{"id":42087,"date":"2018-01-26T09:00:33","date_gmt":"2018-01-26T08:00:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087"},"modified":"2018-01-26T09:00:33","modified_gmt":"2018-01-26T08:00:33","slug":"hinweise-des-tages-3046","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h01\">Neue Berechnung der Deutschen Bahn: Stuttgart 21 droht noch teurer und sp&auml;ter fertig zu werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h02\">Die &bdquo;Springer-Linke&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h03\">Eliten-Diskurs: Warum die Linke den Kampf gegen rechts verliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h04\">Globale Ungleichheit: 42 haben so viel wie 3,7 Milliarden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h05\">Mitmachen f&uuml;r den Sozialabbau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h06\">Der deutsche Arbeitsmarkt &ndash; Fundament der Abstiegsgesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h07\">Schichtarbeit: Gegen den biologischen Rhythmus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h08\">Portugal wird auch in Davos hofiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h09\">Strategische R&uuml;stungsexporte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h10\">&ldquo;Afghanistan ist kein verlorenes Land&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h11\">Treffen des EU-Rates: Breites B&uuml;ndnis fordert Kurskorrektur in der Europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h12\">Arisches Blut.mp3<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h13\">Gemeinn&uuml;tzigkeit: Bundesfinanzministerium prozessiert gegen Attac<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42087#h14\">Brasilien: Putschisten in Richterroben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Neue Berechnung der Deutschen Bahn: Stuttgart 21 droht noch teurer und sp&auml;ter fertig zu werden<\/strong><br>\nDie Bahn macht eine neue Rechnung f&uuml;r Stuttgart 21 auf: Der Finanzierungsrahmen des Projekts k&ouml;nnte nach SPIEGEL-Informationen auf rund 8,2 Milliarden Euro steigen, der Er&ouml;ffnungstermin sich um ein weiteres Jahr auf 2025 verschieben. [&hellip;]<br>\nSorgen bereitet ihr der mittlerweile ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigte Anhydrit, eine Gesteinsart, durch die die Tunnelanlagen durchgetrieben werden m&uuml;ssen. Das Gestein zieht Wasser an und quillt auf. Die Aufsichtsr&auml;te h&ouml;rten deshalb auf ihrem Workshop am Montag mehrere Stunden einem Professor zu, der in Europa als Koryph&auml;e f&uuml;r diese Gesteinsart gilt. Sie lie&szlig;en sich auch noch einmal ganz genau vorrechnen, was es kosten w&uuml;rde, das ganze Vorhaben abzublasen und zur&uuml;ck zu bauen. Sechs Milliarden Euro war die Antwort demnach. Schlie&szlig;lich sollen ihnen Juristen auch beantwortet haben, ob man sie als Aufsichtsr&auml;te pers&ouml;nlich haftbar machen k&ouml;nne, wenn es am Ende noch einmal teurer werden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/stuttgart-21-deutsche-bahn-rechnet-mit-mehr-als-acht-milliarden-euro-a-1189732.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wie komisch. Immer weitere Kostensteigerungen und gro&szlig;e Probleme mit dem Anhydrit, also alles genau so, wie von den S21-Gegnern gewarnt und vorhergesagt worden war. Aber die Bundesregierung und die Deutsche Bahn wussten es ja besser. Das sieht nach einer Katastrophe aus, die den Bau des BER noch in den Schatten stellen wird. Wie aber kann es sein, dass die Kostensch&auml;tzung f&uuml;r die beste Option, den R&uuml;ckbau (hier werden 6 Milliarden Euro genannt), deutlich &uuml;ber den bisherigen Baukosten liegt? Was f&uuml;r ein Irrsinn.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Kostenexplosion und Sicherheitsrisiko &ndash; Stuttgart 21 ist rational nicht mehr erkl&auml;rbar<\/strong><br>\nDer unterirdische Bahnhof in Stuttgart soll jetzt 8,2 Milliarden Euro kosten. Und erst 2025 in Betrieb gehen. S21 l&auml;uft komplett aus dem Ruder: planerisch, finanziell, strukturell. Zeit, den Verstand wieder einzuschalten.