{"id":42003,"date":"2018-01-22T08:43:44","date_gmt":"2018-01-22T07:43:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003"},"modified":"2018-01-22T08:43:44","modified_gmt":"2018-01-22T07:43:44","slug":"hinweise-des-tages-3042","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h01\">Schulz erlebt sein Waterloo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h02\">Die SPD schafft sich ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h03\">Ausschnitt: Oskar Lafontaines Rede zur Sammlungsbewegung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h04\">Alle zwei Tage ein neuer Milliard&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h05\">Pensionsfonds der Europaabgeordneten droht offenbar Pleite<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h06\">Oje, doch eine deutsch-franz&ouml;sische Achse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h07\">Sind die deutschen Banken wirklich unschuldig?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h08\">Im Dividenden-Schlaraffenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h09\">Schnelles Internet im Schneckentempo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h10\">Tarifbindung geht weiter zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h11\">Die Bahn k&auml;mpft jetzt gegen das V-Schnitt-Problem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h12\">Finding Your Voice<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h13\">Im Kampf gegen &bdquo;Fake News&rdquo; wird das Internet zum Target staatlicher Zensur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h14\">Von Big Data zu Big Brother<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h15\">Pentagon: Nach dem Terrorismus r&uuml;sten f&uuml;r zwischenstaatliche Kriege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h16\">Was geschieht mit den syrischen Kurden?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h17\">400 Personen liefern Infos nach Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42003#h18\">Facebook bittet User um Mithilfe<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schulz erlebt sein Waterloo<\/strong><br>\nDie Schw&auml;che von Martin Schulz wurde offensichtlich: Flehen statt Mitrei&szlig;en &ndash; der SPD-Chef erlebte in Bonn sein Waterloo, meint Angela Ulrich. Das reicht maximal noch zwei Jahre. Und dann? Eine hat sich unfreiwillig beworben.<br>\nAutsch, war das knapp. Die SPD-Delegierten haben sich in Bonn zu einem Ja zu Koalitionsverhandlungen gequ&auml;lt. Martin Schulz kann sich bei Andrea Nahles bedanken. W&auml;re die Fraktionschefin nicht wie eine L&ouml;win auf die B&uuml;hne gest&uuml;rmt und h&auml;tte f&uuml;r die GroKo gebr&uuml;llt &ndash; wirklich gebr&uuml;llt &ndash; vielleicht w&auml;re es noch in die Hose gegangen.<br>\nDenn die Gegner eines neuen schwarz-roten B&uuml;ndnisses waren die Sieger der Herzen auf diesem denkw&uuml;rdigen SPD-Parteitag. Juso-Chef Kevin K&uuml;hnert, der gesittete Rebell, hat mit seiner zehnmin&uuml;tigen Rede weit mehr Applaus bekommen als der SPD-Vorsitzende in einer knappen Stunde. Weil das Herz vieler Genossen sagt: Nichts wie raus aus der GroKo! Der Verstand aber am Ende lauter gerufen hat: Stopp, hiergeblieben. Deutschland braucht uns, es ist zu riskant zu gehen. [&hellip;]<br>\nDarauf kann Schulz aufbauen, sofern er noch die Kraft dazu hat. Mehr als ein Mann des &Uuml;bergangs wird er f&uuml;r die SPD nicht mehr werden &ndash; h&ouml;chstens zwei Jahre noch, dann muss ein anderer ran, oder eine andere. Andrea Nahles hat &ndash; vielleicht unfreiwillig &ndash; schon mal eine Bewerbungsrede gehalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/spd-kommentar-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Das schwache Ergebnis hat in der Tat &uuml;berrascht. Wenn die Parteispitze nur eine hauchd&uuml;nne Mehrheit der Delegierten mitnehmen kann, ist dies ein Misstrauensvotum, das zeigt, wie Recht Oskar Lafontaine mit seinem Ansto&szlig; f&uuml;r eine Sammlungsbewegung doch hat. Und schon hagelt es konstruktiv daherkommende &bdquo;vergiftete&ldquo; Ratschl&auml;ge aus den Medien. Die Tagesschau empfiehlt der SPD tats&auml;chlich, Schulz mittelfristig gegen Andrea Nahles auszutauschen? Die Frau, die &ndash; wie die Tagesschau ja selbst schreibt &ndash; die unbeliebte GroKo zu ihrem pers&ouml;nlichen Projekt macht? Das kann doch nicht wahr sein. Das &bdquo;Waterloo&ldquo;, das keines war (daf&uuml;r h&auml;tten die Gegner schon gewinnen m&uuml;ssen), war keine Niederlage f&uuml;r Schulz, sondern f&uuml;r (fast) den gesamten SPD-Vorstand, der ja nahezu geschlossen f&uuml;r die GroKo-Koalitionsverhandlungen gestimmt hat.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die SPD schafft sich ab<\/strong><br>\nIhre Idee einer linken Volkspartei hat eine breite Debatte ausgel&ouml;st. Im Interview mit t-online.de erl&auml;utert Sahra Wagenknecht, warum es diese neue Bewegung braucht. Zugleich umwirbt sie vor dem SPD-Parteitag entt&auml;uschte Sozialdemokraten.<br>\nFrau Wagenknecht, Sie haben vor kurzem &ouml;ffentlich dar&uuml;ber nachgedacht, dass in Deutschland die Zeit reif w&auml;re f&uuml;r eine linke Volkspartei. Sind Sie der Linken &uuml;berdr&uuml;ssig?<br>\nSahra Wagenknecht: Nein. Eine linke Volkspartei ist eine Partei, die die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung vertritt, die von einem entfesselten Globalkapitalismus nicht profitiert. Es geht um die Wiederherstellung des Sozialstaates und um den Schutz von L&ouml;hnen und Arbeitspl&auml;tzen. Es w&auml;re sch&ouml;n, wenn die Linke diese Partei wird. In jedem Fall brauchen wir eine linke Kraft, die wesentlich st&auml;rker und einflussreicher ist, als wir aktuell sind. Die SPD schafft sich ab, seit Jahren macht sie Politik gegen ihre eigenen W&auml;hler, sie tr&auml;gt Verantwortung f&uuml;r Niedrigl&ouml;hne, Altersarmut, Privatisierungen und unsichere Jobs. Mit dem erneuten Gang in die Gro&szlig;e Koalition w&uuml;rde sie diese Politik fortsetzen. Dadurch ist eine gro&szlig;e politische Leerstelle entstanden, die bisher nicht von links gef&uuml;llt wird. Die SPD hat seit 1998 zehn Millionen W&auml;hler verloren &ndash; und wir haben lediglich zwei Millionen W&auml;hler mehr als die damalige PDS.