{"id":41749,"date":"2018-01-02T17:20:46","date_gmt":"2018-01-02T16:20:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41749"},"modified":"2018-01-03T19:25:34","modified_gmt":"2018-01-03T18:25:34","slug":"die-nachdenkseiten-werden-auch-im-neuen-jahr-hinter-die-kulissen-leuchten-und-dabei-wenn-noetig-doppelt-und-dreifach-hinterfragen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41749","title":{"rendered":"Die NachDenkSeiten werden auch im Neuen Jahr hinter die Kulissen leuchten und dabei \u2013 wenn n\u00f6tig \u2013 doppelt und dreifach hinterfragen."},"content":{"rendered":"<p>Wir liefern Ihnen sechsmal in der Woche Hinweise auf interessante oder fragw&uuml;rdige Medienereignisse, am Samstag verlinken wir auf Videos; wir verlinken und kommentieren &ndash; wenn n&ouml;tig. Au&szlig;erdem bringen die NachDenkSeiten nahezu t&auml;glich eigene Analysen und Vorschl&auml;ge zu einzelnen Fragen. Und vor allem zeigen die NachDenkSeiten, wo und mit welchen Methoden unsere Medien und unsere Politiker manipulieren. Dabei geben wir uns in der Regel mit einer ersten Erkl&auml;rung des Geschehens und mit scheinbar einleuchtenden Vorschl&auml;gen <strong>nicht<\/strong> zufrieden. Wir nannten das mal den &bdquo;doppelten Biss&ldquo;. Das war nicht b&ouml;se gemeint, sondern ernst. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong><\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_7503\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-41749-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180103_Die_NachDenkSeiten_werden_auch_2018_hinter_die_Kulissen_leuchten_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180103_Die_NachDenkSeiten_werden_auch_2018_hinter_die_Kulissen_leuchten_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180103_Die_NachDenkSeiten_werden_auch_2018_hinter_die_Kulissen_leuchten_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180103_Die_NachDenkSeiten_werden_auch_2018_hinter_die_Kulissen_leuchten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=41749-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180103_Die_NachDenkSeiten_werden_auch_2018_hinter_die_Kulissen_leuchten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180103_Die_NachDenkSeiten_werden_auch_2018_hinter_die_Kulissen_leuchten_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Dazu zwei Beispiele:<\/strong><\/p><p><strong>Erstens: Verkehr der Zukunft<\/strong><\/p><p>Unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Verkehr der Zukunft: Zeit f&uuml;r einen klugen Mix&ldquo; stellte tagesschau.de &Uuml;berlegungen zur Verkehrswende an. In der Einf&uuml;hrung zu diesem <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/mobilitaet-zukunft-101.html\">Beitrag<\/a> hie&szlig; es: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Jahr drei des Dieselskandals &ndash; und noch immer dicke Luft in den St&auml;dten. Eine Verkehrswende muss her. Elektromobilit&auml;t gilt als Technologie der Zukunft. Dabei gibt es auch sinnvolle Alternativen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Unter den sinnvollen Alternativen, die eine Verkehrswende ausmachen m&uuml;ssen, finden sich nur &Uuml;berlegungen zur Motortechnik. Konzepte zur Verkehrs-Verlagerung oder gar zur Verkehrsvermeidung werden nicht einmal angedeutet. Dabei ist eigentlich, wenn man nur ein bisschen differenzierter analysiert, v&ouml;llig klar, dass die erw&auml;hnte Dicke Luft in den St&auml;dten wie auch die nicht erw&auml;hnten Verkehrsstaus auf unseren Autobahnen und in den St&auml;dten ganz andere &Uuml;berlegungen erzwingen m&uuml;ssen. <\/p><p>Nicht einmal von der Verlagerung des Autoverkehrs und insbesondere des Lkw-Verkehrs auf die Schiene und der Umschichtung auf den &ouml;ffentlichen Nahverkehr ist im Beitrag von tagesschau.de die Rede. Die Notwendigkeit, in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ernsthaft an der Verkehrsvermeidung zu arbeiten, wird in den Kreisen unserer Spitzenjournalisten offenbar nicht einmal erwogen. Vermutlich entspricht dies der Situation in den Reihen der Politiker.