{"id":41781,"date":"2018-01-05T08:39:41","date_gmt":"2018-01-05T07:39:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781"},"modified":"2018-01-05T08:39:41","modified_gmt":"2018-01-05T07:39:41","slug":"hinweise-des-tages-3031","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h01\">&raquo;Das Privatrecht verhindert Demokratie&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h02\">Zahlen des dbb: Dem Staat fehlen mehr als 185.000 Mitarbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h03\">&bdquo;Die wollen keinen Neustart&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h04\">Warten auf Merkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h05\">Wenn Arbeitgeber tricksen: Der Mindestlohn wird ausgeh&ouml;hlt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h06\">Wo die B&uuml;rgerversicherung schon Realit&auml;t ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h07\">Amt f&uuml;r Akkumulation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h08\">Auftr&auml;ge vor Vergabe: Helikopter-Drohnen f&uuml;r die Bundeswehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h09\">Gabriel verpasst Chance bei Ukrainereise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h10\">Hier scheitert Europa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h11\">Sonderausschuss zu den G20-Krawallen: Warum die Aufkl&auml;rung stockt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h12\">China hat genug von Europas M&uuml;ll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h13\">Hochhausbrand in London: Untersuchungen zum Grenfell Tower kommen nicht voran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h14\">Auf dem Weg nach rechts<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&raquo;Das Privatrecht verhindert Demokratie&laquo;<\/strong><br>\nMit der geplanten Schulbau-GmbH w&uuml;rde der Berliner Senat die Kontrolle &uuml;ber &ouml;ffentliches Eigentum verlieren. Ein Gespr&auml;ch mit Herbert Storn<br>\nDer &raquo;rot-rot-gr&uuml;ne&laquo; Senat von Berlin will bei der Sanierung maroder Schulgeb&auml;ude durchstarten und plant daf&uuml;r die Gr&uuml;ndung einer st&auml;dtischen Gesellschaft. Also keine Privatisierung, wie Die Linke versichert. Warum sehen Sie das anders?<br>\nWeil es erst mal gar nicht notwendig ist, diese Gesellschaft zu gr&uuml;nden. Die geplante Schulbau-GmbH soll ja eine Tochter der Wohnungsbaugesellschaft Howoge werden. Das hei&szlig;t, der Senat gibt die Zust&auml;ndigkeit f&uuml;r Sanierung und Neubau in einen fachfremden Bereich. Dabei sind die Mittel f&uuml;r die Ma&szlig;nahmen im Haushalt vorhanden, und das ben&ouml;tigte Personal muss sowieso eingestellt werden. Grund f&uuml;r den Plan d&uuml;rfte die Annahme sein, man k&auml;me mit dem Geld langfristig nicht hin. Mit der Gesellschaftsgr&uuml;ndung soll die Schuldenbremse im Grundgesetz fr&uuml;hzeitig umgangen werden. Denn sie verbietet es den L&auml;ndern ab 2020, neue Kredite aufzunehmen. Die private Rechtsform erm&ouml;glicht es dagegen, auf dem Kapitalmarkt Darlehen aufzunehmen, die dann in Schattenhaushalte wandern.<br>\nWas schlagen Sie statt dessen vor?<br>\nDas Land Berlin hat derzeit den Bundesratsvorsitz inne. Es k&ouml;nnte, gemeinsam mit anderen, eine Initiative zur Modifizierung der Schuldenbremse &ndash; ich nenne sie Investitionsbremse &ndash; starten, wenn man sich schon nicht traut, ihre komplette Streichung zu fordern. Zum Beispiel k&ouml;nnte man verlangen, dass mindestens Ausgaben zum Werterhalt &ouml;ffentlicher Infrastruktur vom Kreditaufnahmeverbot ausgenommen bleiben, eigentlich m&uuml;sste das auch f&uuml;r notwendige Neubauten wegen starken Zuzugs in eine Gegend gelten. Mit so einer Gesetzesinitiative k&ouml;nnte das Bewusstsein daf&uuml;r gesch&auml;rft werden, dass die Schuldenbremse zum Ausverkauf &ouml;ffentlicher G&uuml;ter f&uuml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/324686.das-privatrecht-verhindert-demokratie.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Volksinitiative gegen Schulprivatisierung in Berlin gestartet<\/strong><br>\nCarl Wa&szlig;muth, einer der f&uuml;nf Vertrauenspersonen der Initiative und Sprecher von GiB:<\/p>\n<p>&bdquo;Die Berliner Schulen m&uuml;ssen im &ouml;ffentlichen Eigentum mit &ouml;ffentlichen Geldern saniert und ausgebaut werden &ndash; das ist der schnellste Weg und auch das sicherste, g&uuml;nstigste und demokratischste Vorgehen. Wer m&ouml;chte, kann diese Forderung jetzt mit seiner Unterschrift direkt ins Abgeordnetenhaus bringen.