{"id":4209,"date":"2009-09-22T09:32:45","date_gmt":"2009-09-22T07:32:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4209"},"modified":"2009-09-22T09:51:27","modified_gmt":"2009-09-22T07:51:27","slug":"hinweise-des-tages-981","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4209","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p><p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p><ol>\n<li><a href=\"?p=4209#h01\">Albrecht von Lucke: Mehr Experimente!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h02\">Steinbr&uuml;ck und Guttenberg sagen harte Zeiten voraus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h03\">Alle in der Ypsilanti-Falle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h04\">&Ouml;konom Schulmeister zur Transaktionssteuer: Beruhigungspille f&uuml;r Zocker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h05\">Experten pl&auml;dieren f&uuml;r festes Rentenniveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h06\">Stau auf der Schiene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h07\">Regierungsberater fordern Zerschlagung der Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h08\">Bundesbankpr&auml;sident Alex Weber im Interview: &ldquo;Wir standen am Abgrund&rdquo;&nbsp;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h09\">Sondervotum der Fraktionen FDP, Die Linke und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen zum HRE Untersuchungsausschuss<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h10\">Krise am Arbeitsmarkt: Reall&ouml;hne in Deutschland sinken im zweiten Quartal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h11\">Steuern und Finanzen: Macht euch ehrlich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h12\">Krise kostet Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h13\">Die dunklen Gesch&auml;fte des Vatikan: Buch enth&uuml;llt Finanznetzwerk f&uuml;r Geldw&auml;sche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h14\">Personal soll blechen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h15\">Armut macht wahllos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h16\">Nachtrag zum FAZ-Interview mit William Black<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h17\">EU-Reform: Nein hei&szlig;t Nein! <\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h18\">Sonderwahlprogramm der CSU: Lauter alte bayerische H&uuml;te<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h19\">Udo Belz tritt der Linken bei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h20\">Kontaminierte Inhalte &ndash; Das Internet als Ort der professionellen Manipulation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h21\">Aufruf: Jetzt erst recht: Mehr Geld f&uuml;r Bildung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h22\">Hinweis: In Sozialpolitik aktuell in Deutschland wurden neu eingestellt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h23\">Zu guter letzt mal ein schlechter Witz<\/a><\/li>\n<\/ol><p>Vorbemerkung: Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\n<!--more--><br>\nWir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=4209&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Albrecht von Lucke: Mehr Experimente!<\/strong><br>\nWecke keine falschen Erwartungen, und Du kannst auch niemanden entt&auml;uschen. Das ist Merkels Lehre aus dem Beinahe-Desaster von 2005.<br>\nUnd das aus gutem Grund: W&uuml;rde bekannt, welche Auswirkungen die angek&uuml;ndigte Steuersenkungspolitik von Union und FDP haben wird, w&uuml;rde Schwarz-Gelb die Wahl m&ouml;glicherweise erneut verlieren. Denn was w&auml;re die Konsequenz f&uuml;r die breite Masse und insbesondere f&uuml;r die im n&auml;chsten Jahr infolge der Krise zunehmende Zahl der Arbeitslosen und sozial Schwachen? Radikal gesenkte Steuers&auml;tze f&uuml;hren zu sinkenden Steuereinnahmen und damit zu einem noch st&auml;rker verschuldeten und zunehmend handlungsunf&auml;higen Staat. Diesen k&ouml;nnen sich jedoch nur die ohnehin Starken leisten, die auf staatliche Leistungen gleich ganz verzichten k&ouml;nnen.\n<p>Aus diesem Grund werden die absehbaren Zumutungen nicht direkt ausgesprochen, sondern kommen als vage Ank&uuml;ndigung von Steuersenkungen daher. Doch da speziell die Union jede konkrete Festlegung tunlichst vermeidet, gelingt es den linken Parteien nicht, Schwarz-Gelb bei deren einkalkulierten Grausamkeiten zu stellen. Dabei spricht vieles daf&uuml;r, dass die angestrebten Einkommensteuersenkungen nur durch eine erneute Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer zu erreichen sein werden, die Baden-W&uuml;rttembergs Ministerpr&auml;sident Oettinger denn auch vorsorglich bereits angek&uuml;ndigte &ndash; sichtlich zu Merkels Unmut. Diesen zog sich auch der Bundeswirtschaftsminister zu, nachdem ein deutlich wirtschaftsliberales &bdquo;Gesamtkonzept&ldquo; aus seinem Hause in Umlauf geraten war &ndash; und umgehend zur&uuml;ckgezogen wurde, um jede inhaltliche Festlegung zu vermeiden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/artikel.php?pr=3154\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Steinbr&uuml;ck und Guttenberg sagen harte Zeiten voraus<\/strong><br>\nWenige Tage vor der Bundestagswahl haben f&uuml;hrende Politiker von SPD und Union die B&uuml;rger auf tiefe Einschnitte in den n&auml;chsten Jahren eingestimmt.