<br>\nWann haben Sie zum ersten Mal an eine linke Volkspartei gedacht?<br>\nAls die Debatte um eine erneute gro&szlig;e Koalition begann, die Martin Schulz nach der Wahl ausdr&uuml;cklich ausgeschlossen hatte. Nach dem historisch schlechten Wahlergebnis hat Schulz zun&auml;chst eine personelle und inhaltliche Erneuerung seiner Partei versprochen. Da hatte ich eine vage Hoffnung, dass die SPD verstanden hat, warum sie so viele W&auml;hler verliert, und sich neu aufstellt. Dann h&auml;tten wir in der SPD wieder einen Partner f&uuml;r soziale Politik finden k&ouml;nnten. Aber jetzt demonstriert die SPD den W&auml;hlern, dass es v&ouml;llig egal ist, was sie w&auml;hlen. Union und SPD machen einfach weiter, als w&auml;re nichts geschehen &ndash; die zwei gro&szlig;en Wahlverlierer wollen die n&auml;chste Regierung bilden, alles soll weitergehen wie bisher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/parteien\/id_83083940\/sahra-wagenknecht-im-interview-die-spd-schafft-sich-ab-.html?ml-d\">T-Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ausschnitt: Oskar Lafontaines Rede zur Sammlungsbewegung<\/strong><br>\nWir k&ouml;nnen doch nicht &uuml;bersehen, dass die Rechte in Deutschland und Europa immer st&auml;rker wird. Vor diesem Hintergrund und vor dem Hintergrund der Schw&auml;che der SPD habe ich aufgerufen zu einer Sammlungsbewegung der politischen Linken. Wir m&uuml;ssen uns zusammentun, um das Aufkommen der Rechten in Deutschland und ganz Europa zu verhindern. Das habe ich gestern beim Neujahrsempfang der Fraktion Die Linke im Landtag des Saarlandes erkl&auml;rt. Hier ein Ausschnitt meiner Rede.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/1672178032843657\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Alle zwei Tage ein neuer Milliard&auml;r<\/strong><br>\nVor dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat die Organisation Oxfam einen Bericht zur sozialen Ungleichheit vorgestellt. Das Ergebnis: Der Reichtum der Reichen w&auml;chst rasant.<br>\nDie neuen Zahlen, mit denen Oxfam-Aktivist Nick Bryer hantiert, m&ouml;gen bei den einen Achselzucken und bei den anderen Wut ausl&ouml;sen: Seinen Worten zufolge kommt alle zwei Tage irgendwo auf der Welt ein neuer Dollar-Milliard&auml;r hinzu. Inzwischen seien es mehr als 2000. Eine N&auml;herin in Bangladesch m&uuml;sse ihr ganzes Leben arbeiten, um so viel zu verdienen wie der Chef eines f&uuml;hrenden Modekonzerns in vier Tagen. Und allein 42 Menschen bes&auml;&szlig;en zusammen so viel wie die gesamte &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung.<br>\nDie Schere zwischen Arm und Reich &ouml;ffne sich, beklagt Bryer. &ldquo;Wenn wir uns nur die j&uuml;ngsten Verm&ouml;genszuw&auml;chse anschauen, dann gehen 82 Prozent davon &ndash; also vier von f&uuml;nf Dollar &ndash; an das reichste ein Prozent&rdquo;, sagt er. &ldquo;W&auml;hrend der Wohlstand der unteren H&auml;lfte der Menschheit, dreieinhalb Milliarden Menschen, gar nicht gewachsen ist.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/oxfam-studie-vermoegensverteilung-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Oxfam appelliert an die Regierungen, die wachsende Ungleichheit zu stoppen<\/strong><br>\nDer Bericht legt wieder plakativ die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich und die Bedingungen vor, demonstriert aber auch die Hilflosigkeit moralischer Appelle<br>\nWie mittlerweile jedes Jahr zum Auftakt des Weltwirtschaftsforum in Davos legt Oxam einen Bericht &uuml;ber die Kluft zwischen dem reichsten 1 Prozent und dem Rest der Weltbev&ouml;lkerung vor. Nach dem diesj&auml;hrigen Bericht mit dem Titel &ldquo;Reward Work, not Wealth&rdquo; (Belohnt Arbeit, nicht Reichtum) geht die Schere noch weiter auseinander. Die Zahl der Milliard&auml;re ist auf 2043 angewesen, jeden Tag habe es einen Milliard&auml;r mehr gegeben. 9 von 10 Milliard&auml;ren sind M&auml;nner. Mit 762 Milliarden US-Dollar 82 Prozent des weltweiten Verm&ouml;genswachstums 2017 gingen ans reichste Prozent der Bev&ouml;lkerung. Die Zahlen stammen aus dem Credit Suisse Global Wealth Databook 2017 und der Forbes-Milliard&auml;rsliste. Mit der zunehmenden Kluft schwindet die soziale Mobilit&auml;t &uuml;berall auf der Welt.<br>\nNach dem Bericht hatte die H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung, etwa 3,7 Milliarden Menschen, &uuml;berhaupt keinen Anteil vom Verm&ouml;genszuwachs, w&auml;hrend das reichste Prozent immer noch mehr Verm&ouml;gen besitzt als der Rest der Menschheit. Noch immer leben 700 Millionen Menschen in extremer Armut und hat weniger als 1,9 US-Dollar am Tag. Mehr als die H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung soll aber auch nur zwischen 2 und 10 US-Dollar zum Leben haben. Die Einkommensunterschiede sind grotesk: &ldquo;In nur vier Tagen verdient ein Vorstandsvorsitzender eines der f&uuml;nf gr&ouml;&szlig;ten Modekonzerne so viel wie eine N&auml;herin in Bangladesch in ihrem ganzen Leben.&rdquo; Viele Menschen arbeiten im informellen Sektor, in vielen L&auml;ndern reicht der Mindestlohn, wenn es einen gibt, nicht zum Leben, oft wird er auch hintergangen. Besonders die Frauen, aber auch die jungen Menschen haben oft unsichere, schlecht bezahlte Arbeit und schlechten Bedingungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Oxfam-appelliert-an-die-Regierungen-die-wachsende-Ungleichheit-zu-stoppen-3947402.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Pensionsfonds der Europaabgeordneten droht offenbar Pleite<\/strong><br>\nEin Fonds f&uuml;r die Renten der EU-Abgeordneten steht laut einem Zeitungsbericht kurz vor der Zahlungsunf&auml;higkeit. F&uuml;r die Altersbez&uuml;ge der Politiker fehlten Hunderte Millionen Euro. Nun m&uuml;sse der Steuerzahler aushelfen.<br>\nDem fr&uuml;heren Pensionsfonds der EU-Abgeordneten droht einem Bericht zufolge sp&auml;testens 2026 die Pleite. Es klaffe eine Finanzl&uuml;cke in H&ouml;he von Hunderten Millionen Euro, berichtete die &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung unter Berufung auf eine interne Stellungnahme des Generalsekret&auml;rs des EU-Parlaments, Klaus Welle, f&uuml;r den Haushaltskontrollausschuss.