{"id":42019,"date":"2018-01-23T08:30:10","date_gmt":"2018-01-23T07:30:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019"},"modified":"2018-01-23T09:45:29","modified_gmt":"2018-01-23T08:45:29","slug":"hinweise-des-tages-3043","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h01\">Volkspartei AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h02\">Die Brosamen-Partei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h03\">&bdquo;HSV der Politik&ldquo;: Die SPD spricht sich f&uuml;r Koalitionsverhandlungen mit der CDU aus &ndash; und der Spott im Netz ist gro&szlig;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h04\">Weidmann: Hohe Leistungsbilanz&shy;&uuml;bersch&uuml;sse spiegeln lockere Geldpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h05\">Trendwende einl&auml;uten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h06\">Wirtschaft warnt vor neuen H&uuml;rden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h07\">Der Zorn auf die Wohlhabenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h08\">Wenn Kartenzahlung extra kostet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h09\">NGG-Bayern kritisiert DGB-Vorsitzenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h10\">Land Grabbing &ndash; Die globale Enteignungswelle von Grund und Boden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h11\">USA? Bundesregierung will &ldquo;Beteiligte&rdquo; am Krieg im Jemen nicht nennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h12\">Waffenexport konsequent verharmlost<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h13\">Es deutet sich ein Ressentiment an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h14\">Angriff auf Afrin: Der gef&auml;hrliche anti-kurdische Konsens<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h15\">20 Stiftungsprofessuren auf einen Schlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42019#h16\">zu guter Letzt: Was w&auml;re die SPD ohne diese Frauen?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Volkspartei AfD<\/strong><br>\nDas Ja zur Gro&szlig;en Koalition war ein Nein zur Zukunft der SPD. Die deutsche Sozialdemokratie hat fertig. Fr&uuml;her war sie die Volkspartei des kleinen Mannes. Den Platz wird die AfD einnehmen.<br>\nKadavergehorsam bedeutet, dass man sich von seinen Oberen f&uuml;hren l&auml;sst, als sei man ein toter K&ouml;rper. Das kann man den Delegierten des SPD-Sonderparteitags nicht vorwerfen: Sie haben einen ganzen Tag lang ordentlich gezappelt, und fast 44 Prozent haben sogar gegen ihre Oberen gestimmt.<br>\nAber Kadavergehorsam bedeutet auch, brav ins sichere Ende zu marschieren. Und dazu hat sich die SPD nun bereit erkl&auml;rt. Vor ihrem Sonderparteitag stand die Partei am Abgrund. Nun ist sie einen Schritt weiter.<br>\nDie Aufnahme der Koalitionsverhandlungen &uuml;ber eine neue Gro&szlig;e Koalition markiert den Anfang vom Ende der SPD als Volkspartei. Man muss kein Zeitreisender sein, um zu wissen: Wenn es zu dieser Gro&szlig;en Koalition kommt, wird sie der SPD endg&uuml;ltig den Rest geben.<br>\nDie &Auml;ra der sozialdemokratischen Volkspartei SPD ist vor&uuml;ber. Es ist eine Zeitenwende. Der Gewinner ist die AfD. Sie wird die SPD als Volkspartei des kleinen Mannes abl&ouml;sen.<br>\nMan muss sich einmal die Reden der beiden SPD-Protagonisten anh&ouml;ren! Die Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles und der Parteichef Martin Schulz haben, ohne es &uuml;berhaupt zu merken, die ganze hoffnungslose Orientierungslosigkeit der SPD entlarvt.<br>\nNahles wird in vielen Kommentaren f&uuml;r ihren Einsatz auf und vor dem Parteitag gelobt. Parteichef Schulz sagte: &ldquo;Andrea, du hast gek&auml;mpft wie eine L&ouml;win.&rdquo; In jener Halle in Bonn hat sie aber vor allem geschrien. Sie hat die Delegierten angebr&uuml;llt, dass Neuwahlen idiotisch seien, weil die SPD mit einem Programm antreten m&uuml;sste, das im Wesentlichen mit dem Sondierungsergebnis identisch sei. Ach, Andrea.<br>\nWo bleibt denn da die Fantasie? Verm&ouml;gensteuer, Erbschaftsteuer, Spitzensteuersatz, Zumutbarkeitsklausel bei Hartz IV, Mieten, Mindestlohn, prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse &ndash; es gibt gen&uuml;gend Aufgaben f&uuml;r eine sozialdemokratische Politik, die bei den Menschen ankommt. Die Selbstverzwergung beginnt bei den selbstauferlegten Denkverboten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-und-grosse-koalition-das-macht-die-afd-zur-volkspartei-kolumne-a-1189124.html\">Jakob Augstein im Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Vieles richtig gesehen. Aber der Schritt in den Abgrund ist schon viel fr&uuml;her gegangen worden. Siehe dazu auch den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42012\">gestrigen Beitrag in den Nachdenkseiten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Brosamen-Partei<\/strong><br>\nDie SPD, sagen Martin Schulz und Andrea Nahles, m&uuml;sste bei Neuwahlen mit einem Programm in den Wahlkampf ziehen, das &ldquo;in gro&szlig;en Teilen mit dem Sondierungsergebnis identisch ist&rdquo;. Besser kann man das Elend der SPD nicht beschreiben.