{"id":42065,"date":"2018-01-25T08:39:39","date_gmt":"2018-01-25T07:39:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065"},"modified":"2018-01-25T08:39:39","modified_gmt":"2018-01-25T07:39:39","slug":"hinweise-des-tages-3045","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h01\">Davos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h02\">Wirtschaftliche Ungleichgewichte: Rechnungshof wirft EU-Kommission laxe &Uuml;berwachung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h03\">Arbeitnehmer werden immer h&auml;ufiger durch den Beruf krank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h04\">Bek&auml;mpfung der Langzeitarbeitslosigkeit: Programme des Bundes erreichen nur wenige Betroffene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h05\">Rente f&uuml;r Fortgeschrittene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h06\">Choose France<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h07\">Wie Altmaier die SPD vorf&uuml;hrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h08\">R&uuml;stungsg&uuml;ter aus Deutschland: Deutsche Waffenexporte unter gro&szlig;er Koalition stark gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h09\">&ldquo;Fluide Lage, legitime Interessen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h10\">Israel&rsquo;s &ldquo;Safe Zone&rdquo; Is Creeping Farther Into Syria<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h11\">Die W&ouml;lfin im Schafspelz &ndash; eine Gefahr f&uuml;r Erdogan?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h12\">Erfahrungsbericht eines Journalisten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h13\">Stichtag f&uuml;r neue SPD-Mitglieder geplant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h14\">Dazuverdienen im Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42065#h15\">Fall Aubameyang Andere Zeiten, gleiche Sitten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Davos<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkel in Davos: Gegen die Wand<\/strong><br>\nUnter Angela Merkels Kanzlerschaft hat Deutschland die EU in eine historische Krise gef&uuml;hrt. Die Kanzlerin ignoriert die internationalen und europ&auml;ischen Ungleichgewichte, allen voran den deutschen Leistungsbilanz&uuml;berschuss. Merkels Vision f&uuml;r die EU ist die Vertiefung von Strukturreformen &ndash; also Lohn- und Rentenk&uuml;rzungen &ndash; gegen etwas Taschengeld und mehr Aufr&uuml;stung&ldquo;, kommentiert der Finanzexperte der Fraktion DIE LINKE, Fabio De Masi, den Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Weltwirtschaftsforums in Davos. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Dass die deutsche Wirtschaft brummt, ist der Unterbewertung des Euros zu verdanken. Bei gro&szlig;en Teilen der Bev&ouml;lkerung kommt davon aber nichts an. Die immer extremere Ungleichheit bei Verm&ouml;gen und Einkommen schrumpft die Mittelschicht und f&uuml;hrt zur Stagnation. Die Industriel&auml;nder h&auml;ngen am Doping des billigen Geldes. Wenn gleichzeitig aber &ouml;ffentliche Investitionen gek&uuml;rzt werden, landet das billige Geld auf den Finanzm&auml;rkten und nicht in der realen Wirtschaft.<br>\nDie Party an den Finanzm&auml;rkten kann schnell im erneuten Crash m&uuml;nden, wenn die Zentralbanken aus der unkonventionellen Geldpolitik aussteigen und in Deutschland weiter die schwarze Null regiert. Die Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse der Eurozone werden zudem neue internationale Schuldenkrisen provozieren. Die USA unter Trump heizen den Steuerwettbewerb an und k&ouml;nnten bald auch Strafz&ouml;lle aktivieren. Die USA geh&ouml;ren wegen des Boykotts des Informationsaustausches auf die schwarze Liste der Steueroasen. Deutschland und Frankreich sollten dar&uuml;ber hinaus durch die Einf&uuml;hrung von Quellensteuern auf Finanzfl&uuml;sse in Steueroasen und Mindeststeuern f&uuml;r Konzerne voranschreiten.<br>\nDeutschland muss daher seine Binnenwirtschaft st&auml;rken. Wir sind Ungleichland. Dies erfordert einen Abschied von der schwarzen Null statt die zunehmende Privatisierung der Infrastruktur sowie eine verfassungsfeste Verm&ouml;gen- und Erbschaftsteuer. Nur so lie&szlig;e sich etwa die digitale Infrastruktur ausbauen und die Verkehrs- und Energiewende einleiten, um eine Klimakatastrophe zu verhindern. Mit der GroKo ist das leider unm&ouml;glich.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1837.merkel-in-davos-gegen-die-wand.html\">Fabio de Masi<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Es ist eine Show-Veranstaltung&rdquo;<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Heiner Flassbeck h&auml;lt das Wirtschaftsforum in Davos f&uuml;r &uuml;bersch&auml;tzt: &ldquo;Die Forderungen, die da gestellt werden, werden nie weiterverfolgt&rdquo;, sagte der ehemalige Staatssekret&auml;r im Dlf. Von dem urspr&uuml;nglichen Gedanken des Gipfels, die Welt zu verbessern, sei nichts mehr &uuml;brig. [&hellip;]<br>\nHeinlein: Ich habe das jetzt nicht ganz verstanden, Herr Flassbeck. Schutzz&ouml;lle auf Waschmaschinen und Solaranlagen, wie Donald Trump es jetzt ank&uuml;ndigt, ist das prinzipiell der richtige oder der falsche Weg f&uuml;r fairen Handel?<br>\nFlassbeck: Nein, das ist erlaubt. Das ist im Rahmen der Welthandelsorganisation absolut erlaubt. Wenn ein Land ein fundamentales Ungleichgewicht hat, dann kann es etwas dagegen tun, und das ist noch nicht Protektionismus. Und wie gesagt, wenn ein anderes Land wie Deutschland einen riesigen &Uuml;berschuss hat, den gr&ouml;&szlig;ten der Welt hat &ndash; Deutschland hat den gr&ouml;&szlig;ten Leistungsbilanz&uuml;berschuss der Welt -, und andere L&auml;nder sich dagegen wehren, dann ist das &uuml;berhaupt kein Protektionismus, sondern das ist absolut im Rahmen der Freihandelsregulierung, wie sie in der Welthandelsorganisation niedergeschrieben ist. Das ist erlaubt! Das sind Schutzma&szlig;nahmen gegen aggressive Exporteure.<br>\nHeinlein: Ist Donald Trump prinzipiell mit seiner Wirtschaftspolitik auf dem richtigen Weg?