{"id":42096,"date":"2018-01-28T09:30:27","date_gmt":"2018-01-28T08:30:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42096"},"modified":"2018-01-28T11:11:06","modified_gmt":"2018-01-28T10:11:06","slug":"hinweise-der-woche-47","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42096","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42096#h01\">45 Deutsche besitzen so viel wie die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42096#h02\">T&uuml;rkei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42096#h03\">Alle zwei Tage ein neuer Milliard&auml;r<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42096#h04\">Davos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42096#h05\">Neue Berechnung der Deutschen Bahn: Stuttgart 21 droht noch teurer und sp&auml;ter fertig zu werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42096#h06\">R&uuml;stungsg&uuml;ter aus Deutschland: Deutsche Waffenexporte unter gro&szlig;er Koalition stark gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42096#h07\">Was bringt Blasen zum Platzen, Herr Shiller?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42096#h08\">Volkspartei AfD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42096#h09\">Designierter Ausschussvorsitzender der AfD: Islamhetze per E-Mail<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42096#h10\">Weidmann: Hohe Leistungsbilanz&shy;&uuml;bersch&uuml;sse spiegeln lockere Geldpolitik<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>45 Deutsche besitzen so viel wie die H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung<\/strong><br>\nDas Verm&ouml;gen in Deutschland ist sehr ungleich verteilt, das sagen offizielle Statistiken. Nun hat das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung diese Statistiken erg&auml;nzt: Demnach ist die Ungleichheit weit extremer.<br>\nEs gibt zwar offizielle Daten, etwa vom Statistischen Bundesamt und seit ein paar Jahren auch von der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) f&uuml;r die Eurozone. Diese Daten weisen bereits eine extrem ungleiche Verteilung aus. Aber in Wirklichkeit ist das Verm&ouml;gen weit st&auml;rker konzentriert. Denn die Statistik hat einen blinden Fleck: Superreiche und ihr Verm&ouml;gen werden systematisch untersch&auml;tzt. Einerseits, weil ihre Zahl so klein ist, dass sie in der Stichprobe nicht ausreichend erfasst werden. Andererseits, weil die Statistiken auf freiwilligen Befragungen basieren &ndash; und die Bereitschaft zur Teilnahme nachweislich sinkt, je reicher der Befragte ist.<br>\nAber: Gerade f&uuml;r die Superreichen liegen relativ valide Sch&auml;tzungen vor &ndash; in Form der sogenannten Reichenlisten, allen voran die des US-Magazins &ldquo;Forbes&rdquo;. Zus&auml;tzlich gibt es f&uuml;r Deutschland die Reichenliste des manager magazin. Ein Team um den Steuerexperten Stefan Bach vom Deutschen Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW) hat nun die Daten der EZB-Verm&ouml;genserhebung um die Angaben aus den Reichenlisten erweitert, und zwar f&uuml;r drei Eurostaaten: Deutschland, Frankreich und Spanien. Das Ergebnis: In Deutschland besitzen die 45 reichsten Haushalte so viel wie die &auml;rmere H&auml;lfte der Bev&ouml;lkerung. Beide Gruppen kamen im Jahr 2014 jeweils auf insgesamt 214 Milliarden Euro Verm&ouml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/vermoegen-45-superreiche-besitzen-so-viel-wie-die-halbe-deutsche-bevoelkerung-a-1189111.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wirklich sch&ouml;ne Erl&auml;uterungen und Grafiken. Der Widerspruch der Arbeitgeber- und sonstigen Reichenlobbyisten wird sicher auf den Fu&szlig; folgen. Wie sch&ouml;n, dass die SPD f&uuml;r eine neue GroKo eine marginale Grundrente und die Wiederherstellung der parit&auml;tischen Finanzierung bei der GKV durchgesetzt hat. Das wird die Verm&ouml;gensverteilung sicher revolution&auml;r &auml;ndern.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Eigentlich unfassbar, 45 Personen besitzen soviel wie 40 Millionen Deutsche. Was f&auml;llt der SPD dazu ein? Richtig, gar nichts.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>T&uuml;rkei<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Panzer f&uuml;r die T&uuml;rkei<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei nutzt bei ihrem &Uuml;berfall auf die nordsyrische Region Afrin deutsche Panzer. Dies geht aus &uuml;bereinstimmenden Berichten t&uuml;rkischer und kurdischer Medien hervor. Demnach handelt es sich um Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A4, die Berlin zwischen 2006 und 2014 aus Best&auml;nden der Bundeswehr an die T&uuml;rkei geliefert hat, ohne &ndash; wie bei fr&uuml;heren Panzerverk&auml;ufen &ndash; ihre Nutzung strikt auf Eins&auml;tze gem&auml;&szlig; Artikel 5 des NATO-Vertrags zu beschr&auml;nken. Unmittelbar vor dem Beginn des &Uuml;berfalls hat die Bundesregierung durchsickern