{"id":41815,"date":"2018-01-08T08:35:50","date_gmt":"2018-01-08T07:35:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815"},"modified":"2018-01-08T08:35:50","modified_gmt":"2018-01-08T07:35:50","slug":"hinweise-des-tages-3032","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h01\">Dobrindts neue, rechte Wortwahl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h02\">Schulz fehlt die Strategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h03\">Zum Verbot des Angriffskrieges<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h04\">Germany and the loss of political trust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h05\">Friedrich August von Hayek und Ludwig von Mises &ndash; die Feinde der Gewerkschaften<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h06\">Unsere Frau in Rom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h07\">Wenn die wichtige Versicherung pl&ouml;tzlich drastisch teurer wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h08\">Wie Private Equity es sich im deutschen Wirtschaftsmodell einrichtet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h09\">Neuregeleung der Betriebsrente &ndash; Eine kleine Revolution in der Altersvorsorge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h10\">&ldquo;Keine Arbeitslosen&rdquo; &ndash; Busunternehmen finden keine Fahrer mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h11\">Seit vier Monaten ohne Lohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h12\">The Biggest Secret<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h13\">FBI ermittelt offenbar gegen Clinton-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h14\">Ukraine: Rachemord an 38j&auml;hriger Rechtsanw&auml;ltin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h15\">T&ouml;tende Palmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h16\">USA: 2017 wurden fast 1000 Menschen von Polizisten get&ouml;tet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h17\">Weber spricht von &ldquo;finaler L&ouml;sung der Fl&uuml;chtlingsfrage&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41815#h18\">Varoufakis kl&auml;rt auf &ndash; aber nicht Alles<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Dobrindts neue, rechte Wortwahl<\/strong><br>\nSie ist das Ziel der Neuen Rechten, und nun offenbar auch von CSU-Landesgruppenchef Dobrindt: die &ldquo;konservative Revolution&rdquo;. Das sei &ldquo;klar kalkuliert&rdquo;, sagt Historiker Volker Wei&szlig;.<br>\nheute.de: Herr Wei&szlig;, in einem Gastbeitrag f&uuml;r die Tageszeitung &ldquo;Die Welt&rdquo; wettert Alexander Dobrindt gegen die &ldquo;linke Revolution der Eliten&rdquo; der 68er-Bewegung. Nun, 50 Jahre danach, fordert er eine &ldquo;konservative Revolution&rdquo; &ndash; ein Begriff, der traditionell von der Neuen Rechten verwendet wird. Macht Dobrindt sich da die Sprache der Rechten zu eigen?<br>\nVolker Wei&szlig;: Zumindest sehen wir eine Rhetorik, die wir aktuell eher von einem Donald Trump gewohnt sind. Dobrindt argumentiert dabei v&ouml;llig widerspr&uuml;chlich und stellt Begriffe in den Raum, ohne dass er sie n&auml;her bestimmt. Und viele dieser Begriffe stammen tats&auml;chlich aus dem Repertoire der Neuen Rechten. Politisch ist das hochinteressant: Denn die CSU sendet damit das deutliche Signal &ndash; sicher verbunden mit der anstehenden Landtagswahl in Bayern -, dass sie bereit ist, weit rechts W&auml;hler zu mobilisieren.<br>\nheute.de: Mal abgesehen von der &ldquo;konservativen Revolution&rdquo; &ndash; welche Begriffe leiht sich Dobrindt noch von der Neuen Rechten?<br>\nWei&szlig;: Das sind vor allem Denkfiguren, die wenig mit der Realit&auml;t zu tun haben. Da ist zum Beispiel die Behauptung, Deutschland sei ein linkes Land. Das stimmt nicht und ist nie der Fall gewesen. Und daf&uuml;r muss Dobrindt sich lediglich anschauen, wer nach 1968 regiert hat. Dann die angebliche Schere zwischen linken Eliten und B&uuml;rgern: Formuliert von einem, dessen Partei selbst von Eliten getragen wird, ist das hochgradig albern. Und auch das Bild der linken Meinungsherrschaft seit 1968 &ndash; letztendlich zeigt Dobrindt damit, dass er keine politischen Begriffe mehr hat. Er verwechselt n&auml;mlich links und liberal. Die Folge von &rsquo;68 war vor allem eine Modernisierungs- und Liberalisierungsbewegung, die schlicht und ergreifend notwendig war angesichts einer wirtschaftlichen Globalisierung, die sich damals andeutete. Die linke Revolution, zu der sie immer wieder erkl&auml;rt wird, war die 68er-Bewegung aber keineswegs. Das ist Unsinn.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute\/konservative-revolution-dobrindts-neue-rechte-wortwal-100.html%20\">ZDF<\/a>\n<p><strong>dazu: Gerog Restle &uuml;ber Dobrindts konservative Revolution<\/strong><br>\nLieber Alexander Dobrindt,<br>\nso so, auf eine linke Revolution der Eliten folge jetzt also endlich endlich eine konservative Revolution der B&uuml;rger, meinen Sie. Dazu h&auml;tte ich dann doch ein paar Fragen.<br>\nErstens: Von welcher linken Revolution sprechen Sie denn da? Von 16 Jahren Helmut Kohl? Von sieben Jahren neoliberaler Schr&ouml;der-Wende? Oder meinen Sie die zw&ouml;lf Jahre Kanzlerschaft Merkels? Zusammengerechnet macht das 28 Jahre CSU an der Bundesregierung in den letzten 35 Jahren. Von Ihrer Dauerregierung in M&uuml;nchen ganz zu schweigen. Strau&szlig;, Stoiber und Seehofer als Vorhut des Proletariats: Sapperlot, dass so eine links-elit&auml;re Revolution aussieht, h&auml;tten sich Marx, Engels &amp; Co. wohl nicht mal in ihren k&uuml;hnsten Tr&auml;umen ausgedacht.<br>\nZweitens: Was meinen Sie mit konservativer Revolution der B&uuml;rger? Die 13 % W&auml;hler der AfD, auf die Sie scharf sind? Die nationalistischen Hass-Schleudern, die auch Ihre Facebook-Accounts zum&uuml;llen? Oder Ihren Freund Viktor Orb&aacute;n, der von Europa, Demokratie und B&uuml;rgerrechten ungef&auml;hr so viel h&auml;lt wie eine bayerische Wildsau vom J&auml;gergru&szlig;?<br>\nJa, und drittens, wo sehen Sie sich denn da? Als Autolobbyist und Mautbringer k&ouml;nnen Sie ja wahrlich punkten bei den konservativen Neu-Revoluzzern. Die haben auf einen wie Sie gerade gewartet. Nein, glauben Sie mir, so wird das nix mit dem Wahlsieg in Bayern, da m&uuml;ssten Sie sich ja geradezu selbst wegrevolutionieren, und den S&ouml;der gleich mit. Ob der das gut findet?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/monitor.wdr\/posts\/1621494121222855?pnref=story\">Georg Restle via Facebook<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Zu den Hintergr&uuml;nden von Dobrindts Vorsto&szlig; kommt heute noch ein Beitrag von Albrecht M&uuml;ller.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Schulz fehlt die Strategie<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht im Interview mit dem Donaukurier<br>\nLinken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht spricht im Interview &uuml;ber die Regierungssuche und die SPD.