<br>\nFlassbeck: Nein, prinzipiell mit seiner Wirtschaftspolitik nicht. Aber im Handel hat er einen Punkt, den man nicht einfach bei Seite schieben kann. Sonst ist die Wirtschaftspolitik wie der Rest auch von Donald Trump nicht sehr rational. Aber im Bereich Handel kann man nicht einfach sagen, er ist der Protektionist und die anderen sind die guten Freih&auml;ndler. Das stimmt so nicht.<br>\nHeinlein: Wenn wir jetzt bei den Schlagworten bleiben. Nach Ihrem Eindruck, Herr Flassbeck, wie heftig tobt denn auf der internationalen Ebene der Kampf zwischen Protektionismus und den Bef&uuml;rwortern des freien Handels? Emmanuel Macron, der franz&ouml;sische Pr&auml;sident, wird dazu heute in Davos ja eine Rede halten.<br>\nFlassbeck: Macron wird sicher wieder sehr vorsichtig sein und Deutschland nicht kritisieren, obwohl er das sicher im Hinterkopf hat. Die EU-Kommission hat gerade ein Papier geschrieben f&uuml;r den n&auml;chsten EU-Gipfel, wo ganz klar drinsteht, die &Uuml;berschussl&auml;nder m&uuml;ssen etwas tun, weil es so nicht funktionieren kann. Die hat jetzt nicht geschrieben, Deutschland ist ein Merkantilist, was aber stimmt, aber sie hat ganz klar Deutschland kritisiert.<br>\nDie &Uuml;berschussl&auml;nder werden klar kritisiert und da stehen nat&uuml;rlich auch in gewisser Weise die Franzosen dahinter und Macron dahinter. Macron ist zu diplomatisch, um das jetzt auf offener B&uuml;hne zu sagen, aber machen wir uns nichts vor: In Frankreich und in Italien, Italien noch viel mehr als in Frankreich, wird Deutschland wegen seiner &Uuml;bersch&uuml;sse nicht als Freih&auml;ndler bejubelt, sondern als ein wirtschaftlicher Aggressor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wirtschaftsforum-in-davos-es-ist-eine-show-veranstaltung.694.de.html?dram:article_id=409097\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Attac kritisiert Weltwirtschaftsgipfel Der Wunsch nach einem anderen Davos<\/strong><br>\nSoziale Ungleichheit, steigende Umweltrisiken: Attac-Sprecher Alfred Eibl geht nicht davon aus, dass Davos dazu beitragen wird, Problemlagen zu entsch&auml;rfen. &ldquo;Die &Uuml;bel dieser Welt werden im Weltwirtschaftsforum seit Jahren beklagt, aber in konkreter Politik wirkt sich das nicht aus&rdquo;, sagte Eibl im Dlf. [&hellip;]<br>\nEs geht nicht darum, in nationalstaatliche Politik zur&uuml;ckzufallen und zu glauben, allein auf nationalstaatlicher Ebene w&uuml;rden die globalen Probleme gel&ouml;st werden k&ouml;nnen. Nein, es geht um eine bessere Zusammenarbeit. Es geht um eine andere Wirtschafts- und Sozialpolitik, die R&uuml;cksicht nimmt auf die Natur und auf die Menschen. Darum geht es und da sehen wir keinerlei Fortschritte. Die &Uuml;bel dieser Welt werden im Weltwirtschaftsforum seit Jahren beklagt, aber in konkreter Politik wirkt sich das dann hinterher nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/attac-kritisiert-weltwirtschaftsgipfel-der-wunsch-nach.694.de.html?dram:article_id=409054\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Wirtschaftliche Ungleichgewichte: Rechnungshof wirft EU-Kommission laxe &Uuml;berwachung vor<\/strong><br>\nViele Mitgliedstaaten versto&szlig;en gegen die &ouml;konomischen Regeln &ndash; doch noch nie hat die EU-Kommission ein Strafverfahren eingeleitet. Der Europ&auml;ische Rechnungshof hat die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde nun daf&uuml;r ger&uuml;gt.<br>\nEin gutes System &ndash; wenn es denn nur richtig umgesetzt w&uuml;rde. So l&auml;sst sich die Kritik des Europ&auml;ischen Rechnungshofs an der EU-Kommission zusammenfassen. Die Br&uuml;sseler Beh&ouml;rde wende den Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt nicht effektiv an, um &uuml;berm&auml;&szlig;ige Verschuldung und wirtschaftliche Ungleichgewichte in Europa wirksam zu verhindern, teilten die Rechnungspr&uuml;fer mit. Die EU-Kommission habe etwa nicht &uuml;berzeugend begr&uuml;nden k&ouml;nnen, weshalb sie noch nie ein Strafverfahren eingeleitet habe.<br>\nSeit Ende 2011 hat die EU-Kommission die Aufgabe, nicht nur die staatliche Neuverschuldung und die Haushaltspolitik der Mitgliedstaaten zu &uuml;berwachen &ndash; sondern viel weiter gefasst darauf zu achten, dass es nicht zu sogenannten &uuml;berm&auml;&szlig;igen wirtschaftlichen Ungleichgewichten kommt. Das kann au&szlig;er einer zu starker Neuverschuldung auch ein enormer Export&uuml;berschuss sein, wie ihn Deutschland aufweist. Die EU-Kommission hat diesen bereits mehrfach moniert, stuft ihn bislang allerdings noch nicht als &ldquo;&uuml;berm&auml;&szlig;iges&rdquo; Ungleichgewicht ein. [&hellip;]<br>\n&ldquo;Die Europ&auml;ische Kommission wird ihrer Rolle als W&auml;chterin &uuml;ber den Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt nicht gerecht&rdquo;, meinte auch der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber. Daher m&uuml;ssten die Aufsichtsbefugnisse auf eine unabh&auml;ngige Beh&ouml;rde &uuml;bertragen werden, forderte Ferber. In der EU wird derzeit eine Reform der Eurozone und der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion diskutiert. Dabei k&ouml;nnte auch die &Uuml;berwachung der nationalen Haushalte neu geregelt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/eu-rechnungshof-wirft-kommission-laxe-ueberwachung-vor-a-1189487.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Immerhin wird erw&auml;hnt, dass auch Deutschland durch seinen Export&uuml;berschuss massiv gegen den Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt verst&ouml;&szlig;t. In diesem Zusammenhang ist die Kritik des Rechnungshofs an der EU-Kommission mehr als berechtigt und w&uuml;rde eine wirklich unabh&auml;ngige Beh&ouml;rde vielleicht tats&auml;chlich Strafen gegen die Deutschen verh&auml;ngen. Ein besonders merkw&uuml;rdiger Fall ist an dieser Stelle der zitierte CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber, der zwar eine unabh&auml;ngige Aufsichtsbeh&ouml;rde fordert, aber gleichzeitig die riesigen deutschen Regelverst&ouml;&szlig;e seit Jahren dreist und falsch zu korrektem Verhalten <a href=\"http:\/\/www.cducsu.eu\/markus-ferber-evp-csu-nicht-die-konjunkturlokomotive-deutschland-bestrafen\/\">umdefiniert<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitnehmer werden immer h&auml;ufiger durch den Beruf krank<\/strong><br>\nDie Zahl der nach einem Verdacht best&auml;tigten F&auml;lle von Berufskrankheiten (BK) ist im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr (VersicherungsJournal 25.1.2017) um fast acht Prozent gestiegen. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV). Demnach best&auml;tigten sich in ganzen Zahlen 40.056 (2015: 37.149) von 75.491 (76.991) Anzeigen.<br>\nDie Zahl derer, die an anerkannten BK leiden, ist um 22 Prozent angestiegen. Dies f&uuml;hrt die DGUV zum Teil auf die am 1. Januar 2015 neu in die Berufskrankheitenliste aufgenommenen BK zur&uuml;ck. Die h&auml;ufigsten BK sind L&auml;rmschwerh&ouml;rigkeit (6.850 F&auml;lle), durch Asbest hervorgerufene Atemwegserkrankungen (4.126 F&auml;lle) und Hautkrebs durch arbeitsbedingte UV-Strahlung (3.723 F&auml;lle). 5.365 Berufst&auml;tigen und Sch&uuml;lern wurde nach der Anerkennung einer BK eine Rente gew&auml;hrt. Das ist ein Anstieg von knapp sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr.<br>\n2.573 Menschen starben an den Folgen einer Berufskrankheit (plus 6,37 Prozent). Mit insgesamt 1.661 Todesf&auml;llen f&uuml;hren Folgesch&auml;den von Asbest, wie auch in den Jahren zuvor, die Liste der t&ouml;dlichen BK an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.versicherungsjournal.de\/markt-und-politik\/arbeitnehmer-werden-immer-haeufiger-durch-den-beruf-krank-131185.php\">VersicherungsJournal.de<\/a>\n<p><strong>dazu: Immer mehr Deutsche arbeiten nicht nur zu normalen Zeiten<\/strong><br>\nDie arbeitsmarktpolitische Idealvorstellung in Deutschland ist das Normalarbeitsverh&auml;ltnis: eine unbefristete Vollzeitstelle mit Acht-Stunden-Tagen von Montag bis Freitag. Viele Konstellationen aber weichen davon ab.<br>\nDas best&auml;tigt auch die Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Jutta Krellmann zum Ausma&szlig; atypischer Besch&auml;ftigung, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Grundlage der Daten, die das Arbeitsministerium zusammengestellt hat, sind Zahlen des Statistischen Bundesamtes.<br>\nDemnach hatten 2016 von den 37 Millionen abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten 1,7 Millionen eine Stelle mit &ldquo;&uuml;berlangen&rdquo; Arbeitszeiten, also 4,6 Prozent. Knapp ein Viertel arbeitete &ldquo;st&auml;ndig oder regelm&auml;&szlig;ig&rdquo; am Wochenende, knapp 14 Prozent an Sonn- und Feiertagen, knapp jeder Vierte abends und knapp neun Prozent nachts. Schichtarbeit geh&ouml;rte f&uuml;r 15,6 Prozent zum Alltag. (&hellip;)<br>\nProblematisch k&ouml;nnen Arbeitszeiten jenseits der Norm sein, wenn sie die Gesundheit beeintr&auml;chtigen. Das Arbeitsministerium bezieht sich in seiner Antwort auf den Arbeitszeitreport der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und schreibt, dass der Anteil der Besch&auml;ftigten, die ihren Gesundheitszustand als &ldquo;sehr schlecht oder schlecht&rdquo; einsch&auml;tzten, am h&ouml;chsten sei in der Gruppe derjenigen mit einer Wochenarbeitszeit von mehr als 60 Stunden. Schichtarbeiter litten h&auml;ufiger unter Ersch&ouml;pfung und Schlafst&ouml;rungen; tendenziell gingen lange Arbeitszeiten mit sinkender kognitiver Leistungsf&auml;higkeit und steigendem Unfallrisiko einher. Grunds&auml;tzlich h&auml;tten Besch&auml;ftigte mit &Uuml;berstunden h&auml;ufiger Beschwerden als solche mit &ldquo;hohen Einflussm&ouml;glichkeiten&rdquo; auf ihre Arbeitszeit.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/arbeitsmarkt-immer-mehr-deutsche-arbeiten-nicht-nur-zu-normalen-zeiten-1.3837213\">S&uuml;ddeutsche<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/mein-leben-meine-zeit\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> War diese Entwicklung im Bundesarbeitsministerium nicht l&auml;ngst vorher bekannt? H&auml;tte die bis vor kurzem noch amtierende und zust&auml;ndige Bundesministerin Nahles nicht aktiv intervenieren k&ouml;nnen, um dieses Ausma&szlig; &ndash; bzw. zuvor bereits den Trend &ndash; zu stoppen? Der selbst gesetzte Anspruch, Partei der sozialen Gerechtigkeit zu sein oder ein &ldquo;Ohr f&uuml;r die kleinen Leute&rdquo; zu haben, ist ganz offensichtlich verfehlt worden &ndash; vermutlich nicht zum letzten Mal &hellip;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Bek&auml;mpfung der Langzeitarbeitslosigkeit: Programme des Bundes erreichen nur wenige Betroffene<\/strong><br>\nDie von der schwarz-roten Bundesregierung vor rund vier Jahren ins Leben gerufenen Programme gegen Langzeitarbeitslosigkeit haben nach Recherchen des ARD-Magazins &ldquo;Fakt&rdquo; nur wenige Betroffene erreicht. Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind die in den Programmen formulierten Bedingungen, die von einer gro&szlig;en Zahl der potenziellen Zielgruppe nicht erreicht wurden. [&hellip;]<br>\nMit den beiden Programmen zur Bek&auml;mpfung der Langzeitarbeitslosigkeit h&auml;tten maximal 53.000 Menschen bei der Wiedereingliederung ins Arbeitsleben unterst&uuml;tzt werden k&ouml;nnen. Ein erstes Programm richtete sich an insgesamt 20.000 m&ouml;gliche Empf&auml;nger, das zweite an 33.000. Nach einer im Juni 2017 vorgelegten Zwischenauswertung der bis 2020 laufenden Programme verlief der Beginn zun&auml;chst schleppend. Im zweiten Programm waren bis September 2016 rund 11.000 &ldquo;Programmeintritte&rdquo; zu verzeichnen. Als Reaktion erweiterte das Bundesarbeitsministerium den Teilnehmerkreis und lockerte die Bedingungen f&uuml;r die Teilnahme. Die Programme sehen neben der Lohnkosten-F&ouml;rderung eine intensive Betreuung der Langzeitarbeitslosen bei der Suche nach einer Arbeitsstelle und der Eingliederung in den Betrieb vor.