lassen, sie werde die Aufr&uuml;stung der Leopard 2A4 mit modernster Schutzausr&uuml;stung genehmigen. Der Auftrag soll von Rheinmetall durchgef&uuml;hrt werden und gilt als Einstieg in den Bau einer Panzerfabrik in Karasu an der Schwarzmeerk&uuml;ste &ouml;stlich von Istanbul, in der ein Rheinmetall-Joint Venture den neuen t&uuml;rkischen Kampfpanzer Altay bauen will. Der Rheinmetall-Konzern hofft, von Karasu aus weitere L&auml;nder der Region beliefern zu k&ouml;nnen, ohne R&uuml;cksichten auf deutsche R&uuml;stungsexportvorschriften nehmen zu m&uuml;ssen. Berlin schaut wohlwollend zu. (&hellip;)<br>\nDie Bundesregierung stellt dem Bau der Panzerfabrik keinerlei Hindernisse in den Weg. &ldquo;Es war immer unsere Linie, die deutsche Regierung &uuml;ber unsere Pl&auml;ne zu informieren&rdquo;, bekr&auml;ftigt Andreas Schwer, ein bei Rheinmetall f&uuml;hrend mit dem Deal befasster Manager: &ldquo;Wir tun nichts hinter ihrem R&uuml;cken.&rdquo;[9] Schwer leitet seit Dezember 2017 die neue saudische Waffenschmiede SAMI (Saudi Arabian Military Industries), mit der auch Saudi-Arabien sich gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliche r&uuml;stungsindustrielle Eigenst&auml;ndigkeit sichern will.[10] Tats&auml;chlich verhilft die Beteiligung von Rheinmetall an der Altay-Produktion nicht nur der deutschen Waffenschmiede zu einer besseren Weltmarktposition &ndash; sie tr&auml;gt auch dazu bei, die Anbindung der T&uuml;rkei an Deutschland punktuell zu festigen und so ihre Umorientierung nach Russland und China ein wenig zu bremsen. Rheinmetall ist mit der Berliner Politik eng verbunden: Cheflobbyist des Konzerns ist Ex-Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP), dem Aufsichtsrat geh&ouml;rt Ex-Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7508\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Abrechnung mit NATO-Partner USA&rdquo;: Karin Leukefeld zur t&uuml;rkischen Offensive in Syrien<\/strong><br>\nAm Samstag haben t&uuml;rkische Kampfverb&auml;nde einen Angriff auf kurdische Einheiten im Nordwesten Syriens gestartet. Noch ist kein Ende in Sicht. RT Deutsch-Korrespondentin Karin Leukefeld schildert die Hintergr&uuml;nde der neuerlichen Eskalation des Konfliktes.<br>\nDer Einmarsch der t&uuml;rkischen Armee in Afrin kommt nicht unerwartet und k&ouml;nnte dem Beispiel der Operation &bdquo;Schutzschild Euphrat&ldquo; folgen, die von August 2016 bis M&auml;rz 2017 dauerte. Dabei sicherte die t&uuml;rkische Armee mit Verb&uuml;ndeten, zumeist islamistischen Kampfverb&auml;nden unterschiedlicher Couleur, ein Gebiet entlang der t&uuml;rkisch-syrischen Grenze zwischen Jarabulus, Al Bab und Azaz.<br>\n&Auml;hnlich k&ouml;nnte nun mit der neuen Milit&auml;roperation die t&uuml;rkisch-syrische Grenze zwischen Hatay und Kilis im t&uuml;rkischen Sinne gesichert werden. Die T&uuml;rkei will &ndash; &auml;hnlich wie mit der Operation &bdquo;Schutzschild Euphrat&ldquo; &ndash; eine 30 Kilometer tief auf syrisches Territorium reichende &bdquo;Schutzzone&ldquo; besetzen. Dorthin k&ouml;nnten Inlandsvertriebene, etwa aus der umk&auml;mpften Provinz Idlib, gebracht werden.<br>\nDas kurdische Projekt der &bdquo;Demokratischen F&ouml;deration Nordsyrien&ldquo; als Grund f&uuml;r den Angriff zu nennen, den die T&uuml;rkei als &bdquo;Selbstverteidigung&ldquo; darstellt, ist vordergr&uuml;ndig. Die syrischen Kurden haben die T&uuml;rkei nicht bedroht, und vor dem Krieg gab es zwischen Afrin und Hatay, Adana und Gaziantep (in der T&uuml;rkei) enge famili&auml;re und wirtschaftliche Beziehungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/der-nahe-osten\/64003-kein-unerwarteter-angriff-karin-leukefeld\/\">RT deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;T&uuml;rkei f&uuml;hrt Angriffskrieg auf syrischem Territorium&rdquo;<\/strong><br>\nDie Kurden im Norden Syriens verst&uuml;nden sich als &ldquo;sozialrevolution&auml;re Bewegung&rdquo;, die nach Autonomie von den Syrern strebe, sagte Nahost-Experte Michael L&uuml;ders im Dlf. &ldquo;Sie ist liiert mit der PKK.&rdquo; Dennoch seien die Angriffe der T&uuml;rkei auf die kurdische YPG v&ouml;lkerrechtswidrig. [&hellip;]<br>\nM&uuml;ller: Herr L&uuml;ders, t&ouml;tet die T&uuml;rkei westliche Verb&uuml;ndete?<br>\nL&uuml;ders: Na ja. Wenn man es auf die Spitze treiben will, kann man in der Tat sagen, dass die Kurden jetzt einen hohen Preis bezahlen. Die Kurden haben einen wesentlichen Anteil an der Bek&auml;mpfung des Islamischen Staates in Syrien wie auch im Irak geleistet und waren enge Verb&uuml;ndete der USA, vor allem in Syrien.<br>\nUnd nun hat sich eine neue geopolitische Konstellation aufgetan. Das Vorgehen der t&uuml;rkischen Regierung ist eine unmittelbare Reaktion auf Bestrebungen der USA, im Norden Syriens, vor allem in den kurdischen Gebieten, eine sogenannte Sicherheitszone einzurichten. Die USA (Au&szlig;enminister Rex Tillerson) sprachen davon, bis zu 30.000 US-Soldaten dort zu stationieren mit dem Ziel, ein Wiedererstarken des Islamischen Staates zu verhindern, vor allem aber den erstarkenden Einfluss Irans auf syrischem Gebiet zur&uuml;ckzudr&auml;ngen.