<br>\nFrau Wagenknecht, kommt es nun doch zur gro&szlig;en Koalition?<br>\nSahra Wagenknecht: Das ist offen. In der SPD-Basis gibt es erhebliche Vorbehalte. Es ist ein Fehler von Martin Schulz, nicht mit klaren, popul&auml;ren Forderungen in die Verhandlungen zu gehen. Solche Forderungen w&auml;ren eine deutliche Erh&ouml;hung des Mindestlohns, bessere Regeln gegen unsichere, prek&auml;re Jobs, eine Verm&ouml;genssteuer f&uuml;r Superreiche und die Wiederherstellung einer gesetzlichen Rente, die im Alter den Lebensstandard sichert. Aber das alles will die SPD noch nicht einmal selbst. Deswegen sehe ich kaum Chancen, in den Verhandlungen Profil zu gewinnen.<br>\nMartin Schulz fehlt der Mut?<br>\nWagenknecht: Ihm fehlt die Strategie. Nach einem furiosen Start mit Agenda-Kritik hat er einen Kuschelwahlkampf gef&uuml;hrt und ist daf&uuml;r am Wahltag bestraft worden. Es folgte die Absage an die gro&szlig;e Koalition, jetzt verhandelt er dar&uuml;ber. Das &uuml;berzeugt alles nicht.<br>\nW&auml;re Schulz gut beraten, wieder mit Merkel zu regieren?<br>\nWagenknecht: Wir brauchen eine Politik, die den Sozialstaat wiederherstellt und f&uuml;r sichere, gut bezahlte Arbeitspl&auml;tze sorgt, anstelle eines wachsenden Niedriglohnsektors. Dass eine gro&szlig;e Koalition einen solchen Weg einschl&auml;gt, ist leider unwahrscheinlich. Frau Merkel ist selbst geschw&auml;cht und kann den Sozialdemokraten nicht noch einmal so entgegenkommen wie 2013. Wenn die Verhandlungen scheitern und es zu Neuwahlen kommt, w&auml;re das eine Chance, andere Mehrheiten zu erreichen. Nat&uuml;rlich w&uuml;nsche ich mir, dass die Linke st&auml;rker wird. Aber nur mit einer inhaltlich und personell erneuerten SPD wird es m&ouml;glich sein, die &Auml;ra unsozialer Politik zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2686.schulz-fehlt-die-strategie.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zum Verbot des Angriffskrieges<\/strong><br>\nDie Bestimmungen, die sich mit den Kriegen und ihrer Verhinderung befassen, geh&ouml;ren zu den brisantesten in den Verfassungen und Gesetzen der Staaten. Das beruht vor allem darauf, dass sie das Verh&auml;ltnis der Staaten zueinander und vor dem Hintergrund der jeweiligen Geschichte zum Gegenstand haben. So verh&auml;lt es sich auch mit dem Art. 26 Abs. I des Grundgesetzes (GG). Er ist &mdash; vereinfacht ausgedr&uuml;ckt &mdash; mit den Erfahrungen in der Vergangenheit und den v&ouml;lkerrechtlichen Zielsetzungen zu erkl&auml;ren, dabei sind drei legislatorische Wurzeln zu erkennen. Das GG bildet die demokratische Antithese zum diktatorischen Machtsystem des Nationalsozialismus. Es ist sodann nach seiner Pr&auml;ambel und den einzelnen Artikeln (s. z. B. I Abs. 2, 4 Abs. 3, 8 Abs. l, 24 Abs. 2, 26) ein Bekenntnis zum friedlichen Zusammenleben der V&ouml;lker. Drittens ist es auf die Vorherrschaft des Rechts im Verh&auml;ltnis zur Macht gegr&uuml;ndet. Die Trias Demokratie &mdash; Frieden &mdash; Recht bestimmt das GG insgesamt und Art 26 Abs. I im Einzelnen. (&hellip;)<br>\nVor dem Hintergrund der eindeutigen Fakten der Angriffskriege und der eben so eindeutigen Bestimmungen der UN-Charta zum Gewalt- und Interventionsverbot wird unter dem Stichwort &raquo;Konstitutionalisierung&laquo; eine Neuordnung des V&ouml;lkerrechts diskutiert. Die Extremposition wird dabei in Richtung auf eine &raquo;Relativierung des Gewaltverbots zu Gunsten des Schutzes elementarer Menschenrechte&laquo; und auf die &raquo;teleologische Anpassung von V&ouml;lkerrechtsnormen an neue Herausforderungen&laquo; markiert, auch wenn dadurch Staaten mit &raquo;wirtschaftlicher und milit&auml;rischer Hegemonial- oder Oligopolstellung&laquo; beg&uuml;nstigt werden. Paech und Stuby haben in der Widerlegung dieser Position auf eine Schw&auml;chung der Rechtsordnung, eine Zunahme der Rechtsunsicherheit und eine Verkennung der normativen Rangordnung (Gewaltverbot als ius cogens des V&ouml;lkerrechts, Menschenrechte als einfaches V&ouml;lkerrecht) hingewiesen&rdquo;<br>\nEine andere Variante in dem zunehmenden Konflikt zwischen Macht, gutem Willen und Recht hat Bundeskanzlerin Merkel ins Spiel gebracht. Sie hat sich w&auml;hrend ihrer Teilnahme am Parteitag der Jungen Union am 16. Oktober 2015 auf die &raquo;Responsibility to protect&laquo; als v&ouml;lkerrechtliche Grundlage f&uuml;r eine milit&auml;rische Intervention aus humanit&auml;ren Gr&uuml;nden in Syrien bezogen. Damit ist eine Studie angesprochen die auf Veranlassung des fr&uuml;heren UN-Generalsekret&auml;rs Kofi Annan 2001 entwickelt und als solche auch von der damaligen Generalversammlung zur Kenntnis genommen wurde. Sie beinhaltet die Aufforderung an die Staaten, der Verantwortung zum Schutz der jeweiligen eigenen Bev&ouml;lkerung gewissenhaft nachzukommen und gibt kein Recht oder gar eine Pflicht zur Intervention gegen&uuml;ber anderen Staaten. Die Entscheidung zu solchen Interventionen ist nach wie vor allein dem Sicherheitsrat nach den Artikeln 39, 41, 42 UN-Charta vorbehalten. Auch die Generalversammlung ist daran gebunden, es sei denn, sie &auml;ndert mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit die entsprechenden Bestimmungen der Charta. Der gute Wille, auch wenn er wirklich besteht, reicht nicht aus, die strikte Bindung an das V&ouml;lkerrecht zu &auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gewerkschaftsforum-do.de\/zum-verbot-des-angriffskrieges\/\">gewerkschaftsforum-do.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=38213\">Zum neu gefassten Verbot des Angriffskrieges im V&ouml;lkerstrafgesetzbuch &ndash; ein informativer, kritischer Beitrag von Dieter Deiseroth<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Germany and the loss of political trust<\/strong><br>\nJust a year ago corporate media was hailing German Chancellor Angela Merkel as the new leader of the Western democracies. That they were grasping at such a decayed straw proves the seriousness the political crisis we are in. Neo-liberalism does not need political leaders, just political enforcers. Angela Merkel is no longer fit for purpose, something that anyone could see coming for years now, just not the corporate.