{"id":41929,"date":"2018-01-16T08:38:28","date_gmt":"2018-01-16T07:38:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929"},"modified":"2018-01-16T10:47:55","modified_gmt":"2018-01-16T09:47:55","slug":"hinweise-des-tages-3038","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h01\">SPD und die Gro&szlig;e Koalition &ndash; Der Tod ist gar nicht so schlimm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h02\">Die Rettung der SPD liegt weder in der Regierung noch in der Opposition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h03\">Das kann die SPD unm&ouml;glich ernst meinen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h04\">Vier weitere Jahre GroKo und wir bekommen einen deutschen Donald Trump<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h05\">Umrisse einer GroKo neu. Teil 2: Die Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h06\">Besser nicht privat versichert!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h07\">Bund zwingt Hamburg, gegen renommierte Privatbank vorzugehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h08\">Banken versenken Geld in England<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h09\">Macron: Die Bessergestellten profitieren mehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h10\">Arm in einer reichen Stadt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h11\">Widerstand gegen Willk&uuml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h12\">Bomben f&uuml;r die Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h13\">Angst essen Israelkritik auf: Antisemitismus, Meinungshygiene und die Selbstzerst&ouml;rung Israels<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h14\">Eine Ehrenrettung des Skandals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h15\">Nato-Jets fangen zwei russische Atombomber ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h16\">Tatort &ndash; Die Faust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h17\">Das Letzte: Der Sozialstaat-Wahn wird zum Risiko f&uuml;r das ganze Land<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>SPD und die Gro&szlig;e Koalition &ndash; Der Tod ist gar nicht so schlimm<\/strong><br>\nAngela Merkel schleppt sich in ihre vierte Amtszeit. Was f&uuml;r ein deprimierendes Schauspiel! Wie Donald Trump angeblich in seinem Bademantel durchs Wei&szlig;e Haus, so schlurft unsere Kanzlerin durch die G&auml;nge der deutschen Politik: ohne Orientierung, ohne Ziel. Immerhin: Sie twittert nicht.<br>\nAber ohne St&uuml;tze der SPD w&uuml;rde sie st&uuml;rzen. Sie h&auml;ngt am Tropf der SPD. Ihr Kanzleramt ist zum Zentrum f&uuml;r sozialdemokratisch betreutes Wohnen geworden. Was tut die SPD da? Die Sozialdemokraten sind doch nicht Angela Merkels Altenpfleger.<br>\nGenossen, tut uns einen Gefallen: Stellt dieser Kanzlerschaft die lebenserhaltenden Systeme ab! Angela Merkel geh&ouml;rt in Rente. Und die SPD geh&ouml;rt in die Opposition.<br>\nDas Ergebnis der Sondierungen ist nicht &uuml;berraschend. Es ist niederschmetternd. Wenn sich die SPD schon in den Sondierungen einer Koalition den Schneid abkaufen l&auml;sst, wie sollen dann die Verhandlungen zu dieser Koalition laufen? Und erst die Regierung?<br>\nDie SPD hat get&ouml;nt, es werde mit ihr keine Obergrenze f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge geben. Die CSU hat sie durchgesetzt. Die SPD forderte einen angemessenen Familiennachzug. Die CDU will davon nichts wissen. Die SPD wollte Steuererh&ouml;hungen. Die CDU hat sie verweigert. Die SPD bat um die B&uuml;rgerversicherung. Die CDU gab ihr einen Korb. Die SPD war schon als Bettvorleger in diese Verhandlungen gestartet. Gelandet ist sie als K&uuml;chenlappen. [&hellip;]<br>\nAch, arme SPD! Sie hat sich zur Geisel einer falschen Logik machen lassen. Denn in Wahrheit tr&auml;gt ja nicht sie die Regierungsverantwortung, sondern die Bundeskanzlerin, der es nach zw&ouml;lf Jahren an der Macht nicht mehr gelingt, eigene Mehrheiten zu finden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-und-die-grosse-koalition-der-tod-ist-gar-nicht-so-schlimm-kolumne-a-1187932.html\">Jakob Augstein auf SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die SPD befindet sich, wie man so sch&ouml;n sagt, zwischen Skylla und Charybdis. Spielt sie in einer neuen gro&szlig;en Koalition ein weiteres Mal die Erf&uuml;llungsgehilfin f&uuml;r Merkels Machterhalt, wird sie das Schicksal ihrer franz&ouml;sischen und niederl&auml;ndischen Schwesterparteien erleiden und von der politischen B&uuml;hne verschwinden. Tritt sie nicht in die gro&szlig;e Koalition ein, wird es aller Wahrscheinlichkeit nach Neuwahlen geben, mit einem Ergebnis f&uuml;r die SPD in Richtung 15 Prozent. Ob dann f&uuml;r eine radikale inhaltliche Erneuerung &uuml;berhaupt  noch genug Substanz da ist, ist fraglich. Zumindest sollte man sich &uuml;ber Schulz keinerlei Illusionen mehr hingeben. Insofern w&auml;re es zu begr&uuml;&szlig;en, wenn sich die Basis gegen die GroKo ausspricht, dann m&uuml;sste Schulz in jedem Fall zur&uuml;cktreten. Eine wichtige Voraussetzung f&uuml;r einen Neuanfang.