{"id":41888,"date":"2018-01-14T09:30:51","date_gmt":"2018-01-14T08:30:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888"},"modified":"2018-01-12T14:39:46","modified_gmt":"2018-01-12T13:39:46","slug":"hinweise-der-woche-45","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888#h01\">Die Klimaversager<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888#h02\">Merkels Versagen &ndash; in einem Chart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888#h03\">Promisierung der Politik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888#h04\">Teuer und riskant &ndash; Bedingungsloses Grundeinkommen birgt Gefahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888#h05\">Das Europa des Martin Schulz, ein Horrorkabinett f&uuml;r Arbeitnehmer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888#h06\">Fire and Fury: Zirkus mit Clowns im Weissen Haus?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888#h07\">Zweitw&auml;rmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888#h08\">Die NATO. Eine Trag&ouml;die in drei Akten.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888#h09\">Zahl der minderj&auml;hrigen Bundeswehrsoldaten steigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888#h10\">Schulz fehlt die Strategie<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Klimaversager<\/strong><br>\nUnion und SPD haben in der Klimapolitik viel Glaubw&uuml;rdigkeit verspielt. Bei einer Neuauflage ihrer Regierung m&uuml;ssten sie nicht nur ein Klimaziel definieren, sondern endlich auch konkrete Schritte dorthin.<br>\nKann man Angela Merkel noch glauben? Im Wahlkampf war sie sicher, dass eine neue Regierung das deutsche Klimaziel einhalten werde. &ldquo;Das verspreche ich Ihnen&rdquo;, hatte sie einer B&uuml;rgerin im Fernsehen zugesagt. Doch Union und SPD haben keine zwei Tage sondiert, da ist genau dieses Klimaziel schon Vergangenheit. Es wird begraben.<br>\nEine neue Koalition, so hei&szlig;t es nun unter Sondierern, wolle sich &ldquo;ehrlich machen&rdquo;. In der Politik ist das eine beliebte Phrase. Sie suggeriert, dass ein schlechter, ein unehrlicher Zustand endlich abgestellt wird. Wie so oft ist auch diesmal das Gegenteil der Fall. W&auml;ren Union und SPD ehrlich, dann m&uuml;ssten sie ihr nahezu vollst&auml;ndiges Scheitern in der Klimapolitik einr&auml;umen.<br>\nIn den vergangenen vier Jahren hat sich bei den klimasch&auml;dlichen Emissionen so gut wie nichts getan. Und das trotz aller m&ouml;glichen &ldquo;Aktionspl&auml;ne&rdquo;. Trotz &Ouml;kostrom-Ausbau. Und trotz der Zusage im alten Koalitionsvertrag, Union und SPD wollten die Emissionen bis 2020 um 40 Prozent unter das Niveau von 1990 dr&uuml;cken. Doch die Wahrheit zu Beginn des Jahres 2018 sind peinliche 27 Prozent, rund ein Drittel zu wenig. Mehr wurde nicht erreicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/sondierungen-die-klimaversager-1.3818418\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><strong>dazu: Klimapolitik mit dem Abrissbagger<\/strong><br>\nWenn eine neue Bundesregierung sich nach der Wahl von ihrem Klimaziel verabschieden w&uuml;rde, w&auml;re das eine Bankrotterkl&auml;rung mit verheerender Wirkung auch international, kommentiert Georg Ehring. Die Welt schaue auf den ehemaligen Vorreiter im Klimaschutz, der jetzt von der Kohle nicht lassen will.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/abschied-von-klimazielen-klimapolitik-mit-dem-abrissbagger.720.de.html?dram:article_id=407923\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Mit der Aufgabe des 2020-Klimaziels w&uuml;rde Merkel ein Wahlversprechen brechen<\/strong><br>\nDas Einkassieren des 2020-Klimaziels ist ein klimapolitischer Rollback. Wird das 2020-Ziel tats&auml;chlich aufgegeben, so bricht Bundeskanzlerin Angela Merkel klar ein zentrales Wahlversprechen. Im Wahlkampf, vor der Bundestagswahl, aber auch auf gro&szlig;er internationaler B&uuml;hne auf dem UN-Klimagipfel in Bonn hatte die Regierungschefin das Erreichen des nationalen Klimazieles zugesagt&ldquo;, erkl&auml;rt der Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE, Lorenz G&ouml;sta Beutin, anl&auml;sslich von Medienberichten, wonach CDU\/CSU und SPD das 2020-Klimaziel aufgegeben h&auml;tten. Der Energie- und Klimapolitiker weiter:<br>\n&bdquo;Aber auch die SPD um Spitzenkandidat Martin Schulz hat den W&auml;hlerinnen und W&auml;hlern ein Festhalten am Klimaziel versprochen und zuletzt die Notwendigkeit eines Kohleausstiegs einger&auml;umt. Der f&uuml;r das Klimaziel so notwendige Kohleausstieg wird jetzt weiter vertagt. Dabei w&auml;re es ein Mindestziel bis 2020, die 20 schmutzigsten Braunkohlekraftwerke abzuschalten.