{"id":41805,"date":"2018-01-05T17:16:00","date_gmt":"2018-01-05T16:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805"},"modified":"2018-01-05T17:16:00","modified_gmt":"2018-01-05T16:16:00","slug":"hinweise-des-tages-ii-327","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h01\">Hartz IV muss weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h02\">Pflegereform: &ldquo;Es gibt zu wenig Personal f&uuml;r die Pflegebed&uuml;rftigen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h03\">Scheinselbst&auml;ndigkeit in Deutschland. Auch eine Frage der Abgrenzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h04\">Wohnungslosigkeit in Deutschland: Zu wenig Wohnungen, zu wenig Hilfe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h05\">Die Zukunftsangst der Mittelschicht &ndash; &Uuml;ber die Folgen eines ver&auml;nderten Arbeitsmarkts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h06\">Schlachtfeld &Ouml;ffentliche Daseinsvorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h07\">&ldquo;Versammlungs- und Meinungsfreiheit achten&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h08\">Ist &Ouml;sterreichs Revival der Sozialpartner nach einem Jahrzehnt am Ende?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h09\">Kritik an Ferrero wegen mutma&szlig;lichen Pestizideinsatzes in Chile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h10\">Irak und Syrien: &ldquo;Den Frieden gewinnen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h11\">SPD-Chef: Schulz uneins mit Union bei Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h12\">Verschlusssachen, obskure Quellen und 10 Millionen Zuschauer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h13\">Netzwerkdurchsetzungsgesetz schl&auml;gt zu: Facebook sperrt RT-Deutsch-Artikel &uuml;ber US-Armee<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41805#h14\">Das Letzte: Gabriel kn&uuml;pft Frage von R&uuml;stungsexporten an Fall Y&uuml;cel<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hartz IV muss weg<\/strong><br>\nSPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung fordert Abkehr vom Sanktionsregime. Agenda 2010 habe Aufstieg der Rechten bef&ouml;rdert<br>\nDen Parteien ist wohl bewusst, dass rassistische Stimmungsmache ankommt. Laut Befragungen w&auml;hlten bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr 21 Prozent der Arbeiter und sogar 22 Prozent der Erwerbslosen die AfD. Dazu zog j&uuml;ngst die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in einer Publikation unter dem Titel &raquo;Angst im Sozialstaat&laquo; Bilanz. Das Ende 2017 vorgestellte und medial weitgehend unbeachtet gebliebene Papier hat es in sich: Die Agenda 2010 gleiche einer &raquo;institutionellen Angstmobilisierung&laquo;. Sie habe massiv minderheitenfeindliche Tendenzen und den Aufstieg rechtspopulistischer Kr&auml;fte bef&ouml;rdert, konstatieren die Autoren Sigrid Betzelt und Ingo Bode.<br>\nMit Hartz IV habe die Politik systemische Risiken individualisiert, hei&szlig;t es. Das System bedrohe Lohnabh&auml;ngige bis weit in die Mitte der Gesellschaft. Der Verlust des Arbeitsplatzes oder Krankheit gef&auml;hrdeten den gesamten bis dahin erarbeiteten Lebensstandard. Betroffene passten sich einerseits vermehrt an. Andererseits entstehe Kontrollverlust und Wut. W&ouml;rtlich schreiben die Autoren: &raquo;Im Prekariat dominiert das Treten im Hamsterrad, um den Absturz nach ganz unten zu vermeiden; hier erscheinen Abgrenzungstendenzen nach unten besonders markant.&laquo; Betzelt und Bode schlagen eine Abkehr von Hartz IV und ein Zur&uuml;ck zur &raquo;kollektiven Absicherung&laquo; vor. Prek&auml;re Besch&auml;ftigung m&uuml;sse einged&auml;mmt und Einkommen &raquo;egalit&auml;rer&laquo; verteilt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/324701.hartz-iv-muss-weg.html#\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Pflegereform: &ldquo;Es gibt zu wenig Personal f&uuml;r die Pflegebed&uuml;rftigen&rdquo;<\/strong><br>\nNach Inkrafttreten der gro&szlig;en Pflegereform sind im vergangenen Jahr in den ersten drei Quartalen insgesamt f&uuml;nf Milliarden Euro mehr in die Pflege geflossen als im gleichen Vorjahreszeitraum. Allein das wertet das zust&auml;ndige Bundesministerium schon als Erfolg, weist aber auch auf die vielen gro&szlig;en und kleinen Dinge hin, die verbessert wurden. Pflegeexperte Werner Schell, Gr&uuml;nder des Selbsthilfenetzwerks &ldquo;Pro-Pflege&rdquo;, sagt, es gebe tats&auml;chlich ein beachtliches Plus an Leistungen und neue Einrichtungen, was durchaus positiv zu bewerten sei. Die neue Einteilung der Pflegegrade habe beispielsweise Vorteile f&uuml;r Demenzkranke gebracht: &ldquo;Die sind jetzt sozusagen komplett in das System eingebunden, k&ouml;nnen Leistungen beanspruchen.