{"id":42117,"date":"2018-01-26T16:44:26","date_gmt":"2018-01-26T15:44:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117"},"modified":"2018-01-26T16:44:26","modified_gmt":"2018-01-26T15:44:26","slug":"hinweise-des-tages-ii-330","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h01\">Deutscher Leistungsbilanz&uuml;berschuss: Viel gr&ouml;&szlig;er als offiziell ausgewiesen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h02\">Arbeit neu denken und danach handeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h03\">H&ouml;chster Jahreswert: Rente mit 63 immer beliebter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h04\">Auch viele Privatpatienten wollen eine B&uuml;rgerversicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h05\">Wie Panama von der schwarzen Liste verschwand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h06\">Verteilungsfrage k&ouml;nnte zur&uuml;ckgestellt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h07\">Neue Runde im &raquo;gro&szlig;en Spiel&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h08\">Willkommen in Absurdistan: Der t&uuml;rkische &bdquo;Anti-Terrorkrieg&ldquo;, die Pseudokritik der Medien und die Erosion des Gewaltverbots<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h09\">Herero-Aktivist: Israel Kaunatjike&rdquo;Es geht um Respekt&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h10\">Steuerfahndersterben: So sieht die konservative Revolution aus!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h11\">Religion und Demografie: &ldquo;Lasst uns wegkommen von Angst und Mythen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h12\">Wie Framing unser politisches Denken beeinflusst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h13\">Bedrohte &Ouml;kosysteme: Das leise Sterben der Insekten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h14\">Wie die Jusos erfolglos versuchten, eine WDR-Reportage zum SPD-Parteitag zu beeinflussen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42117#h15\">Zu guter Letzt: Was lief schief im Leben von Andrea Nahles?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Deutscher Leistungsbilanz&uuml;berschuss: Viel gr&ouml;&szlig;er als offiziell ausgewiesen?<\/strong><br>\nStatistische Ergebnisse sind bei weitem nicht so sicher, wie sie scheinen. Der deutsche Leistungsbilanz&uuml;berschuss k&ouml;nnte 2017 nach Zahlen, die von der Deutschen Bundesbank kommen, in realer Rechnung weit h&ouml;her gewesen sein als vom Statistischen Bundesamt ausgewiesen &ndash; mit fatalen Konsequenzen f&uuml;r die Beurteilung der Rolle der Binnennachfrage beim Wachstum der deutschen Wirtschaft. Makroskop informiert exklusiv.<br>\nDas Statistische Bundesamt hat vor einigen Tagen die ersten Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR) f&uuml;r das Jahr 2017 ver&ouml;ffentlicht. Das Amt betonte bei der Vorstellung der Ergebnisse, dass der Aufschwung der deutschen Wirtschaft (preisbereinigt +2,2%) nicht, wie viele Kritiker behaupten, in erster Linie vom Export getragen werde, sondern dass im vergangenen Jahr der Binnenmarkt, also Konsum und Investitionen, die wichtigsten Impulsgeber gewesen seien.  Zwar seien die preisbereinigten Exporte von Waren und Dienstleistungen um 4,7 % h&ouml;her gewesen als im Vorjahr. Die Importe h&auml;tten jedoch im gleichen Zeitraum st&auml;rker zugelegt (+ 5,2 %). &bdquo;Der resultierende Au&szlig;enbeitrag, also die Differenz zwischen Exporten und Importen, trug rein rechnerisch +0,2 Prozentpunkte zum BIP-Wachstum bei.&ldquo; Das ist im Vergleich zum Gesamtwachstum nur ein kleiner Teil.<br>\nWirft man parallel zu diesen Angaben einen Blick in die Statistik der Deutschen Bundesbank, kommen allerdings Zweifel auf. Die Bundesbank ver&ouml;ffentlicht n&auml;mlich ebenfalls Daten zum Au&szlig;enhandel. Der preisbereinigte Saldo im au&szlig;enwirtschaftlichen Warenhandel (also das um Preis&auml;nderungen bereinigte Volumen der Warenexporte minus das Volumen der Warenimporte) wird f&uuml;r die ersten drei Quartale des Jahres 2017 wesentlich h&ouml;her angegeben als in den ersten drei Quartalen des Jahres 2016, n&auml;mlich jeweils um rund 21 Mrd. &euro; h&ouml;her (vgl. hier Seite 70). Auch die Monatswerte f&uuml;r Oktober und November in nominaler wie, soweit vorhanden, in realer Rechnung deuten darauf hin, dass der preisbereinigte Saldo auch im vierten Quartal 2017 den entsprechenden Wert vom Vorjahr in einer &auml;hnlichen Gr&ouml;&szlig;enordnung &uuml;bertroffen haben d&uuml;rfte. Wie passt das zu dem eher kleinen Wachstumsbeitrag, den das Statistische Bundesamt f&uuml;r den Au&szlig;enbeitrag angibt?