<br>\nUnd vor diesem Hintergrund ist diese t&uuml;rkische Offensive zu sehen. Erdogan hatte die Sorge, dass die Amerikaner hier Fakten schaffen k&ouml;nnten und die Zusammenarbeit mit der YPG und den USA und der amerikanischen Armee noch enger werden k&ouml;nnte, und nun hat er sozusagen pr&auml;ventiv aus seiner Sicht gehandelt, indem er jetzt der YPG den Krieg erkl&auml;rt hat und nun diesen Krieg in den Norden Syriens getragen hat. Die Amerikaner haben nun einen teilweisen R&uuml;ckzug angetreten, haben gesagt, na ja, das k&ouml;nnen wir gerade noch so akzeptieren. Sie versuchen zu deeskalieren. Aber jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kampf-gegen-kurdenmiliz-ypg-tuerkei-fuehrt-angriffskrieg.694.de.html?dram:article_id=408995\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><strong>dazu auch: #SaveAfrin<\/strong><br>\nGemeinsame Erkl&auml;rung von Sahra Wagenknecht, Dietmar Bartsch, Katja Kipping, Bernd Riexinger<br>\nDieser neue Krieg des Erdogan-Regimes gegen die Kurdinnen und Kurden in Syrien ist ein Verbrechen. Erheben wir unsere Stimme f&uuml;r die Menschen in Afrin in Nordsyrien!<br>\nProtestieren wir zusammen mit den Kurdinnen und Kurden und allen Demokratinnen und Demokraten gegen diesen &Uuml;berfall der t&uuml;rkischen Armee!<br>\nDie Frauen und M&auml;nner der kurdische YPG sind ein Bollwerk gegen den IS. Sie haben den dschihadistischen Terror in Koban&ecirc; besiegt und sie haben die syrische Stadt Raqqa vom Terror-Kalifat befreit. Aber der islamistische Autokrat Erdogan verzeiht den Kurdinnen und Kurden in Syrien weder ihr Experiment einer demokratischen Selbstverwaltung noch die garantierte Gleichberechtigung der Frau. Deshalb f&uuml;hrt Erdogan seinen Angriffskrieg gegen Afrin und deshalb k&uuml;ndigt Erdogan in seinen Kriegsreden offen an, alle Kurdinnen und Kurden aus Afrin vertreiben zu wollen. In der Region Afrin leben etwa eine Million Menschen. Die kurdische Enklave Afrin wurde bislang noch nicht vom Krieg heimgesucht und beherbergt hunderttausende Fl&uuml;chtlinge innerhalb Syriens. Bei der t&uuml;rkischen Invasion sind zahlreiche zivile Opfer zu bef&uuml;rchten.<br>\nDieser v&ouml;lkerrechtswidrige Krieg des NATO-Verb&uuml;ndeten T&uuml;rkei gemeinsam mit als islamistischen Terrormilizen unter der Fahne der FSA ist eine Schande. Es ist eine Schande, dass die Gro&szlig;m&auml;chte und die regionalen Einflussstaaten die Menschen in Afrin fallengelassen haben und es ist eine Schande, dass die Bundesregierung weiter einen t&uuml;rkischen Gewaltherrscher hofiert, der in seiner Sprache und seinen Handlungen jedes Ma&szlig; verloren hat. In Afrin kommen deutsche Leopard-2-Panzer zum Einsatz. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Au&szlig;enminister Sigmar Gabriel muss eines klar sein: Wenn Erdogan die kurdische Enklave Afrin in Syrien zerst&ouml;ren sollte, dann droht ein weiterer Krieg in Syrien mit zahlreichen Menschenrechtsverbrechen.<br>\nWir fordern den sofortigen Stopp aller deutschen R&uuml;stungsexporte in die T&uuml;rkei.<br>\nWir fordern einen Stopp aller Pl&auml;ne t&uuml;rkische Panzer mit Rheinmetall zu modernisieren.<br>\nWir fordern, dass die Bundesregierung klar und unmissverst&auml;ndlich diesen Krieg verurteilt und jegliche Beihilfe auch &uuml;ber NATO-Strukturen einstellt.<br>\nWir fordern den sofortigen R&uuml;ckzug der t&uuml;rkischen Armee und aller ihrer islamistischen S&ouml;ldnermilizen.<br>\nSyrien braucht Frieden und Demokratie. Die Kurdinnen und Kurden in Syrien brauchen heute unsere Anerkennung und Solidarit&auml;t.<br>\nWir rufen alle Mitglieder der LINKEN auf, sich an Friedenskundgebungen f&uuml;r Afrin zu beteiligen oder ein eigenes Zeichen der Solidarit&auml;t zu setzen. Jede Stimme z&auml;hlt!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/saveafrin\/\">die Linke im Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Alle zwei Tage ein neuer Milliard&auml;r<\/strong><br>\nVor dem Weltwirtschaftsforum in Davos hat die Organisation Oxfam einen Bericht zur sozialen Ungleichheit vorgestellt. Das Ergebnis: Der Reichtum der Reichen w&auml;chst rasant.<br>\nDie neuen Zahlen, mit denen Oxfam-Aktivist Nick Bryer hantiert, m&ouml;gen bei den einen Achselzucken und bei den anderen Wut ausl&ouml;sen: Seinen Worten zufolge kommt alle zwei Tage irgendwo auf der Welt ein neuer Dollar-Milliard&auml;r hinzu. Inzwischen seien es mehr als 2000. Eine N&auml;herin in Bangladesch m&uuml;sse ihr ganzes Leben arbeiten, um so viel zu verdienen wie der Chef eines f&uuml;hrenden Modekonzerns in vier Tagen. Und allein 42 Menschen bes&auml;&szlig;en zusammen so viel wie die gesamte &auml;rmere H&auml;lfte der Weltbev&ouml;lkerung.