<\/p><p>Dort redet man von Freihandel und von Freihandelsabkommen und verschwendet nicht einmal einen Gedanken darauf, dass die sprichw&ouml;rtliche Dicke Luft, die allgegenw&auml;rtigen Staus wie auch die massive Verschmutzung der Weltmeere verlangen w&uuml;rden, &uuml;ber dezentralere Produktionsweisen nachzudenken. Diese Themen und insbesondere das Thema Verkehrsvermeidung geh&ouml;ren auf den Tisch der Verhandlungen f&uuml;r eine neue Bundesregierung. Solche &Uuml;berlegungen stecken aber nicht einmal in den Aktentaschen der ab dem 7. Januar wieder zusammenkommenden Politikerinnen und Politiker. Und sie geh&ouml;ren offensichtlich nicht in den Themen- und Fragenkatalog der etablierten Medien. Die Tagesschau, die f&uuml;r sich beansprucht, Fakes, also Falsches, bei anderen Medien wie auch Fehlendes zu entdecken und zu untersuchen, ist so bei einem zentralen Thema der weiteren Entwicklung unserer Wirtschaft und Gesellschaft und der Wirtschaft und Gesellschaften weltweit ohne Zukunftsperspektive.<\/p><p>Den Leserinnen und Lesern eines Textes wie jenem von tagesschau.de wird in der Regel nicht auffallen, dass da Wichtiges fehlt. Wir machen daraus keinen Vorwurf. Wir wollen aber helfen, dahinter und weiter zu schauen und sich nichts vormachen zu lassen.<\/p><p><strong>Das zweite Beispiel: Die N&auml;he und Abh&auml;ngigkeit des neuen SPD-Generalsekret&auml;rs Klingbeil zum und vom Milit&auml;r.<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten hatten auf die enge Verbindung des Kandidaten Klingbeil mit dem Milit&auml;r aufmerksam gemacht, siehe hier <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40869\">&bdquo;Die R&uuml;stungslobby besetzt den zentralen Posten des Generalsekret&auml;rs&ldquo;<\/a>. Die SPD und der dann gew&auml;hlte Generalsekret&auml;r versuchen diese Kritik zu entkr&auml;ften. In der neuesten Ausgabe des Parteiblatts &bdquo;vorw&auml;rts&ldquo; erschien dazu eine einschl&auml;gige Passage in einem Interview. Siehe hier:<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180102-Kllingbeil-im-vorwaerts.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>In der unteren H&auml;lfte der rechten Spalte wird dem Generalsekret&auml;r die Frage gestellt, was er zu Behauptungen sage, &bdquo;die R&uuml;stungslobby&ldquo; w&uuml;rde k&uuml;nftig einen zentralen Posten bei der SPD besetzen. Klingbeil erkl&auml;rt daraufhin seine Verbundenheit mit der Bundeswehr damit, dass er aus einer Soldatenfamilie stamme und seine Heimatstadt M&uuml;nster den gr&ouml;&szlig;ten Heeresstandort der Republik beheimate. Und dann erkl&auml;rt er, dass er sich massiv f&uuml;r unsere Soldatinnen und Soldaten einsetze. Sie m&uuml;ssten gut qualifiziert und ausgestattet sein, &bdquo;wenn wir sie in lebensgef&auml;hrliche Eins&auml;tze schicken&ldquo;. <\/p><p>Den meisten Leserinnen und Lesern wird diese Argumentation einleuchten. Ohne doppelte kritische Frage ist das in der Tat einleuchtend. Wenn man aber genau &uuml;berlegt, dann muss einem auffallen, dass der neue Generalsekret&auml;r mit seiner Formulierung auch best&auml;tigt, dass er milit&auml;rische Auslandseins&auml;tze f&uuml;r sinnvoll und auch k&uuml;nftig f&uuml;r notwendig h&auml;lt. Dies ist aber genau die Kernfrage, die wir mit unserer fr&uuml;heren Kritik an der Nominierung von Lars Klingbeil zum Generalsekret&auml;r aufwerfen wollten: Macht es wirklich Sinn, mit der mit dem Kosovo-Krieg\/Jugoslawien-Krieg begonnenen Politik der milit&auml;rischen Interventionen fortzufahren? W&auml;re es nicht dringend n&ouml;tig, dass die neue Bundesregierung Schluss macht mit diesem falschen au&szlig;enpolitischen Kurs? Der Jugoslawien-Krieg hat nichts au&szlig;er Elend gebracht. Der Einsatz in Afghanistan ist ein einziges Desaster. Da m&uuml;sste eine Partei wie die SPD, die sich fr&uuml;her einmal Friedenspartei nannte, Vorreiter der Korrektur sein. Das wird sie mit Lars Klingbeil als Generalsekret&auml;r auf keinen Fall werden. Und damit ist eine der gr&ouml;&szlig;ten Verdienste dieser Partei als Partei der Friedens- und Entspannungspolitik verschenkt.<\/p><p>Das waren zwei Beispiele und Belege daf&uuml;r, wie die NachDenkSeiten ihre Arbeit und ihre Aufgabe verstehen. Sie, liebe Leserinnen und Leser, werden auch im jetzt begonnenen Jahr immer wieder entdecken k&ouml;nnen, dass wir diesem selbst gesetzten und unverwechselbaren Auftrag gerecht werden wollen. Nicht zum Spa&szlig;, sondern um wirklich aufzukl&auml;ren dar&uuml;ber, was gespielt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir liefern Ihnen sechsmal in der Woche Hinweise auf interessante oder fragw&uuml;rdige Medienereignisse, am Samstag verlinken wir auf Videos; wir verlinken und kommentieren &ndash; wenn n&ouml;tig. Au&szlig;erdem bringen die NachDenkSeiten nahezu t&auml;glich eigene Analysen und Vorschl&auml;ge zu einzelnen Fragen. 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