{"id":41901,"date":"2018-01-12T16:34:59","date_gmt":"2018-01-12T15:34:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901"},"modified":"2018-01-12T16:34:59","modified_gmt":"2018-01-12T15:34:59","slug":"hinweise-des-tages-ii-328","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h01\">Sondierungsergebnis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h02\">Cum-Ex-Verhandlung der HVB: Richter mahnt zur Einigung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h03\">Nabu-Experte &uuml;ber die Grundsteuer: &bdquo;Spekulieren wird belohnt&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h04\">Prek&auml;re Arbeit im Bildungswesen: Ausma&szlig;, Entwicklung und gesundheitliche Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h05\">So viele &Uuml;berstunden machen die Deutschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h06\">1300 PSA-Mitarbeiter sollen durch Nachwuchskr&auml;fte ersetzt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h07\">Pensionen: Fokus auf Verbesserung der Erwerbschancen &ndash; anstelle irref&uuml;hrender Panikmache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h08\">Warum Griechenland bei Privatisierungen scheitert <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h09\">Grundrechte verteidigen! Nach G20 erfolgt ein systematischer Angriff auf das Versammlungsrecht.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h10\">Die Null-Dollar-&Auml;rzte in den USA: Wenn Kranksein zum Luxus wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h11\">Billigheimer Republik Deutschland: Das wird noch teuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h12\">Warum die Inflation trotz Mietpreisboom so niedrig ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41901#h13\">Zu guter Letzt: Soli runter, keine Steuererh&ouml;hungen, kein Klimaziel! FDP setzt sich in Sondierungen durch<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Sondierungsergebnis<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>SPD-Chef Schulz zu Sondierung: &bdquo;Wir haben hervorragende Ergebnisse erzielt&ldquo;<\/strong><br>\nEs ist vollbracht: SPD und Union einigen sich bei den Sondierungen. Der SPD-Vorstand beschlie&szlig;t mit gro&szlig;er Mehrheit die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen. SPD-Chef Martin Schulz zeigt sich sehr zufrieden.<br>\nNach mehr als 24 Stunden Sondierungsverhandlungen in Berlin ist der Durchbruch geschafft: SPD, CDU und CSU haben sich geeinigt. Die detaillierten Ergebnisse der Sondierung sind in einem 28-seitigen Papier festgeschrieben. Nach einer intensiven Debatte &uuml;ber das Sondierungspapier votiert der SPD-Vorstand bei nur sechs Gegenstimmen f&uuml;r die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen. (&hellip;)<br>\nAls die drei Parteivorsitzenden im Willy-Brandt-Haus am Freitagmorgen vor die Presse treten, ist ihnen die Erleichterung nach dem erfolgreichen Verhandlungsmarathon anzumerken. Man habe &bdquo;sehr intensiv miteinander gerungen&ldquo;, sagt SPD-Chef Martin Schulz. Es habe durchaus &bdquo;turbulente Momente&ldquo; gegeben. Die Verhandlungen h&auml;tten aber nicht auf der Kippe gestanden. Schulz hebt den &bdquo;konstruktiven und sehr fairen Geist&ldquo; der Gespr&auml;che hervor. Es seien &bdquo;am Ende immer Kompromisse, die man eingehen muss&ldquo;.<br>\nDer SPD-Vorsitzende betont besonders das Europa-Kapitel im Sondierungspapier, das von den drei Parteivorsitzenden pers&ouml;nlich verhandelt wurde. Das Ergebnis sei ein &bdquo;Aufbruch f&uuml;r Europa&ldquo;, so Schulz. Es sei die deutsche Antwort auf die Reformvorschl&auml;ge aus Paris und Br&uuml;ssel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/spd-chef-schulz-sondierung-haben-hervorragende-ergebnisse-erzielt\">vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Sind das, was die drei Parteivorsitzenden &ndash; aber vor allem Herr Schulz &ndash; hier zum Ausdruck bringt, wirklich &ndash; und insbesondere aus sozialdemokratischer Perspektive &ndash; &ldquo;hervorragende Ergebnisse&rdquo;? K&ouml;nnen sie nicht vielmehr als Ergebnisse mit dem Charakter der Volksverdummung bzw. der Verh&ouml;hnung der W&auml;hlerschaft betrachtet werden. So k&ouml;nnten &ndash; oder m&uuml;ssen &ndash; auch seine &Auml;u&szlig;erungen &uuml;ber Europa angesehen werden &ndash; bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41872#h01\">Das Europa des Martin Schulz, ein Horrorkabinett f&uuml;r Arbeitnehmer<\/a>. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/180112-GroKo_Gesamtdokument_Stand_12111015.pdf\">Das Sondierungsdokument [PDF]<\/a><\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Nicht mehr als ein konservatives ,Weiter so,&rdquo;: Deutliche Kritik des Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverbandes an Sondierungsergebnis<\/strong><br>\n&bdquo;Das Sondierungsergebnis verspricht nicht mehr als ein konservatives Weiter so. Wirklich Neues l&auml;sst sich nicht erkennen. Es gibt keine gro&szlig;en W&uuml;rfe, weder bei der Bek&auml;mpfung der Kinderarmut, noch bei der Rente&ldquo;, so Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands. So gebe es zwar beispielsweise leichte Nachbesserungen und einen neuen Namen f&uuml;r die Grundrente, die bereits im letzten Koalitionsvertrag stand. Keine der vorgeschlagenen Renten-Ma&szlig;nahmen sei jedoch geeignet, Altersarmut wirksam zu vermeiden und bek&auml;mpfen. Viele gute Themen &ndash; vom BAf&ouml;G, neuen Angeboten f&uuml;r Arbeitslose bis zum Wohngeld &ndash; w&uuml;rden angesprochen, blieben jedoch wie schon beim letzten Koalitionsvertrag unverbindlich. Angek&uuml;ndigte Verbesserungen bei dem Bildungs- und Teilhabepaket oder zu der Pflege finden sich im Finanzierungsplan nicht wieder. &bdquo;Es gibt zu viele ungedeckte Schecks.&ldquo;<br>\n&bdquo;Das Hauptmanko ist und bleibt die Unterfinanzierung all dessen, was n&ouml;tig w&auml;re&ldquo;, bilanziert Schneider. &bdquo;Wenn Union und SPD weder Beitr&auml;ge noch Steuern erh&ouml;hen wollen, wird es keinen Spielraum f&uuml;r gro&szlig;e W&uuml;rfe geben. Wenn eine neue Gro&szlig;e Koalition weiter darauf verzichtet sehr gro&szlig;e Einkommen, Verm&ouml;gen und Erbschaften endlich st&auml;rker als bisher zur solidarischen Finanzierung unseres Gemeinwesens heranzuziehen, bleibt das Sondierungspapier zum gr&ouml;&szlig;ten Teil hei&szlig;e Luft.&ldquo;<br>\nScharf kritisiert der Parit&auml;tische insbesondere die Kompromisse zur Fl&uuml;chtlingspolitik. &bdquo;Die doppelte Obergrenze beim Familiennachzug ist unter humanit&auml;ren Gesichtspunkten v&ouml;llig inakzeptabel genau wie die geplanten Sammellager f&uuml;r Asylbewerber und die massive Ausweitung der vermeintlich sicheren Herkunftsl&auml;nder. Es geht hier ganz faktisch um die Exklusion gefl&uuml;chteter Menschen. Wesentliche f&uuml;r den gesellschaftlichen Zusammenhalt notwendige Prinzipien wie Solidarit&auml;t oder auch humanit&auml;re Hinwendung werden mit diesen Pl&auml;nen schleichend aufgegeben&ldquo;, so Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/nicht-mehr-als-ein-konservatives-weiter-so-deutliche-kritik-des-paritaetischen-wohlfahrtsverband\/\">Der Parit&auml;tische<\/a><\/li>\n<li><strong>Die SPD schaufelt sich ihr eigenes Grab<\/strong><br>\nDie f&uuml;hrenden Sozialdemokraten wissen nicht mehr, was der politische Auftrag einer Partei ist, die sich sozialdemokratisch nennt. Selbstverst&auml;ndlich ist die parit&auml;tische Bezahlung der Krankenversicherung zu begr&uuml;&szlig;en. Aber sie bedeutet ja nur, dass ein Schaden repariert wird, den Christ- und Sozialdemokraten im neoliberalen Reformwahn angerichtet haben. Die Denkmuster bleiben. Verr&auml;terisch: Der Arbeitslosenversicherungs-Beitrag soll um 0,3 Prozent gesenkt werden. Das ist, mit der Brille der Arbeitgeber betrachtet, Lohnsenkung! Aus Sicht der Arbeitnehmer hei&szlig;t das, sie zahlen etwas weniger Beitrag, bezahlen daf&uuml;r aber mit schlechteren Leistungen in der Arbeitslosenversicherung. Der Sozialabbau der letzten Jahre soll an keiner Stelle entscheidend korrigiert werden.