<br>\nAlthough nearly four months have passed since the national election, Germany still hasn&rsquo;t formed a government. The Dutch, with their complicated coalition process, may find this normal, but for Germans it certainly isn&rsquo;t. Initially it seemed feasible that chancellor Angela Merkel&rsquo;s Christian Democratic Union (CDU) and its Bavarian partner Christian Social Union (CSU) could form a coalition with the Liberals (FDP) and the Greens. After these talks collapsed, German mainstream media, proclaimed that Germany&rsquo;s political system look more like Greece&rsquo;s or Italy&rsquo;s. In Germany a more vitriolic insult does not exist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/braveneweurope.com\/mathew-d-rose-germany-and-the-loss-of-political-trust\">Mathew D. Rose  auf Brave New Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Friedrich August von Hayek und Ludwig von Mises &ndash; die Feinde der Gewerkschaften<\/strong><br>\nIm Jahr 1947 beschlossen einige M&auml;nner auf dem Schweizer Berg Mont P&egrave;lerin, die Regeln f&uuml;r das weltweite Zusammenleben grundlegend zu &auml;ndern. Zu der Gruppe geh&ouml;rten Friedrich August von Hayek, Frank Knight, Karl Popper, Ludwig von Mises, George Stigler und Milton Friedman.<br>\nSie gr&uuml;ndeten die &bdquo;Mont P&egrave;lerin Society (MPS)&ldquo;, eine Gruppe von Industriellen, Erben und Superreichen, die seit dem ein Netzwerk finanzierten, in dem sich Denkfabriken, Journalisten und Politiker zusammengeschlossen haben, um die wirtschaftspolitische Ideologie des Neoliberalismus durchzusetzen.<br>\nIm Staat, in der Wirtschaft und vor allem in den K&ouml;pfen der Menschen sollte der Liberalismus als dominantes, wenn nicht sogar als absolutes Prinzip sozialer Organisation gelten. Damals nahm dies kaum jemand ernst, doch hat man es mit viel Macht und Geld im Hintergrund &uuml;ber die Jahrzehnte geschafft, dieses absolute Prinzip zum weltweiten Einfluss verholfen zu haben und zum Mainstream zu machen. Zum gro&szlig;en Schaden der Allgemeinheit und vor allem der Gewerkschaften.<br>\nIn den 1940er Jahren war der Neoliberalismus noch unbedeutend, kaum jemand nahm ihn ernst. Die systematische Arbeit von Denkfabriken, Politikern und Journalisten im Gemisch mit Universit&auml;ten und Konzernen hat in den vergangenen Jahrzehnten in vielen Bereichen Fr&uuml;chte gezeigt und zu einer Gesinnung gef&uuml;hrt, die den Menschen als &bdquo;Homo oeconomicus&ldquo;, also als v&ouml;llig profitorientiertes Lebewesen sieht, das nichts anderes will, als den gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichen wirtschaftlichen Eigennutz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gewerkschaftsforum-do.de\/friedrich-august-von-hayek-und-ludwig-von-mises-die-feinde-der-gewerkschaften\/#more-4159\">gewerkschaftsforum-do.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auch die ZDF-&ldquo;Anstalt&ldquo; hatte in der November-Ausgabe 2017 die Mont-P&egrave;lerin-Gesellschaft thematisiert. Bitte lesen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40964\">&bdquo;Die Anstalt&ldquo; war hervorragend. Nutzen Sie das Video zu einer Einladung an Freunde und Nachbarn.<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41330\">&bdquo;Es war das erkl&auml;rte Ziel, auf die Entwicklung der westlichen L&auml;nder Einfluss zu nehmen&ldquo;<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Unsere Frau in Rom<\/strong><br>\nDie Unternehmensberatung Ernst &amp; Young hat eine fr&uuml;here Mitarbeiterin weiter bezahlt, obwohl diese italienische Regierungsangestellte war. Hat sie politische Entscheidungen beeinflusst?<br>\nVom Berater eines Ministeriums erwartet man gew&ouml;hnlich, dass seine Expertise der Allgemeinheit dient. So war das auch bei der Steuerrechtlerin Susanna Masi aus Bologna. Bis zu ihrem Rauswurf vor einigen Wochen war sie Beraterin im italienischen Ministerium f&uuml;r Wirtschaft und Finanzen, einem massigen Bau an der Via 20 Settembre in Rom. F&uuml;r ihre Dienste bekam sie seit 2012 im Jahr 75 561 Euro. Das ist eine gute Bezahlung, aber nicht sehr viel Geld f&uuml;r eine erfolgreiche Managerin aus der Privatwirtschaft, wie Susanna Masi es davor gewesen war. Doch vielleicht war ihr die Mission ja wichtiger. Die italienische Presse nennt sie mittlerweile wahlweise talpa, Maulwurf, oder &ldquo;Spionin&rdquo;.<br>\nDie Mail&auml;nder Staatsanwaltschaft hat herausgefunden, dass der Lohn des Ministeriums nur einen Teil von Masis Eink&uuml;nften ausmachte. Mehr Geld erhielt sie demnach weiterhin von ihrem alten Arbeitgeber Ernst &amp; Young (EY), dem gro&szlig;en internationalen Netzwerk von Wirtschaftspr&uuml;fern und Steuerberatern, f&uuml;r das sie seit ihrem Engagement beim Staat eigentlich gar nicht mehr h&auml;tte arbeiten d&uuml;rfen. So kamen &uuml;ber die Jahre mindestens noch einmal 220 000 Euro dazu. Die Ermittler sind im Besitz von Bank&uuml;berweisungen, die das belegen. Sie haben auch sonst viel Material gesammelt, das Masi belastet: Protokolle von abgeh&ouml;rten Telefongespr&auml;chen mit dem Senior Partner von Ernst &amp; Young Italia, Marco Ragusa, und 300 interne Mails. Masi hatte n&auml;mlich ihr altes Mailkonto der Firma behalten. (&hellip;)<br>\nAus diesem Material, das insgesamt sechs Terabyte umfasst, wie die Zeitung Corriere della Sera schreibt, geht offenbar hervor, dass Masi Ernst &amp; Young vertrauliche Informationen aus dem Ministerium in Rom und aus Sitzungen der europ&auml;ischen Finanzminister zukommen lie&szlig;. Was auch immer an neuen Gesetzen und Steuern am K&ouml;cheln war &ndash; im Unternehmen erfuhr man es offenbar vorab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/beraterin-des-finanzministers-unsere-frau-in-rom-1.3801264\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.W.:<\/strong> Der Dreht&uuml;reffekt in Vollendung. Mal sehen, ob die Dame mehr als einen &ldquo;Strafzettel&rdquo; bekommt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wenn die wichtige Versicherung pl&ouml;tzlich drastisch teurer wird<\/strong><br>\nGegen Berufsunf&auml;higkeit sollte jeder versichert sein. Doch die Vertr&auml;ge sind teuer &ndash; und gerade haben einige Anbieter die Beitr&auml;ge drastisch erh&ouml;ht, um bis zu 40 Prozent. Was Betroffene tun sollten.<br>\nUm bis zu 40 Prozent hat die WWK die Preise f&uuml;r ihre Berufsunf&auml;higkeitsversicherten zum Jahreswechsel erh&ouml;ht, wie uns mehrere Makler mitteilten. Ein &ldquo;Finanztip&rdquo;-Leser berichtete uns, seine Jahrespr&auml;mie sei von 1074 auf 1480 Euro gestiegen. Einfach mal so. Ein Schock f&uuml;r viele Versicherte &ndash; und eine unangenehme Eigenheit bei Berufsunf&auml;higkeits- und Risikolebensversicherungen. Denn solche Erh&ouml;hungen sind dort umstandslos m&ouml;glich.<br>\nDabei ist die Berufsunf&auml;higkeitsversicherung ohne Zweifel sinnvoll. Objektiv betrachtet haben viel zu wenige Arbeitnehmer diesen Schutz &ndash; rund 17 Millionen Vertr&auml;ge gibt es bundesweit. Selbst bei Familien mit Kindern, die auf das Einkommen angewiesen sind, hat nach Angaben des Versicherersverbands GDV nicht einmal die H&auml;lfte der Verdiener diesen Schutz. Wer seinen Beruf nicht mehr aus&uuml;ben kann und seinen Lebensunterhalt ohne Gehalt nicht bestreiten kann, f&auml;llt wirtschaftlich ins Bodenlose. Solcher Schutz ist also f&uuml;r die meisten von uns Arbeitnehmern dringend n&ouml;tig.