{"id":41872,"date":"2018-01-11T08:37:49","date_gmt":"2018-01-11T07:37:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872"},"modified":"2018-01-11T08:37:49","modified_gmt":"2018-01-11T07:37:49","slug":"hinweise-des-tages-3035","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h01\">Das Europa des Martin Schulz, ein Horrorkabinett f&uuml;r Arbeitnehmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h02\">Hoffnungstr&auml;ger und Alleinherrscher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h03\">B&uuml;rgerversicherung: Wie ein solidarisches Gesundheitssystem funktionieren k&ouml;nnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h04\">Elterngeld hilft Familien in Armut nicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h05\">Mehr als 20.000 Menschen fehlt Geld f&uuml;r eine Beisetzung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h06\">Wohnungslos in Berlin: &ldquo;Es gibt einen irren Konkurrenzkampf auf dem Wohnungsmarkt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h07\">Nachwuchsmangel: Wie das Handwerk um Azubis k&auml;mpft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h08\">Warum es in der Arbeitswelt noch immer gro&szlig;e Ungerechtigkeiten gibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h09\">Cum-Ex-Gesch&auml;fte: Betrug am Fiskus sehr viel gr&ouml;&szlig;er<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h10\">Neue Sicherheitsl&uuml;cken bei elektronischer Gesundheitskarte? &ndash; Freie &Auml;rzteschaft fordert Stopp der Onlineanbindung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h11\">First France, Now Brazil Unveils Plan to Empower the Government to Censor the Internet in the Name of Stopping &ldquo;Fake News&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h12\">&Auml;nderungen 2018 &ndash; Privatsph&auml;re beim Autofahren in Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h13\">Hort des Schreckens <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h14\">Warum die Krim nicht annektiert wurde und der Westen &bdquo;mit gespaltener Zunge&ldquo; redet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h15\">Sch&uuml;sse auf Deniz Naki: Terror in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h16\">Das Letzte: Trotz Jahresverlust Deutsche Bank verteidigt Boni-Erh&ouml;hung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Das Europa des Martin Schulz, ein Horrorkabinett f&uuml;r Arbeitnehmer<\/strong><br>\nDie SPD unter ihrem Vorsitzenden Martin Schulz hat Europa zum Kernthema der Sondierungsverhandlungen f&uuml;r eine gro&szlig;e Koalition erkl&auml;rt. Das ist zum F&uuml;rchten, nicht nur f&uuml;r die SPD, sondern auch f&uuml;r die B&uuml;rger. Denn welches Europa ihm vorschwebt, und wie er dorthin kommen will, hat er als EU-Parlamentspr&auml;sident vor gut zwei Jahren im sogenannten F&uuml;nfpr&auml;sidentenbericht offengelegt. Dieser Bericht zur H&auml;rtung der W&auml;hrungsunion wurde am 22.6.2015 vorgelegt. Vorne im Bericht behaupten die f&uuml;nf, die Ziele seien Wohlstand und Fairness f&uuml;r alle. Was sie damit meinen, wird klar, wenn sie weiter hinten die Prosperit&auml;t der Unternehmen, sprich deren Gewinne, mit dem gesellschaftlichen Wohl gleichsetzen. (&hellip;) Neu an dem Bericht war das Dr&auml;ngen, Europa mit einem Netz von &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeitsr&auml;ten&ldquo; zu &uuml;berziehen. Sie sollen dazu beitragen, dass die angebotsorientierte Politik der EU &uuml;berall durchgesetzt wird. Sie sollen also bestimmen, wo der korrekte Ausgleich zwischen Arbeitnehmerinteressen und Arbeitgeberinteressen zu finden ist. Bisher hatte man die Vorstellung, dass das die Tarifpartner diesen suchen und finden. In Deutschland ist das sogar grundgesetzlich so vorgesehen. Aber k&uuml;nftig sollen nach den Vorstellungen der f&uuml;nf Pr&auml;sidenten irgendwelche &bdquo;Experten&ldquo; Lohnleitlinien festlegen. Dass es dabei vor allem darum geht, die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken, stellt der Bericht in dankenswerter Offenheit an klar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/929-schulz-europa-sondierung\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hoffnungstr&auml;ger und Alleinherrscher<\/strong><br>\nMit seiner Parlamentsmehrheit lie&szlig; sich Macron das Regieren per &ldquo;ordonnance&rdquo;, per Anweisung, genehmigen &ndash; was f&uuml;r erhebliche Aufregung sorgte, bei der radikallinken Oppositionspartei La France Insoumise machte das Wort vom &ldquo;sozialen Staatsstreich&rdquo; die Runde. Das &ldquo;Regieren per Anweisung&rdquo; ist in der franz&ouml;sischen Verfassung ein f&uuml;r Notf&auml;lle vorgesehenes Mittel, das aber bisher eher selten angewandt wurde. Es k&uuml;rzt parlamentarische Gesetzgebungsverfahren extrem ab &ndash; und