<br>\nDie Schere zwischen Arm und Reich &ouml;ffne sich, beklagt Bryer. &bdquo;Wenn wir uns nur die j&uuml;ngsten Verm&ouml;genszuw&auml;chse anschauen, dann gehen 82 Prozent davon &ndash; also vier von f&uuml;nf Dollar &ndash; an das reichste ein Prozent&ldquo;, sagt er. &bdquo;W&auml;hrend der Wohlstand der unteren H&auml;lfte der Menschheit, dreieinhalb Milliarden Menschen, gar nicht gewachsen ist.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/oxfam-studie-vermoegensverteilung-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Davos<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Merkel in Davos: Gegen die Wand<\/strong><br>\nUnter Angela Merkels Kanzlerschaft hat Deutschland die EU in eine historische Krise gef&uuml;hrt. Die Kanzlerin ignoriert die internationalen und europ&auml;ischen Ungleichgewichte, allen voran den deutschen Leistungsbilanz&uuml;berschuss. Merkels Vision f&uuml;r die EU ist die Vertiefung von Strukturreformen &ndash; also Lohn- und Rentenk&uuml;rzungen &ndash; gegen etwas Taschengeld und mehr Aufr&uuml;stung&ldquo;, kommentiert der Finanzexperte der Fraktion DIE LINKE, Fabio De Masi, den Auftritt von Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Weltwirtschaftsforums in Davos. De Masi weiter:<br>\n&bdquo;Dass die deutsche Wirtschaft brummt, ist der Unterbewertung des Euros zu verdanken. Bei gro&szlig;en Teilen der Bev&ouml;lkerung kommt davon aber nichts an. Die immer extremere Ungleichheit bei Verm&ouml;gen und Einkommen schrumpft die Mittelschicht und f&uuml;hrt zur Stagnation. Die Industriel&auml;nder h&auml;ngen am Doping des billigen Geldes. Wenn gleichzeitig aber &ouml;ffentliche Investitionen gek&uuml;rzt werden, landet das billige Geld auf den Finanzm&auml;rkten und nicht in der realen Wirtschaft.<br>\nDie Party an den Finanzm&auml;rkten kann schnell im erneuten Crash m&uuml;nden, wenn die Zentralbanken aus der unkonventionellen Geldpolitik aussteigen und in Deutschland weiter die schwarze Null regiert. Die Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse der Eurozone werden zudem neue internationale Schuldenkrisen provozieren. Die USA unter Trump heizen den Steuerwettbewerb an und k&ouml;nnten bald auch Strafz&ouml;lle aktivieren. Die USA geh&ouml;ren wegen des Boykotts des Informationsaustausches auf die schwarze Liste der Steueroasen. Deutschland und Frankreich sollten dar&uuml;ber hinaus durch die Einf&uuml;hrung von Quellensteuern auf Finanzfl&uuml;sse in Steueroasen und Mindeststeuern f&uuml;r Konzerne voranschreiten.<br>\nDeutschland muss daher seine Binnenwirtschaft st&auml;rken. Wir sind Ungleichland. Dies erfordert einen Abschied von der schwarzen Null statt die zunehmende Privatisierung der Infrastruktur sowie eine verfassungsfeste Verm&ouml;gen- und Erbschaftsteuer. Nur so lie&szlig;e sich etwa die digitale Infrastruktur ausbauen und die Verkehrs- und Energiewende einleiten, um eine Klimakatastrophe zu verhindern. Mit der GroKo ist das leider unm&ouml;glich.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fabio-de-masi.de\/de\/article\/1837.merkel-in-davos-gegen-die-wand.html\">Fabio de Masi<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Es ist eine Show-Veranstaltung&ldquo;<\/strong><br>\nDer &Ouml;konom Heiner Flassbeck h&auml;lt das Wirtschaftsforum in Davos f&uuml;r &uuml;bersch&auml;tzt: &bdquo;Die Forderungen, die da gestellt werden, werden nie weiterverfolgt&ldquo;, sagte der ehemalige Staatssekret&auml;r im Dlf. Von dem urspr&uuml;nglichen Gedanken des Gipfels, die Welt zu verbessern, sei nichts mehr &uuml;brig. [&hellip;]<br>\nHeinlein: Ich habe das jetzt nicht ganz verstanden, Herr Flassbeck. Schutzz&ouml;lle auf Waschmaschinen und Solaranlagen, wie Donald Trump es jetzt ank&uuml;ndigt, ist das prinzipiell der richtige oder der falsche Weg f&uuml;r fairen Handel?<br>\nFlassbeck: Nein, das ist erlaubt. Das ist im Rahmen der Welthandelsorganisation absolut erlaubt. Wenn ein Land ein fundamentales Ungleichgewicht hat, dann kann es etwas dagegen tun, und das ist noch nicht Protektionismus. Und wie gesagt, wenn ein anderes Land wie Deutschland einen riesigen &Uuml;berschuss hat, den gr&ouml;&szlig;ten der Welt hat &ndash; Deutschland hat den gr&ouml;&szlig;ten Leistungsbilanz&uuml;berschuss der Welt -, und andere L&auml;nder sich dagegen wehren, dann ist das &uuml;berhaupt kein Protektionismus, sondern das ist absolut im Rahmen der Freihandelsregulierung, wie sie in der Welthandelsorganisation niedergeschrieben ist. Das ist erlaubt! Das sind Schutzma&szlig;nahmen gegen aggressive Exporteure.<br>\nHeinlein: Ist Donald Trump prinzipiell mit seiner Wirtschaftspolitik auf dem richtigen Weg?<br>\nFlassbeck: Nein, prinzipiell mit seiner Wirtschaftspolitik nicht. Aber im Handel hat er einen Punkt, den man nicht einfach bei Seite schieben kann. Sonst ist die Wirtschaftspolitik wie der Rest auch von Donald Trump nicht sehr rational. Aber im Bereich Handel kann man nicht einfach sagen, er ist der Protektionist und die anderen sind die guten Freih&auml;ndler. Das stimmt so nicht.