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/2018\/01\/der-deutsche-leistungsbilanzueberschuss-viel-groesser-als-offiziell-ausgewiesen\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arbeit neu denken und danach handeln<\/strong><br>\nMit der Forderung nach k&uuml;rzeren Arbeitszeiten ist es den Gewerkschaftern in der Metall-Tarifrunde das erste Mal seit langem wieder gelungen, als moderne Organisation wahrgenommen zu werden. Die Arbeitgeber stehen im Vergleich eher altbacken da.<br>\nWer in den letzten Wochen die Berichte zum Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie verfolgte, rieb sich verwundert die Augen. Bis in die Wirtschaftsteile der konservativen Bl&auml;tter hinein &uuml;berwog das Verst&auml;ndnis f&uuml;r den Versuch der IG Metall, eine Arbeitszeitverk&uuml;rzung f&uuml;r Schichtarbeiter und junge Eltern durchzusetzen. Neben einer Lohnerh&ouml;hung verlangt die Gewerkschaft das Recht, f&uuml;r bis zu zwei Jahre h&ouml;chstens 28 Stunden pro Woche zu arbeiten &ndash; um die Gesundheit zu schonen, um Angeh&ouml;rige zu pflegen oder Kinder zu versorgen.<br>\nDie Forderung kommt gut an, sie wirkt zeitgem&auml;&szlig;, an den Problemen und W&uuml;nschen der Besch&auml;ftigten orientiert. Die Metaller haben Profil gewonnen als moderne Interessenvertretung, die offen ist f&uuml;r ver&auml;nderte Einstellungen und Lebensstile.<br>\nGanz anders pr&auml;sentieren sich ihre Verhandlungspartner aus den Wirtschaftsverb&auml;nden. Die Arbeitgeber und ihre Organisationen bedienen in der &ouml;ffentlichen Debatte die Argumente von gestern und vorgestern. Stur und unbeweglich orientieren sie sich am alten Modell des (m&auml;nnlichen) Ern&auml;hrerlohns. In den Verhandlungen k&ouml;nnen sie offenbar lediglich ein Ergebnis akzeptieren: mehr Geld als Ausgleich f&uuml;r mehr Arbeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/gegenblende.dgb.de\/artikel\/++co++4b41a46a-01ab-11e8-a54d-52540088cada\">Gegenblende<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>H&ouml;chster Jahreswert: Rente mit 63 immer beliebter<\/strong><br>\nDie deutsche Rentenversicherung hat im vergangenen Jahr einen Ansturm auf die Rente mit 63 Jahren registriert. Sie nahm so viele Antr&auml;ge entgegen wie noch nie seit der Einf&uuml;hrung im Jahr 2014.<br>\nDas Interesse an der Rente mit 63 w&auml;chst. Im vergangenen Jahr gingen bei der Deutschen Rentenversicherung 253.521 neue Antr&auml;ge auf die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren ein, wie ein Sprecher mitteilte. Das sind 12.102 oder f&uuml;nf Prozent Antr&auml;ge mehr als im Jahr 2016. Der Sprecher der Rentenversicherung best&auml;tigte damit einen Bericht der &ldquo;Bild&rdquo;-Zeitung. Die Zahl der Antr&auml;ge im Jahr 2017 ist demnach der bisher h&ouml;chste Jahreswert seit Einf&uuml;hrung der Rente mit 63 im Jahr 2014. Insgesamt wurden 2017 rund 1,6 Millionen neue Rentenantr&auml;ge gestellt. Darunter waren auch 355.500 Antr&auml;ge auf die Regelaltersrente und 350.500 auf eine Erwerbsminderungsrente.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/rente-241.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Auch viele Privatpatienten wollen eine B&uuml;rgerversicherung<\/strong><br>\nPolitisch keine Chance, doch die Ablehnung widerspricht offenbar dem W&auml;hlerwillen: Selbst bei Unterst&uuml;tzern von Union und FDP gibt es eine Mehrheit f&uuml;r die B&uuml;rgerversicherung.