{"id":41987,"date":"2018-01-20T11:00:24","date_gmt":"2018-01-20T10:00:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41987"},"modified":"2018-01-20T12:25:31","modified_gmt":"2018-01-20T11:25:31","slug":"leserbriefe-zu-linke-sammlungsbewegung-eine-schnapsidee-oder-die-richtige-konsequenz-aus-der-erkennbaren-ausweglosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41987","title":{"rendered":"Leserbriefe zu: Linke Sammlungsbewegung \u2013 eine Schnapsidee oder die richtige Konsequenz aus der erkennbaren Ausweglosigkeit?"},"content":{"rendered":"<p>Die Resonanz auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41917\">diesen Artikel<\/a> war gro&szlig;, wie die folgende Auswahl an Leserbriefen zeigt.  Wenn in der angedachten Sammlungsbewegung der gleiche Ideenreichtum wie in diesen Leserbriefen verwirklicht und auch weiter kommuniziert werden k&ouml;nnte, dann gibt es Hoffnung auf Ver&auml;nderung und Verbesserung. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Hallo liebes NDS Team,<\/p><p>ich habe ihren Artikel zum Lafontaine\/wagenknechtschen Vorsto&szlig; einer neuer linken Sammelbewegung gelesen und kann dem nur zustimmen. Richtig auch, dass uns ein alter, liebenswerter Kauz wie Corbyn fehlt, der mit seiner Sturheit und wei&szlig;er Weste bei Abstimmugen die Leute zu begeistern wei&szlig;. Klar, Wagenknecht ist diesbez&uuml;glich nah dran, aber ganz ehrlich. Sie hat schlicht ein Imageproblem, im Sakko als Vork&auml;mpferin der Arbeiterbewegung gelten zu wollen, auch wenn ihre Reden zu begeistern wissen? Aber auch ihre strikte Ablehnung von Kapitalismus, ohne eine veritable Alternative (st&auml;rker regulierte Marktwirtschaft wie zu Brandts Zeiten) aufzuzeigen, schreckt Otto-Normalb&uuml;rger eher ab, alsdass er sich damit identifizieren kann.<\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus hat es die Linke verschlafen, eine probate Basis-\/Jugendbewegung wie Momentum auf die Beine zu stellen, die Inhalte klar und auch f&uuml;r Jugendliche verst&auml;ndlich kommuniziert. Ein sch&ouml;nes Beispiel war das mMn das Online-Spiel &bdquo;Fiskal Kombat&ldquo; von M&eacute;lenchons France Insoumise. Damit bekommt man die Smartphone-Fraktion eher als mit Flugbl&auml;ttern.<\/p><p>Zu guter Letzt das leidige Thema des &bdquo;Institut Solidarische Moderne&ldquo;. Ich nenne es immer den Kipping-Kabal, weil Madame dort alle ihre Wegstreiter versammelt, die sie dann zu Wagenknecht-Angriffen unter der G&uuml;rtellinie in ND, taz &amp; Co mobilisiert (Lessenich, <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!5455168\/\">Seibert<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1071703.die-linke-migration-und-die-klasse-es-geht-nicht-um-wagenknecht-es-geht-um-die-zukunft-linker-politik.html\">Neumann<\/a> (Presse)), wohlwissend, dass sie ihr in einer gepflegten, direkten Auseinandersetzung nicht das Wasser reichen k&ouml;nnte. Bestes k&uuml;rzliches Beispiel ist das BGE, das sie unterst&uuml;tzt, wohingegen Wagenknecht es ablehnt. Der linke Kandidat f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten, Butterwegge, hat dazu k&uuml;rzlich sehr eindeutig zugunsten Wagenknechts <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/bedingungsloses-grundeinkommen-das-grundeinkommen-ist-nicht-egalitaer-sondern-elitaer-1.3702230\">Stellung bezogen<\/a>. Und dennoch gibt es diese feigen Sticheleien immer wieder.