<br>\nUnd doch kommen die Anbieter eines so n&uuml;tzlichen Produkts nicht so recht aus den negativen Schlagzeilen. Viel zu viele Kunden, die Versicherungsschutz wollen, bekommen ihn nicht, weil den angefragten Versicherern der Gesundheitszustand potenzieller Kunden zu unsicher ist. Die Unternehmen verlangen ellenlange Ausk&uuml;nfte zum Gesundheitszustand sowie zu Arzt- und Krankenhausbesuchen der vergangenen zehn Jahre, bevor sie einen Vertrag anbieten. Schon therapeutische Gespr&auml;che wegen Liebeskummers reichen aus, sinnvollen Schutz zu verhindern.<br>\nWenn dann der Versicherungsfall eintritt, zicken die Versicherer auch oft. In jedem f&uuml;nften Fall bekommt der Kunde gar kein Geld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/berufsunfaehigkeitsversicherung-beitraege-steigen-massiv-was-tun-a-1186411.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.S.:<\/strong> Da sieht man mal wieder, wie gut der Markt es richtet. Auch sch&ouml;n der Hinweis, dass man, wenn die Erh&ouml;hung von ansteht, kaum wechseln kann, weil die eigene Person das systemische Risiko ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch sch&ouml;n der Hinweis, das 2016 9 Milliarden an Beitragseinnahmen bestanden, aber nur 3,6 Milliarden ausgezahlt wurden. Und, dass jeder f&uuml;nfte Fall nichts bekommt, die Versicherung auf Zeit spielen und es auf klagen ankommen lassen. Man solle sogar eine Rechtsschutzversicherung abschliessen, damit man seine vertraglichen Anspr&uuml;che durchsetzen kann.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Gerade die Berufsunf&auml;higkeitsversicherung ist nat&uuml;rlich auch ein Beispiel daf&uuml;r, wie die Versicherungen durch Vertragsbedingungen, die nicht eben kundenfreundlich sind, sich selbst sch&auml;digen. Versicherungen funktionieren immer nur, wenn Risiken &uuml;ber m&ouml;glichst viele Risikogruppen verteilt werden, so dass der Tarif durch die niedrigen Risikogruppen gedr&uuml;ckt wird. Gerade bei der Berufsunf&auml;higkeitsversicherung sind die Vertragsbedingungen aber so gestaltet, dass sie f&uuml;r niedrige Risikogruppen unattraktiv werden und wenn (fast) nur h&ouml;here Risikogruppen versichert sind, steigen nat&uuml;rlich die Tarife.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wie Private Equity es sich im deutschen Wirtschaftsmodell einrichtet<\/strong><br>\nPrivate Equity ist eine Art Speerspitze des Finanzmarktkapitalismus. Hier werden Unternehmen am Markt gekauft und die Stakeholder eines Unternehmens sind direkt mit den Gewinnanspr&uuml;chen der Investoren konfrontiert. Bereits in den 1980er Jahren, als sich das Gesch&auml;ftsmodell der Firmen&uuml;bernahmen in den USA entwickelte (&bdquo;corporate raider&ldquo;), erwartete man Auswirkungen auf den gesamten Unternehmenssektor. So erhoffte sich die Kapitalseite von diesen aktivistischen Investoren eine verbesserte Kontrollmacht, eine h&ouml;here Transparenz und einen leichteren Zugriff auf Gewinne und Verm&ouml;gen der Unternehmen. Dagegen wurde aus arbeitnehmerorientierter Sicht darauf hingewiesen, dass sich mit diesen Eingriffen funktionierende Verflechtungen im Unternehmenssektor aufl&ouml;sen, die Unternehmensstrategien auf einen kurzen bis mittelfristigen Horizont justiert werden und der Verschuldungsgrad der Unternehmen steigt[1]. Mit der Ko-Finanzierung der &Uuml;bernahmen durch Kredite, die dann auf die &uuml;bernommenen Unternehmen &uuml;berw&auml;lzt werden, etabliert sich eine asymetrische Verteilung des Risikos: W&auml;hrend die Finanzinvestoren die Verzinsung ihres Eigenkapitals durch die Kreditaufnahme verbessern (Leverage-Effekt), belastet diese die Unternehmen, erh&ouml;ht ihr Insolvenzrisiko und senkt somit die Arbeitsplatzsicherheit der Arbeitnehmer. Trotz einer breiten &ouml;ffentlichen und akademischen Debatte &uuml;ber den Finanzmarktkapitalismus in Deutschland[2] liegen &uuml;ber dieses spezielle und bedeutsame Segment wenige Erkenntnisse vor. Dies liegt auch an dem diskreten Gesch&auml;ft: Im Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) ist nur ein Teil der aktiven Finanzinvestoren Mitglied und die einschl&auml;gigen Merger&amp;Akquisition-Datenbanken oder die Marktberichte von Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften erfassen das &Uuml;bernahmegeschehen nur partiell bzw. haben einen selektiven Blick. Insbesondere &uuml;ber den deutschen Buyout-Markt kann man sich blo&szlig; anhand von Fallstudien ein Bild machen[3].<br>\nSeit einigen Jahren haben sich allerdings Informationsdienstleister auf Private Equity spezialisiert, deren Daten in der Forschung genutzt werden k&ouml;nnen. Anhand dieser Datenzug&auml;nge wird hier ein empirischer &Uuml;berblick &uuml;ber die T&auml;tigkeit von Private Equity-Gesellschaften in Deutschland gegeben. Im Vordergrund stehen dabei das Ausma&szlig; der &Uuml;bernahmen, die Private Equity-Akteure und die Frage, in wie weit sich diese Kapitalanlageklasse im deutschen Wirtschaftsmodell etabliert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/theorieblog.attac.de\/2017\/12\/wie-private-equity-es-sich-im-deutschen-wirtschaftsmodell-einrichtet\/\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Neuregeleung der Betriebsrente &ndash; Eine kleine Revolution in der Altersvorsorge<\/strong><br>\nDie Betriebsrentenreform ist ein Kind der gro&szlig;en Koalition. Setzen Unternehmen und ihre Belegschaften ihre Ideen um, k&ouml;nnten Betriebsrenten wieder attraktiver werden.<br>\nSo ging es nicht weiter mit den Betriebsrenten. Seit 2009 hatte die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung stagniert, vor allem in kleinen Betrieben und unter Geringverdienern. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles(SPD) wollte dies mit einer Reform schon 2014 erreichen, dass die Tarifparteien eigene Versorgungseinrichtungen aufbauen und gemeinsam Kapitalanlage betreiben w&uuml;rden. [&hellip;]<br>\nNahles und Sch&auml;uble haben etliche weitere Instrumente gefunden, um Betriebsrenten attraktiver zu machen. Geringverdiener d&uuml;rfen 100 Euro aus einer Betriebspension behalten, wenn sie Grundsicherung im Alter beziehen. 8 statt 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze k&ouml;nnen steuerfrei als Beitrag dotiert werden. Arbeitgeber werden verpflichtet, ihre Sozialversicherungsersparnis an Mitarbeiter weiterzugeben &ndash; und zwar 15 Prozent des umgewandelten Entgelts.