{"id":41785,"date":"2018-01-05T09:02:40","date_gmt":"2018-01-05T08:02:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41785"},"modified":"2018-12-30T16:07:50","modified_gmt":"2018-12-30T15:07:50","slug":"der-malwinenfalkland-disput-und-die-belagerung-des-suedatlantiks-durch-das-nato-land-grossbritannien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41785","title":{"rendered":"Der Malwinen\/Falkland-Disput und die Belagerung des S\u00fcdatlantiks durch das NATO-Land Gro\u00dfbritannien"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180105_a1.jpg\" title=\"\" alt=\"\"><\/div><p>Das Drama um das verschollene argentinische U-Boot San Juan, mit 44 Besatzungsmitgliedern an Bord, w&auml;re eine willkommene mediale Gelegenheit f&uuml;r Recherchen und Reportagen &uuml;ber die Gesch&auml;ftigkeit Gro&szlig;britanniens in der s&uuml;datlantischen See, insbesondere im Umkreis des von dem NATO-Land seit dem Krieg von 1982 scharf bewachten Malwinen\/Falkland-Archipels, gewesen. Doch im Bl&auml;tterwald des deutschen und weltweiten Mainstreams erweist sich die Suche nach aktuellen Berichten &uuml;ber den s&uuml;datlantischen Disput und seine geopolitischen Folgen als vergeblicher Aufwand. Ein Bericht von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nZuletzt widmete <em>Der Spiegel<\/em> vor zwei Jahren dem argentinisch-britischen Konflikt einen <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/einestages\/falkland-konflikt-was-wurde-aus-dem-konflikt-a-1033202.html\">bem&uuml;ht ausgewogenen Artikel<\/a>, beging jedoch bereits im Titel eine eurozentrische Fehlleistung mit der &Uuml;bernahme der englischen Bezeichnung der Inseln, die als Sprachregelung einen politischen Herrschaftsanspruch stellt. Die kritiklose &Uuml;bernahme des britischen Souver&auml;nit&auml;tsanspruchs auf den Archipel durchzieht in der Regel die deutsche und &uuml;brige westliche Berichterstattung, in der die <em>Malvinas<\/em>, der spanische Name der Inseln, h&ouml;chstens als exotische Fu&szlig;note abgetan und ausgeblendet wird. So geschehen Ende 2016 in vereinzelten Kurzbeitr&auml;gen &uuml;ber den <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/argentinien-protestiert-gegen-britische-man%C3%B6ver\/a-36049828\">Protest Argentiniens<\/a> vor den Vereinten Nationen gegen ein geplantes britisches Milit&auml;rman&ouml;ver auf dem Archipel.<\/p><p>Als nicht weniger fruchtlos erweist sich die Suche nach kritischen Anfragen und Resolutionen im Europ&auml;ischen Parlament. Umso besorgniserregender erscheint die europ&auml;ische Passivit&auml;t, da europaweit je auf das Wiedererwachen des britischen Kolonialismus mit der geplanten Annektierung des S&uuml;datlantiks reagiert wurde, wovor selbst liberale britische Medien wie der <em>Guardian<\/em> vor zehn Jahren warnten (The new British empire? UK plans to annex south Atlantic &ndash; The Guardian, 22. September 2007). <\/p><p>Der 2007 der UN-Kommission f&uuml;r die Grenzen des kontinentalen Festlandsockels (CLCS) &uuml;berreichte Antrag Gro&szlig;britanniens erhebt territorialen Anspruch auf Hunderttausende Quadratkilometer im S&uuml;datlantik mit der Expansion der bestehenden 200-Meilen-Zone auf ein 350-Meilen-Hegemonialgebiet rund um die Malvinas-Falklands, Ascensi&oacute;n und Rockall-Inseln. Im Hintergrund des Annektierungsversuchs stehen lukrative Gas-, Mineral- und &Ouml;lfunde, jedoch auch die &Uuml;berlegung, die seit Ende des Malvinen-Falkland-Krieges von Gro&szlig;britannien verteilten, Millionen Euro schweren Fischerei-Konzessionen auszuweiten, deren illegaler Charakter und Umweltsch&auml;digung nicht nur von Argentinien, sondern von Fischerei-Experten und internationalen Umweltverb&auml;nden aufs Sch&auml;rfste kritisiert wird.