{"id":42128,"date":"2018-01-29T08:32:51","date_gmt":"2018-01-29T07:32:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128"},"modified":"2018-01-29T08:35:37","modified_gmt":"2018-01-29T07:35:37","slug":"hinweise-des-tages-3047","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h01\">&bdquo;T&uuml;rkei f&uuml;hrt Angriffskrieg auf syrischem Territorium&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h02\">DIE LINKE darf nicht auch noch die Seite wechseln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h03\">Abgastests an Menschen und Affen &ndash; &ldquo;Absurd und unentschuldbar&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h04\">Die pflichtschuldigen Klagelieder von Davos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h05\">Gewerkschaft emp&ouml;rt sich &uuml;ber Kaeser-Aussage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h06\">Die Story im Ersten: Der Pflegeaufstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h07\">2,7 Millionen bekommen weniger als den Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h08\">Jobmotor Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h09\">Deutschlands koloniale Arroganz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h10\">Neonazis in der Bundeswehr: 400 neue Verdachtsf&auml;lle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h11\">Smartphone-Trojaner im Einsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h12\">Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h13\">Israels Gesch&auml;ft mit dem Tod<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h14\">Fake-News gestern und heute <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h15\">GRoKo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h16\">Trump&rsquo;s &ldquo;Fake News Awards&rdquo; Are Both Absurd and Dangerous<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42128#h17\">Die Einsamkeit des Yanis Varoufakis &ndash; Ein echter Br&uuml;sseler Krimi<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&bdquo;T&uuml;rkei f&uuml;hrt Angriffskrieg auf syrischem Territorium&ldquo;<\/strong><br>\nDie Kurden im Norden Syriens verst&uuml;nden sich als &ldquo;sozialrevolution&auml;re Bewegung&rdquo;, die nach Autonomie von den Syrern strebe, sagte Nahost-Experte Michael L&uuml;ders im Dlf. &ldquo;Sie ist liiert mit der PKK.&rdquo; Dennoch seien die Angriffe der T&uuml;rkei auf die kurdische YPG v&ouml;lkerrechtswidrig. (&hellip;)<br>\nM&uuml;ller: Herr L&uuml;ders, t&ouml;tet die T&uuml;rkei westliche Verb&uuml;ndete?<br>\nL&uuml;ders: Na ja. Wenn man es auf die Spitze treiben will, kann man in der Tat sagen, dass die Kurden jetzt einen hohen Preis bezahlen. Die Kurden haben einen wesentlichen Anteil an der Bek&auml;mpfung des Islamischen Staates in Syrien wie auch im Irak geleistet und waren enge Verb&uuml;ndete der USA, vor allem in Syrien.<br>\nUnd nun hat sich eine neue geopolitische Konstellation aufgetan. Das Vorgehen der t&uuml;rkischen Regierung ist eine unmittelbare Reaktion auf Bestrebungen der USA, im Norden Syriens, vor allem in den kurdischen Gebieten, eine sogenannte Sicherheitszone einzurichten. Die USA (Au&szlig;enminister Rex Tillerson) sprachen davon, bis zu 30.000 US-Soldaten dort zu stationieren mit dem Ziel, ein Wiedererstarken des Islamischen Staates zu verhindern, vor allem aber den erstarkenden Einfluss Irans auf syrischem Gebiet zur&uuml;ckzudr&auml;ngen.<br>\nUnd vor diesem Hintergrund ist diese t&uuml;rkische Offensive zu sehen. Erdogan hatte die Sorge, dass die Amerikaner hier Fakten schaffen k&ouml;nnten und die Zusammenarbeit mit der YPG und den USA und der amerikanischen Armee noch enger werden k&ouml;nnte, und nun hat er sozusagen pr&auml;ventiv aus seiner Sicht gehandelt, indem er jetzt der YPG den Krieg erkl&auml;rt hat und nun diesen Krieg in den Norden Syriens getragen hat. Die Amerikaner haben nun einen teilweisen R&uuml;ckzug angetreten, haben gesagt, na ja, das k&ouml;nnen wir gerade noch so akzeptieren. Sie versuchen zu deeskalieren. Aber jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kampf-gegen-kurdenmiliz-ypg-tuerkei-fuehrt-angriffskrieg.694.de.html?dram:article_id=408995\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>DIE LINKE darf nicht auch noch die Seite wechseln<\/strong><br>\nDer Aufruf, angesichts des Absturzes des &bdquo;linken Lagers&ldquo; von 52,7 Prozent 1998 auf 38,6 Prozent 2017, eine linke Sammlungsbewegung zu gr&uuml;nden, hat zu einer lebhaften Diskussion gef&uuml;hrt. Unter anderem widmete der &bdquo;Spiegel&ldquo; vergangenen Samstag seine Titelgeschichte diesem Thema. Der Artikel enth&auml;lt viel Richtiges aber auch falsche Behauptungen:<br>\n&bdquo;Der Partei DIE LINKE, das Resultat einer fr&uuml;heren Zerrissenheit und einer Abspaltung von der SPD, droht dieser Tage selbst die Spaltung. Weil sie sich nicht darauf verst&auml;ndigen kann, wie linke Politik im Zeitalter von Globalisierung und Migrationsdruck aussieht: Offen und internationalistisch oder abschottend, nationalistisch.&ldquo;<br>\nDiese Passage enth&auml;lt zwei Irrt&uuml;mer: Eine Spaltung droht der Linken nicht. Mit Spaltung drohte das letzte Mal Gysi auf dem G&ouml;ttinger Parteitag 2012. Und dass einige innerparteiliche Widersacher Sammlung mit Spaltung verwechseln wollen &ndash; geschenkt.<br>\nAuch die Konfrontation von &bdquo;offen und internationalistisch&ldquo; gegen&uuml;ber &bdquo;abschottend und nationalistisch&ldquo; gibt es nicht. Vielmehr stehen sich &uuml;berspitzt formuliert Human-Nationalisten, Export-Nationalisten und Besch&auml;ftigungs-Nationalisten auf der einen Seite und Verteidiger des Sozialstaates und Bef&uuml;rworter fairer internationaler Zusammenarbeit auf der anderen Seite gegen&uuml;ber.