{"id":41849,"date":"2018-01-09T13:09:00","date_gmt":"2018-01-09T12:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41849"},"modified":"2018-01-10T07:24:33","modified_gmt":"2018-01-10T06:24:33","slug":"digitalisierung-industrie-4-0-und-der-fehlende-philosophische-ansatz-leserbriefe-zum-grundeinkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41849","title":{"rendered":"Digitalisierung, Industrie 4.0 und der fehlende philosophische Ansatz &#8211; Leserbriefe zum Grundeinkommen"},"content":{"rendered":"<p>Das Thema Grundeinkommen polarisiert nun bereits seit mehr als einem Jahrzehnt die deutsche &Ouml;ffentlichkeit. Da ist es kaum verwunderlich, dass wir zu unserem Beitrag <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41787\">&bdquo;Das Grundeinkommen ist kein `No-Brainer&acute;&ldquo;<\/a> zahlreiche Leserzuschriften bekamen. Es macht jedoch keinen Sinn, all diese Mails zu ver&ouml;ffentlichen, da sie oft sehr lang sind und die Argumente sich in gro&szlig;en Teilen gleichen. Daher habe ich mir zwei repr&auml;sentative kritische Mails herausgesucht und gleich im Text selbst auf die Leserbriefe geantwortet. Als kleinen Anhang gibt es dann noch zwei Zuschriften von Lesern, die sich f&uuml;r die gewonnenen Informationen bedanken. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1905\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-41849-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180109_Leserbriefe_zum_Grundeinkommen_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180109_Leserbriefe_zum_Grundeinkommen_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180109_Leserbriefe_zum_Grundeinkommen_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180109_Leserbriefe_zum_Grundeinkommen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=41849-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180109_Leserbriefe_zum_Grundeinkommen_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180109_Leserbriefe_zum_Grundeinkommen_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Bevor wir auf die Leserbriefe selbst eingehen, m&ouml;chte ich Interessierte noch einmal darauf aufmerksam machen, dass die NachDenkSeiten sich schon seit mehr als einem Jahrzehnt mit dem Thema besch&auml;ftigen und es zahlreiche Artikel gibt, die gute Informationen beinhalten. Darunter u.a.<\/p><ul>\n<li>20. Juli 2005: Albrecht M&uuml;ller &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=640\">&bdquo;Die Produktivit&auml;t ist zu hoch; die Arbeit geht aus; jeder bekommt ein Grundeinkommen&ldquo; &hellip; Abstrus.<\/a><\/li>\n<li>23. Juli 2006: Albrecht M&uuml;ller &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1434\">&bdquo;Grundeinkommen &ndash; eine wunderbare Idee, aber eine Schnapsidee&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>13. Dezember 2006: Richard Hauser &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1941\">&bdquo;Das unbedingte und universelle Grundeinkommen stellt keine realistische Alternative zur Reform des deutschen Sozialstaats dar.&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>28. Mai 2007: Christoph Butterwegge &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=2364\">&bdquo;Argumente gegen das bedingungslose Grundeinkommen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>23. Dezember 2010: Albrecht M&uuml;ller &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7849\">&bdquo;Macht es Sinn, eine Idee zum Dauerthema zu machen, wenn sie nie realisiert werden wird?