<br>\nHeinlein: Wenn wir jetzt bei den Schlagworten bleiben. Nach Ihrem Eindruck, Herr Flassbeck, wie heftig tobt denn auf der internationalen Ebene der Kampf zwischen Protektionismus und den Bef&uuml;rwortern des freien Handels? Emmanuel Macron, der franz&ouml;sische Pr&auml;sident, wird dazu heute in Davos ja eine Rede halten.<br>\nFlassbeck: Macron wird sicher wieder sehr vorsichtig sein und Deutschland nicht kritisieren, obwohl er das sicher im Hinterkopf hat. Die EU-Kommission hat gerade ein Papier geschrieben f&uuml;r den n&auml;chsten EU-Gipfel, wo ganz klar drinsteht, die &Uuml;berschussl&auml;nder m&uuml;ssen etwas tun, weil es so nicht funktionieren kann. Die hat jetzt nicht geschrieben, Deutschland ist ein Merkantilist, was aber stimmt, aber sie hat ganz klar Deutschland kritisiert.<br>\nDie &Uuml;berschussl&auml;nder werden klar kritisiert und da stehen nat&uuml;rlich auch in gewisser Weise die Franzosen dahinter und Macron dahinter. Macron ist zu diplomatisch, um das jetzt auf offener B&uuml;hne zu sagen, aber machen wir uns nichts vor: In Frankreich und in Italien, Italien noch viel mehr als in Frankreich, wird Deutschland wegen seiner &Uuml;bersch&uuml;sse nicht als Freih&auml;ndler bejubelt, sondern als ein wirtschaftlicher Aggressor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wirtschaftsforum-in-davos-es-ist-eine-show-veranstaltung.694.de.html?dram:article_id=409097\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Neue Berechnung der Deutschen Bahn: Stuttgart 21 droht noch teurer und sp&auml;ter fertig zu werden<\/strong><br>\nDie Bahn macht eine neue Rechnung f&uuml;r Stuttgart 21 auf: Der Finanzierungsrahmen des Projekts k&ouml;nnte nach SPIEGEL-Informationen auf rund 8,2 Milliarden Euro steigen, der Er&ouml;ffnungstermin sich um ein weiteres Jahr auf 2025 verschieben. [&hellip;]<br>\nSorgen bereitet ihr der mittlerweile ber&uuml;hmt-ber&uuml;chtigte Anhydrit, eine Gesteinsart, durch die die Tunnelanlagen durchgetrieben werden m&uuml;ssen. Das Gestein zieht Wasser an und quillt auf. Die Aufsichtsr&auml;te h&ouml;rten deshalb auf ihrem Workshop am Montag mehrere Stunden einem Professor zu, der in Europa als Koryph&auml;e f&uuml;r diese Gesteinsart gilt. Sie lie&szlig;en sich auch noch einmal ganz genau vorrechnen, was es kosten w&uuml;rde, das ganze Vorhaben abzublasen und zur&uuml;ck zu bauen. Sechs Milliarden Euro war die Antwort demnach. Schlie&szlig;lich sollen ihnen Juristen auch beantwortet haben, ob man sie als Aufsichtsr&auml;te pers&ouml;nlich haftbar machen k&ouml;nne, wenn es am Ende noch einmal teurer werden sollte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/stuttgart-21-deutsche-bahn-rechnet-mit-mehr-als-acht-milliarden-euro-a-1189732.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wie komisch. Immer weitere Kostensteigerungen und gro&szlig;e Probleme mit dem Anhydrit, also alles genau so, wie von den S21-Gegnern gewarnt und vorhergesagt worden war. Aber die Bundesregierung und die Deutsche Bahn wussten es ja besser. Das sieht nach einer Katastrophe aus, die den Bau des BER noch in den Schatten stellen wird. Wie aber kann es sein, dass die Kostensch&auml;tzung f&uuml;r die beste Option, den R&uuml;ckbau (hier werden 6 Milliarden Euro genannt), deutlich &uuml;ber den bisherigen Baukosten liegt? Was f&uuml;r ein Irrsinn.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Kostenexplosion und Sicherheitsrisiko &ndash; Stuttgart 21 ist rational nicht mehr erkl&auml;rbar<\/strong><br>\nDer unterirdische Bahnhof in Stuttgart soll jetzt 8,2 Milliarden Euro kosten. Und erst 2025 in Betrieb gehen. S21 l&auml;uft komplett aus dem Ruder: planerisch, finanziell, strukturell. Zeit, den Verstand wieder einzuschalten.<br>\nNun also noch mehr Geld, viel mehr Geld. F&uuml;r das so umstrittene wie &ndash; und das ist keine Polemik! &ndash; unsinnige Gro&szlig;projekt Stuttgart 21. 8,2 Milliarden Euro soll S21 nun kosten. Und erst 2025 in Betrieb gehen.<br>\nZur Erinnerung: S 21 sollte mal &bdquo;nix koschda!&ldquo;, dann &ndash; &bdquo;aber allerh&ouml;chstens!&ldquo; &ndash; 4,5 Milliarden Euro. Und &bdquo;sp&auml;testens!&ldquo; 2019 eingeweiht werden.<br>\nAm morgigen Freitag wird der Aufsichtsrat der Bahn &uuml;ber den Weiterbau oder Abbruch von S21 entscheiden. Nat&uuml;rlich werden diese Aufsichtsr&auml;te das machen, was sie seit Jahren machen: Sie werden S21, diesen gr&ouml;&szlig;ten anzunehmenden Unfug (GAU) der deutschen Industriegeschichte weiterbauen lassen. Getreu der Devise: Augen zu und durch!<br>\nWenn die Aufsichtsr&auml;te einen Hauch von Anstand und innere Gr&ouml;&szlig;e h&auml;tten, sie w&uuml;rden sagen: &sbquo;Stopp! Wir haben einen f&uuml;rchterlichen Fehler gemacht!