{"id":41769,"date":"2018-01-04T08:51:36","date_gmt":"2018-01-04T07:51:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769"},"modified":"2018-01-04T08:51:36","modified_gmt":"2018-01-04T07:51:36","slug":"hinweise-des-tages-3030","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h01\">Iran: Aufstand der Hungrigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h03\">Frohe Kunde aus dem &ldquo;Jobwunderland&rdquo; Deutschland. Da lohnt ein genauerer Blick auf die Zahlen und die andere Seite der Medaille<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h04\">Kursangebot der Jobcenter Milliardengesch&auml;ft auf Kosten von Arbeitslosen und Steuerzahlern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h05\">Konjunktur: Deutschlands kranker Boom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h06\">Zwei-Klassen-Medizin ist kein &sbquo;Klein-Klein&lsquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h07\">Wie Google mit einer Firma ohne Mitarbeiter Steuern spart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h08\">Die begleitete Ratspr&auml;sidentschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h09\">Frankreich: Der Ausnahmezustand als Regelfall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h10\">R&uuml;stungsexporte: Nur zwei Vor-Ort-&Uuml;berpr&uuml;fungen nach Waffenlieferungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h11\">Landfriedensbruch beim G20-Gipfel: Ohne einen Steinwurf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h12\">Sondierer, holt euch die Untersuchung zur Fl&uuml;chtlingskriminalit&auml;t!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h13\">Die Querfront der Querfrontschreier und Neoliberalen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41769#h14\">Bahnhof Altona soll verlegt werden: Droht in Hamburg ein Stuttgart 21?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Iran: Aufstand der Hungrigen<\/strong><br>\nSeit einer Woche demonstrieren bei Dunkelheit Menschen im Iran auf den Stra&szlig;en. Der Staat und Eliten sind gespalten und verunsichert, die geopolitischen Gegner in Washington, Tel Aviv und Riad feiern eine Party. Es sind noch nicht die gro&szlig;en Massen, die in der Dunkelheit Parolen rufen. Doch diese Protestbewegung ist eine gro&szlig;e Herausforderung f&uuml;r den iranischen Staat: Anders als die gr&uuml;ne Bewegung 2009 sind die spontanen Protesten sehr radikal und fordern das Ende der politischen Herrschaft des islamischen Klerus.<br>\nAusgel&ouml;st wurden die Proteste durch einen Finanzskandal mehrerer Hedgefonds, die von reichen Mullahs betrieben wurden. Mit hohen Versprechen von 30-40% Zinsen wurden das Erstparte vieler B&uuml;rger in die Fonds gelockt. Durch Korruption verschwanden die Anlagen und die Hedgefonds gingen Pleite, viele Menschen verloren ihr letztes Hab und Gut. Bereits im Vorfeld wurden immer mehr Korruptionsskandale bekannt. Ausgerechnet der inzwischen aus dem Kreis der konservativen Mullahs ausgesto&szlig;ene Ex-Pr&auml;sident Ahmadinejad ver&ouml;ffentliche nach Festnahme seiner Mitarbeiter viele F&auml;lle von Korruption in den religi&ouml;sen Zirkel. Die Wut kochte hoch, und gerade im Mashhad, ein Hochburg des konservativen Klerus kam es zu Demonstrationen. Zun&auml;chst wurde der R&uuml;cktritt des reformorientierten Pr&auml;sidenten Rohani gefordert. Doch binnen kurzer Zeit schrien die Menschen Parolen f&uuml;r das Ende des Mullah-Staats. Am deutlichsten war dieser Ruf an den ersten Demos an der Tehraner Universit&auml;t: &bdquo;Reformer oder Konservative: Das Spiel ist aus&ldquo;!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pedram-shahyar.de\/2018\/01\/03\/iran-aufstand-der-hungrigen\/\">Pedram Shahyar<\/a>\n<p>dazu: <strong>Proteste im Iran &ndash; Kann die EU vermitteln?<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union ist f&uuml;r die Regierung in Teheran der wichtigste Verb&uuml;ndete. Denn die EU hat entscheidend daf&uuml;r gesorgt, dass nach jahrelangen Verhandlungen und heftigem Streit im Juli 2015 der Atomvertrag mit dem Iran zustande kam. Jener Vertrag zwischen Teheran auf der einen Seite und den st&auml;ndigen Mitgliedern des Weltsicherheitsrates plus Deutschland auf der anderen &ndash; also den Regierungen in Washington, Moskau, Peking, London, Paris und Berlin.