{"id":42140,"date":"2018-01-30T08:15:53","date_gmt":"2018-01-30T07:15:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140"},"modified":"2018-01-30T08:15:53","modified_gmt":"2018-01-30T07:15:53","slug":"hinweise-des-tages-3048","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h01\">Gabriele Krone-Schmalz: &bdquo;Sanktionen sind eine Katastrophe&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h02\">Could this be our Momentum moment in Germany?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h03\">Pl&ouml;tzlich &bdquo;Rechtspopulistin&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h04\">Die Misere der deutschen Linken &ndash; und ein Ausweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h05\">Jugendforscher zur Haltung junger Politiker &ldquo;Noch nie so angepasst&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h06\">Davos &ndash; das globale Kapital ist begeistert von Trumps Offerten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h07\">Feudale USA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h08\">Afrin: Entfesselte Geopolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h09\">Syrische Kurden zwischen Krieg, Erpressung und Verrat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h10\">GroKo in spe attackiert Mitbestimmung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h11\">Fast jede zweite Anstellung in der Leiharbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h12\">Holt euch, was euch zusteht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h13\">Wie das TINA-Prinzip die Demokratie schw&auml;cht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h14\">Auffangl&auml;nder f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h15\">Tagesschau macht Buhrufe gegen Trump lauter &ndash; Manipulation oder &bdquo;journalistische Pr&auml;zision&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h16\">Der Philosophen-Pr&auml;sident Emmanuel Macron<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h17\">Thomas Fischers Zeit-kritische Anmerkungen zum Medien-&bdquo;Tribunal&ldquo; gegen Dieter Wedel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42140#h18\">Robert Parry&rsquo;s Legacy and the Future of Consortiumnews<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gabriele Krone-Schmalz: &bdquo;Sanktionen sind eine Katastrophe&ldquo;<\/strong><br>\nWas ist Ihrer Ansicht nach der Grund, wieso Russland im Westen d&auml;monisiert wird?<br>\nGabriele Krone-Schmalz: Zum einen sind viele Vorstellungen und Denkmuster, die aus der Zeit des Kalten Krieges stammen, noch immer sehr stabil. Zum anderen hilft ein simples Gut-B&ouml;se-Schema dabei, sich in einer Welt, die immer komplizierter wird, besser zu orientieren.<br>\nWas verbirgt sich hinter dem Begriff &bdquo;Antirussismus&ldquo;, den Sie in Ihrem aktuellen Buch &bdquo;Eiszeit&ldquo; verwenden?<br>\nKrone-Schmalz: Antirussismus habe ich erw&auml;hnt, weil es den Begriff im Gegensatz zum Antiamerikanismus eigentlich gar nicht gibt. Bei der Google-Suche wird man gefragt, ob man sich nicht vertippt und stattdessen Antirassismus gemeint habe. Wenn es den Begriff Antirussismus im allgemeinen Sprachgebrauch g&auml;be, dann w&uuml;rde man einige Themen wom&ouml;glich anders beurteilen. [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/ostexperte.de\/gabriele-krone-schmalz\">Ostexperte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Could this be our Momentum moment in Germany?<\/strong><br>\n[&hellip;] The parallels to Corbyn and Momentum are striking. Within the SPD as within Labour, the struggle pitches a grassroots longing for change against an establishment offering more of the same. In a dynamic redolent of the Corbyn leadership campaigns, thousands have joined the SPD since Sunday to vote in the ballot.<br>\nSimilarly, the NoGroKo campaign is an attempt to rejuvenate a decaying social democratic party, rather than start a new one. It has inspired an alliance between the young, older members, returning members and the broader left. As with Labour, it&rsquo;s this alliance that can credibly renew the party from below.<br>\nMost of all, Corbyn and Momentum&rsquo;s success in completely reframing the British political narrative gives us the most precious resource: hope. Our greatest obstacle is not the SPD leadership, but rather the resignation of those do not yet believe that meaningful change is possible. Momentum provides the blueprint, vision and skills &ndash; but more than that, proof of concept.<br>\nThe assertion by some in the SPD establishment that a Corbyn-style shift would be impossible for the SPD in the German proportional representation system betrays how badly they misunderstand the Corbyn phenomena. Supporters did not flock to Corbyn&rsquo;s Labour because of his personality &ndash; but rather because he credibly represented an unflinching set of values.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.theguardian.com\/commentisfree\/2018\/jan\/26\/momentum-moment-germany-nogroko-grassroots-initiative\">Steve Hudson im Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Hudsons nette Geschichte hat einen gewaltigen Haken. In Gro&szlig;britannien kam die &bdquo;Revolution&ldquo;, gef&ouml;rdert durch mutige Gewerkschaften, von oben und wurde durch die Basis mit massenhaften Parteieintritten gerettet. In der SPD ist &bdquo;oben&ldquo; niemand, der glaubhaft eine Alternative vertreten k&ouml;nnte und die Gewerkschaften sind konservativ bis ins Mark und zertrampeln jede progressive Idee bereits im Keimstadium. Beim Momentum gab es immer eine Perspektive auf einen progressiven Wandel. Bei der SPD gibt es diese Perspektive nicht, so traurig es ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Pl&ouml;tzlich &bdquo;Rechtspopulistin&ldquo;<\/strong><br>\nDie gesinnungsrichtlichen Leitplanken werden immer enger gelegt. &bdquo;Linke&ldquo; machen bei diesem Treiben bedenkenlos mit. Wer es wie Sahra Wagenknecht wagt, auszuscheren, bekommt von der politisch korrekten Wohlf&uuml;hlgemeinschaft Hausverbot.<br>\nDas Beispiel Sahra Wagenknecht zeigt einmal mehr, welch totalit&auml;res Potenzial der Schutz der liberalen Wertegemeinschaft vor sich selbst haben kann. Denn dieser Selbstschutz zielt auf die chronische Entkernung des Schlagabtauschs, die Kassierung missliebiger Meinungen. Der schriller werdende Ton, der immer wahllosere R&uuml;ckgriff auf Totschlag Argumente und Rassismuskeulen, auf pers&ouml;nliche Diffamierungen und Verleumdungen zeitigen die Aufk&uuml;ndigung einer ma&szlig;vollen, aufgekl&auml;rten und freien Debattenkultur.