<br>\nNun also noch mehr Geld, viel mehr Geld. F&uuml;r das so umstrittene wie &ndash; und das ist keine Polemik! &ndash; unsinnige Gro&szlig;projekt Stuttgart 21. 8,2 Milliarden Euro soll S21 nun kosten. Und erst 2025 in Betrieb gehen.<br>\nZur Erinnerung: S 21 sollte mal &ldquo;nix koschda!&rdquo;, dann &ndash; &ldquo;aber allerh&ouml;chstens!&rdquo; &ndash; 4,5 Milliarden Euro. Und &ldquo;sp&auml;testens!&rdquo; 2019 eingeweiht werden.<br>\nAm morgigen Freitag wird der Aufsichtsrat der Bahn &uuml;ber den Weiterbau oder Abbruch von S21 entscheiden. Nat&uuml;rlich werden diese Aufsichtsr&auml;te das machen, was sie seit Jahren machen: Sie werden S21, diesen gr&ouml;&szlig;ten anzunehmenden Unfug (GAU) der deutschen Industriegeschichte weiterbauen lassen. Getreu der Devise: Augen zu und durch!<br>\nWenn die Aufsichtsr&auml;te einen Hauch von Anstand und innere Gr&ouml;&szlig;e h&auml;tten, sie w&uuml;rden sagen: &lsquo;Stopp! Wir haben einen f&uuml;rchterlichen Fehler gemacht!&rsquo; Aber das sagen sie nat&uuml;rlich nicht. F&uuml;r sie und die Politik ist S21 l&auml;ngst zu einer Frage der Ehre geworden. Ratio und Verstand und Vernunft haben da l&auml;ngst abgedankt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/reise\/deutschland\/stuttgart-21-ist-rational-nicht-mehr-erklaerbar---ein-kommentar-7837628.html\">Arno Luik auf Stern Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Stellungnahme Aktionsb&uuml;ndnis gegen Stuttgart 21<\/strong><br>\nDie neuerlich von der DB einger&auml;umte Kostensteigerung auf inzwischen 8,2 Milliarden Euro, verbunden mit dem Eingest&auml;ndnis weiterer Zeitverz&ouml;gerungen bis 2025, erh&ouml;ht die Unwirtschaftlichkeit des Projekts ein weiteres Mal. Aufsichtsr&auml;te, die auf dieser Basis das Projekt einfach fortf&uuml;hren, stehen mit einem Bein im Gef&auml;ngnis. Auch die jetzt kurz vor der Aufsichtsratssitzung im Monatsrythmus einger&auml;umten Kostensteigerungen seien erneut wieder nur Teilgest&auml;ndnisse, so B&uuml;ndnissprecher und Jurist Dr. Eisenhart von Loeper.<br>\nEs gebe &uuml;berhaupt keinen Grund, den nun behaupteten Angaben zu vertrauen. &ldquo;Wir erwarten, nun, dass die ganze Wahrheit auf den Tisch kommt, und dass sich die Politik nicht weiter mit dieser Salamitaktik der Eingest&auml;ndnisse vorf&uuml;hren l&auml;sst, so von Loeper. Mit dem Gerede von der Unumkehrbarkeit und der bisherigen Ignorierung von Alternativstrategien, wie dem gerade aktualisierten Umstiegskonzept, lade die Politik nachgerade dazu ein, den Steuerzahler Schritt f&uuml;r Schritt weiter abzuzocken.<br>\nDas Aktionsb&uuml;ndnis erwartet, dass die DB die vorliegenden Gutachten umgehend ver&ouml;ffentlicht und sich in einer Pressekonferenz den Fragen der &Ouml;ffentlichkeit stellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/stellungnahme-aktionsbuendnis-gegen-stuttgart-21\/\">K21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die &bdquo;Springer-Linke&ldquo;<\/strong><br>\nDie politische Linke ist in der letzten Zeit um eine neue Gruppe bereichert worden: die &bdquo;Springer-Linke&ldquo;. Die Angeh&ouml;rigen dieser Untergruppe sehen in der wichtigsten Errungenschaft der Arbeiterbewegung, dem Sozialstaat, eine nationalistische oder noch diffamierender eine &bdquo;national-sozialistische&ldquo; Verirrung. Begonnen hat mit dieser Schm&auml;hung derjenigen, die den Sozialstaat verteidigen, der Vorstandsvorsitzende des Springer-Konzerns, Matthias D&ouml;pfner, der 2007 unter der &Uuml;berschrift &bdquo;Oskar Lafontaine, der nationale Sozialist&ldquo; schrieb: &bdquo;Wenn dann aber sogar eine Mehrheit der CDU-W&auml;hler f&uuml;r richtig h&auml;lt, was der Salon-Robin-Hood aus dem Saarland zu der Abschaffung von Hartz IV, der Einf&uuml;hrung des Mindestlohns, einer R&uuml;cknahme der Rente mit 67 und dem R&uuml;ckzug aus Afghanistan gefordert hat, und wenn daraufhin die b&uuml;rgerliche Politik und &Ouml;ffentlichkeit statt eines Aufschreis weithin nur Schweigen parat hat &ndash; dann muss man sich schon ernstlich Sorgen machen.