;chtungen von Kritikern sicher nicht unberechtigt. Jetzt fehlt eigentlich nur noch Arvato.<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1922504&amp;em_loc=3375&amp;em_ref=\/frankfurt_und_hessen\/nachrichten\/kreis_gross_gerau\/&amp;em_ivw=fr_grossgera\">Frankfurter Rundschau<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann-stiftung.de\/cps\/rde\/xchg\/SID-5898F43B-B541D542\/bst\/hs.xsl\/37170.htm\">Bertelsmann Stiftung<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-139332,00.html\">Spiegel<\/a><br>\nQuelle 5: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,druck-139412,00.html\">Spiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wenn Arbeit knapp wird: Ist die Rente mit 67 noch zu halten?<\/strong><br>\nDie Rente mit 67 oder gar 69, wie sie aktuell von der Bundesbank vorgeschlagen wurde, l&ouml;st heftige Diskussionen aus. &ldquo;Zutiefst unsozial&rdquo; sei sie, wettern die einen und fordern f&uuml;r das Jahr 2010 eine &Uuml;berpr&uuml;fung der Altersanhebung.<br>\nAndere wiederum begr&uuml;&szlig;en sie als notwendige Antwort auf die demografische Entwicklung, in der nicht allein die jungen Arbeitnehmer den Wohlstand unserer Gesellschaft sichern k&ouml;nnen.&nbsp; Tats&auml;chlich scheint gerade in Zeiten wie diesen, in denen die Arbeitspl&auml;tze wieder knapp werden, scheint das Ziel einer Verrentung mit 67 kaum noch durchsetzbar zu sein, wenn gleichzeitig auch junge Menschen wieder verst&auml;rkt arbeitslos werden. Doch kann man heute tats&auml;chlich schon &uuml;berblicken, wie die Arbeitsmarktlage in wenigen Jahren aussehen wird? Die Anhebung des Rentenalters wird 2012 beginnen. Dann werden Arbeitnehmer des Jahrgangs 1947 einen Monat l&auml;nger arbeiten m&uuml;ssen. Im Jahr 2029 wird die Anhebung des Rentenalters durch den kontinuierlichen Anstieg ihre volle Wirkung entfaltet haben.<br>\nWerden also zuk&uuml;nftig immer mehr Alte die Arbeitspl&auml;tze der Jungen blockieren? Oder werden angesichts einer sich erholenden Konjunkturlage in einigen Jahren schon die Arbeitgeber so h&auml;nderingend nach qualifizierten Arbeitskr&auml;ften suchen, dass Jung und Alt harmonisch zusammenfinden? In der Lebenszeit diskutieren wir das F&uuml;r und Wider eines Gesellschaftsentwurfs, in dem die Rente mit 67 oder gar 69 beginnen soll. Bedeutet eine l&auml;ngere Lebensarbeitszeit wom&ouml;glich auch l&auml;ngere gesellschaftliche Teilhabe, mehr Lebensqualit&auml;t und mehr Generationengerechtigkeit? Wir reden dar&uuml;ber, was Arbeitgeber und Arbeitnehmer tun k&ouml;nnen, damit in einer &auml;lter werdenden Gesellschaft Menschen l&auml;nger fit und leistungsf&auml;hig bleiben.\n<p>Es diskutieren:<\/p>\n<ul>\n<li>Tabea Bucher-Koenen, Mannheim Research Institute for the Economics of Aging (MEA)<\/li>\n<li>R&uuml;diger Hoffmann, Leiter Betriebssicherheitsmanagement der RWE Rhein-Ruhr Aktiengesellschaft<\/li>\n<li>Andreas Schmidt, Abteilungsleiter Sozialpolitik beim DGB<\/li>\n<li>Dr. Katja Patzwald, Jacobs-University Bremen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/lebenszeit\/1025986\/\">Deutschlandradio (Einleitungstext)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/ondemand-mp3.dradio.de\/file\/dradio\/2009\/09\/04\/dlf_20090904_1010_6316a906.mp3\">Deutschlandradio (Audio-Podcast, mp3, ca. 70 min., ca. 31,4 MB)<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Der Sender leistet mal wieder ganze Arbeit und bietet eine 70min&uuml;tige verkappte Dauerwerbesendung f&uuml;r kommerzielle Altersvorsorge, bei der zur Auflockerung er&ouml;rter wird, wie Menschen m&ouml;glichst lange am Arbeitsplatz gesund bleiben k&ouml;nnen.<br>\nUm 10:44 Uhr &ndash; die Sendung lief eine knappe halbe Stunde netto &ndash; schrieb ich folgenden Leserbrief:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Guten Morgen, <\/p>\n<p>die Hauptprofiteure des Renteneintrittsalters 67 und der damit verbundenen privaten Altersvorsorge sind die Versicherungskonzerne.