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180105_a2.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p><strong>Falkland oder Malvinas? Kurze historische R&uuml;ckblende<\/strong><\/p><p>Mit &bdquo;Falkland&rdquo; taufte John Strong, Kapit&auml;n einer englischen Expedition um 1690, die Meeresenge, die die beiden Hauptinseln des Archipels trennt. Die Taufe war eine Ehrung Anthony Carys, 5. Viscount von Falkland und Schatzmeister der Royal Navy, der die Expedition gef&ouml;rdert hatte. Doch fand der Name erst 1765 Anwendung, als Kapit&auml;n John Byron die Inseln offiziell f&uuml;r K&ouml;nig George III. beanspruchte.<\/p><p>Die spanische Namensgebung &bdquo;Islas Malvinas&ldquo; ist wiederum eine Ableitung aus den franz&ouml;sischen &bdquo;&Icirc;les Malouines&ldquo;, einer Bezeichnung, die der Archipel dem franz&ouml;sischen Expedition&auml;r Louis-Antoine de Bougainville verdankt, der dort 1764 die erste Siedlung gr&uuml;ndete und mit dem Namen seinen Heimathafen Saint-Malo in Frankreich w&uuml;rdigte. Jedoch weder hatten Briten noch Franzosen einen Rechtsanspruch auf die Inseln. Historisch korrekt ist vielmehr der Souver&auml;nit&auml;tsanspruch Argentiniens, den das Land mit seiner Unabh&auml;ngigkeit im Jahr 1810 als Erbe des spanischen Kolonialterritoriums auf der Grundlage des V&ouml;lkerrechts-Prinzips <em>Uti possidetis<\/em> erwarb.<\/p><p>Unterschiedliche Quellen nannten &uuml;ber Jahrhunderte hinweg die 1520 im spanischen Auftrag unternommene, historische Weltumschiffungs-Expedition des Portugiesen Fern&atilde;o de Magalh&atilde;es als Zeitpunkt der ersten Sichtung des Malwinen-Archipels, die andere Quellen wiederum dem niederl&auml;ndischen Kapit&auml;n Sebald de Weer als Entdecker der Sebaldes-Inseln als Teil des Malvinas-Archipels im Jahr 1598 andichten. Doch gilt als gesichert, dass Francisco de Ribera, dessen Expedition vom katholischen Bischof Gutierre de Vargas y Carvajal finanziert worden war, als der eigentliche Entdecker bezeichnet werden darf. Als erster Europ&auml;er nahm Ribera die Inseln am 4. Februar 1540 f&uuml;r Spanien in Besitz, &uuml;berwinterte mit seiner Mannschaft bei klirrender K&auml;lte in der menschenleeren Landschaft und kehrte im Dezember 1540 nach Spanien zur&uuml;ck, ohne dass der Inbesitznahme die spanische Kolonisierung des Archipels folgte.<\/p><p>Menschenleer blieben die Inseln auch die darauffolgenden 200 Jahre, bis Bougainville mit Port Louis die erste Siedlung gr&uuml;ndete, die im Handumdrehen von Spanien beanstandet wurde und 1767 die Entsendung spanischer Statthalter des Vizek&ouml;nigreichs von R&iacute;o de la Plata, mit Sitz in Buenos Aires, und 1774 auch die Evakuierung einzelner Briten zur Folge hatte. Auf dieser Rechtsgrundlage wurden die Inseln nach der Unabh&auml;ngigkeit Argentiniens weiter verwaltet; ein Vorrecht, das das Vereinigte K&ouml;nigreich auch mit seiner 1825 erfolgten Anerkennung der argentinischen Unabh&auml;ngigkeit niemals in Frage stellte.<\/p><p>Im Jahr 1829 ernannte Argentinien den Hamburger Hugenotten und Kaufmann Luis (Ludwig) Vernet zum ersten Gouverneur der Malvinas-Inseln. Doch kaum hatte die argentinische Besiedlung begonnen, landeten die Briten 1833 eine milit&auml;rische Invasion und halten seitdem mit schottischen und walisischen Siedlern, <em>Kelpers<\/em> genannt, die argentinischen Inseln unter dem Namen &bdquo;Falklands&ldquo; besetzt. Die Invasion war eine Vergeltung gegen Vernets Verbot der brutalen Abschlachtung der Robbenkolonien durch britische und US-amerikanische Walf&auml;nger und Robbenj&auml;ger. Vernet meinte es ernst und lie&szlig; die amerikanischen Fischkutter Harriet, Breakwater und Superior gefangennehmen. Die Besatzung des Harriet war samt Schiff und Beweis-Unterlagen sogar nach Buenos Aires abgef&uuml;hrt und vor Gericht gestellt worden.