{"id":4186,"date":"2009-09-11T09:01:11","date_gmt":"2009-09-11T07:01:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4186"},"modified":"2009-09-11T09:01:11","modified_gmt":"2009-09-11T07:01:11","slug":"hinweise-des-tages-974","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4186","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(MB\/AM)<br>\nHeute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4186#h01\">Opel-Deal mit Preisschild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h02\">Treuh&auml;nder kritisieren Opel-Entscheidung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h03\">DIW: Lobbyisten, arg in der Defensive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h04\">Wir haben die niedrigsten Lohnzuw&auml;chse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h05\">Abgeordnete abgef&uuml;hrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h06\">Lenzen versus Scharenberg: Das ist ein recht bizarrer Vorgang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h07\">&Uuml;belste P&ouml;belei nach Streit mit Sozialamt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h08\">Gesch&ouml;ntes Gorleben-Gutachten: Wie in der Politik manipuliert wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h09\">Studie: 12 Prozent der Selbstst&auml;ndigen droht Altersarmut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h10\">Riester-Urteil &ndash; EU st&auml;rkt Mallorca-Rentner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h11\">&raquo;Hartz IV&laquo;-Klageflut soll einged&auml;mmt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h12\">Genug ist nicht genug &ndash; Wenn Politiker peinlich werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h13\">Gesundheitsreform: Obama setzt zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h14\">Guatemala ruft Notstand aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h15\">Zu guter Letzt: Der Minister der Verteidigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h16\">Musik-Tipp f&uuml;r J&uuml;ngere von einem NDS-Leser<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4186&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Opel-Deal mit Preisschild<\/strong><br>\nZum Job der GM-Manager geh&ouml;rt, die Schwachstellen beim Kontrahenten\/Partner zu suchen. Und bei der Bundesregierung gab es eine entscheidende Schwachstelle. Die Bundestagswahl in gut zwei Wochen. Diese Grundaufstellung im &Uuml;bernahmeschach nutzten die Amerikaner. Sie spielten auf Zeit, haben sich an den Wahltermin teils mit vorgeschobenen Argumenten heranverhandelt. Die Sanierung wird schmerzhaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fr-online.de\/top_news\/1938312_Leitartikel-Opel-Deal-mit-Preisschild.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Treuh&auml;nder kritisieren Opel-Entscheidung<\/strong><br>\nAusgerechnet zwei Vertreter Deutschlands haben im Beirat der Opel-Treuhandgesellschaft einen Verkauf des Autobauers an Magna nicht mitgetragen. Der bei Conti als Sanierer bekanntgewordene Manager Manfred Wennemer stimmte dagegen, der Insolvenzexperte Dirk Pfeil als Vertreter der L&auml;nder mit Opel-Standorten enthielt sich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1938544_Heftige-Ohrfeige-Treuhaender-kritisieren-Opel-Entscheidung.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>DIW: Lobbyisten, arg in der Defensive<\/strong><br>\nDumm gelaufen. Was als geschickte Desavouierung von Konjunkturprogrammen gedacht war, ger&auml;t zur Blamage. Am Pranger stehen das wie so h&auml;ufig tollpatschig agierende Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) sowie die Lobbyisten der Arbeitgeberverb&auml;nde, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Ihnen wird von Bund und L&auml;ndern vorgeworfen eine &ldquo;sachlich falsche&rdquo; Studie verfasst zu haben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1935236&amp;em_loc=31&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/&amp;em_ivw=fr_wirstart\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/insm\/Aktionen\/INSM-Studien\/DIW-Konjunkturpaket.html\">INSM<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man