&ldquo; (<a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/article1012263\/Oskar-Lafontaine-der-nationale-Sozialist.html\">Hier der Link zum Artikel<\/a>) Der Schm&auml;h-Artikel des Springer-Vorstands gegen die Verteidiger des Sozialstaates schloss mit dem Appell: &bdquo;Oskar Lafontaine muss mit allen demokratischen Mitteln bek&auml;mpft werden.&ldquo;<br>\nDieser Appell, Verteidiger des Sozialstaates als nationale Sozialisten zu diffamieren, verhallte nicht ungeh&ouml;rt. Das neueste Beispiel ist ein Artikel von Gero von Randow, in dem der inzwischen bei der &bdquo;Zeit&ldquo; gelandete ehemalige Chefredakteur des von der DKP-Jugend herausgegebenen Magazins &bdquo;Elan&ldquo; (die Renegaten sind die Schlimmsten) zu der von mir geforderten neuen Sammlungsbewegung der politischen Linken schreibt: &bdquo;Was h&auml;tten wir dann? Eine nationalbornierte Linke, so wie es derzeit aussieht. Mario Neumann, ein junger Aktivist und Theoretiker aus Berlin, beschreibt sie so: &sbquo;Ihr geografischer und politischer Horizont ist der nationale Wohlfahrtsstaat&lsquo;&hellip;. Das sei aber &sbquo;keine linke Antwort auf den globalisierten Kapitalismus, sondern eine Bankrotterkl&auml;rung&lsquo;, denn sie gebe jeden universalistischen Anspruch auf.&ldquo; (<a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2018\/05\/politische-linke-spd-sahra-wagenknecht-oskar-lafontaine-sammlungsbewegung\">Hier der Link zum Artikel<\/a>)<br>\nWenn man sich den jahrelangen Kampf f&uuml;r Abr&uuml;stung, f&uuml;r eine st&auml;rkere Unterst&uuml;tzung der &bdquo;Entwicklungsl&auml;nder&ldquo;, f&uuml;r faire Welthandels-Bedingungen, f&uuml;r die internationale Regulierung der Finanzm&auml;rkte oder eine neue Weltwirtschaftsordnung, die einen wirksamen Umweltschutz &uuml;berhaupt erst erm&ouml;glicht, vor Augen h&auml;lt, kann man nur staunen, mit welcher Ahnungslosigkeit heute politische Debatten gef&uuml;hrt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/1678234565571337\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eliten-Diskurs: Warum die Linke den Kampf gegen rechts verliert<\/strong><br>\nJakob Augstein hat am Montag die AfD zur neuen Volkspartei in spe erkl&auml;rt. Er k&ouml;nnte recht behalten, allerdings aus anderen Gr&uuml;nden als denen, die er anf&uuml;hrt. Nicht die behauptete Wende zum Neoliberalismus ist es, was der Linken das Genick bricht, sondern die Verengung auf Themen und Vorstellungen, die au&szlig;erhalb von Konferenzr&auml;umen kaum jemand versteht.<br>\nMan muss nur ein wenig den Parteitag der SPD verfolgt haben, dann wei&szlig; man, wie weit sich zum Beispiel die Sozialdemokratie von der Normalit&auml;t entfernt hat. Zu den Punkten, die in den Koalitionsgespr&auml;chen mit der Union unbedingt nachverhandelt werden sollen, geh&ouml;rt der Familiennachzug f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge. Umgekehrt ist Parteichef Schulz besonders stolz, mehr Geld f&uuml;r Br&uuml;ssel herausgeschlagen zu haben. Fragt sich niemand im Parteivorstand, warum ausgerechnet das Errungenschaften sein sollen, die Menschen in Gelsenkirchen oder Wilhelmsburg dazu veranlassen, wieder ihr Herz f&uuml;r die SPD zu entdecken?<br>\nDas Problem der Linken ist nicht, dass sie zu wenig Sympathie genie&szlig;t. Die Redaktionsstuben sind voll mit Leuten, die dem linken Projekt alle Daumen dr&uuml;cken. Das Problem ist, dass die Anf&uuml;hrer Politik f&uuml;r Menschen machen, die zur Best&auml;tigung ihrer Meinungen vorzugsweise &ldquo;Zeit&rdquo; oder &ldquo;S&uuml;ddeutsche&rdquo; konsultieren. Es ist einige Zeit her, dass man sich links der Mitte als Anwalt der einfachen Leute verstand. Heute sind einem dort diese Leute eigentlich nur noch peinlich, jedenfalls dann, wenn sie nicht so gebildet, vorurteilslos und weltgewandt sind, wie man das von den Deutschen erwartet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/warum-die-linke-den-kampf-gegen-rechts-verliert-kolumne-a-1189790.html\">Jan Fleischhauer auf Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers U.B.:<\/strong> Der Mann ist zwar ein profilierter Rechtskonservativer und schreibt auch viel Bl&ouml;dsinn, aber was er in diesem Text schreibt, bringt das Problem der Linken durchaus auf den