{"id":41982,"date":"2018-01-19T11:50:01","date_gmt":"2018-01-19T10:50:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41982"},"modified":"2018-02-02T10:37:22","modified_gmt":"2018-02-02T09:37:22","slug":"der-abstieg-der-spd-in-die-bedeutungslosigkeit-hat-zwei-namen-schroeder-und-dann-muentefering-geben-sie-den-folgenden-text-bitte-an-sozialdemokratinnenen-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41982","title":{"rendered":"Der Abstieg der SPD in die Bedeutungslosigkeit hat zwei Namen: Schr\u00f6der, und dann: M\u00fcntefering. \u2013 Geben Sie den folgenden Text bitte an Sozialdemokratinnen\/en weiter."},"content":{"rendered":"<p>Franz M&uuml;nteferings Chuzpe ist bewundernswert. Er ist in seinen Funktionen als Minister, Vizekanzler, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der SPD neben Gerhard Schr&ouml;der wesentlich verantwortlich f&uuml;r den Absturz dieser Partei von 40,9 % im Jahre 1998 auf 20,5 % im Jahre 2017. Jetzt tritt er mit <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ex-spd-chef-muentefering-ein-bitterer-eintrag-im-geschichtsbuch-der-deutschen-sozialdemokratie\/20863174.html\">einem Beitrag<\/a> im Berliner Tagesspiegel auf, um den zum Sonderparteitag am kommenden Sonntag eilenden Genossinnen und Genossen ins Stammbuch zu schreiben, mit der Ablehnung des Verhandlungsergebnisses der Sondierungsgespr&auml;che w&uuml;rden sie &bdquo;den Einstieg zum Abstieg in die Bedeutungslosigkeit der Sozialdemokraten&ldquo; einl&auml;uten. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_700\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-41982-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180119_SPD_in_die_Bedeutungslosigkeit_durch_Schroeder_und_Muentefering_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180119_SPD_in_die_Bedeutungslosigkeit_durch_Schroeder_und_Muentefering_NDS.mp3\">http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180119_SPD_in_die_Bedeutungslosigkeit_durch_Schroeder_und_Muentefering_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180119_SPD_in_die_Bedeutungslosigkeit_durch_Schroeder_und_Muentefering_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=41982-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/180119_SPD_in_die_Bedeutungslosigkeit_durch_Schroeder_und_Muentefering_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"180119_SPD_in_die_Bedeutungslosigkeit_durch_Schroeder_und_Muentefering_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Es ist bekannt, dass die NachDenkSeiten und auch ich die Vorstellung, die Gro&szlig;e Koalition sei schuld am Niedergang der SPD, nicht geteilt haben. Wir sind auch nicht prinzipiell gegen eine Regierungsbeteiligung. Aber das Ergebnis der Sondierungsgespr&auml;che ist so d&uuml;nn und so wenig sozialdemokratisch, dass aus dieser Regierung nichts Gescheites werden kann, jedenfalls nicht im Sinne einer fortschrittlichen Partei. Das haben wir mehrfach belegt. Siehe zum Beispiel hier <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41909\">Die SPD-Spitze hat miserabel verhandelt. Sie verdient kein Ja beim Sonderparteitag. Die NDS bieten Infomaterial.<\/a><\/p><p><strong>Wer mit solchen mageren Ergebnissen in eine Koalition eintritt, der hat schon verloren und wird genau das erleben, was M&uuml;ntefering als Teufel an die Wand malt: den Abstieg der SPD in die Bedeutungslosigkeit f&uuml;r den Fall, dass die Delegierten des Sonderparteitags der Koalitionsbildung nicht zustimmen.