<br>\nHuman-Nationalismus hei&szlig;t:<br>\nHilfe f&uuml;r Menschen in Not ja, aber vor allem auf deutschem Boden.<br>\nExport-Nationalismus hei&szlig;t:<br>\nWir produzieren mehr Waren als wir verbrauchen, auf deutschem Boden.<br>\nBesch&auml;ftigungs-Nationalismus hei&szlig;t:<br>\nWir exportieren Arbeitslosigkeit und schaffen so mehr Besch&auml;ftigung, auf deutschen Boden.<br>\nInternationale Zusammenarbeit hei&szlig;t:<br>\nHilfe f&uuml;r Menschen in Not auch au&szlig;erhalb Deutschlands, in den Lagern, in den Hunger- und Armutsgebieten.<br>\nInternationale Zusammenarbeit hei&szlig;t:<br>\nausgeglichene Handelsbilanz.<br>\nWir kaufen anderen so viele Waren ab, wie wir ihnen verkaufen. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/oskarlafontaine\/posts\/1680123442049116\">Oskar Lafontaine via Facebook<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Abgastests an Menschen und Affen &ndash; &ldquo;Absurd und unentschuldbar&rdquo;<\/strong><br>\nNach den Abgasexperimenten mit Affen will VW-Aufsichtsrat Althusmann die verantwortlichen Manager zur Rechenschaft ziehen. Auch Versuche an Menschen sollen deutsche Autokonzerne mitfinanziert haben.<br>\nNicht nur Affen, sondern auch Menschen wurden laut Zeitungsberichten bei Abgasversuchen dem Reizgas Stickstoffdioxid (NO2) ausgesetzt. Hinter den Tests soll die &ldquo;Europ&auml;ische Forschungsvereinigung f&uuml;r Umwelt und Gesundheit im Transportsektor&rdquo; (EUGT) stehen. Sie war 2007 von den Konzernen Daimler, VW, BMW und dem Autozulieferer Bosch gegr&uuml;ndet worden.<br>\nDer nieders&auml;chsische Wirtschaftsminister und VW-Aufsichtsrat Bernd Althusmann bezeichnete die Tierversuche beim Test von Dieselabgasen als &ldquo;absurd und unentschuldbar&rdquo;. Er erwarte neben einer vollst&auml;ndigen Aufkl&auml;rung und einem umfassenden Bericht an den Aufsichtsrat &ldquo;harte personelle Konsequenzen&rdquo; f&uuml;r diejenigen, die f&uuml;r diese Tierversuche verantwortlich seien, sagte der CDU-Politiker. Die Verantwortlichen sollten umgehend ermittelt werden. &ldquo;Wer mit anderen Autobauern auf solche Ideen kommt, sollte zur Rechenschaft gezogen werden.&rdquo; Althusmann sagte, er sei sicher, dass Vorstand und Aufsichtsrat von Volkswagen in dieser Frage eng kooperierten.<br>\nVW hat sich bereits f&uuml;r die in den USA durchgef&uuml;hrten Versuche entschuldigt, bei denen Affen gezielt Schadstoffen ausgesetzt worden waren. Diese Tests waren Teil einer Studie, die beweisen sollte, dass die Diesel-Schadstoffbelastung dank moderner Abgasreinigung erheblich abgenommen hat. Stickstoffdioxid (NO2) ist der Schadstoff, dessen Messwerte von VW in den USA jahrelang manipuliert worden waren, um die gesetzlichen Grenzwerte f&uuml;r Dieselfahrzeuge offiziell einzuhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/abgastests-an-menschen-und-affen-vw-aufsichtsrat-fordert-konsequenzen-a-1190289.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Manchmal f&auml;llt man beim Lesen der Nachrichten wirklich vom Glauben ab. Und solche &bdquo;Menschen&ldquo; gelten in unserer Gesellschaft als &bdquo;Eliten&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die pflichtschuldigen Klagelieder von Davos<\/strong><br>\nTausende von Menschen kommen diese Woche in Davos zusammen. Ihr kombiniertes Verm&ouml;gen wird mehrere hundert Milliarden Dollar betragen, vielleicht sogar eine knappe Billion. Niemals in der Menschheitsgeschichte wird der Reichtum pro Quadratmeter h&ouml;her sein. Und was wird in diesem Jahr bereits zum sechsten oder siebten Mal in Folge eines der Hauptthemen sein, mit dem sich diese Industriekapit&auml;ne, Million&auml;re und Arbeitgeber von Tausenden von Menschen aus allen Ecken der Welt auseinandersetzen? Die Ungleichheit.<br>\nIm Vorbeigehen und wahrscheinlich am Rande des offiziellen Programms werden sie sich auch mit dem immensen Angebots- und Nachfragemonopol ihrer Konzerne besch&auml;ftigen, mit ihrer F&auml;higkeit, eine Gerichtsbarkeit gegen die andere auszuspielen, um Steuern zu vermeiden, wie sich die Gewerkschaften aus den Betrieben verdr&auml;ngen lassen und  staatliche Ambulanzen genutzt werden k&ouml;nnen, um wegen Hitze in Ohnmacht gefallene Arbeiter zu versorgen (um Ausgaben f&uuml;r die Klimaanlage zu sparen), oder wie man eine durchschnittliche Steuer zwischen null und zw&ouml;lf Prozent bezahlen kann (Trump zu Romney).<br>\nWenn sie aus einem Schwellenland kommen, k&ouml;nnen sie auch Erfahrungen austauschen, wie sich die Auszahlung von L&ouml;hnen mehrere Monate lang verz&ouml;gern l&auml;sst, w&auml;hrend man diese Mittel gleichzeitig zu hohen Zinsen investiert, wie man bei Arbeitsschutzstandards sparen kann oder wie man privatisierte Unternehmen f&uuml;r einen Spottpreis kauft und sich eine Briefkastenfirma in der Karibik oder auf den Kanalinseln aufbauen l&auml;sst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/kommentar-branko-milanovic-weltwirtschaftsforum-die-pflichtbewussten-klagelieder-von-davos-24874\">Branko Milanovic auf Makronom<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Gewerkschaft emp&ouml;rt sich &uuml;ber Kaeser-Aussage<\/strong><br>\nEine &Auml;u&szlig;erung von Siemens-Chef Joe Kaeser am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos ist bei der IG Metall auf Unverst&auml;ndnis gesto&szlig;en. Kaeser hatte bei einem Abendessen am Vorabend US-Pr&auml;sident Donald Trump f&uuml;r dessen Steuerreform begl&uuml;ckw&uuml;nscht und erkl&auml;rt, angesichts der erfolgreichen Reform habe Siemens entschieden, eine neue Generation von Gasturbinen in den USA zu entwickeln. Die Gasturbinen geh&ouml;ren zur Kraftwerkssparte, in der Siemens weltweit wegen Nachfrageschw&auml;che und Preisverfall rund 6900 Arbeitspl&auml;tze abbauen will, davon etwa die H&auml;lfte in Deutschland.