kann auf der Website der INSM zwischen den Bereichen Themen, Aktionen, Wissen, Presse und Die INSM w&auml;hlen. Man k&ouml;nnte meinen, dass eine wissenschaftliche Studie unter &ldquo;Wissen&rdquo; zu suchen sei, aber nein, sie ist unter Aktionen zu finden. Es geht also nicht um Wissen, sondern um Agieren. Die hier auftretenden &rdquo; Wissenschaftler&rdquo; sind damit Agenten der INSM. Die INSM beschreibt den Bereich &ldquo;Aktionen&rdquo; wie folgt:<br>\n&ldquo;Mit Veranstaltungen, Presseterminen und Studien sowie mit Kampagnen, Events, und Plakataktionen ist die INSM in der &Ouml;ffentlichkeit aktiv f&uuml;r marktwirtschaftliche Reformen. Im Bereich Aktionen finden Sie einen &Uuml;berblick, mit welchen Themen und Ma&szlig;nahmen die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gerade &ouml;ffentlich pr&auml;sent ist.&rdquo;<br>\nKlarer kann man nicht sagen, dass in Auftrag gegebene Studien, die nicht den Vorstellungen der INSM von &ldquo;marktwirtschaftliche Reformen&rdquo; entsprechen, unerw&uuml;nscht sind.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Hintergrund:<\/em><\/p>\n<p><strong>Watschen f&uuml;r das DIW<\/strong><br>\nWieder einmal sorgt das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) mit seinen konjunkturpolitischen Einsch&auml;tzungen f&uuml;r Wirbel. Diesmal geht es um eine Studie im Auftrag der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. Die l&auml;sst sich regelm&auml;&szlig;ig gegen sattes Honorar von &Ouml;konomen ihre wirtschaftspolitische Position mit Studien best&auml;tigen.<br>\nIm aktuellen Fall st&uuml;tzt das DIW nach gr&uuml;ndlicher wissenschaftlicher Analyse die Einsch&auml;tzung des Auftraggebers, dass die Konjunkturpakete der Bundesregierung nichts taugen.<br>\n70 Prozent der Mittel dienten lediglich der Bestandshaltung, gingen also statt f&uuml;r neue Laptops oder mehr Lehrer f&uuml;r Reparaturen von Schulgeb&auml;uden drauf, die die L&auml;nder ohnehin durchf&uuml;hren mussten. &ldquo;Geld f&uuml;r Gips statt Geld f&uuml;r Grips &ndash; das hat mit Zukunftsinvestitionen nichts zu tun&rdquo;, so Zimmermann. Besonders schlecht schneiden die L&auml;nder Mecklenburg-Vorpommern, Saarland und Brandenburg ab, w&auml;hrend Bremen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen vergleichsweise gute Noten bekommen.<br>\nDie Reaktion f&auml;llt heftig aus. Sowohl Bund als auch L&auml;nder werfen Zimmermann vor, den Sinn des Konjunkturpaketes und die gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland falsch verstanden zu haben. So erinnert das Bundesfinanzministerium daran, dass Bildung L&auml;ndersache ist. Daher d&uuml;rfe Geld vom Bund gar nicht f&uuml;r Unterrichtsmaterialien oder Lehrerstellen ausgegeben werden.<br>\nDas brandenburgische Finanzministerium wirft dem DIW vor, seine eigenen Kriterien zum Ma&szlig;stab zu erheben. Das Programm aber solle in erster Linie die Konjunktur ankurbeln, indem insbesondere die Bildungsinfrastruktur saniert und &ouml;kologisch modernisiert werde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1935541&amp;\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wir haben die niedrigsten Lohnzuw&auml;chse<\/strong><br>\nVolkswirt Rudolf Zwiener &uuml;ber Deutschland als Exportweltmeister, Niedrigl&ouml;hne und ein anderes Wirtschaftsmodell: &ldquo;Export und Binnennachfrage m&uuml;ssen gleich stark wachsen&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=in&amp;dig=2009%2F09%2F09%2Fa0068&amp;cHash=45d6ea6a39\/&amp;type=98\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Abgeordnete abgef&uuml;hrt<\/strong><br>\nDie Bundeswehr hat am Dienstagabend nach der Einweihung des &raquo;Ehrenmals&laquo; f&uuml;r gefallene Soldaten die Bundestagsabgeordnete der Linkspartei Luc Jochimsen unter Anwendung k&ouml;rperlicher Gewalt abgef&uuml;hrt. Sie wurde des Gel&auml;ndes am Berliner Bendlerblock verwiesen, weil sie einen wei&szlig;en Schal mit der Aufschrift trug: &raquo;Jetzt erst recht, raus aus dem Krieg!