<\/strong><\/p><p>Die notwendige Erneuerung der SPD wird mit diesem mageren Programm nicht gelingen. Im Gegenteil: die in der SPD herrschenden Kreise werden intern ihre Macht ausbauen und wie so oft in der neueren Geschichte nicht darauf schauen, ob dies zum Erfolg der Gesamtpartei f&uuml;hrt. Sehr oft in den letzten 30 Jahren war diesen Gruppierungen, also den Seeheimern, den Netzwerkern und anderen Zirkeln inhalts- und richtungsloser Sozialdemokraten die Macht in der Partei wichtiger als die Gestaltungsmacht im Staat.<\/p><p><strong>Zur Rolle des Franz M&uuml;ntefering einige Anmerkungen:<\/strong><\/p><p>Von 1998 bis 1999 war er&nbsp;Bundesminister bei Schr&ouml;der. Von 2005 bis 2007 war er&nbsp;Vizekanzler und Minister f&uuml;r Arbeit und Soziales in der ersten Regierung Merkel.<\/p><p>M&uuml;ntefering war von 2002 bis 2005 Vorsitzender der&nbsp;SPD-Bundestagsfraktion&nbsp;und ab M&auml;rz 2004 &ndash; zun&auml;chst bis November 2005 und noch einmal von Oktober 2008 bis November 2009 &ndash; auch SPD-Vorsitzender.<\/p><p>Daraus folgt: In M&uuml;nteferings Zeit und Verantwortung als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und als SPD-Vorsitzender <\/p><ul>\n<li>ist die SPD bei der Bundestagswahl 2005 von 40,9 % im Jahr 1998 und 38,5 % im Jahr 2002 auf 34,2 % abgest&uuml;rzt &ndash;  in nur sieben Jahren,<\/li>\n<li>und dann noch einmal mit minus gut 11 Prozentpunkten auf 23 % im Jahr 2009 gelandet. Das ist M&uuml;nteferings Leistungsbilanz. Verlorene Wahlen.<\/li>\n<li>Noch schlimmer: 2005 hat M&uuml;ntefering zusammen mit Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der die vorzeitige Aufl&ouml;sung des Deutschen Bundestages betrieben, um die Agenda 2010 gegen den Widerstand von Teilen der SPD zu retten. Damals verschenkte die SPD ein Jahr des Amtes des Bundeskanzlers und baute Angela Merkel die Basis f&uuml;r mittlerweile gut zw&ouml;lf Jahre Kanzlerschaft. Dass eine Partei ein Jahr Kanzlerschaft verschenkt, obwohl sie nach wie vor mit dem Koalitionspartner die Mehrheit im Deutschen Bundestag hat, ist einmalig.<\/li>\n<li>In M&uuml;nteferings Zeit als Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion wurde die Agenda 2010 durchgeboxt.<\/li>\n<li>Mit Franz M&uuml;ntefering ist die Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre eng verbunden. Er hat den demographischen Wandel dramatisiert wie kaum ein anderer Politiker.<\/li>\n<\/ul><p><strong>Seine Taten sind wesentlich daf&uuml;r verantwortlich, dass die SPD abgest&uuml;rzt ist.<\/strong><\/p><p><strong><a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ex-spd-chef-muentefering-ein-bitterer-eintrag-im-geschichtsbuch-der-deutschen-sozialdemokratie\/20863174.html\">Pr&uuml;fen Sie auf diesem Hintergrund seinen neuerlichen Text im Berliner Tagesspiegel<\/a><\/strong><\/p><p><strong>Hier der Text mit kommentierenden Anmerkungen:<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ex-SPD-Chef M&uuml;ntefering<\/p>\n<p><strong>&ldquo;Ein bitterer Eintrag im Geschichtsbuch der deutschen Sozialdemokratie&rdquo;<\/strong><\/p>\n<p>Entscheidet sich die SPD am Sonntag gegen die Groko, ist das der Einstieg zum Abstieg in die Bedeutungslosigkeit der Sozialdemokraten in Deutschland. Ein Gastbeitrag.&nbsp;<\/p>\n<p><em>FRANZ M&Uuml;NTEFERING<\/em><\/p>\n<p>Es gab 1959 schon einmal einen Parteitag in Bonn (-Bad Godesberg), auf dem die&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/themen\/spd\/\">SPD<\/a>&nbsp;Weichen stellte. Damals in die richtige Richtung. &bdquo;Wir streiten f&uuml;r die Demokratie. Sie muss die allgemeine Staats- und Lebensordnung werden, weil sie allein Ausdruck der Achtung vor der W&uuml;rde des Menschen und seiner Eigenverantwortung ist.&ldquo; Und sie wurde zu einer &bdquo;Partei des Volkes&ldquo; und bekannte sich zur Verantwortung f&uuml;rs Ganze. Godesberg wurde der Einstieg in den Aufstieg der SPD. Am Sonntag ist wieder Parteitag der SPD in Bonn, und es geht wieder um viel: &Uuml;ber was wird entschieden?