&lsquo; Aber das sagen sie nat&uuml;rlich nicht. F&uuml;r sie und die Politik ist S21 l&auml;ngst zu einer Frage der Ehre geworden. Ratio und Verstand und Vernunft haben da l&auml;ngst abgedankt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.stern.de\/reise\/deutschland\/stuttgart-21-ist-rational-nicht-mehr-erklaerbar---ein-kommentar-7837628.html\">Arno Luik auf Stern Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Stellungnahme Aktionsb&uuml;ndnis gegen Stuttgart 21<\/strong><br>\nDie neuerlich von der DB einger&auml;umte Kostensteigerung auf inzwischen 8,2 Milliarden Euro, verbunden mit dem Eingest&auml;ndnis weiterer Zeitverz&ouml;gerungen bis 2025, erh&ouml;ht die Unwirtschaftlichkeit des Projekts ein weiteres Mal. Aufsichtsr&auml;te, die auf dieser Basis das Projekt einfach fortf&uuml;hren, stehen mit einem Bein im Gef&auml;ngnis. Auch die jetzt kurz vor der Aufsichtsratssitzung im Monatsrythmus einger&auml;umten Kostensteigerungen seien erneut wieder nur Teilgest&auml;ndnisse, so B&uuml;ndnissprecher und Jurist Dr. Eisenhart von Loeper.<br>\nEs gebe &uuml;berhaupt keinen Grund, den nun behaupteten Angaben zu vertrauen. &ldquo;Wir erwarten, nun, dass die ganze Wahrheit auf den Tisch kommt, und dass sich die Politik nicht weiter mit dieser Salamitaktik der Eingest&auml;ndnisse vorf&uuml;hren l&auml;sst, so von Loeper. Mit dem Gerede von der Unumkehrbarkeit und der bisherigen Ignorierung von Alternativstrategien, wie dem gerade aktualisierten Umstiegskonzept, lade die Politik nachgerade dazu ein, den Steuerzahler Schritt f&uuml;r Schritt weiter abzuzocken.<br>\nDas Aktionsb&uuml;ndnis erwartet, dass die DB die vorliegenden Gutachten umgehend ver&ouml;ffentlicht und sich in einer Pressekonferenz den Fragen der &Ouml;ffentlichkeit stellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kopfbahnhof-21.de\/stellungnahme-aktionsbuendnis-gegen-stuttgart-21\/\">K21<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>R&uuml;stungsg&uuml;ter aus Deutschland: Deutsche Waffenexporte unter gro&szlig;er Koalition stark gestiegen<\/strong><br>\nDie SPD wollte in der gro&szlig;en Koalition restriktiver mit Genehmigungen f&uuml;r Waffenexporte umgehen. Letztlich aber wurden wesentlich mehr Waffen ins Ausland geliefert als zuvor unter Union und FDP.<br>\nDie gro&szlig;e Koalition hat in den vergangenen vier Jahren deutlich mehr R&uuml;stungsexporte genehmigt als die Vorg&auml;ngerregierung von Union und FDP. Der Gesamtwert der Lieferungen lag von 2014 bis 2017 bei 25,1 Milliarden Euro und damit 21 Prozent h&ouml;her als in den Jahren der schwarz-gelben Koalition von 2010 bis 2013.<br>\nDie Lieferungen in Drittstaaten au&szlig;erhalb von EU und Nato nahmen sogar um 47 Prozent auf 14,48 Milliarden Euro zu. Alleine im vergangenen Jahr wurden Waffen und andere R&uuml;stungsg&uuml;ter im Wert von 3,79 Milliarden Euro an diese sogenannten Drittl&auml;nder exportiert. Das sind 127 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.<br>\nDie noch vorl&auml;ufigen Zahlen teilte das Wirtschaftsministerium auf Anfrage der Linksfraktion mit. Die Aufstellung liegt der ARD und der Deutschen Presse-Agentur vor. Der Gesamtwert der Exporte ist im vergangenen Jahr zwar um 6,3 Prozent auf 6,42 Milliarden Euro gesunken. Das ist aber immer noch der dritth&ouml;chste Wert &uuml;berhaupt nach den beiden Rekordjahren 2015 und 2016.<br>\nDie SPD hatte sich Ende 2013 vorgenommen, in der gro&szlig;en Koalition eine restriktive Genehmigungspraxis durchzusetzen &ndash; allen voran Vizekanzler Sigmar Gabriel, der drei Jahre lang als Wirtschaftsminister daf&uuml;r zust&auml;ndig war. Die R&uuml;stungsexportpolitik wird auch in den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen ein Thema sein. Bereits in den Sondierungsgespr&auml;chen haben Union und SPD sich verst&auml;ndigt, die R&uuml;stungsexportrichtlinien aus dem Jahr 2000 zu &bdquo;sch&auml;rfen&ldquo;. Was das genau bedeutet, ist aber noch unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/ruestungsgueter-aus-deutschland-deutsche-waffenexporte-unter-grosser-koalition-stark-gestiegen\/20880224.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Was bringt Blasen zum Platzen, Herr Shiller?<\/strong><br>\nRobert Shiller hat den Ausbruch der globalen Finanzkrise 2007 vorhergesehen. Im Gespr&auml;ch erkl&auml;rt der US-&Ouml;konom, warum der Bitcoin ein Spekulationshype ist &ndash; der vielleicht nie endet. [&hellip;]<br>\nShiller: Die Wirtschaft wird in erheblichem Ausma&szlig; getrieben durch eine Ansteckung mit Geschichten, die Menschen fesseln. Der Bitcoin ist in dieser Hinsicht nicht einzigartig und es ist nicht ausgemacht, dass diese Blase platzen muss. Es gibt Blasen, die Tausende Jahre existieren k&ouml;nnen. [&hellip;]<br>\nSPIEGEL ONLINE: Welche meinen Sie?<br>\nShiller: Gold zum Beispiel. Warum ist das wertvoll? Es ist doch nur ein merkw&uuml;rdig aussehendes Metall. Was macht es gro&szlig;artig? Die Story, die wir damit verbinden! Sie ist fast religi&ouml;s. Ich habe mal gez&auml;hlt, wie oft Gold in der Bibel vorkommt. Ich kam auf ungef&auml;hr 400 Erw&auml;hnungen.