<br>\nPolitisch ist das Dauerthema bereits vom Tisch. CDU und CSU haben den Sozialdemokraten in den Koalitionssondierungen unmissverst&auml;ndlich klargemacht, dass es mit ihnen auch diesmal keine B&uuml;rgerversicherung geben wird. Die SPD ringt zwar noch trotzig um kleinere Systemreformen, die sie ihren Anh&auml;ngern wenigstens als Einstieg in den versprochenen Gro&szlig;umbau verkaufen k&ouml;nnte, wie etwa eine Angleichung der &Auml;rztehonorare oder Wahlfreiheit f&uuml;r Beamte. Aber auch die Genossen machen sich nichts vor: In einer gro&szlig;en Koalition bleibt es bis auf weiteres beim umstrittenen Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/deutsches-gesundheitssystem-auch-viele-privatpatienten-wollen-eine-buergerversicherung\/20889280.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Das Ergebnis der Befragung will ich gern glauben, auch viele Beamte oder gut Verdienende w&uuml;rden gern in die g&uuml;nstige GKV! Als GKV-Versicherter wird man in der Regel vern&uuml;nftig versorgt, beim Zahnersatz gibt es m. E. allerdings Nachholbedarf, GKV-Versicherte hier sind vom medizinischen Fortschritt abgekoppelt, hier existiert eine echte Zwei-Klassen-Medizin! Das k&ouml;nnte man aber ohne B&uuml;rgerversicherung angehen!<\/em><\/p>\n<p><em>Als SPD h&auml;tte ich das Thema B&uuml;rgerversicherung nicht aufgerufen. Am Ende wird es f&uuml;r GKV-Versicherte vermutlich teurer, weil &Auml;rzte und Kliniken auf h&ouml;here Einnahmen der PKV-Versicherten nicht verzichten m&ouml;chten. Dann wird die SPD wieder Pr&uuml;gel beziehen. Sie sollte in der GKV zun&auml;chst andere Dinge (Fehlentwicklungen, falsche Anreize) abarbeiten &ndash; Stichworte sind &Uuml;ber-, Unter- und Fehlversorgung sowie einen besseren Zahnersatz ohne massive Zuzahlungen. In der GKV gibt es finanziell noch Luft, damit k&ouml;nnte die medizinische Versorgung (Stichwort chronisch Kranke) verbessert werden.  <\/em><\/p>\n<p><em>Statt der B&uuml;rgerversicherung h&auml;tte die SPD andere gro&szlig;e Themen aufrufen sollen, wie z. B. mehr Steuergerechtigkeit (h&ouml;herer Spitzensteuersatz, Verm&ouml;genssteuer f&uuml;r Reiche, wirksame Erbschaftssteuer) zur Korrektor der Umverteilung von unten nach oben in den vergangenen Jahrzehnten. Ganz oben auf die Agenda geh&ouml;rt auch eine Aufwertung der gesetzlichen Rentenversicherung mit deutlich h&ouml;heren Renten! Das w&auml;ren &ndash; richtig kommuniziert &ndash; Signale f&uuml;r breite Massen. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: B&uuml;rgerversicherung &ndash; Instrument der Sparpolitik?<\/strong><br>\nSeit 2016 gilt nun f&uuml;r den Bundeshaushalt und ab 2020 f&uuml;r die L&auml;nderhaushalte die 2009 im Windschatten der damaligen Finanz-, Real- und Budgetkrise durchparlamentierte &ldquo;Schuldenbremse&rdquo;. Diese gebietet f&uuml;r die Haushalte von Bund und L&auml;ndern so genannte &ldquo;strukturell ausgeglichene Haushalte&rdquo; ohne Kreditverschuldung. Und an dieser Stelle wird die B&uuml;rgerversicherung interessant.<br>\nRaffelh&uuml;schen und andere &Ouml;konomen seiner Richtung verweisen darauf, dass es neben den expliziten Schulden von Staatshaushalten und Sozialversicherungsbudgets auch noch so genannte &ldquo;implizite Schulden&rdquo; g&auml;be, die bspw. aus den Gesundheits- und Altersversorgungsverpflichtungen von Bund und L&auml;ndern gegen&uuml;ber ihren Beamten und Pension&auml;ren resultieren. Besonders dramatisch wirken sich hier das Zusammentreffen des Status der Beamten als Mitglieder der PKV mit den entsprechend h&ouml;heren Honorarwerten der Arztbehandlung und der Mengen- und Preissteigerung in der Gesundheitsversorgung als Ausgabentreibsatz f&uuml;r die L&auml;nderhaushalte aus.<br>\nDa auf der Ebene der L&auml;nder die Beamtenkosten eine wesentlich bedeutendere Stellung innerhalb der &ouml;ffentlichen Ausgaben innehaben als beim Bund, entsteht hier in Hinblick auf das Greifen der Schuldenbremse f&uuml;r die L&auml;nder im Jahre 2020 ein rasch wachsender Handlungsdruck. Es muss gespart werden, und zwar gerade bei den Gesundheitsausgaben f&uuml;r die Beamten und Pension&auml;re.<br>\nHier macht nun die Bertelsmann-Stiftung eine tolle Rechnung auf: Wenn die Beamten und Pension&auml;re ebenso wie alle anderen Arbeitnehmer in der GKV krankenversichert w&auml;ren, k&ouml;nnten der Bund und die L&auml;nder bis zum Jahr 2030 etwa 60 Milliarden Euro Gesundheitskosten einsparen. Zus&auml;tzlich k&ouml;nnten wegen des h&ouml;heren Entgeltniveaus und damit Beitragsaufkommens der Beamten auch noch die GKV-Beitr&auml;ge etwas gesenkt werden &ndash; sch&ouml;n f&uuml;r die so genannten &ldquo;Arbeitgeber&rdquo;. Denen w&uuml;rde damit die zusammensondierte R&uuml;ckkehr zur Beitragsparit&auml;t in der Gesetzlichen Krankenversicherung vers&uuml;&szlig;t.