<br>\nAuch der Zerfall der europ&auml;ischen Union setzt sich fort, solange man die Ursachen nicht beseitigt. Wissen die Gro&szlig;koalition&auml;re nicht, was sich in Italien zusammenbraut? Die Italiener werden die weitere De-Industrialisierung ihres Landes aufgrund der verfehlten Wirtschafts- und W&auml;hrungspolitik der EU nicht l&auml;nger hinnehmen. Solange der deutsche Exportnationalismus triumphiert, sind die europ&auml;ischen Nachbarn die Leidtragenden. Noch so fromme Spr&uuml;che der angeblichen Europafreunde &auml;ndern daran nichts.<br>\nHat die SPD vergessen, warum Willy Brandt den Friedensnobelpreis erhalten hat? Soll die Einkreisung Russlands &ndash; Nato-Truppen und US-Raketen an der russischen Grenze &ndash; weitergehen? Ja es ist richtig: &bdquo;Europa muss sein Schicksal mehr als bisher in die eigenen H&auml;nde nehmen.&ldquo; Das kann aber nur hei&szlig;en, dass die Ost- und Entspannungspolitik Willy Brandts wieder aufgenommen und die Politik der Einkreisung Russlands beendet wird. Eine neue Sicherheitsarchitektur unter Einbeziehung Russlands muss das Ziel der deutschen Politik sein. Der Gro&szlig;meister der US-Diplomatie George Kennan bezeichnete die Osterweiterung der Nato als &bdquo;den verh&auml;ngnisvollsten Fehler der amerikanischen Politik in der gesamten &Auml;ra nach dem Kalten Krieg&ldquo;. Zumindest h&auml;tten die Sozialdemokraten durchsetzen m&uuml;ssen, dass die auf Betreiben der US-Administration beschlossenen Sanktionen gegen Russland beendet werden. Wenn die SPD unter diesen Bedingungen die &bdquo;gro&szlig;e Koalition&ldquo; fortsetzt, schaufelt sie sich ihr eigenes Grab.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/1665576490170478\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Gro&szlig;e Koalition 4.0: Wenig Digital mit viel Blabla<\/strong><br>\nCDU, CSU und SPD haben sich in der vergangenen Nacht auf ein gemeinsames Papier im Rahmen der Sondierungsverhandlungen f&uuml;r eine gemeinsame Wiederauflage der Gro&szlig;en Koalition (4.0) geeinigt. Wir haben die 28 Seiten nach netzpolitischen Fragestellungen durchsucht und diese zusammengefasst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2018\/grosse-koalition-4-0-wenig-digital-mit-viel-blabla\/\">netzpolitik.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Cum-Ex-Verhandlung der HVB: Richter mahnt zur Einigung<\/strong><br>\nVier Stunden stritten Anw&auml;lte der Hypo-Vereinsbank und dreier ehemaliger Vorst&auml;nde vor Gericht. Die Aufarbeitung zeigt, welch unglaubliche Dinge damals in der Zeit vor der Finanzkrise in der Bankenwelt m&ouml;glich waren.<br>\nDie Hauptpersonen an diesem Tag fehlten. Weder Rolf Friedhofen noch Andreas W&ouml;lfer oder Ronald Seilheimer waren am Donnerstag im Sitzungssaal 401 des Landgerichts M&uuml;nchen I erschienen. Das Gericht hielt ihre Anwesenheit nicht f&uuml;r n&ouml;tig. Dabei k&ouml;nnte es f&uuml;r sie um sehr viel Geld gehen. Ihr Ex-Arbeitgeber Hypo-Vereinsbank (HVB) verklagt die drei ehemaligen Vorst&auml;nde wegen dubioser Aktiengesch&auml;fte auf Schadenersatz von bis zu 180 Millionen Euro. In der deutschen Bankenlandschaft ist das ein bislang einmaliger Vorgang.<br>\nDaf&uuml;r hatte die Hypovereinsbank an diesem Tag drei Anw&auml;lte geschickt, die vor Verhandlungsbeginn schon 13 Kartons an Ordnern in den Saal karren lie&szlig;en. Die Beklagten boten sogar insgesamt gleich zehn Anw&auml;lte auf, die die Vorf&auml;lle von einst aus ihrer Sicht er&ouml;rtern sollten.<br>\nAllein das zeigt die immense Komplexit&auml;t dieses Themas. &bdquo;Cum-Ex&ldquo; hie&szlig; das Zauberwort, das Banken im vergangenen Jahrzehnt riesige Gewinne bescherte und den Steuerzahler fr&uuml;heren Berechnungen zufolge bis zu zw&ouml;lf Milliarden Euro kostete. Vereinfacht ausgedr&uuml;ckt ging es darum, dass eine einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mindestens doppelt erstattet wurde, manchmal war es aber auch bis zu acht Mal. Der Name Cum-Ex resultiert daraus, dass Aktien dabei einmal mit (&bdquo;cum&ldquo;) und dann wieder ohne Dividende (&bdquo;ex&ldquo;) gehandelt wurden.