<br>\nNur die EU als Vermittler habe die Herkulesaufgabe stemmen k&ouml;nnen, zwischen den in der Iran-Frage zerstrittenen st&auml;ndigen Mitgliedern des UN- Sicherheitsrates und Teheran zu vermitteln, sagt jene Frau, die einen gro&szlig;en Teil des Vertrages geschrieben hat. Jenen Atom-Deal, der zun&auml;chst f&uuml;r viel Hoffnung gerade unter jungen Iranern sorgte.<br>\nOhne Rouhani kein Atomvertrag und ohne Rouhani keine Versprechungen f&uuml;r eine bessere iranische Zukunft ohne UN- und EU-Sanktionen. Versprechungen, die vor allem bei jungen Iranern Hoffnungen weckten. &ldquo;Er ist ja mit dem Versprechen angetreten, die Sanktionen loszuwerden&rdquo;, sagte Schmid. Nicht nur die USA haben mit ihren Sanktionen gegen Teheran Rouhani einen Strich durch diese Rechnung gemacht. Der Abbau der EU- und der UN-Sanktionen kann laut Atomvertrag bis Oktober 2023 dauern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/eu-iran-101.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.M.:<\/strong> In diesem Bericht von Ralph Sina, ARD-Studio Br&uuml;ssel, wird zumindest ansatzweise auf die Komplexit&auml;t der aktuellen Probleme im Iran hingewiesen. Die Haupt-&lsquo;Berichterstattung&rsquo; der ARD und anderer Medien verl&auml;uft aus meiner Sicht jedoch eher so wie im NDS-Beitrag Medien: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41755\">&bdquo;Eine Arena f&uuml;r Hahnenk&auml;mpfe&ldquo;<\/a> beschrieben. Beispielsweise m&ouml;chte hierzu auf den Tagesschau-Bericht vom 03.01.2018 <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/iran-proteste-111.html\">Regierungsanh&auml;nger im Iran &ldquo;F&uuml;hrer, wir sind bereit&rdquo;<\/a> verweisen. Erfreulich dagegen sind die <a href=\"https:\/\/meta.tagesschau.de\/id\/130257\/regierungsanhaenger-im-iran-fuehrer-wir-sind-bereit\">&uuml;berwiegend kritischen Kommentare<\/a> aufgekl&auml;rter Leser zu diesem Bericht. Das l&auml;sst hoffen!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Frohe Kunde aus dem &ldquo;Jobwunderland&rdquo; Deutschland. Da lohnt ein genauerer Blick auf die Zahlen und die andere Seite der Medaille<\/strong><br>\nSchaut man sich die Verteilung der Besch&auml;ftigungszuw&auml;chse genauer an, dann wird man feststellen, dass das Wachstum vor allem von den Dienstleistungsjobs getragen wird &ndash; was zum einen sicher die seit einiger Zeit gut laufende inl&auml;ndische Nachfrage spiegelt, zum anderen aber zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamtes, dass es vor allem neue Jobs in staatlichen bzw. staatsnahen Dienstleistungsbereichen sind:\n<p>&raquo;Nach Wirtschaftsbereichen betrachtet gab es im Jahr 2017 im Vorjahresvergleich mit +536.000 Personen den st&auml;rksten Anstieg bei der Zahl der Erwerbst&auml;tigen mit Arbeitsort in Deutschland in den Dienstleistungsbereichen (+1,7). Den gr&ouml;&szlig;ten absoluten Anteil daran hatten die &Ouml;ffentlichen Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +214.000 Erwerbst&auml;tigen (+2,0 %).&laquo;<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der Arbeitsmarktdiskussion der vergangenen Jahre ist auch diese Information der Bundesstatistiker von Bedeutung: &raquo;W&auml;hrend die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten weiter anstieg, war die Summe der marginal Besch&auml;ftigten (darunter geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung) weiter r&uuml;ckl&auml;ufig. Auch die Zahl der Selbstst&auml;ndigen einschlie&szlig;lich mithelfender Familienangeh&ouml;riger sank im selben Zeitraum um 26.000 Personen (&ndash; 0,6) auf 4,3 Millionen.&laquo; Damit setzt sich ein Trend am aktuellen Rand der Entwicklung fort, der ein oftmals kritisiertes Muster der Vergangenheit relativiert &ndash; nach dem die zus&auml;tzliche Besch&auml;ftigung vor allem &uuml;ber &ldquo;atypische&rdquo; Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse aufgebaut wird, also vereinfacht gesagt zwar neue Jobs entstehen, diese aber prek&auml;r und von schlechter Qualit&auml;t sind. Das war so, in der Vergangenheit, aber bereits seit einigen Jahren ver&auml;ndert sich was bei den Besch&auml;ftigungszunahmen. [&hellip;]<br>\nAber auch aktuell entfallen die meisten zus&auml;tzlichen Erwerbst&auml;tigen auf den Bereich der sozialversicherungspflichtigen Teilzeitarbeit. Damit wird die langj&auml;hrige Entwicklung fortgeschrieben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180204-Bild_01.