<br>\nDie Aufgabe des Klimaziels hat sich mangels Ordnungspolitik in den Bereichen Energie, Verkehr, Geb&auml;ude und Landwirtschaft bereits angedeutet und ist damit traurige Folge der klimapolitischen Tatenlosigkeit der alten Bundesregierungen von Schwarz-Gelb und Groko. Anscheinend bleibt die Gro&szlig;e Koalition f&uuml;r die Energiewende in Deutschland weiter Bremsblock statt Kraft des notwendigen Wandels. Es scheint ganz so, als seien CDU\/CSU und SPD wieder einmal vor dem Druck von Industrie und Wirtschafts-Lobbyverb&auml;nden eingeknickt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/mit-der-aufgabe-des-2020-klimaziels-wuerde-merkel-ein-wahlversprechen-brechen\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Merkels Versagen &ndash; in einem Chart<\/strong><br>\nUnion und SPD wollen das deutsche Klimaziel 2020 verschieben. Grund f&uuml;r das Debakel sind acht Jahre zaghafte Energie- und Umweltpolitik. Merkels Versagen &ndash; zusammengefasst in einem Chart.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180110-hdt-01.png\" rel=\"fancybox\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180110-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/klimapolitik-merkels-versagen-in-einem-chart-a-1186948.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Kritik an Merkels lascher Klimapolitik ist ja richtig. Aber doch bitte nicht in einem Chart, dessen Abszissenabschnitte mal f&uuml;nf, mal drei, mal ein und mal zehn Jahre darstellen sollen. Das ist wirklich sehr unseri&ouml;s.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Promisierung der Politik<\/strong><br>\n[&hellip;] Konkret im Gespr&auml;ch ist die schwarze Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey, die die Spekulationen mit einer recht politisch gehaltenen Rede bei den Golden-Globe-Preisverleihungen selbst ausl&ouml;ste. Kandidiert sie, h&auml;tten etablierte demokratische Politiker (wie die von Trump wegen ihrer behaupteten indianischen Vorfahren als &ldquo;Pocahontas&rdquo; verspottete blonde und blau&auml;ugige Senatorin Elizabeth Warren) wahrscheinlich keine Chance. Dazu ist Oprah Winfrey zu beliebt &ndash; und das demokratische Establishment zu unbeliebt.<br>\nAber auch die Parteielite der Demokraten k&ouml;nnte in Winfrey ihre einzige Chance gegen Trump sehen, wenn es mit der US-Wirtschaft weiter aufw&auml;rts geht und eine Steuerreform daf&uuml;r sorgt, dass die meisten Amerikaner zumindest bis 2015 mehr in der Tasche haben (vgl. USA: Kongresskammern einigen sich auf Steuerreform).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Promisierung-der-Politik-3937505.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Nun wird es vollends absurd. Sollten die Demokraten wirklich versuchen, Trump durch eine polarisierende Multimilliard&auml;rin zu ersetzen, wird dies letztlich nur zu einer zweiten Amtszeit f&uuml;r Trump f&uuml;hren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Teuer und riskant &ndash; Bedingungsloses Grundeinkommen birgt Gefahren<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich ist das eine charmant klingende Idee: Ein bedingungsloses Grundeinkommen soll den Menschen vom Zwang zur Lohnarbeit befreien, ihm ohne Rechtfertigung ein selbstbestimmtes Leben in W&uuml;rde erm&ouml;glichen. Den Beginn der wahren Freiheit sagen die Bef&uuml;rworter voraus. Jeder k&ouml;nne sich, abgesichert durch die vom Staat zur Verf&uuml;gung gestellte materielle Basis, endlich jenen T&auml;tigkeiten widmen, die er als sinnvoll und erf&uuml;llend erachtet. Der alte Traum, das Paradies auf Erden zu verwirklichen, erschiene damit zumindest ein St&uuml;ck weit realisiert. Es w&auml;re naiv, das ausnahmslos jedem zustehende und allenfalls