{"id":41880,"date":"2018-01-12T08:34:35","date_gmt":"2018-01-12T07:34:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880"},"modified":"2018-01-12T08:34:35","modified_gmt":"2018-01-12T07:34:35","slug":"hinweise-des-tages-3036","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h01\">Sondierungsgespr&auml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h02\">Tariflohnentwicklung 2017 l&auml;sst noch viel Luft nach oben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h03\">&bdquo;Die Austerit&auml;t ist eine gro&szlig;e L&uuml;ge&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h04\">Willy Wimmer: Man muss sich an den Kopf fassen, was Herr Ischinger da von sich gibt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h05\">Waffen f&uuml;r &Auml;gypten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h06\">&bdquo;Trumps&ldquo; Nationale Sicherheitsstrategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h07\">Puigdemont will &ldquo;als vom Parlament gew&auml;hlter Pr&auml;sident&rdquo; zur&uuml;ckkehren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h08\">Schutz f&uuml;r Whistleblower n&ouml;tig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h09\">Verfassungsgericht zweifelt an der Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h10\">Auto-Bosse sagen Scheitern des Elektroautos voraus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h11\">Bertelsmann Stiftung trommelt mit manipulierter Umfrage f&uuml;r Schulzens EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h12\">Die ignorierte Gefahr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41880#h13\">Ersatzfreiheitsstrafen kosten deutschlandweit rund 200 Millionen Euro; deutlicher Anstieg der belegten Haftpl&auml;tze<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sondierungsgespr&auml;che<\/strong>\n<p><em>Hinweis: Bitte lesen sie zum gesamten Themenkomplex der Regierungsbildung auch den gestrigen Beitrag von Albrecht M&uuml;ller &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41876\">&Uuml;ber was verhandeln Union und SPD? &Uuml;ber was sollten sie verhandeln? Was w&auml;ren sinnvolle und notwendige programmatische Entscheidungen? Das soll das Thema dieses Beitrags sein.<\/a>&ldquo;<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Vorsicht vor zu gro&szlig;z&uuml;gigen Steuergeschenken!<\/strong><br>\nDie Wirtschaft brummt, der deutsche Staat macht Milliarden&uuml;bersch&uuml;sse. Da liegt es f&uuml;r die Koalitionssondierer nahe, die Steuern kr&auml;ftig zu senken. Dabei k&ouml;nnte man das Geld auch besser verwenden.<br>\nZugegeben, das Timing ist verh&auml;ngnisvoll. Ausgerechnet an jenem Tag, an dem sich die Sondierer von CDU, CSU und SPD &uuml;ber ein Steuerkonzept (und noch ein paar Dinge mehr) einigen sollen, kommt das Statistische Bundesamt mit den neuen Konjunktur- und Finanzzahlen um die Ecke. Und die sehen mehr als rosig aus: das st&auml;rkste Wirtschaftswachstum seit sechs Jahren und der vierte &Uuml;berschuss im Staatshaushalt in Folge. Ein Grund zur Freude, einerseits.<br>\nF&uuml;r die Sondierer sind die Zahlen aber eher ein Problem. Denn damit w&auml;chst der Druck auf die Politik, kr&auml;ftige Steuerentlastungen zu versprechen. Es wollen ja schlie&szlig;lich alle was abhaben vom Aufschwung. Am lautesten melden sich dabei die Lobbygruppierungen von Arbeitgebern und Besserverdienenden. Es sei &ldquo;mehr als genug Geld da&rdquo;, behauptet etwa die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft &ndash; und fordert gro&szlig; angelegte Steuersenkungen. Doch genau dieses Denken ist fahrl&auml;ssig. Union und SPD sollten stattdessen zumindest keine allzu gro&szlig;en Geschenke zu verteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/cdu-csu-und-spd-vorsicht-vor-zu-grosszuegigen-steuergeschenken-a-1187362.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Man soll den SPIEGEL auch mal loben, wenn er Richtiges schreibt. Z. B. dass Investitionen in die Infrastruktur, Schulen und die Pflege tausend Mal besser angelegt sind als bei sinnlosen Steuersenkungen f&uuml;r ganz Reiche, und dass die INSM eine &ldquo;Lobbygruppierung [&hellip;] von Arbeitgebern und Besserverdienenden&rdquo; ist. Chapeau! Warum dann aber gegen die eigene tragf&auml;hige Argumentation doch wieder Steuerentlastungen bef&uuml;rwortet werden, ist unverst&auml;ndlich. Die konkreten Empfehlungen zeugen wieder nur davon, dass zu wenige (und auch dieser SPIEGEL-Redakteur) das System der Lohnsteuer einfach nicht verstehen: von einer &ldquo;Erh&ouml;hung der Freibetr&auml;ge bei der Einkommensteuer&rdquo; profitiert die genannte Krankenschwester (prozentual und absolut) am allerwenigsten oder sogar &uuml;berhaupt nicht (wenn noch Freibetr&auml;ge von Kindern und anderen Angeh&ouml;rigen hinzukommen), der Top-Manager dagegen am allermeisten, weil der Freibetrag wie eine Verschiebung nach rechts auf der Bruttolohnachse wirkt. Der Spitzensteuersatz f&auml;ngt dann z. B. 1.000 Euro &ldquo;sp&auml;ter&rdquo; an, das zu versteuernde Einkommen und die gezahlten Steuern sinken. Auch niedrigere Sozialbeitr&auml;ge sind mindestens sehr fragw&uuml;rdig und wahrscheinlich sch&auml;dlich, weil sie niedrigere Renten und eine schlechtere Gesundheitsversorgung bedeuten (k&ouml;nnen).