{"id":41944,"date":"2018-01-17T08:35:53","date_gmt":"2018-01-17T07:35:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944"},"modified":"2018-01-17T08:35:53","modified_gmt":"2018-01-17T07:35:53","slug":"hinweise-des-tages-3039","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h01\">Linke Sammlungsbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h02\">287 Milliarden Dollar &ndash; deutscher &Uuml;berschuss bleibt gro&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h03\">SPD: Lehnt diese gro&szlig;e Koalition ab!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h04\">Befristungen, Tarif, Arbeitslose: Wo SPD und Union nachlegen m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h05\">Umrisse einer GroKo neu. Teil 3: Gesundheitspolitik und Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h06\">Global Peace Index<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h07\">Grundsteuer zeitgem&auml;&szlig; reformieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h08\">Europ&auml;ischer Schutz vor Bankenkrise: Bankenaufsicht nur mittelm&auml;&szlig;ig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h09\">VWL-Professor &uuml;ber Solidarit&auml;tszuschlag: &bdquo;Gef&auml;hrlich, den Soli abzuschaffen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h10\">Sondierungs-Milliarde f&uuml;r &bdquo;Eingliederungstitel&ldquo; der Jobcenter und Haushaltswahrheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h11\">Hohe Zahl erledigter Asylverfahren ist nur Scheinerfolg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h12\">&ldquo;Priorisiert die Pflege!&rdquo; Die neue Bundesregierung muss handeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h13\">Der Tod ist ein Kr&auml;mer aus Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h14\">Das Versicherungsgesch&auml;ft mit den Sch&uuml;lern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h15\">Die neun Br&uuml;cken zum Frieden in Korea<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h16\">Daten zu Chiles Wirtschaft manipuliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h17\">Studie zu Satire-TV: &bdquo;Die Anstalt&ldquo; ist &bdquo;produktiv&ldquo;, Jan B&ouml;hmermann &bdquo;pseudo-kritisch&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41944#h18\">Das Letzte: Leistung wird bestraft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Linke Sammlungsbewegung<\/strong><br>\nAm 17. November habe ich zu einer linken Sammlungsbewegung aufgerufen: &bdquo;Die linken Parteien in Europa, aber auch in Deutschland, verlieren immer mehr an Einfluss. Deshalb werbe ich jetzt f&uuml;r eine neue Sammlungsbewegung der Linken. Ich denke an Corbyn in Gro&szlig;britannien &ndash; eine glaubw&uuml;rdige Person und ein Programm f&uuml;r die Mehrheit. Oder Podemos und &sbquo;La France insoumise&lsquo; in Spanien und Frankreich, eine aus der Gesellschaft heraus entstehende Sammlungsbewegung all derjenigen, die mehr soziale Gerechtigkeit wollen und f&uuml;r eine friedliche Au&szlig;enpolitik eintreten. Die politische Linke verliert mehr und mehr an Einfluss. SPD und Linke haben zusammen noch nicht einmal 30 Prozent.&ldquo;<br>\nDrei Tage sp&auml;ter, am 20. November, las man im Redaktionsnetzwerk Deutschland: &bdquo;Kipping richtet einen Appell &sbquo;an alle fortschrittlichen Kr&auml;fte, kritische K&ouml;pfe und Gewerkschaften&lsquo;. Man m&uuml;sse eine Sammlungsbewegung bilden, nicht wie der franz&ouml;sische Linke Jean-Luc M&eacute;lenchon, sondern jenseits einer Partei&ldquo;! Heute hat sie das vergessen &ndash; warum nur?<br>\nIch hatte bewusst offengelassen, welche organisatorische Form eine solche Sammlungsbewegung annehmen soll, da es vermessen w&auml;re, eine solche vorzugeben. Meine innerparteilichen Gegner im B&uuml;ndnis mit stets den gleichen Journalisten machten aus der &bdquo;Sammlungsbewegung&ldquo; eine &bdquo;Spaltung&ldquo;. Auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Andere taten so, als h&auml;tte ich zur &bdquo;Neugr&uuml;ndung einer Partei&ldquo; aufgerufen, weil ich seit Jahrzehnten eine starke linke Volkspartei bef&uuml;rworte.<br>\nGerade zu einem Zeitpunkt, in der die orientierungslos gewordenen Sozialdemokraten einen Weg suchen, den Niedergang ihrer Partei zu stoppen, ist eine solche Diskussion notwendig. Best&auml;tigt wird das durch die im obigen Bild zu sehende Befragung des Meinungsforschungsinstituts Civey, an der sich bis heute (16. Januar, 10:53 Uhr) rund 9100 beteiligt haben &ndash; obwohl auch hier f&auml;lschlicherweise nach einer neuen linken Volkspartei statt nach einer Sammlungsbewegung gefragt wird.<br>\nWenn man unterstellt, dass die Zustimmung zu einer Sammlungsbewegung aus dem linken W&auml;hlerspektrum kommt und sich in Erinnerung ruft, dass die Nominierung von Martin Schulz zu einem H&ouml;henflug der SPD auf 33 Prozent f&uuml;hrte, erkennt man, dass ein beachtliches Potential in der Bev&ouml;lkerung f&uuml;r eine Politik f&uuml;r mehr soziale Gerechtigkeit vorhanden ist, das nicht abgerufen wird.<br>\nEs ist bedauerlich, dass verletzte Eitelkeit und der Neid auf andere, die &auml;hnlich popul&auml;r oder popul&auml;rer sind als man selbst, innerhalb der Linken immer wieder dazu f&uuml;hren, dass notwendige strategische Debatten unterbleiben und Chancen f&uuml;r eine st&auml;rkere Linke verspielt werden.<br>\n<a href=\"https:\/\/civey.com\/umfragen\/linke-volkspartei-lafontaine-wagenknecht\">Hier ist die Umfrage von Civey<\/a>.