<br>\nDurch eine unverbesserliche Linke auf der einen und ein politmediales Establishment auf der anderen Seite wird die &Ouml;ffentlichkeit zu einem &bdquo;Safe-Space&ldquo; entfremdet. Damit breitet sich ein Ph&auml;nomen aus, dass unter dieser Wortsch&ouml;pfung seinen Anfang an britischen Universit&auml;ten genommen hat. Dort fordern Studenten einen Schutz- oder Sicherheitsraum f&uuml;r die eigenen Befindlichkeiten und Weltanschauungen. Man k&ouml;nnte es auch eine bewusst gew&auml;hlte, analoge &bdquo;Filterblase&ldquo; nennen.<br>\nWas wie eine Realsatire klingt, ist bitterer Ernst: Wie die FAZ berichtete, schlug kurz vor Weihnachten 2015 eine Gruppe von britischen Professoren Alarm und sprach von einer &bdquo;zutiefst besorgniserregenden Entwicklung&ldquo;. Eine Kultur, die den freien Austausch von Ideen beschr&auml;nke, f&ouml;rdere die Selbstzensur und mache Menschen Angst, ihre Meinung zu &auml;u&szlig;ern: &bdquo;Dies droht das Wesen der Demokratie zu zerst&ouml;ren.&ldquo;<br>\nDie Vorg&auml;nge in den britischen Universit&auml;ten sind l&auml;ngst zu einem allgemeinen Trend geworden. Ins Bild passt da, dass hierzulande das Bundesinnenministerium nun ernsthaft &uuml;ber die Einrichtung eines &bdquo;Abwehrzentrums gegen Desinformation&ldquo; &ndash; b&ouml;se Zungen sprechen von einem orwellschen Wahrheitsministerium &ndash; nachdenkt. Was der Zensur w&uuml;rdig ist, entscheidet dann eine zust&auml;ndige Beh&ouml;rde &ndash; das Monopol auf &bdquo;Fake News&ldquo; verbleibt dann wieder bei den etablierten Leitmedien. Dass dieser Schuss auch nach hinten losgehen kann &ndash; diese Spitze sei kurz erlaubt &ndash; bewies Donald Trump w&auml;hrend seiner ersten Pressekonferenz als gew&auml;hlter US-Pr&auml;sident.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/le-bohemien.net\/2017\/01\/28\/sahra-wagenknecht-ploetzlich-rechtspopulistin\/\">le bohemien<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Misere der deutschen Linken &ndash; und ein Ausweg<\/strong><br>\nBesonders problematisch f&uuml;r die langfristige Mehrheitsf&auml;higkeit linker Politik ist die Beobachtung, dass die &auml;rmsten Gruppen der Bev&ouml;lkerung sich dauerhaft aus der Politik zur&uuml;ckgezogen haben. Sie haben den Glauben daran verloren, durch den Wahlakt ihre Situation grundlegend verbessern zu k&ouml;nnen. Auch wenn die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl j&uuml;ngst etwas gestiegen ist, ist doch frappierend, wie sehr sich die Wahlenthaltung in den weniger privilegierten Gro&szlig;stadtvierteln von jener in den b&uuml;rgerlichen Villenvororten unterscheidet. In K&ouml;ln-Chorweiler beispielsweise betrug die Beteiligung bei der letzten Bundestagswahl 32 Prozent, in K&ouml;ln-Hahnwald 82 Prozent. Die Wahlenthaltung ihrer alten Kernklientel trifft linke Parteien &uuml;berproportional hart, w&auml;hrend liberale und konservative Parteien davon profitieren.<br>\nDie zweite Entwicklung, die die strukturelle Mehrheitsf&auml;higkeit linker Politik in Deutschland langfristig in Frage stellt, ist die Tatsache, dass zunehmend mehr Arbeiter und selbst Gewerkschafter die neoliberal-rechtspopulistische AfD w&auml;hlen. Hier geht es nicht um die &Auml;rmsten der Armen, sondern Angeh&ouml;rige der unteren Mittelschichten, denen es derzeit materiell gut geht, die langfristig aber ihren sozialen Abstieg bef&uuml;rchten. Sie wenden sich von linken Parteien ab, weil jene auf ihre Sorgen &ndash; ungebremste Globalisierung, verst&auml;rkte Migration, europ&auml;ische Zentralisierung &ndash; nicht eingehen oder sogar mit ihren politischen Initiativen noch zu intensivieren drohen. Sozialdemokratische und linke Parteien verlieren so zunehmend ihren Charakter als &bdquo;Arbeiterparteien&ldquo; an rechtspopulistische Mitbewerber &ndash; eine Entwicklung, die wir unter anderem auch in Frankreich (Front National) und in &Ouml;sterreich (FP&Ouml;) beobachten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.westendverlag.de\/kommentare\/die-misere-der-deutschen-linken-und-ein-ausweg\/\">Andreas N&ouml;lke auf den Seiten des Westend Verlag<\/a>\n<p><em>Im Laufe des Vormittags folgt auf den NachDenkSeiten ein Interview mit Andreas N&ouml;lke.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Jugendforscher zur Haltung junger Politiker &ldquo;Noch nie so angepasst&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;Wenn man Kevin K&uuml;hnert in eine Zeitmaschine setzen w&uuml;rde und nach 40 Jahren die T&uuml;r &ouml;ffnet, w&uuml;rde einem Martin Schulz entgegenkommen&rdquo;, sagte Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier im Dlf. Junge Leute h&auml;tten nichts anderes in Sinn, als innerhalb der Parteikultur Karriere zu machen.<br>\n(&hellip;)<br>\nHeuer: Und die hat dann auch Linke wie Kevin K&uuml;hnert angesteckt?<br>\nHeinzlmaier: Ja nat&uuml;rlich! Ich meine, an der SPD ist ja gar nichts links. Insofern kann auch Kevin K&uuml;hnert nicht links sein und am Ende des Tages gehen sie alle denselben Weg &ndash; das ist jetzt auch ein Stereotyp, aber es ist doch so &ndash; von links unten nach Mitte oben. So wird auch diese politische Biografie verlaufen.<br>\nHeuer: Kennen Sie einen jungen Politiker, der so ist, wie Sie ihn sich vorstellen w&uuml;rden im Idealfall?<br>\nHeinzlmaier: Die, die bekannt sind, da kenne ich eigentlich keinen einzigen. So viele, die da jetzt Pr&auml;senz zeigen, gibt es nicht. Ein Idealbild kann man ja sowieso nie erreichen. Aber die, die jetzt am Werke sind, sind schon alle sehr am individuellen Vorteil ausgerichtet und Konformisten. Alles andere ist rebellisch.<br>\nHeinzlmaier: Die, die bekannt sind, da kenne ich eigentlich keinen einzigen. So viele, die da jetzt Pr&auml;senz zeigen, gibt es nicht. Ein Idealbild kann man ja sowieso nie erreichen. Aber die, die jetzt am Werke sind, sind schon alle sehr am individuellen Vorteil ausgerichtet und Konformisten. Alles andere ist rebellisch.<br>\nHeuer: Herr Heinzlmaier, dann streiche ich jetzt meine Fragen zu Sebastian Kurz, Emmanuel Macron, Christian Lindner, und stelle Ihnen die, die ich mir danach notiert habe. Gibt es auch Junge in alter Verkleidung, also jung im Kopf, aber alte Menschen, die aber tats&auml;chlicher rebellischer und reformfreudiger sind als junge Politiker?