<br>\nFinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck (SPD) machte klar, dass als Folge der Wirtschaftskrise nach der Wahl am 27. September Ma&szlig;nahmen auf der Einnahmen- und Ausgabenseite beschlossen werden m&uuml;ssten. Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte einen Sparkurs voraus: \n<blockquote><p><em>Wir werden uns nicht herumdr&uuml;cken k&ouml;nnen um die Aussage, dass es ein hartes Jahr geben wird. Wir werden auf das eine oder andere Liebgewonnene verzichten m&uuml;ssen.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Konkrete Ma&szlig;nahmen nannten weder Steinbr&uuml;ck noch Guttenberg. Linkspartei-Chef Oskar Lafontaine forderte Union und SPD am Montag in Berlin auf, noch vor der Wahl bereits geplante Einsparungen zu benennen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mopo.de\/2009\/20090921\/deutschland-welt\/politik\/steinbrueck_und_guttenberg_sagen_harte_zeiten_voraus.html\">Hamburger Morgenpost<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Damit wird wenige Tage vor der Wahl der Vorwurf aufgefangen, man habe vor der Wahl nicht angek&uuml;ndigt, was danach an Opfern abverlangt werden wird. Zu Guttenberg und Steinbr&uuml;ck begehen jedoch eine vors&auml;tzliche W&auml;hlert&auml;uschung, weil sie sich bewusst weigern, auch nur allgemein anzudeuten, wer f&uuml;r die Krise zahlen soll. Es ist unglaublich, dass nun kein &ouml;ffentlicher Proteststurm anbricht und das wichtigste Thema dieser Wahl unter den Teppich gekehrt werden kann.<br>\nSiehe: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/_em_cms\/_globals\/print.php?em_ssc=MSwwLDEsMCwxLDAsMSww&amp;em_cnt=1963281&amp;em_loc=1775&amp;em_ref=\/in_und_ausland\/politik\/meinung\/kommentare\/&amp;em_ivw=fr_kommentar%20\">Dreistes Schweigen<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Alle in der Ypsilanti-Falle<\/strong><br>\nEin Woche vor der Bundestagswahl haben jetzt alle Parteien den Fehler wiederholt, den sie nach der Hessen-Wahl und der dort grandios gescheiterten Ypsilanti-Strategie eigentlich nie wieder begehen wollten: Jede demokratische Partei sollte mit jeder anderen demokratischen Partei prinzipiell koalitionsf&auml;hig sein, hie&szlig; es danach. Keiner wolle sich k&uuml;nftig Macht-Optionen durch notorische Ausschlie&szlig;eritis verhageln lassen.<br>\nJetzt haben sie es alle doch wieder getan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/872\/488271\/text\/\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Ouml;konom Schulmeister zur Transaktionssteuer: Beruhigungspille f&uuml;r Zocker<\/strong><br>\nIn einer Studie des &Ouml;sterreichischen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung wurde k&uuml;rzlich eine generelle Finanztransaktionssteuer (FTS) zur Diskussion gestellt: S&auml;mtliche Transaktionen mit Finanztiteln werden mit einem niedrigen Satz zwischen 0,1und 0,01 Prozent besteuert. Bemessungsgrundlage ist der Basiswert, nicht der Wetteinsatz. Die Steuer tragen zu gleichen Teilen K&auml;ufer und Verk&auml;ufer.\n<p>Der fiskalische Ertrag w&auml;re erheblich: Bei einem Steuersatz von 0,05 Prozent erg&auml;be sich f&uuml;r Deutschland ein Aufkommen von 1,1 Prozent des BIP. Das w&auml;ren etwa 27 Milliarden Euro, selbst wenn die Transaktionen als Reaktion auf die Steuer um etwa 65 Prozent sinken. Eine solche Steuer w&auml;re auch ein Ausgleich daf&uuml;r, dass Finanzdienstleistungen systemwidrig nicht der Mehrwertsteuer unterliegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/?em_cnt=1962896&amp;\">FR<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Experten pl&auml;dieren f&uuml;r festes Rentenniveau<\/strong><br>\nUm eine langfristig drohende Zunahme von Altersarmut zu verhindern, haben sich die Rentenexperten J&uuml;rgen Faik und Tim K&ouml;hler-Rama f&uuml;r die Wiedereinf&uuml;hrung eines fest definierten Sicherungsziels in der gesetzlichen Rentenversicherung ausgesprochen. In einem Beitrag f&uuml;r die Zeitschrift &ldquo;Wirtschaftsdienst&rdquo; pl&auml;dieren die Mitarbeiter des Forschungsnetzwerks Alterssicherung bei der Deutschen Rentenversicherung daf&uuml;r, dass langj&auml;hrige Beitragszahler mit Durchschnittsverdienst k&uuml;nftig auf ein Nettorentenniveau von 64 Prozent kommen. Das ist nach Berechnungen von Faik und K&ouml;hler-Rama etwas weniger als die Rente, die Durchschnittsverdiener nach 45 Beitragsjahren derzeit erwarten k&ouml;nnen. Seit 2005 wird das Sicherungsniveau der gesetzlichen Altersbez&uuml;ge wegen der Umstellung auf die nachgelagerte Besteuerung nicht mehr als Nettorentenniveau festgestellt, sondern als Rentenniveau vor Steuern. Den von ihnen vorgeschlagenen Rentenniveau-Zielwert von 64 Prozent leiten Faik und K&ouml;hler-Rama, die ihre