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>Die nebenstehende Abbildung verdeutlicht den weiter anhaltenden Bedeutungsgewinn der Teilzeitbesch&auml;ftigung durch einen Vergleich mit der Entwicklung des Arbeitsvolumens. Das hat im vergangenen Jahr gerade einmal das Niveau nach der Wiedervereinigung wieder erreicht &ndash; gleichzeitig ist die Zahl der Erwerbst&auml;tigen deutlich angestiegen. Und hier sind wir bei einem &uuml;beraus relevanten und nicht zu untersch&auml;tzenden Aspekt angekommen: Wenn auch jetzt wieder in den meisten Medienberichten davon gesprochen wird, dass &uuml;ber 600.000 neue Arbeitspl&auml;tze geschaffen worden sind, dann muss man immer im Hinterkopf behalten, dass sich viele Menschen darunter eine bestimmte Form der Besch&auml;ftigung vorstellen, die dem entspricht, was die Statistiker einen &ldquo;Normalarbeitnehmer&rdquo; nennen. Also vollzeitig und unbefristet und halbwegs &ldquo;ordentlich&rdquo; entlohnte Besch&auml;ftigte. Diese sozialversicherungspflichtige Vollzeitbesch&auml;ftigung hat tats&auml;chlich seit 2011 (wieder) zugenommen, aber sie ist nur eine Teilmenge dessen, was sich unter der Kategorie &ldquo;Erwerbst&auml;tige&rdquo; subsumiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2018\/01\/frohe-kunde-aus-dem-jobwunderlanderland.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a><\/p>\n<p>dazu: <strong>Richtungswechsel in der Arbeitsmarktpolitik dringend notwendig<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180204-Bild_02.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p>\n<p>&bdquo;Auch 2017 wurde der &uuml;berf&auml;llige Richtungswechsel in der Arbeitsmarktpolitik nicht vollzogen. Es ist und bleibt ein Skandal, dass Millionen Besch&auml;ftigte Niedrigl&ouml;hne beziehen, unfreiwillig in Teilzeit arbeiten, mit Hartz IV aufstocken oder mehreren Jobs nachgehen m&uuml;ssen, um &uuml;ber die Runden zu kommen. Arbeit muss existenzsichernd werden. Der Mindestlohn muss auf zw&ouml;lf Euro erh&ouml;ht werden, Leiharbeit und sachgrundlose Befristungen d&uuml;rfen nicht l&auml;nger m&ouml;glich sein. Eine neue Bundesregierung muss dringend die Rahmenbedingungen f&uuml;r gute Arbeit schaffen. Armut trotz Arbeit muss endlich der Vergangenheit angeh&ouml;ren. Bei den Sondierungsgespr&auml;chen muss Arbeitsmarktpolitik daher h&ouml;chste Priorit&auml;t haben&ldquo;, erkl&auml;rt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und Arbeitsmarktexpertin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Bericht der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/richtungswechsel-in-der-arbeitsmarktpolitik-dringend-notwendig\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Kursangebot der Jobcenter Milliardengesch&auml;ft auf Kosten von Arbeitslosen und Steuerzahlern<\/strong><br>\nKursanbieter und Jobcenter-Angestellte haben ein System etabliert, das die Arbeitslosen-Statistiken sch&ouml;nt und der eigenen Karriere dient. Eine Recherche. [&hellip;]<br>\n&bdquo;Ob so ein Kurs den Arbeitslosen etwas bringt, spielt bei der Vergabe keine Rolle&ldquo;, sagt Petra Friedrichs, eine ehemalige Jobcenter-Mitarbeiterin, die eigentlich anders hei&szlig;t. &bdquo;Nicht die Interessen der Arbeitslosen stehen dabei im Mittelpunkt, sondern die der Mitarbeiter&ldquo;, sagt sie. Das habe eine einfache Erkl&auml;rung: Arbeitslose, die in einem Kurs stecken, werden in der Arbeitslosenstatistik nicht mitgez&auml;hlt. Und an der Statistik h&auml;ngt neben den Erfolgsmeldungen der BA die berufliche Zukunft der Jobcenter-Mitarbeiter auf unterster Ebene &ndash; sowie Boni-Zahlungen an ihre Vorgesetzten.<br>\n&bdquo;Erfolgt eine Bewertung der Zielerreichung mit &lsquo;A&rsquo; bzw. eine entsprechende individuelle Leistungseinsch&auml;tzung im Rechtskreis SGB II, kommt eine Leistungspr&auml;mie in H&ouml;he von bis zu 20 Prozent des Grundgehalts in Betracht&ldquo;, hei&szlig;t es im Handbuch Personalrecht der Arbeitsagentur. F&uuml;r ein &bdquo;B&ldquo; gibt es 15 Prozent. Diese Pr&auml;mien stehen verbeamteten F&uuml;hrungskr&auml;ften zu. Angestellte F&uuml;hrungskr&auml;fte erhalten laut Tarifvertrag f&uuml;r ein &bdquo;A&ldquo; eine Pr&auml;mie von 20 Prozent des Grundgehalts.