erm&ouml;glichte Macron, in kurzer Zeit tief greifende Ver&auml;nderungen einzuleiten. Alexis Corbi&egrave;re, Sprecher von La France Insoumise:<br>\n&ldquo;Macron hat sich extrem gro&szlig;e Machtbefugnisse gegeben, er hat sich die Institutionen der V. Republik regelrecht untertan gemacht. Wir wollen eine VI. Republik, die mehr Macht dem Parlament und dem Volk gibt &ndash; er will das nicht. In seiner Partei duldet er keine Opposition, er konzentriert die Macht ganz auf sich &ndash; und warum? Weil er sein politisches und sehr unsoziales Projekt durchsetzen will. Doch die Franzosen haben ihn nicht wegen seines Programms gew&auml;hlt, sondern um die extreme Rechte zu verhindern. F&uuml;r seine Arbeitsrechtsreform hat Macron in der Bev&ouml;lkerung keine Mehrheit, deshalb greift er zu diesem autorit&auml;ren Regieren per &ldquo;ordonnance&rdquo;.  Und deshalb sind auch seine Umfragewerte so gesunken.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frankreich-unter-emmanuel-macron-hoffnungstraeger-und.724.de.html?dram:article_id=407961\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wann h&ouml;rt man endlich auf die Marionette der franz&ouml;sischen Oligarchie und ihre Agenda 2010  &agrave; la francaise als &ldquo;Hoffnungstr&auml;ger&rdquo; zu titulieren? Mit Macron und seinem &ldquo;Regieren per Anweisung&rdquo; zeigt sich, dass die herrschenden Eliten die neoliberale Agenda auch ohne R&uuml;cksicht auf den demokratischen Rechtsstaat durchsetzen wollen. Wobei Macrons Gerede &uuml;ber seine Idee einer gro&szlig;en Europareform, die der SPD-Vorsitzende Schulz flei&szlig;ig nachplappert, nichts anders bedeutet als eine forcierte neoliberale Ausrichtung der EU.  Wie sich sowieso die Frage stellt, wie eine Politik, deren Konsequenz die Verschlechterung der Lebensumst&auml;nde der Mehrheit der B&uuml;rger ist, &uuml;berhaupt demokratisch Legitimation f&uuml;r sich beanspruchen kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>B&uuml;rgerversicherung: Wie ein solidarisches Gesundheitssystem funktionieren k&ouml;nnte<\/strong><br>\nDie SPD will sie, die Union auf keinen Fall: die B&uuml;rgerversicherung. Der Gesundheits&ouml;konom Mathias Kifmann h&auml;lt die Trennung in gesetzlich und privat f&uuml;r nicht sinnvoll und hat ein Konzept f&uuml;r ein solidarisches Gesundheitssystem erarbeitet.<br>\nZu den gr&ouml;&szlig;ten Streitpunkten der Sondierungsgespr&auml;che f&uuml;r eine Gro&szlig;e Koalition z&auml;hlt die B&uuml;rgerversicherung. Umstritten ist sie auch, weil die Umstellung gro&szlig;e Probleme und Kosten verursachen k&ouml;nnte.<br>\nDer Hamburger Gesundheits&ouml;konom Mathias Kifmann hat ein Konzept f&uuml;r den &Uuml;bergang entwickelt, das am bestehenden Gesundheitsfonds ankn&uuml;pft. &ldquo;Dort flie&szlig;t das Geld der gesetzlich Versicherten hinein, &uuml;ber 200 Milliarden Euro, also eine Menge Geld, und wird dann an die Kassen verteilt und zwar in einer Form, das Kassen, die jetzt Personen versichern, die teurer sind, mehr Geld erhalten&rdquo;, sagte er im Deutschlandfunk Kultur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/buergerversicherung-wie-ein-solidarisches-gesundheitssystem.1008.de.html?dram:article_id=407936\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: So funktioniert die B&uuml;rgerversicherung in &Ouml;sterreich<\/strong><br>\nVorsicht, Einheitskasse!, ruft in Deutschland der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) und warnt, das diskutierte Modell einer B&uuml;rgerversicherung sei &bdquo;schlecht f&uuml;r alle&ldquo;. Das Nachbarland &Ouml;sterreich, wo die Sozialversicherung in den Grundz&uuml;gen gleich organisiert ist wie in Deutschland, bietet lebendigen Anschauungsunterricht: Alle Selbstst&auml;ndigen und alle Beamten sind gesetzlich krankenversichert.<br>\nZudem tr&auml;gt der Staat einen weitaus gr&ouml;&szlig;eren Teil der Krankenhauskosten. Im Ergebnis ist das sonst so &auml;hnliche System f&uuml;r die Versicherten nur etwa halb so teuer wie das deutsche: Im vergangenen Jahr zahlten die &Ouml;sterreicher bei &auml;hnlichem Leistungsspektrum nur 7,65 Prozent ihres Einkommens an die Krankenkassen. In Deutschland lag der durchschnittliche Satz bei stolzen 15,7 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/krankenkassen-so-funktioniert-die-buergerversicherung-in-oesterreich-a-1421559,0#artpager-1421559-0\">FR Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Am Ende des Quartals schicken &Auml;rzte Kassenpatienten weg<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Praxen selektieren bei ihren Patienten. Privatversicherte sind immer willkommen, alle anderen nur so lange, wie die Bezahlung stimmt.<\/li>\n<li>Die Universit&auml;t Hamburg belegt diesen Eindruck in einer Studie.<\/li>\n<li>Besonders Haus&auml;rzte limitieren ihre Arbeit.