in Kinder- beziehungsweise Erwachsenentarife gestaltete bedingungslose Grundeinkommen deshalb gleich f&uuml;r die Zauberformel zum gesamtgesellschaftlichen Gl&uuml;ck zu halten. Dass die Idee einst schon den US-&Ouml;konomen und liberalen Markt-Apologeten Milton Friedman begeisterte und sich heute immer mehr Wirtschaftskapit&auml;ne anschlie&szlig;en, sollte einen doch wenigstens nachdenklich machen. Das bedingungslose Grundeinkommen ist der Abschied vom klassischen Sozialstaatsmodell, das auch die kapitalistische Gesellschaft zur solidarisch organisierten Unterst&uuml;tzung von Schwachen und ohne eigenes Verschulden in Not geratenen Menschen verpflichtet. Die bisherigen Sozial- und Grundsicherungssysteme sind nichts anderes als eine Umverteilung von oben nach unten. Sie basiert auf der Einsicht, dass, wer unser Wirtschaftsleben allein dem freien Spiel der Kr&auml;fte &uuml;berl&auml;sst, irgendwann mit Revolten der Verlierer rechnen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nordbayern.de\/1.7080872\">N&uuml;rnberger Nachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.G.:<\/strong> Eine journalistische Leistung, die das komplexe Thema &ldquo;Bedingungsloses Grundeinkommen &ndash; BGE&rdquo; in einem relativ kurzen Artikel auf den Punkt bringt. Dazu lohnt es, nochmals den Aufsatz zum BGE von Jens Berger <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41787\">&ldquo;Das Grundeinkommen ist kein &lsquo;No Brainer'&rdquo; auf den NachDenkSeiten<\/a> zu lesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Das Europa des Martin Schulz, ein Horrorkabinett f&uuml;r Arbeitnehmer<\/strong><br>\nDie SPD unter ihrem Vorsitzenden Martin Schulz hat Europa zum Kernthema der Sondierungsverhandlungen f&uuml;r eine gro&szlig;e Koalition erkl&auml;rt. Das ist zum F&uuml;rchten, nicht nur f&uuml;r die SPD, sondern auch f&uuml;r die B&uuml;rger. Denn welches Europa ihm vorschwebt, und wie er dorthin kommen will, hat er als EU-Parlamentspr&auml;sident vor gut zwei Jahren im sogenannten F&uuml;nfpr&auml;sidentenbericht offengelegt. Dieser Bericht zur H&auml;rtung der W&auml;hrungsunion wurde am 22.6.2015 vorgelegt. Vorne im Bericht behaupten die f&uuml;nf, die Ziele seien Wohlstand und Fairness f&uuml;r alle. Was sie damit meinen, wird klar, wenn sie weiter hinten die Prosperit&auml;t der Unternehmen, sprich deren Gewinne, mit dem gesellschaftlichen Wohl gleichsetzen. (&hellip;) Neu an dem Bericht war das Dr&auml;ngen, Europa mit einem Netz von &bdquo;Wettbewerbsf&auml;higkeitsr&auml;ten&ldquo; zu &uuml;berziehen. Sie sollen dazu beitragen, dass die angebotsorientierte Politik der EU &uuml;berall durchgesetzt wird. Sie sollen also bestimmen, wo der korrekte Ausgleich zwischen Arbeitnehmerinteressen und Arbeitgeberinteressen zu finden ist. Bisher hatte man die Vorstellung, dass das die Tarifpartner diesen suchen und finden. In Deutschland ist das sogar grundgesetzlich so vorgesehen. Aber k&uuml;nftig sollen nach den Vorstellungen der f&uuml;nf Pr&auml;sidenten irgendwelche &bdquo;Experten&ldquo; Lohnleitlinien festlegen. Dass es dabei vor allem darum geht, die L&ouml;hne zu dr&uuml;cken, stellt der Bericht in dankenswerter Offenheit an klar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/norberthaering.de\/de\/27-german\/news\/929-schulz-europa-sondierung\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fire and Fury: Zirkus mit Clowns im Weissen Haus?<\/strong><br>\nDas Buch zeichnet das Bild eines kindischen, eitlen Pr&auml;sidenten. Was es nicht anspricht: Trump setzt seine Ziele konsequent durch.<br>\n321 Seiten dick ist &laquo;Fire and Fury&raquo; von Michael Wolff im englischsprachigen Original &ndash; und alles, was man gegen diese gr&uuml;ndliche Recherche sagen kann ist: Sie ersch&ouml;pft sich etwas vor der H&auml;lfte zwischen den Buchdeckeln. Was danach kommt, ist ein bisweilen etwas bem&uuml;htes Nachzeichnen von Rivalit&auml;ten zwischen Macht- oder eher Ohnmachtszentren im Weissen Haus. Alles davor aber ist Resultat guter journalistischer Arbeit, u.a. aufgrund von mindestens 200 Interviews. Die allerdings f&uuml;hrte er oft mit Leuten, das gibt er zu, die ihre Informationen nur aus zweiter Quelle hatten.