&ldquo;<\/p>\n<p>Dass es dabei um weit mehr als um Berlin geht, stellten die Privatisierungskritiker Werner R&uuml;gemer aus K&ouml;ln und Herbert Storn aus Frankfurt am Main dar. Herbert Storn von der GEW Hessen, Mitglied im GEW-Bezirksvorstand Frankfurt a. M.:<\/p>\n<p>&bdquo;Es ist absurd: Jetzt werden in Berlin und bald in ganz Deutschland die Schulen f&uuml;r 30 Jahre an Wohnungsbaugesellschaften &uuml;bertragen. Man fasst sich an den Kopf. Sollen die Schulen jetzt wohnlicher gemacht werden? Statt die Politik des Staatsabbaus zu korrigieren, wird mit der &sbquo;Schuldenbremse&lsquo;, die den Staat mit einem Kreditaufnahmeverbot knebelt, weiter Privatisierungs-Politik betrieben.&ldquo;<\/p>\n<p>Werner R&uuml;gemer ordnet die Vorg&auml;nge ein in die bisherige und teure staatliche &Ouml;PP-F&ouml;rderung an Schulen in ganz Deutschland. In K&ouml;ln kam es k&uuml;rzlich sogar wieder zu einer Neubeauftragung eines aggressiven &Ouml;PP-Investors. Dabei wird mit sogenannten Projekt-GmbHs getrickst &ndash; wie jetzt auch in Berlin geplant. Werner R&uuml;gemer, Publizist und interventionistischer Philosoph und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von attac zu den M&ouml;glichkeiten so einer Schul-GmbH:<\/p>\n<p>&bdquo;Die GmbH kann Kredite aufnehmen, kann die f&uuml;r die Zukunft vereinbarten Mieten an Investoren verkaufen (Forfaitierung mit Einredeverzicht), kann Unternehmen wie Coca-Cola gegen Geb&uuml;hren Werbung betreiben lassen, kann in der schulfreien Zeit die R&auml;ume anderweitig vermieten, kann Auflagen f&uuml;r die Innenausstattung machen. Wenn die GmbH &uuml;berschuldet ist, kann sie die Miete nachtr&auml;glich erh&ouml;hen, kann die GmbH ganz oder teilweise verkaufen &ndash; oder sie kann in die Insolvenz gehen und damit Folgekosten produzieren &ndash; oder kann mit Insolvenz drohen und damit Nachforderungen durchsetzen.&ldquo;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/volksinitiative-gegen-schulprivatisierung-in-berlin-gestartet\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zahlen des dbb: Dem Staat fehlen mehr als 185.000 Mitarbeiter<\/strong><br>\nDem Staat fehlen Mitarbeiter im &ouml;ffentlichen Dienst &ndash; rund 185.000 Lehrkr&auml;fte, Feuerwehrleute oder Besch&auml;ftigte in Jobcentern. Besonders kritisch sei die Situation an Kitas und Schulen, erkl&auml;rte der Beamtenbund. Zudem w&uuml;rden nicht genug neue Mitarbeiter eingestellt.<br>\nEs ist ein Personalmangel mit Ansage: Dem Staat fehlen nach Einsch&auml;tzung des Beamtenbundes (dbb) derzeit mehr als 185.000 Mitarbeiter &ndash; Erzieher, Lehrkr&auml;fte, Feuerwehrleute oder Justizpersonal. Dieser Mangel d&uuml;rfte sich laut dbb in den kommenden Jahren extrem versch&auml;rfen.<br>\n&ldquo;Uns fehlen Leute an allen Ecken und Enden&rdquo;, sagte der dbb-Vorsitzende Ulrich Silberbach. &ldquo;Durch seit Jahren fehlende Neueinstellungen steigt der Altersdurchschnitt beim vorhandenen Personal immer weiter, und alleine in den n&auml;chsten 15 Jahren werden circa 1,5 Millionen Kolleginnen und Kollegen altersbedingt ausscheiden.&rdquo; Ziehe man davon die zu erwartenden Neueinstellungen ab, bleibe eine Personall&uuml;cke von mehreren Hunderttausend Besch&auml;ftigten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/personalmangel-staat-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p>dazu: <strong>15 Prozent offene Stellen: In der Berliner Verwaltung fehlt massiv Personal<\/strong><br>\nFast 15 Prozent der Stellen in Senatsverwaltungen und Bezirks&auml;mtern sind derzeit offen. 2018 m&uuml;ssen 8600 neue Mitarbeiter angeheuert werden. Ist das zu schaffen?<br>\n&bdquo;Ich bin fasziniert, mit welchem Elan die Kolleginnen und Kollegen unter diesen Bedingungen noch ihre Arbeit machen&ldquo;, sagt Martina Kirstan. Sie ist im Sozialamt Neuk&ouml;lln besch&auml;ftigt und sitzt im Vorstand des Hauptpersonalrats (HPR) des Landes Berlin. Zwar habe der Senat das Problem erkannt, das mit der Sparpolitik des vergangenen Jahrzehnts entstanden sei. Der &ouml;ffentliche Dienst werde wieder personell verst&auml;rkt und die Besetzungsverfahren f&uuml;r freie Stellen liefen auf Hochtouren. Aber: &bdquo;Die L&uuml;cken sind so gro&szlig; geworden, dass sie in absehbarer Zeit kaum zu stopfen sind&ldquo;, sagt Kirstan.