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es sind vier Monate im Jahr, in denen es f&uuml;r viele B&uuml;rger schwierig ist, einen Termin beim Arzt zu bekommen. Denn immer im M&auml;rz, Juni, September und Dezember endet ein Quartal. Dann fangen viele &Auml;rzte an zu sparen. Wissenschaftler der Universit&auml;t Hamburg haben dieses Ph&auml;nomen nun untersucht. Ihre Studie, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt, zeigt, wie sich Haus&auml;rzte und Fach&auml;rzte vom Geld leiten lassen &ndash; und wie gesetzlich versicherte Patienten am Ende jedes Quartals auf Bereitschaftsdienste ausweichen m&uuml;ssen.<br>\nRund 70 Prozent aller Untersuchungen, die Arztpraxen ihren Patienten anbieten, werden von gesetzlichen Krankenkassen nur bis zu einer bestimmten Obergrenze voll bezahlt. F&uuml;hrt ein Arzt in einem Quartal mehr Patientengespr&auml;che, als von den Kassen vorgegeben, oder &uuml;berschreitet er sein Limit an Routineuntersuchungen, dann wird ihm f&uuml;r diese Leistung weniger bezahlt als sonst. Anders verh&auml;lt es sich bei ambulanten Operationen, Impfungen oder bei Schwangeren und Krebskranken: F&uuml;r solche Termine zahlen die Kassen immer dasselbe Geld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/gesundheitspolitik-am-ende-des-quartals-geben-aerzte-kassenpatienten-weniger-termine-1.3820465\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Elterngeld hilft Familien in Armut nicht<\/strong><br>\n&bdquo;Vom Elterngeld und Elterngeld Plus profitieren vor allem Familien mit mittlerem und hohem Einkommen. Familien mit geringem Einkommen oder Hartz IV-Bezug werden diskriminiert, da die Leistungen sich nach der H&ouml;he des vorherigen Einkommens richten und auf ALG-II-Bez&uuml;ge angerechnet werden. Elterngeld und Elterngeld Plus sind damit keine geeigneten Instrumente, um Kinder- und Familienarmut zu bek&auml;mpfen&ldquo;, sagt Katrin Werner, Fraktion DIE LINKE, Expertin f&uuml;r Familienpolitik, mit Blick auf einen Bericht des Bundesfamilienministeriums, nach dem sich der Bezug von Elterngeld Plus seit Einf&uuml;hrung des Instruments verdoppelt hat. Werner weiter:<br>\n&bdquo;Die Anrechnung von Elterngeld und Elterngeld Plus auf Hartz-IV-Leistungen muss abgeschafft werden, denn sie f&uuml;hrt dazu, dass Eltern nach der Geburt des Kindes h&auml;ufig in Armut leben. Solange das nicht ge&auml;ndert wird, gehen die Leistungen an denen vorbei, die sie am dringendsten brauchen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/elterngeld-hilft-familien-in-armut-nicht\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mehr als 20.000 Menschen fehlt Geld f&uuml;r eine Beisetzung<\/strong><br>\n21.500 Menschen haben im vergangenen Jahr nicht genug Geld f&uuml;r die Beisetzung von Angeh&ouml;rigen gehabt und mussten von den Sozial&auml;mtern unterst&uuml;tzt werden. Den Kommunen entstanden f&uuml;r die sogenannten Sozialbestattungen Kosten von 60 Millionen Euro. Das geht aus neuen Angaben des Statistischen Bundesamtes hervor, die der PNP vorliegen. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Auch nach ihrem Tod werden die Verstorbenen ein weiteres Mal als arm gebrandmarkt, durch das sichtbar &auml;rmliche Begr&auml;bnis und die bescheidene Grabausstattung&rdquo;, sagte die Bundestags-Fraktionsvize der Linken, Sabine Zimmermann, zur PNP. Aufgrund der zunehmenden Altersarmut und sich ausbreitenden prek&auml;ren Besch&auml;ftigungen sei f&uuml;r die Zukunft ein Anstieg von Sozialbestattungen zu erwarten. Zimmermann warnte, die Kommunen k&ouml;nnten k&uuml;nftig weniger Geld f&uuml;r Armenbegr&auml;bnisse geben. &ldquo;Dabei w&auml;re es in vielen Regionen notwendig, die Leistungen anzuheben, um auch armen Menschen ein w&uuml;rdevolles Begr&auml;bnis zuteilwerden zu lassen.&rdquo; Sie forderte &uuml;berdies bundesweit einheitliche Standards f&uuml;r Sozialbestattungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pnp.de\/nachrichten\/politik\/2794459_Mehr-als-20.000-Menschen-fehlt-Geld-fuer-eine-Beisetzung.html\">Passauer Neue Presse<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wohnungslos in Berlin: &ldquo;Es gibt einen irren Konkurrenzkampf auf dem Wohnungsmarkt&rdquo;<\/strong><br>\nVier- bis sechstausend Menschen in Berlin h&auml;tten kein Dach &uuml;berm Kopf &ndash; und weitere 30.000 keine eigene Wohnung, beklagt die Direktorin der Berliner Diakonie, Barbara Eschen. Urs&auml;chlich daf&uuml;r sei auch ein &ldquo;voll verstopfter&rdquo; Markt f&uuml;r preiswerte Wohnungen.<br>\nAm Mittwoch werden Vertreter des Berliner Senats, der Bezirke, der Wohlfahrtsverb&auml;nde und der Wohnungslosenhilfe &uuml;ber Strategien gegen Wohnungslosigkeit beraten. Denn in deutschen Metropolen und Universit&auml;tsst&auml;dten gibt es immer mehr Menschen ohne festen Wohnsitz &ndash; vor allem aber in Berlin.