<br>\nDer Bruch im Buch h&auml;ngt offenkundig mit der Arbeitsweise des Autors zusammen: noch bis einige Wochen nach der Amts&uuml;bernahme durch die Trump-&laquo;Administration&raquo; (man muss diesen Begriff nach der Lekt&uuml;re in Anf&uuml;hrungszeichen setzen) hatte Wolff Zugang zum Weissen Haus, dann wurden ihm die Pforten zum Klatsch- und Informationsparadies versperrt. Der Leser, die Leserin muss jedoch davon ausgehen, dass sich am Innenleben des Machtzentrums in Washington nur graduell etwas ge&auml;ndert hat &ndash; insofern, als der ehemalige General John F. Kelly als Stabschef Schlimmstes verhindert und Steve Bannon die Metamorphose vom Freund und Helfer Donald Trumps zu dessen Gegner vollzogen hat und aus dem Umfeld des Pr&auml;sidenten verstossen wurde.<br>\n&laquo;Fire an Fury&raquo; zeichnet das Bild eines kindischen, eitlen, weltunkundigen und lernunwilligen Pr&auml;sidenten, der die Wahl eigentlich gar nicht gewinnen, sondern sich auf die Rolle eines vom Establishment Betrogenen kaprizieren wollte. Und einer Entourage, die aus Schmeichlern, Karrieristen und Opportunisten besteht. Hinter dem R&uuml;cken wird (wurde zumindest) &uuml;ber den Chef gel&auml;stert und alles L&auml;cherliche an Dritte weitergegeben. Wolff dokumentiert diesen Zirkus hervorragend, auch auf unterhaltsame Weise &ndash; mit dem Ziel, dieser Pr&auml;sidentschaft den Todesstoss zu versetzen. Das gibt er so zwar in &laquo;Fire and Fury&raquo; nicht zu erkennen, sagte es aber in einem Interview mit der britischen BBC.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/Politik\/Fire-and-Fury-Zirkus-mit-Clowns-im-Weissen-Haus\">Infosperber<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lesenswert, vor allem f&uuml;r jene, die Trump nicht untersch&auml;tzen wollen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zweitw&auml;rmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen<\/strong><br>\nDie Energie- und Klimawochenschau: Gefahr der W&uuml;stenbildung, Proteste gegen Braunkohle und die Zukunft der &Ouml;lf&ouml;rderung im Meer<br>\nDas Jahr 2017 geh&ouml;rte zu den acht w&auml;rmsten Jahren seit Beginn der regelm&auml;&szlig;igen Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 in Deutschland. Im Vergleich zur Periode 1981 bis 2010 war es um durchschnittlich 0,7 Grad w&auml;rmer &ndash; und das, obwohl sich der Sommer im Norden eher von der k&uuml;hlen Seite pr&auml;sentierte. Damit reihte sich auch das vergangene Jahr in einen langj&auml;hrigen Erw&auml;rmungstrend ein, in den letzten 30 Jahren war es dem Deutschen Wetterdienst zufolge nur zweimal k&auml;lter als im Mittel.<br>\nAnsonsten bleibt 2017 wohl regional mit &Uuml;berschwemmungen nach Stark- und Dauerregen und mit den heftigen Herbstst&uuml;rmen Xavier und Herwart in Erinnerung, die deutliche Spuren in zahlreichen W&auml;ldern hinterlie&szlig;en. Klimaforscher der Universit&auml;t Hohenheim prognostizieren f&uuml;r die Zukunft l&auml;ngere Hitzeperioden in Deutschland sowie heftigere Starkregen. K&auml;lteperioden w&uuml;rden dagegen abnehmen oder ganz ausbleiben.<br>\n<a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180109-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180109-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Zweitwaermstes-Jahr-seit-Beginn-der-Wetteraufzeichnungen-3936380.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die NATO. Eine Trag&ouml;die in drei Akten.<\/strong><br>\nDas Special zum m&auml;chtigsten Milit&auml;rb&uuml;ndnis der Menschheitsgeschichte.<br>\nIm vergangenen Jahr besch&auml;ftigte sich JusticeNow! intensiv mit der North Atlantic Treaty Organization, der NATO &ndash; dem m&auml;chtigsten Milit&auml;rb&uuml;ndnis der Menschheitsgeschichte, dem seit vergangenem Sommer 29 Staaten angeh&ouml;ren. Das Ergebnis dieser umfangreichen Recherchen ist ein NATO-Special in drei Akten, welche hier kurz vorgestellt werden und durch einen Klick auf die Titelbilder aufgerufen werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/die-nato-eine-tragoedie-in-drei-akten\/\">Jakob Reimann auf Justice Now!