&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>20. November 2012: Jens Berger &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15187\">&bdquo;Konstruktionsfehler des Grundeinkommens&ldquo;<\/a><\/li>\n<li>3. Juni 2015: Christoph Butterwegge &ndash; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=26307\">&bdquo;Argumente gegen das &bdquo;emanzipatorische Grundeinkommen&ldquo; der LINKEN-BAG&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Weitergehende Informationen k&ouml;nnen Sie auch der gut gemachten Verdi-Publikation &bdquo;<a href=\"https:\/\/wipo.verdi.de\/publikationen\/++co++ab29a9ba-db39-11e7-ade4-525400940f89\">Bedingungsloses Grundeinkommen<\/a>&ldquo; entnehmen (zwei PDFs und eine Pr&auml;sentation, beides unten auf der Seite verlinkt)<\/p><p>Nun zu den Leserbriefen. Einige Leser wollten sich gar nicht auf die Frage der Finanzierbarkeit einlassen, sondern sehen ein BGE zwischen den Zeilen als &bdquo;alternativlos&ldquo;. Begr&uuml;ndet wird dies mit der zunehmenden Rationalisierung und der damit angeblich einhergehenden zu erwartenden Massenarbeitslosigkeit. Repr&auml;sentativ daf&uuml;r ist diese Zuschrift unseres Lesers Volker Fr&uuml;hling:<\/p><blockquote><p>\nSehr geehrter Herr Berger,<\/p>\n<p>der von Ihnen vertretene Ansatz zum bedingungslosen Grundeinkommen (bGE) springt m.E. zu kurz. Bevor man sich &uuml;ber eine Form der Idee eines Grundeinkommens unterh&auml;lt, sollte man sich der M&uuml;he unterziehen, das Problem zu analysieren. Das bedingungslose Grundeinkommen (und seine diversen Varianten) m&uuml;ssen doch einen vern&uuml;nftigen Grund zur Einf&uuml;hrung liefern. Es muss also ein Problem existieren, f&uuml;r das das bGE eine geeignete L&ouml;sung darstellt oder darstellen k&ouml;nnte. Eine L&ouml;sung liefert R. Bregman (2017), indem er fragt: &bdquo;Wollen wir die Armut verwalten oder wollen wir die Armut beseitigen?&ldquo;. Man kann das bGE dann als eine L&ouml;sung dieser Frage entwickeln und bewerten. Aber liegt hier wirklich das Problem? Nein, nicht zwangsl&auml;ufig!\n<\/p><\/blockquote><p>Jens Berger: Dabei wird unterstellt, dass ein BGE tats&auml;chlich die &bdquo;Armut beseitigen&ldquo; w&uuml;rde. Und eben das lasse ich nicht gelten, wie ich im Artikel ja recht ausf&uuml;hrlich darstelle. <\/p><blockquote><p>\n[&hellip;] Aber unser grundlegendes Problem wurde wieder nicht diskutiert. Es wird mit C.p. nur eine Argumentation des &sbquo;Weiter So&lsquo; problematisiert und festgestellt, das geht so nicht. Und das ist nicht hilfreich.<br>\nWas ist also das Problem? Niemand traut sich da ran, weil es in den letzten 250 bis 300 Jahren immer noch gut lief. Das eigentliche Problem sind die Folgen der Industrie 4.0 oder mit anderen Worten, die Digitalisierung. Studien kommen zu unterschiedlichen Erkenntnissen, aber allen ist gemeinsam, dass die Zeit der Arbeit im alten Sinne ein Ende finden wird. Die H&ouml;he der Reduktion von klassischen Arbeitspl&auml;tzen mag unterschiedlich sein; die Szenarien sind sich aber einig, dass es erhebliche Arbeitsplatzverluste geben wird.\n<\/p><\/blockquote><p>JB: Auch auf unserer Facebook-Seite kamen immer wieder die Schlagworte &bdquo;Industrie 4.0&ldquo; und &bdquo;Digitalisierung&ldquo;, um die Notwendigkeit eines BGE herzuleiten. Das ist nicht wirklich verwunderlich, da diese beiden Schlagworte ja in den letzten Jahren inflation&auml;r von Medien und Verb&auml;nden in Szene gesetzt wurden, um das &bdquo;reformm&uuml;de&ldquo; Volk zu weiteren Einschnitten in den Sozialstaat zu &uuml;berreden. Dazu hatte erst vor wenigen Wochen Albrecht M&uuml;ller <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40498\">einen Artikel geschrieben<\/a> und auch die dazugeh&ouml;rigen <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=40534\">Leserbriefe<\/a> sind sehr interessant. Zum Schlagwort &bdquo;Industrie 4.0&ldquo; hatte &uuml;brigens der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske eigens <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=24018\">ein Vorwort<\/a> f&uuml;r unser Jahrbuch 2014\/2015 verfasst.