<br>\nKeine wirkliche Verbesserung der Rentenformel, kein h&ouml;heres und l&auml;nger ausgezahltes Arbeitslosengeld, Fortschreibung der millionenfachen Kinder- und Altersarmut, weiteres Lohndumping durch die Zumutbarkeitsklausel bei Hartz IV, so gut wie keine Verm&ouml;gens- und Erbschaftssteuer f&uuml;r Million&auml;re und Milliard&auml;re, kein Spitzensteuersatz wie bei Helmut Kohl (53 Prozent), steigende Mieten und so weiter. Diese M&auml;ngelliste k&ouml;nnte man endlos fortsetzen.<br>\nDie neue alte Groko wird weiter Fluchtursachen schaffen durch Waffenlieferungen und Beteiligung an Rohstoffkriegen. Auch in Zukunft stehen deutsche Truppen und US-Raketen an der russischen Grenze und am deutschen Exportnationalismus, der Europa spaltet, wird festgehalten. Auch hier ist die Partei Willy Brandts nicht mehr wieder zu erkennen.<br>\nNahles lobte den deutschen Mindestlohn, obwohl er niedriger ist als bei den europ&auml;ischen Nachbarn. Sie schilderte die Vorz&uuml;ge der im Sondierungspapier in Aussicht gestellten Grundrente: Ohne Arbeit 800 Euro im Monat, nach 35 Jahren Arbeit 880 Euro im Monat. In &Ouml;sterreich hat ein Durchschnittsrentner im Monat 800 Euro mehr als ein Durchschnittsrentner in Deutschland.<br>\nDie SPD, die einst so stolze Partei, ist mit den Brosamen zufrieden, die vom Tische Merkels abfallen. &ldquo;Wenn wir Neuwahlen machen, zeigen uns die W&auml;hler den Vogel&rdquo;, sagt Nahles. Sie vergisst: Die W&auml;hler zeigen der neoliberal gewendeten SPD seit 20 Jahren den Vogel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/photos\/a.678047548923382.1073741825.188971457830996\/1674379219290205\/?type=3&amp;theater\">Oskar Lafontaine via fb<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&bdquo;HSV der Politik&ldquo;: Die SPD spricht sich f&uuml;r Koalitionsverhandlungen mit der CDU aus &ndash; und der Spott im Netz ist gro&szlig;<\/strong><br>\n[&hellip;] Martin Schulz hatte nach dem Scheitern der Jamaika-Verhandlungen Ende November vergangenen Jahres einer Neuauflage der Gro&szlig;en Koalition via Twitter eine eigentlich unmissverst&auml;ndliche Absage erteilt.\n<blockquote><p>\n&bdquo;Wir stehen f&uuml;r den Eintritt in eine Gro&szlig;e Koalition nicht zur Verf&uuml;gung &ndash; diese Konstellation wurde abgew&auml;hlt. Wir scheuen Neuwahlen nicht.&ldquo;<br>\n&mdash; Martin Schulz (@MartinSchulz) November 20, 2017\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Zwei Monate sp&auml;ter warb der SPD auf dem Sonder-Parteitag der SPD indes f&uuml;r die Aufnahme der Koalitionsverhandlungen &ndash; und wurde damit auf Twitter f&uuml;r einige Nutzer zum Umfaller.<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;In eine Regierung von Angela Merkel werde ich nicht eintreten.&ldquo;<br>\n&ndash; Martin Schulz\n<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Wenn wir uns am Wahltag entschieden haben, wie machen keine GroKo, dann gilt das auch noch zwei Monate sp&auml;ter.&ldquo;<br>\n&ndash; Ralf Stegner\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Tats&auml;chlich ist das Echo auf den SPD-Sonderparteitag und die Aufnahme der Koalitionsverhandlungen gr&ouml;&szlig;tenteils negativ bis sp&ouml;ttisch.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/01\/21\/die-spd-spricht-sich-fuer-koalitionsverhandlungen-mit-der-cdu-aus-und-der-spott-im-netz-ist-gross\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">Meedia<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung  JK:<\/strong> Die Reaktionen sind sehr am&uuml;sant zu lesen. Die SPD hat gerade ihr letztes Qu&auml;ntchen an Glaubw&uuml;rdigkeit verspielt. Der Parteif&uuml;hrung ist es egal, Hauptsache es winken sch&ouml;ne P&ouml;stchen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Weidmann: Hohe Leistungsbilanz&shy;&uuml;bersch&uuml;sse spiegeln lockere Geldpolitik<\/strong><br>\nBundesbankpr&auml;sident Jens Weidmann hat davor gewarnt, dem hohen &Uuml;berschuss der deutschen Leistungsbilanz zu viel Bedeutung beizumessen. Weder Defizite noch &Uuml;bersch&uuml;sse seien per se gut oder schlecht, sagte er auf einer Konferenz von Bundesbank und Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF) in Frankfurt am Main. &ldquo;Es ist angemessen, dass Deutschland &Uuml;bersch&uuml;sse erzielt, denn der demografische Wandel wird insbesondere die Wirtschaft hart treffen&rdquo;, so Weidmann. Der &Uuml;berschuss sei notwendig, um die Folgen dieser Entwicklung aufzufangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Themen\/2018\/2018_01_18_iwf_bbk_konferenz.html?nsc=true\">Bundesbank<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Einen solch wahnsinnigen Unsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen, obwohl wir leider sehr viel davon zu lesen bekommen. Was hat denn der demographische Wandel mit den Export&uuml;bersch&uuml;ssen zu tun? Will Herr Weidmann Devisen und Forderungen gegen&uuml;ber anderer L&auml;nder anh&auml;ufen, Um dann daraus k&uuml;nftig Altersrenten zu bezahlen? Weidmann ist ein Beleg daf&uuml;r, dass