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/1669120106482783?pnref=story\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>287 Milliarden Dollar &ndash; deutscher &Uuml;berschuss bleibt gro&szlig;<\/strong><br>\nDiese Daten bergen politischen Z&uuml;ndstoff: Deutschland hat 2017 nach Ifo-Berechnungen erneut einen hohen &Uuml;berschuss in der Leistungsbilanz erzielt. [&hellip;]<br>\nDeutschland hat dem Ifo-Institut zufolge im vergangenen Jahr erneut den weltweit gr&ouml;&szlig;ten &Uuml;berschuss in der Leistungsbilanz erzielt. Mit umgerechnet 287 Milliarden Dollar sei er mehr als doppelt so gro&szlig; ausgefallen wie der von Exportweltmeister China mit 135 Milliarden Dollar, ergaben der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorliegende Berechnungen der M&uuml;nchner Forscher.<br>\n&bdquo;Damit lag Deutschland zum zweiten Mal in Folge vor allen anderen L&auml;ndern&ldquo;, sagte Ifo-Experte Christian Grimme zu Reuters. Noch vor China auf Platz zwei schob sich diesmal Japan, das einen &Uuml;berschuss von etwa 203 Milliarden Dollar erwirtschaftete. Der Au&szlig;enhandelsverband BGA pl&auml;diert daf&uuml;r, die Importe hochzufahren, um die enormen &Uuml;bersch&uuml;sse zu dr&uuml;cken.<br>\nDie Daten sind brisant: Deutschland wird wegen seines enormen &Uuml;berschusses von US-Pr&auml;sident Donald Trump kritisiert, aber auch vom Internationalen W&auml;hrungsfonds (IWF) und der EU-Kommission. Letztere h&auml;lt &Uuml;bersch&uuml;sse von dauerhaft mehr als sechs Prozent des Bruttoinlandsproduktes f&uuml;r stabilit&auml;tsgef&auml;hrdend, da L&auml;ndern mit &Uuml;bersch&uuml;ssen solche gegen&uuml;berstehen, die Defizite haben und sich verschulden m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/leistungsbilanz-287-milliarden-dollar-deutscher-ueberschuss-bleibt-gross\/20850958.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Importe zu steigern, ist sicherlich die richtige Strategie. Doch wie soll das mit einer Bundesregierung gelingen, egal ob in der Jamaika- oder der GroKo-Version, wenn die sich jeweils als erstes Schwarze Nullen und keine Neuverschuldung auf die Fahnen schreibt? Ohne massive staatliche Investitionen auf deutscher Seite werden die Ungleichgewichte in der Leistungsbilanz nicht verschwinden.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Deutschland &ndash; der &uuml;berm&auml;chtige Konkurrent<\/strong><br>\nDeutschland hat 2017 so viel Auslandsverm&ouml;gen aufgebaut wie kein anderes Land. Doch die Gewinne Deutschlands sind die Schulden der anderen. Ob die je zur&uuml;ckgezahlt werden, ist fraglich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/analyse-zum-leistungsbilanzueberschuss-deutschland-der-uebermaechtige-konkurrent\/20852196.html%20\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Norbert H&auml;rings Artikel zum Leistungsbilanz&uuml;berschuss ist nat&uuml;rlich viel fundierter als der &uuml;bliche Bl&ouml;dsinn in SPIEGEL, FAZ &amp; WELT &ndash; aber ganz verstehe ich auch seine Logik nicht. Warum sollen &ldquo;alternde Gesellschaften&rdquo; a) &Uuml;bersch&uuml;sse bilden und b) diese im Ausland anlegen, um Zinsen zu erhalten? Warum soll es nicht m&ouml;glich und viel sinnvoller sein, die inl&auml;ndische Infrastruktur und das restliche Realkapital weiterzuentwickeln, was im &Uuml;brigen ohne &Uuml;bersch&uuml;sse und aus Krediten finanziert werden kann?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>SPD: Lehnt diese gro&szlig;e Koalition ab!<\/strong><br>\nWer Ungleichheit beenden will, muss Steuern erh&ouml;hen. Das ist nur einer von vielen Gr&uuml;nden, warum der SPD-Parteitag nicht f&uuml;r Gespr&auml;che mit der Union stimmen sollte. [&hellip;]<br>\nDas Ergebnis der Sondierungen zeugt von einer zuk&uuml;nftigen Koalition der Not und nicht von einer Koalition der Leidenschaft, der gemeinsamen politischen Herzensideen. Nur wie soll eine Koalition der Not vier Jahre lang halten? Und wie wollen die beiden gro&szlig;en Parteien die Menschen f&uuml;r ihre Politik begeistern, wenn sie selbst nicht an ein gemeinsames Projekt glauben? Es gibt au&szlig;erdem viele inhaltliche Punkte in dem Sondierungspapier, die eine sozialdemokratische Partei nicht mittragen kann. Im Bereich Migration zum Beispiel hat man das Gef&uuml;hl, dass sich weder Union noch SPD bei den Verhandlungen durchgesetzt haben, sondern vor allem die AfD. Union und SPD wollen nun mehr Abschiebezentren zu schaffen. Au&szlig;erdem soll es eine Obergrenze geben, die nicht mehr Obergrenze hei&szlig;t. Der Familiennachzug f&uuml;r Kriegsfl&uuml;chtlinge mit niedrigerem Schutzstatus soll stark begrenzt werden. Wenn wir eine solche Politik in Deutschland umsetzen, dann m&uuml;ssen wir zuk&uuml;nftig nicht mehr mit dem erhobenen Zeigefinger nach Ungarn oder &Ouml;sterreich zeigen. Dieses Vorgehen ist nicht mit den Grundwerten der Sozialdemokratie vereinbar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2018-01\/regierungsbildung-spd-kritik-ablehnung-grosse-koalition-basis\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Befristungen, Tarif, Arbeitslose: Wo SPD und Union nachlegen m&uuml;ssen<\/strong><br>\nDGB fordert konkrete Regelungen und gesicherte Finanzierung<br>\nBesser, aber noch lange nicht gut: Im Vergleich zu den Jamaika-.Verhandlungen enth&auml;lt das Sondierungspapier von Union und SPD durchaus positive Ans&auml;tze f&uuml;r Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Doch es gibt noch viel zu tun &ndash; und einige Kernforderungen der Gewerkschaften wurden nicht erf&uuml;llt, kritisiert DGB-Vorstand Annelie Buntenbach.