<br>\nDie Riester-F&ouml;rderung im Rahmen einer Versorgung wird attraktiver, indem Kranken- und Pflegeversicherungsbeitr&auml;ge in der Rentenphase entfallen. Arbeitgeber, die Geringverdienern eine Betriebsrente finanzieren, erhalten bei monatlichen Bruttoeinkommen unter 2200 Euro 30 Prozent Zuschuss. [&hellip;]<br>\nV&ouml;llig neu ist aber das Sozialpartnermodell: Auf seine Ausgestaltung hat Marco Arteaga, ein ehemaliger Versicherungsmanager und heute Partner der Anwaltskanzlei DLA Piper, starken Einfluss ausge&uuml;bt. Sein Gutachten f&uuml;r Nahles&rsquo; Haus sollte die Idee eines sozialpartnerschaftlichen Modells konsensf&auml;hig machen. &bdquo;Wir haben zun&auml;chst klargestellt, dass eine Bruttobeitragsgarantie Anbieter im Niedrigzins vor unl&ouml;sbare Aufgaben stellt&ldquo;, sagt er. [&hellip;]<br>\nKr&ouml;tenschlucken f&uuml;r Gewerkschaftler<br>\nDen letzten Schub in der betrieblichen Altersversorgung hatte das Altersverm&ouml;gensgesetz von 2001 gebracht, mit dem Arbeitgeber verpflichtet wurden, Besch&auml;ftigten mindestens eine Variante f&uuml;r beitragsfreie Entgeltumwandlungen anzubieten.<br>\nIn den Jahren danach stieg die Zahl der Anwartschaften von 14,6 auf 20,4 Millionen. &bdquo;Wir haben seither viele tarifvertragliche Renten mit Arbeitgeberanteil fl&auml;chendeckend eingef&uuml;hrt&ldquo;, sagt Michaela Rosenberger, Vorsitzende der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gastst&auml;tten. Obwohl die Betriebe ihrer Branche heterogen seien, sei es gelungen, viele von den Vorz&uuml;gen zu &uuml;berzeugen. &bdquo;Das neue Gesetz ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn seit 2001 ist klar: Die gesetzliche Rente wird nicht reichen&ldquo;, sagt sie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/vorsorgen-fuer-das-alter\/neuregelung-betriebsrente-revolution-der-altersvorsorge-15370518.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Revolution&auml;r&rdquo; ist bei dem hier gefeierten Modell, da&szlig; (im Gegensatz zu Riester) nicht eine sehr niedrige Rendite garantiert wird, sondern &uuml;berhaupt keine mehr. Wenn ich es richtig verstehe, besteht sogar die Gefahr des Totalverlusts. Sicher sind nur die H&ouml;he der Einzahlungen und die Verdienste der Verm&ouml;gensverwalter. Damit wird die private Altersvorsorge endg&uuml;ltig zum Lotteriespiel. Zum Ausgleich sind die Modelle unendlich kompliziert und f&uuml;r den Staat besonders teuer. Uns&auml;glich, da&szlig; dieser Irrsinn noch von den Gewerkschaften (den angeblichen &ldquo;Sozialpartnern&rdquo;) angepriesen wird; und wenn gerade die NGG, deren Mitglieder dank besonders niedriger L&ouml;hne am meisten auf die gesetzliche Rente angewiesen sind und sich am wenigsten diesen privaten Schwachsinn leisten k&ouml;nnen, diese Mafia-Angebote und die faktische Besserstellung (!) der privaten Altersvorsorge begr&uuml;&szlig;t (bei der Auszahlung sollen 100 Euro im Monat nicht auf die Grundsicherung angerechnet werden), kann man nur noch mit dem Kopf sch&uuml;tteln. &ldquo;Steigt die Verbreitung der betrieblichen Altersvorsorge in den kommenden Jahren nicht sp&uuml;rbar an, wird die Politik um ein Pflichtmodell nicht herumkommen.&rdquo; &ndash; Spannend; dabei wurde doch der Einstieg in die &ldquo;private Altersvorsorge&rdquo; mal als &ldquo;mehr Eigenverantwortung&rdquo; verkauft. Und was spr&auml;che gegen ein &ldquo;Pflichtmodell&rdquo; namens &ldquo;gesetzliche Rente im Umlageverfahren&rdquo;, unkompliziert, renditestark und sicher? Ach ja: das kostet die Arbeitgeberseite Geld, die Versicherungen w&uuml;rden nichts verdienen und die L&uuml;gen der Politiker w&auml;ren endg&uuml;ltig entlarvt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Keine Arbeitslosen&rdquo; &ndash; Busunternehmen finden keine Fahrer mehr<\/strong><br>\nNachwuchs verzweifelt gesucht: Deutsche Busunternehmen &auml;chzen unter den Folgen des Aufschwungs &ndash; weil niemand mehr Busfahrer werden will. Die Branche hofft nun auf Durchbr&uuml;che bei autonomen Fahrzeugen.<br>\nBusunternehmen in Deutschland haben Schwierigkeiten, neue Fahrer zu finden. &ldquo;Wir haben in vielen Regionen praktisch keine Arbeitslosen mehr, die sich auf offene Stellen bewerben k&ouml;nnten&rdquo;, sagte Karl H&uuml;lsmann, Pr&auml;sident des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer. Und bis sich Fl&uuml;chtlinge ans Steuer setzen k&ouml;nnen, sei es noch ein weiter Weg.<br>\nDer Bedarf ist gro&szlig;, weil viele der rund 103.000 Busfahrer in Deutschland schon vergleichsweise alt sind und zudem noch immer Personal f&uuml;r den wachsenden Fernbus-Markt gebraucht wird. Der Job schrecke aber offenbar auch viele ab. &ldquo;Es gibt vielleicht auch bequemere Arbeiten&rdquo;, sagt Bus-Lobbyist H&uuml;lsmann.<br>\nAuch die hohen Kosten f&uuml;r Busf&uuml;hrerscheine von rund 10.000 Euro seien ein Problem. Unternehmen gingen inzwischen schon dazu &uuml;ber, die Kosten mitzufinanzieren. Auch das helfe nicht: &ldquo;Es gibt keine Leute.&rdquo; Busfahrer im Ausland anzuwerben, sei schwierig &ndash; das sei anders als bei Lastwagenfahrern. &ldquo;Da kann ich jemanden aus den Nachbarl&auml;ndern einstellen &ndash; die Ware unterh&auml;lt sich ja nicht&rdquo;, so H&uuml;lsmann. Die Branche hoffe nun auf Entwicklungen beim autonomen Fahren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/arbeitsmarkt-deutschland-gehen-die-busfahrer-aus-a-1186597.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Gehaltsvergleich schreibt &uuml;ber <a href=\"https:\/\/www.gehaltsvergleich.com\/news\/was-verdient-man-bei-flixbus\">Busfahrerl&ouml;hne bei Flixbus<\/a>: <\/em><\/p>\n<p><em>&ldquo;Wie bereits erw&auml;hnt werden die Busfahrer von Flixbus h&auml;ufig von Subunternehmern (Fernbus-Partnerunternehmen) eingestellt und besch&auml;ftigt. Ohnehin bekannt ist, dass auf dem Fernbus-Markt ein harter Preiskampf herrscht. [&hellip;] In den Medien steht Flixbus in der Kritik, seine aggressive Preispolitik auf dem R&uuml;cken der Subunternehmer und ihren Besch&auml;ftigten zu betreiben. Die niedrigen Preise seien nur aufgrund einer m&ouml;glichst niedrigen Bezahlung m&ouml;glich. Im Endeffekt w&uuml;rde der Preisdruck auf die Subunternehmer steigen, sodass sicherheitsgef&auml;hrdende Verst&ouml;&szlig;e der Fahrer gegen die Lenk- und Ruhezeiten weiter nicht ausgeschlossen werden k&ouml;nnen. Nat&uuml;rlich gilt auch in dieser Branche der Mindestlohn von 8,50 &euro; brutto pro Stunde seit 01.01.2015 und neu 8,84 &euro; seit 01.01.2017. Unsere Gehaltsstatistik f&uuml;r Busfahrer zeigt, dass 25 % aller Busfahrer den Mindestlohn oder ein Mindestlohn-nahes Gehalt verdienen. Dieses liegt mit dem neuen Mindeststundenlohn bei rund 1532 &euro; brutto im Monat. Durch den harten Preiskampf bei Fernbusreisen kann davon ausgegangen werden, dass der Gro&szlig;teil der Busfahrer im Mindestlohn-Bereich verdient.