{"id":42048,"date":"2018-01-24T10:36:56","date_gmt":"2018-01-24T09:36:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42048"},"modified":"2024-09-24T08:28:44","modified_gmt":"2024-09-24T06:28:44","slug":"showdown-in-porto-alegre-die-hexenjagd-der-politischen-justiz-auf-altpraesident-lula","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42048","title":{"rendered":"Showdown in Porto Alegre \u2013 Die Hexenjagd der politischen Justiz auf Altpr\u00e4sident Lula"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180124_lu1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/div><p>Am 24. Januar 2018 richten sich die Augen der demokratischen Welt auf Brasilien. Um 8.30 Uhr Ortszeit beginnt die Sitzung des regionalen Bundesgerichts (TRF4) im s&uuml;dbrasilianischen Porto Alegre, das in zweiter Instanz die im Juli 2017 von Richter S&eacute;rgio Moro ausgesprochene Verurteilung des ehemaligen Pr&auml;sidenten Luis In&aacute;cio Lula da Silva zu 9,5 Jahren Haft best&auml;tigen oder entkr&auml;ften wird. Ein Bericht von <strong>Frederico F&uuml;llgraf<\/strong>.<\/p><div style=\"clear: right;\"><\/div><p><!--more--><br>\nZur Routine des TRF4 geh&ouml;rt in der Regel eine bis zu 14,5-monatige Bearbeitungszeit von Berufungsantr&auml;gen, doch kaum 4,5 Monate nach Erhalt der Prozessunterlagen entschied sich das Gericht, die &bdquo;Causa Lula&ldquo; im Eilverfahren durchzuboxen, was nicht nur in Brasilien, sondern weltweit eine Woge der Emp&ouml;rung ausl&ouml;ste. Hinter dem Beschluss vermuten der angeklagte Altpr&auml;sident und seine Anh&auml;nger, jedoch auch konservative Juristen, einen politischen Coup.<\/p><p>Im Oktober 2018 sollen in Brasilien Pr&auml;sidentschaftswahlen stattfinden und der Altpr&auml;sident (2003-2011) ist mit nahezu 40 Prozent in s&auml;mtlichen Umfragen der mit weitem Abstand vor potentiellen Konkurrenten am besten positionierte Kandidat f&uuml;r ein drittes Mandat. Eine Urteilsbest&auml;tigung k&ouml;nnte &ndash; und soll offenbar, so vermuten die Kritiker des Gerichts &ndash; Lulas Kandidatur mit der sofortigen Beschneidung seiner politischen Rechte torpedieren. Der an der Ruhr-Universit&auml;t promovierte Jurist und ehemalige Justizminister von Pr&auml;sidentin Dilma Rousseff, Eug&ecirc;nio Arag&atilde;o, nannte den im Eilverfahren vorgezogenen Prozesstermin &bdquo;eine Schikane&ldquo;, weil er gezielt w&auml;hrend der Sommerpause des gesamten Justizwesens anberaumt wurde, womit die Verteidigung an einem sofortigen Revisionsantrag behindert wird.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180124_lu3.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Um auf diese Gefahr hinzuweisen und sie durch massiven Protest zu verhindern, lancierte Lulas ehemaliger Au&szlig;enminister Celso Amorim Ende 2017 das in 10 Sprachen, einschlie&szlig;lich Deutsch, verfasste Manifest &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.change.org\/p\/sociedade-brasileira-em-defesa-do-direito-de-lula-ser-candidato-a-presidente-do-brasil\">Eine Wahl ohne Lula ist Betrug<\/a>&ldquo;, das laut der konservativen Tageszeitung <em>O Estado de S&atilde;o Paulo<\/em> mittlerweile von 200.000 Pers&ouml;nlichkeiten, darunter der ehemaligen Bundesministerin f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul, und internationalen Stars aus Kunst und Politik wie Oliver Stone, Costa Gavras, Bono Vox (U-2) und dem US-amerikanischen Linguisten Noam Chomsky <a href=\"http:\/\/politica.estadao.com.br\/noticias\/geral,manifesto-pro-lula-bate-marca-de-200-mil-assinaturas,70002160774\">unterzeichnet wurde<\/a>.