<br>\nF&ouml;rderung von Langzeitarbeitslosen, St&auml;rkung der Tarifbindung, Mitsprache bei der Arbeitszeit und die Abschaffung von sachgrundlosen Befristungen: F&uuml;r die taz hat DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach die Ergebnisse der Sondierungsgespr&auml;che von CDU, CSU und SPD bewertet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++b09dfd50-f9da-11e7-a5f4-52540088cada\">DGB<\/a>\n<p><strong>dazu: Gewerkschaften f&uuml;r Gro&szlig;e Koalition<\/strong><br>\nVerdi-Chef Frank Bsirske wirbt f&uuml;r eine Gro&szlig;e Koalition. Union und SPD h&auml;tten in den Sondierungen eine Reihe von Verabredungen getroffen, die Arbeitnehmern sp&uuml;rbare Vorteile br&auml;chten, sagte Bsirske dem Handelsblatt. Als Beispiele nannte der Gewerkschafter die Festlegungen zur Rente, die R&uuml;ckkehr zur parit&auml;tischen Finanzierung in der Krankenversicherung und die St&auml;rkung von Pflege und fr&uuml;hkindlicher Bildung.<br>\n&bdquo;Allerdings gibt es noch einige Punkte, die in Koalitionsverhandlungen deutlich verbessert werden m&uuml;ssen&ldquo;, sagte Bsirske. Dies betreffe unter anderem die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen oder die St&auml;rkung des Tarifvertragssystems. &bdquo;Notwendige Zukunftsinvestitionen in Infrastruktur, Bildung, Pflege, Breitbandausbau, Verkehr und Wohnen sind das Gebot der Stunde, sollten aber finanziell noch st&auml;rker ausgepr&auml;gt werden&ldquo;, forderte der Verdi-Vorsitzende.<br>\nAuch DGB-Vorsitzender Reiner Hoffmann hat die SPD aufgefordert, in f&ouml;rmliche Verhandlungen &uuml;ber eine Koalition mit der Union einzusteigen. &bdquo;Diese gro&szlig;e Koalition ist in der Summe besser als das, was wir mit Jamaika jemals erreicht h&auml;tten&ldquo;, sagte Hoffmann am Montag dem Radiosender MDR aktuell. (&hellip;)<br>\nNat&uuml;rlich gebe es auch Schwachstellen, sagte Hoffmann. Man k&ouml;nne aber &bdquo;doch nicht die Augen verschlie&szlig;en und sagen: Ich nehme das alles nicht und lasse das alles liegen.&ldquo; Das w&auml;re nicht angemessen. Der Chef des Deutschen Gewerkschaftsbunds betonte, die Diskussion in der SPD sei &bdquo;total nachvollziehbar und ist auch richtig&ldquo;. Er gehe aber davon aus, dass die SPD-F&uuml;hrung am Ende auf dem Parteitag am 21. Januar eine klare Unterst&uuml;tzung bekomme.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/regierungsbildung-gewerkschaften-fuer-grosse-koalition\/20847798.html\">Handelsblatt<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar scheinen f&uuml;hrende Gewerkschaftsvertreter wie die Herren Bsirske und Hoffmann der allgemeinen Sprachregelung der SPD-Spitze zu folgen. Meinen auch sie allen Ernstes, in Koalitionsverhandlungen k&ouml;nne die SPD wesentliche Verbesserungen insbesondere f&uuml;r die Arbeitnehmerschaft erreichen? Ist die Behauptung nicht vielmehr ein Trick des Spitzenpersonals der SPD, w&auml;hrend der Koalitionsverhandlungen mit der Union noch Verbesserungen erzielen zu k&ouml;nnen, um die Mehrheit der Delegierten auf Kurs zu bringen? Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h02\">Die Rettung der SPD liegt weder in der Regierung noch in der Opposition<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Umrisse einer GroKo neu. Teil 3: Gesundheitspolitik und Pflege<\/strong><br>\n&raquo;Sie sind &uuml;berall, sie werden gezogen, gesetzt und &uuml;berschritten: die roten Linien. Angemahnt mal vom Beamtenbund, mal vom FDP-Politiker und Jamaika-Aus-Sch&ouml;pfer Christian Lindner&laquo;, so Johann Schloemann, der sich auf die Suche nach der Herkunft dieser Floskel gemacht hat. &raquo;Im &ldquo;Red Line Agreement&rdquo; von 1928 vereinbarten die gro&szlig;en &Ouml;lfirmen in der Turkish Petroleum Company ein Kartell: In den Grenzen des untergegangenen Osmanischen Reiches d&uuml;rfe keine der &Ouml;lgesellschaften auf eigene Faust agieren. Nicht ganz klar waren ihnen die Grenzen, bis sie, so wird erz&auml;hlt, mit einem roten Buntstift auf der Karte eingezeichnet wurden. Von dort wanderte der Begriff in die amerikanische Diplomatiesprache und wurde inflation&auml;r.&laquo; Und dann das: &raquo;Die rote Linie f&uuml;r rote Linien ist die Nichtdurchsetzbarkeit: als Barack Obama seine leeren Drohungen gegen&uuml;ber Syrien aussprach, vermutete der republikanische Senator John McCain, die rote Linie sei &ldquo;offenbar mit Zaubertinte geschrieben&rdquo;.&laquo; Das leitet hervorragend &uuml;ber zum dritten Themenfeld der Serie &ldquo;Umrisse einer GroKo neu&rdquo;: Gesundheitspolitik und Pflege.<br>\nHier gab es sogar dunkelrote Linien &ndash; vor der Sondierung: Noch Ende November 2017 musste man diese knallharte Ansage zur Kenntnis nehmen: &raquo;SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach nannte die B&uuml;rgerversicherung ein &ldquo;zentrales Anliegen&rdquo; seiner Partei. Die SPD wolle eine &ldquo;B&uuml;rgerversicherung mit einem gemeinsamen Versicherungsmarkt ohne Zwei-Klassen-Medizin&rdquo;, sagte der Gesundheitsexperte &hellip; Wenn die Union der SPD nicht entgegen komme, werde es Neuwahlen geben.&laquo; Nun wird es m&ouml;glicherweise &ndash; wer wei&szlig; das schon in diesen Tagen &ndash; Neuwahlen geben, aber nicht, weil die SPD in den Sondierungsgespr&auml;chen auf der &ldquo;B&uuml;rgerversicherung&rdquo; bestanden hat, ganz und gar nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de\/2018\/01\/umrisse-einer-groko-neu-teil-3-gesundheitspolitik-und-pflege.html\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die Teile 1 und 2 k&ouml;nnen Sie <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41913#h02\">hier<\/a> bzw. <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41929#h05\">hier<\/a> nachlesen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Global Peace Index<\/strong><br>\nInsgesamt unterteilt der World Peace Index derzeit 162 L&auml;nder in 5 Hauptkategorien, wobei basierend auf dem Schulnotensystem die Kategorie 1 f&uuml;r die friedlichste Region bzw. die 5 f&uuml;r die Region mit der h&ouml;chsten Gewaltstatistik gilt.\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180117-hdt-01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180117-hdt-01-small.