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Die Busunternehmen finden also nicht noch mehr Leute, die f&uuml;r den satten Lohn von 1.550 Euro brutto monatlich arbeiten und einen Haufen unbezahlte &Uuml;berstunden ableisten, weil es &ldquo;vielleicht auch bequemere Arbeiten [gibt]&rdquo;. Und als Ausweg, nat&uuml;rlich, billige Ausl&auml;nder einstellen wollen. Kann mir mal einer erkl&auml;ren, wieso in einer Branche mit angeblichem Arbeitskr&auml;ftemangel die L&ouml;hne knapp &uuml;ber dem Dumping-Mindestlohn stagnieren, wenn sie nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage deutlich steigen m&uuml;&szlig;ten? Gibt es unter den 3,3 Millionen offiziell Arbeitslosen in Deutschland niemanden, der f&uuml;r, sagen wir, 3.000 Euro im Monat Bus fahren w&uuml;rde? Kommen morgen die Klagen dar&uuml;ber, da&szlig; so wenige Sklaven bereit sind, jahrelang riesige Steinbl&ouml;cke zu Pyramiden aufzuschichten?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Seit vier Monaten ohne Lohn<\/strong><br>\nSicherheitskr&auml;fte der Madrider U-Bahn werden nicht bezahlt und d&uuml;rfen nicht einmal streiken &ndash; aber protestieren<br>\n&raquo;F&uuml;r viele unserer Kollegen und ihre Familien sind dies die bittersten Weihnachts- und Neujahrstage ihres Lebens&laquo;, sagt der Spanier Daniel Gal&aacute;n in einer Videobotschaft, die derzeit &uuml;ber das Internet die Runde macht. Gal&aacute;n ist noch sichtlich gezeichnet von einem 16-t&auml;gigen Hungerstreik, den er Ende Dezember aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden abgebrochen hat. Mit der Aktion machte der 42-j&auml;hrige Vater von vier Kindern auf die verzweifelte Lage aufmerksam, in der er und seine &uuml;ber 500 Kollegen bei der Madrider U-Bahn stecken. Denn seit vier Monaten arbeiten sie ohne Lohn. Und die Lage wird immer brenzliger.<br>\n&raquo;Besonders schlimm ist f&uuml;r unsere Familien, dass die Konten rote Zahlen aufweisen&laquo;, beschreibt Galan die akuten N&ouml;te. &Auml;ngste vor einem &raquo;desahucio&laquo; machen sich breit &ndash; vor einer durch Banken eingeleiteten polizeilichen Zwangsr&auml;umung von Wohnungen, deren &uuml;berschuldete Bewohner die Miete oder Hypothek nicht mehr entrichten k&ouml;nnen. Viele &uuml;berleben nur durch Geld- oder Sachspenden von Freunden, Verwandten, solidarischen Menschen und der spanischen Version der &raquo;Tafeln&laquo; &ndash; der Armenspeisung.<br>\nGal&aacute;n ist seit 15 Jahren als Sicherheitskraft bei der Untergrundbahn Metro in Madrid besch&auml;ftigt. Er pendelt jeden Tag aus Toledo mit dem Bus &uuml;ber 70 Kilometer in die Hauptstadt und zur&uuml;ck und arbeitet meistens in den Nachtstunden &ndash; auch an Wochenenden und Feiertagen. &raquo;Wir sind f&uuml;r die Sicherheit der Fahrg&auml;ste zust&auml;ndig und setzen bei der Abwehr von &Uuml;bergriffen und F&auml;llen von Vandalismus immer wieder unsere Gesundheit aufs Spiel&laquo;, erkl&auml;rt er gegen&uuml;ber &raquo;nd&laquo;. &raquo;Wir halten als erste unseren Kopf hin und m&uuml;ssen entscheiden, ob wir Polizei oder Sanit&auml;ter herbeirufen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1075175.seit-vier-monaten-ohne-lohn.html\">neues deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers P.R.:<\/strong> F&uuml;r im Niedriglohnsektor Besch&auml;ftigte wird so ein Lohnausfall schnell existenzbedrohend. Wenn etwa Hypothekenkredite nicht mehr gezahlt werden k&ouml;nnen droht, wie im Artikel erw&auml;hnt, schnell die Zwangsr&auml;umung.  Das Gesch&auml;ftsmodell und der Erfolg des Unternehmens Seguridad Integral Canaria (SIC) beruhte auf Zahlung von Niedrigstl&ouml;hnen. Dies wurde m&ouml;glich, nachdem in Spanien mit der Reform des Arbeitsrechts im Jahr 2012 die Tarifbindung aufgehoben wurde. Allerdings wurde das firmenspezifische Tarifabkommen, welches SIC ausgehandelt hatte, mittlerweile vom H&ouml;chsten Gericht (Tribunal Supremo) Spaniens f&uuml;r ung&uuml;ltig erkl&auml;rt und SIC zur r&uuml;ckwirkenden Zahlung des landesweites Tariflohns verurteilt. Ob die Mitarbeiter jemals diese Nachzahlungen erhalten werden ist fraglich, SIC hat zwischenzeitlich Konkurs angemeldet (<a href=\"http:\/\/www.eldiario.es\/canariasahora\/sociedad\/Seguridad-Integral-Canaria-acreedores-reponerse_0_721278551.html\">Siehe hier<\/a>).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>The Biggest Secret<\/strong><br>\nMy Life as a New York Times Reporter in the Shadow of the War on Terror<br>\nI was sitting in the nearly empty restaurant of the Westin Hotel in Alexandria, Virginia, getting ready for a showdown with the federal government that I had been trying to avoid for more than seven years. The Obama administration was demanding that I reveal the confidential sources I had relied on for a chapter about a botched CIA operation in my 2006 book, &ldquo;State of War.&rdquo; I had also written about the CIA operation for the New York Times, but the paper&rsquo;s editors had suppressed the story at the government&rsquo;s request. It wasn&rsquo;t the only time they had done so. (&hellip;)<br>\nBundled against the freezing wind, my lawyers and I were about to reach the courthouse door when two news photographers launched into a perp-walk shoot. As a reporter, I had witnessed this classic scene dozens of times, watching in bemusement from the sidelines while frenetic photographers and TV crews did their business. I never thought I would be the perp, facing those whirring cameras.<br>\nAs I walked past the photographers into the courthouse that morning in January 2015, I saw a group of reporters, some of whom I knew personally. They were here to cover my case, and now they were waiting and watching me. I felt isolated and alone.<br>\nMy lawyers and I took over a cramped conference room just outside the courtroom of U.S. District Judge Leonie Brinkema, where we waited for her to begin the pretrial hearing that would determine my fate. My lawyers had been working with me on this case for so many years that they now felt more like friends. We often engaged in gallows humor about what it was going to be like for me once I went to jail. But they had used all their skills to make sure that didn&rsquo;t happen and had even managed to keep me out of a courtroom and away from any questioning by federal prosecutors.<br>\nUntil now.<br>\nMy case was part of a broader crackdown on reporters and whistleblowers that had begun during the presidency of George W. Bush and continued far more aggressively under the Obama administration, which had already prosecuted more leak cases than all previous administrations combined. Obama officials seemed determined to use criminal leak investigations to limit reporting on national security. But the crackdown on leaks only applied to low-level dissenters; top officials caught up in leak investigations, like former CIA Director David Petraeus, were still treated with kid gloves.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2018\/01\/03\/my-life-as-a-new-york-times-reporter-in-the-shadow-of-the-war-on-terror\/\">The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>FBI ermittelt offenbar gegen Clinton-Stiftung<\/strong><br>\nDas FBI ermittelt laut Medienberichten gegen Hillary Clinton. Der Vorwurf: Als Au&szlig;enministerin soll sie zwischen 2009 und 2013 im Gegenzug f&uuml;r Spenden an ihre Stiftung politische Entscheidungen beeinflusst haben.