<br>\nBarbara Eschen, Direktorin des Diakonischen Werks Berlin-Brandenburg, rechnet damit, dass in Berlin zwischen vier- und sechstausend Menschen wirklich kein Dach &uuml;berm Kopf h&auml;tten. Hinzu k&auml;men Personen, die &uuml;ber keine eigene Wohnung verf&uuml;gten, sondern ordnungsbeh&ouml;rdlich untergebracht seien, zum Beispiel in Hostels. Deren Zahl sei inzwischen auf vermutlich 30.000 angestiegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/wohnungslos-in-berlin-es-gibt-einen-irren-konkurrenzkampf.1008.de.html?dram:article_id=407917\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: Caritas-Studie: 84 Prozent der Deutschen w&uuml;nschen sich mehr sozialen Wohnungsbau<\/strong><br>\n&ldquo;Steigende Mieten treffen nicht nur Menschen mit geringem Einkommen&rdquo;: Eine Caritas-Studie zeigt, wie sehr die Wohnungsnot die Deutschen umtreibt. Drei Ma&szlig;nahmen fordern die Befragten.<br>\nBezahlbares Wohnen geh&ouml;rt neben Pflege, Kinderarmut und Alterssicherung zu den dr&auml;ngendsten politischen Fragen in Deutschland. Zu diesem Ergebnis kommt die Caritas-Studie &ldquo;Menschenrecht auf Wohnen&rdquo;. Um zu erfahren, wie die Bev&ouml;lkerung das Thema wahrnimmt, hatte der Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche das Institut IPSOS mit einer repr&auml;sentativen Befragung beauftragt.<br>\nDas Ergebnis der Studie: 30 Prozent der Befragten halten das Thema bezahlbares Wohnen f&uuml;r &ldquo;&auml;u&szlig;erst wichtig&rdquo;, weitere 46 Prozent f&uuml;r &ldquo;sehr wichtig&rdquo;. Insbesondere f&uuml;r Menschen mit niedrigem Einkommen hat das Thema einen hohen Stellenwert: F&uuml;r 83 Prozent der Befragten mit einem Einkommen von nicht mehr als 1500 Euro ist es &auml;u&szlig;erst oder sehr wichtig. Doch auch Gutverdiener messen dem Thema gro&szlig;e Bedeutung bei: 78 Prozent der Befragten mit einem Einkommen von mehr als 3000 Euro halten es f&uuml;r &ldquo;&auml;u&szlig;erst wichtig&rdquo; oder &ldquo;sehr wichtig&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/gesellschaft\/caritas-vier-von-fuenf-deutschen-sehen-wohnkosten-als-armutsrisiko-a-1187066.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Nachwuchsmangel: Wie das Handwerk um Azubis k&auml;mpft<\/strong><br>\nDas Handwerk boomt, aber jedes Jahr bleiben Tausende Lehrstellen unbesetzt, auch, weil das Image vieler Ausbildungen mies ist. Die Branche will das &auml;ndern &ndash; mit ungew&ouml;hnlichen Ma&szlig;nahmen. [&hellip;]<br>\nDenn obwohl die Auftragsb&uuml;cher voll sind, die Kunden wochenlang auf Handwerker warten m&uuml;ssen und Mitarbeiter eingestellt werden k&ouml;nnten, fehlt es an einer wichtigen Ressource: Auszubildende. Im Ausbildungsjahr 2016\/17 blieb laut j&uuml;ngsten Zahlen des Bundesinstituts f&uuml;rs Berufsbildung jede zehnte Ausbildungsstelle im Handwerk unbesetzt. Bei etwa 153.000 angebotenen Stellen fanden sich f&uuml;r 15.298 Stellen keine Lehrlinge. Acht Jahre blieben lediglich 4576 Stellen unbesetzt.<br>\nDamit die L&uuml;cke nicht noch gr&ouml;&szlig;er wird, m&uuml;ssen die Handwerkskammern nicht nur gegen den demografischen Wandel k&auml;mpfen &ndash; sondern vor allem gegen das negative Image der Ausbildung. &ldquo;Gerade bei Abiturienten liegt der h&ouml;here Bildungsabschluss im Trend&rdquo;, sagt Thomas G&ouml;tze, Leiter der Ausbildungsberatung der Handwerkskammer Dresden. [&hellip;]<br>\nAber auch die Politik m&uuml;sse eingreifen und die Berufsbildung finanziell unterst&uuml;tzen. Nach dem Hochschulpakt &ldquo;muss es nun einen Berufsbildungspakt geben&rdquo;, sagte die Sprecherin. &ldquo;Die Politik soll die berufliche Exzellenz mit vergleichbar viel Geld f&ouml;rdern wie bereits die akademische Exzellenz.&rdquo;<br>\nMit diesem Geld sollen Berufsschulen besser ausgestattet und die Lehre digitalisiert werden. Au&szlig;erdem sollen Exzellenzzentren entstehen, in denen sich Meister sowie Lehrer fortbilden k&ouml;nnen. Neben dem Verband spricht sich die FDP als einzige Partei explizit f&uuml;r einen &ldquo;Berufsbildungspakt&rdquo; aus. Damit soll die Qualit&auml;t der Ausbildung verbessert und die Gleichwertigkeit der beruflichen und akademischen Bildung erreicht werden, wie es auf der Website der Partei hei&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/wie-das-handwerk-um-azubis-kaempft-a-1180204.