<\/p><p>Als 150 Jahre versp&auml;teter Vergeltungsschlag landete am 2. April 1982 die innenpolitisch isolierte, blutige Milit&auml;rdiktatur General Leopoldo Galtieris mit 10.000 schlecht ausgebildeten, ausger&uuml;steten und ern&auml;hrten Soldaten einen umgekehrten &Uuml;berfall auf die Inseln. Trotz schwerer Verluste der britischen Royal Navy und der Luftwaffe, mit dem Abschuss von 34 Kampfjets und der Versenkung von 8 hochmodernen Kriegsschiffen &ndash; darunter des Zerst&ouml;rers HMS Sheffield und des Flugzeugtr&auml;gers Atlantic Conveyor &ndash; durch ferngelenkte Exocet-Raketen der argentinischen Luftwaffe, kapitulierte Argentinien am 14. Juni 1982.<\/p><p>Der zweimonatige Krieg forderte insgesamt 2.000 Verletzte, 255 Todesopfer auf britischer und 649 Tote auf argentinischer Seite. Zu seinen Sp&auml;tfolgen z&auml;hlen 500 Selbstmorde argentinischer und mindestens 400 Suizide britischer Kriegsveteranen, die auch 35 Jahre danach als Opfer schwerer Depressionen und sogenannter Posttraumatischer Belastungsst&ouml;rungen sich Kugeln in den Kopf jagen oder sich aus Flugzeugen st&uuml;rzen (Suicide and PTSD: Post WarTorture &ndash; Digital Veterans, 12. Dezember 2017).<\/p><p>Einundzwanzig Jahre sp&auml;ter best&auml;tigte das britische Verteidigungsministerium zum ersten Mal im Dezember 2003, dass britische Schiffe im Falklandkrieg mit Atomwaffen ausger&uuml;stet waren. Die Enth&uuml;llung erfolgte, als die Regierung nach jahrelangem Druck des Londoner <em>Guardian<\/em> zugeben musste, dass w&auml;hrend der Kampfhandlungen sieben Atomwaffencontainer besch&auml;digt wurden (Falklands warships carried nuclear weapons, MoD admits &ndash; The Guardian, 06. Dezember 2003). Einzelheiten dieser Unf&auml;lle werden jedoch nach wie vor geheim gehalten. So zum Beispiel, ob sich an Bord der von Argentinien versenkten HMS Sheffield nukleare Wasserbomben befanden.<\/p><p>Das Eingest&auml;ndnis des britischen Verteidigungsministeriums best&auml;tigte den nachhaltigen Protest Argentiniens, auch die Mutma&szlig;ungen der demokratischen Folge-Regierungen &uuml;ber den fortgesetzten Verkehr atomar bewaffneter, britischer Kriegsschiffe selbst zu Friedenszeiten, was einen erwiesenen Versto&szlig; gegen den Tlatelolco-Vertrag von 1967 bedeuten w&uuml;rde, der Lateinamerika einschlie&szlig;lich des S&uuml;datlantiks zur atomwaffenfreien Weltzone erkl&auml;rt hat.<\/p><p><strong>Die Kapitulation der Regierung Macri trotz Erweiterung der argentinischen Seehoheit<\/strong><\/p><p>Im M&auml;rz 2016 stimmte die UN-CLCS-Kommission &uuml;berraschenderweise nicht dem britischen, sondern einem Antrag Buenos Aires&acute; zu, der umgekehrt die Argentinische See um 35 Prozent erweitert (Falkland Islands lie in Argentinian waters, UN commission rules &ndash; The Guardian, 29. M&auml;rz 2016). Der 2009 eingereichte Antrag stammte aus der Feder der Ende 2015 scheidenden Regierung Cristina Kirchners. Mit einer solchen Expansion besitzt jeder K&uuml;stenstaat ausschlie&szlig;liche Rechte zur Erforschung und Ausbeutung des Festlandsockels, jedoch nicht der Gew&auml;sser an sich, wie im Fall der Wirtschaftszone.