&rdquo;<br>\nSchell sagte weiter: Insgesamt wage er jedoch zu bezweifeln, dass durch mehr Geld und andere Einstufungen und Einsch&auml;tzungen von Pflegebed&uuml;rftigkeit alles besser und einfacher geworden sei. &ldquo;Fr&uuml;her hatten wir die Minuteneingabe &ndash; drei Minuten f&uuml;rs Z&auml;hneputzen und Haarek&auml;mmen _- und heute haben wir die Einsch&auml;tzung, ob jemand noch selbstst&auml;ndig ist. Da sind sehr viele subjektive Einsch&auml;tzungen noch vorzunehmen. Und das macht die Sache nicht unbedingt einfach.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/pflegereform-es-gibt-zu-wenig-personal-fuer-die.1008.de.html?dram:article_id=407581\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Scheinselbst&auml;ndigkeit in Deutschland. Auch eine Frage der Abgrenzung<\/strong><br>\nIn einer umfangreichen empirischen Studie hat das IAB unter anderem untersucht, wie verbreitet Scheinselbst&auml;ndigkeit in Deutschland ist, und welche Gruppen besonders betroffen sind. Dabei liegt die Zahl der ermittelten Scheinselbst&auml;ndigen je nach juristischer Abgrenzung zwischen 235.000 und 436.000 Erwerbst&auml;tigen im Haupterwerb.<br>\nDas Auftreten von Scheinselbst&auml;ndigkeit deutet im Allgemeinen auf Abgrenzungsprobleme zwischen abh&auml;ngiger und selbst&auml;ndiger Besch&auml;ftigung hin. Neue Arbeitsformen machen die Abgrenzung nicht leichter. Gerade in einer sich immer st&auml;rker digitalisierenden Wirtschaft ist davon auszugehen, dass ver&auml;nderte Formen der Erwerbsarbeit zum Einsatz kommen werden. Exemplarisch f&uuml;r diesen Trend steht die Entwicklung der plattformbasierten Arbeit beispielsweise in der Gig-Economy, in der kleine Auftr&auml;ge kurzfristig an Freelancer vergeben werden, oder bei Fahrdiensten wie Uber und mytaxi. Der vorliegende Beitrag will empirische Grundlagen liefern und dabei folgende Fragen beantworten: Wann liegt Scheinselbst&auml;ndigkeit vor? Wie verbreitet ist das Ph&auml;nomen in Deutschland? Wer ist davon betroffen? Und was sind die Konsequenzen f&uuml;r die Betroffenen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.iab-forum.de\/scheinselbstaendigkeit-in-deutschland-auch-eine-frage-der-abgrenzung\/\">IAB Forum<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wohnungslosigkeit in Deutschland: Zu wenig Wohnungen, zu wenig Hilfe<\/strong><br>\nSch&auml;tzungsweise 860.000 Menschen in Deutschland haben keine Wohnung. Schuld ist nach Auffassung von Wohnungshilfeorganisationen vor allem der angespannte Mietmarkt. Und Abhilfe ist nicht in Sicht.<br>\nDer Weg in die Obdachlosigkeit beginnt bei vielen &auml;hnlich: Prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse oder Jobverlust, bald t&uuml;rmen sich Mietschulden und bis zur R&auml;umungsklage ist es oft nur eine Frage der Zeit. Hinzu kommen oft auch noch private Probleme, die Trennung vom Partner, meist auch Alkohol.<br>\nSchicksalsschl&auml;ge und individuelle Probleme seien oft ein Ausl&ouml;ser f&uuml;r den Verlust der Wohnung, sagt Thomas Specht, stellvertretender Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W). Doch die gesellschaftlichen Ursachen liegen seiner Ansicht nach tiefer: in zunehmender Verarmung und einem extremen Wohnungsmangel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/wohnungslose-105.html\">Tagesschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Zukunftsangst der Mittelschicht &ndash; &Uuml;ber die Folgen eines ver&auml;nderten Arbeitsmarkts<\/strong><br>\nDer deutschen Wirtschaft geht es so gut wie lange nicht mehr, die Arbeitslosenquote hat einen Rekordtiefstand erreicht. Trotzdem schrumpft die Mittelschicht. Viele Menschen sind