die heutige politische Welt auch unter dem Mangel an Qualit&auml;t der Mitarbeiter, Beamten und des daraus gespeisten Spitzenpersonals leidet. Weidmann war ja mal Berater von Frau Merkel. Wirtschaftsexperte im Bundeskanzleramt. Im Vergleich zu ihm war selbst der neoliberale Ideologe Hans Tietmeyer ein Lichtblick an Fachkompetenz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Trendwende einl&auml;uten<\/strong><br>\nP&uuml;nktlich zur Er&ouml;ffnung des Weltwirtschaftsforums in Davos hat Oxfam wieder die neuesten Zahlen zur weltweiten Verm&ouml;gensverteilung ver&ouml;ffentlicht. Mehr als vier F&uuml;nftel des 2017 neu geschaffenen Reichtums seien vom obersten Prozent der Weltbev&ouml;lkerung vereinnahmt worden. F&uuml;r die untere H&auml;lfte sei gar nichts &uuml;brig geblieben. Auch wenn diese Zahlen nur auf Sch&auml;tzungen beruhen, so geben sie doch ein realistisches Bild. Viele andere Untersuchungen aus den unterschiedlichsten Quellen kommen zu &auml;hnlichen Ergebnissen. Die Polarisierung bei den Einkommen und noch st&auml;rker den Verm&ouml;gen geht ungebrochen weiter.<br>\nJedes Jahr wiederholt sich auch ein anderes Ritual. Stets betonen die Verantwortlichen in Davos vor dem Treffen, wie ernst man dieses Problem nehme, und ein prominenter Vertreter der Wirtschaftselite weist auf die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen und der Reichen hin. &Uuml;blicherweise ist das der Multimilliard&auml;r Warren Buffett. Dieses Jahr &uuml;bernimmt Laurence &raquo;Larry&laquo; Fink diese Rolle, der CEO von Blackrock, des mit &uuml;ber sechs Billionen Dollar verwalteten Verm&ouml;gens gr&ouml;&szlig;ten Fonds der Welt und gr&ouml;&szlig;ter Aktion&auml;r vieler Dax-Konzerne. Praktische Folgen haben diese Verlautbarungen, seien sie ernst gemeint oder nur Public Relation, bislang nie gehabt.<br>\nIn den n&auml;chsten Jahren k&ouml;nnte sich an der Gesamtlage allerdings etwas &auml;ndern. Das l&auml;ge dann nicht an einer ver&auml;nderten Haltung der Reichen oder der Gro&szlig;konzerne. Mit der neuen Labour Party unter Jeremy Corbyn ist aber erstmals seit Jahrzehnten in einem der gro&szlig;en westlichen Industriestaaten wieder eine Alternative zur herrschenden Politik mehrheitsf&auml;hig geworden. Die Frustration weiter Bev&ouml;lkerungskreise in Gro&szlig;britannien, vor allem in der Jugend, &uuml;ber die neoliberale Politik hat nicht nur der Person Corbyn zu ungeahnter Popularit&auml;t verholfen, sondern auch der von ihm propagierten Politik &raquo;f&uuml;r die vielen, nicht die wenigen&laquo;. Pl&ouml;tzlich gibt es sogar Mehrheiten von fast vier zu eins f&uuml;r die Verstaatlichung wichtiger Wirtschaftszweige wie Energie, Wasser und Eisenbahnen. Das ist eine Trendwende, die noch vor einem Jahr kaum jemand f&uuml;r m&ouml;glich gehalten h&auml;tte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/325898.trendwende-einl%C3%A4uten.html\">Michael Hartmann in junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen und sehen Sie dazu erneut <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39443\">Video mit Professor Hartmann beim Pleisweiler Gespr&auml;ch &uuml;ber Reichtum und Eliten. Interessant. Faktenreich. Sehenswert<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Oxfam &ndash; 42 Reiche besitzen so viel wie 3,7 Milliarden Arme<\/strong><br>\nDie neuen Zahlen, mit denen Oxfam-Aktivist Nick Bryer hantiert, m&ouml;gen bei den einen Achselzucken und bei den anderen Wut ausl&ouml;sen: Nach seinen Worten kommt alle zwei Tage irgendwo auf der Welt ein neuer Dollar-Milliard&auml;r hinzu, inzwischen seien es mehr als 2.000. Eine N&auml;herin in Bangladesch m&uuml;sse ihr ganzes Leben arbeiten, um so viel zu verdienen wie der Chef eines f&uuml;hrenden Modekonzerns in vier Tagen. Und allein 42 Menschen bes&auml;&szlig;en zusammen so viel wie die gesamte &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung. Die Schere zwischen Arm und Reich &ouml;ffne sich, beklagt Bryer:<br>\n&ldquo;Wenn wir uns nur die j&uuml;ngsten Verm&ouml;genszuw&auml;chse angucken, dann gehen 82 Prozent davon &ndash; also vier von f&uuml;nf Dollar &ndash; an das reichste ein Prozent. W&auml;hrend der Wohlstand der unteren H&auml;lfte der Menschheit, dreieinhalb Milliarden Menschen, gar nicht gewachsen ist.&rdquo;<br>\nDie britische Hilfsorganisation musste in der Vergangenheit Kritik einstecken &ndash; an der Grundlage der Daten und an deren Interpretation. Bryers Vergleiche beruhen zum einen auf der Milliard&auml;rs-Liste des US-Magazins &ldquo;Forbes&rdquo;, die teils Sch&auml;tzwerte angibt; zum anderen auf dem &ldquo;Globalen Wohlstandsreport&rdquo; der Schweizer Bank Credit Suisse, der f&uuml;r viele L&auml;nder nur eine schwache Datenbasis hat.<br>\nUnd nach der Oxfam-Methodik gilt etwa ein angehender Harvard-Jurist, der sich f&uuml;rs Studium verschuldet, als arm &ndash; obwohl er sp&auml;ter die Chance hat, viel Geld zu machen. Bryer verteidigt jedoch die Botschaft des neuen Berichts:<br>\n&ldquo;Es ist die zuverl&auml;ssigste Sch&auml;tzung, die sich ermitteln l&auml;sst. Aber nat&uuml;rlich: Ohne einen globalen Zensus haben wir keine wirklich wissenschaftlichen Daten. Das Muster ist aber klar: Wohlstand h&auml;uft sich bei denen an der Spitze an, w&auml;hrend die meisten Menschen auf der Welt zur&uuml;ckgelassen werden.