<br>\nDer 1. Bevollm&auml;chtigte der IG Metall Berlin, Klaus Abel, nannte Kaesers &Auml;u&szlig;erungen mit Blick auf die Sorgen der Menschen um ihre Jobs &bdquo;unverantwortlich&ldquo;. Offensichtlich gebe es doch eine Nachfrage f&uuml;r die Gasturbinen, und es gehe dem Unternehmen vor allem darum, eine h&ouml;here Marge zu erzielen. Allein in Berlin st&uuml;nden rund 900 Siemens-Arbeitspl&auml;tze auf der Kippe.<br>\nEin Unternehmenssprecher wies die Kritik zur&uuml;ck. Es sei &uuml;blich, dass f&uuml;r lokale M&auml;rkte bestimmte Gasturbinen auch vor Ort entwickelt, getestet und produziert w&uuml;rden, zumal sie f&uuml;r die unterschiedlich ausgestatteten Stromnetze ausgelegt seien. Die Entwicklung der Turbinen in Charlotte im US-Bundesstaat North Carolina stehe mit den f&uuml;r Deutschland angek&uuml;ndigten Einschnitten in keinerlei Zusammenhang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/industrie\/dinner-mit-trump-gewerkschaft-empoert-sich-ueber-kaeser-aussage-\/20898028.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Story im Ersten: Der Pflegeaufstand<\/strong><br>\nNoch nie lebten in Deutschland so viele Menschen in Pflegeheimen. Und noch nie stand Pflege so sehr in der Kritik: Weil der Verdacht besteht, dass die deutsche Pflegegesetzgebung die W&uuml;rde des Menschen nicht ausreichend sch&uuml;tzt, ruft eine Gruppe von Kl&auml;gern die Instanz an, die &uuml;ber das Grundgesetz wacht &ndash; das Bundesverfassungsgericht. Der Vorwurf: Der Staat vernachl&auml;ssigt seine Schutzpflicht f&uuml;r hunderttausende pflegebed&uuml;rftige Menschen und gef&auml;hrdet damit Grundrechte. (&hellip;)<br>\nDer Film nimmt die Beschwerde vor dem Verfassungsgericht zum Ausgangspunkt, um das System der Pflege zu hinterfragen. Wie ist das Pflegesystem seit der Einf&uuml;hrung der Pflegeversicherung 1995 in Deutschland organisiert, finanziert und wie wird Pflege kontrolliert? Welche Folgen hat es, dass die Pflegebranche seitdem zu einem lukrativen Markt geworden ist, der von den Marktakteuren weitestgehend selbst verwaltet wird und die sogar ihre eigenen Kontrollkriterien mitbestimmen d&uuml;rfen? (&hellip;)<br>\nDie Reise f&uuml;hrt u. a. zu politischen Akteuren, zur Vorstandsvorsitzenden des gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Pflegekonzerns, zur Kontrolleurin des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen, zum Quereinsteiger, der sein Pflegeheim eigentlich nur gekauft hat weil er ein gutes Gesch&auml;ft vermutete, zu den Juristen, die die Beschwerde vor dem Verfassungsgericht ausgearbeitet haben und in ein kleines privates Pflegeheim in Bayern, das beweist: Man kann gute und menschliche Pflege gew&auml;hrleisten.<br>\nEs gibt keine einfache Antwort, kein simples Urteil. Aber es gibt ein grunds&auml;tzliches Problem: Pflege ist zu einem lukrativen Gesch&auml;ft geworden &ndash; und das System der weitgehenden Selbstverwaltung l&auml;sst Marktkr&auml;fte wirken, die die Interessen der Pflegebed&uuml;rftigen ins Hintertreffen bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/information\/reportage-dokumentation\/dokus\/sendung\/der-pflegeaufstand-106.html\">Das Erste<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>2,7 Millionen bekommen weniger als den Mindestlohn<\/strong>\n<ul>\n<li>2,7 Millionen Arbeitnehmer arbeiteten im Jahr 2016 f&uuml;r Geh&auml;lter unterhalb des Mindestlohns, wie eine neue Studie zeigt.<\/li>\n<li>In Betrieben ohne Betriebsrat und Tarifvertrag wird gegen das Mindestlohn-Gesetz besonders h&auml;ufig versto&szlig;en.<\/li>\n<li>Eine positive Entwicklung gibt es aber: Viele Geringverdiener werden seit Einf&uuml;hrung des Mindestlohns sp&uuml;rbar besser bezahlt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Kellner verdienen weniger als den Mindestlohn, weil sie ihre vertraglichen Arbeitszeiten &uuml;berschreiten. Lastwagenfahrer bekommen nur f&uuml;r Fahrten Geld, nicht aber f&uuml;r Pausen. Auf Baustellen wird die gesetzliche Lohnuntergrenze von jetzt 8,84 Euro durch den Einsatz von Scheinselbst&auml;ndigen unterlaufen. F&uuml;r Verst&ouml;&szlig;e gegen den Mindestlohn haben die Unternehmen 2017 mehr als 4,2 Millionen Euro Bu&szlig;geld bezahlt. Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums leitete die Finanzkontrolle Schwarzarbeit etwa 2500 Ermittlungsverfahren ein, weil Arbeitgeber das Mindestlohngesetz nicht einhielten.<br>\nNun zeigt eine neue Studie: In Betrieben ohne Betriebsrat und Tarifvertrag wird gegen das Gesetz besonders h&auml;ufig versto&szlig;en. Fehlte beides, erhielten 18,6 Prozent der Besch&auml;ftigten nicht einmal den Mindestlohn. Das sind mehr als f&uuml;nfmal so viele wie in Betrieben mit Arbeitnehmervertretung und Tarifvertrag. Dort lag die Quote der Mindestlohn-Umgehungen 2016 bei nur 3,2 Prozent. Dies geht aus einer Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hervor, die an diesem Montag ver&ouml;ffentlicht wird. Die Angaben beruhen auf einer Auswertung des sozio-&ouml;konomischen Panels. Dabei werden jedes Jahr in Deutschland etwa 30 000 Menschen in fast 11 000 Haushalten befragt, was sie arbeiten und verdienen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/mindestlohn-millionen-bekommen-weniger-als-den-mindestlohn-1.3843810\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Jobmotor Bahn<\/strong><br>\n19.000 neue Mitarbeiter will die Deutsche Bahn in diesem Jahr einstellen, davon 4000 Auszubildende und Dualstudierende. Das best&auml;tigte eine Sprecherin der Deutschen Bahn auf Nachfrage von tagesschau.de. Darunter seien mehr als 1000 Lokf&uuml;hrer und Lokf&uuml;hrer-Lehrlinge.