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zahl der minderj&auml;hrigen Bundeswehrsoldaten steigt<\/strong><br>\nMehr als 2000 Rekruten sind 2017 als Minderj&auml;hrige zur Bundeswehr gesto&szlig;en &ndash; darunter auch viele junge Frauen. Die Opposition kritisiert: Wie passt das zur &Auml;chtung von Kindersoldaten?<br>\nDie Bundeswehr hat noch nie so viele Minderj&auml;hrige an der Waffe ausgebildet wie im vergangenen Jahr. Die Zahl der Soldatinnen und Soldaten, die bei Dienstantritt noch nicht vollj&auml;hrig waren, stieg im vergangenen Jahr auf 2.128. Das berichtet die &bdquo;Rheinische Post&ldquo; unter Berufung auf das Verteidigungsministerium. Unter den Minderj&auml;hrigen befanden sich 448 Frauen, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linken hervorgeht.<br>\nDamit sind die Verpflichtungen von Minderj&auml;hrigen seit Aussetzen der Wehrpflicht kontinuierlich angewachsen, von 689 im Jahr 2011 auf den bisherigen Rekordwert von 1.907 im Jahr 2016 und nun abermals. Besonders stark ist demnach die Zahl der minderj&auml;hrigen Soldatinnen gestiegen &ndash; sie hat sich seit 2011 von 57 fast verachtfacht. Auch nach dem Absolvieren ihrer sechsmonatigen Probezeit waren im vergangenen Jahr 90 Soldatinnen und Soldaten noch nicht vollj&auml;hrig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/zahl-der-minderjaehrigen-bundeswehrsoldaten-steigt-15381715.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schulz fehlt die Strategie<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht im Interview mit dem Donaukurier<br>\nLinken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht spricht im Interview &uuml;ber die Regierungssuche und die SPD.<br>\nFrau Wagenknecht, kommt es nun doch zur gro&szlig;en Koalition?<br>\nSahra Wagenknecht: Das ist offen. In der SPD-Basis gibt es erhebliche Vorbehalte. Es ist ein Fehler von Martin Schulz, nicht mit klaren, popul&auml;ren Forderungen in die Verhandlungen zu gehen. Solche Forderungen w&auml;ren eine deutliche Erh&ouml;hung des Mindestlohns, bessere Regeln gegen unsichere, prek&auml;re Jobs, eine Verm&ouml;genssteuer f&uuml;r Superreiche und die Wiederherstellung einer gesetzlichen Rente, die im Alter den Lebensstandard sichert. Aber das alles will die SPD noch nicht einmal selbst. Deswegen sehe ich kaum Chancen, in den Verhandlungen Profil zu gewinnen.<br>\nMartin Schulz fehlt der Mut?<br>\nWagenknecht: Ihm fehlt die Strategie. Nach einem furiosen Start mit Agenda-Kritik hat er einen Kuschelwahlkampf gef&uuml;hrt und ist daf&uuml;r am Wahltag bestraft worden. Es folgte die Absage an die gro&szlig;e Koalition, jetzt verhandelt er dar&uuml;ber. Das &uuml;berzeugt alles nicht.<br>\nW&auml;re Schulz gut beraten, wieder mit Merkel zu regieren?<br>\nWagenknecht: Wir brauchen eine Politik, die den Sozialstaat wiederherstellt und f&uuml;r sichere, gut bezahlte Arbeitspl&auml;tze sorgt, anstelle eines wachsenden Niedriglohnsektors. Dass eine gro&szlig;e Koalition einen solchen Weg einschl&auml;gt, ist leider unwahrscheinlich. Frau Merkel ist selbst geschw&auml;cht und kann den Sozialdemokraten nicht noch einmal so entgegenkommen wie 2013. Wenn die Verhandlungen scheitern und es zu Neuwahlen kommt, w&auml;re das eine Chance, andere Mehrheiten zu erreichen. Nat&uuml;rlich w&uuml;nsche ich mir, dass die Linke st&auml;rker wird. Aber nur mit einer inhaltlich und personell erneuerten SPD wird es m&ouml;glich sein, die &Auml;ra unsozialer Politik zu beenden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sahra-wagenknecht.de\/de\/article\/2686.schulz-fehlt-die-strategie.html\">Sahra Wagenknecht<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41888\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-41888","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41888","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41888"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41888\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41890,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41888\/revisions\/41890"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41888"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41888"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41888"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}