Forderung ausdr&uuml;cklich als pers&ouml;nliche Ansicht bezeichnen, von der H&ouml;he der steuerfinanzierten Grundsicherung ab. Danach k&ouml;nnen Rentner ab 65 Jahren und Erwerbsgeminderte, die ohne Grundsicherung auf Sozialhilfe angewiesen w&auml;ren, derzeit mit einer staatlichen &Uuml;berweisung von etwa 650 Euro pro Monat rechnen. Das entspreche etwa 60 Prozent der Nettorente, die &ldquo;Standardrentner&rdquo; mit 45 Versicherungsjahren erwarten k&ouml;nnen, rechnen die Forscher vor. Viele Sozialwissenschaftler setzen die Armutsgrenze bei etwa 60 Prozent des Durchschnittsverdiensts an. Dar&uuml;ber hinaus pl&auml;dieren Faik und K&ouml;hler-Rama f&uuml;r die Abschaffung des Riester-Faktors in der Rentenanpassungsformel sowie eines weiteren Faktors, mit dem derzeit der Beitragssatz in der Rentenversicherung kontrolliert wird. Die beiden Wissenschaftler begr&uuml;nden ihren Vorsto&szlig; mit der mangelnden Transparenz der derzeitigen Anpassungsregelung und der wachsenden Unsicherheit bei den Versicherten, was ihre k&uuml;nftigen Rentenanspr&uuml;che betrifft. Deshalb m&uuml;sse die Rentenanpassung wieder &ldquo;regelgeleitet und in transparenter Weise&rdquo; erfolgen, argumentieren Faik und K&ouml;hler-Rama. Dies k&ouml;nne letztlich nur &uuml;ber ein gesetzlich fixiertes Sicherungsziel gew&auml;hrleistet werden. Dagegen seien der Riester-Faktor und der Faktor zur Beitragssatzkontrolle in der Rentenanpassungsformel &ldquo;kaum nachvollziehbar&rdquo;, &ldquo;manipulationsanf&auml;llig&rdquo; und &ldquo;inhaltlich nicht zu rechtfertigen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ihre-vorsorge.de\/Experten-plaedieren-fuer-festes-Rentenniveau.html\">Ihre Vorsorge<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Stau auf der Schiene<\/strong><br>\nViel zu wenig investiert &ndash; und stets nur den ICE im Blick: Die Deutsche Bahn vernachl&auml;ssigt den G&uuml;tertransport. So zwingt sie Container auf die total &uuml;berlastete Stra&szlig;e.<br>\n&raquo;Wenn wir nicht besser werden, kollabiert der Stra&szlig;enverkehr&laquo;, sagen Mitarbeiter Grubes im Bahntower am Potsdamer Platz in Berlin, die lieber nicht genannt werden m&ouml;chten.<br>\nDie Einsicht kommt sp&auml;t. Tats&auml;chlich ist die Misere hausgemacht. Verkehrspolitiker und Bahnmanager haben seit Jahren viele Milliarden Euro an Steuergeld nicht so investiert, dass wenigstens ein Teil des steigenden G&uuml;terverkehrs reibungslos auf der Schiene abgewickelt werden k&ouml;nnte. Nun st&ouml;&szlig;t die Bahn an Kapazit&auml;tsgrenzen. Jeder Container, der in den norddeutschen Seeh&auml;fen ankommt und nicht auf einen Eisenbahnwaggon verladen wird, bedeutet einen Lkw mehr auf der Autobahn. Und damit: mehr Stillstand, mehr Schmutz, wahrscheinlich sogar mehr Unfalltote.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2009\/39\/Verkehrspolitik?page=all\">ZEIT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Regierungsberater fordern Zerschlagung der Bahn<\/strong><br>\nSchienennetz und Verkehrsunternehmen sollen laut Monopolkommission getrennt werden. \n<p>Die Deutsche Bahn behindert laut der Monopolkommission den Wettbewerb auf der Schiene. Das Beratergremium der Bundesregierung argumentierte in einem Gutachten, dass der Konzern Konkurrenten relativ leicht vom Markt fernhalten k&ouml;nne, weil ihm das Schienennetz geh&ouml;re. Als Konsequenz empfahl die Monopolkommission, die Transportsparte der Deutschen Bahn zu privatisieren und vom Schienennetz zu trennen. Dies sei der wichtigste Hebel, um mehr Wettbewerb zu erreichen.<\/p>\n<p>Die Monopolkommission besteht aus f&uuml;nf Mitgliedern, die auf Vorschlag der Bundesregierung durch den Bundespr&auml;sidenten berufen werden. Sie ber&auml;t die Regierung im Bereich Wettbewerbspolitik und Regulierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/bahn1032.html\">Tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Woraus wir schlussfolgern d&uuml;rfen: Eine schwarzgelbe Koalition wird erneut einen Verkauf der Bahn versuchen.<\/em><\/p>\n<p>Damit Sie wissen, wer sich hinter dem hochtrabenden Titel &bdquo;Monopolkommission&ldquo; verbirgt:<\/p>\n<p>Aktuelle Mitglieder (Stand November 2008)<\/p>\n<ul>\n<li>Justus Haucap, Vorsitzender (Mitglied der Monopolkommission seit 2006)<\/li>\n<li>Peter-Michael Preusker, ehem. Mitglied des Vorstands der VEBA Oel AG sowie der Deutschen BP AG (Mitglied der Monopolkommission seit 2004<\/li>\n<li>Christiane zu Salm, Mitglied im Vorstand der Hubert Burda Media (Mitglied der Monopolkommission seit 2008)<\/li>\n<li>Angelika Westerwelle, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin der RMG Group (Mitglied der Monopolkommission seit 2008)<\/li>\n<li>Daniel Zimmer, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Direktor des Instituts f&uuml;r Handels- und Wirtschaftsrecht der Universit&auml;t Bonn (Mitglied der Monopolkommission seit 2008)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Monopolkomission#Mitglieder\">wikipedia<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundesbankpr&auml;sident Alex Weber im Interview: &ldquo;Wir standen am Abgrund&rdquo;&nbsp;<\/strong><br>\n<blockquote><p><em>Ich geh&ouml;re nicht zu den Menschen, die emotional reagieren. Es war klar: Wir standen am Abgrund. Wir mussten die Einlagen der Bev&ouml;lkerung bei den Banken sichern und dazu die Banken retten, denn die Alternative war unvorstellbar. Eine Insolvenz von vielen Banken weltweit h&auml;tte zu einem Kollaps des Finanzsystems gef&uuml;hrt. Deshalb hat sich mir nie die Frage des Scheiterns gestellt.