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/wiki\/Global_Peace_Index\">Wikipedia<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Thilo Haase:<\/strong> Nat&uuml;rlich wird Russland auf dem Weltfriedensindex als eines der unfriedlichsten L&auml;nder markiert, w&auml;hrend die USA neutral im Mittelfeld liegen. Bei Durchsicht der 24 Kriterien die dem zugrunde liegen sollen, frage ich mich, wie so ein Ergebnis zustande kommen kann?<\/em><\/p>\n<p><em>Aufmerksam gemacht wurde ich hierauf von meinem Sohn, da mit dieser Statistik und Grafik im Unterricht des Abiturfachs Politikwissenschaft in Berlin gearbeitet wird. Und nat&uuml;rlich hat dies rein gar nichts mit Tiefenindoktrination zu tun. Es ist wertneutrale Wissenschaft.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Grundsteuer zeitgem&auml;&szlig; reformieren<\/strong><br>\nDie Grundsteuer-Einheitswerte von 1964 und 1935 sind offensichtlich verfassungswidrig. Die Bundesregierung verschleppt seit Jahren eine unvermeidliche Reform. Wenn deswegen das Verfassungsgericht die Steuer aussetzt, brechen den Kommunen massiv Einnahmen weg. Das w&auml;re fatal f&uuml;r ohnehin chronisch unterfinanzierte St&auml;dte und Gemeinden&ldquo;, kommentiert Fabio De Masi, Finanz- und Steuerexperte der Fraktion DIE LINKE, die heutige m&uuml;ndliche Verhandlung des Bundesverfassungsgerichts &uuml;ber die Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit der Grundsteuer-Einheitswerte. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Ein Reformentwurf der Bundesl&auml;nder lag 2016 vor, aber die Bundesregierung sabotierte eine Befassung des Bundestages. Sie tr&auml;gt somit die Verantwortung f&uuml;r das m&ouml;gliche finanzielle Desaster der Kommunen. Eine Kompensation aus Bundesmitteln w&auml;re n&ouml;tig, genauso wie eine gerechte und verfassungsfeste Reform.<br>\nEine Aktualisierung der veralteten Einheitswerte w&auml;re aufw&auml;ndig, aber auch f&uuml;r die Reform bzw. Wiedererhebung der Erbschafts- und Verm&ouml;genssteuer unabdingbar. Um die Grundsteuer gerechter zu gestalten, ist eine Orientierung am Verkehrswert denkbar. Auch Elemente einer Bodenwertsteuer sind zu erw&auml;gen, um Mieten zu d&auml;mpfen und Bodenspekulation zu verhindern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/grundsteuer-zeitgemaess-reformieren\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Europ&auml;ischer Schutz vor Bankenkrise: Bankenaufsicht nur mittelm&auml;&szlig;ig<\/strong><br>\nDer Europ&auml;ische Rechnungshof deckt M&auml;ngel bei der EZB auf. Die gibt nicht alle Dokumente heraus. Ein Crash wie 2008 k&ouml;nnte sich wiederholen.<br>\nDie Eurozone ist besser auf eine Bankenkrise vorbereitet als beim gro&szlig;en Crash 2008 &ndash; doch krisenfest ist sie noch lange nicht. Zu diesem Schluss kommt der Europ&auml;ische Rechnungshof in einem Gutachten &uuml;ber die neue Bankenaufsicht unter dem Dach der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB).<br>\nVor allem fehlten objektive Kriterien dar&uuml;ber, wann eine Bank sich in einer Krise befindet, erkl&auml;rten die Rechnungspr&uuml;fer. Die EZB habe sich zudem geweigert, einige vom Rechnungshof angeforderte Dokumente und Unterlagen herauszugeben. Dadurch sei es nicht m&ouml;glich gewesen, die Effizienz des Krisenmanagements umfassend einzusch&auml;tzen. Die Haltung der EZB, keine Rechenschaft &uuml;ber ihre internen Entscheidungsprozesse abzulegen, sei &bdquo;nicht zufriedenstellend&ldquo;, kritisierte Rechnungspr&uuml;fer Kevin Cardiff.<br>\nDie Bankenaufsicht ist Teil der nach der Finanz- und Eurokrise gegr&uuml;ndeten Bankenunion. Die EZB soll mehr als 100 systemrelevante Gro&szlig;banken &uuml;berwachen. Dazu z&auml;hlt auch die Deutsche Bank, die wegen des Investmentbankings vom IWF als das weltweit gef&auml;hrlichste Geldinstitut eingestuft worden war. [&hellip;]<br>\nDie Rechnungspr&uuml;fer hatten der EZB schon im Zuge der Aufarbeitung der Griechenland-Krise mangelnde Transparenz vorgeworfen. Die Zentralbank habe den Pr&uuml;fauftrag des Rechnungshofs infrage gestellt und keine Ausk&uuml;nfte erteilt, hie&szlig; es. Immerhin hat die EZB nun zugesagt, sechs der acht Empfehlungen der Rechnungspr&uuml;fer umzusetzen. So will sie versuchen, die Warnsignale f&uuml;r Bankenkrisen fr&uuml;her zu erkennen und schneller zu reagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Europaeischer-Schutz-vor-Bankenkrise\/!5474737\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>VWL-Professor &uuml;ber Solidarit&auml;tszuschlag: &bdquo;Gef&auml;hrlich, den Soli abzuschaffen&ldquo;<\/strong><br>\nVon den Steuerpl&auml;nen der Union und SPD profitiert das reichste F&uuml;nftel, sagt Sebastian Dullien. Das Geld reiche au&szlig;erdem gar nicht, um den Soli ganz abzuschaffen.<br>\ntaz: Herr Dullien, Union und SPD haben in ihren Sondierungen beschlossen, &bdquo;ins&shy;besondere untere und mittlere Einkommen&ldquo; beim Soli&shy;darit&auml;tszuschlag zu entlasten. Was also spart ein Durchschnittsverdiener k&uuml;nftig beim Soli?<br>\nSebastian Dullien: Gar nichts. Statistiken zeigen, dass die untere H&auml;lfte der Steuerzahler &uuml;berhaupt keinen Soli abf&uuml;hrt. Um es konkret zu machen: Eine Familie mit zwei Kindern zahlt erst bei einem Jahreseinkommen von 52.000 Euro einen Soli. Ein so hohes Einkommen erreichen viele &uuml;berhaupt nicht.<br>\nWer profitiert also?<br>\nDie Besserverdienenden. Vor allem das reichste F&uuml;nftel.<br>\nAber im Sondierungspapier steht doch, dass nur die unteren 90 Prozent der Soli-Zahler entlastet werden sollen. Wieso profitieren dann doch vor allem die Wohlhabenden?<br>\nDas Sondierungspapier stellt da eine Falle: Da die untere H&auml;lfte gar keinen Soli zahlt, bedeuten &bdquo;90 Prozent aller Soli-Zahler&ldquo;, dass faktisch 95 Prozent der Haushalte vom Soli befreit werden sollen. Nur die obersten f&uuml;nf Prozent werden nicht entlastet.