<\/p><p>Diese Thesen sind &uuml;brigens keinesfalls neu und wurden auch in diesem Kontext 1995 vom amerikanischen Zukunftsforscher Jeremy Rifkin in seinem einschl&auml;gigen Buch &bdquo;Das Ende der Arbeit&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. &Auml;rgerlicherweise wurden diese Thesen jedoch viel zu selten kritisch &uuml;berpr&uuml;ft und werden stattdessen bis heute unreflektiert nachgeplappert. Dabei ist das Buch nun auch schon 23 Jahre alt und man kann bereits einordnen, ob der Zukunftsforscher die Zukunft korrekt vorhergesagt hat. Eben dies ist n&auml;mlich nicht der Fall. Seine Kernthese vom Ende der Arbeit belegt Rifkin mit der Prognose, dass im Jahre 2010 (also 15 Jahre nach Erscheinen des Buches) der weltweite Anteil der Menschen, die im industriellen Sektor arbeiten, auf 12% und bis 2020 gar auf 2% gesunken sein soll. Laut <a href=\"https:\/\/data.worldbank.org\/indicator\/SL.IND.EMPL.ZS\">aktuellen Zahlen der ILO<\/a> betrug der Anteil 2017 jedoch 21,5% und damit sogar mehr als im Jahre 1995 (20,9%), in dem Rifkin das Ende der Arbeit prognostizierte. Rifkins 2% wirken da wie ein schlechter Scherz, werden aber in stets neuen Variationen auch heute noch unter das Volk gebracht. Nur dass jetzt die Arbeit nat&uuml;rlich nicht 2020, sondern erst 2050 zu Ende geht. Nun ja. <\/p><p>Nach &ndash; je nach Definition &ndash; drei, vier oder gar f&uuml;nf Jahrzehnten Digitalisierung ist es nicht so, dass uns die Arbeit ausgehen w&uuml;rde. Ganz im Gegenteil. Was wir momentan haben, ist ein Mangel an ordentlich bezahlter Arbeit. Aber das hat nur sehr, sehr wenig mit der Digitalisierung oder der Rationalisierung zu tun. Der Paketbote, der Wachmann oder die Friseurin sind ja nicht durch die Digitalisierung oder die Rationalisierung zu Niedrigl&ouml;hnern geworden und in den ultramodernen durchrationalisierten Produktionshallen der Automobilindustrie werden keine schlechten L&ouml;hne bezahlt. Nur, dass der Mitarbeiter, der fr&uuml;her den Kotfl&uuml;gel ans Chassis geschwei&szlig;t hat, an seinem alten Arbeitsplatz heute durch einen Roboter ersetzt wurde und daher nun am Soundeffekt der Gummidichtungen feilt. <\/p><p>Die Arbeit ist nicht weg, sie hat sich vielmehr verlagert. Die prognostizierte Massenarbeitslosigkeit (Rifkin prognostizierte, dass bis 2020 f&uuml;nf Sechstel der Werkt&auml;tigen ihre Arbeit verlieren werden) ist ausgeblieben und wenn heute derartige Prognosen aufgestellt werden, so sind sie auch nicht glaubw&uuml;rdiger; oder um es wissenschaftlicher zu formulieren: Derlei Prognosen fehlt schlichtweg die empirische Basis.<\/p><blockquote><p>\nEs werden zumindest mehr Arbeitsplatzverluste erwartet als unsere Gesellschaft und unsere &Ouml;konomie c.p. wegzustecken in der Lage ist. Wir haben heute einen prek&auml;ren Arbeitsmarktsektor, in dem etwa 12 &ndash; 14 Mio. Menschen (einschlie&szlig;lich Leiharbeit) besch&auml;ftigt sind oder unterst&uuml;tzt werden. Gehen wir davon aus, dass die erwarteten Freisetzungen auf dem Arbeitsmarkt zuerst diese Menschen treffen werden.\n<\/p><\/blockquote><p>JB: Das ist auszuschlie&szlig;en, da (s.o.) gerade die Menschen im Niedriglohnsektor ja weder durch die Rationalisierung oder Digitalisierung noch die Globalisierung bedroht werden. Mein Zeitungsbote wird auch in den n&auml;chsten Jahren weder durch eine Drohne oder einen kambodschanischen Boten ersetzt werden. <\/p><blockquote><p>\nEinige Szenarien gehen dabei von einer Freisetzungsrate von bis zu 50% des gegenw&auml;rtigen Bestandes an Arbeitspl&auml;tzen aus.