<\/em>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/in_und_ausland\/wirtschaft\/aktuell\/1961236_Bundesbankpraesident-Alex-Weber-im-Interview-Wir-standen-am-Abgrund.html\">FR<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung KR: <\/strong><\/em><\/p>\n<p>Die FR-Interviewer Ismene Poulakos und J&ouml;rg Wagner konfrontieren Bundesbankpr&auml;sident Alex Weber mit harten Fragen. Kostproben:<\/p>\n<blockquote><p><strong>FR:<\/strong> Sie sind 2004 in Frankfurt angetreten, mussten erst einmal den internen Umbau managen, der mit einem Bedeutungsverlust der Bundesbank verbunden war. Von einem Tag auf den anderen hatten Sie dann nur noch den Feuerwehrhelm auf. Eine derart dramatische Situation musste noch kein Bundesbankpr&auml;sident vor Ihnen meistern. F&uuml;hlten Sie sich da nicht auch manchmal von den Ereignissen &uuml;berrollt?<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>Weber:<\/strong> Eigentlich sollten die Anleger ein Beratungsgespr&auml;ch bei der Bank genauso kritisch hinterfragen wie &hellip;<br>\n<strong>FR:<\/strong> &hellip; beim Autokauf?<br>\n<strong>Weber:<\/strong> Gerade die junge Generation muss mehr als fr&uuml;here Generationen f&uuml;r ihre Alterssicherung selbst sorgen. Es ist deshalb wichtig, dass sie sich mit Fragen rund um das Thema Geld besser auskennt als bisher.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>FR:<\/strong> Bereiten Sie auch Ihre Kinder darauf vor? Erhalten die eine exklusive Beratung vom Bundesbankpr&auml;sidenten?<br>\n<strong>Weber:<\/strong> Meine Kinder pflegen einen ziemlich eigenst&auml;ndigen Umgang mit ihrem Geld.<\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><strong>FR:<\/strong> Und einen MP3-Player auf Pump beim Vater gibt es nicht? Bestehen Sie auch zu Hause auf einem ausgeglichenen Taschengeldhaushalt?<br>\n<strong>Weber:<\/strong> Ihre MP3-Player haben sie sich selbst gekauft, und ihr Taschengeldhaushalt ist ausgeglichen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Kritische Fragen zur Vorgeschichte der Bankenkrise sucht der Leser vergebens.<\/p>\n<p>F&uuml;r die berufliche Gesinnung solcher Journalisten fand der Blogger Feynsinn in einem &auml;hnlichen Fall harte, aber durchaus passende Worte: &bdquo;Er hat getan, was er kann, und gezeigt, dass er sich f&uuml;r H&ouml;heres eignet. Seinem kritischen Geist entspringt die Art spitzer Zunge, die selbst feinstes Stiefelprofil noch zu reinigen vermag, ohne dass die Majest&auml;t sich dazu vom Sitze erheben muss.&ldquo; (Siehe <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=1170\">&bdquo;Dimensionen der Anbiederung&ldquo;<\/a>)<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Sondervotum der Fraktionen FDP, Die Linke und B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen zum HRE Untersuchungsausschuss<\/strong><br>\nDer Untersuchungsausschuss hat gravierende Kommunikationsl&uuml;cken zwischen Bankenaufsicht und dem BMF offenbart&hellip;Zus&auml;tzliche wurde deutlich, dass die gesetzlichen Befugnisse der Bankenaufsicht zur Bew&auml;ltigung der Schieflage der HRE, die das gesamte Weltfinanzsystem bedrohte, nicht ausreichten. So konnte die staatliche Bankenaufsicht die Schieflage der HRE nur beobachten und nicht abwenden. An dieser Stelle hat sich ein erheblicher Reformbedarf gezeigt. Der Untersuchungsausschuss deckte auf, dass die deutsche Finanzaufsicht im Gegensatz zu anderen L&auml;ndern auch in dem Bewusstsein einer sich zuspitzenden Finanzkrise keinerlei pr&auml;ventives Krisenmanagement betrieb. Eine Vorbereitung auf Schieflagen systemrelevanter Finanzdienstleister erfolgte nicht. Nationale und internationale Anregungen sowie Vereinbarungen, von staatlicher Seite Notfallszenarien durchzuf&uuml;hren, wurden ignoriert.<br>\nNicht nur die Institutionen der Finanzaufsicht versagten. Vor dem Hintergrund unzureichender Auffangm&ouml;glichkeiten des privaten Sektors, das hei&szlig;t, eines nahezu leeren Einlagesicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, ging die Bundesregierung viel zu lange von der M&ouml;glichkeit einer rein privaten Auffangm&ouml;glichkeit der HRE aus. Der Staat man&ouml;vrierte sich in eine schlechte Verhandlungsposition. In besonderem Ma&szlig;e verursachte die Bundesregierung bei dieser vermeintlichen Rettung vermeidbare Belastungen f&uuml;r den Steuerzahler. Der private Sektor musste keine nennenswerten eigenen Beitr&auml;ge leisten.