<br>\nHeinzlmaier: Ich glaube, es ist eine allgemeine Kultur der Anpassung und des Konformismus. Ich kenne jetzt auch keine rebellischen Alten. Das Alter ist ohnehin erm&uuml;det. Ich glaube auch, diese ganze 68er-Kultur, das sind heute erm&uuml;dete &auml;ltere Damen und Herren, die dann noch ab und zu etwas zum Besten geben. Aber ich denke, diese Unterscheidung zwischen Jung und Alt trifft es heute &uuml;berhaupt gar nicht mehr, sondern zu bewerten ist diese gesamte politische Kultur, und diese gesamte politische Kultur ist zu einer konformistischen, angepassten, redundanten Kultur geworden. Wenn Sie Sebastian Kurz erw&auml;hnen, ein typisches Beispiel. Er ist das Paradebeispiel f&uuml;r einen fr&uuml;h gealterten jungen Menschen. Der ist so konformistisch, dass er sogar, wenn er jemand die Hand sch&uuml;ttelt, noch einen Diener macht, dass er sich gleich vorbeugt. Er wirkt wie ein junger Mensch, der gerade zur Konfirmation geht. Das betrifft aber bitte die ganze Gesellschaft und solche Menschen hat man gern, die sieht man gern. Das sind Menschen, die man liebt. So stellt man sich die Jugend vor und so repr&auml;sentiert er sich dann auch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/jugendforscher-zur-haltung-junger-politiker-noch-nie-so.694.de.html?dram:article_id=409463\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> &bdquo;&hellip; an der SPD ist ja gar nichts links.&ldquo; Das kann man nicht treffender formulieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Davos &ndash; das globale Kapital ist begeistert von Trumps Offerten<\/strong><br>\nDie S&uuml;ddeutsche Zeitung zog am letzten Tag des Weltwirtschaftsforums in Davos ihr Fazit: &bdquo;US-Pr&auml;sident Trump zerschl&auml;gt gerade den Ordnungsrahmen der Weltwirtschaft.&ldquo; Schon am Tag zuvor wussten die liberal-neoliberalen Journalisten: &bdquo;Davos steht f&uuml;r das Gegenteil von Trumps Politik.&ldquo; Beide Wertungen k&ouml;nnten falscher nicht sein. Trump hat den &bdquo;Ordnungsrahmen der Weltwirtschaft&ldquo; nicht zerschlagen. Er hat ihn im vorgegebenen Sinn &bdquo;weiterentwickelt&ldquo;. Das neoliberale Credo Nr. 1 lautet: Staaten sind zu betrachten als Standorte im globalen Wettbewerb, &bdquo;deren einzige sinnvolle Aufgabe es ist, die globalen Gesch&auml;fte der Elite zu erm&ouml;glichen&ldquo; (Samuel Huntington). In Davos hat diese globale Elite dem US-Pr&auml;sidenten gehuldigt und sich darauf geeinigt, dass der neoliberale Kapitalismus sich gut vertr&auml;gt mit &bdquo;protektionistischer&ldquo; Politik, wenn diese dazu f&uuml;hrt, dass die nationalen Ausbeutungsbedingungen weiter versch&auml;rft und die Profitbedingungen weiter verbessert werden. Damit entsprechen die USA des Donald Trump haargenau dem &bdquo;Geist von Davos&ldquo;, die neoliberale Globalisierung m&ouml;glichst profitoptimal im Dialog zwischen Gesch&auml;ftswelt und &bdquo;Welt der Politik&ldquo; voranzutreiben. Klaus Schwab, der 1971 das &bdquo;Weltwirtschaftsforum&ldquo; gegr&uuml;ndet hat und seitdem pr&auml;gt, gratulierte Trump zu seiner &bdquo;historischen Steuerreform&ldquo;, die einen &bdquo;enormen Wachstumsschub&ldquo; f&uuml;r die ganze Weltwirtschaft bringe. Kritik an Trump wies der neoliberale Oberglobalist Schwab als &bdquo;Missverst&auml;ndnisse&ldquo; und &bdquo;voreingenommen&ldquo; zur&uuml;ck. Davos steht mit Trump stramm in einer Reihe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.isw-muenchen.de\/2018\/01\/davos-das-globale-kapital-ist-begeistert-von-trumps-offerten\/\">isw<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Trumps neue Freunde<\/strong><br>\nZuerst wollten die Konzernlenker dem US-Pr&auml;sidenten beim WEF Paroli bieten. Doch am Ende waren sie von ihm eingenommen &ndash; denn er senkt die Steuern<br>\nWieder einmal hat er die Schlagzeilen dominiert: Die gr&ouml;&szlig;te Aufmerksamkeit auf dem diesj&auml;hrigen World Economic Forum (WEF) in Davos erhielt kein anderer als US-Pr&auml;sident Donald Trump. &raquo;Davos Man Meets America First&laquo;, &uuml;berschrieb die New York Times einen bissigen Vorabkommentar, der Trumps Auftritt am vergangenen Freitag vor dem WEF-Publikum, der Inkarnation der globalisierten Industrie- und Finanzelite, streitlustig aufs Korn nahm. Die als &ndash; vorsichtig formuliert &ndash; konflikttr&auml;chtig eingesch&auml;tzte Zusammenkunft ging dann aber erstaunlich harmonisch zu Ende. Sei das Publikum zu Beginn noch bereit gewesen, &raquo;zuzubei&szlig;en&laquo;, Trump &raquo;auszubuhen&laquo;, ja &raquo;zu hassen, was er sagt&laquo;, so habe der US-Pr&auml;sident unerwartet &raquo;den Saal mit seiner Rede beruhigt&laquo;, berichtete Frederick Kempe, Pr&auml;sident des bekannten Washingtoner Thinktanks Atlantic Council. Die Zuh&ouml;rer h&auml;tten die Veranstaltung sogar mit dem Gef&uuml;hl verlassen, &raquo;dass sie ihre Ansichten &uuml;ber ihn als Leader &uuml;berpr&uuml;fen m&uuml;ssen&laquo;, fuhr Kempe fort &ndash; eine echte &Uuml;berraschung.<br>\nDieses Mal fern davon, fremde L&auml;nder als &raquo;Shitholes&laquo; zu beschimpfen oder ihnen mit seinem &raquo;viel gr&ouml;&szlig;eren Atomknopf&laquo; zu drohen, hatte Trump den Fokus seiner Rede auf schlichte Standortwerbung gelegt. &raquo;Jetzt ist die perfekte Zeit, Ihren Betrieb und Ihre Investitionen in die Vereinigten Staaten zu bringen&laquo;, verk&uuml;ndete er in Davos. &raquo;Amerika ist der Ort zum Gesch&auml;ftemachen.&laquo; Seine Administration habe nicht nur eine Vielzahl an Vorschriften beseitigt, die der Industrie l&auml;stig gewesen seien, prahlte der US-Pr&auml;sident; sie habe vor allem auch die Unternehmenssteuer von 35 auf 21 Prozent gesenkt. Zudem seien die Energiepreise sehr niedrig.<br>\nTrumps Steuerreform hat erhebliche Teile der globalen Wirtschaftselite in der Tat &uuml;berzeugt &ndash; nicht zuletzt deutsche Unternehmen, deren mit Abstand bedeutendster ausw&auml;rtiger Investitionsstandort die Vereinigten Staaten sind. Der Bestand ihrer US-Investitionen bel&auml;uft sich auf mehr als eine Viertelbillion US-Dollar. Die Trumpsche Steuerreform hat f&uuml;r manche von ihnen durchaus Haken und &Ouml;sen; so f&uuml;hrt sie dazu, dass beispielsweise die Heidelberger Druckmaschinen AG eine Einmalzahlung von rund 25 Millionen Euro, Heidelberg-Cement sogar von gut 200 Millionen Euro leisten muss. Das sind aber eher kleinere Summen im Vergleich zu den gewaltigen Zusatzprofiten, die die Unternehmenssteuersenkung verspricht. Dank ihr hoffen zum Beispiel BMW und Daimler f&uuml;r ihre US-Werke auf einen Gewinnsprung von einer schlappen Milliarde Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/326227.trumps-neue-freunde.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Feudale USA<\/strong><br>\nIn kaum einem Land ist Verm&ouml;gen so ungleich verteilt wie in den USA. Auch unter Donald Trump hat sich daran nichts ge&auml;ndert. Ist das Land auf dem Weg in den Feudalismus?