\n<\/p><\/blockquote><p>JB: Wie schon geschrieben, ging die &bdquo;Urprognose&ldquo; von Rifkin sogar von 5\/6 aus. Offenbar muss man mit riesigen Zahlen klotzen, um wahrgenommen zu werden und seine B&uuml;cher verkaufen zu k&ouml;nnen. <\/p><blockquote><p>\nWenn die Szenarien realistisch sind, dann haben wir mindestens zwei Probleme: was machen wir mit all diesen Leuten? Schicken wir sie en bloc in &sbquo;Hartz IV&lsquo; oder was? Dann kommt wieder die Frage von R. Bregman ins Spiel: Armut verwalten oder beseitigen? Wollen wir dann die Arbeitsverwaltung ggfs. so &bdquo;aufblasen&ldquo; bis sie in der Lage ist, diese dann m&ouml;glicherweise rebellischen Massen sinnvoll zu verwalten? Das wird kaum gelingen und einen Aufwand aufl&ouml;sen, dass jeder froh w&auml;re, wenn wir noch rechtzeitig so etwas wie ein bGE eingef&uuml;hrt h&auml;tten. <\/p>\n<p>Die andere Seite ist die Wirtschaft. Wenn eine so gro&szlig;e Zahl von Menschen ohne vern&uuml;nftiges Einkommen existieren soll, was ist mit der Kaufkraft dieser Menschen? An Export ist nicht zu denken &ndash; alle westlichen Nationen werden unisono an den gleichen globalen Problemen leiden.\n<\/p><\/blockquote><p>JB: Wenn ein Mensch 1.000 Euro BGE bekommt, dann 200 Euro Krankenkasse und 400 Euro Miete zahlen muss, hat er nicht mehr oder weniger Geld zur freien Verf&uuml;gung als ein heutiger Empf&auml;nger von Hartz IV oder der Grundsicherung. Im Artikel bin ich auch auf die indirekten Empf&auml;nger der Sozialausgaben eingegangen, die durch das BGE zur Disposition gestellt werden. Sorgen Lehrer, Kinderg&auml;rtner oder Altenpfleger nicht f&uuml;r Nachfrage? Hinzu kommt ein weiterer sehr wichtiger Faktor, wenn es um die Gesamtnachfrage geht: Was ist denn mit dem Geld zur Finanzierung des BGE? Wenn die Mittelschicht durch h&ouml;here Abgaben und\/oder h&ouml;here Steuern zur Finanzierung herangezogen wird, wird auch Nachfrage vernichtet. Selbst wenn einige Nettoempf&auml;nger nun etwas mehr freies Geld zur Verf&uuml;gung h&auml;tten, w&auml;re dies gesamtwirtschaftlich nur eine &bdquo;Rechte-Tasche-Linke-Tasche-Umverteilung&ldquo;.<\/p><blockquote><p>\nDie L&ouml;sung wird oft darin gesehen, dass behauptet wird, dass im Umfeld von Industrie 4.0 neue Arbeitspl&auml;tze entstehen werden. So war es immer in den letzten Jahrzehnten. Das sind unrealistische Tr&auml;ume: Warum verlieren die Menschen ihren Arbeitsplatz?\n<\/p><\/blockquote><p>JB: Gegenfrage: Verlieren die Menschen wirklich ihren Arbeitsplatz? Die Statistiken geben das <a href=\"http:\/\/vgrdl.de\/VGRdL\/tbls\/tab.jsp?rev=RV2014&amp;tbl=tab17&amp;lang=\">einfach nicht her<\/a>.<\/p><blockquote><p>\nWeil der Algorithmus billiger und effizienter ist. Wenn also neue Jobs zur Diskussion stehen, dann bleibt doch unver&auml;ndert die Frage im Raum stehen: setzen wir den Menschen ein oder gleich den billigeren Algorithmus! Wer hier seine Erwartungen auf den Menschen setzt, setzt mit einiger Sicherheit auf einen toten Gaul! Der Kapitalismus ist entgegen dem Selbstverst&auml;ndnis nicht eine Erfolgsgeschichte des Kapitals, sondern eine Erfolgsgeschichte der Technologie, die sich das Kapital zunutze gemacht hat. Wir sind heute an einem Punkt, an dem die Technologie beginnt, den Menschen aus den Prozessen schrittweise zu eliminieren bzw. zu ersetzen und bei&szlig;t sich in den eigenen Schwanz: Man braucht die Leute nicht mehr, aber ihre