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Buergerversicherung-Instrument-der-Sparpolitik-3949551.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wie Panama von der schwarzen Liste verschwand<\/strong><br>\nLediglich ein Brief gen&uuml;gte der EU, um das Land nicht mehr als Steueroase einzustufen.<br>\nGerade mal anderthalb Monate stand Panama auf der schwarzen Liste der Steueroasen. Noch Anfang Dezember bescheinigte die Europ&auml;ische Union dem Land ein &ldquo;sch&auml;dliches Steuerverg&uuml;nstigungssystem&rdquo;. Das wollte die Regierung in Panama so nicht auf sich sitzen lassen und schickte kurz vor Weihnachten einen Brief nach Br&uuml;ssel.<br>\nDarin schrieb der Wirtschafts- und Finanzminister, Dulcidio De La Guardia, dass sein Land &ldquo;voll verpflichtet&rdquo; sei, die &ldquo;Good-Governance-Standards zu erf&uuml;llen, die von der internationalen Gemeinschaft umgesetzt werden&rdquo;. Er verstehe, dass die bisherigen Briefe, die Panama an die EU geschickt habe, &ldquo;nicht als ausreichend erachtet wurden&rdquo;. Ungl&uuml;cklicherweise sei sein Land deshalb auf der schwarzen Liste gelandet; dabei h&auml;tte sich alles &ldquo;leicht klarstellen lassen&rdquo; &ndash; und zwar &ldquo;in einem konstruktiven Dialog im Geiste einer internationalen Zusammenarbeit&rdquo;. Und dann beklagte sich der Minister &uuml;ber die &ldquo;sofortige negative wirtschaftliche Auswirkung&rdquo;, die dieser Schritt f&uuml;r Panama bedeutet habe. Deshalb sei es &ldquo;sehr wichtig, so schnell wie m&ouml;glich&rdquo; wieder von der Liste zu kommen.<br>\nDer Minister aus Panama beschreibt im Grunde nichts anderes als das Ziel, das sich die Europ&auml;ische Union vorgenommen hatte. Die Staatengemeinschaft verspricht sich von der schwarzen Liste eine &ldquo;Prangerwirkung&rdquo; f&uuml;r die ge&auml;chteten L&auml;nder. Im Fall jenes Landes, das den &ldquo;Panama Papers&rdquo; ihren Namen gab, ist es jedoch besonders bemerkenswert, wie einfach man wieder von der Liste verschwinden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/eu-wie-panama-von-der-schwarzen-liste-verschwand-1.3838996\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Verteilungsfrage k&ouml;nnte zur&uuml;ckgestellt werden<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will die Frage nach der Verteilung von Fl&uuml;chtlingen auf EU-Ebene zur&uuml;ckstellen. Bundesinnenminister de Maizi&egrave;re erhofft sich dadurch ein Vorankommen der Verhandlungen in anderen Punkten. Bis Ende Juni soll die Reform des europ&auml;ischen Asylsystems stehen.<br>\nIm Streit um die Fl&uuml;chtlingspolitik ist die Bundesregierung bereit, die Kernfrage der k&uuml;nftigen Verteilung von Fl&uuml;chtlingen auf europ&auml;ischer Ebene zur&uuml;ckzustellen. &bdquo;Vielleicht ist es auch sinnvoll, dass wir uns zeitlich zun&auml;chst auf die anderen Themen konzentrieren, ohne dass wir den Zusammenhang aus dem Auge verlieren, dann gibt es vielleicht eher Fortschritte&ldquo;, sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizi&egrave;re (CDU) am Donnerstag am Rande eines Treffens mit seinen EU-Amtskollegen in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. (&hellip;)<br>\nUnterdessen forderte ein B&uuml;ndnis von Verb&auml;nden und Organisationen die EU zu einer Kurskorrektur in der Fl&uuml;chtlingspolitik auf. Der Fl&uuml;chtlingsschutz d&uuml;rfe nicht auf Drittstaaten au&szlig;erhalb der EU verlagert werden, hie&szlig; es in einer Mitteilung, die unter anderem vom Parit&auml;tischen Gesamtverband, von Diakonie und Caritas, Pro Asyl und dem Jesuiten-Fl&uuml;chtlingsdienst unterzeichnet war. &bdquo;Menschen, die vor Krieg, Terror und Verfolgung fliehen, brauchen Schutz in Europa&ldquo;, erkl&auml;rte der Vorsitzende des federf&uuml;hrenden Parit&auml;tischen Gesamtverbandes, Rolf Rosenbrock.