<br>\nWie viel w&uuml;rde ein Haushalt sparen, der ein Einkommen von 100.000 Euro im Jahr hat?<br>\nDas wei&szlig; momentan niemand. Denn das Geld reicht gar nicht, um den Soli abzuschaffen. Union und SPD wollen 10 Milliarden Euro ausgeben &ndash; in vier Jahren. Es w&uuml;rde aber fast 10 Milliarden pro Jahr kosten, die unteren 90 Prozent der Soli-Zahler zu entlasten.<br>\nEs fehlen also 30 Milliarden. Wie k&ouml;nnte diese L&uuml;cke geschlossen werden?<br>\nDie wahrscheinlichste Option w&auml;re: Man schafft den Solidarzuschlag erst im Jahr 2021 teilweise ab. Dann w&uuml;rde es in dieser Legislatur nur 10 Milliarden kosten. Aber f&uuml;r die Wohlhabenden w&auml;re es trotzdem ein gutes Gesch&auml;ft: Denn die Abschaffung w&auml;re ja f&uuml;r immer, sodass ihnen fortan jedes Jahr wieder 10 Milliarden geschenkt w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5477099\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sehr wichtiger Hinweis &ndash; die meisten Menschen verstehen das Steuersystem und die Wirkung von Einkommensteuersenkungen nicht so gut und freuen sich &uuml;ber Steuersenkungen. Aber wenn es hei&szlig;t, &ldquo;Die Besserverdienenden [profitieren]. Vor allem das reichstes F&uuml;nftel.&rdquo; &ndash; nun: das ist die Klientel, f&uuml;r die die SPD Politik macht. Konsequent seit 1999 (s. Senkung des K&ouml;rperschaftsteuersatzes und des Spitzensteuersatzes, Abgeltungsteuer, Abschaffung der Steuer auf Ver&auml;u&szlig;erungsgewinne, Abschaffung der Erbschaftsteuer f&uuml;r Unternehmenserben, Hartz IV und Leiharbeit und und und). Das hier ist kein Versehen der SPD, das ist Absicht &ndash; seit 1999.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sondierungs-Milliarde f&uuml;r &bdquo;Eingliederungstitel&ldquo; der Jobcenter und Haushaltswahrheit<\/strong><br>\nEin Ergebnis der &bdquo;Sondierungsgespr&auml;che von CDU, CSU und SPD&ldquo; (Finale Fassung vom 12.01.2018) lautet: &bdquo;Mit einem ganzheitlichen Ansatz wollen wir die Qualifizierung, Vermittlung und Reintegration von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt vorantreiben. Dazu schaffen wir ein neues Regelinstrument im SGB II &bdquo;Teilhabe am Arbeitsmarkt f&uuml;r alle&ldquo; und erm&ouml;glichen auch in den L&auml;ndern den Passiv-Aktiv-Transfer. Wir stellen uns eine Beteiligung von 150 000 Menschen vor. Die Finanzierung des Programms muss &uuml;ber den Eingliederungstitel gew&auml;hrleistet werden, den wir hierf&uuml;r um eine Mrd. Euro j&auml;hrlich aufstocken werden.&ldquo; Die BIAJ-Materialien vom 15. Januar 2018 mit zwei Anmerkungen zur &ldquo;Sondierungs-Milliarde&rdquo;, zur Haushaltswahrheit und zur &ldquo;Teilhabe am Arbeitsmarkt&rdquo; f&uuml;r 556 Euro pro Monat finden Sie hier: <a href=\"http:\/\/www.biaj.de\/images\/2018-01-15_sondierungs-milliarde-eingliederungstitel-haushaltswahrheit.pdf\">Download_BIAJ20180115<\/a> (PDF: zwei Seiten)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.biaj.de\/archiv-materialien\/1026-sondierungs-milliarde-fuer-eingliederungstitel-der-jobcenter-und-haushaltswahrheit.html\">BAIJ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hohe Zahl erledigter Asylverfahren ist nur Scheinerfolg<\/strong><br>\n&bdquo;Die hohe Zahl erledigter Asylverfahren ist keine Erfolgsbilanz. Die zahlreichen M&auml;ngel in den Asylbescheiden des BAMF, die auch mit politischen Vorgaben f&uuml;r eine restriktive Asylpolitik zu erkl&auml;ren sind, f&uuml;hren dazu, dass die Asylpr&uuml;fung in gro&szlig;em Umfang den &uuml;berlasteten Gerichten aufgeb&uuml;rdet wird. Das zeigt die von der LINKEN erfragte hohe Erfolgsquote von Gefl&uuml;chteten bei den Gerichten. Hier werden Entscheidungen am Flie&szlig;band produziert, die dem hohen Rechtsgut Asyl h&auml;ufig nicht ann&auml;hernd gerecht werden&ldquo;, erkl&auml;rt Ulla Jelpke, Innenpolitikerin der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der heute von Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re und BAMF-Chefin Jutta Cord vorgestellten Asylzahlen f&uuml;r das 4. Quartal 2017. Die Abgeordnete weiter:<br>\n&bdquo;Aktuell sorgen etwa 150.000 vorgezogene Widerrufspr&uuml;fungen infolge des f&auml;lschlich als Fl&uuml;chtling aufgetretenen rechtsextremen Bundeswehroffiziers Franco A. f&uuml;r unn&ouml;tige Mehrarbeit im BAMF, die von den eigentlichen Aufgaben ablenken: Qualit&auml;tsverbesserungen im Verfahren, interne &Uuml;berpr&uuml;fung ablehnender Bescheide und die Weiterqualifizierung des Personals. Die eigenen Zielsetzungen hat das BAMF klar verfehlt: den Abbau der Altverfahren bis Ende 2016 und schnelle Asylpr&uuml;fungen innerhalb von l&auml;ngstens f&uuml;nf Monaten. &Uuml;ber die durchschnittliche Asylverfahrensdauer im BAMF wird seitens des Innenministeriums nicht mehr gerne gesprochen. Das wundert nicht, denn im 3. Quartal 2017 lag diese immer noch bei zehn Monaten, zuz&uuml;glich einer Wartezeit bis zur Asylantragstellung von bis zu vier Monaten. Dabei gab es Anfang M&auml;rz 2016 eine schriftliche Vereinbarung zwischen dem Bundesinnenministerium und dem damaligen BAMF-Chef Frank-J&uuml;rgen Weise, die Asylverfahrensdauern noch im Jahr 2016 ab erster Registrierung im Durchschnitt auf f&uuml;nf Monate zu senken. Das entsprach Vereinbarungen auf dem Fl&uuml;chtlingsgipfel vom Herbst 2015, diese Zusage des Bundes gegen&uuml;ber den L&auml;ndern wurde also gebrochen. Die Verantwortung daf&uuml;r tr&auml;gt der Innenminister.