<br>\nDanach hatte der 2009 geschlossene Fonds zwar Ende 2016 ein Verm&ouml;gen von 146,4 Millionen Euro, aber die Pensionsanwartschaften der Ex-Abgeordneten belaufen sich auf 472,6 Millionen Euro. Das rechnerische Defizit belief sich auf 326,2 Millionen Euro. Bereits Anfang 2009 hatte den &uuml;ppigen und umstrittenen Zusatzrenten der Europaabgeordneten ein Defizit in H&ouml;he von 120 Millionen Euro gedroht.<br>\n&ldquo;Das gesch&auml;tzte Datum der Insolvenz des Freiwilligen Pensionsfonds ist grob gesch&auml;tzt zwischen 2024 und 2026&rdquo;, hei&szlig;t es laut &ldquo;Bild&rdquo; nun in dem aktuellen Papier. Selbst wenn das Verm&ouml;gen des Fonds zwei Prozent Rendite pro Jahr erwirtschaftet, wird er demnach nur bis 2024 liquide sein. Bis 2026 reichen die Mittel nur bei einer j&auml;hrlichen Rendite von mindestens f&uuml;nf Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/eu-parlament-pensionsfonds-der-abgeordneten-soll-pleite-drohen-a-1189070.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Eine &bdquo;Randmeldung&ldquo;, die man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen sollte. Der private Pensionsfonds der Parlamentarier, die so sehr auf eine Privatisierung der Altersvorsorge gedr&auml;ngt haben, geht nun pleite. Offenbar ist &bdquo;privat&ldquo; vielleicht doch keine so gute L&ouml;sung f&uuml;r die Altersvorsorge? Die Parlamentarier kommen aber ungeschoren davon, da die Verluste durch Steuermillionen ausgeglichen werden. So was kann man sich nicht ausdenken.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Oje, doch eine deutsch-franz&ouml;sische Achse<\/strong><br>\nAm kommenden Montag j&auml;hrt sich die Unterzeichnung des &Eacute;lys&eacute;e-Vertrages zwischen Deutschland und Frankreich zum 55sten Mal. Auch heute geht es um eine Initialz&uuml;ndung f&uuml;r mehr Kooperation zwischen den beiden m&auml;chtigsten EU-Mitgliedern. Die GroKo-Sondierer fordern gar einen neuen &Eacute;lys&eacute;e-Vertrag. (&hellip;)<br>\nFrankreich w&uuml;rde in diesem Szenario gewisse Elemente einer Transferunion bekommen, sei es &uuml;ber ein Eurobudget, Eurobonds oder was auch immer. Deutschland bek&auml;me im Gegenzug Regeln, nach denen diese Transfers immer an politische Ma&szlig;nahmen gekoppelt werden, die im Interesse der deutschen Wirtschaft liegen: Ausgabenk&uuml;rzungen, sowie Liberalisierungs- und Privatisierungsprogramme. Die L&ouml;hne w&uuml;rden st&auml;rker koordiniert werden, wobei der Anpassungsdruck auf den Hochlohnl&auml;ndern l&auml;ge, wie schon Macrons Arbeitsmarktreform in Frankreich zeigt. Die Finanzm&auml;rkte w&uuml;rden weiter dereguliert, was die Realwirtschaft destabilisierte und Arbeitspl&auml;tze bedrohte. Investiert w&uuml;rde vorrangig nicht in &ouml;ffentliche Dienstleistungen wie Gesundheit oder Bildung, sondern in milit&auml;rische Aufr&uuml;stung. Demokratische Prozesse und damit die politische Teilhabe w&uuml;rden geschw&auml;cht, weil zentrale Kompetenzen auf Technokraten in Br&uuml;ssel &uuml;bertragen w&uuml;rden.<br>\nWom&ouml;glich k&ouml;nnte eine solche Politik EU und W&auml;hrungsunion mittelfristig vor dem Untergang bewahren, weil sie die zuletzt immer weiter gewachsenen wirtschaftlichen Ungleichgewichte stabilisiert. Die heutigen Defizitl&auml;nder w&uuml;rden aber weiterhin unter permanentem Anpassungsdruck leiden. Die deutsch-franz&ouml;sische Achse w&uuml;rde vermittelt &uuml;ber EU- und Euroinstitutionen tief in die Geschicke der schw&auml;cheren L&auml;nder hineinregieren. Dort w&uuml;rde der Unmut &uuml;ber Einflussnahmen aus Berlin, Paris und Br&uuml;ssel weiter wachsen. Vielleicht schwei&szlig;t das dann Deutsche und Franzosen st&auml;rker zusammen, weil die Deutschen nicht mehr allein den Zorn der anderen auf sich z&ouml;gen. Diese Art der V&ouml;lkerverst&auml;ndigung st&uuml;nde allerdings nicht unbedingt im Geiste des &Eacute;lys&eacute;e-Vertrag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.euractiv.de\/section\/eu-innenpolitik\/news\/oje-doch-eine-deutsch-franzoesische-achse\/\">Euractiv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Trotz aller Beschw&ouml;rungen bleibt der Eindruck bestehen, wonach sich in beiden Staaten vor allem die &ouml;konomischen Eliten (die Reichen und Verm&ouml;genden) durchgesetzt haben. Was zun&auml;chst in Deutschland w&auml;hrend der Schr&ouml;der\/Fischer-Regierung (teilweise mit schwarz-gelber Bundesratsmehrheit) umgesetzt worden war (Stichworte: Privatisierungen im Gesundheits- und Rentensystem, Niedriglohnsektor, Steuergeschenke f&uuml;r Arbeitgeber), soll nun offenbar auch in Frankreich mit dem Pr&auml;sidenten Macron realisiert werden. Und sind die Entwicklungen z.B. in Griechenland nicht &auml;hnlich? Der europ&auml;ischen Arbeitnehmerschaft scheinen weiterhin schwere Zeiten bevorzustehen &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Sind die deutschen Banken wirklich unschuldig?<\/strong><br>\nWie tief sind deutsche Banken in internationale Geldw&auml;sche verstrickt? Die Finanzaufsicht BaFin hat elf Institute gepr&uuml;ft &ndash; und keine Hinweise gefunden. Strafermittler sind erstaunt, Kritiker emp&ouml;rt. (&hellip;)<br>\nUnter Strafverfolgern l&ouml;st das Verwunderung aus. &ldquo;Es ist ausgeschlossen, dass die elf gepr&uuml;ften deutschen Banken, die allesamt international t&auml;tig sind, damit nichts zu tun haben&rdquo;, sagt Sebastian Fiedler, Vizechef des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK). Das gelte zumindest in F&auml;llen, in denen Banken f&uuml;r Geldw&auml;sche missbraucht wurden und sich nicht aktiv beteiligt haben, so wie die britische Gro&szlig;bank HSBC, die 2012 eine Strafe von fast zwei Milliarden Dollar an die USA zahlen musste.<br>\nMan wisse, wie viel Geld in unterschiedlichen Kriminalit&auml;tsfeldern bewegt werde, so Fiedler. Die italienische &lsquo;Ndrangheta etwa setze allein rund 53 Milliarden Euro im Jahr um. Doch von der Gesamtsumme der kriminellen Erl&ouml;se s&auml;hen die Ermittler nur etwa ein Prozent &ndash; die restlichen 99 Prozent w&uuml;rden verschleiert. &ldquo;Dieses Geld findet zwangsl&auml;ufig den Weg in die Finanzkreisl&auml;ufe und geht damit nat&uuml;rlich auch &uuml;ber deutsche Institute&rdquo;, sagt der BDK-Mann.