<br>\nDoch selbst wenn die Programme die volle Teilnehmerzahl erreichen, sind sie nach Einsch&auml;tzung des Arbeitsmarktexperten Prof. Stephan Sell von der Hochschule Koblenz nur &ldquo;ein Tropfen auf den hei&szlig;en Stein&rdquo;. Denn laut offizieller Statistik gelten derzeit rund 900.000 Menschen in Deutschland als langzeitarbeitslos, haben also seit mehr als einem Jahr keine Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/investigativ\/fakt-programm-gegen-langzeitarbeitslosigkeit-100.html\">MDR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Rente f&uuml;r Fortgeschrittene<\/strong><br>\nNach dem bisher letzten im Jahr 2016 erschienenen Alterssicherungsbericht der Bundesregierung hatten 20 Prozent der alleinstehenden M&auml;nner und 25 Prozent der alleinstehenden Frauen der Generation 65+ Eink&uuml;nfte von unter 1000 Euro pro Monat. Mehr als ein Drittel dieser Personen hatte sogar monatliche Einnahmen von nicht einmal 750 Euro.<br>\nDa die Zahl der Niedriglohnbesch&auml;ftigten in den 1990er und den 2000er Jahren stark angewachsen ist und im Laufe der 2000er Jahre die Rentenversicherungsbeitr&auml;ge f&uuml;r Langzeitarbeitslose in mehreren Schritten bis auf Null abgesenkt wurden, wird die Zahl der in prek&auml;ren Verh&auml;ltnissen lebenden RentnerInnen immer weiter ansteigen. Denn mit jedem Rentnerjahrgang werden mehr ehemalige Niedriglohnbesch&auml;ftigte und ehemalige Langzeitarbeitslose, die f&uuml;r die Zeit ab dem zweiten Jahr ihrer Arbeitslosigkeit keine oder nur minimale Rentenanspr&uuml;che haben, in Rente gehen.<br>\nAlso ist ein Rentenniveau von 48 Prozent alles andere als ein ambitioniertes Ziel. Gelingt es nicht, eine politische Mehrheit zu organisieren, die ein h&ouml;heres Rentenniveau durchsetzt, werden f&uuml;r eine immer gr&ouml;&szlig;er werdende Zahl von RentnerInnen ihre Alterseink&uuml;nfte nicht mehr ausreichen. Das gerne nachgeplapperte Argument, h&ouml;here Renten seien unbezahlbar, ist nicht stichhaltig.<br>\nWurden 2005 noch 10,5 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt von der gesetzlichen Rentenversicherung ausgegeben, waren es 2016 nur noch 9,2 Prozent. Geld w&auml;re also gen&uuml;gend vorhanden. Es fehlt aber der politische Wille, RentnerInnen nicht in erster Linie als Kostenfaktoren, sondern als Menschen zu betrachten. Und die haben einen Anspruch auf einen menschenw&uuml;rdigen Lebensabend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/356\/rente-fuer-fortgeschrittene-4865.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Choose France<\/strong><br>\nDas Bett ist gemacht: Pr&auml;sident Emmanuel Macron umwirbt die globale Wirtschafts- und Finanzaristokratie<br>\nFrankreichs Staatspr&auml;sident Emmanuel Macron hatte am Montag in Paris die globale Wirtschafts- und Finanzelite zu Gast. Das im Prachtschloss von Versailles organisierte Pr&auml;ludium zum World Economic Forum in Davos hatte offensichtlich zum Ziel, ihn als neuen starken Mann Europas zu inszenieren. Global handelnden Investoren wollte man zeigen, dass Macron ihnen in nur acht Monaten Regierungszeit das Bett gemacht hat. Das neue, im Sommer von ihm per Verfassungsdekret erlassene Arbeitsrecht schm&auml;lert die Rechte der Lohnabh&auml;ngigen und ihrer Gewerkschaften zugunsten der Unternehmerseite. Mit dem neuen &raquo;Antiterrorgesetz&laquo;, in dem der Ausnahme- zum Normalzustand wird, bietet sich Frankreich den Konzernf&uuml;hrern als ein Land an, in dem nun &raquo;Sicherheit und Ordnung&laquo; herrschen. (&hellip;)<br>\nMacrons zog seine &raquo;Charme&shy;nummer&laquo;, wie Pariser Tageszeitungen die Werbeaktion am Dienstag ironisch nannten, in eindrucksvoller Umgebung ab. Wie so oft in seiner noch kurzen Amtszeit w&auml;hlte er einen geschichtstr&auml;chtigen Schauplatz f&uuml;r die Vorstellung: Nach dem Louvre und der Akropolis in Athen war es am Montag Versailles, Symbol des Absolutismus und der Herrschaft allm&auml;chtiger Aristokratie. Die aktuellen globalen &raquo;Eliten&laquo;, vertreten u.&thinsp;a. durch die Chefs von Google, Facebook, Goldman Sachs, Mitsubishi, Samsung oder des Schweizer Pharmariesen Novartis, d&uuml;rften in Macron einen Bruder im Geiste gefunden haben, einen jesuitisch geschulten Redner und hoffnungsvollen Verk&auml;ufer einer neuen kapitalistischen Epoche.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/325969.choose-france.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wie Altmaier die SPD vorf&uuml;hrt<\/strong><br>\nBei der Bankenunion steht Berlin weiter auf der Bremse. Es hakt vor allem bei der Einlagensicherung, Altmaier fordert zun&auml;chst einen Abbau der Bankrisiken. So weit, so bekannt. Doch nun kommt&rsquo;s: Bis Juni will Kanzlerin Merkels wichtigster Helfer nicht etwa die deutschen Bedenken ausr&auml;umen, damit die 2012 beschlossene Bankenunion endlich vollendet werden kann. Nein, es kommen neue H&uuml;rden hinzu.<br>\nNeben dem Abbau von faulen Krediten bei den Banken fordert Altmaier nun auch noch die Senkung des Anteils an Staatsanleihen in den Bankbilanzen, einen &ldquo;Bail-in-Buffer&rdquo;, eine Reform des Insolvenzrechts&hellip; Erst wenn die &ldquo;technischen&rdquo; Fragen gekl&auml;rt sind, will er mit einer politischen Debatte beginnen. Als Vorbild nennt Altmaier den Maastricht-Vertrag &ndash; da dauerte die Abarbeitung deutscher Forderungen zehn Jahre! Noch zehn Jahre bis zur Bankenunion? Das ist gewiss nicht das, was Macron und Schulz vorschwebte. Aber es kommt noch dicker. Gleichzeitig macht Altmaier n&auml;mlich beim Fiskalpakt Druck. Deutschland wolle den in Frankreich immer noch umstrittenen Pakt &ldquo;strikt und justiziabel&rdquo; machen, so der Interims-Finanzminister in Br&uuml;ssel. Das hei&szlig;t &ldquo;Schwarze Null&rdquo; f&uuml;r alle &ndash; einklagbar!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/wie-altmaier-die-spd-vorfuehrt\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>R&uuml;stungsg&uuml;ter aus Deutschland: Deutsche Waffenexporte unter gro&szlig;er Koalition stark gestiegen<\/strong><br>\nDie SPD wollte in der gro&szlig;en Koalition restriktiver mit Genehmigungen f&uuml;r Waffenexporte umgehen. Letztlich aber wurden wesentlich mehr Waffen ins Ausland geliefert als zuvor unter Union und FDP.