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/hohe-zahl-erledigter-asylverfahren-ist-nur-scheinerfolg\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><strong>dazu: Deutsche Asylpolitik: Abschreckung aus Prinzip<\/strong><br>\nDie Fl&uuml;chtlingszahlen sinken, den Alarmisten in der deutschen Politik kommt nach und nach die Arbeitsgrundlage abhanden. Trotzdem sind sch&auml;rfere Ma&szlig;nahmen geplant als je zuvor.<br>\nDie Zahl der Asylantr&auml;ge ist deutlich gesunken, das Tempo bei der Erledigung von &ldquo;Altf&auml;llen&rdquo; hat sich erh&ouml;ht. Und beim Antragsstau wurden 2017 &ldquo;R&uuml;ckst&auml;nde abgebaut&rdquo; &ndash; wer dem Bundesinnenminister am Dienstag bei der Pr&auml;sentation der Asylzahlen zuh&ouml;rte, konnte sich schon mal vorkommen wie in einer Werbesendung.<br>\nKnapp 187 000 Asylsuchende wurden vergangenes Jahr in Deutschland registriert, ein Drittel weniger als 2016 und vier F&uuml;nftel weniger als 2015. Beim Bundesamt f&uuml;r Migration und Fl&uuml;chtlinge ist die Zahl anh&auml;ngiger Verfahren wieder auf dem Stand von 2013. Nein, f&uuml;r einen &ldquo;Krisenmodus&rdquo; gebe es keinen Anlass mehr, aber es sei noch viel zu tun, fasste Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) die Lage zusammen.<br>\nMan k&ouml;nnte es aber auch anders ausdr&uuml;cken: Obwohl den Alarmisten und Angstmachern in der Fl&uuml;chtlingspolitik nach und nach die Arbeitsgrundlage abhandenkommt, sind sch&auml;rfere Ma&szlig;nahmen zur Reduzierung der Asylbewerberzahlen geplant als je zuvor in Deutschland.<br>\nSo haben sich Union und SPD etwa auf den Bau neuer Ankunfts- und R&uuml;ckf&uuml;hrungszentren verst&auml;ndigt. Asylverfahren sollen dort k&uuml;nftig von Anfang bis Ende abgewickelt werden. Das geht schneller und ist effektiver, hoffen die Beh&ouml;rden. Menschen aus Maghreb-Staaten, die in Zukunft als sichere Herkunftsl&auml;nder gelten sollen, will man beispielsweise in solchen Gewahrsamen bis zur Abschiebung festhalten.<br>\nKommt Zeit, kommt Idee<br>\nWas aber, wenn ein Land wie Marokko sie nicht zur&uuml;cknimmt? Was, wenn das R&uuml;ckf&uuml;hrungszentrum voll l&auml;uft? Dann m&uuml;sse man die Dinger eben gr&ouml;&szlig;er bauen, sagen die Bef&uuml;rworter solcher Einrichtungen. Was drinnen vorgeht in den geplanten Riesenk&auml;sten mag man sich lieber nicht zu genau vorstellen.<br>\nKommt Zeit, kommt Idee, ist da die Devise des Innenministers. Der Teufel, so r&auml;umte er am Dienstag ein, liege hier noch &ldquo;im Detail&rdquo;. Es darf aber auch gefragt werden, wie sichergestellt werden soll, dass unbegleitete minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge in solchen Einrichtungen k&uuml;nftig nicht unter die R&auml;der kommen. Denn auch sie sollen in R&uuml;ckf&uuml;hrungszentren bleiben, bis ihre Identit&auml;t festgestellt ist.<br>\nDas Prinzip der Abschreckung hat sich durchgesetzt, auch in der SPD. In der Fl&uuml;chtlingspolitik hat sie das Heft an die Union abgegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/deutsche-asylpolitik-abschreckung-aus-prinzip-1.3827375\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&ldquo;Priorisiert die Pflege!&rdquo; Die neue Bundesregierung muss handeln<\/strong><br>\nDa macht ein Azubi in einer TV-Sendung mit Kanzlerin Merkel seinem &Auml;rger Luft &ndash; und pl&ouml;tzlich sprechen alle &uuml;ber die Zust&auml;nde in der Pflege. Dabei sind die Probleme nicht neu &ndash; und &ldquo;politische Verantwortung wird nicht erst dringlich, wenn YouTube-Videos millionenfach aufgerufen werden&rdquo;, schreibt DGB-Vorstand Annelie Buntenbach in der Frankfurter Rundschau.<br>\nG&auml;be es eine Goldene Kamera der Arbeitswelt, Alexander Jorde h&auml;tte sie verdient. Der Altenpfleger-Azubi befragte w&auml;hrend des Wahlkampfs in einer TV-Sendung Kanzlerin Merkel kenntnisreich und w&uuml;tend zu den Missst&auml;nden in der Pflege. Weitere Auftritte folgten und jetzt reden alle &uuml;ber Pflege. Gut so. Aber warum brauchen wir ein Medien-Ph&auml;nomen, um Zust&auml;nde anzuprangern, die viele von uns t&auml;glich selbst erleben? Als gestresste, schlecht bezahlte Pflegerin oder Tochter eines kranken oder pflegebed&uuml;rftigen Menschen.<br>\nPolitische Verantwortung wird nicht erst dringlich, wenn YouTube-Videos millionenfach aufgerufen werden. Politik muss vor allem daf&uuml;r sorgen, dass Pflegeleistungen ausreichend finanziert werden. Pflege darf nicht arm machen, weder die Pflegebed&uuml;rftigen noch ihre Angeh&ouml;rigen. Die Leistungen m&uuml;ssen parallel zu L&ouml;hnen und Inflation gesetzlich garantiert angehoben werden. Das ist bezahlbar, wenn wir die Pflege von Menschen zu einer Priorit&auml;t machen. Wir k&ouml;nnten zum Beispiel die Beitragsbemessungsgrenze erh&ouml;hen, Beitr&auml;ge auf Kapitaleink&uuml;nfte erheben und gesamtgesellschaftliche Aufgaben &uuml;ber Steuern finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++29c1a9c2-f9f2-11e7-9a10-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Tod ist ein Kr&auml;mer aus Deutschland<\/strong><br>\nDie ARD zeigt, wie die Waffenschmiede Rheinmetall die Gesetzgeber austrickst und an der humanit&auml;ren Katastrophe in Jemen verdient.<br>\nDas Prinzip ist einfach. Ein Konzern gr&uuml;ndet eine Firma im Ausland. Die liefert ihre Produkte in einen weiteren Staat &ndash; und der Konzern macht im Stammland den Profit. Das Prinzip ist so einfach, dass man sich wundert, dass der Gesetzgeber nichts dagegen unternommen hat. Denn die Produkte sind Waffen: M&ouml;rser, Bomben, Panzer. Die fallen unter das Gesetz &uuml;ber die Kontrolle von Kriegswaffen, will sagen, sie d&uuml;rften laut bundesdeutscher Bestimmungen nicht exportiert werden in L&auml;nder, &bdquo;die in bewaffnete Auseinandersetzungen verwickelt sind oder wo eine solche droht&ldquo;.<br>\nSie werden aber exportiert. Nach Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, &Auml;gypten.  