<\/p><p>Nicht &uuml;berraschend, dass man sich jetzt beim ISM auf den Kopf gesto&szlig;en f&uuml;hlte und sich die Meinungsf&uuml;hrerschaft &bdquo;linker&ldquo; Inhalte nicht von der Erzfeindin entrei&szlig;en lassen will. Nicht wenig &uuml;berraschend fand sich auch Stand 14:00 Uhr noch folgende einleitende Passage:<\/p><p><img decoding=\"async\" style=\"border: 1px solid #ccc;\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180116-Sammlungsbewegung-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Ein (DER) Buchstabierfehler beim Vornamen der u.a. Parteikollegin? Sicher kein peinlicher Autocorrect-Fehler.<br>\n&nbsp;<br>\nWas mich aber am meisten st&ouml;rt, ist Punkt 4 von deren Antwort auf den Vorsto&szlig;:<\/p><p><img decoding=\"async\" style=\"border: 1px solid #ccc;\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180116-Sammlungsbewegung-02.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Zwei Sachen stechen hier hervor. Wir erfahren einerseits, dass die Fl&uuml;chltingsfrage eine reine Nord-S&uuml;d-Problematik ist, deren Ursache keinesfalls in hehren R2P-Kriegen mit westlicher\/deutscher Beteiligung zu suchen ist. Da w&uuml;rde doch ein Atlantikbr&uuml;cken-Liebich wom&ouml;glich frohlocken, wie bei seiner Zustimmung zur Entsendung deutscher Marine-Boote nach Syrien als erster Auslandseinsatz mit &bdquo;linker&ldquo; Zustimmung.<\/p><p>Viel schlimmer ist aber wieder, dass hier mit dem subtilen Vorwurf des Rassismus Wagenknechts\/Lafontaines abgeschlossen wird. Wo haben die Beiden denn von legitimer und illegitimer Bev&ouml;lkerung gesprochen? Auf wen bezieht sich diese Aussage, wenn nicht auf die internen Feindbilder.<\/p><p>Wenn man Ihnen intellektuell schon nicht gewachsen ist, muss man sie eben solange mit Dreck bewerfen, bis die Querfront-Assoziation bei den Leuten h&auml;ngenbleibt und man endlich seine neoliberale R2G-Politik wie in Berlin (Schulprivatisierung, Berliner Wassertisch, Zensur-Lederer etc) durchsetzen kann. Nicht ohne Grund verliert die Linke gerade im Osten Stimmen, w&auml;hrend sie im Westen dazugewinnt.<\/p><p>Ich hoffe, mehr Leute durchschauen dieses intrigante Spiel der (antideutschen) Reformer innerhalb der Linken und versammeln sich hinter Wagenknecht &amp; Co wie schon neulich beim uns&auml;glichen Querfront-Parteibeschluss.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<\/p><p>Daniel Schulz<br>\nBerlin<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller.<\/p><p>Grunds&auml;tzlich stehe ich dieser Idee aufgeschlossen gegen&uuml;ber. Ich habe allerdings meine Bedenken, ob es funktionieren w&uuml;rde. Die Gefahr, dass es dabei &auml;hnlich laufen w&uuml;rde, wie bei der Partei &rdquo; Die Linke &ldquo;, n&auml;mlich das Postengescharrere, die kleinen Nicklichkeiten und die Machtbesessenheit, welche dazu f&uuml;hren, dass das gemeinsame Ziel auf der Strecke bleibt. Ich komme wie Sie aus Rheinland Pfalz und das beste Beispiel diesbez&uuml;glich ist doch der Rheinland Pf&auml;lzische Landesverband der Linken. Diese Aussendarstellung hat sicherlich W&auml;hlerstimmen gekostet, wird er doch auch von unserer Presse gen&uuml;sslich breit getreten. Des weiteren kann ich mir jetzt schon das Kreuzfeuer unserer Qualit&auml;tsjournaille vorstellen, wenn sich eine neue linke Sammelbewegung als Partei gr&uuml;nden w&uuml;rde.<\/p><p>Nun ja, die Hoffnung stirbt bekanntlich als letztes.<\/p><p>Ich danke Ihnen sehr f&uuml;r Ihren t&auml;glichen Einsatz, ebenso wie allen anderen Mitarbeiter\/innen der Nachdenkseiten und verbleibe&nbsp; mit freundlichem Gru&szlig;.