<br>\nDie Neueinstellungen begr&uuml;ndete das Unternehmen mit dem Wachstum und digitalen Ausbau des Unternehmens. Durch die Digitalisierung des Schienennetzes will die Deutsche Bahn 20 Prozent mehr Z&uuml;ge fahren lassen und damit Tausende zus&auml;tzliche Z&uuml;ge am Tag erm&ouml;glichen. Somit baue der Konzern auch Berufsbilder mit neuen IT-Kompetenzen aus. Die Bahn sucht einer Sprecherin zufolge vor allem Ingenieure, Programmierer, Elektroniker und Kundenbetreuer. Auch Lokf&uuml;hrer und Gleisbauer w&uuml;rden gesucht. (&hellip;)<br>\nEin anderer Grund f&uuml;r die zus&auml;tzlichen Einstellungen: Viele Bahn-Mitarbeiter werden sich einem Bahnsprecher zufolge in den kommenden Jahren in den Ruhestand verabschieden. Eine genaue Zahl konnte das Unternehmen nicht vorlegen. Derzeit besch&auml;ftigt die Bahn nach eigenen Angaben weltweit mehr als 320.000 Mitarbeiter, davon knapp 200.000 in Deutschland. In den vergangenen f&uuml;nf Jahren stellte sie 60.000 Mitarbeiter neu ein und erneuerte damit rund ein Drittel ihrer Belegschaft in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/deutsche-bahn-155.html\">tagesschau.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.L.:<\/strong> Wenn die beabsichtigten Personaleinstellungen dazu f&uuml;hren, dass der Bahnverkehr f&uuml;r die Kunden wieder verl&auml;&szlig;lich und p&uuml;nktlich wird, kann das nur begr&uuml;&szlig;t werden.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Deutschlands koloniale Arroganz<\/strong><br>\nBei der Abwehr von Entsch&auml;digungsforderungen wegen des deutschen Genozids an den Herero und den Nama sieht sich Berlin zu einem Strategiewechsel gezwungen. Blieb die Bundesregierung bisher einem Entsch&auml;digungsverfahren, das im Januar 2017 in New York gegen sie er&ouml;ffnet wurde, fern und verweigerte die Annahme der Gerichtsunterlagen, um den Abbruch des Prozesses zu provozieren, so geht sie nun dazu &uuml;ber, einen Vertreter zu den Gerichtsterminen zu entsenden. Grund daf&uuml;r ist nicht der massive Protest der Opfernachfahren, sondern eine politische Intervention der US-Botschaft in Berlin, die sich die offene Missachtung eines US-Gerichts durch die Bundesrepublik nicht l&auml;nger bieten l&auml;sst. Die Bundesregierung legt dabei jedoch Wert auf die Feststellung, sie erkenne die Rechtm&auml;&szlig;igkeit des New Yorker Prozesses nicht an &ndash; weil ihr angeblich &ldquo;Staatenimmunit&auml;t&rdquo; zustehe. Nachfahren der Opfer ziehen mittlerweile in Betracht, Land zu besetzen, das den Herero und den Nama einst geraubt wurde und bis heute im Besitz von Nachkommen deutscher Kolonialisten ist.<br>\nIn den Prozess, den Vertreter der Herero und der Nama vor einem New Yorker Gericht gegen Deutschland angestrengt haben, um eine Entsch&auml;digung f&uuml;r die deutschen Kolonialverbrechen an ihren Vorfahren zu erhalten, kommt Bewegung. Ein Jahr lang hatte die Bundesregierung versucht, dem am 5. Januar 2017 er&ouml;ffneten Verfahren durch eine konsequente Blockadepolitik zu entgehen: Sie behauptete, nichts von der Klage zu wissen und daher keinen Vertreter zu den New Yorker Gerichtsterminen entsenden zu k&ouml;nnen. M&ouml;glich war dies dank aktiver Unterst&uuml;tzung durch den Justizsenator des rot-rot-gr&uuml;n regierten Senats in Berlin, der laut internationalen &Uuml;bereink&uuml;nften formell f&uuml;r die Entgegennahme der Prozessunterlagen aus den USA und f&uuml;r ihre Weiterleitung an die Bundesregierung zust&auml;ndig ist. Der Senator, Mitglied von B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen, verweigerte jedoch die Annahme der Papiere. Vorgeschoben wurden formaljuristische Argumente; so hie&szlig; es in internen Vermerken, die deutschen Kolonialverbrechen seien &ldquo;Ausfluss hoheitlicher Handlungen (acta iure imperii) des Deutschen Reiches&rdquo; gewesen, w&auml;hrend die Berliner Verwaltung nur verpflichtet sei, Unterlagen in zivil- oder handelsrechtlichen Verfahren an die Beklagten zu &uuml;bermitteln (german-foreign-policy.com berichtete [1]). S&auml;mtliche Prozesstermine im vergangenen Jahr blieben wegen der Abwesenheit von Vertretern der Bundesregierung ergebnislos oder fielen g&auml;nzlich aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7515\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Neonazis in der Bundeswehr: 400 neue Verdachtsf&auml;lle<\/strong><br>\nSeit der Aff&auml;re um den rechtsextremen Soldaten Franco A. geht der Milit&auml;rgeheimdienst MAD so vielen Hinweisen auf mutma&szlig;liche Rechtsextremisten in der Bundeswehr nach wie seit Jahren nicht mehr. 2017 seien 400 neue Verdachtsf&auml;lle hinzugekommen, teilte die Beh&ouml;rde der Deutschen Presseagentur mit. Seit Aussetzung der Wehrpflicht 2011 waren es bisher im Schnitt 300 pro Jahr.<br>\nEin Ausl&ouml;ser war den Angaben zufolge der Fall des rechtsextremen Oberleutnants Franco A., der einen Anschlag geplant haben soll. Im Zuge dessen habe der MAD &raquo;einen Anstieg des Meldeaufkommens im Ph&auml;nomenbereich Rechtsextremismus&laquo; verzeichnet, berichtete ein Sprecher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/326233.neonazis-in-der-bundeswehr-400-neue-verdachtsf%C3%A4lle.