{"id":41991,"date":"2018-01-19T16:36:50","date_gmt":"2018-01-19T15:36:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991"},"modified":"2018-01-19T16:36:50","modified_gmt":"2018-01-19T15:36:50","slug":"hinweise-des-tages-ii-329","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h01\">Ex-SPD-Chefs f&uuml;r ein Ja zu Koalitionsverhandlungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h02\">GiB-Infobrief: Star-&Ouml;konomen: &Ouml;ffentliches Eigentum schwindet rasant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h03\">Armutspolitisch wirkungslos: Parit&auml;tischer legt Expertise zu Konzept der sogenannte &ldquo;Grundrente&rdquo; vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h04\">Soziales Europa? Nicht beim Gehalt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h05\">&bdquo;Ein&auml;ugige Justiz, schwerwiegende Verfahrensverst&ouml;&szlig;e&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h06\">Die &Auml;ra der Nationalismen (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h07\">Russland: Aufholende R&uuml;stung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h08\">T&uuml;rkei vor Einmarsch in syrisches Kurdengebiet <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h09\">Linke kritisiert Potsdamer Milit&auml;rforscher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h10\">Apple schockt Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h11\">EU verbannt Palm&ouml;l aus dem Tank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h12\">Alles andere als fair<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h13\">Schuss gegen Donbass<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41991#h14\">Ihr K&auml;uferpotenzial bestimmt, welche Inhalt Sie sehen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ex-SPD-Chefs f&uuml;r ein Ja zu Koalitionsverhandlungen<\/strong><br>\nUnmittelbar vor dem SPD-Parteitag steigt die Zahl prominenter Unterst&uuml;tzer f&uuml;r Koalitionsverhandlungen: Mit Hans-Jochen Vogel, Matthias Platzeck, Kurt Beck und Franz M&uuml;ntefering sprechen sich vier ehemalige SPD-Vorsitzende daf&uuml;r aus, ebenso wie drei fr&uuml;here Juso-Chefs. Auch Erhard Eppler, Wolfgang Thierse und Gesine Schwan pl&auml;dieren f&uuml;r Verhandlungen.<br>\nKurz vor dem SPD-Parteitag in Bonn mehren sich die Stimmen prominenter Sozialdemokraten, die sich nachdr&uuml;cklich f&uuml;r die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen aussprechen. Unter ihnen sind die vier ehemaligen SPD-Vorsitzenden Hans-Jochen Vogel, Matthias Platzeck, Kurt Beck und Franz M&uuml;ntefering ebenso wie die drei fr&uuml;heren Juso-Chefs Niels Annen, Bj&ouml;rn B&ouml;hning und Benjamin Mikfeld. Auch der als SPD-Vordenker bekannte Ex-Bundesminister Erhard Eppler, der fr&uuml;here Bundestagspr&auml;sident Wolfgang Thierse und die zweifache SPD-Bundespr&auml;sidentschaftskandidatin Gesine Schwan unterst&uuml;tzen Verhandlungen zur Bildung einer gro&szlig;en Koalition.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/ex-spd-chefs-koalitionsverhandlungen\">vorw&auml;rts<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Wer gedacht hatte, es k&ouml;nne nicht mehr schlimmen kommen, irrt sich wohl. Wenn das mal keine Beeinflussung von Delegierten ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Bitte lesen Sie dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41982\">Der Abstieg der SPD in die Bedeutungslosigkeit hat zwei Namen: Schr&ouml;der, und dann: M&uuml;ntefering. &ndash; Geben Sie den folgenden Text bitte an Sozialdemokratinnen\/en weiter<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>GiB-Infobrief: Star-&Ouml;konomen: &Ouml;ffentliches Eigentum schwindet rasant<\/strong><br>\nDer spannende Bericht zur weltweiten Ungleichheit, der mitinitiiert wurde von dem franz&ouml;sischen Star-&Ouml;konom Thomas Piketty, ist f&uuml;r die Entwicklung von &ouml;ffentlichem Verm&ouml;gen so etwas wie eine Satellitenaufnahme: Man sieht alles auf einen Blick. Das &ouml;ffentliche Kapital &ndash; also alle Verm&ouml;gen und Schulden der &ouml;ffentlichen Hand