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Rettung der SPD liegt weder in der Regierung noch in der Opposition<\/strong><br>\nDie 600 Delegierten des SPD-Parteitags in Bonn entscheiden am kommenden Sonntag nicht nur dar&uuml;ber, ob es in Deutschland eine neue gro&szlig;e Koalition gibt. Sie entscheiden damit auch &uuml;ber die Zukunft des Vorsitzenden Martin Schulz. Wenn der Parteitag dem Sondierungspapier nicht zustimmt, wenn er sich also den Koalitionsverhandlungen mit der CDU\/CSU auf dieser Basis verweigert, dann wird Schulz am selben Tag zur&uuml;cktreten m&uuml;ssen.<br>\nDann hat er, der Schlangenlinien-Schulz, seine Partei verloren, dann ist sie ihm auf seinem Her und Hin nicht gefolgt. Dann endet das Abenteuer Schulz, das mit einer Hundert-Prozent-Zustimmung auf dem Parteitag in Berlin am 19. M&auml;rz 2017 begonnen hat, beim Parteitag zu Bonn zehn Monate sp&auml;ter mit einem Hundert-Prozent-Desaster. Dann steht die Partei vor der Frage, wen sie zum Insolvenzverwalter bestellt.<br>\nEs ist nicht sehr wahrscheinlich, dass es so kommt. Es ist wahrscheinlicher, dass eine Mehrheit gr&uuml;nes Licht f&uuml;r eine gro&szlig;e Koalition gibt; und die Entscheidung wird nicht so knapp ausfallen, wie sie jetzt auf dem SPD-Landesparteitag in Sachsen-Anhalt ausgefallen ist. [&hellip;]<br>\nAber die Mehrheit wird, mehr oder weniger laut, &ldquo;Nachbesserungen&rdquo; fordern; Schulz wird diese Nachbesserungen bereitwillig, beredt und beseelt versprechen und am Abend nach dem Parteitag erleichtert eine Kerze anz&uuml;nden, weil die ein mildes Licht auf seine Ambitionen wirft, anstelle des souver&auml;n-beliebten Sigmar Gabriel Au&szlig;enminister und Vizekanzler zu werden.<br>\nNachbesserungen: Damit hat die SPD Erfahrung. Das Versprechen solcher Nachbesserungen hat in der j&uuml;ngeren Geschichte der SPD immer wieder Parteitage auf den Kurs der Parteif&uuml;hrung gebracht. Diese Nachbesserungen haben dann nichts Wesentliches verbessert; das blo&szlig;e Versprechen aber hat aufgew&uuml;hlte SPD-Parteitage schon einige Male einigerma&szlig;en beruhigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/parteitag-nach-sondierung-die-rettung-der-spd-liegt-weder-in-der-regierung-noch-in-der-opposition-1.3824609\">Heribert Prantl in der SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man muss Prantl hier wohl oder &uuml;bel zustimmen, so wird es geschehen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Das kann die SPD unm&ouml;glich ernst meinen<\/strong><br>\nNur mal so zur Erinnerung: Die staatlichen Nettoinvestitionen in Deutschland sind seit Jahren negativ, unsere Infrastruktur l&auml;uft also auf Verschlei&szlig;. Insgesamt stagniert die Investitionsquote der deutschen Wirtschaft bei 20 Prozent.<br>\nNicht, dass die Konjunktur jetzt gerade noch mehr Schub br&auml;uchte. Aber dass 2 Prozent Wachstum schon als Mega-Boom durchgehen, spricht B&auml;nde. Vor allem, weil die selbstzufriedene L&auml;uft-doch-gut-Haltung, die aus dem Sondierungspapier von Union und SPD f&uuml;r die Neuauflage der Gro&szlig;en Koalition spricht, daf&uuml;r sorgt, dass mehr auf Dauer auch nicht drin sein wird. Der Mangel an Zukunftsinvestitionen begrenzt das Wachstumspotenzial. 2 Prozent wie jetzt sind schon das Maximum, und die n&auml;chste Krise kommt bestimmt.<br>\nHier den Schalter umzulegen, w&auml;re die naheliegende Ratio f&uuml;r die n&auml;chste Regierung gewesen. &Uuml;ber das Thema ist in den vergangenen Jahren ja ausgiebig diskutiert worden, die Diagnose einer Investitionsl&uuml;cke im dreistelligen Milliardenbereich ist beinahe Gemeingut. Nach wie vor bieten Nullzinsen eine historische Gelegenheit, die bislang nicht genutzt wird. Der Staat ist nicht nur ein Verteilungsinstrument, sondern mit 45 Prozent der Wirtschaftsleistung auch eine Macht, die entscheidende Impulse zur wirtschaftlichen Entwicklung geben kann. [&hellip;]<br>\nAls noch &uuml;ber Jamaika gesprochen wurde, hatten im Auftrag von manager magazin befragte Entscheider mit gro&szlig;er Mehrheit eine Bildungs- und Digitalisierungsoffensive erwartet, gerne auch schuldenfinanziert &ndash; wohlgemerkt von eher fiskalisch konservativen Parteien (die diese Erwartung auch gleich ignorierten). Die SPD h&auml;tte ihren Verbleib in der Regierung mit mehr Mut f&uuml;r &ouml;ffentliche Innovationen begr&uuml;nden k&ouml;nnen, auch im Zeichen von Energie- und Verkehrswende.