<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Regierungsbildung: &ldquo;Eine Gro&szlig;e Koalition, die sehr viel Frust ausl&ouml;sen wird&rdquo;<\/strong><br>\nOb Steuerpolitik, B&uuml;rgerversicherung oder Umweltpolitik &ndash; die Gegens&auml;tzlichkeiten im Fall einer Gro&szlig;en Koalition sind enorm. Eine solche Regierung w&uuml;rde viel &Auml;rger und Frust ausl&ouml;sen, sagte der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel im Dlf. Dass sie gro&szlig;e politische Herausforderungen meistern werde, sei nicht zu erwarten. [&hellip;]<br>\nM&uuml;ller: Herr Hickel, haben wir jetzt schon Stillstand?<br>\nHickel: Ich glaube, das ist eine ganz komplizierte Situation. Entscheidend ist ja die Kompromissbildung, von der alle reden. Aber die Kompromissbildung zeigt doch, dass es auch unvers&ouml;hnliche Gegens&auml;tzlichkeiten gibt. Sie haben die Steuerpolitik angesprochen, Sie haben das Problem der Einf&uuml;hrung der B&uuml;rgerversicherung im Bereich der Krankenversicherung angesprochen. Hier kann es keinen substanziellen Kompromiss geben, weil die Meinungen so weit auseinander sind.<br>\nMeine Sorge ist, dass man jetzt die Eckpunkte zusammenfasst, bei denen man einigerma&szlig;en gemeinsam vorgehen kann, aber vieles, vieles entweder nicht behandelt, oder in dilatorische Floskeln hineinbringt, und dann werden wir folgende Konstellation haben, da bin ich ganz sicher. Erstens: Es wird wohl knapp mit der Zustimmung der SPD am 21. Januar bei dem Parteitag zu rechnen sein, der Zustimmung zur Gro&szlig;en Koalition. Aber dann geht es eigentlich erst los.<br>\nDas wird eine Gro&szlig;e Koalition, die sehr viel &Auml;rger, sehr viel Frust, &uuml;brigens auch gegen&uuml;ber einer starken Opposition ausl&ouml;sen wird. Die gro&szlig;en, wie Sie sagen, Herr M&uuml;ller, die gro&szlig;en Herausforderungen, wirklich eine moderne, gerechte Steuerpolitik, auch ein zukunftsf&auml;higes Krankenversicherungssystem und vor allem auch, was ganz entscheidend ist, was ja durchgesickert ist, eine starke Fortsetzung der Umweltpolitik im Sinne des Kampfes gegen die Klimakatastrophe, das ist von dieser Regierung beileibe nicht zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/regierungsbildung-eine-grosse-koalition-die-sehr-viel-frust.694.de.html?dram:article_id=408078\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;e Koalition: Klimapolitik auf Kosten zuk&uuml;nftiger Generationen<\/strong><br>\nIn ihren Sondierungsgespr&auml;chen haben sich CDU\/CSU und SPD vom Erreichen der Klimaziele f&uuml;r das Jahr 2020 verabschiedet. Die Politiker der beiden Volksparteien verschlie&szlig;en damit die Augen vor der gr&ouml;&szlig;ten Herausforderung unserer Zeit. Sie b&uuml;rden den jungen Menschen eine zentnerschwere Last f&uuml;r die Zukunft auf. Denn Klimafl&uuml;chtlinge, Kriege um Wasser und die Verw&uuml;stung ganzer Regionen sind die Folgen einer unverantwortlichen Klimapolitik.<br>\nCDU\/CSU und SPD werden auch kein konkretes Datum f&uuml;r den Ausstieg aus der Kohleverstromung vereinbaren. Stattdessen soll eine Kommission einen Arbeitsplan zum Kohleausstieg entwickeln. Diese Kommission ist schon seit November 2016 beschlossen. Die gro&szlig;e Koalition braucht also &uuml;ber ein Jahr, um einen Arbeitskreis zu gr&uuml;nden. Die Mutlosigkeit der deutschen Klimapolitik k&ouml;nnte kaum besser veranschaulicht werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zebralogs.wordpress.com\/2018\/01\/10\/grosse-koalition-klimapolitik-auf-kosten-zukuenftiger-generationen\/\">Zebrablogs<\/a><\/li>\n<li><strong>Diktat vom Chef<\/strong><br>\nDeutsche Exporte sichern, Datenhandel erm&ouml;glichen, Klimaziele verwerfen: Industrie bittet k&uuml;nftige Regierung zum Rapport<br>\nDie Konzerne geben die Richtung vor. Dieter Kempf, Pr&auml;sident des Bundesverbands der deutschen Industrie (BDI), diktierte am Donnerstag der Politik die Spielregeln. &raquo;Ich erwarte von jeder k&uuml;nftigen Bundesregierung, sich entschlossen f&uuml;r freien Handel und eine prosperierende Weltwirtschaft einzusetzen&laquo;, so Kempf. Deutschland m&uuml;sse als eine der f&uuml;hrenden Exportnationen weiter daran arbeiten, die Beziehungen zu anderen Weltregionen in diesem Sinne zu gestalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/325114.diktat-vom-chef.html#\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Tariflohnentwicklung 2017 l&auml;sst noch viel Luft nach oben<\/strong><br>\n&bdquo;Der reale Anstieg der Tarifl&ouml;hne um lediglich 0,6 Prozent im vergangenen Jahr zeigt, dass es hier noch viel Luft nach oben gibt. F&uuml;r 2018 kann das Motto deshalb nur lauten, den Arbeitgebern ein gr&ouml;&szlig;eres St&uuml;ck des Kuchens abzutrotzen&ldquo;, kommentiert der Berliner Bundestagsabgeordnete und Gewerkschaftsexperte Pascal Meiser (DIE LINKE) die Tarifbilanz 2017 des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Meiser weiter:<br>\n&bdquo;Angesichts der guten Konjunktur und der sinkenden Arbeitslosenzahlen sind die Zuw&auml;chse der Tarifl&ouml;hne und -geh&auml;lter eher ern&uuml;chternd. Vor diesem Hintergrund sind die Gewerkschaftsforderungen nach deutlich h&ouml;heren L&ouml;hnen das richtige Signal f&uuml;r nachhaltiges Wachstum und einer St&auml;rkung der Binnenkonjunktur.<br>\nF&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne muss auf politischem Weg die Durchsetzungsmacht der Gewerkschaften gest&auml;rkt werden. Prek&auml;re Besch&auml;ftigungsformen wie Befristungen, Leiharbeit oder Werkvertr&auml;ge m&uuml;ssen st&auml;rker eingeschr&auml;nkt oder ganz abgeschafft werden. Au&szlig;erdem muss die Allgemeinverbindlichkeitserkl&auml;rung von Tarifvertr&auml;gen deutlich erleichtert werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/tariflohnentwicklung-2017-laesst-noch-viel-luft-nach-oben\/\">Die Linke im Bundestag<\/a>\n<p><strong>dazu: 2017 steigen die Tarifl&ouml;hne nominal um 2,4 Prozent &ndash; Real erzielen die Tarifbesch&auml;ftigten ein Plus von 0,6 Prozent<\/strong><br>\nDie Tarifl&ouml;hne und -geh&auml;lter haben im Jahr 2017 nominal im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt um 2,4 Prozent zugelegt. Nach Abzug des Verbraucherpreisanstiegs von 1,8 Prozent ergibt sich daraus ein realer Zuwachs der Tarifverg&uuml;tungen um 0,6 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Bilanz der Tarifpolitik des Jahres 2017, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung heute vorlegt. [&hellip;]<br>\nInsgesamt konnte nach der WSI-Analyse im Jahr 2017 der gesamtwirtschaftliche Verteilungsspielraum &ndash; gemessen als Summe aus Preis- und Produktivit&auml;tsentwicklung &ndash; durch die Tariflohnzuw&auml;chse ann&auml;hernd ausgesch&ouml;pft werden, nachdem die Tarifl&ouml;hne in den Jahren zuvor teilweise deutlich dar&uuml;ber lagen. Ber&uuml;cksichtigt man hingegen bei der Kalkulation des Verteilungsspielraums nicht nur die tats&auml;chliche Preisentwicklung, sondern auch die Zielinflationsrate der Europ&auml;ischen Zentralbank von ann&auml;hernd 2 Prozent, so zeigt sich, dass die Lohnentwicklung nach wie vor eher moderat verlaufen ist und immer noch erheblichen Spielraum nach oben aufweist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/112132_112326.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Hm, wenn es den &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; wirklich geben sollte, m&uuml;sste sich dieser doch auch an kr&auml;ftig gestiegenen L&ouml;hnen ablesen lassen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;Die Austerit&auml;t ist eine gro&szlig;e L&uuml;ge&ldquo;<\/strong><br>\nder Freitag: Frau Martins, wie beurteilen Sie die Bilanz der letzten zwei Jahre?<br>\nCatarina Martins: Wir haben den Menschen einen Teil ihrer krisenbedingt verlorenen Einkommen und Geh&auml;lter zur&uuml;ckgegeben, und gezeigt, dass es m&ouml;glich ist, die Rechte der Menschen zu verteidigen, mehr Gerechtigkeit zu schaffen und zugleich die Wirtschaft anzukurbeln. &Uuml;berall hie&szlig; es, die wirtschaftliche Situation Portugals w&uuml;rde ein Ende der Austerit&auml;t nicht zulassen, aber das hat sich als falsch herausgestellt. Und das war ja von Anfang an die Position des Bloco de Esquerda: Die Inlandsnachfrage der Familien ist notwendig, damit die Wirtschaft sich erholen kann. Anhand der letzten Kerndaten stellen wir fest, dass genau das passiert ist.<br>\nWas lief weniger gut?<br>\nIn vielen Bereichen ist es sehr schwierig, gegen&uuml;ber der Vorg&auml;ngerregierung einen echten Kurswechsel durchzusetzen. Das betrifft all jene Bereiche, in denen eine informelle gro&szlig;e Koalition des Zentrums weiter das Sagen hat, dieselbe, die auch den Rest Europas beherrscht: eine Koalition aus Konservativen und Sozialdemokraten.<br>\nWie wirkt sich diese informelle &bdquo;GroKo&ldquo; aus?