Punkt. Lediglich beim Thema &bdquo;Neoliberalismus&ldquo;, das er an einer Stelle anspricht, liegt er falsch. Aber ansonsten ist seine Einsch&auml;tzung durchaus zutreffend. Nicht ohne Grund hat Christian Baron, Redakteur beim &bdquo;Neuen Deutschland&ldquo;, ein ganzes Buch zu diesem Thema geschrieben. Titel: &bdquo;Proleten, P&ouml;bel, Parasiten: Warum die Linken die Arbeiter verachten&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ich h&auml;tte noch vor ein oder zwei Jahren nie gedacht, dass ich einer Kolumne von Jan Fleischhauer einmal weitestgehend Recht geben muss. Die Irrungen und Wirrungen einiger Politiker und Intellektueller aus dem linken Spektrum sind jedoch wirklich atemberaubend. Als kleines Korrektiv sei jedoch angemerkt, dass Fleischhauers Kritik vor allem &bdquo;die Linken&ldquo; betrifft und trifft, die sich von &bdquo;klassischen linken Inhalten&ldquo; verabschiedet haben, wie beispielsweise die Autoren des ISM, denen wir uns <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=41948\">in der letzten Woche gewidmet haben<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Globale Ungleichheit: 42 haben so viel wie 3,7 Milliarden<\/strong><br>\nIm noblen Schweizer Wintersportort Davos trifft sich derzeit die globale Elite, um dr&auml;ngende wirtschaftliche, politische und soziale Fragen zu diskutieren. Ein Thema, das dabei dringend auf die Agenda geh&ouml;rt, ist die wachsende globale Ungleichheit. [&hellip;]<br>\nDie globale Ungleichheit ist enorm. Aber auch in Deutschland sieht es nicht besser aus. Die 40 reichsten Deutschen verf&uuml;gen laut Oxfam &uuml;ber so viel Verm&ouml;gen wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung. Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) kommt zu &auml;hnlichen Ergebnissen und weist nach, dass die Ungleichheit hierzulande gr&ouml;&szlig;er ist als in anderen europ&auml;ischen Staaten. So besitzt das verm&ouml;gendste Zehntel hierzulande 64 Prozent des Nettoverm&ouml;gens, das reichste Prozent gar 33 Prozent. Die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung besitzt hingegen fast nichts (siehe Abbildung).\n<p><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180126-hdt-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180126-hdt-01-small.png\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/p>\n<p>Die wachsende Ungleichheit hat ihre Gr&uuml;nde: In den Industriel&auml;ndern wurden der Niedriglohnsektor und prek&auml;re Besch&auml;ftigung jahrzehntelang gef&ouml;rdert. Die Zahl der Besch&auml;ftigten, die durch Tarifvertr&auml;ge gesch&uuml;tzt sind, sank. Steuergeschenke f&uuml;r Reiche f&uuml;hren zu leeren Staatskassen. Der Staat als ausgleichender Akteur f&auml;llt somit mehr und mehr aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++2d6fad5e-01b2-11e8-9568-52540088cada\">DGB klartext<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Mitmachen f&uuml;r den Sozialabbau<\/strong><br>\nNeoliberalismus zum Selbermachen: Die &raquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&laquo; hat eine Initiative gegen Steuern gestartet<br>\nDie &raquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&laquo; (INSM) hat mal wieder ein Projekt zum Mitmachen. Auf ihrer Website kann man jetzt sein Selfie hochladen, sein &raquo;Gesicht zeigen &ndash; Steuern senken!&laquo; Das auf den Server abgelegte Foto wird dann mit dem Schriftzug &raquo;I love Steuern senken&laquo; veredelt. &raquo;Nur eine Minute&laquo; und schon bist auch du dabei! H&ouml;hepunkt des Aktes: Alle Bilder werden zu einer gro&szlig;en Fotowand vereinigt. &raquo;Steuern senken &ndash; Wir sind daf&uuml;r&laquo; wird dann wohl in gro&szlig;en Lettern &uuml;ber der Gesichtergalerie prangen. [&hellip;]<br>\nDabei ist bei der Kampagne der INSM manche Frage gar nicht so explizit erkl&auml;rt: Um welche Steuern geht es? Wer soll weniger entrichten m&uuml;ssen? Gering- oder Spitzenverdiener? Und wer zum Henker zahlt momentan eigentlich zu viel Steuern?