<br>\nStattdessen siegte die Ersatzreligion der Schwarzen Null. So kann die Gro&szlig;e Koalition in Wahrheit nur eine Klein-Klein-Koalition werden. &ldquo;Es fehlt eine klare Vision und es fehlen mutige Reformen&rdquo;, wie DIW-Pr&auml;sident Marcel Fratzscher konstatiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/deutschland\/groko-ohne-vision-a-1187538.html\">Manager Magazin<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die SPD bekennt sich auch diesmal treu und fest zu einem der wichtigsten Elemente zur Durchsetzung der neoliberalen Agenda, der schwarzen Null.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Vier weitere Jahre GroKo und wir bekommen einen deutschen Donald Trump<\/strong><br>\nDie beiden &bdquo;Volksparteien&ldquo; fuhren im September historisch schlechte Wahlergebnisse ein. &bdquo;Die GroKo wurde abgew&auml;hlt,&ldquo; polterte daher nicht nur Martin Schulz in der Elefantenrunde in der Wahlnacht &ndash; es war allgemeiner Konsens. &bdquo;Wir stehen f&uuml;r den Eintritt in eine Gro&szlig;e Koalition nicht zur Verf&uuml;gung,&ldquo; versicherte der Schulz-Zug noch Ende November erneut auf Twitter um nur stolze sieben Tage nach diesem Tweet zur&uuml;ckzurudern und gar ein Ministerp&ouml;stchen im Kabinett Merkel IV nicht mehr auszuschlie&szlig;en: &bdquo;Politik ist ein dynamischer Prozess,&ldquo; verteidigt Schulz in Orwell&rsquo;scher Sprachpervertierung seinen U-Turn und kr&ouml;nt sich damit selbst zum neuen Schutzpatron der R&uuml;ckgratlosigkeit und des Opportunismus.<br>\nEs ist diese unertr&auml;gliche Heuchelei, diese &bdquo;Arroganz der Macht&ldquo;, die Schulz noch im Sommer der Kanzlerin vorwarf, diese offene Verachtung f&uuml;r die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler, die in den kommenden vier Jahren zu einer Politikerverdrossenheit &ndash; Keiner Politikverdrossenheit! Wie arrogant k&ouml;nnen Volksvertreter eigentlich sein und unterstellen, beides w&auml;re ein und dasselbe? &ndash; f&uuml;hren wird, die den Hass auf das politische Establishment in ungekannte Sph&auml;ren katapultieren wird. Die Verachtung f&uuml;r eine politische Kaste, die derart weit von der Bev&ouml;lkerung entfernt ist, dass sie ihre Gruppensitzungen statt in Berlin auch auf dem Mond abhalten k&ouml;nnte &ndash; wer w&uuml;rde es schon bemerken? Erteilte Mandate interessieren die M&auml;chtigen nicht, nur die Macht als Selbstzweck ist von Interesse.<br>\nDas wird die n&auml;chsten vier Jahre auch noch gutgehen, denn, seien wir mal ehrlich: zu einer Revolution wird es in Deutschland nicht kommen, daf&uuml;r &bdquo;m&uuml;sste man den Rasen betreten,&ldquo; wusste schon Josef Stalin. Und der Deutsche betritt den Rasen nun mal nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/vier-weitere-jahre-groko-und-wir-bekommen-einen-deutschen-donald-trump\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Umrisse einer GroKo neu. Teil 2: Die Rente<\/strong><br>\nWie sieht es aus mit den Ergebnissen der Sondierung von Union und SPD vom 12.01.2018 zum gro&szlig;en Themenfeld der Alterssicherung, speziell der gesetzlichen Rente als der wichtigsten Form der Absicherung im Alter? Auch wenn es jetzt dem einen oder anderen weh tun mag &ndash; wir werden hier mit einem Fall der Rosst&auml;uscherei konfrontiert, den man als solchen erkennen sollte. Als Rosst&auml;uscherei bezeichnet man gemeinhin das Verhalten eines H&auml;ndlers, der Kunden mit verschiedenen Tricks &uuml;ber den gesundheitlichen Zustand, Alter und Wert des Pferdes t&auml;uscht. Im Ergebnispapier der Sondierer findet man diese Verabredung: &raquo;Vertrauen in die langfristige Stabilit&auml;t der gesetzlichen Rentenversicherung ist ein hohes Gut in unserem Sozialstaat. Deshalb werden wir die gesetzliche Rente auf heutigem Niveau von 48 % bis zum Jahr 2025 gesetzlich absichern. Daf&uuml;r werden wir in 2018 die Rentenformel &auml;ndern.&laquo; Da wird was angepackt, der vielbeschworene Sinkflug des Rentenniveaus wird endlich gestoppt. Eine gute Nachricht. Ein echter sozialpolitischer Hengst sozusagen. Schauen wir uns den Gaul mal etwas genauer an.