<br>\nDie Hypo-Vereinsbank war ab dem Jahr 2005 einer der gro&szlig;en Spieler in diesem Bereich. Eine eigene Abteilung in London hatte der Bank jeweils um die Dividendenstichtage, die es jedes Jahr zuhauf im April und Mai gibt, satte Gewinne und eine deutliche &Uuml;bererf&uuml;llung der Planzahlen beschert. W&auml;hrend die Bank im Rest des Jahres oft deutlich die Erwartungen verfehlte. Auch das war eine &uuml;berraschende Erkenntnis der rund vierst&uuml;ndigen Verhandlung am Donnerstag.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/banken-versicherungen\/cum-ex-verhandlung-der-hvb-richter-mahnt-zur-einigung\/20838406.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Bei den Sondierungsverhandlungen zwischen Union und SPD spielte das Thema Cum-Ex und damit der bislang gr&ouml;&szlig;te Steuerskandal, zu dem immerhin ein Untersuchungsausschuss einen 800 Seiten starken Bericht anfertigte, keine Rolle. Zumindest findet sich dazu nichts im Ergebnispapier, was man als &bdquo;Aufbruch&ldquo; deuten k&ouml;nnte, was wohl wiederum hei&szlig;t, dass die neue Regierung da weitermachen will, wo sie aufgeh&ouml;rt hat. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Nabu-Experte &uuml;ber die Grundsteuer: &bdquo;Spekulieren wird belohnt&ldquo;<\/strong><br>\nDie n&auml;chste Bundesregierung muss auch die Grundsteuer reformieren, fordern Natursch&uuml;tzer und Mieterbund. Siedlungsentwickler Henry Wilke erkl&auml;rt, warum. [&hellip;]<br>\nDer Bundesrat hat bereits eine Reform vorgeschlagen. Warum sind Sie damit nicht zufrieden?<br>\nDie Bundesl&auml;nder wollen das System nicht &auml;ndern, sondern die Grundsteuer nur an die aktuellen Verkehrswerte anpassen. Aber es w&uuml;rden weiterhin Geb&auml;ude und Grundst&uuml;cke besteuert.<br>\nWas ist daran schlecht?<br>\nSpekulieren wird belohnt. Wer Bauland besitzt, auf dem kein Geb&auml;ude steht, zahlt derzeit nur geringe Steuern. Also lohnt es sich, Bauland zu kaufen und auf Vorrat zu halten &ndash; in der Hoffnung, dass die Bodenpreise weiter steigen. Gleichzeitig wird das Bauen im Bestand bestraft. Wer sein Geb&auml;ude modernisiert oder es erweitert und neue Mietwohnungen schafft, der muss hinterher h&ouml;here Grundsteuern zahlen.<br>\nWas w&auml;re die Alternative?<br>\nWir schlagen vor, dass nur noch der Boden besteuert wird. Die Grundsteuer w&uuml;rde zu einer sogenannten Bodenwertsteuer. Dann w&uuml;rde es sich nicht mehr lohnen, Brachfl&auml;chen unbebaut zu lassen. In Deutschland gibt es in den St&auml;dten &uuml;ber 150.000 Hektar, die ungenutzt sind. Es w&uuml;rde die Zersiedelung bremsen, wenn erst einmal in den Innenst&auml;dten gebaut wird. Die Bodenwertsteuer w&auml;re auch gerechter: Der Wert von Bauland steigt vor allem durch die &ouml;ffentliche Infrastruktur wie etwa Stra&szlig;en. Dieser leistungslose Profit w&uuml;rde gezielt besteuert &ndash; unabh&auml;ngig davon, ob gebaut wird oder nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Nabu-Experte-ueber-die-Grundsteuer\/!5476683\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Hinweis:<\/strong> Albrecht M&uuml;ller hat zu diesem Themenkomplex auf den NachDenkSeiten <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41295\">eine &bdquo;Notwendige Erg&auml;nzung&ldquo; ver&ouml;ffentlicht<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Prek&auml;re Arbeit im Bildungswesen: Ausma&szlig;, Entwicklung und gesundheitliche Folgen<\/strong><br>\nWer arm ist, stirbt als Frau gut acht und als Mann rund elf Jahre fr&uuml;her als Frauen respektive M&auml;nner am anderen Ende der Einkommenspyramide. Zugleich nehmen psychische St&ouml;rungen und chronische Mehrfacherkrankungen zu&hellip;. Vordergr&uuml;ndig hat sich die Erwerbst&auml;tigkeit w&auml;hrend der zur&uuml;ckliegenden 25 Jahre positiv entwickelt&hellip;. Getragen wurde diese Entwicklung jedoch von der Zunahme der Besch&auml;ftigungsformen, die &uuml;berwiegend mit einem hohen Ma&szlig; an Arbeitsplatzunsicherheit, geringen L&ouml;hnen und unbefriedigenden Arbeitsbedingungen verbunden sind&hellip;. Besonders ausgepr&auml;gt ist die Spaltung der Besch&auml;ftigten im Bildungssystem.  