deshalb verunsichert. (&hellip;)<br>\nNach Berechnungen des DIW lag 1996 der Anteil der Bev&ouml;lkerung in Deutschland, der zur Mittelschicht gez&auml;hlt wird, bei rund 64 Prozent. Fast 20 Jahre sp&auml;ter waren es nur noch rund 56 Prozent. Demn&auml;chst ver&ouml;ffentlicht das Institut neue Zahlen. Sie werden &auml;hnlich sein wie die von 2014, sagt &Ouml;konom Markus Grabka, verantwortlich beim DIW f&uuml;r die Studie. Zur Mittelschicht z&auml;hlt er alle, die zwischen 70 und 150 Prozent des mittleren Haushaltsnettoeinkommens (Medianeinkommen) vorweisen k&ouml;nnen. Dazu geh&ouml;ren &ndash; nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeitr&auml;gen &ndash; neben dem Lohn auch Renten- und Transferzahlungen, Unterhalt oder Eink&uuml;nfte aus Kapital oder Miete. Das DIW hat in der Vergangenheit Kritik einstecken m&uuml;ssen wegen seiner rein &ouml;konomischen Definition der Mittelschicht. Doch Grabka h&auml;lt dagegen: &bdquo;Um das laufende Einkommen dreht sich in einer Marktwirtschaft schlie&szlig;lich fast alles.&ldquo; Bem&auml;ngelt wurden von Kritikern auch zu eng gesteckte Grenzen um das Medianeinkommen. Aber selbst wenn das mittlere Haushaltseinkommen weiter nach oben und unten gefasst werde, &auml;ndere sich letztlich am Trend der schrumpfenden Mittelschicht nichts, betont Markus Grabka. [&hellip;]<br>\nDie Tendenz erstaunt auf den ersten Blick: Eine br&ouml;ckelnde Mittelschicht gab es bisher eigentlich nur bei einer zeitgleichen negativen Konjunkturentwicklung. &bdquo;Bei einer anhaltend wachsenden Wirtschaft und niedriger Arbeitslosenquote ist das ein neues Ph&auml;nomen&ldquo;, verdeutlicht Peer Rosenthal. Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind im ver&auml;nderten Arbeitsmarkt zu finden: Wegen der Vielzahl prek&auml;rer Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse wie Minijobs, unfreiwilliger Teilzeit oder Leiharbeit und wegen der sinkenden Tarifbindung entsteht ein Druck auf die L&ouml;hne. &bdquo;In fr&uuml;heren Generationen gab es die Gewissheit: Wenn man eine gute Ausbildung hat, sich anstrengt und flei&szlig;ig ist, hat man gute Chancen, zur Mittelschicht zu geh&ouml;ren&ldquo;, sagt Peer Rosenthal. Das sei heute nicht mehr so.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/ueber-uns\/bam\/ausgabe-januarfebruar-2018\/die-zukunftsangst-der-mittelschicht-ueber-die-folgen-eines-veraenderten-arbeitsmarkts.html\">Arbeitnehmerkammer Bremen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Und was machen unsere &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo;? F&uuml;r &ldquo;SPON&rdquo; z&auml;hlen u.a. gestiegene Mietpreise offenbar zum Wohlstand, f&uuml;r den &ldquo;das Volk der Sparer (&hellip;) inzwischen (&hellip;) erheblich mehr (&hellip;) als der EU-Durchschnitt&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutsche-geben-viel-fuer-reisen-und-wohnen-aus-a-1186326.html\">ausgebe<\/a>. Besser h&auml;tte es jemand wie George Orwell auch nicht formulieren k&ouml;nnen, oder?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Schlachtfeld &Ouml;ffentliche Daseinsvorsorge<\/strong><br>\nDie &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge stellt das Dogma der Neoliberalen, dass eine Marktwirtschaftsordnung allen anderen Wirtschaftsordnungen &uuml;berlegen ist, fundamental in Frage. Kein Wunder, dass sie gegen dieses Konzept schweres Gesch&uuml;tz auffahren. Ein Frontbericht.<br>\nDas Konzept der &ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge ist ein Affront gegen und ein &Auml;rgernis f&uuml;r alle aufrechten Wirtschaftsliberalen. Impliziert es doch, dass der Markt auf sich allein gestellt, nicht in der Lage ist, den Bedarf nach einer Vielzahl von G&uuml;tern in ausreichender Qualit&auml;t und Quantit&auml;t zu decken.