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1077270.initiative-neue-soziale-marktwirtschaft-gegen-steuern-mitmachen-fuer-den-sozialabbau.html\">Heppenheimer Hiob<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Der deutsche Arbeitsmarkt &ndash; Fundament der Abstiegsgesellschaft<\/strong><br>\nDer deutsche Arbeitsmarkt hat in den letzten 25 Jahren einen tiefgreifenden Wandel durchgemacht. Prekarisierung, Arbeitslosigkeit und Abstiegs&auml;ngste waren f&uuml;r viele Menschen die Folge. Und das viel besungene &raquo;Besch&auml;ftigungswunder&laquo; ist bei genauer sowie realistischer Betrachtung gar keines.<br>\nAm deutschen Arbeitsmarkt gab es im zur&uuml;ckliegenden Vierteljahrhundert zwei wesentliche Einschnitte:\n<ol>\n<li>Die Wiedervereinigung: Mit einer neoliberalen Schockstrategie wurde ein Gro&szlig;teil der ostdeutschen Betriebe durch die Treuhand geschlossen oder durch den nicht produktivit&auml;tsgerechten Wechselkurs von Ost- und Westmark vom Markt verdr&auml;ngt. Das f&uuml;hrte zu nach 1945 f&uuml;r undenkbar gehaltener Massenarbeitslosigkeit in Ostdeutschland. Hiermit folgten auch massive Auswirkungen auf die Arbeitsmarktverfassung im Westen: Sehr viele gut qualifizierte ostdeutsche Arbeitskr&auml;fte waren gezwungen im Westen Arbeit zu fast allen Bedingungen anzunehmen. In der Folge nahm die prek&auml;re Besch&auml;ftigung in Gesamtdeutschland enorm zu: Waren im Jahr 1991 erst 13% aller Arbeitnehmer nach Definition des Statistischen Bundesamtes atypisch besch&auml;ftigt, so lag diese Zahl zehn Jahr sp&auml;ter bei 20%.<\/li>\n<li>Die Agenda 2010: Als Ursache f&uuml;r die in Wahrheit aus der neoliberalen Wirtschaftspolitik resultierende Massenarbeitslosigkeit wurden um die Jahrtausendwende der &raquo;starre Arbeitsmarkt&laquo; und die &raquo;blockierenden Gewerkschaften&laquo; ausgemacht. Die &raquo;Flexibilisierung&laquo; der Arbeitsverh&auml;ltnisse und die &raquo;St&auml;rkung der unternehmerischen Freiheit&laquo;, kurz: der Abbau von Schutzrechten und gesetzlichen Leistungsanspr&uuml;chen der Besch&auml;ftigten sollte in die &raquo;verkrusteten Verh&auml;ltnisse in Deutschland&laquo; neuen Schwung bringen. Die sei der einzige Weg zur Senkung der hohen Arbeitslosigkeit. Mit der Agenda 2010 wurden in der Arbeitsmarktpolitik fast nur noch Ma&szlig;nahmen verfolgt, die beim Individuum ansetzen: Der einzelne Arbeitslose habe zu hohe Erwartungen an den Lohn, sei zu unqualifiziert oder zu faul. Dass insgesamt zu wenig Arbeit f&uuml;r alle Arbeitssuchenden vorhanden ist, wurde nicht mehr thematisiert.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.blickpunkt-wiso.de\/post\/2167\">Blickpunkt WiSo<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Schichtarbeit: Gegen den biologischen Rhythmus<\/strong><br>\nWie wechselnde Arbeitszeiten auch im &ouml;ffentlichen Dienst krank machen<br>\nNacht- und Schichtarbeit gibt es in nahezu allen Branchen &ndash; auch im &ouml;ffentlichen Dienst.. Feuerwehren, Rettungsdienste, Polizei, Krankenh&auml;user &ndash; sie alle sind rund um die Uhr f&uuml;r uns da, sieben Tage die Woche. Was bedeutet das f&uuml;r die Gesundheit und das soziale Leben der dort Besch&auml;ftigten? Das Magazin f&uuml;r Beamtinnen und Beamte &uuml;ber die Folgen von entgrenzten Arbeitszeiten.<br>\nMontag, die Fr&uuml;hschicht beginnt um sechs Uhr. Bei einem durchschnittlichen Arbeitsweg bedeutet das: Aufstehen um vier Uhr. Zwei Tage sp&auml;ter Nachtschicht. Dann endet der Dienst um sechs Uhr, Schlafenszeit in diesem Fall also im besten Falle ab acht Uhr morgens. Am Freitag hei&szlig;t es Zwischenschicht ab 14 Uhr und am Tag drauf wieder Nachtschicht. Wie bewerten Besch&auml;ftigte solche Arbeitszeiten? Die einen sehen wahrscheinlich die finanziellen Vorteile in Form von Zulagen, andere hingegen sind genervt von den Auswirkungen auf das Privatleben. So wie es Langschl&auml;fer und Fr&uuml;haufsteher gibt &ndash; die morgenfrischen Lerchen und die nachtaktiven Eulen &ndash;, so gibt es auch mit Blick auf den Schicht- und Wechselschichtdienst unterschiedliche Vorlieben. Doch auffallend ist: Bei vielen Betroffenen &auml;ndert sich die Einstellung zu einem derart wechselnden Arbeitsrhythmus mit Zunahme der Dienstjahre. Ein zu vermutender Grund: Die