\n<p>Die sog. Rettung der HRE war keine Rettung, sondern eine Notl&ouml;sung ohne nachhaltige Substanz. Die Bundesregierung ging unzutreffenderweise nur einem Liquidit&auml;tsproblem der HRE aus. Eigenkapitalrisiken wurden nicht erkannt. Folgebelastungen des Haushalts f&uuml;r Kapitalerh&ouml;hungen der HRE in H&ouml;he von mindestens 10 Milliarden Euro und darausfolgendem jahrelangen Kapitaldienst sind das Ergebnis.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat unzureichend verhandelt. Durch die Verhandlungsergebnisse wurden mittelbar rund 337 Millionen Euro verschwendet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.volker-wissing.de\/files\/5155\/090911_tlw.geschwaerzt_Sondervotum_FDP_LINKE_GRUENE_2.__UA_16-1.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 184 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.axel-troost.de\/article\/3873.gemeinsame-presseerklaerung-zum-hre-untersuchungsausschuss-a-8222-der-ausschuss-war-ein-erfolga-8220.html\">Axel Troost HRE: &bdquo;Der Ausschuss war ein Erfolg&ldquo;<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Krise am Arbeitsmarkt: Reall&ouml;hne in Deutschland sinken im zweiten Quartal<\/strong><br>\nDie Mitarbeiter der Metallindustrie leiden besonders unter dem wirtschaftlichen Abschwung. Der R&uuml;ckgang ihrer L&ouml;hne fiel sogar so deutlich aus, dass die Experten des Statistischen Bundesamts f&uuml;r das zweite Quartal einen allgemeinen R&uuml;ckgang der Reall&ouml;hne feststellen<br>\nmussten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,650221,00.html\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Unterst&uuml;tzers J.A.:<\/strong> Aber die &ldquo;Rentengarantie&rdquo; war angeblich nicht notwendig, die Reall&ouml;hne steigen dank gesunkener Inflationsraten (?), die Binnennachfrage st&uuml;tzt bzw. stimuliert die Wirtschaft&hellip; <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Steuern und Finanzen: Macht euch ehrlich<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Peer Steinbr&uuml;ck inszeniert sich gern als wackerer K&auml;mpfer gegen die Steuerflucht in die Schweiz. Doch mit der Stilllegung der Steueroase Deutschland w&auml;re mindestens genauso viel zu gewinnen. W&uuml;rden also sowohl die Regierenden als auch die B&uuml;rger steuerehrlich, die drohende Katastrophe f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte k&ouml;nnte noch abgewendet werden. Von Harald Schumann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/wahlen2009\/Steuern-Wahlkampf-Deutschland-denken;art20195,2903768\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em>In derselben Zeitung findet sich leider aber leider auch dies:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Krise kostet Rente<\/strong><br>\nGanz so unbeschadet, wie k&uuml;rzlich von der OECD prophezeit, wird das deutsche Rentensystem aus Expertensicht wohl doch nicht aus der Finanz- und Wirtschaftskrise herauskommen. Ein Mannheimer Forscher hat die Folgen der Rezession f&uuml;r die staatliche Altersvorsorge errechnet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutschland\/Rente-Wirtschaftskrise;art122,2905326\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Soso, &bdquo;ein Mannheimer Forscher&ldquo; hat das also errechnet, einfach so, nur aus wissenschaftlichem Interesse und v&ouml;llig uneigenn&uuml;tzig?<br>\nHolen wir nach, was der Autor des Tagesspiegel-Artikels h&auml;tte tun sollen, und recherchieren ein wenig. Was steht in Wikipedia zum Forschungsinstitut &Ouml;konomie und Demographischer Wandel zu lesen: &bdquo;Der Vorstandsvorsitzende des MEA ist Bert R&uuml;rup, &hellip; Das MEA finanziert sich einerseits aus vertraglichen Grundmitteln, die jeweils zur H&auml;lfte vom Land Baden-W&uuml;rttemberg und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. bereitgestellt werden (&hellip;) &ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/MEA_Mannheim\">Wikipedia<\/a><\/em><\/p>\n<p>In anderen Worten: Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. ist von der Deutschen Versicherungswirtschaft gegr&uuml;ndet worden, um die gesch&auml;ftlichen Interessen der Deutschen Versicherungswirtschaft zu vertreten. <\/p>\n<p>Hinzu kommt: Je geringer das Vertrauen in die Gesetzliche Rente, umso besser der Absatz von Riester- und R&uuml;rup-Vertr&auml;gen.<br>\nVon all dem erf&auml;hrt der Tagesspiegel-Leser kein einziges Wort. Leistung des Autors ungen&uuml;gend, setzen, sechs!<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die dunklen Gesch&auml;fte des Vatikan: Buch enth&uuml;llt Finanznetzwerk f&uuml;r Geldw&auml;sche<\/strong><br>\nDer Vatikan als Drehscheibe f&uuml;r Mafiagelder, Schmiergeldzahlungen und Steuerhinterziehung: Eine nun ver&ouml;ffentlichte Sammlung von 5.000 Dokumenten aus dem Inneren der Vatikanbank ist eine politische Bombe:\n<ul>\n<li>Vatikanbank f&uuml;hrte geheime Konten f&uuml;r die Mafia<\/li>\n<li>Ex-Staatspr&auml;sident Giulio Andreotti tief in Skandal verwickelt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.format.at\/articles\/0938\/525\/251407\/die-geschaefte-vatikan-buch-finanznetzwerk-geldwaesche\">Format at<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Personal soll blechen<\/strong><br>\nSinkendes Passagieraufkommen, weniger Einnahmen, gro&szlig;e Pl&auml;ne: Der Flughafen M&uuml;nchen will eine neue Startbahn auf Kosten der Besch&auml;ftigten finanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2009\/09-22\/017.