<br>\nDie gro&szlig;e Koalition hat in den vergangenen vier Jahren deutlich mehr R&uuml;stungsexporte genehmigt als die Vorg&auml;ngerregierung von Union und FDP. Der Gesamtwert der Lieferungen lag von 2014 bis 2017 bei 25,1 Milliarden Euro und damit 21 Prozent h&ouml;her als in den Jahren der schwarz-gelben Koalition von 2010 bis 2013.<br>\nDie Lieferungen in Drittstaaten au&szlig;erhalb von EU und Nato nahmen sogar um 47 Prozent auf 14,48 Milliarden Euro zu. Alleine im vergangenen Jahr wurden Waffen und andere R&uuml;stungsg&uuml;ter im Wert von 3,79 Milliarden Euro an diese sogenannten Drittl&auml;nder exportiert. Das sind 127 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.<br>\nDie noch vorl&auml;ufigen Zahlen teilte das Wirtschaftsministerium auf Anfrage der Linksfraktion mit. Die Aufstellung liegt der ARD und der Deutschen Presse-Agentur vor. Der Gesamtwert der Exporte ist im vergangenen Jahr zwar um 6,3 Prozent auf 6,42 Milliarden Euro gesunken. Das ist aber immer noch der dritth&ouml;chste Wert &uuml;berhaupt nach den beiden Rekordjahren 2015 und 2016.<br>\nDie SPD hatte sich Ende 2013 vorgenommen, in der gro&szlig;en Koalition eine restriktive Genehmigungspraxis durchzusetzen &ndash; allen voran Vizekanzler Sigmar Gabriel, der drei Jahre lang als Wirtschaftsminister daf&uuml;r zust&auml;ndig war. Die R&uuml;stungsexportpolitik wird auch in den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen ein Thema sein. Bereits in den Sondierungsgespr&auml;chen haben Union und SPD sich verst&auml;ndigt, die R&uuml;stungsexportrichtlinien aus dem Jahr 2000 zu &bdquo;sch&auml;rfen&ldquo;. Was das genau bedeutet, ist aber noch unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ruestungsgueter-aus-deutschland-deutsche-waffenexporte-unter-grosser-koalition-stark-gestiegen\/20880224.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> &ldquo;Friedensmacht SPD&rdquo;. Zynisch k&ouml;nnte man vermuten, dass die in den Sondierungsgespr&auml;chen verabredete Versch&auml;rfung der Exportrichtlinien in der Praxis noch mehr R&uuml;stungsexporte bedeuten.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Soll die Welt in deutsche Gewehrl&auml;ufe schauen?<\/strong><br>\nSie wollten weniger Kriegsger&auml;t in alle Welt schicken. Gemacht hat die gro&szlig;e Koalition das Gegenteil &ndash; ein heikler Exportschlager.<br>\nAuf die &Uuml;berzeugungskraft der Phrasen, mit denen ihre Pressestelle den Skandal abzudimmen sucht, scheinen selbst die Wirtschaftsminister nicht mehr zu vertrauen. Die beiden letzten Jahre haben der damalige Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und nach ihm Brigitte Zypries die deutschen R&uuml;stungsexportzahlen schon nicht mehr selbst erl&auml;utert. Oder: gebeichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/ruestungsexporte-soll-die-welt-in-deutsche-gewehrlaeufe-schauen\/20883270.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Fluide Lage, legitime Interessen&rdquo;<\/strong><br>\nZus&auml;tzlich zur Ank&uuml;ndigung neuer R&uuml;stungshilfen intensiviert Berlin ungeachtet des t&uuml;rkischen &Uuml;berfalls auf Afrin die politische Kooperation mit Ankara. Vor wenigen Tagen haben die Regierungen beider L&auml;nder mit einem Treffen auf Staatssekret&auml;rsebene ihre regelm&auml;&szlig;igen Konsultationen wieder aufgenommen. Man sei &ldquo;in einem Prozess&rdquo;, der &ldquo;die Beziehungen Schritt f&uuml;r Schritt verbessern&rdquo; solle, verlautbart das Ausw&auml;rtige Amt. W&auml;hrend Experten best&auml;tigen, der Krieg der T&uuml;rkei in Afrin, der nicht zuletzt mit deutschen Panzern gef&uuml;hrt wird, sei ein v&ouml;lkerrechtswidriger Angriffskrieg, spricht das Ausw&auml;rtige Amt von einer &ldquo;fluiden Lage&rdquo;; man m&uuml;sse, erkl&auml;rt ein Sprecher, &ldquo;legitime Sicherheitsinteressen&rdquo; Ankaras ber&uuml;cksichtigen. Kanzlerin Angela Merkel stellt ein baldiges EU-Treffen mit dem t&uuml;rkischen Staatspr&auml;sidenten in Aussicht, das einen EU-T&uuml;rkei-Gipfel vorbereiten soll. EU-Kommissar G&uuml;nther Oettinger hat schon vor Jahren geurteilt, die geostrategische Bedeutung der T&uuml;rkei f&uuml;r Berlin werde die Kanzlerin dereinst veranlassen, &ldquo;auf Knien nach Ankara [zu] robben&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7510\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<p><strong>dazu: Afrin: Entfesselte Geopolitik<\/strong><br>\nIn Medien und Zivilgesellschaft ist der Aufschrei &uuml;ber den t&uuml;rkischen Einmarsch in den Norden Syriens gro&szlig;. Tats&auml;chlich ist er sowohl hum&auml;nit&auml;r, als auch v&ouml;lkerrechtlich in keiner Weise zu rechtfertigen. &Uuml;berraschend jedoch ist er in keiner Weise, sondern allenfalls die Fortsetzung dessen, was in Syrien seit Jahren stattfindet. Wenn nun die Bundesregierung behauptet, sie k&ouml;nnte keine v&ouml;lkerrechtliche Einordnung des t&uuml;rkischen Einmarsches vornehmen, verweist das darauf, dass sie selbst und im Rahmen von EU und NATO die G&uuml;ltigkeit des V&ouml;lkerrechts in Bezug auf Syrien schon zuvor kontinuierlich und systematisch negiert hat. Das begann bereits mit der quasi-Anerkennung einer Exilregierung und der Unterwanderung von Souver&auml;nit&auml;tsrechten des syrischen Staates, zun&auml;chst bei humanit&auml;rer Hilfe, sp&auml;ter auch bei Waffenlieferungen. Im Mai 2013 hat sie die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen&uuml;ber Syrien mitgetragen, um Waffenlieferungen Frankreichs und Gro&szlig;britanniens an Aufst&auml;ndische zu erm&ouml;glichen. Bereits nach den ersten Zwischenf&auml;llen an der Grenze zur T&uuml;rkei hat sie sich hinter die t&uuml;rkische Lesart gestellt, dass dies einen Angriff auf die T&uuml;rkei darstellen und milit&auml;rische Gegenma&szlig;nahmen rechtfertigen w&uuml;rde, u.a. nachdem die T&uuml;rkei im Oktober 2012 Konsultationen nach Artikel vier des NATO-Vertrages beantragt hatte. Darauf folgte die von der NATO koordinierte Stationierung deutscher Patriot-Luftabwehrsysteme in der T&uuml;rkei. Diese