negativen Folgen fallen von Jahr zu Jahr st&auml;rker ins Gewicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++61297958-005f-11e8-9602-52540088cada\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Portugal wird auch in Davos hofiert<\/strong><br>\nDas Land wird als ein Beispiel f&uuml;r eine &ldquo;positive Entwicklung&rdquo; genannt, das sich &ldquo;vom Sorgenkind zur Vorzeigewirtschaft&rdquo; gemausert habe<br>\nPortugal ist nun auch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos in Mode. Wurde lange auf die Linksregierung eingepr&uuml;gelt, weil sie die absurde Austerit&auml;tspolitik aufgek&uuml;ndigt hat, wird das Land nun gelobt. Sogar die gro&szlig;en US-Ratingagenturen, die das Land unter der Linksregierung wieder unter den Rettungsschirm dr&auml;ngen wollten, haben angesichts der guten wirtschaftlichen Entwicklung l&auml;ngst den Daumen heben m&uuml;ssen, um sich nicht vollst&auml;ndig mit absurden Einstufungen l&auml;cherlich zu machen.<br>\nNoch Anfang des vergangenen Herbstes stuften alle drei US-Agenturen portugiesische Staatsanleihen als Ramsch ein. Im September hob zun&auml;chst Standard &amp; Poors seine Bewertung wieder auf &ldquo;investment grade&rdquo; an. K&uuml;rzlich hat Fitch die Einstufung sogar gleich um zwei Stufen angehoben, ein &ldquo;Novum&rdquo; f&uuml;r das Land, wie die Agentur hervorhob. Nur Moody&rsquo;s stuft die Anleihen noch als Junk ein und wird dies vermutlich im April korrigieren.<br>\nSo ist Portugal nicht nur bei Urlaubern, sondern auch auf dem Weltwirtschaftsforum beliebt. Euronews kommt in einem Artikel &uuml;ber Davos zur Einsch&auml;tzung, dass Portugal das europ&auml;ische Land ist, &ldquo;das am besten dasteht, es zieht Investitionen vor allem aus Frankreich, Deutschland und sogar China oder Indien an.&rdquo; Tats&auml;chlich kann man zu einem solchen Ergebnis kommen, vor allem wenn man die Ergebnisse der Linksregierung mit denen der konservativen Nachbarn in Spanien vergleicht, wo politisch und &ouml;konomisch weiter Chaos herrscht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/news\/Portugal-wird-auch-in-Davos-hofiert-3950605.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Strategische R&uuml;stungsexporte<\/strong><br>\nDie Bundesregierung weitet die R&uuml;stungsexporte in Krisen- und Kriegsgebiete langfristig aus. Dies geht aus aktuellen Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums hervor. Demnach ist der Anteil der R&uuml;stungsexporte in Staaten au&szlig;erhalb von NATO und EU &ndash; darunter kriegf&uuml;hrende arabische Staaten &ndash; im vergangenen Jahr auf rund 60 Prozent der deutschen Gesamtausfuhr von Kriegsger&auml;t gestiegen und &uuml;bertrifft entsprechende Ausfuhren in der Zeit der CDU\/&rsquo;CSU-FDP-Koalition um 45 Prozent. Dabei steuert die Bundesregierung die Ausfuhren strikt entsprechend den strategischen Interessen der Bundesrepublik: Hochger&uuml;stet werden zum Beispiel arabische Verb&uuml;ndete, die den Einfluss Irans so weit als m&ouml;glich begrenzen sollen, dar&uuml;ber hinaus L&auml;nder wie Algerien, die Transportpanzer und weitere Milit&auml;rfahrzeuge zur Abschottung von W&uuml;stengrenzen gegen Fl&uuml;chtlinge erhalten. Schlie&szlig;lich nimmt Berlin auch die k&uuml;nftigen Konflikte mit China in den Blick &ndash; und beliefert dessen potenzielle Rivalen in der Asien-Pazifik-Region.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7511\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Afghanistan ist kein verlorenes Land&rdquo;<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlinge aus Afghanistan werden in ihre Heimat abgeschoben. Mirco G&uuml;nther, Leiter des B&uuml;ros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kabul, findet das unverantwortlich. Er h&auml;lt nichts davon, das Land einfach aufzugeben &ndash; auch wenn unvermindert schwere Anschl&auml;ge die St&auml;dte ersch&uuml;ttern.<br>\nIn Afghanistans Hauptstadt Kabul und in anderen St&auml;dten rei&szlig;en die Anschl&auml;ge nicht ab. Ein Hotel und die humanit&auml;re Organisation Save the children waren diesmal das Ziel. Die Situation der B&uuml;rger ist dramatisch, auch f&uuml;r Ausl&auml;nder ist das Leben in Afghanistan nicht ungef&auml;hrlich. Ist es ein verlorenes Land &ndash; hat alle Unterst&uuml;tzung in den letzten Jahren nichts gen&uuml;tzt?