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Smartphone-Trojaner im Einsatz<\/strong><br>\nDie Polizei r&uuml;stet digital auf: Das Bundeskriminalamt (BKA) hat damit begonnen, Trojaner f&uuml;r die &Uuml;berwachung von Smartphones und Tablets einzusetzen. Wie NDR, WDR und &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; aus Sicherheitsbeh&ouml;rden erfuhren, wird die sogenannte Quellen-Telekommunikations&uuml;berwachung (Quellen-TK&Uuml;) bereits in laufenden Ermittlungsverfahren angewendet. Demnach &uuml;berwacht das BKA mit dem neuen Trojaner vor allem die Kommunikation von Messenger-Diensten wie WhatsApp, Telegram und Signal von verd&auml;chtigen Personen. Diese Dienste nutzen standardm&auml;&szlig;ig Verschl&uuml;sselungen, an denen das BKA bisher gescheitert ist. (&hellip;)<br>\nBei dem nun eingesetzten Staatstrojaner handelt es sich um ein Programm, das heimlich aufs Handy aufgespielt wird. Dort macht es zum Beispiel Bildschirmfotos (&ldquo;Screenshots&rdquo;) und schickt diese Fotos von geschriebenen Nachrichten direkt an die Ermittler.<br>\nDas BKA bestritt auf Anfrage nicht die Existenz des neuen Trojaners, wollte aber keine Auskunft dar&uuml;ber erteilen, ob und wie h&auml;ufig das &Uuml;berwachungsprogramm bereits zum Einsatz gekommen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/trojaner-101.html%20\">tagesschau.de<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der Staatstrojaner frisst die Grundrechte auf<\/strong><br>\nNoch nie gab es in der Geschichte der Bundesrepublik einen gr&ouml;&szlig;eren, umfassenderen, weitreichenderen, heimlicheren und gef&auml;hrlicheren Grundrechtseingriff: Das Bundeskriminalamt hat damit begonnen, sogenannte Staatstrojaner auf privaten Computern, Laptops und Handys zu installieren. Damit k&ouml;nnen s&auml;mtliche Daten ausgeleitet, damit kann das gesamte Computer-Nutzungsverhalten eines Menschen in Gegenwart und Vergangenheit &uuml;berwacht werden.<br>\nVor dem Zugriff ist nichts und niemand sicher; auf verschl&uuml;sselte Informationen &ndash; wie bei Whatsapp &ndash; wird schon zugegriffen, bevor sie verschl&uuml;sselt werden. M&ouml;glich ist auch der Live-Zugriff, also der heimliche Blick &uuml;ber die Schulter des Betroffenen. Die Eingriffsintensit&auml;t sprengt alles bisher im Rechtsstaat Bundesrepublik Dagewesene.<br>\nNat&uuml;rlich sind im Gesetz &uuml;ber die Quellen-Telekommunikations-&Uuml;berwachung (es wurde im vergangenen Sommer hastig verabschiedet) Voraussetzungen f&uuml;r diesen Zugriff formuliert, den Richter genehmigen m&uuml;ssen. Aber die Voraussetzungen sind vage und die F&auml;higkeiten der Trojaner entfalten sich au&szlig;er Kontrolle der Richter; die Betroffenen erfahren vom Zugriff irgendwann in ferner Zukunft, wenn keine &ldquo;Zweckgef&auml;hrdung&rdquo; mehr zu bef&uuml;rchten ist. Der Staatstrojaner ist der lebende Beweis daf&uuml;r, dass in Terrorzeiten das staatliche Sicherheitsbed&uuml;rfnis strukturell unstillbar ist. Deshalb ist die furchtbarste Eigenschaft des Staatstrojaners diese: Er frisst die Grundrechte auf.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/ueberwachung-der-staatstrojaner-frisst-die-grundrechte-auf-1.3842098\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Fl&uuml;chtlinge<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>B&uuml;ttenrede von Hessens Innenminister &uuml;ber Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nKarneval hie&szlig; eigentlich, dass sich das Volk &uuml;ber die Obrigkeit lustig macht, nicht umgekehrt.<br>\nAber Hessens Innenminister Beuth spottet in dieser grauenhaften B&uuml;ttenrede lieber &uuml;ber minderj&auml;hrige Fl&uuml;chtlinge (!), von denen bekannterma&szlig;en viele schwer traumatisiert und vor Kriegen geflohen sind, Angeh&ouml;rige verloren haben und ihre Familien zur&uuml;cklassen mussten. Was daran lustig sein soll, derart nach unten zu treten, und sich &uuml;ber Menschen lustig zu machen, die oft Schlimmes erlebt haben, ist mir ein R&auml;tsel.<br>\nUnd so schlimm wie der Inhalt ist auch die Art des Vortrags.<br>\nPeinlich dieser Innenminister.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/JanineWissler\/videos\/1601204219969816\/%20\">Janine Wissler via Facebook<\/a><\/li>\n<li><strong>Wie eine Zeitarbeitsfirma Fl&uuml;chtlinge integriert<\/strong><br>\nBei Social Bee geht es nicht ums knallharte Gesch&auml;ft, sondern darum, Asylbewerber in kurzer Zeit fit zu machen f&uuml;r den Arbeitsmarkt. (&hellip;)<br>\nSocial Bee ist eine Zeitarbeitsfirma. Das hei&szlig;t, die Fl&uuml;chtlinge sind dort angestellt, werden aber an Firmen &ldquo;verliehen&rdquo;. Diese Unternehmensform sei f&uuml;r sie ein praktisches Konstrukt, sagen die Gr&uuml;nder Zarah Bruhn, 26, und Maximilian Felsner, 27. Zeitarbeitsfirmen seien ja normalerweise &ldquo;ein knallhartes Gesch&auml;ft&rdquo;, so Felsner. Bei Social Bee aber habe man sie neu interpretiert. Nicht umsonst ist die Firma mit dem sozialen Namen als gemeinn&uuml;tzig anerkannt, das Unternehmen arbeite ohne Gewinnerzielungsabsicht, der gesellschaftliche Mehrwert stehe im Vordergrund. &ldquo;Wir sind ein Integrationsdienstleister&rdquo;, betont Bruhn.<br>\nDie Fl&uuml;chtlinge sind bei Social Bee angestellt und verdienen mindestens 9,23 Euro die Stunde, je nach Branche k&ouml;nnen Zuschl&auml;ge dazu kommen. Zur Verf&uuml;gung gestellt werden ihnen ein MVV-Ticket und Sprachkurse sowie eine Sozialp&auml;dagogin als Ansprechpartnerin. Den Unternehmen, in denen die Mitarbeiter eingesetzt werden, nimmt Social Bee s&auml;mtliche Formalit&auml;ten ab, von der Auswahl des passenden Kandidaten &uuml;ber die Arbeitserlaubnis bis zur Motivation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/asylbewerber-wie-eine-zeitarbeitsfirma-fluechtlinge-integriert-1.3549684\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.S.:<\/strong> Derzeit sind in vielen deutschen Gro&szlig;st&auml;dten Werbeplakate des M&uuml;nchener Startup Unternehmens &ldquo;Social Bee&rdquo; zu sehen. Auf diesen Plakaten werden Fl&uuml;chtlinge als billige Arbeitskr&auml;fte angepriesen.