<br>\nUlrich Erich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>ich halte die idee, eine linke sammlungsbewegung in gang zu setzen f&uuml;r dringend notwendig. m.e. &uuml;berleben sich die etablierten parteien mehr und mehr.<\/p><p>die unzufriedenheit mit diesen berufspolitikern mit pensionsanspruch wird zunehmen. in meinem bekanntenkreis kenne ich viele linksstehende menschen, die schon seit jahren nicht mehr zur wahl gehen, da die parteien, und da kann ich die linke auch nicht ganz ausschlie&szlig;en, wenige alternativen bieten bzw. zu b&uuml;rokratisch agieren.<\/p><p>ich selbst habe noch die apo-zeit miterlebt und kann auch im r&uuml;ckblick sagen, da&szlig; wir trotz aller berechtigter kritik, einiges in die wege geleitet haben, haupts&auml;chlich an den hochschulen und deren lerninhalten.<\/p><p>ich hoffe auf einen neuen fr&uuml;hling.<\/p><p>mit freundlichem gru&szlig;<br>\nreinhard wiecha<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Warum haben die Jusos und die Gr&uuml;nenjugend denn nicht den Mumm in die Linke einzutreten? Da es in der SPD au&szlig;er  den &ldquo;B&uuml;lowiki&rdquo; und den Jusos keine Sozialdemokraten mehr gibt und die Gr&uuml;nenf&uuml;hrung ja sowieso schon Establishment ist sollte es doch eigentlich einfach sein, sich zu trennen? <\/p><p>Also warum m&uuml;ssen wir denn unbedingt wieder was Neues aufziehen? Die Organisationsstruktur spielt doch keine Rolle, auf die Inhalte kommt es an. <\/p><p>Und:<\/p><p>Sollte man da neue Punkte aushandeln, ist zu erwarten, dass DIE LINKE weiterhin die Linien aufw&auml;ssert. Wir treten ja jetzt schon in dem Sinne nicht mehr f&uuml;r eine sozialistische Programmatik ein, sondern erf&uuml;llen den Platzhalter der Sozialdemokratie. Oder sehe ich das falsch? <\/p><p>Ich meine, ich finde es richtig die Kr&auml;fte zu einen, aber das Rad wieder neu zu erfinden ist doch ein unn&ouml;tiger Mehraufwand.<\/p><p>Mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nT.J.U.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Hallo Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Ich wei&szlig; nicht wie oft ich noch (Leserbriefe) dazu an die NDS schreiben soll&hellip; aber ich versuche es weiterhin&hellip; diesmal vielleicht etwas k&uuml;rzer und knapper ;-)&nbsp;<\/p><p>All das hier immer wieder Erw&auml;hnte in Bezug auf Soziales, Grundeinkommen, Gemeinwohl&ouml;konomie, Digitalisierung, Arbeit, Weltfrieden, Gentechnik, Ern&auml;hrungswende, etc. mithin Sozialer Frieden zielt doch auf eine neue Art des miteinander Lebens ab, auf ein Zusammenspiel zum Umbau der gesamten Gesellschaft. Es fehlt nicht nur eine Sammlungsbewegung sondern es\/ihr fehlt eine (machbare) UTOPIE, die all das Vorgenannte irgendwie sinnvoll miteinander verbindet!&nbsp;<\/p><p>Und daf&uuml;r scheint die V-Partei&sup3; ein wundersames Programm zu haben. Genau da ist die Sammlungsbewegung! Passenderweise lautet das Thema der n&auml;chsten Gro&szlig;demo am 20.01. in Berlin: &bdquo;ESSEN IST POLITISCH&ldquo; und genau so is(s)t es. Da ist die &ldquo;Crossover&rdquo;-Bewegung der sozial-&ouml;kologisch Motivierten. Also hin, Kontakt aufnehmen, Infos her&hellip;&nbsp;<\/p><p>MfG<br>\nRalf Roth<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>zu ihrem Artikel von heute ein paar Gedanken:<\/p><ol>\n<li>Ja, eine Sammlungsbewegung macht in meinen Augen Sinn.<br>\nDie SPD wird mit der n&auml;chsten Auflage der GroKo wieder keine wirklich linke Politik machen und sich als Volkspartei weiter verabschieden.<br>\nEine neue, wirklich sozialdemokratische Partei wird sich nicht von alleine an ihre Stelle setzen, wie m.E auf den NDS oder makroskop zuletzt richtig argumentiert wurde.