<br>\nAuch die Art der &Uuml;berpr&uuml;fung der deutschen Banken wirft Fragen auf. So haben die Institute die zu &uuml;berpr&uuml;fenden Daten zu den &ldquo;Panama Papers&rdquo; selbst geliefert, erkl&auml;rte ein BaFin-Sprecher. Die Fides GmbH habe die Daten dann &ldquo;mit einem Auswertungsprogramm&rdquo; und &ldquo;nach abgesprochenen Kriterien&rdquo; ausgewertet. Welche Kriterien das waren, blieb offen.<br>\nDass die BaFin solche Pr&uuml;fungen zudem an externe Dienstleister vergebe und nicht mit eigenem Personal durchf&uuml;hre, h&auml;lt BDK-Vizechef Fiedler f&uuml;r ein &ldquo;tiefgreifendes Problem&rdquo;. Die BaFin erkl&auml;rt dazu, man habe &ldquo;zur Auswertung dieser gro&szlig;en Datenmenge mit diesem Hintergrund nicht die personellen Kapazit&auml;ten&rdquo; und verf&uuml;ge auch nicht &ldquo;&uuml;ber die hierf&uuml;r notwendigen IT-Ressourcen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/bafin-zu-panama-papers-keine-geldwaesche-durch-deutsche-banken-a-1188765.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Im Dividenden-Schlaraffenland<\/strong><br>\nThyssen-Krupp startet die Dividendensaison. F&uuml;r Aktion&auml;re deutscher Unternehmen brechen goldene Zeiten an, sie bekommen 17 Prozent mehr als im Vorjahr. Das meiste Geld je Aktie kommt aus der zweiten Reihe.<br>\nEs klingt paradiesisch: Die Aktienkurse und Dividenden steigen und steigen, und das seit Jahren. Ein Index wie der Dax hat sich seit dem Tief im Jahr 2003 inzwischen versechsfacht. Zudem liegt der Index mit gut 13200 Punkten nur knapp unterhalb seines historischen H&ouml;chststands von 13 526 Punkten. Zugleich planen die deutschen Aktiengesellschaften in diesem Jahr, so hohe Dividenden an ihre Aktion&auml;re auszusch&uuml;tten wie niemals zuvor &ndash; und die Prognosen zeigen weiter nach oben.<br>\nIm F.A.Z.-Index werden es sch&auml;tzungsweise 46,4 Milliarden an Aussch&uuml;ttungen sein, nach 39,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr &ndash; ein Anstieg um gut 17 Prozent. Mit dem Dividendenplus von 8 Prozent aus dem Vorjahr macht das binnen zwei Jahren ein Wachstum um 25 Prozent. Dies alles ist m&ouml;glich, weil es der Weltwirtschaft so gut geht wie seit Jahren nicht mehr und die Inflationsraten bislang gering sind. In diesem Umfeld verdienen die Unternehmen pr&auml;chtig und profitieren von den nach wie vor niedrigen Zinsen. Diese machen &uuml;berdies Aktien aus Anlegersicht besonders attraktiv.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/finanzmarkt\/dividendensaison-erreicht-dieses-jahr-ihren-hoehepunkt-15405566.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Schlaraffenland&rdquo;, d. h. trotz Nichtstuns fliegen einem die gebratenen Tauben in den Mund? Absolute Super-Rekorddividenden sind ja sch&ouml;n f&uuml;r die Aktion&auml;re und weniger sch&ouml;n f&uuml;r die, die sie erwirtschaftet haben. Denn w&auml;hrend die Dividenden mal eben 25 Prozent h&ouml;her sind als vor zwei Jahren, warnen die Arbeitgeber bei den L&ouml;hnen vor dem &ldquo;Verlust der Wettbewerbsf&auml;higkeit&rdquo;, wenn die L&ouml;hne um mehr als 2 Prozent im Jahr steigen sollen. Einfach pervers, aber auch ein Zeichen, da&szlig; die Gewerkschaften ihrer Aufgabe nicht nachkommen und die Politik ausschlie&szlig;lich Arbeitgeberinteressen vertritt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Schnelles Internet im Schneckentempo<\/strong><br>\nDeutschland pr&auml;sentiert sich im digitalen Zeitalter als Schlusslicht. Nicht einmal jedes zweite Unternehmen hat einen Breitbandanschluss. Selbst Portugal ist besser.<br>\nIn Deutschland geht der Ausbau des schnellen Internets weiter nur langsam voran. Nicht einmal jedes zweite Unternehmen (42 Prozent) mit mindestens zehn Mitarbeitern verf&uuml;gte im vergangenen Jahr &uuml;ber einen solchen Anschluss, hat das Statistische Bundesamt ausgerechnet. Deutschland bewegt sich damit nur knapp oberhalb des europ&auml;ischen Durchschnitts. In D&auml;nemark haben dagegen 73 Prozent der Unternehmen schnelles Internet, selbst im einstigen Krisenland Portugal sind es 58 Prozent. Unter schnellem Internet verstehen die Statistiker dabei einen Breitbandanschluss mit einer Daten&uuml;bertragungsrate von mindestens 30 Megabit je Sekunde.<br>\nDie am Freitag ver&ouml;ffentlichten Zahlen zeigen auch, dass andere L&auml;nder st&auml;rker aufholen als Deutschland. W&auml;hrend hierzulande der Anteil der Unternehmen mit schnellem Internet von 2016 auf 2017 nur um vier Prozentpunkte zulegte, ging es im europ&auml;ischen Durchschnitt um immerhin sechs Prozentpunkte nach oben.<br>\nDiese Befunde d&uuml;rften all jene best&auml;rken, die schon seit l&auml;ngerem davor warnen, dass Deutschland als gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft Europas sich durch das langsame Internet gerade selbst ausbremst. Vor allem Mittelst&auml;ndler in l&auml;ndlichen Regionen f&uuml;hlen sich in ihrer Arbeit mittlerweile erheblich behindert. Denn die Datenmengen in den Betrieben wachsen, auch weil immer mehr Maschinen miteinander vernetzt sind. Wenn aber die Kommunikation zwischen Auftraggeber und Kunde stockt, ist all der technische Fortschritt schnell wieder dahin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/haelfte-deutscher-unternehmen-ohne-breitbandanschluss-15407279.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das Problem wird immer wieder vorgebracht, auch und gerade in der FAZ, und leider zu Recht. Kann es sein, da&szlig; der Markt doch nicht alles regelt und die Politik die v&ouml;llig falschen Priorit&auml;ten hat, z. B. Schwarze Null plus unendliche Steuergeschenke f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Tarifbindung geht weiter zur&uuml;ck<\/strong><br>\nWenn ein Unternehmen seine Mitarbeiter nach Tarif besch&auml;ftigt, ist das f&uuml;r die Angestellten aus vielerlei Gr&uuml;nden positiv. Allerdings hat die Tarifbindung in den vergangenen Jahren stetig abgenommen &ndash; und die Entwicklung geht weiter. Fachleute sehen darin sozialen Sprengstoff.<br>\nTarifbindung bedeutet erst einmal Sicherheit&ldquo;, sagt Annette D&uuml;ring, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Region Bremen-Elbe-Weser. &bdquo;Ein Tarifvertrag garantiert Mindestbedingungen, die auf keinen Fall unterschritten werden d&uuml;rfen &ndash; und damit hat er f&uuml;r die Mitarbeiter auch eine wichtige Schutzfunktion.