zusammengerechnet &ndash; wurde in vielen L&auml;ndern der Welt in den letzten 40 bis 50 Jahren halbiert. Diese Entwicklung gab es auch in Deutschland: Von 1970 bis 2016 fiel der Wert des &ouml;ffentlichen Nettoverm&ouml;gens im Verh&auml;ltnis zum j&auml;hrlichen Nationaleinkommen von 28 auf 12 Prozent. Was bedeuten diese Zahlen? Die regierende Politik in Bund, L&auml;ndern und Kommunen hat Infrastrukturen verkauft, aber daf&uuml;r viel weniger Geld eingenommen, als sie wert waren. Sie haben andere Einrichtungen der Daseinsvorsorge an Private abgegeben, per Konzession oder &uuml;ber &Ouml;ffentlichen-Privaten Partnerschaften (&Ouml;PPs). Die &bdquo;Partner&ldquo; haben zwar das Geld eingesteckt, aber die ihnen anvertrauten Versorgungsnetze verfallen lassen. Und dort, wo privatisierte Bereiche von der &ouml;ffentlichen Hand zur&uuml;ckgekauft wurden, musste daf&uuml;r viel mehr bezahlt werden, als diese Einrichtungen nach der Privatisierungsphase noch wert waren. In der Piketty-Studie kommt man zu dem Schluss: &bdquo;Die Kombination aus umfangreicher Privatisierung und wachsender Einkommensungleichheit innerhalb der L&auml;nder hat den Anstieg von Verm&ouml;gensungleichheit unter Individuen verst&auml;rkt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.gemeingut.org\/gib-infobrief-star-oekonomen-oeffentliches-eigentum-schwindet-rasant\/\">Gemeingut in B&uuml;rgerInnenhand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Armutspolitisch wirkungslos: Parit&auml;tischer legt Expertise zu Konzept der sogenannte &ldquo;Grundrente&rdquo; vor<\/strong><br>\nAls &bdquo;dreisten Etikettenschwindel&ldquo; und &bdquo;armutspolitisch wirkungslos&ldquo; kritisiert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die Pl&auml;ne der Sondierenden aus Union und SPD zur Einf&uuml;hrung einer sogenannten &bdquo;Grundrente&ldquo;. &bdquo;Die Voraussetzungen sind zu hoch, die Umsetzung zu kompliziert und die Leistungen zu niedrig&ldquo;, kritisiert Ulrich Schneider, Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Parit&auml;tischen Gesamtverbands.<br>\nNach einer Expertise der Parit&auml;tischen Forschungsstelle, die der Verband heute vorlegte, kann gerade einmal ein F&uuml;nftel der Altersgrundsicherungsbezieher 35 Jahre und mehr beitragspflichtige Erwerbsarbeit als Voraussetzung f&uuml;r die so genannte Grundrente vorweisen. Hinzu k&auml;me, dass nach den Pl&auml;nen der Sondierenden die gleichen Kriterien wie bei der Sozialhilfe angelegt werden: Erst m&uuml;sse angespartes Verm&ouml;gen eingesetzt werden und auch falls weitere ausreichende Einkommen, etwa von Ehepartnern vorhanden sind, entfalle der Anspruch auf die Leistung. &bdquo;Hier von Rente zu sprechen, ist schon ein dreister Etikettenschwindel. Eine Rente ist ein Anspruch, der ganz unabh&auml;ngig von weiteren Einkommen oder Verm&ouml;gen erworben wird. Das hier ist keine Rente, sondern eine Sozialhilfe Plus f&uuml;r lediglich einen kleinen Teil der von Armut bedrohten Menschen&ldquo;, so Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/armutspolitisch-wirkungslos-paritaetischer-legt-expertise-zu-konzept-der-sogenannte-grundrente-vor\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Soziales Europa? Nicht beim Gehalt!<\/strong><br>\nDie EU soll sozialer werden. Doch neue Zahlen weisen darauf hin, dass das Gegenteil der Fall ist: Die Chefgeh&auml;lter entfernen sich immer mehr vom Arbeitnehmer-Einkommen. Das macht sogar dem Weltwirtschaftsforum in Davos Sorgen &ndash; es warnt vor einer Gefahr f&uuml;r den sozialen Frieden.<br>\nDie alarmierenden Zahlen kommen vom Europ&auml;ischen Gewerkschaftsbund (EGB) in Br&uuml;ssel. Europ&auml;ische Konzernchefs kassieren allein schon in den vier Tagen der Davos-Konferenz mehr, als die meisten Menschen in zwei Jahren verdienen, hei&szlig;t es in einem Papier des EGB.<br>\nBesonders krass sind die Einkommensunterschiede demnach in Gro&szlig;britannien. Dort liegt das Chefsal&auml;r in vier Tagen mehr als doppelt so hoch wie das durchschnittliche Jahreseinkommen der Arbeitnehmer.