Die g&auml;ngigen Gleichsetzungen von geringer Qualifizierung und niedrigen L&ouml;hnen greifen hier nicht&hellip;. Prek&auml;re Besch&auml;ftigungsformen weisen Merkmale auf, durch die Stressfaktoren auf Dauer gestellt werden&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dr-heintze-beratung.de\/Publikationen\/dds%201_2_artikel_dr_heintze.pdf%20\">Dr. Cornelia Heintze [PDF]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Moritz M&uuml;ller:<\/strong> Dieser sehr lesenswerte Artikel ist im Dezember in der Zeitschrift Die Deutsche Schule erschienen. Die Autorin Dr. Cornelia Heintze ist Stadtk&auml;mmerin a. D., Politologin und Coach und sie gibt in diesem Artikel einen fundierten &Uuml;berblick &uuml;ber die Besch&auml;ftigungssituation und deren Folgen im Bildungswesen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Grundschule im internationalen Vergleich: In Mathematik hat Portugal Deutschland &uuml;berholt<\/strong><br>\nIm Grundschulbereich ist international in den letzten Jahren viel passiert &ndash; in Deutschland habe die Reformdynamik jedoch abgenommen, sagt der Bildungsforscher Andreas Schleicher. Insgesamt l&auml;ge bei den Grundsch&uuml;lern Deutschland im Mittelfeld.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/grundschule-im-internationalen-vergleich-in-mathematik-hat.1008.de.html?dram:article_id=408125\">Deutschlandfunk Kultur<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Dieses &ldquo;Trimmen auf Leistung&rdquo;, was den Grundsch&uuml;lern &ndash; ihren Eltern und Lehrern &ndash; von Bildungsforschern wie Andreas Schleicher empfohlen wird, hat mit Bildung so viel zu tun, wie das Privatfernsehen mit emanzipatorischer Aufkl&auml;rung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>So viele &Uuml;berstunden machen die Deutschen<\/strong><br>\nDie Zahl der &Uuml;berstunden in Deutschland ist weiterhin extrem hoch. Annelie Buntenbach, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), erkl&auml;rt, was das f&uuml;r Folgen hat &ndash; und was dagegen getan werden muss.<br>\nDas Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) beziffert die Zahl der &Uuml;berstunden in Deutschland mit 1,7 Milliarden &ndash; 941 Millionen davon ohne finanzielle Entsch&auml;digung. Auch der aktuelle Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes nennt eine Zahl von 828,7 Millionen Stunden &ndash; das hat die Bundesregierung jetzt auf eine &ldquo;Kleine Anfrage&rdquo; der Linksfraktion im Bundestag bekanntgegeben. Keine Frage also: Die Zahl der &Uuml;berstunden in Deutschland ist extrem hoch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++1c42ddde-f77c-11e7-ad3d-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>1300 PSA-Mitarbeiter sollen durch Nachwuchskr&auml;fte ersetzt werden<\/strong><br>\nDer franz&ouml;sische Autokonzern PSA will sich in diesem Jahr von 1300 Besch&auml;ftigten in Frankreich trennen, aber gleichzeitig neue Mitarbeiter einstellen. Das Unternehmen nutzt dazu eine Regelung aus der Arbeitsmarktreform von Pr&auml;sident Emmanuel Macron, die das Arbeitsrecht gelockert hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/mobilitaet\/auto-mobil\/1300-psa-mitarbeiter-sollen-durch-nachwuchskraefte-ersetzt-werden-ld.1346241\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Pensionen: Fokus auf Verbesserung der Erwerbschancen &ndash; anstelle irref&uuml;hrender Panikmache<\/strong><br>\nDie aktuellsten Langzeitberechnungen von Pensionskommission, Finanzministerium und EU-Kommission (Ageing Report 2015 der Europ&auml;ischen Kommission) lassen erwarten, dass der f&uuml;r die Finanzierung der gesetzlichen Pensionen erforderliche Anteil am BIP bis 2040 um 0,8 Prozentpunkte steigen und dann wieder zur&uuml;ckgehen wird. F&uuml;r das Jahr 2060 lassen die Vorausberechnungen mit 14,4 % einen BIP-Anteil erwarten, der nur um 0,5 Prozentpunkte h&ouml;her liegt als der aktuelle Wert. Im Vergleich zu den massiven demografischen Verschiebungen (ca. 80 % Zuwachs bei der Altersgruppe 65+) f&auml;llt damit die erwartete Kostensteigerung &auml;u&szlig;erst moderat aus.