Kaufkraft ist unentbehrlich. [&hellip;]<\/p>\n<p>Deshalb halte ich die Diskussionen &uuml;ber das bGE grunds&auml;tzlich f&uuml;r hilfreich, weil etwas gedanklich vorweggenommen wird, was uns in einem sp&auml;teren Zeitpunkt helfen kann, Probleme zu l&ouml;sen. Milton Friedman (Kampfgef&auml;hrte von A. v. Hayek), der die erste Version des bGE ins Gespr&auml;ch gebracht hat, hat sicher nicht an die Menschen gedacht (das soziale Element war ihm weitgehend fremd). Er hat erkannt, dass Armut kein Schicksal ist, sondern sich als ein schlichter Mangel an Geld dargestellt und erkannt werden muss. <\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en Dr. Volker Fr&uuml;hling\n<\/p><\/blockquote><p>Der zweite zentrale Kritikpunkt einiger Leser war die Fokussierung auf die &bdquo;&ouml;konomische Betrachtung&ldquo;. Wobei ich ganz ehrlich sagen muss, dass ich mit derlei Kritik nicht sonderlich viel anfangen kann. Es ist doch klar, dass ich das Thema aus sozio&ouml;konomischer und gesamtwirtschaftlicher Perspektive betrachte. Die soziologischen oder philosophischen Aspekte sollen Autoren abhandeln, die sich mit so etwas besser auskennen. Auf diese Themen geht auch unser Leser Volker Jansen kritisch ein, der uns folgenden kritischen Brief geschrieben hat:<\/p><blockquote><p>\nSehr geehrter Herr Berger,<\/p>\n<p>[&hellip;] V&ouml;llig einer Meinung mit Ihnen bin ich, dass es sehr unterschiedliche Vorstellungen von einem bedingungslosen Grundeinkommen gibt und &ndash; sollte man sich darauf einigen, dass seine Einf&uuml;hrung w&uuml;nschenswert ist &ndash; eine F&uuml;lle von Fragen zu kl&auml;ren ist. Ja, viel Hirnschmalz ist erforderlich.<\/p>\n<p>Sie irren aber, wenn Sie den Ursprung der Idee in der neoliberalen Ecke ansiedeln. Einer der Vordenker der Idee ist Thomas Paine (1738 &ndash; 1809). &ndash; Nach der Verortung der Idee in einer &ldquo;b&ouml;sen&rdquo; Ecke, wenden Sie sich Fragen der Finanzierung und einer (un)m&ouml;glichen Umverteilung durch das BGE zu. Das alles muss diskutiert und &ndash; so man das Ziel f&uuml;r erstrebenswert h&auml;lt &ndash; in einem langj&auml;hrigen Reformprozess erprobt und optimiert werden. Aber ist das BGE f&uuml;r Sie &uuml;berhaupt eine Utopie, ein w&uuml;nscheswertes Ziel?\n<\/p><\/blockquote><p>JB: Bereits am Anfang muss ich da leider widersprechen. Wie ich im Artikel ausgef&uuml;hrt habe, ist bei einem derart tiefgreifenden Eingriff eine &bdquo;Erprobung und Optimierung&ldquo; wohl nicht m&ouml;glich. Denn wie soll man die von mir angesprochenen Zweitrundeneffekte denn &bdquo;erproben&ldquo;? <\/p><blockquote><p>\nHier setzt meine grunds&auml;tzliche Kritik an vielen Diskussionen um das BGE an: Es wird NICHT getrennt zwischen der (philosophischen) Frage, ob ein BGE w&uuml;nschenswert ist und den Fragen, wie ein BGE in welcher H&ouml;he und f&uuml;r wen realisierbar w&auml;re. Fragen nach dem wirtschaftlichen Sinn oder Unsinn er&uuml;brigen sich, wenn man das BGE grunds&auml;tzlich ablehnt.\n<\/p><\/blockquote><p>JB: Da muss man freilich zwischen den propagierten Zielen des BGE und dem politischen Instrument BGE trennen; vor allem dann, wenn man wie die meisten Kritiker der &Uuml;berzeugung ist, dass man die Ziele mit dem Instrument gar nicht erreichen kann. Das Ziel, das jeder Mensch ein m&ouml;glichst selbstbestimmtes Leben frei von Zw&auml;ngen f&uuml;hren kann und die Gemeinschaft ihm daf&uuml;r einen sozio&ouml;konomischen Basissatz zur Verf&uuml;gung stellt, ist beispielsweise f&uuml;r mich bereits durch die Grundrechte im Grundgesetz festgelegt und ich halte die Hartz-IV-Gesetzgebung und hier insbesondere die