hatte vor allem symbolischen Wert, insofern Deutschland und die NATO damit der T&uuml;rkei R&uuml;ckendeckung gaben, die zugleich relativ offen und ebenfalls klar v&ouml;lkerrechtswidrig die Bewaffnung islamistischer Milizen unterst&uuml;tzte und ihnen R&uuml;ckzugsraum bot, um das Nachbarland Syrien zu destabilisieren. Ein weiterer H&ouml;hepunkt bei der Negierung des V&ouml;lkerrechts in Syrien durch Deutschland bestand darin, die Anschl&auml;ge am 13. November 2015 in Paris zum Anlass zu nehmen, sich an den milit&auml;rischen Operationen gegen den IS zu beteiligen und dies v&ouml;lker- und verfassungsrechtlich mit dem Recht auf kollektive Selbstverteidigung im Rahmen eines Systems gegenseitiger kollektiver Sicherheit &ndash; in diesem Falle war die EU gemeint &ndash; zu begr&uuml;nden. Diese Argumentation, mit der die EU f&uuml;r sich in Anspruch genommen hat, ohne Zustimmung der dortigen Regierung auf syrischem Gebiet milit&auml;risch t&auml;tig zu werden, entspricht weitgehend der Begr&uuml;ndung, mit der die T&uuml;rkei nun in Afrin einmarschiert. In beiden F&auml;llen richtet sich der offene milit&auml;rische Einsatz der EU und NATO-Staaten zwar gegen nichtstaatliche bewaffnete Gruppen und nicht direkt gegen die syrischen Streitkr&auml;fte, die beteiligten Staaten haben jedoch aus ihrer zeitgleichen milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r andere bewaffnete Gruppen keinen Hehl gemacht und diese tw. offen einger&auml;umt. Deutschland hat dies geduldet und u.a. durch die Aufhebung des EU-Waffenembargos auch aktiv unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/01\/24\/afrin-entfesselte-geopolitik\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Israel&rsquo;s &ldquo;Safe Zone&rdquo; Is Creeping Farther Into Syria<\/strong><br>\nIsrael is expanding its influence and control deeper into opposition-held southern Syria, according to multiple sources in the area. After failed attempts to ensure its interests were safeguarded by the major players in the war next door, Israel is pushing to implement the second phase of its &ldquo;safe-zone&rdquo; project &mdash; an attempt to expand a buffer ranging out from the occupied Golan Heights deeper into the southern Syrian provinces of Quneitra and Daraa. The safe zone expansion marks a move toward deeper Israeli involvement in Syria&rsquo;s civil war.<br>\nThe Intercept learned the outlines of the safe-zone expansion plan through a monthslong investigation relying on information from a variety of sources, including Syrian opposition activists on the ground in the south, Syrian opposition figures based in Jordan, Syrian government sources, and an Israeli-American NGO directly involved in the safe-zone project.<br>\nThe safe zone appears intended to keep the Syrian army and its Iranian and Lebanese allies as far away from Israel&rsquo;s border as possible, as well as solidify Israel&rsquo;s control over the occupied Golan Heights. Israel seized the Golan from Syria in 1967&rsquo;s Six-Day War. Expanding a buffer zone would likely make any negotiations over the return of the Syrian territory more difficult in the future, because the Golan Heights will be surrounded on both sides by areas with significant Israeli influence.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/theintercept.com\/2018\/01\/23\/israel-syria-safe-buffer-zone-golan-heights\/\">The Intercept_<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die W&ouml;lfin im Schafspelz &ndash; eine Gefahr f&uuml;r Erdogan?<\/strong><br>\nW&auml;hrend Recep Tayyip Erdogan die t&uuml;rkische Demokratie dekonstruiert und ein autorit&auml;res Pr&auml;sidialsystem einf&uuml;hrt &ndash; mit dem Verfassungsreferendum im April als H&ouml;hepunkt &ndash; erschien nun eine Person, die noch radikaler als Erdogan ist und ihm seinen Job streitig machen will: die ultranationalistische Meral Ak&#351;ener, die auch Teil der rechtsextremen, paramilit&auml;rischen Grauen W&ouml;lfe ist, auf deren Konto unz&auml;hlige Morde an Kritiker*Innen und Oppositionellen aus dem linken und kurdischen Spektrum gehen. [&hellip;]<br>\nSchon in den 1990er Jahren hat sich Ak&#351;ener einen Namen als skrupellose Innenministerin im Kabinett Erbakans gemacht. Im Zuge des vom t&uuml;rkischen Zentralstaat gef&uuml;hrten &bdquo;schmutzigen Krieges&ldquo; gegen die bewaffnete kurdische Arbeiterpartei PKK, aber auch gegen eine Vielzahl kurdischer Zivilist*Innen, spielte sie eine gewichtige Rolle. Bis heute zeichnet sich Ak&#351;ener, typisch f&uuml;r die nationalistische t&uuml;rkische Rechte, durch hasserf&uuml;llte Rhetorik gegen die gr&ouml;&szlig;te Minderheit in der T&uuml;rkei aus, auch wenn erste Auftritte sie sogar in die Kurdengebiete gef&uuml;hrt hatten. Nun m&ouml;chte die &bdquo;Leitw&ouml;lfin&ldquo; neue Pr&auml;sidentin der T&uuml;rkei werden und niemand geringeres als den m&auml;chtigsten Mann seit Staatsgr&uuml;nder Atat&uuml;rk, Pr&auml;sident Tayyip Erdogan, herausfordern. Politische Beobachter*Innen rechnen ihr &ndash; angesichts der Machtf&uuml;lle und des zementiert erscheinenden politischen Systems zugunsten Erdogans AKP &ndash; f&uuml;r die Wahlen im November 2019 nicht geringe Chancen zu. Muss sich die Staatspartei AKP Sorgen um ihre Macht machen?