<br>\nDonald Trump ist im US-Wahlkampf mit dem Versprechen angetreten, den Sumpf in Washington trockenzulegen (&ldquo;drain the swamp&rdquo;). Sein Slogan richtete sich vor allem gegen das m&auml;chtige politische Establishment und den gro&szlig;en Einfluss der Lobbyisten in Washington. Sieht man sich ein gutes Jahr sp&auml;ter Trumps Kabinett an, muss man feststellen: Seine Regierung geh&ouml;rt zu einer der reichsten in der amerikanischen Geschichte. Neben zwei Milliard&auml;ren sitzen 13 Verm&ouml;gensmillion&auml;re in seinem Kabinett.<br>\nIn den USA ist die Verm&ouml;genskonzentration so hoch wie in kaum einem anderen Land auf der Welt. Nach einer langen Periode sinkender Ungleichheit steigt sie seit 1980 laut Thomas Pikettys World Inequality Report wieder stetig an und n&auml;hert sich dem Vorkriegsniveau. Ein Prozent der Bev&ouml;lkerung besitzt fast 42 Prozent des gesamten Verm&ouml;gens. Damit einher geht eine wachsende Politikverdrossenheit: Die Akzeptanz des US-Parlaments ist laut Umfragen des renommierten Gallup Instituts so niedrig wie noch nie in der Geschichte der USA.<br>\nAber besteht zwischen beiden Entwicklungen wirklich ein direkter Zusammenhang? Unter Bill Clinton waren die B&uuml;rger mit der Arbeit des Kongresses deutlich zufriedener, w&auml;hrend die Verm&ouml;genskonzentration ebenso wie unter Barack Obama wuchs. Auch in Obamas Kabinett war die Handelsministerin Milliard&auml;rin. Der &Ouml;konom Lawrence Summers, im zweiten Clinton-Kabinett Finanzminister und im ersten Kabinett von Barack Obama oberster Wirtschaftsberater des Pr&auml;sidenten, war ma&szlig;geblich f&uuml;r die Finanzmarktliberalisierung in den USA verantwortlich. Auch er ist zweistelliger Verm&ouml;gensmillion&auml;r<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2018-01\/vermoegensverteilung-usa-donald-trump-feudalismus\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Faszinierend. Was f&uuml;r eine Debatte. Sind die USA wirklich auf dem Weg in die Feudalisierung und nicht l&auml;ngst schon dort angekommen? Zun&auml;chst werden die krassen Entwicklungen gut analysiert, und dann werden als Gegenmittel nicht etwa wirklich zielf&uuml;hrende Ma&szlig;nahmen wie h&ouml;here verm&ouml;gensbezogene Steuern oder h&ouml;here Steuern auf Unternehmenseink&uuml;nfte empfohlen (der alte Mythos, da&szlig; Unternehmer durch h&ouml;here Steuern bestraft werden w&uuml;rden, und die l&auml;cherliche 15-Prozent-Besteuerung von Unternehmensgewinnen wird nicht einmal erw&auml;hnt). Vor allem aber wieder kein Wort zu den viel zu niedrigen L&ouml;hnen und stattdessen, unfassbar, ein Komplettumbau des Steuersystems und h&ouml;here indirekte Steuern. Weil das Land auf dem Weg in den Feudalismus ist, soll die Umverteilung von unten nach oben versch&auml;rft werden &ndash; das klingt ja fast logisch.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das Kunstst&uuml;ck muss man erst einmal hinbekommen, die soziale Polarisierung in den USA kritisieren und als L&ouml;sung noch mehr Neoliberalismus propagieren.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Afrin: Entfesselte Geopolitik<\/strong><br>\nIn Medien und Zivilgesellschaft ist der Aufschrei &uuml;ber den t&uuml;rkischen Einmarsch in den Norden Syriens gro&szlig;. Tats&auml;chlich ist er sowohl hum&auml;nit&auml;r, als auch v&ouml;lkerrechtlich in keiner Weise zu rechtfertigen. &Uuml;berraschend jedoch ist er in keiner Weise, sondern allenfalls die Fortsetzung dessen, was in Syrien seit Jahren stattfindet. Wenn nun die Bundesregierung behauptet, sie k&ouml;nnte keine v&ouml;lkerrechtliche Einordnung des t&uuml;rkischen Einmarsches vornehmen, verweist das darauf, dass sie selbst und im Rahmen von EU und NATO die G&uuml;ltigkeit des V&ouml;lkerrechts in Bezug auf Syrien schon zuvor kontinuierlich und systematisch negiert hat. Das begann bereits mit der quasi-Anerkennung einer Exilregierung und der Unterwanderung von Souver&auml;nit&auml;tsrechten des syrischen Staates, zun&auml;chst bei humanit&auml;rer Hilfe, sp&auml;ter auch bei Waffenlieferungen. Im Mai 2013 hat sie die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen&uuml;ber Syrien mitgetragen, um Waffenlieferungen Frankreichs und Gro&szlig;britanniens an Aufst&auml;ndische zu erm&ouml;glichen. Bereits nach den ersten Zwischenf&auml;llen an der Grenze zur T&uuml;rkei hat sie sich hinter die t&uuml;rkische Lesart gestellt, dass dies einen Angriff auf die T&uuml;rkei darstellen und milit&auml;rische Gegenma&szlig;nahmen rechtfertigen w&uuml;rde, u.a. nachdem die T&uuml;rkei im Oktober 2012 Konsultationen nach Artikel vier des NATO-Vertrages beantragt hatte. Darauf folgte die von der NATO koordinierte Stationierung deutscher Patriot-Luftabwehrsysteme in der T&uuml;rkei. Diese hatte vor allem symbolischen Wert, insofern Deutschland und die NATO damit der T&uuml;rkei R&uuml;ckendeckung gaben, die zugleich relativ offen und ebenfalls klar v&ouml;lkerrechtswidrig die Bewaffnung islamistischer Milizen unterst&uuml;tzte und ihnen R&uuml;ckzugsraum bot, um das Nachbarland Syrien zu destabilisieren. Ein weiterer H&ouml;hepunkt bei der Negierung des V&ouml;lkerrechts in Syrien durch Deutschland bestand darin, die Anschl&auml;ge am 13. November 2015 in Paris zum Anlass zu nehmen, sich an den milit&auml;rischen Operationen gegen den IS zu beteiligen und dies v&ouml;lker- und verfassungsrechtlich mit dem Recht auf kollektive Selbstverteidigung im Rahmen eines Systems gegenseitiger kollektiver Sicherheit &ndash; in diesem Falle war die EU gemeint &ndash; zu begr&uuml;nden. Diese Argumentation, mit der die EU f&uuml;r sich in Anspruch genommen hat, ohne Zustimmung der dortigen Regierung auf syrischem Gebiet milit&auml;risch t&auml;tig zu werden, entspricht weitgehend der Begr&uuml;ndung, mit der die T&uuml;rkei nun in Afrin einmarschiert. In beiden F&auml;llen richtet sich der offene milit&auml;rische Einsatz der EU und NATO-Staaten zwar gegen nichtstaatliche bewaffnete Gruppen und nicht direkt gegen die syrischen Streitkr&auml;fte, die beteiligten Staaten haben jedoch aus ihrer zeitgleichen milit&auml;rischen Unterst&uuml;tzung f&uuml;r andere bewaffnete Gruppen keinen Hehl gemacht und diese tw. offen einger&auml;umt. Deutschland hat dies geduldet und u.a. durch die Aufhebung des EU-Waffenembargos auch aktiv unterst&uuml;tzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.imi-online.de\/2018\/01\/24\/afrin-entfesselte-geopolitik\/\">informationsstelle Militarisierung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das hier gespielte Spiel ist in der Tat ein schmutziges Siel. Erst waren die kurdischen Milizen bei der Bek&auml;mpfung des IS gerade recht, jetzt ruft der Angriff Erdogans auf diese gerade bei den Verteidigern der &bdquo;westlichen Werte&ldquo;  bestenfalls ein Schulterzucken hervor.