<br>\nBitte informieren Sie Ihre H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer dar&uuml;ber, dass das Forschungsinstitut MEA (Mannheimer Forschungsinstitut &Ouml;konomie und Demographischer Wandel \/ Mannheim Research Institute for the Economics of Aging) teilweise von der Versicherungswirtschaft finanziert wird und demnach kein unabh&auml;ngiges Forschungsinstitut ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mea.uni-mannheim.de\/mea_neu\/start.php?page=standard_print&amp;language=D&amp;printpage=about\">MEA<\/a><\/p>\n<p>MEA ist ein universit&auml;res Forschungsinstitut der Abteilung Volkswirtschaftslehre in der Universit&auml;t Mannheim. Seine Finanzierung besteht aus vertraglichen Grundmitteln (10 Jahre Laufzeit) und kompetitiven Drittmitteln (variable Laufzeiten). Derzeit machen die Grundmittel etwa 40 Prozent des Budgets und die Drittmittel etwa 60 Prozent aus. Die Tr&auml;ger der Grundfinanzierung sind zu gleichen Teilen das Land Baden-W&uuml;rttemberg und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.<\/p>\n<p>Die H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer sind auf diese Information angewiesen, um die Aussagen von Frau Bucher-Koenen vom MEA einordnen zu k&ouml;nnen. Dieses Problem betrifft auch andere Forschungseinrichtungen, z.B. das Forschungszentrum Generationenvertr&auml;ge von Prof. Bernd Raffelh&uuml;schen (nebenbei Aufsichtsrat bei der ERGO-Versicherung und Berater des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vwl.uni-freiburg.de\/fakultaet\/fiwiI\/fzg\/verein\/sponsoren.html\">Forschungszentrum Generationenvertr&auml;ge<\/a><\/p>\n<p>Ein weiteres Beispiel ist das Deutsche Institut f&uuml;r Altersvorsorge, das von der Deutschen-Bank-Gruppe finanziert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dia-vorsorge.de\/institut.htm\">Deutsches Institut f&uuml;r Altersvorsorge <\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Wenige Minuten sp&auml;ter gelang es mir beim ca. 50. Versuch, unter der angegebenen Nummer telefonisch die Sendeleitung zu erreichen. Als ich dem Redaktionsmitarbeiter mein Anliegen schilderte, notierte er zwar meine Telefonnummer, machte aber auf mich einen skeptischen Eindruck. Ein R&uuml;ckruf erfolgte nat&uuml;rlich nicht, die E-Mail wurde nicht vorgetragen und das Radiopublikum wurde auch sonst nicht &uuml;ber die Interessenverflechtung in Kenntnis gesetzt. F&uuml;r mich bleibt beim H&ouml;ren der Sendung der Verdacht, dass H&ouml;rerinnen und H&ouml;rer anhand ihrer &Auml;u&szlig;erung bewusst aussortiert werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Lech-Stahlwerke: Unternehmer fordert: 48 Stunden in der Hitze<\/strong><br>\n48 Stunden in der Woche sollen die 730 Besch&auml;ftigten der Lech-Stahlwerke (LSW) in Meitingen k&uuml;nftig arbeiten &ndash; das w&auml;ren 8,5 Stunden mehr ohne Lohnausgleich. So lautet die Forderung von Unternehmer Max Aicher, der zusammen mit zwei seiner T&ouml;chter das Werk im Landkreis Augsburg besitzt. Eine bundesweit wohl einmalige Forderung, meint die IG Metall in Augsburg und spricht von einer &bdquo;Unversch&auml;mtheit&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/Home\/Nachrichten\/Wirtschaft\/Artikel,-48-Stunden-in-der-Hitze-_arid,1852959_regid,2_puid,2_pageid,4557.html\">Augsburger Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>IG Metall: Schwarz-Gelb schadet dem Land<\/strong><br>\nSchwarz-Gelb schade dem Land und bedeute soziale K&auml;lte. &ldquo;Das w&auml;re die schlechteste aller Regierungskonstellationen f&uuml;r die n&auml;chsten vier Jahre&rdquo;, sagte der Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, am Samstag im Frankfurt bei der Hauptveranstaltung seiner Gewerkschaft im Bundestagswahlkampf. Der DGB will nach Angaben seines Vorsitzenden Michael Sommer eine Koalition aus Union und FDP verhindern. &ldquo;Schwarz-Gelb w&uuml;rde Deutschland schaden&rdquo;, sagte er der &ldquo;Passauer Neuen Presse&rdquo;. &ldquo;Wirtschaft, Union und FDP in einem Boot &ndash; das bedeutet soziale K&auml;lte. Wer in der Krise massive Steuersenkungen verspricht, der will den Staat auspl&uuml;ndern und handlungsunf&auml;hig machen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/1\/0,3672,7872897,00.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Sachbuchtipp: Meinungsmache <\/strong><br>\nIn der Sendung bookmark auf 3.sat:<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/dynamic\/sitegen\/bin\/sitegen.php?tab=2&amp;source=\/bookmark\/137271\/index.html\">3sat<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>US-Gesundheitsreform: Ein zahnloser Plan<\/strong><br>\nStaatlich gelenkte Gesundheitsmodelle wie in Kanada, Grossbritannien oder Frankreich werden in den USA als &laquo;unamerikanisch&raquo; zur&uuml;ckgewiesen. Jetzt versucht Pr&auml;sident Obama eine sanfte &laquo;Verschweizerung&raquo; des US-Gesundheitssystems. Senkt das die Kosten? Wer gewinnt? Wer verliert?