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/ungleiche-vermoegensverteilung-oxfam-42-reiche-besitzen-so.769.de.html?dram:article_id=408927\">Deutschlandfunk<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Verm&ouml;gensverteilung ist katastrophal &ndash; besonders im globalen Vergleich. Solche Schlagzeilen sind jedoch immer mit Vorsicht zu genie&szlig;en. In Deutschland weisen beispielsweise 25% aller Haushalte ein negatives Nettoverm&ouml;gen auf &ndash; sie haben also mehr Schulden als Verm&ouml;genswerte. Man k&ouml;nnte sich also auch &bdquo;Oma Erna&ldquo; heraussuchen und feststellen, dass sie mehr besitzt als 10 Millionen arme Deutsche. Das w&auml;re korrekt, sagt aber nichts &uuml;ber &bdquo;Oma Ernas&ldquo; Verm&ouml;gen und wenig &uuml;ber die Verm&ouml;gensverteilung in Deutschland aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wirtschaft warnt vor neuen H&uuml;rden<\/strong><br>\nDie Wirtschaft warnt die Union vor Zugest&auml;ndnissen an die SPD. &bdquo;Wir kritisieren die vielen H&uuml;rden, die die SPD auf ihrem Parteitag f&uuml;r die Koalitionsverhandlungen mit der Union aufgebaut hat. Mit diesem &sbquo;Ja, aber&lsquo; kommen wir nicht weiter&ldquo;, sagte Alfred Gaffal, Pr&auml;sident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (VBW). &bdquo;Es darf keine Nachverhandlung der Sondierungsergebnisse geben. Weitere Zugest&auml;ndnisse an die SPD f&uuml;hren zu mehr Umverteilung und einem weiter &uuml;berbordenden Sozialstaat&ldquo;, warnte Gaffal. Er kritisierte die SPD-Forderung nach einer B&uuml;rgerversicherung. &bdquo;Eine solche Einheitskasse ginge massiv zu Lasten der Beitragszahler und w&uuml;rde vor allem die Mittelschicht treffen&ldquo;, warnte Gaffal.<br>\nAuch DIHK-Pr&auml;sident Eric Schweitzer bewertet die Entscheidung des SPD-Parteitages skeptisch. Der SPD-Beschluss enthalte &bdquo;inhaltliche Nachforderungen, die die weiteren Verhandlungen belasten&ldquo;, sagte Schweitzer. Es w&uuml;rden leider nicht die Themen aufgerufen, die im Interesse von guten wirtschaftlichen Perspektiven f&uuml;r Unternehmen und Bev&ouml;lkerung dringend erg&auml;nzt werden m&uuml;ssten, sagte Schweitzer. &bdquo;Dazu z&auml;hlt vor allem eine Unternehmenssteuerreform, die auf die entsprechenden Steuererleichterungen in vielen Industriel&auml;ndern reagiert.&ldquo;<br>\nDer Wirtschaftsrat der CDU warnte davor, der SPD in Koalitionsverhandlungen Zugest&auml;ndnisse zu machen. &bdquo;Keinen Millimeter kann die Union der SPD mehr entgegenkommen, nachdem schon insbesondere beim Europa-Kapitel teure Wechsel auf die Zukunft ausgestellt wurden&ldquo;, sagte Wolfgang Steiger, Generalsekret&auml;r des Wirtschaftsrates. &bdquo;CDU und CSU haben in der redaktionellen Schlussrunde der Sondierungsgespr&auml;che schon genug Zugest&auml;ndnisse gemacht. Vor allem d&uuml;rfen sie sich nicht wieder wie bei den wichtigen Fragen der Migration von der SPD gegeneinander ausspielen lassen&ldquo;, warnte Steiger.<br>\nZur&uuml;ckhaltend bewertet der Familienunternehmer-Verband das Ergebnis des Sonderparteitages. Es m&uuml;sse jetzt darum gehen, &bdquo;mehr auf Zukunft zu setzen und die Frage zu beantworten, wie wir das alles erwirtschaften, was die GroKo-Parteien verteilen wollen&ldquo;, sagte Verbandspr&auml;sident Reinhold von Eben-Worl&eacute;e dem Handelsblatt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/koalitionsverhandlungen-wirtschaft-warnt-vor-neuen-huerden\/20872066.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Man fragt sich nur, ob die Vertreter der deutschen Oligarchie und ihre politischen Handlanger dieses abgrundtief dumme und zynische Geschw&auml;tz wirklich selbst glauben. Die arbeitenden Menschen in den Unternehmen d&uuml;rfen zwar dazu beitragen, dass sich Aktion&auml;re und Vorst&auml;nde die Taschen f&uuml;llen, aber auch eine nur ansatzweise Verbesserung ihrer Lebensumst&auml;nde wird ihnen nicht geg&ouml;nnt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Der Zorn auf die Wohlhabenden<\/strong><br>\nDie Super-Reichen w&uuml;rden die Umwelt verschmutzen und mit ihrem unverdienten Reichtum w&uuml;rden sie die Gesellschaft spalten, meint der Soziologe Andrew Sayer in &ldquo;Wir k&ouml;nnen uns die Reichen nicht leisten&rdquo;. Er fordert radikale Enteignungen.<br>\nZum 200. Geburtstag von Karl Marx in diesem Jahr k&ouml;nnte es keine passendere Lekt&uuml;re geben: &ldquo;Warum wir uns die Reichen nicht leisten k&ouml;nnen&rdquo; hei&szlig;t das Buch, in dem der britischen Professor Andrew Sayer den Kapitalismus konsequent marxistisch gegen den Strich b&uuml;rstet. Und es ist kein Wunder, dass er kein gutes Haar an der Marktwirtschaft l&auml;sst: Privateigentum an Grund und Boden und am Produktivkapital zerst&ouml;re die Gesellschaft, Arbeitsteilung demotiviere die Benachteiligten, Lohnunterschiede schadeten dem Zusammenhalt, Reiche ruinierten das Klima.