<\/p><p><strong>&bdquo;Luft-, Land- und Wasserweg-Blockade&rdquo; &ndash; mit Scharfsch&uuml;tzen<\/strong><\/p><p>Unter Amorims Devise, &bdquo;Eine Wahl ohne Lula ist Betrug&ldquo;, steht ein Protest-Camp in Porto Alegre, das mit einem autorit&auml;ren Beschluss aus angeblichen Sicherheitsgr&uuml;nden zun&auml;chst verboten, von einem Amtsgericht jedoch wieder genehmigt wurde. Nach z&auml;hen Verhandlungen mit der Bewegung der Landlosen (MST) als Hauptveranstalter wurde das Protestlager mit der Bedingung zugelassen, seinen Standort einen Kilometer entfernt vom TRF-4-Justizgeb&auml;ude zu verlegen.<\/p><p>Die Ank&uuml;ndigung von mindestens 50.000 Demonstranten aus ganz Brasilien verlieh der Paranoia besonders konservativer Regierungskreise Hochkonjunktur. Vorherrschende Meinungsmedien unterstellten dem in deutschen Kirchenkreisen sehr gesch&auml;tzten Landlosen-Sprecher und Wirtschaftswissenschaftler Jo&atilde;o Pedro Stedile &bdquo;R&auml;delsf&uuml;hrung mit Gewaltabsichten&ldquo;. Cezar Schirmer, regionaler Minister f&uuml;r &ouml;ffentliche Sicherheit im Bundesstaat Rio Grande do Sul, erlie&szlig; daraufhin eine &bdquo;Luft-, Land- und Wasserweg-Blockade&rdquo; rund um das Justizgeb&auml;ude, die einer exemplarischen Ma&szlig;nahme f&uuml;r Ausnahme- und Kriegszust&auml;nde entspricht. Mit der Einsch&uuml;chterung soll offenbar die Zahl der Demonstranten niedrig gehalten werden.<\/p><p>Nach Angaben des TRF4 haben sich rund 300 Journalisten aus England, den USA, China, Japan, Deutschland, Frankreich, Spanien, D&auml;nemark, Katar und Argentinien zu der Gerichtsverhandlung angemeldet, die die Sitzung nicht im Gerichtssaal, sondern per Gro&szlig;-Bildschirm in einem Presseraum verfolgen d&uuml;rfen. <\/p><p>Als eklatanter Versto&szlig; gegen die Grund- und Menschenrechte muss Sicherheitsminister Schirmers Beschluss bezeichnet werden, Scharfsch&uuml;tzen auf umliegenden Hochh&auml;usern zu postieren. &bdquo;Ihre Anwesenheit ist Teil jedes Pr&auml;ventiv-Verfahrens. Sniper sind eigentlich &acute;Beobachter&acute;&ldquo;, erkl&auml;rte der scharf kritisierte Beamte und redete sich heraus: &bdquo;Lassen Sie uns den Ausdruck durch &acute;privilegierte Beobachter&acute; ersetzen&ldquo;.<\/p><p>Noam Chomsky zeigte sich besorgt &uuml;ber die Szenerie und <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4linlAbQ24c\">verbreitete ein Video<\/a>, in dem er die autorit&auml;re Justiz vor der Beschneidung demokratischer Grundrechte Lulas und seiner W&auml;hler warnt. &bdquo;Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass Lula die beliebteste politische Figur in Brasilien ist und h&ouml;chstwahrscheinlich bei fairen Wahlen gew&auml;hlt werden wird. Deshalb ist es zumindest angemessen, dass er sich bewerben darf, damit das brasilianische Volk sich sein eigenes Urteil &uuml;ber Lulas Kandidatur bilden kann&ldquo;, erkl&auml;rte der US-Amerikaner.<\/p><p><strong><em>Lawfare<\/em>: Reputations-Zerst&ouml;rung und Kriminalisierung politischer Feinde<\/strong><\/p><p>L&auml;ngst hat sich <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=M8rY0K1FLGY\">in der internationalen Juristen-Szene herumgesprochen<\/a>, dass es bei den 6 unterschiedlichen Verfahren gegen den ehemaligen und wieder kandidierenden, brasilianischen Pr&auml;sidenten kaum um &bdquo;Bek&auml;mpfung der Korruption&ldquo; geht, wie die im &bdquo;Unternehmen Waschanlage&ldquo; operierende, rechtsgerichtete Staatsanwaltschaft und Richter Moro behaupten, sondern um einen exemplarischen Fall von Lawfare.