<br>\nDie einfachen Mitarbeiter &ndash; Arbeitsvermittler und Fallmanager &ndash; bekommen zwar kein Geld f&uuml;r ausgebuchte Kurse. F&uuml;r sie h&auml;ngt an den Statistik-Zielen aber oft der Job. &bdquo;Wer am Ende des Jahres die Note A oder B bekommt, der muss zum Gespr&auml;ch &uuml;ber eine Bef&ouml;rderung eingeladen werden&ldquo;, sagt Friedrichs. Wer befristet angestellt sei und ein C oder gar ein D bekommt, gerate in Gefahr, bald selbst Kunde des Jobcenters zu werden. [&hellip;]<br>\nDie Zahlen der BA reflektieren den hohen Wert der Kurse beim Aufbessern der Arbeitslosenstatistik. Zwischen 2013 und 2016 ist die durchschnittliche Zahl der erwerbsf&auml;higen Hartz-IV-Empf&auml;nger nahezu konstant geblieben (2013: 4,39 Millionen; 2017: 4,4 Millionen bis einschlie&szlig;lich August). Die Zahl der Hartz-IV-Empf&auml;nger, die an Kursen teilnehmen m&uuml;ssen, ist hingegen kontinuierlich gestiegen, von 583.000 im Jahr 2013 auf 748.000 im Jahr 2016. Was eine Zunahme von 28 Prozent ist. F&uuml;r den Steuerzahler sind die Kosten enorm &ndash; und sie steigen kontinuierlich an. Hat die BA im Jahr 2013 noch 463 Millionen Euro f&uuml;r Kurse (MATs) ausgegeben, waren es im vergangenen Jahr 773 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/kursangebot-der-jobcenter-milliardengeschaeft-auf-kosten-von-arbeitslosen-und-steuerzahlern\/20800654.html\">Der Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Konjunktur: Deutschlands kranker Boom<\/strong><br>\nDas T&uuml;ckische am Aufschwung sei, dass er den Politikern den Blick f&uuml;r die Belastungsgrenzen der Wirtschaft vernebelt habe, sagt J&ouml;rg Kr&auml;mer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Das dicke Ende werde daher in der n&auml;chsten Rezession kommen. &bdquo;Dann&ldquo;, f&uuml;rchtet Kr&auml;mer, &bdquo;wird sich Deutschland nicht mehr so leicht erholen.&ldquo;<br>\nWie sehr die Standortqualit&auml;t bereits gelitten hat, zeigt der ungebremste Aufw&auml;rtstrend der Lohnst&uuml;ckkosten. Seit Jahren steigen sie schneller als im Schnitt des Euro-Raums. Und weil die Produktivit&auml;t der Entwicklung der L&ouml;hne auch im n&auml;chsten Jahr hinterherhinkt, wird sich an dem schleichenden Verlust der preislichen Wettbewerbsf&auml;higkeit nichts &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/politik\/konjunktur\/konjunktur-deutschlands-kranker-boom\/20762626-all.html\">Wirtschaftswoche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.M.:<\/strong> In dem Beitrag des &ldquo;Chefvolkswirts&rdquo; der WirtschaftsWoche wird &ndash; mal wieder &ndash; Panik gesch&uuml;rt. Obwohl der Lohnst&uuml;ckkostenindex in Deutschland immer noch gut 10 % geringer ist als der restliche Euro-Raum, wird von &ldquo;Erosion der Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo; gesprochen. Offenbar sieht man es auch kritisch, dass &ldquo;L&ouml;hne und Geh&auml;lter im n&auml;chsten Jahr um drei Prozent zulegen&rdquo; und &ldquo;den Arbeitnehmern real mehr Geld im Portemonnaie&rdquo; bleibt &mdash; das geht ja gar nicht! Offenbar beginnen die propagandistischen Vorbereitungen f&uuml;r die n&auml;chste &ldquo;Agenda&rdquo;. Schlie&szlig;lich muss man den Aktivit&auml;ten des Shooting-Stars Macron etwas entgegen halten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zwei-Klassen-Medizin ist kein &sbquo;Klein-Klein&lsquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist an der Zeit, endlich das Profitdenken im Gesundheitsbereich zu beenden. Es ist eine Frage der Gerechtigkeit, die Zwei-Klassen-Medizin in der Bundesrepublik abzuschaffen. Wer schon einmal etliche Stunden in einem Wartezimmer verbracht hat, wei&szlig;, dass CDU-Pr&auml;sidiumsmitglied Jens Spahn v&ouml;llig falsch liegt, wenn er die Forderung nach einer B&uuml;rgerversicherung als &sbquo;Klein-Klein&lsquo; abtut. Das ist bezeichnend f&uuml;r die Missachtung der einfachen, kleinen Leute durch die CDU, die vom realen Leben der gesetzlich Versicherten offenbar gar nichts mitbekommt&ldquo;, erkl&auml;rt Jan Korte, 1. Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Fraktion DIE LINKE. Korte weiter:<br>\n&bdquo;Wenn die SPD keinen Etikettenschwindel, sondern ein wirkliches Ende der Zwei-Klassen-Medizin will, darf ihre Version einer B&uuml;rgerversicherung allerdings nicht so zahnlos sein wie ihr Gesetz gegen Leiharbeit aus der letzten Wahlperiode.