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Armut macht wahllos<\/strong><br>\nInterview mit Armin Sch&auml;fer, der am Max-Planck-Institut f&uuml;r Gesellschaftsforschung die Folgen sinkender Wahlbeteiligung auf die Demokratie erforscht hat: \n<blockquote><p><em>Es gibt die These, dass eine niedrige Wahlbeteiligung Ausdruck der  Zufriedenheit der W&auml;hler ist. Stimmt das?<\/em><\/p><\/blockquote>\n<blockquote><p><em>Sch&auml;fer: Nein, diese These l&auml;sst sich nicht halten. Je zufriedener jemand mit der Funktionsweise der Demokratie ist, desto h&ouml;her ist die Wahlwahrscheinlichkeit. Unzufriedenheit, wie auch Einkommens- und Bildungsarmut mobilisieren nicht, sondern f&uuml;hren h&auml;ufig zu Resignation. Auch wenn es weiteren Forschungsbedarf gibt, entsteht doch der Eindruck, dass im unteren Drittel der Gesellschaft der Glaube abhanden gekommen ist, Politik k&ouml;nne die eigene Lage verbessern.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news334621\">Informationsdienst Wissenschaft e.V.<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nachtrag zum <a href=\"?p=4206#h01\">FAZ-Interview<\/a> mit William Black<\/strong><br>\nNachDenkSeiter-Leser D.F. macht auf zwei weitere, das Thema vertiefende Interviews mit William Black aufmerksam:\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>William Black analysis of what went wrong and his critique of the bailout<\/strong><br>\n&ldquo;So stop that current system. We&rsquo;re hiding the losses, instead of trying to find out the real losses. Stop that, because you need good information to make good decisions, right? Follow what works instead of what&rsquo;s failed. Start appointing people who have records of success, instead of records of failure. That would be another nice place to start. There are lots of things we can do. Even today, as late as it is. Even though they&rsquo;ve had a terrible start to the administration. They could change, and they could change within weeks. And by the way, the folks who are the better regulators, they paid their taxes. So, you can get them through the vetting process a lot quicker.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pbs.org\/moyers\/journal\/04032009\/watch.html\">Bill Moyers Journal<\/a>\n<\/li>\n<li><strong>William Black: &ldquo;This Economic Disaster&rdquo;<\/strong><br>\nReaders may know that William Black, who teaches economics and law at the University of Missouri, Kansas City, has been a vociferous critic of US policy on the financial crisis. In this lecture, he not only revisits one of his favorite topics, fraud, but also examines a wealth transfer from the middle classes to the banksters.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nakedcapitalism.com\/2009\/08\/william-black-this-economic-disaster.html\">Naked Capitalism<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>EU-Reform: Nein hei&szlig;t Nein! <\/strong><br>\nEuropaweit soll der h&ouml;chst problematische EU-Reformvertrag von Lissabon durchgesetzt werden, ohne Beteiligung der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger. Nur Irland hatte die Chance, ihn in einer Volksabstimmung abzulehnen &ndash; und hat sie genutzt. Am 2. Oktober m&uuml;ssen die Iren jedoch ein zweites Mal abstimmen. Wir sagen: Nein hei&szlig;t Nein! Irland unterst&uuml;tzen f&uuml;r einen demokratischen Neuanfang!<br>\nDer Lissabon-Vertrag\n<ul>\n<li>wird f&uuml;r die gesamte EU das rechtliche Fundament bilden<\/li>\n<li>muss, um G&uuml;ltigkeit zu erlangen, von allen 27 Mitgliedsstaaten ratifiziert werden<\/li>\n<li>wurde bereits als &bdquo;Verfassungsvertrag&rdquo; 2005 von den Bev&ouml;lkerungen Frankreichs und der Niederlande in Volksabstimmungen abgelehnt<\/li>\n<li>wurde als &bdquo;Lissabon-Vertrag&rdquo; im Juni 2008 von der irischen Bev&ouml;lkerung abgelehnt<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Bev&ouml;lkerungen der anderen EU-Mitgliedstaaten wurden erst gar nicht befragt.<\/p><\/li>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/startseite\/detailansicht\/datum\/2009\/09\/20\/eu-reform-nein-heisst-nein\/?no_cache=1&amp;cHash=1d73e5c1f2\">attac<\/a>\n<\/p><li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Sonderwahlprogramm der CSU: Lauter alte bayerische H&uuml;te <\/strong><br>\nDie CSU wollte nochmal Akzente setzen, auch gegen den Nullwahlkampf der Kanzlerin. Rausgekommen ist der altbekannte bayerische Wirtschaftsegoismus &ndash; der auch Wirtschaftsminister zu Guttenberg nicht gut aussehen l&auml;sst.