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Syrische Kurden zwischen Krieg, Erpressung und Verrat<\/strong><br>\nDie T&uuml;rkei verfolgt die basisdemokratisache Selbstverwaltung in der syrisch-kurdischen Region Rojava absolut feindselig. Man will das multiethnische Projekt im Norden Syriens zerschlagen oder zumindest schw&auml;chen. So hat die T&uuml;rkei die t&uuml;rkisch-syrische Grenze dichtgemacht und l&auml;sst nicht mal humanit&auml;re Hilfen nach Rojava passieren. Dadurch k&ouml;nnen etwa Schulen und Krankenh&auml;user nicht aufgebaut werden, weil Baustoffe fehlen. Auch an anderen Ressourcen, die importiert werden m&uuml;ssen, mangelt es. G&uuml;ter, die in Rojava ben&ouml;tigt werden, m&uuml;ssen m&uuml;hsam und unter Lebensgefahr illegal &uuml;ber die t&uuml;rkisch-syrische Grenze gebracht werden oder &uuml;ber ebenfalls gef&auml;hrliche Routen durch den Nordirak.<br>\nDie T&uuml;rkei setzt bei ihrer feindlichen Politik aber schon l&auml;nger nicht allein auf die Grenzblockade. Islamistische und jihadistische Gruppen, die bereit waren, gegen Rojava zu k&auml;mpfen, wurden und werden von der T&uuml;rkei mit Waffen, Geld und R&uuml;ckzugsr&auml;umen in der T&uuml;rkei unterst&uuml;tzt. Selbst der &laquo;Islamische Staat&raquo; konnte jahrelang recht ungest&ouml;rt &uuml;ber die T&uuml;rkei Waffen, K&auml;mpfer und Geld nach Syrien bringen. Dies ist nicht anders zu erkl&auml;ren als durch eine aktive Duldung der T&uuml;rkei, die den IS lange als ein Werkzeug zur Bek&auml;mpfung Rojavas angesehen hat. W&auml;hrend der IS vor dem Sieg der syrisch-kurdischen YPG und YPJ in Koban&ecirc; sogar das &Uuml;berleben des Projekts Rojava zu bedrohen schien, haben die &uuml;brigen islamistischen und jihadistischen Gruppen nie ein solches Potenzial erreicht. Aber sie konnten Rojava in einem milit&auml;rischen Dauerkonflikt mit entsprechenden negativen Folgen f&uuml;r die politische und soziale Entwicklung halten und boten sich als Deckmantel und Fu&szlig;truppen f&uuml;r auch direkte Interventionen der t&uuml;rkischen Armee an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/analyse-kurden-krieg-tuerkei-afrin\/\">Kontrast<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>GroKo in spe attackiert Mitbestimmung<\/strong><br>\nDie so genannte Niederlassungsfreiheit erm&ouml;glicht es deutschen Unternehmen bereits heute, eine ausl&auml;ndische Rechtsform wie die britische Limited zu w&auml;hlen, die die in Deutschland bestehenden Regeln zur Beteiligung von Arbeitnehmervertretern in Aufsichtsr&auml;ten nicht kennen. Das ist unter Ber&uuml;cksichtigung einiger kleiner b&uuml;rokratischer H&uuml;rden selbst dann m&ouml;glich, wenn das betroffene Unternehmen in Gro&szlig;britannien &uuml;berhaupt nicht aktiv ist.<br>\nDer Europ&auml;ische Gerichtshof (EuGH) hat die M&ouml;glichkeiten dieser Umschiffung von Arbeitnehmerrechten im vergangenen Herbst mit dem so genannten Polbud-Urteil sogar noch ausgeweitet. Er hat klargestellt, dass ein solcher Wechsel zu einer ausl&auml;ndischen Rechtsform nicht nur bei Neugr&uuml;ndungen, sondern auch f&uuml;r bestehende Unternehmen m&ouml;glich ist. Sogar dann, wenn es eindeutig nur darum geht, sich durch den Rechtsformwechsel unternehmerische Vorteile zu verschaffen &ndash; wie eben die M&ouml;glichkeit, Arbeitnehmer aus den Aufsichtsr&auml;ten zu dr&auml;ngen.<br>\nDas Urteil ist keine &Uuml;berraschung. Es reiht sich in eine ganze Serie von Urteilen ein, in denen der EuGH stets nationalstaatlich verankerte Arbeitnehmerrechte den so genannten Grundfreiheiten des Binnenmarktes unterordnet. L&auml;sst man die Luxemburger Richter und die Br&uuml;sseler EU-Kommission gew&auml;hren, sind Arbeitnehmerrechte illegal, sobald sich irgendwie argumentieren l&auml;sst, dass sie den freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital oder Arbeitskr&auml;ften behindern. &hellip;<br>\nW&uuml;rde das Sondierungspapier zum Koalitionsvertrag werden, best&uuml;nde darin sogar eine weitere Attacke gegen die Mitbestimmung. Diesmal nicht aus Br&uuml;ssel, sondern von der GroKo aus Berlin. So bekennen sich die Sondierer zur so genannten Europa GmbH  &ndash; einer europ&auml;ischen Rechtsform, die seit Jahren eingef&uuml;hrt werden soll, die aber von Deutschland bisher blockiert wird, gerade weil sie mit der geltenden Arbeitnehmermitbestimmung unvereinbar ist. Die Europa GmbH zielt darauf ab, eine einheitliche Rechtsform mit ausgesprochen wenigen Verpflichtungen zu schaffen, die in der gesamten EU gilt. Sie w&auml;re ein geeignetes Werkzeug, nicht nur gegen die deutsche Arbeitnehmermitbestimmung, sondern gegen allerlei in den einzelnen Mitgliedsl&auml;ndern geltenden Arbeitnehmerrechten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/themen\/nachrichten\/detail\/groko-in-spe-attackiert-mitbestimmung\/\">Linksfraktion<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das steckt hinter dem Gefasel des &bdquo;mehr Europa&ldquo;, das auch der Herr Schulz immer so gern von sich gibt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fast jede zweite Anstellung in der Leiharbeit<\/strong><br>\nDer Arbeitsmarkt boomt: Immer h&auml;ufiger ist von Fachkr&auml;ftemangel die Rede. Doch gesucht werden vor allem Zeitarbeiter. Die m&uuml;ssen meist ein Gehalt unter der Niedriglohnschwelle hinnehmen. Die Linksfraktion im Bundestag sieht deswegen Handlungsbedarf.<br>\nFast jede zweite bei Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldete Vollzeitstelle ist eine Anstellung in der Zeitarbeit. Das geht aus der Antwort der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Susanne Ferschl hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Demnach waren im November des vergangenen Jahres 523 790 Vollzeitstellen offiziell gemeldet, 216 294 davon in der Arbeitnehmer&uuml;berlassung &ndash; das entspricht einem Anteil von 41,3 Prozent. Von den offenen Stellen insgesamt &ndash; inklusive Teilzeit &ndash; befand sich etwa ein Drittel in der Leiharbeit, keine andere Branche kommt auf einen h&ouml;heren Anteil. 33 Prozent aller Vermittlungen erfolgt in Leiharbeitsverh&auml;ltnisse.