<br>\nIn den Niederlanden muss ein Durchschnittsb&uuml;rger ein Jahr und zehn Monate arbeiten, um vier Tagesgeh&auml;lter eines Chefs zu verdienen. In Deutschland sind es nach Angaben des EGB sogar 18 Monate.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/lostineu.eu\/soziales-europa-nicht-beim-gehalt%20\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Ein&auml;ugige Justiz, schwerwiegende Verfahrensverst&ouml;&szlig;e&ldquo;<\/strong><br>\nDie ehemalige Justizministerin Herta D&auml;ubler-Gmelin prangert das Verfahren gegen Brasiliens Ex-Pr&auml;sident Lula da Silva an.<br>\nVon der Entscheidung des Gerichts h&auml;ngt ab, ob Lula bei den kommenden Pr&auml;sidentschaftswahlen antreten kann. Am 24. Januar 2018 soll das brasilianische Bundesgericht in Porto Alegre als Berufungsinstanz seine Entscheidung &uuml;ber die Verurteilung des ehemaligen Pr&auml;sidenten Lula da Silva durch das Bundesstrafgericht in Curitiba bekannt geben. Dieses erstinstanzliche Gericht unter Leitung von Bundesrichter Sergio Moro hatte am 12.07.2017 Lula da Silva wegen Bestechlichkeit und Geldw&auml;sche zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren und sechs Monaten verurteilt.<br>\nDie Entscheidung des Berufungsgerichts ist in mehrfacher Weise wichtig: Einmal deshalb, weil die inhaltliche Richtigkeit und rechtsstaatliche Qualit&auml;t des erstinstanzlichen Urteils in Rede steht.<br>\nZum anderen wird von der Entscheidung des Berufungsgerichts abh&auml;ngen, ob Lula bei den kommenden Pr&auml;sidentschaftswahlen in Brasilien als Kandidat der Arbeitspartei PT antreten kann. Genau das will Brasiliens derzeit herrschende Machtelite im Verbund mit dem die &Ouml;ffentlichkeit dominierenden Medienkonzern Globo mit allen Mitteln verhindern. Lulas Popularit&auml;t w&auml;chst derzeit t&auml;glich, w&auml;hrend die Glaubw&uuml;rdigkeit der politischen Institutionen, aber auch der Gerichte Brasiliens wegen Korruptionsvorw&uuml;rfen und den Ma&szlig;nahmen gegen die Armen Brasiliens immer mehr schwindet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/lateinamerika\/artikel\/detail\/einaeugige-justiz-schwerwiegende-verfahrensverstoesse-2537\/\">IPG Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die &Auml;ra der Nationalismen (II)<\/strong><br>\nBeobachter warnen vor der angek&uuml;ndigten Verleihung der &ouml;sterreichischen Staatsb&uuml;rgerschaft an mehrere hunderttausend B&uuml;rger Italiens. Wie &Ouml;sterreichs Au&szlig;enministerin Karin Kneissl best&auml;tigt, wird Wien in K&uuml;rze mit den Vorbereitungen f&uuml;r das Vorhaben beginnen. Mit gravierenden Auseinandersetzungen mit Italien wird gerechnet. Tats&auml;chlich ma&szlig;en sich mehrere EU-Mitglieder bereits seit Jahren an, B&uuml;rgern fremder Staaten die eigene Staatsb&uuml;rgerschaft zu &uuml;bertragen und damit ihre Loyalit&auml;t zu beanspruchen. Vorreiter ist Deutschland, das schon in den 1990er Jahren begonnen hat, deutschsprachige B&uuml;rger Polens in gro&szlig;er Zahl zu seinen B&uuml;rgern zu machen; schon 2011 besa&szlig;en fast 240.000 Polen einen deutschen Pass. Auch Italien verleiht B&uuml;rgern Sloweniens und Kroatiens, die es als &ldquo;Italiener&rdquo; bezeichnet, italienische Papiere. Ungarn hat inzwischen mehr als eine Million B&uuml;rger seiner Nachbarstaaten zu Ungarn gemacht, Rum&auml;nien rund 300.000 Moldawier zu Rum&auml;nen. Beobachter warnen vor einer Wiederkehr von Territorialforderungen innerhalb der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7507\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Russland: Aufholende R&uuml;stung?<\/strong><br>\nIn Stars &amp; Stripes wird Curtis M. Scaparrotti, Chef des f&uuml;r Russland zust&auml;ndigen EUCOM, mit seinen Warnungen zitiert, Russland hohle im milit&auml;rischen Bereich rapide auf:  &bdquo;Because of the modernization they&rsquo;ve made, while we are dominant, we will not be in five years &hellip; if we are not adapting&rdquo;. Angesichts dessen, dass im Artikel ebenfalls erw&auml;hnt wird, dass die Milit&auml;rexperten von Janes&rsquo;s das russische Budget f&uuml;r das Jahr 2017 auf gerade einmal 50 Mrd. Dollar sch&auml;tzen, sind derartige Bef&uuml;rchtungen geradezu lachhaft. Schlie&szlig;lich sch&auml;tzt die NATO selbst die Milit&auml;rausgaben ihrer Mitgliedsl&auml;nder f&uuml;r das Jahr 2017 auf etwas &uuml;ber 945 Mrd. Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/01\/18\/russland-aufholende-ruestung\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>T&uuml;rkei vor Einmarsch in syrisches Kurdengebiet<\/strong><br>\nDer t&uuml;rkische Pr&auml;sident Erdogan plant eine Milit&auml;roffensive in Syrien. Er riskiert, dass die Lage dort eskaliert &ndash; und er gleich zwei Gro&szlig;m&auml;chte gegen sich aufbringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/tuerkei-recep-tayyip-erdogan-plant-einmarsch-in-syrien-a-1188512.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Beim deutsch-t&uuml;rkischen Panzerdeal versucht Gabriel die &Ouml;ffentlichkeit hinters Licht zu f&uuml;hren<\/strong><br>\n&bdquo;Das deutsch-t&uuml;rkische Tauwetter m&uuml;ndet seitens der Bundesregierung in eine Aufr&uuml;stung der t&uuml;rkischen Armee f&uuml;r deren angek&uuml;ndigte Offensive gegen kurdische Einheiten, die sich gegen den IS in Syrien gestellt haben. Es ist v&ouml;llig inakzeptabel, dass Bundesau&szlig;enminister Sigmar Gabriel versucht die &Ouml;ffentlichkeit hinters Licht zu f&uuml;hren und die R&uuml;stungslieferungen mit dem angeblichen Kampf Erdogans gegen den IS rechtfertigt. Und zugleich verweigert die Bundesregierung konkrete Angaben, wo denn der angebliche Panzereinsatz der T&uuml;rkei gegen den IS &uuml;berhaupt stattfindet&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und R&uuml;stungsexpertin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Antwort der Bundesregierung auf schriftliche Fragen der Abgeordneten und die aktuellen Panzerverlegungen der t&uuml;rkischen Armee in die t&uuml;rkisch-syrische Grenzregion. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Der deutsche Au&szlig;enminister sagt die Unwahrheit, wenn er behauptet, dass es bei der Aufr&uuml;stung der t&uuml;rkischen Armee um den Kampf gegen den IS gehe. Die Zusage der Bundesregierung ist nichts anderes als ein Geschenk an Erdogan und die D&uuml;sseldorfer R&uuml;stungsschmiede Rheinmetall. Nicht die Terrormilizen des IS sind das Ziel der t&uuml;rkischen Kampfeinheiten, sondern die kurdischen Selbstverteidigungseinheiten in Syrien und im Irak, die den IS bek&auml;mpfen. Die R&uuml;stungsexporte der Bundesregierung an Erdogan schw&auml;chen den Kampf gegen den IS und st&auml;rken allein islamistische Terrormilizen in Syrien, an deren Seite die T&uuml;rkei operiert.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/beim-deutsch-tuerkischen-panzerdeal-versucht-gabriel-die-oeffentlichkeit-hinters-licht-zu-fuehren\/\">Linksfraktion<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Linke kritisiert Potsdamer Milit&auml;rforscher<\/strong><br>\n&bdquo;Ignoranz gegen&uuml;ber der Erforschung des Nationalsozialismus und insbesondere des Holocaust&ldquo; wirft die Linke im Bundestag dem Potsdamer Zentrum f&uuml;r Milit&auml;rgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) vor. Die Forschungst&auml;tigkeit dort ersch&ouml;pfe sich &bdquo;im Zelebrieren der Bundeswehrgeschichte in der Bundesrepublik zwischen 1949 bis 1989&ldquo;, kritisiert die Linken-Abgeordnete Brigitte Freihold.<br>\nIn einer Kleinen Anfrage wollte die Linkenfraktion vom Bundesverteidigungsministerium unter anderem wissen, welche Forschungen zum Holocaust sowie zum Zweiten Weltkrieg in Osteuropa in den vergangenen zehn Jahren am Zentrum durchgef&uuml;hrt wurden. Das ZMSBw habe seit 2008 &bdquo;keine eigenst&auml;ndige Schrift zum Thema ,Holocaust&lsquo; ver&ouml;ffentlicht und dar&uuml;ber hinaus auch keine weitere Forschung zu diesem Thema durchgef&uuml;hrt&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort von Ralf Brauksiepe, Staatssekret&auml;r im Bundesverteidigungsministerium. (&hellip;)<br>\nHintergrund der Anfrage seien rechtsextreme Vorf&auml;lle in der Bundeswehr, schreiben die Fragestellerinnen in einer Vorbemerkung. Eine kritische Aufarbeitung der NS-Geschichte, des Holocaust und des deutschen Vernichtungskriegs in Osteuropa sei &bdquo;vor dem Hintergrund der Debatte um Leitbilder und Traditionen der Bundeswehr von enormer Bedeutung&ldquo;. Freihold kritisiert nun ein &bdquo;gravierendes Defizit in der Aufkl&auml;rung &uuml;ber den NS&ldquo; am Potsdamer Zentrum, dessen Arbeit sich auch an Soldaten und Offiziere richtet.