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/print_18279.html\">NZZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Tankwagen-Bombardierung in Afghanistan: Kollateralschaden oder Kriegsverbrechen?<\/strong><br>\n&hellip; wer einen Luftangriff gegen zwei mit Treibstoff beladene Tankwagen ordert, wer ein solches Ziel bombardieren l&auml;sst, sorgt f&uuml;r ein Inferno. Und muss das wissen. Ein derartiges Vorgehen f&auml;llt unter die vom Kriegs- und V&ouml;lkerrecht ge&auml;chtete grausame Kriegf&uuml;hrung. Dagegen wurde versto&szlig;en. Genau genommen wurde in der Nacht vom 3. zum 4. September 2009 in Kundus ein Kriegsverbrechen ver&uuml;bt, in das &ndash; allen Beschwichtigungen von Verteidigungsminister Jung (CDU) zum Trotz &ndash; deutsche Milit&auml;rs verstrickt sind&hellip;.<br>\nVon Lutz Herden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/0936-afghanistan-tanklaster-bundeswehr-kommentar-lutz-herden\">Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung zum Ereignis von Orlando Pascheit:<\/strong> Deutschland verliert immer offensichtlicher seine Unschuld &ndash; auch in der offiziellen Berichterstattung. Die Betonung liegt auf &ldquo;offensichtlicher&rdquo;, f&uuml;r die meisten d&uuml;rfte klar sein, dass f&uuml;r die Teilnehmer an einem Krieg jede Unschuld verloren geht. Ich schlage f&uuml;r Herrn Jung folgende Definition von Krieg vor: Krieg ist eine bewaffnete Auseinandersetzung, in der zivile Opfer billigend in Kauf genommen werden. &ndash;&nbsp; Die Unterstellung, dass die Kritik der verb&uuml;ndeten eine &ldquo;Retourkutsche&rdquo; sei, ist eine unw&uuml;rdige Ablenkung vom eigentlichen Tatbestand. Selbstverst&auml;ndlich muss es jedem Betrachter aufsto&szlig;en, wenn Deutschland, das Luftangriffe, bei denen es zu&nbsp; zivilen Opfer kam, scharf&nbsp; kritisiert hat, nun mitten in der Nacht in einer un&uuml;bersichtlichen Lage Bombenangriffe befiehlt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Ann&auml;herung an Putschregime in Honduras<\/strong><br>\nW&auml;hrend internationale Menschenrechtsorganisationen eine Zunahme der Gewalt nach dem Staatsstreich in Honduras beklagen Menschenrechtsverst&ouml;&szlig;e in Honduras best&auml;tigt[1], will die Europ&auml;ische Union mit dem Putschregime in Tegucigalpa &uuml;ber ein Assoziierungsabkommen verhandeln. Das hat die Lateinamerika-Kommission des EU-Ministerrates (COLAT) Anfang der Woche beschlossen. Wie die spanische Nachrichtenagentur EFE berichtete[2], wurde der Antrag Spaniens auf einen Ausschluss Honduras&acute; aus den seit 2007 laufenden Assoziierungsgespr&auml;chen abgelehnt. Eine solche Isolation sei &bdquo;nicht sinnvoll&ldquo;, zitiert EFE nicht namentlich benannte EU-Vertreter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/144850\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<br \/> Heute zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4173#h01\">Als die Gr&uuml;nen die Heuschrecken f&uuml;tterten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h02\">Finanzminister-Treffen in London: G20 scheitern mit schneller Boni-L&ouml;sung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h03\">Merkel will sich um Steinbr&uuml;ck k&uuml;mmern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h04\">Gesundheitsreform sozial justieren: Zusatzbeitr&auml;ge m&uuml;ssen anteilig statt pauschal erhoben werden <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h05\">DGB Bayern: Wahlzeit &ndash; Arbeit darf nicht arm machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4173#h06\">Gregor Gysi: &bdquo;Die SPD<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4173\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4173","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4173","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4173"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4173\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4173"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4173"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4173"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}