<br>\nWir haben in Portugal ein gro&szlig;es Problem mit der Wiederherstellung des &ouml;ffentlichen Sektors. In einem Land, in dem zwei Millionen Menschen in Armut leben und wo noch vor vier Jahrzehnten viele Menschen weder lesen noch schreiben konnten, ist der &ouml;ffentliche Dienst extrem wichtig. Portugal m&uuml;sste mehr f&uuml;r die &ouml;ffentliche Hand ausgeben als der Rest der EU und nicht weniger. Vor allem in den Bereichen Bildung und Gesundheit ist die Ausgangssituation hierzulande kompliziert. Anders als andere L&auml;nder der EU, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre &ouml;ffentlichen Verwaltungen aufgebaut haben, fingen wir erst nach dem Ende der Diktatur in den 1980ern damit an. Unsere M&ouml;glichkeiten, etwas zu verbessern, sind aber sehr beschr&auml;nkt: Wir m&uuml;ssen, trotz positiver Konjunktur und Niedrigstzinssatz der Europ&auml;ischen Zentralbank, mehr Geld f&uuml;r das Bedienen der Staatsschulden ausgeben als f&uuml;r das gesamte &ouml;ffentliche Schul- und Hochschulsystem. Es ist also sehr schwierig, die sozialen Defizite des Landes auszugleichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/die-austeritaet-ist-eine-grosse-luege\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Willy Wimmer: Man muss sich an den Kopf fassen, was Herr Ischinger da von sich gibt<\/strong><br>\nWolgang Ischinger, Chef der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, behauptet in einem Interview, Russland wolle kein gutes Verh&auml;ltnis zum Westen und sei f&uuml;r die Fl&uuml;chtlingskrise mitverantwortlich. Willy Wimmer, ehemaliger Vizepr&auml;sident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, sieht dagegen den Westen seit 1990 auf dem Pfad der L&uuml;ge und des Krieges.<br>\nHerr Wimmer, Wolgang Ischinger, der Chef der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz, wirft Russland vor, kein besseres Verh&auml;ltnis zum Westen zu wollen. Damit scheint die Agenda f&uuml;r die Konferenz in M&uuml;nchen im Februar gesetzt.<br>\nMan muss im Zusammenhang mit dieser M&uuml;nchener Veranstaltung sagen: Was die Gr&uuml;ne Woche in Berlin f&uuml;r die Landwirtschaft ist, ist diese Veranstaltung offensichtlich f&uuml;r diejenigen, die sie als Werbeveranstaltung f&uuml;r Krieg, Mord, Folter, Vertreibung auf dem ganzen Globus empfinden. Man kann nur erstaunt sein, was sich die Bundesregierung diese Veranstaltung kosten l&auml;sst, um weltweit f&uuml;r Krieg und Vernichtung zu pl&auml;dieren. Das Perverse an dieser Veranstaltung ist, dass diejenigen auch noch eingeladen werden, &uuml;ber die man demn&auml;chst im Westen herzufallen versucht. Und man wird mit Interesse beobachten, ob diesmal der Iran eine prominente Rolle spielt.<br>\nDas ist das Gesamtspektrum dieser Konferenz, die im wahrsten Sinne des Wortes in den letzten Jahren degeneriert ist. Dazu hat der ehemalige Bundespr&auml;sident Gauck wesentlich beigetragen, der ein deutsches robustes Auftreten in der ganzen Welt als vorrangig empfunden hat. In unserer Verfassung steht, dass Deutschland einen Beitrag zum Frieden in der Welt zu leisten hat. Vor diesem Hintergrund muss auch die Erkl&auml;rung von Herrn Ischinger im Zusammenhang mit Russland gesehen werden. Es wird gelogen und verbogen, dass sich die Balken nur so biegen. Denn jeder, der die Entwicklung seit 1990 in Europa verfolgt hat, kann kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r das haben, was Herr Ischinger da geschrieben hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.sputniknews.com\/politik\/20180111319022769-ischinger-westen-verhaeltnisse-krieg-luege\/\">Sputnik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Waffen f&uuml;r &Auml;gypten<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat im vergangenen Jahr R&uuml;stungsexporte in Rekordh&ouml;he an &Auml;gypten genehmigt. Wie die Regierung best&auml;tigt, bel&auml;uft sich der Wert der Zusagen, die 2017 get&auml;tigt wurden, auf rund 428 Millionen Euro. Kairo erh&auml;lt unter anderem U-Boote, die von ThyssenKrupp Marine Systems gefertigt werden. Die Lieferungen erfolgen, obwohl gegen das &auml;gyptische Milit&auml;rregime Vorw&uuml;rfe wegen schwerster Menschenrechtsverletzungen erhoben werden; der Fall eines Anfang 2016 wom&ouml;glich von &auml;gyptischen Polizisten oder Geheimdienstlern ermordeten italienischen Doktoranden ist bislang nicht aufgekl&auml;rt. Die &auml;gyptische Marine unterst&uuml;tzt zudem den Krieg, den eine von Saudi-Arabien gef&uuml;hrte Koalition gegen den Jemen f&uuml;hrt. Die Koalition wird ebenfalls weiter mit deutschen Waffen aufger&uuml;stet; Berichten zufolge wurden die Exporte an die Vereinigten Arabischen Emirate zuletzt ausgeweitet. Dabei beginnen inzwischen sogar NATO-Staaten, ihre Lieferungen an die Koalition auszusetzen &ndash; wegen der humanit&auml;ren Katastrophe, in die sie den Jemen st&uuml;rzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7497\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Waffen f&uuml;r den IS: Wie EU-Staaten am Krieg in Syrien verdienen<\/strong><br>\nRund ein Drittel der Waffen, die K&auml;mpfer des so genannten &bdquo;Islamischen Staates&ldquo; nutzen, stammen aus Europa, vor allem aus Waffenschmieden in Rum&auml;nien und Bulgarien. Das zeigt eine Studie der britischen Forschungsgruppe Conflict Armament Research (CAR) im Auftrag der EU. Viele der Waffen gelangten danach &uuml;ber die USA oder Saudi-Arabien in das Kriegsgebiet. Eine EU-Regelung soll das eigentlich verhindern, aber sie ist nicht verbindlich. So besteht praktisch keine Kontrolle. Und europ&auml;ische Staaten verdienen an Konflikten wie in Syrien und im Irak kr&auml;ftig mit.  |  mehr<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/sendungen\/waffen-fuer-den-is-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Trumps&ldquo; Nationale Sicherheitsstrategie<\/strong><br>\nErst am 18. Dezember 2017 ver&ouml;ffentlichte das Wei&szlig;e Haus die seit einiger Zeit in der Mache befindliche &bdquo;Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten&ldquo; (NSS). In ihr finden sich &ndash; normalerweise zumindest &ndash; die au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Priorit&auml;ten der Regierung und damit zuallererst die des Pr&auml;sidenten. Wohl aufgrund des sp&auml;ten Ver&ouml;ffentlichungszeitpunkts fand das Dokument wenig Beachtung &ndash; zu Unrecht, denn es best&auml;tigt den Trend, dass diejenigen, die versuchen, die US-Milit&auml;rpolitik in die gewohnten (&uuml;blen) Fahrwasser zur&uuml;ckzugeleiten, innerhalb der Regierung &ndash; und gegen&uuml;ber dem Pr&auml;sidenten &ndash; immer weiter die Oberhand gewinnen.<br>\nAls deren mindestens ebenso unappetitlicher Konterpart in der Regierung fungiert ein rechtsradikal-islamophober, aber zum Beispiel relativ pro-russischer Fl&uuml;gel. Der verlor allerdings mit Steve Bannon schon im August 2017 nach seinem Rauswurf aus der Regierung seinen wichtigsten Vertreter. Noch fr&uuml;her erwischte es den ersten Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn, der schon im Februar 2017 &ndash; mutma&szlig;lich f&uuml;r seinen zu &bdquo;weichen&ldquo; Moskau-Kurs &ndash; wahrscheinlich auf Betreiben der US-Geheimdienste wegen illegaler Kontakte zu Russland seinen Hut nehmen musste. Ersetzt wurde er durch den Russland-Hardliner Herbert Raymond &bdquo;H. R.&ldquo; McMaster unter dessen &Auml;gide nun die Nationale Sicherheitsstrategie angefertigt wurde.<br>\nInsofern verwundert es auch nicht, dass die aktuelle NSS im Wesentlichen den Kurs fortsetzt, der bereits mit der &bdquo;Defense Planning Guidance&ldquo; aus dem Jahr 1992 von den Neo-Konservativen eingeschlagen und auch von sp&auml;teren demokratischen Regierungen mehr oder weniger strikt gehalten wurde. Die USA m&uuml;ssten durch milit&auml;rische St&auml;rke ihre Vormachtstellung gegen&uuml;ber jedem potenziellen Rivalen bewahren, so die damalige (und heutige) Kernaussage. In der &bdquo;Defense Planning Guidance&ldquo; wurde das damals folgenderma&szlig;en formuliert: &bdquo;Unser erstes Ziel ist, den (Wieder-)Aufstieg eines neuen Rivalen zu verh&uuml;ten, sei es auf dem Gebiet der fr&uuml;heren Sowjetunion oder anderswo, der eine Bedrohung der Gr&ouml;&szlig;enordnung darstellt, wie fr&uuml;her die Sowjetunion. Das ist eine beherrschende &Uuml;berlegung, die der neuen Verteidigungsstrategie f&uuml;r die Region zugrunde liegt. Dies erfordert es, dass wir versuchen m&uuml;ssen zu verh&uuml;ten, dass irgendeine feindliche Macht eine Region dominiert, deren Ressourcen &ndash; unter gefestigter Kontrolle &ndash; ausreichen w&uuml;rden, eine Weltmachtposition zu schaffen. Zu diesen Regionen geh&ouml;ren Westeuropa, Ostasien, die Gebiete der ehemaligen Sowjetunion und S&uuml;dwestasien.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/01\/09\/trumps-nationale-sicherheitsstrategie\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Puigdemont will &ldquo;als vom Parlament gew&auml;hlter Pr&auml;sident&rdquo; zur&uuml;ckkehren<\/strong><br>\nDie beiden gro&szlig;en katalanischen Unabh&auml;ngigkeitsparteien haben sich auf ein Abkommen geeinigt<br>\nDie verworrene Lage zur Regierungsbildung nach den Zwangswahlen am 21. Dezember beginnt, sich eine Woche vor der aus Spanien verordneten Konstituierung des katalanischen Parlaments zu kl&auml;ren. Die Republikanische Linke (ERC) hat sich am sp&auml;ten Dienstag mit Junts per Catalunya (Gemeinsam f&uuml;r Katalonien\/JxCat) auf ein Abkommen geeinigt, um am 17. Januar das Parlamentspr&auml;sidium zu bilden. Die ERC-Generalsekret&auml;rin Marta Rovira war dazu nach Belgien zum Exil-Pr&auml;sidenten Carles Puigdemont gereist.