Sanktionen f&uuml;r verfassungswidrig. Dieses Ziel eines BGE teile ich demnach. Ich teile jedoch nicht den Ansatz, dass eine solche Leistung bedingungslos(!) sein darf; nicht nur, weil dies dem Prinzip des Sozialstaates widerspricht, sondern auch weil ich es f&uuml;r nicht zweckdienlich halte, wenn jedermann einen Sockelbetrag von der Gemeinschaft &uuml;berwiesen bekommt. W&uuml;rde man die Bedingungslosigkeit wegfallen lassen, w&uuml;rden sich auch die sehr schwerwiegenden &ouml;konomischen Bedenken einfangen lassen, da dann der Umverteilungsbedarf wesentlich geringer w&auml;re.<\/p><blockquote><p>\nViele Kritiker des BGE, darunter auch Prof. em. Butterwegge, springen aber von der philosophischen zu &ouml;konomischen Fragen hin und her. Und dann bem&auml;ngeln sie auch noch, dass ein BGE nichts an der Verm&ouml;gensverteilung &auml;ndere, den Kapitalismus nicht beseitige &hellip; also (auch) keine Eier legende Woll-Milch-Sau sei &ndash; was kein Bef&uuml;rworter des BGE je behauptet hat.<\/p>\n<p>Auch Sie besch&auml;ftigen sich nur oberfl&auml;chlich mit der Frage nach m&ouml;glichen positiven Auswirkungen eines BGE auf Individuen und Gesellschaft. Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Die Idee ist ja sympathisch&rdquo; schildern Sie m&ouml;gliche positive Auswirkungen des BGE auf Freiberufler. Aber es geht doch gar nicht darum, einer Minderheit bessere Lebensbedingungen zu verschaffen! Warum erw&auml;hnen Sie nicht die 20% der Bev&ouml;lkerung, die heutzutage Vollzeit arbeiten und dennoch nicht vom Erwerbseinkommen leben k&ouml;nnen?\n<\/p><\/blockquote><p>JB: Es kann doch nicht Aufgabe der Gemeinschaft sein, ein aus den Fugen geratenes Niedriglohnsystem am Leben zu erhalten! Ziel muss es sein, dass diese Menschen von ihrer Arbeit leben k&ouml;nnen. Wenn man dies nicht so deutlich sagt und die Differenz aus einem Topf ausgleichen will, in den wir alle einzahlen, dann ist dies nichts anderes als eine Subventionierung von Unternehmen, die keine gesellschaftlich tragbaren L&ouml;hne zahlen. Daher ist die Einbeziehung von Vollzeitarbeitnehmern in die BGE-Debatte m.E. auch nicht sinnvoll.<\/p><blockquote><p>\nWarum nicht die Rentner\/innen, die mit 600 Euro Rente lieber weiter arbeiten, als die ihnen zustehende &ldquo;Hilfe zum Lebensunterhalt&rdquo; zu beantragen. Den Gang &ldquo;zum Amt&rdquo; empfinden diese Menschen ZU RECHT als entw&uuml;rdigend! W&auml;re es keine Befreiung zu selbst gew&auml;hlter Arbeit, wenn JEDE\/R, ohne die M&uuml;hlen der Sozialb&uuml;rokratie zu durchlaufen, SICHER jeden Monat und lebensl&auml;nglich ein Einkommen erhielte, das auf bescheidenem Niveau zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben reicht?\n<\/p><\/blockquote><p>JB: Na selbstverst&auml;ndlich, aber braucht es daf&uuml;r ein Umverteilungsmonster, bei dem eine Billion Euro umverteilt werden muss? Es kann doch nicht sein, dass wir den Raubbau an der gesetzlichen Rente einfach akzeptieren und keine notwendige Wiederherstellung eines gerechten Rentensystems fordern, sondern den Ausweg in einer Utopie sehen, die &ndash; das sehen ja selbst die meisten Bef&uuml;rworter des BGE so &ndash; noch gar nicht richtig durchdacht und auch mittel- bis langfristig kaum eine Chance auf Verwirklichung hat. Lassen Sie uns f&uuml;r eine gerechte Rente k&auml;mpfen, dann m&uuml;ssen wir die Armutsrentner auch nicht mehr vor den Karren der BGE-Forderungen spannen.<\/p><blockquote><p>\nZu diskutieren w&auml;re, ob vom Menschenrecht auf Leben auch ein Menschenrecht auf ein das Leben sicherndes Einkommen abzuleiten ist.  