<br>\nKlar ist in Anbetracht dieser Werte, dass bei den Pensionskosten keinerlei Grund zur Panikmache besteht. Umso mehr, wenn man bedenkt, dass sich die oft beschworene &bdquo;Generationengerechtigkeit&ldquo; bei kr&auml;ftigem Anstieg des Anteils &auml;lterer Menschen an der Gesamtbev&ouml;lkerung nur realisieren l&auml;sst, wenn ein gewisser Anstieg der BIP-Anteils f&uuml;r die Pensionskosten in Kauf genommen wird.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180112-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180112-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Die sich &auml;ndernde Altersstruktur der Bev&ouml;lkerung und der erwartete weitere Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung sind in den Berechnungen der Kosten bereits ber&uuml;cksichtigt. So ist z.B. bei der durchschnittlichen (Rest-)Lebenserwartung der 65-J&auml;hrigen bis 2060 bei den M&auml;nnern ein Anstieg um 4,5 Jahre (auf 22,4) und bei den Frauen ein Anstieg um 4,4 Jahre (auf 25,6) veranschlagt. Beim durchschnittlichen Erwerbsaustrittsalter wird ein Anstieg von 61,7 auf 63,7 angenommen (Ageing Report 2015, Statistical Annex).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.awblog.at\/pensionen-irrefuehrende-panikmache\/\">A&amp;W Blog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warum Griechenland bei Privatisierungen scheitert<\/strong><br>\nDen utopischen Vorgaben des ersten Memorandums zufolge h&auml;tte Griechenland ab 2011 bis einschlie&szlig;lich 2015 rund 50 Milliarden Euro aus Privatisierungen einnehmen sollen. Die Einnahmen Griechenlands aus den sogenannten Privatisierungen werden f&uuml;r 2018 auf 2,74 Mrd. Euro veranschlagt, das Wahrscheinlichste ist jedoch, dass (auch) dieses Ziel nicht erreicht werden wird. Seit den im Jahr 2011 auf (Anmerkung: schon damals absolut utopische) 50 Mrd. Euro veranschlagten Sch&auml;tzungen bzw. Einnahmen wiederholen sich die Fehler bis heute. [&hellip;]<br>\nGriechenland hofft, in diesem Jahr 2,74 Mrd. Euro zusammenzubringen, wenn wir jedoch wetten sollten, w&uuml;rden wir darauf setzen, dass es das Ziel wieder verfehlen wird. Wahrscheinlich sogar mit Abstand. Hinter diesen &bdquo;Misserfolgen&ldquo; verbirgt sich nicht nur das Widerstreben der gro&szlig;en Mehrheit der griechischen Politiker, Macht abzutreten. Es verbirgt &ndash; bzw. besser verbarg &ndash; sich die Besorgnis, von den Gl&auml;ubigern gar gezwungen zu werden, noch mehr fiskalische Austerit&auml;ts-Ma&szlig;nahmen zu ergreifen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.griechenland-blog.gr\/2018\/01\/warum-griechenland-bei-privatisierungen-scheitert\/2141734\/\">Griechenland Blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Grundrechte verteidigen! Nach G20 erfolgt ein systematischer Angriff auf das Versammlungsrecht.<\/strong><br>\nZu den selbstverst&auml;ndlich gewordenen Strategien geh&ouml;ren die Desavouierung des Protestes und die Verunglimpfung der Protestierenden in der &Ouml;ffentlichkeit. Dazu geh&ouml;rt die medialen PR-Arbeit, mit der daf&uuml;r gesorgt werden soll, dass die polizeiliche Perspektive und deren Narrativ &uuml;ber das Geschehen die Berichterstattung dominieren. Dazu geh&ouml;rt, dass die Polizei und insbesondere die Polizeigewerkschaften eine vorgeblich zunehmende Gewalt beklagen, um mehr Personal, mehr Waffen und sch&auml;rfere Gesetze, die insbesondere den Ermessensspielraum der Polizei erh&ouml;hen, zu erreichen. So hatte der Bundestag diesen Generalverdacht und den Schutz &bdquo;seiner&ldquo; Polizei im Blick als er noch kurz vor den Gipfeltagen zum 30. Mai 2017 das Strafgesetzbuch (StGB) &auml;nderte. Ein neuer &sect;114 StGB stellt die potentielle Verletzung von Polizist*innen in Abgrenzung zur f&uuml;r alle Personen geltenden K&ouml;rperverletzung gesondert unter Strafe. Mindestens drei Monate Freiheitsstrafe drohen. Der alte &sect;113 StGB wurde dahingehend erweitert, dass schon das gemeinschaftliche Teilnehmen in einer Menge zur Straftat werden kann.