<br>\nDie ERC meint, es handele sich nur um ein Abkommen &uuml;ber Parlamentspr&auml;sidentschaft und Zusammensetzung. So soll die Partei den Pr&auml;sidenten und wie JxCat zwei Mitglieder im Pr&auml;sidium stellen. Auch wenn es noch kein Regierungsabkommen ist, ist die Entscheidung f&uuml;r die erneute Wahl von Puigdemont zum Pr&auml;sidenten gefallen. Es ist &uuml;blich, dass in der Koalition die Parlamentspr&auml;sidentschaft eine Partei stellt und die andere den Pr&auml;sidenten. (&hellip;)<br>\nWie aus gut informierten Kreisen zu h&ouml;ren ist, haben sich Puigdemont und Rovira auf Puigdemont als Pr&auml;sident geeinigt. Die Frage sei nur, wie er eingesetzt wird, da in Spanien weiter Haftbefehl wegen angeblicher Rebellion und Aufruhr gegen ihn und vier ehemalige Minister bestehen, obwohl Spanien die internationalen Haftbefehle wegen Aussichtslosigkeit zur&uuml;ckziehen musste. Die ERC l&auml;sst zwei Szenarien juristisch pr&uuml;fen: &Uuml;ber das Parlamentspr&auml;sidium das Statut zu &auml;ndern, um ihn per Live-Videoschaltung aus Br&uuml;ssel die Antrittsrede halten zu lassen oder das durch einen Stellvertreter tun zu lassen.<br>\nLetzteres wird offensichtlich bevorzugt. Zwar verbietet kein Artikel im Statut eine Telematik-L&ouml;sung, aber das von den Kandidaten der rechten Volkspartei (PP) beherrschte und politisierte spanische Verfassungsgericht k&ouml;nnte wie beim Referendum in den Vorgang hineingr&auml;tschen und die Statuten&auml;nderung vorl&auml;ufig aussetzen, bis &uuml;ber die Frage entschieden ist. Das macht es stets, wenn die Regierung Verfassungsklage einreicht. Eine Klage hat die rechte, in Spanien regierende Volkspartei (PP) schon angek&uuml;ndigt. &ldquo;Mit allen Mitteln&rdquo; will die PP eine Amtseinf&uuml;hrung von Puigdemont verhindern, sagte der PP-Generalkoordinator Fernando Mart&iacute;nez Maillo. (&hellip;)<br>\nDen weiteren Weg f&uuml;r Puigdemont hat auch Artur Mas bereitet. Der einstige Regierungschef trat vor zwei Jahren &ldquo;zur Seite&rdquo;, da die CUP den Konservativen nicht erneut zum Pr&auml;sidenten machen wollte und Puigdemont durchgesetzt hatte. Er hielt als Kontrolleur aber den Vorsitz der christdemokratischen PdeCat. Davon trat er nun am Dienstag zur&uuml;ck, um &ldquo;Raum freizumachen&rdquo;. Mas will keine &ldquo;Bremse&rdquo; f&uuml;r die &ldquo;Ausbreitung&rdquo; des neuen Projekts sein. Damit kappt die PdeCat von Puigdemont alle Seile zur alten Vorg&auml;ngerpartei und den Korruptionsskandalen der grauen Eminenz Jordi Pujol. Dessen politischer Ziehsohn war Mas und die Nachfolgepartei r&uuml;ckt weiter nach links.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Puigdemont-will-als-vom-Parlament-gewaehlter-Praesident-zurueckkehren-3938472.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.:<\/strong> Seit ich die Artikel von Streck zur Situation in Katalonien verfolge, ist dies der erste f&uuml;r mich journalistisch akzeptable da vorrangig berichtende (und nicht zugleich allein in der Wortwahl meinungsgetr&auml;nkte) Beitrag. (Ich lebe zudem seit langem in Spanien und verfolge im eigenen journalistischen Interesse die spanische Medienlandschaft, ohne dass mir selbst in ernst zu nehmenden alternativen Medien derartige Einseitigkeiten wie von Streck begegnet sind.)<\/em><\/p>\n<p><em>Ein deutliches Fragezeichen gilt allerdings auch hier, und zwar zu Strecks abschlie&szlig;ender salopper Feststellung bzw. Behauptung: &lsquo;Damit kappt die PdeCat von Puigdemont alle Seile zur alten Vorg&auml;ngerpartei und den Korruptionsskandalen der grauen Eminenz Jordi Pujol. Dessen politischer Ziehsohn war Mas und die Nachfolgepartei r&uuml;ckt weiter nach links.&rsquo; Ein lediglich personeller Austausch sagt noch nichts &uuml;ber den Bestand der wesentlichen Strukturen und Interessenverbindungen dieser trotz vielfacher Namens&auml;nderungen in Katalonien seit 1980 insgesamt &uuml;ber drei Jahrzehnte regierenden Partei, deren Politik konservativ-(neo)liberal gewesen ist und damit auf einer Linie mit den gesamtspanischen Parteien PP und Ciudadanos gelegen hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Schutz f&uuml;r Whistleblower n&ouml;tig<\/strong><br>\nEin Luxemburger Gericht hat die Bew&auml;hrungsstrafe gegen den Luxleaks-Informanten Antoine Deltour kassiert. Es m&uuml;sse Schutz f&uuml;r Whistleblower vor Strafverfolgung geben, die so ein Wagnis auf sich nehmen, kommentiert Thomas Otto. Eine Gesellschaft brauche genau diese Menschen, die nicht wegsehen, wenn Gesetze gebrochen w&uuml;rden.<br>\nDass Luxemburg ein Steuerparadies ist, war lange Zeit schon ein offenes Geheimnis. Passiert ist nichts, es fehlte der Beweis, die Smoking Gun. Und dann liefert ein Whistleblower genau diese Beweise, zeigt, wie rund 350 Unternehmen in geheimen Steuerdeals mit den luxemburgischen Beh&ouml;rden Milliarden Euro am Fiskus vorbei schleusten &ndash; und erh&auml;lt daf&uuml;r am Ende eine Gef&auml;ngnisstrafe! Die heutige Entscheidung des Kassationsgerichts sorgt so zumindest f&uuml;r etwas mehr Gerechtigkeit: Das Urteil gegen den Whistleblower Antoine Deltour wird aufgehoben, der Fall neu verhandelt.