<br>\nIn den Personalversammlungen, die bis zum Jahresende in den Senats- und Bezirksbeh&ouml;rden stattgefunden haben, wurden fast &uuml;berall die gleichen Klagen laut. Selbst jene Stellen, die altersbedingt frei werden, k&ouml;nnen kaum zeitnah besetzt werden. Noch schwieriger sei es, f&uuml;r zus&auml;tzliche Stellen qualifiziertes Personal und B&uuml;ror&auml;ume zu finden. Vor allem die Schulen und Kitas, Polizei, Feuerwehr und Haftanstalten, Bau- und Sozial&auml;mter, Gesundheits- und Jugendeinrichtungen suchen dringend Personal.<br>\nF&uuml;r diese Mangelberufe wurde bisher nicht genug ausgebildet und viele Bewerber gehen lieber zu Bundesbeh&ouml;rden oder nach Brandenburg. Dort wird in der Regel besser bezahlt. Die Dauer der Besetzungsverfahren, sagt HPR-Vorst&auml;ndlerin Kirstan, sei in der Regel nicht das Problem.<br>\nEs fehle schlichtweg an Interessenten, und wenn jemand gefunden sei, der vorher in einer anderen Beh&ouml;rde gearbeitet habe, gehe oft das Geschacher los, bis der neue Mitarbeiter die alte Stelle verlassen k&ouml;nne. &bdquo;Das kann Monate dauern.&ldquo; Und hoch qualifizierte Besch&auml;ftigte wanderten gern in andere Bundesl&auml;nder oder in die private Wirtschaft ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/15-prozent-offene-stellen-in-der-berliner-verwaltung-fehlt-massiv-personal\/20810202.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Die wollen keinen Neustart&ldquo;<\/strong><br>\nDie Verkehrswende ist &uuml;berf&auml;llig. Der Mobilit&auml;tsforscher Andreas Knie erkl&auml;rt, wie sie gelingen kann &ndash; und was das f&uuml;r die deutsche Automobilindustrie bedeutet, die zurzeit noch auf der Bremse steht.<br>\nbrand eins: Herr Knie, die Elektromobilit&auml;t ist in aller Munde, die Automobilindustrie steht vor einem Neustart. Sollte ich mir jetzt ein E-Auto kaufen?<br>\nAndreas Knie: Versuchen Sie es doch mal, Sie w&auml;ren vermutlich &uuml;berrascht. Vor knapp zwei Jahren haben wir einen Test gemacht und 48 unserer Studenten zu den H&auml;ndlern geschickt &ndash; aus Glaubw&uuml;rdigkeitsgr&uuml;nden in Sachen Finanzkraft zusammen mit ihren V&auml;tern. Sie sollten ein Elektroauto kaufen. Zwei davon kamen mit einem Angebot wieder. Dem Rest hat man erz&auml;hlt: &bdquo;Vergessen Sie das mal schnell wieder mit dem Elektroauto, das wird nix. Hier, nehmen Sie einen Diesel, der ist auch umweltfreundlich, und da bekommen Sie Rabatte, Rabatte, Rabatte.&ldquo; Da wird sich nicht viel ge&auml;ndert haben. Die Industrie will momentan gar keine Elektroautos verkaufen. Die wollen keinen Neustart.<br>\nNa ja, die H&auml;ndler wollen schnell noch ihre Ladenh&uuml;ter loswerden.<br>\nDas zeigt sich nicht nur bei den H&auml;ndlern, das hat System. Wir hatten damals, 2009, den Mini-E hier am InnoZ zum Test. Dabei waren auch f&uuml;hrende BMW-Manager. Die Mini-Fahrer waren begeistert und wollten nichts anderes mehr haben. Da hat BMW Angst bekommen, dass sich das herumspricht und sie das falsche Auto anbieten. Der Plan, nach den ersten 500 Mini-E auf 5000 Fahrzeuge aufzustocken, wurde sofort einkassiert, auch die Prototypenzulassung hat BMW nicht verl&auml;ngert. Ein anderes Beispiel: 2013 brachte Daimler den Elektro-Smart auf den Markt. Das Problem: Der Stromer war viel besser als die Verbrenner-Version. Bereits vor Ende Mai verk&uuml;ndete Daimler, dass die Jahresproduktion ausverkauft sei. Was ja durchaus sein kann &ndash; aber hat man mal irgendwann geh&ouml;rt, dass man leider keine S-Klasse mehr bauen kann oder der A8 ausverkauft ist? Das gibt es nicht. Das &auml;hnelt alles der EV1-Geschichte. Ein vision&auml;res Elektroauto, gebaut 1995 von General Motors, mit schon damals etwas mehr als 100 Kilometer Reichweite. Vom EV1 wurden drei Exemplare gerettet, der Rest wanderte schnell in die Schrottpresse. Das Elektroauto war zu gut. Wie das im Detail gelaufen ist, zeigt der wunderbare Dokumentarfilm &bdquo;Who Killed the Electric Car?&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.brandeins.de\/archiv\/2018\/reset\/die-wollen-keinen-neustart\/\">brand eins<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Warten auf Merkel<\/strong><br>\n2018 soll zum &ldquo;Schicksalsjahr&rdquo; f&uuml;r die EU werden, mit Reformen der Fl&uuml;chtlingspolitik und der W&auml;hrungsunion. Doch die Kanzlerin steht auf der Bremse. Der Streit um die neue GroKo ist dabei noch das geringste Problem<br>\nReden Angela Merkel und Emmanuel Macron neuerdings synchron, ja sogar &ldquo;in Stereo&rdquo;? Dies will die franz&ouml;sische Tageszeitung &ldquo;Le Monde&rdquo; herausgefunden haben. In einem Editorial vergleicht das Blatt die Neujahrsansprachen der deutschen Kanzlerin und des franz&ouml;sischen Staatspr&auml;sidenten. &Uuml;berraschendes Ergebnis: Zwischen den beiden ungleichen Staatenlenkern herrsche, jedenfalls was Europa betrifft, perfekte Harmonie.