<br>\nBetrachtet man die Vielzahl von G&uuml;tern, deren Produktion unabdingbar zumindest der Gew&auml;hrleistung durch den Staat bedarf und damit den Umfang der die Effizienz der Marktwirtschaft beleidigenden Staatsinterventionen, dann f&uuml;hlt man Mitleid mit der Gemeinde der Marktgl&auml;ubigen: Die soziale Sicherung, Verkehrs-und Geldwesen, Verteidigung, Forschung, Kinderg&auml;rten, Schulen, Universit&auml;ten, Polizei, die Rechtspflege, Gesundheitswesen, Kultur, Wohnraum, die Steuerverwaltung, Wasser-und Energieversorgung, M&uuml;llabfuhr, Kanalisation, Kinderg&auml;rten&hellip;<br>\nEs ist diese Tatsache, die erkl&auml;rt, warum die Staatsquoten in allen entwickelten Volkswirtschaften kaum unter 40% und oftmals bei bis zu 60% liegen. Die von dieser Tatsache ausgehende Gef&auml;hrdung des Rufs der Marktwirtschaft als eines effizienten Allokationsmechanismus knapper Ressourcen und die damit einhergehende Gef&auml;hrdung von Partikularinteressen durch die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge ist den Marktgl&auml;ubigen nicht verborgen geblieben. Sie haben darauf mit einer Reihe von Aktivit&auml;ten reagiert, die durchaus von Erfolg gekr&ouml;nt waren.<br>\nVon diesen Erfolgen beim Kampf f&uuml;r die freie Marktwirtschaft und gegen die staatliche G&auml;ngelung wird im Folgenden berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2017\/12\/schlachtfeld-oeffentliche-daseinsvorsorge\/\">Makroskop<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben mehrfach Position gegen den Privatisierungswahn bezogen. Bitte lesen Sie dazu erneut u.a.:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=211\">Liberalisierung der Daseinsvorsorge &ndash; eine demokratische Errungenschaft wird den Regeln des Wettbewerbs unterworfen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39559\">&bdquo;Lobbyorganisationen sind die treibenden Kr&auml;fte hinter TiSA&ldquo;.<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&ldquo;Versammlungs- und Meinungsfreiheit achten&rdquo;<\/strong><br>\nDie Bundesregierung blickt mit Sorge auf den Iran, aber verschlie&szlig;t weiter die Augen davor, wie Spanien mit Katalonien umgeht &ndash; Ein Kommentar [&hellip;]<br>\nEs ist immer wieder erstaunlich, wie es die Bundesregierung oder Sozialdemokraten es schaffen, auf der einen Seite gegen&uuml;ber L&auml;ndern wie dem Iran eine klare Kritik zu formulieren, Forderungen zu stellen, aber klare Worte gegen&uuml;ber Spanien seit Monaten vermissen lassen. In dem EU-Land wird nicht nur nachweislich weiter gefoltert, dort werden auch mit absurden Anschuldigungen wie &ldquo;Rebellion&rdquo; oder &ldquo;Aufruhr&rdquo; die katalanische Regierung und eine gesamte Demokratiebewegung kriminalisiert, die nachweislich stets friedlich war.<br>\nIn Katalonien wurden von spanischen Sicherheitskr&auml;ften bekanntlich sogar friedliche Teilnehmer eines Referendums brutal mit Kn&uuml;ppeln und verbotenen Gummigeschossen im Rahmen einer gut geplanten milit&auml;r&auml;hnlichen Operation attackiert. Doch weder war aus Berlin eine klare Kritik an Spanien zu h&ouml;ren, noch erkl&auml;rte Schulz, dass sein Herz f&uuml;r die katalanische Bewegung schlage.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Versammlungs-und-Meinungsfreiheit-achten-3934389.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ist &Ouml;sterreichs Revival der Sozialpartner nach einem Jahrzehnt am Ende?<\/strong><br>\nIm letzten Jahrzehnt konnte durch Zusammenarbeit von Sozialpartnern und Bundesregierung der EU-weit dominierende Trend der Deregulierungen und Privatisierungen in &Ouml;sterreich zum Teil umgekehrt werden. Bemerkenswert, da sich &Ouml;sterreichs Wirtschaftspolitik damit von jener der vorhergegangenen drei Jahrzehnte und jener der &uuml;brigen EU Staaten unterschieden hat. Ob erreichte Verbesserungen bewahrt werden k&ouml;nnen, wird von der Einigkeit der Sozialpartner und dem Druck der &Ouml;ffentlichkeit abh&auml;ngen.<br>\nGlobal betrachtet hat sich der dominierende Trend der Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung seit der globalen Wirtschaftskrise 2008 versch&auml;rft. Unter dem Paradigma der Wettbewerbsf&auml;higkeit bestand ein grunds&auml;tzliches Ziel in der Implementierung von Reformen, um neo-korporatistische Praktiken durch Marktmechanismen zu ersetzen. Als Teil dieser Entwicklung wurde &ouml;sterreichs Wirtschaft seit den 1980er Jahren schrittweise liberalisiert; mit verst&auml;rkten Deregulierungs- und Privatisierungsma&szlig;nahmen in den fr&uuml;hen 2000ern. Unter dem Vorwand des schlanken Staats wurden zahlreiche &Ouml;IAG Beteiligungen, wie etwa an der Telekom Austria, der