<br>\nWenn wir uns die Vorausberechnung des sogenannten Sicherungsniveaus vor Steuern (zu den unterschiedlichen Begrifflichkeiten vgl. den Beitrag Das gro&szlig;e Durcheinander um Rentenniveau, Niveau der Renten, Rente als Wahlkampfthema. Und eine rechnerische Gewissheit mit fatalen Folgen vom 8. Oktober 2016) anschauen, dessen Ergebnis im Rentenversicherungsbericht 2017 der Bundesregierung ver&ouml;ffentlicht wurde (siehe die Abbildung am Anfang dieses Beitrags), dann erkennt man, dass bis zum Jahr 2024 das Sicherungsniveau vor Steuern sowieso nicht unter die genannte Grenze von 48 Prozent fallen wird, wenn denn die Annahmen der Vorausberechnungen zugrunde gelegt werden. (&hellip;)<br>\nDem Ergebnis der Sondierer l&auml;sst sich nun wirklich nicht entnehmen, dass man von diesem Muster (Verbesserungen nur f&uuml;r die Neurentner) abweichen will. Das w&auml;re auch &ldquo;viel zu teuer&rdquo;.<br>\nJa gibt es denn keine hoffnungsvolle Botschaft? Doch, die gibt es auch, wenngleich es sich erst einmal nur um Vereinbarungslyrik handelt, die wenn &uuml;berhaupt irgendwann einmal mit Leben gef&uuml;llt werden muss:<br>\n&raquo;Um den sozialen Schutz von Selbst&auml;ndigen zu verbessern, wollen wir eine gr&uuml;nderfreundlich ausgestaltete Altersvorsorgepflicht f&uuml;r alle Selbst&auml;ndigen einf&uuml;hren, die nicht bereits anderweitig abgesichert sind. Dabei sollen diese zwischen der gesetzlichen Rentenversicherung und &ndash; als Opt-out-L&ouml;sung &ndash; anderen geeigneten insolvenzsicheren Vorsorgearten w&auml;hlen k&ouml;nnen.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2018\/01\/umrisse-einer-groko-neu-teil-2-die-rente.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Teil 1 k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41913#h02\">hier<\/a> nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Besser nicht privat versichert!<\/strong><br>\nNoch einmal Gl&uuml;ck gehabt! Das d&uuml;rften die meisten privat Krankenversicherten gedacht haben, als sie am Freitag h&ouml;rten, was Union und SPD in ihren Sondierungsgespr&auml;chen vereinbart haben. Die schlimmsten Bef&uuml;rchtungen traten nicht ein. Die B&uuml;rgerversicherung und damit die langfristige Abschaffung der privaten Krankenkasse kommt nicht. Und auch die &Auml;rzte sollen weiterhin h&ouml;here Honorare f&uuml;r Privatversicherte erhalten und haben damit auch k&uuml;nftig einen Anreiz, Privatversicherte besser zu behandeln.<br>\nAlles wunderbar also, die private Krankenversicherung beh&auml;lt ihre Attraktivit&auml;t, w&uuml;rde man meinen. Dann l&auml;sst sich also bedenkenlos zu ihr wechseln. Doch ist das wirklich so? Zweifel sind angebracht, selbst wenn die B&uuml;rgerversicherung nun doch nicht kommt. Schon in den vergangenen Jahren ist die private Alternative erheblich unter Druck geraten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/meine-finanzen\/versichern-und-schuetzen\/private-krankenversicherungen-rechnen-sich-nicht-15397672.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.N.:<\/strong>  Nachdem die FAZ bisher massiv gegen jegliche Form der Abschaffung der PKV als Vollversicherung gewettert hat und dabei nicht mal sachlich falsche Systemvergleiche mit dem NHS gescheut hat, stellt dieser Artikel endlich die Schw&auml;chen der PKV objektiv dar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bund zwingt Hamburg, gegen renommierte Privatbank vorzugehen<\/strong><br>\nIm gr&ouml;&szlig;ten deutschen Steuerskandal hat das Bundesfinanzministerium Ende vergangenen Jahres zu einer au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Ma&szlig;nahme gegriffen, um zu verhindern, dass dem Staat bis zu 190 Millionen Euro verloren gehen. Nach Informationen von S&uuml;ddeutscher Zeitung, NDR und WDR wies das Bundesfinanzministerium den Hamburger Fiskus an, gegen die dort ans&auml;ssige Privatbank M. M. Warburg vorzugehen.<br>\nVorausgegangen war ein Treffen im Ministerium in Berlin mit einer Vertreterin des Hamburger Finanzamtes f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen. Das Ministerium bef&uuml;rchtete, Forderungen gegen Warburg k&ouml;nnten verj&auml;hren. Der Hamburger Fiskus, der den Fall seit Langem untersucht, schickte erst nach der Weisung aus Berlin einen Steuerbescheid an die Privatbank. Zuvor war M. M. Warburg von Forderungen verschont geblieben.