&laquo; &raquo;Ich hatte eine offizielle Einladung zu der Feier&laquo;, erl&auml;uterte Jochimsen am Mittwoch im Gespr&auml;ch mit junge Welt. &raquo;Aber weil ich nicht stumme Staffage sein wollte, hatte ich mir dieses Halstuch angelegt. Schon beim Hereingehen stellte ich allerdings fest, da&szlig; mich viele der Anwesenden giftig anschauten.&laquo; Begr&uuml;&szlig;t wurde sie von dem als Kritiker des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr bekannten CDU-Abgeordneten Willy Wimmer, der sie bat, neben ihm in der ersten Stuhlreihe Platz zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/09-10\/031.php?print=1\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Das ist ein recht bizarrer Vorgang<\/strong><br>\nBerliner Unipr&auml;sident verhindert mit Tricks Berufung eines linken Wissenschaftlers. Ein Gespr&auml;ch mit Albert Scharenberg, langj&auml;hriger Lehrbeauftragter f&uuml;r Politik und Nordamerikastudien an der Freien Universit&auml;t (FU) Berlin und Redakteur der Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/09-10\/054.php?print=1\">Junge Welt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/unispiegel\/jobundberuf\/0,1518,druck-503501,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Lenzen regiert wieder einmal durch. Dagegen waren die Fraktionsk&auml;mpfe an der FU in den 70ern romantische Turnierduelle.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&Uuml;belste P&ouml;belei nach Streit mit Sozialamt<\/strong><br>\nSeit Thomas M. M&uuml;ller seine inzwischen weitgehend beigelegte Auseinandersetzung mit dem Sozialamt &ouml;ffentlich gemacht hat, erf&auml;hrt er nicht nur Unterst&uuml;tzung, er wird auch auf die &uuml;belste Art und Weise beschimpft und beleidigt. &laquo;Das ist kein Einzelfall&laquo;, sagt der 44-J&auml;hrige gegen&uuml;ber der Lokalredaktion, der sich seit langem mit Problemen von Hilfebed&uuml;rftigen besch&auml;ftigt.<br>\nVor knapp zwei Wochen hatten die NN &uuml;ber M&uuml;ller berichtet. Er k&auml;mpft mit unterschiedlichen Leiden. Dazu geh&ouml;ren die Schlafkrankheit, Depressionen, schweres Asthma, Schmerzattacken und posttraumatische Belastungsst&ouml;rungen. Man sieht ihm diese Krankheiten auf den ersten Blick nicht unbedingt an, er ist aber zu hundert Prozent erwerbsgemindert, sein anerkannter Grad der Behinderung liegt bei 50 Prozent. Weil die Miete des 44-J&auml;hrigen, die das Sozialamt tr&auml;gt, die Obergrenze &uuml;bersteigt, hatte ihn die Beh&ouml;rde zum Gesundheitsamt geschickt. Es sollte seine Umzugstauglichkeit pr&uuml;fen. Von den Amts&auml;rzten f&uuml;hlte er sich aber so schlecht und unmenschlich behandelt, dass er die Zusammenarbeit mit ihnen einstellte. Von anderen Experten lie&szlig;e er sich jederzeit begutachten, aber nicht mehr von den Medizinern im Gesundheitsamt. Wegen &laquo;fehlender Mitwirkung&laquo; k&uuml;ndigte das Sozialamt daraufhin an, die Hilfe zum Ende des Monats komplett einzustellen. Diese Drohung ist seit einigen Tagen aber vom Tisch. Sie wurde zur&uuml;ckgezogen.<br>\nIn Thomas M. M&uuml;llers Briefkasten landen seither aber anonyme Zettel. &laquo;Stinkfaule fette Sau! = T. M&uuml;ller&laquo; steht zum Beispiel darauf, oder einfach &laquo;Du A&hellip;!&laquo;. Auch in der Lokalredaktion kamen namentlich gezeichnet Briefe &auml;hnlichen Inhalts an. &laquo;Wenn man die provozierende Geschichte gegen das Sozialamt liest, geht 90 Prozent aller B&uuml;rger das Taschenmesser in der Hosentasche auf&laquo;, hei&szlig;t es etwa in schlechtem Deutsch. M&uuml;ller sei ein &laquo;notorischer Faulenzer&laquo;. Der Autor fragt auch, woher der 44J&auml;hrige sein &Uuml;bergewicht hat &ndash; es ist hormonell bedingt. Die prompte Antwort: &laquo;Vom guten Essen und wenig Bewegung! Er ist zu faul zum Umziehen.