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die &uuml;blichen Unglaublichkeiten. Dass &ldquo;die Handwerkskammern [&hellip;] gegen den demografischen Wandel k&auml;mpfen&rdquo; m&uuml;ssen, mag hier und da stimmen, aber ganz sicher nicht in den &uuml;blichen Niedriglohn- und Ausbeuterbranchen wie Friseure, Gastronomie, Hotel und Fleischereien, denn zigtausende Jugendliche sind ohne Ausbildungsstelle. Wahrscheinlich liegt es nicht einmal nur am (durchg&auml;ngig niedrigen) Ausbildungslohn und den schlechten Arbeitsbedingungen schon in der Ausbildung, sondern vor allem an den mangelnden Perspektiven. Wer will schon gerne dauerhaft und ohne Aufstiegschancen f&uuml;r 2.000 Euro brutto auch noch unbezahlte &Uuml;berstunden machen m&uuml;ssen? <\/em><\/p>\n<p><em>Und das nicht nur in den &uuml;blichen Branchen: ein junger Kollege von mir wurde *nach der Ausbildung* als Elektrikergeselle in Niederbayern mit 9 Euro brutto Stundenlohn abgespeist. Au&szlig;erdem, nat&uuml;rlich, man erwartet sowieso nichts Anderes: &ldquo;Aber auch die Politik m&uuml;sse eingreifen und die Berufsbildung finanziell unterst&uuml;tzen.&rdquo; Der Staat soll also helfen, wo der sakrosankte Markt versagt. Passt hervorragend zur <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article171922072\/Eric-Schweitzer-DIHK-Chef-fordert-Steuersenkung-auch-fuer-Besserverdienende.html\">Forderung<\/a> des DIHK-Chefs nach Steuersenkungen f&uuml;r Besserverdiener.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warum es in der Arbeitswelt noch immer gro&szlig;e Ungerechtigkeiten gibt<\/strong><br>\nArbeiten ohne Tarifl&ouml;hne, als Leiharbeiter, unter Werkvertrag: Wie weitreichend ist die Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Arbeitswelt?<br>\nSechs Prozent mehr Lohn und mehr Zeit f&uuml;rs Private: Das fordert die IG-Metall in der aktuellen Tarifrunde. Doch w&auml;hrend viele Metaller, gerade im S&uuml;dwesten, von guten Tarifl&ouml;hnen profitieren, m&uuml;ssen Millionen Menschen in Deutschland darauf verzichten. Selbst in der Metallbranche. Hinzu kommen prek&auml;re Besch&auml;ftigungsformen wie Leiharbeit und Werkvertr&auml;ge. Herrscht in Deutschland eine Zwei-Klassen-Gesellschaft am Arbeitsmarkt? Was bedeutet das f&uuml;r die Renten der Betroffenen, und was kann die Politik tun? REPORT MAINZ geht auf Spurensuche, spricht mit Betroffenen und Experten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/report\/kollegen-zweiter-klasse-warum-es-in-der-arbeitswelt-noch-immer-grosse-ungerechtigkeiten-gibt\/-\/id=233454\/did=20927812\/nid=233454\/b1j7q6\/index.html\">Report Mainz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Cum-Ex-Gesch&auml;fte: Betrug am Fiskus sehr viel gr&ouml;&szlig;er<\/strong><br>\nIm bislang gr&ouml;&szlig;ten Steuerskandal um sogenannte Cum-Ex-Aktiengesch&auml;fte ist der deutsche Fiskus offenbar um weitaus mehr Geld betrogen worden als bislang bekannt. Die Ermittler erh&ouml;hen den Druck auf die Banken noch einmal.<br>\nIm Steuerskandal um sogenannte Cum-Ex-Gesch&auml;fte ermitteln die Beh&ouml;rden in wesentlich mehr F&auml;llen als bislang bekannt. Staatsanw&auml;lte und Steuerfahnder gehen aktuell in 417 F&auml;llen gegen Banken, Anw&auml;lte und Finanzunternehmen vor. Das teilte das Bundesfinanzministerium auf Anfrage von &ldquo;S&uuml;ddeutscher Zeitung&rdquo;, NDR und WDR mit.<br>\nIm Herbst vergangenen Jahres war noch von rund 260 F&auml;llen die Rede. Insgesamt gehe es demnach in diesen F&auml;llen um einen mutma&szlig;lichen Betrug am deutschen Staat in H&ouml;he von 5,3 Milliarden Euro.<br>\nBei den sogenannten Cum-Ex-Gesch&auml;ften haben sich Banken, Aktienh&auml;ndler und Anleger &uuml;ber Jahre hinweg Steuern erstatten lassen, die sie nie gezahlt haben. Die Geldinstitute und deren Partner haben nach Ansicht der Ermittler dabei den Fiskus jahrelang und systematisch get&auml;uscht, um hohe Gewinne auf Kosten der Steuerkassen zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/cum-ex-111.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neue Sicherheitsl&uuml;cken bei elektronischer Gesundheitskarte? &ndash; Freie &Auml;rzteschaft fordert Stopp der Onlineanbindung<\/strong><br>\nDie Freie &Auml;rzteschaft (F&Auml;) fordert den Stopp des Onlineanschlusses der Arztpraxen und Kliniken an das zentrale IT-System im Gesundheitswesen. &ldquo;M&ouml;glicherweise ist die Sicherheit der Patientendaten gef&auml;hrdet&rdquo;, sagte F&Auml;-Vizevorsitzende Dr. Silke L&uuml;der am Mittwoch in Hamburg. &ldquo;Derzeit ist unklar, ob die f&uuml;r den Onlineanschluss ben&ouml;tigten sogenannten Konnektoren jene Prozessoren enthalten, die von den soeben bekanntgewordenen Sicherheitsl&uuml;cken Meltdown und Spectre betroffen sind.&rdquo; Das Bundesamt f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die Einf&uuml;hrungsorganisation Gematik und das Bundesgesundheitsministerium m&uuml;ssten dies umgehend aufkl&auml;ren.