&ldquo; Ob es um die H&ouml;he des Arbeitsentgelts geht oder um Regelungen zu Urlaubsl&auml;nge, Urlaubs- und Weihnachtsgeld: Arbeitnehmer, deren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen ein Tarifvertrag zugrunde liegt, sind durchg&auml;ngig besser gestellt als ihre Branchenkollegen ohne Tarifbindung. &bdquo;Der Tarifvertrag bietet den Schutz, keine schlechteren Bedingungen in Kauf nehmen zu m&uuml;ssen&ldquo;, erl&auml;utert D&uuml;ring. &bdquo;Er ist verl&auml;sslich und einklagbar.&ldquo; Auch die Unternehmen m&uuml;ssten ein Interesse an tariflichen Regelungen haben, an die sich alle zu halten h&auml;tten, meint die Gewerkschafterin: &bdquo;Immerhin w&uuml;rde das zu vergleichbaren und verl&auml;sslichen Wettbewerbsbedingungen f&uuml;hren.&ldquo;<br>\nStattdessen l&auml;sst sich jedoch seit Jahren ein deutlicher Trend zur Tarifflucht beobachten. Laut IAB-Betriebspanel, einer j&auml;hrlichen Arbeitgeberbefragung des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, ist die Tarifbindung der Besch&auml;ftigten zwischen 1998 und 2016 in den westlichen Bundesl&auml;ndern von 76 auf 59 Prozent gesunken, in den &ouml;stlichen von 63 auf 47 Prozent. In Bremen unterlagen 2016 24 Prozent der Betriebe und 58 Prozent der Arbeitnehmer tarifvertraglichen Regelungen. &bdquo;Damit liegen wir etwa im Bundesschnitt&ldquo;, bilanziert Peer Rosenthal, Referent der  Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung der Arbeitnehmerkammer Bremen. F&uuml;r ihn steht fest: Die Erosion der Tarifbindung muss gestoppt werden, denn wo es Tarifvertr&auml;ge gibt, ist die Lohnverteilung nicht so ungleich. &bdquo;Im Sinne der Bek&auml;mpfung sozialer Ungleichheit m&uuml;sste die Politik die Tarifpolitik st&auml;rken&ldquo;, ist Rosenthal &uuml;berzeugt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.arbeitnehmerkammer.de\/ueber-uns\/bam\/ausgabe-januarfebruar-2018\/tarifbindung-geht-zurueck.html\">Arbeitnehmerkammer Bremen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die Bahn k&auml;mpft jetzt gegen das V-Schnitt-Problem<\/strong><br>\n&bdquo;Friederike&ldquo; belegt, dass die Vegetation an den Bahnstrecken vernachl&auml;ssigt wird. Immer wieder st&uuml;rzen B&auml;ume auf die Gleise. Der Grundstein f&uuml;r dieses Problem wurde im Jahr 1994 gelegt. Es l&auml;sst sich jetzt nur sehr langsam l&ouml;sen.<br>\nNach dem Durchzug von Sturmtief &bdquo;Friederike&ldquo; l&auml;uft der Fernverkehr der Deutschen Bahn nur schleppend an. &bdquo;Wir haben rund 200 Streckenabschnitte, an denen die Gleise besch&auml;digt sind. Die Schadensh&ouml;he d&uuml;rfte im Bereich eines zweistelligen Millionenbetrags liegen&ldquo;, sagt ein Bahn-Sprecher gegen&uuml;ber WELT. Derzeit w&uuml;rden wichtige Strecke abgeflogen, um den Zustand der Trassen zu &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nBis zum Mittag konnten 60 Prozent der Schadstellen beseitigt werden.<br>\nN&ouml;rdlich des Main waren am Morgen im Nah- und Fernverkehr noch viele Strecken gesperrt, die entsprechenden Abschnitte sollen im Laufe des Tages St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck freigegeben werden. &bdquo;Beispielsweise auf den Strecken Berlin&ndash;Leipzig oder Hannover&ndash;G&ouml;ttingen ist derzeit nur ein eingleisiger Betrieb m&ouml;glich&ldquo;, sagte der Sprecher.<br>\nVor Ort sind &uuml;ber 300 Mitarbeiter aktuell dabei, blockierte Gleisabschnitte frei zu r&auml;umen und Besch&auml;digungen an Oberleitungen zu reparieren. Wo es Witterung und Sicht zulassen, helfen zehn Helikopter und Multicopter dabei, eine umfassende &Uuml;bersicht zu bekommen. Hunderte weitere Mitarbeiter arbeiten unter anderem in den Arbeitsst&auml;ben und in den Betriebszentralen und organisieren und steuern die Aufr&auml;umarbeiten.<br>\nDie Bahn verteidigte die Entscheidung, nach Aufziehen des Orkans am Donnerstag um 16 Uhr den Fernverkehr komplett einzustellen. &bdquo;Das war im Sinne der Sicherheit der Fahrg&auml;ste und tr&auml;gt dazu bei, dass der Betrieb am heutigen Freitag wieder besser anlaufen konnte&ldquo;, so der Sprecher. Er wies au&szlig;erdem Kritik an der Bahn zur&uuml;ck, der Konzern tue zu wenig, um die Schienenwege von Vegetation freizuhalten, die nach St&uuml;rmen die Trassen lahmlegt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article172634659\/Friederike-Sturmschaeden-Bahn-kaempft-gegen-das-V-Schnitt-Problem.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine sehr informative Erkl&auml;rung &ndash; und eine vernichtende Kritik am &ldquo;Spar-&rdquo; und Privatisierungskurs unter Hartmut Mehdorn seit der Bahnreform 1994. &ldquo;Die Vegetationskontrolle wurde in diesem Finanzmanagement zur &bdquo;Instandhaltung&ldquo;.&rdquo; und sollte dementsprechend m&ouml;glichst billig sein. Zum x-ten Mal zeigt sich, da&szlig; sich dieses Kurzfristdenken selbst nach betriebswirtschaftlichen Shareholder-Value-Kriterien verheerend auswirkend. Wie w&auml;re es mit der Wiederverstaatlichung der Bahn?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Finding Your Voice<\/strong><br>\nForget About Siri and Alexa &mdash; When It Comes to Voice Identification, the &ldquo;NSA Reigns Supreme&rdquo;<br>\nAt the height of the Cold War, during the winter of 1980, FBI agents recorded a phone call in which a man arranged a secret meeting with the Soviet embassy in Washington, D.C. On the day of his appointment, however, agents were unable to catch sight of the man entering the embassy. At the time, they had no way to put a name to the caller from just the sound of his voice, so the spy remained anonymous. Over the next five years, he sold details about several secret U.S. programs to the USSR.<br>\nIt wasn&rsquo;t until 1985 that the FBI, thanks to intelligence provided by a Russian defector, was able to establish the caller as Ronald Pelton, a former analyst at the National Security Agency. The next year, Pelton was convicted of espionage.