<br>\nTats&auml;chlich haben Merkel und Macron 2018 (wieder einmal) zum &ldquo;Schicksalsjahr&rdquo; f&uuml;r Europa ausgerufen. Und beide haben sie die deutsch-franz&ouml;sische &ldquo;Entente&rdquo; beschworen. Die Europ&auml;er m&uuml;ssten ihre &ldquo;Werte solidarisch und selbstbewusst nach innen wie nach au&szlig;en vertreten&rdquo;, sagte Merkel. &ldquo;Deutschland und Frankreich wollen gemeinsam daf&uuml;r arbeiten, dass das gelingt, und so dazu beitragen, Europa f&uuml;r die Zukunft fit zu machen&rdquo;, s&auml;uselte sie.<br>\nBei n&auml;herer Betrachtung reden die beiden Chefs jedoch weder synchron noch stereo, sondern aneinander vorbei. Bei Merkel bleibt alles unverbindlich und vage: Keine Vereinigten Staaten von Europa, wie bei SPD-Chef Martin Schulz, kein Europ&auml;ischer W&auml;hrungsfonds, wie bei Ex-Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble, und auch sonst keine einzige konkrete Aussage zur Zukunft der EU oder zu den europapolitischen Pl&auml;nen des Kanzleramts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Warten-auf-Merkel-3932488.html\">Eric Bonse auf Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wenn Arbeitgeber tricksen: Der Mindestlohn wird ausgeh&ouml;hlt<\/strong><br>\n8,50 Euro, weniger soll niemand in Deutschland pro Stunde verdienen, so steht es im 2015 in Kraft getretenen Mindestlohngesetz. Inzwischen wurde die Marke auf 8,84 Euro angehoben. Doch die Arbeitgeber haben offenbar viele Schlupfl&ouml;cher entdeckt, um die Lohnuntergrenze zu unterlaufen. 1,8 Millionen Besch&auml;ftigte in Deutschland, so hat das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung DIW ermittelt, verdienen weniger als den Mindestlohn. DIW-Chef Marcel Fratzscher: &ldquo;Es gibt ein Mindestlohngesetz mit klaren Regeln, es geht darum, dass die Politik diese Regeln anwenden muss. Hei&szlig;t: Unternehmen m&uuml;ssten mehr Rechenschaft dar&uuml;ber ablegen, was sie an L&ouml;hnen zahlen, sodass dieser Missbrauch, der entsteht, in der Zukunft nicht mehr entstehen kann.&rdquo;<br>\nVerst&ouml;&szlig;e haben die DIW-Forscher vor allem in den klassischen Niedriglohn-Branchen festgestellt: am Bau, in Hotels und Gastst&auml;tten, in der Geb&auml;udereinigung, im Einzelhandel. Dort gibt es viele Minijobs, ein beliebtes Instrument, um den Mindestlohn zu unterlaufen, sagt Michael Kulus, er ist Sprecher der Zollverwaltung in Berlin: &ldquo;Da wird also versucht zu tricksen, dort gibt es die M&ouml;glichkeit, die Besch&auml;ftigten als geringf&uuml;gig einzustufen, die werden dann aber in Wahrheit Vollzeit besch&auml;ftigt, und all solche Dinge, um die Zahlung des Mindestlohns zu umgehen.&rdquo;<br>\n43 Prozent der Minijobber, so das Ergebnis der DIW-Studie, verdienen weniger als den gesetzlichen Mindestlohn. Also fast jeder zweite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wenn-arbeitgeber-tricksen-der-mindestlohn-wird-ausgehoehlt.862.de.html?dram:article_id=407555\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wo die B&uuml;rgerversicherung schon Realit&auml;t ist<\/strong><br>\nOb Spitzenverdiener oder Arbeitsloser, selbst&auml;ndig oder beamtet &ndash; in &Ouml;sterreich ist jeder B&uuml;rger automatisch krankenversichert. Das &ouml;sterreichische System gilt sogar als sehr effizient. Es ist aber auch ziemlich komplex.<br>\n&ldquo;Wir bieten f&uuml;r den gleichen Beitragssatz quer durch &Ouml;sterreich die gleiche Leistung und das auf einem sehr hohen Niveau&rdquo;, sagt Alexander Biach, Vorstandsvorsitzender des Hauptverbands der &ouml;sterreichischen Sozialversicherungstr&auml;ger. Der Grundgedanke sei der einer Krankenversicherung, die f&uuml;r alle gleich ist. &ldquo;Das gelingt uns, weil wir letzten Endes im internationalen Vergleich auch hier Spitzenpositionen einnehmen und &auml;hnlich wie Deutschland bei einer Abdeckung von &uuml;ber 99 Prozent aller medizinischen Bed&uuml;rfnisse alleine aufgrund des Versicherungswesens liegen.