<br>\nDas sind Sayers Thesen, der an der Universit&auml;t von Lancester Soziologie lehrt. In Sayers Welt regieren Ungerechtigkeit, Habgier und Skrupellosigkeit. Er zeichnet ein dunkles Bild der Ausweglosigkeit, wenn man zur falschen Zeit in die falsche Familie geboren wird. Sozialer Aufstieg sei nahezu unm&ouml;glich, analysiert er. Denn die Reichen mehren ihren Wohlstand nicht mit au&szlig;erordentlichen F&auml;higkeiten oder harter Arbeit, sondern mit &ldquo;unverdientem Einkommen&rdquo;. Unverdientes Einkommen, das sind f&uuml;r Sayer Ertr&auml;ge aus Kapital und Zinsen. Jeder normale Mensch dagegen m&uuml;sse f&uuml;r sein Auskommen arbeiten, und werde schlecht bezahlt, weil er keine Macht habe.<br>\nIn einigen Punkten hat er Recht: Tats&auml;chlich sind die sehr Reichen in den vergangenen 60 Jahren in einem atemberaubenden Tempo reicher geworden. Je reicher Menschen sind, desto tiefer ist ihr Kohlendioxid-Fu&szlig;abdruck f&uuml;r gew&ouml;hnlich. Und ja, es stimmt: Die Finanzkrise des Jahres 2008 wurde von einem irrationalen Finanzwesen ausgel&ouml;st, das sich nahezu jeder Kontrolle entzogen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/andrew-sayer-warum-wir-uns-die-reichen-nicht-leisten.1270.de.html?dram:article_id=408687\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wenn Kartenzahlung extra kostet<\/strong><br>\nEigentlich d&uuml;rfen Firmen keine Extrageb&uuml;hren verlangen, wenn Kunden mit Karte zahlen. Doch viele ignorieren das Gesetz &ndash; oder mogeln sich mit Tricks durch. Was Sie dagegen tun k&ouml;nnen.<br>\nSeit dem 13. Januar d&uuml;rfen Firmen keine Geb&uuml;hren mehr daf&uuml;r nehmen, wenn Kunden mit Karten bezahlen. Die neuen Regeln kommen aus Br&uuml;ssel, eine Umsetzung der sogenannten zweiten Zahlungsdienste-Richtlinie. Der Bundestag hat daf&uuml;r im vergangenen Jahr das B&uuml;rgerliche Gesetzbuch unter anderem um einen Paragrafen 270a erweitert, der da lautet: &ldquo;Eine Vereinbarung, durch die der Schuldner (Kunde) verpflichtet wird, ein Entgelt f&uuml;r die Nutzung einer Sepa-Lastschrift, einer Sepa-Firmenlastschrift, einer Sepa-&Uuml;berweisung oder eine Zahlungskarte zu entrichten, ist unwirksam.&rdquo;<br>\nZahlreiche Anbieter haben aber offenbar den Schuss nicht geh&ouml;rt. Zum Beispiel die Taxifahrer der 3000 Taxiunternehmen in der Hauptstadt. Berliner Taxifahrer kassieren bei ihren Kunden weiter fr&ouml;hlich 1,50 Euro pro Kartenzahlung ab. Viele Taxifahrer haben dabei durchaus ein Bewusstsein f&uuml;r das Problem: &ldquo;Ich sehe das Geld nicht, das geht an die Taxigenossenschaft.&rdquo;<br>\nDer Chef der Berliner Taxi-Innung Leszek Nadolski rechnet mir vor, dass die schwedische Abrechnungsfirma f&uuml;r die Kreditkarten immer noch hohe Geb&uuml;hren bis 2,75 Prozent vom Umsatz nimmt. Solche Geb&uuml;hren w&uuml;rden in circa 20 Taxigebieten bundesweit erhoben, seit Dezember auch in dem an Berlin angrenzenden Tarifgebiet Dahme-Spree, in dem der neue Gro&szlig;flughafen BER liegt. Best&auml;rkt f&uuml;hlen sich die Berliner Taxifahrer von der Senatsverwaltung, die ihnen best&auml;tigte, beim Abkassieren im Recht zu sein. Der Berliner Senat hat mir am Freitag gesagt, nat&uuml;rlich wolle man die Geb&uuml;hr auch weghaben, aber das sei schwierig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/service\/wenn-kartenzahlung-extra-kostet-a-1188780.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Seltsam, da &bdquo;vergisst&ldquo; Hermann-Josef Tenhagen doch glatt zu erw&auml;hnen, dass die gesetzlichen Regelungen nat&uuml;rlich auch dazu f&uuml;hren, dass die h&ouml;heren Transaktionskosten bei Kreditkarten auf den Preis umgelegt werden. Als vorgeblicher Vertreter der Verbraucherinteressen m&uuml;sste er dies doch eigentlich kritisieren, denn warum sollte der Berliner Taxikunde, der seinen Fahrpreis in bar zahlt, die Transaktionsgeb&uuml;hren, die Banken und Finanzdienstleister f&uuml;r Kreditkartenzahlung erheben, querfinanzieren? Die NachDenkSeiten hatten sich dieses Thema <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=39234\">schon einmal vorgenommen<\/a> und kommen dabei zu einem ganz anderen Ergebnis als &bdquo;Verbrauchersch&uuml;tzer&ldquo; Tenhagen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>NGG-Bayern kritisiert DGB-Vorsitzenden<\/strong><br>\nDer bayrische Landesbezirksvorstand der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gastst&auml;tten (NGG) hat den Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), Reiner Hoffmann, in einem offenen Brief kritisiert. Im am vergangenen Mittwoch ver&ouml;ffentlichten Schreiben nimmt der Landesbezirksvorstand Bezug auf das Lob des DGB-Vorsitzenden f&uuml;r die Sondierungsergebnisse von Union und SPD. &raquo;Die Eind&auml;mmung der Werkvertr&auml;ge, Verbote von OT-Mitgliedschaften in Arbeitgeberverb&auml;nden, Erleichterung der Allgemeinverbindlichkeit von Tarifvertr&auml;gen &ndash; kein Wort dazu im Sondierungspapier&laquo;, hei&szlig;t es in dem Brief. Die NGG-Gewerkschafter erinnern auch daran, dass der DGB dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft verpflichtet sei und sich nicht parteipolitisch festlegen sollte. &raquo;Vor diesem Hintergrund halten wir (&hellip;) den von dir [Hoffmann, jW] vorgenommenen Eingriff in die aktuelle Debatte der SPD f&uuml;r &auml;u&szlig;erst problematisch.