Ich traue meinen Augen nicht, wenn ich bei Ihnen lese: &rdquo; Warum sollte man eine gigantische Umverteilungsmaschinerie in Gang setzen, wenn es kleine, &uuml;berlegte Eingriffe in ein sehr gut funktionierendes System auch tun?&rdquo; Unser kaputtgespartes Sozialsystem funktioniert gut?\n<\/p><\/blockquote><p>JB: Nat&uuml;rlich. Gehen Sie bitte nicht den Neoliberalen auf den Leim, die durch ihre Sabotage des Sozialsystems nun den Eindruck vermitteln wollen, ein solches System sei nicht mehr zeitgem&auml;&szlig; oder gar dem Untergang geweiht. Die lachen sich n&auml;mlich ins F&auml;ustchen, wenn sie mitbekommen, dass Kritiker nun selbst das Sozialsystem abschreiben und abschaffen wollen.<\/p><blockquote><p>\nUnd nun folgen viele bedenkenswerte wirtschaftliche und sozialpolitische Einw&auml;nde gegen ein BGE. Aber die Kernfrage wird nicht er&ouml;rtert: Welche Auswirkungen h&auml;tte ein BGE auf die individuelle Lebensgestaltung, auf die Beziehungen zwischen den Menschen einschlie&szlig;lich Arbeitskraftgebern und -nehmern?\n<\/p><\/blockquote><p>JB: Ganz einfach: Fast gar keine. Ich habe von einem Anh&auml;nger des BGE gelesen, dass man als Arbeitnehmer mit dem BGE im R&uuml;cken frei verhandeln k&ouml;nne und nicht erpressbar sei. Ist das so? Mal ganz ehrlich: Wie viele Arbeitnehmer k&auml;men mit 1.000 Euro (vor Krankenversicherung und Miete bzw. Tilgung des Immobilienkredits) aus? Freiheit ist das nicht. Und da sind wir wieder beim Teufelskreis des BGE. Ein finanzierbares BGE ist zu niedrig, um die Menschen wirklich &bdquo;frei&ldquo; zu machen und ein BGE, das die Menschen &bdquo;frei&ldquo; macht, ist schlicht unfinanzierbar. Und das sind keine Spitzfindigkeiten eines &Ouml;konomen, die die philosophische Ebene ignorieren, sondern schlicht Fakt. Man kann durchaus gesellschaftliche Utopien entwerfen. Aber man sollte dann auch klar sagen, dass es sich um Utopien handelt, die mittel- bis langfristig nicht realisierbar sind. Daher weigere ich mich auch, Betrachtungen dar&uuml;ber anzustellen, welchen Einfluss ein BGE auf die Kultur oder das Zusammenleben h&auml;tte. <\/p><blockquote><p>\n[&hellip;]&nbsp;Bejaht man, dass von einem BGE ein positiver Kulturimpuls zu erwarten w&auml;re, sollte man vielleicht den Rat von Antoine de Saint Exup&eacute;ry beherzigen: &bdquo;Wenn du ein Schiff bauen willst, trommle nicht M&auml;nner zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern wecke die Sehnsucht nach dem endlosen weiten Meer.&rdquo;<br>\nWenn wir das BGE wirklich wollen und die kl&uuml;gsten K&ouml;pfe sich diesem Ziel verschreiben, werden wir auch Wege finden, es so zu realisieren, dass die geschilderten Gefahren vermieden und (nat&uuml;rlich!) auftretende Probleme gemeistert werden.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nVolker Jansen\n<\/p><\/blockquote><p>Nat&uuml;rlich gab es aber wieder auch zahlreiche sehr positive Zuschriften, wie diesen Brief von Udo Wellh&ouml;fer:<\/p><blockquote><p>\nLieber Herr Berger, wieder eine brillante Arbeit sprich Analyse zum Thema BGE und ich stimme auch fast 100% zu w&auml;hrend ich die Aussagen der erw&auml;hnten Personen gar nicht kenne. Aber trotzdem zu viel vertane Liebesm&uuml;h&rsquo;. Bei aller wirklich n&ouml;tigen Definition eines Grundeinkommens kann es nat&uuml;rlich nicht v&ouml;llig bedingungslos sein wie Sie gut begr&uuml;nden. Es sollte sich wirklich keiner dar&uuml;ber den Kopf zerbrechen ob alle mehr oder weniger &ldquo;Gut Betuchte&rdquo; in diese &Uuml;berlegungen mit einbezogen werden m&uuml;ssen. Aber w&auml;re es nicht einfacher zu den Regelungen vor der &ldquo;Agenda 2010&Prime;zur&uuml;ckzukehren? Nat&uuml;rlich wei&szlig; ich, dass das nicht gewollt sein kann sonst w&auml;ren sie ja nicht von den Neo&rsquo;s eingef&uuml;hrt worden. Trotzdem hier sollte gutwillige Politik aller Couleur sich den Kapitalinteressen entgegenstellen wie es ja von Anfang an besonders aus linkeren Kreisen gefordert wurde. Damals hat die alte und die gesamte 90er Jahre BRD auch &ldquo;gut&rdquo; damit leben k&ouml;nnen. Frdl. Gr&uuml;&szlig;e.