<br>\nGefragt haben die Abgeordneten auch, wie etwa die deutsche Besatzung in Osteuropa, die Rolle der Wehrmacht im Holocaust oder die Hungerpolitik gegen die Sowjetunion in Bildungsangeboten f&uuml;r Bundeswehrangeh&ouml;rige inhaltlich umgesetzt werden. Solche Themen f&auml;nden in den &bdquo;Medien der historischen Bildung f&uuml;r die Streitkr&auml;fte&ldquo; &ndash; Ausstellungen, Lehrb&uuml;cher, Unterrichtsmaterialien und die ZMSBw-Zeitschrift &bdquo;Milit&auml;rgeschichte&ldquo; &ndash; eine &bdquo;angemessene Darstellung im Rahmen der Gesamtdarstellung des Zweiten Weltkriegs&ldquo;, hei&szlig;t es. Von den 44 Historikerinnen und Historikern besch&auml;ftigen sich laut Brauksiepe zwei speziell mit Osteuropa im Zweiten Weltkrieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wissen\/bundeswehr-und-wehrmacht-linke-kritisiert-potsdamer-militaerforscher\/20857990.html\">Der Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Apple schockt Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nDie Entscheidung von Apple, seine Konzern-Milliarden wieder verst&auml;rkt in den USA anzulegen, schl&auml;gt hohe Wellen in Europa. Dort hatte man dem Konzern jahrelang gro&szlig;z&uuml;gige Steuernachl&auml;sse gew&auml;hrt. [&hellip;]<br>\nDie 38 Milliarden US-Dollar Steuern, die Apple f&uuml;r die Gewinnverlagerung in die USA bezahlen muss, kann der Apple-Chef verschmerzen. Angesichts des Gewinns von 250 Milliarden. Ein Gewinn, welchen das Steuerparadies Irland mit m&ouml;glich machte.<br>\nDenn die Regierung in Dublin erm&ouml;glichte systematisch, dass &ndash; wie EU-Wettbewerbskommissarin Vestager es formulierte &ndash; ein gro&szlig;er Teil der EU-Eink&uuml;nfte &uuml;berhaupt nicht versteuert wurde. Weil Irland lange Zeit die Eink&uuml;nfte von Hauptquartieren f&uuml;r steuerfrei erkl&auml;rte. Also buchte die Tochterfirma Apple Sales International einen Gro&szlig;teil ihrer Gewinne auf das Hauptquartier, obwohl es praktisch nur virtuell existierte.<br>\nIllegale Staatsbeihilfe durch Irland, so die Diagnose der EU-Kommission. Sie ordnete eine Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro an. Doch die irische Regierung stellte sich auf Apples Seite. Irland sei keine Steueroase. Und wolle auch keine sein, erkl&auml;rte Irlands Premier Leo Varadkar im EU-Parlament. Und lehnte die Entgegennahme der von der EU-Kommission angeordneten Strafe kategorisch ab.<br>\nMittlerweile hat die Regierung in Dublin zwar nachgegeben. Weil sie Br&uuml;ssel im Brexit-Poker mit dem Vereinigten K&ouml;nigreich braucht. Aber die 13 Milliarden Euro Steuernachzahlung wurden immer noch nicht auf das daf&uuml;r eingerichtete Treuhandkonto &uuml;berwiesen. Erst im zweiten Quartal dieses Jahres werde man mit dem Einsammeln beginnen, betonte jetzt der irische Premier im Stra&szlig;burger EU-Parlament. Obwohl die Frist f&uuml;r die Steuernachzahlung bereits seit Januar 2017 abgelaufen ist.<br>\nDoch Irland sucht bisher vergeblich Investmentmanager, welche die Milliardennachzahlung geschickt anlegen sollen. Auch bei deren Auswahl hat Apple die H&auml;nde im Spiel. Das Juncker-Team guckt nur ohnm&auml;chtig zu: Ob Apple jetzt &uuml;berhaupt noch einen Cent nach Irland &uuml;berweist, wei&szlig; niemand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/apple-eu-us-steuerreform-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU verbannt Palm&ouml;l aus dem Tank<\/strong><br>\nDas EU-Parlament will die Nutzung von Palm&ouml;l als Biokraftstoff ab 2021 verbieten. Stattdessen m&uuml;sse in den n&auml;chsten Jahren auf fortschrittliche Biokraftstoffe aus Abfallprodukten und vor allem auf die Elektromobilit&auml;t umgeschwenkt werden.