&laquo; Der Brief endet mit der Aufforderung, eine Debatte &uuml;ber das Selbstverst&auml;ndnis der Gewerkschaftsbewegung zu beginnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/325920.ngg-bayern-kritisiert-dgb-vorsitzenden.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Land Grabbing &ndash; Die globale Enteignungswelle von Grund und Boden<\/strong><br>\nSp&auml;testens seit der Finanzkrise 2008 ist ein globaler Wettlauf um Ackerland entbrannt. Banken, Pensions- und Investmentfonds und Gro&szlig;konzerne eignen sich im gro&szlig;en Stil L&auml;ndereien auf fremdem Territorium an. Vor allem Europas Finanzelite mischt kr&auml;ftig mit und ist laut OECD mit 44% aller Finanzmittel, die in Bodenwerte flie&szlig;en, beteiligt.<br>\nEine Entwicklung, die bei genauerer Betrachtung nur allzu logisch erscheint. Ackerland ist ein begrenzt verf&uuml;gbares Gut, welches zudem immer rarer wird. Drei Millionen Hektar werden j&auml;hrlich zubetoniert, 10 Millionen fallen der Erosion zum Opfer. Gleichzeitig w&auml;chst die Weltbev&ouml;lkerung und somit die Nachfrage nach Agrarprodukten stetig an. Um hier m&ouml;gliche Wertsteigerungen hineinzuinterpretieren bedarf es keiner jahrzehntelangen B&ouml;rsenerfahrung. Das von Natur aus eigentlich immobile Gut Land bekommt auf diese Weise Beine und bewegt sich zusehends in die Arme des internationalen Finanzkapitals. Eine Entwicklung, die nicht ohne soziale und &ouml;kologische Folgeerscheinungen bleibt.<br>\nWo Investoren ihre Fahne in den Boden rammen, m&uuml;ssen Bauern und indigene V&ouml;lker von der Stelle weichen. Statt Nahrung f&uuml;r die Region wird dann Nahrung f&uuml;r die Welt produziert, wobei f&uuml;r die Region nicht mehr allzu viel &uuml;brig bleibt. Laut Oxfam verlieren Kleinbauern weltweit auf diese Weise t&auml;glich 7000 Hektar Land (also ca. 10.000 Fu&szlig;ballfelder) an die Agrarindustrie. F&uuml;r die wehrlosen Landwirte bleibt oftmals keine andere Wahl als die Flucht in die entstehenden Megapole, wo sie schlie&szlig;lich mit Millionen von Eidgenossen in Konkurrenz um eine sehr begrenze Anzahl an Arbeitspl&auml;tzen treten. Die industrielle Landwirtschaft, der es nun &bdquo;endlich&ldquo; gelingt die Welt von ineffizienten kleinb&auml;uerlichen Strukturen zu befreien, r&uuml;hmt sich in diesem Zusammenhang gerne mit Verweis auf den gesteigerten Ertrag pro Fl&auml;cheneinheit. Sehr geschickt kaschiert sie so die eigene nur als &bdquo;mangelhaft&ldquo; zu bewertende &Ouml;kobilanz. Denn w&auml;hrend Kleinbauern zehn Mal so viel Energie produzieren (in Kalorien), wie sie selbst verbrauchen, ist in der modernen Agrarindustrie das Verh&auml;ltnis gerade andersrum.<br>\nDie vollkommene Absurdit&auml;t dieses globalisierten Irrsinnes spiegelt sich in einem aktuellen Beispiel im S&uuml;dsudan. Dort handelten im Jahr 2008 zwei amerikanische Gesch&auml;ftsleute mit lokalen Organisationen einen Pachtvertrag f&uuml;r 600.000 Hektar Land im Verwaltungsbezirk Lainya aus. Problematisch daran ist in erster Linie, dass der gesamte Bezirk nur eine Fl&auml;che von 340.000 Hektar aufweist. Als w&auml;re das nicht genug, &uuml;berschneiden sich die Anspr&uuml;che der Gesch&auml;ftsm&auml;nner noch mit einer weiteren Konzession, die der Plantagefirma Central Equatorian Teak zugeteilt wurde. Auch sie erhebt Anspruch auf 50.000 Hektar Ackerland in Lainya. Folglich beanspruchen also zwei Akteure insgesamt 650.000 Hektar Land auf einer Gesamtfl&auml;che von 340.000 Hektar. Es stellt sich dich Frage was die 90.000 Einwohner des Bezirks, die gr&ouml;&szlig;tenteils vom Ackerbau leben, von diesen Streitigkeiten halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kenfm.de\/land-grabbing-die-globale-enteignungswelle-von-grund-und-boden\/\">Ken FM<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>USA? Bundesregierung will &ldquo;Beteiligte&rdquo; am Krieg im Jemen nicht nennen<\/strong><br>\nSehenswert: Die Bundesregierung hat versprochen, dass man keine Waffen mehr an L&auml;nder liefern will, die am Krieg im Jemen beteiligt sind. Nur stellt sich die Frage: Wer sind diese &ldquo;Beteiligten&rdquo; neben den Saudis? Die USA setzen im Jemen Navy-Seal-Teams ein und f&uuml;hren Drohnenangriffe durch &ndash; wird also nun nicht mehr an die USA R&uuml;stung geliefert? Es wird geschwiegen. Auch wer die &ldquo;Beteiligten&rdquo;, also die Kriegsteilnehmer, &uuml;berhaupt sind, wird nicht beantwortet..<br>\nAusschnitt aus der BPK vom 22. Januar 2018<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=N4nB0ikaYIM\">Tilo Jung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Waffenexport konsequent verharmlost<\/strong><br>\nDie Bundesregierung ist mitverantwortlich f&uuml;r Erdogans Krieg und dessen Opfer. Mehr als verlogene Apelle zur M&auml;&szlig;igung hat sie nicht zu bieten.