<br>\nToday, FBI and NSA agents would have identified Pelton within seconds of his first call to the Soviets. A classified NSA memo from January 2006 describes NSA analysts using a &ldquo;technology that identifies people by the sound of their voices&rdquo; to successfully match old audio files of Pelton to one another. &ldquo;Had such technologies been available twenty years ago,&rdquo; the memo stated, &ldquo;early detection and apprehension could have been possible, reducing the considerable damage Pelton did to national security.&rdquo;<br>\nThese and other classified documents provided by former NSA contractor Edward Snowden reveal that the NSA has developed technology not just to record and transcribe private conversations but to automatically identify the speakers.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2018\/01\/19\/voice-recognition-technology-nsa\/\">The Intercept<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Im Kampf gegen &bdquo;Fake News&rdquo; wird das Internet zum Target staatlicher Zensur<\/strong><br>\nBrasilien, Frankreich, China sind erst der Anfang<br>\nOb China, Brasilien, Frankreich oder aktuell Deutschland, es ist stets dieselbe Taktik: Erzeuge &uuml;bertriebene Angst vor bedrohlichen B&ouml;sewichten, um &uuml;ber deren Bek&auml;mpfung deine Zensurbem&uuml;hungen durchzudr&uuml;cken. Im Namen des Kampfes gegen &bdquo;Fake News&ldquo; sind wir in ein neues globales Zeitalter der Internetzensur eingetreten. Doch jede Form der Zensur f&uuml;hrt zwangsl&auml;ufig zu Machtmissbrauch und zur Kontrolle politischer Meinungs&auml;u&szlig;erung, sie ist grunds&auml;tzlich gef&auml;hrlich und tyrannisch &ndash; meint Glenn Greenwald. (&hellip;)<br>\nSowohl Brasilien als auch Frankreich beriefen sich auf die gleiche angebliche Rechtfertigung f&uuml;r die Erlangung von Zensurbefugnissen im Internet: die Gefahren, die von der angeblichen russischen Einmischung in die US-Wahlen 2016 ausgehen. Doch egal wie bedeutsam jede Einzelne die Verwicklung Russlands in die US-Wahlen auch beurteilen mag, es ist extrem schwierig zu erkennen, wie &ndash; abgesehen von Angstmacherei &ndash; der Vorwurf diese Art von drakonischen Zensurbefugnissen in Bras&iacute;lia und Paris rechtfertigen k&ouml;nnte.<br>\nEs gab nie auch nur das geringste Anzeichen f&uuml;r ein russisches Interesse an den Wahlen in Brasilien. Die Behauptungen von Macron und Frankreich w&auml;hrend der Wahl &ndash; er w&auml;re das Opfer russischer Hackerangriffe &ndash;, die von der westlichen Medienlandschaft unkritisch geglaubt wurden, entbehrten jeder glaubw&uuml;rdigen Evidenz: Frankreichs eigene Cyber-Sicherheitsbeh&ouml;rde kam nach eingehender Untersuchung zu diesem Ergebnis. (Das gleiche Muster wiederholte sich auch in Deutschland, wo lautstarke Warnungen vor der Unvermeidbarkeit russischer Einmischung in die deutschen Wahlen nach der Wahl Eingest&auml;ndnisse folgten, es g&auml;be keinerlei Beweise f&uuml;r die Anschuldigungen.)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-01-19\/im-kampf-gegen-fake-news-wird-das-internet-zum-target-staatlicher-zensur\/\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Von Big Data zu Big Brother<\/strong><br>\nVerlieren wir endg&uuml;ltig die Macht &uuml;ber unserer Daten? (&hellip;)<br>\nDabei ist das Sammeln von Daten auf unseren elektronischen Ger&auml;ten unterdessen fast schon ein alter Hut im Vergleich dazu, wie uns neuerdings auf (und unter) die Haut ger&uuml;ckt wird. Daten werden an Orten und von Ger&auml;ten erhoben, die &ldquo;v&ouml;llig unverd&auml;chtig&rdquo; sind. Hier nur einige Beispiele f&uuml;r solche neuen, mit immer intelligenterer Software ausgestatteten Spionage-Ger&auml;te: \n<ol>\n<li>Die in Xbox-Konsolen eingebauten &Uuml;berwachungskameras und Hochfrequenzmikrofone senden konstant Ton und Bilder auf die Datenserver ihrer Hersteller (Microsoft). Aus diesen Daten lassen sich u.a. Reaktionsgeschwindigkeit und die Lernf&auml;higkeit ermitteln. Sogar emotionale Zust&auml;nde der Spieler werden &ldquo;gescannt&rdquo;: Die Box kann erkennen, ob der Spieler traurig oder fr&ouml;hlich ist, ob er oder sie das Gesicht verzieht oder gelangweilt beiseite schaut.<\/li>\n<li>Internetf&auml;hige Fernseher verf&uuml;gen &uuml;ber eine eingebaute Kamera, damit ihre Besitzer zum Beispiel skypen k&ouml;nnen. Wer sich in dieses elektronische Auge hackt, vermag zu beobachten, was sich im privaten Wohnzimmer abspielt. Dass dies keine &Uuml;bertreibung ist, zeigt ein Release von Wikileaks im M&auml;rz 2017: Unter dem Codenamen &ldquo;Weeping Angel&rdquo; versuchte die CIA seit 2013 durch Hacking Smart-TVs von Samsung anzuzapfen, um sie in einen Modus zu schalten, der dem Nutzer suggeriert, er h&auml;tte den Fernseher ausgeschaltet &ndash; dabei ist dieser in Wahrheit noch an und sammelt Daten &uuml;ber das, was in der Wohnung passiert.<\/li>\n<li>Im Jahr 2015 kaufte Google f&uuml;r mehrere Milliarden Dollar die Firma &ldquo;Nest&rdquo; &ndash; ein kleines, damals erst f&uuml;nf Jahre altes Unternehmen, das lediglich zwei Produkte vertreibt. Eines davon ist ein intelligenter Rauchmelder mit Kamera. Dieser erkennt unter anderem, wie viele Personen sich wie lange in welchen Zimmern aufhalten &ndash; und kann diese Daten direkt an Google schicken. Unterdessen gibt es den intelligenten Lautsprecher von Google, ein blumenvasenartige Ger&auml;t, das per Spracherkennung Hausger&auml;te steuert, die Heizung reguliert oder online Essen bestellt. Auch wenn wir nicht mit der Software sprechen, die Mikrofone nehmen st&auml;ndig auf. Und dann ist da noch der Staubsaugroboter &ldquo;Roomba&rdquo;: Dieser sammelt nicht nur Staub ein, sondern auch jede Menge Daten &uuml;ber unser Zuhause, die er seinen Herstellern ohne weiteres &uuml;bermitteln kann.<\/li>\n<li>Im Februar 2017 nahm die Bundesnetzagentur die vernetzte Kinderpuppe &ldquo;My Friend Cayla&rdquo; aus dem Handel &ndash; wegen &Uuml;berwachungsgefahr. Die Puppe war zur heimlichen Bild- und Tonaufnahme geeignet, und Fremde mit etwas technischem Wissen k&ouml;nnten sich einhacken und &uuml;ber die Puppe mit den Kindern direkt unterhalten. Die offizielle Begr&uuml;ndung der Agentur: &ldquo;Gegenst&auml;nde, die sendef&auml;hige Kameras oder Mikrofone verstecken und so Daten unbemerkt weiterleiten k&ouml;nnen, gef&auml;hrden die Privatsph&auml;re der Menschen. Das gilt auch und gerade f&uuml;r Kinderspielzeug.