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/zwei-klassen-medizin-ist-kein-klein-klein\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Lesen Sie dazu auch den Beitrag <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41443\">&bdquo;Die B&uuml;rgerversicherung ist alternativlos, da das PKV-System keine Zukunft hat&ldquo;<\/a> von Jens Berger auf den NachDenkSeiten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie Google mit einer Firma ohne Mitarbeiter Steuern spart<\/strong><br>\nWeitere Tricks, mit denen der Internet-Konzern Zahlungen umgeht, sind jetzt bekannt geworden.<br>\nEs geht um 15,9 Milliarden Euro. Goolge weist Kritik zur&uuml;ck.<br>\nDie Enth&uuml;llungen zu den Steuertricks von Google haben ein weiteres Kapitel. Der US-Internetriese hat einem Medienbericht zufolge durch &Uuml;berweisungen von den Niederlanden auf die Bermuda-Inseln Steuern in Milliardenh&ouml;he vermieden. Google habe im Jahr 2016 insgesamt 15,9 Milliarden Euro an eine Briefkastenfirma in dem britischen &Uuml;berseegebiet transferiert. Das sind noch mal zwei Milliarden Euro mehr als im Jahr 2015 angenommen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf Dokumente niederl&auml;ndischer Beh&ouml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/steuern-wie-google-mit-einer-firma-ohne-mitarbeiter-steuern-spart-1.3813542\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die begleitete Ratspr&auml;sidentschaft<\/strong><br>\nBulgarien gestaltet seine am Montag begonnene EU-Ratspr&auml;sidentschaft unter unmittelbarer &ldquo;Beratung&rdquo; und &ldquo;Begleitung&rdquo; aus Berlin. Dies geht aus Berichten der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) hervor, die entsprechende T&auml;tigkeiten in Sofia entfaltet und ihren Ex-Vorsitzenden, den ehemaligen Pr&auml;sidenten des Europaparlaments Hans Gert P&ouml;ttering, als Sonderberater in der bulgarischen Hauptstadt installiert hat. In Bulgarien haben sich seit dem EU-Beitritt des Landes am 1. Januar 2007 Oligarchen zum entscheidenden Machtfaktor entwickelt und kontrollieren, wie Beobachter urteilen, l&auml;ngst die Geschicke des Landes. Berlin dulde dies bereitwillig, da Ministerpr&auml;sident Bojko Borissow sich politisch umstandslos deutscher F&uuml;hrung unterordne, urteilt ein ehemaliger bulgarischer Justizminister. Gleichzeitig dient das bitter verarmte Land deutschen Firmen als Standort f&uuml;r konkurrenzlose Hungerlohnproduktion und dem deutschen Staat als Reservoir f&uuml;r Fachkr&auml;fte, die in die Bundesrepublik abgeworben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7491\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Frankreich: Der Ausnahmezustand als Regelfall<\/strong><br>\nAm 7. Januar 2018 j&auml;hrt sich zum dritten Mal der Terroranschlag auf die Redaktion der franz&ouml;sischen Satire-Zeitschrift &bdquo;Charlie Hebdo&ldquo;. Und gut zwei Jahre liegen die Pariser Terroranschl&auml;ge zur&uuml;ck, als am 13. November 2015 Attent&auml;ter das Theater Bataclan sowie zahlreiche Bars, Caf&eacute;s und Restaurants angriffen, dabei 130 Menschen t&ouml;teten und mehr als 700 Menschen verletzten.<br>\nNach den Anschl&auml;gen im November verh&auml;ngte der damalige Pr&auml;sident Fran&ccedil;ois Hollande den Ausnahmezustand, der in den Folgejahren insgesamt sechs Mal verl&auml;ngert wurde. Der derzeitige Pr&auml;sident Emmanuel Macron hat diesen nun beendet und stattdessen ein versch&auml;rftes Sicherheitsgesetz unterzeichnet: Dieses &uuml;berf&uuml;hrt zentrale Regelungen des auslaufenden Ausnahmezustands in nationales Recht &ndash; und macht diese damit endg&uuml;ltig zum Regelfall. Unter den Folgen leiden vor allem die arabischen und muslimischen Teile der Bev&ouml;lkerung &ndash; und die politische Opposition.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2018\/januar\/frankreich-der-ausnahmezustand-als-regelfall\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> K&ouml;nnte es sein, dass insbesondere Frankreichs Pr&auml;sident Macron durch das neue, versch&auml;rfte Sicherheitsgesetz sein Vorhaben der sozialen K&uuml;rzungen vor allzu gro&szlig;en Protesten sch&uuml;tzen m&ouml;chte? Zu bef&uuml;rchten ist, dass Frankreich als Vorbild f&uuml;r Deutschland dienen k&ouml;nnte. Und k&ouml;nnte es sein, dass das dann im Einklang steht mit dem europ&auml;ischen Recht?