<br>\nDeutschlands Nato-Verb&uuml;ndeter T&uuml;rkei f&uuml;hrt Krieg mit aus Deutschland gelieferten Panzern und anderen schweren Waffen. Und dies &ndash; wie schon seit Jahrzehnten &ndash; nicht mehr nur gegen die KurdInnen im eigenen Land, was schon schlimm genug ist. Jetzt setzt Ankara aber diese Waffen auch v&ouml;lkerrechtswidrig gegen KurdInnen im Nachbarland Syrien ein.<br>\nKritikerinnen und Kritiker der deutschen R&uuml;stungsexportpolitik haben schon lange vor dieser gef&auml;hrlichen Entwicklung gewarnt. Alle Bundesregierungen der vergangenen 30 Jahre, seit &uuml;ber R&uuml;stungslieferungen an die T&uuml;rkei kontrovers diskutiert wird, haben diese Gefahr immer verharmlost. In welcher parteipolitischen Zusammensetzung auch immer. Sie sind mitverantwortlich f&uuml;r Erdogans Krieg und dessen Opfer unter der kurdischen Bev&ouml;lkerung in Syrien.<br>\nNiemand sollte &uuml;berrascht sein, wenn es als Reaktion auf diesen von Ankara zynischerweise unter dem Titel &bdquo;Operation Olivenzweig&ldquo; gef&uuml;hrten Krieg erneut zu Anschl&auml;gen kurdischer Extremisten kommt &ndash; in der T&uuml;rkei und vielleicht auch in Deutschland.<br>\nAnkaras Luftangriffe und die Invasion mit Panzerverb&auml;nden spitzen die Widerspr&uuml;che im globalen &bdquo;Krieg gegen den Terrorismus&ldquo; weiter zu. Denn die Milit&auml;rschl&auml;ge richten sich gegen die vom Nato-Partner USA unterst&uuml;tzten und bewaffneten kurdischen Milizen, die aus Sicht Washingtons die effektivsten K&auml;mpfer bei der Vertreibung des sogenannten Islamischen Staats waren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/taz.de\/Kommentar-Deutsche-Panzer-in-Syrien\/!5475957\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Es deutet sich ein Ressentiment an<\/strong><br>\nCDU\/CSU, SPD, FDP, Gr&uuml;ne und AfD haben im Bundestag eine Antisemitismus-Resolution beschlossen. Ein Gespr&auml;ch mit Moshe Zuckermann<br>\nDie Bundesregierung wird demn&auml;chst einen sogenannten Antisemitismus-Beauftragten einsetzen &ndash; ein sinnvoller Schritt?<br>\nDer Antisemitismus geh&ouml;rt bek&auml;mpft, wo immer er auftaucht. Zu kl&auml;ren bleibt nur, ob es auch einen Beauftragten f&uuml;r Islamophobie, f&uuml;r Rassismus im allgemeinen geben soll. Wenn nicht, darf die Frage gestellt werden, warum die Regierung meint, dass gerade der Antisemitismus das vordringlichste Problem in Deutschland darstelle. Spielen da etwa fremdbestimmte Motive mit hinein?<br>\nZumindest hat man nun nach einem &raquo;linken Antisemitismus&laquo; einen &raquo;eingewanderten Antisemitismus&laquo; als Gefahr ausgemacht. Als Beleg werden &raquo;Beleidigungen gegen Israel&laquo; durch arabische Migranten nach der Jerusalem-Entscheidung des US-Pr&auml;sidenten angef&uuml;hrt.<br>\nPal&auml;stinenser haben das volle Recht, gegen die uns&auml;gliche Entscheidung von Trump zu demonstrieren, so wie letztlich jeder rational denkende Mensch in ihr eine auf Gewalteskalation hinauslaufende Provokation sehen muss.<br>\nEs wurde eine israelische Fahne verbrannt &hellip;<br>\nDas ist doch eine g&auml;ngige Protestpraxis der Ohnm&auml;chtigen. Was ist schon eine verbrannte Fahne gemessen an der Barbarei, die im Namen dieser Fahne begangen wird? Die Aufregung in dem Zusammenhang basiert doch nur auf der irrigen und irref&uuml;hrenden Annahme, dass Judentum, Zionismus und Israel gleichzustellen seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/325863.es-deutet-sich-ein-ressentiment-an.html\">junge welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Angriff auf Afrin: Der gef&auml;hrliche anti-kurdische Konsens<\/strong><br>\nDie t&uuml;rkische Armee greift die Kurden an &ndash; und pl&ouml;tzlich herrscht unter den sonst so zerstrittenen Parteien Konsens. Das gef&auml;hrdet die Stabilit&auml;t der Region.<br>\nAls Ende 2014 der Islamische Staat (IS) versuchte, die kurdische Stadt Kobane an der Grenze zur T&uuml;rkei zu erobern und ein Blutbad anrichtete, standen t&uuml;rkische Panzer in Sichtweite. Sie griffen nicht ein. Der IS, der zu jener Zeit offen die T&uuml;rkei bedrohte, konnte, so stellte sich sp&auml;ter heraus, ungehindert im t&uuml;rkisch-syrischen Grenzgebiet operieren.<br>\nErdogan setzte darauf, dass die Islamisten sein kurdisches Problem erledigen w&uuml;rden. Er verrechnete sich. Die kurdischen Milizen schlugen den IS zur&uuml;ck. Die K&auml;mpfe zogen sich bis Februar. Mit amerikanischer Luftunterst&uuml;tzung konnte Kobane befreit werden.<br>\nNun greift die t&uuml;rkische Armee gemeinsam mit islamistischen syrischen Milizen, die in Bussen zur Grenze gekarrt werden, den Bezirk Afrin an &ndash; offiziell um die als Terrororganisation gelabelte kurdische YPG und PYD zu bek&auml;mpfen. Au&szlig;erdem, so hei&szlig;t es aus Ankara, gehe es gegen den Islamischen Staat.<br>\nDas ist nur eine unter unz&auml;hligen Propagandal&uuml;gen (siehe: Afrin: T&uuml;rkische Regierung diktiert Medien Berichterstattung), mit denen dieser neuerliche Krieg gef&uuml;hrt wird. Es existieren in Afrin (weder in der Stadt noch im zu Aleppo geh&ouml;renden Landesbezirk) keine Stellungen des IS.