&rdquo;<\/li>\n<li>2016 verklagte eine Verbraucherin den Hersteller eines vernetzten Vibrators, der &uuml;ber eine App h&ouml;chst intime Daten &uuml;ber den Einsatz des Masturbationsger&auml;tes gesammelt hatte. (&hellip;)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Man stelle sich nur einmal die Nationalsozialisten in den 1930er Jahren oder die Stasi in der DDR mit dieser Technologie vor. Jeglicher Widerstand w&auml;re komplett aussichtlos. Es ist dies eine Dystopie, die n&auml;her liegt als die meisten Menschen glauben. Nur dass es nicht mehr nur der Staat ist, der uns beschn&uuml;ffelt, sondern auch profitgierige Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Von-Big-Data-zu-Big-Brother-3946125.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Pentagon: Nach dem Terrorismus r&uuml;sten f&uuml;r zwischenstaatliche Kriege<\/strong><br>\nJetzt wird es klar. Die Zeit des Antiterrorkampfs wird als beendet erkl&auml;rt. Die war bestimmt von Strategien, gegen verstreute, m&auml;&szlig;ig bewaffnete Gruppen mit ebenfalls kleinen Einheiten (Schw&auml;rmen) vorzugehen und sich auf einen Stadtkrieg vorzubereiten. Die Wirklichkeit war allerdings in den asymmetrischen Kriegen anders, da die Gegner massiv aus der Luft mit Drohnen, Flugzeugen und Raketen angegriffen wurden, um dann lokale Bodentruppen als S&ouml;ldnerheere vorr&uuml;cken zu lassen. Aber mit diesen Spielereien im Klein-Klein ist jetzt Schluss. Die neue Nationale Verteidigungsstrategie der USA macht klar: Die Zeit nach dem Ende des Kalten Kriegs ist vorbei, wir kehren zur&uuml;ck in die Zeit, wo gro&szlig;e Truppenverb&auml;nde gegeneinander antreten und schweres, d.h. teures Ger&auml;t gefragt ist. (&hellip;)<br>\nAls Gegner werden vor allem &ndash; in der Reihenfolge &ndash; China und Russland, Nordkorea und Iran genannt. Auf dem neuen Schlachtfeld sei nicht mehr sicher, dass die US-Streitkr&auml;fte &uuml;berlegen sind (sonst gebe es ja keinen Anlass, die R&uuml;stung hochzufahren). Notwendig seien t&ouml;dlichere, resilientere und innovativere Streitkr&auml;fte, da aus Sicht des Pentagon einzig milit&auml;risch gedacht wird und nur St&auml;rke Frieden erh&auml;lt.<br>\nNur wer, so die altbekannte Logik, der Drohung mit Gewalt eine ebensolche Drohung entgegensetzt, ist vern&uuml;nftig. Und diese Vernunft wird mit Angst gesch&uuml;rt. Wenn man nicht hochr&uuml;stet, verl&ouml;ren die USA an Einfluss auf allen Gebieten (der offenbar nur milit&auml;risch gewahrt werden kann), l&ouml;st sich die Allianz der Alliierten auf und sinkt der Zugang zu M&auml;rkten. Das wiederum f&uuml;hre zu einem &ldquo;Niedergang des Wohlstands und des Lebensstandards&rdquo;. Wohlstand, so die Botschaft, kann nur milit&auml;risch aufrechterhalten werden. (&hellip;)<br>\nChina und Russland wollen, so die neue Verteidigungsstrategie, ihre &ldquo;autorit&auml;ren Systeme&rdquo; dem Rest der Welt aufzwingen. Die USA, die gerne auch autorit&auml;re Systeme aus eigenem Interesse unterst&uuml;tzen, zwingen nat&uuml;rlich keinem Staat eine Politik auf, muss man daraus herauslesen. Die USA sind mit revisionistischen M&auml;chten (China, Russland) und &ldquo;b&ouml;sen Regimen&rdquo; (Nordkorea, Iran) konfrontiert, die sich nicht an die Regeln halten und neue Fronten er&ouml;ffnet haben. Sie h&auml;tten, selbstverst&auml;ndlich nicht die USA, die Prinzipien der Souver&auml;nit&auml;t verletzt und die Grenzen zwischen zivilen und milit&auml;rischen Zielen zum Verschwimmen gebracht. Es ist doch sch&ouml;n, ein einfaches Weltbild zu stricken, in dem Gut und B&ouml;se genau verteilt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Pentagon-Nach-dem-Terrorismus-ruesten-fuer-zwischenstaatliche-Kriege-3947120.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Was geschieht mit den syrischen Kurden?<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei und der syrische Pr&auml;sident wollen die kurdischen Kr&auml;fte in Syrien zerschlagen. Russland und die USA stehen den Kurden freundlicher gegen&uuml;ber.<br>\n77 t&uuml;rkische Kampfflugzeuge haben am Samstagmittag Eins&auml;tze gegen die syrische Enklave Afrin geflogen. Sie wird von den kurdischen &bdquo;Volksverteidigungseinheiten&ldquo; (YPG) gehalten. Die T&uuml;rkei versucht, die kurdischen Kr&auml;fte in Syrien zu zerschlagen. (&hellip;)<br>\nAus alledem geht hervor, dass die T&uuml;rkei Afrin und die dortigen kurdischen YPG-Milizen, die in Ankara als Terroristen gelten, angreifen will. Dazu brauchten sie jedoch die Zustimmung der Russen. Ob ihnen Moskau dieses gr&uuml;ne Licht gegeben hat, blieb lange Zeit unklar.<br>\nDie Russen wollen einen Kurdenkrieg in Syrien, besonders wenn er von den T&uuml;rken gef&uuml;hrt wird, vermeiden. Denn sollte er stattfinden, wird sich die Situation in Syrien weiter verkomplizieren und verl&auml;ngern. Dies ist nicht im Interesse Russlands, das den Syrien-Krieg offensichtlich beenden will. Die Russen stehen deshalb der Vorstellung einer kurdischen Teilautonomie in einem k&uuml;nftigen Syrien nicht ablehnend gegen&uuml;ber. Doch Damaskus ist ohne Zweifel sowohl gegen eine kurdische Autonomie wie auch gegen ein Einschreiten der T&uuml;rken gegen die Kurden auf syrischem Boden.<br>\nDie kurdischen F&uuml;hrer ihrerseits haben die USA und Russland aufgerufen, die T&uuml;rkei von dem Angriff abzuhalten. In Afrin sollen sich gegenw&auml;rtig gegen eine halbe Million Menschen aufhalten. Die H&auml;lfte davon sind kurdische Einwohner, die andere H&auml;lfte Fl&uuml;chtlinge aus dem &uuml;brigen Syrien, die in Afrin, wo bisher Ruhe geherrscht hatte, Unterschlupf suchten. Die kurdischen Sprecher in Afrin erkl&auml;ren sogar, in ihrer Provinz w&uuml;rde eine Million Menschen leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.journal21.ch\/was-geschieht-mit-den-syrischen-kurden%20\">Journal21.ch<\/a>\n<p><strong>Dazu: Reportage: Was wirklich in den kurdischen Gebieten Syriens vor sich geht<\/strong><br>\nDie syrischen Verantwortlichen haben die Fahrt in die von Kurden kontrollierten Gebiete &ouml;stlich von Aleppo genehmigt. Manbij, Ain Al Arab\/Kobani, Ain Issa und Rakka stehen auf der Reiseroute. Eine Reportage von Karin Leukefeld.