\n<\/p><\/blockquote><p><em>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller: Das programmatisch reiche Godesberger Programm mit dem mageren und weitgehend inhaltslosen Ergebnis der Sondierungsgespr&auml;che gleichzusetzen, die ja immerhin die Grundlage der Entscheidung des Sonderparteitages sind, ist eine ziemlich dreiste Leistung.<\/em><\/p><blockquote>\n<ol>\n<li><strong>&Uuml;ber den Einstieg der SPD<\/strong>&nbsp;in Koalitionsverhandlungen mit der Union, &ndash; ja oder nein. Bei Zustimmung wird in absehbarer Zeit in einem Mitgliederentscheid &uuml;ber das Ergebnis befunden.&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/spd-vor-sonderparteitag-nahles-attackiert-juso-chef-kuehnert-wegen-groko\/20862166.html\">Bei Ablehnung von Koalitionsverhandlungen<\/a>&nbsp;am Sonntag ergeben sich unmittelbar eine Reihe von Konsequenzen.<\/li>\n<li><strong>Das Nein<\/strong>&nbsp;zur Verhandlung ist ein hundertprozentiges Nein f&uuml;r die SPD-Spitze. Und die anstehenden Landtagswahlen in Hessen und Bayern werden f&uuml;r die SPD um einiges schwieriger. Die SPD-Fraktion verliert den Status des Zweiten in der Fraktionslandschaft.<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote><p><em>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller: Wahrscheinlich ist die Einsch&auml;tzung M&uuml;nteferings richtig, dass ein Nein auf dem Sonderparteitag auch ein Nein zur jetzigen SPD-Spitze sein wird. Das Nein f&uuml;r die jetzige SPD-Spitze ist jedoch notwendig und wird die Erneuerung beg&uuml;nstigen. Mit Martin Schulz und Andrea Nahles sind wahrlich keine Blument&ouml;pfe zu gewinnen. Deshalb ist diese Drohung des Franz M&uuml;ntefering leer.<\/em><\/p><p><em>Was der letzte Satz bedeutet, die SPD-Fraktion verliere den &bdquo;Status des Zweiten in der Fraktionslandschaft&ldquo;, kapiere ich nicht. Was sind das f&uuml;r seltsame Begriffe. Offenbar soll so die Seele der Delegierten eingesch&uuml;chtert werden.<\/em><\/p><blockquote>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong>Die SPD<\/strong>&nbsp;l&auml;sst sich von Europas Sorgen nicht beeindrucken. Sie wird eine derjenigen Sozialdemokratien werden, die in Europa keine Rolle spielen. N&auml;chstes Jahr ist Europa-Wahl.<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote><p><em>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller: Europas Sozialdemokraten und Sozialisten sind &uuml;berall da abgesackt, wo sie ihr Profil aufgegeben haben. Soll die SPD weiter den gleichen Weg gehen? &ndash; Was bei den Europawahlen schadet oder nutzt, ist schwer absch&auml;tzbar. Vermutlich ist M&uuml;nteferings Einsch&auml;tzung und Prognose falsch, vermutlich wird gerade eine Beteiligung an der Gro&szlig;en Koalition mit diesem j&auml;mmerlichen Programm bei den Europa-Wahlen mehr schaden als ein Nein zu dieser Entwicklung.<\/em><\/p><blockquote>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong>Die sozialdemokratische Initiative<\/strong>&nbsp;f&uuml;r eine lebendigere Arbeitsweise unserer Demokratie im Parlament und im Zusammenwirken mit der Bundesregierung wird von ihr beiseitegelegt. Aber vielleicht ist ja die Union klug genug, auch diese gute, bei den Sondierungen von der SPD forcierte Idee, auf ihr Guthabenkonto zu lenken. Und die SPD guckt neidisch zu.<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote><p><em>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller: Hier bauscht M&uuml;ntefering eine Idee, die niemand kennt, zur gro&szlig;en Sache auf. Au&szlig;erdem l&auml;sst sich das Projekt ja wohl aus der Opposition heraus genauso bewirken wie in der Regierung.