<br>\nDas Gebiet ist unter kurdischer Kontrolle. Und zwar unter der Kontrolle jener Milizen, ohne die es nicht gelungen w&auml;re, den IS in Syrien so empfindlich zu treffen, dass er nahezu sein komplettes Gebiet verloren hat.<br>\nNun ist es kein Zufall, dass die Berichterstattung in den gleichgeschalteten t&uuml;rkischen Medien vor Kriegsbegeisterung hyperventiliert wie eine schlechte Comedy, w&auml;hrend zugleich die Polizei hart gegen Antikriegsproteste auf den Stra&szlig;en vorgeht und es wieder zu unz&auml;hligen Festnahmen und Repressionen gegen jene kommt, die sich &ouml;ffentlich f&uuml;r Frieden aussprechen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Angriff-auf-Afrin-Der-gefaehrliche-anti-kurdische-Konsens-3948111.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>20 Stiftungsprofessuren auf einen Schlag<\/strong><br>\nDie Dieter-Schwarz-Stiftung will der TUM auf einen Schlag 20 Professuren &bdquo;spendieren&ldquo; &ndash; sieben am M&uuml;nchner Standort, 13 f&uuml;r eine neue Filiale in Heilbronn. Arne Semsrott vom Projekt Hochschulwatch sieht die Freiheit von Lehre und Forschung bedroht. Gegen&uuml;ber Studis Onlinefordert er: &bdquo;Die Vertr&auml;ge m&uuml;ssen auf den Tisch.&ldquo;<br>\nStudis Online: Kurz vor Weihnachten wurde bekannt, dass der Lidl-Gr&uuml;nder Dieter Schwarz der Technischen Universit&auml;t M&uuml;nchen (TUM) auf einen Schlag 20 Stiftungsprofessuren schenken wird. Im Bereich der Betriebswirtschaflehre sollen demnach sieben Lehrst&uuml;hle am Standort M&uuml;nchen sowie weitere 13 an einem noch zu gr&uuml;ndenden TUM-Ableger in Schwarz` Heimatstadt Heilbronn in Baden-W&uuml;rttemberg angesiedelt werden. Damit h&auml;tte die TUM School of Management k&uuml;nftig 54 statt der aktuell 34 Professuren. Wie sehen Sie diese Pl&auml;ne?<br>\nArne Semsrott: Dass Unternehmen und Hochschulen gerade im Bereich der Stiftungsprofessuren kooperieren, ist keine Neuigkeit. Der Umfang und der avisierte zeitliche Rahmen der Kooperation sind allerdings wirklich neuartig f&uuml;r deutsche Verh&auml;ltnisse.<br>\nAlso schon eine Art von Dammbruch?<br>\nDie TU M&uuml;nchen w&uuml;rde es wohl eher als Durchbruch bezeichnen. Die gro&szlig;e Frage ist, auf welche Modalit&auml;ten sich die Uni und die Unternehmensstiftung geeinigt haben. Wenn Lidl auf diesem Weg &uuml;ber die Ausrichtung der TU M&uuml;nchen, also die Forschungs- und Lehrinhalte, mitentscheiden kann, dann ist das sicher auch ein Dammbruch.<br>\n&Uuml;ber den finanziellen Rahmen der Kooperation drang bisher nichts nach au&szlig;en. Haben Sie eine Vorstellung, um welche Summen es gehen k&ouml;nnte?<br>\nDas Volumen d&uuml;rfte sich im dreistelligen Millionenbereich bewegen. Genau ist das allerdings nicht zu beziffern, solange die TU M&uuml;nchen die Vereinbarung nicht &ouml;ffentlich macht. Ungew&ouml;hnlich ist der angek&uuml;ndigte Zeitrahmen der Zusammenarbeit: Die Lehrst&uuml;hle sollen bis zur Emeritierung der eingesetzten Professoren ausfinanziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.studis-online.de\/HoPo\/art-2067-hochschulwatch2018.php\">studis online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ein weiterer gef&auml;hrlicher Aspekt des Superreichtums.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Was w&auml;re die SPD ohne diese Frauen?<\/strong><br>\nDrei Frauen werden f&uuml;r die Partei immer wichtiger &ndash; ohne sie s&auml;he Parteichef Schulz alt aus.<br>\nAndrea Nahles rei&szlig;t die F&auml;uste in die H&ouml;he. &bdquo;Wir werden verhandeln, bis es quietscht&ldquo;, ruft, ja br&uuml;llt die Fraktionschefin beinahe auf dem SPD-Sonderparteitag in Bonn ins Mikrofon. Nichts sonst k&ouml;nne sie zusagen &ndash; schon gar nicht, dass die SPD 100 Prozent ihrer W&uuml;nsche durchsetzen k&ouml;nne. Dennoch lohne es, den Weg f&uuml;r Verhandlungen mit der Union freizumachen, mahnt sie die Delegierten.<br>\nNiemand aus der SPD-Parteif&uuml;hrung hat der widerwilligen Basis auf dem Parteitag am Sonntag so deutlich die Leviten gelesen wie die 47-J&auml;hrige. Niemand hat so unmissverst&auml;ndlich klargemacht, dass es nicht angehen k&ouml;nne, vor die W&auml;hler zu treten und zu sagen: Wir regieren nur, wenn wir alles bekommen, was wir fordern. Und dennoch &ndash; trotz der harten Botschaft an die skeptische Basis &ndash; ist niemand aus der SPD-F&uuml;hrung f&uuml;r seinen Auftritt auf dem Parteitag so bejubelt worden wie Andrea Nahles. Ihr Temperament hat viele beeindruckt, mitgerissen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr.de\/politik\/bundestagswahl\/parteifuehrung-was-waere-die-spd-ohne-diese-frauen-a-1431570\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> W&auml;re man zynisch, k&ouml;nnte man diesen Artikel als &bdquo;Chauvinismus&ldquo; bezeichnen, da dieser Unsinn doch eigentlich nur ironisch gemeint sein kann. Oder? Was ist nur aus der ehemals stolzen Frankfurter Rundschau geworden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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