<\/p><p>Das Lawfare-Konzept wurde 2001 vom US-amerikanischen General Charles Dunlap in Umlauf gebracht und als &bdquo;Methode unkonventioneller Kriegsf&uuml;hrung&rdquo; beschrieben, bei der die Gesetzgebung als Mittel zur Erzielung milit&auml;rischer Zwecke eingesetzt und umgebogen werden kann. In Lateinamerika findet es mit Hilfe der Medien derzeit breite Anwendung als Waffe der rechtsextrem unterwanderten Justizapparate gegen politische Gegner aus dem diffusen, progressiven Lager.<\/p><p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180124_lu2.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><p>Zentrale Idee ist, den &bdquo;Feind&ldquo; mit unbegr&uuml;ndeten und unbewiesenen Anschuldigungen verletzlich zu machen. Sobald er geschw&auml;cht ist, verliert er die Reaktionsf&auml;higkeit und die Unterst&uuml;tzung der Bev&ouml;lkerung. Verwendet werden folgende Taktiken: Missbrauch bestehender Gesetze zur Delegitimierung und zum Rufmord der Opfer. Ferner die Nutzung schein-legaler Prozesse mit Einschr&auml;nkung des Verteidigungsrechts, der Urteils-Vorwegnahme, der Einsch&uuml;chterung und Freiheitsberaubung und mit Hilfe der Medien die negative Beeinflussung der &ouml;ffentlichen Meinung.<\/p><p>In einem Wort: Lawfare ist die Formel daf&uuml;r, wie man einen Feind ohne Anwendung konventioneller Waffen zur Strecke bringt.<\/p><p>&bdquo;Aus der Perspektive des Rechts und der zivilisatorischen Errungenschaften im Sinne des demokratischen Rechtsstaates betrachtet, herrschen derzeit mit Duldung der selbstzufriedenen, h&ouml;heren Gerichte barbarische Zust&auml;nde. Wenn man bedenkt, was f&uuml;r Umtriebe das &bdquo;Unternehmen Waschanlage&ldquo; sich erlaubt, w&auml;ren in vielen zivilisierten L&auml;ndern der Welt diese Justizbeamten wegen Beleidigung der demokratischen Ordnung l&auml;ngst verhaftet worden&ldquo;, warnte der emp&ouml;rte Richter L&eacute;dio Rosa de Andrade vom Landesgericht im Bundesstaat Santa Catarina.<\/p><p><strong>Die Anklage: ein verpf&auml;ndetes Phantom-Apartment ohne Besitzurkunde<\/strong><\/p><p>Der Stein des Ansto&szlig;es in Richter Moros &bdquo;Causa Lula&ldquo; ist ein Apartment im Strandort Guaruj&aacute;, das der Ex-Pr&auml;sident angeblich vom Baukonzern OAS als Geschenk im Austausch f&uuml;r vorteilhafte Vertragsvergaben beim halbstaatlichen &Ouml;lkonzern Petrobras erhalten haben soll und laut Unterstellung der Staatsanwaltschaft &bdquo;absichtlich verschleiertes Eigentum&ldquo; darstellt. Lulas Anw&auml;lte Cristiano Zanin und Valeska Martins haben den Vorwurf mehrfach als absurde Inszenierung zur&uuml;ckgewiesen und die Lawfare-These mit Fakten und dem Nachweis grober und haneb&uuml;chener Gesetzesverst&ouml;&szlig;e Moros erh&auml;rtet, wie ein aufschlussreiches <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=SZcI8k6w0GQ\">Interview Martins<\/a>&acute; mit dem t&uuml;rkischen Fernsehen erl&auml;utert.