<br>\nZudem haben gerichtliche Entscheidungen &uuml;ber rechtswidriges Vorgehen der Polizei gegen Versammlungen so gut wie keine Auswirkungen. Das viel zitierte Beispiel hierf&uuml;r ist die polizeiliche Einkesselung von Demonstrierenden. Seit dem Beschluss des VG Hamburg von 1986 haben Gerichte immer wieder festgestellt, dass Einkesselungen von Demonstrierenden rechtswidrig waren. An der polizeilichen Strategie &auml;ndert das nichts. &Uuml;ber die Einsatzstrategien von Hartmut Dudde, dem Einsatzleiter der Hamburger Polizei beim G20, haben Gerichte schon mehrmals befunden, dass sie rechtswidrig waren. Daraus werden keine Konsequenzen gezogen, im Gegenteil, er wird dennoch oder deswegen zum Einsatzleiter ernannt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.grundrechtekomitee.de\/node\/905\">Grundrechtekomitee<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Gegen den Abbau des Rechtsstaats&ldquo;<\/strong><br>\nG20-Gegner*innen haben ihre Klage gegen die Stadt Hamburg eingereicht. Vier Einzelf&auml;lle sollen exemplarisch zeigen, dass Polizeieins&auml;tze verfassungswidrig gewesen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/G20-Demonstranten-verklagen-Hamburg\/!5474196\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: G20-Akkreditierung: Kein Angriff auf die Pressefreiheit<\/strong><br>\nDer Entzug der Akkreditierung von 32 Journalisten beim G20-Gipfel war kein Eingriff in die Pressefreiheit. Sondern das Ergebnis systemischen Versagens der Informationstechnik der Sicherheitsbeh&ouml;rden, gepaart mit zu gro&szlig;er Technik-Gl&auml;ubigkeit der Entscheider. Gleiches kann auch jeden der rund 75.000 Stellenbewerber oder Berufst&auml;tigen treffen, die pro Jahr von den gleichen Beh&ouml;rden sicherheits&uuml;berpr&uuml;ft werden. Die k&ouml;nnen sich allerdings nicht via Presse wehren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/g20-akkreditierungsaffaere-kein-angriff-auf-die-pressefreiheit-6896\">Cives<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Null-Dollar-&Auml;rzte in den USA: Wenn Kranksein zum Luxus wird<\/strong><br>\nKnapp 28 Millionen US-Amerikaner haben keine Krankenversicherung. Die &Auml;rzteorganisation Remote Area Medical bietet deshalb kostenlose medizinische Behandlung an. Der Andrang ist riesig, aber eine L&ouml;sung f&uuml;r das defekte Gesundheitssystem ist das nicht.<br>\nDr. Victoria Weiss zupft ihr leuchtend blaues Shirt zurecht. Die gelernte &Auml;rztin zieht ihr Smartphone aus der Tasche und blickt kurz aufs Display: Es ist 5 Uhr 59 &ndash; kurz vor sechs, Samstag, fr&uuml;h morgens. Dr. Weiss holt noch einmal tief Luft, dreht den Schl&uuml;ssel herum und &ouml;ffnet die Eingangst&uuml;r. Aus dem Geb&auml;ude f&auml;llt ein greller Lichtkegel auf Dutzende m&uuml;de Gesichter, die in der Dunkelheit auf diesen Moment gewartet haben. P&auml;rchen stehen eng umschlungen zusammen, um sich so bei acht Grad zu w&auml;rmen. Einige dr&auml;ngeln. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen.<br>\nEinen nach dem anderen wird Dr. Weiss gleich hineinlassen. Viele waren stundenlang mit dem Auto unterwegs, um hier her ins 1500-Seelen-St&auml;dtchen Warsaw im Bundesstaat Virginia zu kommen. Die meisten haben die ganze Nacht vor der Richmond County Grundschule gewartet. Die gemeinn&uuml;tzige Organisation Remote Area Medical &ndash; kurz RAM &ndash; hat die Schule in ein voll funktionsf&auml;higes 48-Stunden-Krankenhaus verwandelt. Eine logistische Meisterleistung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/die-null-dollar-aerzte-in-den-usa-wenn-kranksein-zum-luxus.979.de.html?dram:article_id=407596\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Billigheimer Republik Deutschland: Das wird noch teuer<\/strong><br>\nDie Bahn ist in einem schlechten Zustand, die Stra&szlig;en und Br&uuml;cken auch &ndash; und selbst im &ouml;rtlichen Supermarkt gibt es nur mit Gl&uuml;ck mobilen Zugang zum Internet [&hellip;]<br>\nEs gibt mannigfach viele Niederg&auml;nge in diesem Land. Und alle gr&uuml;nden sie auf einer Modernisierungsverweigerung, die dem Sparfetisch geschuldet sind. Noch ein Beispiel: Alle Welt streamt, es ist das Entertainmentsystem der Zukunft, aber die geb&uuml;hrenfinanzierten Sender in Deutschland bieten ihre Produkte gerade mal zwischen sieben Tagen und maximal 12 Monaten in der Mediathek an. Das war mal ein Kompromiss: Auf Grundlage solch fauler Abmachungen verpasst man auch hier den Anschluss. Man wei&szlig; echt nicht, wo man hinschauen soll, aber Deutschland will modernes Land sein, Motor und Antreiber, aber innerhalb der eigenen Grenzen ist man auf dem Weg, sich in ein westliches Ostblockland zu entwickeln. Hintendran statt vorne dabei.