<br>\nEs geht um die Zeit, in der Hillary Clinton als Au&szlig;enministerin diente, berichtet die US-Zeitung &ldquo;The Hill&rdquo;. Die Ermittler gehen der Frage nach, ob sie und ihr Mann Bill politische Gef&auml;lligkeiten f&uuml;r Spenden an ihre Stiftung angeboten haben. Oder ob sich Spender von Gro&szlig;z&uuml;gigkeit politische Entscheidungen erhoffen k&ouml;nnten. (&hellip;)<br>\nIm Zentrum steht wom&ouml;glich noch einmal die &Uuml;bernahme eines Unternehmens in Kanada durch Russland. Das kanadische Unternehmen Uranium One baut weltweit Uran ab, auch in den USA. Clinton wird vorgeworfen, sie habe als Au&szlig;enministerin nicht verhindert, dass Russland Zugriff auf 20 Prozent der US-Uran Reserven bekommt.<br>\nDer Vorstandsvorsitzende von Uranium One soll &uuml;ber Umwege 2,35 Millionen Dollar an die Clinton-Stiftung gespendet haben. Ein Teil der Spenden wurde nie offengelegt, schrieb die &ldquo;New York Times&rdquo; im Jahr 2015. Hatte Clinton im Gegenzug den politischen Weg f&uuml;r den Deal geebnet? (&hellip;)<br>\nIm November war berichtet worden, dass US-Justizminister Jeff Sessions die Juristen seines Hauses aufgefordert hatte, zu entscheiden, ob ein Sonderermittler diesen und andere Vorw&uuml;rfe kl&auml;ren soll. Die Clintons hatten in der Vergangenheit alle Anschuldigungen zur&uuml;ckgewiesen.<br>\nDie j&uuml;ngste Untersuchung sei ein T&auml;uschungsman&ouml;ver der Republikaner, sagte ein Sprecher der ehemaligen Pr&auml;sidentschaftskandidatin. Damit solle von den aktuellen Russland-Ermittlungen und den Verstrickungen von US-Pr&auml;sident Donald Trump abgelenkt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/clinton-ermittlungen-101.html\">tagesschau.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ukraine: Rachemord an 38j&auml;hriger Rechtsanw&auml;ltin<\/strong><br>\nWo Lynch-Justiz keine Ausnahme ist: Korruption und Nepotismus geh&ouml;ren im ukrainischen Rechtswesen zum Alltag. Europ&auml;ische Werte?<br>\nSie war eine mutige Anw&auml;ltin und Human Rights Aktivistin: Iryna Nozdrovska, 38 Jahre alt und Mutter einer Tochter. Jetzt k&auml;mpfte sie gegen die vorzeitige Freilassung eines Mannes, der im September 2015 ihre zwei Jahre j&uuml;ngere Schwester mit seinem Auto &ndash; in viel zu hoher Geschwindigkeit und unter Drogen- und Alkohol-Einfluss &ndash; zu Tode gefahren hatte und der nach zweij&auml;hrigem Rechtsstreit endlich im Juni 2017 zu siebenj&auml;hriger Haft verurteilt wurde. Doch dieser Mann ist der Neffe eines ranghohen ukrainischen Richters und hatte jetzt alle Chancen, bereits Ende Dezember wieder freigelassen zu werden: So funktioniert das in der Ukraine, wenn der H&auml;ftling die richtigen Beziehungen hat.<br>\nIryna Nozdrovska wehrte sich vor Gericht am 27. Dezember 2017 gegen diese vorzeitige Freilassung und erhielt deshalb mehrere Morddrohungen von Verwandten und Freunden des inhaftierten Fahrers. Entmutigen liess sie sich nicht. Sie erreichte vorerst eine Verz&ouml;gerung der Freilassung um weitere 60 Tage. Aber in der Ukraine sind Drohungen eben oft nicht nur Drohungen: Zwei Tage sp&auml;ter, am 29. Dezember, war Iryna Nozdrovska verschwunden &ndash; und wurde am 1. Januar in der N&auml;he von Kiev tot und nackt aus einem Bach gezogen. Die Autopsie ergab, dass sie mit mehreren Messerstichen ermordet worden war, bevor sie im Wasser entsorgt wurde. (&hellip;)<br>\nMorde an Politikern, Journalisten und Rechtsanw&auml;lten sind in der Ukraine keine Seltenheit. Und die Ermittlungen zu Ereignissen selbst mit vielen Opfern (z.B. auf dem Maidan im Februar 2014 mit &uuml;ber 80 Toten oder in Odessa im Mai 2014 mit 48 Toten) werden bewusst verz&ouml;gert, verschleppt und blockiert. Von einem Rechtsstaat kann in der Ukraine mitnichten gesprochen werden.<br>\nStaatspr&auml;sident Petro Poroshenko allerdings st&ouml;rt das nicht &ndash; es ist ihm wohl sogar recht so. Sein Anliegen ist ein ganz anderes: Am 3. Januar 2018 erkl&auml;rte er erneut &ouml;ffentlich, die Ukraine werde in B&auml;lde Mitglied der EU und der NATO sein. Dass die NATO das auch m&ouml;chte, ist bekannt. Aber was meint die EU dazu?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Artikel\/Politik\/Ukraine-Justiz-Iryna-Nozdrovska-ermordet%20\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert. So geht es bei den Freunden des Westens zu.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>T&ouml;tende Palmen<\/strong><br>\nWenn sich Orang-Utans verirren, droht ihnen der Tod. In Indonesien geschieht dies immer h&auml;ufiger, denn der Regenwald schrumpft.<br>\nDer Schuss ging daneben. Statt die Orang-Utan-Mutter zu treffen, dringt der Bet&auml;ubungspfeil aus dem Blasrohr in den Oberschenkel des Babys. Hoch in der Krone des Baums klammern sich beide Tiere an die schwingenden &Auml;ste, mehr ver&auml;rgert &uuml;ber die St&ouml;rung als ver&auml;ngstigt. Eine Minute sp&auml;ter, und das Baby f&auml;llt vom Baum &ndash; direkt in ein Tuch, das f&uuml;nf Retter bereithalten. W&auml;hrend der Sch&uuml;tze das Blasrohr auf die Mutter richtet, wird das benommene Jungtier von einem Tierarzt untersucht. Herzschlag, Atmung, Temperatur. &bdquo;Etwa zwei Jahre alt&ldquo;, sagt der Mediziner, &bdquo;alles okay&ldquo;. Dann f&auml;llt auch die Mutter vom Baum. Ihre langen Arme und Beine sind schlaff von der Droge. Ihre Augen hat sie weit ge&ouml;ffnet.Die Retter der Orang-Utans unterwegs<br>\n&bdquo;Es wird f&uuml;nf Stunden dauern, bis die beiden wieder auf den Beinen sind&ldquo;, sagt Panut Hadisiswoyo, Gr&uuml;nder und Vorsitzender des Orang-Utan Information Centre (OIC). Der Mitvierziger tr&auml;gt eine Chirurgenmaske. Eine Schutzma&szlig;nahme: Orang-Utans sind anf&auml;llig f&uuml;r fast alle Infektionskrankheiten, die von Menschen &uuml;bertragen werden k&ouml;nnen. 97 Prozent ihrer Gene teilen sie mit der Gattung Homo sapiens.<br>\nPanut Hadisiswoyo h&auml;lt das Affenbaby in seinem Arm, als wenn es sein Kind w&auml;re. Gut 30 Orang-Utans retten er und sein Team von 60 Helfern pro Jahr. &bdquo;Wir entrei&szlig;en sie nicht gerne der Natur&ldquo;, erkl&auml;rt der Aktivist. &bdquo;Aber es ist die einzige M&ouml;glichkeit, Orang-Utans zu retten.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Bedrohte-Tierarten\/%215471559\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>USA: 2017 wurden fast 1000 Menschen von Polizisten get&ouml;tet<\/strong><br>\nIn einer mit Schusswaffen aufger&uuml;steten Gesellschaft wird schon aus Sicherheits schneller geschossen<br>\nIn den USA ist die Chance, mit einer Schusswaffe get&ouml;tet oder verletzt zu werden, h&ouml;her als in vielen anderen L&auml;ndern. Die Amerikaner sind gut mit Schusswaffen aufger&uuml;stet, um sich zu sch&uuml;tzen, weil so viele Menschen nach den laxen Vorschriften Schusswaffen und sie auch benutzen. Auch wer lebensm&uuml;de ist, verwendet das verf&uuml;gbare Schie&szlig;potenzial mitunter, um m&ouml;glichst viele andere Menschen in den erweiterten Suizid, also den in den USA kultivierten Amoklauf als Variante und Vorl&auml;ufer des Selbstmordanschlags, einzubeziehen.