<br>\nNach 16-j&auml;hriger Planung sollen per Gesetz ab sofort alle Arztpraxen und Kliniken mit den Servern der Krankenkassen vernetzt werden. Erst Mitte Dezember 2017 erhielt der erste Konnektor eine Zulassung daf&uuml;r. Die Gematik hatte die jahrelangen Verz&ouml;gerungen immer wieder damit begr&uuml;ndet, dass man eine ganz au&szlig;ergew&ouml;hnliche Datensicherheit herstellen w&uuml;rde. &ldquo;Wir fragen uns, ob diese gew&auml;hrleistet ist&rdquo;, sagt L&uuml;der. &ldquo;Denn soeben wurde ver&ouml;ffentlicht, dass weltweit massenhaft Rechner mit ihren Prozessoren von den Sicherheitsl&uuml;cken betroffen sind. Auch die angek&uuml;ndigten Sicherheitsupdates k&ouml;nnen diese Hardware-L&uuml;cken nicht wirklich schlie&szlig;en. Nach Meinung von Experten m&uuml;ssten neue Prozessoren hergestellt werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/57691\/3836164\">Presseportal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>First France, Now Brazil Unveils Plan to Empower the Government to Censor the Internet in the Name of Stopping &ldquo;Fake News&rdquo;<\/strong><br>\nYesterday afternoon, the official Twitter account of Brazil&rsquo;s Federal Police (its FBI equivalent) posted an extraordinary announcement. The bureaucratically nonchalant tone it used belied its significance. The tweet, at its core, purports to vest in the federal police and the federal government that oversees it the power to regulate, control, and outright censor political content on the internet that is assessed to be &ldquo;false,&rdquo; and to &ldquo;punish&rdquo; those who disseminate it. The new power would cover both social media posts and entire websites devoted to politics.<br>\n&ldquo;In the next few days, the Federal Police will begin activities in Bras&iacute;lia [the nation&rsquo;s capital] by a specially formed group to combat false news during the [upcoming 2018 presidential] election process,&rdquo; the official police tweet stated. It added: &ldquo;The measures are intended to identify and punish the authors of &lsquo;fake news&rsquo; for or against candidates.&rdquo; Top police officials told media outlets that their working group would include representatives of the judiciary&rsquo;s election branch and leading prosecutors, though one of the key judicial figures involved is the highly controversial right-wing Supreme Court judge, Gilmar Mendes, who has long blurred judicial authority with his political activism.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2018\/01\/10\/first-france-now-brazil-unveils-plans-to-empower-the-government-to-censure-the-internet-in-the-name-of-stopping-fake-news\/\">The Intercept_<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Auml;nderungen 2018 &ndash; Privatsph&auml;re beim Autofahren in Gefahr<\/strong><br>\nNeuwagen d&uuml;rfen ab 01. April nur verkauft werden, wenn sie st&auml;ndig online sind. Vorgeblich sollen damit Fahrer gesch&uuml;tzt werden, indem ein Notfallsystem bei einem Unfall automatisch Helfer alarmiert. Der Nebeneffekt: Eine st&auml;ndige Datenverbindung greift in die Privatsph&auml;re ein. Wirtschaftsreporter Johannes Frewel &uuml;ber Auswirkungen.<br>\nFast 3,5 Millionen Neuwagen will die deutsche Autoindustrie in diesem Jahr verkaufen. Ab 1. April ist das elektronische Datenmodul eCall bei Neuwagen gesetzlich vorgeschrieben. Jedes Auto bekommt eine eigene SIM-Karte und ist st&auml;ndig mit dem Netz verbunden &ndash; auch wenn es abgestellt und fest verschlossen ist. Von Autobauern &uuml;ber den ADAC, Versicherungen und Beh&ouml;rden &ndash; alle wollen Zugang zu den Nutzungsdaten. Lediglich bei Versicherungen, die Rabatte abh&auml;ngig vom Fahrstil anbieten, sei der Datenschutz in Ordnung, betont Michael Bruns von der Stiftung Warentest &ldquo;Die Versicherer bieten Telematik-Tarife an. Da muss man sagen, die Datensammelei ist abgestimmt mit dem Datenschutzbeauftragten. Das ist vom Konzept her durchaus sicher, denn da sind die Daten verschl&uuml;sselt und anonymisiert. Der Versicherer bekommt nur den Score-Wert, 80, 90 oder 100 Punkte.&rdquo;<br>\nGanz anders die Apps von Autoherstellern. Sie sammeln wild offenbar alles, was sie bekommen k&ouml;nnen. Was genau, bleibt geheim. Mit Sensoren erfasst werden nicht nur etwa Motorwerte. Auch das, was sich beispielsweise auf dem Beifahrersitz tut. Stiftung Warentest fragte 13 Autohersteller, welche Daten aus dem Auto an alle m&ouml;glichen Empf&auml;nger gesendet werden. Au&szlig;er Daimler antwortete niemand. &ldquo;Man kann es letzenendes gar nicht sagen, weil es unm&ouml;glich ist, sich in diese Apps reinzhacken. Bei allen war das Datenverhalten kritisch. Alle Apps senden schon beim Starten des Autos, wo man ist. Da gehen die Daten sofort an Google, an Apple, die Fiat-App hat sogar heimlich im Hintergrund mit Facebook kommuniziert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.inforadio.de\/programm\/schema\/sendungen\/wirtschaft_aktuell\/201801\/197226.html\">rbb Inforadio<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hort des Schreckens<\/strong><br>\nAn diesem Jahrestag