<br>\nIm Hinblick auf das, was in Zukunft noch m&ouml;glich sein k&ouml;nnte, sei auch in diesem Zusammenhang an die Erl&auml;uterungen zur Charta der Grundrechte erinnert:<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;So m&uuml;ssen die in der EMRK enthaltenen &bdquo;Negativdefinitionen&ldquo; auch als Teil der Charta betrachtet werden:<br>\nArtikel 2 Absatz 2 EMRK:<br>\n&bdquo;Eine T&ouml;tung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um<\/em><\/p>\n<p>jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;<br>\njemanden rechtm&auml;&szlig;ig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtm&auml;&szlig;ig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;<br>\neinen Aufruhr oder Aufstand rechtm&auml;&szlig;ig niederzuschlagen&ldquo;.<\/p>\n<p>Und weiter:<\/p>\n<p>&bdquo;Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe f&uuml;r Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den F&auml;llen, die im Recht vorgesehen sind, und in &Uuml;bereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden &hellip;&ldquo;.<\/p>\n<p>Die Erl&auml;uterungen sind offenbar nicht lediglich Regelungen f&uuml;r die Ausf&uuml;hrungen des Gesetzes, sondern &ndash; und das ist un&uuml;blich &ndash; dem Gesetzestext gleichgestellt. So jedenfalls nachlesbar im <a href=\"http:\/\/eur-lex.europa.eu\/LexUriServ\/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2007:303:0017:0035:DE:PDF\">Amtsblatt der Europ&auml;ischen Union vom 14.12.2007<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>R&uuml;stungsexporte: Nur zwei Vor-Ort-&Uuml;berpr&uuml;fungen nach Waffenlieferungen<\/strong><br>\nSeit dem Regierungsbeschluss zu Endverbleibs-Kontrollen von Waffenexporten vor zweieinhalb Jahren ist erst zweimal tats&auml;chlich &uuml;berpr&uuml;ft worden, ob die R&uuml;stungsg&uuml;ter wirklich in die richtigen H&auml;nde gelangt und dort geblieben sind. &ldquo;Seit Verabschiedung der Eckpunkte f&uuml;r die Einf&uuml;hrung von Post-Shipment-Kontrollen bei deutschen R&uuml;stungsg&uuml;tern wurden bislang zwei Vor-Ort-Kontrollen von Kleinwaffen durchgef&uuml;hrt&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion, die der PNP vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pnp.de\/nachrichten\/politik\/2787739_Ruestungsexporte-Nur-zwei-Vor-Ort-Ueberpruefungen-nach-Waffenlieferungen.html\">Passauer Neue Presse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Landfriedensbruch beim G20-Gipfel: Ohne einen Steinwurf<\/strong><br>\nDie Hamburger Justiz verfolgt alle Teilnehmer einer Anti-G20-Demo wegen schweren Landfriedensbruchs &ndash; auch wenn sie gewaltfrei blieben. [&hellip;]<br>\nDer BGH erkl&auml;rte damals ausdr&uuml;cklich, dass sich solche verabredeten Hooligan-Schlachten von F&auml;llen des Demonstrationsstrafrechts unterscheiden, bei denen aus einer Versammlung &bdquo;Gewaltt&auml;tigkeiten begangen werden, aber nicht alle Personen Gewalt anwenden oder dies unterst&uuml;tzen wollen&ldquo;. Es ist nicht eindeutig, ob der BGH damit alle oder nur bestimmte Demonstrationen anders behandeln wollte.<br>\nDas OLG Hamburg wandte dieses BGH-Urteil jedenfalls auf die Rondenbarg-Demo an. Es begr&uuml;ndete damit, warum gegen Fabio V. &bdquo;dringender Tatverdacht&ldquo; des Landfriedensbruchs besteht, obwohl ihm pers&ouml;nlich keine Gewaltt&auml;tigkeit vorgeworfen wird. Allerdings bleibt v&ouml;llig offen, mit welcher konkreten Handlung Fabio V. die Steinewerfer best&auml;rkt haben soll. Letztlich wird ihm doch nur vorgeworfen, dass er am Rondenbarg anwesend war. Und das gen&uuml;gt ja laut BGH gerade nicht f&uuml;r eine Strafbarkeit.<br>\nDie Hamburger Staatsanwaltschaft geht allerdings noch weiter. Sie wirft Fabio V. und den anderen Beschuldigten nicht nur psychische Beihilfe, sondern sogar &bdquo;Mitt&auml;terschaft&ldquo; des Landfriedensbruchs vor. Die ganze Demo habe den &bdquo;gemeinsamen Tatplan&ldquo; verfolgt, bei einem Zusammentreffen mit der Polizei diese sofort &bdquo;massiv&ldquo; anzugreifen. Aber auch hier ist unklar, welchen Tatbeitrag Fabio V. hierbei leisten sollte. Letztlich l&auml;uft auch diese Konstruktion auf eine Bestrafung seiner blo&szlig;en Anwesenheit hinaus.