<br>\nLose sitzen die Schusswaffen auch bei den Polizisten. Nicht unverst&auml;ndlich, weil sie permanent damit rechnen m&uuml;ssen, mit einer Person konfrontiert zu sein, die Schusswaffen in der &Ouml;ffentlichkeit mit sich f&uuml;hrt. Eine verd&auml;chtige Bewegung kann bei einer Kontrolle schnell zum Gebrauch einer Schusswaffe f&uuml;hren, zumal Polizisten meist wenig von Staatsanw&auml;lten und Gerichten zu bef&uuml;rchten haben.<br>\n2017 wurden jedenfalls wieder fast 1000 Menschen von Polizisten erschossen (in Deutschland zum Vergleich lediglich 11 Personen). Nach Z&auml;hlung der Washington Post waren es genau 987, zwei Dutzend mehr als 2016. Immerhin geht die Zahl der get&ouml;teten unbewaffneten Schwarzen oder &uuml;berhaupt der Unbewaffneten zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/USA-2017-wurden-fast-1000-Menschen-von-Polizisten-getoetet-3935585.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Weber spricht von &ldquo;finaler L&ouml;sung der Fl&uuml;chtlingsfrage&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Im Jahr 2018 ist das zentrale europ&auml;ische Thema die finale L&ouml;sung der Fl&uuml;chtlingsfrage.&rdquo; Diesen Satz hat CSU-Spitzenpolitiker Manfred Weber bei der CSU-Klausurtagung in Seeon gesagt. Das Zitat wurde vom Bayerischen Rundfunk ver&ouml;ffentlicht, den O-Ton h&ouml;ren Sie hier. Webers Formulierung erinnert deutlich an die NS-Zeit und die sogenannte &ldquo;Endl&ouml;sung der Judenfrage&rdquo;.<br>\nAuf Twitter wird Weber, der eigentlich als Liberaler in der CSU gilt, f&uuml;r seine &Auml;u&szlig;erung scharf kritisiert.<br>\nWeber selbst, der Fraktionschef der konservativen EVP im Europ&auml;ischen Parlament ist, weist die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck. &ldquo;Die absichtliche Missinterpretation meiner Aussage hier ist v&ouml;lliger Unsinn und nicht im geringsten von mir beabsichtigt&rdquo;, schreibt er auf Twitter. Es gehe ihm im Gegenteil darum, dass es 2018 eine gemeinsame europ&auml;ische L&ouml;sung im Sinne der Hilfe f&uuml;r Menschen in Not brauche<br>\nNach seiner umstrittenen Formulierung sagte Weber weiter: &ldquo;Wir brauchen dort (gemeint ist die Fl&uuml;chtlingsfrage) gesetzgeberische Antworten auf europ&auml;ischer Ebene. Deswegen m&uuml;ssen wir es l&ouml;sen und wenn wir es l&ouml;sen wollen, dann ist Viktor Orb&aacute;n, dann sind die Visegr&aacute;d-Staaten zentrale Ansprechpartner. Gerade Anfang 2018 ist der Dialog mit den Mittel- und Osteurop&auml;ern von zentralster Bedeutung.&rdquo;<br>\nDer ungarische Regierungschef Orb&aacute;n war bei dem Treffen in Seeon dabei. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und CSU-Chef Horst Seehofer berichteten nach dem Gespr&auml;ch mit &ldquo;unserem Freund Viktor Orb&aacute;n&rdquo; von einem &ldquo;ausgesprochen erfolgreichen Besuch&rdquo; und einem &ldquo;sehr ehrlichen und offenen&rdquo; Austausch.<br>\nDie Anwesenheit des ungarischen Ministerpr&auml;sidenten war zuvor heftig kritisiert worden. Auch Weber galt als einer der wenigen in der CSU, die in der Vergangenheit kritische Worte zu Orb&aacute;n gefunden hatten. Seehofer verteidigte seine Einladung jedoch wiederholt, da Orb&aacute;n ein demokratisch gew&auml;hlter Politiker sei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/manfred-weber-fordert-die-finale-loesung-der-fluechtlingsfrage-a-1186493.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Herr Weber interpretiert Kritk an seiner Formulierung als &bdquo;absichtliche Missinterpretation&ldquo;. Weshalb verwendet dieser CSU-Politiker eigentlich diese Wortwahl? Mangelt es ihm an historischen Kenntnissen? Soll so die potentielle AfD-W&auml;hlerschaft in Bayern an die CSU gebunden werden?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Varoufakis kl&auml;rt auf &ndash; aber nicht Alles<\/strong><br>\nNiels Kadritzke, dessen Griechenland-Blog wir permanent verlinkt haben, hat eine brilliante Rezension des neuen Buches von Yanis Varoufakis geschrieben &ndash; ein Text, der eigentlich ein eigenst&auml;ndiger Beitrag zur Analyse der Entwicklung in Griechenland darstellt. Der gesamte Text hier. Das Buch hei&szlig;t in der deutschen Ausgabe &bdquo;Die ganze Geschichte. Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment.&ldquo;<br>\nNils Kadritzke schreibt u.a.: Yanis Varoufakis, der Finanzminister der ersten Regierung Tsipras, hat nur zwei Jahre nach Ausscheiden aus seinem politischen Amt ein Buch &uuml;ber seine Erfahrungen und Auseinandersetzungen mit EU-Europa, der Eurozone und dem Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) geschrieben. &hellip; Doch ist es keineswegs &uuml;berzogen, den Bericht von Varoufakis als das wichtigste und brisanteste politische Buch des Jahres zu bezeichnen. Diese Publikation h&auml;tte einen europ&auml;ischen Pulitzer-Preis verdient, wenn sie das Werk eines Journalisten, also das Resultat vielschichtiger Recherchen w&auml;re. &hellip;<br>\nWenn man diesen umf&auml;nglichen, aber fast nie langweiligen Frontbericht bis zur letzten Seite geschafft hat, wird man dem Autor zustimmen. Wobei man am Ende &ndash; dies zur Warnung &ndash; tats&auml;chlich geschafft ist, denn man hat &uuml;ber die Machtstrukturen und Wirkungsweisen eines zunehmend &bdquo;deutschen Europa&ldquo; mehr erfahren, als man sich vorstellen oder vielleicht sogar w&uuml;nschen konnte. Und man hat in einen Abgrund von Zynismus, L&uuml;gen und Erpressungen gestarrt, den selbst misstrauische Linke nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten h&auml;tten.&ldquo;<br>\nNils Kadritzke zeigt in seinem Text aber auch die Widerspr&uuml;che und Defizite des ehemaligen Finanzministers auf. Das Buch kl&auml;rt eben nicht alles auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.europa-neu-begruenden.de\/varoufakis-klaert-auf-aber-nicht-alles\/\">Europa Neu Begr&uuml;nden<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-41815","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41815","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41815"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41815\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41818,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41815\/revisions\/41818"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41815"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41815"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41815"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}