<br>\nAk&#351;eners Weg ins politische Machtzentrum der T&uuml;rkei k&ouml;nnte &uuml;ber zwei Wege f&uuml;hren, durch ihre Partei ins degradierte Parlament oder als Pr&auml;sidentschaftskandidatin in den Palast ak saray. [&hellip;]<br>\nDas gr&ouml;&szlig;te W&auml;hlerpotenzial befindet sich in der T&uuml;rkei im Segment der politischen Mitte und der politischen Rechte. Hier k&ouml;nnte Ak&#351;eners Iyi-Partei tats&auml;chlich zur ernsthafteren Konkurrenz f&uuml;r die AKP werden, da sich das ultranationalistische Original, die MHP unter ihrem Vorsitzenden Devlet Bah&ccedil;eli zum stimmenreduzierten Anh&auml;ngsel der AKP gemacht hat. Die AKP hat durch die internationale politische Isolation, die massiven S&auml;uberungen und Repressionskampagnen gegen weite Teile der Bev&ouml;lkerung, nie endende Korruptionsvorw&uuml;rfe und die schlechte Wirtschaftslage viele W&auml;hler*Innen ver&auml;rgert. Mit diesem Prozentsatz k&ouml;nnte die Iyi-Partei die 10-Prozent-H&uuml;rde f&uuml;r den Einzug ins Parlament schaffen. Ob die in rechtskonservativen und nationalistischen Kreisen durchaus popul&auml;re Ak&#351;ener daraus politisches Kapital schlagen k&ouml;nnte, hinge auch davon ab, ob es ihr gelingt, entt&auml;uschte oder gar verfolgte W&auml;hlerschichten aus der (liberaleren) Mitte f&uuml;r sich gewinnen zu k&ouml;nnen. Daf&uuml;r m&uuml;sse sie einen moderaten Kurs gegen&uuml;ber Kurd*Innen, s&auml;kularen und pro-europ&auml;isch eingestellten W&auml;hler*Innen f&uuml;hren, gleichzeitig aber ihr radikales rechtes Programm nicht vernachl&auml;ssigen und das fordert H&auml;rte gegen Linke, Liberale und die kurdische Ethnie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-01-24\/die-woelfin-im-schafspelz-eine-gefahr-fuer-erdogan\/\">Justice Now<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Erfahrungsbericht eines Journalisten<\/strong><br>\nDer Arbeitsdruck und die Angst vor Jobverlust auf den Redaktionen sind &uuml;berragend. Es handelt sich um eine Branche, in der die meisten davon ausgehen, dass sie nur noch schrumpft und weniger befriedigender zum Arbeiten wird. Die Vorgabe, mehr zu sparen, ist bei den f&uuml;hrenden Schweizer Medienh&auml;usern seit zwei Jahrzehnten omnipr&auml;sent. Manche Redaktionen sind bereits sehr ausged&uuml;nnt. Zehn- bis zw&ouml;lfst&uuml;ndige Arbeitstage gelten als normal. Die &Uuml;berzeit aufschreiben k&ouml;nnen Journalisten in den Printmedien selten.<br>\nDas Sparen hat Folgen: Selbst Chefredaktoren und Ressortleiter, die Mehrwert liefern wollen, m&uuml;ssen sich mit dem reinen Abf&uuml;llen von Seiten mit Agenturen oder second class Stories zufrieden geben. Erfahrene Journalisten versuchen first class stories mit m&ouml;glichst wenig Aufwand vorzuschlagen. Man weiss, was zieht &ndash; wieso vom Bew&auml;hrten abr&uuml;cken?<br>\nDie meisten seilen sich bevor sie 50 werden in die PR ab. Das Angebot von gutbezahlten PR-Jobs ist f&uuml;r erfahrene Journalisten gross. Der Spruch: &laquo;jetzt gehe ich dann in die PR, weil das was ich hier mache ist nicht viel anders, einfach schlechter bezahlt&raquo;, ist nicht un&uuml;blich.<br>\nWer die &Uuml;berzeugung hat, mit Journalismus etwas bewirken zu k&ouml;nnen, ist sehr jung, oder wird ausgelacht von der Mehrheit.<br>\nVordergr&uuml;ndig herrscht in den Mainstreammedien kompletter Meinungspluralismus &ndash; abgesehen von Einzelf&auml;llen tun sich Journalisten kaum mit festen &Uuml;berzeugungen hervor: Man ist f&uuml;r alles offen, suspekt ist, wer eine Haltung hat und konsequent aus dieser Haltung berichtet. Die Journalisten mit einer konsequenten Weltanschauung sind rar. So wie man pers&ouml;nlich bei niemandem anecken will, zeigt man auch journalistisch keine Kanten, womit man polarisieren k&ouml;nnte.<br>\nHinter den Kulissen verstehen die Verlage ihre &ouml;ffentlichen Medien immer noch als &laquo;vierte Gewalt&raquo; im Staat. Aber sie wissen wohl selbst, dass sie diese Schritt um Schritt entmachten &ndash; mit ihren Sparstrategien, dem Abbau der Vielfalt etwa durch vereinheitlichte Mantelredaktionen und ihrer Orientierungslosigkeit.<br>\nEs ist nicht so, dass es vor 20 bis 30 Jahren auf den Redaktionsstuben keine Selbstzensur, Gleich&shy;schaltung, vorauseilenden Gehorsam und Tunnelblick gegeben h&auml;tte. Doch die Rahmen&shy;bedingungen in den heutigen &bdquo;Redaktions&shy;fabriken&ldquo; der Mainstream-Medien f&ouml;rdern geradezu den ideologielosen, opportunistischen, Klick-orientierten Journalismus, dem die wichtigen Fragen entgleiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/swprs.org\/bericht-eines-journalisten\/\">Swiss Propaganda Research<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin M.S.:<\/strong> Ein sehr spannender Insiderbericht eines Mainstream-Journalisten aus der Schweiz. Beschreibt die vorgeformten Denkmuster, den vorauseilenden Gehorsam, den Gruppendruck in den Massenmedien. Ist bei uns sicher nicht besser&hellip; Sehr lesenswert und informativ!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Stichtag f&uuml;r neue SPD-Mitglieder geplant<\/strong><br>\nDie SPD-Spitze will Anfang n&auml;chster Woche einen Stichtag festlegen, bis zu welchem Eintrittsdatum Neumitglieder am bevorstehenden Mitgliedervotum teilnehmen d&uuml;rfen. Der Beschluss soll bei der Sitzung des Parteivorstands gefasst werden, wie die SPD-Pressestelle der Deutschen Presseagentur am Mittwoch mitteilte. SPD-Generalsekret&auml;r Lars Klingbeil hatte im RBB-Inforadio erkl&auml;rt, der Parteivorstand werde einen entsprechenden Stichtag festlegen. Ein Datum stehe noch nicht fest. Klingbeil freue sich &uuml;ber jedes neue Mitglied. Ein vor&uuml;bergehender Eintritt, um gegen den Koalitionsvertrag mit der Union zu stimmen, reduziere jedoch den Wert der SPD-Mitgliedschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/326018.stichtag-f%C3%BCr-neue-spd-mitglieder-geplant.html\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Offenbar ist die Furcht vor einem &ldquo;Nein&rdquo; durch die SPD-Mitglieder in der SPD-Spitze sehr stark ausgepr&auml;gt, oder?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Die SPD braucht dieses Jugendbeben<\/strong><br>\nDie Stimmung im Land war euphorisch. Junge Leute trugen T-Shirts mit dem Namen des Parteivorsitzenden im Stil des &ldquo;Superman&rdquo;-Logos. Auf den Jutebeuteln der Gro&szlig;st&auml;dter prangte das Motto des Wahlprogramms. Beim gr&ouml;&szlig;ten Musikfestival des Landes gr&ouml;lten die Besucher ausgelassen den Namen des Parteivorsitzenden nach der Melodie von &ldquo;Seven Nation Army&rdquo;.<br>\nBei Neuwahlen hatte die Partei, die durch den massenhaften Eintritt neuer Mitglieder zuvor einen Linksruck erfahren hatte, entgegen aller Prognosen ein sensationelles Ergebnis erzielt. Eine wackelige Regierungskoalition lie&szlig; sie aber lieber die anderen bilden; sie selbst war stark genug, um die Politik des Landes aus der Opposition heraus zu beeinflussen.