&laquo; Au&szlig;erdem liege die Behinderung des Mannes bei &laquo;nur 50 Prozent, den Mann muss man umschulen&laquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.nn-online.de\/artikel.asp?art=1083133&amp;kat=10&amp;man=3\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.nn-online.de\/artikel.asp?art=1083230&amp;kat=10\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gesch&ouml;ntes Gorleben-Gutachten: Wie in der Politik manipuliert wird<\/strong><br>\nMedienberichten zufolge hat die Bundesregierung unter Helmut Kohl in den 80er Jahren Druck auf Wissenschaftler ausge&uuml;bt, um Gorleben in einem Gutachten als geeignetes Endlager darzustellen. Die Gefahr, dass Radioaktivit&auml;t ins Grundwasser gelangen k&ouml;nnte, wurde in dem Bericht heruntergespielt. Hier wurde offenbar von der Politik erw&uuml;nschte Ergebnisse herbeimanipuliert &ndash; und die Wissenschaft hat mitgemacht. Und das bei dem Thema &ldquo;Atomm&uuml;ll&rdquo;, das gro&szlig;e Gefahren in sich birgt!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr1\/bw\/programm\/-\/id=446250\/nid=446250\/did=5281326\/bzmttf\/index.html\">SWR 1 (Abspiel- und Download-Funktion oben rechts)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung einer Nachdenkseiten-Leserin:<\/strong> Ich finde es mehr als erstaunlich, dass &ldquo;unser SWR&rdquo; so etwas bringt und auch noch tats&auml;chlich ausspricht&hellip;&hellip; Es wird doch nicht so sein, dass die massiven Hinweise auf die Unzul&auml;nglichkeiten der Presse etwa greifen&hellip;..<br>\n&Uuml;brigens, alles was hier gesagt wird, kann mensch auch auf andere Bereiche &uuml;bertragen&hellip;.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe z.B. den folgenden Hinweis:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Studie: 12 Prozent der Selbstst&auml;ndigen droht Altersarmut<\/strong><br>\nEine aktuelle Studie des Mannheimer Forschungsinstituts &Ouml;konomie und Demograhischer Wandel (MEA) zur Altersvorsorge von Selbstst&auml;ndigen hat die Diskussion um eine Erwerbst&auml;tigenversicherung erneut befeuert. In der am Montag ver&ouml;ffentlichten Studie &ldquo;Das Altersvorsorge-Verhalten von Selbstst&auml;ndigen&rdquo; beziffert MEA-Mitarbeiter Michael Ziegelmeyer den Anteil der Selbstst&auml;ndigen, die &ldquo;keine ausreichende Vorsorgef&auml;higkeit&rdquo; f&uuml;r das Alter aufweisen, auf elf bis zw&ouml;lf Prozent. Der Sachverst&auml;ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hatte dagegen im Jahr 2006 den Anteil der Selbstst&auml;ndigen, die &uuml;ber ein monatliches Nettoeinkommen von unter 1.100 Euro verf&uuml;gen und damit potenziell von Altersarmut bedroht sind, auf etwa 32 Prozent beziffert. Trotz der von der Studie ermittelten Zahlen d&uuml;rfe &ldquo;nicht vorschnell auf ein generelles Schutzbed&uuml;rfnis von Selbstst&auml;ndigen geschlossen werden&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Gutachten des von Altersvorsorge-Experte Axel B&ouml;rsch-Supan (Foto) geleiteten MEA. Selbst wenn man eine Versicherungspflicht als notwendig erachte, m&uuml;sse diese nicht &ldquo;in Form einer Einbeziehung in die gesetzliche Rentenversicherung erfolgen&rdquo;. Die Studie wendet sich damit ausdr&uuml;cklich gegen die von zahlreichen Rentenexperten geforderte Erwerbst&auml;tigenversicherung.<br>\nBemerkenswert ist die Begr&uuml;ndung, mit der das MEA-Gutachten eine Rentenversicherungspflicht von Selbstst&auml;ndigen ablehnt. Hier m&uuml;ssten die &ldquo;negativen Effekte einer Ausweitung der demographieanf&auml;lligen umlagefinanzierten Rentenversicherung&rdquo; ber&uuml;cksichtigt werden, schreibt Autor Michael Ziegelmeyer. Damit setzt sich der MEA-Forscher nicht nur &uuml;ber die Auswirkungen der j&uuml;ngsten Wirtschaftskrise auf kapitalgedeckte Altersvorsorgeprodukte hinweg. Er &uuml;bergeht auch die Ergebnisse einer k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten OECD-Studie, die das &uuml;berwiegend umlagefinanzerte Alterssicherungssystem in Deutschland ausdr&uuml;cklich gelobt hatte. Dar&uuml;ber hinaus missachtet die MEA-Studie auch, dass die Wirtschaftsweisen eine Einbeziehung von Selbstst&auml;ndigen