<\/em><br>\n<em>Die Slogans grenzen dabei an Real-Satire:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Ich bin zielorientiert. Auf der Flucht war ich drei Monate lang zu Fu&szlig; unterwegs.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Oder:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>\n&ldquo;Ich bin stressresistent. Auf der Flucht wurde ich verhaftet und mehrere Tage verh&ouml;rt&rdquo;. (&hellip;)\n<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Gesponsert wird das Ganze von globalen Firmen wie Facebook, aber auch von der Werbeagentur Jung von Matt, die bswp. f&uuml;r die Wahlampagne von Angela Merkel zust&auml;ndig waren. Bei den Jobs handelt es sich nat&uuml;rlich um keine Festanstellungen, sondern um billige Leih- und Zeitarbeitsverh&auml;ltnisse.<\/em><br>\n<em>Meines Erachtens zeigt sich an dieser Aktion die ganze Perversion des neo-liberalen Wirtschaftsystems. Selbst eine Flucht vor Krieg oder Hunger wird zu einer &ldquo;unternehmerischen Leistung&rdquo; stilisiert, die dem Interesse von Unternehmen dienen k&ouml;nnte.<\/em><br>\n<em>Es geht mir bei der Kritik dieser Aktion keineswegs um ein nationalistische Drohgeb&auml;rden, dass billige ausl&auml;ndische Arbeitskr&auml;fte &ldquo;unsere&rdquo; Arbeitspl&auml;tze gef&auml;hrden. Viel eher zeigt diese Aktion, wie r&uuml;cksichtslos und, man kann es nicht anders ausdr&uuml;cken, menschenverachtend neo-liberale Akteure selbst mit den Schw&auml;chsten unserer Gesellschaft umgehen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Der &bdquo;SZ&ldquo;-Artikel ist zwar etwa ein halbes Jahr alt, d&uuml;rfte aber dennoch kaum etwas an Aktualit&auml;t eingeb&uuml;&szlig;t haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Bemerkenswert ist auch, dass die Firma auf <a href=\"https:\/\/www.social-bee.eu\/\">ihrer Homepage<\/a> darauf hinweist: &bdquo;Bekannt aus&ldquo; und dann u.a. die S&uuml;ddeutsche Zeitung nennt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Israels Gesch&auml;ft mit dem Tod<\/strong><br>\nDie geheimen Waffenlieferungen an Diktaturen<br>\nVon Myanmar &uuml;ber S&uuml;dsudan bis in die arabischen Golfstaaten versucht Israel, seine Waffenlieferungen an Diktatoren zu vertuschen, die in brutale Kriege verwickelt sind.<br>\nIsrael bildet sich viel darauf ein, eine freie, demokratische Gesellschaft zu sein, ein Teil der westlichen Welt. Nun ja, nicht wirklich. Zumindest wenn es um zwei wichtige Bereiche geht.<br>\nEiner davon &ndash; die alles andere &uuml;berragt &ndash; ist die Besatzung des Westjordanlands unter der eisernen Faust des israelischen Milit&auml;rs, die ihren pal&auml;stinensischen Bewohnern s&auml;mtliche b&uuml;rgerlichen und demokratischen Grundrechte vorenth&auml;lt.<br>\nDer zweite Bereich, in dem der Mangel an Transparenz offensichtlich ist und die Regierung versucht hat, Informationen zu vertuschen, sind die Milit&auml;rexporte des Landes. Auch hier ist die Zensur allgegenw&auml;rtig und unterdr&uuml;ckt s&auml;mtliche Informationen, die die Regierung und das Sicherheitsestablishment m&ouml;glicherweise in Misskredit bringen k&ouml;nnten. Wir reden hier von Waffenverk&auml;ufen an Diktatoren, Terrorregimes, Verletzer von Menschenrechten und anderen zwielichtigen Regierungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/justicenow.de\/2018-01-28\/israels-geschaeft-mit-dem-tod\/%20\">JusticeNow!<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Fake-News gestern und heute &ndash; CIA-Veteran blickt auf 70-j&auml;hrige Geschichte von Desinformation zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDas Thema Desinformation ist in aller Munde. Westliche Medien zeigen selbstgerecht mit dem Finger auf Russland, das angeblich eine solche betreibe. CIA-Veteran Philip Giraldi blickt hingegen auf eine diesbez&uuml;gliche 70-j&auml;hrige Praxis im US-Geheimdienst zur&uuml;ck.<br>\nDer Pr&auml;sident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, hat j&uuml;ngst den Fake-News-Award an US-amerikanische Kan&auml;le und Zeitungen wie die New York Times vergeben. Die Zeitung hat sich seit Trumps ersten Erfolgen im Wahlkampf bei kritischen Berichten &uuml;ber den sp&auml;teren Wahlsieger auch auf vertrauliche Informationen von Geheimdiensten berufen. Die Vorstellung, dass Geheimdienste die Berichterstattung gro&szlig;er Medien beeinflussen k&ouml;nnten, wird aber vor allem Auslandsmedien zugeschrieben, vor allem russischen Kan&auml;len. Erst vor wenigen Monaten hat die US-Regierung RT America gezwungen, sich als &ldquo;ausl&auml;ndischer Agent&rdquo; zu registrieren und in den westlichen Medien wiederholen sich die Vorw&uuml;rfe angeblicher russischer Desinformationskampagen st&auml;ndig und unkritisch.<br>\nFake-News sind laut Duden &ldquo;in den Medien und im Internet, besonders in den Social Media, in manipulativer Absicht verbreitete Falschmeldungen&rdquo;. Zudem wird die Bezeichnung gern als Kampfbegriff verwendet, um bestimmte Meldungen oder Quellen von Meldungen zu diffamieren oder gar offen zu zensieren.