<\/em><\/p><blockquote>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong>Frau Merkel<\/strong>&nbsp;und die Union m&uuml;ssen, auf sich gestellt, eine Regierung ohne eigene Mehrheit bilden oder Neuwahlen ausl&ouml;sen. Neuwahlen sind unpopul&auml;r, also wird die Union lieber eine Alleinregierung beginnen. Beides hebt ihre Popularit&auml;t. Die SPD aber wird keinen vereinbarten Einfluss auf die Regierungsarbeit haben und eine Oppositionspartei unter mehreren sein.<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote><p><em>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller: Wenn man eine solche Prognose stellt, dann muss man auch eine Prognose f&uuml;r den Fall stellen, dass die SPD mit dem mageren Programm, dass sie in den Sondierungsgespr&auml;chen ausgehandelt hat, in die Regierung geht und dort st&auml;ndig vorgef&uuml;hrt wird &ndash; <strong>mit einer unabsehbar langen Folge von Konflikten mit der eigenen Partei. Diese absehbaren Konflikte werden wesentlich dazu beitragen, die von M&uuml;ntefering zuvor als Drohung erw&auml;hnten Wahlen in Europa, in Bayern und in Hessen zu verlieren<\/strong>.<\/em><\/p><blockquote>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong>Die Wahl 2021<\/strong>&nbsp;wird pr&auml;judiziert. Die Lage in Deutschland ist zur Zeit recht gut und stabil. Die Alleinregierung wird funktionieren, denn im Bundestag sind mehrere demokratische Fraktionen vertreten, die au&szlig;er Opposition machen auch eigene Ziele durchsetzen wollen und der Regierung wechselweise zu Mehrheiten verhelfen oder als Verhinderer gelten. Die Union wird rechtzeitig 2021 in Ruhe die Nachfolge von Frau Merkel in einer Siegesfeier vollziehen.<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote><p><em>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller: Mit wechselnden Mehrheiten zu regieren, ist nicht so einfach, wie Franz M&uuml;ntefering das darstellt. M&uuml;ntefering besch&ouml;nigt die Lage der Union und ihre inneren Konflikte und er besch&ouml;nigt die Lage unseres Landes. Das ist das alte Dilemma dieser SPD. Sie plappert die konservativen Spr&uuml;che nach, wonach es uns allen gut gehe und vergisst v&ouml;llig, wie viele Menschen um ihren Arbeitsplatz bangen, nur ein prek&auml;res Arbeitsverh&auml;ltnis haben und\/oder in den Betrieben gestresst und geg&auml;ngelt werden. Im &Uuml;brigen ist das minimale Sondierungsverhandlungsergebnis die beste Grundlage f&uuml;r die Kandidatur eines neuen Kanzlerkandidaten der Union.<\/em><\/p><blockquote>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong>Die SPD gibt ein Spiel verloren<\/strong>, ohne wirklich bis zur 90. Minute nach besten Kr&auml;ften gek&auml;mpft zu haben. Das ist elender als eine Niederlage.<\/li>\n<\/ol>\n<\/blockquote><p><em>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller: Das ist sch&ouml;n formuliert und eing&auml;ngig. Richtig ist aber: Der SPD-Regierungspartner kann auf der Basis der Sondierungsgespr&auml;che nicht k&auml;mpfen. Das ist n&auml;mlich ein Papier ohne sozialdemokratische Akzente. Das Markenzeichen der SPD &ndash; soziale Sicherung zum Beispiel &ndash; und das zweite Markenzeichen &ndash; die Friedenspolitik &ndash; fehlen v&ouml;llig. <\/em><\/p><blockquote><p>\nFazit:&nbsp;Der 21. Januar 2018 wird ein bitterer Eintrag im Geschichtsbuch der deutschen Sozialdemokratie werden.&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/spd-vor-sonderparteitag-nahles-attackiert-juso-chef-kuehnert-wegen-groko\/20862166.html\">Aber &ndash; vielleicht &ndash; gibt es doch Verhandlungen<\/a>&nbsp;mit dem Ziel des Regierens.