<br>\nWarburg sei &ldquo;eine der feinsten Adressen&rdquo; in der Hansestadt und dort &ldquo;gut vernetzt&rdquo;, sagt der Hamburger Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi von den Linken. Es sehe so aus, als ob der Hamburger Finanzsenat vielleicht &ldquo;etwas Standortpflege&rdquo; betreibe. Warburg steht im Verdacht, zusammen mit Gesch&auml;ftspartnern den Staat betrogen zu haben. Warburg und deren Partner sollen Aktiengesch&auml;fte dazu genutzt haben, sich eine einmal an die Finanzbeh&ouml;rden gezahlte Steuer auf Dividendenerl&ouml;se mehrmals erstatten zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/exklusiv-bund-zwingt-hamburg-gegen-renommierte-privatbank-vorzugehen-1.3825934\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Banken versenken Geld in England<\/strong><br>\nAuf der Jagd nach margenstarkem Gesch&auml;ft haben sich drei deutsche Banken mit dem Kauf von Kreditforderungen an britische Konsumenten verkalkuliert. Schieflagen dieser Portfolios in England sorgten nach Recherchen der B&ouml;rsen-Zeitung neben der M&uuml;nchner Fidor Bank bei der zur Familie Reimann geh&ouml;renden Deutschen Kontor Privatbank aus Gr&uuml;nwald bei M&uuml;nchen und bei der Frankfurter HKB Bank f&uuml;r empfindliche Verluste.<br>\nW&auml;hrend bereits Kapitalerh&ouml;hungen die Fidor Bank und die Deutsche Kontor Privatbank wieder stabilisierten, hofft die HKB Bank auf den rettenden Einstieg des chinesischen Investors Celera Group, hinter dem das Family Office TCG Capital aus Hongkong steht. Die Finanzaufsicht BaFin pr&uuml;ft den Plan.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boersen-zeitung.de\/index.php?li=1&amp;artid=2018007007&amp;artsubm=ueberblick&amp;r=Banken%20&amp;%20Finanzen\">B&ouml;rsen-Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das klingt dramatisch, auch wenn es &bdquo;nur&ldquo; drei kleinere Banken sind. Warum liest man davon in den gro&szlig;en Medien eigentlich nichts?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Macron: Die Bessergestellten profitieren mehr<\/strong><br>\nDie Bessergestellten profitieren mehr von der Pr&auml;sidentschaft Macrons als diejenigen, die weniger haben und weniger verdienen. Das Offensichtliche stellt eine Studie des Observatoire fran&ccedil;ais des conjonctures &eacute;conomiques (OFCE). Die Profiteure der Steuer- und Budgetpolitik des Pr&auml;sidenten sind demnach die reichsten 5 Prozent.<br>\nDie Zahlen, die der Think Tank, der von Medien auf der linken Seite des politischen Spektrums angesiedelt wird, sind allerdings nicht spektakul&auml;r. Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Keine Austerit&auml;t, aber Ungleichheiten&rdquo; bl&auml;ttert die Beobachtungsstelle ein Panorama des Budgetplanung 2018\/2019 auf, das nicht von krassen Reliefs gekennzeichnet ist, aber eine klare Neigung zugunsten der Wohlhabenden zeigt.<br>\nDie PR-Verkaufstalente unter den Macronisten d&uuml;rften aber keine gro&szlig;en Schwierigkeiten haben, diese Schieflage verbal zu geradezubiegen, da sie einfach die Horizonte weiter nach hinten erweitern (die Jahre 2021 ff) und die Einbu&szlig;en f&uuml;r die Geringverdiener (solange sie nicht rauchen), nicht dramatisch sind. F&uuml;r die unteren 5 Prozent berechnet das Observatoire fran&ccedil;ais bis Ende dieses Jahres eine Einbu&szlig;e von 0,6 Prozent im Durchschnitt, was mit 60 Euro pro Haushalt umgerechnet wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Macron-Die-Bessergestellten-profitieren-mehr-3941828.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arm in einer reichen Stadt<\/strong><br>\nM&uuml;nchen ist ein teures Pflaster &ndash; zu teuer f&uuml;r Menschen, die von einer kleinen Rente leben oder auf Hartz IV angewiesen sind. Und die hohen Lebenshaltungskosten in der bayerischen Metropole machen viele nicht nur arm, sondern auch einsam.<br>\nGregor Tschung ist Pressesprecher der Tafel und ehrenamtlicher Leiter der Ausgabestelle in Giesing. Lebensmittel mitnehmen darf nur, wer nach Abzug von Miete und Nebenkosten weniger als 469 Euro im Monat zur Verf&uuml;gung hat. Es gibt Wartelisten, nicht alle Bed&uuml;rftigen k&ouml;nnen von der Tafel versorgt werden.<br>\n&ldquo;Wir hatten vor gut zwei Jahren rund 18.000, die wir betreut haben, inzwischen sind es 20.000. Was deutlich zugenommen hat ist die Zahl der alleinerziehenden M&uuml;tter und V&auml;ter, deutlich zugenommen hat auch die Altersarmut, sprich Rentnerinnen und Rentner, die auf unsere Hilfe angewiesen sind, ansonsten auch ganz viele Menschen, mit denen es das Leben oder auch das Schicksal nicht ganz gut gemeint hat und die einfach in Not geraten sind. Und dann bei uns Hilfe finden.&rdquo;<br>\nZur Ausgabestelle in Giesing kommen jeden Montag rund 200 Menschen. Einer von ihnen ist Wolfgang J., 55 Jahre alt, graue Haare, gepflegter Bart, braune Jacke, Jeans. Seit zwei Jahren kommt er regelm&auml;&szlig;ig hierher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/besuch-bei-der-muenchner-tafel-arm-in-einer-reichen-stadt.1001.de.html?dram:article_id=408305\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Widerstand gegen Willk&uuml;r<\/strong><br>\nHartz IV ist ein Dschungel unklarer Regeln. Kaum verst&auml;ndliche Gesetze er&ouml;ffnen Sachbearbeitern in Jobcentern weite Ermessensspielr&auml;ume. Auf der anderen Seite stehen existenzielle Grundbed&uuml;rfnisse von Betroffenen zur Debatte. Die Folgen: Auch im vergangenen Jahr war die Gegenwehr gro&szlig;. Jobcenter und Gerichte mussten erneut Tausende fehlerhafte Bescheide aufheben.