\n<p>Eine Art Herumget&auml;tschel auf alten CSU-H&uuml;ten mit der Fliegenpatsche. Nichts Neues wird geboten. Einmal mehr fordert die CSU Verbesserungen bei der Erbschaftssteuer, vor allem eine Regionalisierung ihrer Freibetr&auml;ge. Damit will man jene Bayern beschenken, die wegen gewaltig hoher Erbschaften nicht unter den schon jetzt enormen Freibetr&auml;gen hindurchschl&uuml;pfen k&ouml;nnen. Und was an betrieblicher Erbschaftssteuer bezahlt werden muss, ist hierzulande vorteilhafter als in jedem vergleichbaren europ&auml;ischen Land. <\/p>\n<p>Und nat&uuml;rlich will die CSU mal wieder an der ohnehin chaotischen Mehrwertsteuerregelung herumdoktern. Man kennt das ja: Sieben Prozent f&uuml;r Hundefutter, 19 Prozent f&uuml;r Babywindeln. Will die CSU das umdrehen und kinderfreundlich machen? Nat&uuml;rlich nicht, nur im Gastgewerbe und bei den Friseuren will man runter auf 7 Prozent. Bei den Bergbahnen hat die CSU es ja bereits geschafft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wahl-2009\/bundestagswahl\/sonderwahlprogramm-der-csu-lauter-alte-bayerische-huete-1510190.html\">stern.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Udo Belz tritt der Linken bei<\/strong><br>\nEin Paukenschlag in Mannheims Partei- und Gewerkschaftslandschaft, vor allem jetzt, da der Wahlkampf auf die Zielgerade geht &ndash; und Udo Belz wei&szlig; das wohl ganz genau: Der langj&auml;hrige Betriebsratschef bei Alstom ist Ende der vergangenen Woche &uuml;berraschend in die Linke eingetreten.  \n<p>Der Gewerkschafter war zuvor 25 Jahre Mitglied der SPD, bevor er sich vor zwei Jahren von den Sozialdemokraten abwandte. Seinen Schritt hatte er damals mit der Einf&uuml;hrung der Rente ab 67 gerechtfertigt.<\/p>\n<p>Belz f&uuml;hrt seit 15 Jahren den Betriebsrat des Mannheimer Alstom-Standorts an, bei den j&uuml;ngsten Wahlen erhielt er 98,7 Prozent der Stimmen seiner Kollegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.morgenweb.de\/region\/mannheim\/artikel\/20090921_srv0000004774763.html\">Mannheimer Morgen<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An und f&uuml;r sich nur eine lokale Meldung, aber was w&uuml;rde es f&uuml;r einen Medienwirbel geben, wenn ein Mitglied der Linken austreten oder gar in die SPD eintreten w&uuml;rde?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Kontaminierte Inhalte &ndash; Das Internet als Ort der professionellen Manipulation<\/strong><br>\nIn einem Kommentar zu einem Online-Artikel wird der Service der Deutschen Bahn als f&uuml;r sehr gut befunden und die Buchbesprechung bei einem Internet-Buchh&auml;ndler klingt hellauf begeistert: &ldquo;Ein Meisterst&uuml;ck. Unbedingt zu empfehlen!&rdquo; In einem Internetforum wiederum verteidigt ein &ldquo;Diethardt&rdquo; eine nicht ganz billige Kamera, obwohl andere Beitr&auml;ge davor warnen, dass es bei h&ouml;herer ISO-Zahl zu einem &ldquo;Bild-Rauschen&rdquo; komme. Und bei Wikipedia wird der Artikel zur &ldquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&rdquo; (INSM) irgendwie dauernd umgeschrieben &ndash; normaler Alltag im gro&szlig;en weiten Web.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=31159&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Aufruf: Jetzt erst recht: Mehr Geld f&uuml;r Bildung!<\/strong><br>\nDie letzten Monate haben Bund, L&auml;nder und Kommunen vor neue Herausforderungen gestellt: Die so genannte Schuldenbremse zwingt zu einem z&uuml;gigen Abbau der Verschuldung und einer Begrenzung der &ouml;ffentlichen Ausgaben. Gleichzeitig sind die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die &ouml;ffentlichen Haushalte in letzter Konsequenz noch nicht absehbar. In einzelnen L&auml;ndern und Kommunen zeichnet sich bereits ab, wie tief die K&uuml;rzungen gehen werden. Klar ist: Nach den Landtagswahlen und der Bundestagswahl am 27. September 2009 wird der Kassensturz kommen. \n<p>Wir fordern die neue Bundesregierung sowie die L&auml;nder und Kommunen auf: Die Finanzierung der Wirtschaftskrise kann und darf nicht als Anlass dienen, notwendige strukturelle Ver&auml;nderungen und finanzielle Mehraufwendungen im Bildungssystem zu unterlassen. Konkret geht es um bessere Kitas, die dringende Beseitigung des steigenden Lehrkr&auml;ftemangels in den Schulen, um ausreichende Ausbildungsm&ouml;glichkeiten, um mehr und besser finanzierte Studienpl&auml;tze und um ein angemessenes Weiterbildungssystem, kurz: es geht um eine qualitativ hochwertige Bildung in der Breite. <\/p>\n<p>Bildung ist aber auch kein Ersatz f&uuml;r ein gut ausgebautes Sozialsystem, sondern dessen logische Erg&auml;nzung und zugleich gesamtwirtschaftliche Voraussetzung in einer zunehmend wissenschafts- und hochqualifikationsbasierten Gesellschaft. Wir wenden uns gegen jeden Versuch, Bildungs- gegen Sozialausgaben auszuspielen. Um beide auf wachsendem Niveau zu finanzieren, sind entsprechende Mehreinnahmen in den &ouml;ffentlichen Haushalten n&ouml;tig.