&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/wolfgang-thierse-zur-groko-die-spd-braucht-mehr-mut-und-selbstvertrauen\/20858140.html\">Wissend, dass das kein reinrassig sozialdemokratisches Regierungsprogramm werden kann<\/a>, aber doch eines, auf das die SPD wesentlichen Einfluss hat. Ganz im Sinne von Willy Brandts Wort, &bdquo;&hellip; dass man auf der Regierungsbank in aller Regel mehr erreichen kann f&uuml;r die Menschen, denen man sich verantwortlich f&uuml;hlt. Es mag ja sein, dass Macht den Charakter verderben kann, &ndash; aber Ohnmacht meinem Eindruck nach nicht minder&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p><em>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller: Jetzt muss mal wieder Willy Brandt herhalten, mit dem die heutige SPD-F&uuml;hrung einschlie&szlig;lich ihres Vorl&auml;ufers Franz M&uuml;ntefering nichts zu tun hat &ndash; gar nichts. Ich habe als Mitarbeiter von Willy Brandt 1972,1973 und 1974 pers&ouml;nlich erlebt, wie die damaligen &bdquo;Kanaler&ldquo; und Seeheimer, also die Vorfahren der heutigen F&uuml;hrungsgruppe der SPD, Willy Brandt fertig gemacht haben. Deshalb finde ich es ziemlich widerlich, wenn Willy Brandt jetzt von Leuten wie Franz M&uuml;ntefering in Anspruch genommen wird.<\/em><\/p><p><em>Au&szlig;erdem: wenn das, was M&uuml;ntefering &uuml;ber die Bedeutung der Regierungsbank sagt, was ich im Kern ja richtig finde, gilt, dann muss er sich fragen lassen, warum er mit Schr&ouml;der zusammen 2005 ein Jahr SPD-Kanzlerschaft geopfert hat und damit obendrein Angela Merkel den Weg f&uuml;r zw&ouml;lf Jahre Kanzlerschaft und mehr geebnet hat. <\/em><\/p><blockquote><p>\nUnd weshalb sollte die SPD freiwillig ohnm&auml;chtig werden?\n<\/p><\/blockquote><p><em>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller: Die SPD ist nicht freiwillig ohnm&auml;chtig geworden. Sie ist von handelnden Personen in die politische Bedeutungslosigkeit gesto&szlig;en worden und zu diesen handelnden Personen geh&ouml;rt an vorderer Front der ehemalige Vorsitzende, Vizekanzler und Fraktionsvorsitzende Franz M&uuml;ntefering.<\/em><\/p><p><strong>Fazit Albrecht M&uuml;ller: bitte sprechen Sie Sozialdemokraten\/innen und vor allem Delegierte f&uuml;r den Bundesparteitag am kommenden Sonntag an. Geben Sie diesen Text an diese weiter.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Franz M&uuml;nteferings Chuzpe ist bewundernswert. Er ist in seinen Funktionen als Minister, Vizekanzler, Fraktionsvorsitzender und Parteivorsitzender der SPD neben Gerhard Schr&ouml;der wesentlich verantwortlich f&uuml;r den Absturz dieser Partei von 40,9 % im Jahre 1998 auf 20,5 % im Jahre 2017. Jetzt tritt er mit <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ex-spd-chef-muentefering-ein-bitterer-eintrag-im-geschichtsbuch-der-deutschen-sozialdemokratie\/20863174.html\">einem Beitrag<\/a> im Berliner Tagesspiegel auf, um den zum Sonderparteitag<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41982\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[105,107,188,191],"tags":[1550,1260,251,1522,359,547,301,411],"class_list":["post-41982","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aktuelles","category-audio-podcast","category-bundesregierung","category-spd","tag-agenda-2010","tag-groko","tag-muentefering-franz","tag-minderheitsregierung","tag-parteistroemungen","tag-parteitag","tag-rentenalter","tag-schroeder-gerhard"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41982","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41982"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41982\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41999,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41982\/revisions\/41999"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41982"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41982"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41982"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}