<br>\nDas geht aus einer am Freitag ver&ouml;ffentlichten neuen Statistik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hervor, &uuml;ber die zuerst Bild berichtete. Demnach gingen 2017 rund 640.000 neue Widerspr&uuml;che bei den juristischen Abteilungen der Jobcenter ein, etwa 1,4 Prozent weniger als 2016. In gut 226.000 F&auml;llen gingen sie zugunsten der Betroffenen aus. 184.000 Eingaben waren im Dezember noch unbearbeitet. 112.000 abgelehnte Widerspruchsf&uuml;hrer zogen weiter vor ein Sozialgericht. Damit schrumpfte die Zahl der neuen Klagen um knapp drei Prozent gegen&uuml;ber 2016. Insgesamt waren 46.400 Kl&auml;ger erfolgreich. Etwa 40 Prozent der ihnen vorgelegten Bescheide erkl&auml;rten die Gerichte insgesamt f&uuml;r rechtswidrig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/325264.widerstand-gegen-willk%C3%BCr.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ein &ldquo;Erbe&rdquo; der ganz gro&szlig;en Koalition aus rot-gr&uuml;ner Schr&ouml;der\/Fischer-Regierung mit entsprechender Bundestags-Mehrheit und Schwarz-Gelb im Bundesrat, das offenbar auch heute noch &ldquo;handwerkliche&rdquo; Schw&auml;chen aufweist. Viel schlimmer d&uuml;rfte jedoch sein, dass so das Prinzip der solidarischen Hilfe ausgeh&ouml;hlt worden ist: Anstatt den finanziell Schw&auml;chsten der Gesellschaft zu helfen, werden ihnen seit dem sehr gro&szlig;e &ldquo;Steine&rdquo; in den Lebensweg geworfen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die wesentlichen Fehler der Hartz-Gesetzgebung m&ouml;chten bis heute scheinbar weder die SPD noch die Union korrigieren. Die n&auml;chsten vier Jahre d&uuml;rften dann sowohl f&uuml;r erwerbslose Personen als auch f&uuml;r die Belegschaften in den Arbeitsagenturen\/Jobcentern nicht viel einfacher werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Bomben f&uuml;r die Welt<\/strong><br>\nDie deutschen R&uuml;stungsexportregeln z&auml;hlen zu den strengsten der Welt. Doch der gr&ouml;&szlig;te deutsche R&uuml;stungskonzern will sich von diesen Regeln unabh&auml;ngig machen. &Uuml;ber Umwege exportiert die Rheinmetall AG Bomben und komplette Munitionsfabriken in L&auml;nder wie &Auml;gypten oder Saudi-Arabien. Und die Politik l&auml;sst dies ungehindert zu.<br>\nSomerset West, S&uuml;dafrika, 50 Kilometer &ouml;stlich von Kapstadt. Ein riesiges Fabrikgel&auml;nde gesichert mit hohen Stacheldrahtz&auml;unen und Wacht&uuml;rmen. Vor zehn Jahren gr&uuml;ndete der D&uuml;sseldorfer Konzern hier ein Joint-Venture mit dem s&uuml;dafrikanischen Staatskonzern Denel, die Rheinmetall Denel Munition (RDM). Hier werden Bomben und Munition sowie schl&uuml;sselfertige Bomben- und Munitionsfabriken f&uuml;r ausl&auml;ndische Kunden hergestellt. Insgesamt 39 solcher Anlagen hat RDM nach eigenen Angaben bereits verkauft.<br>\n&ldquo;RDM lebt im Wesentlichen vom Export&rdquo;, erkl&auml;rt der Journalist Guy Martin vom s&uuml;dafrikanischen &ldquo;DefenceWeb&rdquo;. &ldquo;Und es ist eines der erfolgreichsten Verteidigungsunternehmen in S&uuml;dafrika. Es hat mehr als 2000 Angestellte und weist ein ph&auml;nomenales Wachstum auf. Einige der Werke arbeiten mit Doppelschichten, weil sie so viele Auftr&auml;ge haben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/bomben-105.html\">tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Angst essen Israelkritik auf: Antisemitismus, Meinungshygiene und die Selbstzerst&ouml;rung Israels<\/strong><br>\nDie Antisemitismuskeule wird immer heftiger und infamer geschwungen. Eine Universit&auml;tslehrerin in Hildesheim verlor vor gut einem Jahr im Zuge von Unterstellungen ihre Seminart&auml;tigkeit. Auch eine Politik-Dozentin an der FU Berlin wurde vorl&auml;ufig von der Lehre entfernt. Beide wurden wegen ihrer Israelkritik als antisemitisch diffamiert. Der Musiker Roger Waters von Pink Floyd wurde wegen seiner Unterst&uuml;tzung von Boykott-Ma&szlig;nahmen, die sich gegen die Menschenrechtsverletzungen in Israel richten, an den Antisemitismus-Pranger gestellt. Die ARD beendete daraufhin die Medienpartnerschaft mit ihm und strahlt nun nicht wie geplant sein Konzert aus. J&uuml;ngst traf es den Linkenpolitiker Dieter Dehm. Im Neuen Deutschland entlarvte Daniela Dahn daraufhin die Vorw&uuml;rfe der Frankfurter