&rdquo;<br>\nDer Unterschied zu Deutschland ist, dass alle erwerbst&auml;tigen &Ouml;sterreicher automatisch und verpflichtend versichert sind. Auch Spitzenverdiener, Selbst&auml;ndige und sogar Beamte. Eine freie Wahl der Krankenkassen gibt es nicht und dementsprechend auch keinen Wettbewerb zwischen den Kassen. Das f&uuml;hrt zu vergleichsweise geringen Verwaltungskosten, sagt Alexander Biach: &ldquo;Wenn Sie Deutschland nehmen aufgrund des Versicherungssystems, wo man sich das aussuchen kann, muss nat&uuml;rlich Werbung gemacht werden, sind die Kosten h&ouml;her. Da liegt man laut OECD bei 5,4 Prozent und &Ouml;sterreich kann sich diese Werbungskosten ersparen und liegt damit bei einem Verwaltungskostenanteil von lediglich 2,8 Prozent.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/oesterreich-wo-die-buergerversicherung-schon-realitaet-ist.795.de.html?dram:article_id=407478\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Amt f&uuml;r Akkumulation<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit h&auml;uft Rekord&uuml;berschuss aus Beitr&auml;gen an. Derweil klagen die Jobcenter &uuml;ber Unterfinanzierung<br>\nDie Jobcenter klagen &uuml;ber chronische Unterfinanzierung. Jahr f&uuml;r Jahr schichten sie deshalb Hunderte Millionen Euro aus dem Budget f&uuml;r &raquo;Eingliederung&laquo; in ihren Verwaltungsapparat um. Die &uuml;bergeordnete Beh&ouml;rde der Hartz-IV-&Auml;mter, die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), h&auml;uft zugleich dicke Finanzpolster aus Beitr&auml;gen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigter an. Im Jahr 2017 erwirtschaftete sie so einen &Uuml;berschuss von 5,5 Milliarden Euro. Das berichtete am Sonnabend zuerst die Nachrichtenagentur dpa. Damit seien die R&uuml;cklagen nunmehr auf fast 17 Milliarden Euro angewachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/324451.amt-f%C3%BCr-akkumulation.html\">junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Hartz IV: &bdquo;Verwaltungskosten&ldquo; und &bdquo;Leistungen zur Eingliederung&ldquo; im Soll-Ist-Vergleich 2005 bis 2018<\/strong><br>\nIn den elf Haushaltsjahren von 2006 bis 2016 wurden vom Bund f&uuml;r den Bundesanteil an den &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; insgesamt &uuml;ber 3,5 Milliarden Euro mehr und f&uuml;r &bdquo;Leistungen zur Eingliederung in Arbeit&ldquo; insgesamt &uuml;ber 10,0 Milliarden Euro weniger ausgegeben als im Bundeshaushalt veranschlagt. Im Haushaltsjahr 2017 k&ouml;nnten vom Bund f&uuml;r den Bundesanteil an den &bdquo;Verwaltungskosten f&uuml;r die Durchf&uuml;hrung der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; &uuml;ber 900 Millionen Euro mehr ausgegeben worden sein als im Bundeshaushalt veranschlagt, und im Haushaltsjahr 2018 voraussichtlich &uuml;ber eine Milliarde Euro mehr als die im ersten Entwurf des Bundeshaushalts 2018 (vom 28. Juni 2017) veranschlagten 4,555 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/1021-hartz-iv-verwaltungskosten-und-leistungen-zur-eingliederung-im-soll-ist-vergleich-2005-bis-2018.html\">BIAJ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Auftr&auml;ge vor Vergabe: Helikopter-Drohnen f&uuml;r die Bundeswehr<\/strong><br>\nDas Verteidigungsministerium will in den kommenden Wochen einen Auftrag f&uuml;r neue Helikopter-Drohnen f&uuml;r die Marine vergeben. Auch das Heer soll solche Systeme bekommen. Kritiker bef&uuml;rchten den Einstieg in die Beschaffung autonom handelnder T&ouml;tungsmaschinen.<br>\nGewaltige Felsformationen in unwirtlich-wildem Gebirge. Aus der Perspektive der Bundeswehr-Piloten mutet Afghanistan fast schon romantisch an. Im Tiefflug suchen sie einen Landeplatz f&uuml;r ihre Hubschrauber. Doch geeignetes Gel&auml;nde gibt es kaum und je verlockender eine vermeintlich passende Stelle, desto gr&ouml;&szlig;er das Risiko, dass auch Taliban-K&auml;mpfer sie als Hinterhalt nutzen k&ouml;nnten.<br>\nEs sind solche Szenarien, die die Bundeswehr bewogen haben, f&uuml;r das Heer die Beschaffung von unbemannten Minihubschraubern untersuchen zu lassen. Die k&ouml;nnten dann beispielsweise potenzielle Landezonen vorab auskundschaften. Tagesschau.de liegt die entsprechende Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion vor.<br>\nDort liest sich das dann so: &ldquo;Die Aufkl&auml;rung von m&ouml;glichen Landepl&auml;tzen f&uuml;r Hubschrauber durch ferngesteuerte unbemannte Luftfahrzeuge erh&ouml;ht die Sicherheit von Passagieren und Besatzungen und tr&auml;gt dadurch ma&szlig;geblich zum Erfolg des Einsatzauftrags bei.