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.migazin.de\/2018\/01\/26\/fluechtlingsstreit-verteilungsfrage-koennte-zurueckgestellt-werden\/\">Migazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Neue Runde im &raquo;gro&szlig;en Spiel&laquo;<\/strong><br>\nDie lange angek&uuml;ndigte t&uuml;rkische Operation &raquo;Olivenzweig&laquo; mit ungewissen Fronten zeigt, dass der Krieg um Syrien noch lange nicht beendet ist<br>\nDer Einmarsch der t&uuml;rkischen Armee im Norden Syriens war erwartet worden. Die Operation unter dem Namen &raquo;Olivenzweig&laquo; begann in den fr&uuml;hen Morgenstunden des 19. Januar 2018. Ziel des Angriffes ist das Gebiet um die Kleinstadt Afrin, die rund 40 Kilometer nordwestlich der syrischen Metropole Aleppo liegt.<br>\nUnter dem Feuerschutz von in Deutschland produzierten &raquo;Leopard&laquo;-Panzern r&uuml;ckten Kampfverb&auml;nde gegen Afrin vor, die von der T&uuml;rkei und ihren Partnern am Golf und in der NATO bisher zu dem Zweck unterst&uuml;tzt worden waren, die syrische F&uuml;hrung zu st&uuml;rzen, darunter auch die &raquo;Freie Syrische Armee&laquo;.<br>\nDie T&uuml;rkei gibt vor, aus Gr&uuml;nden der &raquo;Selbstverteidigung&laquo; anzugreifen. Die Bewaffnung der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG\/YPJ) durch den NATO-Partner USA bedeute eine Gefahr f&uuml;r die t&uuml;rkische Nation. Washington hatte die kurdischen K&auml;mpfer seit 2014 als Bodentruppe der US-gef&uuml;hrten &raquo;Anti-IS-Koalition&laquo; trainiert und ausger&uuml;stet. Ankara geh&ouml;rt dieser Koalition ebenfalls an. Nun, da der &raquo;Islamische Staat&laquo; weitgehend zerschlagen ist, wollen die Vereinigten Staaten aus den kurdisch dominierten &raquo;Syrischen Demokratischen Kr&auml;ften&laquo; eine 30.000 Mann starke Grenzschutztruppe schmieden.<br>\nDie T&uuml;rkei sprach von einer &raquo;Terrorarmee&laquo;, deren Aufstellung verhindert werden m&uuml;sse, und warnte die USA, deren Spezialeinheiten sollten sich angesichts der vorr&uuml;ckenden t&uuml;rkischen Soldaten von den Kurden fernhalten. Pr&auml;sident Recep Tayyip Erdogan k&uuml;ndigte an, nach Afrin sei der &ouml;stlich von Aleppo gelegene Ort Manbidsch dran. &raquo;Nach und nach werden wir diese dreckigen Terroristen, die in unser Land eindringen wollen, verscheuchen. Beginnend im Westen und bis hin zur irakischen Grenze.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/326128.neue-runde-im-gro%C3%9Fen-spiel.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<p><strong>dazu: Who profits from the war in Afrin?<\/strong><br>\nOn the 19th of January, Turkey launched a military campaign into Afrin, one of the four Kurdish-controlled cantons in northern Syria. Afrin has long been a safe haven for internally displaced persons in Syria. The Democratic Autonomous administration in Afrin has also constructed a system based on direct democracy and gender equality. And while Afrin was always at the risk of an invasion since Turkish shelling began two years ago, never has a Turkish attack on Afrin been so explicit. The attack is officially called &lsquo;Operation Olive Branch&rsquo;, an unfortunate irony since with airstrikes and artillery attacks, the fertile olive gardens of Afrin are being destroyed.<br>\nThere are many ways to approach Turkey&rsquo;s attacks on Afrin, here I will focus on the economic dimensions of the attack.<br>\nPresident Recep Tayyip Erdogan praised the distinctive nature of this military operation, particularly because it is being conducted with &lsquo;domestic and national&rsquo; weapons. To reinforce this point, Turkish Prime Minister Binali Yildirim met with Turkish media owners in Istanbul a few days ago and presented a 15-point list as a guide to reporting, with one directive underlining the &lsquo;domestic and national&rsquo; character of the operation. So, why it is so important to characterise the military invasion of Afrin as such for Erdogan and his followers?