<br>\nGeheimdienste machen sich im Rahmen ihrer verdeckten Aktionen bereits seit Jahrzehnten die M&ouml;glichkeit zunutze, gef&auml;lschte Nachrichten, so genannte &ldquo;Desinformation&rdquo;, zu verbreiten, um die &ouml;ffentliche Meinung zu beeinflussen oder das Funktionieren einer Regierung oder einer Gruppe zu st&ouml;ren, die man als feindlich ansieht. Der US-Auslandsnachrichtendienst CIA baue diesbez&uuml;glich mittlerweile auf eine seit gut 70 Jahren erprobte Praxis, schreibt Philip Giraldi. Dieser blickt auf eine reichhaltige eigene praktische Erfahrung im US-Geheimdienst zur&uuml;ck, gut 18 Jahre lang arbeitete er selbst f&uuml;r die CIA in der T&uuml;rkei, Italien, Deutschland und Spanien, anschlie&szlig;end war er als Berater und Kommentator t&auml;tig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/deutsch.rt.com\/international\/64190-fake-news-gestern-und-heute-cia-veteran-geheimdienst-desinformation\/%20\">RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>GRoKo<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Schulz strebt offenbar Ministeramt an<\/strong><br>\nDie heute begonnenen Koalitionsverhandlungen von Union und SPD sollen m&ouml;glichst bis zum vierten Februar abgeschlossen werden. (&hellip;)<br>\nDie Sozialdemokraten dr&auml;ngen auf &Auml;nderungen in der Gesundheitspolitik, beim Familiennachzug f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge mit eingeschr&auml;nktem Schutzstatus sowie bei der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsvertr&auml;gen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie rief die Verhandlungspartner auf, in der Wirtschaftspolitik mehr Ambition und Gestaltungskraft zu zeigen.<br>\nSollte eine neue Gro&szlig;e Koalition zustandekommen, will SPD-Chef Schulz nach Informationen des &ldquo;Spiegel&rdquo; ein Ministeramt &uuml;bernehmen. Das Magazin berichtet unter Berufung auf einen der stellvertretenden Parteivorsitzenden, Schulz habe mehreren Mitgliedern der SPD-Spitze zu verstehen gegeben, dass ein Verzicht f&uuml;r ihn nicht in Frage komme. Der designierte SPD-Chef in Th&uuml;ringen, Tiefensee, hatte einen Verzicht von Schulz gefordert und argumentiert, Schulz m&uuml;sse zu seinem Wort stehen. Der SPD-Bundesvorsitzende hatte nach der Bundestagswahl ausgeschlossen, dass er ein Minsteramt in einem Kabinett Merkel &uuml;bernehmen k&ouml;nnte. Allerdings hatte er damals auch eine Neuauflage der Koalition mit CDU und CSU vehement abgelehnt. Laut &ldquo;Spiegel&rdquo; ist Schulz am Au&szlig;en- oder am Finanzministerium interessiert. Auch CSU-Chef Seehofer wolle unter bestimmten Voraussetzungen ins Kabinett eintreten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/koalitionsgespraeche-schulz-strebt-offenbar-ministeramt-an.1939.de.html?drn:news_id=843630%20\">Dlf24<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Von wegen &bdquo;Erneuerung&ldquo; der SPD. Das Spitzenpersonal der SPD scheint offenbar zielgenau jedes &bdquo;Fettn&auml;pfchen&ldquo; anzusteuern: Nun d&uuml;rfte die Glaubw&uuml;rdigkeit &ndash; insbesondere die des SPD-Bundesvorsitzenden Schulz &ndash; komplett ruiniert sein. Nicht mal ein Dementi f&uuml;r das Anstreben eines Ministeramtes soll es gegeben haben.<\/em><\/p>\n<p><em>Und weshalb sollen die Koalitionsverhandlungen pl&ouml;tzlich so schnell gehen? Sollte etwa doch nicht ernsthaft verhandelt werden? War das &bdquo;dummes Geschw&auml;tz von gestern&ldquo; &ndash; lediglich um die Mehrheit der Delegierten auf den Parteitag zu bekommen?<\/em><\/p>\n<p><em>Hat die SPD-Spitze um die Herren Schulz und Klingbeil, aber auch Frau Nahles sowie die Herren Gabriel, Oppermann und Scholz Angst, dieses Mal k&ouml;nnte das Ergebnis der Mitgliederentscheidung anders ausfallen als offenbar gew&uuml;nscht &ndash; nach 2013 dieses Mal gegen eine erneute Koalition mit den Unionsparteien? Machen sich diese Personen eigentlich Sorgen um die Menschen in diesem Land oder doch eher um das eigene Wohlergehen?<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/wwww.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/180129_aufbruch_kol.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><\/li>\n<li><strong>Was vom &ldquo;Neustart&rdquo; &uuml;brig blieb<\/strong><br>\nEin Pflege-Azubi, der sich mit Kanzlerin Merkel anlegt. Diese Szene aus der TV-Wahlarena hat Schlagzeilen gemacht und das Thema kurz vor der Bundestagswahl auf die politische B&uuml;hne katapultiert.<br>\n&ldquo;Jeden Tag wird Artikel 1 Grundgesetz gebrochen, &lsquo;die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar'&rdquo;, emp&ouml;rte sich damals der 21-j&auml;hrige Alexander Jorde. Ein Pfleger f&uuml;r 20 Patienten; Menschen, die stundenlang in ihren Ausscheidungen l&auml;gen; Pflegekr&auml;fte kurz vorm Burnout. Seine Entr&uuml;stung, seine Wut und seine mutigen Gegenfragen an Merkel elektrisierten Zuschauer, Medien und auch Politiker.<br>\nIn der Wahlarena machte die CDU-Vorsitzende Merkel eher vage Aussagen, doch das Thema nahm Fahrt auf. Eine Woche sp&auml;ter legte SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz in der TV-Wahlsendung nach: Er stellte &ldquo;einen kompletten Neustart&rdquo; in der Pflegepolitik in Aussicht und versprach 30 Prozent mehr Gehalt. (&hellip;)<br>\nUnd jetzt? Gut vier Monate sp&auml;ter treffen wir Alexander Jorde an seinem Arbeitsplatz im Krankenhaus in Hildesheim. Das Sondierungspapier hat er l&auml;ngst gelesen, nur statt Neustart liest er daraus ein &ldquo;Weiter so&rdquo;. &ldquo;In der Politik ist noch nicht angekommen, wie gro&szlig; der Handlungsbedarf ist. Das Thema Pflege sollte eigentlich mit ganz vorne im Sondierungspapier stehen und nicht erst mittendrin mit ein paar Nebens&auml;tzen.&rdquo;<br>\nAuch Professor Heinz Rothgang ist ern&uuml;chtert von dem, was er auf Seite 14 des 28-seitigen Sondierungspapiers zum Thema Pflege liest. &ldquo;Da stehen in erster Linie Dinge drin, die schon auf den Weg gebracht wurden und teilweise schon im Gesetz festgeschrieben sind&rdquo;, meint der Experte.