<br>\nMan verwaltet das &Uuml;berkommene, weil man es f&uuml;r kosteng&uuml;nstiger h&auml;lt, aber am Ende wird es richtig teuer werden. Sp&auml;testens dann, wenn man endlich realisiert, dass es irgendwann einen Moment gegeben haben muss, an dem man den Anschluss verloren hat. Und dieser Moment, der ist jetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1075765.spardiktat-in-deutschland-billigheimer-republik-deutschland-das-wird-noch-teuer.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum die Inflation trotz Mietpreisboom so niedrig ist<\/strong><br>\nDie Inflation ist schon lange nicht mehr das Schreckgespenst, das sie einst war. In den vergangenen zehn Jahren, seit Ausbruch der Finanzkrise, hat der b&ouml;se Geist von einst seinen Schrecken f&uuml;r die Deutschen verloren. Das Niveau der Verbraucherpreise ist so niedrig, dass die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) nichts unversucht l&auml;sst, die Teuerung anzutreiben &ndash; vergebens. Aber halt! Erleben wir nicht seit vielen Jahren einen Mietpreisboom in Deutschland? Haben sich in den Gro&szlig;st&auml;dten der Republik die Mieten seit 2007 nicht teilweise verdoppelt? Und m&uuml;ssten sich die irren Preisspr&uuml;nge bei Immobilien nicht l&auml;ngst auch in einem Anstieg der allgemeinen Inflationsrate niederschlagen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/immobilien-warum-die-inflation-trotz-mietpreisboom-so-niedrig-ist-1.3812403\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.K.:<\/strong> Falls Sie wissen, was ein MietpreisBOOM ist, w&auml;re es sch&ouml;n, wenn Sie es den Lesern erkl&auml;ren k&ouml;nnen, die SZ tut dies nicht, sie haut ihrer Leserschaft das Wort um die Ohren. F&uuml;r mich ein Kandidat f&uuml;r das Unwort des Jahres. Da steigen die Mieten unaufh&ouml;rlich, das bringt vor allem &auml;ltere Menschen mit schmaler Rente in arge Bedr&auml;ngnis, ganze Familien in Verzweiflung, weil sie umziehen m&uuml;ssen, Schulwechsel f&uuml;r die Kinder meist eingeschlossen, und wie bezeichnen dies die sogenannten &ndash; fakenewsfreien &ndash; Qualit&auml;tsmedien? Als Boom! Hier wird &uuml;berdeutlich welch Geistes Kind die Redakteure sind oder wie abgestumpft, wenn sie diese Wortkreation irgendeines thinktanks einfach &uuml;bernehmen! Steigende bzw. hohe Mietpreise sind ein Boom, fragt sich nur f&uuml;r wen&hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Soli runter, keine Steuererh&ouml;hungen, kein Klimaziel! FDP setzt sich in Sondierungen durch<\/strong><br>\nBerlin (dpo) &ndash; Es waren z&auml;he Verhandlungen, doch die Freien Demokraten k&ouml;nnen zufrieden sein: In den Sondierungen zur Gro&szlig;en Koalition hat sich die FDP mit wesentlichen Kernforderungen durchsetzen k&ouml;nnen. So wurden unter anderem die Klimaziele Deutschlands aufgeweicht und die Anhebung des Spitzensteuersatzes verhindert.<br>\nF&uuml;r FDP-Chef Christian Lindner stellen die ersten Ergebnisse der Sondierung zur Gro&szlig;en Koalition sp&auml;te Genugtuung dar: &ldquo;Was haben alle auf mir rumgehackt, als ich Jamaika platzen lie&szlig;&rdquo;, so der Parteivorsitzende der Liberalen bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. &ldquo;Doch jetzt zeigt sich, dass nur durch diesen R&uuml;ckzug liberale Politik im Sinne unserer W&auml;hler erst m&ouml;glich wurde.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2018\/01\/fdp-sondierungen.html\">Der Postillon<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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