PSK, der Austria Tabak oder der Voestalpine privatisiert, ohne auf die langfristigen Kosten durch die entgangenen Ertr&auml;ge zu achten. Dass es dabei zu einer Bereicherung ausgew&auml;hlter privater Interessen gegen&uuml;ber der &Ouml;ffentlichkeit kam, zeigt nicht zuletzt der aktuelle BUWOG Prozess. Gleichzeitig hat die Gewerkschaftsdichte &uuml;ber die letzten Jahrzehnte in keinem anderen westeurop&auml;ischen Land so sehr abgenommen wie in &Ouml;sterreich. W&auml;hrend beispielsweise Thatcher in Gro&szlig;britannien mit aller Kraft versuchte die Gewerkschaften zu zerschlagen, nahm zur selben Zeit in &Ouml;sterreich die Mitgliederdichte &ndash; obwohl h&auml;ufig &uuml;bersehen &ndash; &auml;hnlich rasant ab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.awblog.at\/ist-oesterreichs-revival-der-sozialpartner-nach-einem-jahrzehnt-am-ende\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zu bef&uuml;rchten ist, dass sich die neue Regierung in &Ouml;sterreich an Deutschland als Vorbild orientiert &ndash; und zum Beispiel bei den Themen &ldquo;Arbeitslosigkeit&rdquo; und &ldquo;Rente&rdquo; verst&auml;rkt auf Privatisierungen (Stichwort &ldquo;Eigenleistung&rdquo; bzw. &ldquo;Selbstverantwortung&rdquo;) setzt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Kritik an Ferrero wegen mutma&szlig;lichen Pestizideinsatzes in Chile<\/strong><br>\nNetzwerk kritisiert einen der weltgr&ouml;&szlig;ten Schokoladenhersteller und wirft ihm den Einsatz des Herbizids Paraquat beim Haselnussanbau vor<br>\nLaut dem Pestizid-Aktionsnetzwerk Chile (RAP) bezieht der Lebensmittelkonzern Ferrero in gro&szlig;en Mengen Haseln&uuml;sse aus dem s&uuml;damerikanischen Land, die mit Hilfe des Herbizids Paraquat angebaut werden. RAP kritisiert, dass das neurotoxische Mittel immer noch legal gegen Haselstrauch-Nebentriebe und Unkraut gespritzt wird, zum Teil kombiniert mit dem wahrscheinlich krebserregenden Glyphosat. Paraquat ist in der Europ&auml;ischen Union seit Jahren nicht mehr zugelassen.<br>\nFerrero, einer der weltgr&ouml;&szlig;ten Schokoladenhersteller, der unter anderem die beliebten Produkte Nutella, Kinderschokolade, Rocher und Duplo vertreibt, hat seit rund 20 Jahren den Haselnussanbau in Chile mittels seiner Tochterfirma AgriChile &uuml;ber Vertragsbauern stark ausgeweitet. Die Ernte betrug 2017 rund 20.000 Tonnen, die auf 17.000 Hektar gewonnen werden. Bis zum Jahr 2020 soll die Produktionsfl&auml;che auf 30.000 Hektar ausgeweitet werden. AgriChile strebt an, das s&uuml;damerikanische Land unter den weltgr&ouml;&szlig;ten Haselnuss-Produzentenstaaten zu konsolidieren. Ferrero erwirbt der Tageszeitung El Mercurio zufolge rund 98 Prozent der Haselnussproduktion Chiles, um seine Rohstoffversorgung zu sichern. Der Gro&szlig;teil wird in die EU, USA, Kanada und Hongkong exportiert. Die Ferrero-Tochter nahm 2016 mit rund 15.000 Tonnen Haselnussexporten fast 75 Millionen US-Dollar ein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2018\/01\/192750\/chile-giftiger-pestizideinsatz-haselnuss\">amerika 21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Irak und Syrien: &ldquo;Den Frieden gewinnen&rdquo;<\/strong><br>\nDie Janusk&ouml;pfigkeit der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten: In Syrien versucht man Wiederaufbau-Hilfe als politischen Hebel anzusetzen. Im Irak dr&uuml;ckt man sich<br>\nAuf etwa 300 Milliarden Dollar veranschlagten internationale Organisationen die Kosten f&uuml;r den Wiederaufbau in Syrien im Sommer vergangenen Jahres; die Sch&auml;tzungen der Weltbank lagen bei 226 Milliarden Dollar, berichtete AFP von der Internationale Messe in Damaskus im August. Der Bericht der Nachrichtenagentur stellte das Interesse der Unternehmen an dem Milliardengesch&auml;ft des Wiederaufbaus in den Mittelpunkt.<br>\nPolitisch wurden die gigantischen Kosten des Wiederaufbaus von US-Think-Tanks und politischen Zirkeln in den USA wie auch in der EU als M&ouml;glichkeit begriffen, hier einen Hebel anzusetzen, um Druck auf Assad oder die syrische Regierung auszu&uuml;ben. Assad erkl&auml;rte jedoch sehr bald, dass er von einer Hilfe aus dem Westen gar nichts halte, da es sich dabei um Staaten handele, denen er nicht vertrauen k&ouml;nne. Auch sei er nicht auf diese Hilfe angewiesen sei, er halte sich an seine Partner vorneweg Russland, Iran und China.