<br>\nSPIEGEL ONLINE: Was ist der Kern des Bitcoin-Hypes?<br>\nShiller: Es ist eine Kombination von unterschiedlichen Faktoren. Das ist wie bei einem Kinohit: Wenn da einiges passt, kann es ansteckend werden. Die Leute fangen an, dar&uuml;ber zu reden. Es geht viral.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bitcoin-nobelpreistraeger-robert-shiller-warnt-vor-einer-spekulationsblase-ist-a-1188859.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Shiller argumentiert erfreulich geistreich. Solange die Zockerei keine Wechselwirkung mit der Realwirtschaft hat und von Spielern betrieben wird, sollte man das ohnehin nicht &uuml;berbewerten. Um so unverst&auml;ndlicher ist es, dass normale Medien &uuml;berhaupt &uuml;ber diesen Unsinn berichten. Was leider im Interview nicht zu Sprache kommt, ist die verheerende Umweltbilanz dieser Zockerei. Da die Blockchain bei jeder Transaktion durch einen aufw&auml;ndigen Mechanismus von speziellen Hochleistungsrechner aktualisiert werden muss, verbraucht jede einzelne Transaktion rund 400(!) Kilowattstunden. Zum Vergleich: Dies entspricht dem Stromverbrauch von rund 250 W&auml;scheladungen in einem modernen Kondenstrockner! Der j&auml;hrliche Energieverbrauch dieser Zockerei n&auml;hert sich https:\/\/digiconomist.net\/bitcoin-energy-consumption mittlerweile dem Jahresverbrauchs von Portugal. Kann man nicht dieses ganze Tamtam beiseite lassen, die Blockchain, Blockchain sein lassen und einfach so &bdquo;zocken&ldquo;? F&uuml;r reale Zahlungsvorg&auml;nge wird der Bitcoin doch eh nicht mehr eingesetzt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Volkspartei AfD<\/strong><br>\nDas Ja zur Gro&szlig;en Koalition war ein Nein zur Zukunft der SPD. Die deutsche Sozialdemokratie hat fertig. Fr&uuml;her war sie die Volkspartei des kleinen Mannes. Den Platz wird die AfD einnehmen.<br>\nKadavergehorsam bedeutet, dass man sich von seinen Oberen f&uuml;hren l&auml;sst, als sei man ein toter K&ouml;rper. Das kann man den Delegierten des SPD-Sonderparteitags nicht vorwerfen: Sie haben einen ganzen Tag lang ordentlich gezappelt, und fast 44 Prozent haben sogar gegen ihre Oberen gestimmt.<br>\nAber Kadavergehorsam bedeutet auch, brav ins sichere Ende zu marschieren. Und dazu hat sich die SPD nun bereit erkl&auml;rt. Vor ihrem Sonderparteitag stand die Partei am Abgrund. Nun ist sie einen Schritt weiter.<br>\nDie Aufnahme der Koalitionsverhandlungen &uuml;ber eine neue Gro&szlig;e Koalition markiert den Anfang vom Ende der SPD als Volkspartei. Man muss kein Zeitreisender sein, um zu wissen: Wenn es zu dieser Gro&szlig;en Koalition kommt, wird sie der SPD endg&uuml;ltig den Rest geben.<br>\nDie &Auml;ra der sozialdemokratischen Volkspartei SPD ist vor&uuml;ber. Es ist eine Zeitenwende. Der Gewinner ist die AfD. Sie wird die SPD als Volkspartei des kleinen Mannes abl&ouml;sen.<br>\nMan muss sich einmal die Reden der beiden SPD-Protagonisten anh&ouml;ren! Die Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles und der Parteichef Martin Schulz haben, ohne es &uuml;berhaupt zu merken, die ganze hoffnungslose Orientierungslosigkeit der SPD entlarvt.<br>\nNahles wird in vielen Kommentaren f&uuml;r ihren Einsatz auf und vor dem Parteitag gelobt. Parteichef Schulz sagte: &bdquo;Andrea, du hast gek&auml;mpft wie eine L&ouml;win.&ldquo; In jener Halle in Bonn hat sie aber vor allem geschrien. Sie hat die Delegierten angebr&uuml;llt, dass Neuwahlen idiotisch seien, weil die SPD mit einem Programm antreten m&uuml;sste, das im Wesentlichen mit dem Sondierungsergebnis identisch sei. Ach, Andrea.<br>\nWo bleibt denn da die Fantasie? Verm&ouml;gensteuer, Erbschaftsteuer, Spitzensteuersatz, Zumutbarkeitsklausel bei Hartz IV, Mieten, Mindestlohn, prek&auml;re Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse &ndash; es gibt gen&uuml;gend Aufgaben f&uuml;r eine sozialdemokratische Politik, die bei den Menschen ankommt. Die Selbstverzwergung beginnt bei den selbstauferlegten Denkverboten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/spd-und-grosse-koalition-das-macht-die-afd-zur-volkspartei-kolumne-a-1189124.html\">Jakob Augstein im Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Vieles richtig gesehen. Aber der Schritt in den Abgrund ist schon viel fr&uuml;her gegangen worden. Siehe dazu auch den <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42012\">gestrigen Beitrag in den Nachdenkseiten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Designierter Ausschussvorsitzender der AfD: Islamhetze per E-Mail<\/strong><br>\nDie AfD darf k&uuml;nftig den Vorsitzenden des Haushaltsausschusses stellen. Peter Boehringer soll es werden. Doch E-Mails, die er offenbar verfasst hat und die NDR und WDR vorliegen, zeichnen das Bild eines Islamhassers. [&hellip;]<br>\nDer geb&uuml;rtige Schwabe, der lange in M&uuml;nchen lebte, ist in liberalkonservativen Wirtschaftskreisen bestens verdrahtet. Er selbst stammt aus einem Unternehmerhaushalt und ist seit 2013 Mitglied in der Hayek-Gesellschaft, die nach dem &ouml;sterreichischen National&ouml;konomen Friedrich A. Hayek benannt ist. In ihr sind verm&ouml;gende Unternehmer, Publizisten und Wissenschaftler aus dem liberalkonservativen bis marktradikalen Spektrum vertreten. Die von Finck&rsquo;schen Familiengesellschaften etwa, der unter anderem die Hotelkette M&ouml;venpick und viele andere Gesellschaften geh&ouml;ren; Theo M&uuml;ller (M&uuml;ller-Milch) oder Autovermieter Erich Sixt.