mit geringem Einkommen in die Rentenversicherung schon im Jahr 2006 f&uuml;r &ldquo;gerechtfertigt&rdquo; hielten. In seinem damaligen Jahresgutachten hatte der Sachverst&auml;ndigenrat darauf hingewiesen, dass Selbstst&auml;ndige in der gesetzlichen Rentenversicherung nicht nur f&uuml;r das Alter, sondern auch gegen &ldquo;andere Risiken, die zur Altersarmut f&uuml;hren k&ouml;nnen&rdquo;, abgesichert seien. Ausdr&uuml;cklich hatten die Wirtschaftsprofessoren damals Erwerbsminderung, gesundheitliche Rehabilitation und die Hinterbliebenenabsicherung als Vorz&uuml;ge der Rentenversicherung benannt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Studie-12-Prozent-der-Selbststaendigen-droht-Altersarmut.html\">Ihre Vorsorge<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Nur zur Erinnerung &hellip; &bdquo;Die Tr&auml;ger der Grundfinanzierung des MEA sind zu gleichen Teilen das Land Baden-W&uuml;rttemberg und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.mea.uni-mannheim.de\/mea_neu\/start.php?page=standard_print&amp;language=D&amp;printpage=about\">Mannheimer Forschungsinstituts &Ouml;konomie und Demograhischer Wandel (MEA)<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Riester-Urteil<\/strong><br>\n<strong>EU st&auml;rkt Mallorca-Rentner<\/strong><br>\n12,5 Millionen Riester-Sparer k&ouml;nnen sich freuen: Laut einem Urteil des Europ&auml;ischen Gerichtshofs m&uuml;ssen Rentner die F&ouml;rderung k&uuml;nftig nicht mehr zur&uuml;ckzahlen, wenn sie ins EU-Ausland umziehen. F&uuml;r den Finanzminister wird das Urteil teuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/0,1518,druck-648100,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&raquo;Hartz IV&laquo;-Klageflut soll einged&auml;mmt werden<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) will der &raquo;Hartz IV&laquo;-Klageflut in Berlin mit einer besseren Informationspolitik begegnen. Daf&uuml;r sollen k&uuml;nftig besonders geschulte sogenannte Bescheidserkl&auml;rer zust&auml;ndig sein, sagte der Regionalleiter der BA, Jens Regg, am Donnerstag in Berlin. In dieser Woche war nach Angaben der Justizverwaltung die 75000. Klage gegen einen &raquo;Hartz IV&laquo;-Bescheid im Berliner Sozialgericht eingegangen. Das Gericht habe derzeit &uuml;ber 17000 F&auml;lle in Bearbeitung. Besonders h&auml;ufig geht es dabei um die Kosten f&uuml;r Heizung und Unterkunft, Einkommensanrechnungen oder Sanktionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/09-11\/056.php?print=1\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Martin Betzwieser:<\/strong> Es scheint wie bei den Sozialstaatsreformen allgemein zu sein &ndash; die Reformen sind angeblich richtig und notwendig, werden aber falsch kommuniziert und ungen&uuml;gend erkl&auml;rt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Genug ist nicht genug &ndash; Wenn Politiker peinlich werden<\/strong><br>\nDieter Althaus ist nicht mehr Ministerpr&auml;sident von Th&uuml;ringen. Er ist zur&uuml;ckgetreten. Dachten wir. Aber er macht weiter, als sei nichts geschehen. J&uuml;rgen R&uuml;ttgers ist noch Ministerpr&auml;sident von Nordrhein-Westfalen. Er klopft mal wieder ausl&auml;nderfeindliche Spr&uuml;che. Und macht weiter, als sei nichts geschehen. Was geschieht eigentlich in den K&ouml;pfen dieser speziellen Spezies, dass sie so gar nicht merkt, wenn sie falsch liegt, wenn sie nervt, wenn sie mal ein wenig nachlassen sollte, oder besser gleich ganz wegtreten? Wie kommt es immer wieder zum Realit&auml;ts- und Kontrollverlust der M&auml;chtigen? Eine generelle Frage &ndash; nicht nur im Wahlkampf. Eine Systemfrage vielleicht gar&hellip;<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/radio\/hr2\/flashplayer\/hr2tag_player_content.jsp?rpgid=28420614325\">hr2-Kultur &ndash; Der Tag (Einleitungstext mit Abspielfunktion)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mp3.podcast.hr-online.de\/mp3\/podcast\/derTag\/derTag_20090910.mp3\">hr2-Kultur &ndash; Der Tag (Audio-Podcast, mp3, ca. 25 