<\/p><p>Wie auch immer, das UN-Gutachten best&auml;tigte den 200 Jahre alten Rechtsanspruch Argentiniens auf die Zugeh&ouml;rigkeit des Malvinen-Falkland-Archipels zu seinem maritimen Hoheitsbereich. Gro&szlig;britannien zeigte dem UN-Beschluss die kalte Schulter. Aus britischer Sicht gehe es zu weit, daraus einen Anspruch auf die Inselgruppe abzuleiten. Die UNO-Kommission sei nicht zust&auml;ndig f&uuml;r die Souver&auml;nit&auml;ts-Bestimmung der Falklandinseln, sie besitze rein beratende Funktion und ihre Empfehlungen seien nicht rechtlich bindend. Die Souver&auml;nit&auml;t der Malvinas-Falklandinseln stehe nicht zur Debatte.<\/p><p>Drei Jahre zuvor inszenierte Gro&szlig;britannien ein Referendum unter den knapp 3.000 Siedlern, von denen 1.517 Inselbewohner stimmberechtigt waren und 92 Prozent sich erwartungsgem&auml;&szlig; f&uuml;r den Verbleib der Inseln unter britischer Protektion aussprachen. Das Referendum sollte selbstverst&auml;ndlich dem von den nationalistischen Mitte-Links-Regierungen Argentiniens erhobenen Souver&auml;nit&auml;tsanspruch auf den Archipel den Wind aus den Segeln nehmen.<\/p><p>Kurz nach seinem Amtsantritt k&uuml;ndigte Cristina Kirchners Nachfolger Mauricio Macri bereits eine Wende in der Behandlung des Souver&auml;nit&auml;tsanspruchs an. Das Au&szlig;enministerium der ultraliberalen, im Ausland mit mehr als 250 Milliarden Euro hochverschuldeten Regierung Macri ist der Meinung, dass Verhandlungen mit den Briten im letzten Jahrzehnt nur daran scheiterten, weil die Regierungen N&eacute;stor und Cristina Kirchner angeblich &bdquo;zu kompromisslos&rdquo; auftraten. Als erste Zugest&auml;ndnisse an Gro&szlig;britannien verhandelte Macri &uuml;ber die Wiederaufnahme des Flugverkehrs zwischen dem argentinischen Festland und den Inseln sowie &uuml;ber die Durchf&uuml;hrung gemeinsamer &Ouml;l- und Gas-Explorationsprojekte.<\/p><p>Dennoch erinnerten einzelne Medien in Argentinien an ein Interview aus dem Jahr 1997, in dem der Multimillion&auml;r noch nicht von seinem Pr&auml;sidentenamt tr&auml;umte und &bdquo;getreu seiner Ideologie wirtschaftlicher Anpassungszw&auml;nge darauf hinwies, dass es das britische Finanzministerium eine Menge Geld pro Jahr kostet, um die Malvinas zu erhalten&rdquo;. Also warnte er davor, dass &bdquo;die Malvinas ein zus&auml;tzliches Defizit f&uuml;r das Land&ldquo; bedeuten w&uuml;rden (El d&iacute;a que Macri dijo que las Malvinas ser&iacute;an un gasto &ndash; Infonews, 02. April 2017).<\/p><p>Als hochnotpeinliches Beispiel f&uuml;r Macris Wende im Malwinen-Falkland-Disput steht der Skandal vom M&auml;rz 2017, als Wissenschaftler aus Mendoza auf der Webseite des Ministeriums f&uuml;r Modernisierung zuf&auml;llig auf eine neue Land- und Seekarte Argentiniens stie&szlig;en, in denen die Malvinas nicht mehr als argentinisches Hoheitsgebiet, sondern mit der englischen Schreibweise &ldquo;Falkland Islands&rdquo; bezeichnet wurden. Als Reaktion auf den Spott in Medien und sozialen Netzwerken l&ouml;schte das Ministerium wenige Tage sp&auml;ter die Karte auf der Webseite.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180105_a3.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Doch Macri steht bei der einheimischen Fischerei-Gilde unter Druck. Er muss mit den Briten hart ins Gericht gehen, sie pl&uuml;ndern die argentinischen Fischgr&uuml;nde. Eine Nachtkarte des Erdplaneten, die vom Nationalen Geophysikalischen Datenzentrum der US-Verwaltung der Ozeane und der Atmosph&auml;re und vom Observatorium der NASA ver&ouml;ffentlicht wurde, l&auml;sst allabendlich rund 300 Kilometer vor der argentinischen K&uuml;ste ein beeindruckendes Lichtermeer erkennen. Es sind hunderte von Schiffen, allen voran chinesische, die <em>Illex argentinus<\/em> (Tintenfisch) jagen.