gibt es nichts zu feiern. Vor genau 16 Jahren wurde von Menschenhand in der Karibik ein Ort geschaffen, der f&uuml;r nicht wenige zur H&ouml;lle geworden ist. Es gilt, diesen Hort des Schreckens ins allgemeine Bewusstsein zu rufen, damit er keinen 17. Jahrestag mehr erlebt. Heute vor exakt 5.845 Tagen wurde im Rahmen des von den USA erkl&auml;rten &raquo;Krieges gegen den Terror&laquo; durch die &Uuml;berstellung des ersten Gefangenen zum US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt Guantanamo Bay Naval Base auf Kuba mit der Belegung des dort neu errichteten Internierungslagers begonnen. Was angesichts von Tausenden Entf&uuml;hrten durch die CIA unter Pr&auml;sident George W. Bush nicht schwerfiel. In der Formelsprache der US-Milit&auml;rs laufen Lager und St&uuml;tzpunkt unter dem K&uuml;rzel &raquo;GTMO&laquo; (Gitmo gesprochen).<br>\nDer St&uuml;tzpunkt der US-Marine befindet sich auf einem Gebiet im S&uuml;den Kubas an der Bucht von Guant&aacute;namo, 15 Kilometer s&uuml;dlich der gleichnamigen Stadt. Das strategisch g&uuml;nstig gelegene Gebiet nahmen die USA 1903 durch einen formellen &raquo;Pachtvertrag&laquo;, der 1934 erneuert wurde, faktisch unbefristet in Besitz. Nachdem sich Kuba 1959 vom kolonialen Joch befreit hatte, erkl&auml;rte die neue revolution&auml;re Regierung den Knebelvertrag f&uuml;r null und nichtig, was Washington jedoch bis heute ignoriert.<br>\nSofort nach den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 schlug die damalige US-Regierung des Republikaners George W. Bush die Kriegstrommeln gegen L&auml;nder, die es der &raquo;Achse des B&ouml;sen&laquo; zurechnete. Der Rachefeldzug traf zun&auml;chst Afghanistan und Irak, und die Verantwortlichen im Wei&szlig;en Haus und im Pentagon bereiteten sich darauf vor, die in diesen und vielen anderen L&auml;ndern gemachten Gefangenen &raquo;auf ewig&laquo; wegzusperren und ihnen als &raquo;feindlichen Kombattanten&laquo; alle Rechte abzuerkennen &ndash; vor allem das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren. Wo konnte das besser realisiert werden als auf einem sicheren Milit&auml;rst&uuml;tzpunkt im Ausland, unerreichbar f&uuml;r US-Gerichte und die zu erwartende Forderung nach Einhaltung des V&ouml;lkerrechts und der Menschenrechte?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/325054.hort-des-schreckens.html%20\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Warum die Krim nicht annektiert wurde und der Westen &bdquo;mit gespaltener Zunge&ldquo; redet<\/strong><br>\n&bdquo;Es hat sich nicht um eine Annexion gehandelt!&ldquo; &ndash; Damit widerspricht der Rechtswissenschaftler Reinhard Merkel erneut einer der Begr&uuml;ndungen der westlichen Politik f&uuml;r deren antirussische Sanktionen. Er fordert vom Westen und insbesondere von Bundeskanzlerin Angela Merkel, von der eigenen harten Haltung abzur&uuml;cken. (&hellip;)<br>\nDer Rechtsphilosoph kritisierte in dem Zusammenhang die &Auml;u&szlig;erungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel &uuml;ber die seit Kriegsende 1945 angeblich &bdquo;beispiellose Ersch&uuml;tterung der rechtlichen Fundamente der europ&auml;ischen Friedensordnung&ldquo; durch Russland. &bdquo;Das ist ein so &uuml;bertriebener Ton gewesen, dass man anschlie&szlig;end nat&uuml;rlich schwer davon runter kommt. Bei der sogenannten Krim-Annexion ist noch nicht einmal ein Schuss gefallen, geschweige denn ein Mensch gestorben!&ldquo;<br>\nDagegen habe die Kanzlerin &bdquo;leider&ldquo; elf Jahre vorher den USA applaudiert, als diese in den Irak einmarschierten &ndash; &bdquo;ein eindeutig v&ouml;lkerrechtswidriger Aggressionskrieg mit Hunderttausenden von Opfern.&ldquo; Dieser habe &bdquo;wirklich die Fundamente der Weltfriedensordnung ersch&uuml;ttert&ldquo;. Dem habe die sp&auml;tere Kanzlerin als CDU-Vorsitzende damals aber zugestimmt, so ihr Namensvetter. Auch die Kosovo-Intervention des Westens 1999 sei auf gef&auml;lschte Fakten gest&uuml;tzt worden und v&ouml;lkerrechtswidrig gewesen, best&auml;tigte er.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20180110319008061-krim-annexion-westen-sanktionen\/\">Sputnik News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sch&uuml;sse auf Deniz Naki: Terror in Deutschland<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here DFB-Junioren-Nationalspieler und Ex-St. Pauli Profi Deniz Naki wurde k&uuml;rzlich in Deutschland in seinem Auto beschossen. Die Hintergr&uuml;nde der Tat sind noch unklar, aber ein politischer Angriff ist denkbar. Der Hamburger Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi beobachtete im April 2016 den Prozess gegen Deniz Naki in Diyarkabir (T&uuml;rkei) gemeinsam mit dem fr&uuml;heren Bundestagsabgeordneten Norman Paech. [&hellip;]<br>\nNun wurde Naki auch in Deutschland angegriffen? Was wissen wir, was steckt dahinter?