Rundschau gegen Dehm nicht nur als haltlos und diffamierend, sondern als perfiden Bruch mit elementaren journalistischen Standards. Nat&uuml;rlich sind die Beschuldigten genauso wenig antisemitisch wie der Papst. Im Gegenteil: Sie engagieren sich f&uuml;r Konfliktl&ouml;sungen, Frieden und Gerechtigkeit in der Region. Es ist wie immer: Der Vorwurf des Antisemitismus ist ein wunderbares Instrument, Kritiker, St&ouml;renfriede oder Leute, die man nicht mag, zu stigmatisieren. Der Antisemitismus-Vorwurf funktioniert dabei wie wenn man jemanden mit Dreck bewirft. Es bleibt immer etwas davon h&auml;ngen. Der Verdacht l&auml;sst sich nicht widerlegen, selbst durch noch so inbr&uuml;nstige Bekenntnisse.<br>\nDas Denunziationssystem arbeitet dabei erschreckend effizient und nachhaltig. Als ich vor einigen Jahren auf einem gro&szlig;en Taz-Kongress im Berliner Haus der Kulturen der Welt im Gespr&auml;ch mit jungen Studenten auf Noam Chomsky zu sprechen kam, wiesen sie als erstes darauf hin, dass er doch irgendwie den Holocaust in Frage gestellt habe. Sie spielten auf die sogenannte &bdquo;Faurisson-Aff&auml;re&ldquo; an, die fast vierzig Jahre zur&uuml;ckliegt. Chomsky hatte damals die Meinungsfreiheit eines franz&ouml;sischen Literaturprofessors verteidigt (wie 600 andere Intellektuelle und Wissenschaftler). Der Hintergrund war, dass Faurisson gewaltsam bedroht, von der Universit&auml;t deswegen entlassen, dann u.a. zu einer Gef&auml;ngnisstrafe auf Bew&auml;hrung verurteilt wurde, weil er privat ein Pamphlet gedruckt hatte, dass die Existenz der Gaskammern in Frage gestellt hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/de\/blog\/angst-essen-israelkritik-auf-antisemitismus-meinungshygiene-und-die-selbstzerstoerung-israels\">kontext-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Eine Ehrenrettung des Skandals<\/strong><br>\n&ldquo;Ich klage an&hellip;!&rdquo; &ndash; so l&ouml;ste der Schriftsteller &Eacute;mile Zola vor 120 Jahren in der Dreyfus-Aff&auml;re einen Skandal in Frankreich aus. Ein beispielgebender Akt, sagt Soziologe Nils Markwardt, gerade aus heutiger Sicht &ndash; in Zeiten von Trump und AfD.<br>\nZolas w&uuml;tende Intervention, die ihm selbst zun&auml;chst eine Verurteilung wegen Verleumdung einbrachte, war im Nachhinein mehr als nur ein publizistischer Weckruf: Sie bildete die Geburtsstunde des engagierten Intellektuellen. Pr&auml;gte sie doch das Selbstverst&auml;ndnis unz&auml;hliger Schriftsteller, K&uuml;nstler und Philosophen als Stichwortgeber &ouml;ffentlicher Debatten. Von Kurt Tucholsky &uuml;ber Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir bis zu J&uuml;rgen Habermas und Noam Chomsky: Seit Zola galten Intellektuelle immer auch als einflussreiche Agenten des &ouml;ffentlichen Aufschreis.<br>\nHeute sieht die Situation anders aus. Zum einen haben engagierte Intellektuelle in der digital vernetzten Gesellschaft enorm an Einfluss eingeb&uuml;&szlig;t. Oder anders gesagt: &Ouml;ffentliche Debatten haben sich in den letzten 20 Jahren demokratisiert und dezentralisiert. Zum anderen steht aber auch die Emp&ouml;rung selbst zunehmend unter Verdacht. Diente sie einst als Ansto&szlig; zur Aufkl&auml;rung, fungiere sie in der daueralarmierten Mediendemokratie oft nur noch als aufmerksamkeits&ouml;konomischer Treibstoff von Populisten.<br>\nUnd tats&auml;chlich: Nicht nur scheint die politische Debatte von Skandal zu Skandal zu hecheln, sondern Politiker wie Donald Trump oder Beatrix von Storch nutzen durch gezielte Grenz&uuml;berschreitungen die reflexhafte Emp&ouml;rung f&uuml;r ihre Zwecke. Muss die Devise nunmehr also lauten: Emp&ouml;rt euch nicht? Die Antwort lautet: Ja und nein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/lehren-aus-emile-zolas-j-accuse-eine-ehrenrettung-des.2162.de.html?dram:article_id=408242\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Nato-Jets fangen zwei russische Atombomber ab<\/strong><br>\nAlarm vor der niederl&auml;ndischen K&uuml;ste: Die Nato identifiziert zwei russische &Uuml;berschallbomber in ihrem Luftraum. Die Tupolews k&ouml;nnen mit Atomwaffen best&uuml;ckt werden.<br>\nKampfflugzeuge der belgischen Luftwaffe haben bei einem Abfangman&ouml;ver &uuml;ber der Nordsee zwei russische &Uuml;berschallbomber identifiziert. Die russischen Flugzeuge vom Typ TU-160 Blackjack seien in einem Gebiet unterwegs gewesen, das zum &Uuml;berwachungsgebiet der Nato geh&ouml;re, teilten die belgischen Luftstreitkr&auml;fte mit.