<\/p><p>&bdquo;England erteilt Piratenschiffen Lizenzen f&uuml;r illegale Fischerei und Sklaverei. Sie nehmen keine Beobachter an Bord, sie halten keine Arbeits-, Umwelt- oder Sicherheitsvorschriften ein. Sie sind immer noch Piratenschiffe mit englischer Lizenz&ldquo;, hat der argentinische Meeresbiologe Milko Schvartzman ermittelt, der seit Jahren chinesischen, koreanischen, taiwanesischen und spanischen Fischerei-Dampfern auf der Spur ist. Nach Schvartzmans Angaben nutzen sie die Lizenzen der britischen Siedler-Regierung auf den Malwinen und die Logistik des Hafens von Montevideo, um die F&auml;nge, die sie in der Europ&auml;ischen Union und in Asien vermarkten, wei&szlig;zuwaschen.<\/p><p><strong>Spionage-Zentrale im S&uuml;datlantik<\/strong><\/p><p>Die Malwinen bilden mit der von den Briten auf &auml;hnliche Weise Portugal entrissenen Insel Ascens&atilde;o, Ascension genannt, die Br&uuml;cke zur geopolitischen und milit&auml;rischen Kontrolle des gesamten S&uuml;datlantiks durch Gro&szlig;britannien und die USA. Wie selbst Wikipedia zu entnehmen ist, sind auf Ascension extrem leistungsf&auml;hige Signal&uuml;berwachungsstationen (SIGINT) stationiert, die &uuml;ber Satellit und mit Rundfunksignal senden. Der britische Cryptological Intelligence Service (GCHQ) betreibt im Dorf Two Boats eine Chiffrieranlage, die als Teil des globalen &Uuml;berwachungssystems Echelon operieren soll.<\/p><p>Obwohl seit Jahrhunderten von Gro&szlig;britannien besetzt gehalten, wird Ascension in wachsendem Ausma&szlig; von den USA kontrolliert, die hier nicht nur einen interkontinentalen, strategischen Milit&auml;rflughafen, sondern einen Abschnitt des Radiosystems E5 \/ V5 &ndash; auch bekannt unter dem Codenamen &bdquo;Cynthia&rdquo; oder &bdquo;The Counting Station&rdquo; &ndash; betreiben, der als Fernmeldezentrale des CIA mit seinen Agenten gilt, die f&uuml;r den <em>Regimechange<\/em> in S&uuml;damerika und Afrika operieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px;\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180105_a1.jpg\" title=\"\" alt=\"\"\/><\/div>\n<p>Das Drama um das verschollene argentinische U-Boot San Juan, mit 44 Besatzungsmitgliedern an Bord, w&auml;re eine willkommene mediale Gelegenheit f&uuml;r Recherchen und Reportagen &uuml;ber die Gesch&auml;ftigkeit Gro&szlig;britanniens in der s&uuml;datlantischen See, insbesondere im Umkreis des von dem NATO-Land seit dem Krieg von 1982 scharf<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41785\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,20,171],"tags":[965,1519,2236,901,469,2104,2199,1365,1556,1464],"class_list":["post-41785","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-landerberichte","category-militaereinsaetzekriege","tag-argentinien","tag-atomwaffen","tag-falklandinseln","tag-geheimdienste","tag-grossbritannien","tag-kriegsopfer","tag-macri-mauricio","tag-suizid","tag-usa","tag-volksabstimmung"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41785","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41785"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41785\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":48106,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41785\/revisions\/48106"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41785"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41785"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41785"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}