&rdquo; Deshalb ben&ouml;tige das Heer diese Systeme, so die Argumentation der Streitkr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/bundeswehr-drohnen-107.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gabriel verpasst Chance bei Ukrainereise<\/strong><br>\nBundesau&szlig;enminister Sigmar Gabriel hat bei seiner Ukrainereise leider die Chance auf eine Thematisierung der prek&auml;ren Menschenrechtssituation verpasst. Es ist ein politisches Armutszeugnis, dass Gabriel weder die politische Verfolgung von Kriegsgegnern wie Ruslan Kotsaba noch die Beteiligung faschistischer Milizen wie des Asow-Bataillons am Krieg in der Ukraine an der Seite Kiews &ouml;ffentlich angesprochen hat&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und Au&szlig;enpolitikerin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Wie der Besuch Gabriels in Mariupol an der Kontaktlinie scheint leider auch die Menschenrechtslage in der Ukraine f&uuml;r die Bundesregierung im Nebel versunken zu sein. Dabei ist es eine entscheidende Voraussetzung f&uuml;r die Erf&uuml;llung des Minsker Abkommens, dass die nationalistische Politik der ukrainischen Regierung auf Kosten von Minderheiten zumindest eingehegt wird.<br>\nEs ist h&ouml;chste Zeit, dass in der Ukraine die Konfliktparteien aus Kiew und Donezk an einen Tisch kommen und sich gemeinsam auf eine Umsetzung der Minsker Vereinbarungen verst&auml;ndigen. Die Bundesregierung sollte ihr diplomatisches Gewicht nutzen, damit ein solches Treffen endlich zustande kommt. Dar&uuml;ber hinaus muss die Bundesregierung sich endlich daf&uuml;r einsetzen, dass die anhaltende Blockade humanit&auml;rer Lieferungen in die Ostukraine durch die ukrainischen Beh&ouml;rden aufgehoben wird. Statt der von den USA forcierten weiteren Aufr&uuml;stung der Ukraine braucht es einen Stopp von Waffenexporten in die Konfliktregion, insbesondere auch der deutschen R&uuml;stungslieferungen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/gabriel-verpasst-chance-bei-ukrainereise\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hier scheitert Europa<\/strong><br>\nMehr als 5.000 Menschen harren aus im Fl&uuml;chtlingslager Moria auf Lesbos. Einige von ihnen glauben, die schlimmen Zust&auml;nde seien politisch gewollt. Das nehmen sie nicht l&auml;nger hin.<br>\nF&uuml;nf Meter &uuml;berragt das Tor die Zelte und Container des Fl&uuml;chtlingslagers Moria. Stacheldraht windet sich an seiner Oberkante. Z&auml;une, Betonw&auml;nde, Stahlgitter schlie&szlig;en rechts und links an. Durch eine schmale T&uuml;r laufen Menschen rein und raus. Sie gehen ohne Eile, Zeit hat hier jeder im &Uuml;berfluss. Das Lager k&ouml;nnen sie tags&uuml;ber verlassen, auf der Insel Lesbos aber sind sie gefangen.<br>\nIn den Augen der Europ&auml;ischen Union ist Lesbos ein Brennpunkt der Fl&uuml;chtlingskrise, weil hier seit 2015 besonders viele Menschen auf der Suche nach Schutz in Europa ankamen. Zwei Beschl&uuml;sse sollten die Lage entsch&auml;rfen. Die EU unterschrieb einen Deal mit der T&uuml;rkei, um weitere Fl&uuml;chtlinge davon abzuhalten, europ&auml;ischen Boden zu erreichen. Aber noch immer kommen zwischen 2.000 und 5.000 pro Monat in Griechenland an, die Bearbeitung der Antr&auml;ge dauert oft Monate. Tausende sitzen fest.<br>\nDeshalb schickt die EU au&szlig;erdem Geld, damit die Asylsuchenden menschenw&uuml;rdig untergebracht werden k&ouml;nnen, bis &uuml;ber ihre Antr&auml;ge entschieden ist. 200 Millionen Euro flossen allein 2017 in entsprechende Programme in Moria und anderswo. Aber kommt das Geld bei den Menschen in Moria auch an? Journalisten erhalten keinen Zutritt zu dem Lager. Doch wer den richtigen Moment abpasst, gelangt hinein. Und was auf der anderen Seite passiert, kontrollieren die Polizisten nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2018\/02\/fluechtlingslager-lesbos-moria-zustand\">Zeit Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Fl&uuml;chtlinge auf Lesbos: Die Vergessenen von Moria<\/strong><br>\nTrotz der K&auml;lte hausen sie in Zelten, die hygienischen Bedingungen sind katastrophal und die Versorgung ist miserabel: Im Lager Moria auf der Insel Lesbos leben rund 5600 Fl&uuml;chtlinge unter menschenunw&uuml;rdigen Bedingungen &ndash; und die griechischen Beh&ouml;rden schauen tatenlos zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/fluechtlinge-auf-lesbos-die-vergessenen-von-moria.979.de.html?dram:article_id=407456\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Sonderausschuss zu den G20-Krawallen: Warum die Aufkl&auml;rung stockt<\/strong><br>\nPl&uuml;nderungen, Brandstiftungen, Angriffe auf die Polizei &ndash; wie konnte es zu den Ausschreitungen kommen und welche Fehler haben die Beh&ouml;rden gemacht? Ein Sonderausschuss soll diese Fragen kl&auml;ren &ndash; und k&auml;mpft mit fehlenden Kompetenzen, geschw&auml;rzten Passagen und geheimen Akten.