<br>\nEs gibt bisher keine gesicherten Erkenntnisse &uuml;ber die T&auml;ter des Mordanschlags auf Deniz Naki, der auf der A4 aus einem anderen fahrenden Auto beschossen wurde. Aber laut Deniz scheint es naheliegend, dass politische Motive bei der Tat eine Rolle spielen. Das war ein Warnschuss. Es ist untragbar, dass t&uuml;rkische Regimekritiker in Deutschland nicht sicher sind.<br>\nWie sollte die Bundesregierung auf den Angriff reagieren?<br>\nWenn Regimekritiker mitten in Deutschland um ihr Leben f&uuml;rchten m&uuml;ssen, darf die Regierung nicht l&auml;nger sch&auml;bige Waffen- und Fl&uuml;chtlingsdeals mit dem t&uuml;rkischen Despoten Erdogan machen. Erdogans Terror-Netzwerke in Deutschland geh&ouml;ren zerschlagen. Die f&uuml;hlen sich bei uns offenbar sicher. Es ist ja ein offenes Geheimnis, dass Erdogans Regime und der t&uuml;rkische Geheimdienst &ndash; etwa &uuml;ber Ditib Imame &ndash; mit staatlichem Segen in Deutschland ihr Unwesen treiben. W&auml;hrend Au&szlig;enminister Gabriel neue R&uuml;stungsdeals eint&uuml;tet, f&uuml;hrt die t&uuml;rkische Armee Krieg gegen die eigene Bev&ouml;lkerung sowie die Kurden in Syrien. Das Erdogan-Regime hat dabei direkt und indirekt auch lange Zeit den Islamischen Staat und andere Terrorgruppen unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/schuesse-auf-deniz-naki-terror-in-deutschland\/\">die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: Naki: &ldquo;Ich bin kein Politiker, ich bin ein Sportler&rdquo;<\/strong><br>\nDer deutsch-kurdische Fu&szlig;ballspieler Deniz Naki wurde am Sonntagabend auf der A4 bei D&uuml;ren beschossen. Mit der DW spricht er &uuml;ber das Attentat und seinen gegenw&auml;rtigen Gem&uuml;tszustand. [&hellip;]<br>\nWarum m&uuml;ssen auch Familienmitglieder und Freunde aussagen? Warum wurde ihr Handy beschlagnahmt?<br>\nEine Begr&uuml;ndung wurde mir bzw. uns nicht mitgeteilt. Ich wei&szlig; auch nicht, aus welchem Grund mein Telefon mir nicht zur&uuml;ckgegeben wurde. Aus welchem Grund mein Vater vernommen wurde, kann ich einfach nicht nachvollziehen. Er kam auf die Wache nach D&uuml;ren, um mich nach dem Vorfall zu sehen. Er hatte Tr&auml;nen in den Augen, und ich habe ihn getr&ouml;stet.<br>\nWas sagt Ihr Anwalt dazu?<br>\nMein Anwalt ist jetzt auch gerade dabei. Ich wurde neun Stunden lang ohne Rechtsanwalt als Zeugenbeistand vernommen. Obwohl ich konkret nach juristischem Beistand gefragt habe, wurde dieser Forderung keine Ber&uuml;cksichtigung geschenkt. Knapp sieben Stunden wurde ich zu politischen Verbindungen befragt.<br>\nWelcher Art waren die politischen Fragen?<br>\nZum Beispiel, welche Partei ich bei der Wahl in der T&uuml;rkei gew&auml;hlt habe. Oder ob eine N&auml;he zur PKK best&uuml;nde.<br>\nEs wurde behauptet, Sie h&auml;tten ausgesagt, dass der t&uuml;rkische Geheimdienst im Spiel sein k&ouml;nnte. Stimmt das?<br>\nIch habe ausgesagt, dass t&uuml;rkisch-nationalistische Personen beziehungsweise Gruppen hinter dieser Tat stecken k&ouml;nnten und ich keinen anderen Verdacht habe. Au&szlig;erdem habe ich auf die Warnung des Abgeordneten der HDP [linksgerichtete t&uuml;rkische Partei, die sich f&uuml;r Rechte der kurdischen Minderheit einsetzt &ndash; Anm. der Red.], Garo Paylan, hingewiesen. Herr Paylan hat vor kurzem im t&uuml;rkischen Nationalparlament &uuml;ber mutma&szlig;liche Attentatsvorbereitungen in Europa auf Oppositionelle durch den t&uuml;rkischen Geheimdienst MIT berichtet. In meiner Aussage habe ich auch auf m&ouml;gliche Verbindungen zwischen Paylans Aussage und dem Anschlag auf mich hingewiesen. Wie gesagt, ich kann nur meinen Verdacht &auml;u&szlig;ern, mehr kann ich dazu nicht sagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dw.com\/de\/naki-ich-bin-kein-politiker-ich-bin-ein-sportler\/a-42088153\">Deutsche Welle<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Das Letzte: Trotz Jahresverlust Deutsche Bank verteidigt Boni-Erh&ouml;hung<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank muss 2017 wahrscheinlich den dritten Jahresverlust in Folge ertragen. Dennoch werden die Boni f&uuml;r Manager offenbar steigen &ndash; wie ein Interview der beiden Vizechefs nahelegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/deutsche-bank-verteidigt-boni-erhoehung-a-1187072.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dies zeigt, dass die sogenannten Manager in einer, der gesellschaftlichen Realit&auml;t v&ouml;llig entr&uuml;ckten Parallelwelt leben, in der eigene Gesetze gelten und Leistungskriterien, die vermutlich bei jedem &ldquo;normalen&rdquo; Mitarbeiter der Deutschen Bank Anwendung finden, dort keine Bedeutung haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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