<br>\n&bdquo;Das Europ&auml;ische Parlament stellt die richtigen Weichen, um den Verkehrssektor klimatauglich zu machen&ldquo;, sagte Jo Leinen, zust&auml;ndiges Mitglied im Umweltausschuss nach der Plenarabstimmung f&uuml;r die neuen EU-Regeln. Das Parlament fordere ein Umdenken im Verkehrsbereich. &bdquo;Die EU-Biokraftstoffpolitik der letzten Jahre hat Abholzungen in Drittstaaten bef&ouml;rdert. In S&uuml;dostasien und Afrika m&uuml;ssen f&uuml;r Palm&ouml;l-Plantagen W&auml;lder weichen. Damit ist dem Klima nicht geholfen. Palm&ouml;l als Biosprit hat in der EU ausgedient.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/energie-und-umwelt\/news\/eu-verbannt-palmoel-aus-dem-tank\/\">Euroactiv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leseres OW:<\/strong> Sie k&ouml;nnen auch richtige &amp; sinnvolle Entscheidungen treffen &ndash; ist hier aber auch einfacher, da die Produzenten-Lobby im fernen Malaysia und Indonesien sitzt, anstatt am Mittagstisch in Br&uuml;ssel&hellip; Schnelligkeit in der Umsetzung geht aber anders &ndash; 5 Jahre von dem Erkenntnis-Gewinn &uuml;ber die Unsinnigkeit (hier Greenpeace-Studie von 2013) zur Umsetzung ist einfach zu lang.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Freihandel zerst&ouml;rt Regenwald: Waldbrand im Hinterland<\/strong><br>\nIn Indonesien brennen j&auml;hrlich riesige Fl&auml;chen Moore und Tropenwald ab, um Platz f&uuml;r Palm&ouml;lplantagen zu schaffen. Angeheizt wird die Umweltkatastrophe durch die Lebensmittelindustrie, kurzsichtige Energievorschriften und bilaterale Freihandelsabkommen<br>\nMit dramatischer Regelm&auml;&szlig;ig&shy;keit brennen in Indonesien jedes Jahr weite Fl&auml;chen der dort noch verbliebenen Re&shy;genw&auml;lder und Torfmoore ab. Wochenlang liegen dann die gro&szlig;en Inseln Sumatra und Borneo und auch Malaysia unter einer dich&shy;ten Smogschicht. Die Feuer setzen in einem Monat mehr klimasch&auml;dliches Kohlendioxid und Methan frei als Deutschland in einem ganzen Jahr. Schuld an der Umweltkatastro&shy;phe sind in erster Linie illegale Brandrodun&shy;gen f&uuml;r neue Palm&ouml;lplantagen, gegen die der Staat nur halbherzig bis gar nicht vorgeht. Zu gro&szlig; ist der dabei zu erwartende Profit, zu stark der Einfluss der &Ouml;lmafia: Der Wert der Palm&ouml;lexporte Indonesiens liegt bei um&shy;gerechnet etwa 16 Milliarden Euro. Mit welt&shy;weit 66 Millionen Tonnen pro Jahr ist Palm&ouml;l das meist produzierte Pflanzen&ouml;l &uuml;berhaupt. Allein in Indonesien und Malaysia sprie&szlig;en die &Ouml;lpalmen in Monokulturen auf einer Fl&auml;che fast f&uuml;nfmal so gro&szlig; wie die Schweiz. Geht es nach der Regierung, soll sich die Fl&auml;che bis 2025 noch verdoppeln. Um Platz f&uuml;r immer neue Plantagen zu schaffen, wer&shy;den die W&auml;lder abgeholzt und die indigene Bev&ouml;lkerung brutal vertrieben. Mit den B&auml;u&shy;men verschwinden aber auch seltene Tierar&shy;ten wie Orang-Utan, Tiger und Zwergelefant.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.hintergrund.de\/politik\/welt\/waldbrand-im-hinterland\/\">Hintergrund<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Alles andere als fair<\/strong><br>\nAuftakt der &raquo;Gr&uuml;nen Woche&laquo;: Kritik an Export&uuml;bersch&uuml;ssen der deutschen Agrarwirtschaft. &raquo;Umkehr&laquo; in globaler Handelspolitik gefordert (&hellip;)<br>\nDen Auftakt machten am Morgen Joachim Rukwied, Pr&auml;sident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) und Bundeslandwirtschaftsminister Chris&shy;tian Schmidt (CSU). Beide arbeiteten sich an Interviewaussagen ab, die zuvor Schmidts Kabinettskollegin Barbara Hendricks (SPD), ihres Zeichens Umweltministerin, getan hatte. Sie hatte die teilweise &Uuml;berproduktion insbesondere bei Schweinefleisch in der Bundesrepublik kritisiert. Diese treibe die Exportquoten in die H&ouml;he, sagte Hendricks im Gespr&auml;ch mit der Neuen Osnabr&uuml;cker Zeitung (Donnerstagausgabe) und f&uuml;gte hinzu: &raquo;Es ist keine tragf&auml;hige Strategie, jeden chinesischen K&uuml;hlschrank mit Schweinefleisch aus Deutschland zu versorgen.