<br>\nWenn der Bundesgerichtshof seine bisherige Rechtsprechung ernst nimmt, d&uuml;rfte die Hamburger Justiz mit ihren bisher recht d&uuml;nnen Vorw&uuml;rfen nicht durchkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Landfriedensbruch-beim-G20-Gipfel\/!5471631\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sondierer, holt euch die Untersuchung zur Fl&uuml;chtlingskriminalit&auml;t!<\/strong><br>\nDer erste Blick auf die Zahlen ist erschreckend. Fl&uuml;chtlinge begehen im Durchschnitt deutlich h&auml;ufiger Gewalt- und Sexualdelikte als Deutsche. Fast jede achte Gewalttat wird von Migranten begangen. Es ist gut, dass die Autoren der Studie nichts sch&ouml;nreden. Probleme k&ouml;nnen wir nur l&ouml;sen, wenn wir sie nicht unter den Teppich kehren. Und die Tatsache, dass &uuml;berdurchschnittlich viele Fl&uuml;chtlinge kriminell sind, sich nicht an Recht und Gesetz halten, ist ein Problem. Um die Frage &lsquo;Was tun?&rsquo; zu beantworten, lohnt ein tieferer Blick in das Gutachten. Dann wird deutlich, dass die Ergebnisse wenig taugen f&uuml;r ausl&auml;nderfeindliche Propaganda &ndash; aber umso mehr als Leitfaden f&uuml;r eine Fl&uuml;chtlingspolitik mit Sinn und Verstand.<br>\nErste wichtige Erkenntnis: Kriegsfl&uuml;chtlinge, beispielsweise aus Syrien, dem Irak und Afghanistan sind &ndash; einigen schlagzeilentr&auml;chtigen F&auml;llen der j&uuml;ngeren Vergangenheit zum Trotz &ndash; unterdurchschnittlich kriminell. Wer Hoffnung auf eine Bleibeperspektive hat, verh&auml;lt sich &uuml;berwiegend gesetzestreu.<br>\nFl&uuml;chtlinge aus den Maghreb-Staaten, aus Marokko, Algerien und Tunesien, sind dagegen &uuml;berdurchschnittlich gewaltbereit. Aber auch hier gilt: Achtung vor voreiligen Schlussfolgerungen! Die Studie belegt nicht, dass Menschen aus diesen Staaten grunds&auml;tzlich zur Kriminalit&auml;t neigen. J&auml;hrlich Millionen europ&auml;ische Touristen, die die Gastfreundschaft in diesen L&auml;ndern lieben, wissen, dass es anders ist. Aber, und darauf weist das Gutachten hin, nach Europa kommen die Problemgruppen aus diesen L&auml;ndern. Meist junge M&auml;nner, meist mit einem begrenzten Verst&auml;ndnis daf&uuml;r, dass auch sie sich hier an Regeln halten m&uuml;ssen und Gewalt in jeder Form tabu ist. Ohne Bleibeperspektive in Deutschland steigt dann die Bereitschaft, Gesetze zu brechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blog.ard-hauptstadtstudio.de\/sondierer-holt-euch-die-untersuchung-zur-fluechtlingskriminalitaet\/\">ARD Hauptstadtstudio<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die Querfront der Querfrontschreier und Neoliberalen<\/strong><br>\nEs gibt Themen, die auf linker wie rechter Seite gleicherma&szlig;en zur Sprache kommen. Der Umgang mit den Schw&auml;chsten in der Gesellschaft etwa, die Frage wie wir Zuwanderung organisieren wollen. Und dann ist da noch der Meta-Aufh&auml;nger, der Ur-Nenner gewisserma&szlig;en: &raquo;Merkel muss weg!&laquo; Die Linken in diesem Land sagen das seit mindestens 2005 &ndash; davor riefen sie: &raquo;Angela Merkel soll gar nicht erst ran!&laquo; Das neue rechte Lager erbr&uuml;llt den Abschied der Bundeskanzlerin erst seit zwei, drei Jahren. Vorher waren die selben Leute noch &uuml;berzeugt davon, dass diese Frau einen guten Job macht. Besonders in Europa, gegen Griechenland und sch&ouml;n fanden sie es au&szlig;erdem, dass die Europ&auml;er wieder Deutsch sprachen.<br>\nBeide Seiten rufen aber aus gegens&auml;tzlichen Gr&uuml;nden dieselbe Parole. Sie ist, wie gesagt, der gemeinsame Nenner. Was &uuml;ber dem Strich steht, der Z&auml;hler &ndash; um es mal bruchrechnerisch auszudr&uuml;cken &ndash;, ist v&ouml;llig verschieden. Denn Linke z&auml;hlen andere Gr&uuml;nde auf als Rechte. F&uuml;r die rechten Schreih&auml;lse z&auml;hlt etwas ganz anderes. Sie sehen Merkel als Volksverr&auml;terin, als Mutter der Islamisierung und &Uuml;berfremdung. Solche Kritikpunkte erntet sie von links nicht. Dort ist es vornehmlich ihre Haltung zur sozialen Ungleichheit, die anstachelt. Dass dabei auch ihre Fl&uuml;chtlingspolitik &ndash; vor allem ihre unterlassene Fl&uuml;chtlingspolitik &ndash; kritisiert wird, liegt auf der Hand, denn sie ist ein Aspekt von Sozialpolitik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1075027.heppenheimer-hiob-die-querfront-der-querfrontschreier-und-neoliberalen.