<br>\nNach Angaben der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit bekamen im Dezember 2016 zwei Drittel der sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten in der Leiharbeit einen Bruttolohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 2088 Euro monatlich. In der Gesamtwirtschaft waren es dagegen 20 Prozent. Die Linksfraktion fordert sch&auml;rfere Regelungen f&uuml;r die Zeitarbeit. &bdquo;Dringend notwendig sind jetzt gleicher Lohn f&uuml;r gleiche Arbeit ab dem ersten Einsatztag sowie ein Flexibilit&auml;tszuschlag von 10 Prozent und eine H&ouml;chst&uuml;berlassungsdauer von drei Monaten&ldquo;, so Linken-Arbeitsmarktexpertin Ferschl. &bdquo;Leiharbeit darf nur f&uuml;r Auftragsspitzen und Personalengp&auml;sse genutzt werden und nicht zur Ausweitung von Niedrigl&ouml;hnen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rnd-news.de\/Exklusive-News\/Meldungen\/Januar-2018\/Fast-jede-zweite-Anstellung-in-der-Leiharbeit\">RedaktionsNetzwerk Deutschland<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> So sieht das &bdquo;Jobwunder&ldquo; wirklich aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Holt euch, was euch zusteht!<\/strong><br>\nDie IG Metall traut sich was. Endlich. Nach vielen Jahren im Krebsgang wagt sich die einstmals stolze Industriegewerkschaft wieder in einen regelrechten Arbeitskampf. Es geht um sechs Prozent mehr Lohn und die M&ouml;glichkeit, die Arbeitszeit zeitweise auf 28 Stunden zu reduzieren. Aber in Wahrheit steht viel mehr auf dem Spiel: Welche Rolle spielen die Gewerkschaften in Deutschland noch?<br>\nDer Begriff vom &ldquo;Schweinesystem&rdquo;, der vor 50 Jahren angesagt war, ist ja ein bisschen in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht.<br>\nNehmen wir mal Davos: Da hat jetzt der Siemens-Chef Joe Kaeser den amerikanischen Pr&auml;sidenten Donald Trump f&uuml;r dessen Steuerreform gelobt.<br>\nIhr erstaunlicher Effekt besteht bekanntlich darin, die Reichen noch reicher und die Armen noch &auml;rmer zu machen, obwohl man dachte, das sei gar nicht mehr m&ouml;glich. Kaeser k&uuml;ndigte aber au&szlig;erdem noch an, in den USA Gasturbinen entwickeln zu wollen. Gasturbinen also, von denen gerade erst gesagt wurde, sie seien ein Gesch&auml;ft von gestern, und darum m&uuml;sse man leider 6900 Arbeitspl&auml;tze abbauen, die H&auml;lfte davon in Deutschland.<br>\nOder, anderes Beispiel, die Deutsche Bank. Das Kreditinstitut schreibt zum dritten Mal hintereinander rote Zahlen, Bankfilialen werden geschlossen, Arbeitspl&auml;tze gestrichen. Aber f&uuml;r 2017 will die Bank an ihre Manager Boni im Umfang von mehr als einer Milliarde Euro aussch&uuml;tten.<br>\nSPD-Chef Martin Schulz sagt dazu: &ldquo;Das schadet insgesamt unserer Solidargemeinschaft.&rdquo; Das ist allerdings derselbe Martin Schulz, der jetzt wieder eine Frau zur Kanzlerin w&auml;hlen will, die den Zerfall dieser Solidargemeinschaft nach Kr&auml;ften bef&ouml;rdert hat.<br>\nDeutschland hat heute den gr&ouml;&szlig;ten Niedriglohnsektor in Westeuropa. Sieben Millionen Menschen verdienen in Deutschland weniger als 9,60 Euro in der Stunde. Und, noch schlimmer: 2016 bekamen etwa 2,7 Millionen Besch&auml;ftigte in Deutschland nicht einmal den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn von 8,50 in der Stunde. Knapp zehn Prozent der Menschen, f&uuml;r die dieses Gesetz gemacht wurde, werden von ihren Chefs auch heute noch betrogen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/streik-der-ig-metall-holt-euch-was-euch-zusteht-kolumne-a-1190322.html#\">Jakob Augstein auf SPON<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie das TINA-Prinzip die Demokratie schw&auml;cht<\/strong><br>\n&ldquo;There is no alternative&rdquo; &ndash; das TINA-Prinzip ist seit Margret Thatcher unter Politikern beliebt. Doch f&uuml;r die Demokratie habe es verheerende Folgen, meint die Politikwissenschaftlerin Astrid S&eacute;ville. Sie pl&auml;diert daf&uuml;r, die politische Debattenkultur zu st&auml;rken.<br>\nMit ihrer Dokotorarbeit habe die Politikwissenschaftlerin Astrid S&eacute;ville vor allem zeigen wollen, dass &ldquo;die Rede von Alternativlosigkeit&rdquo; f&uuml;r Politiker sehr bequem sei. Sie betonten die Notwendigkeit, w&uuml;rden so unbequeme Debatten abk&uuml;rzen und sich gegen Kritik immunisieren. Die B&uuml;rger sollten bestimmte Dinge &ldquo;einfach glauben&rdquo;.<br>\nS&eacute;ville m&ouml;chte sich daf&uuml;r stark machen, dass im politischen Prozess wie &uuml;ber &ldquo;Gr&uuml;nde, ideologische Motive und Werte&rdquo; gesprochen werde, anstatt nur auf Sachzw&auml;nge zu verweisen. Sie fordert eine St&auml;rkung der Debattenkultur:<br>\n&ldquo;Also, dass man wieder klarmacht, welche Optionen auf dem Tisch liegen und welche G&uuml;terabw&auml;gung eigentlich hinter einer politischen Entscheidung stecken.&rdquo;<br>\nPolitiker sollten ihrer Ansicht nach &ldquo;die Verfahren parlamentarischer Entscheidungsfindung wieder bejahen&rdquo;. F&uuml;r den deutschen Diskurs sei besonders wichtig, den Sinn von Kompromissen zwischen Alternativen wieder herauszustellen.<br>\nWie problemtatisch das TINA-Prinzip f&uuml;r die Demokratie sei, hat man laut S&eacute;ville in Deutschland am Beispiel der AfD sehen k&ouml;nnen. Die Partei trage schon im Namen eine &ldquo;gezielte Oppostion&rdquo; gegen diese Rhetorik, weil sie in der Eurozonen-Krise habe beobachten k&ouml;nnen, &ldquo;dass legitime Optionen von vorn herein vom Tisch gewischt wurden, dass eben nicht offen debattiert wurde&rdquo;.<br>\nDie TINA-Rhetorik sei eine &ldquo;Beschw&ouml;rung vom Ende der Steuerungsf&auml;higkeit von Politik&rdquo;. Doch das treffe &uuml;berhaupt nicht zu &ndash; und mobilisiere genau dadurch den Populismus einer AfD.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/astrid-seville-there-is-no-alternative-wie-das-tina-prinzip.1270.de.html?dram:article_id=409353\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Auffangl&auml;nder f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge<\/strong><br>\nMit Reisen nach Jordanien sowie in den Libanon bem&uuml;ht sich Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier um den Ausbau einer eigenst&auml;ndigen deutschen Position in Nahost. In offen erkl&auml;rter Distanz zu Ma&szlig;nahmen der Trump-Administration hat Steinmeier in den vergangenen Tagen Gespr&auml;che in der jordanischen Hauptstadt Amman gef&uuml;hrt, die neben den gegenw&auml;rtigen Gro&szlig;konflikten in Nah- und Mittelost, etwa dem erbitterten Machtkampf zwischen Saudi-Arabien und Iran, auch die Lage in Jordanien selbst zum Gegenstand hatten. Das Land erh&auml;lt von Deutschland R&uuml;stungsg&uuml;ter in H&ouml;he einer insgesamt sechsstelligen Millionensumme, um den Zustrom von Fl&uuml;chtlingen strikt zu kontrollieren. Jordanien bietet mehr Syrern und Irakern Zuflucht als die Bundesrepublik auf dem H&ouml;hepunkt der hierzulande &ldquo;Krise&rdquo; genannten Phase der Aufnahme von Fl&uuml;chtlingen. Berlin stellt weitere Mittel bereit, damit dies so bleibt: Dies gilt als billiger als die &ouml;konomischen, vor allem aber auch die politischen Kosten einer Unterbringung neuer Fl&uuml;chtlinge in der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/7516\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Tagesschau macht Buhrufe gegen Trump lauter &ndash; Manipulation oder &bdquo;journalistische Pr&auml;zision&ldquo;?