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Irak-und-Syrien-Den-Frieden-gewinnen-3934405.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>SPD-Chef: Schulz uneins mit Union bei Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong><br>\nKeine Interviews, keine Talkshow-Auftritte &ndash; das war der Plan, um die Sondierungen zwischen SPD und Union nicht unn&ouml;tig zu st&ouml;ren. Martin Schulz und auch andere SPD-Politiker weichen ab und erteilen der CSU gute Ratschl&auml;ge.<br>\nSie hatten sich ein Schweigegel&uuml;bde auferlegt. Keiner der an den Sondierungsgespr&auml;chen Beteiligten solle in Interviews oder Talkshowauftritten die Atmosph&auml;re mit unn&ouml;tigen Wortmeldungen st&ouml;ren. Klappt offensichtlich ganz prima. Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz fordert in einem Interview mit der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung den CSU-Chef Horst Seehofer zu klaren Worten in Richtung des umstrittenen ungarischen Ministerpr&auml;sidenten Viktor Orban auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/martin-schulz-keine-einigkeit-mit-union-bei-fluechtlingspolitik-a-1186331.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p>dazu: <strong>Taktisches Vorspiel<\/strong><br>\nOffiziell sollen die Sondierungen zur Bildung einer &raquo;Groko&laquo; am 07. Januar beginnen. Doch in Wirklichkeit tragen alle Beteiligten bereits seit einigen Wochen ihr strategisches Tauziehen in aller &Ouml;ffentlichkeit aus. Nicht nur die CSU erkl&auml;rt ihre Forderungen bereitwillig. Auch die Positionen der anderen Parteien werden im Vorfeld &uuml;ber die Presse bekanntgegeben. Von allgemeinen politischen Grunds&auml;tzen bis hin zu Regelungen einzelner Sachfragen wird die mediale Aufmerksamkeit benutzt, um nicht nur die &uuml;brigen Verhandlungsteilnehmer, sondern auch das gesamte Publikum auf dem laufenden zu halten. Dabei handelt es sich um ein bew&auml;hrtes Man&ouml;ver der Parteif&uuml;hrungen, allen voran von SPD und Union. Nicht ohne Grund ist die Begleitung durch b&uuml;rgerliche Medien h&auml;ufig von Mustern der Sportberichterstattung gepr&auml;gt. In diesem Fall jedoch bekommt das Publikum anstelle eines heftigen Konfliktes ein Schauspiel der Harmonie geboten. Der Eindruck gewichtiger politischer Differenzen wird von allen Seiten vermieden.<br>\nDennoch hat sich die CSU in der SPD einen Gegner gesucht, den es zurechtzuweisen gilt. Denn ihre &ouml;ffentliche Stellung als Hardliner-Verein schlechthin muss die bayerische Unionsschwesterpartei gegen die AfD verteidigen. Und so achten die CSU-Gr&ouml;&szlig;en auch w&auml;hrend des Vorspiels zu den eigentlichen Sondierungsgespr&auml;chen darauf, den aktuellen Verhandlungen und der allgemeinen Debatte ihren Stempel aufzudr&uuml;cken. Das zeigt sich an S&auml;tzen wie diesem von Alexander Dobrindt gegen&uuml;ber der Bild (Donnerstagausgabe): &raquo;Ich will diese Koalition mit der SPD &ndash; aber nur mit einer SPD, die wei&szlig;, wie man Vollbesch&auml;ftigung, Sicherheit und Modernisierung buchstabiert und nicht mit einer SPD, die nur in der sozialistischen Mottenkiste kramt.&laquo;<br>\nDiese rhetorischen Angriffe &uuml;ber Bande ertr&auml;gt die SPD bislang z&auml;hneknirschend. Schulz und seine Mannschaft geben sich trotz allem betont ergebnisoffen. Soll hei&szlig;en, eine gro&szlig;e Koalition sei keineswegs eine ausgemachte Sache. Von Anfang an wird dieses Signal an den bevorstehenden Parteitag gesendet, auf dem die Delegierten eigentlich das letzte Wort haben sollen. Wieviel Raum f&uuml;r eine freie Entscheidung f&uuml;r oder gegen eine solche Koalition die Mitglieder tats&auml;chlich haben, ist fraglich. Schlie&szlig;lich eilte die SPD bisher bereitwillig der CDU\/CSU zur Seite, sobald eine Minderheitsregierung der Union drohte. In den F&uuml;hrungsriegen der drei Parteien will sich niemand auf &raquo;unsichere Verh&auml;ltnisse&laquo; st&auml;ndig wechselnder Mehrheiten im Bundestag einlassen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/324696.taktisches-vorspiel.html\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verschlusssachen, obskure