&laquo; Zudem w&uuml;rden in der Bundesrepublik in einigen Regionen zu viele Tiere gehalten, was zu einer Belastung der Umwelt insbesondere mit Nitrat f&uuml;hre. Hendricks forderte eine fl&auml;chengebundene Schweine-, Rinder- und Gefl&uuml;gelhaltung, bei der nur so viele Tiere gehalten werden, dass Mist und G&uuml;lle auf den betriebseigenen Fl&auml;chen so ausgebracht werden k&ouml;nnen, dass es nicht zu einer &uuml;berh&ouml;hten N&auml;hrstoffkonzentration im Boden kommt. Die Minis&shy;terin monierte zudem, das Agrarressort habe in der vergangenen Legislaturperiode einen Gesetzesvorschlag aus ihrem Haus zur Begrenzung der Tierzahl bei Stallneubauten blockiert. (&hellip;)<br>\nMinister Schmidt wiederum hatte schon im Juni beim Bauerntag in Berlin seine auf Exportf&ouml;rderung orientierte Politik verteidigt: &raquo;Wir freuen uns &uuml;ber jeden BMW, der in Japan herumf&auml;hrt. Warum nicht auch deutsche Milch in einem chinesischen K&uuml;hlschrank?&laquo; Die deutschen Agrarausfuhren erreichten 2017 tats&auml;chlich einen neuen H&ouml;chststand. Nach vorl&auml;ufiger Berechnung wurden Lebensmittel und Landtechnik im Wert von 78,3 Milliarden Euro in andere L&auml;nder verkauft, wie die Exportf&ouml;rderorganisation GEFA am Donnerstag mitteilte. Das entspricht einem Anstieg um 3,9 Prozent.<br>\nDas Agrarb&uuml;ndnis, ein Zusammenschluss von derzeit 25 unabh&auml;ngigen Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Natur- und Tierschutz sowie Verbraucher- und Entwicklungspolitik, kritisierte genau diese Orientierung auf Ausfuhren und &Uuml;berproduktion am Donnerstag deutlich. Diese verdr&auml;nge Kleinbauern in den L&auml;ndern des S&uuml;dens von ihren heimischen M&auml;rkten und raube ihnen damit ihre Existenz, sagte der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des B&uuml;ndnisses, Frieder Thomas, bei der Vorstellung des diesj&auml;hrigen Kritischen Agrarberichts. Auch den meisten deutschen Bauern habe das herrschende System vor allem &raquo;ruin&ouml;se Preise&laquo; gebracht. Die Exporte aus der EU tr&uuml;gen wiederum zu &raquo;Flucht und Migration ma&szlig;geblich bei&laquo;. Notwendig sei deshalb eine &raquo;grunds&auml;tzliche Umkehr in der Agrarhandelspolitik, eine St&auml;rkung regionaler Wertsch&ouml;pfungsketten und eine Qualit&auml;tsstrategie mit Produkten, die umwelt-, tier- und klimafreundlich erzeugt werden&laquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/325595.alles-andere-als-fair.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Schuss gegen Donbass<\/strong><br>\nNach dreit&auml;giger Debatte hat das ukrainische Parlament am Donnerstag das &raquo;Gesetz &uuml;ber Besonderheiten der staatlichen Politik zur Gew&auml;hrleistung der Souver&auml;nit&auml;t der Ukraine &uuml;ber die zeitweilig besetzten Gebiete der Regionen Donezk und Luhansk&laquo; verabschiedet. F&uuml;r den Text stimmten nach Einarbeitung von &uuml;ber 700 &Auml;nderungsantr&auml;gen 280 der 450 Abgeordneten, vor allem vom &raquo;Block Petro Poroschenko&laquo;, der &raquo;Nationalen Front&laquo; des fr&uuml;heren Ministerpr&auml;sidenten Arsenij Jazenjuk sowie der &raquo;Radikalen Partei&laquo; von Oleg Ljaschko.<br>\nDer beschlossene Text macht Russland unmittelbar daf&uuml;r verantwortlich, dass sich die &raquo;zeitweilig besetzten Gebiete&laquo; der Kiewer Kontrolle entzogen haben. Russland wird als &raquo;Aggressorstaat&laquo; bezeichnet, dessen &raquo;Okkupation&laquo; des Donbass ihm &raquo;keinerlei territoriale Rechte&laquo; verleihe, egal, wie lange sie noch dauere. Moskau sei auch verantwortlich f&uuml;r alle Kosten des Wiederaufbaus der Region. An dieser Stelle wird deutlich, was ukrainische Kritiker sehr schnell bem&auml;ngelten: der rein deklarative Charakter des in der ukrainischen Politik lange h&ouml;chst umstrittenen Gesetzes. Selbst wenn die Unterstellungen &uuml;ber den Charakter der international nicht anerkannten &raquo;Volksrepubliken&laquo; Donezk und Lugansk als &raquo;Besatzungsverwaltungen&laquo; zutr&auml;fen, d&uuml;rfte auch in Kiew niemand so naiv sein zu glauben, dass Russland vor den starken Formulierungen des Textes in die Knie gehen w&uuml;rde. (&hellip;)<br>\nIn den &raquo;Volksrepubliken&laquo; wurde die Verabschiedung des Gesetzes als Beleg daf&uuml;r gewertet, dass die Zeichen auf Krieg stehen. Kiew habe seiner &raquo;Soldateska&laquo; alle Fesseln abgenommen, sagte das Oberhaupt der Donezker VR, Alexander Sachar&shy;tschenko. Die Minsker Vereinbarungen von 2015 seien damit gegenstandslos geworden. Formal stimmt das nicht, denn der ukrainische Gesetzestext nimmt auf sie Bezug. Auch seine Verabschiedung selbst entspricht formal einer Forderung von &raquo;Minsk&laquo;, den politischen Status der abtr&uuml;nnigen Gebiete zu regeln. Aber inhaltlich kann von Entspannung keine Rede sein. Die in Minsk vereinbarten politischen Konzessionen der Ukraine, in erster Linie eine Amnestie f&uuml;r die Aktivisten des Volksaufstands von 2014 und f&uuml;r die Beamten der Volksrepubliken, sind ausgeblieben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/325581.schuss-gegen-donbass.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ihr K&auml;uferpotenzial bestimmt, welche Inhalt Sie sehen<\/strong><br>\nZeitung goes digital: Print wird schon bald ganz der Vergangenheit angeh&ouml;ren, online geh&ouml;rt die Zukunft. Und er&ouml;ffnet ganz neue M&ouml;glichkeiten der Wertsch&ouml;pfung f&uuml;r den Kaufmann im Verlag. Dumm nur, dass der neue Rohstoff UNSERE DATEN sind, die Auskunft geben, was Sie und ich und Millionen von anderen im Internet bisher so getrieben haben. Kriegen wir damit nur Anzeigen f&uuml;r die Produkte, die wir kaufen SOLLEN?! Oder wird auch der redaktionelle Content zunehmend individuell zielgerichtet geliefert? [&hellip;]<br>\nDie alle haben sich inzwischen auch einen Online-Ableger zugelegt, also eine Webseite, auf der (teilweise) die Artikel verbreitet werden, die auch im Print erscheinen. Insgesamt gibt es aktuell rund 700 Webseiten von Zeitungen. Von denen wir Konsumenten annehmen, dass hier die gleiche Qualit&auml;t von Journalismus &ndash; auch noch weitgehend kostenlos! &ndash; dargeboten wird, f&uuml;r die man als Abonnent oder K&auml;ufer der Print-Ausgabe schon immer bezahlen musste. Die Macher dieser Zeitungen und Webseiten lassen uns auch gerne in dem Glauben, dass hier hochqualitativer Journalismus geboten wird von einer Redaktion, die streng dem Pressekodex verpflichtet ist und &ndash; als die &bdquo;Vierte Gewalt im Staate&ldquo; das gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Geschehen im Lande beobachtet, beschreibt, kommentiert. Und damit letztlich auch kontrolliert und beeinflusst. Strikt objektiv und neutral &ndash; selbstredend! &ndash; und frei von eigenen finanziellen oder strategisch\/taktischen Interessen.<br>\nNichts k&ouml;nnte falscher sein als diese Annahme! Denn die neuen M&ouml;glichkeiten des &bdquo;Online&ldquo; er&ouml;ffnen den Anbietern von Zeitungs-Webseiten endlich die lang ersehnten und dringend notwendigen neuen Einnahme-M&ouml;glichkeiten. Artikel ausschlie&szlig;lich von der hauseigenen Redaktion schreiben zu lassen, um damit das Umfeld f&uuml;r Anzeigen in einem Premium-Segment zu schaffen, wie es die S&uuml;ddeutsche oder Frankfurter Allgemeine, das Handelsblatt oder die Welt praktiziert haben, das ist die Steinzeit von gestern. &bdquo;Zielf&uuml;hrende Werbung&ldquo; (&bdquo;programmatic advertising&ldquo; im Branchen-Slang) ist das Schlagwort f&uuml;r das neue Gesch&auml;ftsmodell im Internet. Das Ziel (engl.: target) ist dabei der einzelne Internet-Nutzer, dem man etwas verkaufen kann. Und dem man dazu ganz individuell mit der &bdquo;Werbung&ldquo; beliefert, damit aus dem Zeitungsleser m&ouml;glichst bald ein Kunde f&uuml;r das beworbene Produkt werden m&ouml;ge.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/cives.de\/ihr-kaeuferpotenzial-bestimmt-welche-inhalte-sie-sehen-6991\">Cives<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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