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/theregion.org\/article\/12608-who-profits-from-the-war-in-afrin\">The Region<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Willkommen in Absurdistan: Der t&uuml;rkische &bdquo;Anti-Terrorkrieg&ldquo;, die Pseudokritik der Medien und die Erosion des Gewaltverbots<\/strong><br>\nDie Vereinigten Staaten, die Europ&auml;er, die syrische Regierung und Russland wollen den IS bek&auml;mpfen. Die Kurden in der Region sind dabei der wichtigste Verb&uuml;ndete. Der Westen unterst&uuml;tzt die Kurden daher in ihrem Kampf. Der Nato-Partner T&uuml;rkei bek&auml;mpft wiederum die Kurden, nun mit einer gro&szlig;angelegten Offensive in Syrien. Die USA, die Europ&auml;er oder die Russen klopfen Erdogan ein wenig auf die Finger, aber lassen ihn ansonsten gew&auml;hren, w&auml;hrend sie die Kurden dem t&uuml;rkischen Milit&auml;r &uuml;berlassen. Willkommen im geopolitischen Absurdistan.<br>\nEs ist nicht das erste Mal, dass die Kurden von den USA und Gro&szlig;m&auml;chten instrumentalisiert und dann ihren Peinigern &uuml;berlassen werden. Nach dem Motto: &bdquo;Der Kurde hat seine Schuldigkeit getan. Der Kurde kann jetzt gehen&ldquo;. Diesmal ist es nicht der Irak oder der Iran, sondern die T&uuml;rkei unter Erdogan. Der Regierung in Ankara wird erlaubt, die Kurden gewaltsam zu vertreiben. Die &bdquo;internationale Gemeinschaft&ldquo; gibt gr&uuml;nes Licht f&uuml;r den Aggressionsakt, setzt sich auf die Trib&uuml;ne und schaut dem Spektakel zu, um gleichzeitig beim t&uuml;rkischen Panzervorr&uuml;cken &bdquo;Selbstverteidigung&ldquo; zu rufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontext-tv.de\/de\/blog\/willkommen-absurdistan-der-tuerkische-anti-terrorkrieg-die-pseudokritik-der-medien-und-die\">Kontext TV<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Herero-Aktivist: Israel Kaunatjike&rdquo;Es geht um Respekt&rdquo;<\/strong><br>\nDie deutsche Regierung ist vor einem New Yorker Bezirksgericht angeklagt: Vertreter der Herero und Nama wollen so erreichen, an Verhandlungen &uuml;ber den Genozid zu Kolonialzeiten beteiligt zu werden. Der Aktivist Israel Kaunatjike verfolgt jeden Prozesstag aufmerksam von Berlin aus.<br>\nIsrael Kaunatjike steht in seinem Wohnzimmer vor der Stereoanlage. Das kurze Haar und der Bart sind ergraut, leise summt er mit, bewegt sich rhythmisch zur Musik:<br>\n&ldquo;Oh, krieg ich G&auml;nsehaut.&rdquo;<br>\nF&uuml;r einen kurzen Moment schlie&szlig;t der 70-J&auml;hrige die Augen, l&auml;sst seine Faust in die Luft schnellen. &ldquo;Winds of Change&rdquo; &ndash; hei&szlig;t der Song von Jackson Kaujeua, einer der gro&szlig;en namibischen Freiheitsk&auml;mpfer.<br>\nIn seinem Regal sind viele Erinnerungen an seine Heimat Namibia verstaut. Kaunatjike zieht ein weiteres Album heraus:<br>\n&ldquo;Das ist der Samara Herero. Das war der, der Widerstand organisiert hat.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/herero-aktivist-israel-kaunatjike-es-geht-um-respekt.2165.de.html?dram:article_id=409199\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p><strong>dazu: V&ouml;lkermord? Nicht zust&auml;ndig<\/strong><br>\nVor einem Jahr haben die Nachfahren der Opfer des Genozids Klage in New York eingereicht. Die Bundesregierung ignoriert sie.<br>\nIn der an Volten wahrlich nicht armen Geschichte der deutschen Auseinandersetzung mit dem kolonialen Genozid in Deutsch-S&uuml;dwestafrika, dem heutigen Namibia, steht dieser Tage eine f&uuml;r die Bundesrepublik Deutschland unangenehme Konfrontation an. Es geht um die Zul&auml;ssigkeit der Klage, die Vertreter der betroffenen Volksgruppen Herero und Nama vor einem Jahr in New York gegen Deutschland einreichten.<br>\nSeit Herbst 2015 verhandelt Berlin mit der namibischen Regierung &uuml;ber eine Anerkennung des V&ouml;lkermords, eine Entschuldigung und auch finanzielle Leistungen. Da sie sich nicht angemessen an den Gespr&auml;chen beteiligt sahen, verklagten Vertreter von Herero und Nama im Januar 2017 in New York die Bundesregierung auf eine offizielle Beteiligung an den Verhandlungen und auch auf Reparationen.<br>\nUm die Zul&auml;ssigkeit dieser Klage zu pr&uuml;fen, hat die zust&auml;ndige Bezirksrichterin Laura Swain bereits drei Mal zu Anh&ouml;rungen geladen. Offizielle Vertreter Deutschlands erschienen zu keinem dieser Termine. Deutschland verneint die Zust&auml;ndigkeit des Gerichts, da es dem Grundsatz der Staatsimmunit&auml;t widerspreche. Danach k&ouml;nnen &bdquo;hoheitliche&ldquo; Akte eines Staates nicht durch Gerichte eines anderen Staates &uuml;berpr&uuml;ft werden, im vorliegenden Fall etwa die Taten deutscher Soldaten im Krieg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Klage-der-Herero-gegen-Deutschland\/!5476165\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Steuerfahndersterben: So sieht die konservative Revolution aus!