Quellen und 10 Millionen Zuschauer<\/strong><br>\n&bdquo;Nach Recherchen von NDR, WDR und SZ &hellip;&ldquo; ist inzwischen eine gefl&uuml;gelte Formulierung und Ersatz f&uuml;r die an sich gebotene Quellenangabe geworden. Dabei unterbleibt jegliche kritische Frage, ob denn auch alles richtig und wahr ist, was unter dem Label &bdquo;Recherchekooperation&ldquo; &uuml;ber den breiten Kanal der Tagesschau in Millionen Wohnzimmer gesendet wird. Umso schlimmer ist, dass eine Mehrheit der Zuschauer dort &ndash; siehe oben &ndash; &uuml;berzeugt ist, dass man der Tagesschau, ihrer wichtigsten Informationsquelle, glauben und vertrauen kann. [&hellip;]<br>\nMascolo, Leyendecker und Krach verbindet einerseits ihre langj&auml;hrige, gemeinsame Geschichte und Erfahrung im bundesdeutschen Journalismus ab den fr&uuml;hen 80iger Jahren. Alle drei sind &sbquo;Wessis&lsquo; und bestens konnektiert mit der Entscheiderebene und den Leuten in den Stabspositionen der Polizeibeh&ouml;rden, Nachrichtendienste und Regierungsstellen. Von dem Netzwerk und den Kontakten und Einflussm&ouml;glichkeiten dieser drei profitieren die j&uuml;ngeren MitarbeiterInnen der Recherchekooperation aus WDR, NDR und SZ und wachsen daran selbst in die Szene. Wie zwei von ihnen bei einer Podiumsdiskussion auf dem Journalistentag 2017 [a] auch ganz unkritisch &ndash; sinngem&auml;&szlig; &ndash; einr&auml;umten: &Uuml;ber die Recherchekooperation erhalten wir Kontakte &ndash; und was die Kontakte uns anbieten, das nehmen wir &hellip; [&hellip;]<br>\nWer auch nur einigerma&szlig;en aufmerksam die Information &uuml;ber Polizei und Nachrichtendienste und spektakul&auml;re F&auml;lle verfolgt, kann eine Neigung der Beitr&auml;ge der Recherchekooperation nicht &uuml;bersehen: Hier wird viel Positives pro Staatsmacht (BMI, BSI, BKA, BND), kritische Beitr&auml;ge &uuml;ber die Politik der Inneren Sicherheit oder die Leistungen bzw. Vers&auml;umnisse der Sicherheitsbeh&ouml;rden findet man allerdings nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/verschlusssachen-obskure-quellen-und-10-millionen-zuschauer-6788\">Cives<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Netzwerkdurchsetzungsgesetz schl&auml;gt zu: Facebook sperrt RT-Deutsch-Artikel &uuml;ber US-Armee<\/strong><br>\nAm Neujahrstag 2018 ver&ouml;ffentlichte RT Deutsch um 13:07 Uhr einen Nachrichtenartikel unter dem Titel &ldquo;USA: Ab heute d&uuml;rfen Transgender der Armee beitreten&rdquo;. Der Artikel basierte auf einer Agenturmeldung von ABC-News und berichtet in sachlich-neutraler Sprache, dass es sogenannten Transgendern ab dem 1. Januar erlaubt ist, dem US-Milit&auml;r beizutreten.<br>\nDie Meldung wurde in &auml;hnlicher Form auch von vielen anderen deutschsprachigen Medien verbreitet. Wenige Tage sp&auml;ter, am 3. Januar um 20:45 Uhr, erreichte dann den diensthabenden Social-Media-Manager folgende Mitteilung: &ldquo;We Removed or Disabled Access to Content You Posted (&hellip;)&rdquo;<br>\nSelbst f&uuml;r ein gut vernetztes Medienunternehmen wie RT erwies es sich bisher als unm&ouml;glich, f&uuml;r den vorliegenden Fall einer nicht nachvollziehbaren Artikel-Sperrung auf Basis des NetzDG in Kontakt mit einem menschlichen Wesen aka einem nicht robotisierten Facebook-Mitarbeiter zu treten. (&hellip;)<br>\nAber auch eine entsprechende Anfrage von RT Deutsch an das Bundesjustizministerium, gegen welche im NetzDG angef&uuml;hrte Paragrafen des deutschen Strafgesetzbuches der von Facebook gesperrte Artikel nach Einsch&auml;tzung des Ministeriums verst&ouml;&szlig;t, zog bis dato keine Antwort nach sich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/inland\/63149-netzwerkdurchsetzungsgesetz-schlagt-zu-facebook-sperrt-rt-deutsch\/\">RT deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.M.:<\/strong> Wirklich kafkaesk, wenn niemand antwortet. Man m&uuml;sste wenigstens gegen das Ministerium klagen.