<br>\nUnd die LINKE wird dies aus historischer Sicht wie aus internen und externen (Rezeption in den Medien!) nicht leisten k&ouml;nnen.<br>\nAlso hei&szlig;t es fr&uuml;h beginnen. \n<p>Die Randbedingungen w&uuml;rden sich sicher &auml;ndern, sollte die GroKo noch gekippt werden &ndash; auf dem Parteitag der SPD (wer glaubt daran?) oder durch die Mitgliederbefragung (ganz vielleicht).<br>\nDenn dann w&uuml;rden die verbliebenen Linken in der SPD sicher mit der m&ouml;glichen Neuausrichtung der Partei sehr besch&auml;ftigt sein.<\/p>\n<p>Ob so etwas &auml;hnliches m&ouml;glich ist wie mit Corbyn in Gro&szlig;britannien oder wie in Frankreich mit Jean-Luc M&eacute;lenchon?<\/p><\/li>\n<li>Orientierung an Corbyn: ja, &ldquo;for the many, not the few&rdquo; ist wohl einer der besten linken Slogans der letzten Jahrzehnte. Und der Mut und die Standhagftigkeit sind beispielhaft (z.B. dieses kurze Zitat seiner <a href=\"https:\/\/www.maskenfall.de\/?p=12206\">Replik auf die Warnung der Investmentbank Morgan Stanley vor einer labourgef&uuml;hrten Regierung<\/a>: Ja, wir sind eine Bedrohung f&uuml;r ein sch&auml;digendes und gescheitertes System).<br>\nAber man muss bedenken, dass es sich hier nicht um eine Bewegung handelt, sondern dass eine linke Volkspartei wieder auf den &ldquo;rechten&rdquo; linken Pfad gef&uuml;hrt wird.<\/li>\n<li>Orientierung an La Francs Insoumise: ebenfalls ja. Dort hat man das Wort &ldquo;links&rdquo; jedoch bewusst nicht in den Mund genommen, um auch viele Menschen anzusprechen, die sich frustriert oder angwidert von der Politik abgewendet haben (siehe Interview <a href=\"https:\/\/www.jacobinmag.com\/2017\/04\/france-insoumise-melenchon-elections-sixth-republic-national-front\/\">France Rebels<\/a>). Also mehr konkrete Inhalte, weniger selbstbeschreibende Positionierung. Das passt zu Ihrem Hinweis, dass eine solche Bewegung &ldquo;breiter als rot und gr&uuml;n angelegt sein sollte&rdquo;.<br>\nLa France Insoumise ist auch nicht so sehr parteien&uuml;bergreifend konzipiert bzw. auf die kleineren Linken beschr&auml;nkt gewesen &ndash; also kein Sammelbecken f&uuml;r eine linke Koalition im ewigen Wartestand, wie Rot-Rot-Gr&uuml;n.\n<p>Die im Vergleich zu Corbyn moderaten Ergebnisse h&auml;ngen m.E. weniger mit der Programmatik als mit der Ausgangsposition (Volkspartei mit ehemaliger Regierungsverantwortung) und damit auch der Machtperspektive zusammen.<\/p><\/li>\n<li>Wer kommt daf&uuml;r in Frage?<br>\nSie schreiben &ldquo;Es ist ganz und gar nicht sicher, dass die als m&ouml;gliche Partner geltenden Parteien, also SPD, Gr&uuml;ne und Linke (&hellip;) mit ihren jetzigen F&uuml;hrungspersonen eine solche linke Mehrheit (&hellip;) wollen und erreichen k&ouml;nnten.&rdquo; Was Gr&uuml;ne und SPD in ihrer aktuellen Verfassung angeht, ist das noch sehr milde formuliert. Da sehe ich das &uuml;berhaupt nicht, es br&auml;uchte schon eine Palastrevolution. Aktuell w&uuml;rde man h&ouml;chstens die sog. linksliberale Karte ziehen, treffender die progressive-neoliberale, um Nancy Fraser zu zitieren: Europa egal wie, egal um welchen Preis, Genderpolitik ja, aber bitte nur keine Identifikation als soziale Klasse, eine entschiedene Friedenspolitik &hellip;<br>\nAus diesen beiden Parteien k&auml;men nur Teile der Basis in Frage, die aktuelle F&uuml;hrung aber nicht.\n<p>Deshalb m&uuml;sste man eine solche Sammlungsbewegung erst einmal auch als echte Bewegung begreifen, und nicht als parteien&uuml;bergreifendes, allein machtorientiertes B&uuml;ndnis.