<br>\nWobei man den Begriff &ldquo;Gerechtigkeit&rdquo; im Kontext von Steuertricksereien und deren Folgen vorsichtig verwenden sollte. Zwar hat die EU-Kommission mehrere Verfahren eingeleitet wegen Verzerrung des Wettbewerbs: So muss beispielsweise der Autobauer Fiat Millionen Euro an illegal gew&auml;hrten Steuervorteilen zur&uuml;ckzahlen. Pers&ouml;nlich zur Rechenschaft gezogen wurde aber niemand. Nicht der mysteri&ouml;se Steuerbeamte Marius Kohl, der 22 Jahre lang jeden luxemburgischen Steuerdeal durchgewunken hatte. Kein Vertreter von Apple, Amazon, Ikea, Deutscher Bank oder den vielen anderen Konzernen, die die europ&auml;ischen B&uuml;rger um ihre Steuern betrogen haben und das zum Teil noch immer tun. Und auch nicht Jean-Claude Juncker. Immerhin hat er zwei Jahrzehnte lang die luxemburgische Politik gepr&auml;gt, als Finanzminister und Premier. Gewusst habe er von Steuerabsprachen angeblich nichts, so Junckers Aussage vorm EU-Parlament. Und zwar im Luxleaks-Sonderausschuss, der nach den Enth&uuml;llungen eingerichtet worden war. Indirekt auch eines der Verdienste von Antoine Deltour.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/teilerfolg-fuer-luxleaks-informanten-schutz-fuer.720.de.html?dram:article_id=408107\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu: LuxLeaks-Urteil: Attac fordert Whistleblower-Gesetz sowie Informationspflicht f&uuml;r Beh&ouml;rden und Unternehmen<\/strong><br>\nAlfred Eibl vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis: &ldquo;Egal, ob es um Steuerhinterziehung von Privatpersonen, Steuervermeidung von Unternehmen oder illegale staatliche Steuerdeals geht: Solange foul gespielt wird, brauchen wir Menschen, die pfeifen, um die &Ouml;ffentlichkeit auf das Foulspiel aufmerksam zu machen. Wer Missst&auml;nde in seinem Arbeitsbereich aufdeckt, verpfeift niemanden, sondern handelt im Sinne des Gemeinwohls. Diese Aufkl&auml;rung darf nicht verfolgt werden, sondern muss unterst&uuml;tzt werden.&ldquo;<br>\nHunderte Milliarden Euro gehen j&auml;hrlich den Staaten weltweit durch Steuertricks von Konzernen verloren. Mitverantwortlich daf&uuml;r sind auch geheime Steuerdeals zwischen Unternehmen und Staaten, wie sie durch LuxLeaks und andere Whisteblower-F&auml;lle aufgedeckt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/presse\/detailansicht\/news\/luxleaks-urteil-attac-fordert-whistleblower-gesetz-sowie-informationspflicht-fuer-behoerden-und-unte\/\">attac<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Verfassungsgericht zweifelt an der Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nInternetanbieter in Deutschland m&uuml;ssen bestimmte Daten festhalten &ndash; das Gesetz ist unter dem Namen Vorratsdatenspeicherung bekannt und umstritten. Kippt es nun? Ein Indiz gibt es, hat FAZ.NET erfahren.<br>\nF&uuml;r die deutsche Regelung f&uuml;r eine massenweise Speicherung von Internetdaten (&bdquo;Vorratsdatenspeicherung&ldquo;) wird es eng: Das Bundesverfassungsgericht hat an diesem Donnerstag den Kl&auml;gern gegen die Regelung mitgeteilt, dass es sein Augenmerk nun auf die europ&auml;ische Rechtsprechung richtet. Besonders k&ouml;nne es darauf ankommen, ob das deutsche Gesetz f&uuml;r diese &bdquo;Vorratsdatenspeicherung&ldquo; mit dem EU-Recht vereinbar sei, schrieb der Vizepr&auml;sident des Gerichts, Ferdinand Kirchhof den Beteiligten nach Informationen von FAZ.NET (Az.: 1 BvR 141\/16).<br>\n&bdquo;Karlsruhe erkennt, dass es ein Spannungsverh&auml;ltnis zur Rechtsprechung des Europ&auml;ischen Gerichtshofs gibt&ldquo;, kommentiert den gerichtlichen Hinweis der Berliner Rechtsanwalt Niko H&auml;rting. Er f&uuml;hrt das Verfahren f&uuml;r den SPD-nahen Verein D64. [&hellip;]<br>\nKarlsruhe hatte im Jahr 2010 schon einmal eine &ndash; allerdings deutlich &ndash; sch&auml;rfere Variante der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland als verfassungswidrig anerkannt. Viele Fachleute meinen, auch die neuen deutschen Regeln seien nicht haltbar. Dazu z&auml;hlen auch Gutachter des Wissenschaftlichen Dienstes im Bundestag. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hatte die Massenspeicherung abgelehnt, ihr aber schlie&szlig;lich doch zugestimmt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/diginomics\/verfassungsgericht-zweifelt-an-der-vorratsdatenspeicherung-15387507.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und zwar vollkommen zu Recht. Die n&auml;chste Klatsche f&uuml;r die Gro&szlig;e Koalition der Feinde des Grundgesetzes, die gleich zweimal hintereinander und mit Ansage ein solches verfassungswidriges Gesetz beschlossen haben. Wer w&auml;hlt diese Verfassungsfeinde immer wieder?