<\/strong><br>\nach dem Schuster und dem Sattler jetzt auch noch der Steuerfahnder. Das Berufesterben geht weiter. Modernisierung? Aber sicher! Hier tickt die konservative Revolution schon lange: Sie schafft Schlupfl&ouml;cher und Ausweichm&ouml;glichkeiten. Der Steuerfahnder ist doch blo&szlig; ein Modernisierungsverweigerer.<br>\nKaum dass ein Unionsmann die Missgeschicke in Nordrhein-Westfalen lenkt, schon fl&uuml;chten zwei Steuerfahnder des Bundeslandes in die Privatwirtschaft. Sie werden ihr Know-How auf der dunklen Seite der Macht zu verkaufen wissen. Wie man so versteckt, dass die Steuerfahndung im Dunkeln tappt: Sie werden es besser wissen als alle anderen. Wobei es wahrscheinlich gar keine Kunst mehr ist, Schwarzgelder zu verstecken. Dazu muss es ja Leute geben, die sie suchen. Und an denen mangelt es ja grunds&auml;tzlich in Deutschland. Ganz besonders in den Bundesl&auml;ndern, die von Unionsparteien regiert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.neulandrebellen.de\/2018\/01\/steuerfahndersterben-so-sieht-die-konservative-revolution-aus\/\">#neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Religion und Demografie: &ldquo;Lasst uns wegkommen von Angst und Mythen&rdquo;<\/strong><br>\nMit einer Islamisierung Europas oder Deutschlands sei aus religionsdemografischer Sicht nicht zu rechnen, sagte der Religionswissenschaftler Michael Blume im Dlf. Bei Muslimen seien eine &ldquo;massive S&auml;kularisierung&rdquo; und ein &ldquo;massiver Geburtenr&uuml;ckgang&rdquo; zu beobachten. [&hellip;]<br>\nMain: Michael Blume, um den Stier bei den H&ouml;rnern zu packen: Werden Europa und Deutschland islamisiert &ndash; und zwar auf demographischem Weg?<br>\nBlume: Klare Antwort: Nein, das werden sie nicht. Es sind zwei Entwicklungen, die dagegen laufen. Die eine ist eine massive S&auml;kularisierung. Nur noch eine Minderheit der Muslime in Europa betet &uuml;berhaupt noch regelm&auml;&szlig;ig, geschweige denn f&uuml;nfmal t&auml;glich. Und das zweite ist &ndash; auch damit verbunden, mit der S&auml;kularisierung: ein massiver Geburtenr&uuml;ckgang unter Muslimen. Das betrifft Muslime in Europa. Aber auch zum Beispiel in der T&uuml;rkei und im Iran sind die Geburtenraten bereits unter zwei gefallen. Also ganz &auml;hnlich wie in konservativen L&auml;ndern wie in Griechenland, Japan oder Polen erleben wir das jetzt auch in der islamischen Welt, n&auml;mlich dass die alten Familienstrukturen nicht mehr tragen und die Geburtenraten massiv abst&uuml;rzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/religion-und-demografie-lasst-uns-wegkommen-von-angst-und.886.de.html?dram:article_id=409190\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Wie Framing unser politisches Denken beeinflusst<\/strong><br>\nFl&uuml;chtlingswelle, Anpatzen, saubere Politik. Das sind Beispiele f&uuml;r gezielte politische Sprachbilder, sogenannte Frames. Sie machen &ndash; oft in Kombination mit Metaphern &ndash; komplexe Sachverhalte f&uuml;r unser Gehirn leichter denkbar. In der politischen Kommunikation werden sie dazu genutzt, unsere Meinung in eine gewisse Richtung zu lenken.<br>\nFrames (Deutungsrahmen) sind weder gut noch schlecht, unser Gehirn schafft sich diese Deutungsrahmen, um Sprache verst&auml;ndlich zu machen. Das hei&szlig;t, hinter W&ouml;rtern steckt mehr als man anfangs vermutet, sie sind semantische Wundert&uuml;ten. Die Frame-Semantik besagt, dass alles was wir uns an Weltwissen angeeignet haben zu einer Idee wird, die wir beim Lesen eines Wortes abrufen. Wenn man beispielsweise das Wort Vogel liest, greift unser Hirn automatisch auf unsere Assoziationen mit diesem Wort zur&uuml;ck. Wir denken also nicht das abstrakte Wort, sondern an das, was unser Hirn gelernt hat, damit zu verbinden: Fl&uuml;gel, Schnabel, Federn. Wir begreifen also Sprache anhand von unserem abgespeicherten Wissen. Doch nicht nur das, wir verstehen W&ouml;rter auch dadurch, dass unser Hirn linguistische Reize so verarbeitet, als w&auml;ren sie real.