<br>\nEin Beispiel: Bereits 2015 hatte der Bundestag mehr Personal f&uuml;r Altenpflegeheime versprochen. Daf&uuml;r sollte ein Personalschl&uuml;ssel entwickelt werden. Der Auftrag ging an das Institut von Heinz Rothgang in Bremen und seitdem arbeitet er fast t&auml;glich daran. Entsprechend verwundert ist der Professor, dass dieses Vorhaben nun als Ergebnis der Sondierungsgespr&auml;che dargestellt wird.<br>\nAuch die im Papier angek&uuml;ndigten 8000 zus&auml;tzlichen Fachkraftstellen in Pflegeeinrichtungen sorgen eher f&uuml;r Kopfsch&uuml;tteln. &ldquo;In Deutschland gibt es 13.000 Altenpflege-Einrichtungen, wenn wir nun 8000 neue Stellen bekommen, dann bedeutet das nicht mal f&uuml;r jede Einrichtung eine neue Stelle&rdquo;, erkl&auml;rt die ver.di Fachbereichsleiterin Sylvia B&uuml;hler. &ldquo;Damit l&ouml;st man nat&uuml;rlich das dringende Problem nicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/groko-pflege-101.html\">tagesschau.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Trump&rsquo;s &ldquo;Fake News Awards&rdquo; Are Both Absurd and Dangerous<\/strong><br>\nBehavioral science research suggests they could actually give weight to his media-bashing agenda<br>\nDonald Trump&rsquo;s &ldquo;Fake News Awards&rdquo; for what he calls &ldquo;the most corrupt &amp; biased of the Mainstream Media&rdquo; have drawn mockery. However, behavioral science research suggests they are deadly serious. These awards could create an institution for Trump&rsquo;s relentless attacks on mainstream media and position Trump as the only voice who gets to determine truthful media. Unfortunately, the typical style of news coverage will perpetuate Trump&rsquo;s agenda. However, a different style informed by behavioral science strategies would convey more accurate information and address the damage from the Fake News Awards.<br>\nThe purpose of any award is to create an institutionalized way of promoting a certain cause through drawing public attention. As an example, consider perhaps the most well-known prize in the world, the Nobel Prize, awarded for the most important scientific and cultural advances. Every year, the media is filled with headlines describing the awards and their recipients, resulting in significant public attention that uplifts the importance of science and culture.<br>\nThis attention taps into the &ldquo;availability heuristic,&rdquo; our tendency to assign excessive importance to whatever happens to be at the forefront of our minds, and the &ldquo;priming effect,&rdquo; where we perceive exaggerated connections between past and future stimuli. Thus, the Nobel Prize causes the public to focus on scientific and cultural achievements, and interpret future advances in light of the winners of last year&rsquo;s Nobel Prize.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/blogs.scientificamerican.com\/observations\/trumps-fake-news-awards-are-both-absurd-and-dangerous\/?utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=weekly-review&amp;utm_content=link&amp;utm_term=\">Scientific American<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.S.:<\/strong> Ein aufschlussreicher Artikel &uuml;ber verhaltenswissenschaftliche Wirkprinzipien der Meinungsmache am Beispiel von Trump&acute;s Fake News Awards mit Vorschl&auml;gen dem zu begegnen, sehr lesenswert (in englisch).<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Die Einsamkeit des Yanis Varoufakis &ndash; Ein echter Br&uuml;sseler Krimi<\/strong><br>\nDies ist die Selbstauskunft eines echten tragischen Helden in der Europ&auml;ischen Union. 162 Tage war Yanis Varoufakis 2015 Finanzminister des linken Parteienb&uuml;ndnisses Syriza in Griechenland.In einer gigantischen Anstrengung versuchte er, die EU und die internationalen Gl&auml;ubiger davon zu &uuml;berzeugen, ein Konzept &ouml;konomischer Vernunft f&uuml;r sein bankrottes Land zu akzeptieren &ndash; und scheiterte krachend. Nun beschreibt er minuti&ouml;s den Prozess seines Scheiterns &ndash; und liefert so ein Lehrbuch f&uuml;r alle, die sich mit der Hoffnung auf eine emanzipatorische Ver&auml;nderung systemischer Macht in die institutionelle Politik wagen. Es geht also um Macht.<br>\nGleich zu Beginn gibt Varoufakis eine Einsch&auml;tzung systemischer Macht von globalen Banken, multinationalen Konzernen und von Regierungen. Er spricht von &bdquo;Super Black Boxes&ldquo;, die auch von den Akteuren nicht ganz verstanden werden: &bdquo;Was sich f&uuml;r viele wie eine Verschw&ouml;rung der M&auml;chtigen anf&uuml;hlt, ist einfach etwas, das bei jedem Netzwerk von Super Black Boxes spontan entsteht&ldquo;(S.19). Der Schl&uuml;ssel dazu seien Exklusion und Intransparenz, die Outsider entweder ausschlie&szlig;en oder kooptieren. &bdquo;Solche Netze entwickeln sich organisch und werden von einer Eigendynamik angetrieben, die kein Einzelner kontrollieren kann &hellip;&ldquo;(S.20). Deutlich wird an Varoufakis&rsquo; Beispiel aber auch, dass es f&uuml;r die Teilhabe an diesen Netzwerken vor allem um die eisenharte Einhaltung der hier herrschenden Regeln geht und die Akteure jeden Regelversto&szlig; mit kollektiver Bestrafung ahnden. &bdquo;Goodsmelling Natives&ldquo; nannte der Berliner K&uuml;nstler Thomas Schulz sie in einem seiner Projekte &uuml;ber die Br&uuml;sseler Szenerie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/kassel-zeitung.de\/cms1\/index.php?\/archives\/17468-Die-Einsamkeit-des-Yanis-Varoufakis-Ein-echter-Bruesseler-Krimi.html\">kassel-zeitung<\/a>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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