<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>NetzDG gegen Hass und verbale Gewalt: Das L&ouml;schen beginnt<\/strong><br>\nMit dem neuen Jahr ist ein Gesetz der noch amtierenden Regierung in Kraft getreten, das heute nicht weniger umstritten ist als zum Zeitpunkt des Beschlusses: das Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Seit dem ersten Entwurf aus dem Justizministerium bis zum Beschluss im Sommer ist das NetzDG nicht nur von den Betroffenen, also den kommerziellen sozialen Netzwerken, als Fehlleistung kritisiert worden, sondern auch von ausgesprochen vielen Institutionen, NGOs, Verb&auml;nden sowie dem wissenschaftlichen Dienst des Bundestages (pdf). Ziel des Gesetzes ist die Durchsetzung eines Kommunikationsverhaltens mit weniger Hass und verbaler Gewalt.<br>\nMit dem Jahresbeginn ist die gesetzlich festgelegte &Uuml;bergangsfrist beendet. Das bedeutet, dass die gro&szlig;en Werbeplattformen den Nutzern Klick-Portale anzubieten haben, um dort als rechtswidrig wahrgenommene Inhalte melden zu k&ouml;nnen. Vielleicht wird das Melden in Zukunft auch noch in den Apps auf Mobiltelefonen m&ouml;glich sein. Die ersten dieser Meldungen nach Inkrafttreten des NetzDG kommen in diesen Tagen bei den Nutzern an, das entfacht die Diskussion um die Sinnhaftigkeit des Gesetzes aufs Neue.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/netzdg-gegen-hass-und-verbale-gewalt-das-loeschen-beginnt\/\">Netzpolitik.org<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch, <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41762\">Zensurdebatte &ndash; die AfD sollte Heiko Maas lieber dankbar sein<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Gabriel kn&uuml;pft Frage von R&uuml;stungsexporten an Fall Y&uuml;cel<\/strong><br>\nAm Samstag besucht der t&uuml;rkische Au&szlig;enminister seinen Amtskollegen Gabriel. Hoffnungen richten sich auf ein Vorankommen im Fall des inhaftierten Journalisten Y&uuml;cel. [&hellip;]<br>\nIn einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin &bdquo;Der Spiegel&ldquo; brachte Gabriel den Fall Y&uuml;cel in Zusammenhang mit R&uuml;stungsexporten, an denen die T&uuml;rkei ein Interesse hat. Die Bundesregierung habe eine sehr gro&szlig;e Anzahl solcher Exporte nicht genehmigt, obwohl die T&uuml;rkei Nato-Partner und Verb&uuml;ndeter im Kampf gegen die Terrormiliz IS sei. &bdquo;Dabei wird es auch bleiben, solange der Fall Y&uuml;cel nicht gel&ouml;st ist&ldquo;, sagte der SPD-Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/vor-treffen-mit-tuerkischem-aussenminister-gabriel-knuepft-frage-von-ruestungsexporten-an-fall-yuecel\/20817122.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p>dazu: <strong>Kein Panzerdeal f&uuml;r Journalisten-Freilassung<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist dreist und unversch&auml;mt, wenn der t&uuml;rkische Au&szlig;enminister Mevl&uuml;t Cavusoglu einen Neustart der deutsch-t&uuml;rkischen Beziehungen einfordert, w&auml;hrend Ankara gleichzeitig die Verfolgung der demokratischen Opposition intensiviert und weiterhin zentrale Aktionsplattform f&uuml;r den islamistischen Terror in der Region ist. Es ist skrupellos und zynisch, wenn Bundesau&szlig;enminister Sigmar Gabriel der islamistischen AKP-Regierung im Fall der Freilassung des inhaftierten Welt-Korrespondenten Deniz Y&uuml;cel weitere Waffenexporte in Aussicht stellt. Die Freilassung eines zu Unrecht eingekerkerten Journalisten darf nicht durch einen Panzerdeal erkauft werden. Y&uuml;cel ist unschuldig und muss ohne Gegengesch&auml;ft freikommen&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und Au&szlig;enpolitikerin der Fraktion DIE LINKE. [&hellip;]<br>\nStatt mit Erdogan wieder auf Kuschelkurs zu gehen braucht es klare Kante gegen den Despoten aus Ankara. Statt weiterer Waffenlieferungen muss es einen vollst&auml;ndigen Stopp der R&uuml;stungsexporte geben. Die Verhandlungen &uuml;ber den Beitritt der T&uuml;rkei zur EU m&uuml;ssen offiziell ausgesetzt und alle Hilfsgelder an Erdogan eingefroren werden. Deutschland und die EU d&uuml;rfen sich nicht zu Steigb&uuml;gelhaltern Erdogans bei der f&uuml;r ihn entscheidenden Pr&auml;sidentschaftswahl 2019 machen, die der eigentliche Grund f&uuml;r die neuen T&ouml;ne aus Ankara ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/kein-panzerdeal-fuer-journalisten-freilassung\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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