<\/p><\/li>\n<li>Als F&uuml;hrungsfigur sehe ich v.a. Sahra Wagenknecht.&nbsp; Ohne sie w&uuml;rde das schwierig. Wobei man den Begriff &ldquo;F&uuml;hrung&rdquo; links wohl noch neu bestimmen muss &hellip;<br>\nF&uuml;r mich hei&szlig;t das nicht inhaltliche F&uuml;hrung, sondern v.a. Repr&auml;sentanz nach au&szlig;en: Menschen, die solch einem Projekt aufgeschlossen gegen&uuml;ber stehen, aber z&ouml;gerlich sind, wird man nicht mit einer Vielfalt von Sprechern f&uuml;r verschiedenste Fragen ins Boot holen, m&ouml;gen sie auch noch so sehr auf einer Linie liegen. Sie werden Orientierung wollen, weniger im Sinne eines &ldquo;was soll ich wollen&rdquo; als &ldquo;wof&uuml;r steht diese Bewegung&rdquo;. Dazu braucht es wenige K&ouml;pfe, die &uuml;berzeugend auftreten k&ouml;nnen<\/li>\n<\/ol><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHeiner Biewer <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>selbstverst&auml;ndlich bin ich F&Uuml;R eine linke Sammlungsbewegung, weil Die LINKE &ndash; weshalb auch immer &ndash; nicht schafft, was dringend n&ouml;tig w&auml;re, n&auml;mlich eine Politik, die die Reichen nicht noch reicher und die Armen nicht noch mehr werden l&auml;sst. Dazu bedarf es grundlegender Ver&auml;nderungen insbesondere bei der Besteuerung, der Renten- sowie der Finanzierung der Infrastruktur.<\/p><p>ABER zu alledem fehlt es &ndash; in allen Parteien, ausser der LINKEN &ndash; an Politikern, die mit dem ausdr&uuml;cklichen W&auml;hler-Auftrag gew&auml;hlt wurden, diese Aufgabenschwerpunkte aktiv anzugehen! Das aber bedeutet, dass die absolute Mehrheit der W&Auml;HLER dazu noch keinen Anlass sieht, sondern wie an-hin die &ldquo;gewohnten&rdquo; Parteien w&auml;hlt, wobei die AfD m.E. nur ein vor&uuml;bergehender Ausreisser ist!<\/p><p>Mit anderen Worten, erst wenn der &ldquo;BRD-Karren&rdquo; auch f&uuml;r eine W&auml;hler-Mehrheit erkennbar im Sumpf versackt, es f&uuml;r eine Schmerz-freie Umkehr zu sp&auml;t und die Neuausrichtung kaum noch &ldquo;nebenher&rdquo; wie gegenw&auml;rtig noch nicht mehr finanzierbar ist, k&ouml;nnte die erforderliche W&auml;hlermehrheit daf&uuml;r zustande kommen! Auch gegen den Widerstand der Reichen, der Bestochenen sowie der Massenmedien, die endlich ebenfalls gemerkt haben, was die Stunde geschlagen hat!&nbsp;<\/p><p>Deshalb habe ich Frau Dr. &nbsp;Wagenknecht &ndash; in Kenntnis der hohen 5%-H&uuml;rde &ndash; wiederholt empfohlen, eine NEUE SOZIALISTISCHE Partei zu gr&uuml;nden, um die in nahezu allen Parteien vorhandenen Menschen mit Realit&auml;tssinn ins neue &ldquo;Boot&rdquo; zu bekommen sowie endlich auch von den Massenmedien Ernst genommen statt &ndash; besonders von DDR-Fl&uuml;chtlingen &ndash; als SED-Nachgeburt abgelehnt zu werden.<\/p><p>Vielleicht wird es zu alledem nicht mehr kommen, weil das bereits arg schlingernde USRAEL-Empire den IRAN oder Nordkorea mit taktischen Atomwaffen &uuml;berfallen und damit den Dritten Weltkrieg ausl&ouml;sen wird!<\/p><p>Trotzdem, BITTE WEITER SO<\/p><p>in den NachDenkSeiten<\/p><p>Gruss<br>\nRolf Schmid(84)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,&nbsp;<\/p><p>ich teile Ihre Ansicht,&nbsp; dass eine Sammlungsbewegung sich nicht auf jene beschr&auml;nken sollte,&nbsp; die sich selbst als &ldquo;links&rdquo; definieren. Die Unzufriedenheit mit dem politischen Kurs des Landes ist gross und partei&uuml;bergreifend. Noch gibt es die Erinnerung an eine Au&szlig;enpolitik im Sinne der friedlichen Koexistenz, an eine Wirtschafts- und