<\/p>\n<p>PS: Wenn es wenigstens m&ouml;glich w&auml;re, selbst wenn die heutigen &ldquo;Regeln&rdquo; weiter best&uuml;nden, die Gewalt sprich Sanktionen aus dem &ldquo;System&rdquo; herauszunehmen!\n<\/p><\/blockquote><p>Zufrieden war auch unser Leser Hans Becker:<\/p><blockquote><p>\nHallo Herr Berger,<\/p>\n<p>das war mal ein sehr guter Artikel zum Grundeinkommen.  Jetzt kann man als Laie die Kritik an der Idee des BGE einigerma&szlig;en verstehen.<\/p>\n<p>Vor einigen Jahren fand ich die Idee ja ganz toll, aber langsam kamen vor allem die Zweifel, was mit den Leistungen f&uuml;r Bed&uuml;rftige w&uuml;rde. <\/p>\n<p>Ihr Beispiel mit der alleinerziehenden Studentin trifft es besonders aber auch f&uuml;r einen gro&szlig;en Teil der Menschen sehe ich nach Einf&uuml;hrung eines BGE Probleme.<\/p>\n<p>Ich selbst bin Rentner und w&uuml;rde nat&uuml;rlich ungern auf meine Rente verzichten wollen &ndash; da w&auml;ren 1000 &euro; nun wirklich wenig und mit &uuml;ber 70 m&ouml;chte ich nach &uuml;ber 45 Jahren Erwerbst&auml;tigkeit auch nicht mehr arbeiten gehen. Au&szlig;erdem bin ich im Rentnerfreizeitsport ehrenamtlich t&auml;tig. Da w&uuml;rde eine Arbeitsaufnahme auch hinderlich sein und meine FreundInnen wegen Aufgabe ganz b&ouml;se treffen.<\/p>\n<p>Machen Sie weiter so. Ich hoffe, dass die Verfechter des BGE bei den LINKEN auch mal etwas mehr &uuml;ber ein BGE nachdenken. <\/p>\n<p>Allen von den NDS noch ein gutes Jahr und viele Leser und Zutr&auml;ger.<br>\nHans Becker\n<\/p><\/blockquote><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/da4b91e4a91a41d39dfa606f95870174\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema Grundeinkommen polarisiert nun bereits seit mehr als einem Jahrzehnt die deutsche &Ouml;ffentlichkeit. Da ist es kaum verwunderlich, dass wir zu unserem Beitrag <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41787\">&bdquo;Das Grundeinkommen ist kein `No-Brainer&acute;&ldquo;<\/a> zahlreiche Leserzuschriften bekamen. Es macht jedoch keinen Sinn, all diese Mails zu ver&ouml;ffentlichen, da sie oft sehr lang sind und die Argumente sich in gro&szlig;en<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41849\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,31,103,145,132],"tags":[635,881,290,2094,308,288,479,1028,218],"class_list":["post-41849","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-audio-podcast","category-grundeinkommen","category-leserbriefe","category-sozialstaat","category-ungleichheit-armut-reichtum","tag-altersarmut","tag-armut","tag-binnennachfrage","tag-digitalisierung","tag-existenzminimum","tag-prekaere-beschaeftigung","tag-reservearmee","tag-rifkin-jeremy","tag-teilhabe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41849","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41849"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41849\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41855,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41849\/revisions\/41855"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41849"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41849"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41849"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}