MB, ca. 53 MB)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Enth&auml;lt einige interessante Beispiele von &bdquo;endgelagerten&ldquo; Politikern bzw. Dreht&uuml;r- Karussell, z.B. Roman Herzog \/ Konvent f&uuml;r Deutschland (ab Minute 26), aber auch Gegenbeispiele f&uuml;r &bdquo;Elder Statesmen&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gesundheitsreform: Obama setzt zur&uuml;ck<\/strong><br>\nPathos ohne Substanz: US-Pr&auml;sident Obama signalisiert Kompromi&szlig;bereitschaft bei der Gesundheitsreform. Eine allgemeine staatliche Krankenversicherung hat kaum noch Chancen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/09-11\/023.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Guatemala ruft Notstand aus<\/strong><br>\nKein anderes Land in Lateinamerika hat einen h&ouml;heren Anteil an Unterern&auml;hrten. Das Vorzeigeprogramm gegen Hunger und Armut verbesserte die Situation nicht.<br>\nGuatemala hat mit neun Prozent Steueraufkommen gemessen am Bruttoinlandsprodukt die niedrigste Quote in Lateinamerika. Pr&auml;sident &Aacute;lvaro Colom hatte im Wahlkampf versprochen, diese Quote mit einer Steuerreform auf 18 Prozent zu verdoppeln, um damit Sozialprogramme zu finanzieren. In eineinhalb Jahren aber hat er nichts daf&uuml;r getan. Wollte er es, m&uuml;sste er sich mit den m&auml;chtigen Unternehmern des Landes anlegen. Doch auch da zaudert der Sozialdemokrat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/amerika\/artikel\/1\/guatemala-ruft-notstand-aus\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Der Minister der Verteidigung<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_daten\/_multicom\/2009\/09\/07\/090907_pol_plassmann.jpg\" alt=\"Minister der Verteidigung\" title=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_multifunktion\/?em_cnt=1256926&amp;em_loc=3317&amp;em_art=galery&amp;em_src=732954\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Musik-Tipp f&uuml;r J&uuml;ngere von einem NDS-Leser:<\/strong><br>\nMir fiel auf, dass Sie in letzter Zeit auch immer wieder Videolinks zu Reinhard Mey Lieder gesetzt haben.<br>\nSch&ouml;n, dass Sie auch k&uuml;nstlerische Darbietungen von Themen einbeziehen.<br>\nHier h&auml;tte ich auch einen kleinen Hinweis auf eine andere Gruppe und ein Lied.<br>\nDie Gruppe nennt sich ASP und das Lied &ldquo;Ich bin ein wahrer Satan&rdquo;.<br>\nEs ist eine deutlich andere Musikrichtung (deutlich rockiger) als die des Herrn Mey, doch sollte auch hier nat&uuml;rlich der Text im Vordergrund stehen.<br>\nIm eigentlichen Sinne zielt der Text in Richtung Kirche, doch kann man Ihn ebenso auf die Politlandschaft &uuml;bertragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gvtEkuKh7D0\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(MB\/AM)<br \/> Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4186#h01\">Opel-Deal mit Preisschild<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h02\">Treuh&auml;nder kritisieren Opel-Entscheidung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h03\">DIW: Lobbyisten, arg in der Defensive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h04\">Wir haben die niedrigsten Lohnzuw&auml;chse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h05\">Abgeordnete abgef&uuml;hrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h06\">Lenzen versus Scharenberg: Das ist ein recht bizarrer Vorgang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h07\">&Uuml;belste P&ouml;belei nach Streit mit Sozialamt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4186#h08\">Gesch&ouml;ntes Gorleben-Gutachten: Wie in der Politik<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4186\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4186","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4186"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4186\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4186"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4186"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}