<br>\nDas ist kein Bericht aus der Zukunft der SPD, sondern aus der j&uuml;ngsten Vergangenheit der britischen Labour-Partei. An deren Erfolgsgeschichte orientieren sich zurzeit viele in der deutschen Politik: Die Jusos zum Beispiel, die mit ihrem Aufruf zum Parteieintritt, um die Gro&szlig;e Koalition doch noch zu verhindern, eine Strategie linker Labour-Sympathisanten &uuml;bernehmen. [&hellip;]<br>\nIn Zeiten von Brexit kann die SPD, zugegeben, nur bedingt etwas von ihrem britischen Pendant lernen &ndash; nicht zuletzt aber auch deshalb, weil es kaum mehr &ldquo;altlinke&rdquo; Recken wie Corbyn in den Reihen der deutschen Sozialdemokraten gibt. Aber die Vehemenz, mit der die SPD-F&uuml;hrung alle Erneuerungen bek&auml;mpft, die bei ihrer britischen Schwesterpartei so erkennbaren Erfolg hatten, ist bemerkenswert. Nicht nur steuert die Parteif&uuml;hrung gerade dagegen an, dass alle von den Jusos neu angeworbenen Mitglieder auch &uuml;ber eine m&ouml;gliche Regierungsbeteiligung abstimmen k&ouml;nnen. Sie hat zuvor auch Sahra Wagenknechts Forderung nach einer linken Sammelbewegung eine rigorose Abfuhr erteilt.<br>\nGenauso eine Sammelbewegung war es aber, die Labours sensationelles Abschneiden bei den vergangenen Wahlen mit erm&ouml;glicht hat: Sie hei&szlig;t &ldquo;Momentum&rdquo;, was sich am besten mit Lauf (im Sinne von &ldquo;hat einen Lauf&rdquo;) &uuml;bersetzen l&auml;sst. 2015 in der Folge von Corbyns Gewinn des Parteivorsitzes entstanden, ist &ldquo;Momentum&rdquo; zu einem Netzwerk mit 31.000 Mitgliedern und 170 Ortsgruppen angewachsen. Mit Hilfe dieses alternativen &ndash; und jungen! &ndash; Parteiapparats konnte Labour seinen Wahlkampf 2017 viel breiter aufstellen und mehr Leute erreichen.<br>\nDer wichtigste Schritt, den Labour unter Corbyn vollzogen hat, ist allerdings ein anderer: Die Partei hat sich vom neoliberalen Projekt der &ldquo;neuen Mitte&rdquo; losgesagt. Ein schmerzhafter und von harten Grabenk&auml;mpfen begleiteter, letztlich aber alternativloser Prozess. Erst als die Verbindungen zu &ldquo;New Labour&rdquo; und dessen Erfinder Tony Blair gekappt waren, konnte sich die Partei glaubhaft als neu-w&auml;hlbar pr&auml;sentieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/jusos-gegen-groko-die-spd-braucht-dieses-jugendbeben-kommentar-a-1189641.html\">Spiegel Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der entscheidende Knackpunkt: &ldquo;Die Partei [Labour] hat sich vom neoliberalen Projekt der &ldquo;neuen Mitte&rdquo; losgesagt&rdquo;. Das hat die SPD bis heute nicht vermocht und so wird eine Erneuerung der SPD bis zum bitteren Ende eine Illusion bleiben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Dazuverdienen im Bundestag<\/strong>\n<ul>\n<li>Im neuen Bundestag haben mindestens 41 Abgeordnete eine bezahlte Nebent&auml;tigkeit.<\/li>\n<li>Die Abgeordneten m&uuml;ssen ihre Nebeneink&uuml;nfte nicht genau angeben, sondern sie nur in eine von zehn Stufen einordnen.<\/li>\n<li>Insgesamt verdienen sich Abgeordnete der Union am meisten dazu, danach folgen FDP und AfD.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im neuen Bundestag haben mindestens 41 Abgeordnete eine bezahlte Nebent&auml;tigkeit. Das ergibt eine Auswertung des Portals abgeordnetenwatch.de, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt. Mindestens 220 der insgesamt 709 Parlamentarier gehen einer unentgeltlichen Nebent&auml;tigkeit nach. In der Aufstellung ist der im Dezember gestorbene Sozialdemokrat Ewald Schurer nicht ber&uuml;cksichtigt, er hatte monatliche Nebeneink&uuml;nfte zwischen 1000 und 3500 Euro angegeben.<\/p>\n<p>An der Spitze der Liste stehen mit gro&szlig;em Vorsprung der CSU-Abgeordnete Hans Michelbach und Uwe Kamann von der AfD. Auf Platz drei rangiert der FDP-Abgeordnete Reinhard Houben. Michelbach hat als Inhaber und pers&ouml;nlich haftender Gesellschafter der MIBEG Unternehmensgruppe einen j&auml;hrlichen Gewinn der Stufe 10 angegeben, das entspricht Eink&uuml;nften von mehr als 250 000 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/neuer-bundestag-dazuverdienen-im-bundestag-1.3839356\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Fall Aubameyang Andere Zeiten, gleiche Sitten<\/strong><br>\nNach dem Streik von Pierre-Emerick Aubameyang reden jetzt viele &uuml;ber den Sittenverfall im Fu&szlig;ball. Dabei ist das Verhalten des St&uuml;rmers in der Geschichte der Liga wirklich nichts Neues.<br>\nEin neues Wort ist in die Fu&szlig;ball-Bundesliga eingezogen. Es ist das Wort &ldquo;Sittenverfall&rdquo; &ndash; und viele f&uuml;hlen sich im Moment bem&uuml;&szlig;igt, davon zu sprechen. Die Wechselambitionen von Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang und dessen Fernbleiben von der BVB-Mannschaftssitzung sind der Anlass, dass in der Liga einige den Untergang des Abendlandes n&auml;herkommen sehen.<br>\n&ldquo;Bei uns gab es so was fr&uuml;her nicht&rdquo; schimpft Frankfurts Trainer Niko Kovac. &ldquo;Wo endet das denn? In Anarchie!&rdquo; Eurosport-Experte Matthias Sammer nennt die streikenden Profis &ldquo;faule &Auml;pfel&rdquo;, die Situation sei &ldquo;nicht mehr kontrollierbar&rdquo;, und Bayern-Trainer Jupp Heynckes spricht von einer &ldquo;ganz neuen Dimension&rdquo;. [&hellip;]<br>\nHeynckes hat gesagt, er w&uuml;rde sich weigern, solch einen Spieler wie Aubameyang zu verpflichten, wenn er der Trainer des entsprechenden Vereins w&auml;re. Im Kader des FC Bayern stehen Spieler, die schon einmal vor Gericht erscheinen mussten wegen sexuellen Kontakts mit einer Minderj&auml;hrigen, wegen Trunkenheit am Steuer, wegen h&auml;uslicher Gewalt. Man k&ouml;nnte fast &uuml;ber Sittenverfall reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/sport\/fussball\/pierre-emerick-aubameyang-bundesliga-diskutiert-ueber-sittenverfall-a-1189543.html\">Spiegel Online<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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