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/framing-politisches-denken-beeinflussung\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bedrohte &Ouml;kosysteme: Das leise Sterben der Insekten<\/strong><br>\nIn den vergangenen 27 Jahren sind laut einer Studie 75 Prozent der fliegenden Insekten in Deutschland verschwunden. Und ohne ein radikales Umdenken in der Landwirtschaft k&ouml;nnten schon in zehn Jahren auch die restlichen Bienen, Hummeln und Libellen ausgerottet sein.<br>\nBienen, Hummeln, Libellen, K&ouml;cherfliegen, Schmetterlinge, Ohrw&uuml;rmer, Heuschrecken &ndash; 90 Prozent der Tierarten weltweit sind Insekten. Fast eine Million Arten kennt die Wissenschaft und rechnet mit vielen Millionen mehr, die bislang noch unentdeckt in tropischen Regenw&auml;ldern leben. Dort geh&ouml;ren zu jeder Baumart 600 Insektenarten, die nur auf diesem und keinem anderen Baum leben.<br>\nIn Deutschland leben etwa 100 verschiedene S&auml;ugetier-, aber 33.000 Insektenarten, etwa 9400 Hautfl&uuml;gler, also Wespen, Bienen, Ameisen und Hornissen, 9500 Zweifl&uuml;gler, also Fliegen und M&uuml;cken, 6500 K&auml;fer und etwa 3600 Schmetterlingsarten. Menschen gibt es seit zwei Millionen Jahren auf der Erde, Insekten seit 500 Millionen. Sie haben bis auf die Ozeane alle Lebensr&auml;ume erobert, sogar die Antarktis.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/bedrohte-oekosysteme-das-leise-sterben-der-insekten.976.de.html?dram:article_id=409173\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Wie die Jusos erfolglos versuchten, eine WDR-Reportage zum SPD-Parteitag zu beeinflussen<\/strong><br>\n#WDR360 ist ein junges Reportage-Format, das der ARD-Sender ausschlie&szlig;lich f&uuml;r das Internet produziert. F&uuml;r Irritationen sorgte jetzt eine Ausgabe mit einem Film &uuml;ber den zur&uuml;ckliegenden SPD-Parteitag. Der Reporter erkl&auml;rt zu Beginn des Films, dass die Jusos den Beitrag beeinflussen wollten. Was steckt dahinter? [&hellip;]<br>\nDie Passage mit der Bundesb&uuml;ro-Mitarbeiterin h&auml;tte man von Seiten der Jusos gerne drau&szlig;en gesehen. Auf MEEDIA-Nachfrage erkl&auml;rt die Juso-Pressestelle: &bdquo;Wir Jusos treten f&uuml;r die Freiheit der Presse ein. Es liegt uns fern, die Ausstrahlung eines Beitrags zu unterbinden oder den Inhalt zu beeinflussen. Wir haben uns an die Redaktion gewendet, weil im Beitrag eine Mitarbeiterin vorkommt, mit der die Verwendung im Vorfeld nicht abgesprochen war. Es handelt sich um eine Mitarbeiterin ohne politisches Amt oder Mandat. Es ging uns darum, die Kollegin zu sch&uuml;tzen, die nichts davon wusste, dass dieses Material in einem Beitrag verwendet wird.&ldquo;<br>\nWobei die Mitarbeiterin im Film klar erkennbar vor einer Kamera zu einem Reporter spricht. Dass eine solche Aussage f&uuml;r ein journalistisches Format verwendet wird, h&auml;tte man sich also durchaus denken k&ouml;nnen.<br>\nDer WDR lie&szlig; die Passage im Film. Zurecht. Die Praxis des Mandate-Tauschs ist ja auch durchaus interessant und gewiss nicht jedem Zuschauer gel&auml;ufig. Brisanz erh&auml;lt das Thema im aktuellen Fall, da die Abstimmung, ob die SPD in Koalitionsverhandlungen mit der CDU\/CSU eintritt mit 56% Ja-Stimmen tats&auml;chlich denkbar knapp war.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/01\/26\/wie-die-jusos-erfolglos-versuchten-eine-wdr-reportage-zum-spd-parteitag-zu-beeinflussen\">meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Was lief schief im Leben von Andrea Nahles?<\/strong><br>\nAndrea Nahles leidet an einer Schrei-P&ouml;bel-Dysfunktion, kurz: SPD. Wie kam es dazu? Ein Blick in die Kindheit verr&auml;t mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bpuUq8iqapg%20\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Was mir <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42041\">hier<\/a> aufgesto&szlig;en war, fiel auch anderen auf. Hier extra 3.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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