<br>\nMirco G&uuml;nther, der seit 2017 das B&uuml;ro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kabul leitet, hat einen realistischen Blick auf das Land und macht sich keine Illusionen &ndash; m&ouml;chte aber von solchen Pauschalurteilen nichts h&ouml;ren. Gerade in den gro&szlig;en St&auml;dten habe sich in Sachen medizinische Versorgung und in der Armutsbek&auml;mpfung viel getan. Im Norden allerdings sei die Situation weitaus schwieriger. Dennoch sieht G&uuml;nther seine Stiftung nicht auf verlorenem Posten.\n<blockquote><p>\n&ldquo;Vor allem, wenn man das Privileg hat, mit Afghaninnen und Afghanen zu arbeiten, dann ist man immer wieder beeindruckt &uuml;ber die Standfestigkeit und den Mut, mit dem sie jeden Tag ihren Alltag gestalten.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/friedrich-ebert-stiftung-afghanistan-ist-kein-verlorenes.1008.de.html?dram:article_id=409208\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Treffen des EU-Rates: Breites B&uuml;ndnis fordert Kurskorrektur in der Europ&auml;ischen Fl&uuml;chtlingspolitik<\/strong><br>\nDas B&uuml;ndnis ist in gro&szlig;er Sorge um den Fortbestand des individuellen Asylrechts in der EU. Nach bisherigem Diskussionsstand im EU-Rat soll der Fl&uuml;chtlingsschutz verst&auml;rkt auf Drittstaaten au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union verlagert werden sowie die Drittstaatenregelung ausgeweitet werden. Mitgliedsstaaten an den Au&szlig;engrenzen k&ouml;nnten ohne inhaltliche Pr&uuml;fung der Asylgr&uuml;nde abschieben. Dies ist in der T&uuml;rkei bereits der Fall.<br>\nProf. Dr. Rolf Rosenbrock, Vorsitzender des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes, mahnt: &bdquo;Wer Schutz sucht, hat ein faires Verfahren verdient. Das ist das Mindeste. Das inhumane Modell, das bereits in der T&uuml;rkei praktiziert wird, darf auf gar keinen Fall in der ganzen Europ&auml;ischen Union angewendet werden. Menschen, die vor Krieg, Terror und Verfolgung fliehen, brauchen Schutz in Europa.&ldquo;<br>\nIn ihrem Positionspapier fordern die unterzeichnenden Verb&auml;nde und Organisationen, die geltenden v&ouml;lkerrechtlichen, menschenrechtlichen und europarechtlichen Standards zu erhalten. Weiterhin wird gefordert, dass die aktuellen Bem&uuml;hungen zur Reform des gemeinsamen europ&auml;ischen Asylsystems nicht zu einer Auslagerung des Fl&uuml;chtlingsschutzes in die ohnehin schon &uuml;berbelasteten Krisen&#8208; und Transitstaaten f&uuml;hren darf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/presse\/treffen-des-eu-rates-breites-buendnis-fordert-kurskorrektur-in-der-europaeischen-fluechtlingspolitik\/\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Arisches Blut.mp3<\/strong><br>\nSeit Jahren tobt im Reservistenverband ein erbitterter Streit. Es geht um rechtsextreme Musikdateien und die Rolle des Verfassungsschutzes.<br>\nAngenommen, Sie sind Chef. Und dann finden Sie bei einem Ihrer Mitarbeiter Hunderte Dateien rechtsextremistischer Musik. Wollen Sie diesen Mann weiter f&uuml;r sich arbeiten lassen? Nein &ndash; oder?<br>\nSo ein Mitarbeiter soll Thomas K. sein. Er arbeitet f&uuml;r den Reservistenverband in Mecklenburg-Vorpommern. Am 23. Januar 2014 schlie&szlig;en Kollegen eine Festplatte K.s an ihren Computer an, um Fotos zu suchen. Sie k&ouml;nnen sie nicht finden. Also starten sie eine Software, mit der sich Dateien wieder herstellen lassen. Auf K.s Datentr&auml;ger taucht ein riesiges Verzeichnis auf, insgesamt &uuml;ber 240.000 Dateinamen. Darin: Adresslisten des Reservistenverbands, Bilder von Verbandsveranstaltungen, private Fotos und Filme, zum Beispiel: Asterix erobert Rom. Nicht die privaten Daten sind brisant. Brisant ist die kaum enden wollende Liste mutma&szlig;lich rechtsextremistischen Inhalts. (&hellip;)<br>\nSo geht es aus Dokumenten hervor, die der taz vorliegen. Es sind Briefwechsel, Gespr&auml;chsprotokolle, Dateiausz&uuml;ge aus dem Innenleben des Reservistenverbands. Manche lesen sich wie aus einem Kriminalfall entlehnt, andere wie aus einen Agententhriller. Sie dokumentieren, dass die Funktion&auml;re des Verbands so zerstritten sind, wie es wohl nur Funktion&auml;re sein k&ouml;nnen. Aus den Unterlagen und aus Dutzenden Gespr&auml;chen mit Beteiligten l&auml;sst sich ein besonderer Fall mit einem besonderen Ausgang nachzeichnen: Heute, fast auf den Tag genau vier Jahre sp&auml;ter, arbeitet Thomas K. noch immer f&uuml;r den Reservistenverband.