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<p>dazu: <strong>Der gro&szlig;e Exkulplator: ISM-Kurator Lessenich verteidigt den neoliberalen Status Quo gegen linke Kritiker<\/strong><br>\nFast die ganze Titelseite seines Feuilletons hat die S&uuml;ddeutsche Zeitung am Mittwoch dem sich radikal links gebenden M&uuml;nchener Soziologen Stephan Lessenich zur Verf&uuml;gung gestellt, um all jene in den Senkel zu stellen, die den Aufstieg der AfD mit neoliberaler Politik aus Br&uuml;ssel oder wirtschaftlichen Sorgen der Abgeh&auml;ngten und Ignorierten in Verbindung bringen.<br>\nLessenich, ein Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von attac und Kuratoriumssprecher des Instituts Solidarische Moderne, geht seine Aufgabe mit Verve an. Es ist allerdings nicht ganz leicht, aus seinen Schachtels&auml;tzen herauszudestillieren, was seine konkreten Einw&auml;nde gegen die kritisierte Position sind und was seine eigene Position ist. Mit vielen kraftvollen, negativ eingef&auml;rbten Bildern und Vergleichen insinuiert er mehr, als dass er argumentiert. Ich will es aber dennoch, bei aller Fehleranf&auml;lligkeit, versuchen, indem ich negativ eingef&auml;rbte Aussagen als seiner Ansicht nach falsch und die positiv eingef&auml;rbten als seiner Ansicht nach richtig klassifiziere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/927-lesssenich\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten sich bereits kritisch mit dem Autor Lessenich <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40566\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39668\">hier<\/a> auseinandergesetzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Bahnhof Altona soll verlegt werden: Droht in Hamburg ein Stuttgart 21?<\/strong><br>\nDer Fernbahnhof Altona soll einige Kilometer verlegt werden. Jahrelang wurde das Projekt aufgeschoben, nun soll es starten. Kritiker f&uuml;rchten eine gewaltige Kostenexplosion und werfen der Bahn vor, die wahren Gr&uuml;nde f&uuml;r den Bau zu verschweigen. [&hellip;]<br>\nWas ist dann aber Hintergrund des Projekts? Warum gibt die Bahn mindestens 360 Millionen Euro aus, um einen Bahnhof um einen einzigen Kilometer zu verlegen? Das Unternehmen verweist auf einfachere Betriebsabl&auml;ufe, darauf, dass nun die Z&uuml;ge in Nord-S&uuml;d-Richtung, ohne den Sackbahnhof in Hamburg-Altona, schneller die Haltestellen der Hansestadt, also auch Hamburg-Dammtor und den Hauptbahnhof passieren k&ouml;nnen. Michael Jung sch&uuml;ttelt &uuml;ber diese Argumente nur den Kopf. Am Ende, erkl&auml;rt er, ginge es nur ums Geld:\n<p>&ldquo;Das ist nur zu verstehen, wenn man wei&szlig;, wie Eisenbahn in Deutschland finanziert wird. Die Erneuerung von Weichen und Signalanlagen, die sind jetzt hier am Bahnhof Altona 1979 zuletzt erneuert worden, m&uuml;sste, weil das Instandhaltung ist, die Bahn aus eigener Tasche bezahlen. Wird ein Bahnhof neu gebaut, dann w&uuml;rde nach der Leistungsfinanzierungsvereinbarung ein Gro&szlig;teil der Kosten der Steuerzahler tragen. Insofern hat die Bahn da einen &ouml;konomischen Anreiz, diesen Bahnhof zu verlegen und etwas eigentlich Unsinniges zu tun!&rdquo;<\/p>\n<p>Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis weist diese Behauptung zur&uuml;ck. Die Bahn baue nicht einfach einen neuen Bahnhof, nur weil die Modernisierung eines alten zu teuer sei:<\/p>\n<p>&ldquo;Ich kann diese Argumentation von &lsquo;Prellbock&rsquo; da &uuml;berhaupt nicht nachvollziehen. Selbst wenn wir in Altona erneuern, gibt es ja auch Gelder vom Bund durch die LUF-Mittel, dir Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung. Das stimmt nicht so ganz, das ist tats&auml;chlich etwas zu kurz gesprungen.&rdquo;<\/p>\n<p>Eine Gegen&uuml;berstellung der Kosten f&uuml;r die Verlegung und die Beibehaltung des jetzigen Standorts habe es tats&auml;chlich nie gegeben. Und die Modellrechnungen zu den erwarteten Passagierzahlen am neuen Bahnhof h&auml;lt die Bahn bislang unter Verschluss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/bahnhof-altona-soll-verlegt-werden-droht-in-hamburg-ein.1001.de.html?dram:article_id=407368\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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