Sozialpolitik in Sinne der sozialen Marktwirtschaft,&nbsp; und es gibt den Wunsch nach einer fairen,&nbsp; gerechten Politik. Der Verdruss &uuml;ber die real-existierende F&ouml;rderung der Monopolisierung und der Finanzspekulation ist gross und reicht deutlich ins b&uuml;rgerliche Lager. Er entz&uuml;ndet sich bisweilen an &uuml;berraschenden Themen,&nbsp; wie z.B. Protest gegen Outlet-Zentren (mit der absehbaren Folge einer Pleitewelle bei alteingesessenen Gesch&auml;ften) oder gegen Gen-Freisetzungsfl&auml;chen (welche diejenigen Landwirtschaftlichen,&nbsp; die schon auf &ouml;kologische Landwirtschaft umgestellt haben, zur Betriebsaufgabe zwingen w&uuml;rden). Beispiele f&uuml;r die Unzufriedenheit finden sich genug,&nbsp; die NachDenkSeiten berichten ja auch davon.&nbsp;<\/p><p>Nun zu meinem Vorschlag:<\/p><p>Ich pl&auml;diere f&uuml;r eine Sammlungsbewegung unter dem guten Motto &ldquo;Mehr Demokratie!&rdquo; Entsprechend k&ouml;nnte die Bewegung als &ldquo;Die Demokraten&rdquo; auftreten.&nbsp;<\/p><p>Dem liegt die &Uuml;berlegung zu Grunde,&nbsp; dass Demokratie sowohl eine friedliche, partnerschaftliche Au&szlig;enpolitik als auch eine auf die Anhebung des Wohlstandes der breiten Masse ausgerichtete Sozial- und Wirtschaftspolititk erfordert. Darunter fallen selbstverst&auml;ndlich Themen wie Chancengleichheit oder -gerechtigkeit, soziale Absicherung, b&uuml;rgerliche Freiheiten, und,&nbsp; alle Themen umgreifend,&nbsp; das gro&szlig;e Thema der Teilhabe an den Entscheidungen, eben &ldquo;Mehr Demokratie&rdquo;.&nbsp;<\/p><p>Eine Sammlungsbewegung,&nbsp; die sich in das inzwischen weitgehend un&uuml;bersichtliche Rechts-Links Schema zw&auml;ngen l&auml;sst bzw. sich freiwillig selbst dort einordnet, vergibt dich Chancen und wird den vor uns liegenden Aufgaben nicht gerecht.&nbsp;<\/p><p>Ich hoffe meine &Uuml;berlegungen finden Ihr Interesse&nbsp; und w&uuml;rde mich sehr freuen, Ihre Meinung dazu zu erfahren.&nbsp;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;ssen&nbsp;<br>\nThomas Ulherr, N&uuml;rnberg&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Resonanz auf <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41917\">diesen Artikel<\/a> war gro&szlig;, wie die folgende Auswahl an Leserbriefen zeigt. Wenn in der angedachten Sammlungsbewegung der gleiche Ideenreichtum wie in diesen Leserbriefen verwirklicht und auch weiter kommuniziert werden k&ouml;nnte, dann gibt es Hoffnung auf Ver&auml;nderung und Verbesserung. Zusammengestellt von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35,103,11],"tags":[1561,1055,766,1343,330,2040,1534,291,632],"class_list":["post-41987","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","category-leserbriefe","category-strategien-der-meinungsmache","tag-corbyn-jeremy","tag-fluechtlinge","tag-institut-solidarische-moderne","tag-kipping-katja","tag-lafontaine-oskar","tag-melenchon-jean-luc","tag-querfront","tag-verteilungsgerechtigkeit","tag-wagenknecht-sahra"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41987","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=41987"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41987\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":41990,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/41987\/revisions\/41990"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=41987"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=41987"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=41987"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}