<br>\nKurz vor Weihnachten sa&szlig;en sie wieder zusammen: die 19 Mitglieder des &ldquo;Sonderausschusses Gewaltt&auml;tige Ausschreitungen rund um den G20-Gipfel in Hamburg&rdquo;. Unter der haushohen, goldverzierten Holzdecke im weiten Kaisersaal des Hamburger Rathauses wirken die Abgeordneten fast verloren. Und zufrieden mit der Arbeit des Ausschusses ist &ndash; mit Ausnahme der roten und gr&uuml;nen Senatsmitglieder &ndash; kaum einer. Dennis Gladiator von der CDU:\n<p>&ldquo;Uns fehlt der klare Aufkl&auml;rungswillen des Senats. Wir haben das in der Befragung des B&uuml;rgermeisters erlebt, der das zu einer &sbquo;Olaf-Scholz-Show&lsquo; gemacht hat, der sich selbst darstellen wollte, ohne auf Fragen einzugehen, ohne wirklich Sachverhaltsaufkl&auml;rung zu betreiben.&rdquo;<\/p>\n<p>Aufkl&auml;ren soll der Ausschuss, wie es zu den Krawallen, den massiven Attacken gegen die Polizei, zu den Pl&uuml;nderungen und Brandstiftungen w&auml;hrend des G20-Gipfels kommen konnte. Aber auch, welche Fehler der Senat, welche die Polizei gemacht hat. War das Eskalationsprinzip vieler Polizeiaktionen noch verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig? Wie erkl&auml;rt sich, dass die Einsatzleitung &uuml;ber drei Stunden brauchte, um die au&szlig;er Kontrolle geratenen Krawalle im Schulterblatt zu beenden? Trotz der Lebensgefahren f&uuml;r die Anwohner der Stra&szlig;e. Die Linkenpolitikerin Christiane Schneider:<\/p>\n<p>&ldquo;Das Problem ist, dass dieser Ausschuss ein eigenartiges Format hat. Wir haben heute wieder sehr lange Vortr&auml;ge geh&ouml;rt. Wir haben jetzt relativ wenige Gelegenheiten, die Auskunftspersonen direkt hart zu befragen. Das r&uuml;ckt in den Hintergrund. Ich glaube, dass wir schon einiges neu erfahren, dass wir auch aus den Akten Sachen erfahren, die wir nachfragen k&ouml;nnen. Aber das wir uns sehr, sehr schwertun in diesem Ausschuss, Fragen zu stellen, die die Beh&ouml;rden festnageln.&rdquo;<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/sonderausschuss-zu-den-g20-krawallen-warum-die-aufklaerung.1001.de.html?dram:article_id=407496\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>China hat genug von Europas M&uuml;ll<\/strong><br>\nWie so ein globaler Kreislauf aus immer mehr Waren und immer mehr M&uuml;ll aussehen kann, l&auml;sst sich an jedem gr&ouml;&szlig;eren Hafen in Deutschland beobachten. Da kommen Frachter an, manche von ihnen sind bepackt mit Tausenden Containern. Turnschuhe, Fleecejacken, Brillengestelle, und fast alles kommt aus China. Ist die Ladung gel&ouml;scht, werden neue Container an Bord verstaut: bis obenhin gef&uuml;llt mit Plastikabfall. Das Verschiffen des M&uuml;lls lohnt sich, denn die Frachtraten nach Asien sind g&uuml;nstig &ndash; und zur&uuml;ck nach China m&uuml;ssen die Container ohnehin. Was einst als Verpackung oder Plastikspielzeug in Europa ankam, oftmals aus Asien, findet so seinen Weg zur&uuml;ck. Jedenfalls bis vor wenigen Tagen.<br>\nDenn zur Jahreswende hat die Regierung in Peking den Import von Altplastik gestoppt. Und das hat globale Folgen: Die Volksrepublik produziert mehr Plastik als jedes andere Land der Erde, doch jetzt will es von dem alten Zeug aus aller Welt nichts mehr wissen, jedenfalls nicht in der bisherigen, oftmals minderen Qualit&auml;t. Europa hat nun ein gewaltiges M&uuml;llproblem.<br>\nBislang galt China als dankbarer Abnehmer von Altkunststoff. Der Weg nach Fernost lief dabei &uuml;ber mehrere Stationen: Erst landet der M&uuml;ll in der Wertstofftonne, wird dann eingesammelt und rattert auf Flie&szlig;b&auml;ndern durch Sortieranlagen. Am Ende wird der sortierte M&uuml;ll gepresst oder zu Granulat verarbeitet &ndash; auf dass wieder neuer Kunststoff daraus werde. Im Jahr 2016 kaufte die Volksrepublik weltweit 7,3 Millionen Tonnen solcher Abf&auml;lle zusammen. Allein aus Deutschland gingen 1,5 Millionen Tonnen alter Kunststoffe nach China und Hongkong, mehr als die H&auml;lfte der Gesamtmenge, die hierzulande anf&auml;llt. &Auml;hnlich sieht es anderswo in Westeuropa aus. Von Gro&szlig;britannien aus wurden zum Beispiel im vergangenen Jahr knapp 800 000 Tonnen nach China verschifft, etwa 65 Prozent des Plastiks.