Die f&uuml;hren Krieg, gegen den Jemen. Und das tun diese Staaten auch mit deutschen Waffen, geliefert vom D&uuml;sseldorfer Konzern Rheinmetall. Nat&uuml;rlich nicht direkt von Rheinmetall, das d&uuml;rfte die Firma ja nicht, siehe oben. Aber sie macht trotzdem j&auml;hrlich hunderte von Millionen Euro Umsatz in besagten L&auml;ndern. Denn sie hat Ableger im Ausland gegr&uuml;ndet, in Sardinien zum Beispiel, oder in S&uuml;dafrika. Von dort gelangen die todbringenden Ger&auml;te dann nach Saudi-Arabien, und dessen Milit&auml;r setzt sie gegen die Soldaten und Zivilisten in Jemen ein. Das haben jetzt  Philipp Gr&uuml;ll und Karl Hoffmann in einem Dokumentarfilm mit dem Titel &bdquo;Bomben f&uuml;r die Welt&ldquo; belegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/kultur\/netz-tv-kritik-medien\/tv-kritik\/bomben-fuer-die-welt-ard-der-tod-ist-ein-kraemer-aus-deutschland-a-1427375\">FR Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Versicherungsgesch&auml;ft mit den Sch&uuml;lern<\/strong><br>\nLehrer in Baden-W&uuml;rttemberg verteilen jedes Jahr Angebote f&uuml;r Zusatzversicherungen an ihre Sch&uuml;ler &ndash; im Auftrag des Kultusministeriums. Verbrauchersch&uuml;tzer sind alarmiert.<br>\n&ldquo;Den musst du ausf&uuml;llen, Mama.&rdquo; Mit diesen Worten legten die beiden S&ouml;hne von Juliane S. ihr jeweils einen hellgr&uuml;nen Zettel hin. Sie kannte das schon. Am ersten Schultag nach den Ferien bringen die beiden, zehn und elf Jahre alt, immer diverse Schreiben der Schule nach Hause. Und einer ist immer hellgr&uuml;n. Es ist ein &ldquo;Versicherungsausweis f&uuml;r die Sch&uuml;ler-Versicherungen&rdquo;.<br>\nZu Schuljahresbeginn werden in Baden-W&uuml;rttemberg an staatlichen und privaten Schulen von den Klassenlehrern Versicherungspolicen an die Sch&uuml;ler verteilt. Im w&uuml;rttembergischen Teil des Bundeslandes die der W&uuml;rttembergischen Gemeinde-Versicherung AG (WGV) und im badischen Teil des Landes die des Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verbandes (BGV). Die einen sind hellgr&uuml;n, die anderen rosa.<br>\nAlle 1,5 Millionen Sch&uuml;ler bekommen eine Police ausgeh&auml;ndigt, verbunden mit der Bitte des Lehrers, den Vertrag inklusive der f&auml;lligen Rate wieder abzugeben. Die Versicherung kostet nicht viel, nur einen Euro pro Schuljahr. &ldquo;Da hinterfragst du das gar nicht&rdquo;, sagt die 44-J&auml;hrige.<br>\nWie der Mutter aus Esslingen geht es Hunderttausenden Eltern in Baden-W&uuml;rttemberg. Sie unterschreiben, geben ihren Kindern den Euro mit und vergessen die Angelegenheit wieder. Manche f&uuml;llen auch eine der Zusatzversicherungen aus f&uuml;r Garderobe (ein Euro), Fahrrad (sechs Euro), Musikinstrumente (sechs Euro) und f&uuml;r Internatssch&uuml;ler (sechs bis sieben Euro). Inbegriffen sind neben einer Haftpflicht-, auch eine Unfall- und Sachschadensversicherung.<br>\nDabei ist eine Sch&uuml;lerzusatzversicherung nach Ansichten von Branchenkennern kaum notwendig. Alle 1,5 Millionen Sch&uuml;ler an den 4062 allgemeinbildenden und den 784 beruflichen Schulen zwischen Konstanz und Mannheim sind per Gesetz ohnehin unfallversichert. Und die meisten Familien haben auch schon Haftpflichtversicherungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/lebenundlernen\/schule\/baden-wuerttemberg-lehrer-verteilen-angebote-fuer-unnoetige-zusatzversicherungen-a-1187379.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die neun Br&uuml;cken zum Frieden in Korea<\/strong><br>\nEs sagt einiges &uuml;ber die Ausrichtung der Mainstream-Medien, dass der Moon-Putin-Plan f&uuml;r einen Frieden in Korea praktisch totgeschwiegen wird. Dabei hat er das Potenzial, der geteilten Halbinsel nach &uuml;ber 70 Jahren endlich Frieden zu bringen.<br>\nAm Eastern Economic Summit vom vergangenen September in Wladiwostok stellten der s&uuml;dkoreanische Pr&auml;sident Moon Jae-in und Wladimir Putin einen Friedensplan vor, den der fr&uuml;here Menschenrechtsaktivist Moon als die &laquo;neun Br&uuml;cken&raquo; zu einer Zusammenarbeit zwischen Nord- und S&uuml;dkorea bezeichnete. Es geht darum, S&uuml;dkorea mit Pipelines, Eisenbahnlinien und Hochspannungsleitungen durch Nordkorea mit der chinesischen neuen Seidenstrasse und den sibirischen Energiequellen zu verbinden, Nordkorea wieder in die Staatengemeinschaft aufzunehmen und die regionale Zusammenarbeit zu verst&auml;rken. Im Gegenzug verzichtet Nordkorea auf die Weiterentwicklung seines Atom- und Raketenprogramms. Der Plan k&ouml;nnte einen Konflikt beenden, der mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann, als sich die japanischen Truppen im n&ouml;rdlichen Teil der Halbinsel den Sowjets und im s&uuml;dlichen Teil den Amerikanern ergeben mussten. Mit der parteiischen Resolution 195 erkl&auml;rte 1948 die UNO, ganz im Dienste der USA, die s&uuml;dkoreanische Regierung zu alleinigen legitimen Vertretung Koreas. Der Rest ist eine uns&auml;gliche Geschichte mit vier Millionen Toten und einem andauernden Konflikt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeitpunkt.ch\/index.php\/die-neun-bruecken-zum-frieden-korea\">Zeitpunkt.ch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Daten zu Chiles Wirtschaft manipuliert<\/strong><br>\nJahrelang hat die Weltbank Chile zu schlecht eingestuft. Sie wollte damit wohl einen Milliard&auml;r politisch unterst&uuml;tzen. Der ist jetzt Pr&auml;sident.<br>\nChile wurde &uuml;ber mehrere Jahre hinweg in einem L&auml;nder-Ranking f&uuml;r Unternehmerfreundlichkeit von der Weltbank zu schlecht eingestuft, berichtet das Wall Street Journal. Die in Washington angesiedelte Entwicklungsbank habe ihre Daten &uuml;ber Chiles Wirtschaft aus &bdquo;politischen Motiven&ldquo; manipuliert, so der Weltbank-Chef&ouml;konom Paul Romer am Samstag.