<\/p>\n<p>Eine gute Bildung ist die Voraussetzung f&uuml;r die Partizipation an gesellschaftlichen Prozessen. Sie ist grundlegend f&uuml;r den Bestand und die Weiterentwicklung der Demokratie. Bildung erm&ouml;glicht Innovationen der Technologien, der Arbeits- und Lebensbedingungen. Sie schafft damit die Grundlage f&uuml;r die entscheidenden Wege aus der Krise durch &ouml;kologischen Umbau und eine gerechtere Verteilung von gesellschaftlichen Ressourcen. Daf&uuml;r braucht das Bildungssystem eine deutlich bessere finanzielle Grundlage &ndash; trotz der Kosten der Krise, oder vielmehr gerade deswegen!<\/p>\n<p>Unterzeichnerinnen und Unterzeichner: <\/p>\n<ul>\n<li>Prof. Dr. Heinz-J. Bontrup (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik)<\/li>\n<li>Torsten Bultmann (Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Bundes demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler)<\/li>\n<li>Prof. Dr. Rolf Dobischat (Pr&auml;sident des Deutschen Studentenwerks)<\/li>\n<li>Anja Gadow (Vorstandsmitglied des freien zusammenschlusses von studentInnenschaften) <\/li>\n<li>Kai Gehring (MdB, jugend- und hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen im Bundestag)<\/li>\n<li>Petra Gerstenkorn (Mitglied im ver.di-Bundesvorstand, Leiterin des Fachbereichs Bildung, Wissenschaft und Forschung)<\/li>\n<li>Cornelia Hirsch (MdB, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag)<\/li>\n<li>Dr. Ernst Dieter Rossmann (MdB, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag)<\/li>\n<li>Hanna Zoe Trauer (Vorstand der Landessch&uuml;lerInnenvertretung Rheinland-Pfalz) <\/li>\n<li>Ulrich Th&ouml;ne (Vorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.bdwi.de\/show\/2846509.html\">BdWi<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Hinweis: In Sozialpolitik aktuell in Deutschland wurden neu eingestellt:<\/strong>\n<ul>\n<li>Kurzfristige Auswirkungen der Finanzmarktkrise auf die sozialen Sicherungssysteme und mittelfristiger Handlungsbedarf (Friedrich-Ebert-Stiftung)<\/li>\n<li>Arbeitsmarkt-Projektion 2010: Die Krise wird deutliche Spuren hinterlassen (IAB)<\/li>\n<li>Datenbank atypische Besch&auml;ftigung (WSI)<\/li>\n<li>Atlas zur Gleichstellung von Frauen und M&auml;nnern in Deutschland (BMFSFJ)<\/li>\n<li>Analytikreport der Statistik: Arbeitsmarkt in Deutschland &ndash; Zeitreihen bis 2008 (Bundesagentur f&uuml;r Arbeit)<\/li>\n<li>Altersteilzeit: Zunehmend Besch&auml;ftigungsbr&uuml;cke zum sp&auml;teren Renteneintritt. Wegfall der F&ouml;rderung verengt auch den Zugang in nichtgef&ouml;rderte Altersteilzeit &ndash; Nachfolgetarifvertr&auml;ge fehlen (IAQ)<\/li>\n<li>Anmerkungen zum Sozialbericht 2009 und Synopsen zu den sozialpolitischen Vorstellungen der Parteien zur Bundestagswahl (Ver.di)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.sozialpolitik-aktuell.de\/\">Sozialpolitik aktuell<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Zu guter letzt mal ein schlechter Witz: <\/strong><br>\nDie Bundeskanzlerin m&ouml;chte wissen, wie es im Himmel aussieht. \n<p>Sie macht sich auf den Weg zu Petrus. Der zeigt ihr die S&auml;ngerinnen und S&auml;nger, die immer wieder Hosianna rufen. Er f&uuml;hrt Merkel weiter zu den Harfenspielern.<br>\nGelangweilt will sie nun wissen, wie es in der H&ouml;lle aussieht. Petrus zeigt ihr auch die. Merkel sieht tanzende Menschen, Menschen, die sich an einem opulenten Mahl laben, Wein, Sekt und Champagner flie&szlig;en in Str&ouml;men. Das gef&auml;llt ihr. Sie w&auml;hlt die H&ouml;lle.<\/p>\n<p>Dort angekommen wird Merkel mit der Hitze des Fegefeuers konfrontiert und den darin schmachtenden Menschen. Sie beschwert sich bei Petrus dar&uuml;ber, dass er ihr eine ganz andere H&ouml;lle gezeigt habe. &ldquo;Nun&rdquo;,  meint Petrus lakonisch, &ldquo;das war vor der Wahl&rdquo;.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(KR\/WL)<\/p>\n<p>Heute unter anderem zu diesen Themen:<\/p>\n<ol>\n<li><a href=\"?p=4209#h01\">Albrecht von Lucke: Mehr Experimente!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h02\">Steinbr&uuml;ck und Guttenberg sagen harte Zeiten voraus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h03\">Alle in der Ypsilanti-Falle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h04\">&Ouml;konom Schulmeister zur Transaktionssteuer: Beruhigungspille f&uuml;r Zocker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h05\">Experten pl&auml;dieren f&uuml;r festes Rentenniveau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h06\">Stau auf der Schiene<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h07\">Regierungsberater fordern Zerschlagung der Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"?p=4209#h08\">Bundesbankpr&auml;sident Alex Weber im<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4209\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-4209","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4209","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/4"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4209"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4209\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4209"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4209"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4209"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}