<br>\nAbfangj&auml;ger n&auml;herten sich mit &Uuml;berschalltempo<br>\nAuch die eigenen Abfangj&auml;ger vom Typ F-16 seien bei dem Einsatz mit &Uuml;berschallgeschwindigkeit geflogen. Nach Angaben des britischen Verteidigungsministerium wurden die russischen Bomber auch von Kampfflugzeugen der britischen Luftwaffe identifiziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/krisen\/id_83053778\/nato-jets-fangen-russische-atombomber-ab.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Hier wird von einem Unternehmen, das immer noch die Glaubw&uuml;rdigkeit eines &ouml;ffentlichen Unternehmens genie&szlig;t, Feindbildaufbau betrieben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Tatort &ndash; Die Faust<\/strong><br>\nMit einem absoluten Profi bekommen es Moritz Eisner und Bibi Fellner angesichts einer r&auml;tselhaften Mordserie zu tun. Erst t&ouml;tet der maskierte Killer einen t&auml;towierten Serben, dann den unscheinbaren georgischen Mitarbeiter einer Gro&szlig;g&auml;rtnerei und schlie&szlig;lich eine junge Mutter.<br>\nJedes Mal hinterl&auml;sst der T&auml;ter keine Spuren, jedoch eine schockierende Inszenierung: Er stellt die gesch&auml;ndeten Leichen spektakul&auml;r an Orten zur Schau, wo so viele Menschen unterwegs sind, so dass die Polizei keine verwertbaren DNA-Spuren finden kann. Ritualmorde, Sexualdelikte oder gar ein Geheimdienst-Killerkommando &ndash; Fellner und Eisner m&uuml;ssen in alle Richtungen ermitteln.<br>\nNicht einmal bei den Opfern, die allesamt unter falscher Identit&auml;t in Wien lebten, gibt es Klarheit. Als die Ermittler auf einen gemeinsamen Bekannten der Opfer sto&szlig;en, den auf Osteuropas B&uuml;rgerrechtsbewegungen spezialisierten Universit&auml;tsprofessor Nenad Ljubic, kommt endlich Bewegung in den Fall.<br>\nAuch den eiskalten Killer erwartet in dem Verwirrspiel eine &Uuml;berraschung: Ihm ist unbemerkt eine Verwechslung passiert, die seine perfekt getarnte Aktion gef&auml;hrdet. Unterdessen sto&szlig;en Eisner und Fellner auf eine Spur, deren Tragweite sie schon bald staunen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/unterhaltung\/krimi\/tatort\/sendung\/die-faust-100.html\">das erste<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Insofern interessant, als hier thematisiert wird, dass sich hinter den sogenannten Farbrevolutionen in Serbien, Georgien und der Ukraine, durch die USA gesteuerten Regime Change Aktivit&auml;ten verbergen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Das Letzte: Der Sozialstaat-Wahn wird zum Risiko f&uuml;r das ganze Land<\/strong><br>\n&bdquo;[&hellip;] der Part der Arbeitgeber an allen Sozialausgaben 2016 mit 34,1 Prozent noch etwas gr&ouml;&szlig;er als der des Staats, der 33,7 Prozent finanzierte. Die Arbeitnehmer zahlen mit 23 Prozent deutlich weniger.&ldquo;<br>\n&bdquo;In einem 45-seitigen &bdquo;Faktenpapier&ldquo;, das der WELT vorliegt, widerspricht die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverband (BDA) den lauten Klagen &uuml;ber wachsende Altersarmut, ungerechte Zwei-Klassen-Medizin, Pflegenotstand oder die sich &ouml;ffnende Schere zwischen Arm und Reich. Das Bild eines ungerechten und unzureichenden deutschen Sozialstaats sei ein Zerrbild, kritisieren die Arbeitgeber. Und sie warnen davor, die Ausgabenexplosion bei den Sozialausgaben in dieser Legislaturperiode fortzusetzen.&ldquo;<br>\n&bdquo;Geld ist reichlich vorhanden. [&hellip;] bei der angestrebten Neuauflage der gro&szlig;en Koalition wollen beide Lager offensichtlich mit einer spendablen Sozialpolitik W&auml;hlergunst zur&uuml;ckgewinnen und auf diese Weise das miserable Abschneiden von CDU, CSU und Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl vergessen machen.&ldquo;<br>\n&bdquo;&bdquo;Deutschland hat rund ein Prozent der Weltbev&ouml;lkerung, gew&auml;hrt aber rund acht Prozent aller weltweit gezahlten Sozialleistungen&ldquo;, heben die Arbeitgeber hervor.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article172429545\/Sozialstaat-Rente-Pflege-und-andere-Sicherungssysteme-kosten-mehr-als-eine-Billion.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Meinungsmache vom allerfeinsten!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-41929","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41929","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41929"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41929\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41932,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41929\/revisions\/41932"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41929"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41929"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41929"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}