<\/strong><br>\nDie &bdquo;Tagesschau&ldquo; hat in ihrem Social Media-Kan&auml;len in einem O-Ton-Ausschnitt zu Donald Trumps Auftritt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Buhrufe aus dem Publikum lauter gemischt, um sie h&ouml;rbar zu dokumentieren. Einige werfen der ARD-Nachrichtensendung nun Manipulation vor, &bdquo;Tagesschau&ldquo;-Chef Kai Gniffke rechtfertigt den Eingriff als &bdquo;journalistische Pr&auml;zision&ldquo;.<br>\nNachdem US-Pr&auml;sident Donald Trump in der ihm eigenen Manier auf die Presse und die Medien geschimpft hat, werden die Hintergrundger&auml;usche merklich lauter und man kann kurz Buhrufe h&ouml;ren. Mit ins Rollen brachte die Diskussion um den Ausschnitt Bild-Chef Julian Reichelt, der den Vorgang als &bdquo;klare Grenz&uuml;berschreitung bei einer Nachrichtensendung&ldquo; bezeichnete, wobei der entsprechende Ausschnitt in der &bdquo;Tagesschau&ldquo;-Sendung selbst gar nicht zu sehen war.<br>\nDie Bild berichtete dann auch recht gro&szlig; &uuml;ber den Fall. Im Bild-Artikel kommt u.a. Rainer Nowak, Chefredakteur der &ouml;sterreichischen Zeitung Die Presse, vor, der als Augen- und Ohrenzeuge twitterte, die Buhrufe seien &bdquo;definitiv nicht laut&ldquo; gewesen.<br>\nDie S&uuml;ddeutsche Zeitung brachte am Wochenende eine gro&szlig;e Seite-Drei-Reportage &uuml;ber Trumps Auftritt in Davos, ihr waren Buhrufe noch nicht mal eine Erw&auml;hnung wert.<br>\nDie Aufregung im Social Web kochte schnell hoch, zumal die Redaktion via Twitter den Eingriff in die Tonlautst&auml;rke best&auml;tigte.<br>\nWir haben den Ton am Ende tats&auml;chlich etwas lauter gemacht, damit man die Buhrufe h&ouml;rt. Nur so k&ouml;nnen wir wiederspiegeln was unsere Korrespondenten berichtet haben. Das Mikrofon im Raum hat vor allem Trump aufgezeichnet und nur wenig von der Atmosph&auml;re im Saal.<br>\nARD-Aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke reagierte mit einem Beitrag im &bdquo;Tagesschau&ldquo;-Blog. Gniffke nannte den Eingriff freilich nicht &bdquo;lauter gemacht&ldquo;, sondern er erkl&auml;rte etwas umst&auml;ndlich, man habe &bdquo;den Originalton aus dem Saal w&auml;hrend der Buhrufe mit einem hohen Tonpegel offen stehen lassen, um zu belegen, dass es diese Reaktion tats&auml;chlich gab&ldquo;. Wenn ein Korrespondent die Information vermittle, dass der US-Pr&auml;sident ausgebuht worden sei, dann m&uuml;sse er das belegen. Dazu habe der Ton gedient, so Gniffke weiter. Der &bdquo;Tagesschau&ldquo;-Chef verwies darauf, dass es die Buhrufe tats&auml;chlich gab (was niemand bestritten hat). Er verglich den Vorgang damit, dass Zeitungen auch Bild-Ausschnitte vergr&ouml;&szlig;ern und eventuell mit einem roten Kreis markieren, um etwas hervorzuheben. Gniffke: &bdquo;Niemand k&auml;me hier auf die Idee, dies Manipulation zu nennen, sondern eher journalistische Pr&auml;zision.&ldquo;<br>\nDer &bdquo;Tagesschau&ldquo;-Chef &uuml;bersieht bei diesem Vergleich allerdings, dass eine bildliche Hervorhebung, wie ein roter Kreis, f&uuml;r den Leser sichtbar, also nachvollziehbar ist. Genau dies ist bei einem unkommentierten Eingriff in die Tonlautst&auml;rke eben nicht der Fall. Umgekehrt haben Bild-Ausschnitte, die einen falschen Eindruck erwecken, nat&uuml;rlich auch nichts mit &bdquo;Pr&auml;zision&ldquo; zu tun, sondern bestenfalls mit Schlamperei und schlimmstenfalls mit Manipulation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/01\/29\/tagesschau-macht-buhrufe-gegen-trump-lauter-manipulation-oder-journalistische-praezision\/?utm_campaign=NEWSLETTER_ABEND&amp;utm_source=newsletter&amp;utm_medium=email\">meedia<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Philosophen-Pr&auml;sident Emmanuel Macron<\/strong><br>\n&ldquo;Ein Mann der Tat, darauf aus, &uuml;ber ein Werkzeug zu verf&uuml;gen, das ihm erlaubt, seine Epoche zu denken, kann nicht anders als von einem Denker verf&uuml;hrt zu werden, der erkl&auml;rt, dass &lsquo;die Philosophie ihre Zeit in Gedanken erfasst&rsquo; sei.&rdquo;<br>\nDa ist zun&auml;chst Macrons Verst&auml;ndnis seiner eigenen Rolle in der Geschichte. Macron hat ohne Zweifel 2016 erkannt, was die Stunde geschlagen hat. W&auml;hrend sich die politischen Eliten des Landes in althergebrachter Manier gerierten, ergriff er k&uuml;hn die Chance.<br>\n&ldquo;Bis vor kurzem haben in der Geschichte Ideologien dominiert, die versuchen, die Rolle des individuellen Akteurs zu verneinen. Im Namen der Sozialwissenschaften [&hellip;] hielt [man] die Rolle des Individuums f&uuml;r wenig bedeutsam. Macron [&hellip;] glaubt an die Rolle des Willens, an die F&auml;higkeit der F&uuml;hrer, dem Lauf der Geschichte eine andere Richtung zu geben.&rdquo; &hellip;<br>\nSchon am Abend seiner Wahl mit dem majest&auml;tischen Gang quer &uuml;ber den Vorplatz des Louvre zu den Kl&auml;ngen Beethovens wird deutlich: Der junge Mann besitzt ein Gesp&uuml;r f&uuml;r Orte und Handlungen. Spricht in Athen &uuml;ber Hegels Eule der Minerva, vor Jugendlichen an der Sorbonne &uuml;ber Europas Zukunft. Welch ein Unterschied zu Sarkozy und Hollande!<br>\n&ldquo;So erkl&auml;rt sich die Sorgfalt, mit der Emmanuel Macron, kaum gew&auml;hlt, die Funktion des Pr&auml;sidenten mit Gravit&auml;t und Formalismus verk&ouml;rpert, die absichtlich zu dem l&auml;ssigen Stil seiner beiden Vorg&auml;nger in Kontrast stehen, dem hektischen Pr&auml;sidenten und dem normalen Pr&auml;sidenten.&rdquo;<br>\nWelch eine Wohltat, die geistige Auseinandersetzung mit einem Spitzenpolitiker auf diesem intellektuellen Niveau f&uuml;hren zu k&ouml;nnen, mit dieser gedanklichen Tiefe. Da kann der deutsche Leser, der noch immer auf eine Regierung wartet, schon mal neidisch werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.deutschlandfunk.de\/frankreich-der-philosophen-praesident-emmanuel-macron.1310.de.html?dram:article_id=409204\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Der gottgleiche Macron. Wer einen starken Magen hat, kann sich diese widerliche triefende Eloge antun. Wie es aussieht hat Macron in Couturier seinen Hofschreiberling bereits gefunden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Machen Sie doch einmal die Augen zu und stellen sich vor, Couturiers Elogen auf den gro&szlig;en F&uuml;hrer w&uuml;rden mit voller Inbrunst <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=UFUyftGhJCs\">von Ri Chun Hee<\/a> (Nachrichtensprecherin aus Nordkorea) vorgetragen &hellip; die Form der Propaganda, mit der wir tagt&auml;glich &uuml;berzogen werden, hat ein bedenkliches Ma&szlig; erreicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Thomas Fischers Zeit-kritische Anmerkungen zum Medien-&bdquo;Tribunal&ldquo; gegen Dieter Wedel<\/strong><br>\nDer Fall Wedel hat in der vergangenen Woche wiederum Wellen geschlagen. Manche sagen, er sei zugleich auch ein Fall der Wochenzeitung Die Zeit, was diese weit von sich weist. Unstreitig d&uuml;rfte sein, dass sie einen &ouml;ffentlichen Prozess ungew&ouml;hnlicher Breite und Intensit&auml;t gegen den Beschuldigten Wedel f&uuml;hrt. Auch die zweite Welle wurde von der Bemerkung begleitet, man habe noch mehr &bdquo;Geschichten&ldquo; &uuml;ber den Beschuldigten auf Lager. Inzwischen hat, wie man h&ouml;rt, ein Fernsehsender eine &bdquo;Task Force&ldquo; gegr&uuml;ndet. Kritik wurde bislang vor allem mit Argumenten aus dem (straf-)prozessualen Zusammenhang formuliert (Unschuldsvermutung, Verj&auml;hrung, Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit). Es erscheinen mir ein paar Bemerkungen zum Zusammenhang angezeigt. &hellip;.<br>\nEine Zeitungs-Redaktion hat nicht &uuml;ber Schuld und Unschuld eines Verd&auml;chtigen zu entscheiden. Sie sollte sich daher auch nicht so geb&auml;rden.  &bdquo;Unschuldsvermutung&ldquo; ist ein Begriff, der aus dem staatlichen Strafprozess stammt, diesem eigent&uuml;mlich ist und dort etwas Wichtiges bedeutet und bewirkt. Mit dem Presserecht und der Kompetenz von Journalisten hat er allenfalls mittelbar zu tun. Daher ist es recht verk&uuml;rzt, wenn der Zeit vorgeworfen wird, sie versto&szlig;en gegen die Unschuldsvermutung. Jeder Mensch darf &ndash; f&uuml;r sich &ndash; gegen diese Vermutung &bdquo;versto&szlig;en&ldquo;, wie sie oder er will. Die Vermutung gilt f&uuml;r die Verfahren der staatlichen Strafjustiz, ist aber auch da eine spezifische Regel: &bdquo;Im Zweifel&ldquo;, welche von mehreren verschiedenen Tatsachenm&ouml;glichkeiten wahr ist, ist dem Urteil die f&uuml;r den Beschuldigten g&uuml;nstigste zugrunde zu legen. Die Unschuldsvermutung verlangt nicht, Zweifel zu haben, sondern sagt nur, was ein Richter tun soll, wenn er Zweifel hat.<br>\nF&uuml;r die Presse hat das nur mittelbar Bedeutung. Presseberichte k&ouml;nnen eine Person sozial sch&auml;digen, gar vernichten, sie in unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Weise f&uuml;r immer ausgrenzen und stigmatisieren. Deshalb ist die Presse verpflichtet, bei der Ver&ouml;ffentlichung von ehrverletzenden Beschuldigungen deutlich zu machen, dass es sich nicht um feststehende Tatsachen handelt. Man darf nicht &ouml;ffentlich eine rechtlich definierte Schuld behaupten, die nicht auf legitime Weise bewiesen ist. Die Grenzen sind flie&szlig;end; die M&ouml;glichkeiten der tendenzi&ouml;sen sozialen Vernichtung unter gleichzeitig treuherzigem Bekenntnis zur &bdquo;Unschuldsvermutung&ldquo; unendlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/2018\/01\/29\/das-sternchen-system-thomas-fischers-zeit-kritische-anmerkungen-zum-medien-tribunal-gegen-dieter-wedel\/\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Thomas Fischer zeigt pointiert auf, dass die ganze #metoo-Kampagne inzwischen den Charakter einer Hexenjagd annimmt, die mit Hilfe konstruierter Anschuldigungen nach Belieben gegen jeden (Mann) gerichtet werden kann und die &ouml;ffentlich Denunzierten mit der sozialen und beruflichen Vernichtung bedroht. Dabei geht es nicht prim&auml;r um die Rechte von Frauen sondern um die gesellschaftliche und politische Machtposition der Initiatorinnen, privilegierten, akademisch gebildeten, wei&szlig;en Frauen aus der oberen Mittelschicht.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Robert Parry&rsquo;s Legacy and the Future of Consortiumnews<\/strong><br>\nRobert Parry, editor and publisher of Consortiumnews.com, died peacefully Saturday evening. In this tribute, his son Nat Parry describes Robert&rsquo;s unwavering commitment to independent journalism.<br>\nIt is with a heavy heart that we inform Consortiumnews readers that Editor Robert Parry has passed away. As regular readers know, Robert (or Bob, as he was known to friends and family) suffered a stroke in December, which &ndash; despite his own speculation that it may have been brought on by the stress of covering Washington politics &ndash; was the result of undiagnosed pancreatic cancer that he had been unknowingly living with for the past 4-5 years.<br>\nHe unfortunately suffered two more debilitating strokes in recent weeks and after the last one, was moved to hospice care on Tuesday. He passed away peacefully Saturday evening. He was 68.<br>\nThose of us close to him wish to sincerely thank readers for the kind comments and words of support posted on recent articles regarding Bob&rsquo;s health issues. We read aloud many of these comments to him during his final days to let him know how much his work has meant to so many people and how much concern there was for his well-being.<br>\nI am sure that these kindnesses meant a lot to him. They also mean a lot to us as family members, as we all know how devoted he was to the mission of independent journalism and this website which has been publishing articles since the earliest days of the internet, launching all the way back in 1995.<br>\nWith my dad, professional work has always been deeply personal, and his career as a journalist was thoroughly intertwined with his family life. I can recall kitchen table conversations in my early childhood that focused on the U.S.-backed wars in Central America and complaints about how his editors at The Associated Press were too timid to run articles of his that &ndash; no matter how well-documented &ndash; cast the Reagan administration in a bad light.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/consortiumnews.com\/2018\/01\/28\/robert-parrys-legacy-and-the-future-of-consortiumnews\/\">Consortiumnews<\/a>\n<p><em>Die NachDenkSeiten bedauern diesen gro&szlig;en Verlust.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-42140","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42140","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=42140"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42140\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":42142,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/42140\/revisions\/42142"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=42140"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=42140"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=42140"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}