<br>\nZiel sei es gewesen, die sozialistische Pr&auml;sidentin Michelle Bachelet in ein schlechtes Licht zu r&uuml;cken, um damit den Wahlsieg ihres konservativen Nachfolgers Sebasti&aacute;n Pi&ntilde;era zu unterst&uuml;tzen. Durch eine &bdquo;irref&uuml;hrende und ungerechte&ldquo; &Auml;nderung der statistischen Methoden wurde bewusst ein d&uuml;steres Bild &uuml;ber die Leistungsst&auml;rke der chilenischen Wirtschaft gezeichnet, so Romer. Nicht die Ma&szlig;nahmen der Regierung Bachelet h&auml;tten die schlechte Position im Ranking verschuldet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Laender-Ranking-der-Weltbank\/!5474600\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Studie zu Satire-TV: &bdquo;Die Anstalt&ldquo; ist &bdquo;produktiv&ldquo;, Jan B&ouml;hmermann &bdquo;pseudo-kritisch&ldquo;<\/strong><br>\nDie Forscher Dennis Lichtenstein und Cordula Nitsch von der Uni D&uuml;sseldorf haben in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift M&amp;K Medien &amp; Kommunikationswissenschaft eine Vergleichsstudie zwischen den satirischen TV-Sendungen &bdquo;Die Anstalt&ldquo;, &bdquo;heute show&ldquo; und &bdquo;Neo Magazin Royale&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Dabei kommen sie zum Ergebnis, dass &bdquo;Die Anstalt&ldquo; in erster Linie das so genannte Feld der &bdquo;produktiven Satire&ldquo; bedient, w&auml;hrend Jan B&ouml;hmermanns &bdquo;Neo Magazin Royale&ldquo; als &bdquo;pseudo-kritisch&ldquo; eingestuft wird. [&hellip;]<br>\nDie Unterscheidung der Studie in &bdquo;produktive&ldquo; und &bdquo;pseudo-kritische&ldquo; Satire bedeutet freilich nicht zwingend eine Bewertung in dem Sinne, dass &bdquo;produktiv&ldquo; automatisch mit &bdquo;besser&ldquo; gleichzusetzen w&auml;re. Die produktive Satire bette politische Informationen in gr&ouml;&szlig;ere Sinnzusammenh&auml;nge ein und rege das Publikum durch kritische Bewertungen zum das Hinterfragen von Informationen zur eigenen Meinungsbildung an, schreiben die Autoren. Die so genannte Pseudo-Satire greife zwar politische Themen auf, ersch&ouml;pfe sich aber in der rein ironischen, weitgehend zusammenhanglosen Aufbereitung sowie in unpolitischer Kritik an Akteuren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/01\/16\/studie-zu-satire-tv-die-anstalt-ist-produktiv-jan-boehmermann-pseudo-kritisch\">Meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Das Letzte: Leistung wird bestraft<\/strong><br>\nDas Ideal der Deutschen ist die nivellierte Mittelstandsgesellschaft. Jedem soll es mehr oder weniger gut gehen &ndash; aber Prassen gilt als unanst&auml;ndig. Nicht nur linke Parteien und Gewerkschaften sehen die Bundesrepublik jedoch auf dem Weg in die &bdquo;knallharte Klassengesellschaft&ldquo; getrieben von Globalisierung, Digitalisierung und einer &bdquo;neoliberalen&ldquo; Wirtschaftsordnung, die mit der alten sozialen Marktwirtschaft nicht mehr viel gemein habe. Und nicht die Leistung, sondern die Herkunft entscheide &uuml;ber den sozialen Status, so lautet der Vorwurf. SPD-Chef Martin Schulz will gegen die von ihm ausgemachte soziale Unwucht ank&auml;mpfen. Und auch Kanzlerin Angela Merkel hat ihrer CDU mehr soziales Profil verordnet.<br>\nDoch stimmt die Diagnose von der auseinanderdriftenden Gesellschaft &uuml;berhaupt? Mitnichten. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt auf, dass der soziale Aufstieg nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist. Das Kernversprechen der sozialen Marktwirtschaft wird also eingehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/article172515881\/Kommentar-Leistung-wird-bestraft.html\">Dorothea Siems auf Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Studie des IW und der Kommentar von Siems verwundern nicht. Sie liegen wohl n&auml;her an dem aktuellen <a href=\"http:\/\/www.unwortdesjahres.net\/index.php?id=aktuelles\">Unwort des Jahres<\/a> als an der Wirklichkeit. Statt S&ouml;hne und V&auml;ter ausgew&auml;hlter Alterskohorten zu vergleichen, b&ouml;te sich vielleicht ein Blick auf die <a href=\"https:\/\/www.diw.de\/de\/diw_01.c.550957.de\/themen_nachrichten\/realeinkommen_nehmen_seit_1991_weniger_stark_zu_als_die_wirtschaftskraft_erste_anzeichen_fuer_wieder_steigende_einkommensungleichheit.html\">Entwicklung der Realeinkommen<\/a> insgesamt an, um eine qualifizierte Aussage dar&uuml;ber treffen zu k&ouml;nnen, ob eine Gesellschaft nun auseinanderdriftet oder nicht. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Die Reichen werden immer reicher<\/strong><br>\nSprengstoff f&uuml;r die Politik: Seit der Wiedervereinigung steigern die oberen zehn Prozent ihren Anteil am Volkseinkommen stetig, zeigt eine DIW-Studie. Immer weniger vom Wohlstand bekommt die &auml;rmere Bev&ouml;lkerungsh&auml;lfte. [&hellip;]<br>\nDie Ungleichheit zwischen Reich und Arm hat seit den 1980er-Jahren weltweit zugenommen. &Uuml;berall sichert sich das reichste eine Prozent einen gro&szlig;en Teil des Nationaleinkommens. Der &auml;rmere Teil der Bev&ouml;lkerung profitiert zwar auch vom Wachstum; aber bei der Verteilung des Wohlstandsgewinns f&auml;llt er immer weiter zur&uuml;ck &ndash; auch in Deutschland. Die reichsten zehn Prozent besitzen inzwischen wieder 40 Prozent des Nationaleinkommens &ndash; wie schon 1913. Der Anteil der &auml;rmsten 50 Prozent am Nationaleinkommen halbierte sich dagegen von einem Drittel in den 1960er-Jahren auf nur mehr 17 Prozent. In Europa z&auml;hlt Deutschland damit zu den L&auml;ndern mit hoher Ungleichheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/einkommen-in-deutschland-die-reichen-werden-immer-reicher\/20852252.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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