<\/p><p>Die Entwicklungen im Anschluss an Moros Urteil, Lula mit 9 Jahren Haft zu bestrafen, machen deutlich, dass er nicht als unabh&auml;ngiger und souver&auml;n handelnder Richter, sondern als Anklage-Kumpan einer Strafverfolgungs-Besessenheit der Staatsanwaltschaft und einer wahrhaft politischen Jagd auf den ehemaligen Pr&auml;sidenten handelt. Geradezu kafkaesk mutet die Verbissenheit von Staatsanwaltschaft und Richter an, nachdem am vergangenen 4. Dezember Richterin Luciana Correa Torres vom 2. Vollstreckungs-Gericht in Bras&iacute;lia die Pf&auml;ndung des Apartments als Verm&ouml;genswert des OAS-Baukonzerns angeordnet und damit ratifiziert hat, dass die Immobilie nicht Lula geh&ouml;rt.<\/p><p>Damit nicht genug: Moro selbst hatte zuvor in einem Feststellungsantrag bereits erkl&auml;rt, dass dieser Vorwurf gegen Lula nichts mit der Entwendung von Petrobras-Ressourcen zu tun habe, womit die Anklage &bdquo;Null&ldquo; wert war und die Sache sofort h&auml;tte eingestellt werden m&uuml;ssen. &bdquo;Dieser Umstand best&auml;rkt, was die Verteidigung unaufh&ouml;rlich in diesem Verfahren behauptet: n&auml;mlich, dass der ehemalige Pr&auml;sident Lula weder jemals Eigent&uuml;mer der Immobilie war noch irgendwelche Eigenschaften als Inhaber ausge&uuml;bt hat&ldquo;, erkl&auml;rten die Verteidiger Zanin und Martins und forderten den Freispruch des Pr&auml;sidenten. &bdquo;Die Behauptung, das Apartment zum unangemessenen Vorteil erhalten zu haben, ist nicht zul&auml;ssig, jedoch diente diese &Uuml;berzeugung [und keinesfalls ein Beweis] als Begr&uuml;ndungs-Grundlage des Gerichtsurteils, das keinen anderen Revisions-Beschluss zul&auml;sst als die Absolution des Angeklagten&ldquo;.<\/p><p>Mit selten gesehener Eile lie&szlig; Richterin C&aacute;rmen L&uacute;cia, Pr&auml;sidentin des Obersten Gerichtshofs, den TRF4-Vorsitzenden, Bundesrichter Thompson Flores, zu sich nach Bras&iacute;lia rufen. Unter Sachzwang, scheint der hohen Magistratin aufgegangen zu sein, dass es in der &bdquo;Causa Lula&ldquo; nicht mit rechten Dingen zugeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div style=\"float: right; margin: 0 0 15px 15px\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180124_lu1.jpg\" alt=\"\" title=\"\"\/><\/div>\n<p>Am 24. Januar 2018 richten sich die Augen der demokratischen Welt auf Brasilien. Um 8.30 Uhr Ortszeit beginnt die Sitzung des regionalen Bundesgerichts (TRF4) im s&uuml;dbrasilianischen Porto Alegre, das in zweiter Instanz die im Juli 2017 von Richter S&eacute;rgio Moro ausgesprochene Verurteilung des ehemaligen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42048\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[126,123,20,190],"tags":[282,1613,930,2056,1216,2028],"class_list":["post-42048","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-erosion-der-demokratie","category-kampagnentarnworteneusprech","category-landerberichte","category-wahlen","tag-buergerproteste","tag-brasilien","tag-justiz","tag-lula-da-silva-luiz-inacio","tag-petitionen","tag-petrobras"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42048","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42048"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42048\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121804,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42048\/revisions\/121804"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42048"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42048"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42048"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}