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/abfallwirtschaft-china-hat-genug-von-europas-muell-1.3811255\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hochhausbrand in London: Untersuchungen zum Grenfell Tower kommen nicht voran<\/strong><br>\nAls die Fernsehnachrichten am vergangenen Wochenende Bilder von einem brennenden Hochhaus in Manchester zeigten, wurde manchem Zuschauer flau ums Herz: Zu sehr erinnerten die Eindr&uuml;cke an den Brand im Grenfell Tower in London vor einem halben Jahr, als 71 Menschen ums Leben kamen. Die leicht entflammbare Fassade war in Brand geraten, das Hochhaus loderte innerhalb von Minuten wie eine Fackel. In Manchester ging diesmal alles glimpflich ab, es gab drei Leichtverletzte, und die Feuerwehr meldete schnell Entwarnung.<br>\nBeim Grenfell Tower hingegen gibt es keine Entwarnung, der Wohnturm im Londoner Westen ragt bis heute als schwarzes Mahnmal in den Himmel. Stadt und Regierung hatten nach dem Brand im Juni versprochen, dass schnell und unb&uuml;rokratisch geholfen w&uuml;rde, dass die Familien der Opfer gut versorgt und die Bewohner des unbewohnbar gewordenen Hochhauses bald neue Apartments bekommen w&uuml;rden. Zudem wurde eine unabh&auml;ngige Untersuchung angek&uuml;ndigt, um herauszufinden, wer verantwortlich daf&uuml;r ist, dass notwendige Brandschutzma&szlig;nahmen nicht getroffen wurden und eine billige, als Au&szlig;enhaut absolut ungeeignete Fassade verbaut wurde.<br>\nAber das alte Jahr ging, das neue kam, und immer noch leben etwa hundert Familien in Hotels und &Uuml;bergangswohnungen. Premierministerin Theresa May hatte Hilfe innerhalb von Wochen versprochen, doch nach drei Monaten musste die Stadtverwaltung einr&auml;umen, dass es weit schwieriger werde als gedacht, f&uuml;r mehr als 300 Mieter neue Unterk&uuml;nfte zu finden. 20 Millionen Pfund (22,5 Millionen Euro) Spendengelder werden nur z&ouml;gerlich ausgezahlt. Und die Untersuchung &uuml;ber die Ursachen l&auml;uft nur schleppend an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/england-das-mahnmal-1.3810278\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Auf dem Weg nach rechts<\/strong><br>\nErstmals werden in diesem Jahr Parteien der extremen Rechten beide EU-Ratspr&auml;sidentschaften mitgestalten. Der Regierung Bulgariens, die seit Montag den Rat der EU f&uuml;hrt &ndash; politisch begleitet von der Konrad-Adenauer-Stiftung (CDU) -, geh&ouml;rt ein Parteienb&uuml;ndnis an, dessen f&uuml;hrende Mitglieder mit antisemitischen Verschw&ouml;rungsthesen und mit rassistischen &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber Roma hervorgetreten sind. An der Regierung &Ouml;sterreichs, die am 1. Juli die EU-Ratspr&auml;sidentschaft &uuml;bernimmt, ist die FP&Ouml; beteiligt, die traditionell dichte Netzwerke in der extremen Rechten unterh&auml;lt; der neue Innenminister hat unter anderem an einem Kongress einer Organisation teilgenommen, der &Ouml;sterreichs Inlandsgeheimdienst eine &ldquo;zum Teil &auml;u&szlig;erst fremdenfeindlich[e]&rdquo; Orientierung und &ldquo;antisemitische Tendenzen&rdquo; bescheinigt. Der neue Einfluss der extremen Rechten auf die EU-Ratspr&auml;sidentschaft entspricht einer Rechtsverschiebung des politischen Spektrums in zahlreichen EU-Staaten &ndash; auch in der Bundesrepublik, wo die AfD j&uuml;ngst zur drittst&auml;rksten Bundestagspartei aufgestiegen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7492\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Lesen Sie dazu auch diesen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41751#h04\">Beitrag<\/a> aus unserer Mittwochsausgabe.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-41781","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41781","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41781"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41781\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41784,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41781\/revisions\/41784"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41781"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41781"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41781"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}