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Reservistenverband-und-rechte-Umtriebe\/!5475898\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gemeinn&uuml;tzigkeit: Bundesfinanzministerium prozessiert gegen Attac<\/strong><br>\nDas Bundesfinanzministerium prozessiert gegen Attac, um dem globalisierungskritischen Netzwerk die Gemeinn&uuml;tzigkeit aberkennen zu lassen. Dazu ist das Ministerium dem Revisionsprozess vor dem Bundesfinanzhof in M&uuml;nchen offiziell beigetreten.* Verfahrensbeteiligte auf der Gegenseite von Attac sind damit sowohl das Frankfurter Finanzamt als auch das Bundesfinanzministerium.<br>\nMit dem Revisionsverfahren will das Ministerium erreichen, dass das Urteil des Hessischen Finanzgerichts in Kassel von 2016 gekippt wird, das Attac eindeutig die Gemeinn&uuml;tzigkeit best&auml;tigt hat.<br>\n&bdquo;Es ist h&ouml;chste Zeit, dass Bundesfinanzminister Peter Altmaier diesen von seinem Vorg&auml;nger Wolfgang Sch&auml;uble gestarteten Angriff auf die kritische Zivilgesellschaft abbl&auml;st und die Revision zur&uuml;cknimmt. Eine moderne Demokratie braucht B&uuml;rger und Organisationen, die politische Entscheidungsprozesse aktiv begleiten und sich einmischen &ndash; f&uuml;r das Gemeinwohl&ldquo;, sagt Dirk Friedrichs, Vorstand des Attac-Tr&auml;gervereins. &bdquo;Sch&auml;uble selbst hat die Attac- Gr&uuml;ndungsforderung nach einer Finanztransaktionssteuer &uuml;bernommen. Doch unser Engagement f&uuml;r Steuergerechtigkeit und die Regulierung der Finanzm&auml;rkte soll nicht gemeinn&uuml;tzig sein? Das ist absurd. Statt uns in unserer Arbeit zu behindern, soll Altmaier sich lieber um die Steuertricks von Apple, Amazon und Co. k&uuml;mmern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/index.php?id=394&amp;no_cache=1&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=9478\">attac<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Brasilien: Putschisten in Richterroben<\/strong><br>\nEx-Pr&auml;sident Luiz In&aacute;cio Lula da Silva zu zw&ouml;lf Jahren Haft verurteilt. Verfahren als &ldquo;lawfare&rdquo; in Kritik.<br>\nPaukenschlag in Brasilien: Ein Berufungsgericht in Porto Alegre hat den ehemaligen brasilianischen Pr&auml;sidenten (2003-2011), Luiz In&aacute;cio Lula da Silva, am Mittwochnachmittag (Ortszeit) zu einer langj&auml;hrigen Haftstrafe verurteilt. Der 72-J&auml;hrige soll nach Willen des Richtergremiums wegen Korruption und Missbrauch des staatlichen Erd&ouml;lkonzerns Petrobras f&uuml;r zw&ouml;lf Jahre hinter Gitter.<br>\nDas so durchaus erwartete Urteil ist der vorl&auml;ufige H&ouml;hepunkt eines Prozesses, der von Lulas Anh&auml;ngern, aber auch von zahlreichen Beobachtern auf internationaler Ebene als politisches Verfahren verurteilt wird. Ein Indiz daf&uuml;r: Der Politiker der linksgerichteten Arbeiterpartei (PT) ist derzeit der aussichtsreichste Kandidat f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaftswahlen im Oktober. W&uuml;rde er gew&auml;hlt, w&auml;re dies das Ende des erzwungenen Rechtsrucks der s&uuml;damerikanischen Regionalmacht. Nun ist das politische Schicksal des ehemaligen Gewerkschafters und des Landes unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Brasilien-Putschisten-in-Richterroben-3950594.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Haustein:<\/strong> Lesen Sie dazu <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42048\">den NDS-Artikel von Frederico F&uuml;llgraf<\/a> vom 24. Januar 2018.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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