<br>\nDie Gesellschaft sieht sich seit mehr als zwei Jahren immer wieder der Kritik ausgesetzt, der AfD inhaltlich zu nahe zu stehen. Es gab prominente Austritte, zuletzt hatte ein Mitglied in einem K&uuml;ndigungsbrief die Gesellschaft als &ldquo;Mistbeet der AfD&rdquo; bezeichnet. Inzwischen z&auml;hlt die Hayek-Gesellschaft vier Bundestagsabgeordnete in ihren Reihen, darunter drei von der AfD: Neben Boehringer sind dies Fraktionschefin Alice Weidel und Fraktionsvize Beatrix von Storch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/afd-boehringer-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> An dem Artikel ist eigentlich nur interessant, was nicht drinsteht. Zum Beispiel, wer denn wohl das vierte Bundestagsmitglied ist, das noch zur Hayek-Gesellschaft geh&ouml;rt. Das ist Frank Sch&auml;ffler (FDP). Man h&auml;tte ja auch mal darauf hinweisen k&ouml;nnen, dass zu den im Streit Ausgetretenen Christian Lindner (FDP-Chef), Michael H&uuml;ther (IW) und Lars P. Feld (einer der &bdquo;F&uuml;nf Wirtschaftsweisen&ldquo;) geh&ouml;ren. Diese Austritte erfolgten aber nicht etwa, weil man gedanklich oder ideologisch besonders weit auseinander liegen w&uuml;rde, sondern weil die einen ihre Marktradikalit&auml;t gern mit einer aggressiven Sprache vortragen und die anderen ihre Marktradikalit&auml;t weiterhin in sch&ouml;ne Worte kleiden wollen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Nachricht ist also nicht die, dass es in der AfD Hetzer gibt, sondern die, dass gro&szlig;e inhaltliche Schnittmengen zu den anderen neoliberalen Parteien bestehen. Das konnte man vor allem in der Debatte um die Wiedererhebung einer Verm&ouml;gensteuer beobachten. Da stand die marktradikale Koalition aus AfD, FDP, Union und auch Teilen der SPD wie eine eins.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Dies ist wieder einmal ein Beispiel daf&uuml;r, wie die Fokussierung auf die Fremdenfeindlichkeit der AfD den Blick auf die katastrophale finanzpolitische Ausrichtung dieser Partei versperrt. Boehringer war vor seiner politischen Karriere einer dieser &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/afd-politiker-peter-boehringer-setzt-auf-gold-15413508.html\">Gold-Blogger<\/a>&ldquo;, die im Netz mit geradezu epischer &ouml;konomischer Verpeiltheit eine ultra-marktliberale Politik propagieren.  Dass ein solcher Extremist nun Vorsitzender des Haushaltsausschuss wird, ist ein handfester Skandal. Seine fremdenfeindlichen Mails sind in diesem Kontext bestenfalls Nebelkerzen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Weidmann: Hohe Leistungsbilanz&shy;&uuml;bersch&uuml;sse spiegeln lockere Geldpolitik<\/strong><br>\nBundesbankpr&auml;sident Jens Weidmann hat davor gewarnt, dem hohen &Uuml;berschuss der deutschen Leistungsbilanz zu viel Bedeutung beizumessen. Weder Defizite noch &Uuml;bersch&uuml;sse seien per se gut oder schlecht, sagte er auf einer Konferenz von Bundesbank und Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF) in Frankfurt am Main. &bdquo;Es ist angemessen, dass Deutschland &Uuml;bersch&uuml;sse erzielt, denn der demografische Wandel wird insbesondere die Wirtschaft hart treffen&ldquo;, so Weidmann. Der &Uuml;berschuss sei notwendig, um die Folgen dieser Entwicklung aufzufangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundesbank.de\/Redaktion\/DE\/Themen\/2018\/2018_01_18_iwf_bbk_konferenz.html?nsc=true\">Bundesbank<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Einen solch wahnsinnigen Unsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen, obwohl wir leider sehr viel davon zu lesen bekommen. Was hat denn der demographische Wandel mit den Export&uuml;bersch&uuml;ssen zu tun? Will Herr Weidmann Devisen und Forderungen gegen&uuml;ber anderer L&auml;nder anh&auml;ufen, Um dann daraus k&uuml;nftig Altersrenten zu bezahlen? Weidmann ist ein Beleg daf&uuml;r, dass die heutige politische Welt auch unter dem Mangel an Qualit&auml;t der Mitarbeiter, Beamten und des daraus gespeisten Spitzenpersonals leidet. Weidmann war ja mal Berater von Frau Merkel. Wirtschaftsexperte im Bundeskanzleramt. Im Vergleich zu ihm war selbst der neoliberale Ideologe Hans Tietmeyer ein Lichtblick an Fachkompetenz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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