<br>\nNachdem trotz tagelangen Wartens von der kurdischen Seite keine Zustimmung erfolgt, geht die Fahrt schlie&szlig;lich nach Afrin. Dort erl&auml;utert die Ministerpr&auml;sidentin des Kantons Afrin, Hevi Mustefa, das Programm von Selbstbestimmung und Gleichberechtigung der Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Die martialischen Drohungen des t&uuml;rkischen Pr&auml;sidenten Recep Tayyip Erdogan werden derweil von einem massiven Truppenaufmarsch begleitet.<br>\nR&uuml;ckblick, April 2017. Im Fr&uuml;hjahr 2017 war es auch f&uuml;r eine ausl&auml;ndische Journalistin m&ouml;glich geworden, aus Aleppo in die von Kurden kontrollierten Gebiete im Nordosten Syriens zu gelangen. Auch die Syrer machten sich mit Bussen, Minibussen und Taxen auf den Weg, wenn sie die vielen Kontrollpunkte und die holprigen Wege nicht scheuten. Von Aleppo aus fuhr man durch verlassene, vom Krieg gezeichnete D&ouml;rfer, &uuml;ber Sandpisten, Felder und entlang von Bew&auml;sserungskan&auml;len.<br>\nDie direkte Strecke von Aleppo &uuml;ber Al Bab nach Manbij war seit Sommer 2016 gesperrt. Damals hatten t&uuml;rkische Truppen und mit diesen verb&uuml;ndete bewaffnete Gruppen nach dem syrischen Grenzort Jarabulus auch Al Bab besetzt. Ankara wollte verhindern, dass die von den Kurden kontrollierten Gebiete im Nordosten Syriens sich mit Afrin, westlich von Aleppo verbinden konnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/63866-reportage-unterwegs-in-den-kurdischen-gebieten-syriens\/\">Karin Leukefeld via RT Deutsch<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>400 Personen liefern Infos nach Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nEin Bordell f&uuml;r Zoophile in D&auml;nemark, Pl&auml;ne f&uuml;r ein Massaker an Russischsprachigen in Lettland &ndash; nur zwei Falschinformationen, mit denen Russlands Machtapparat daran arbeitet, Europa zu destabilisieren. Vor gut zwei Jahren reagierte der EU-Rat und beschloss die Gr&uuml;ndung der East Stratcom Task Force: Das Team soll von Br&uuml;ssel aus Propaganda aufsp&uuml;ren und enttarnen.<br>\nAuf Facebook teilenAuf Twitter teilenAuf Google+ teilen<br>\nEast Stratcom Task Force klingt nach einer schlagkr&auml;ftigen, gro&szlig;en Einheit &ndash; tats&auml;chlich besteht es gerade einmal aus 14 Personen, die seit 2015 russische Falschinformation zusammensammeln. Offiziell ist von &bdquo;Pro-Kreml-Desinformation&ldquo; die Rede. Die Gruppe setzt sich aus Politik- und Kommunikationsexperten sowie Journalisten zusammen.<br>\n&Uuml;ber die Website, den zentralen Ausspielkanal der Gruppe, wird w&ouml;chentlich eine &bdquo;Disinformation Review&ldquo; ver&ouml;ffentlicht. Die Plattform erreicht pro Woche 20.000 Personen, wie ORF.at in Br&uuml;ssel in Erfahrung brachte &ndash; die Informationsquelle darf nicht genannt werden. Angesiedelt ist die Einheit beim Europ&auml;ischen Ausw&auml;rtigen Dienst (EAD). (&hellip;)<br>\nMit der neu gegr&uuml;ndeten &bdquo;High Level Group&ldquo; gegen &bdquo;Fake News&ldquo; &ndash; eine Initiative der EU-Kommission &ndash; arbeitet die East Stratcom Task Force zwar zusammen, personell gibt es aber keine &Uuml;berschneidungen. Beim neu gegr&uuml;ndeten Gremium soll es nicht nur um &bdquo;Pro-Kreml-Desinformation&ldquo; gehen, sondern um &bdquo;Fake News&ldquo; generell. Die 39 Experten (Journalisten, Faktenchecker, Vertreter Sozialer Netzwerke u. a.) planen nach offiziellen Angaben an der offiziellen EU-Strategie gegen &bdquo;Fake News&ldquo;. (&hellip;)<br>\nEU-Sicherheitskommissar Julian King &auml;u&szlig;erte sich zuletzt bei einer Debatte &uuml;ber &bdquo;Fake News&ldquo; im Europ&auml;ischen Parlament zum vermuteten Ausma&szlig; der Propagandaaktivit&auml;ten des Kreml. Es gebe &bdquo;wenig Zweifel&ldquo;, dass die russische Desinformationskampagne eine &bdquo;orchestrierte Strategie&ldquo; ist, die &uuml;ber m&ouml;glichst viele Kan&auml;le verbreitet werde. Beispiele daf&uuml;r habe die East Stratcom Task Force gen&uuml;gend aufgearbeitet, so King. Die Anstrengungen in der EU m&uuml;ssten nun &bdquo;verdoppelt werden, um diese Propaganda zu entlarven&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/orf.at\/stories\/2421764\/2421766\/\">ORF.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Facebook bittet User um Mithilfe<\/strong><br>\nWelche Medien sind glaubw&uuml;rdig, welche nicht? Im Kampf gegen Fake News will sich Facebook diese Frage von seinen Nutzern beantworten lassen &ndash; und nimmt sich so aus der Schusslinie. (&hellip;)<br>\nDie neue Funktion soll zuerst in den USA eingef&uuml;hrt werden, sp&auml;ter soll es sie weltweit geben. Wann genau sie in Deutschland eingef&uuml;hrt wird, ist nicht bekannt. Ein wenig kehrt das 2004 gegr&uuml;ndete Netzwerk damit zu seinen Anf&auml;ngen zur&uuml;ck: Eintr&auml;ge von Freunden und Verwandten werden im eigenen Newsfeed wieder h&auml;ufiger auftauchen.<br>\nDas Erscheinen der Texte, Videos und Bilder ist damit weniger stark an einen Algorithmus gekoppelt, der Eintr&auml;ge aufgrund des Nutzerprofils angezeigt hat. Bereits in der vergangenen Woche hatte Facebook-Chef Zuckerberg einen Umbau des so wichtigen Newsfeeds angek&uuml;ndigt. (&hellip;)<br>\nDas Unternehmen steht seit den Pr&auml;sidentschaftswahlen 2016 unter Druck. Es muss bef&uuml;rchten, dass die Politik in Washington die Tech-Konzerne des Silicon Valley st&auml;rker kontrolliert und ihnen wom&ouml;glich Auflagen macht. Vor allem Facebook trifft die Kritik: 45 Prozent der erwachsenen Amerikaner beziehen ihre Nachrichten-Informationen laut einer Pew Studie via Facebook.<br>\nLeidtragende dieser &Auml;nderungen d&uuml;rften alle jene Verlage und Medienh&auml;user sein, die in den vergangenen Jahren massiv Inhalte wie zum Beispiel Videos speziell f&uuml;r Facebook produziert haben. Sie m&uuml;ssen in den n&auml;chsten Wochen mit einem massiven, weiteren R&uuml;ckgang ihrer Zugriffe rechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/facebook-345.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Nutzer selbst &uuml;ber die Glaubw&uuml;rdigkeit von Meldungen entscheiden zu lassen, ist eine unglaublich dumme Idee, die aufgrund des &bdquo;Filterblasen-Effekts&ldquo; eher dazu f&uuml;hrt, dass es Propaganda und Fake News in den entsprechenden Blasen noch einfacher haben werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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