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Auto-Bosse sagen Scheitern des Elektroautos voraus<\/strong><br>\nAuf Messen und in Interviews bekunden Top-Manager der gro&szlig;en Autokonzerne gern ihren Glauben an die Elektromobilit&auml;t. Zahlreiche Prototypen, Pl&auml;ne f&uuml;r Batteriefabriken und Schnelllades&auml;ulen untermauern ihren Anspruch, mit dieser Technologie den Wandel zu einer neuen, saubereren Mobilit&auml;t zu schaffen.<br>\nEine Umfrage der Unternehmensberatung KPMG s&auml;t nun jedoch Zweifel, dass alle Industrievertreter an das glauben, was sie &ouml;ffentlich proklamieren. Immerhin 54 Prozent der 907 befragten Manager sind demnach der Meinung, dass batterieelektrische Fahrzeuge &ldquo;scheitern&rdquo; werden. Grund: Die vielerorts fehlende Ladeinfrastruktur. Nur 31 Prozent stimmen der These nicht zu. Der Rest ist unentschieden. Am gr&ouml;&szlig;ten ist die Skepsis ausgerechnet bei Firmenchefs und Aufsichtsratsvorsitzenden ausgepr&auml;gt. Satte 72 Prozent der weltweit befragten 229 Auto-Bosse sagen das Aus f&uuml;r Batteriefahrzeuge voraus. [&hellip;]<br>\nPikant: Chefs und Aufsichtsratsvorsitzende deutscher Autohersteller, die an der Umfrage teilgenommen haben, sind zu 100 Prozent davon &uuml;berzeugt, dass Elektroautos scheitern werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/artikel\/elektroauto-topmanager-sagen-scheitern-voraus-a-1187008.html\">manager magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die NachDenkSeiten hatten in den Hinweisen des Tages vom 5. Januar bereits einen kritischen Beitrag mit der These &bdquo;Die wollen keinen Neustart&ldquo; <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41781#h03\">verlinkt<\/a>. Das klare Ergebnis der Umfrage unter den Autoherstellern best&auml;tigt diese Annahme. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Bertelsmann Stiftung trommelt mit manipulierter Umfrage f&uuml;r Schulzens EU<\/strong><br>\nSicher nicht ganz von ungef&auml;hr gab es am Donnerstagvormittag zwei zusammenpassende Meldungen von der Nachrichtenagentur Reuters: &bdquo;Top Thema &ndash; Schulz macht St&auml;rkung der EU zu Bedingung f&uuml;r B&uuml;ndnis mit Union&ldquo; und kurz vorher: &bdquo;Studie &ndash; EU gilt vielen B&uuml;rgern als Schutz gegen Globalisierung&ldquo;. Die Studie stammt von der Bertelsmann Stiftung und ist vor allem dadurch interessant, wie die Umfrageergebnisse zurechtmanipuliert wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/930-bertelsmann-eu-schulz\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die ignorierte Gefahr<\/strong><br>\nEs ist merkw&uuml;rdig, wie der Stra&szlig;enverkehr in unserem Leben und die mit ihm verbundene Gefahr als notwendig wahrgenommen wird. [&hellip;]<br>\nEs gibt derzeit sehr viel Angst in Deutschland. Seit 2015 hat sich der Anteil der Menschen, die den kleinen Waffenschein erworben haben, in Mecklenburg-Vorpommern zum Beispiel, verdoppelt. Die Menschen f&uuml;rchten sich vor dem Wolf, obwohl ein Wolf bisher noch kein einziges kleines M&auml;dchen gefressen hat. Er hat Tiere gerissen, das hat einen wirtschaftlichen Schaden gebracht. Aber wie steht es mit dem wirtschaftlichen Schaden, den Verkehrsunf&auml;lle hervorrufen? Die Sperrung der A2 soll ungef&auml;hr 300.000 Euro gekostet haben.<br>\nIst es einfacher, die Gefahr zu ignorieren?<br>\nWenn terroristische Anschl&auml;ge t&auml;glich all diese Toten und Schwerverletzten hervorbringen w&uuml;rden, da g&auml;be es doch eine gro&szlig;e Panik, da ginge doch kaum noch jemand aus dem Haus, da w&auml;hnten wir uns doch alle in gro&szlig;er Gefahr? Viele tun das jetzt schon, sie haben jetzt schon gro&szlig;e Angst vor einem terroristischen Anschlag, sie wagen sich aber jeden Morgen auf die Autobahn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5472360\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ersatzfreiheitsstrafen kosten deutschlandweit rund 200 Millionen Euro; deutlicher Anstieg der belegten Haftpl&auml;tze<\/strong><br>\nMonatelange Haft wegen Schwarzfahrens: Die Zahl der durch sogenannte Ersatzfreiheitsstrafen belegten Haftpl&auml;tze ist in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren um fast 25 Prozent gestiegen und verursacht pro Jahr Kosten von mehr als 200 Millionen Euro. Das berichtet das ARD-Magazin MONITOR (Donnerstag, 21:45 Uhr, Das Erste) unter Berufung auf offizielle Statistiken und eine Umfrage unter den Bundesl&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/daserste\/monitor\/extras\/pressemeldung-ersatzfreiheitsstrafen-100.html\">Monitor<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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